Einige Leser brachten Anregungen und Hinweise, die “Unvollständige Chronologie des mohammedanistischen Jihad über rund 1.400 Jahre” (1) um die Zerstörung des Sassanidenreiches, die Genozide an Hindus und Buddhisten in Asien, die an den Naturvölkern Borneos und Indonesiens sowie die an den Christen Osttimors zu ergänzen. Der folgende Beitrag will auf der Basis von Wikipedia einen kurzen Überblick über den indonesischen Jihad gegen die “Demokratische Republik Timor-Leste” geben (2).
Timor war bis zur Inbesitznahme durch die Niedeländer und Portugiesen in mehrere kleine Königreiche geteilt, die gesamte Insel jedoch durch Heirats- und Bündnispolitik vernetzt. 1916 legten die beiden Kolonialmächte die Grenze fest. Der niederländische Westen wurde nach dem zweiten Weltkrieg wie das gesamte Indonesien in die Unabhängigkeit entlassen, der portugiesische Osten mitsamt der Exklave Oecusse erst nach dem Ende der portugiesischen Diktatur 1974 (3). Heute sind 91% der 1,6 Mio. Einwohner Westtimors Christen (56% kath., 32 ev. 3% andere), 8% sind Mohammedanisten (4). In Osttimor ist die Religionszugehörigkeit noch homogener: 98,7% der rd. 1,1 Mio. Einwohner sind Christen (96,5% kath., 2,2% ev.), 0,8% Animisten und 0,3% Mohammedanisten (5).
1975 entflammte dort zunächst ein Bürgerkrieg zwischen den beiden größten Parteien FRETELIN und UDT. Im Gegensatz zur FRETELIN hatte die UDT Wiki zufolge (6) zunächst statt völliger Unabhängigkeit eine enge Bindung an Portugal befürwortet. Als sich der Wahlsieg der FRETELIN abzeichnete, initiierte die UDT einen Putsch, der in einen Bürgerkrieg ausartete und in dessen Verlauf ca. 2.000 Menschen starben. Die FRETELIN siegte und rief am 28. November 1975 die Unabhängigkeit aus. Neun Tage später erfolgte die Invasion durch mohammedanistische, indonesische Truppen. Für die Osttimoresen begannen 25 Jahre schwerer Unterdrückung und die Anhäufung eines Leichenberges durch die Orks, welcher bis zum Ende der Besatzungszeit einen Umfang von 183.000 toten Zivilisten bzw. 22,875% der Bevölkerung erreichen sollte (zum Vergleich: Deutschland erfuhr im zweiten Weltkrieg einen Verlust von insgesamt 5,4 Mio Deutschen bzw. 6,8% der Bevölkerung – 7).
Der Westen, der großes Interesse an guten Beziehungen zu dem riesigen Staat Indonesien hatte, und der eine Destabilisierung der Region sowie die Linksausrichtung der FRETELIN fürchtete, stand der Invasion unschlüssig oder wohlwollend gegenüber (8), obwohl die Orks von Anfang an öffentliche Exekutionen und Massaker an der Zivilbevölkerung vornahmen. Wiki (9):
“Indonesien hatte bei der Invasion die politische Unterstützung der Regierung der USA. Dies belegen Geheimpapiere, die im Dezember 2001 von dem US-amerikanischen National Security Archive (NSA) freigegeben wurden. Nur einen Tag vor der Besetzung Osttimors trafen sich US-Präsidenten Gerald Ford und US-Außenminister Henry Kissinger in der indonesischen Hauptstadt Jakarta mit Präsident General Suharto. Bereits ein Jahr zuvor hatte die indonesische Regierung bei Kissinger angefragt, wie die USA zu einer indonesischen Invasion stehen würden. Im März 1975 empfahl der US-Botschafter in Indonesien David Newson eine Politik des Stillschweigens und unterstützte dabei Kissingers Auffassung. Am 8. Oktober 1975 teilte Philip Habib, Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats, den anderen Teilnehmern mit, dass es so aussehe, als ob Indonesien nun begonnen hätte Osttimor anzugreifen. Kissinger antwortete, er hoffe Habib würde seinen Mund über diese Sache halten. Die USA befürchteten, dass Osttimor zu einem zweiten Kuba werden könne, da die FRETILIN, die Kontakte zur Volksrepublik China hatte, als kommunistisch galt. Gerade in dieser Zeit, kurz nach dem Ende des Vietnamkrieges, wollte man nicht einen kommunistischen Dominoeffekt in Südostasien riskieren, weswegen die USA und Australien die Aktionen des pro-westlichen Indonesiens tolerierten, obwohl Portugal NATO-Mitglied war und versuchte seine ehemalige Kolonie zu unterstützen. Lissabon hatte aber gegen die Interessen der beteiligten Staaten nur diplomatische Möglichkeiten.”
