Keine Regeln nur für uns

2. Dezember 2009 von Time

In der aktuellen FAZ gibt es einen wie m.E. stets lesenswerten Aufsatz von Thomas Speckmann (1), in der er die Rolle der Zivilisten in vergangenen und gegenwärtigen Konflikten beleuchtet.

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Vom unschuldigen Zivilisten

Hungerblockaden, Bombenkriege, Partisanen und Genozide haben die Grenzen zwischen bewaffneten Streitkräften und Bevölkerungen verwischt. Gerade in den Kriegen der Gegenwart wird die Infrastruktur des Feindes zum Angriffsziel

In Afghanistan stehen deutsche Soldaten unter Beschuss – nicht nur durch die Taliban. Der Tod von Zivilisten bei der Bombardierung entführter Tanklastwagen setzt die Bundeswehr innenpolitisch unter Druck. Denn das Völkerrecht unterscheidet scharf zwischen Kombattant und Nichtkombattant. Doch selten war die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit größer als heute. In der Geschichte bewaffneter Konflikte ist es nur selten und seit dem zwanzigsten Jahrhundert mit scharf abnehmender Tendenz gelungen, Kombattanten und Nonkombattanten eindeutig voneinander zu trennen.

Die Idee des Krieges als einer staatlichen Handlungsform, die ausschließlich von Soldaten auszuführen sei, hat sich fast immer als Fiktion erwiesen. Kriege scheinen vielmehr eine Angelegenheit von ganzen Gesellschaften zu sein, die den Einsatz jedes Einzelnen erfordern. Diese „republikanische“ Sicht eines Jean-Jacques Rousseau, die keine Privatheit und daher auch keine Nichtkombattanten kennt, spiegelt sich in verschiedenen Kriegstypen und Kampfformen.

„Sie töteten die Männer und führten die Frauen und die Kinder in die Sklaverei“, lautet eine Formel antiker Geschichtsschreibung. Während die Männer als niederzukämpfende Feinde betrachtet und behandelt wurden, gehörten Frauen und Kinder zur Beute, die dem Sieger zufiel. In den Kriegen des späten Mittelalters und teilweise noch der frühen Neuzeit bestand hingegen nur selten die Möglichkeit, die festen Plätze, Burgen und mauergeschützten Städte des Gegners einzunehmen. Daher wurden Streifzüge gegen die zivile Infrastruktur des Feindes geführt. Nicht militärische Anlagen waren das Ziel der Angriffe, sondern Ländereien und Besitzungen. Das Land des Gegners wurde verwüstet, die Dörfer überfallen und die Gehöfte niedergebrannt.

Da sich die räuberischen Haufen nur selten zum Kampf stellten, waren die Leidtragenden vielmehr die Bauern, Frauen und Kinder, die drangsaliert, beraubt, vergewaltigt und erschlagen wurden. Dem Feind sollte ein nachhaltiger Schaden zugefügt werden, um ihn zur Erfüllung von Forderungen oder zur Einwilligung in Verträge zu zwingen. Durch diese Art der Kriegführung erhöhte man die Kosten, die der Gegner für die Aufrechterhaltung seines politischen Willens zu entrichten hatte, und hoffte auf sein Einlenken. Der politische Wille sollte durch fortgesetzte Schädigung zermürbt werden.

Mit der Verstaatlichung des Krieges hat der direkte Kampf der Streitkräfte zwar eine sehr viel größere Bedeutung gewonnen, doch ist der Versorgungs- und Ermattungskrieg nach wie vor eine strategische Option geblieben. Vor allem in den „totalen Kriegen“ des zwanzigsten Jahrhunderts hat sie eine Renaissance erlebt, die bis heute anhält. Mit der seegestützten Fernblockade und dem Bombenkrieg begann die Erosion der Trennung von Front und Heimat; nicht nur Fabriken, sondern auch Wohnviertel und ihre Bewohner wurden zu legitimen militärischen Zielen erklärt. Die Vernichtung ganzer Volksgruppen und Ethnien galt als Kriegsziel totalitärer Regime.

Für die Seekriegführung ist die Wirtschaftsblockade spätestens seit den Napoleonischen Kriegen charakteristisch geworden. Das Ziel sind nicht die Kampfverbände des Feindes, sondern seine weitgehend ungeschützten Versorgungslinien, seine Abhängigkeit von Erdöl, Erz und Kautschuk. Eine Strategie, die auch im Ersten und Zweiten Weltkrieg von allen Seiten verfolgt worden ist: von den Deutschen in Form des Kaper- und U-Boot-Krieges, von den Amerikanern und Briten in Form des Blockadekrieges.

(Bis hierhin kann ich Speckmann folgen. Wenn er nun aber auf den Irakkrieg zu sprechen kommt und die angeblich „mehr als eine Million“ ziviler Opfer durch die UNO-Blockade, muß auf das Programm „Öl-für-Lebensmittel“  (2) hingewiesen werden, dessen Zweckentfremdung nicht in der Verantwortung der USA, des Westens oder der UNO lag. Die Blockade wurde zudem nach dem Sieg über Saddams Truppen verhängt und sollte nicht seine Vernichtung bringen sondern sein Wiedererstarken verhindern, sie ist mithin m.E. nicht als Kriegshandlung anzusehen. T.)

Diese Strategie wurde nach dem zweiten Golfkrieg in Form eines nicht zuletzt seeüberwachten Wirtschaftsembargos gegen den Irak wiederaufgenommen. Auch hier wird die Entscheidung nicht zwischen Flottenverbänden ausgetragen, sondern verlagert sich auf Attacken gegen zivile Handelsschiffe: Eine Hungerblockade trifft als Erstes die Zivilbevölkerung; Angriffe auf „Blockadebrecher“ nehmen zivile Opfer in hohem Maße in Kauf. Nach Schätzungen der Unesco sind den von den Vereinten Nationen gegen den Irak verhängten Wirtschaftssanktionen mehr als eine Million Zivilisten, vor allem Alte, Frauen und Kinder, zum Opfer gefallen.

Im Gegensatz zum taktischen Luftkrieg, der die Streitkräfte des Gegners zum Ziel hat, handelt es sich beim strategischen Luftkrieg, wie ihn die Briten nach 1940 gegen Deutschland konzipierten, um eine Variante des „indirect approach“, die den Feind an seiner schwächsten Stelle treffen will. Die systematische Bombardierung von Industrieanlagen und Arbeitervierteln soll die Verfügbarkeit von Arbeitskräften für die Rüstungsproduktion einschränken. Die Zivilbevölkerung wird bewusst und gezielt zum Opfer militärischer Gewalt.

(Die vordem beschriebene Situation trifft m.E. jedenfalls in keinem Punkt auf Saddams Irak zu. Weiterhin galt die Bombardierung deutscher Städte aus meiner Sicht weniger der Vernichtung kriegswichtiger Produktion, sondern vielmehr der Zermürbung der Zivilbevölkerung mit dem Ziel, ihre Übereinstimmung mit dem Regime der Nationalsozialisten zu brechen. T.)

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist diese Strategie (es handelt sich nach meinem Dafürhalten um zwei unterschiedliche, die gleichwohl auch gleichzeitig verfolgt werden können, T.) zu einem festen Bestandteil klassischer Staatenkriege vor allem westlicher Mächte geworden (Dies m.E. aus dem einfachen Grund, weil es keine relevanten anderen militärischen Mächte gibt, T.). Um verlustreiche Entscheidungen auf dem Schlachtfeld zu vermeiden und den Gegner dennoch durch die Zufügung erheblicher Schäden zur Aufgabe seines politischen Willens zu zwingen, wird dessen Zivilbevölkerung angegriffen. Im Luftkrieg gegen Japan steigerte sich dies bis zum Abwurf von zwei Atombomben (Der Krieg war entschieden, ein blutiger Kampf Insel um Insel mit immensen Opfern stand bevor, es galt, den wahnsinnigen Shintoismus zu brechen und die Opfer zu minimieren. Teller (3) z.B. überlegte allerdings gegen Ende seines Lebens, ob es nicht doch gereicht hätte, eine Atombombe in großer Höhe über Tokio zu zünden, so dass die amerikanische Macht ohne die furchtbaren Folgen deutlich geworden wäre. Aber es war Krieg, und nachher weiß man’s immer besser! T.). Eine Offensive gegen zivile Ziele, die in den Flächenbombardements von Korea und Vietnam ihre Fortsetzung fand (Hier würde ich Speckmann zustimmen und ergänzen, daß in diesen beiden Kriegen die Entscheidungsträger m.E. in hohem Maße ebenso Opfer ihrer rassistischen wie besinnungslos antikommunistischen Affekte waren, was eine Opferzahl von gesamt 5 bis 7 Millionen Toten bewirkte, sich aber zum Glück in meinen Augen unsererseits seitdem nicht wiederholt hat, T.), um schließlich in den sogenannten chirurgischen Angriffen auf Brücken, Hörfunk- und Fernsehsender, Telekommunikationseinrichtungen sowie Wasser- und Elektrizitätswerke auf dem Balkan, in Afghanistan und im Irak verfeinert zu werden (Aber es ist doch eben etwas völlig anderes, ob man einen Leichenberg von Millionen auftürmt, oder versucht, mit möglichst wenig Opfern kriegswichtige Infrastruktur zu zerstören, was soll also dieses Vermengen? T.).

Die Bedeutung des Luftkrieges hat wesentlich damit zu tun, dass hier technologische Überlegenheit am stärksten ausgespielt und die Vorstellung einer Kriegführung ohne eigene Verluste am ehesten realisiert werden kann. Die politische Unterstützung einer militärischen Intervention ist im Entsendeland am größten, wenn klar ist, dass es sich dabei nur um den Einsatz von Luftstreitkräften handelt. Es steht aber außer Frage, dass ein wesentlich aus der Luft geführter Krieg trotz des Einsatzes moderner Kampfmittel die Minimierung eigener Verluste mit einem erhöhten Risiko für die Zivilbevölkerung des angegriffenen Landes begleicht.

Bei der Besatzungspraxis sind es nicht nur die sogenannten „neuen“, sondern auch die „alten“ Kriege, in denen eine Entdisziplinierung zu erkennen ist: Das Pogrom, das Massaker, der Genozid, die systematischen Massenvergewaltigungen, die Verstümmelung von Opfern und die trophäenhafte Zurschaustellung menschlicher Körperteile sind nicht erst in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zur alltäglichen Strategie geworden. Ihre Vorläufer finden sich auch vor 1945, wobei als Kulminationspunkt immer noch der Zweite Weltkrieg zu gelten hat – auf allen Seiten der kriegführenden Mächte (Bereits zu Anfang schrieb Speckmann: „Die Idee des Krieges als einer staatlichen Handlungsform, die ausschließlich von Soldaten auszuführen sei, hat sich FAST IMMER als Fiktion erwiesen.“)

Krieg und Kriegsvorbereitung haben in Europa seit der Frühen Neuzeit immer auch technologische Entwicklung und ökonomische Modernisierung in Gang gesetzt. Nicht zuletzt der Ost-West-Konflikt wurde mit Hilfe technologischer Entwicklungen aus dem zivilen Bereich wie den Fortschritten amerikanischer Wissenschaftler in der Mikroelektronik entschieden. An die Stelle der physischen Vernichtung gegnerischer Waffensysteme in Kampfhandlungen trat ihre Entwertung in Rüstungswettläufen durch Innovationsfähigkeit und die Anwendung wissenschaftlicher Entdeckungen im Bereich der Militärtechnologie. Nicht Soldaten, sondern Zivilisten haben die Kräfteverhältnisse zugunsten des Westens verschoben.

Das logistische Fundament der klassischen Staatenkriege ist seit der Frühen Neuzeit eine zentral kontrollierte, möglichst auf Autarkie beruhende Wirtschaft, die seit der Französischen Revolution durch Massenmobilisierung ergänzt wurde. Die bewaffnete Macht wird aus dem durch Steuern gedeckten Staatshaushalt finanziert, in dem die Militärausgaben bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein den größten Posten bildeten, und das bereits in Friedenszeiten. Der Staatsschatz gibt im Prinzip vor, wie lange und mit welcher Anstrengung der Krieg geführt werden kann und wann er beendet werden muss.

Der unter Aufbietung aller industriellen Ressourcen geführte Erste Weltkrieg hat darüber hinaus große Teile der Zivilbevölkerung in die Rüstungsproduktion einbezogen, ohne deren Funktionieren die Kriegsmaschine an der Front zum Stillstand gekommen wäre. Die auf beiden Seiten gescheiterten Offensiven von 1914 hatten die Kriegsentscheidung vom Schlachtfeld auf die Durchhaltefähigkeit der Wirtschaft verschoben. Die Rüstungsarbeiter wurden so zu Semikombattanten, die vormalig klaren Unterscheidungen zwischen am Krieg Beteiligten und Unbeteiligten aufgeweicht. Allein Kinder blieben „unschuldig“.

Diese Entwicklungen haben sich im und nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt. Durch den „totalen Krieg“, den Ausplünderungs- und Vernichtungskrieg, den die Wehrmacht im Osten führte, den Partisanenkrieg in Russland und auf dem Balkan sowie den strategischen Bombenkrieg gegen Deutschland wurden die Trennlinien zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten endgültig niedergerissen und seither nicht wieder aufgerichtet. Auch das nukleare Patt des Kalten Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und der UdSSR beruhte auf einer gegenseitigen Geiselnahme der Zivilbevölkerungen durch Bomberflotten und Interkontinentalraketen. Wie bedeutsam die zivilen Infrastrukturen für das Kriegsgeschehen geworden sind, zeigt die zunehmende Dauer von Konflikten. Dies gilt ebenso für die klassischen Staatenkriege. Auch die meisten Peripheriekriege während des Ost-West-Konflikts wurden von außen alimentiert und am Leben gehalten. Auf diese Weise haben sich die Stellvertreterkriege, die zumindest teilweise von den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion kontrolliert wurden, verselbständigt. Ihre Fortdauer hängt nun nicht mehr von der Durchsetzung politischer Ziele, sondern von der Verfügbarkeit kriegswichtiger Ressourcen ab. Diese Konflikte enden nur dann, wenn alle Parteien zu erschöpft sind, um den Krieg weiterzuführen. Inzwischen ist das Kriegsgeschehen in vielen Ländern eine enge Verbindung mit der organisierten Kriminalität eingegangen, in deren Gefolge sich auch hier die Grenzen zwischen Kombattanten und Nonkombattanten aufgelöst haben.

Stets spielt die psychologische Kriegführung, die Beeinflussung der gegnerischen Zivilgesellschaft, eine entscheidende Rolle. Die Bedeutung der Medien ist hierbei nicht hoch genug einzuschätzen. Über sie gelangen Bilder in die Öffentlichkeit, mit denen Gewaltakteure aus aller Welt (gemeint sein können aber nur die Jihadisten, denn allein im Westen werden politische Entscheidungen durch die Volksmeinung entschieden, T.) versuchen, politische Entscheidungen der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zu beeinflussen.

Ähnliche Kommunikationsstrategien sind auch im klassischen Staatenkrieg zu beobachten. Nicht die physische Vernichtung des Gegners steht dann im Vordergrund, sondern die Zerstörung seiner Durchhaltekraft. Bilder, die gegen feindliche Soldaten eingesetzte Gewalt dokumentieren, zielen auf den politischen Willen selbst, indem sie ihn mit dem für seine Durchsetzung zu entrichtenden Preis konfrontieren. Bilder, die vom Gegner ausgehende Gewalt zeigen, zielen – authentisch oder nicht – auf die begründete oder unbegründete Selbstgewissheit, Gewalt für eine gerechte Sache einzusetzen.

(Dies ist jedoch schwer kalkulierbar und gilt m.E. z. B. dann kaum mehr, wenn die kriegführenden Parteien völlig unterschiedliche Normen und Werte vertreten. Jihadisten beispielsweise werden durch den Anblick von achtjährigen Jungen, die westlichen Geiseln die Hälse durchschneiden, zum Kampf ermuntert, während diese Szene bei uns bodenlosen Ekel auslöst und die Gegner sich dermaßen selbst in unserer Wahrnehmung zu Ungeziefer degradieren lässt, T.)

Bei dem Staatenkrieg, wie er das Kriegswesen vom siebzehnten bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert hinein prägte und danach in Konflikten wie etwa dem zwischen China und Vietnam, dem ersten Golfkrieg zwischen Iran und dem Irak oder zuletzt dem Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea in Erscheinung getreten ist, hängt die Einbeziehung einer Gesellschaft in bewaffnete Auseinandersetzungen vom Grad ihrer industriellen und technologischen Entwicklung ab. Je entwickelter eine Gesellschaft ist, umso mehr wird sie aus strategischen und taktischen Gründen selbst zum Ziel eines militärischen Angriffs. Nicht zuletzt die Kriegsdauer entscheidet in der Regel, ob auch die zivile Infrastruktur des Gegners attackiert wird.

Der entstaatlichte Krieg, der zwei Drittel aller nach 1945 geführten Konflikte ausmacht, wird im Wesentlichen asymmetrisch geführt. Da sich hier ungleiche Gegner gegenüberstehen, mündet der entstaatlichte Krieg nicht in großen Schlachten, sondern in Angriffen vor allem auf die Zivilbevölkerung.

In den heutigen Konflikten, in denen der Staat oftmals das Monopol des Krieges verloren hat, stützen Warlords ihre militärische Macht auf die zivile Infrastruktur ihrer Herrschaftsbereiche. Das eigene Land ist ihnen Beute und Reservoir zugleich: Drogen, Frauen und Rohstoffe werden auf dem Weltmarkt angeboten. Die Flüchtlingslager der internationalen Hilfsorganisationen, der Inbegriff des Zivilen, dienen als Rekrutierungsbüros für neue Kämpfer. Die mit Gewalt erzielten Gewinne werden privatisiert, die verheerenden Folgen der Gewalt hingegen von der Gesellschaft getragen.

Auch im Guerrilla- und Partisanenkrieg löst sich die Unterscheidung zwischen Front, Hinterland und Heimat auf. Dieser Kriegstyp hat die Kräfteverhältnisse des Krieges revolutioniert, indem er die Bevölkerung in eine militärische Ressource verwandelt, von der allein Partisanen, nicht aber reguläre Streitkräfte zu profitieren vermögen (Dieses Problem ist m.E. schon im Vietnamkrieg erkannt worden. In Südvietnam versuchten die Amerikaner dem Vietcong durch Wehrdörfer zu begegnen, später wurden überall in Südamerika antikommunistische Contra-Gruppen gegründet, die derzeitige Strategie in Irak und Afghanistan greift darauf zurück. T.) Partisanen sind nur dann erfolgreich, wenn sie die Überlegenheit ihres Gegners durch Leidens- und Opferbereitschaft ausgleichen können. Diese beschränkt sich nicht auf die Partisanengruppen selbst, sondern erfasst die gesamte Bevölkerung, weil die Partisanengruppen nur überlebensfähig sind, wenn ihnen die Bevölkerung als Deckung wie logistische Basis dient.

Als Folge kommt es von Seiten der Regierung, der Kolonial- oder Besatzungsmacht zu Repressalien gegen die Zivilbevölkerung, die sich zu Massakern steigern können. Dies hat sich in fast allen Partisanenkriegen gezeigt (Massaker kommen zwar infolge einer zeitweise unkontrollierten Soldateska, s. Abu Graib, oder als unvermeidbarer Kollateralschaden,  s. Tankwagenaffaire, vor, aber sie sind – nach den Erfahrungen von Korea und Vietnam – doch offenbar nicht mehr Mittel der Kriegführung des Westens. T.). Denn sind die Repressionen der regulären Streitkräfte erfolgreich, greifen die Partisanen zu ähnlichen Mitteln, um die überlebenswichtige Unterstützung und Tarnung nicht zu verlieren. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wird der Krieg um die Unterstützung der Zivilbevölkerung geführt, die dabei zum bevorzugten Ziel der Gewalt wird.

(Letzteres ist mE. eine völlig unsinnige Schlussfolgerung mit verleumderischem Unterton. Zumindest ich kann nicht erkennen, dass in irgendeiner Weise von uns Repressalien gegen die Zivilbevölkerung irgendwo bewusst als Mittel eingesetzt werden. Das Gegenteil ist der Fall. Überall wird versorgt und aufgebaut, und wenn mal ein nicht vermeidbarer Unfall eintritt, müssen unsere eigentlich unschuldigen Jungs das teuer bezahlen. Andererseits ist es offensichtlich, dass die Gegner, also die Jihadisten, sich überall dort, wo ihnen die Sympathien der psychisch schwer geschädigten und gemeingefährlichen, sadistischen jungen Männer nicht quasi automatisch zufliegen, der Unterstützung der Zivilgesellschaft durch drakonische, blutige Maßnahmen versichern: durch Säureattentate gegen Frauen, durch Verstümmelungen, durch Ermordungen. Diese Jihad-Taktik ist durch die Ideologie des Mohammedanismus vorgegeben und hat eine 1400-jährige Tradition, sie ist mitnichten eine Reaktion auf eine westliche Aktion. T.)

