Archiv für April 2010

Im präoperationalen Stadium

30. April 2010

Das Jaffa-Tor in Jerusalem

In der gestrigen FAZ bekam Joseph Croitoru wieder einmal die Gelegenheit, zahnlos gegen Israel zu granteln.

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Fünfjahresplan für Patrioten

Israel will Schülern und Einwanderern die Helden von früher ins Gedächtnis rufen und verdrängt dabei die palästinensische Geschichte

Benjamin Netanjahu hat eine kulturpolitische Vision. Er will geschichtsvergessene Israelis zur Vaterlandsliebe erziehen und das Band zwischen dem jüdischen Volk und dem Land der Bibel enger knüpfen. Vor dem Hintergrund der ohnehin ziemlich militarisierten israelischen Nationalkultur bedeutet dies die Rückkehr zur früheren zionistischen Heldenverehrung. Schülern wurden bis in die siebziger Jahre hinein die Sterbensworte des schwerverwundeten Nationalhelden Joseph Trumpeldor (1880 bis 1920) eingebleut: „Es ist gut, für unser Land zu sterben.“

In den folgenden Jahrzehnten distanzierte man sich von dieser Heldenfigur, deren Vermächtnis nach der kritischen Auseinandersetzung mit den Gründungsmythen Israels unzeitgemäß erschien. Die jetzige israelische Regierung ist anderer Auffassung. So wählte Netanjahu unlängst für die Bekanntmachung eines Projekts zur Erneuerung historisch und archäologisch wichtiger Kulturdenkmäler, Museen und Archive einen geschichtsträchtigen Ort: das Tel-Hai-Museum in Obergaliläa, wo sich das Kabinett Ende Februar zu einer medial  inszenierten Sondersitzung traf, um den Projektstart zu verkünden. Dies geschah wenige Tage vor Trumpeldors neunzigstem Todestag, dessen Verteidigungskampf in Tel Hai 1920 gegen die arabischen Angreifer die Schau im Museum verherrlicht.

Der Öffentlichkeit wurde eine fünfzigseitige Beschreibung vorgestellt, die emphatisch den „Entscheidungskampf um die Zukunft des Zionismus“ ankündigt. Dem Konsumismus, den Netanjahu übrigens selbst früher als Finanzminister durch eine neoliberale Marktpolitik stark gefördert hat, wird die Schuld für eine Wertekrise zugewiesen, die die Identität gefährde. Eine ganze Generation, so die Verfasser, sei in einem Umfeld kultureller Seichtheit, Wissens- und Geistesverdünnung groß geworden. Ihre Bindung an den Zionismus sei verloren.

Und genau diese will der Fünfjahresplan der Regierung wiederbeleben. So soll das Nationalbewusstsein mit Kulturdenkmälern gestärkt werden. Besonders Schulkindern, aber auch ausdrücklich der über eine Million Bürger zählenden Einwanderergruppe aus der ehemaligen Sowjetunion will man den patriotischen Gedanken nahebringen. Entlang dieser Kulturstätten hat man zwei Besichtigungsrouten konzipiert. Die eine ist den älteren historischen Spuren jüdischen Lebens gewidmet, die andere konzentriert sich auf die zionistische und israelische Epoche. Die Karten dieser Routen stimmen allerdings bedenklich: Sie durchqueren wie selbstverständlich besetztes Gebiet im Westjordanland und auf den Golanhöhen und blenden arabische Ortschaften aus – es sei denn, diese markierten Siege der eigenen Streitkräfte wie etwa den in Latrun auf der Strecke von Tel Aviv nach Jerusalem.

Dass hier zum ersten Mal auch mit kulturpolitischen Mitteln die Realität der israelischen Besatzung zementiert werden soll, daran kann es kaum noch einen Zweifel geben. Jedenfalls nicht mehr, seitdem Netanjahu auf die Einwände der Siedler, die die Liste der förderungswürdigen Denkmäler als unvollständig kritisierten, umgehend reagierte; er versprach, auch das bei Bethlehem gelegene Rachel-Grab und das Grab der Patriarchen in Hebron darin aufzunehmen. Während diese Erklärung für Unruhe in den Palästinensergebieten und Proteste bei der palästinensischen Autonomiebehörde und der Unesco sorgte, steigerte sie noch die Ambitionen der Eiferer: Sie wollen auch den Tempelberg aufgenommen wissen.

Solche Wünsche entstehen nicht im leeren Raum – ist doch mit dem kulturpolitischen Fünfjahresplan der Regierung Netanjahu das Ausblenden des arabischen und islamischen Erbes des Landes geradezu Programm geworden. Doch damit nicht genug: In umgekehrter Richtung soll die Erinnerung an das Kriegsschicksal der Palästinenser im Jahr 1948 gesetzlich erschwert werden. So wurde Mitte März die abgemilderte Version der umstrittenen, im Volksmund „Anti-Nakba-Gesetz“ genannten Initiative in erster Lesung verabschiedet; die endgültige Verabschiedung darf als sicher gelten, auch wenn ein Termin noch nicht bestimmt ist.

Anders als bei der ersten Variante, die man nach Protesten zurückzog, gab es diesmal kaum öffentliche Kritik. Das Gesetz, eine auf den ersten Blick unscheinbare Ergänzung zum Haushaltsrahmengesetz von 1985 unter dem Punkt „unzulässige Ausgaben“, betrifft jetzt nicht mehr Einzelpersonen. Diesen drohten in der ursprünglichen Version Haftstrafen, wenn sie den Unabhängigkeitstag Israels als „Trauertag“ zum Gedenken an die palästinensische Katastrophe (Nakba) begingen. Nun muss jede in welchem Umfang auch immer staatlich bezuschusste Organisation, die ebendieses tut, künftig mit Entzug der Zuschüsse und drakonischen Geldstrafen rechnen.

Im Klartext heißt dies, dass bald nur noch private Vereine an das palästinensische Schicksal von Vertreibung und Entrechtung werden erinnern können, was das öffentliche Gedenken an die Nakba stark einschränken dürfte. Doch nicht nur darauf zielt das Gesetz. Es soll auch jegliche Stellungnahmen von Institutionen und Organisationen ahnden, die den jüdischen wie demokratischen Charakter des Staates Israel in Frage stellen, nationale Symbole entehren, militärischen Kampf und Terrorismus gegen den Staat befürworten und, so wörtlich, zum Rassismus aufhetzen. Worauf sich der letzte Punkt genau bezieht, ist freilich nicht weiter präzisiert. Rassistische Ausfälle jüdischer Extremisten dürften kaum gemeint sein. Und so kann man es den Vertretern der arabischen Minderheit im Land nicht verdenken, wenn sie ihrerseits das Gesetz als rassistisch kritisieren. Sie ahnen wohl schon, mit welcher Art Gesinnungskontrolle sie in Zukunft werden rechnen müssen.

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Ist es nicht selbstverständlich, dass der Unabhängigkeitstag Israels in Israel als Freudenfest gefeiert wird? Und ist es nicht selbstverständlich, dass der israelische Staat Organisationen, die die Unabhängigkeit Israels als „Katastrophe“ verunglimpfen, lieber nicht mit Steuergeldern füttern will? Den größten Nutzen von der Unabhängigkeit Israels haben, verglichen mit ihren Mit-Mohammedanisten in allen anderen Ländern der Erde, doch die israelischen Araber, die sich der Rechte und Möglichkeiten dieser grandiosen Demokratie erfreuen dürfen – aber nichts Besseres zu tun haben, als ihr den „Dolch in den Rücken zu stechen“. „Fünfjahresplan“: Damit will Croitoru die israelische Regierung in die Nähe des mörderischen Diktators Stalin und in die Nähe des Bolschewismus rücken.

Heplev hatte am 27. April übrigens diesbezüglich einen Beitrag über die Restaurierung des Jaffa-Tores gebracht, welche die Kritik einiger Pallie-Offizieller auf sich gezogen hatte. Heplev (1):

„Israel verwendet Jahre und einen Haufen Geld darauf, einen historisch wichtigen Teil Jerusalems zu restaurieren – der von Muslimen gebaut wurde. Sie tun das mit der größtmöglichen Sensibilität gegenüber jedermann. Warum also sind die palästinensischen Araber aufgebracht, dass ein Teil dessen, was sie als ihr eigenes Erbe betrachten, gerettet wurde? ‘Es ist ein Versuch, das Wirtschaftsleben der Altstadt hart zu treffen, insbesondere das muslimische Viertel’, sagte Hamet Abdel Qader, Berater von Palästinenserpräsdient Mahmud Abbas für Fragen Jerusalems. Ein prominenter palästinensisch-arabischer Führer und Berater von Mahmud Abbas sieht, was Israel tut – und nimmt reflexartig an, dass es getan wurde, um den Arabern zu schaden! (…)

Daher wurde Israel (nach Auffassung der Palaraber, T.) nicht gegründet, um die Selbstbestimmung des jüdischen Volkes zu realisieren: Es wurde ausschließlich gegründet, um ‘Palästinenser’ zu vertreiben. An den Zweiten Tempel angrenzende Tunnel werden nicht wegen archäologischer Forschungen gegraben; sie werden gegraben, um eine Stadt zu ‘judaisieren’. U-Bahnen und Straßenbahnen werden mit der ausdrücklichen Absicht gebaut, die Grundmauern einer Moschee zu schwächen. Und natürlich wird ein teures, mehrjähriges Projekt, mit dem Juden eine von Muslimen gebaute Stätte restaurieren, nur durchgeführt, um den Arabern Geschäfte wegzunehmen. Alles, was Juden tun, wird aus keinem anderen Grund gemacht, außer die Araber zu verletzen, belästigen und verärgern.“

Heplev diagnostiziert m.E. zu Recht eine kollektive geistige Behinderung der Pallies, insofern sie das „präoperationalen Stadium“ (nach Jean Piaget), welches den geistigen Horizont von zwei- bis siebenjährigen Kindern kennzeichnet, noch nicht hinter sich gelassen haben. Leider ist das offenbar auch bei zumindest einem Journalisten der besten Zeitung Deutschlands der Fall.

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Time am 30. April 2010

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1) http://heplev.wordpress.com/2010/04/27/die-palastinensischen-araber-und-piaget/

Purer Jihad

29. April 2010

Neuer „abrahamitischer Gott“ aufgetaucht (s. Abb.)? Warum nicht, unserer intellektuellen – und, schlimmer noch, teilweise auch kirchlichen – Elite ist es ja egal, welche Vorstellungen der Gläubige von Gott hat: Hauptsache, er ist „religiös“. Auf die „Schnittmengen“ komme es nunmehr an, Amen!

Der stärkste Gott der Mohammedanisten war in Arabien 2000 Jahre lang (Dr. Sina) als menschenfressender Mondgott Hubal berüchtigt. Nachdem Klo H. Metzel alle anderen arabischen Götter (= Allas) beseitigt hatte, blieb nur noch einer übrig, der HUBAL, DER Alla, der von nun an auch Alla hieß (denn nur wo Alla draufsteht, ist auch Alla drin). Sein Charakter aber blieb gleichermaßen blutdurstig, bösartig und sadistisch.

Er hat nach mohammedanistischer Vorstellung den Menschen geschaffen, um auf ihm rumzutrampeln und ihn zu quälen (1). Für die Menschen gibt es keine Hoffnung, denn sie werden seit Klo H. Metzel immer schlechter, wie ein Hadith von Buhari (XXVI/5, Recl.1991, S.279) berichtet: „Die besten Menschen sind die, die meiner Generation angehören. Und die zweitbesten sind die aus der Genaration unserer Kinder, gefolgt von der Generation unserer Kindeskinder… Nach euch werden Menschen leben, die treulos handeln und in keinster Weise vertrauenswürdig sind. Sie werden Zeugenaussagen machen, ohne dazu berufen zu sein (d.h. ohne Genehmigung der Obrigkeit, T.), sie werden Schwüre leisten, ohne sie zu erfüllen, und die Feistheit wird weit verbreitet sein.”

Frauen haben generell nur sehr wenig Chancen, nicht in der Hölle zu landen (Buhari XXIX/36, S.358): „Ich stand auch am Tor zur Hölle, und die Mehrzahl derer, die dort hinein mußten, waren Frauen.“ Kann ein angeblich „ganz normaler Mensch“ am Tor der Hölle stehen und darüber berichten? Nein, das ist vielmehr ein Beispiel für die Vergöttlichung Klohametts und den mohammedanistischen Polytheismus ebenso wie für die grundsätzliche Abwertung der Frau durch den Fieslahm.

Es gibt für den Mohammedanisten gleich welchen Geschlechts also eine überwältigende Wahrscheinlichkeit, nach dem Ableben auf ewig fürchterlich gefoltert zu werden. Die einzige Möglichkeit, dem zu entgehen, ist der Tod im Kampf für die mohammedanistische Sache. Außer der Belohnung im Jenseits ist die Reputation – so wie es für eine Schamkultur typisch ist – umso höher, je größer der Einsatz für die vermeintlich gemeinsame Sache ist.

Diese Vorstellungen bringen eine bestimmte Art der Kriegsführung hervor. An und für sich feige und verschlagen, erfreuen sich bei den Orks Hinterhalte und zahlenmäßig überwältigende Mehrheiten gegen möglichst wehrlose Menschen der allergrößten Beliebtheit. In unserer Zeit kommen daher insbesondere Sprengfallen massiv zum Einsatz (2). Allerdings hauen die oft nicht hin, und sie gewährleisten nur Status- bzw. Beutezuwachs im Diesseits, Alla aber lassen sie kalt. Der findet vielmehr Gefallen am besinnungslosen Sturmlauf, denn im Kloran heißt es z.B. „Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich, dem geben wir gewaltigen Lohn.“ (4. Sure, Vers 76; Recl. S. 98)“ und: „… das irdische Leben ist nur ein Spiel und ein Scherz.“ (6. Sure, Vers 32; Recl. S. 132). (3)

Diese Taktik des tollkühnen und rücksichtslosen Einsatzes kann sogar erfolgreich sein, wenn der Gegner z.B. von einem masochistischen Heulsusenparlament geleitet wird. Er bleibt dann völlig erfolglos, wenn das Kommando in den Händen eines erfolgsorientierten und klugen Militärführers vom Schlage Kitcheners (4) liegt, der die Schlacht von Omdurman mit 50 eigenen Gefallenen und 20.000 toten Orks für sich entschied (5).

Auch heutzutage hat sich die orkische Taktik nicht geändert. Sie wird von ihnen im Irak angewendet (6): „48 Stunden verbrachte Haley, … Blackwater-Mann, hinter einem Scharfschützengewehr. Immer neue Angreifer kamen, ohne Schutz, Busse fuhren sie in den Kampf, und dort oben lag Haley, visierte, schoss. ‘Irgendwann hörte ich auf zu zählen’, sagt Haley…“

Oder auch in Afghanistan. Letzteres geht aus einem sehr lesenswertem Interview mit Daniel Seibert anlässlich der Verleihung des Bundeswehrehrenkreuzes an ihn hervor (7): „Die Taliban griffen geradezu fanatisch an, stiegen aus ihren Stellungen und liefen feuernd auf uns zu. Wir erwiderten das Feuer und vernichteten bereits in dieser frühen Phase des Kampfes Teile des Feindes… wir hatten keinen einzigen Verletzten.“ Mit größtem Respekt vor Herrn Seliger bezweifle ich diese seiner Aussagen: „Das war ein sauber geführter infanteristischer Angriff. Die wussten genau, was sie machen, die waren gut ausgebildet.“ Dies Urteil widerspricht seiner vorhergehenden Beschreibung: Die Orks haben sich vielmehr vom Wahnsinn gepackt in das Feuer geworfen, um umgehend ins Paradies einzugehen.