Auch Australien, das nach außen protestierte, hatte Indonesien aus wirtschaftlichen Gründen Stillschweigen zugesichert. Wiki:
“Diese Politik war in der australischen Öffentlichkeit nicht populär, da man sich an den heldenhaften Kampf der Timoresen während des Zweiten Weltkrieges auf Seiten der Australier erinnerte. Es kam zu heftigen Protesten, die jedoch keine Beachtung fanden.”
Allein innerhalb der ersten 10 Wochen der Invasion nahmen die Indonesier schrankenlose Massenvergewaltigungen vor und ermordeten 60.000 Christen. Wiki:
“Es folgte eine Zeit geprägt von Terror und der Umsiedlung der Zivilbevölkerung, Verfolgung von Anhängern der Unabhängigkeitsbewegung durch pro-indonesische Milizen und der Armee.” (10)
Regelmäßig kam es zu Massakern an Frauen und Kindern, häufig in Kirchen oder an religiösen Plätzen, es kam zu wahllosen Strafaktionen und massiven Bombardements. Offiziell genehmigte Folter, Zwangsumsiedlungen und Zwangssterilisationen ergänzten das Programm. 1991 jedoch machten die Orks einen Fehler. Wiki:
“Während der Anwesenheit des UN-Sonderberichterstatters kam es am 12. November auf dem Friedhof von Santa Cruz in der Hauptstadt Dili zum Santa-Cruz-Massaker (auch Dili-Massaker), bei dem das indonesische Militär über 200 Menschen tötete und in den folgenden Tagen viele verschwinden ließ. Die wegen des geplanten Besuches der Portugiesen angereisten Journalisten konnten das Geschehen beobachten, einem gelang es, das Massaker aufzuzeichnen. Mário Viegas Carrascalão, der ehemalige UDT-Führer, der zu dieser Zeit der indonesische Gouverneur Timor Timurs war, deckte geheime Exekutionen des indonesischen Militärs auf. Die Veröffentlichung führte weltweit zu großer Empörung. Heute ist der 12. November zum Gedenken der Opfer nationaler Feiertag in Osttimor. Nach dem Santa-Cruz-Massaker kippte die öffentliche Meinung in der westlichen Welt zu Gunsten der Timoresen. Zudem war die Sowjetunion im selben Jahr von der Weltbühne verschwunden, so dass Indonesien nicht mehr vor einem marxistischen Schreckgespenst warnen konnte.”
Auch die Transmigrationspolitik der Mohammedanisten war erfolglos geblieben. Wiki:
“In der Hochzeit der Transmigrationspolitik Suhartos, in der Bewohner Indonesiens angesiedelt wurden, stammten 20 % der Einwohner Osttimors aus Indonesien. Allerdings waren die meisten Einwanderer katholischen Glaubens, so dass der Anteil an Muslimen in Osttimor nie über vier Prozent kam.”
1999 hatte Portugal einige Verbündete, erst in der EU, später auch in anderen Teilen der Welt gewonnen, die Indonesien zu einer Lösung des Konfliktes drängten, unter ihnen z.B. auch Nelson Mandela. Wiki:
“Präsident Habibie erklärte unter dem starken internationalen Druck am 27. Januar, dass seine Regierung nun eine Unabhängigkeit Osttimors in Betracht ziehen könne. Am 11. März einigten sich die UN, Portugal und Indonesien auf Ministerebene auf die Abhaltung eines Referendum über die Zukunft Osttimors. Am 21. April einigten sich die Konfliktparteien in Osttimor auf eine Einstellung der Gewalt. Pro-indonesische Kräfte in Osttimor reagierten auf die Ankündigung des Referendums mit massiver Einschüchterung und Bedrohung der Bevölkerung. Am 6. April 1999 verübten pro-indonesische Milizen (sogenannte Wanra), wie Besi Merah Putih und Aitarak, zusammen mit indonesischem Militär das Kirchenmassaker von Liquiçá, bei dem zwischen 61 und über 200 Menschen starben.”