Der Terrorist hingegen (offenbar hier auf den Partisan bezogen, quasi als Partisan 2.0, T.) will nicht nur durch spektakuläre und damit medial wirksame Gewaltaktionen gegen Personen und Infrastruktur Angst und Schrecken verbreiten, um so dem Gegner einen auf Dauer untragbaren wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, sondern er will seine Botschaft auch möglichst weit streuen, um Konzessionen zu erzwingen oder den Willen des Gegners zu brechen (Interessant: Der Terrorist also im Gegensatz zum Partisan als rein propagandistisch-medial orientiert, T.). Zivile Ziele sind dazu geeigneter als militärische, da die Aufmerksamkeit der Medien bei zivilen Opfern grundsätzlich höher ausfällt als bei militärischen (Vor allem haben die Jihadisten begriffen, dass es in westlichen Demokratien das Volk ist, welches Entscheidungen trifft. Es ist deshalb auch der Empfänger der Terror“botschaften“. T.). Hochhäuser werden zu Kampfzonen, Bushaltestellen zu Schlachtfeldern.

Die zivile Infrastruktur des angegriffenen Staates dient als logistische Basis oder wird selbst in eine Waffe umfunktioniert. Über die Post werden Briefbomben oder Milzbrand-Briefe versandt, die Informations- und Steuerungssysteme des Gegners mit Computerviren bombardiert. Bereits in seiner Strategie der „Stadtguerrilla“ propagierte der Brasilianer Carlos Marighella „revolutionäre Enteignungen“ in Form von Banküberfällen, wie sie während der sechziger und siebziger Jahre terroristische Gruppierungen in Lateinamerika und Westeuropa verübten. Die erbeuteten Gelder verwendeten die Terroristen für Waffen, Unterkünfte und ihren Lebensunterhalt. Auch bei Flugzeugentführungen wurde und wird auf die zivile Infrastruktur eines Staates zurückgegriffen. Die Umwandlung von Passagiermaschinen in fliegende Bomben am 11. September 2001 markiert den bisherigen Höhepunkt dieser Entwicklung.

In den „neuen Kriegen“ hat sich die Geltung der Haager Landkriegsordnung wie der Genfer Konventionen weitgehend aufgelöst. Dabei scheint es, als ob die Fähigkeit, zwischen Kriegsgewalt und Kriegsverbrechen zu differenzieren, weniger von einer Verrechtlichung des Krieges als vielmehr vom Ehrenkodex der Kombattanten abhängt (Zumal die Kampfgruppen überwiegend Kleingruppen sind, T.). Mit den Mitteln des Kriegsvölkerrechts lässt sich offenbar nicht aufrechterhalten, was in der Sozialorganisation bewaffneter Verbände keine Grundlage hat.

Während in den klassischen Staatenkriegen die kriegsvölkerrechtlichen Bestimmungen zum Schutz der Zivilbevölkerung der Organisationsrationalität des militärischen Apparats entgegenkommen und daher größtenteils mit Nachdruck durchgesetzt werden (Bitte was? Ich zitiere Speckmann noch mal aus seiner Einleitung: „Die Idee des Krieges als einer staatlichen Handlungsform, die ausschließlich von Soldaten auszuführen sei, hat sich fast immer als Fiktion erwiesen“, so what? T.), sind die in jüngster Zeit unternommenen Bemühungen um eine Weiterentwicklung und Differenzierung der kriegsrechtlichen Bestimmungen für die meisten der entstaatlichten Kriege (ebenfalls, T.) folgenlos geblieben (Nein, das Motto ist dies: Weil wir uns daran halten, brauchen sich die anderen auch nicht daran zu halten, T.).

Eine Reform des (Kriegs-, T.) Völkerrechts bleibt jedoch dringend geboten. Denn es hat sich gezeigt, dass die Unterscheidung zwischen Kombattanten und Zivilisten, zwischen Kämpfenden und Unbeteiligten in den „neuen Kriegen“ außer Kraft gesetzt ist. Während im Ersten Weltkrieg auf ein ziviles Opfer noch zehn getötete Soldaten kamen, hat sich das Verhältnis heute nahezu umgekehrt (Oha, hätte ich nicht gedacht, dass es eine so große Differenz ist! T.). Daher stellt sich mehr und mehr die Frage, ob die Kriege heutigen Typs generell als ein völkerrechtliches Verbrechen zu betrachten und damit von der Völkergemeinschaft zu unterbinden oder aber allgemein, um Carl von Clausewitz zu folgen, als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln zu legitimieren sind. Sollte sich die Überzeugung durchsetzen, dass Gesellschaften als Ganze gegeneinander Kriege führen, so dürfte dies nicht nur elementare Folgen für die Genfer Konventionen im Besonderen, sondern auch für das Völkerrecht im Allgemeinen haben.

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu einer allgemeinen Durchsetzung der Überzeugung kommen könnte, dass die schwächere von zwei kriegführenden Parteien, die aus eben diesem Grund asymmetrische Mittel anwendet, von der Völkergemeinschaft automatisch als die im Unrecht befindliche und als Verbrecher zu bekämpfende Partei identifiziert und bekämpft wird (Vorgeblich geschieht das ja z.T., siehe Pakistans „War on Terror“). Dazu sind die herrschenden Ideologien der Menschheit zu zahlreich und zu unterschiedlich (wie auch territorial zu sehr vermischt). Dies zeigt z.B. das Beispiel der Tibeter,  Uiguren und Tschtschenen, die, da sie gegen China und Russland sind, unsere Freunde sein sollen. Wir haben eine Menge derartiger Freunde, die wir unterstützen, da waren afghanische Jihadisten im Kampf gegen die Sowjets, Kosovaren und vieles anderes Geschmeiß, weite Kreise der SPD waren seinerzeit wiederum begeisterte Anhänger der nicaraguanischen Sandinisten (die immerhin gegen einen Diktator antraten) uswusf. Zudem ist es ohnehin sinnlos, ein Gesetz zu reformieren, an das sich außer uns niemand hält. Dies führt nun aber in eine ganz andere Richtung:

Eine andere aufscheinende (und m.E. sehr interessante) Frage ist nämlich die, ob man das Völkerkriegsrecht dahingehend modifiziert, dass es in dem Fall, da es keine zentralstaatlichen Strukturen gibt bzw. diese einen Angriff von Teilen des Staates gegen einen anderen nicht unterbinden können, die Zivilbevölkerung dieses (vom Zentrum unkontrollierten und Partisanentruppen kontrollierten) Gebietes als Kombattanten einstuft. Eine derartige Situation war z.B. in den Indianerkriegen – aber auch (zumindest unter der Hand) in den Indochinakriegen – gegeben.

Dies muß nun keinen Genozid (wie im Fall Nordamerikas) nach sich ziehen, aber es könnte z.B. bedeuten, dass die unsinnigen und verklausulierten Regeln, denen unsere kämpfende Truppe unterworfen ist, verschlankt werden, und dass zwischen dieser und den Bürgern unseres Landes erstmal ein grundsätzliches Vertrauen anstelle des jetzt gegebenen grundsätzlichen Misstrauens herrscht. Ein anderes Beispiel ist Gaza. Es gibt m.E. keinen Grund, auf die x-te Hamas-Rakete nicht mit einer Bombe zu antworten, die gleich  mehrere Wohnblocks rückbaut, man kann ja vorher durchaus auch warnen. Aber Israel sollte unbedingt von der Fessel befreit werden, auf die mohammedanistischen Terrorakte nicht mit aller zu Gebote stehenden (asymmetrischen) Macht antworten zu können, auch um den Preis größerer Kollateralschäden (die im Grunde ja ohnehin nur Jihadis, Mütter von Jihadis, Großeltern von Jihadis oder zukünftige Jihadis betreffen).

Wenn es dies sein sollte, worauf Speckmann letztlich zusteuert, könnte er sich in einem Trend bewegen, der sich möglicherweise verfestigen wird. Ich erinnere in diesem Zusammenhang nochmal an M. Pawliks „Relativierung der Menschenrechte“ (4), und stimme zu, dass es dringend notwendig ist, uns von vielen der bestehenden Spielregeln zu befreien, da es ohnehin wir allein sind, die sich daran halten. Dass dies nicht die Zustimmung der „enttäuschten“ Orks findet, die doch so fest mit unserer von Alla versprochenen Unterwerfung gerechnet hatten, sollte uns nicht schrecken. Ihr Wutgeheul, das jetzt angesichts der richtigen und mutigen Entscheidung der Schweizer in der ganzen Welt zu vernehmen ist (5), zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

Time am 2. Dezember 2009

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(1) Thomas Speckmann, geboren 1974, Historiker und Politikwissenschaftler, ist Referent in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen und Lehrbeauftragter am Seminar für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Öl-für-Lebensmittel-Programm

(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Teller

(4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/30/kommen-lassen/

(5) http://www.zenithonline.de/politik/presseschau/?article=622&cHash=3b4576839a

Speckmann in der „Madrasa of Time“:

http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/09/10/jihad-terrorismus-xxxxl/

http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/26/asymmetrischer-krieg/

http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/26/imperialkrieg/

kritisch:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/eine_erwiderung_an_thomas_speckmann/

Dein Abenteuer ist zu teuer

2. Dezember 2009 von Time

Gestern hatte ich der FAZ, die ich sehr schätze, mal wieder mein Lob ausgesprochen, weil sie einem Minarettverbot-Befürworter Raum für ein umfangreiches Statement gegeben hatte (1).

Heute will ich jedoch auf einen Reisebericht vom 26.11. zurückkommen, den ich für abartig und unverantwortlich halte. In diesem Zusammenhang stelle ich fest, daß uns in den Reiseteilen unserer Presse usw. regelmäßig Reisen in Krisengebiete bzw. bevorzugt in die mohammedanistischen Länder anempfohlen werden. Wer darauf reinfällt, kann garantierte Langeweile oder aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Entführung erleben, die uns „spießige“ Mitbürger dann Millionen Euro Lösegeld kostet. Was soll das? Einerseits haben wir viel zu wenig Truppen in Afghanistan, andererseits spielen da welche die Susi von Sudan.

Am 20. November hatte ich ein paar Texte eingestellt, in denen die Entwicklung in Nord-Jemen, in dem Iran neuerdings eine weitere Stellvertreter-Armee unterhält (neben Hamas, Hisbulla und diversen irakischen Gruppen), betrachtet wurde (2). Am 29.11. wies Heplev darauf hin, daß es sich dabei mittlerweile um einen ausgewachsenen Krieg mit Artillerie, Panzereinsätzen usw. handele (3). Debka meldete, daß Jordanien nunmehr den Saudis mit 2000 Soldaten gegen die „12er-minus-7er-Schiiten“, die Houthis, beispringt (4). Die FAZ aber brachte folgenden Artikel von Plusterpute Susanne Dohrn. Diese wollte nun zwar nicht direkt den aktuell heißesten Punkt um die Stadt Saada besuchen, sondern den omanischen Teil der Rub al-Khali, ein schlechtes Vorbild ist ihr Verhalten aber dennoch m.E. allemal.
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Der grausame Zauber des Nichts

Kein Mensch, kein Tier, kein Laut: Eine Nacht auf den Spuren des Abenteurers Wilfred Thesiger (5) in der omanischen Wüste Rub al-Khali.

Er (entweder ihr mohammedanistischer Liebhaber oder der Ressortleiter „Reise“ oder beides, T.) will in die Wüste. Dort die Nacht verbringen. Nur wir zwei allein (etwa in einem Schlafsack, uiuiui, T.). Wir sind schon etwa tausend Kilometer gefahren. Seitdem Muscat, die Hauptstadt Omans, hinter uns liegt, ist rechts und links flache heiße Hochebene, die nur unterbrochen wird von vereinzelten Wüstenstädtchen, die den Charme von Erdölcamps haben. Eine Nacht in der Rub al-Khali, der größten Sandwüste der Welt (und Kriegsgebiet, T.), soll zum Schönsten gehören, was man als Tourist im Oman erleben kann (was kann es Schöneres geben als so eine Wüste, eine Wüste mit viel, viel heißem, trockenen Sand – und sonst nichts! Aber diese Liebe zum grausamen Nichts hat nicht etwa etwas mit Nihilismus zu tun… T.). Ein mulmiges Gefühl haben wir dennoch.

In Dawkah, einem verlassenen Ort an der Nationalstraße 31, biegen wir auf die Schotterpiste ab. Sie führt geradewegs ins Nichts. Es gibt nur zwei Farben: Das Weiß des Kalkbodens, das Blau des Himmels. „Dieses grausame Land kann einen Zauber ausüben, dem ein gemäßigtes Klima nichts entgegenzusetzen hat“, schrieb Wilfred Thesiger, der als einer der ersten Europäer in Begleitung von Nomaden in den vierziger Jahren die Rub al-Khali mit Kamelen durchquerte. Diesen Zauber wollen wir heute Nacht erleben. Campen könne man überall. Das Land sei sicher, heißt es.

Unser erstes Ziel nach etwa hundert Kilometern ist Ubar, der sagenhafte Ort, von dem aus die Karawanen vor dreitausend Jahren durch die Rub al-Khali starteten. Es ist die letzte Station vor der Sandwüste. Lawrence von Arabien nannte den Ort das „Atlantis der Wüste“ und suchte ihn vergebens. Der britische Entdecker Bertram Thomas, der im Jahr 1932 die Region bereiste, erhielt zwar einen Hinweis auf dessen geographische Lage, verfolgte ihn aber nicht. Die Bibel und der Koran erwähnen die Stadt, die einst wie Sodom und Gomorrha von einem zürnenden Gott zerstört worden sein soll.

Heute heißt das Wüstennest Shisr, und auf den ersten Blick kündet bis auf ein kleines Schild am Ortsrand nichts von seiner einstigen Größe. Wilfred Thesiger machte hier Station. „In Shisur, wo sich die Ruinen einer primitiven Steinfestung auf einem Felshügel erheben, fassten wir Wasser und an der einzigen ständigen Wasserquelle der Steppen des Binnenlandes. Am Grund einer großen Höhle, die unter den Hügel hinabführt, sickert Wasser aus einer tiefen Felsspalte. Das Wasser war unter Flugsand begraben, und wir mussten es erst freischaufeln.“

Nichtsahnend hatte Thesiger an einem Ort haltgemacht, an dem in alter Zeit Handelskarawanen mit bis zu zweitausend Kamelen ihre Vorräte aufstockten für ihren langen und entbehrungsreichen Weg durch die Sanddünen, um Weihrauch nach Ägypten, Palästina und Mesopotamien zu transportieren. Hier soll die Königin von Saba 1000 vor Christus auf ihrem Weg zum Hof von König Salomon gerastet haben. Allerdings war die Region damals nicht so trocken wie heute. Die Quelle, an der Thesiger seine Wasservorräte aufstockte, liegt am Grund einer zwölf Meter tiefen Kalksteinhöhle, deren Decke eingebrochen ist – vermutlich eine Erklärung für das Versinken der einst so reichen Stadt. Erst im Jahr 1992 entdeckten Archäologen die Reste der alten Karawanserei. Ein kränklicher Weihrauchbaum, den nur die künstliche Bewässerung am Leben hält, ein kleines Museum mit Fundstücken, die bis in die Steinzeit zurückgehen, und einige Ruinen, die einsam im Sonnenglast schmoren, sind die Zeugen einstiger Größe.

Noch könnten wir umkehren. Haben wir genug Benzin? Der Museumswärter von Ubar, der zugleich der Betreiber eines kleinen Lebensmittelladens ist, weist uns den Weg zur Zapfsäule hinter dem Ort. In seinem Laden decken wir uns mit dem Nötigsten ein: Fladenbrot, eine Dose Hummous, Datteln, ein paar Flaschen Mineralwasser. Mehr gibt das Sortiment nicht her. Für eine Nacht sollte es reichen. Thesiger und seine Beduinen haben wohl ähnlich gespeist. Jetzt hindert uns nichts mehr am Weiterfahren.

Zügig entfernen wir uns von diesem letzten Posten der Zivilisation. Am Straßenrand sehen wir mumifizierte Kadaver von Kamelen. Nach zwei Stunden verändert sich der Horizont. Die ersten Dünen tauchen auf. Eine letzte Oase – weiße Häuser, einige Palmen, eine Mauer drumherum. Keine Seele in Sicht. Ab hier wird die Piste zum Sandweg. Links und rechts erheben sich sichelförmige Dünen, erst zwanzig, dann fünfzig, dann bis zu hundert Meter sind sie hoch, rostrot und ockerfarben, dazwischen platter Kalkgrund, Nischen und Täler – ideale Halteplätze für die Nacht. Als wir aussteigen, tönen unsere Schritte hohl auf dem karstigen Grund. Warum Ubar eingestürzt ist, hier kann man es hören. Wie schwer ist eigentlich unser Auto?

Mit einer Farbexplosion geht die Sonne hinter den Dünen unter. Nach einer knappen Stunde ist es stockfinster. Jetzt gibt es kein Entrinnen mehr. Egal, was ist. Scharf schneiden die Dünenkämme in den sternklaren Himmel. Es wird kalt. Wir legen uns schlafen und fühlen uns ein bisschen wie Thesiger. „Bald nach dem Abendessen breitete ich meine Decke und mein Schaffell aus, legte meinen Dolch und den Patronengürtel unter die Satteltaschen und streckte mich, mein Gewehr neben mir, unter drei Decken aus“, berichtete er. Unser Nachtlager ist etwas komfortabler, statt eines Gewehrs liegt ein Pfefferspray griffbereit. Es ist still. Kein Mensch, kein Tier, kein Laut. Auch der Wind schweigt. Dann ein Geräusch. Etwas huscht am Autofenster vorbei. Vor dem Autofenster zeichnet sich die Silhouette eines Mannes ab. Er trägt etwas in der Hand. Das Pfefferspray, wo ist das Pfefferspray?

Draußen dämmert es. Die Konturen der Dünen hat der Morgendunst weichgezeichnet – und die des Begleiters, der mit einem ausgeblichenen Kamelschädel in der Hand auf das Auto zukommt. Eine ungewöhnliche, aber passende Morgengabe. Beim Aussteigen rund um den Wagen finden wir kleine Tatzenspuren im Sand. Seit mehr als zwölf Stunden haben wir kein anderes Auto, keinen anderen Menschen gesehen. Thesiger hatte recht: Dies ist ein „strenges Land, das weder Milde noch Behaglichkeit kennt“. Und es ist ein Land, dessen Minimalismus den Blick schärft für die Schönheit des Kleinen: die zerbrochene Druse, deren Kristalle im Morgenlicht glitzern, das zarte Grün auf der Schattenseite der Dünenhänge, eine Käferspur, die sich im Sand verliert.

Im Gepäck der Kamelschädel – eine Erinnerung an den „grausamen Zauber“ der Rub al-Khali – erreichen wir fünf Stunden später Salalah, die Küstenstadt im Süden von Oman. Am Abend kosten wir einen Sud aus heißem Wasser, in dem ein paar Weihrauchkügelchen aus Shisr aufgelöst sind. Das hilft gegen das Kratzen im Hals, die Schlafsäcke waren wohl doch nicht warm genug.
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Thesiger, Thesiger, Thesiger: So oft wie möglich den berühmten Namen zu erwähnen, macht diesen sinnlosen und gefährlichen Unfug m.E. kein bißchen besser. Der dramatische Griff zum Pfefferspray enthüllt wahre Abenteurer – und will die Sorge informierter Mitbürger um diese leichtfertigen Egoisten ins Lächerliche ziehen: Campen kann man da nämlich überall, das Land ist sicher, das haben diese Spinner im heroischen Selbstversuch nun vermeintlich bewiesen. Ich verstehe nicht, wie so ein pubertärer Schwachsinn Eingang in eine bedeutende deutsche Tageszeitung finden kann. Ich plädiere dementgegen für eine Einschränkung der Reisefreiheit insofern, als daß eine Liste von Ländern erstellt werden sollte, die den deutschen Staat gegenüber den in diese Länder Reisenden von jedweder Verantwortung entlastet: Bitte kein Abenteurertum auf Staatskosten!

