Don’t panic, panic is islamic!

In der heutigen FAZ gibt es die Besprechung eines aktuellen Buches des niederländischen Schriftstellers Leon de Winter (1), der für counterjihadische Positionen bekannt ist. Hannes Hintermeier schreibt:

“Im Jahr 2048 wird Israel den hundertsten Geburtstag seiner Staatsgründung feiern. Wird es das? Unwahrscheinlich, wenn Israel bis dahin einen solchen Sack voller Probleme hat, wie ihn der niederländische Schriftsteller Leon de Winter in seinem Roman ‘Das Recht auf Rückkehr’ ausschüttet. Sein Zwischenstand anno 2024: ‘Das kleine jüdische Land war zu einem Stadtstaat von der Fläche Groß-Tel-Avivs plus einem Sandkasten zusammengeschrumpft.’ Die Jugend ist ausgewandert nach Australien und Neuseeland, die Alten warten auf das Ende, während die arabischen Nachbarn dabei sind, den Judenstaat endgültig ins Meer zu schieben. Auch hier das demographische Problem. ‘Die palästinensischen Araber hatten die Juden mit ihren Gebärmüttern besiegt.’ Weil sie nicht aufgehört haben, Kinder in die Welt zu setzen.”

Da ist es wieder, das Schreckgespenst der Demografie, welches notorische Pessimisten an die Wand malen, auf dass wir es als ein Zeichen sehen sollen, dass Gott uns verlassen habe. Ihr Zauderer, Gott wird uns nie verlassen!

Meine Güte, wir haben Tausende von wundervollen, schimmernden Interkontinentalraketen mit Mehrfachatomsprengköpfen, gigantische Armeen mit hervorragend ausgebildeten Soldaten, eine Wirtschaft, die fundamentale Krisen ohne ernsthaften Schaden wegstecken kann, alles deutet darauf, dass sich der Nazislamismus selbst auffressen wird, und nun soll uns die Wunderwaffe “Gebärmutter” beeindrucken? Aus “The warmth of the womb” (Sammy Hagar) ist “The weapon womb” geworden. Hier trifft sich vielleicht ein typisches Motiv gewisser Konservativer aus verschiedenen Kulturen (in Deutschland soll es laut Kewil ja nur noch ganze fünf von ihnen geben), und das ist jene Distanz zur Frau, die man oftmals als Misogynie (2) diagnostizieren muss. Klaus Theweleit hat mit “Männerphantasien” eine m.E. sehr interessante Arbeit zu diesem Thema vorgelegt (3). Das hervorragend Weibliche und Exklusive der Frau, ihre Gebärmutter, wird zur todbringenden Geheimwaffe fantasiert.

Ich meine, es ist völlig egal, ob sich 4 oder 5 Mrd. in Gaza oder Ballaballa gegenseitig die Füße platt treten. Das wichtigste Gebot ist, unsere Grenzen vor den Orks zu schützen (z.B. durch einen Zaun a la Israel) oder z.B. uns auch dadurch, dass wir sie aus Militär und Polizei fernhalten (wiederum à la Israel, wobei orkische “Scouts” natürlich gefragt sind). Weiterhin zielführend wäre es, wenn wir jene als Kostenfaktor vom Staatshaushalt abkoppeln könnten, indem z.B. die Sozialleistungen konfessionalisiert werden.

Aber an sich brauchen wir vor den Deppen wirklich keine Angst zu haben. Das zeigen z.B. die derzeitigen, peinlichen Auftritte der sogenannten “Sauerland-Gruppe”. Nein, kann man sich ärmere Wichte vorstellen?

Heute berichtete die FAZ aus Saudi-Arabien von einem gescheiterten Attentat auf einen saudischen Prinzen (4):

“Demnach war ein gesuchter Terrorist mit einer Gruppe Besucher zum Haus des Prinzen gekommen und hatte gebeten, zum Prinzen, der im Innenministerium des Königreichs für die Terrorismusbekämpfung zuständig ist, vorgelassen zu werden, weil er sich ihm ergeben wolle. Während der Mann durchsucht worden sei, sei ein am Körper des Mannes versteckter Sprengsatz gezündet worden. Prinz Muhammad bin Naif sei nur leicht verletzt worden. Er sei zu Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht worden, habe es aber schnell wieder verlassen.”

Was für ein Hühnerhaufen! Der Chef-Spezialist für Terrorismusbekämpfung läßt einen gesuchten Terroristen ohne Sicherheitskontrolle in seine Nähe, nur weil der ihm eine balkenbiegende Lüge auftischt. Der Terrorist zündet seine Bombe und tötet außer sich selbst… niemanden. Was für Dilettanten, was für Loser, alle miteinander.

Klaus-Dieter Frankenberger in der FAZ:

“Das ist ein unglaubliches Ereignis, wobei man nicht weiß, ob das Geschehen oder seine Umstände das Unglaubliche sind: Ein gesuchter militanter Islamist sagt den Sicherheitsleuten, er wolle sich dem für den Antiterrorkampf zuständigen saudischen Vizeinnenminister stellen. Der Mann wird – unkontrolliert – vorgelassen; er sprengt sich in die Luft, kommt um. Der Vizeminister, ein Mitglied der Königsfamilie, wird leicht verletzt. Den Vorwurf der Unvorsichtigkeit muss er sich anhören, auch wenn er sich auf seine Umgebung verlassen können muss. Gewichtiger ist, dass es nach wie vor in Saudi-Arabien Militante gibt, die zu tun bereit sind, was die Al-Qaida-Terroristen von Anfang an, zumindest propagandistisch, vorhatten: die saudische Königsfamilie zu bestrafen, anzugreifen, zu stürzen. Das wird ihnen nicht gelingen, zumal die Sicherheitsbehörden die terroristische Bedrohung im eigenen Land in den vergangenen Jahren ernst genommen hatten. Aber der Anschlag auf ein Mitglied des Herrscherhauses ist ein Warnsignal, unabhängig von der grotesken Unvorsicht.”

In der Tat, und ich meine, man braucht sich weder vor einem grotesken Ork zu fürchten, noch vor hundert, noch vor einer Billion. Oder fürchten Sie sich vor einer Billion FRUCHTFLIEGEN? DAS wäre GROTESK!

Time am 29. August 2009

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(1) http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E50D889D0B57C4C32928E133C64305453~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Misogynie

(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Theweleit

(4) http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E5983497A1FB84F3F9BC0FB2F9C4792F4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Ergänzung, Spiegel 26.9.:
“… die nun aufgedeckte Methode des Angreifers bereitet Terrorexperten Sorgen: Der Mann trug die Bombe IN seinem Körper… zündete die Terrorgruppe den Sprengsatz, dessen Zünder sich offenbar im DARM des Terroristen befand. Das explosive Material war den Berichten zufolge in kleinen Bündeln enthalten, die nicht aus Metall bestanden. Welches Material der Attentäter zur Explosion gebracht hatte, wird derzeit noch untersucht. Den Berichten zufolge hatte der Terrorist die 40 Stunden vor dem Anschlag nicht gegessen oder getrunken, um die Kraft der Explosion nicht zu mindern. Dass Bin Naif nur leicht verletzt wurde, obwohl der Sprengsatz direkt neben ihm detonierte, führen Experten darauf zurück, dass die Wucht der Explosion sich nur nach UNTEN entlud. In den Boden wurde ein KRATER gedrückt, der Attentäter wurde in zwei Teile zerrissen.”
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,651505,00.html

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