Obwohl das Vorrücken der Bahn durch einen Vorstoß der Orks nach Berber, welcher militärischen Maßnahmen den Vorrang gab, verzögert wurde, erreichte Railhead am 3. Juli Atbara.
Churchill: “Die Nachschubfrage war damit ein für allemal erledigt. In weniger als einer Woche wurden entlang der Gleise Vorräte für wenigstens drei Monate gestapelt, und die zermürbende Arbeit der Versorgungsoffiziere hatte ein Ende gefunden. Deren vollbrachte Leistung und Erleichterung ging auf in dem noch größeren Triumph der Eisenbahner. (…) An dem Tag, als der erste Zug voller Truppen im befestigten Lager am Zusammenfluß von Nil und Atbara einrollte, war das Schicksal der Derwische besiegelt. Es war nun möglich geworden, zu jeder Jahreszeit und unabhängig von den Ressourcen des Landes große Armeen schnell und bequem ins Innere des Sudan zu schicken, diese nicht nur mühelos mit Proviant und Munition, sondern mit allen Ausrüstungsgütern der WISSENSCHAFTLICHEN Kriegführung zu versorgen, sie außerdem durch eine mächtige Flottille von Kanonenbooten zu unterstützen, welche die Herrschaft über den Fluß und die Ufer innehatte und jederzeit über Khartum hinaus bis nach Sennar, Faschoda oder Sobat vordringen konnte.
Die Schlacht war noch nicht geschlagen, aber der Sieg bereits errungen. Der Khalifa, seine Hauptstadt und seine Armee lagen nun in Reichweite des Sirdar. Es ging nur noch darum, die Frucht zu pflücken in der dafür am besten geeigneten Stunde, mit den geringstmöglichen Unannehmlichkeiten und zum geringstmöglichen PREIS.”
Vielleicht hat jemand von Ihnen Oliver Stones “Alexander” gesehen? Da gibt es die mE. atemberaubend inszenierte Schlacht von Gaugamela (331 v. Chr., 1). Freuen Sie sich nun auf Churchills anschauliche Schilderung der Schlacht von Omdurman:
“Zweiter September 1898. – Um halb fünf erschallten die Fanfaren aus den Trompeten über das ganze Lager hinweg. Allmählich wurde es heller. Die Kavallerie saß auf, die Infanterie ging an die Gewehre, und die Kanoniere begaben sich an ihre Geschütze, während die Sonne, die über dem Nil aufging, die weite Ebene, die schwarzen felsigen Hügel und die wartenden Armeen in helles Licht badete.
Noch vor dem ersten Tageslicht waren mehrere Schwadronen der britischen und ägyptischen Kavallerie vorgeschickt worden, um mit dem Feind Fühlung aufzunehmen und sich von seinen Absichten ein Bild zu machen. Die erste davon, geführt von Captain Baring, besetzte den Surgham-Hügel und wartete in der Dunkelheit darauf, daß die Dämmerung den Aufenthalt der Derwische enthüllen würde. Es war ein gefährliches Unternehmen, denn Baring hätte sie unerwartet nahe vorfinden können. Als die Sonne aufging, trabten die 21st Lancers aus der Seriba hinaus und streuten eine Reihe von Offizierspatrouillen vor sich aus. Da es keine nächtlichen Angriffe gegeben hatte, wurde erwartet, daß sich die Armee der Derwische in ihre ursprüngliche Position zurückbegeben, wenn nicht sogar in die Stadt zurückgezogen hatte. Es war kaum denkbar, daß sie über das offene Feld vorrücken und die Seriba bei Tageslicht angreifen würde. Doch solche Voraussagen wurden augenblicklich entkräftet durch den Anblick, der sich vom Hügelkamm bot.