Time am 2. Dezember 2009
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(1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/01/drei-totalitarismen-in-folge/
(2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/20/iran-schafft-sechs-sieben-somalias/
(3) http://heplev.wordpress.com/2009/11/29/wochenend-schaschlik-79/
(4) http://www.debka.com/headline.php?hid=6388
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Wilfred_Thesiger

Drei Totalitarismen in Folge

1. Dezember 2009 von Time


Rund um die Welt sind sich die MSM einig: Die Schweizer sind böse Aliens! Die FAZ indes ist insofern eine Ausnahme, als daß sie heute dem Verleger und Chefredakteur der in Zürich erscheinenden „Weltwoche“, Roger Köppel, einen Artikel einräumt, der den Minarettgegnern gegenüber Verständnis zeigt:
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Mutige Schweizer

Die Muezzine der Mainstream-Medien waren sich in ihrem Entsetzen einig: Der Volksentscheid der Schweizer, Minarette per Verfassung zu verbieten, sei völkerrechtswidrig, unmoralisch und eines weltoffenen Landes unwürdig. Die „Süddeutsche Zeitung“ sprach von einem „Kollateralschaden der direkten Demokratie“. So könne es eben kommen, argumentierte herrenreiterlich der Korrespondent, „wenn das Volk nicht nur über Turnhallen oder Transrapidbahnen abstimmt, sondern über alles“. Im „Spiegel“ wie in der „Welt“ wurde in seltener Einmütigkeit von einem Sieg der Angst gesprochen. Diffuses Unbehagen, vage Befürchtungen hätten zu einem „schockierend deutlichen Erfolg“ von 57,5 Prozent Ja-Stimmen geführt. Die Schweizer, so wurden wir belehrt, hätten wider besseres Wissen für eine Annahme der umstrittenen Initiative gestimmt, da das Minarettverbot keine Probleme löse. Die bedauernswerten Schweizer, muss der Leser folgern, waren offenbar zu dumm, um die Implikationen ihres politischen Willens zu verstehen.

Ein Gespenst geht um: die Demokratie. Demokratie heißt Volksherrschaft, und es gehört zu den Berufsrisiken dieser Regierungsform, dass das Volk manchmal anders denkt und fühlt als seine Regierung und seine medialen Interpreten. Der Minarettentscheid vom letzten Wochenende kam auch für die Schweizer überraschend. Niemand hatte erwartet, dass die Initiative an den Urnen siegen würde. Die Umfrageinstitute lieferten über Wochen hinweg detaillierte Fehlprognosen. Das politische Establishment, eifrig unterstützt von allen großen Zeitungshäusern, orchestrierte eine gewaltige Einschüchterungskampagne. Die Schweiz, hieß es, würde sich ins Abseits manövrieren mit dem Kampf gegen die Minarette. Plakate wurden verboten. Man malte das Schreckgespenst arabischer Boykotte an die Wand. Doch die Drohungen verfingen nicht: Bis weit in linke und liberale Milieus hinein muss die islamkritische Initiative Anklang gefunden haben. Noch selten war der Abstand zwischen den Eliten und den gewöhnlichen Bürgern in der Schweiz so groß.

Die besorgten Kollegen liegen daher falsch: Das Abstimmungsresultat vom Wochenende war nicht Ausdruck von Angst, sondern von Mut. Eine Mehrheit der Schweizer hat sich gegen alle Bevormundungen die Freiheit herausgenommen, eine andere Meinung zu vertreten als die von den Politikern und Intellektuellen gewünschte. Ein krauses Demokratieverständnis liegt der Auffassung zugrunde, dass eine Abstimmung nur in einer Richtung zu verlaufen habe. Demokratie ist die Staatsform der Alternativen: Nur in Nordkorea oder Kuba dürfen die Leute, sofern sie überhaupt gefragt werden, einen Stimmzettel ausfüllen, auf dem sich keine Auswahl bietet.

Ebenso abwegig sind jetzt aber auch die Bedenken, die von europäischen Funktionären oder deutschen Journalisten ventiliert werden: Gerade die EU hat sich unter der Ambition ihrer Staatswerdung zu einem Instrument der Demokratieverhinderung entwickelt. Viele Brüsseler Institutionen sind auf der Grundlage eines soliden Misstrauens gegen die eigenen Bevölkerungen von oben nach unten errichtet worden. In der Schweiz ist es genau umgekehrt: Hier hat sich die Demokratie als Staatsform des institutionalisierten Misstrauens von unten nach oben verfestigt. Initiative und Referendum, elementare Volksrechte, sind das Damoklesschwert der Bürger gegen die politische Klasse. Was in deutschen Zeitungen als „Kollateralschaden“ oder Ausfluss „diffuser Ängste“ schlechtgeredet wird, sind die wesenhaften „checks and balances“ eines der ältesten Rechtsstaaten der Welt.

Was immer an unterschiedlichen Motiven hineinspielte, der entscheidende Grund für das Abstimmungsresultat darf nicht übersehen werden: In der Schweiz herrscht große Skepsis gegenüber dem Islam und vor allem gegenüber dem Integrationswillen der schnell wachsenden muslimischen Minderheit, die innerhalb weniger Jahre auf rund 400 000 Personen anschwoll. Die Schweiz ist stolz auf ihre säkulare Tradition. Noch bis 1973 gab es ein Jesuitenverbot, da man hinter dem Orden katholischen Fanatismus und Illoyalität zum Vaterland vermutete. Es ist nachvollziehbar und vernünftig, dass die Schweizer hellhörig bis kritisch werden, wenn sie sich mit einer Religion konfrontiert sehen, die im Unterschied zum Christentum ihren weltlichen Herrschaftsanspruch noch immer geltend macht. Das Minarett wurde als Ausdruck des politischen Islam bekämpft und als Markierung, mit der sich die Muslime von der säkularen Schweizer Leitkultur Richtung Parallelgesellschaft abgrenzen wollen. Ungeachtet dessen: Die Ausübung ihrer Religion bleibt den Muslimen weiterhin unbenommen. Von einer Einschränkung der Glaubensfreiheit kann keine Rede sein.

Während sich die deutschen Meinungsführer ihren heiligen Zorn über den Schweizer Volksentscheid von der Seele schrieben, meldeten sich ihre Leser mit ganz anderen Voten zu Wort. In der „Bild“-Zeitung ergab eine Publikumsumfrage eine Zustimmung von 83 Prozent zum Schweizer Minarettverbot. Beim „Spiegel“, der den Volksentscheid als „bedauerlich“ abqualifizierte, waren zwischenzeitlich rund 78 Prozent der Online-Leser gegen Minarette. Bereits laufen Versuche, den demokratisch ermittelten Volkswillen durch europäische Gerichtshöfe rückwirkend wieder umzubiegen. Dass solche Tendenzen in deutschen Medien unter dem Eindruck der Minarettabstimmung herbeigewünscht statt gegeißelt werden, stimmt nachdenklich. Der Islam ist eine problematische Religion, weil er die Trennung zwischen Kirche und Staat bis heute nicht zustande brachte. Indem sich eine Mehrheit der Schweizer gegen Minarette aussprach, legte sie ein beeindruckendes Votum ab für europäische Grundwerte.
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Die FAZ ist jedoch eine der wenigen Ausnahmen in der Medienlandschaft. Der schweizer Tagesanzeiger (1) hatte am 30.11. berichtet: “‘Die Schweiz fällt hinter die Aufklärung zurück’, titelt heute ‘Die Welt’…. Zeitungen von Weltruhm sprechen von ‘einem perversen Votum’ (‘Times’), ‘einer grossen Peinlichkeit’ (‘NY Times’), ‘einer Katastrophe’ (‘Süddeutsche’), oder von einem ‘politisch feigen’ Entscheid (‘Wall Street Journal’).” Die “taz” gestern log: “Die Schweizer lassen nur noch die Kirche ins Dorf”.

Es wird offenbar, daß die „AUFKLÄRUNG“ im Allgemeinen zuallerletzt bei den MSM zu finden ist, welche AUSSCHLIESSLICH mit demagogischer Propaganda aufwarten (denn es ging ja z.B., anders als die „taz“ suggeriert, gar nicht um MOSCHEEN, sondern um MINARETTE). Sie wollen weder zur Kenntnis nehmen, dass es den Fieslahmkritikern nicht um einen allgemeinen Ausländerhass geht, sondern ausschließlich um Counterjihad. Alle sind bei uns willkommen – die Mohammedanisten jedoch sind es in der Tat NICHT!

Sie wollen auch nicht zur Kenntnis nehmen, worum es sich beim Fieslahm handelt. Sie wissen ja sowieso alles schon viel besser, als die von ihnen beschallten Bürger es je wissen können. Wozu sich daher in fieslahmische Grundlagentexte versenken, pure Zeitverschwendung für sie, und soooooooonstrengend. Da ist es ja viel einfacher, “alttestamentarische Drohungen” auszustoßen, wie es der unsägliche Besserwisser Hans Küng im Interview mit dem Schriftsteller Jürg Altwegg im “Tages-Anzeiger” tat (2): “Das wird die Schweiz noch teuer zu stehen kommen!” So teuer, wie der Fieslahm die nordafrikanischen, die spanischen, die türkischen, die balkanischen Christen zu stehen kam, die Hindus, die 270 Millionen Opfer des Mohammedanismus?

Nach der Niederlage des Faschismus hat der Westen NICHT massenhaft Nazis hingerichtet, geschweige denn die vielen Mitläufer. Nach dem Ende des Kommunismus war dies gleichermaßen NICHT der Fall, vielmehr erfreuen sich unzählige von Stasispitzeln und bolschewistischen Chefpropagandisten bester Gesundheit und mischen im politischen Geschehen (so wie viele Nazis nach dem 2. WK) munter mit. Anders als die Mohammedanisten haben die Westler keine Freude an der Unterdrückung, es geht um die Beseitigung einer Ideologie, nicht um die Beseitigung von Menschen. Eliminatorisch ist nicht der Westen, die totalitären Ideologien sind es. Daher ist es unsinnig, wenn Mohammedanisten jetzt die Verfolgten spielen, da unterstellen sie bloß anderen ihre eigenen blutrünstigen Wunschträume. Ratze z.B. dreht grade durch,  wie der „Spiegel“ berichtet (3):

„‘Verbrechen gegen die Menschlichkeit’, ‘klar diskriminierend’: Das Schweizer Votum gegen den Neubau von Minaretten hat international einen Proteststurm entfacht. Der türkische Ministerpräsident wütet gegen eine ‘faschistische Haltung’ in Europa. Die Eidgenossen fürchten um ihre Sicherheit.“ Der Spiegel weiter:

„Muhammad Mahdi Akif, Führer der in Ägypten und in der sunnitisch islamischen Welt einflussreichen Muslimbruderschaft, forderte von den verantwortlichen Instanzen in der Schweiz alles daranzusetzen, um eine ‘HASSWELLE’ gegen den Islam zu verhindern… Abdul Mu’ti Bajumi, wortgewaltiges Mitglied des Islamischen Forschungsinstituts in Kairo, fühlte sich ‘überrumpelt’ (Man hatte ihn nicht um Erlaubnis gefragt, T.) und befürchtet, dass die antiislamischen HETZKAMPAGNEN die Völker Europas weiterhin AUFPEITSCHEN könnten.“

Moment mal, was sagten diese Herren eigentlich zu den weltweit brennenden dänischen, israelischen und amerikanischen Flaggen, zu den brennenden Bush-Puppen, zu den Ork-Transparenten, mit denen Geert Wilders in Großbritannien empfangen wurde, auf denen seine Köpfung angekündigt wurde? Haben sie je die Ermordung von Theo van Gogh bedauert? Was sagen sie eigentlich zu der ununterbrochenen Hasswelle des Mohammedanimus, die seit dem 11.9.2001 gen Westen rollt? Ist das die Art von Besonnenheit, die sie fordern? Wenn nicht, warum kümmern sie sich nicht um ihren eigenen Mob und versuchen, diesem ein halbwegs menschliches Verhalten anzuempfehlen. Auch Akif Sahin ist da so ein typisches, ein Musterbeispiel (4): Er fühlt sich jetzt – so ganz ohne Minarett – von uns bedroht und hat Angst, ist er doch Steinigungen und an Baukränen Erhängte im Straßenbild schweizer Städte gewohnt:

“Schweizer verscherzen es sich mit den Muslimen – (…) Die Schweiz ist untolerant und unterdrückt seine Minderheit (es gibt eine Reihe Minderheiten, aber den Minarettgegnern geht es um eine einzige: die der totalitären Mohammedanisten, T.). Die Angst vor dem Islam hat gesiegt (Nein, es war nicht die Angst, es war der Ekel, T.). So jedenfalls bezeichnen es die Medien. Das Problem: ‘Wer hat eigentlich diese Angst aufgebaut?’ War es nicht so, dass seit Jahren in den Medien die Muslime immer in einem schlechten Licht dargestellt wurden? War es nicht so, dass wenn gegen Muslime gehetzt wurde man immer von der Redefreiheit sprach? War es nicht so, dass der Muslim an sich als gefährlich gebrandmarkt wurde? (…) Der Islam-Hass, der als Islamkritik abgetan und fortan seit Jahren in den Medien gepredigt wird, ist keine Errungenschaft der rechten Parteien und der Rassisten. Es ist eine Erfindung der Medien, die für ihre Leserschaft einen klaren Sündenbock benennen mussten, nachdem alte Feindbilder nichts mehr taugten. (Hass muss sein? Was bei Orks gilt, gilt für uns noch lange nicht! T.)

Ulkig, daß er eine nicht 100%ig gleichgeschaltete Presse als eine feindlich-antifieslahmische sieht:

“Wer ist eigentlich schuld an dieser Sache? Da gibt es mehrere Gruppen. Die erste ist die Politik. Sie setzt sich nicht entschieden genug mit den Ressentiments auseinander die von rechten Parteien in der Gesellschaft gestreut werden. Sie unternimmt nichts und lässt das Thema außen vor. So trifft das Gedankengut der Rechten auf fruchtbaren Boden. Die zweite ist die Gerichtsbarkeit. Sowohl Staatsanwälte als auch Gerichte tun nicht genügend im Kampf gegen die Extremisten die gegen Minderheiten hetzen. Ein Spruch wie: ‘Der Islam ist Scheiße!’ oder ‘Muslime sollten GETÖTET werden!’ (Diesen Spruch habe ich Mohammedanisten gegenüber noch NIE gehört. Tatsache aber ist, daß Christen in allen mohammedanistischen Ländern grausam verfolgt werden, ohne daß je auch nur ein einziger Ork dafür ein Wort des Bedauerns gefunden hätte! T.) bleibt unbestraft. Die dritte ist die Medienlandschaft. Es gibt KEINEN Tag an dem KEIN Artikel erscheint der nicht negativ behaftet über Muslime berichtet. (Es werden eben täglich weltweit massenhaft abscheuliche Morde, Entführungen und Verstümmelungen verübt und gemeldet, ohne daß auch nur ein einziger Mohammedanist seine Stimme dagegen erhebt, und die Presse, die Sahin verdammt, nimmt den Mohammedanismus trotzdem – s.o. – noch in Schutz. Solchermaßen wiederholt die tendenziell linke Journaille die Verklärung des „wahren Sozialismus“, der angeblich immer dort zu finden sein sollte, wo er nicht herrschte. Wo er aber herrschte und sich der „reale Sozialismus“ nannte, da herrschte er durch Massenmord und Unterdrückung. Wann immer die totalitären Ideologien sich gesellschaftlich relevant manifestieren können, fließen Ströme von Blut, das zeigt in der gleichen Weise auch der „reale Mohammedanismus“  in ausnahmslos allen der vielen Ork-Staaten! T.).”

Tja, was wäre der Fieslahm ohne Gewalt? Auch Sahin schließt mit einer finsteren Drohung (er kann sich gewiss sein, daß Hans Küng und seine Freunde von der „Süddeutschen“ sie nie lesen werden, denn die wissen ja schon alles und lesen daher nicht mehr):

“Sollen die Leute nur machen. Eines Tages wird sich dieses Abstimmungsverhalten rächen. Spätestens dann, wenn die Muslime in der Mehrheit sind. Und rein statistisch ist dieses Szenario nicht wirklich weit entfernt. Die Schweiz hat es sich mit den Muslimen für immer verscherzt! Weitere Länder in Europa werden bestimmt noch folgen…”

Es ist schon verständlich, daß nach der Niederringung des Faschismus und des Kommunismus bei uns  eine gewisse Müdigkeit eingekehrt ist, aber auch wenn unsere Gesellschaft nun zum dritten Mal in Folge bedroht ist, nun durch einen Totalitarismus, der im Gewand der Religion daher kommt, haben wir nur die Wahl, uns zum Sterben niederzulegen oder den Kampf aufzunehmen. Wir sollten uns nicht durch unseren Feind verängstigen lassen und uns auch nicht täuschen lassen. Wenn der Mohammedanismus wie seinerzeit der Faschismus so tut, als sei er kapitalistisch, dann tut er wie dieser nur so. In Wirklichkeit ist das Eigentum in der Hand des Vogelscheichs, einer Oligarchie oder irgendeiner (Revolutions-)Garde, es ist mitnichten frei, es wird bei Bedarf nach den Zielen der Führung eingesetzt, es gibt kein freies Wirtschaften. Und wenn er wie der Bolschewismus so tut, als sei ihm am Gemeinwohl gelegen, so tut er wie dieser nur so: Schon Klohamett ging es ausschließlich um seine eigenen primitiven Interessen und evtl. noch um die seiner Nomenklatura. Auch gläubige Christen sollten sich nicht täuschen lassen: Mohammedanisten „glauben“ ganz anders als sie selbst! Denn Alla ist einer der vielen Namen Satans, der mohammedanistische „Glaube“ ist der Anti-Glaube, ihre „Religion“ die Anti-Religion!

In einem aber hat Sahin Recht: Das Minarettverbot in der Schweiz ist europaweit gesehen der Anfang. Es ist der Anfang einer mächtigen pan-europäischen Volksbewegung, die den Mohammedanismus aus Europa vertreiben wird, so wie Faschismus und Kommunismus vertrieben wurden.

Time am 1. Dezember 2009
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(2) FAZ, 1.12.09, S.31

Menschenrechte für Schlangen

1. Dezember 2009 von Time

Zum gestern eingestellten Aufsatz von Prof. Dr. Michael Pawlik mit dem Thema „westliches Menschenrechtsverständnis“ (1) habe ich eine ironische, musikalische Ergänzung ausfindig gemacht. Wenn Ihnen der finnische Filmemacher Aki Kaurismäki (2) ein Begriff ist, kennen Sie vielleicht auch das außergewöhnliche RnR-Trio „Melrose“, das durch einige seiner Filme tobt.

Hören Sie den munteren, politisch allerdings ein Stück weit unkorrekten Song „Human Rights for Snakes“ (Liste rechts oben, ggf. kurz warten):


Hier der Text:

Human Rights for Snakes

Poor Africans, poor Asians,
Poor you and me, poor reality
Doesn’t go into your head:
Someday we’ll all be dead

Poor Americans, poor Africans,
Poor you and me
It not trades for treat
Doesn’t go into your head:
Someday we’ll all be dead

Nothing’s fair
gimme a break
Human rights for snakes
Dead whales don’t tell me no tales
Human rights for snakes

Poor Africans, poor Asians,
Poor you and me, poor reality
Doesn’t go into your head:
Someday we’ll all be dead

Poor Americans, poor Africans,
Poor you and me, poor reality
Doesn’t go into your head:
Someday we’ll all be dead

Nothing’s fair
just gimme a break
Human rights for snakes
Dead veils don’t tell no tales
Human rights for snakes

All right human rights
All right human rights
All right human rights
for snakes
Human rights for snakes

Nothing’s fair
gimme a break
Human rights for snakes
Dead whales (3) don’t tell no tales
Human rights for snakes

Human rights for snakes
Human rights for snakes

Time am 1. Dezember 2009
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(3) möglicherweise (vergl. „orientalische Anklänge“ des Songs) auch „veils“

Kommen lassen

30. November 2009 von Time

Die FAZ vom 27. November brachte einen Aufsatz von Dr. Michael Pawlik, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Regensburg. Dr. Pawlik erarbeitet darin die Herkunft des westlichen Menschenrechtsverständnisses. Er stellt ihre spezifische und exklusive Bedeutung für die westliche Zivilisation heraus und plädiert für weniger Pathos zugunsten eines größeren Pragmatismus in Bezug auf die westliche – und insbesondere deutsche – Menschenrechtspolitik auf dem internationalen Parkett (Ich meine, daß dies insbesondere gegenüber den Russen und Chinesen angesagt ist). Dr. Pawlik liegt m.E. damit auf einer Linie, die ich befürworten würde: Keineswegs Infragestellung aber: Neubestimmung  jedweden Engagements außerhalb der westlichen Sphäre, Neubestimmung unserer Ziele, Neubestimmung unserer Mittel, Verschlankung, Qualitätsmanagement, Konzentration auf deutsche (westliche) Interessen, Gewährleistung. Maximale Kooperation der westlichen Staaten, geschlossene Zurückweisung der Versuche, die westliche Konzeption zu relativieren (UN-Menschenrechtsrat usw.). Bei allem können wir uns Gelassenheit leisten, denn wir sind im Recht, und wir sind effektiv, das haben die letzten 300 Jahre gezeigt. Das Wort hat Dr. Pawlik:

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Wie allgemein sind  die Menschenrechte?

