Die Bibel ist überreich an Bildern aus der bäuerlichen Welt: Es geht um Saaten, die aufgehen sollen, um dorniges Unkraut, das die Äcker verseucht oder um Lämmer, die verloren und wiedergefunden werden. Ganz anders der Kloran, neben den dominanten Bildern von Folter, Qual und Mord ist eine weitere Gruppe häufig vertreten, und das sind die Bilder aus Markt und Handel. Hier muss daran erinnert werden, dass Klo H. Metzel, so es ihn gegeben hat, selbst mehrfach als Handelsreisender unterwegs gewesen sein soll. Zudem soll sein Leben dadurch eine entscheidende Wendung genommen haben, dass ihn seine Arbeitgeberin, die 15 Jahre ältere KAUFFRAU Chadidscha bint Chuwailid (“Nein… diese Namen, boahihihi!” – “Obelix, BITTE!”) ehelichte (1). Wenn vom Orient die Rede ist, ist das Attribut “sinnenfroh” meist nicht weit, und die Märchen aus 1001 Nacht sind ua. voll üppiger Beschreibungen irdischer Handelsgüter. Der Fieslahm ist von seiner Anlage her nicht marktfeindlich, er stellt – anders als der Sozialismus – die Eigentumsfrage nicht, und er orientiert vielmehr ausgesprochen stark auf die irdischen Güter, die allerdings erst nach erfolgreichem Jihad im Paradies in Aussicht gestellt werden.
“Und fürchtet einen Tag, an dem… kein Lösegeld genommen wird…” (2. Sure “Die Kuh”, Vers 45; Recl. S. 30; 2. Sure “Die Kuh”, Vers 117; Recl. S. 40 u.v.m.)
“Es ist keine Sünde, dass ihr Gewinn von eurem Herrn begehrt (durch Handelsgeschäfte während der Pilgerfahrt; Anm. Annemarie Schimmel/A.S.).” (2. Sure “Die Kuh”, Vers 194; Recl. S. 50)
“Wer ist’s, der Allah ein schönes Darlehen leiht? Er wird’s ihm verdoppeln um viele Male.” (2. Sure “Die Kuh”, Vers 246; Recl. S. 57)
“Allah ist reich…” (2. Sure “Die Kuh”, Vers 265; Recl. S. 61)
“Allah ist reich… Der Satan droht euch Armut an…” (2. Sure “Die Kuh”, Vers 270+271; Recl. S. 62)
“Allah ist schnell im Rechnen.” (3. Sure “Das Haus ‘Imran”, Vers 17; Recl. S. 67; 5. Sure “Der Tisch”, Vers 6; Recl. S. 112 u.v.m.)
“Und unter dem Volk der Schrift (Juden und Christen; T.) gibt’s solche – vertraust du ihnen ein Talent (viel Geld; T.) an; geben sie’s dir wieder, und auch solche – vertraust du ihnen einen Dinar (wenig Geld; T.) an, geben sie ihn dir nicht wieder, so du nicht stets hinter ihm her bist.” (3. Sure “Das Haus ‘Imran”, Vers 68; Recl. S. 73)
“Allah wird ihnen keinen Anteil am Jenseits geben…” (3. Sure “Das Haus ‘Imran”, Vers 170; Recl. S. 85)
“Bei Allah ist reiche Beute.” (4. Sure “Die Weiber”, Vers 96; Recl. S. 101)
“Haltet eure Verträge…” (5. Sure “Der Tisch”, Vers 1; Recl. S. 111)
“… wenn ihr… an meine Gesandten glaubt und ihnen helft und Allah eine schöne Anleihe leiht…” (5. Sure “Der Tisch”, Vers 15; Recl. S. 114)
“Sprich: “Die Beute (der Schlacht bei Badr; Anm. A.S.) gehört Allah und dem Gesandten.” (8. Sure “Die Beute”, Vers 1; Recl. S. 172)
“… wenn ihr etwas erbeutet, so gehört der fünfte Teil davon Allah und dem Gesandten und seinen Verwandten und den Waisen und… “ (8. Sure “Die Beute”, Vers 42; Recl. S. 176)
“Siehe, Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies ERKAUFT. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden. Eine Verheißung hierfür ist gewährleistet in der Tora, im Evangelium und im Koran; und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? Freut euch daher des GESCHÄFTS, das ihr abgeschlossen habt;…” (9. Sure “Die Reue”, Vers 112; Recl. S. 195)
“Die Dahintengebliebenen werden sprechen, wenn ihr euch an die Beute macht, sie zu nehmen: “Lasset uns euch folgen.” Sie wollen Allahs Wort ändern. Sprich: “Nimmer sollt ihr uns folgen. Also sprach Allah zuvor.” (48. Sure “Der Sieg”, Vers 15; Recl. S. 485/486)
“… und belohnte sie mit nahem Sieg und reicher Beute…” (48. Sure “Der Sieg”, Vers 18+19; Recl. S. 486)
“Allah verhieß euch reiche Beute zu machen…” (48. Sure “Der Sieg”, Vers 20; Recl. S. 486)
“Jeden Tag nimmt er ein Geschäft vor.” (55. Sure “Der Erbarmer”, Vers 29; Recl. S. 509)
“Wer ist’s, der Allah ein schönes Darlehen leihen will? Verdoppeln wird er’s ihm, und ihm wird edler Lohn.” (57. Sure “Das Eisen”, Vers 11; Recl. S. 517 u.v.m.)
