Am 19. Mai hatte ich in Bezug auf den “Kulturpreiseklat” (1) gefragt: “Die Kulturpreisdebatte geht weiter… bis das Ork den Preis doch noch kriegt?”
Nun ja, das Ork hat den PREIS tatsächlich gestern erhalten, aber die DEBATTE ist doch halt irgendwie nach einem kurzen Stück weit im Sande verlaufen. Am 29.8. hatte es die knappe Meldung in der überregionalen FAZ gegeben, daß Einigung zwischen den Kontrahenten erzielt worden sei. Rhein-Main-Ausgabe und FAZ.net hatten dann am 30.8. lapidar gemeldet: “Es ist sicherlich klug, dass sich die vier Teilnehmer des Gesprächs in Mainz entschlossen haben, vorerst nichts Näheres über den Verlauf ihrer Unterhaltung am Freitag mitzuteilen. Nur das erfreuliche Ergebnis haben sie zur Kenntnis gegeben: Salomon Korn, Karl Lehmann und Peter Steinacker sind der Ansicht, dass auch Navid Kermani mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet werden soll. Diese Zurückhaltung ist mit Rücksicht auf das Kuratorium des Hessischen Kulturpreises gewiss geboten.” (2)
Wie war der Eklat entstanden? Er war entstanden, weil zwei hochrangige christliche Theologen (Karl Kardinal Lehmann (3) und Peter Steinacker – 4) es ablehnten, einen Preis für “interreligiöse Kooperation” und die “Kultur des Respekts” gemeinsam mit einem Schriftsteller (Navid Kermani – 5) anzunehmen, der zentrale christliche Glaubensgrundsätze als Gotteslästerung verhöhnt und nicht zu einem klärenden Gespräch bereit war. Neben den beiden Christen sollte der Jude Salomon Korn (6) geehrt werden, eine Situation, die für den vor Mohammedanist Kermani eigentlich vorgesehenen Mohammedanisten Fuat Sezgin (7) aufgrund der fehlenden Distanzierung von Korn gegenüber Israel untragbar war. In der Rede zur Preisverleihung nun macht Kermani deutlich, daß er keineswegs als toleranter Vertreter des Mohammedanismus geehrt werden möchte, sondern als deutscher Schriftsteller. Hier ein paar Highlights aus Kermanis Rede (8):
“Deshalb möchte ich mich heute auch bei denen bedanken, die dafür verantwortlich sind, dass ich den Hessischen Kulturpreis tatsächlich entgegennehmen darf: Das ist die deutsche Öffentlichkeit, das sind die Journalisten, die Wissenschaftler, Schriftsteller und Intellektuellen, die sich in Artikeln zu Wort gemeldet haben, das sind Politiker gerade auch aus der Partei des Ministerpräsidenten, das ist die Opposition im Hessischen Landtag. Besonders bewegt hat mich, wie solidarisch viele Christen und Vertreter der Kirchen auf die Vorwürfe gegen mich reagierten, in Briefen, in Stellungnahmen und sogar in Predigten. Das war eine sehr schöne, beinah zärtliche Erfahrung.”
Kermani dankt einer Massenbewegung “aufrechter Bürger” von Journalisten über die rot-grüne Opposition bis zu Dimmi-Christen, denen das christenfeindliche Geschwurbel eines Undercover-Orks mehr bedeutet als die profunden Darlegungen ihrer hochqualifizierten Theologen. Die Dimmi-Christen sind seine bevorzugten Opfer:
“Die christliche Toleranz: Ganz neu war sie für mich nicht. Von der Toleranz, die sich im Christentum herausgebildet hat, haben meine Familie und ich nicht gelesen, sondern wir haben sie konkret erlebt, seit meine Eltern vor über fünfzig Jahren nach Deutschland eingewandert sind, in dem christlichen Krankenhaus, in dem mein Vater arbeitete, im christlichen Behindertenheim, in dem meine Cousine untergebracht war, in den christlichen Kindergärten, die wir Söhne besuchten, in der christlichen Familie, in die ein Bruder heiratete, bis hin zur christlichen Schule, die meine Tochter besuchte, und der christlichen Gemeinde in unserem Viertel in Köln – eine Toleranz, welche die Islamische Republik Iran, der ich als Bürger ebenfalls angehöre, Andersgläubigen und Andersdenkenden zumal in diesen Wochen versagt.”
Peinlich, wie er den Christen Honig ums Maul schmiert und noch peinlicher, daß sie es geschehen lassen. Beschönigend kritisiert er den Iran, aber Christen und Juden werden in ALLEN mohammedanistischen Staaten einschließlich der Türkei grausam unterdrückt, so wie es der Kloran vorschreibt (9). Dann bekräftigt er seine Ablehnung der Grundsätze christlicher Theologie und führt eine ebenso subtile wie hinterhältige Attacke gegen Ministerpräsident Koch aus:
“Dass ich an dem Text über die Kreuzigungsdarstellung von Guido Reni nichts zurückzunehmen, nichts zu relativieren und nichts zu entschuldigen habe, wird niemanden überraschen… Hingegen trägt es weder zur Lösung der unleugbar existierenden Probleme bei, noch ist es Ausdruck politischer Verantwortung, in fatal zuspitzenden Äußerungen, im Zusammenspiel mit der Boulevardpresse und mit degoutanten Plakaten an ausländerfeindliche Instinkte zu appellieren, die natürlich in Deutschland wie in jedem anderen Land vorhanden sind.”