Es war Viertel vor sechs. Noch war das Licht mild, wurde jedoch von Minute zu Minute stärker. Dort in der Ebene lag der Feind, an Zahl unverändert und in seinen Plänen und seiner Zuversicht offensichtlich nicht erschüttert. Die Frontlinie war jetzt fast fünf Meilen lang, bestehend aus großen Soldatenmassen, die durch dünnere Linien verbunden waren. Dahinter und auf den Flanken standen umfangreiche Reserven. Vom Hügelkamm aus sahen sie wie dunkle Flecken oder eine Maserung des Geländes aus, herausgehoben durch gespenstische Lichtschimmer auf ihren Speerspitzen. Um etwa zehn Minuten vor sechs wurde deutlich, daß die Massen in Bewegung waren und zügig vorrückten. Die Emire galoppierten an der Spitze ihrer Einheiten. Vor der ganzen Frontlinie schwärmten Patrouillen und Kundschafter aus. Dann brachen sie in Jubelrufe aus. Noch waren sie eine Meile vom Hügel entfernt, und Bodenwellen entzogen sie den Blicken der Armee des Sirdar. Auch für die Truppen am Fluß unten war der Lärm ihres Geschreis zu hören, wenn auch nur schwach. Aber denen, die auf dem Hügel Ausschau hielten, rollten Wellen eines schrecklichen Heulens entgegen wie das Brausen des Winds und der See vor einem Sturm.
Die britischen und ägyptischen Truppen standen auf einer Linie, den Rücken dem Fluß zugekehrt. Die Flanke wurde durch die Kanonenboote gesichert, die vertaut in der Strömung lagen. Vor ihnen dehnte sich die sandige Ebene hin, die von dem leicht erhöhten Standpunkt auf dem Kamm aus flach und glatt wie ein Tisch aussah. Zur Rechten erhoben sich die felsigen Kerreri-Hügel, wo die ägyptische Kavallerie in Stellung gegangen war – eine dunkle Masse von Pferden und Männern. Zu ihrer Linken standen – mit einer einzigen Schwadron auf Erkundung voraus die 21st Lancers und beobachteten ihre Patrouillen, die den Surgham-Hügel erklommen und bereits auf dessen anderer Seite vorstießen oder, wie wir, auf dem Hügel sitzend Ausschau hielten.
Der Glaube, daß ihre Schießkunst unterlegen war, ermutigte uns, die Derwische, obschon sie beständig näherrückten, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, und so trabten wir östlich um den Surgham-Hügel herum und über dessen flachen südwestlichen Ausläufer hinab, bis wir in den Sandhügeln seitlich der Feinde zum Stehen kamen. Von da aus war ihre Schlachtordnung im Detail zu studieren. Es war, als ließe sich jeder einzelne von den Tausenden mustern. Ihr Marschtempo war schnell und stet, und es war klar, daß wir nicht ohne Risiko lange hier zwischen den Sandhügeln verweilen konnten. Doch die erstaunliche Szene zog uns gefährlich in ihren Bann, so daß wir für eine Weile innehielten.
Die Wahrzeichen der berühmteren unter ihren Emiren waren leicht zu erkennen. Auf der äußersten Linken folgten die Anführer und Soldaten der hellen grünen Fahne von Ali-Wad-Helu. Zwischen dieser und der Mitte ragte die große dunkelgrüne Fahne von Osman Sheikh-ed-Din aus der kompakten Masse von Lanzenträgern, die von langen Linien vermutlich mit Gewehren ausgerüsteter Krieger angeführt wurden. Über dem zentralen Truppenkörper wehte, hoch und unübersehbar, die schwarze Fahne des Khalifa. Zur Rechten derweil war ein mächtiges Karree von Derwischen unter einer ungewöhnlich großen Zahl weißer Fahnen unterwegs, zwischen denen das rote Wahrzeichen von Sherif beinahe verborgen blieb. An diesem letzten Tag seiner Existenz waren die ganze Macht und der ganze Stolz des Reichs der Derwische versammelt. Schützen, unter deren Mitwirkung Hicks vernichtet wurde (El Obeid, 1883, http://de.wikipedia.org/wiki/William_Hicks ), Lanzenträger, die den Angriff von Abu Klea angeführt hatten (Wiki: “Auf dem Vormarsch von Korti nach Metemmeh stieß das Camel Corps am 17. Januar 1885 bei Abu Klea auf eine Armee der Mahdisten. Steward konnte mit 1.500 Mann die zahlenmäßig weit überlegenen 10.000 Mahdisten schlagen”), Emire, welche die Plünderung Gondars erlebt hatten, Baggara, die unlängst von ihren Raubzügen gegen die Schilluk zurückgekehrt waren, Krieger, die an der Belagerung Khartums beteiligt gewesen waren – angespornt durch frühere Triumphe und erzürnt durch die Nachrichten der jüngsten Niederlagen, waren sie alle unterwegs, die frechen und verwünschten Invasoren zu bestrafen.”
