Die heutige FAZ bringt auf einer dreiviertel Seite einen Aufsatz von Dieter Bartetzko, in welchem er sich ausführlich mit der Architektur deutscher Moscheen auseinandersetzt. Zunächst stellt er treffend fest: „Mögen die verzweifelt Gutwilligen multikulturelle Harmonie beschwören und die notorisch Unwilligen eine schleichende Islamisierung an die Wand malen, die bald in eine militante umschlagen könnte – die betreffenden Bauten bezeugen tiefe Gräben.“
Er nennt dann die von den Dimmi-Eliten hochgerühmte Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh zu Recht als abstoßendes Beispiel: „Da ist zum Beispiel die 2008 eröffnete Merkez (Merkez, arab.: Zentrum, T.) -Moschee in Duisburg-Marxloh, Raum für 1500 Gläubige, die Einweihung ein Stadtteilfest. Sie gilt seither als Modell gelungener Integration. Doch ihre Gestalt hat nicht das Geringste mit Marxloh zu tun, sondern ist, außen wie innen, ein freies Zitat der islamisierten Hagia Sophia und der Blauen Moschee in Istanbul. (…) Solche Orthodoxie kennzeichnet die Erscheinung fast aller sichtbaren muslimischen Gotteshäuser hierzulande.“
Weiterhin vergleicht er sodann die mohammedanistischen mit den jüdischen Sakralbauten, die er für überwiegend gelungen hält. Gegen Ende seiner Ausführungen stellt er bedauernd fest, daß die Positionen nun durch die Schweizer Entscheidung festgefahren sei.
„Doch die Gegner sehen nur zwei drohende Minarette samt Kuppel (beide realiter kaum wahrnehmbar) – und die islamischen Gemeinden andererseits tun sich schwer mit dem dekorlosen zeitgenössischen Kubismus. In Frankfurts Gutleutviertel wiederum, Anrainer des neuen Europa-Viertels, von Neonazis als ‚Türkenquartier‘ belauert, soll die Moschee der Taqwa-Gemeinde entstehen, bruchlos eingefügt in eine gründerzeitliche Fassadenfolge, mit einer halbrund ausschwingenden Front aus Glasbausteinen und zwei haushohen mauresken Ornamentstreifen statt Minaretten. Ohne Wissen um die Bestimmung würde jeder das Gebäude als Ergänzungsbau des gründerzeitlichen Straßenzugs betrachten, der unbefangen mit Ornamenten spielt. Doch die Kluft, die der Minarettstreit nun verbreitert (samt der Hetze der Neonazis), macht ihn in den Augen einer mutmaßlichen Majorität zum beängstigenden „Leuchtturm einer No-go-Area…“
Es ist seltsam, wie beharrlich sich unsere Mediendimmies weigern, zum Kern des Problems vorzustoßen. Wenn sie nur ein einziges Mal einen Kloran zur Hand nehmen würden, könnten sie begreifen, daß es den Minarettgegnern egal ist, ob die Moschee zwei oder vier Türme hat. Es geht ihnen um die Beseitigung der menschenfeindlichen mohammedanistischen Ideologie, und die Ablehnung der Minarette ist nur einfach die passabelste Möglichkeit gewesen, die Diskussion unter den Bürgern auszuweiten und die republikanischen Truppen zu sammeln.
Sicher ist es richtig, das Problem Moschee von allen Seiten zu betrachten und auch unter architektonischen Aspekten. Aber wäre es nicht z.B. angebracht, mal eine kurze Bemerkung zu den Namen der Bauten zu machen? Diese erinnern nämlich häufig an Gewalttäter und Kriegsverbrecher. Kommentator Leon machte bereits auf Selim (1) aufmerksam. Ibn al Khattab, der zweite Kalif (2) ist auch so ein Verheerer (Wiki hat ein Moschee-Verzeichnis, aber die meisten Namen sind schwer zu recherchieren – 3). Ist es so unverständlich, dass Christen und Europäer keine Bauten in ihren Städten wollen, die Christenmörder und Sklavenjäger verherrlichen? Das ist doch also ganz klar nur peripher eine Frage des Baustils.