Nicht anders geht die neue niedersächsische, mohammedanistische Ministerin Özkan vor. Ihre Parolen sind „Frechheit siegt“ und „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Noch nicht im Amt, schlug sie mit aller Härte und dort zu, wo es ihr möglich war: Sie ist eine Jihad-Großmeisterin. Zunächst erklärte sie die frühkindliche Bildung von Migranten- (aka Ork-) Kindern zu ihrer Aufgabe, so als ob es keine anderen Kinder gäbe (8). Der „Focus“ berichtete: „Özkan sagte FOCUS, die Zuständigkeit für Integration habe sie vor ihrem Wechsel nach Hannover bei Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) eingefordert. ‘Ich habe klar gesagt, dass ich den Bereich Integration übernehmen möchte, der bislang im Innenministerium angesiedelt war.’“ Sie äußerte sich zudem gegen Kruzifixe in Schulen, obgleich die sicher eine Rarität in Niedersachsen sind. Sie verwarf weiterhin den CDU-Begriff  “privilegierte Partnerschaft“ für die Türkei (9). Dass all dies keine Flappsigkeit sondern ihre innere Agenda ist, darauf deutet folgende Textpassage bei der „Welt“ vom 26. April (10):

„Wusste Aygul Özkan davon nichts? Jedenfalls autorisiert am Freitag um 15:27 Uhr ein Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums das Interview im Namen von Aygül Özkan bei ‘Focus’. Aber am gleichen Abend ruft der Sprecher noch einmal bei dem Magazin an und drängt darauf, die Kruzifix-Passage aus dem Interview zu streichen. Der Focus verweigert die nachträgliche Veränderung eines autorisierten Gespräches jedoch. Als kleines Zugeständnis wird allerdings eine Frage eingefügt, so dass es nunmehr so aussieht, als habe nicht Özkan selbst das Kruzifix-Thema angesprochen, sondern lediglich auf eine Frage des Redakteurs geantwortet.“

Es ist offensichtlich, dass das Kruzifix-Verbot ihre ureigene Herzensangelegenheit ist, was das Ministerium zu verschleiern suchte. Özkan erklärte sodann: „Wir brauchen an unseren Gerichten dringend mehr Richter mit Migrationshintergrund. Damit die Betroffen auch sehen, hier entscheidet nicht eine FREMDE Autorität (11).“ Deutsche Richter in Deutschland bezeichnet sie als fremde Autorität? Ja, denn letztendlich sind ihrer Ansicht nach sicher ALLE Deutschen Fremde in Deutschland. Als nächstes kam die Forderung nach der Scharia… Nee, noch nicht, aber es folgte ein impertinenter und gerissener Anschlag auf das Christentum und seine Kirchen in Deutschland. Özkan hatte die Frechheit, den Amtseid auf Gott zu schwören, obwohl sie Alla meinte, und die Infamie zu behaupten, Alla sei derselbe wie Jahwe, der Gott der Christen und Juden. (12)

Fünf harte Schläge in Folge innerhalb kürzester Zeit brachte viele zum Rätseln. War sie nicht gebrieft worden? Ist sie so ungeschickt? Nein, nein: Das ist Jihad at it’s best, das ist urmohammedanistisch, it’s pure Jihad – Soft-Jihad aber Jihad der Spitzenklasse. Das ist genau das, was Klo H. Metzel auch gemacht hat, indem er Judentum und Christentum ihres Inhaltes beraubt und die leere Hülle mit seinen eigenen, verbrecherischen Inhalten gefüllt hat. Egal, ob sie die Unterstützung von Dimmi Wulff verloren hätte – womit absolut nicht zu rechnen war – einem Omdurman-Mahdisten gleich stürzte sie sich mit aller Kraft in die Schlacht. Entweder würden ihre Frechheit und Aggressivität siegen, oder sie würde gestoppt werden und dennoch die Hochachtung ihrer Gemeinschaft erringen, die ihr um so wichtiger ist, als dass sie für die ja „nur“ eine Frau ist. Eine Win-Win-Situation für sie.

Und so kennt die Begeisterung der türkischen „Hürriyet“ keine Grenzen, sie nennt Özkan „UNSERE erste Ministerin“ (13). Und die Magdeburger „Volksstimme“ träumte (laut heutiger FAZ):

„Der Start in ein Regierungsamt war für die türkischstämmige Aygül Özkan (CDU) reichlich holprig: Zur falschen Zeit philosophierte sie über Kreuze in deutschen Schulen. Doch Niedersachsens neue Sozialministerin, recht neu im politischen Geschäft, wird dazulernen. Genauso wie die deutsche Gesellschaft, in der politische Mandatsträger mit Migrationshintergrund immer weniger eine Exotenrolle spielen – siehe etwa Grünen-Chef Cem Özdemir. Die Ministerin darf sich dennoch eine geraume Zeit besonderer Beobachtung sicher sein. Frau Özkan wird daran gemessen werden, wie sie Integrationspolitik in Niedersachsen gestaltet. Die mögliche Bandbreite liegt zwischen einem Beispiel für Deutschland oder glattem Versagen. Im günstigsten Fall besteht die Chance, Integrationsgegnern wie dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan bei ihren Landsleuten den Wind aus den Segeln zu nehmen.“

Begreift es, die Mohammedanisten haben ihre eigene Agenda: den Jihad! Die „Berliner Morgenpost“ stellte sich (laut heutiger FAZ) voll und ganz hinter Özkan und träumte auch: „Wie wirbt man unter Muslimen für die Gleichberechtigung von Mann und Frau? Wie bekommt man die muslimischen Mädchen zu den Klassenfahrten und die Jungen von der Straße in die Ausbildungsbetriebe? Frau Özkan bringt beste Voraussetzungen mit, diese Themen angstfrei anzugehen. Das ist ihre Aufgabe, nicht die Proklamation des CDU-Parteiprogramms.“ Frau Özkan hat jedoch bereits überdeutlich gemacht, dass sie sich nicht dafür interessiert, was ihre Partei sagt (geschweige denn die Berliner Mottenpost) – Sie folgt der Order aus Ankara.

Drückten die Kirchen anfangs noch ihr Unverständnis ob der Ursupation Jahwes durch die Jihadistin aus (14), ruderten sie schon anderntags wieder zurück, und man entdeckte „Schnittmengen“: „Ähnlich äußerte sich für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) der Präsident ihres Kirchenamtes, Hermann Barth. Der Nachrichtenagentur EPD sagte Barth: ‘Die Situation in unserer religiös pluralen Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass wir bei allen Differenzen zwischen Christen und Muslimen gemeinsame Überzeugungen und Schnittmengen haben. Wir sollten sie pfleglich behandeln.’“ (15)

Das mediale Gegenfeuer gegen sie wie auch die Union war aber in der Tat bemerkenswert und unisono. Der „Tagesspiegel“ z.B. sekundierte Özkan gestern folgendermaßen (16):

„Wenn jemand wie Özkan etwas Unbequemes sagt, und selbst wenn diese Aussage im Grunde nur die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts wiedergibt, dann ist das für Politiker wie Goppel keine Meinungsäußerung, der man zustimmen kann oder auch nicht. Es ist eine Anmaßung. Nicht nur Goppel sieht das so.“ Als ob es um die persönliche und freie Meinungsäußerung ginge. Eine designierte CDU-Ministerin stellt sich diametral der Politik der CDU entgegen, und CDU-Politiker, die darob ihre Irritation und Meinung dazu äußern, werden nun verunglimpft. Zu Özkan darf man also offenbar nur noch „Ja“ sagen.

Am Dienstag schon hatte Georg Paul Hefty in der FAZ verkündet (17):

„Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan hat sich in ihrem Amtseid auf den ‘Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs’ berufen. Damit hat eine Muslimin die Tauglichkeit des Grundgesetzes für die veränderte Welt bestätigt. Eine Ministerin, die der – von Verfassungs wegen freiwillig gesprochenen – Berufung auf Gott in dem von ihr abgelegten Amtseid eine theologische Darlegung folgen lässt, gab es in Deutschland noch nicht. Gleich, wem der Gedanke, es so zu tun, gekommen war – ihr selbst oder einem anderen -, gleich, mit wem sie sich darüber beraten hatte, sie hat Mut bewiesen und Wegweisendes gesagt.“

Ja, dies ist völlig richtig, es war wegweisend – leider in eine düstere Zukunft für die Christen. Eine kirchenfeindliche Hetzrede erster Ordnung aber hielt in der heutigen FAZ in geiferndem Ton Dimmi Christian Geyer (18):

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Verfassungsgott

Moses schwieg, als Gott ihm sein „Ich bin’s“ zurief. Das war angemessen. Die deutschen Kirchen haben leider nicht soviel Selbstbeherrschung. Sie kritisieren, dass sich Aygül Özkan beim Amtseid auf Gott berufen hat.

Wer wollte es dem Gott zum Vorwurf machen, dass er sich in der alttestamentlichen Dornbuscherzählung als Jahwe, als der Ich-bin-der-ich-bin offenbart? Bisher ist kein Kirchenvertreter auf die Idee gekommen, diese feurige Selbstbeschreibung Gottes als dogmatisch unzureichend zu kritisieren. Im Gegenteil zeichnet sich gute Theologie dadurch aus, die Spuren Gottes in seinen verschiedenen Offenbarungen sichtbar zu machen, statt diese Spuren am Maßstab einer Orthodoxie zu zensieren. Moses zog die Schuhe aus und schwieg, als Gott ihm sein „Ich bin’s“ zurief. Damit bewies er jenen Takt, der sich dem Unfassbaren gegenüber gehört.

Zu unspezifisch, rufen dagegen Kirchenvertreter, als Niedersachsens türkischstämmige Sozialministerin Aygül Özkan sich bei ihrer Vereidigung „auf den einen und einzigen Gott“ beruft, „der den drei monotheistischen Religionen, dem Judentum, dem Christentum und dem Islam, gemeinsam ist und den alle drei Religionen als den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs verehren“. Ein Sprecher der Hannoverschen Landeskirche BEMÄNGELTE das „sehr unspezifische Gottesbild“ der Ministerin und ein Sprecher des Bistums Essen erklärte, theologisch seien der Gott der Christen und der Gott des Islam „nicht gleichzusetzen“.

Es hat etwas ZUTIEFST UNANGEMESSENES, vulgo: PROLLIGES, wenn EIN GOTTESBEKENNTNIS (es ist ein Allabekenntnis, T.), das jemand aus freien Stücken zur Amtsvereidigung ablegt, ZENSIERT wird. BELEHRUNGEN, sosehr sie in der Sache zutreffen mögen, VERBIETEN sich bei solcher Gelegenheit von selbst: MENSCHLICH, THEOLOGISCH und POLITISCH. Politisch offenbart sich in der ZENSUR eines ministeriellen Amtseids das historisch gewachsene SELBSTMISSVERSTÄNDNIS der Kirche als Hüterin der Verfassungswerte.

Die Funktion einer gesamtgesellschaftlichen SUPERVISION war vielleicht einmal mit der Volkskirchenidee verbunden, die unter der bundesrepublikanischen Doppelspitze von Kanzler Kohl und Kardinal Lehmann ihre spezifische Förderung erfuhr. Doch das neue Jahrhundert hat diese Idee zu den AKTEN genommen, die Kirchen SELBST kämpfen um die Ausweitung ihrer politisch privilegierten Stellung auf die Religion der Muslime, um das KLAPPRIG gewordene Gerüst des alten Staatskirchenrechts vor dem EINSTURZ zu retten. Vor GERÜSTKLETTERERN, die MEINEN, einer muslimischen Politikerin in die PARADE fahren zu müssen, weil sie den Gott der Verfassung nicht für den CHRISTENGOTT reserviert, ZIEHT ES EINEM DIE SCHUHE AUS.

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Es sei vermessen von den Kirchen, darauf zu achten, dass es Gott-Jahwe ist und nicht Alla, Baal oder Nanabozo, zu dem ihre Mitglieder beten, meint Geyer. Offenbar hat er selbst gar kein „Gottesbild“, da es ihm ja egal ist, wie Gott beschrieben wird. Sieh einer an, das qualifiziert ihn heutzutage in der FAZ dazu, die christlichen Kirchen theologisch zu beurteilen. In Wirklichkeit ist ihm das alles egal, wichtig ist ihm nur die Verteidigung der jihadistischen Usurpatorin, die er für eine „edle Wilde“ hält (19). Und die macht – aus orkischer Sicht – ihre Sache wirklich gut, sehr viel besser als der Öko-Schlaffie Özdemir. Sie ist innerhalb kürzester Zeit sehr weit gekommen. Das wird ihren Appetit verstärken. Ich bin sicher, wir werden sehr bald wieder von ihr hören, von Top-Jihada Aygül Özkan.

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Time am 29. April 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran-2-unterwirf-dich-einem-sadisten/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Improvised_explosive_device
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran-5-krieg/
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Kitchener,_1._Earl_Kitchener_of_Khartoum
5) http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Omdurman
auch: http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/27/churchill-3-die-schlacht-von-omdurman/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/27/churchill-4-einnahme-der-stadt/
6) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-54230912.html
7) http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLd443DgwFSUGYAfqR6GIBIQixoJRUfW99X4_83FT9AP2C3NCIckdHRQD1EjxD/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfQ180QzU!?yw_contentURL=/C1256EF4002AED30/W284FHMG628INFODE/content.jsp
8- http://www.welt.de/politik/deutschland/article7248887/Deutschlands-erste-tuerkischstaemmige-Ministerin.html
9) http://www.focus.de/politik/deutschland/ayguel-oezkan-niedersachsens-neue-sozialministerin-gegen-kruzifixe_aid_501716.html
10) http://www.welt.de/politik/deutschland/article7346946/Hilfe-diese-Muslima-ist-gar-keine-Christin.html
11) http://www.morgenpost.de/politik/article1296680/Frau-Oezkan-wann-wird-eine-Muslimin-Kanzlerin.html
12) http://www.welt.de/politik/deutschland/article7361071/Ayguel-Oezkan-schwoert-auf-Gott-und-wird-Ministerin.html;jsessionid=032D10DF2DAFC8FE825CE53D10930827#vote_7302898
13) http://www.welt.de/die-welt/debatte/article7283109/Ganz-grosses-Kino-Ayguel-Oezkan.html
14) http://www.welt.de/politik/deutschland/article7371940/Kirchen-stoert-die-Gottesformel-in-Oezkans-Amtseid.html
15) http://www.welt.de/politik/deutschland/article7377597/Kirchen-gefaellt-Oezkans-Eidesformel-jetzt-doch.html#vote_7375037
16) http://www.tagesspiegel.de/meinung/wie-ayguel-oezkan-von-unionspolitikern-ausgegrenzt-wird/1810346.html;jsessionid=613F01D2C6A41F83ECBA49586F688F7C
17) http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E1A14830D40894186A04FCCB1F6AA35D2~ATpl~Ecommon~Scontent.html
18) http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~E3FFE7BE32C0649BDB3BB6604A560118B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
19) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/27/der-wilde-wilde/

auch: http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/20/die-0875-prozent-hurde/

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Links von PI:
http://www.pi-news.net/2010/04/oezkan-und-gott-kirchen-rudern-zurueck/
http://www.pi-news.net/2010/04/kirchen-stellen-klar-gott-ist-nicht-allah/
http://www.pi-news.net/2010/04/oezkan-brauchen-mehr-migranten-richter/
http://www.pi-news.net/2010/04/oezkan-macht-front-gegen-kreuze-in-schulen/
http://www.pi-news.net/2010/04/wulff-geht-auf-distanz-zu-oezkan/
http://www.pi-news.net/2010/04/oezkan-schwoert-auf-gott-und-meint-allah/

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PS, „Die Welt“, 17:57 Uhr:

Aus meinem Giftschrank (#11)

29. April 2010

So als ob es keine persischen Invasionen in Griechenland (490 und 480 v. Chr.) gegeben hätte, so als ob die Türkei 1974 nicht Zypern überfallen hätte und den Norden seitdem besetzt hielte, so als ob Europa nicht jahrhundertelang von den mohammedanistischen Osmanen ausgeplündert und geschändet worden wäre, so als ob wir – wie der Rest der Welt – nicht unter 1400 Jahren Jihad leiden würden, bringt die heutige FAZ heute eine Karikatur von Greser & Lenz, die eine der Wiegen unserer Zivilisation und eines ihrer großartigen Symbole verspottet und vorab erneut unter die Herrschaft der Türken stellt. Es ist damit zu rechnen, dass die FAZ bald wieder Judenwitze bringen wird, die lassen sich doch auch ganz toll zeichnen. Ich für meinen Teil bin durch die Karikatur sehr gekränkt, aber ich werde keine Moschee und kein Verlagshaus anzünden, derlei Gewalttätigkeit ist nämlich nicht unsere Art sondern die der Mohammedanisten.

