Archiv für Juli 2010

Sie verteidigen ihre Karte, wollen nützen

31. Juli 2010

Noch können die grinsenden Jihadpiratenkiller
ihre Schaluppen
durch Aerobic vor der Versenkung schützen

Das Weblog „Sicherheitspolitik“ geht in einem aktuellen Beitrag auf die Jihad-Piraten von Somalia ein (1).

Man weist die romantischen Entschuldigungen „gutmenschlicher“ (= selbstgerechter) Akademiker zurück und verneint einen Zusammenhang zwischen Piraterie und Überfischung: „Die Piraterie am Horn von Afrika wird nicht von frustrierten Fischern betrieben, sondern von Banden der organisierten Kriminalität.“

Das Weblog macht den einzig richtigen Vorschlag: „Im Zusammenhang mit diesen Forderungen fällt häufig der Begriff der ‘Ursachenbekämpfung’.  Die reale Ursache des Piratenproblems ist jedoch die Wahrnehmung, dass Piraterie maximale Profite bei geringem Risiko verspricht. Ein naheliegender Weg, das Problem der Piraterie zu erledigen, ist daher die Erhöhung des Risikos für Leib, Leben, Freiheit und Eigentum der Piraten. Ist das Risiko hoch genug, ändert sich die Entscheidungsgrundlage und Piraterie wird eingestellt.“

Was mir dabei fehlt, ist der Zusammenhang zwischen Kriminalität und Mohammedanismus. Die gesamte Umma ist aus ihrer Geschichte aufgrund ihrer ideologischen Grundlagen und in ihrer tatsächlichen Verfasstheit eine gigantische kriminelle Organisation. Sicher gibt es Orks, die ihr ganzes Leben kein Gesetz ihres Landes brechen, aber diese gehören immerhin zur sogenannten Unterstützerszene. Völlig zu Recht wurde gegen diese im Fall des kommunistischen Terrorismus der RAF mit aller Härte vorgegangen – auch Wandschmierereien wurden seinerzeit z.B. mit Gefängnisstrafen belegt. Wie sehr sich die Mitglieder dieser Bande gegen den Rest der Welt aufeinander eingeschworen haben, wird wieder und wieder deutlich, sei es durch den netten orientalischen Bekannten, der auf einmal auf der Seite Saddams stand oder aktuell durch den unaufhaltsamen Marsch der Türkei nach Teheran. Mohammedanismus = Jihad = Verbrechen.

Die Eingebundenheit von Piraterie und Piraten in die Orkreligion und die Verklärung des Verbrechens als heilige Handlung könnten daher mehr und weitreichendere Maßnahmen als nur die Erhöhung des Risikos nötig machen. Ich denke, man sollte überlegen, ob es nicht möglich wäre, in dieser Gegend eine Situation zu erzeugen, die Piraterie prinzipiell unmöglich macht, z.B. indem gezielt so viel Schiffe wie möglich versenkt oder Häfen zerstört werden usw.

Ich selbst habe in Bezug auf die Piratenpest übrigens schon früh jedwede romantische Vorstellung abgelegt (Gegenüber den Federfritzen hat das länger gedauert). Grund dafür war eine Novelle des Kommunisten Bertolt Brecht (2) von 1921, dessen Dramen ich immer unerträglich fand, dessen Lyrik und Prosa m.E. jedoch oft witzig und pointiert sind. Die Geschichte heißt „Bargan läßt es sein“ (3) und machte Brecht damals in Deutschland bekannt. Sie zeigt nicht nur anschaulich die Gewalttätigkeit und latente Homoerotik reiner Männergesellschaften, der fulminante Schluss mag auch gleichnishafte Erklärung für das unverständliche selbstmörderische Verhalten so vieler unserer Mitbürger und Führungspersönlichkeiten sein.

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Bargan läßt es sein

Eine Flibustiergeschichte

Um Mitternacht seilten wir das Schiff in einer Bucht fest, die unter dicken und fettlaubigen Bäumen schlief, steckten Zwieback und gedörrte Datteln zu uns und drangen, indem wir vorsichtig, wie auf Eiern, liefen, durch das Dickicht gegen Westen vor. Bargan, der uns führte wie eine Schar Kinder und wir Flibustier glichen sonst nicht eben den Säuglingen. Bargan verstand es mit den Sternen, was die Orientierung betrifft, wie der liebe Gott. Wir gelangten richtig durch den ungeheuren Wald, der verwickelter war als ein Garnknäuel, auf die Blöße, und in mildem Licht lag die Stadt vor uns, die wir suchten wie unsere Heimat, bevor es Tag wurde.

