Sira 3: Menschenopfer

Enthüllung! Die legendäre Biografie von Ibn Ishak… ist in Wirklichkeit von Ibn HISHAM. Und das kam so: Ishaks Großvater war als Sklave aus dem Irak nach Medina verschleppt worden (fesch, die beschönigende Wortwahl in Gernot Rotters Vorwort, der schreibt “… als Sklave nach Medina GESCHICKT”, wo er, sie ahnen es, schnell vom Islam überzeugt und daraufhin freigelassen wurde). Wie sein Vater und seine Onkelz, so wandte sich auch der junge Ishak der Klohamett-Forschung zu. Die provinzielle medinensische Szene vertrieb ihn jedoch bald nach Bagdad. Dort verfaßte er ein vierteiliges historisches Werk, dessen erster Teil treffend “der Anfang” hieß, der die Menschheitsgeschichte von Adam bis in die Zeit vor Klohamett behandelte, und der, falls es ihn gegeben hat, zum Glück seit 1300 Jahren fast gänzlich verschollen ist, ebenso wie Teil vier “die Kalifen” (Beschreibung der siebzig Jahre seit Klos Tod). Teil zwei “die Sendung” (dünn) und drei “die Kämpfe” (dick) sind leider erhalten. Und zwar deshalb, weil ein Schüler von Ibn Ishak namens al-Bakka’i (†799) die Teile zwei und drei nach Ägypten zu Ibn Hisham gebracht hatte, “und er gestaltete dieses Material zu jenem Buch um, das als DIE Sira (Vita) schlechthin bis heute die berühmteste Prophetenbiografie blieb.” Ein weiteres Beispiel für die Exaktheit der orkischen Wissenschaften.

Kapitel Eins liest sich wie ein sehr eingedampftes Telefonbuch, es enthält exakt 50 Namen, beginnend mit Mohammed endet die Reihe bei Adam und jeder ist Sohn des nachfolgenden (außer Adam natürlich). Schade eigentlich, dass die Araber, die ja bekanntlich in deutschen Kaufhäusern fünfzig Finger haben, auch nur bis 50 zählen können, sonst könnten wir noch ein paar Seiten mehr mit diesen ulkigen Orknamen lesen, “Arfak-h-stad-h”, “K-h-uzaima”, “Abdmanaf”, nee-oh-nee, die KANN man doch beim BESTEN Willen nicht ernstnehmen…

Vermutlich erzähle ich den meisten von Ihnen nicht Neues, wenn ich sage, dass die Bibel berichtet, dass Abraham seinen Sohn Isaak Gott opfern sollte (1. Mose/22). Gott wollte die Festigkeit von Abrahams Glauben prüfen. Als Abraham das Messer zur Schlachtung erhob, gebot der Engel Einhalt. Gott schwor Abraham ob seines Glaubens seine Nachkommen zu segnen, und er sprach: “… und durch dein Geschlecht sollen ALLE Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.” Wunderschön, wie ich meine. Dieser Text gilt als das Ende des Menschenopfers bei den Juden in einer Umwelt, die es begeistert praktizierte.

Lesen Sie jetzt im zweiten Sira-Kapitel:

ABDALMUTTALIBS GELÜBDE, SEINEN SOHN ZU OPFERN

“Einst gelobte Abdalmuttalib, der Großvater Muhammads: ‘Wenn mir zehn Söhne geboren werden und aufwachsen, bis sie mich schützen können, werde ich einen von ihnen GOTT (GOTT, T.?) bei der Kaaba opfern.’ Nachdem er zehn Söhne bekommen hatte und wußte, sie würden ihn schützen können, versammelte er sie und erzählte ihnen von seinem Gelübde. Er bat sie, sein Versprechen gegenüber Gott zu erfüllen. Sie STIMMTEN ihm ZU und fragten: ‘Aber wie sollen wir dies tun?’‘Jeder von euch‘, erwiderte Abdalmuttalib, ‘nehme einen Pfeil, schreibe seinen Namen darauf und bringe ihn mir!’