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Time am 29. April 2010

Großer Fang für Bibelmuseum

28. April 2010

Lutherbibel, Wittenberg 1541,
mit Holzschnitten von Lucas Cranach d.Ä.

Oliver Jungen berichtet in der heutigen FAZ von der Übergabe der größten privaten Bibelsammlung Europas an das Bibelmuseum der Universität Münster.

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Schatz aus dem Westerwald

Im Schlagschatten des Sonnenkönigs verbarg sich die Repression: Die kurze Ruhephase, welche den französischen Hugenotten nach der harten ersten Verfolgungswelle vergönnt war, endete mit der Aufhebung des Edikts von Nantes durch Ludwig XIV. im Jahre 1685. Mit schweren Strafen wurde etwa die Bibellesung belegt. Das aber führte keineswegs zur Auflösung des Protestantismus, sondern zu einer geradezu existentiellen Identifikation mit der Heiligen Schrift, welche die Zeiten überdauerte. So erklärte jetzt der Jurist und Antiquar Walter Remy, der einer der ältesten Hugenottenfamilien auf deutschem Boden entstammt, Bibeln seien bis heute seine Heimat. Diese Liebe zur Schrift habe er von seinen Eltern geerbt.

Das klingt beinahe untertrieben, hält man sich vor Augen, dass Remy in Betzdorf bei Siegen in über sechzigjähriger Arbeit die bedeutendste Bibel-Privatsammlung Europas aufgebaut hat, vergleichbar den Beständen der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Den wertvollsten Teil derselben, 652 mehrheitlich lateinische, viele griechische und einige syrische, hebräische und polyglotte (mehrsprachige) Bibeln, die zwischen dem fünfzehnten und dem achtzehnten Jahrhundert entstanden sind, hat der fünfundsiebzigjährige Sammler jetzt der Universität Münster überantwortet.

Jahrelange Verhandlungen sind dem vorausgegangen, über die Ankaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Allerdings unterschreite diese – von bis zu einer halben Million Euro ist inoffiziell die Rede – bei weitem den Wert der Sammlung, wie die Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität, Ursula Nelles, bei der Entgegennahme der Werke betonte. In wissenschaftlicher Hinsicht, so Holger Strutwolf, der Direktor des für die Erschließung zuständigen Instituts für neutestamentliche Textforschung (INTF) sowie des angeschlossenen Bibelmuseums, sei das Konvolut geradezu „unbezahlbar“.

Der Bestand des Bibelmuseums, das in naher Zukunft umgebaut und vergrößert werden soll, hat sich damit auf einen Schlag mehr als verdoppelt. Die neuen Schätze werden hier nach und nach der Öffentlichkeit präsentiert. Der Fokus des INTF bleibt allerdings wie bisher auf die griechische Ursprache des Neuen Testaments konzentriert. Zur Erschließung des neuen, zu einem guten Teil lateinisch-katholischen Bestands sind externe Forscher eingeladen, vor allem auch katholische Theologen. Finanziell erheblich am Ankauf beteiligt waren die Kulturstiftung der Länder, die Kunststiftung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Staatskanzlei NRW und der Münsteraner Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Dieser geisteswissenschaftliche Vorzeige-Verbund ist denn auch begierig, sich analytisch auf die „bedeutsamen Forschungsgegenstände“ zu stürzen, wie sein Sprecher Gerd Althoff deutlich machte.

Zu den zentralen Stücken der Sammlung zählen dreiundzwanzig Inkunabeln aus den Jahren 1475 bis 1497, darunter die erste in Venedig gedruckte Bibel. Unter den regulären Drucken ragen eine Ausgabe von Jan Henten, ein Exemplar der Londoner Polyglotte von Brian Walton aus der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts sowie drei Drucke der Vulgata Sixto-Clementina, der gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts umfassend revidierten Vulgata-Fassung, hervor. Weiterhin bereichern wertvolle griechische Bibeln die Münsteraner Sammlung, so die Erstausgabe des Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam und die Erstausgabe einer Vollbibel bei Aldus Manutius aus dem Jahre 1518.

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Time am 28. April 2010

Der wilde Wilde

27. April 2010

Wenn Sie noch einen Funken der Sympathie für die Palaraber gehabt haben, sollte er nach der folgenden Meldung erloschen sein. Hans-Christian Rößler berichtet in der heutigen FAZ:

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Der Soldat im Verlies

Hamas zeigt Film über einen entführten Israeli

Mit einem Animationsfilm versucht die Hamas, die Verhandlungen über den von ihr in den Gazastreifen verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit wieder in Gang zu bringen. In Israel stieß der im Internet veröffentlichte und als makaber empfundene Film auf empörte Reaktionen. Der Film zeigt den sichtlich gealterten Vater des 2006 entführten Soldaten, der mit entsetztem Gesicht bei einem Gefangenenaustausch nur noch die Leiche seines Sohnes in einem mit der israelischen Flagge bedeckten Sarg in Empfang nehmen kann. Doch er erwacht aus seinem Albtraum, und eine Stimme sagt: „Die Hoffnung bleibt“; es sei noch Zeit, dass Gilad Schalit (1) lebend zurückkehre. Ohne einen Gefangenenaustausch drohe Schalit jedoch das Schicksal des seit 1986 im Libanon vermissten Luftwaffennavigators Ron Arad, der aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr am Leben ist.

Als „zynisch“ verurteilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu den drei Minuten langen, professionell gemachten Film, den man bei Youtube sehen kann. Die Hamas teilte mit, sie wolle mit dem Film die israelische Öffentlichkeit erreichen, damit wieder Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch begönnen. Die Gespräche, an denen ein Vermittler des deutschen Bundesnachrichtendienstes beteiligt ist, waren kurz nach Weihnachten praktisch zum Erliegen gekommen. Bis zu tausend palästinensische Gefangene, darunter viele, die an tödlichen Anschlägen auf Israelis beteiligt waren, sollen nach den Vorstellungen der Hamas freikommen.

Der Trickfilm ist die zweite neuere Produktion aus Gaza. Stolz weisen die Islamisten darauf hin, dass sie – in Anspielung auf Hollywood – ein „Hamaswood“ aufbauten, obwohl Gaza abgeriegelt ist. Im vergangenen Jahr entstand ein Spielfilm über das Leben eines von den Israelis getöteten Hamas-Kämpfers.

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Da können sie wirklich stolz sein, diese zynischen und perversen Irren, auf ihr „Hamaswood“, das sie mit westlichen Steuergeldern aufbauen. Muss erwähnt werden, dass das Machwerk (2) gegen die Genfer Konventionen (III/Art. 13) verstößt (3)? Leider ja, Rößler hat das vergessen, aber den Mohammedanisten sieht man ja sowieso schon generell alles nach. Sie sind automatisch die Guten – aber warum eigentlich?

Die Selbstverpflichtung der europäisch-westlichen Zivilisation zu einem rationalen Blick auf die Welt einschließlich sich selbst und zur Anwendung wissenschaftlicher Methoden erfordert es, auch dann Fragen zu stellen, wenn sie unangenehm sind. Aus diesem Grund ist viel und manches Schlechte über uns bekannt. Zudem mag die Tatsache, dass grade die letzten 300 Jahre für die Weißen recht gut gelaufen sind und sie also deshalb vom Rest der Welt als Hauptakteur wahrgenommen werden mögen, und dass also deshalb die Erinnerung im kollektiven Bewusstsein aktuell ist, die Ursache dafür sein, dass die Weißen oft reflexhaft wahrgenommen werden. Negativ versteht sich, denn die anderen sind ja dunkler oder Kinesen.

„Die Weißen haben die Neger versklavt“: Das stimmt und ist in aller Munde. Der erheblich größere mohammedanistische Sklavenhandel, der auch jetzt noch in vielen ihrer Länder ausgeübt wird, ist hierzulande praktisch unbekannt. Die Weißen haben an den nordamerikanischen Indianern einen Geozid verübt, das stimmt, aber wenige wissen, dass sich die Indianer untereinander auch mit Leidenschaft ausgerottet haben (4), dass viele von ihnen Sklaverei betrieben und dass viele von ihnen so schlecht mit ihren Frauen umgingen wie die Mohammedanisten. Was bleibt, ist jedoch das Bild vom edlen Wilden, der auf einem feurigen Mustang Büffel jagt, eine Tätigkeit, die die Indianer in dieser Form tatsächlich nur rund hundert Jahre lang ausgeübt haben.

Ich vermute, dass das reflexgesteuerte Bild, das viele Menschen vom israelisch-mohammedanistischen Konflikt haben, auch auf diesem Stereotyp beruht – mit den Palarabern in der Rolle der edlen Wilden und den Juden in der Rolle der gierigen Weißen. Hans-Christian Rößler berichtet in der heutigen FAZ auch begeistert über den Versuch des palarabischen Westbank-Regimes, eine neue Intifada auszurufen, die nunmehr gewaltlos sein soll. Und sogleich trudeln sie ein, die abgehalfterten Abkömmlinge verdienstvoller Bürgerrechtler, und da werden sicher auch bald noch Herbert Grönemeier und Wolfgang Niedecken aufkreuzen…

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Die neue „weiße“ Intifada

Im Westjordanland wächst der Protest gegen Israel
(unglaublich aber wahr: der Protest gegen Israel kann immer noch und noch mehr anwachsen. Er ist mithin wie die Richterskala, die bekanntlich nach oben hin offen ist – während die palarabische Führung nach hinten hin offen war. T.)

Wie einen Staatsgast empfing Ministerpräsident Fajad Martin Luther King III. in Ramallah. Nach Besuchen in Sri Lanka und Bosnien appellierte dort der Sohn des getöteten amerikanischen Bürgerrechtlers an die Palästinenser, sich daranzumachen, den Traum seines Vaters von einer besseren Welt zu verwirklichen – natürlich ohne Gewalt. Wenige Tage zuvor war schon Rajmohan Gandhi in den Palästinensergebieten zu Gast. Der Enkel des indischen Freiheitskämpfers pilgerte zur israelischen Sperranlage nahe Biliin. Als Vorbild für den Rest der Welt lobte er die seit fünf Jahren andauernden palästinensischen Demonstrationen an dem Zaun, der die Bauern von ihren Feldern trennt. „Verliert niemals die Geduld und niemals den Glauben daran, dass ihr am Ende siegen werdet“, mahnte Gandhi die Palästinenser.

Die Hoffnung darauf, dass Verhandlungen bald ein Ende der Besatzung bringen werden, haben im Westjordanland die meisten Einwohner verloren. Mit freundlichem Desinteresse verfolgen sie die rastlosen Vermittlungsreisen des amerikanischen Nahost-Gesandten Mitchell. Stattdessen reden viele wieder von „Widerstand“, manche schon von einer neuen „weißen“ Intifada – dieses Mal ohne Bomben und Selbstmordattentate wie während der letzten, die im Jahr 2000 begann. Sie endete damit, dass die israelische Armee die Autonomiebehörde buchstäblich in Trümmer schoss und die Palästinenser wegen des Selbstmordterrors im Ausland an Unterstützung verloren.

Jetzt protestieren Palästinenser und ihre ausländischen Freunde freitags friedlich mit Plakaten und Slogans an den Baustellen der israelischen Sperranlage bei Biliin und Niliin oder an dem Brunnen in Nabi Saleh, den Siedler in ihre Gewalt gebracht haben. Ab und zu fliegen Steine, aber auch das ist nach Ansicht von Ahmad Lazza nicht in Ordnung, denn sie geben nach seiner Ansicht den israelischen Soldaten nur einen Vorwand zurückzuschießen, was sie immer wieder tun. „Wir glauben, dass Gewaltlosigkeit stärker ist als bewaffnete Aktionen, sobald sich nur eine große Menge von Menschen anschließt“, sagt Lazza, der sich als Trainer der Gruppe „Holy Land Trust“ bemüht, Palästinensern Formen des gewaltlosen Protests beizubringen.

Die palästinensischen Massen ließen sich jedoch für die „weiße“ Intifada noch nicht mobilisieren – dafür umso mehr die Regierung von Ministerpräsident Fajad: Manche reden sogar schon von einer „Fajad-Intifada“, denn der Regierungschef versucht sich selbst an die Spitze dieser neuen Bewegung zu setzen – mit dem nicht unerwünschten Nebeneffekt, an Popularität dazuzugewinnen, die dem Finanzfachmann und früheren Mitarbeiter des Internationalen Währungsfonds unter Palästinensern bisher fehlt. Fajad ist mittlerweile ein regelmäßiger prominenter Gast nicht nur bei den Protesten an der Sperranlage. Der Ministerpräsident eröffnete auch eine Kampagne gegen israelische Produkte, die in den Siedlungen hergestellt werden, und warf als Erster gleich einige davon in ein großes Feuer. „Dein Gewissen, Deine Wahl“, steht neben einem erhobenen Finger auf Plakaten in Ramallah, die die Kampagne begleiten. Fajads Regierung stoppte auch den Verkauf von Telefonkarten israelischer Anbieter. Bis Jahresende will sie dafür sorgen, dass keine Palästinenser mehr als Bauarbeiter in jüdischen Siedlungen arbeiten: 7.000 der insgesamt 30.000 Arbeiter hätten dem Aufruf schon Folge geleistet, berichtet ein Minister in Ramallah.

„Die Proteste begannen spontan. Fajad unterstützt sie, solange sie gewaltfrei bleiben. Letztlich stehen sie im Einklang mit seinem politischen Programm“, sagt der Sprecher des Ministerpräsidenten, Ghassan Khatib. Würde man die Demonstrationen gewaltsam unterbinden, käme es erst recht zu einem Ausbruch der Gewalt, vermutet Khatib. Einige Male mussten die Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde aber schon eingreifen, denn nicht alle Palästinenser teilen die neue Begeisterung für die neue Form des Widerstands. Manchmal komme das einem „Balanceakt“ gleich, gibt auch Fajads Sprecher zu. Die israelische Armee äußert sich schon beunruhigt. Auch Steine könnten tödlich sein, warnen Militärs und weisen auf die wachsende Zahl von Verletzten auf beiden Seiten hin.