In aller Stille fingen wir unser scheußliches Geschäft an; zunächst störte uns keiner von ihnen, aber dann wurden sie böse, die aus dem Schlaf geweckt wurden durch Würgengel, und es gab einen gemeinen Kampf in den Häusern. Wir liefen immer alle zusammen in ein Haus, balgten uns mit den Männern, die im Hemd mit Tischen und Türen zuschlugen, und verteidigten uns gegen die Weiber, die wie Hyänen vorgingen. Ihr Schreien füllte die Luft wie ein eisiger Nebel, als wir Schritt für Schritt gegen die Zitadelle vordrangen, die an einem kahlen Berg lehnte und aus hölzernen Bauwerken bestand. Ein Teil von uns, darunter ich selbst, drängte sich noch durch ein geöffnetes Holztür, dicht hinter Fliehenden, das Tor ging zu, und die Weiber, die im Hemd auf den Mauern und Gerüsten standen, warfen Steine und Holzdinge auf unsere Köpfe, so daß wir uns in unserer Haut nicht wohl fühlten. Als wir schon blutige Köpfe hatten und furchtbar pfiffen, damit Bargan uns höre, kam er schon mit einigen Leuten von hinten.

Er war allen voraus in dem kleinen reißenden Fluß unter dem Fachwerk in die Zitadelle eingeschwommen, wobei ein Fisch sich den Bauch an den spitzigen Steinen zerfleischt hätte, aber Bargan konnte keinen von uns allen sterben sehen. Von da ab ging es schneller, um so mehr als Bargan einen seiner unglaublichen Einfälle hatte. Die zähesten von den Feinden hatten sich nämlich in dem höchstgelegenen Holzhaus verbarrikadiert, in das man nicht gelangen konnte außer mit Flügeln. Dorthin liefen von allen Seiten die noch nicht Erschlagenen zusammen, wodurch dieses Haus bald sehr stark wurde und, wenn es in dieser Weise weitere Feinde verschluckte (die sich im Innern bewaffnen konnten), leicht zu einer verdammten Rattenfalle werden konnte, denn wir Flibustier waren über die ganze Niederlassung zerstreut und viele hatten schon begonnen, die Weiber zu befriedigen, und Schildkröten kann man von Kindern schlachten lassen. Deshalb ließ Bargan eine Anzahl von Frauen auf einen Haufen zusammenkoppeln, und nun fingen einige von uns an, in guter Sichtweite von dem Blockhaus die Frauen zu vergewaltigen, was sehr gut aussah und auf die Holzwürmer solchen Eindruck machte, daß sie gegen alle Regeln des Gefechtsverkehrs wie junge Stiere aus dem sicheren Holz brachen und abgeschlachtet wurden wie junge Lämmer, zitternd und hilflos, einer nach dem anderen, oder zu zehn und zehn.

Damit war die Stadt durch Bargans Weisheit und Menschenkenntnis erobert, und als die guten Häuser aufwachten, rumorten wir in ihnen herum und bewunderten unsere neuen Besitztümer. Es war ein guter Streich, aber wenn wir den Haken daran gesehen hätten, scharf und gekrürnmt und mörderisch, so wie heut und fünf Wochen nachher, dann hätten wir alle lieber das höllische Fegfeuer erobert als die schöne Stadt, die mit brauchbaren Dingen zum Platzen überfüllt war. Die Gefangenen, von denen es etwa siebzig gab – die anderen schliefen in ihren Häusern weiter bis zum jüngsten Tag, es regnet nicht auf sie – trieben wir in einem Hof des Rathauses zusammen, wo sie auf den Steinen sitzen konnten und ausruhen. Niemand hatte in den ersten Stunden des Siegesrausches Zeit, sich mit ihnen abzugeben, erst gegen Mittag kam Bargan zum Appellblasen und da ging er auch zu ihnen hinein, um die Frauen anzuschauen. Sie erhoben sich und standen zitternd vor Kälte irn Hof herum, denn sie hatten meist nur Hemden an, es war so verflucht rasch gegangen, daß Gott sein Gesicht von ihnen abwandte, um die Ernte in Brasilien zu besehen. Übrigens steckten einige hübsche Frauen darunter, das heißt sie waren im Hemd und zitterten, und wir hatten seit sieben Wochen keine junge Haut mehr gesehen. Ein Haifisch würde geglaubt haben, daß wir darauf aus waren wie Gott auf einen bekehrten Sünder, und Bargan machte gleich den Anfang, indem er ein junges Weib zeichnete, das in sein Zelt kommen sollte. Wir sahen sie nicht deutlich an zuerst, Bargan hatte nicht den besten Geschmack, er lag bei allerlei Gelichter und es hieß nicht umsonst, daß er die amerikanische Krankheit hatte, die einen Christenmenschen stückweis verfaulen läßt. Aber da erhob sich ein Zank zwischen Bargan und seinem Freund Croze, dem „Klumpfuß von St. Marie“, und es handelte sich um das junge Weib, das beide haben wollten. Jeden anderen hätte Bargan sofort niedergeschlagen, denn um Branntwein oder Geld, auch um Ehre nicht, schlugen wir uns unter Freunden nie, sondern nur um Weiber, aber der Teufel weiß, warum Bargan an dem fetten Burschen einen Narren gefressen hatte, der wie ein Hund, den niemand will, auf der Straße gelegen hatte, bevor Bargan ihn an seinen Busen nahm. Aber nun war er geschwollen wie ein vergifteter Hund, soff überall herum, spielte mit Bargans Goldstücken, an denen von uns allen, ausgenommen ihm selbst, guter Schweiß klebte, und stritt nun mit Bargan selbst vor unser aller Augen um ein Weib, das Bargan so sicher gehörte wie sein eigener Fuß. Wir fingen bald alle zu schreien an, daß Bargan, der keineswegs sicher war, ob ihm sein eigener Fuß gehörte, das Weib schließlich nehmen mußte, worauf er wie gewöhnlich Appell abhielt, bei dem der Klumpfuß von St. Marie hinter ihm drein die Front abstampfte. Dabei sahen wir ihm in die Augen, und ich kann euch sagen und konnte es damals schon, es lag Verrat auf ihrem Grund, Schleim und verfaulte Fische.