Die Volksabstimmung vom 30. August 1999 brachte schließlich eine eindeutige Mehrheit mit 344.580 Stimmen (78,5 %) für die Unabhängigkeit gegen 94.388 Stimmen (21 %) für die Autonomie, bei einer Beteiligung von über 98%.
Wie stets hielten sich die Orks und ihre Handlanger jedoch nicht an die Abmachungen, Wiki:
“Schon ab dem 2. September eskalierte die Gewalt unter den Augen der Angehörigen der UNAMET-Wahlkommission im ganzen Land. Die enttäuschten Gegner der Unabhängigkeitsbewegung, die pro-indonesischen Milizen und die indonesische Armee massakrierten in vielen Landesteilen Menschen und hinterließen nach ihrem Abzug verbrannte Erde. Noam Chomsky schreibt dazu in Radical Priorities: ‘In einem Monat wurden bei dieser massiven Militäroperation etwa 2.000 Menschen ermordet, Hunderte Frauen und Mädchen vergewaltigt, drei Viertel der Bevölkerung vertrieben und 75 % der Infrastruktur des Landes zerstört.’ Etwa 250.000 Ostimoresen flohen nach Westtimor.”
Nun aber intervenierte die UNO, und 17 Länder stellten ein Kontingent von 9.900 Soldaten. Die Unabhängigkeit der “Demokratischen Republik Timor-Leste” war gesichert, und der Mohammedanismus musste eine weitere Niederlage auf dem Weg zu seinem unvermeidlichen Ende erfahren. Wiki (11):
“Um 1975 betrug der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung nur etwa 30%. Während des Freiheitskampfes gegen Indonesien wurde die Katholische Kirche jedoch zur einigenden Klammer zwischen den zwölf größeren Stammesverbänden gegen die überwiegend muslimischen Indonesier. In keinem anderen Land der Erde hat die Katholische Kirche in den letzten Jahrzehnten einen derart großen Zuwachs erreicht… Osttimor ist laut Verfassung ein säkularer Staat und es herrscht Religionsfreiheit. Ramos-Horta betonte aber in seiner Antrittsrede als Premierminister 2006 die Bedeutung der Katholischen Kirche als ein das Land vereinigendes und zwischen den verschiedenen Konfliktparteien aussöhnendes Element.”
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Time am 24. Mai 2010
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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/23/unvollstandige-chronologie
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Osttimor#Kleine_Reiche_und_Fremdherrschaft
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Nelkenrevolution
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Westtimor#Religion_in_Westtimor
5) http://de.wikipedia.org/wiki/Osttimor#Religion
6) http://de.wikipedia.org/wiki/União_Democrática_Timorense
7) http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich_1933_bis_1945
8- http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Osttimors#Reaktionen_des_Auslands
9) http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Osttimors#Invasion_durch_Indonesien
10) http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Osttimors#Der_Kampf_um_die_Unabh.C3.A4ngigkeit
11) http://de.wikipedia.org/wiki/Osttimor#Religion
Tags: David Newson, FRETELIN, Henry Kissinger, Kirchenmassaker von Liquiçá, Noam Chomsky, Ramos-Horta, Santa-Cruz-Massaker, Suharto, UDT

27. Dezember 2010 um 19:05
GROSSER Fehler zu glauben, dass Mohammedaner Ruhe gäben.
Die haben ihre Hudna, den zeitlich befristeten Waffenstillstand (max. ca. 10 J erlaubt). Welcher gerne auch nach dem Vorbild des grpäd. ‘Profet’en gebrochen werden kann und wird. Sich auf Vereinbarungen mit Mohammendaner auszuruhen endet oft tödlich für die anderen Parteien, solange sie dies nicht fest verinnerlicht und berücksichtigt haben.
27. Dezember 2010 um 21:51
Hallo Gundi,
herzlich willkommen!
Sie haben Recht.
Die Maxime der Menschheit muss daher sein: völlige Vernichtung des Mohammedanismus.
Time