Pause, Pause… Hier ein politisch inkorrekter Filmtip meiner vierjährigen Nichte: “Das Dschungelbuch” von Walt Disney. Sehen Sie daraus (2) den “Colonel-Hathi-Marsch”. Hier sein Text:
Stets ein Lied beim Marsch parat,
das ist wichtig, Kamerad!
Schmetter den Choral über Berg und Tal,
wenn die Frühpatrouille naht,
wenn die Frühpatrouille naht.
Munter schreiten durch die Flur
Elefanten mit Bravour,
und sie stampfen stolz
durch das Unterholz,
das ist Militärkultur,
das ist Militärkultur.
Wir marschier’n mal hier, mal da
unser Rüssel bläst trara.
Mal mit unserm Tusch
durch den dicksten Busch,
mit viel Glanz und Gloria,
mit viel Glanz und Gloria!
Wir sind zackig im Gesang
und in dem Zusammenhang
wissen wir, wie gut
eine Pause tut.
Und ein wenig Müßiggang,
und ein wenig Müßiggang.
Kompanie Halt!
Hier die gesamte Szene auf Englisch (3) und hier die FINNISCHE Variante des Marsches: (4). Putzige Sprache, das Finnische… Jedoch kein Grund, die Finnen zu unterschätzen, die unter Mannerheim der gigantischen Sowjetunion heldenhaft Paroli boten, bevor es nach zwei Jahren zum Friedensschluß kam. Finnland hatte damals 26.000 Opfer (und Gebietsverluste) zu beklagen, die Bolschwisten 127.000 (russische Quellen) bis 270.000 (finnische Quellen). (5) und (6)
Ich schweife ab, jetzt zurück nach Omdurman, wo es nicht so lustig zuging wie im Dschungel. Churchill berichtet in der heutigen FAZ vielmehr von einem fürchterlichen Gemetzel, auch dies ein Aspekt unserer Militärkultur:
“Der Vormarsch nahm seinen Lauf. Die Derwische zur Linken waren schon weit in die Kerreri-Ebene hinaus vorgedrungen – mit dem Ziel, wie ich annahm, unsere rechte Flanke aufzureißen. Der mittlere Block unter der schwarzen Fahne bewegte sich geradenwegs auf den Surgham-Hügel zu. Die Verbände zur Rechten folgten einer südlich des Hügels verlaufenden Linie. Diese Masse von Kriegern stach heraus. Es durften nicht weniger als sechstausend sein. Ihre Ordnung war makellos. Die Fahnen über ihnen – eine Flut von vielleicht fünfhundert Stück -erschienen aus der Entfernung weiß, obschon sie mit Koran-Versen beschrieben waren. Ihre bewundernswürdige Aufreihung ließ die Armee des Khalifa wie eine alte Darstellung von Kreuzrittern im Teppich von Bayeux aussehen.