Dies taten sie, und Abdalmuttalib trat mit ihnen vor den Götzen HUBAL in der Mitte der Kaaba, wo dessen Götzenbild an einem Brunnen stand, in welchem man die Geschenke sammelte, die der Kaaba dargebracht wurden. Bei Hubal lagen sieben Pfeile, die beschriftet waren. So stand auf dem einen das Wort ‘Blutgeld’, und immer wenn man sich nach einem Mord nicht darüber einig war, wer das Blutgeld zahlen sollte, loste man mit den sieben Pfeilen, und derjenige, der diesen Pfeil zog, mußte das Blutgeld entrichten. Auf einem anderen Pfeil stand ‘Ja’ und auf einem dritten ‘Nein'; immer wenn man eine Entscheidung herbeiführen wollte, suchte man sie in den Lospfeilen, und je nachdem, ob der Pfeil mit ‘Ja’ oder jener mit ‘Nein’ gezogen wurde, handelte man. Auf den übrigen Pfeilen standen die Worte ‘er gehört zu euch’, ‘fremd im Stamme’, ‘er gehört nicht zu euch’ und ‘Wasser’. Wollte man nach Wasser graben, loste man mit den Pfeilen, darunter auch dem letztgenannten, und grub an jenem Ort, für den der Pfeil entschied. Wollte man einen Knaben beschneiden, eine Heirat durchführen, einen Toten bestatten, oder hegte man Zweifel über die Abstammung eines Mannes, zog man mit hundert Dirham und einem Schlachtkamel zum Götzen Hubal und gab es dem Priester, dem Herrn der Pfeile. Sodann brachten sie denjenigen heran, um den es ging, und sprachen: ‘0 unser Gott (wieso GOTT, das Vieh heißt doch HUBAL, T.!)! Dies ist der Soundso, der Sohn des Soundso, mit dem wir dies oder jenes tun wollen. Offenbare uns deshalb die Wahrheit über ihn!” Dann baten sie den Herrn der Pfeile, das Los zu werfen. Bei “er gehört zu euch” galt er als echtes Mitglied des Stammes, bei “er gehört nicht zu euch” wurde er als Bundesgenosse angesehen, und bei “fremd im Stamme” hatte er keinerlei Bindungen zu ihnen, weder von der Abstammung her noch durch ein Stammesbündnis. Immer wenn das Los in anderen Fällen “Ja” erbrachte, handelten sie entsprechend, und bei “Nein” schoben sie es um ein Jahr auf und brachten es dann ein zweites Mal vor. In allen ihren Entscheidungen richteten sie sich nach den Lospfeilen.

Abdalmuttalib nun sprach zum Herrn der Pfeile: ‘Wirf das Los über meine Söhne mit diesen Pfeilen hier!’ Und er erzählte ihm von seinem Gelübde. Dann gab ihm jeder seiner Söhne den Pfeil mit seinem Namen. Abdallah, der Vater Muhammads, war des Abdalmuttalib jüngster und liebster Sohn, und Abdalmuttalib hoffte, das Los werde nicht auf ihn fallen. Der Priester nahm die Pfeile. Abdalmuttalib aber stand beim Götzen Hubal und betete zu Gott. Doch das Los fiel auf Abdallah, und Abdalmuttalib nahm ihn an die Hand, ergriff das große Messer und brachte ihn zu den Götzenbildern des Isaf und der Naila, um ihn dort zu opfern. Da kamen die Quraish aus ihren Versammlungen und fragten ihn: ‘Was hast du vor, Abdalmuttalib?’ – ‘Ich will ihn opfern’, erwiderte dieser, doch die Quraish und auch seine eigenen Söhne baten ihn flehend: ‘Bei GOTT (wieso GOTT, das Vieh heißt doch HUBAL, T.!)! Opfere nicht deinen Sohn, bevor du nicht ein Sühnegeld angeboten hast. Sonst werden die Männer fortan immer ihre Söhne bringen und schlachten. Was wird dann aus den Menschen werden?’ Und Mugliira aus der Sippe Makhzum, dessen Großmutter aus Abdalmuttalibs Familie stammte, beschwor ihn: ‘Bei GOTT (wieso GOTT, das Vieh heißt doch HUBAL, T.!)! Opfere deinen Sohn nicht, bevor du nicht ein Sühnegeld angeboten hast. Wir würden unser ganzes Vermögen geben, um ihn loszukaufen.’ Und die Quraish und seine Söhne forderten ihn auf: ‘Tue es nicht! Sondern ziehe mit ihm nach Medina. Dort lebt eine Seherin, die einen Geist besitzt. Frage sie und handle entsprechend. Befiehlt sie dir, ihn zu opfern, so tue es. Entscheidet sie aber auf einen glücklichen Ausgang für dich und für ihn, so nimm es an.’

Da machten sie sich auf den Weg nach Medina, wo man ihnen sagte, die Seherin sei in Khaibar. Sie ritten weiter, bis sie bei ihr anlangten, und befragten sie. Abdalmuttalib erzählte ihr von sich und seinem Sohn, was er mit ihm tun wollte und was er gelobt hatte. ‘Laßt mich für heute allein’, bat sie sie, ‘damit mein Geist zu mir kommen und ich ihn befragen kann.’ Sie entfernte sich, und Abdalmuttalib betete wieder zu Gott (wieso GOTT, das Vieh heißt doch HUBAL, T.!). Als sie am nächsten Tag zu ihr zurückkehrten, sprach sie: ‘Ich habe die Botschaft empfangen. Wie hoch ist das Blutgeld bei euch?’ – ‘Zehn Kamele’, antworteten sie wahrheitsgemäß, und die Seherin fuhr fort: ‘So kehrt in euer Land zurück. Nehmt dort euren Gefährten und zehn Kamele und laßt die Lospfeile über sie und ihn entscheiden. Fällt das Los gegen ihn aus, so vermehrt die Zahl der Kamele, bis euer Herr zufrieden ist. Entscheidet das Los gegen die Kamele, so opfert sie an seiner Statt. EUER Herr (!, T.) ist dann zufrieden und euer Gefährte gerettet.’