Fajad selbst hat kein Interesse an neuer Gewalt, denn er will die Palästinenser vor allem für seinen Zwei-Jahres-Plan begeistern: Statt zu den Waffen zu greifen, sollen sie ihn dabei unterstützen, bis zum Sommer 2011 einen eigenen Staat aufzubauen. Während die anderen palästinensischen Politiker Ramallah oft nur für Auslandsreisen verlassen, tingelt Fajad seit Monaten unermüdlich über die Dörfer, eröffnet Kindergärten, Straßen und Kläranlagen und predigt palästinensische Eigeninitiative und Selbstverantwortung: Seien erst einmal alle Institutionen für den eigenen Staat vorhanden, könnten ihn weder Israel noch die internationale Gemeinschaft den Palästinensern verwehren, lautet die Botschaft des Ministerpräsidenten. Mit seinem politischen Projekt stößt er offenbar in ein politisches Vakuum. „Es gibt keine Einigkeit, keine Führung und keine Vision“, klagt Mahdi Abdelhadi. Der Direktor des unabhängigen Ost-Jerusalemer Forschungsinstituts „Passia“ meint damit besonders die Spaltung zwischen der in Gaza herrschenden islamistischen Hamas und der Fatah von Präsident Abbas, die das Westjordanland kontrolliert. Aber auch die Fatah selbst ist nach Abdelhadis Meinung gespalten: Seit der Gründung der Autonomiebehörde komme sie als dominierende politische Kraft nicht damit zurecht, gleichzeitig Regierungspartei und Befreiungsbewegung sein zu wollen. (…)

Auch über den friedlichen Widerstand, wie ihn Fajad propagiert, sind sich längst nicht alle Palästinenser einig. Der palästinensische Meinungsforscher Kamal Schikaki stellt in seinen Umfragen spürbare Skepsis fest: „Viele glauben immer noch, dass Israel letztlich nur auf Gewalt reagiert“, berichtet Schikaki über seine jüngste Befragung, die ein weiteres Mal großen Pessimismus angesichts neuer Friedensgespräche aufzeigte. Der Anteil der Palästinenser, die bewaffnete Angriffe auf Israelis unterstützten, wuchs mittlerweile auf 47 Prozent.“ Aber 50 Prozent sind weiter gegen Gewalt. Solange nichts Dramatisches an den heiligen islamischen Stätten passiert oder es viele Tote gibt, wird sich daran erst einmal nichts ändern“, sagt Schikaki.

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Gandhi ermahnt die Palaraber, an ihrem Protest gegen die Sperranlage, die israelische Bürger vor palarabischen Killerkommandos schützt, bis zum „Sieg“ festzuhalten. Er bestärkt sie in ihrem „Glauben“ an den Sieg, dabei haben Angehörige des Glaubens der Palaraber 100 Millionen Inder abgeschlachtet und dem Land ein Viertel des Territoriums entrissen.

Scharf finde ich auch dieses: „Statt zu den Waffen zu greifen, sollen sie ihn dabei unterstützen, bis zum Sommer 2011 einen eigenen Staat aufzubauen… Mit seinem politischen Projekt stößt er offenbar in ein politisches Vakuum.“ In der Tat, diese konstruktive Idee ist aus der notorisch destruktiven Orksphäre selten zu vernehmen. Allerdings, und hier folgt die wie stets eintreffende Ernüchterung, hat sie enge Grenzen: „Fajads Regierung stoppte auch den Verkauf von Telefonkarten israelischer Anbieter. Bis Jahresende will sie dafür sorgen, dass keine Palästinenser mehr als Bauarbeiter in jüdischen Siedlungen arbeiten: 7.000 der insgesamt 30.000 Arbeiter hätten dem Aufruf schon Folge geleistet…“ Tolle Idee, denn den Verdienstausfall zahlt mit Sicherheit der Westen.

Die entscheidende Aussage aber ist diese: „Der Anteil der Palästinenser, die bewaffnete Angriffe auf Israelis unterstützten, WUCHS mittlerweile auf 47 Prozent.“ Dieses, obwohl der ganze, jahrzehntelange Terror ihnen überhaupt gar nichts außer Leid, Armut und Unterentwicklung gebracht hat.

„Edle Wilde“: Als Mohammedanisten per se edel ist natürlich auch Wildheit bei ihnen Pflicht, was leider rationales Handeln nicht grade begünstigt und ihnen den Blick auf die Realität verstellt (welche „Anerkennung des jüdischen Staates Israel“ lautet). Andererseits berichtet die „heilige“ Sira (5), was bei den Orks unter „edel“ zu verstehen ist:

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Eine Frau bietet sich Abdallah an

Als Abdalmuttalib danach seinen Sohn Abdallah (Vater Klo H. Metzels, T.) bei der Hand nahm und mit ihm wegging, trafen sie bei der Kaaba die Schwester des Waraqa ibn Naufal. Diese blickte Abdallah ins Antlitz und fragte ihn: ‘WOHIN gehst du, Abdallah?’ – ‘MIT meinem Vater.’ – ‘Du erhältst so viele Kamele, wie für dich geschlachtet wurden, wenn du mir sogleich beiwohnst.’ – ‘Mein VATER ist bei mir, und ich kann IHM nicht zuwiderhandeln noch mich von ihm TRENNEN.’ Abdalmuttalib setzte mit ihm seinen Weg fort und brachte ihn zu Wahb ibn Abdmanaf, der damals an Abstammung und Adel der Führer der Sippe Zuhra vom Stamme Quraish war. Dieser gab Abdallah seine Tochter Amina zur Frau, die damals unter den Quraish die EDELSTE war. SOGLEICH vollzog Abdallah mit ihr die EHE, und sie EMPFING den Gesandten GOTTES. Als Abdallah sie darauf verließ und zu der Frau ging, die sich ihm zuvor angeboten hatte, fragte er sie: ‘Was ist mit dir, daß du mir HEUTE NICHT mehr anbietest, WAS du mir GESTERN ANGEBOTEN hast?’ – ‘Das Licht’, sprach sie, ‘das dich gestern begleitete, hat dich verlassen. Ich brauche dich deshalb nicht mehr.’ Von ihrem Bruder Waraqa, der Christ geworden war und die Schriften las, hatte sie nämlich gehört, daß in diesem Volke ein Prophet erscheinen werde. So aber war der Gesandte Gottes der EDELSTE und vornehmste seines Volkes sowohl von seines Vaters wie von seiner Mutter Seite.”

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Oh ja, der Vater Klohametts will am Tag nach der vollzogenen Ehe einer Straßendirne beiwohnen, was ganz sicher seine fürwahr ungeheuer edle Gesinnung verdeutlicht. Wie man sieht, verstehen die Orks auch unter der Vokabel „edel“ etwas völlig anderes als wir, was Verwirrung schaffen könnte. Da nennen wir sie vielleicht eher gleich „wilde Wilde“. Übrigens galt im Wilden Westen die Parole „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“, und ihre Zahl ist tatsächlich stark zurückgegangen. Bei den Palarabern, deren drittgrößte Gruppe in Israel lebt, brauchen wir uns diesbezüglich aber keine Sorgen zu machen. Sie sind das einzige Volk der Erde, das trotz des angeblichen ständigen Genozids durch Israel ständig sprunghaft immer weiter anwächst.

Prof. Dr. Gunnar Heinsohn: „Die Frauen müssen einfach mit Männern zusammen sein, die lohnabhängig sind, die keine Erben brauchen, dann gehen die Geburtenzahlen runter. Es sei denn, wir haben Palästina, wo die Welt sagt: Ihr seid Flüchtlinge und wenn ihr 20 Kinder habt, sind die Flüchtlinge und wir versorgen die. Deshalb geht in Palästina die Geburtenzahl nicht runter, während sie in Algerien und Tunesien – auch Libanon, ist ja auch bei 1,9 Kindern – längst runtergegangen ist, haben die Palästinenser immer noch sechs. Also da hat die demografische Abrüstung noch überhaupt nicht begonnen. Und deshalb kann es keine Lösung des Palästinakonflikts geben vor dieser demografischen Abrüstung. Aber selbst wenn die beginnt, werden die sich, falls Israel richtig zumachen kann und sich verteidigen kann, werden die weiter sich untereinander dezimieren – Fatah- gegen Hamas-Schießereien sind ja an der Tagesordnung, wir hören nicht viel darüber -, wird das also sich zuspitzen.“ (6)

Die Lösung des Konfliktes liegt bei den Palarabern, aber ihre Wildheit macht sie blind. Eine Wildheit, die aus dem Kloran stammt, und die überhaupt nicht edel ist sondern NUR wild.

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Time am 27. April 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Gilad_Schalit
2) http://www.youtube.com/watch?v=veTtXCarLA0&feature=player_embedded#!
http://www.youtube.com/watch?v=Sb8UQCimV4c&feature=related
ein weiterer Schalit-Film der Hamas: http://www.youtube.com/watch?v=MoCe2qKuNdg&feature=related
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Genfer_Konvention
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Biberkriege
5) Das Leben des Propheten” von Ibn Ishak, übersetzt von Gernot Rotter, Spohr-Vlg., 1999. S.29
6) http://www.petersloterdijk.net/german/aktuell/20060804-drad-kon-int-schl.html

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Das Bild (Ausschnitt) „Buffalo Hunt No 26″ stammt von
Charles Marion Russel aus dem Jahr 1899:

http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_M._Russell

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Ergänzung, 28. April 2010, Hans-Christian Rößler von der FAZ immer am Puls der Hamas: „Der Trickfilm über den entführten israelischen Soldaten Schalit stößt auch in der Hamas auf Kritik. Der frühere Außenminister Mahmud Zahar sagte, die Hamas habe nie einen israelischen Gefangenen getötet und werde das auch künftig nicht tun. Das ‘entspreche nicht den Moralvorstellungen’ der islamistischen Organisation. Der Film hatte gezeigt, wie ein Sarg mit der Leiche Schalits aus Gaza zurückkehrt.“

Da die mit der Hamas befreundete Hisballah zwei entführte israelische Soldaten ermordet hat, deren Leichen gegen den mehrfachen Mörder und Kindermörder Kuntar ausgetauscht wurden, muss geschlossen werden, dass die Hamas die Hisballah („Partei Allahs“) für eine unislamische und unmoralische Organisation hält. Weiter so!
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1368342&

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auch: http://heplev.wordpress.com/2010/04/27/die-palastinensischen-araber-und-piaget/
auch: http://heplev.wordpress.com/2010/04/28/in-europa-sind-gewissensbisse-zu-masochismus-geworden/

Gewalt als Hobby

26. April 2010

In seinem Buch „Schattenarmeen. Die Geheimdienste der islamischen Welt“ (Residenz Verlag, Salzburg 2010. 300 S., 21,90 Euro) scheint Wilhelm Dietl die anwachsende Tätigkeit der Geheimdienste mohammedanistischer Staaten als „neuen Kalten Krieg“ zwischen der mohammedanistischen Welt und dem Westen herauszuarbeiten, was FAZ-Kritiker Wilfried von Bredow heute in Frage stellt, ohne leider mitzuteilen, warum.

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Organisierte Brutalität

Die dunkelste Seite islamischer Herrschaft

In Büchern und Filmen für naive Leser und Zuschauer umschwebt die Geheimdienste oft eine Aura von Intelligenz und Patriotismus. Spione sind fintenreich und melancholisch. Sie beschaffen geheime Informationen für ihre Regierung. Manchmal bringen sie auch Falschinformationen in Umlauf, an die Adresse feindlicher Regierungen gerichtet. Die Rudyard-Kipling-Idylle vom „Großen Spiel“ aus dem 19. Jahrhundert wurde später überlagert von Versuchungen des Verrats – eindrücklich beschrieben von Margaret Boveri. Mit den Geheimdiensten der Gegenwart hat das alles nur noch wenig zu tun. Geheimdienste entwickelten sich im Kalten Krieg zu umfangreichen Bürokratien. Dabei ging es, vor allem in der Sowjetunion, nicht mehr nur um Informationen, sondern zuweilen auch darum, Regimegegner zu verfolgen und auszuschalten. Je weniger Demokratie, desto schärfer die Jagd auf Regimegegner, lautet eine Daumenregel. Von einem machiavellistischen Standpunkt aus mag man zwar ein gewisses Verständnis für die Machterhaltungssucht von Usurpatoren und Diktatoren aufbringen. Aber warum werden die Regimegegner, wenn sie von den eigenen, zu „Schattenarmeen“ degenerierten Geheimdiensten gefangen gesetzt worden sind, gequält und gefoltert? Es gibt inzwischen in vielen Geheimdiensten eine Art organisierte Brutalität, die politisch überhaupt keine Funktion hat. Mit arroganter Bösartigkeit werden Menschen entwürdigt und zermalmt, aber das so erzeugte kreatürliche Elend macht die Herrschaft kein Gran sicherer.

Wilhelm Dietl ist freier Journalist und Fachmann für Geheimdienste und Terrorismus. Er muss über riesige Zettelkästen mit Details über den Aufbau und die Führungsfiguren von Geheimdiensten in aller Welt verfügen. Vor der Informationsfülle seiner Bücher kann man nur großen Respekt haben. Seine jüngste Publikation stellt ausführlich die Entwicklungsgeschichte der Geheimdienste in Iran, in Syrien und Libyen vor sowie in kürzeren Kapiteln die in Ägypten, im Irak und in Saudi-Arabien. Dietls spitze Ausgangsthese lautet, im Vergleich zu geheimen Diensten der islamischen Welt sei die Staatssicherheit im früheren Ostblock ein menschenfreundliches Gebilde gewesen. Nach den Schilderungen zahlreicher Terror- und Mordanschläge und der ihnen zugrunde- liegenden politischen Befehls- und Entscheidungswege muss man ihm recht geben. Ob im Iran des Schahs oder der Ajatollahs, unter dem alawitischen Herrschaftsclan in Syrien oder im säkular-sunnitischen Irak unter Saddam Hussein, überall wurde und wird mit professioneller Gründlichkeit gefoltert und getötet.

Dies alles wird von Dietl kunstlos aufgezählt. Die Lektüre macht das nicht gerade einfach, außer vielleicht für Geheimdienst-Aficionados. Gelegentlich werden Einzelschicksale wie das unglückliche Ende des Ägypters Ashraf Marwan eingeblendet, der möglicherweise ein Doppelagent für sein Land und Israel war. Auch nicht unerwähnt bleiben die vielleicht unumgänglichen, aber inhaltlich oft dubiosen Kooperationen zwischen westlichen und nahöstlichen Geheimdiensten, etwa das „Outsourcen von Foltern“ seitens des CIA. Dietl illustriert dies anhand des Kanadiers Maher Arar, der lange in syrischen Gefängnissen gequält wurde, weil die amerikanischen Behörden ihn fälschlicherweise für jemanden mit Kontakten zu Terroristen hielten.

Dietls Fazit ist bitter. Diese radikalen Staaten benutzen ihre völlig überdimensionierten Geheimdienstapparate, um weltweit gegen unbotmäßige Landsleute mit Mord und Totschlag vorzugehen und sich mit verdeckten Mitteln Hochtechnologien für Massenvernichtungswaffen zu beschaffen. Ob man das als „neuen Kalten Krieg“ bezeichnen sollte, dieses Mal zwischen der islamischen Welt und dem Westen, ist allerdings mehr als fraglich.