Den ganzen Tag verbrachten wir mit Trinken und mit den Weibern, wir hielten es mit dem Bettler, der ein altes verlaustes Hemd über den Zaun warf und sagte: Leben und leben lassen! Nur Bargan arbeitete im Zelt – er zog nie in ein Haus, meinte immer, die Decke könne herabfallen – so ziemlich den ganzen Tag, unter anderem an der Verteilung der Beute, soweit sie aus reinem Gold bestand. Er sah das junge Weib nicht einmal, und am Abend schüttelten wir schon alle die schweren Köpfe darüber, daß Croze das Weib hatte, Bargan selbst hatte sie hinüber führen lassen in das Haus, wo der Klumpfuß von St. Marie den ganzen Nachmittag mit einem anderen Mensch gelegen hatte. Wir sagten später, seine Feindschaft gegen Bargan, der ihn wie ein Kind liebte, sei dadurch entstanden, daß Croze am Abend, als er das Weib bekam, schon nicht mehr konnte, und das ärgerte ihn. Jedenfalls fanden einige von uns noch in derselben Nacht das junge Weib mit durchschnittener Kehle in Crozes Zimmer auf, der aber hatte sich, nachdem er sie wie ein Huhn abgeschlachtet hatte, bei Nacht und Nebel aus dem Staub gemacht. Mit ihm noch sieben bis acht Burschen, die Bargan nicht grün waren, weil sie dereinst eine schäbige Seele abbekommen hatten. Als wir es Bargan in der Frühe sagten, ließ er sich nichts merken, aber danach trank er und stierte immer in ein Loch hinein, mitten in unserem Siegesjubel, der noch drei Tage dauerte. Am Abend des dritten Tages, als die Weiber aufgebraucht waren und der Schnaps bitter wurde, kam der fette Croze zurück, aber allein, und tat, als sei er im Gebüsch beim Verrichten seiner Notdurft gewesen, und sah uns allen fragend ins Gesicht. Und obgleich wir ihm gern die dicke Haut über die knorpeligen Ohren gezogen hätten, taten wir, als hätten wir ihn nicht vermißt und auch das Huhn nicht gefunden, nur weil Bargan gar nichts tat, um seine Freude über seine Rückkehr zu verdecken, die ihm keine Ehre machte. Und in den darauffolgenden Tagen, wo wir den Abmarsch in Gang brachten, lebten die beiden zusammen wie früher, wie Brüder, die zusammen einen Mord begangen haben.