Sie verließen die Seherin und kehrten nach Mekka zurück. Nachdem sich dort alle darauf geeinigt hatten, brachten sie Abdallah und zehn Kamele, während Abdahnuttalib beim Bilde HUBALS stand und zum Erhabenen GOTT (wieso GOTT, das Vieh heißt doch HUBAL, T.!) betete. Die Pfeile wurden geworfen, und das Los entschied gegen Abdallah. Da brachten sie weitere zehn Kamele, und Abdalmuttalib betete wieder zu Gott (wieso GOTT, das Vieh heißt doch HUBAL, T.!), doch das Los entschied erneut gegen Abdallah. So verfuhren sie weiter, und das Los entschied immer gegen Abdallah, bis HUNDERT Kamele erreicht waren. Erst dann fiel das Los auf die Kamele, und die Quraish und alle anderen riefen: ‘Nun ist dein Herr zufrieden, Abdalmuttalib!’ Doch Abdalmuttalib, so wird behauptet, entgegnete: ‘Nein, bei GOTT (wieso GOTT, das Vieh heißt doch HUBAL, T.!), erst wenn ich das Los noch dreimal habe entscheiden lassen.’ – So warfen sie erneut die Pfeile über Abdallah und die Kamele, während Abdalmuttalib zu GOTT (wieso GOTT, das Vieh heißt doch HUBAL, T.!) betete. Und dreimal entschied das Los gegen die Kamele. Da wurden diese geschlachtet und niemand daran gehindert, von ihrem Fleisch zu nehmen.”

Daraus, dass die Söhne der Opferung eines der ihren zunächst zustimmten, dann jedoch um Gnade für Abdallah baten, sehen Sie, dass die Geschichte vermutlich anders ausgegangen wäre, wenn es einen anderen getroffen hätte. Die Story stellt keinesfalls das Menschenopfer an sich in Frage und markiert auch nicht sein Ende, im Gegenteil wie wir heute wissen. Die Geschichte soll sagen, dass die Hand des Schicksals bzw. die des Götzen Hubals schon über dem Großvater von Klo lag, dass Klos Geburt trotz vieler Widrigkeiten vorherbestimmt war.

In dieselbe Kerbe haut Kapitel Drei mit dem Titel:

“EINE FRAU BIETET SICH ABDALLAH AN

Als Abdalmuttalib danach seinen Sohn Abdallah bei der Hand nahm und mit ihm wegging, trafen sie bei der Kaaba die Schwester des Waraqa ibn Naufal. Diese blickte Abdallah ins Antlitz und fragte ihn: ‘WOHIN gehst du, Abdallah?’ – ‘MIT meinem Vater.’ – ‘Du erhältst so viele Kamele, wie für dich geschlachtet wurden, wenn du mir sogleich beiwohnst.’ – ‘Mein Vater ist bei mir, und ich kann IHM nicht zuwiderhandeln noch mich von ihm TRENNEN.’

Abdalmuttalib setzte mit ihm seinen Weg fort und brachte ihn zu Wahb ibn Abdmanaf, der damals an Abstammung und Adel der Führer der Sippe Zuhra vom Stamme Quraish war. Dieser gab Abdallah seine Tochter Amina zur Frau, die damals unter den Quraish die edelste war. SOGLEICH vollzog Abdallah mit ihr die Ehe, und sie EMPFING den Gesandten GOTTES. Als Abdallah sie darauf verließ und zu der Frau ging, die sich ihm zuvor angeboten hatte, fragte er sie: ‘Was ist mit dir, daß du mir HEUTE NICHT mehr anbietest, WAS du mir GESTERN ANGEBOTEN hast?’ – ‘Das Licht’, sprach sie, ‘das dich gestern begleitete, hat dich verlassen. Ich brauche dich deshalb nicht mehr.’

Von ihrem Bruder Waraqa, der Christ geworden war und die Schriften las, hatte sie nämlich gehört, daß in diesem Volke ein Prophet erscheinen werde. So aber war der Gesandte Gottes der edelste und vornehmste seines Volkes sowohl von seines Vaters wie von seiner Mutter Seite.“

Was halten Sie DAvon? Klar, die Intention ist die, Klo als direkt von Gott stammend (”das Licht”) zu beschreiben. Aber dabei berichtet Ishak, ähnee, war ja Hisham, ganz lapidar nebenbei, dass Abdallah AM TAG NACH seiner vollzogenen HOCHZEITSNACHT die Dienste einer Straßenhure in Anspruch nehmen will und sich wundert, dass sie das nun anders als am Tag zuvor nicht mehr zur Verfügung steht. Oder wollte er sich durch den Ehebruch nur auf die Schnelle die hundert Kamele verdienen? Wie dem auch sei, so war Klo in der Tat “der EDELSTE und VORNEHMSTE SEINES Volkes sowohl von seines Vaters wie von seiner Mutter Seite.”

Time am 24. September 2008

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“Das Leben des Propheten” von Ibn Ishak, übersetzt von Gernot Rotter, Spohr-Vlg., 1999. S.25-29
auch: http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/03/mohammedanismus-ist-vielgotterei/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/sira-4-gotzen-und-seher/

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