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Erfahrungsberichte von orientalischen Kollegen lassen mich auch eine andere Ursache für das weitverbreitete Foltern sehen. Die mohammedanistische Gewaltkultur bei gleichzeitig total unterentwickelter Freizeitkultur hat nämlich im Orient aus dem Schmerzzufügen ein weitverbreitetes Hobby werden lassen. Die Wärter langweilen sich und Menschenquälen macht ihnen einfach Spaß. Auch Tierquälen ist in diesen Ländern ja Usus und das Jaulen eines von Steinen getroffenen Hundes löst bei den Werfern Heiterkeit aus.

Der langsame und qualvolle Tod von Abermillionen Opfertieren ist religiöse Pflicht, und auch die allerkleinsten Kinder sehen dabei zu, wie das Wesen zuckt, bis seine Seele seinen Körper verlässt. Wiki (1): „Weil… Fastenbrechenfest… (und) Opferfest unumstritten und für alle Rechtsschulen und Völker des Islam verbindlich sind und als die eigentlichen Feste des Islam gelten… Es ist für alle gläubigen Muslime weltweit Pflicht, zur Feier des Festes ein Tier zu opfern, wenn sie es sich denn finanziell leisten können.“

Ayaan Hirsi Ali (2): “Die Erwachsenen unterhielten sich darüber, denn es war normal und alltäglich: Nach dem Freitagsgebet kehrte man entweder zum Abendessen nach Hause zurück oder man sah sich eine Hinrichtung an. Hände wurden abgeschlagen, Männer ausgepeitscht, Frauen gesteinigt.”

Ebenso verhält es sich m.E. auch mit der von den Mohammedanisten ausgehenden Gewalt in unseren Ländern. Sie wird von gut genährten und gelangweilten jungen Männern ausgeübt und hat weniger zum Ziel, z.B. etwas zu rauben als vielmehr lustvoll einen Mitmenschen zu schänden. Insofern könnte ich mir denken, dass das Foltern im Mohammedanismus nicht nur eine („politisch funktionslose“ und daher für von Bredow rätselhafte) „organisierte Brutalität“ ist, sondern auch eine „zugelassene“, eine Art Bonus für die beteiligten Staatsangestellten.

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Time am 26. April 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Opferfest
2) Ayyan Hirsi Ali, “Mein Leben, meine Freiheit”, Piper, 2006

Neue Kloranwaschmaschine

26. April 2010

Vorgestern (24. April) unternahm Stefan „Dimmiboy“ Weidner in der FAZ einen erneuten heroischen Versuch, die defekte Kloranwaschmaschine wieder in Gang zu bringen (1). Drei Werkzeuge standen ihm dabei zu Gebote. Erstens „Der Koran“, übersetzt von Ahmad Milad Karimi (2), „Der Koran“, übertragen von Hartmut Bobzin (3) und „Die Botschaft des Koran“, eine Rückübersetzung der Übersetzung des deutsch-muttersprachlichen Konvertiten Muhammad Asad (4) aus dem Englischen (5). Drei moderne Waschmittel gleichzeitig, jedes von ihnen mit der „geballten Power“ des „Weissen Riesen“, mit „neuer Formel“ und „Superball“, sollte das nicht endlich den „wahren“, den „echten“, den menschenfreundlichen, den vielleicht in irgendeiner Hinsicht für wenigstens irgendeinen Menschen nützlichen Kloran weichspülen? Atemlose Spannung, Stefan Weidner startet das Programm…

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Der Mensch ist nicht aus Tesafilm gemacht

Hypertext vor der Zeit: Unter den religiösen Gründungstexten ist der Koran einer der schwierigsten – und kaum zu übersetzen. Drei neue Übertragungen wagen trotzdem den Versuch.

(Hypertext? Hört sich ziemlich schlau an. Ich hatte eine Bekannte. Die sprach geistigen Getränken mit Begeisterung zu und hielt Festgemeinschaften im fortgeschrittenen Zustand dann feurige Vorträge aus der Welt der „Soziolinguistik“, die wahnsinnig gelehrt daherkamen, aber in Wirklichkeit nur eine grammatisch korrekte aber inhaltlich völlig sinnlose Reihung von Termini waren. Dies ist die schamanistische Methode: Viel Rauch um nichts! Schwierigkeit (Verschrobenheit) ist kein Qualitätsmerkmal, im Gegenteil – Das Gefasel eines besoffenen Penners zu übersetzen ist kein „Wagnis“, um so weniger ist es eine Kloranübersetzung. T.)

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Im Koran steht die Wahrheit über die Muslime. Was er sagt, das denken sie, danach handeln sie. Und zwar alle, mehr oder weniger, offen oder verhohlen. Und es sind garstige Dinge, die wir da lesen, wilde Drohungen, archaische Sitten, festgeschrieben vor 1400 Jahren für alle Zeit. Bevor wir in die Versuchung geraten, uns dem Vorschlag von Geert Wilders anzuschließen und den Koran verbieten zu lassen, empfiehlt es sich, sich ein eigenes Urteil zu bilden und einen deutschen Koran zu besorgen. Nur welchen? Waren nach dem 11. September 2001 alle Koranübersetzungen vergriffen, so herrscht heute ein Überangebot. Die alten Übertragungen, darunter lange und zu Recht vergessene, sind wiederaufgelegt worden. Drei neue sind nun erschienen. Wer im Buchladen nach dem Koran fragt, steht vor dem Dutzend lieferbarer Ausgaben wie der sprichwörtliche Ochs vor dem Berg.

(Aha, ein absurdes Gerücht macht laut Weidner die Runde: Mohammedanisten würden ihr Verhalten nach dem Kloran ausrichten. Da er es ein Gerücht nennt, ist dem wohl seiner Ansicht nach nicht so. Aber wonach richten die Orks denn dann ihr Handeln aus? Nach der Bibel, dem Kompass, der Straßenverkehrsordnung? Wenn sie es aber NICHT nach dem Kloran ausrichten, warum sollen wir uns diesen menschenfeindlichen Schinken eigentlich überhaupt reinziehen? Da er doch angeblich nicht mal die Orks interessiert? T.)

Schwierig und kaum übersetzbar

(Wenn ich mir die Augen verbinden lassen und meinen Freunden sagen würde: „Legt mir mal bitte zehn Tastaturen vor die Pfoten und alle über Kopf und wie Ihr wollt, und jetzt orgel ich euch da einen Text ein!“, was würde dabei herauskommen? Zum Beispiel: „idfsmuvhzüstziuä, w65ijß360u+omo-rpnir# oikß8zpö-585´ 9ßnpt. edtibkviuohvsn“ Und jetzt übersetzen Sie das bitte mal ins Rabiatische! Spüren Sie da nicht die Ewigkeit des Seins (an der Sie gerne Anteil hätten)? Ist dieses Versmaß nicht einmalig? Revolutionär? Vollkommen? „Schwierig und kaum übersetzbar“ ist kein Qualitätsmerkmal, Ihr Schildbürger, es ist das Zeichen für Scharlatanerie und Betrug! T.)

Unter den religiösen Gründungstexten von Weltgeltung ist der Koran einer der jüngsten und schwierigsten, kaum übersetzbar. Die Gründe dafür sind zahlreich: die oft unklaren oder von Legenden umrankten Kontexte, viele unverständliche Wörter, teils extrem verknappte, mehrdeutige Syntax, ganz zu schweigen von der Vieldeutigkeit der Handschriften, sofern man nicht, wie es am Ende die meisten Übersetzer tun, die kanonische sogenannte Kairiner Ausgabe zugrunde legt und die Variantendiskussion in den Kommentar verbannt. Darin ähnelt der Koran, wiewohl nach muslimischem Verständnis vollständig überliefert, fragmentarisch überlieferter archaischer Literatur, etwa dem Gilgamesch-Epos. Problematischer ist etwas anderes, was einem so in anderen alten Texten kaum begegnet: Der Koran ist kein Buch und sollte nicht so aufgefasst werden. Aus dem mündlichen Vortrag und der Rezitation entstanden, die bis heute in der islamischen Welt das wichtigste Mittel zu seiner Verbreitung sind, hat der Koran die Gestalt, in der er uns im Westen heute – noch – vornehmlich erscheint, nie gewählt und seit den ersten Drucken stets ein zwiespältiges Verhältnis dazu unterhalten.

(Gaaanz ruhig, Sie Honk! Lassen Sie Gilgamesch da mal raus. Nur weil der Kloran ein fragmentarisches Gestammel ist, kann er nicht in Eins mit einer Unzahl von anderen Fragmenten gesetzt werden, die nach jahrzehntelanger Forschung nun das Gilgamesch-Epos und andere auferstehen lassen. Wie Weidner richtig bemerkt, ist der Kloran ein wirres Gefasel. Was er nicht versteht ist, dass der Kloran immer dann kein Gefasel sondern exakt ist, wenn es um Klohamett selbst, seine F*ckfrösche (Ehefrauen), seinen Mittagsschlaf und die Fliege geht, die ihn darin gestört hat. Da kommt dann immer gleich die genaue Offenbarung. Das wirre Gefasel aber ist pseudo-geheimnisvolle Dekoration, Blendwerk. T.)

Zwar begreift sich der Islam mit dem Judentum und dem Christentum als „Buchreligion“. Wenn aber das arabische Wort kitâb heute „Buch“ bedeutet, so sind die ahl al-kitâb, von denen im Koran die Rede ist, doch eher „Schriftbesitzer“ als „Leute des Buchs“ – Bücher in unserem Sinne gab es im siebten Jahrhundert auf der Arabischen Halbinsel nicht. Diese Tatsache, oft verdrängt, betrifft jede Koranübersetzung unmittelbar: Liegt die Schrift in Buchform vor, hat sie eine feste Ordnung, einen Anfang und ein Ende. Und weil wir Bücher so zu lesen gewohnt sind, wird der erste Impuls sein, die Reihenfolge ernst zu nehmen und mit dem Anfang anzufangen, wie die Genesis am Anfang der Bibel steht und mit dem Buch die Welt beginnt.

(Auch die Bibel, das „BUCH“, existierte viele Jahrhunderte nur in Form von Pergament oder Papyrusrollen. Diese sophistische Debatte über das echte oder wahre Buch ist unsinnig, eine Scheindebatte. Das Vor- und Nachher ist Schamanensche*sse, in der wir nicht lesen sollten. Auch auf Tontafeln übertragen und nochmals hin- und hersortiert ist der Kloran ein Verbrechen an der Menschheit, eine Verneinung des Lebens und der Schöpfung Gottes.)

Superkommentar gegen die Kritik

Wer aber so den Koran liest, wird ihn nie verstehen. Die heutige Anordnung der Suren nach absteigender Länge ist Willkür, bar jeder Chronologie oder Logik. Das gilt sogar für die Mikrostruktur: Eine Sure ist kaum je ein geschlossenes, sinnvoll als Einheit zu lesendes Kapitel, und wer sie als solches begreifen will, wird entweder an seinem eigenen Verstand oder dem des Urhebers (Allah, Mohammed oder wer auch immer) verzweifeln. Was der Koran wirklich ist, dafür haben wir erst einen Begriff, seit sich durch das Internet das Ende des Buchzeitalters abzeichnet. Der Koran ist die perfekte Gestalt eines Hypertextes avant la lettre. Aber können wir einen Hypertext lesen und einen nichtlinearen, aus lauter Verweisen und Bezügen bestehenden Text übersetzen und präsentieren wie einen Roman?

(O.k., wir lesen ihn jetzt mal über Kopf und kreuz und quer, tanzen dabei (Karimi) wir schneiden ihn in Streifen und setzen ihn neu zusammen. Aber was bleibt, ist z.B. diese Passage: „Aber für die Ungläubigen sind Kleider aus Feuer geschnitten; gegossen wird siedendes Wasser über ihre Häupter, das ihre Eingeweide und ihre Haut schmilzt; und eiserne Keulen sind für sie bestimmt. Sooft sie aus ihr vor Angst zu entrinnen suchen, sollen sie in sie zurückgetrieben werden…“ (22/20 bis22; Recl. S. 314/315). Ist das wohl eine Fehlübersetzung? T.)

Schon ein erster Blick in die neuen Übertragungen lässt zweifeln. Da ist es wieder, das „Buch“ als Übersetzung des koranischen kitâb (Schamanistischer Trick: Ich weiß ein Zauberwort mehr als Du! T.), als sei der Koran nach Gutenberg verfasst und habe stets in gebundener Form existiert, mit Fadenheftung, Leineneinband und zwei goldenen Lesebändchen wie die prächtige Ausgabe, die der Erlanger Islamwissenschaftler Hartmut Bobzin nun bei C.H. Beck vorgelegt hat (Dumme Unterstellung, da wir doch alle wissen, dass das europäische Buch neuzeitlich ist! T) . In der ersten regulären Sure, der zweiten nach der gebetsformelhaften Eröffnungssure, heißt es in Bobzins Übertragung: „Dies ist das Buch, in dem kein Zweifel ist – es ist Geleit für Gottesfürchtige.“ Die Übersetzung „Buch“ ist ein Anachronismus, der jeden Leser unbewusst in die Irre führt, weil er suggeriert, der vorliegende Text sei zu gebrauchen wie das, was man in Buchhandlungen findet. Nun ist dieser berühmte Vers, der zweite der zweiten Sure, für koranische Verhältnisse von der leichtverständlichen, durchaus übersetzbaren Sorte, und doch lauern bereits hier alle Tücken. In der Übersetzung von Muhammad Asad, einem Text, den der Patmos Verlag aus dem Englischen ins Deutsche weiterübertragen lassen musste, heißt die Stelle: „Diese göttliche Schrift – keinen Zweifel soll es darüber geben – ist eine Rechtleitung für alle Gottesbewussten.“

Der Zweifel, den es nicht geben soll

Und schon der Zweifel, den es nicht geben soll. Glauben wir dem deutschen Professor oder dem intellektuellen Abenteurer und Islamkonvertiten deutsch-jüdischen Ursprungs?

(Bitte was? Wir reden hier doch nicht über Professor Unrat sondern über den Kloran, der sagt: „Verflucht, wo immer sie gefunden werden, sollen sie ergriffen und niedergemetzelt werden. Das war Allahs Brauch mit denen, die zuvor hingingen, und nimmer findest du in Allahs Brauch einen Wandel.“ (33/61+62; Recl. S. 400). T.)