Der westliche Teil der Welt sollte sich darauf einstellen, dass seine universale Deutung der Menschenrechtsidee in anderen Kulturen auch Widerspruch hervorrufen kann. Menschenrechtspolitik sollte daher auf einem Pragmatismus aus Sittlichkeit beruhen, der darauf vertraut, durch staatliche und gesellschaftliche Praxis auf längere Sicht auch die Einstellung zu ändern.

Aus Anlass des sechzigsten Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Dezember vorigen Jahres äußerte sich die zuständige Hochkommissarin der Vereinten Nationen erwartungsgemäß euphorisch: Kein anderes Dokument der neueren Geschichte habe einen größeren Einfluss auf die Menschheit ausgeübt. Weitaus zurückhaltender fiel die Stellungnahme des UN-Generalsekretärs aus. Die Erklärung sei ein inspirierendes Dokument, das freilich erst dann richtig geehrt werde, wenn seine Grundsätze überall und gegenüber jedermann geachtet würden.

Die Herrschaftspraxis in vielen Staaten lässt den verhaltenen Ton des Generalsekretärs passender erscheinen als die festrednerische Apologetik der Hochkommissarin. Freilich hieße es der überwältigenden Mehrzahl jener Handlungen, die wir als menschenrechtswidrig brandmarken, zu viel Ehre anzutun, würde man sie als Stellungnahmen zu dem politisch-philosophischen Streit über Geltungsanspruch und Begründungsbasis der Menschenrechte interpretieren. Sie stellen nichts weiter dar als nackte, sprachlose Gewalt, Akte der Barbarei, die auf ideologische Überhöhung weder Wert legen noch einer solchen zugänglich sind.

Ungeachtet der zahllosen Menschenrechtsverletzungen in vielen Teilen der Welt sind die Menschenrechte in der politischen Rhetorik allgegenwärtig. Der radikale Menschenrechtsleugner ist eine philosophische Kunstfigur ohne nennenswerte öffentliche Ausstrahlung. Wer es wagt, die politische Leitfunktion der Menschenrechte anzuzweifeln, kann außerhalb von Nordkorea, Kuba oder Syrien kaum erwarten, als Gesprächspartner ernst genommen zu werden.

Ungeschlichtet ist allerdings der Streit um die überzeugendste Deutung der Menschenrechtsidee. Das säkular-individualistische – schlagwortartig verkürzt: das westliche – Verständnis der Menschenrechte sieht sich dabei zwei gewichtigen Herausforderungen ausgesetzt. Zum einen wird die Überzeugung, dass der Staat nicht im Dienst Gottes oder einer Partei steht, sondern im Dienst der Bürger, in deren fundamentalen Rechten er sowohl den Grund als auch die Grenze seiner Legitimität findet, mit stark abweichenden Deutungen von Aufgabe und Grenzen politischer Gestaltungsmacht konfrontiert. Gleichgültig, ob sie sich, zumal in der islamischen Welt, aus religiösen Quellen oder, wie in China, aus der Tradition eines sozialen und politischen Kollektivismus speisen, im Ergebnis führen diese Gegeninterpretationen jeweils dazu, dass die Menschenrechte deutlich weiter reichenden Einschränkungsvorbehalten unterworfen werden als in der westlichen Welt üblich. Durch diese äußeren Herausforderungen zu einer Revision ihrer eigenen Begründungsressourcen genötigt, müssen sich die hiesigen Menschenrechtstheoretiker zweitens der ernüchternden Einsicht stellen, dass deren Leistungsfähigkeit erheblich hinter den hochgesteckten Ambitionen vieler westlicher Menschenrechtsfreunde zurückbleibt.

Aus der Trias der traditionellen Begründungsinstanzen Glaube, Natur und Vernunft haben die beiden ersten Elemente ihre Tragfähigkeit eingebüßt. John Lockes Berufung auf den „allmächtigen und unendlich weisen Schöpfer“, dessen Werk und Eigentum die Menschen seien und der ihnen das grundlegende Recht auf Selbsterhaltung verliehen habe, ist seit der Selbstsäkularisierung der politischen Philosophie suspekt geworden. Rousseaus Glaube an den „natürlichen Widerwillen dagegen, irgendein fühlendes Wesen, vor allem unseresgleichen, umkommen oder leiden zu sehen“, ist durch die politischen Gewaltexzesse des vorigen Jahrhunderts so nachhaltig diskreditiert worden, dass man ihn nur noch mit einem Seufzer der Rührung zur Kenntnis nehmen kann.

Aber auch die Berufung auf die dritte Begründungsinstanz, die menschliche Vernunft, steht vor einem Dilemma. Attraktiv erscheint es auf den ersten Blick, einen voraussetzungsarmen Vernunftbegriff zugrunde zu legen, der – so die Hoffnung – als eine Art kleinster gemeinsamer Nenner der divergierenden Vernunftverständnisse auf weitgehende Zustimmung rechnen dürfe. Dies ist die Strategie einer von Thomas Hobbes bis Otfried Höffe reichenden Theorielinie, die vor allem auf das aufgeklärte Selbstinteresse der Menschen setzt.

Die Schwäche dieser Auffassung besteht indessen darin, dass sie den Kern der Menschenrechtsidee, die Überzeugung, dass alle Menschen Inhaber gewisser fundamentaler Rechte sind, nicht adäquat auf den Begriff zu bringen vermag. Rational ist es danach nämlich allein, mit jenen Individuen eine Verständigung zu suchen, von denen ich zu wissen glaube, dass sie für die Beförderung oder Behinderung meiner Interessen wichtig sind. Dass dies alle Menschen sind, ist höchst unwahrscheinlich. Durch das Begründungsraster dieses Vernunftbegriffs drohen vielmehr gerade jene Personen zu fallen, die, weil sie gesellschaftlich unwichtig sind und deshalb über kein ernstzunehmendes Drohpotential verfügen, den Menschenrechtsschutz besonders dringlich benötigen.

Dieser Konsequenz scheint man dadurch entgehen zu können, dass man von einem anspruchsvolleren, normativ aufgeladenen Vernunftbegriff ausgeht. So kann man etwa argumentieren, dass ein Mensch nur dann vernünftig sei, wenn er nach Gesichtspunkten handele, die sich gegenüber jedem anderen Menschen rechtfertigen ließen, auf den sein Handeln Auswirkungen habe. Auch diese Position verfügt über eine hochrespektable Ahnenreihe: Von Kant bis zur Diskurstheorie ist sie in zahlreichen Varianten entfaltet worden.

Abstufungen nach Maßgabe der jeweiligen Durchsetzungsmacht werden dadurch zwar desavouiert. Dafür sieht diese Auffassung sich einer anderen Schwierigkeit gegenüber. Die Kehrseite einer jeden normativen Aufwertung der Vernünftigen ist die Abwertung der Unvernünftigen; je anspruchsvoller der zugrunde gelegte Vernunftbegriff, desto größer die Zahl der Ausgeschlossenen. Für schwerkriminelle und hochgefährliche Individuen, Menschen also, die durch ihr Verhalten unmissverständlich zum Ausdruck gebracht haben, dass sie sich der Stimme der Rechtsvernunft verweigern, ist unter dem Mantel des normativen Vernunftbegriffs kein Raum. Guantánamo hat freilich gezeigt, dass es sich auch bei diesen Menschen um eine Gruppe handelt, die in besonderem Maß auf den Schutz durch grundlegende Rechtsgarantien angewiesen ist.

Die am Beispiel des normativen Vernunftbegriffs aufgezeigte Schwierigkeit gilt für jede Konzeption, die die Zuerkennung eines bestimmten normativen Status an die Erbringung gewisser Leistungen knüpft. Die emanzipatorische Bedeutung dieses Begründungsmodells – seine bekannteste Ausprägung hat es in der Metapher vom Gesellschaftsvertrag und der mit ihr untrennbar verbundenen Forderung nach Vertragstreue gefunden (Pacta sunt servanda) – ist unbestreitbar. Dass nicht Standeszugehörigkeit, sondern eigener Verdienst über die Stellung und die Lebensaussichten einer Person entscheiden soll, bildet den Kern des bürgerlich-liberalen Freiheitsverständnisses. Aber dieses Denken hat eine zumeist vernachlässigte Nachtseite: Es drängt diejenigen in eine prekäre Stellung, die als leistungsunwillig oder leistungsunfähig gelten.

Über dieses Problem kommt man auch dadurch nicht hinweg, dass man den Zusammenhang von Recht und Pflicht, Leistung und Gegenleistung definitorisch auflöst. Die weitverbreitete Aussage, dass die Menschenrechte den Anspruch eines jeden Menschen markierten und sicherten, als ein frei sein eigenes Leben führendes Subjekt anerkannt zu werden, ist zwar nicht falsch, aber unvollständig. Will die Rechtsordnung sich nicht in unauflösbare Widersprüche verwickeln, so kann der Schutz der Autonomie sich nur auf solche Selbstdarstellungen beziehen, die mit der Selbstdarstellungsfreiheit der übrigen Bürger vereinbar sind.

Hingegen lässt es sich auf der Basis dieses Ansatzes nicht begründen, weshalb es ein Menschenrecht ist, zur Preisgabe von Informationen, die man einem anderen rechtswidrig vorenthält, nicht durch Folter gezwungen zu werden. Eine derartige Regel entspringt nicht der Logik der Reziprozität, sondern ist Ausdruck kultureller Verständigung.

Die vorstehenden Überlegungen münden in einen Befund, der auf den ersten Blick verblüffend erscheinen mag. Der Charakter der Menschenrechte als jedermann zustehender und unverlierbarer Rechte stellt danach eine Herausforderung nicht nur für solche Kulturen dar, die einer Fokussierung des Rechtsdenkens auf die einzelne Person skeptisch gegenüberstehen. Es steht auch in einem Spannungsverhältnis zu zentralen Figuren des westlichen Selbstverständigungsdiskurses, etwa dem Konkurrenz- und Marktmachtmodell ökonomischer und dem Verdienstlichkeitsmodell ethischer Rationalität. Wenn es unserem normativen Selbstbild entspricht, auch denjenigen als Träger von Menschenrechten zu behandeln, der sich – überspitzt gesprochen – zuvor wie ein Teufel benommen hat, so zeigen wir damit allerdings auch, dass wir unsere ethische Identität nicht in jenen Teilrationalitäten aufgehen sehen. Gemessen an deren Bewertungsmaßstäben, bekennen wir uns mit der Achtung der Menschenrechte vielmehr zu Konsequenzen von offenkundiger Unvernünftigkeit, ja geradezu zu einem Paradox: der Würde auch des Unwürdigen und der rechtlichen Gleichheit auch des Überflüssigen.

Gerade diese Konsequenzen aber sind es, die den Mehrwert des Menschenrechtsdenkens gegenüber der ideologischen Selbstermächtigung einer sozialen Klasse begründen, der es zuvörderst um die Absicherung und den Ausbau ihrer eigenen Machtpositionen zu tun ist. Entgegen der gängigen Menschenrechtsrhetorik, die sich nicht selten an der Suggestivkraft der eigenen Formeln berauscht, ist ein solches Denken nicht selbstverständlich. Um es einleuchtend oder sogar zwingend zu finden, muss eine Gesellschaft vielmehr in spezifischer Weise disponiert sein. Dazu bedarf es eines höchst voraussetzungsreichen kulturellen Arrangements. Schon die These vom Anrecht eines jeden Menschen auf eine selbstbestimmte Lebensführung ist weit von überzeitlicher Geltung entfernt. Sie konnte sich erst im Gefolge jener tiefgreifenden sozialstrukturellen Umstellung etablieren, die Niklas Luhmann als den Übergang von stratifikatorischer zu funktionaler Differenzierung charakterisiert hat. In stratifizierten Gesellschaften – Adelsgesellschaften – wirkt die Schichtzugehörigkeit multifunktional: Sie bündelt Vorteile und Benachteiligungen in so gut wie allen Funktionsbereichen der Gesellschaft. In funktional differenzierten Gesellschaften verzichtet das Gesamtsystem demgegenüber auf jede Vorgabe, wie die Beziehungen zwischen den Funktionssystemen zu ordnen sind. Die Rolle, die ein Individuum in einem Funktionssystem spielt, ist deshalb grundsätzlich entkoppelt von den Rollen, die es in anderen Funktionssystemen einnimmt.

Was den teilbar gewordenen Individuen in dieser Situation für sich selbst bleibt, ist das Problem ihrer Identität: Sie müssen ihre verschiedenen sozialen Rollen, von denen keine sie in Gänze bestimmt, nunmehr selbst verknüpfen, sich also in einer vorneuzeitlich gänzlich undenkbaren Weise als Subjekte ihres Lebens verstehen. Ein solches Subjekt aber kann sich nur im Reich der Freiheit realisieren; sonst wäre es weder selbständig dargestellt noch einzigartig.

So gesehen stellen die Menschenrechte, die dem Schutz dieser Freiheit dienen, die Antwort des Rechts auf ein spezifisches Problem eines bestimmten Typs von Gesellschaften dar; schon an der Lebenswirklichkeit der Angehörigen der neuen Unterschicht, deren Biographien durch Chancenlosigkeit in so gut wie allen Lebensbereichen gekennzeichnet und die deshalb von den Freiheitszuwächsen in der Folge der funktionalen Differenzierung faktisch ausgeschlossen sind, gehen sie weitgehend vorbei.

Die Überzeugung schließlich, dass niemand durch sein Verhalten den Status als Menschenrechtssubjekt verlieren kann, konnte zumindest in ihrer Formierungsphase kaum ohne stillschweigende Anleihen bei vermeintlich vormodernen, namentlich religiösen Geistesmächten auskommen. Das Nachwirken der über viele Jahrhunderte hinweg verfestigten Überzeugung von der Gotteskindschaft eines jeden Menschen und der Unverlierbarkeit seiner durch die Taufe begründeten Würde dürfte es erleichtert haben, alle Menschen unter den Schutz fundamentaler Rechte zu stellen. Die Religion mochte zusehends verdunsten; aber die durch sie begründeten praktischen Wahrnehmungsmuster lebten in modifizierter Gestalt fort.

Mit diesen Hinweisen auf einige historisch bedeutsame Ermöglichungsbedingungen menschenrechtlichen Denkens soll nicht einer Exklusivitätsthese das Wort geredet werden. Auch von anderen kulturellen Ausgangspunkten her lassen sich menschenrechtsaffine Grunddispositionen ausbilden. Zudem können sich die Praktiken, Hintergrundüberzeugungen und Plausibilitätsstandards einer Kulturgemeinschaft gegenüber ihrem intellektuellen Herkunftsmilieu verselbständigen und gleichsam selbsttragend werden. Die von Max Weber analysierte Emanzipation des modernen Kapitalismus von seinen Wurzeln im Puritanismus ist dafür ein Beispiel; das Menschenrechtsdenken mag im westlichen Bewusstsein einen vergleichbaren Ablösungsprozess durchlaufen haben.

Zur intellektuellen Redlichkeit eines selbstreflexiv gewordenen Freiheitsdenkens und nicht weniger auch zur politischen Klugheit gehört es aber in jedem Fall, sich der Entstehungsgeschichte der eigenen Evidenzvorstellungen bewusst zu bleiben und die eigene Perspektive nicht mit der des Weltgeistes zu verwechseln. Zu glauben, man müsse nur lange genug argumentieren, dann werde jeder Gutwillige die Überlegenheit des westlich-individualistischen Menschenrechtsverständnisses einsehen, ist hermeneutisch naiv und Ausdruck einer gleichsam halbierten, die Gebundenheit an den eigenen Standpunkt außer Acht lassenden Aufklärung.

Auf den ersten Blick scheinen die Schwächen der universalistischen Begründungsansätze für einen Rückzug auf die kulturrelativistische Position von der Gleich-Gültigkeit aller Wertüberzeugungen zu sprechen; in der Tat erfreut sich ein solcher Heroismus der Entsagung in der jüngeren philosophischen Menschenrechtsdiskussion beträchtlicher Zustimmung. Wer dieser Haltung das Wort redet, verkennt jedoch, dass praktische Selbstverständigungsdiskurse sich nicht auf ein „Alles oder nichts“-Schema reduzieren lassen. Menschen sind zum Handeln verurteilt, und als solche können sie nicht mehr tun, als Wertüberzeugungen und Handlungsmaximen gewissenhaft zu bilden und sie so gut zu begründen wie eben möglich.

Die Einsicht, dass es uns verwehrt ist, einen unsere biologischen und sozialen Bedingtheiten transzendierenden, quasigöttlichen Standpunkt einzunehmen, beraubt uns deshalb nicht des Rechts, uns zu der Überzeugung zu bekennen, nach gründlicher Prüfung erscheine uns eine bestimmte Position sämtlichen anderen überlegen. So hat der Westen im Licht seiner kulturellen Traditionen und historischen Erfahrungen gute Gründe dafür, gegenüber den rivalisierenden Konzeptionen auf der Vorzugswürdigkeit seiner säkular-individualistischen Deutung der Menschenrechtsidee zu bestehen und innerhalb der Grenzen dessen, was Takt und diplomatische Klugheit gebieten, mit dieser Einschätzung auch nicht hinter dem Berg zu halten.

Der Westen muss indes mit der Einsicht leben lernen, dass seine Lesart nur eine mögliche, nicht aber die schlechthin zwingende Deutung des Menschenrechtsgedankens darstellt. Dieser Lesart kann aus Gründen widersprochen werden, die hierzulande zwar nicht überzeugend erscheinen mögen, aber auch keineswegs pauschal als Ausdruck von Irrtum oder Heuchelei abgetan werden dürfen. Die Selbstherrlichkeit des Menschen durch die Forderungen eines göttlichen Gesetzes zu begrenzen oder die politische Gemeinschaft im Verhältnis zu den einzelnen Bürgern als das dem Begriff nach Erste zu bezeichnen sind immerhin Positionen, die über lange Zeit auch das geistige Profil Europas geprägt haben. Sie werden nicht dadurch abwegig, dass sie heute vornehmlich von Mächten vertreten werden, die aus anderen Kulturkreisen stammen.

Freilich haben die betreffenden Staaten zumeist eine rechtsstaatlich alles andere als saubere Weste. Der Widerwille ist deshalb verständlich, ihnen mit der Zulassung eines umfassenden Kulturvorbehalts eine Art Blankoscheck zur Einschränkung von Menschenrechten in die Hand zu geben. Dieser Sorge lässt sich aber am besten dadurch begegnen, dass man ihnen nicht länger gestattet, sich in ihrer radikalkulturalistischen Abwehrstellung gegen einen abstrakten Universalismus einzuigeln. Gleichsam als Preis für ihr diskursives Ernstgenommenwerden müssen sie erhöhten Begründungsanforderungen ausgesetzt werden: Sie mögen doch bitte darlegen, welche menschenrechtlichen Konsequenzen sich aus den von ihnen reklamierten Deutungsmodellen im Einzelnen ergeben. Dann dürfte sich rasch erweisen, dass staatliche Willkür und Gewaltsamkeit in keinem Fall Bestandteile einer Menschenrechtskonzeption sind, mit der man sich international sehen lassen kann.

Im Übrigen wird eine Menschenrechtspolitik, die sich der Begrenztheit ihrer Begründungsressourcen bewusst ist, die Gestalt eines „Dissensmanagements“ annehmen, dessen Ziel darin besteht darin, Entscheidungssituationen so zu modellieren, dass die andere Seite aus verständigem Eigeninteresse zu einem Verhalten motiviert wird, welches in seinen Ergebnissen im Großen und Ganzen dem Menschenrechtsverständnis entspricht, das wir für richtig halten.

Nicht der Gestus des Wanderpredigers ist opportun, sondern ein Pragmatismus aus Sittlichkeit. Der politischen Urteilskraft und Geschicklichkeit bleibt dabei ein beträchtlicher Spielraum erhalten. Damit kann man natürlich die Hoffnung verbinden, dass die äußerliche Veränderung staatlicher und gesellschaftlicher Praktiken auf längere Sicht zu einer Änderung der Einstellung führen wird – so wie Kant hoffte, dass die Gewöhnung an ein äußerlich moralkonformes Handeln à la longue auch zu einer Veränderung der Denkungsart führen werde.