Wir luden das Beste von all dem Zeug, von dem wir noch das Gute zurücklassen mußten, auf die Ochsenwagen, suchten die Gäule aus und machten alles fertig, denn wir hatten für unseren Ausflug drei bis vier Tage in Aussicht genommen und jetzt war es eine Woche geworden. Aber als wir aufbrachen, fehlte die Munition. Es war massig Pulver dagewesen, wir hatten noch dazu erbeutet, jetzt war alles verschwunden, ohne einen Laut in die Luft geflogen. Die Wachen hatten nichts gehört, vielleicht hatten sie ihren Rausch ausgeschlafen; merkwürdig war freilich, daß die Kisten oben droben die alten waren, nur war Sand drinnen und statt der Fässer unter ihnen lagen Kisten und Heringstonnen, allerlei altes Gerümpel. Wir suchten wie Spürhunde und verschoben den Abmarsch. Am andern Tag stießen wir in einem Weiher auf die guten Pulverfässer, man hätte drauf schlafen können. Es war ein tüchtig Stück Arbeit gewesen, sie dahin zu bringen, ohne daß sich fremde Leute drum bekümmerten, niemand hatte die Ahnung eines Beweises aber niemand im Lager zweifelte daran, daß Croze mit der üblen Sache zusammenhing, wie die Mutter mit dem Nabel des Kindes. Die Nabelschnur war abgebissen, aber von nun an hatten wir ein Auge auf den Klumpfuß von St. Marie, der zwischen den leeren Heringsfässern herumharpfte wie ein Kürschner, dem die Felle weggeschwommen sind, nachdem er sie schon verkauft hatte, und auch auf die Burschen, die der Wald verschluckt hatte.

Unsere Kolonne hatte einen geschwollenen Bauch, was den Haufen Wagen und Zugochsen betrifft, und eine lahme Faust, was die leeren Pulvertonnen anlangt, wir watschelten gemütlich durch das Holz, das wir mit Äxten niederlegen mußten, und in die Erdrisse mußten wir Zeug stopfen, daß wir hinüberkamen. Das war langweilige Arbeit. Da bekamen wir Unterhaltung, mehr als uns lieb war und bekam.

Wir zwängten uns am zweiten Tag unseres Marsches gerade durch eine malerische Felsgegend, mit hübschen Wänden rechts und links, da begann es Steine zu regnen in der Größe von Straußeneiern, oder noch bedeutender. Wir steckten zwischen Ochsen und Fahrzeugen, die in verschiedener Richtung auseinanderwollten, weil die Steine härter schienen als wir, und konnten uns nur unter die Räder verkriechen und warten, bis der Himmel ein Einsehen oder keine Steine mehr hatte. Unter anderen Umständen hätten wir hinaufgeschossen, dann wären außer den Steinen noch ein paar dürre Engel heruntergekommen, aber mit Heringen konnte auch Bargan nicht feuern. Wir hätten uns langsam oder schnell begraben lassen müssen, und dann hätten die Burschen oben, die es regnen ließen, den Anblick eines Feldes gehabt, auf dem zuerst nützliches Zeug wuchs, aber nach dem Hagel nur noch Steine liegen, auf denen kein Namen steht – aber da kam einem von uns eine Erleuchtung und er nahm, unter Lebensgefahr, den Klumpfüßigen von St. Marie am Kragen und zerrte ihn aus seinem Wagen heraus, in dem er sicher hockte wie der Dotter im Ei. Und die oben mußten gut sehen und seinen Wagen in dankbarer Erinnerung haben, denn der Regen hörte sofort auf und wir konnten weiter.

Es war ein deutliches Zeichen des Himmels, und wäre Bargan nur blind gewesen, hätte er es gesehen. Aber er liebte den fetten Croze und sagte zu uns: Es gäbe keinen Beweis und wir sollten uns schämen. Da gab ihm Croze, der dabei stand und auf die Sonne guckte, die Hand vor unsern Augen. Da machten wir aus, daß immer einer von uns auf Croze aufpassen sollte, bei Tag und bei Nacht, denn Bargan tat es nicht, er schloß seine Augen, er lebte mit Croze wie zwei Freunde im finstern Gehölz, die sonst niemand haben. Also mußten wir die Augen aufmachen, denn Bargan war so, daß wir lieber mit ihm alle zum Teufel gehen wollten als ihm ein Leids tun.

Es kam aber dann die Sache mit der Windrichtung.

Wir mußten irgendwie irr gegangen sein. Der liebe Gott täuschte sich mit den Sternen. Früher hatte Bargan nachts einen Blick auf den Himmel geworfen und wir konnten auf einen Pflock im Urwald zumarschieren danach. Jetzt stand er stundenlang vor seinem Zelt und rechnete, wie unsere Wachen sagten, manchmal stritt er auch dazwischen drin mit Croze herum, der immer frecher wurde. Und dann irrte er sich auch noch und wir mußten uns zusammenreißen, daß wirs ihn nicht merken ließen. Später klappte auch sonst ab und zu etwas nicht mehr mit seinen Anordnungen, das fing mit der Sternensache an.