Wer die bei Asad schon anklingende elliptische Emphase mag, kann auch zu der Übersetzung von Ahmad Milad Karimi und Bernhard Uhde im Herder Verlag greifen. Um die deutsche Syntax wird hier kein Federlesens gemacht: „Dies die Schrift, darin kein Zweifel, Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.“ So expressionistisch das klingt, man könnte einen oder sogar zwei klassische Übersetzungsfehler vermuten. Das Arabische kennt die Kopula „ist“ nicht, man muss sie also ergänzen. Aber handelt es sich überhaupt um einen Aussagesatz, wie Bobzin nahelegt? Wir schlagen in seinem zweihundertseitigen Kommentar nach. Dort steht: „Den Vers könnte man auch übersetzen: ‚Dieses Buch – kein Zweifel ist in ihm.‘“ Nun scheint wieder Asad mit seiner Fassung recht zu haben. Aber was heißt eigentlich, „darin“ sei kein Zweifel? Ist das nur schlechtes Deutsch für „daran“, eine Art sprachlicher Ansteckung durch das arabische fî, wörtlich „in“? Was soll es bedeuten, wenn ein Zweifel „in“ einer Schrift ist – außer dass sie angezweifelt werden kann? Dann aber hieße der Satz sinngemäß nichts anderes als: „Diese über jeden Zweifel erhabene Schrift ist ein Wegweiser für Gottesfürchtige.“

Genau so wird die Bedeutung klar (die von „darin“ und „daran“, die von „fi“ und „i“, – nicht jedoch die von „niedergemetzelt“, „abgeschlachtet“ und „verbrannt“. T.), und doch wird in allen Übersetzungen ein Krampf daraus. Karimi und Uhde scheinen zu glauben, gerade die Treue zum Original sei besonders archaisch-expressionistisch. Bei Asad kommt es allein auf die ihm genehme theologische Stimmigkeit an – der Wortlaut, zumal bei dieser Zweitübersetzung aus dem Englischen, zählt gar nicht. Bei Bobzin wiederum schwingt die ganze Geschichte der abendländischen Koranrezeption mit. Daher das „Buch“, daher die um Genauigkeit an falscher Stelle bemühte Halbherzigkeit bei der syntaktischen Einordnung des „Zweifels“, daher das altertümliche, fast heideggerianisch anmutende „Geleit“ – eine Eskorte ist doch wohl kaum gemeint! Erfahrene „solche wie Übersetzer würden diesen irreführenden Interpretationsmöglichkeiten nicht auf den Leim gehen. Genau das ist Teil des Problems: Alle Koranübersetzer, die neuen wie die alten, der gute alte Rückert ausgenommen, sind keine Übersetzer, geschweige denn erfahrene. Sie sind nur und allein Koranübersetzer und ansonsten Akademiker (Bobzin), Schwärmer (Karimi/Uhde) oder Gläubige mit einer spezifisch exegetischen Agenda (Asad).

Alle Übersetzungen verwirren (… den Wirrkopf, T.)

Das heißt zum einen: Der Koran ist gar nicht so unübersetzbar, wie es scheint (Jeder Honk kann eine Fantasie-Übersetzung zu „syejtm jkrhkl övwoiun“ vorlegen, Sie Spinner! T.). Zum anderen: Bis heute verwirren alle Übersetzungen diesen ohnehin verwirrenden Text noch mehr (Er ist nicht verwirrend, er ist Schrott, T.). Zweihundert Seiten Kommentar hängen an den sechshundert Seiten der Übersetzung von Bobzin. Es ist ein kluger, von Gewissenhaftigkeit, Problembewusstsein und größten Kenntnissen zeugender Kommentar (Nein, das ist „pure Shining“ (6)! T.). Aber er dient weniger dem Leser als dem Übersetzer zur Absicherung gegen Kritik und als Dialog mit anderen Koranwissenschaftlern. Wenn Bobzin „Schranken Gottes“ übersetzt, steht im Kommentar, dass es wörtlich „Grenzen Gottes“ heißt. Wer nicht ganz so gebildet ist wie Bobzin, denkt bei Schranken an Bahnübergänge, nicht an Grenzbäume. Beides ist nicht falsch, aber die Anmerkung sät ebenden Zweifel an der Übersetzung, den sie austreiben will.

Und mit diesen zweihundert Seiten nicht genug, ist der Kommentar des Kommentars bereits angekündigt. In diesem Superkommentar werden laut Bobzin genau die Informationen stehen, ohne die eine solche Koranübersetzung kaum vernünftig gelesen werden kann. Zum Beispiel „ausführliche Informationen über die chronologische Einordnung der Suren“. Wer jetzt Sure 96 bei Bobzin liest, bekommt keinen Hinweis darauf, dass diese nach muslimischem Verständnis die erste aller offenbarten Suren ist, in jedem Fall eine der frühesten. Er wird auf den Kommentarband warten müssen oder erst einmal eine Einführung in den Koran lesen, etwa die von Bobzin selbst oder, fast noch besser, die von Michael Cook bei Reclam. Dabei wäre es einfach gewesen, die für den Laien unerlässlichen Informationen zur Chronologie, zum Aufbau der Suren, zur Entstehungsgeschichte, zu den historischen Hintergründen und, warum nicht, den gängigen muslimischen Auslegungen in dem kleingedruckten Kommentarteil mitzuliefern und dafür auf den Hinweis zu verzichten, dass das arabische Wort hudûd „Grenzen“ heiße, nicht „Schranken“.

Zweisprachige Ausgabe

Wer von den Hintergründen etwas wissen will, vor allem in ihrer muslimischen Deutung, der muss zur Ausgabe von Mohammad Asad greifen, die zweisprachig gestaltet ist und den Kommentar satztechnisch aufwendig, aber zum Schmökern einladend unter den Versen selbst anordnet. Nicht selten verliert sich Asad allerdings in seiner Privatauslegung des Korans. Man sollte seine Deutung nicht für die letzte Wahrheit nehmen, aber sie vermittelt einen Eindruck von den Diskurswelten muslimischer Selbstauslegung.

(Asad ist irrelevant. Alles was der geschrieben hat, ist in der mohammedanistischen Welt wie alles, was irgendwie ein bißchen mehr als Frauenunterdrückung und Folter war, auf dem Müllhaufen gelandet. Kein einziger Ork kennt ihn noch. Asad bedient europäische Romantiker und Konvertiten, niemanden sonst. Ein Sandmann, der die Schildwache einschläfern soll! T.)

Kommentarlos kommt hingegen die Übersetzung von Karimi und Uhde daher, die den Leser dreist-charmant auf sich selbst zurückwirft, nach dem Motto: Mach doch damit, was du willst! Das tut auch Uhde in seinem emphatischen, dem christlich-muslimischen Dialog auf irgendwie mystische Weise verpflichteten Nachwort. Dafür hat die Sprache von Karimi/Uhde nichts von dem bei Bobzin immer durchhängenden Ballast früherer Übersetzungen. Sie wirkt oft frisch und hat auf eine jugendliche Weise Stil. Was unter den Tisch fällt, sind die teilweise völlig unterschiedlichen Tonlagen des Korantextes, ist der Reim, der zumindest andeutungsweise dazugehört. Das Besondere der koranischen Poesie kennt bei ihnen als deutsches Gegenstück nur die häufige Nachstellung der Adjektive. Manchmal funktioniert das. Manchmal klingt es schlicht komisch: „Wir haben euch verliehen Ermächtigung, eine offenkundige.“ Der Konkurrenz von Bobzins philologisch-sprachlicher Feinarbeit, so umständlich sie oft ist, wird die Fassung von Karimi/Uhde nicht lange standhalten. Aber spätere Übersetzer, die neue Wege beschreiten wollen, könnten hier dereinst manche Anregungen finden: „Und als zurückkehrte Mose zu seinem Volk, zornig, betrübt“ (Sure 7, Vers 150).

(Hahaha! Karimi: „„Wir haben euch verliehen Ermächtigung, eine offenkundige (…) Und als zurückkehrte Mose zu seinem Volk, zornig, betrübt (Sure 7, Vers 150).“ Ok, just Moses and me, but what about „… erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf.“ (9. Sure, Vers 5; Recl. S. 181). Ist hier etwa etwas NICHT OFFENKUNDIG? T.?)

Poetische Gestaltung

„Als Mose wiederkam zu seinem Volk, voll Zorn und Ärger“ klingt dagegen prosaisch. Tatsächlich besteht die poetische Gestaltung bei Bobzin hauptsächlich im Reim, den er dort verwendet, wo es sich fügt, dezent und fast immer gelungen. Umso störender macht sich vor diesem Hintergrund Bobzins Zug zur Wörtlichkeit, zum Terminologischen, bemerkbar, zum Beispiel bei den Surennamen. Die berühmte, angeblich als erste offenbarte 96. Sure heißt bei Bobzin so hässlich, wie es die deutsche Sprache nur erlaubt „Das Anhaftende“. Aber nicht Tesafilm ist gemeint, sondern etwas, aus dem der Mensch gemacht sein soll: „Trag vor im Namen deines Herrn, der . . . den Menschen aus Anhaftendem schuf.“ Suchen wir Hilfe beim Kommentar: „Die Ausdrucksweise lässt offen, ob damit Lehm, Samenflüssigkeit oder Blut gemeint ist.“ Gereicht dieses Offenlassen der Übersetzung zum Gewinn? Nein, denn das Unschöne und Unverständliche verwirrt unnötig, da die Bedeutung, nämlich eine (klebrige) Körperflüssigkeit oder Samenzelle, von keinem Ausleger in Frage gestellt wird.

(Ist denn im ganzen Elfenbeinturm kein Ersatz für den Tesafilm auffindbar? Darum ist die FAZ ja wohl auch nur eine – bisweilen etwas klebrige –  Zeitung, und die BIBEL DAS Buch! T.)

Bobzin, scheint es zuweilen, will in seiner Übersetzung die beiden Extremvarianten deutscher Korane, den von Paret und den von Rückert, miteinander versöhnen. Er versucht einerseits noch genauer zu sein als Paret, andererseits versucht er, von Rückerts Idee, den Koran als Poesie, und das heißt hier in Reimen zu übersetzen, möglichst viel zu retten. Die Vereinbarkeit von Philologie und Poesie, von Wissenschaftlichkeit und Leidenschaft ist eine sehr deutsche, sehr romantische Idee. Aber Herder, Schlegel, Schleiermacher sind zu riesig, um als Vorbilder zu taugen. Bobzin orientiert sich nicht am Machbaren. Er will alles Mögliche – Lehm, Samenflüssigkeit und Blut zugleich – statt nur eines davon, was dafür lesbar wäre und einen Sinn in den Kopf des Lesers zauberte.

Die Schrift und ihre Verweise

Diese Hybris kennzeichnet seine Übersetzung als einen großen, fast manischen, zum Scheitern verurteilten und zugleich unbedingt zu würdigenden Versuch.

(Das Scheitern ist angelegt in dem Dimmi-Versuch, aus „adsflkäwv gmsxgea ighzui“ ein Poem der Weltliteratur zu zaubern. T.)

Von allen Übersetzern hat Bobzin es sich am schwersten gemacht. Zu dem Gelungenen dieser Ausgabe, den beiden anderen weit voraus, zählt die Gestaltung. Die Koranverse sind auch als Verse angeordnet. Es gibt Luft zum Durchatmen zwischen diesen Zeilen. Wie leicht wäre es indes gewesen, dieses Prinzip konsequenter anzuwenden und die Sinneinheiten innerhalb der aus Versatzstücken zusammengestellten Suren durch Absätze voneinander abzutrennen und so dem Leser, noch vor jedem Kommentar, zu vermitteln, dass er sich nicht wundern soll, wenn manches nicht zusammenpasst und viele Zusammenhänge unklar sind.

(Entschuldigen Sie, er ist der Kaiser, aber warum geht er nackt? T.)

Allen drei neuen Übersetzungen merkt man wie auch den meisten früheren an, wie der von Gläubigen vehement vertretene Mythos von der Unübersetzbarkeit des Korans auch die nichtgläubigen Übersetzer affiziert und ihnen eine oft unsinnige, der Vermittlung schadende Texttreue auferlegt. Das, was aber am Koran unübersetzbar ist, ist in Wahrheit nichts anderes als das, was auch die Muslime und selbst die gebildetsten arabischen Muttersprachler nicht verstehen und über dessen Deutung sie streiten. Die dadurch bedingte Vielzahl von Auslegungen und möglichen Übersetzungen ist zugleich der natürliche Schutz des Korans vor allen einsinnigen Auslegungen. Nicht zuletzt die Vielzahl und die Unzulänglichkeit der Übersetzungen sind es, die das Bewusstsein wachhalten, dass wir es nur mit einer Übersetzung zu tun haben – ein Bewusstsein, das im Fall der Bibel jahrhundertelang nicht existiert hat und heute noch bei allen Evangelikalen und Bibeltreuen so schwach ausgebildet ist, dass sie sich, ohne mit der Wimper zu zucken, auf Übersetzungen berufen, als wären diese vom Herrgott selbst autorisiert. Sie tun damit dasselbe, was die Fundamentalisten und die sich in ihnen spiegelnden sogenannten Islamkritiker mit dem Koran zu tun versuchen.

Isolierte Aussagen nicht möglich

(Aussagen sind möglich, aber der linke Spießer hat Angst um seine Zukunft, die ja kalifatisch sein könnte. Also: Pssst! T.)

Die hypertextuelle (YEAH! T.) Struktur des Textes macht es jedoch unmöglich, einzelne Aussagen zu isolieren.

(Wir müssen also alles als unreflektierbar hinnehmen: „Wissenschaft“ heute! T.)

Nicht nur haben wir es nicht mit einem Buch im klassischen Sinn zu tun.

(Aha, der Kloran ist zwar kein Buch – aber mehr als das?!? T.)

Der Text bildet auch keine abgeschlossene Sinneinheit, sondern existiert sinnvoll nur in einem Verweiszusammenhang.

(„Verweiszusammenhang“, mein Favorit für das Unwort des Jahres 2010, T.)

Selbst die beste Übersetzung ist zwangsläufig Fragment, weil sie die Kontexte nicht oder nur begrenzt mitübersetzen kann.

(Der Kloran entzieht sich der rationalen Analyse, ist überirdisch, also göttlich? Salam aka go to hell Abu Weidener! T.)

Der Hang zum Kommentar und zum Kommentar des Kommentars wie bei Bobzin erweist sich insofern nicht als bloße philologische Marotte, sondern spiegelt die potentielle Endlosigkeit des Hypertextes selbst. Dem Werbespruch „Jesus lebt“ kann der Islam mit vollem Recht das Motto „Der Koran lebt“ entgegenstellen.

(Dem „Islam“ das volle Recht zu verschaffen, treten Volldimmi Weidener und die beste Zeitung Deutschlands, die FAZ, die offenbar zu einem Honky-Tonk-Scharia-Blatt verkommen will, an. „Jesus lebt“ als einen „Werbespruch“ bezeichnen kann nur jemand, der absolut keine Bindung an das Christentum mehr hat. Beste Voraussetzung offenbar, um in der FAZ über Religion zu dilettieren. T.)

Jede Zuschreibung wie jede Übersetzung ist daher eine Fortführung und ein Weiterschreiben. Und nicht nur der Koran schreibt sich so weiter, sondern ebenso die Übersetzungen, mitsamt den sich anlagernden Forschungen. Wenn von den deutschen Koranen daher einer vor den anderen empfohlen werden soll, dann falle die Wahl auf Bobzins Fassung. Nicht weil sie den endgültigen, nicht einmal weil sie endlich einen lesbaren deutschen Koran liefert, sondern als der traditionsbewussteste und bildungsbeflissenste Spross des knorpeligen deutschen Astes, der aus dem hypertextuellen Stamm des einzigen und ewigen arabischen Korans gewachsen ist.

(Gut gebrüllt, Herr Weidner, aber jetzt möchte ich mal wissen, was ist denn nun über jene Gewalt-Passagen (s.o.) zu sagen? Fehlübersetzt? Eine bedauerliche Verwechslung von „Niedergemetzelt“ mit „Niedergestreichelt“? Hat sie in derwischgetanzter Form eine völlig andere Aussage? Wie hieß es doch gleich? Ach ja:„Verflucht, wo immer sie gefunden werden, sollen sie ergriffen und niedergemetzelt werden. Das war Allahs Brauch mit denen, die zuvor hingingen, und nimmer findest du in Allahs Brauch einen Wandel.“ (33/61+62; Recl. S. 400). T.)

TAKE IT!