“An jenem Tag soll deshalb von euch kein Lösegeld angenommen werden…” (57. Sure “Das Eisen”, Vers 14; Recl. S. 517)
“Und was Allah seinem Gesandten von ihnen zur Beute gab – so sprenget ihr nicht zu Roß und Kamel hinterdrein (der Zug gegen den Stamm Nadir wurde zu Fuß unternommen, weshalb M. die Beute für sich behielt…; Anm. A.S.).” (59. Sure “Die Auswanderung”, Vers 7; Recl. S. 524)
“Was Allah seinem Gesandten von den Städtebewohnern zur Beute gab, das gehört Allah und seinem Gesandten und seiner Verwandtschaft, den Waisen und Armen…” (59. Sure “Die Auswanderung”, Vers 6; Recl. S. 524)
“Gern möchte sich dann der Sünder loskaufen von der Strafe…” (70. Sure “Die Stufen”, Vers 11; Recl. S. 548
“Für die Vereinigung von Koreisch, für ihre Vereinigung zur Sommer- und Winterkarawane.” (106. Sure “Koreisch”, Vers 11; Recl. S. 593
Im Hadith Buhari XV/9, S.177f. erfahren wir darüber hinaus, dass es auch im Paradies eine Währung gibt, und zwar den “Quirat”. Klo sagte: “Wer bei einem Begräbnis bleibt, bis das Gebet verrichtet ist, wird als Lohn einen Quirat erhalten. Wer aber bleibt, bis der Tote begraben ist, wird mit zwei Quirat belohnt.” Dieses tolle Gleichnis war für Klos Gemeinde aber offenbar zu schwer zu verstehen, denn man fragte ihn: “Wieviel sind zwei Quirat?” (In Sesterzen zB.? Jedenfalls agiert Klo völlig auf der konkreten Ebene des Fragers weiter, T.): “Zwei Quirat entsprechen zwei riesigen Bergen.”
Na, das ist ja toll, aber wo soll ich mit den ganzen Bergen hin, die sich bei mir durch all die Begräbnisse aufgetürmt haben? Dass Klo die Steuerfrage ausserordentlich wichtig war, kann man der Tatsache entnehmen, dass Buhari ein eigenes Kapitel dafür aufmacht XVI, S.189-200. Die pünktliche und korrekte Abgabe der Steuern wird dort u.a. als gleich wichtig erklärt wie das regelmäßige Gebet. Hier weitere Paradiesvorstellungen des Krämers und Räubers, wir erblicken ein ewiges Bordell:
“… und darinnen werden sie reine Gattinen empfangen…” (2. Sure “Die Kuh”, Vers 23; Recl. S. 27)
“…Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darinnen zu verweilen, und reine Gattinnen…” (3. Sure “Das Haus ‘Imran”, Vers 13; Recl. S. 66/67 u.v.m.)