Wir dachten, er habe Kummer mit Croze, auf den er sich nun einmal verlegt hatte, es ging ihm wohl so wie einem Mann, der lieber fünfmal eine Ankerkette flickt, als daß er eine neue anschafft, wiewohl es Stürme gibt. Kurz, wir sahens ihm nach, auch die üble Sache mit Jammes, den Croze beschuldigte, er habe ihm sein Messer gestohlen, und den Bargan auspeitschen ließ, obwohl wir alle wußten, daß Jammes das Messer gehörte und Bargan wissen mußte, daß Croze das Messer nicht gehörte. Croze stand da und fand es nicht einmal nötig, irgendeinen Beweis zu erlügen. Er starrte nur seinen Freund an, als wolle er ihn erproben, Nachher lief sogar das Gerücht um, der Klumpfuß von St. Marie habe zu Bargan gesagt, das Messer erkenne er genau als das seine, weil es dasjenige gewesen sei, mit dem er dem Weibe, das ihm Bargan schenkte, den Hals abgeschnitten habe. Das war der Gipfelpunkt. Er sah Croze ähnlich.

Der Irrtum mit der Richtung wurde sehr peinlich. Wir kamen viel zu weit unterhalb der Buchtstelle an, wo das Schiff lag. Da entschloß sich Bargan nach all dem noch, Croze vorauszuschicken, um die Mannschaft des Schiffes von unserer Ankunft in Kenntnis zu setzen. Wir waren alle dagegen, es half jedoch nichts. Der Klumpfuß von St. Marie setzte seinen Willen durch und ritt uns allen voraus. Wir sahen ihm nach, wie er, dich und gallig, auf seinem Gaul durchs Gehölz fortsprengte. Wir hatten alle einen Krebs im Hals.

Wir marschierten kaum zwei Stunden, da kam der Mann, der mit Croze geritten war, mit der Botschaft zurück, jener und die ganze Schiffsmannschaft würden uns in einem ausgetrockneten Wasserlauf, der in die Bucht führte, entgegenkommen, wir sollten also dort marschieren. Wir witterten Unrat, jedoch dirigierte uns Bargan wirklich in das Flußbett hinüber, und wenn wir auch heraus hatten, daß der Teufel sieh der Sache annehmen würde, wußten wir doch nicht, was er vorhabe, und darum und Bargans wegen gehorchten wir. Unter kühlem Wind setzten wir auf den dichten Steinen des Flußbettes unsern Marsch in den Abend hinein fort. Das Flußbett verbreiterte sieh sehr stark, schließlich verloren wir die Ufer aus den Augen und schworen, das Bett sei vollends ausgetrocknet, oder wir hätten es schon verlassen. Bargan auf seinem dunklen Hengst hatte die Richtung im Kopf wie seine Augen. In dem milden Licht der ersten Sterne, die aus dem dunkler werdenden Himmel quollen und an die ich mich aus bestimmten Gründen deutlicher erinnere als an die irgend einer anderen Nacht, in guter Ordnung vorwärtsgedrungen, spürten wir bei zunehmender Dunkelheit plötzlich Wasser in den Schuhen und merkten bald mit wenig Freude, daß es stetig und nicht zu langsam stieg. Auch hatten die Wellen seichten Wassers eine bestimmte Richtung, die gegen uns lief, so daß uns auf die Idee geholfen wurde, daß wir unser Flußbett so wenig wie unsere Schuhe unter den Füßen verloren hatten, daß es aber kein Flußbett, sondern eine Meeresbucht war und daß die Flut ernstliche Anstrengung machte, uns alle, Mann und Roß und Wagen vor dem ersten Hahnenschrei zu ersäufen. Anfangs gestattete uns die Dunkelheit noch freundlich, einander anzuglotzen, aber dann verhüllten weiche und ekelhaft weißliche Nebel die wenigen Sterne, und das Wasser um unsere Knöchel stieg mit dein Ernst einer Erscheinung, die ihr Handwerk versteht. Die Erwerbung unsrer Beute hatte uns und ihren früheren Besitzer viel Schweiß und Blut gekostet, aber nun mußten wir sie den kalten Wassern lassen, die ganz mit sinnlosem Steigen beschäftigt, sich um uns nicht mehr kümmerten als um trockene Steine. Der Fluß sah aus wie ein Auge, das aus irgendwelchen Gründen dunkler und dunkler wird, wie es in der Liebe geschieht, wenn die Berauschtheit herannaht. Als die Wasser hoch genug geworden waren, um auch dann peinlich zu werden, wenn sie still gewesen wären, begannen sie sich mit Leben zu füllen und gerieten in die Aufregungen eines Strudels. Schon blieben die Karren stechen, und wir schwangen uns auf die Stiere. Aber dann fingen auch die Stiere an, die Sache schwierig zu finden, und es mochte nach unserem Gefühl etwas über Mitternacht sein, als der erste Stier wortlos in der Flut versank und irgendwohin hinunterschwamm. Um diese Zeit mußten wir uns aufs Schwimmen verlegen und taten es brüderlich mit hölzernen Planken zusammen. Wir konnten uns noch zusammenhalten, freilich nicht alle, einige schwammen auf lange Zeit fort, ich habe sie bis jetzt nicht wiedergesehen. Aber Bargan blieb in unserer Mitte.