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Nein, diese Kloranwaschmaschine kriegt niemand mehr in Gang. Da muss eine neue her. Irgendwie sollte das dreckige, böse Buch doch sauber zu kriegen sein. Denn wenig ist abstoßender als sein finsteres Gefasel und als Klohametts Niedrigkeit – aber zu diesem Wenigen gehört ganz eindeutig die Schleimigkeit unserer Dimmis!

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Time am 26. April 2010

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1) http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E0958EF8362B74504B8674F27E0506AA8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/26/projekt-kloranwasche/ – Hrg. Bernhard Uhde, Herder Freiburg 2009
3) Vlg. C.H.Beck, München 2010
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Asad
5) Patmos Vlg. D’dorf 2009, übersetzt von Ahmad von Denffer und Yusuf Kuhn
6) http://de.wikipedia.org/wiki/Shining_(Film)

„Die Bundeswehr verliert… im Bundestag“

25. April 2010

Von Nils Minkmar (1) bringt die heutige FAZ einen Bericht über den afghanischen Philosophen Masoud Rahel (Titelfoto) und dessen Ansichten zum Krieg gegen die Taliban.

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Der afghanische Blick

Eine Art Entwicklungshilfe – der Philosoph Masoud Rahel
erklärt sein Land und die Aufgabe der Bundeswehr

Auch in der globalisierten Zeit versucht die deutsche Öffentlichkeit, mit dem gewohnten Personal und in vertrauten Tonlagen vorgetragenen, bewährten Gedanken klarzukommen. Kein Wunder, dass wir so verwirrt sind. Was ist eigentlich los in Afghanistan? Nach acht Jahren Bundeswehrpräsenz scheint es nur die Wahl zwischen zwei Posen zu geben: der des erfahrenen Geostrategen, der im Casino-Ton runterrasselt, warum „am Hindukusch“ ohne fremde Armeen gar nichts läuft, und der des müden Gesamthistorikers, der die Vergeblichkeit aller guten Bemühungen dort mit der ewig widerspenstigen Beschaffenheit von Land und Leuten begründet. Und beides sind Lesarten von Karl May.

Kann ein afghanischer Intellektueller uns besser erklären, was die deutschen Soldaten dort sollen? Ich wagte nicht zu hoffen, dass er das sogar besser kann als die Bundeskanzlerin.

Ich kannte Masoud Rahel aus dem Studium in Saarbrücken, wo selbst die Professoren Mühe hatten, mit seiner Kompetenz und Verve mitzuhalten. Als er 1976 nach Deutschland kam, hatte er in Kabul schon Mathematik und Chemie studiert. Dort hatte ihm ein deutscher Freund am Telefon gesagt, Heidegger sei gestorben. Rahel wurde neugierig auf den toten Deutschen und besorgte sich ein Exemplar von „Sein und Zeit“ auf Persisch. Schon auf Deutsch keine leichte Lektüre, ist diese ontologische Grundlegung in Farsi, wie er später sagte, „ganz und gar unverständlich“. Die Reise nach Deutschland, in die deutsche Sprache hatte die Philosophie zum Ziel. Nachdem die Sowjets Kabul erobert hatten, wurde sie seine Heimat.

Faktisch lebte er auf – wenn man Türschwelle und Fensterbänke einbezieht – vielleicht zehn Quadratmetern eines Wohnheims in Dudweiler, intellektuell aber kam er von Martin Heidegger auf Edmund Husserl und von Husserl auf Hegel.

Später verloren wir uns aus den Augen, aber ich hatte gehört, dass er, nun in Köln lebend, als einer der wichtigsten afghanischen Philosophen gilt.

Über den üblichen Weg war er nicht zu finden: Nichts im Telefonbuch, kaum ein brauchbarer Suchmaschineneintrag. Er hat sich, erklärte er mir später, mit Google angelegt und Seiten sperren lassen. Eines seiner Interviews mit einer afghanischen Zeitung war in die Fänge des Übersetzungsprogramms der Suchmaschine geraten, das Resultat sei fürchterlich gewesen. Unter anderem hatte das Programm seinen Namen in „Masoud Chomeini“ geändert, also das Thema des Gesprächs, unter anderem die Geschichte Irans, und den Vornamen des Autors zusammengezogen. „Ich habe in San Francisco angerufen, dann in Hamburg, da sind überall nur Apparate, nirgends ist wirklich jemand.“ Es hört sich an wie ein Heideggerscher Albtraum. Masoud Rahel klingt aber nicht wie ein vergeistigter Technikfeind, sondern wie ein afghanischer Aufklärer.

Und als solcher kritisiert er auch die deutsche Debatte um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan: „Die Soldaten sterben für eine sinnvolle Sache, aber wegen eines absurden Mandats.“ Wenn jede Kugel, die da abgefeuert wird, erst die Genehmigung aller Fraktionen brauche, solle man es lieber sein lassen. „Sie haben nicht mal Hubschrauber. Dauert es nun wieder ein Jahr, bis die endlich Hubschrauber kriegen?“ Im Krieg gegen die Taliban seien ein beschränktes Mandat und eine mangelhafte Ausrüstung fatal. Den mit den Taliban verbündeten Warlord Gulbuddin Hekmatyar kennt Rahel noch aus dem Studium: „Ein rücksichtsloser Irrer. Er war damals schon verhasst. Eigentlich ein Nazi.“ Gegen ihn und die Taliban müsse man schon sehr entschlossen und effektiv handeln. Aber „die Bundeswehr verliert diesen Krieg nicht in Afghanistan, sondern im Bundestag“.

Es wäre zur Klärung der Bilder und Begriffe vielleicht hilfreich, schlägt er vor, nicht mehr nur auf Helmut Schmidt, Peter Scholl-Latour oder gar – da muss er lachen – Martin Walser zu hören. Die Taliban, sagt er, sind für die afghanische Geschichte völlig untypisch. Das seien im Wesentlichen die Kinder der von den Sowjets vertriebenen Flüchtlinge, die in den Koranschulen des pakistanischen Grenzgebiets Zuflucht gefunden hätten, verwahrloste Kinder, um die sich nur die Imame gekümmert haben. Doch in diesen von den Saudis finanzierten Koranschulen sei nicht die afghanische Tradition des Islam, der tolerante Hanafismus, sondern der saudische Wahabismus gepredigt worden: „Die Taliban sind ein soziologisches Problem!“ Und es seien auch nicht viele, ungefähr achttausend. Das sei ein Pseudokrieg, den man auf keinen Fall mit den populären afghanischen Befreiungskriegen gegen die Briten oder die Sowjets verwechseln dürfe.

Mit Letzterem hätten die Taliban im Übrigen nichts zu tun, sagt er, die entstanden ja viel später. Und Al Qaida schon gar nicht. „Bin Ladin war als Kämpfer eine totale Niete. Man kannte ihn nur als Intriganten!“ Die Taliban seien weder beliebt noch im Volk verankert. Und es sind wenige, aber sie reichen aus, eine ganze Region zu verunsichern: „Zehn Terroristen rennen auf der Zülpicher Straße herum, und ganz Köln ist destabilisiert!“ Man müsse sich daran erinnern, dass am Beginn des Krieges, 2001, keine amerikanische Invasion stand. Es war die afghanische Nordallianz, die Kabul befreit hat. Insofern sei der Sturz der Taliban eine gemeinsame Aktion von Afghanen und Amerikanern gewesen. Das sei auch künftig der beste Weg. „Ich bin kein Antiamerikaner. Der Antiamerikanismus in Deutschland ist mir suspekt. Wo wäre dieses Land ohne den Einsatz der Amerikaner?“

Masoud Rahel bedauert jedoch deren nachlassende Wachsamkeit und Ablenkung durch den Irakkrieg, die den Wiederaufstieg der Taliban begünstigt habe: „In Afghanistan entstehen die Probleme nicht durch Engagement, sondern durch Desengagement.“ Er begrüßt daher das sogenannte „Partnering“. Dieses Vorgehen macht auch Luftschläge aus großer Höhe verzichtbar, die zu Unglücken wie der Bombardierung der Tanklaster führen. Aus solchen Tragödien solle man lernen, mehr mit afghanischen Truppen zusammenzuarbeiten und am Boden zu operieren.

Um Afghanistan zu erklären, geht auch Masoud Rahel bis in die Zeit Alexanders des Großen zurück. Doch er widerspricht Helmut Schmidts Lieblingsanekdote, der Mazedonier sei durch Persien ein- und durch Indien wieder ausgereist. Rahel verweist auf die Ergebnisse der französischen Ausgrabungen bei Ai Khanoum in Nordafghanistan, die Spätfolgen seines Einflusses, nämlich eine große Stadt der griechisch-baktrischen Ära, freigelegt haben: eine griechisch inspirierte antike Hochkultur achthundert Jahre vor Karl dem Großen.

In dieser Sicht der afghanischen Geschichte ist es keineswegs so, dass sich dort wilde Stämme seit Urzeiten gegenseitig auf und ab jagen, sondern es finden sich zahlreiche Perioden des Friedens und der Stabilität unter einer Zentralregierung. Das gilt selbst für nähere Epochen: „In der Zeit zwischen 1914 und 1945 genoss Afghanistan eine größere Stabilität als das Deutsche Reich. Und auch zwischen 1933 und 1970 soll man mir erst mal zeigen, in welcher Phase das Land instabil gewesen sein soll.“ Der tribalistische Einfluss sei dann wieder durch den Einmarsch der Sowjets, aber auch durch die Verhältnisse in Pakistan gestärkt worden. Dort leben 25 Millionen Paschtunen – „ein zweites, ein Schattenafghanistan“ -, die ihre Stammesidentität weit ungestörter ausleben können, als es in Afghanistan möglich war. Außerdem herrsche bei den Regierenden Pakistans das beklemmende Gefühl, zwischen Indien und Afghanistan in die Zange genommen zu werden, weswegen man von dort aus die Taliban von Anfang an und bis heute unterstütze. Ohne den pakistanischen Geheimdienst ISI gebe es keine Taliban. Daher sei das Problem nur international in den Griff zu bekommen.

Es geht Masoud Rahel darum, die demokratischen und zentralstaatlichen Traditionen Afghanistans zu betonen, den Umstand, dass Afghanen sich durchaus selbst zu helfen wissen, dass sie eine stabile und tolerante Gesellschaft kannten und gerne wieder hätten, deren heutige Wiederbelebung allerdings darunter leidet, dass die gesamte Mittelschicht des Landes entweder ins Exil gegangen ist oder erst von den Sowjets und dann von den Taliban ermordet wurde.

Und Karzai? „Hamid Karzai ist weder intelligent noch integer!“ Es sei ein Skandal, dass man niemand anderen gefunden habe, ihn zu ersetzen. Doch der Einsatz der Bundeswehr, sagt Rahel, habe weder mit Karzai etwas zu tun noch mit der Frauenemanzipation: Zehn Jahre lang hätten die Taliban die Mädchen und Frauen des Landes geknechtet, da sei kein westlicher Politiker auf den Gedanken verfallen, Truppen zu schicken. Nein, es gehe in Afghanistan um die regionale Bekämpfung eines globalen Problems. Das Problem manifestiere sich womöglich bald genauso in Jemen, in Sudan und in Somalia, und nun müsse man probieren, wie internationale Kooperation funktioniert, um es zu lösen. Die Stabilisierung Afghanistans ist nur das Mittel zu einem weltweit angestrebten Zweck.

Masoud Rahels Gedanken kommen ohne Kitsch und Pathos aus. Es gelingt ihm besser, die Aufgabe der Bundeswehr in Afghanistan zu beschreiben, als den deutschen Intellektuellen, ja sogar den dafür zuständigen Politikern. Sie könnten seine intellektuelle Entwicklungshilfe annehmen und künftig sagen: Die Soldaten der Bundeswehr sind Pioniere des in der Geschichte der Menschheit neuen Versuchs, weltweite Probleme gemeinsam zu lösen. Das ist jedenfalls die Idee.

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Time am 25. April 2010

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1) http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E1C017D6AA57A447B91C6975F4613918B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Schade, schade

24. April 2010

Gestern berichtete Hans-Christian Rößler für die FAZ aus Israel:

Raketen in Aqaba eingeschlagen

Ziele in der israelischen Hafenstadt Eilat verfehlt?

In der jordanischen Hafenstadt Aqaba ist es am Donnerstag zu mehreren Explosionen gekommen. Der jordanische Informationsminister Nabil al Scharif sagte, eine Grad-Rakete aus russischer Herstellung sei in ein Kühlhaus eingeschlagen. Die Rakete sei von einem Ort außerhalb Jordaniens abgefeuert worden, habe aber keine größeren Schäden angerichtet. Jordanische Sicherheitskräfte entdeckten zudem Reste einer Katjuscha-Rakete.

Einwohner Aqabas und der benachbarten israelischen Hafenstadt Eilat hatten von Explosionsgeräuschen und Blitzen am frühen Donnerstagmorgen berichtet. Eine Suchaktion in Eilat blieb nach Angaben der Armee allerdings ohne Ergebnis. Die Internetdienste israelischer Zeitungen vermuteten, dass die Geschosse von der ägyptischen Sinai-Halbinsel abgefeuert wurden und eigentlich Eilat treffen sollten. Ein Sprecher der ägyptischen Sicherheitskräfte sagte jedoch, es seien keine Raketen von der Sinai-Halbinsel aus abgeschossen worden.

Erst in der vergangenen Woche hatte die israelische Regierung alle Staatsbürger aufgefordert, wegen hoher Terrorgefahr den Sinai zu verlassen. Dort sind seit Jahren Terrorzellen von Al Qaida und wohl auch der libanesischen Hizbullah-Miliz aktiv. Der beliebte Badeort Eilat war in den vergangenen Jahren im Vergleich zu anderen israelischen Städten von Anschlägen weitgehend verschont geblieben. Im Jahr 2007 kamen dort bei einem Selbstmordanschlag drei Personen um. Im Jahr 2005 wurden Katjuscha-Raketen aus Jordanien auf Eilat abgefeuert. Eine der Raketen explodierte unweit des Flughafens der Stadt, richtete aber nur Sachschaden an. Gleichzeitig wurden auch ein amerikanisches Kriegsschiff im Hafen von Aqaba und ein Militärkrankenhaus angegriffen; ein jordanischer Soldat wurde dabei getötet.

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Verdammte Ork-Terroristen. „Waffenstillstand“ bedeutet für die nur, dass sie ein paar Raketen weniger auf die israelischen Bürger abfeuern. Wolfgang Günther Lerch, der in der letzten Zeit den einen oder anderen überraschend vernünftigen Artikel abgeliefert hatte, äußerte sich auch zum Thema.

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Wie lange noch?

(Ja, wie lange noch wird Israel den Raketenterror hinnehmen? T.) Es ist möglich, dass die Katjuscha-Raketen, die in der jordanischen Hafenstadt Aqaba eingeschlagen sein sollen, in Wirklichkeit der israelischen Nachbarstadt Eilat galten. Von wo sie kamen, ist unklar. Vor einigen Tagen erst hatten Hunderte israelischer Touristen die ägyptischen Ferienorte am Roten Meer verlassen, nachdem sie vor Terroranschlägen gewarnt worden waren. Besteht da ein Zusammenhang? Es ist jedenfalls gut, dass der amerikanische Nahost-Sondergesandte George Mitchell nun doch wieder in die Region reist, um Bewegung in die festgefahrenen Fronten zu bringen. Das wird freilich nicht einfach sein. Der Streit zwischen Israel und Amerika über den Siedlungsstopp in Ostjerusalem ist keineswegs beigelegt, erst recht nicht, nachdem Ministerpräsident Netanjahu bekräftigt hat, es werde weitergebaut. Netanjahu müsse sich entscheiden, ob er sich mit seinen rechten Koalitionspartnern anlegen wolle oder mit Präsident Obama, sagte dieser Tage der frühere amerikanische Botschafter Indyk zur Lage. WIE LANGE wird Washington NOCH Geduld haben mit NETANJAHUS politischer UNBEWEGLICHKEIT?