Den Deutschen ist ein antipragmatischer Affekt eigen, der sich in der Gegenwart nicht zuletzt in einem hochmoralischen Menschenrechtspathos auslebt. Diesem wohlmeinenden Enthusiasmus gegenüber ist festzuhalten, dass es auf dem Feld der Menschenrechtspolitik geradezu eine sittliche Pflicht zum Pragmatismus geben kann – und zwar keineswegs nur deshalb, weil nach Lage der Dinge ehrgeizigere Projekte ohnehin keine Realisierungschancen besitzen. Vielmehr ist Pragmatismus diejenige Strategie des Umgangs mit kultureller Verschiedenheit, die einem aufgeklärten, die Grenzen der eigenen Begründung anerkennenden Menschenrechtsdenken ansteht. Wem diese Strategie nicht anspruchsvoll genug ist, der versuche erst einmal, sie anzuwenden. Die Beharrlichkeit sowie der Umfang an intellektuellen und materiellen Ressourcen, die er dabei einsetzen muss, geben ihm genügend Gelegenheit, seine Moralität zu beweisen.
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Time am 30. November 2009
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Sie beißen die fütternde Hand

28. November 2009 von Time

Ein schriftstellerndes Ork hat übel über das Christentum hergezogen, zwei bedeutende christliche Theologen möchten nicht gleichzeitig mit diesem Rohrspatz eine Ehrung entgegen nehmen. Der öffentliche Druck zwingt sie zum Nachgeben, angeblich wurden im persönlichen Gespräch Missverständnisse ausgeräumt… In seiner gestrigen – bejubelten – Preisrede macht Ork Kermani jedoch klar, daß er auf seiner ungebildeten und verleumderischen Position beharrt. Er unternimmt im Schutz der Medienmeinung zudem einen beleidigenden Angriff auf Ministerpräsident Koch, aus dessen Hand er die Ehrung empfängt. Er greift die politische Position des jüdischen Mitgeehrten an und zeiht ihn des Kadavergehorsams dem brutalen Regime Israel gegenüber, das „alles tut“, um den Palliestaat zu verhindern. Er schließt seine Rede mit einem vermeintlich freundlichen Kloranzitat, obwohl er genau weiß, daß dessen Freundlichkeit allein den Mohammedanisten gilt, obwohl er weiß, daß Klo den Mohammedanisten nur wenige Worte weiter die Freundschaft zu Juden und Christen untersagt. Ach ja, übrigens: „Die einzige Gemeinschaft, der ich als Schriftsteller angehören möchte und vom heutigen Abend an hoffentlich WIEDER ausschließlich angehören werde, ist weder Nation noch Konfession. Es ist eine Literatur. Ich bin ein DEUTSCHER Schriftsteller.“ Das ist dufte, Navid!

Vor zwei Tagen habe ich ein Interview von Eren Güvercin mit Ahmad Milad Karimi gebracht, welcher den Kloran neu übersetzt hat (1). Ein Blick auf Herrn Güvercins Blog „grenzgängerbeatz“, der sehr modern und westlich daherkommt, ist sehr aufschlussreich (2). Hier ein lückenloser Abriss zurück in der Zeit:

+++ Interview mit Alan Posener: „Ich greife den Papst an, weil der die Aufklärung angreift“ +++ Der alte Rasismus in neuem Gewand? Kay Sokolowsky über das „Feindbild Moslem“, die Medien und die Hassprediger von PI +++ Diese Manager erhalten keine Boni – Herr Abdal Hakim Murad, Sie sind ein muslimischer Gelehrter, haben aber auch eine moderne Ausbildung genossen. Sie haben sich mit der westlichen Geistesgeschichte und Zivilisation auseinandergesetzt. Der Islam wird stets mit Terrorismus und Extremismus in Zusammenhang gebracht. Nun aber erlebt das kapitalistische System eine Krise. Welche Haltung nimmt der Islam auf dem Gebiet der Ökonomie ein? +++ „Die Sklavenhalter sitzen heute in den Börsen“ – Der Schweizer Soziologe und Politiker Jean Ziegler gilt als Globalisierungskritiker. +++ „Wir brauchen eine Dritte Deutsche Einheit!“ – Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, äußert sich im Gespräch über den Wandel der Einwanderungsgesellschaft und die bis heute fehlenden Aufstiegschancen von Migranten in Deutschland. +++ „Die rechte Szene hat sich für die Popkultur geöffnet“ – BIS ZU 30 PROZENT DER BEVÖLKERUNG SCHEINEN ANFÄLLIG FÜR NEONAZISMUS ZU SEIN (Hvh v. G.) +++ „Schule als Lernort für alle Religionen“ – Das Bistum Osnabrück plant ein bundesweit einmaliges interreligiöses Schulprojekt. In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde und islamischen Organisationen will die Diözese eine Grundschule für alle Religionen betreiben. +++ „Angesichts der Finanzkrise hat die Kirche ihren religiösen Auftrag verfehlt.“ +++ „Ou Topos – Die Suche nach dem Ort, den es geben müßte“ heißt das neue Buch von Heiner Geißler. In seinem Buch erweist sich Heiner Geißler, CDU-Politiker und Attac-Mitglied, als einer der aufregendsten Denker im heutigen Deutschland. +++ Gräben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen überbrücken – Im kommenden Jahr will die niederländische Muslimpartei (NMP) erstmals an Kommunalwahlen teilnehmen. Ihr Ziel: der rechtspopulistischen Partei Geert Wilders Paroli bieten und die Gleichberechtigung der Muslime zu fördern. +++ „Wir leiden unter dem autoritären Regime Chinas“ +++ Die Vorsitzende des Weltkongresses der Uiguren, Rebiya Kadeer, kritisiert im Gespräch mit Eren Güvercin die Unterdrückung der uigurischen Muslime und appelliert an die islamische Welt, die Uiguren in ihrem Freiheitskampf zu unterstützen. ++++ „Von den abrahamitischen Religionen könnte ein sehr starker Impuls für eine Neuorientierung des globalen Wirtschaftens ausgehen“ – Ein Gespräch mit Prof. Michael N. Ebertz, Soziologe und Theologe, der an der Katholischen Fachhochschule in Freiburg lehrt. Mit ihm sprach Eren Güvercin über die zunehmende Entkonfessionalisierung und Entkirchlichung der Menschen, die „Diktatur des Relativismus“ (Papst Benedikt XVI) und darüber, ob von den abrahamitischen Religionen ein neuer Impuls für die Neuorientierung des globalen Wirtschaftens ausgehen kann. +++ Graue Eminenz im Rampenlicht – Seit der Republikgründung durch Atatürk hatten die jeweiligen Regierungen in der Türkei eine passive und staatszentrierte Außenpolitik verfolgt. Der Sicherheitsaspekt spielte eine zentrale Rolle, so dass Beziehungen zum Ausland zuallererst unter dem Gesichtspunkt der möglichen Auswirkungen auf die nationale Sicherheit betrachtet wurden. Die Außenpolitik unter der Regierung von Ministerpräsident Erdogan verfolgt einen vollkommen anderen Kurs: Nahezu idealistisch offen ging die Türkei nun im internationalen Umfeld vor. Als Vordenker des neuen außenpolitischen Ansatzes gilt der 50 Jahre alte Politikprofessor Ahmet Davutoglu +++ „Dieses Kriegsgebiet hat mich zufriedener denn je gemacht“ – Andrea Busfield ist Journalistin und lebte für einige Jahre in Afghanistan. Im März ist ihr Debütroman „Mauertänzer“ erschienen. Es handelt von dem 11jährigen Jungen Fawad. „Mauertänzer“ vermittelt ein ganz anderes Bild von Afghanistan, als viele es gewohnt sind. +++ Die Unterdrückung der Tibeter sollte uns auch für die Unterdrückung weiterer ethnischer Gruppen in China sensibilisieren – doch wird diese im öffentlichen Diskurs meist ausgeblendet. Das erschütterndste Beispiel ist die Lage der Uiguren in Ostturkestan. +++ „Extreme religiöse Praktiken entstehen immer dann, wenn die Religion aus dem Alltag verschwindet“ – Was geschieht hinter verschlossenen Türen von Koranschulen? Dieser Frage ist der Filmemacher Shaheen Dill-Riaz in seinem neuen Film „Korankinder“ in Bangladesch nachgegangen. +++ „Die Umweltkrise ist auch eine spirituelle Krise“ – Seit einigen Jahren gibt es einen global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Doch inwiefern kann man aus dem Islam Handlungsanweisungen für ökologische Nachhaltigkeit ableiten? Darüber sprach Eren Güvercin mit der Expertin Sigrid Nökel.

Hier haben wir einen Haufen von Texten, die von Papstkritik über Kapitalismuskritik und Islamkritik-Kritik den Westen ausnahmslos kritisch sehen und daher zusammengesetzt im Grunde eine grundsätzliche Kritik am Westen ergeben. Die Uiguren in OstTURKESTAN (China) verdienen unser Engagement, der türkische Außenminister, der das gute Verhältnis zwischen der Türkei und Israel demontiert und die Türkei auf die Orkstaaten ausrichtet, unsere Verehrung. Was will der Typ eigentlich bei uns, dieser Momo, dieser angebliche Brückenbauer? Sehen Sie sich seine Texte an, sie führen alle in dieselbe Richtung: Ablehnung des Westens, Heilsversprechen Mohammedanismus. Wirtschaftskrise? Nicht beim Schariabanking! Umweltprobleme? Nicht unter dem Mohammedanismus! Es gibt einen Ort, der schön ist, aber der aktuelle Westen ist es nicht.

Und so sehen wir, wie die Momos die Hand beißen, die sie füttert. Sie sind allesamt Orkagenten, und sie haben uns nicht wirklich was zu bieten, wir brauchen sie nicht. Ja, schon klar, nur solange sie sich als Mohammedanisten in die Brust werfen, können sie ein Salär als Abgesandte des Mohammedanismus, als Ork-Experten einstreichen, ohne was zu riskieren. Kann man ja verstehen, wir alle wollen leben ohne großen Ärger. Aber solange sie nicht abschwören, wie Ali Sina, wie Mina Ahadi, wie Arzu Toker (die dafür ihr Leben riskieren und unbedingt unseren Schutz verdienen), hat Klo sie bei den Eiern, da können sie gar nichts gegen machen. Und das, was sie von sich geben, ist – auch wenn es so raffiniert daherkommt wie Kermanis Texte – offenbar zwanghaft gegen uns gerichtet, gegen unser Gesellschaftssystem, gegen unsere gewählten Führer, gegen unsere Kultur: das ist ein Reflex, braincontrol (Seyran Ates nehme ich da mal aus, die ist ein Agent von uns). Wir können die Momos analysieren, studieren, sezieren, aber sie werden nie unsere Freunde sein – solange sie nicht abgeschworen haben, werden sie stets dem bösen Geist von Klo H. Metzel folgen. Allein die Apostaten und Konvertiten sind frei von Allas Bann. Wenn wir einen Jihadisten mit einer geladenen Pistole vergleichen, ist der Momo eine geladene, gesicherte Pistole. Zwischen beiden Zuständen: nur ein Lidschlag.

Time am 28. November 2009

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(1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/26/projekt-kloranwasche/

(2) http://erenguevercin.wordpress.com/

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PS.:

Beachten Sie bitte zwei großartige Videos auf YouTube.

Zunächst einen offenbar authentischen Auftritt von Gorilla Chavez und Schimpy Gardinenstange im venezolanischen TV (Quelle: Transatlantic Forum) unter: http://www.youtube.com/watch?v=US-2MKEyCoI&feature=player_embedded#at=28Hier die Übersetzung: „Chavez: Er kehrt aus der Tiefe Persiens zurück, dem grossen Persien! Ah, ich korrigiere, ich habe mich geirrt… ich habe mich geirrt… Danke, Danke Bruder und Meister. Aus der islamischen Tiefe. Eines Tages werden sie zurückkehren. – Ahmadinejad: Ich bin dein Schüler, Präsident! – Chavez: Haha, Du hast mir das sehr gut erklärt. Der Imam Nummer… acht! – Ahmadinejad: Zwölf. – Chavez: Zwölf! Ich habe mich nochmal geirrt! – Ahmadinejad: Der achte Imam ist in der Stadt Mashad, da wo wir waren. – Chavez: Ah, da wo wir waren, Danke. Ich denke ich werde weiterstudieren, sie sehen schon. Gut, der Imam Nummer zwölf, genannt… – Ahmadinejad: Mahdi – Chavez: Mahdi, Mahdi, Mahdi und und Christus werden zurückkehren – zusammen, sich an den Händen haltend… Sie werden wiederkommen.“ – Gegen den Gorilla Chavez ist Mammut m.E. ein Gentleman, sogar die Orks konnten die jahrtausendalte persische Zivilisation nicht völlig auslöschen!

Dies hier (Quelle: Europenews) ist m.E. wunderschön, und es ist 100%iger Counterjihad. Es sagt jedem männlichen Counterjihadi, worum es geht, und daß keine Mühe je zu groß ist – Frauenportraits aus fünf Jahrhunderten: http://www.youtube.com/watch?v=nUDIoN-_Hxs&feature=player_embedded (fast 10 Millionen Aufrufe)

Eine Handvoll Wörter weiter

27. November 2009 von Time

Am 19. Mai hatte ich in Bezug auf den „Kulturpreiseklat“ (1) gefragt: „Die Kulturpreisdebatte geht weiter… bis das Ork den Preis doch noch kriegt?“

Nun ja, das Ork hat den PREIS tatsächlich gestern erhalten, aber die DEBATTE ist doch halt irgendwie nach einem kurzen Stück weit im Sande verlaufen. Am 29.8. hatte es die knappe Meldung in der überregionalen FAZ gegeben, daß Einigung zwischen den Kontrahenten erzielt worden sei. Rhein-Main-Ausgabe und FAZ.net hatten dann am 30.8. lapidar gemeldet: „Es ist sicherlich klug, dass sich die vier Teilnehmer des Gesprächs in Mainz entschlossen haben, vorerst nichts Näheres über den Verlauf ihrer Unterhaltung am Freitag mitzuteilen. Nur das erfreuliche Ergebnis haben sie zur Kenntnis gegeben: Salomon Korn, Karl Lehmann und Peter Steinacker sind der Ansicht, dass auch Navid Kermani mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet werden soll. Diese Zurückhaltung ist mit Rücksicht auf das Kuratorium des Hessischen Kulturpreises gewiss geboten.“ (2)

Wie war der Eklat entstanden? Er war entstanden, weil zwei hochrangige christliche Theologen (Karl Kardinal Lehmann (3) und Peter Steinacker – 4) es ablehnten, einen Preis für „interreligiöse Kooperation“ und die „Kultur des Respekts“ gemeinsam mit einem Schriftsteller (Navid Kermani – 5) anzunehmen, der zentrale christliche Glaubensgrundsätze als Gotteslästerung verhöhnt und nicht zu einem klärenden Gespräch bereit war. Neben den beiden Christen sollte der Jude Salomon Korn (6) geehrt werden, eine Situation, die für den vor Mohammedanist Kermani eigentlich vorgesehenen Mohammedanisten Fuat Sezgin (7) aufgrund der fehlenden Distanzierung von Korn gegenüber Israel untragbar war. In der Rede zur Preisverleihung nun macht Kermani deutlich, daß er keineswegs als toleranter Vertreter des Mohammedanismus geehrt werden möchte, sondern als deutscher Schriftsteller. Hier ein paar Highlights aus Kermanis Rede (8):

„Deshalb möchte ich mich heute auch bei denen bedanken, die dafür verantwortlich sind, dass ich den Hessischen Kulturpreis tatsächlich entgegennehmen darf: Das ist die deutsche Öffentlichkeit, das sind die Journalisten, die Wissenschaftler, Schriftsteller und Intellektuellen, die sich in Artikeln zu Wort gemeldet haben, das sind Politiker gerade auch aus der Partei des Ministerpräsidenten, das ist die Opposition im Hessischen Landtag. Besonders bewegt hat mich, wie solidarisch viele Christen und Vertreter der Kirchen auf die Vorwürfe gegen mich reagierten, in Briefen, in Stellungnahmen und sogar in Predigten. Das war eine sehr schöne, beinah zärtliche Erfahrung.“

Kermani dankt einer Massenbewegung „aufrechter Bürger“ von Journalisten über die rot-grüne Opposition bis zu Dimmi-Christen, denen das christenfeindliche Geschwurbel eines Undercover-Orks mehr bedeutet als die profunden Darlegungen ihrer hochqualifizierten Theologen. Die Dimmi-Christen sind seine bevorzugten Opfer:

„Die christliche Toleranz: Ganz neu war sie für mich nicht. Von der Toleranz, die sich im Christentum herausgebildet hat, haben meine Familie und ich nicht gelesen, sondern wir haben sie konkret erlebt, seit meine Eltern vor über fünfzig Jahren nach Deutschland eingewandert sind, in dem christlichen Krankenhaus, in dem mein Vater arbeitete, im christlichen Behindertenheim, in dem meine Cousine untergebracht war, in den christlichen Kindergärten, die wir Söhne besuchten, in der christlichen Familie, in die ein Bruder heiratete, bis hin zur christlichen Schule, die meine Tochter besuchte, und der christlichen Gemeinde in unserem Viertel in Köln – eine Toleranz, welche die Islamische Republik Iran, der ich als Bürger ebenfalls angehöre, Andersgläubigen und Andersdenkenden zumal in diesen Wochen versagt.“

Peinlich, wie er den Christen Honig ums Maul schmiert und noch peinlicher, daß sie es geschehen lassen. Beschönigend kritisiert er den Iran, aber Christen und Juden werden in ALLEN mohammedanistischen Staaten einschließlich der Türkei grausam unterdrückt, so wie es der Kloran vorschreibt (9). Dann bekräftigt er seine Ablehnung der Grundsätze christlicher Theologie und führt eine ebenso subtile wie hinterhältige Attacke gegen Ministerpräsident Koch aus:

„Dass ich an dem Text über die Kreuzigungsdarstellung von Guido Reni nichts zurückzunehmen, nichts zu relativieren und nichts zu entschuldigen habe, wird niemanden überraschen… Hingegen trägt es weder zur Lösung der unleugbar existierenden Probleme bei, noch ist es Ausdruck politischer Verantwortung, in fatal zuspitzenden Äußerungen, im Zusammenspiel mit der Boulevardpresse und mit degoutanten Plakaten an ausländerfeindliche Instinkte zu appellieren, die natürlich in Deutschland wie in jedem anderen Land vorhanden sind.“

Grade noch hatte er die für ihn kämpfende Massenbewegung mit besonderem Hinblick auf die Medien gepriesen, dann seine eigene Unbeugsamkeit unterstrichen, nun fantasiert er sich als Opfer einer Verschwörung der Boulevardpresse im Bündnis mit anti-mohammedanistischen Bürgerinitiativen und der Regierung Koch, und er hebt mahnend den Zeigefinger. Das Publikum seufzt andächtig und ist reif für den Fangschuss:

„Und bei allem Respekt vor dieser Institution (d.i. der Zentralrat der Juden, T.) teile ich die Kritik des ursprünglich nominierten Preisträgers, Fuat Sezgin, an der Stellungnahme des Zentralrats zum Krieg im Gaza-Streifen, GENAUSO wie mich ANDERE (= alle, T.) Stellungnahmen des Zentralrats zum NAHOSTKONFLIKT in ihrer EINSEITIGKEIT befremdet haben. Wir müssen uns gemeinsam gegen jeden zur Wehr setzen, der das Existenzrecht Israels bestreitet. Aber AUCH die Palästinenser haben ein EXISTENZRECHT, und ich wünsche mir, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland deutlichere Worte findet, wenn eine israelische Regierung wie die gegenwärtige ALLES tut, um einen lebensfähigen palästinensischen Staat zu VERHINDERN.“

Da ist sie, die obligatorische Stellungnahme gegen Israel, den Staat der Juden, der nach Ansicht der Orks nicht sein darf. Nett, daß er für ein Existenzrecht Israels spricht, aber tut er daß auch für Israel als JÜDISCHER Staat? Oder ist er der Meinung, alle vier oder fünf Generationen der sogenannten „Flüchtlinge“ müssten an die Wohnorte ihrer Urahnen zurückkehren dürfen? Er will sich sogar gegen Gegner des Existenzrechts Israels ZUR WEHR setzen, aber inwiefern TUT er das? Es sind übrigens die MOHAMMEDANISTEN, die nicht nur Israel sondern in weiterer Perspektive ALLEN Juden das Existenzrecht absprechen (10). Es sind die MOHAMMEDANISTEN, die bisher jede Gelegenheit zur Souveränität der Palaraber ausgeschlagen und auf Maximalforderungen (d.i. das Ende des Judenstaates Israel) beharrt haben. Heute meldete „tw_24:blog“:

„Nachdem die israelische Regierung die Einstellung von Bautätigkeiten in ‘Siedlungen’ anordnete, fand das zunächst die PA des ‘Palästinenserpräsidenten’ Abu Mazen nicht gut, sondern ‘gefährlich’; nun meldet auch die Demokratiebewegung Hamas aus dem beinahe judenreinen Gaza sich mit einer eindrücklichen Warnung: ‘A return to the NEGOTIATIONS with Israeli would be a national CRIME, Hamas spokesman Sami Abu Zuhri said on Wednesday. ’A return to the negotiating table is a national crime that Palestinians will surly reject,’ Abu Zuhri said, reacting to an Israeli announcement of a curb on expansion of West Bank settlements.” (11)

Aber egal wie verrückt und grausam, die Pallie-Orks sind den anderen Orks allemal näher als jeder andere, Orks kämpfen für Orks, für niemand anderes. Und das sagt Kermani dem, der es bis hierhin noch nicht begriffen hat, mit folgenden Sentenzen:

„Ich hingegen bin für den diesjährigen Hessischen Kulturpreis nicht allein für meine Bücher nominiert worden, sondern als REPRÄSENTANT einer RELIGION (so wie die anderen drei auch, T.). Dass daran etwas NICHT stimmt, hätte ich früher erkennen müssen (Aber das ist kein Grund für Kermani, den Preis dann auch NICHT anzunehmen, T.) … Ja, ich bin Muslim, und ja, ich bin Schriftsteller. Aber ich bin kein muslimischer Schriftsteller. Die einzige Gemeinschaft, der ich als Schriftsteller angehören möchte und vom heutigen Abend an hoffentlich WIEDER ausschließlich angehören werde, ist weder Nation noch Konfession. Es ist eine Literatur. Ich bin ein DEUTSCHER Schriftsteller.“

Hört, hört! „Ich bin Muslim, aber ich bin kein muslimischer Schriftsteller.“ Wem will Kermani einen derartigen Schwachsinn weismachen? Jedenfalls keinem Mohammedanisten, die lachen schallend und dann steinigen sie ihn, denn entweder bist du Mohammedanist von oben bis unten oder eben Ungläubiger. Sein freundliches und leichtgläubiges Publikum sind wir, nicht die Orks, wir sind die, die er verändern will. „Deutsch gut, Wurst gut“, bekam ich häufiger im Ausland zu hören. „DEUTSCHER Schriftsteller“, das kommt gut an, „einer von UNS Deutschen“ meint mancher, aber ein Flügel des DEUTSCHEN Jihad wimmert grade blutig geschossen im Hindukusch, und Lale Akgün sah sich schon im Amt der DEUTSCHEN Bundespräsidentin. „Nationalismus ist Trumpf“, warum sollte ausgerechnet ein mohammedanistischer Intellektueller und Undercoveragent diese Karte nicht spielen. Geschickterweise schenkt er dann die 45.000 Euro Preisgeld der katholischen Gemeinde St. Theodor in Köln-Vingst, deren Pfarrer Franz Meurer seine Gemeinde nicht nur dazu anhielt, für den Bau der kölschen „repräsentativen“ grauen Wolfsschanze zu werben, sondern deren Bau auch durch Geldspenden tatkräftig unterstützte, damit die DITIB und die armen Scheichs nicht so belastet werden.

Und als fulminanten Schlusspunkt setzt Kermani, der sich lautstark als Mohammedanist bekennt, aber  nicht als solcher angesehen werden will, ein Kloranzitat, das seinen Leuten anzeigt, wem in Wirklichkeit sein Eifer gilt, und das zeigt, daß er die deutschen Dimmis für grade so wenig verblödet hält, daß sie sich noch selbst die Schuhe zur Gala zubinden und seinen Preisgeldscheck unterschreiben können. Kermani: „Hätte Gott es gewollt, Er hätte euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht. Doch wollt Er euch prüfen in dem, was Er jedem von euch gab. Wetteifert darum in den guten Taten. Koran, Sure 5, Vers 48.“

Im Reclam steht das inhaltlich übereinstimmend in anderer Formulierung in Vers 53. Nur eine Handvoll Wörter weiter aber in Vers 56/Recl. resümmiert AllaHundseingesandter: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch NICHT die Juden und Christen zu FREUNDEN; sie sind UNTEREINANDER Freunde, und wer sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist von IHNEN. Siehe, Allah leitet NICHT UNGERECHTE Leute.“

Time am 27. November 2009

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(1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/19/1075/

(2) FAZnet: http://tiny.cc/yBcj0

(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lehmann

(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Steinacker

(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Navid_Kermani

(6) http://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Korn

(7) http://de.wikipedia.org/wiki/Fuat_Sezgin

(8) http://tiny.cc/a7n0B

(9) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran-4-hass-auf-juden-und-christen/

(10) Zwei Hadithe:
1.) „Nachdem sie das Fadschr-Gebet verrichtet haben, werden sie herausgehen, um den Dajjal zu treffen. Und wenn sie den Lügner sehen, wird er anfangen zu schmelzen, wie das Salz im Wasser. Isa (Jesus, T.) wird auf ihn zugehen und ihn töten. Sogar die Bäume und Steine werden dann sagen: „O Geist Allahs, hinter mir ist ein Jude.“ Und keiner von denen, die ihm gefolgt sind, werden bleiben, ohne getötet zu werden.“ (Ahmad 14426) von http://www.islampuls.com/forumnew/viewtopic.php?p=4498
2.) „Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Stunde wird nicht eintreten, bis die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich der Jude hinter dem Stein und dem Baum versteckt. Da sagt der Stein oder der Baum: O Muslim! O Diener Allahs! Dieser ist ein Jude hinter mir, so komm und töte ihn! Der einzige Baum, der das nicht macht, ist Al-Gharqad, denn er gehört zu den Bäumen der Juden.“ (Sahih Muslim 5203) von http://hadith.al-islam.com/bayan/display.asp?Lang=ger&ID=1660

(11) http://www.tw24.info/?p=1699

Material aus meiner Madrasa zum Thema unter:
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/15/die-kunststunde-ii/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/16/steinackers-erklarung/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/19/1075/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/20/liberal-wollte-ich-immer-sein/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/28/schade-herrrabbi/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/29/kreuzhype/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/06/01/kreuzestod-und-auferstehung/

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Ergänzung 28. November: Heute teilen sich Ministerpräsident Koch und Preisträger Korn mit zusammen rund 2400 Wörtern den Platz, der dem grrroßen Kermani gestern von der FAZ als Eröffnungsrede zugestanden wurde (2100 Wörter). Hier die Rede von Koch: http://tiny.cc/0IV2N , hier die von Korn: http://tiny.cc/HzRAT Wie man hört, ist Kardinal Lehmann in seiner Rede (vermutlich klugerweise) nicht auf den Eklat zurückgekommen, bisher habe ich weder seine Rede noch die von Steinacker ausfindig machen können.

Macht besser keine Geschäfte mit Orks!

26. November 2009 von Time

In den letzten Tagen überschlugen sich im üblicherweise nüchternen Wirtschaftsteil der FAZ die Emotionen, von Ehrfurcht bis Begeisterung war alles vertreten, eine Stimmung wie am Klondike 1896-1898 (1). Was war geschehen? Die Deutsche Bahn hatte einen Auftrag über 17 Milliarden mit dem Emirat Qatar besiegelt. Die FAZ berichtete am 22. November (2):

„(…) Bahnchef Rüdiger Grube unterzeichnete am Sonntag in der Hauptstadt Doha den Vertrag für die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft, an der die Tochter DB International 49 Prozent (! T.) der Anteile hält. Das gemeinsame Unternehmen soll Planung und Bau von Fern- und Güterzugstrecken sowie einer Metro in Doha steuern. Auch Hochgeschwindigkeitsverkehr ist vorgesehen. Grube sagte, der Bahn helfe ein solches Engagement ‘gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, Arbeitsplätze AUCH im INLAND zu sichern.’ Mit dem Vorhaben in Qatar sehe der Konzern außerdem gute Chancen, auch in ANDEREN arabischen Staaten ins Geschäft zu kommen. In den nächsten beiden Jahrzehnten seien in der Region Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe für den Aufbau oder die Erweiterung von Eisenbahnnetzen zu erwarten. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der auch nach Doha reiste, sagte zu dem Vorhaben: ‘Bei der Planung des Verkehrskonzepts, dem Bau der Infrastruktur, der Lieferung der Fahrzeuge und dem Betreibergeschäft sind für deutsche Unternehmen Milliardenumsätze möglich.’ In Qatar bekommt das Gemeinschaftsunternehmen ‘Qatar Railways Development Company’ ein Planungsbudget von 700 Millionen Euro. Dabei sollen die Deutschen zwei der vier Geschäftsführer stellen, darunter in den ersten vier Jahren den Spitzenmann. Mitgesellschafter ist die staatliche Gesellschaft Qatari Diar. Zunächst sollen rund 50 Experten der DB International im Wüstenstaat die Arbeit aufnehmen. Umgesetzt werden soll ein im vergangenen Jahr erarbeitetes Konzept. Es umfasst ein 300 Kilometer langes Metrosystem in Doha mit vier Linien, eine 180 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitstrasse nach Bahrain für maximal Tempo 350 sowie weitere Strecken für Güter- und Personenzüge.“

Einen Tag später wurde bekannt, daß auch Hochtief dabei ist, einzusteigen (3):

„Zwischen Qatar und Bahrain – Hochtief will RIESENBRÜCKE bauen – Die ‘Freundschaftsbrücke’ soll ab dem Jahr 2014 Bahrain mit Qatar verbinden… Dabei geht es um den Bau einer der längsten Brücken der Welt. Das Bauwerk soll Qatar mit dem Königreich Bahrain verbinden… Im Jahr 2014 sollen die ersten Autos und Züge über das Bauwerk rollen…  Konsortialführer des Bauprojekts sind die Essener Hochtief AG und der französische Konzern Vinci. Ein Sprecher von Hochtief bestätigte FAZ.NET am Montag, dass das Unternehmen erste kleine Teilaufträge erhalten habe. Der Hauptauftrag stehe aber noch aus. Zur genauen HÖHE der Investitionssumme und zu weiteren Einzelheiten wollte das Unternehmen derzeit KEINE Angaben machen. (Weshalb die FAZ jetzt mit Aspekten füllt, die eher in ihren Technik-Teil gehören, T.:) Das Bauwerk besteht aus verschiedenen Abschnitten: In den seichteren Bereichen sind künstliche Dämme für die Fahrbahnen geplant von 18 Kilometern Länge. Für die tieferen Meeresabschnitte sind Viadukte und Brücken von nochmals insgesamt 22 Kilometern geplant. Dazu gehören auch zwei 400 Meter lange Schrägseilbrücken, die von Schiffen passiert werden können… Derzeit wird das endgültige Design der Brücke überarbeitet. Neben den vier Fahrbahnen für den Autoverkehr soll die Brücke auch mit der Eisenbahn überquert werden können… In den vergangenen Jahren wurden weltweit spektakuläre Brücken und Dämme geplant und gebaut. Als längstes Bauwerk dieser Art… uswusf.“

Natürlich ist sowas mal wieder DIE Gelegenheit für FAZ-Ali2 Wolfgang Günther Lerch, in der heutigen FAZ die Weisheit eines mohammedanistischen Vogelscheichs zu preisen:

„Der Veränderer – Noch ist es ein Zukunftsprojekt, doch schon die AUSPIZIEN (= Aussichten, T.) machen staunen: Bahnchef Rüdiger Grube hat mit Qatar eine Absichtserklärung über ein gigantisches Vorhaben unterzeichnet, das insgesamt einen Umfang von 17 Milliarden Euro haben soll und besonders für die deutsche Bauindustrie wichtig werden könnte. Bis zum Jahre 2018 soll Doha, die Hauptstadt des Emirats, über ein weitgespanntes S-Bahn-Netz verfügen; darüber hinaus ist vorgesehen, eine Eisenbahntrasse quer durch das Emirat, das sich von der Landmasse der Arabischen Halbinsel wie ein Sporn vorwitzig in die Wasser des Persischen Golfs hineinreckt, bis nach Manama zu treiben, in die Hauptstadt des Königreiches Bahrein, 140 Kilometer lang. Dazu wird auch der Bau einer Brücke erforderlich sein, die Qatar mit der Hauptinsel Bahreins verbinden soll.

Das Vorhaben, das von seinem Volumen her schon mit dem Bau der BAGDAD-BAHN (Wiki (4): „So trug die Bagdadbahn zur Annäherung von Großbritannien, Frankreich und Russland bei und war einer der vielen Gründe, die letztendlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten.“ T.) im deutschen Kaiserreich verglichen worden ist, zeigt wieder einmal, dass die Golfregion gegenwärtig der Entwicklungs-Brennpunkt der arabischen Welt ist. Die benachbarten Vereinigten Arabischen Emirate, insbesondere DUBAI, haben es vorgemacht, den Bau einer Schnellbahn eingeschlossen. Unter der Herrschaft von Scheich Hamad bin Khalifa aus dem Hause der Al Thani zieht Qatar nach, was nicht heißt, dass dies immer so ist. Der Herrscher ist nämlich selbst ein Mann der Anstöße. Seit seiner Machtübernahme im Jahre 1995 – der Vater, Scheich Khalifa, befand sich zu jenem Zeitpunkt gerade zur Erholung in der Schweiz – hat der Emir sein an Bodenschätzen reiches Land systematisch modernisiert. Erdöl und Gas, die Schmiermittel der modernen Industriezivilisation, haben es möglich gemacht. Wer in den neunziger Jahren die noch bis in die Achtziger hinein bescheiden wirkende Hauptstadt Doha besuchte, erkennt sie heute nicht wieder: Aus den wenigen Hochhäusern von damals ist ein Wald geworden, der die Bucht von Doha mit ihrer hübschen Corniche umstellt. Doch die Modernisierung beschränkt sich nicht darauf: Im Zusammenwirken mit Scheicha Mouza, seiner rührigen (Haupt-, T.) Gattin,  hat der Emir auch das Bildungswesen in den vergangenen Jahren enorm entwickelt; zudem ist MANCHES (was z.B.? T.) lockerer geworden in dem islamischen Lebensstil der Einwohner Qatars.

Scheich Hamad, Jahrgang 1952, erhielt zunächst eine traditionelle Bildung in der Heimat. Wie etliche arabische Führer absolvierte er die britische Militärakademie von Sandhurst und machte seine Karriere in der Armee, bis er deren Oberbefehlshaber wurde. Schon 1977 wurde er offiziell zum Kronprinzen ernannt. In seiner Jugend besonders sportlich (er gilt als begeisterter Taucher), ist er auch heute ein engagierter Förderer des Sports in Qatar: Fußball, Tennis, Leichtathletik, Formel 1. Geld legt er auch in Europa an, etwa durch Beteiligungen bei Volkswagen (Porsche). Qatar hat sich unter ihm so drastisch verändert, dass Arabien-Nostalgiker diesen Wandel beklagen. Doch Romantik, wenn es sie denn je gab in Arabien, bedeutet den Menschen dort weniger als den Außenstehenden.“

Das hört sich ja alles ziemlich TOLL an! Aber uuups… was ist denn DAAAS???

„Furcht vor Zahlungsunfähigkeit – DUBAI in Geldnot“ (5) ??? DAS Dubai? Das, wo alles aus Gold ist, sogar die Klobrillen? Das Land, das uns in jeder zweiten Reisebeilage über den goldenen Klee anempfohlen wird (Welches aber tatsächlich, wir mir mehrere Reisende berichteten, stinklangweilig sein soll)? FAZ.net heute:

„Das ehemalige Boom-Emirat Dubai hat Zweifel an seiner Zahlungsfähigkeit geweckt. Die Regierung bat am Mittwoch die Gläubiger der Palmeninsel-Bauherren um einen Zahlungsaufschub und sorgte damit für AUFRUHR an den internationalen Anleihemärkten. Banker reagierten BESTÜRZT, da Vertreter des Emirats WIEDERHOLT VERSICHERT hatten, alle finanziellen Verpflichtungen könnten erfüllt werden. Die Anleger hatten sich darauf VERLASSEN, dass das Emirat seine von der Finanzkrise ausgelösten Probleme nicht zuletzt mit Hilfe der Öl-reichen Nachbarn und Partner in den Vereinigten Arabischen Emiraten bewältigt. Dubai begründete seine Bitte mit der Restrukturierung der staatlichen Holdinggesellschaft Dubai World. Zu den Töchtern von Dubai World gehören neben einem Hafenbetreiber auch die Baufirma Nakheel sowie die Investmentfirma Istithmar.

Für knapp zwei Jahrzehnte sorgten die STAATSEIGENEN Betriebe für einen wohl beispiellosen Boom Dubais in vielen Bereichen von Bau über Transport hin zur Finanzbranche. Die Dach-Holding Dubai World brauche Zeit für ihre Neuordnung und BEMÜHE sich um einen Aufschub bei der Rückzahlung der Schulden bis MINDESTENS 30. Mai 2010, teilte die Regierung mit. Der Bau der spektakulären Palmen-Inseln im Meer galt vor der Krise als DEMONSTRATION des UNGEHEUREN finanziellen Potenzials des Landes mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern. Die Rückzahlung der dafür aufgenommenen SCHULDEN ist nun in der Kreditklemme aber auch der Lackmus-Test dafür, ob das Emirat seinen Verpflichtungen trotz des Abschwungs nachkommen kann. Anzeichen für Schwierigkeiten gibt es SCHON seit EINIGER Zeit: So hatte etwa die Immobilienfirma Nakheel im Januar ihre Pläne für den Bau eines 1000 Meter hohen Wolkenkratzers in Dubai wegen der globalen Finanzkrise auf Eis gelegt.

Dubai World hat offiziellen Angaben zufolge Schulden im Umfang von 59 Milliarden angehäuft. Dies sind laut Schätzungen drei Viertel der gesamten Staatsschulden von etwa 80 Milliarden Dollar. Bei einer Einwohnerzahl von offiziell 1,7 Millionen macht dies grob überschlagen 47.000 Dollar pro Einwohner. Deutschland hat zum Vergleich etwa eine Staatsverschuldung von 1,5 Billionen Euro, derzeit also etwa 2,25 Billionen Dollar. Bei einer Einwohnerzahl von etwa 82 Millionen kommt man auf eine Pro-Kopf-Verschuldung von etwa 27.500 Dollar. Die Zeit in Dubai drängt: Ein Nakheel-Bond über 3,5 Milliarden Dollar wird demnach am 14. Dezember fällig, eine Vereinbarung über knapp eine Milliarde Dollar am 13. Mai. Ein weiterer Immobilien-Entwickler unter dem Dach von Dubai World, Limitless, muss zum 31. März 1,2 Milliarden Dollar zurückzahlen. ‘Der Markt hat eine pünktliche Rückzahlung der 3,5 Milliarden Dollar erwartet’, sagte Eckhart Woertz vom Golf-Forschungszentrum. Nun sei viel VERTRAUEN zerstört. Andere Vermögensverwalter bezeichneten das SIGNAL aus Dubai als SCHOCKIEREND. (…)“

Wenn ein Wüstenscheuch f*rzt, p*rzeln die Aktienkurse:

„Zu den Gläubigern der staatlichen Holding Dubai World zählen einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge unter anderen Credit Suisse, Royal Bank of Scotland (RBS), HSBC, Barclays und Lloyds Banking. Die Aktien von RBS verloren in London 8 Prozent. Die HSBC-Titel gaben um 5,3 Prozent nach. Einem Credit-Suisse-Sprecher zufolge hat die Schweizer Großbank kein nennenswertes Dubai-Risiko. Der Aktienkurs brach trotzdem um mehr als 5 Prozent ein. Die Titel des Börsenbetreibers London Stock Exchange (LSE) verbilligten sich um 7 Prozent.(…) Unter Druck gerieten auch die Titel von Daimler (minus 4,2 Prozent) und die Stammaktien von Volkswagen (minus 4,3 Prozent). Noch deutlicher fielen die Porsche-Aktien mit 5,7 Prozent.“ (6)

Im Fall Dubai werden wir es wohl so machen wie die Russen im Fall Libyen, und den Orks ihre Schulden erlassen unter der harten Bedingung, daß sie dafür erstklassige Rüstungsgüter von uns als Geschenk annehmen (7). Im Fall Qatar, so fürchte ich jedoch, werden zuvor doch auch noch einige ein ganz böses Erwachen erleben, und ich könnte mir denken, dass Bahnchef Rüdiger Grube in nicht allzu ferner Zukunft zu ihnen gehören wird. „VERSICHERN“, „SICH VERLASSEN“, „SICH BEMÜHEN“, „VERTRAUEN“, das sind Begriffe, die, wenn man schon meint, mit Orks Geschäfte machen zu müssen, völlig verfehlt sind. Die Frage ist nicht, ob sie dich über’s Ohr hauen wollen oder nicht, und auch nicht die, ob sie es schaffen (sie schaffen es), die Frage ist nur die Höhe des Schadens, mit dem du aus dem „Geschäft“ aussteigen kannst. Laß es lieber! Die AUSPIZIEN, am Klondike einen Batzen Gold zu finden, der vor 111 Jahren von den hunderttausend Diggern dort übersehen worden ist, sind ungleich besser!