Grade noch hatte er die für ihn kämpfende Massenbewegung mit besonderem Hinblick auf die Medien gepriesen, dann seine eigene Unbeugsamkeit unterstrichen, nun fantasiert er sich als Opfer einer Verschwörung der Boulevardpresse im Bündnis mit anti-mohammedanistischen Bürgerinitiativen und der Regierung Koch, und er hebt mahnend den Zeigefinger. Das Publikum seufzt andächtig und ist reif für den Fangschuss:
“Und bei allem Respekt vor dieser Institution (d.i. der Zentralrat der Juden, T.) teile ich die Kritik des ursprünglich nominierten Preisträgers, Fuat Sezgin, an der Stellungnahme des Zentralrats zum Krieg im Gaza-Streifen, GENAUSO wie mich ANDERE (= alle, T.) Stellungnahmen des Zentralrats zum NAHOSTKONFLIKT in ihrer EINSEITIGKEIT befremdet haben. Wir müssen uns gemeinsam gegen jeden zur Wehr setzen, der das Existenzrecht Israels bestreitet. Aber AUCH die Palästinenser haben ein EXISTENZRECHT, und ich wünsche mir, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland deutlichere Worte findet, wenn eine israelische Regierung wie die gegenwärtige ALLES tut, um einen lebensfähigen palästinensischen Staat zu VERHINDERN.”
Da ist sie, die obligatorische Stellungnahme gegen Israel, den Staat der Juden, der nach Ansicht der Orks nicht sein darf. Nett, daß er für ein Existenzrecht Israels spricht, aber tut er daß auch für Israel als JÜDISCHER Staat? Oder ist er der Meinung, alle vier oder fünf Generationen der sogenannten “Flüchtlinge” müssten an die Wohnorte ihrer Urahnen zurückkehren dürfen? Er will sich sogar gegen Gegner des Existenzrechts Israels ZUR WEHR setzen, aber inwiefern TUT er das? Es sind übrigens die MOHAMMEDANISTEN, die nicht nur Israel sondern in weiterer Perspektive ALLEN Juden das Existenzrecht absprechen (10). Es sind die MOHAMMEDANISTEN, die bisher jede Gelegenheit zur Souveränität der Palaraber ausgeschlagen und auf Maximalforderungen (d.i. das Ende des Judenstaates Israel) beharrt haben. Heute meldete “tw_24:blog”:
“Nachdem die israelische Regierung die Einstellung von Bautätigkeiten in ‘Siedlungen’ anordnete, fand das zunächst die PA des ‘Palästinenserpräsidenten’ Abu Mazen nicht gut, sondern ‘gefährlich’; nun meldet auch die Demokratiebewegung Hamas aus dem beinahe judenreinen Gaza sich mit einer eindrücklichen Warnung: ‘A return to the NEGOTIATIONS with Israeli would be a national CRIME, Hamas spokesman Sami Abu Zuhri said on Wednesday. ’A return to the negotiating table is a national crime that Palestinians will surly reject,’ Abu Zuhri said, reacting to an Israeli announcement of a curb on expansion of West Bank settlements.” (11)
Aber egal wie verrückt und grausam, die Pallie-Orks sind den anderen Orks allemal näher als jeder andere, Orks kämpfen für Orks, für niemand anderes. Und das sagt Kermani dem, der es bis hierhin noch nicht begriffen hat, mit folgenden Sentenzen:
“Ich hingegen bin für den diesjährigen Hessischen Kulturpreis nicht allein für meine Bücher nominiert worden, sondern als REPRÄSENTANT einer RELIGION (so wie die anderen drei auch, T.). Dass daran etwas NICHT stimmt, hätte ich früher erkennen müssen (Aber das ist kein Grund für Kermani, den Preis dann auch NICHT anzunehmen, T.) … Ja, ich bin Muslim, und ja, ich bin Schriftsteller. Aber ich bin kein muslimischer Schriftsteller. Die einzige Gemeinschaft, der ich als Schriftsteller angehören möchte und vom heutigen Abend an hoffentlich WIEDER ausschließlich angehören werde, ist weder Nation noch Konfession. Es ist eine Literatur. Ich bin ein DEUTSCHER Schriftsteller.”