FAZ-Leser Dr. Andreas Frick macht dankenswerterweise heute ebenfalls auf diese Zusammenhänge aufmerksam:
„Von Ihrer Berichterstattung über den Volksentscheid in der Schweiz, den Bau von Minaretten in der Schweiz zu verbieten, bin ich sehr enttäuscht. Lediglich der Beitrag Roger Köppels („Mutige Schweizer“, F.A.Z. vom 1. Dezember – 4) macht eine positive Ausnahme. Ein Verbot von Minaretten bedeutet keine nennenswerte Einschränkung der Religionsfreiheit. Auch wenn das von der Regierung bestritten wird, ist die Annahme des Entscheids aber ein Signal, dass die Stimmbürger verstanden haben, dass der Islam (= bedingungslose Unterwerfung) mit der auf christlichen Werten beruhenden Freiheit und Selbstbestimmtheit der Schweizer Gesellschaft vollkommen unvereinbar ist, was die ganzen dumm daherschwätzenden Politiker leider noch immer nicht verstanden haben. Der Islam verbietet insbesondere, dass in Gebieten, die er beherrscht und damit in seinem Sinn befriedet hat, Kirchen oder andere nichtislamische Gebetsstätten überhaupt gebaut werden dürfen. Der Islam ist (nicht nur deswegen) extrem intolerant, und es ist das gute Recht der Schweizer Stimmbürger, seine Ausbreitung auf Schweizer Boden zu verhindern. In den ganzen Berichten zu dem Entscheid war von dieser Intoleranz, die sich auch in massiver Christenverfolgung zeigt, leider nichts zu lesen. Das ist der eigentliche Skandal.“
Der Schweizer Jürg Alltweg faßt einige Stimmen der Debatte zusammen:
„Der Schweizer Fotograf Michael Graffenried will zu Hause nicht mehr ausstellen – es sei denn in einer Moschee. Fatih Akin kommt aus Protest nicht zur Schweiz-Premiere seines neuen Films nach Zürich. Intellektuelle des ‚Club Hélvétique‘ wollen ihrerseits die Möglichkeiten direkter Demokratie ausschöpfen und eine Initiative für ein Verbot des Verbots von Minaretten lancieren. Ein Anwalt will die Volksabstimmung in Straßburg anfechten. Der Genfer Vordenker Tariq Ramadan fordert die Muslime auf, sich mehr in die gesellschaftspolitischen Debatten einzumischen. Ein Politologe islamischen Glaubens erklärt selbstkritisch, die Muslime in der Schweiz hätten sich nicht deutlich genug von fundamentalistischen Tendenzen distanziert: Tariq Ramadans Bruder Hosni hatte als Vorsteher der Moschee in Genf das Steinigen von Ehebrecherinnen gutgeheißen. Er wurde als Lehrer vom Staat mit einem Berufsverbot belegt. Derweil wird der Minarett-Bekämpfer Oskar Freysinger zum internationalen Star. Al Dschazira hat ihn interviewt. Vor ein paar Jahren verweigerte der Schweizer Schriftstellerverband dem Abgeordneten der Schweizerischen Volkspartei die Aufnahme. Per Volksabstimmung waren einst die Jesuiten und das Schächten verboten worden. Daran erinnert der Historiker Urs Altermatt, wenn er erklärt: ‚In der Schweiz werden Probleme, die für ganz Europa gelten, früher und deutlicher erkannt als im Ausland.‘ Es ist, so Altermatt, der ‚Anfang eines neuen Kulturkampfs‘.“
Hoffen wir das Beste, hoffen wir, dass Altermatt Recht hat – obwohl ich fürchte, dass es nicht bei einem „Kultur“-Kampf bleiben wird…
Time am 9. Dezember 2009
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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Yavuz_Sultan_Selim
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Umar_ibn_al-Chattab
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Moscheen_in_Deutschland,_Österreich_und_der_Schweiz
(4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/01/drei-totalitarismen-in-folge/
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Ergänzung: Bei FAZ.net gibt es heute auch einen ausgezeichneten Bericht über ein öffentliches Streitgesspräch von Regina Mönch unter http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E8998012173514C02B6927B57E3EA0B60~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Auftritt Kermani: “Der Orientalist Navid Kermani war weniger skrupulös. Das Minarett-Verbot, im Folgenden nur noch ‘dieser Sonntag’ genannt, sei ein Tabubruch, noch niemals sei in der europäischen Geschichte über Religionen verhandelt worden, und er hätte sich gewünscht, dass Politiker dagegen deutlicher vorgegangen wären. Wo über Grundrechte verhandelt werde, empörte sich Kermani, da gebe es bald keine mehr. Nicht die Muslime, sondern die Mehrheit habe an ‘diesem Sonntag’ Europas Werte verraten.(…) An diesem Abend hatte Navid Kermani das Diktat der zu herrschenden Meinung übernommen. Er warnte vor all den Rechtspopulisten, die ‘UNSEREN Konsens’ infrage stellten, DARÜBER solle man endlich reden, NICHT über den ISLAM.” Die Metamorphose von einem Momo zu einem Jihadi dauert nur einen Lidschlag. Sekundiert wurde Kermani übrigens von “Genderforscherin” Susanne Baer…
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