Etwa zwei Stunden nach Mitternacht spürten wir festen Boden unter den Klumpen, die an unseren Knien hingen, und klommen, Bargan voran, auf eine kleine steinige Insel, wo wir, ohne Feuer und Decken, hungernd und in nassen Kleidern in unterhaltender Besorgnis, daß das Wasser nachkommen könnte, den Morgen erwarteten, wie der Sünder am Tag des Gerichts auf Gottes Stimme wartet mit der Erlaubnis, daß er durch die Tür rechts in die berühmte Seligkeit eingehen kann.

Bargan ließ all diese Stunden über kein einziges Wort fallen, obwohl wir alle an die siebenzig Männer und Weiber dachten, die Bargan vor unserem Abmarsch hatte schlachten lassen auf Crozes Bitten.

Gegen Morgen verlief sich das Wasser und wir konnten weiter, unser Schiff suchen, ohne Beute und sogar ärmer um Dinge, die wir mit in den Wald genommen hatten, sowie um viele Kameraden, nachdem der eiskalte Wind der Frühe unsere Kleider getrocknet hatte. Und erst gegen Mittag fanden wir die Bucht. Es war uns nicht sehr gut gegangen, wir hatten in kalten Wassern und unter dem Regen von Steinen gestanden und gefroren wie Hunde, die nachts auf eine Läufige warten, aber es mußten noch unsere Augen sein, die wir im Kopf hatten, und es war auch die Bucht, wir erkannten sie wie unsere Mutter an dem fetten Laub der Bäume. Nur von unserm Schiff, das doch zwei Segel aufgesteckt hatte und an diesen fettlaubigen Bäumen angeseilt war, konnten wir mit unseren geschwächten Augen nichts sehen. Nicht einmal der Strick hing noch irgendwo. Aber zwischen den Bäumen heraus harpfte der Klumpfuß von St. Marie, bleich und etwas verlotst im Gewand, und schwenkte den Steiß, als sei alles gut aufgehoben. Dann sagte er zu Bargan, wo er denn gesteckt habe, er warte seit Stunden mit Schmerzen, es sei niernand da und ob man ihn allein unter den wilden Tieren lassen wolle? Bargan sah ihn nur an und fragte nicht einmal nach dem Schiff, sondern ging von uns weg und an Croze vorbei in die Stämme hinein, als suche er was, was man von weitem nicht so gut sieht. Uns aber sagte Croze nur schnell über die Achsel, das Schiff sei fortgewesen, als er gekommen sei, es sei voll von Schuften gewesen oder der Wind und die Flut habe die Seile zerrissen. Dann hinkte er seinem Freund nach, wohl weil er unsre Gesichter richtig beurteilte.

Wir standen zwischen den Bäumen herum mit schwachen Knien und schauten uns die Augen aus dem Kopf; aber wenn einer seine Brille verloren hat, kann er nichts mehr sehen und seine Brille auch nicht mehr finden; aus demselben Grund. Er bleibt für alle Ewigkeit blind, wenn ihm keiner hilft. Also konnten auch wir unser Schiff nicht mehr einholen, wenn uns nicht Flügel wuchsen, und dazu hätten wir vorher zumindest krepieren müssen. Dennoch wollten wir nicht die Flinte wegwerfen, für die wir kein Pulver mehr hatten, wenn nur Bargan wieder gesund gewesen wäre. Wir schichten also einige Leute zu ihm und sie fanden ihn auf einer Wurzel sitzend, den Arm um Crozes Schulter. Da sagten sie ihm in dürren Worten, er sei schuld an der Hinschlachtung der siebenzig, an den sieben Toten im Steinbruch, daran, daß viele von uns in unbekannter Richtung fortgeschwommen seien und daß das Schiff in den Himmel gefahren sei; daran sei er, Bargan, schuld, nicht etwa der Klumpfuß von St. Marie, denn den hätten sie beim erstenmal wie einen fetten Hund ersäuft. Jedoch wollten sie ihn, Bargan, bitten, sie jetzt weiter zu führen, denn er sei alles wert. Aber Croze wollten sie schnell niederlegen und nicht unter sieben Schuh tief eingraben. Sie wollten lieber vor Ekel eine Warze abbeißen, als daß sie den ganzen Mann wegwarfen. Dieses hörte Bargan mit großer Ruhe an. Und als sie ausgeredet hatten, fragte er sie: Was sie zu tun gedächten, wenn er seinen Freund nicht im Stiche ließe, auf einige Verdachtsgründe hin, die nicht stichhaltig seien. Da fingen sie an, ihm alles vorzurechnen und fügten Beweis auf Beweis, wie Croze zuletzt noch den Mann weggeschickt habe, von dem er wußte, daß er ihm auf die Finger sehen würde mit der Botschaft, die ihn und alle andern ins Wasser tauchen sollte, während er selber das Schiff besorgte. Und während ihnen beim Reden nur noch alles durchsichtiger wurde, saß der Klumpfuß von St. Marie grinsend auf seinem Baumstumpf und fuhr mit der gespreizten Hand durch das schwarze Haar, das er lang zurückgekämmt trug und das vor Schmutz in glatten Strähnen zusammenklebte. Aber Bargan fragte, was sie also zu tun gedächten, wenn er nun einmal nicht wolle. Da ging den Unsern ein Licht auf, was es für eine Bewandtnis mit Bargan habe, daß er alles selber wußte, besser wie sie, und doch den fetten Hund nicht aufgeben wollte, Gott weiß warum. Sie kehrten also wortlos um und sagten uns alles.