Hört, hört! “Ich bin Muslim, aber ich bin kein muslimischer Schriftsteller.” Wem will Kermani einen derartigen Schwachsinn weismachen? Jedenfalls keinem Mohammedanisten, die lachen schallend und dann steinigen sie ihn, denn entweder bist du Mohammedanist von oben bis unten oder eben Ungläubiger. Sein freundliches und leichtgläubiges Publikum sind wir, nicht die Orks, wir sind die, die er verändern will. “Deutsch gut, Wurst gut”, bekam ich häufiger im Ausland zu hören. “DEUTSCHER Schriftsteller”, das kommt gut an, “einer von UNS Deutschen” meint mancher, aber ein Flügel des DEUTSCHEN Jihad wimmert grade blutig geschossen im Hindukusch, und Lale Akgün sah sich schon im Amt der DEUTSCHEN Bundespräsidentin. “Nationalismus ist Trumpf”, warum sollte ausgerechnet ein mohammedanistischer Intellektueller und Undercoveragent diese Karte nicht spielen. Geschickterweise schenkt er dann die 45.000 Euro Preisgeld der katholischen Gemeinde St. Theodor in Köln-Vingst, deren Pfarrer Franz Meurer seine Gemeinde nicht nur dazu anhielt, für den Bau der kölschen “repräsentativen” grauen Wolfsschanze zu werben, sondern deren Bau auch durch Geldspenden tatkräftig unterstützte, damit die DITIB und die armen Scheichs nicht so belastet werden.
Und als fulminanten Schlusspunkt setzt Kermani, der sich lautstark als Mohammedanist bekennt, aber nicht als solcher angesehen werden will, ein Kloranzitat, das seinen Leuten anzeigt, wem in Wirklichkeit sein Eifer gilt, und das zeigt, daß er die deutschen Dimmis für grade so wenig verblödet hält, daß sie sich noch selbst die Schuhe zur Gala zubinden und seinen Preisgeldscheck unterschreiben können. Kermani: “Hätte Gott es gewollt, Er hätte euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht. Doch wollt Er euch prüfen in dem, was Er jedem von euch gab. Wetteifert darum in den guten Taten. Koran, Sure 5, Vers 48.”
Im Reclam steht das inhaltlich übereinstimmend in anderer Formulierung in Vers 53. Nur eine Handvoll Wörter weiter aber in Vers 56/Recl. resümmiert AllaHundseingesandter: “O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch NICHT die Juden und Christen zu FREUNDEN; sie sind UNTEREINANDER Freunde, und wer sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist von IHNEN. Siehe, Allah leitet NICHT UNGERECHTE Leute.”
Time am 27. November 2009
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(1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/19/1075/
(2) FAZnet: http://tiny.cc/yBcj0
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lehmann
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Steinacker
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Navid_Kermani
(6) http://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Korn
(7) http://de.wikipedia.org/wiki/Fuat_Sezgin
(9) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran-4-hass-auf-juden-und-christen/
(10) Zwei Hadithe:
1.) “Nachdem sie das Fadschr-Gebet verrichtet haben, werden sie herausgehen, um den Dajjal zu treffen. Und wenn sie den Lügner sehen, wird er anfangen zu schmelzen, wie das Salz im Wasser. Isa (Jesus, T.) wird auf ihn zugehen und ihn töten. Sogar die Bäume und Steine werden dann sagen: „O Geist Allahs, hinter mir ist ein Jude.“ Und keiner von denen, die ihm gefolgt sind, werden bleiben, ohne getötet zu werden.“ (Ahmad 14426) von http://www.islampuls.com/forumnew/viewtopic.php?p=4498
2.) “Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Stunde wird nicht eintreten, bis die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich der Jude hinter dem Stein und dem Baum versteckt. Da sagt der Stein oder der Baum: O Muslim! O Diener Allahs! Dieser ist ein Jude hinter mir, so komm und töte ihn! Der einzige Baum, der das nicht macht, ist Al-Gharqad, denn er gehört zu den Bäumen der Juden.“ (Sahih Muslim 5203) von http://hadith.al-islam.com/bayan/display.asp?Lang=ger&ID=1660
(11) http://www.tw24.info/?p=1699
Material aus meiner Madrasa zum Thema unter:
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/15/die-kunststunde-ii/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/16/steinackers-erklarung/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/19/1075/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/20/liberal-wollte-ich-immer-sein/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/28/schade-herrrabbi/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/29/kreuzhype/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/06/01/kreuzestod-und-auferstehung/
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Ergänzung 28. November: Heute teilen sich Ministerpräsident Koch und Preisträger Korn mit zusammen rund 2400 Wörtern den Platz, der dem grrroßen Kermani gestern von der FAZ als Eröffnungsrede zugestanden wurde (2100 Wörter). Hier die Rede von Koch: http://tiny.cc/0IV2N , hier die von Korn: http://tiny.cc/HzRAT Wie man hört, ist Kardinal Lehmann in seiner Rede (vermutlich klugerweise) nicht auf den Eklat zurückgekommen, bisher habe ich weder seine Rede noch die von Steinacker ausfindig machen können.
Tags: Fuat Sezgin, Guido Reni, Hessischer Kulturpreis, Karl Kardinal Lehmann, Navid Kermani, Peter Steinacker, Roland Koch