Time am 26. November 2009

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Nachtrag 2.12.09: Der Scheich sagt “Ätsch“ - FAZ, 30. November: „Die Regierung von Dubai hat bekräftigt, dass die Schulden des Staatskonzerns Dubai World NICHT durch den Staat garantiert sind. Der Finanzminister des Emirats, Abdurrahman al Saleh, sagte am Montag nach der Schließung der Börsen in Dubai und Abu Dhabi dem lokalen Fernsehen, Dubai World sei KEIN Teil der Regierung. Die Gläubiger müssten SELBST die Verantwortung für die Mittel übernehmen, die sie Dubai World gegeben hätten. Die Regierung habe Dubai World unter der Prämisse gegründet, dass das Unternehmen auf der Grundlage der Wirtschaftlichkeit seiner Projekte fremde Mittel aufnehme. Er forderte die Gläubiger auf, ihren Teil zur Sanierung von Dubai World beizusteuern. Dubai World ist AUSSCHLIESSLICH im Besitz des STAATS Dubai. Seine Verbindlichkeiten werden auf 59 Milliarden Dollar geschätzt. Viele Gläubiger hatten darauf gesetzt, dass die Verbindlichkeiten durch das Emirat garantiert seien – selbst wenn die Verträge, die sie unterzeichnet hatten, dies ausdrücklich ausschlossen. Die Regierung des Emirats vertritt die Auffassung, die Unternehmen agierten als selbständige wirtschaftliche Einheiten. Da die Grenzen zwischen Staat und Privatwirtschaft FLIESSEND sind, rechneten viele dennoch mit einer Staatsgarantie. (…)“

Projekt Kloranwäsche

26. November 2009 von Time


Ich bin, wie Sie wissen, in Bezug auf den Kloran ein arger und entschlossener Wüterich. Da ich nun unlängst behauptete, daß auch Faschisten mal recht haben könnten (1), ist sicher auch die Frage nicht ganz unberechtigt, ob der Kloran wirklich so durch und durch verdorben und schmutzig ist, wie ich es stets darlege, oder ob dort nicht auch der eine oder andere passable oder gar freundliche Vers zu finden ist.

Im Interesse, „Brücken zu bauen“ zwischen dem Mohammedanismus und dem Westen (Brücken, über die aber offenbar stets nur Einbahnstraßen führen dürfen), unternimmt der eine oder andere „Momo“ jedenfalls Versuche, den Kloran als ein Konvolut erscheinen zu lassen, das mit unser Verfassung und menschenfreundlichen Bürgergesellschaft vereinbar sei. So, wie er dasteht, ist er aber offenbar so schmutzig, daß ihn sich kein „Momo“ anziehen mag, ohne zunächst weitreichende Säuberungen an ihm vorzunehmen. Da werden aus dem „Gewand“ quasi besonders dreckige Teile herausgeschnitten, Äußeres wird nach innen gekehrt und neu „vernäht“, es findet auch mindestens eine „Neuübersetzung“ statt, es bedarf mit anderen Worten einer sogenannten, gründlichen „Kloranwäsche“ (vergl. 2).

Ein eher grobes Reinigungsverfahren, nach dessen Abschluss der Kloran ziemlich eingelaufen war, wandten Rabeya Müller und Lamya Kaddor bei ihrem „Koran für Kinder und Erwachsene“ an. „Die Magna Charta westlicher Werte entstand vor rund 1400 Jahren in der Wüste Arabiens. Erstmals in der Weltgeschichte verkündete damals eine Schrift die Ehrfurcht vor allem Leben, kritischen Forschergeist, feministische Kampflust, umfangreichen Minderheitenschutz und einen interreligiösen Dialog im ‘Du bist o.k., ich bin o.k.’-Stil. Dieses Dokument ist der KORAN. Ärgerlicherweise ignorieren aber viele Zeitgenossen dessen Botschaft – entweder weil sie seine Lektüre allzu zäh finden, oder aber weil sie ihn missverstehen…“, dies in etwa war zumindest die Darstellung der Autorinnen, wie die „Welt“ am 14.4.2008 unter dem Titel „Koran light…“ feststellte (3). Da war ihnen aus dem Lager der Nicht-Ganz-So-Moderaten-Mohammedanisten (sog. „Nigasomomos“) nicht ganz so überraschend aber ein stürmischer Wind entgegengeweht. Die Nigasomomos rieben „sich vor allem daran, dass die Verfasser das von Gott (VON ALLA, ANGEBLICH, T.) persönlich herabgesandte Wort wie einen Steinbruch benutzen. Denn die einzelnen Koranverse werden in dem Lesebuch neu gruppiert und nach Themen wie „Schöpfung“, „Mitmenschen“ oder „Vorbildliche Frauen“ sortiert. Und viele der 6000 Koranverse fallen der Auswahl sogar ganz zum Opfer“, meinte auch die „Welt“ zu Unrecht empört. Müller und Kader versuchten der Ächtung durch ihre Community mit dem Argument entgegenzutreten, ihr Lesebuch solle „ja zum Originalkoran hinführen, aber auf keinen Fall unser (!, T.) Heiliges Buch ersetzen“. Das Resultat war eben also ein Kloran light, ein Baby-Kloran, ein „Irgendwie-halt-eben-auch-ein-Stück-weit-Kloran“.

Mit ungleich größerem Anspruch ging Ahmad Milad Karimi zu Werke, wie man vorgestern am 24. November von der obskuren Zeitung „Freitag“ erfahren konnte, die mir tendenziell zu intelligent erscheint, um noch als Dimmi-Produkt durchgehen zu können (4). Lesen Sie ein interessantes Interview von Eren Güvercin (5) mit einem Kloran-Neu-Übersetzer, dem das „Poetische“, „Atmosphärische“ und „Musikalische“ des Korans besonders wichtig erscheint.

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GEBEUGT vor GOTT (gebeugt mag zutreffen, aber gemeint ist ALLA, T.)

Ahmad Milad Karimi hat den Koran neu ins Deutsche übersetzt. Augenmerk lag auf der poetischen Dimension der heiligen Schrift des Islam. Ein Gespräch

Freitag.de: Herr Karimi, es gibt ja mehrere Übersetzungen des Koran ins Deutsche, etwa von Paret oder Khoury. Welchen Sinn kann eine neue Übersetzung ins Deutsche haben? Was unterscheidet Ihre Übersetzung von den anderen?

Ahmad Milad Karimi: Zunächst muss man sagen, dass jede Zeit seine neue Übersetzung braucht. Das ist grundsätzlich festzuhalten. Auf der anderen Seite hat meine Übersetzung im Unterschied zu den schon vorhandenen Übersetzungen, die philologisch sehr genau sind, das erklärte Ziel auch die Form des Koran in die deutsche Sprache zu vermitteln, sozusagen darauf hin zu schauen, in welcher Form der koranische Text oder die koranische Botschaft vorgetragen ist.

Sie haben in Ihrer Übersetzung darauf Wert gelegt, das Poetische und Atmosphärische des Korans in den Vordergrund zu stellen. Wie ist das Ihnen gelungen? Wie sind Sie vorgegangen bei der Übersetzung?

Karimi: Ich habe hörend übersetzt, so dass ich die einzelnen Verse immer wieder angehört habe, um überhaupt in die Atmosphäre hineinzukommen, und dann habe ich versucht den Rhythmus herauszufinden, und dann habe ich versucht rhythmisch und so fern es ging auch in Reimformen, die einzelnen Verse zu übersetzen, in dem ich auch versucht habe, die Wortstellung nachzuahmen. Das heißt, wenn Adjektive im Arabischen nachgestellt sind, habe ich soweit es ging das ins Deutsche so übertragen. Das mag merkwürdig klingen, aber das hat auch einen theologischen Sinn. Der Koran ist voller Spannungen. Wenn da z.B. gesagt ist: „Leite uns den geraden Weg“, dann ist dieser Satz unglaublich langweilig. Der Satz hat keine Spannung, kein Reiz. Aber wenn sie den Satz auf arabisch hören, dann würde es so heißen: „Leite uns recht auf dem Weg, den Geraden.“ Man hat also eine Situation von Sprecher und Zuhörer, der erst mal hört, leite uns recht auf dem Weg, und dann ist eine Atempause, und dann den Weg der Geraden. In dieser Form versuche ich, dem Poetischen gerecht zu werden.

Sie sagen, dass der Koran kein Lesebuch sei. Was meinen Sie damit?

Karimi: Der Koran ist eigentlich etwas vorzutragendes, zu singendes, zu hörendes. So wurde der Koran auch offenbart. Der Koran ist nicht Koran im echten Sinne, wenn er auf dem Bücherregal liegt, sondern erst dann, wenn er vorgetragen wird. In diesem Augenblick ereignet sich die Gegenwart Gottes. Es ist der Gott, der durch mich hindurch spricht. Und dieser Augenblick ist der Augenblick der Offenbarung. Die Muslime rezitieren deswegen der Koran gerne, weil sie nichts anderes machen, als diese eigene Offenbarungssituation zu vergegenwärtigen, so dass der Koran immer ewig bleibt.

Wie alt waren Sie, als Sie den Koran lesen lernten?

Karimi: Als SECHSJÄHRIGER habe ich in Afghanistan in einer Moschee, in einer Koranschule BEWUSST den Korangesang kennen gelernt.

Wie wurde es vermittelt? Bei Koranschulen denken viele Menschen an etwas anderes, als dass Kinder dort den Korangesang lernen…

Karimi: Das ist eigentlich sehr WITZIG, während heute die Koranschulen in Verruf geraten sind, muss man wirklich darauf hinweisen, dass diese Schulen eigentlich etwas ganz anderes wollen. Sie wollen gar nicht den INHALT vermitteln. Das ist gar nicht deren Aufgabe. Sie müssen sich das so vorstellen, als wäre das im profanen Sinne eine Art Gesangsunterricht. Man geht hin, man fragt nicht, was bedeutet dieser Vers, sondern man lernt erstmal Singen. Das ist Tajwid, das ist die Lehre der Schönmachung. Deswegen ist es auch so, dass der Imam oder der Lehrer vorträgt, und alle sprechen nach. Und wenn jemand etwas falsch gemacht hat, müssen es alle wiederholen, wie in einem Chor. Genau so haben wir erst einmal dort den Korangesang gelernt, um dann später im Religionsunterricht den Inhalt vermittelt zu bekommen. Zunächst ging es überhaupt nicht um den Inhalt.

Viele Muslime rezitieren den Koran, ohne dass sie ein Wort Arabisch können. Wie können diese Gläubigen denn Zugang zu der koranischen Offenbarung haben?

Karimi: Das ist doch EIGENTÜMLICH, was sie hier ansprechen, nicht wahr? Die MEISTEN Muslime heute in der ganzen Welt, die Mehrheit der Muslime sind der arabischen Sprache NICHT mächtig, und DENNOCH werden sie nicht nur von der Stunde ihrer GEBURT bis zum TODE vom Koran begleitet, sondern sie sind GERÜHRT und BERÜHRT vom Koran. Ja, warum? (weil Apostaten ermordet werden? T., Nein…) DESHALB, weil der WUNDERCHARAKTER des Koran zunächst nicht darin liegt, was dort STEHT, wie merkwürdig das auch klingen mag, sondern es ist das Koranische, das BEWEGUNG (die Rezitation, der Ausdruckstanz, T.). Wenn sie so wollen, der Islam ist eine ganz eigenwillige Weltreligion, der seine Wurzel, sein Fundament in der POESIE und ÄSTHETIK hat (dem MEUCHELMORD an Poeten und Sängern durch Klo, T.). Das kann KEINE wirkliche Weltreligion für sich in Anspruch nehmen. Wenn sie dies im Kopf haben, und all die Bilder, die wir heute vom Islam vermittelt bekommen, dann hat man einen krassen Widerspruch. Wie kann eine so GEWALTTÄTIGE, Frauen UNTERDRÜCKENDE Religion, eine so INHUMANE und NICHT AUFGEKLÄRTE Religion überhaupt mit Poesie in Verbindung gebracht werden? (The answer is blowing in the wind, T.:) Islam heißt nicht Friede im Sinne von passiv sein, sondern aktiv, und zwar aktiv und beweglich in einem poetischen Sinne. So verstehe ICH den Islam und versuche für einen modernen Islam durch meine Übersetzung auch GERADE in der DEUTSCHEN Gesellschaft, gerade für die (Orks, T.), die kein Arabisch können, eine Art Schattenwerk (Schutzbehauptung, T.) darzulegen, das GEMEINSAM mit dem EIGENTLICHEN KORAN die moderne GESELLSCHAFT mitGESTALTET (tststs, den Gedanken, daß der Fieslahm unbedingt die moderne, also westliche Gesellschaft gestalten muß, also politische Kraft sein muß, kriegt ein Ork einfach nicht aus dem Kopf, T).

Was für eine Rolle kann überhaupt eine Koranübersetzung beim besseren Verständnis des Islam spielen?

Karimi: Die TÜRKISCHEN Mitbürger etwa lesen den Koran auf arabisch. Was machen sie, wenn sie in der Schule sind? Wie können sie über Religion reden, oder über diese Ästhetik und Poesie des Koran? Sie können das gar nicht, weil sie das gar nicht vermitteln können. Mein Versuch ist es, dass sie durch diese Übersetzung darüber reden können. Das ist nicht adäquat, aber sie können darauf hinweisen, schau mal, so kann sich das anhören. Das heißt keine Parallelwelt mehr weiterführen, sondern versuchen die Parallele zu durchbrechen, in dem sie ihnen sozusagen durch die deutsche Sprache hindurch, die sehr kraftvoll und schön sein kann, die reine Religiosität selbst verstehen und vermitteln können (Die türkischen Orks sollen also mit Hilfe der neuen Übersetzung befähigt werden, ihre Parallelwelt zu verlassen, um den Kloran in die westliche, deutsche Gesellschaft zu tragen, T.).

Es gibt ja Passagen oder bestimmte Begriffe, über die immer diskutiert wird, die oft als problematisch gesehen werden. Wie sind Sie mit diesen Stellen umgegangen?

Karimi: Es ist eigentlich eine ganz eigentümliche Sache, weil ich nichts anderes gemacht habe, als philologisch genau zu sein. Philologisch genau bedeutet, genau hin zu schauen, was da steht, wie zum Beispiel – es ist auch verblüffend für mich selbst – das Wort „die Ungläubigen“ kommt als Substantiv im Koran nicht einmal vor, wie auch der Begriff „Heiliger Krieg“ (Also, das ist jetzt aber echt ein Ding, T.).

Waren die bisherigen Übersetzungen in diesem Punkt dann falsch oder zu ungenau?

Karimi: Auf der einen Seite tendenziös, und auf der anderen Seite vielleicht auch bestimmt durch eine ganz bestimmte Atmosphäre. Wenn sie gerade die Paretsche, ja bahnbrechende Übersetzung sich anschauen, für Dschihad steht da wirklich der „heilige Krieg“. Er spricht auch von Heiden. Was sollen denn Heiden sein? Oder andere Übersetzungen sprechen von Polytheisten. Man könnte natürlich den Begriff „Heiliger Krieg“ ins Arabische übersetzen, das würde harb ul-makaddas heißen, aber das ist in keiner Weise Dschihad (Was aber heißt denn nun JIHAD? Anstrengung, ja schon klar, wobei die edelste Anstrengung aber im Krieg gegen die Feinde des Fieslahm besteht, und der Tod darin die einzige sichere Garantie auf einen Platz im Paradies ist. Und wenn die Übersetzung „Ungläubige“, „Heiden“ oder „Polytheisten“ falsch ist, welches ist dann die richtige? Aha, schlau, schlau, wir müssen erst das Buch erwerben, um diese Rätsel zu lösen, zum Fast-Geschenkt-Preis von nur noch 49,95 Euro bei Herder. Der „Freitag“: „Die edle und prächtige Gestaltung ist außergewöhnlich. Endlich entspricht in einer deutschen Übersetzung auch die äußere Form der Sprachschönheit des Textes.“ Na denn, T.). Ich habe keinen etwa KORAN LIGHT zusammengestellt, ohne Prügelverse und so, sondern ich habe genau hingeschaut, was da steht (Und, was steht da bei den Prügelversen? Daß sie „symbolisch“ mit Zahnbürsten durchgeführt werden sollen? T.). Wäre der Koran eine Art Werkzeugkasten, so dass man Instrumente daraus nehmen könnte, was man gerade braucht, dann schon. Man kann so den Koran interpretieren und politisieren, aber nur dann wenn man den Koran nicht POETISCH-ÄSTHETISCH versteht.

Wie können dann bestimmte Ideologien, die es ja unter den Muslimen gibt, ihre gewalttätige und unterdrückende Gesinnung durch Verweise auf den Koran stützen?

Karimi: Das machen die meisterhaft. Gerade weil der Koran offen ist, gerade weil der Koran Begrifflichkeiten verwendet, die mehrdeutig sind, kann man daraus SEHR VIEL machen (etwa AUCH ein POETISCH-ÄSTHETISCHES Werk? T.). Man kann JEDES Werk, wenn ich das so sagen kann, pervertieren. Das wurde in der Geschichte oft genug gemacht. Man hat auch im Namen der Bibel und des Kreuzes Kriege geführt, wohl gemeint für eine Religion der Liebe (Wenn das schon im Namen eines Buches geschehen kann, der Bibel, die die Liebe predigt, um wieviel einfacher ist das mit einem Buch, das dem Niedrigen im Menschen huldigt! T.). Wenn die Einstellung politisch ist, dann ist schon Vorsicht geboten (Si! T.). Der Koran ist KEIN Politikum. Der Koran IST auch KEIN Gesetzbuch (Schön wär’s, s.o.! 1,5 Mrd. Mohammedanisten irren sich, aber der kleine Ahmad (übrigens Kurzform von Mohammed) blickt durch: „Ich will Prophet sein anstelle der Propheten…“ T.). Nur acht Prozent der Verse kann man rechtlich relevant deuten (Das sind mit fast 10% aber erheblich mehr als die vorhin behaupteten 0% , T.). Diese sind aber auch sehr offen und wiederholend (So offen wie 5/42, S. 117, Recl.: „Und der Dieb und die Diebin, schneidet ihnen die Hände ab als Lohn für ihre Taten. Dies ist ein Exempel von Alla…“? Oder NOCH offener? T.). Was sind 92 Prozent sonst? Das sind Geschichten, das Allegorien, das sind Sprachbilder, Metaphern und philosophische Gedanken, theologische Gedanken, Religionsgespräche. Also ganz WUNDERBARE Sachen, die man auch alltäglich rezitieren und GENIESSEN kann.

Was die Ideologen machen, ist sehr gravierend. Sie erheben den Anspruch, genau zu wissen, was im Koran steht. Das ist der Fehler, und das ist ein ISLAMISCHER Fehler (Bravo! T.). Denn man darf nicht Schirk treiben, also nicht neben Gott etwas anderes stellen. Und wenn man sicheres Wissen behauptet, dann behauptet man ein Wissen, was nichts neben sich sein lässt. Die spielen Gott, und verfehlen ihre Religiosität darin, dass sie genau meinen, was da steht, und was Gott von einem will. Es ist gerade koranisch, nichts zu sagen ohne Vorbehalt. Deswegen sagen wir Muslime immer Inscha’allah, wenn Gott will. Nichts geschieht, kein Blatt rührt sich, wenn nicht Gott will, aber auch mein Verständnis von Koran und vom Islam. Allein schon ob es den einen Gott gibt, Inscha’allah gibt es den einen Gott. Denn zu meinen, ich weiß sicher wie Gott selbst, dann habe ich mich neben Gott gesetzt. Der Islam ist nicht ohne Grund eine RELIGION DER BESCHEIDENHEIT (Klar, bloß: Ihre alle ANHÄNGER einschließlich des kleinen Ahmads sind ausnahmslos UNBESCHEIDEN, T.). DER MUSLIM IST GEBEUGT, gebeugt vor Gott (NEIN! Höchstens mal vor ALLA! Durch Klo! T.). Das finde ich SCHÖN.