“(Allah schenkt; T.)… Palmen und Reben, von denen ihr berauschenden Trank und gute Speise habt.” (16. Sure “Die Bienen”, Vers 69; Recl. S. 257)
“Für jene sind Edens Gärten, durcheilt von Bächen. Geschmückt werden sie darinnen mit Armspangen von Gold und gekleidet in grüne Kleider von Seide und Brokat, sich lehnend darinnen auf Diwanen. Ein herrlicher Lohn und eine schöne Ruhestätte!” (18. Sure “Die Höhle”, Vers 30; Recl. S. 278/279)
“Siehe, des Paradieses Bewohner werden sich in Geschäften ergötzen (d.h. nur zum Vergnügen leben; Anm. A.S.), sie und ihre Gattinnen, in Schatten auf Hochzeitsthronen sich lehnend.” (36. Sure “Ja-sin”, Vers 55+56; Recl. S. 417)
“Wein, süß den Trinkenden; kein Schwindel soll in ihm sein, und nicht sollen sie von ihm berauscht werden. Und bei ihnen sollen sein züchtig blickende, großäugige Mädchen…” (37. Sure “Die sich Reihenden”, Vers 45 bis 47; Recl. S. 421)
“… und wir vermählen sie mit schwarzäugigen Huris,…” (44. Sure “Der Rauch”, Vers 54; Recl. S. 471 u.v.m.)
“Das Bild des Paradieses, das den Gottesfürchtigen verheißen ward: in ihm sind Bäche von Wasser, das nicht verdirbt, und Bäche von Milch, deren Geschmack sich nicht ändert, und Bäche von Wein, köstlich den Trinkenden;…” (47. Sure “Muhammad”, Vers 16; Recl. S. 481)
“Und wir wollen sie reichlich mit Früchten und Fleisch versorgen, wie sie es nur wünschen.” (52. Sure “Der Berg”, Vers 22; Recl. S. 499)
“Siehe, wir erschufen sie (die Huris; Anm. A.S.) in besonderer Schöpfung und machten sie zu Jungfrauen, zu liebevollen Altersgenossinnen für die Gefährten der Rechten,…” (56. Sure “Die Eintreffende”, Vers 34 bis 37; Recl. S. 513 u.v.m.)
“… Gartengehege und Weinberge, Jungfrauen mit schwellenden Brüsten, Altersgenossinnen und volle Becher…” (78. Sure “Die Kunde”, Vers 32 bis 34; Recl. S. 565)
Außerordentlich bezeichnend finde ich Allas (also Klos) Position zum Almosen:
“Und sie werden dich (M.; T.) befragen, was sie ausgeben sollen als Almosen. Sprich: (Nur, T.) ‘den Überfluß.’” (2. Sure “Die Kuh”, Vers 216+217; Recl. S. 53)
“Und gib… den Armen und dem Sohn des Weges, doch verschwende nicht in Verschwendung.” (17. Sure “Die Nachtfahrt”, Vers 28; Recl. S. 266/267)
“Und laß deine Hand nicht an deinen Hals gefesselt sein, und öffne sie nicht, so weit du vermagst, so daß du getadelt und verarmt dasitzest. Siehe, dein Herr gibt reichlich den Unterhalt und bemessen, wem er will.” (17. Sure “Die Nachtfahrt”, Vers 31+32; Recl. S. 267)
“Und diejenigen (seien gesegnet; T.), welche beim Spenden weder verschwenderisch noch geizig sind…” (25. Sure “Die Unterscheidung”, Vers 67; Recl. S. 343)
Auch das karge Mönchtum wird strikt abgelehnt, zB. so:
“Sie nehmen ihre Rabbinen und Mönche… zu Herren an.” (9. Sure “Die Reue, Vers 31, Recl. S. 184)
“… viele der Rabbinen und Mönche fressen das Gut der Leute unnütz und machen abwendig von Allahs Weg.” (9. Sure “Die Reue”, Vers 34; Recl. S. 185)
“Das Mönchtum jedoch erfanden sie selber; wir schrieben ihnen nur vor, nach Allahs Wohlgefallen zu trachten, und das nahmen sie nicht in acht,…” (57. Sure “Das Eisen”, Vers 27, Recl. S. 519)
Der Österreicher Hans Bobek prägte maßgeblich die Sozialgeographie im deutschsprachigen Raum und erlangte durch seine Arbeiten zum Orient internationale Anerkennung. In seiner wirtschafts- und sozialgeographischen KULTURSTUFENTHEORIE (1959) versucht Hans Bobek, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungsstadien der Menschheit anhand bestimmter Kriterien voneinander abzugrenzen. Er gliedert die Entwicklung der Menschheit in sechs Stufen: 1. Wildbeuter (Anpassung des Menschen an die Natur mit Nutzung der natürlichen Nahrungsquellen), 2. Spezialisierte Sammler, Jäger und Fischer (Spezialisierung und Arbeitsteilung, Beginn der Vorratshaltung), 3. Sippenbauerntum und des Hirtennomadismus (geplante Nahrungsmittelproduktion, Nutztierhaltung), 4. Stufe der hierarchisch organisierten Agrargesellschaft (Klassengesellschaft, abhängige Bauern), 5. Älteres Städtewesen und Rentenkapitalismus, 6. produktiver Kapitalismus, industrielle Gesellschaft und jüngeres Städtewesen.