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Oje, da hatte ich
mich wohl zu früh gefreut.
Schade, schade!
Da kriegt der Wolfgang-“FAZ-
Ali1″-Günther-Lerch
aber wieder den Fes aufgesetzt
und muss sich
in die Ecke stellen (–>).

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Time
am
24. April 2010

Die Armenier demaskieren den Wolf

23. April 2010

Unlängst hatte ich Karen Krüger von der FAZ für einen ihrer fieslahmversteherischen Artikel kritisiert (1). Mit schönster Regelmäßigkeit war nun wieder ein counterjihadischer Artikel zu erwarten. Und tatsächlich, gestern beschrieb sie pointiert die Wühlarbeit türkisch-mohammedanistischer Aktivisten gegen die Diskussion über den Völkermord an den Armeniern am Beispiel des deutschen Städtchens Minden (2). Außerordentlich positiv finde ich hier die Zusammenarbeit zwischen Aleviten und Armeniern, erwartungsgemäß abstoßend das Einschüchterungsverhalten der Türken, ekelhaft die Feigheit deutscher Politiker.

Natürlich spielt sich dieser „weiche Jihad“ nicht nur in Minden ab. Die heutige FAZ brachte folgenden Leserbrief von G. D. (Aktualisierung: türkischer Name, mutmaßlicher Eigner fordert Unkenntlichmachung, s.u.) aus Köln:

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Ich werde Ministerpräsident Erdogan informieren

Zu Ihren Berichten über die Armenier und zu Ihrer Haltung zur Türkei: Wir als hier lebende Türken haben die Nase voll von Ihren Anti-Türkei-Berichten! Sie sollten erst mal gucken, was die Deutschen in der Geschichte so gemacht haben und viel mehr Berichte darüber schreiben! In der Türkei wurden viele Massengräber von Türken gefunden, die von Armeniern umgebracht worden waren. Was ist mit den Hocali-Massakern am türkischen Volk und was mit den Aserbaidschanern, die von den Armeniern umgebracht worden sind? Ich werde die türkische Botschaft und Ministerpräsident Erdogan kontaktieren und ihnen über Ihre Anti-Türkei-Politik berichten. Ebenso werde ich eine Kampagne gegen einige deutsche Medien auf von mir geführten Webseiten starten. Es geht nicht nur um die Armenier-Frage, sondern auch um andere Berichte von Ihnen. Zusätzlich werde ich türkische Medien kontaktieren, damit Berichte gegen Deutschland geführt werden. Es reicht!

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Sie lachen über diesen aufgeblasenen Windbeutel, aber die bibbernde FAZ-Leserbriefredaktion hat bestimmt bereits Personenschutz angefordert. Dabei sind die Fakten völlig klar. Hierauf hatte FAZ-Leserin Muriel Mirak-Weissbach am 19. April hingewiesen (3): „Im Jahr 2005 hat der ehemalige “Spiegel”-Journalist Wolfgang Gust die wichtigsten Dokumente zu den Ereignissen in einem bahnbrechenden Geschichtswerk zusammengetragen.“ Wolfgang Gust nun beschreibt in der heutigen FAZ einen diesbezüglichen Workshop in Boston.

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Das Ende eines langen Anfangs

Wann immer in der deutschen Öffentlichkeit Armenier und Türken über den Genozid an den Armeniern diskutieren, kommt es zum Eklat. Die türkischen Vertreter versuchen ihre Gegenüber mit altbekannten Parolen zum Schweigen zu bringen, die armenischen Vertreter hingegen bestehen als Vorbedingung eines Dialogs auf der Anerkennung des Genozids. Doch es geht auch anders.

In den Vereinigten Staaten trafen sich Anfang April Erforscher des Genozids an den Armeniern zu einem Workshop der Clark-Universität in Boston. Unter ihnen waren – wie immer – bestens informierte Armenier und – wie erst in neuester Zeit – auch bestens informierte Türken. Organisator der Veranstaltung waren Taner Akçam, der an der Clark-Universität mit dem Kaloosdian/Mugar Chair den einzigen amerikanischen Lehrstuhl für den Völkermord an den Armeniern innehat, sowie das Strassler Center for Holocaust & Genocide Studies. Mitsponsoren waren die „National Association for Armenian Studies and Research“ mit Marc Mamigonian, sowie der amerikanische Deutschland- und Genozid-Spezialist Eric Weitz von der Universität Minnesota.

Es ging um den armenischen Genozid, mit Schwerpunkt auf dessen Dokumentierung in den weltweit verstreuten Archiven, aber auch um die Frage, wie es weitergehen soll mit seiner Erforschung. Es herrschte akademische Vielfalt; die Vorträge, die Diskussion und selbst – wenn nicht sogar in erster Linie – die abweichenden Meinungen waren äußerst informativ. Dazu trugen die türkischen Wissenschaftler in hervorragender Weise bei. Man wurde zum Zeugen einer Normalisierung.

„Wir haben einen langen Weg hinter uns und noch einen längeren Weg vor uns“, alle Teilnehmer hätten „das Ende vom Anfang erlebt“, bilanzierte Taner Akçam. Dieser Völkermord sei nun nicht mehr vornehmlich eine Domäne armenischer Wissenschaftler. Europäische, amerikanische und türkische Forscher verschiedener Disziplinen seien hinzugekommen, um das Ereignis in ihre Überlegungen und Vergleichsstudien von Genozid, ethnischen Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschheit einzubeziehen. „Diese Entwicklung wird zu einem höheren Standard auf dem Feld der Genozidforschung führen“, sagte Akçam.

Der Völkermord an den Armeniern wird weltweit nicht einseitig, wie viele Türken hierzulande behaupten, sondern völlig eindeutig dargestellt – und an der Wahrheit interessierte Türken steuern einen immer wichtigeren Teil dazu bei. Kurz vor dem Workshop hatten meine Frau und ich in unserem Internetportal www.armenocide.net, das sich auf die Veröffentlichung offizieller Dokumente konzentriert, eine neue Edition von etwa 350 Akten des deutschen Auswärtigen Amts mit dem Titel „Deportationsbestimmungen“ herausgegeben. Es handelt sich um weitgehend unbekannte, weil zumeist handschriftliche und damit schwer lesbare Unterlagen über Armenier in deutschen Diensten. Sie zeigen neben fehlender Zivilcourage der Deutschen vor allem, was die offizielle Türkei bis heute heftig bestreitet: die Macht der jungtürkischen Zentrale, über das Schicksal eines jeden Armeniers zu entscheiden. Welche Rolle dabei die Provinzbehörden und die lokalen Jungtürken-Komitees spielten, geht aus den deutschen Akten nur rudimentär hervor. Genau deren Rolle im Völkermord aber beschrieb Ayhan Aktar, türkischer Soziologie-Professor an der Istanbuler Bilgi Universität, in seinem Workshopbeitrag. Dokumente des Auswärtigen Amtes und Aktars Analyse der osmanischen Verwaltung ergänzen hervorragend die Sicht auf die damaligen Vorgänge vor Ort.

Was in Boston schon Wirklichkeit geworden ist, liegt in Deutschland noch in weiter Ferne. Schon deshalb, weil sich in Deutschland keine Universität der Erforschung des Völkermords widmet, von der Ruhr-Universität Bochum abgesehen, an der ein armenischer Professor lehrt. Hingegen reiste im türkischen Auftrag der längst widerlegte amerikanische Genozidleugner Professor Justin McCarthy durch das Land, um der offiziellen türkischen Schwindelversion ein akademisches Mäntelchen umzuhängen.

Doch viele Türken sehen die Sache inzwischen ganz anders – dank der Ereignisse in der Türkei selbst: immer mehr türkische Großmütter, die sich kurz vor ihrem Tod den erschrockenen Enkeln als Armenierinnen offenbaren, ein Nobelpreisträger, den der Staat vors Gericht zerrt, weil er einen Genozid nicht hinnehmen will, ein armenisch-türkischer Intellektueller, den die nationalistische Hydra ermordete und dessen Sarg eine ungeheure Menschenmenge folgte und skandierte: Wir alle sind Hrant Dink! Die Türkei erwacht und die Türken in Deutschland mit ihr.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die türkische Welt, die ich wahrnehme, signifikant verändert. Waren zuvor fast ausschließlich Armenier meine Zuhörer, nachdem ich im Jahr 1993 mein erstes Buch über den Völkermord veröffentlicht hatte, so sind es heute mehrheitlich Türken. Sie wollen erfahren, was damals wirklich geschah.

Vor drei Jahren fragte mich ein türkischer Zuhörer nach einer öffentlichen Konferenz in Berlin, wie er nachprüfen könne, dass meine Aussagen – denen er misstraute – stimmten. Ich verwies ihn auf mein zuvor erschienenes Buch mit Hunderten von Dokumenten des deutschen Auswärtigen Amts über den Genozid. Vor wenigen Wochen meldete sich dieser Mann, ein Türke Mitte fünfzig, wieder. Wir trafen uns, und er erzählte seine Geschichte: Wenn möglich einmal in der Woche hatte er im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes die Akten verglichen. Ihm sei dabei klargeworden, dass alle stimmten. Schließlich habe er weitere Belege studiert und sich dabei – auf Türkisch – fast achthundert Seiten Notizen gemacht. Viele der zusätzlichen Akten, die er gelesen hatte, waren mir unbekannt. Mein Gesprächspartner hatte mich mit seiner Kenntnis der deutschen Dokumente fast überflügelt. Natürlich zweifelte er nicht mehr im geringsten daran, dass die Ereignisse in den Jahren 1915/16 einen klassischen Genozid darstellten.

In den Vereinigten Staaten und in Istanbul hat sich eine türkische Graswurzelbewegung gebildet, die ein ganz klares Ziel verfolgt: sich mit Armeniern zu treffen, miteinander Tee zu trinken und zu sprechen – die Scheu voreinander zu verlieren und die Wahrheit der Jahre des Ersten Weltkriegs zu erkunden. Diese Menschen nennen sich „Freunde von Hrant Dink“. In Deutschland wird der Name „Projekt 2015″ erwogen. Zum hundertsten Jahrestag des Beginns des Völkermords wollen die Kinder und Großkinder der Täter und Opfer eines der furchtbarsten Kapitel der osmanischen Geschichte ergründet haben. Und wieder zueinanderfinden.

Zum ersten Mal werden in diesem Jahr Deutschlands Türken, Kurden und Armenier zusammen des 24. April 1915, als die armenische Elite im Osmanischen Reich verhaftet und zum größten Teil umgebracht wurde, gedenken. Es ist ein Anfang des gemeinsamen Erinnerns – und, wie in Boston erkannt, das Ende eines langen Wegs insbesondere für die Türken. Werden die Armenier ihn mitgehen? Im Clark-Workshop klagte Ron Suny, Direktor des „Eisenberg Institute for Historical Studies“ der Universität Michigan, dass die Armenier bisweilen zu nationalistisch seien. Das erregte den Nestor der Armenienforschung, Richard Hovannisian: Auch als überzeugter armenischer Patriot sei er der Wahrheit verpflichtet. Mit dieser Auffassung wäre ein Dialog möglich, auch wenn es die Armenier in Deutschland schwerer haben, denn ihnen steht eine fast hundertmal stärkere türkisch und kurdisch muslimische Gemeinschaft gegenüber.

Aber die türkischen Ultras sind dabei, ihre jahrzehntelange Dominanz zu verlieren. Bei einer Veranstaltung in Frankfurt, zu der ein türkischer Verein Taner Akçam und mich eingeladen hatte, kamen etwa zweihundert Türken und auch einige Armenier. Dann erschien ein halbes Dutzend adrett gekleideter junger Männer. „Da sind sie“, sagte mir ein Türke und deutete auf die Gruppe. Es waren jene Türken, die noch vor einem Jahrzehnt die Szene beherrscht hatten und jetzt als fast stigmatisierte Außenseiter erschienen: Kemalisten, einst von den Sowjets hofiert, jetzt die Träger eines antiquierten Nationalismus.

Noch versuchen sie, ihr Scheitern zu verhindern, und biedern sich sogar bei armenischen Hardlinern an, die ebenfalls nichts von einem Dialog zwischen beiden Völkern halten. In den kommenden Jahren wird sich entscheiden, ob die dialogbereiten Türken, Kurden und Armenier Deutschlands den entscheidenden Schritt schaffen, den die Forscher beider Nationen in Boston schon besiegelt haben.

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Ich halte die Anerkennung des Leidens der Armenier und das Eingeständnis türkischer Schuld für einen guten Test, ob es den Türken um Partizipation oder Beherrschung geht. Dieses Thema ist geeignet, die Takija-Maske herunterzureissen und den Jihad-Wolf für alle sichtbar zu machen. Er wird sichtbar werden: als Wolf, der er ist!

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Time am 23. April 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/09/sprachenjihad-jihadsprachen/
2) http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EA769924A55A647F5A29F41B3D3E4293D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/19/turkischer-realismus/

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FAZ-Links zum Thema:
http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468/Doc~EF9DB88FEA6AE4C4FACB9344EEDFD1365~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.faz.net/s/RubA330E54C3C12410780B68403A11F948B/Doc~E73B8EA7839F04D06B9E8625F0046823C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.faz.net/s/RubA330E54C3C12410780B68403A11F948B/Doc~E3C89A9F611FA405786CF407C140365FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468/Doc~E265545F362D24163B98E57B88A2E7B8C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Aktualisierung, aus der FAZ vom 24.04.’10: „Hinweis – Der unter dem Titel ‘Ich werde Ministerpräsident Erdogan informieren’ veröffentlichte Leserbrief in der Ausgabe vom 23. April stammt nach seinem Bekunden nicht von G. D., Köln.“

Na und, es gibt ja vielleicht auch mehr als einen Helmut Schmidt in Köln. Erstaunlich ist die beflissene Eile, mit der die FAZ das Dementi bringt.

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Aktualisierung, aus der FAZ vom 26.04.’10: „Hiermit möchte ich betonen, dass der Leserbrief in der F.A.Z. vom 23. April mit der Überschrift ‘Ich werde Ministerpräsident Erdogan informieren’ in keinerlei Weise von mir stammt. Eine mir noch unbekannte Person hat meinen Namen missbraucht, wahrscheinlich um meinen Ruf und meine Position zu beschädigen. Die Meinung des Verfassers, der den Leserbrief unter meinem Namen geschrieben hat, teile ich in keiner Weise! Ich bin in Deutschland geboren und verfüge über die deutsche Staatsangehörigkeit. Ich würde niemals einem Land den Rücken kehren, das mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Sicherlich sollte die Armenier-Frage detailliert analysiert werden, aber zu schreiben ‘Ich werde Ministerpräsident Erdogan informieren’ finde ich auch für den Schreiber absurd, da ein Ministerpräsident sich nicht negativ in die Pressefreiheit eines Landes einmischen kann. Ich möchte noch einmal bekräftigen, dass der am Freitag abgedruckte Leserbrief in keiner Weise meine Meinung wiedergibt und nicht von mir stammt.“ G. D., Köln


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