Wir wurden nun sehr traurig, denn wir merkten es alle, daß dem Bargan jetzt eben etwas zustieß, was diesem Mann nicht an seiner Wiege noch an den Särgen seiner Feinde gesungen worden war und was jeden von uns treffen kann: Daß wir in der hellen Sonne mit vollen Segeln verunglücken. Das geschah aber mit Bargan, als er allein mit dem Klumpfuß von St. Marie im Gehölz saß und einen dicken Kopf machte. Wir schwatzten nicht lang, weil der beste Mann von uns einen Krebs gekriegt hatte, sondern machten das Kreuzzeichen in der Luft und einen scharfen Schnitt zwischen ihm und uns. Einige wollten ein Säcklein Datteln dalassen für ihn, der nichts hatte als den Freund, der ihn verriet, aber wir waren alle dagegen, daß man einen Leichnam mit Speisen vollstopft, wenn die Lebendigen leere Magen haben. Also gingen wir weg, ohne daß wir Bargan noch einmal sahen, der uns sehr lieb gewesen war, an einem warmen Tag im Sommer und in dem Gehölz an der Marienbucht in Chile.

Zwei Tage lang fahndeten wir auf das Schiff mit dem Gefühl im Leib, daß ein Krebs keinen Windhund einholen kann, aber dann fanden wir auf der Bucht einen Kasten schwanken mit zwei Segeln, der stark wie St. Patriks Weihnachtskrippe aussah, wie ein Zwillingsbruder von unserm Schiff.

Der Zwillingsbruder schwamm mitten in voller Mittagssonne. Wenn wir bis zur milden Abenddämmerung hätten warten können, wäre es eine kleine Spazierfahrt mit Eiern und Weinpullen gewesen, St. Patriks Weihnachtskrippe mit unserm Besuch zu beehren; denn ein hübsches Floß war schneller gebaut als wir einstens unsere liebe Schale erworben hatten. Jedoch schien die liebe Schale ihre Fracht bereits innen zu haben, denn sie mißbrauchte mit allen Tüchern den Wind, obgleich er, der die Sachlage wohl witterte, sich reichlich bitten ließ und sie so schlecht segelten, als seien sie frisch aus der Steuermannssehule auf einen modernen Zweimaster losgelassen worden. Immerhin mußten wir uns beeilen und so sprangen wir aufs Floß und ruderten mit gewaltiger Behaglichkeit auf unsern fetten Fisch zu. Er vertrödelte seine kostbare Zeit, bis wir in Schußweite lagen, mit höchst possierlichen Tanzübungen, und wir lagen in den Riemen wie bei eines anderen Mannes Weib und als hätten wir das Floß gestohlen. Dann pfiffen die ersten Kugeln über uns weg zum Willkommsalut. Einer von uns, der seinen Pulverbeutel am Hals gerettet hatte, schoß auch, der Ehre wegen, aber da geschah etwas, was uns sehr über die Rücken hinunterlief. Auf unsern ersten Schuß erschien an der Reling aufrecht eine gute Zielscheibe, die wir gut kannten und die mit Namen Bargan hieß. Wir waren nicht erfreut, daß der Mann Bargan hieß, der unsere Schale so schnell als möglich auf die hohe See hinausbringen wollte, ohne daß wir dabei waren. Und jetzt verließ er sich so fest auf unser weiches Herz, daß er alle seine neuen Schiffsmannschaften deckte gegen unsere Schüsse! Wir wußten noch nicht, daß wir ihm unrecht taten, als wir nicht mehr schossen, weil er es war.