Wenn es eine Waffengattung gab, in der die Araber ihren Gegnern unvergleichlich unterlegen waren, dann waren es die Geschütze. Dennoch war es diese Waffe, mit der sie den Angriff einleiteten. Über der Mitte der Linie der Derwische, die jetzt frontal gegen den Feind vorstießen, hingen zwei Rauchwolken. Und ungefähr fünfzig Yard vor den Dornbüschen sprangen zwei rote Staubwolken aus dem Boden, wo die Geschosse eingeschlagen hatten. Es sah wie der hingeworfene Fehdehandschuh aus. Die Antwort darauf ließ nicht auf sich warten. Auf der ganzen Länge der britischen und sudanesischen Brigaden schossen über der Frontlinie große Rauchwolken auf. Aus einer Entfernung von dreitausend Yard eröffneten vier Batterien in unmittelbarer Folge das Feuer auf den Feind. Der Nachhall der Kanonade rollte über unseren Hügelkamm hinauf, der das Echo auf die Ebene zurückwarf.
Die Granaten explodierten über den Köpfen der marschierenden Menge und sprenkelten die Luft mit weißen Rauchkugeln und den Grund mit den Körpern der Getroffenen. Aber näher an unserer Position braute sich eine andere Tragödie zusammen. Die ‘Weißen Fahnen’ näherten sich dem Hügelkamm. In einer Minute würden sie im Gesichtsfeld der Batterien auftauchen. War ihnen klar, was auf sie zukam? Dicht zusammengedrängt, marschierten sie etwa zweitausendachthundert Yard von der 32nd Field Battery und den Kanonenbooten. Die Schußweite war bekannt. Es war nur eine Frage der Routine. Das weiter entfernte Gemetzel nahm unbemerkt seinen Lauf, während unsere Sinne von dem nahenden Grauen in Bann geschlagen waren. In wenigen Sekunden würde mit der Geschwindigkeit der Artilleriegeschosse die Vernichtung über diese tapferen Männer hereinbrechen. Sie hatten den Kamm erreicht und tauchten im Gesichtsfeld der Armee des Sirdar auf. Ihre weißen Flaggen machten sie zu einem besonderen Blickfang. Als sie das feindliche Lager erblickten, feuerten sie unter großem Geknalle ihre Gewehre ab und beschleunigten ihren Schritt. Für einen Moment rückten die Fahnen in regulärer Ordnung vor, bis die gesamte Division den Kamm überschritten hatte und dem Feuer ausgesetzt war. Sogleich eröffneten die Kanonenboote, die 32nd British Field Battery und weitere Geschütze aus der Seriba das Feuer auf sie. Innerhalb einer Minute wurden sie von etwa zwanzig Granaten getroffen. Einige explodierten hoch über ihnen, andere direkt vor ihren Gesichtern. Wieder andere bohrten sich in den Sand, explodierten und schleuderten Splitter und Kugeln und große rote Staubwolken durch ihre Reihen. Die weißen Flaggen überschlugen sich in alle Richtungen. Doch sofort schnellten sie wieder in die Höhe, da andere Soldaten voranpreschten, um für die heilige Sache des Mahdi und die Verteidigung des Nachfolgers des Wahren Propheten zu sterben. Es war ein schrecklicher Anblick, zumal sie uns bis jetzt nicht den geringsten Schaden zugefügt hatten. Einem Feind gegenüber, der kein Mittel hatte, darauf zu antworten, schien es ein unfairer Vorteil, so grausam zuzuschlagen. Unter der Wirkung der Granaten verdünnten sich die Massen der weißen Flaggen zu dünnen Linien von Lanzenträgern und Plänklern, die in verninderter Zahl und veränderter Formation, jedoch mit ungebrochenem Feuereifer vorwärts stürmten. Jetzt aber, als die gesamten angreifenden Kräfte dem feindlichen Feuer ausgesetzt waren, wurde es Zeit für die Kavallerie, das Feld zu räumen und den weiteren Verlauf der Begegnung der Infanterie und den Maxim-Maschinengewehren zu überlassen. Im Trab oder in leichtem Galopp fanden alle Patrouillen wieder den Anschluß zu ihren Schwadronen, und zügig kehrte das Regiment in die Seriba zurück, während die Granaten der Kanonenboote über die Köpfe hinwegheulten und die feindliche Position auf der ganzen Länge in Feuer und Rauch aufging.