Innerhalb dieser sechs Stufen wäre der Orient auf #5 anzusiedeln, die mohammedanistischen Wirtschaften wären also RENTENKAPITALISTISCH. Dies ist ein Begriff für ein Wirtschaftssystem nach dem Hörigkeitsprinzip, in welchem die Eigentümer ihr Land gegen einen erheblichen Anteil an der Ernte (50% und mehr) Pächtern zur Bewirtschaftung überlassen. Die Folgen sind sehr negativ: die Ertragsanteile (Renten) der Grundbesitzer werden nicht wieder investiert, die Pächter sind zu nennenswerten Investitionen nicht in der Lage; auch sind sie verständlicherweise nicht an bodenerhaltenden Maßnahmen interessiert. Im Orient befinden sich die fruchtbaren Oasenländer im Eigentum von reichen Familien, die in der Stadt wohnen und sich nicht um die Landwirtschaft kümmern. Sie verpachten die Felder an Bauern und schöpfen die Renten (Gewinne) ab. Oft verpachten sie auch Saatgut, Zugtiere und Ackergeräte. Manche Familien sind zugleich Wasserherren (und heutzutage Ölherren, nehme ich an). Jeder gepachtete Produktionsfaktor muss mit einem Fünftel der Ernte bezahlt werden. Pächter, die meistens nichts außer ihrer Arbeitskraft besitzen, können kaum vom Rest der Ernte leben. So müssen sie bei Geldverleihern Schulden machen und geraten so immer mehr in deren Abhängigkeit. Den Bauern fehlen die finanziellen Mittel und die Kenntnisse in der Landwirtschaft, um höhere Erträge zu erwirtschaften.
Ich sehe hier tiefgreifende Differenzen sowohl zum produktiven Kapitalismus als auch zum Sozialismus (By the way, Frage: In der Sahara wird der Sozialismus eingeführt, was passiert? Antwort: Fünf Jahre lang passiert gar nichts, dann wird der Sand knapp!). Daher sind Allianzen zwischen Sozialisten und Mohammedanisten mE. nicht “natürlich” und strukturell bedingt, sondern sie sind vorübergehende Allianzen gegen ihren gemeinsamen Feind “freie liberale Demokratie und Marktwirtschaft” (=USA). Wie solche Abenteuer für die Sozialisten enden, mußte praktisch die gesamte Linke Irans nach dem Sieg der Mohammedanisten erleben, mit denen sie gegen den Schah paktiert hatten: Sie endeten an Baukränen oder als Kanonenfutter gegen den Irak. Aber Hass macht bekanntlich blind…
Für den Westen ergibt sich in meinen Augen die Konsequenz, sorgsam darauf zu achten, dass stark sozialistisch ausgerichtete Gesellschaften (wie derzeit zB. Venezuela) nicht leichtfertig in Allianzen mit den Orks getrieben werden, weil sie glauben, sie hätten keine andere Wahl (Chavez zB. trug beim Empfang bei Mammut-Gardinenstange ein großes Kreuz, er definiert sich also auch zeichenhaft als christlich-religiös). Denn sosehr ich den Sozialismus verabscheue, in der DDR wurden immerhin nie Kindergartengruppen zu Hinrichtungen in Sportarenen geführt, so wie dies im heutigen Iran der Fall ist: Im 21. Jahrhundert. Da kann ich noch Schattierungen wahrnehmen. Für den Mohammedanismus sehe ich allerdings ganz, ganz schwarz…
Time am 10. Juli 2008
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PS.: Die mittlerweile sprichwörtlichen “72 Jungfrauen” kommen übrigens in der Anzahl von 72 NICHT im Koran vor, sondern lediglich in einem (?) Hadith bzw. einem (?) Kommentar (Musa: “… er wird 72 Frauen haben”, Ibn Kathir (+ 1373): “70 Mädchen sind eigens erschaffene und zwei sind menschliche Mädchen.”
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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Chadidscha_bint_Chuwailid
Tags: Counterjihad, Kloran