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Gardinenstange räsonnierte bekanntlich über die hohe „Kunst“ des Selbstmordattentats (6), und ich bin mal wieder erstaunt über die hohe Kunst des Drumherumredens und Ausweichens, die in der Regel der hohen Kunst des Dolchstoßes in den Rücken vorausgeht. An-Na’im, Tibi, Kermani, Karimi, das sind günstigstenfalls Kriegsgewinnler und Scharlatane (7). Mit Sicherheit aber verkleistern sie die Ohren und Augen unserer unentschiedenen Mitbürger, lassen die glauben, was die glauben wollen und geben ihnen das Gefühl, „von Herzen“ geliebt zu werden. Schlimmstenfalls sind sie die, die die Tore öffnen werden. Aber bis dahin binden sie uns einen Bären auf, oder auch zwei, Hauptsache der Euro rollt. Und da wird aus einem ganz normalen, jungen afghanischen Burschen dann rechtzeitig zur aktuellen Buchpräsentation eines dieser fürchterlichen struppigen Monster (8). Wir aber suchen weiter im Kloran nach etwas, das ihn zu mehr macht als Hitlers „Mein Kampf“, zu mehr als dem dreckigen Manifest eines perversen Irren!



Time am 26. November 2009

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(1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/22/auch-faschisten-konnen-mal-recht-haben/
(2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/09/21/die-doner-connection/
(3) http://www.welt.de/politik/article1901094/Koran_light_ohne_Pruegelvers_und_Jungfrauen.html
(4) http://www.freitag.de/kultur/0946-koran-uebersetzung-interview und http://www.freitag.de/kultur/0946-koran-uebersetzung-interview?p=2
(5) http://erenguevercin.wordpress.com/ sehr aufschlussreicher Blog der Interviewerin
(6) http://www.welt.de/print-welt/article176827/Kunst_des_Maertyrertums.html
(7) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/27/an-na’ims-medicine-show/ und http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/the-fabulous-gitmo-freak-show/
(8) http://www.miladkarimi.de/

Die Kunststunde IV. – Mit Satan ins Museum

24. November 2009 von Time

„Highway to Hell“? Nein, Video-Kunst von Abdulnasser Gharem: „The Path“.

Im Berliner Gropiusbau ist bis zum 18. Januar nächsten Jahres die Ausstellung „Taswir. Islamische Bildwelten und Moderne“ zu bestaunen (Taswir bedeutet im Rabiatischen, Persischen und Türkischen „Bild“, „sich ein Bild machen“, „abbilden“, „bebildern“ – die Methode hinter diesem Titel ist evident: Wir sollen auf Teufel komm raus Rabiatisch lernen. Latein ist out, schick ist der, der ein paar orientalische Vokabeln mal eben locker ins Gespräch einfließen lassen kann). Diese Ausstellung scheint zunächst insbesondere eine Provokation innerhalb des Kunstbetriebes darzustellen, indem sie sich selbst zu einem Kunstwerk erhebt, insofern sie die Arbeiten der beteiligten Künstler im Sinne der „Collage“ zu einem übergeordneten Ganzen arrangiert. Niklas Maak berichtet darüber in der heutigen FAZ:

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Ich assoziiere dir mal was

Was dürfen Kuratoren mit Kunst machen? In Berlin sucht man den Geist „islamischer Bildwelten“ ganz poetisch

Dies ist eine Ausstellung über einen Konflikt. Es ist ein Konflikt, der nichts mit dem Thema der Schau zu tun hat, die nach Ausdrucksformen „islamisch geprägter Bildwelten“ in Geschichte und Gegenwart fragt und natürlich auch zahlreiche politisch-religiöse und ästhetische Konflikte reflektiert. Der Konflikt, der im Berliner Gropiusbau sichtbar wird, betrifft die Frage, wie man Ausstellungen macht – und was Kuratoren mit Kunst tun dürfen.

Die Schau, die sich in achtzehn Themenräumen (Themenraum #1 ist – natürlich – dem Kloran gewidmet, T.) vor allem den Echos von Kalligraphie, Ornamentik und Miniaturmalerei in der Gegenwart widmet, hat zwei Kuratoren: Almut Bruckstein Coruh, die vor fünf Jahren die Rudolf-Arnheim-Professur der Humboldt-Universität innehatte und jetzt das „Ha’ Atelier“, eine „Werkstatt für Kunst und Philosophie“, leitet (1), und den Kunsthistoriker und Altertumsexperten Hendrik Budde. Er war in der Ausstellung, die historische Korane des elften Jahrhunderts und andere Objekte einer „islamischen Welt“ mit fünfzig Werken zeitgenössischer Kunst konfrontiert, vor allem für die historischen Exponate zuständig und ist eher an einer ikonographisch nachvollziehbaren Geschichte seiner Preziosen interessiert. Bruckstein Coruh stellt die Exponate dagegen zu einem „poetischen“ und „assoziativen Parcours“ zusammen – ein Verfahren, das zurzeit in Mode ist, wie etwa die letzte Documenta zeigte: Nach visuellen Korrespondenzen, die die Kuratorin für sich entdeckt, werden Dinge zusammengebracht, die bisher keinerlei inhaltliche Bezüge hatten.

Wo die glänzenden Seiten eines Goldkorans aus dem elften Jahrhundert so hell reflektieren, dass es aussieht, als sei der Lesende von einem inneren Licht erleuchtet, stellt die Kuratorin etwas Goldstrahlendes dazu, das nichts mit islamischen Bildwelten zu tun hat, nämlich Wolfgangs Laibs Pigmenthaufen „Fünf unbesteigbare Berge“. Wo eine phantastische osmanische Kalligraphie des sechzehnten Jahrhunderts schwungvoll kurvt, wird gegenüber die 2006 entstandene Arbeit der Syrerin Buthayna Alis „We“ aufgebaut – beschriebene Schaukeln, die den Text wortwörtlich schwingen lassen.

Im besten Fall führen diese „visuellen Korrespondenzen“ zu einem assoziativen Funkenschlag, von dem die Veranstalter nur hoffen können, dass er sich bei möglichst vielen Besuchern auch einstelle; im schlechtesten wird das eine Werk zum Hinweisschild auf die Qualitäten des anderen: Bitte auch links auf goldgelbe Dinge achten! Die subjektive, assoziative Anordnung rückt den Kurator in eine Künstlerrolle; er gruppiert die Arbeiten zu einem Metawerk. Das mag man mögen oder nicht; problematisch wird es aber, wenn man dieses Kunstwollen des Kurators mit Wissenschaft verwechselt und hinter den individuellen, durchaus auch esoterischen Formassoziationen eines Kurators tatsächlich „Wesensverwandtschaften“ überkulturell und überzeitlich gültiger Gestaltprinzipien in islamischer und okzidentaler Kultur vermutet.

Zu den Vorzügen dieser Ausstellung gehört es, dass sie mit dem Klischee eines islamischen Bilderverbots aufräumt. Die hier jenseits assoziativer Feinsinnigkeiten umrissene Geschichte der Kalligraphie führt mit Beispielen, die bis in die Gegenwart führen, die Schwellenspiele von Künstlern vor, die, wie Murat Morova, in ihren kalligraphischen Landschaften die Linien erst zu Buchstaben und dann nahtlos zu Figuren werden lassen. So wechselt die Zeichnung wie ein semiotisches Kippbild zwischen figürlicher Präsenz und sprachlicher Repräsentation, das Bild wird Wort und umgekehrt. Man sieht Akten der Umschreibung zu – im doppelten Sinn als Metaphernproduktion und Veränderung der Tradition. Deutlich wird anhand der wechselhaften Geschichte von Mohammed-Bildern verschiedener Völker und Zeiten, dass „die“ islamische Welt ebenso ein Kampfbegriff kreuzzüglerisch veranlagter Nordwesteuropäer ist wie die „islamische Kunst“ eine nachträglich, im neunzehnten Jahrhundert, aus nichtmuslimischen Museumskreisen an die Objekte herangetragene Kategorisierung. Auch heute – und auch in der Berliner Ausstellung – machen solche georeligiösen Zuordnungen Probleme: Ist Mona Hatoums Rauminstallation „Light Sentence“ von 1992, ein Raumlichtkunstwerk aus Drahtgitterschränken, zwischen denen Glühbirnen sich bewegen und die Schatten in eine wankende, glitzernde Schattenscheinbauwelt verwandeln, nun etwas, das sich erhellend aus dem Kontext „islamischer“ Bildwelten erklären lässt?

Was für die Ausstellung spricht, ist neben den großartigen, selten zu sehenden historischen Exponaten die Menge interessanter Arbeiten wenig bekannter syrischer oder türkischer Künstler wie Susan Hefuna, die traditionelle halbdurchsichtige Raumtrenner neu interpretiert, oder Hale Tenger, der die wehenden Gardinen eines Beiruter Hotels filmt, dessen Scheiben bei einer Explosion brachen.

Anderes irritiert. Ein Katalogbeitrag von Abdul-Rahim Al Shaikh widmet sich William Forsythes Tanzperformance „Human Writes“ sowie Israels Verhalten gegenüber Palästina. Der Autor zitiert dabei Pamphlete, die über eine politische Kritik an Verstößen israelischer Soldaten und Politiker gegen die Menschenrechte deutlich hinausgehen und eindeutig antisemitisch (gemeint ist antijüdisch und antiisraelisch, T.) argumentieren. Unter diesem Katalogbeitrag wird, wie bei einem Wahlwerbespot, zu dessen Ausstrahlung man verpflichtet war, vermerkt, dass „die Berliner Festspiele nicht die in dem Text vertretenen“ Auffassungen teilten. So eine Distanzierung des Veranstalters von seinem Kataloginhalt ist ungewöhnlich und wirft einige Fragen auf – etwa die, ob der Hauptstadtkulturfonds, der Medienpartner Tagesspiegel, die DFG und andere Fördermittelgeber (wie beispielsweise die Allianz-Versicherung - 2, T.) sich nicht davon distanzieren oder nur nicht um ihre Meinung zu diesem Stück gebeten wurden (Ich denke, es wird so sein wie bei FAZ-Ali1 Hermann (3), der Judenhass ist ihnen schon so selbstverständlich geworden, daß sie ihn gar nicht bemerken, T.).

Über den Erkenntnisgewinn einer assoziativen Zusammenschau visueller Korrespondenzen, wie sie die Berliner Ausstellung vorführt, kann man ebenfalls streiten. Künstler, die selbst das Problem schwingender Formen umtreibt, könnten sich an der Gegenüberstellung von Schaukeln und schaukelnder Schrift freuen; wer sich für Herkunft, Tradition und Wandel der gezeigten Formen interessiert, ist mit dem Katalog besser bedient.

Erst dort, in einem lesenswerten Aufsatz von Silvia Naef, erfährt man mehr über die Ikonographie kalligraphischer Traditionen in der Moderne: In Iran etwa bildete sich 1963 im Umfeld des Künstlers Hossein Zenderoudi eine Gruppe namens Saqqakhaneh, die auf Kalligraphisches zurückgriff, um die moderne, internationale gestische Abstraktion mit einer spezifisch persischen Tradition kurzzuschließen. In der Türkei galt die scheinbar „moderne“, abstrakte Malerei als politische Kritik an der staatlich betriebenen Verwestlichung der lokalen Kultur: Mit den kemalistischen Reformen ersetzte das lateinische Alphabet das arabische; dass die verbannte Schrift, die osmanische Kultur in der „westlich“ wirkenden abstrakten Malerei weiterlebte, gehört zur Dialektik, die das politkulturelle Verhältnis von Tradition und Moderne in diesen Ländern bis heute prägt.

Zu solchen politisch-ikonographischen Zusammenhängen hätte man gern mehr erfahren. So aber muss man sich leider mit dem Glanz der Exponate und mehr oder weniger glänzenden Formassoziationen trösten.

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Es spricht natürlich für die FAZ bzw. Niklas Maak, daß man sich anders als andere Publikationen nicht vollständig in Begeisterungsstürmen ergeht, sondern die Aufmerksamkeit kritisch auf eine in einer derartigen Ausstellung mit Sicherheit zu erwartende israelfeindliche Haltung richtet, aber dabei bleibt es leider. Für den Counterjihadi hingegen ist ab hier der Verdacht schon fast hundertprozentige Gewissheit, dass wir es mit einer mohammedanistischen Unterwanderungsveranstaltung zu tun haben. Es scheint um den Mohammedanismus UND den Westen zu gehen, aber selbstverständlich ist der erste der achtzehn Räume dem Kloran gewidmet. „Ein kleines kalligrafisches Kabinett mit herrlichen kufischen Werken, die Fläche wird zur schwebenden Räumlichkeit. Das Prachtstück kommt aus Paris aus der Bibliothèque Nationale: ein nordafrikanischer Purpur-Koran des 14. Jahrhunderts, die Suren sind mit silberner Tinte geschrieben, die Namen der Verse mit Gold herausgehoben,“ schwärmt der Tagesspiegel (4). Die Redakteure verwechseln da was: Es sind die stets rastlosen Nomaden, die allein durch den beruhigenden Glanz des Goldes Ruhe finden – den christlichen Städter lässt sowas eher kalt (zumal den, der weiß, was für ein gräßliches Zeug darin steht).

„Zu den Vorzügen dieser Ausstellung gehört es, dass sie mit dem Klischee eines islamischen BILDERVERBOTS aufräumt,“ meint Maak, aber er irrt. Er wendet sich gegen eine unterstellte Fieslahmofobie, die so nicht existiert. Das Bilderverbot aber ist ebenso eine glasklare kloranische Aussage wie historische Tatsache. In 5/92, Recl. S.124 z.B. heißt es: „O ihr, die ihr glaubt, siehe, der Wein, das Spiel, die BILDER und die Pfeile sind ein Gräuel von Satans Werk. Meidet sie; VIELLEICHT ergeht es euch wohl.“ Auf Alla ist bekanntlich Verlaß – oder auch nicht. Daß mit Bildern NICHT Schrift oder Ornamentik gemeint sind, sondern die FIGÜRLICHE Darstellung, geht aus dem weiteren Kontext des Kloran hervor, in dem an zahlreichen Stellen die bildliche Darstellung Allas verdammt wird, der den Menschen gebildet habe und somit quasi der einzige Bildner sein dürfe. Daß mit Bildern im zitierten Vers NICHT Götzenbilder sondern Bilder aller Art gemeint sind, geht wiederum m.E. daraus hervor, daß sie hier in einer Reihung mit Wein, Spiel und Losen (Pfeilwerfen) genannt werden. Grade die hohe Entwicklung von Kalligrafie und Ornamentik (i.e. Sublimierung) zeigt deutlich, daß die Verbotswut des Mohammedanismus sich gegen die figurative Abbildung richtet – und insbesondere gegen den Realismus. Natürlich gibt es nicht nur an der Peripherie mohammedanistischer Herrschaft hin und wieder mal eine Darstellung eines menschlichen Körpers oder ein Portrait. Aber auch die im Internet sichtbaren Exponate der Ausstellung (auch die westlicher Künstler) sind ja ganz überwiegend nicht-figürlich (5), es geht bei der Masse der Exponate wie gehabt um Kalligrafie und Ornamentik. Vor etlichen Jahren hatte ich Kontakt zu verschiedenen Künstler- und Ateliergruppen, deren orientalische Mitglieder ebenfalls ausnahmslos nicht-figürlich arbeiteten. Die Gewagtesten unter ihnen waren Landschaftsmaler, und auch mir als Laien fiel auf, daß die gemalten Landschaften nie auch nur eine einzige beseelte Kreatur beherbergten.

Diese mohammedanistischen Prinzipien werden in der Ausstellung fortgeschrieben und sollen mutmaßlich in die Vorstellungen des westlichen Publikums implementiert werden. Das Mittel ist einmal mehr das seit langem bekannte und immer wieder erfolgreiche der Usurpation (6). „Die Aussteller wollen Verbindungen herstellen zwischen künstlerischen und philosophischen Gestaltungsprinzipien der klassischen islamischen Kunst und Werken der Moderne,“ weiß die „Deutsche Welle“ (7). Aber diese Behauptung minimiert „die Moderne“ auf einen winzigen Aspekt moderner, bildender Kunst. Sie verkennt, daß wesentliche Aufgaben, die einstmals exklusive Aufgaben der bildenden Kunst waren, nunmehr von Fotografie, Film oder Computerspiel aufgenommen werden, die ebenso (überwiegend figürlicher) Teil der Moderne sind wie die Malerei usw. Sie verkennt m.E. auch die Vielfalt moderner, bildender Kunst und Bildhauerei, die keinesfalls unter dem Begriff „Kalligrafie und Ornamentik“ oder „nicht-figürlich“ zu subsummieren sind (von Picasso über Helnwein zu Giger: kommerziell und stilistisch äußerst erfolgreiche „figürliche“ Künstler neben ebenso erfolgreichen „abstrakten“ wie Pollock, Serra usw. demonstrieren vor allem das eine Hauptthema der Moderne: die FREIHEIT. Michael Mayer (8): „Wenn der Islam wie auch das Judentum und nicht zuletzt das Christentum – unbenommen aller Binnendifferenzierungen zwischen den drei abrahamitischen Buchreligionen –, wenn der Monotheismus als Ganzes im Verbot gründet, sich ein Bildnis Gottes zu machen, gründet er auch im Wissen, dass dieses Verbot nur möglich ist im und als Bild. Auf grandiose, erregende, faszinierende Weise reagierten und reagieren islamische Künstler auf genau diese Dialektik, die, wieder unter anderen Vorzeichen, die Moderne kennzeichnet.“ Was für ein grandioser Schwachsinn, einzig geleitet von dem Interesse, den Mohammedanismus als mit Judentum und Christentum, mit der Moderne, dem Westen ähnlich, verbunden und gleich zu erklären. Mehr noch, der Westen erscheint in Mayers Darstellung als dasjenige Subjekt, welches sich nun endlich im 21. Jahrhundert dem nähert, was die „islamischen Künstler“ seit jeher auf  “erregende, faszinierende Weise“ kennzeichnet.

Michael Mayer ist jedoch mehr als ein Dimmi, er ist ein Ork-Agent, und er hat seinen Auftrag begriffen. Er schreibt: „… ist eine Ausstellung, die die VERMEINTLICHE Homogenität des SOGENANNTEN „christlichen Europa“ als ein KONSTRUKT denunziert, das nicht nur SONNTAGSREDEN ziert, sondern latent auch BÜRGERKRIEGE nährt.“ Die Vorstellung („Konstrukt“) eines „homogenen“, nach Ansicht Mayers nur angeblich „christlichen Europas“, macht Mayer als Ursache für zu erwartende Bürgerkriege verantwortlich, die zur Vermeidung eben dieser „DENUNZIERT“ werden muß. Selten deutliche Worte eines Orks: „Es lebe der DENUNZIANT“. Dass dem Westler hingegen tatsächlich eine einzigartige Homogenität bzw. Beschränktheit MOHAMMEDANISTISCHER Kunst um die Ohren gehauen wird, dass wir angehalten werden, Beschränktheit und Unfreiheit als Tugend zu begreifen, korrespondiert hier mit der subtilen Unterstellung, das Christentum sei für Bürgerkriege und Terror verantwortlich. Das ist angesichts der grausamen Realität in den mohammedanistischen Staaten und den vom Mohammedanismus seit Jahrhunderten in immer gleicher Manier angezettelten Bürgerkriegen an allen seinen Grenzen mehr als infam, es ist SATANISCH!

Time am 24. November 2009

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Ha’atelier , eine offensichtliche Unterwanderungsorganisation, die an keiner Stelle mohammedanistische Prinzipien hinterfragt. Im Beirat sitzt außer ein paar Alibijuden übrigens auch NAVID KERMANI („Hess.-Kulturpreis-Affaire“). Der Titel der Organisation soll übrigens eine Anlehnung an die israelische Zeitung Ha’aretz symbolisieren.

(2) http://www.allianz-kulturstiftung.de/projekte/bildende_kunst/taswir_2009/index.html

(3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/20/iran-schafft-sechs-sieben-somalias/

(4) http://www.tagesspiegel.de/kultur/ausstellungen/Taswir-Islam-Mitte;art2652,2940491

(5) z.B.: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-48423.html

(6) z.B.: http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/08/27/mohammedanistische-diabetiker/

oder: http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/09/18/die-judenverschworung/

(7) http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4864135,00.html

(8) http://www.artnet.de/magazine/reviews/mayer/mayer11-11-09.asp