Das Getöse nahm an Intensität und Lautstärke zu, bis sogar das zuckende Gestotter der Maxims in dem Lärm kaum noch zu hören war. Achtzig Yard entfernt und vielleicht zwanzig Fuß über uns war die 32nd Field Battery in Aktion. Die Offiziere, von denen einige auf Zwiebackkisten standen, schauten durch ihre Feldstecher und studierten die Wirkung. Ich erhaschte davon einen Blick. Achthundert Yard von uns entfernt kam eine Reihe abgerissener Männer, verzweifelt gegen das gnadenlose Feuer ankämpfend, herangestürmt – weiße Gestalten, die ihre Fahnen von sich warfen, zusammenbrachen und zu Dutzenden in den Wüstenstaub sanken. Ihre Gewehre stießen kleine weiße Rauchwölkchen aus, während sich vor ihnen die Wolken des berstenden Schrapnells auf der ganzen Länge der Front zu einer lückenlosen Wand reihten.
Die Infanterie feuerte gleichmäßig und ruhig, ohne Eile und Aufregung, denn die Feinde waren weit entfernt und die Offiziere vorsichtig. Ansonsten gaben sich die Soldaten ganz ihrer Aufgabe hin und dabei große Mühe. Mit der Zeit wurde diese Betätigung auch physisch ermüdend. Die kleinen Figuren über dem Visier wurden etwas größer, doch zugleich nach jeder folgenden Salve weniger. Die Gewehre wurden heiß – so heiß, daß sie gegen die der Reservekompanien getauscht werden mußten. Während dieser ganzen Zeit schnitten draußen im Feld die Kugeln durch Fleisch, zertrümmerten und zersplitterten Knochen, und heldenhafte Männer kämpften sich vorwärts durch eine Hölle von pfeifendem Metall, explodierenden Granaten und aufspritzendem Sand – um qualvoll und verzweifelt zu sterben. Das war die erste Phase der Schlacht von Omdurman.
Der Angriffsplan des Khalifa schien kunstvoll und einfallsreich gewesen zu sein. Allerdings gründete er auf einer außerordentlichen Fehleinschätzung der Macht moderner Waffen. Zuerst schickte er etwa fünfzehntausend Mann, größtenteils der Armee von Osman Sheikh-ed-Din angehörig und dem Kommando von Osman Azrak unterstellt, in einen frontalen Angriff. Mit etwa gleich starken Verbänden wartete er selbst beim Surgham-Hügel das Ergebnis ab. Falls der Angriff erfolgreich verliefe, würde er selbst mit seiner Leibwache – dem Prunkstück der arabischen Armee – vorrücken, um den vollendeten Sieg nach Hause zu tragen. Falls er dagegen scheiterte, hatte er eine zweite Chance. Die Derwische, die er als erste gegen die feindliche Seriba schickte, waren keineswegs seine besten oder zuverlässigsten Truppen. Ihre Vernichtung müßte einen schweren Verlust, aber nicht das Ende der Schlacht bedeuten. Während der Angriff noch weiterginge, würde der starke linke Flügel, der aus dem Rest der Armee von Osman Sheikh-ed-Din bestand, unbemerkt nach Norden ausschwenken und im Bogen gegen den nördlichen Frontabschnitt der Seriba vorstoßen, die von der ägyptischen Brigade gehalten wurde. In der Zwischenzeit sollte Ali-Wad-Helu zum Kerreri-Kamm marschieren und sich zwischen den Felsen einstweilen außer Reichweite und wenn möglich außer Sicht halten. Sollten sowohl der frontale wie auch der Angriff gegen die Flanke zu seinem Unglück zurückgeschlagen werden, dann würden die ‘Feinde Gottes’, berauscht von ihrem leichten Sieg, ihre befestigte Stellung verlassen und gegen die Stadt marschieren. Dann aber, wenn der Feind den Schutz der Seriba verließe und sich durch die Ebene verstreute, kämen die auserwählten Krieger der Wahren Religion aus ihren Verstecken und zu Tausenden zur Vernichtung der Verfluchten herbeigeeilt – der Khalifa mit seinen fünfzehntausend Mann hinter dem Surgham-Hügel hervorbrechend, Ali-Wad-Helu und alle, die noch von Osmans Armee übrig wären, vom Kerreri-Kamm her. Von Norden und Süden zugleich angegriffen und von allen Seiten eingeschlossen, würden die Ungläubigen Hoffnung und Ordnung fahrenlassen, und Kitchener würde das Schicksal von Hicks und Gordon teilen. Zwei Umstände verhinderten die Verwirklichung dieses Plans. Der zweite Amgriff der zwei dazu bestimmten Divisionen der Derwische wurde nicht gleichzeitig geführt; und selbst wenn das der Fall gewesen wäre, hätte noch immer die überlegene Feuerkraft triumphiert. Und obwohl die Verluste der Expeditionsstreifmacht womöglich massiver ausgefallen wären, hätte sich dadurch am Endergebnis nichts geändert. Die letzten Hoffnungen der Barbaren waren mit den Schatten der Nacht entschwunden.”
Ich denke, dass Irans Chef Mammut Gardinenstange den Aspekt “überlegene Feuerkraft” begriffen hat. Aber wie die Indianer oder eben die Mahdisten erliegt er einem folgenschweren Irrtum, wenn er gierig auf die glitzernden Waffen des Westens starrt und sich in ihren Besitz zu bringen versucht. Wenn er seine Atombombe zünden sollte, so wie die Mahdisten zuerst mit der (zuvor erbeuteten) Artillerie die Waffe zum Einsatz brachten, an der sie ganz besonders unterlegen waren, wird dies sein Ende und das Ende des iranischen Mahdismus sein, nicht mehr und nicht weniger. Arme Iraner! Denn die Waffe des Westens ist nicht allein seine Armee, das ganze System ist die Waffe, das System aller seiner freien, fleißigen und klugen Bürger und Bürgerinnen…
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Time am 27. + 28. Mai 2008
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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gaugamela
(2) http://www.youtube.com/watch?v=meumGkjQos
(3) http://www.youtube.com/watch?v=6BXa87tEU7s&feature=related
(4) http://www.youtube.com/watch?v=y0ZuIVue4gU&feature=related
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Winterkrieg
(6) http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gustaf_Emil_Mannerheim
Tags: Churchill, Colonel Hathi, Counterjihad, Khalifa, Mahdi, Omdurman, River War
25. September 2011 um 22:29
Schönen Dank für diesen immer wieder gern zu lesenden Bericht von einem Sieg der Technik gegen die Barbaren.
Weniger schön ist das der berichtende Feldkommandeur – Churchill – Zeit seines Lebens über die Deutschen und Deutschland genau so dachte, wie über die Derwische und Mahdis – und sie mit denselben Mitteln bekämpfte wann immer es ging.
Leider hat unser Gegener aus den zahlreichen folgenden Niederlagen des gleichen Typs die für ihn richtige Schlußfolgerung gezogen, das Schlachtfeld zu wechseln.
Nicht merh der Säbel sondern der Pnis wird blang gezogen und überall vermehren sich die Barbaren, um uns zu überwinden.
Und kein Churchill weit und breit zu sehen…
So müssen wir auf die unangenehmsten, härtesten und am stärksten mit Finanzmitteln ausgestatteten Islamgegner, die dieser Planet zu bieten hat, als letzte Reserve zurückgreifen: die Alkohol – und Pornoindustrie
26. September 2011 um 13:44
L., wie man ihn kennt…
… herzlich willkommen zurück, lieber L.!
Allohol- und Pornoindustrie sind natürlich vor allem deshalb mächtige Verbündete, weil die Mohammedanisten – anders als im Fall der Schweinefleischindustrie – insgeheim ohne ihre Erzeugnisse nicht überleben würden, auch wenn sie nach außen das Gegenteil behaupten.
Ich grüße Sie herzlich,
Time
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http://www.shortnews.de/id/711825/Google-Die-meisten-Kinderporno-Suchanfragen-kommen-aus-der-Tuerkei
26. September 2011 um 15:52