Als wir auf das Schiff kletterten – Bargan selbst ließ ein Seil herunter – war es dort still wie in der Kirche und nichts zu sehen. Bargan selber war keine Sehenswürdigkeit mehr, er hatte ein schlechtes Kleid an, das ihm wohl sein Freund Croze geschenkt hatte, und er hätte besser getan, wenn er eine Maske aufgesetzt hätte, so wenig konnte er mit seinem neuen Gesicht Staat machen. Aber er sah wohl so aus, weil er ein so schlechtes Kleid anhatte. Guten Tag, sagten wir, auf St. Patriks Weihnachtskrippe, du hast wohl auf uns gewartet? Nein, sagte er. So bist du wohl sehr allein, fragten wir und schielten nach den Treppen. Nein, sagte er. Da sahen wir, daß er nicht mehr herausbringen konnte als ein Wort, und weil das wenig ist für einen Mann wie es Bargan gewesen war, schämten wir uns unseres ungerechten Zorns und fragten ganz mild: Du hast wohl das Schiff wieder gefunden? Sie waren uns wohl entgegengefahren und dann kamen sie wieder zurück? Damit wollten wir ihm draufhelfen, weil er wie ein Kind dastand und wir es nicht ertrugen. Aber er brachte seinen Mund auf und sagte: Nein, es sei nicht so. Da sahen wir, daß er nicht lügen konnte, das hatte er nicht gelernt. Und wir ließen ihn stehen und stiegen ins Schiff hinab und er blieb stehen am gleichen Platze unbeweglich, als sei er ein Gefangener.

Unten im Schiff fanden wir denn auch die lieben Burschen, die seinerzeit aus der Stadt ausgewandert waren und sich mit Regnen beschäftigten und Pulver mit schwerer Mühe in Brunnen wälzten und zuletzt zur Erholung eine kleine Partie auf St. Patriks Weihnachtskrippe für nicht zu viel hielten. Sie hockten an den Wänden herum und unterhielten sich mit Zittern. Mitten drin saß auf einer Seilrolle ihr lieber Gott, der Klumpfuß von St. Marie, fett und schamlos und schaute uns entgegen wie seinen Hochzeitsgästen; nur sein Schädel zitterte etwas und seine Vorderansicht war etwas bleich beim Grinsen. Wir erlaubten uns die ergebenste Frage, was er momentan glaube, nach seiner Religion, seinen geschäftlichen Erwartungen, der Zukunft seiner ungeborenen Kinder und was er von einem Leben nach dem Tode halte. Dann stellte einer die Frage, warum sie so sündhaft gesteuert hätten, wo doch Bargan bei ihnen sei?

Da kam es heraus, daß Bargani dazu angestellt sei, das Verdeck zu wischen, so wollte es der Klumpfuß, und sie hatten ihn mit Messern an den Waschtisch geschleift; denn er sollte sich seine Mahlzeit auf Crozes Schiff redlich verdienen. Wir waren eben dabei, dem lieblichen Scheusal eines in die Zähne zu geben, da kam Bargan die Treppe herunter und bat uns, wir sollten Croze in Ruhe lassen und uns an ihn halten. Dabei machte er nicht viele Worte. Da sahen wir uns an und einer warf, nur um was zu sagen, eine kleine Frage in die schwarzen Abwässer, die lautete: Wißt ihr vielleicht etwas, wo die guten Jungen sind, die das Schiff gegen Feinde verteidigen sollten, während wir die Stadt eroberten und so große Beute machten? Aber es kam keine Antwort aus dem Schlund des Untiers, der schwarz war und verfaulte Zahnstumpen hatte, man erstickte drinnen. Da verstanden wir, daß die armen Jungen fortgeschwommen waren, um uns zu benachrichtigen, daß St. Patriks Weibnachtskrippe in die See stechen sollte und wir sollten uns beeilen, wenn wir mitwollten. Und zwei von uns nahmen Bargan ohne ein Wort zwischen sich und gingen mit ihm die Treppe wieder hinauf, während wir andern in der halben Dunkelheit unsre Hände der Erinnerung an unsre lieben Brüder hingaben. Nur Croze ließen wir seinen Hals dick, denn der ging hinter seinem Freund hinauf und wir wollten ihn aufsparen.

Als wir hinaufkamen, sperrten wir den Klumpfuß von St. Marie in einen Holzkäfig, in dem ein Affe gesessen hatte. Bargan ließen wir herumlaufen, denn was nützt es mit einem Mann zu reden, der eine Krankheit hat und über die Sterne nachdenkt? Wir setzten die Segel auf und liefen aus der Bucht.

Am Abend feierten wir die Wiederkunft sowie das Andenken an unsere lieben Leichname, die jetzt, wie einer schön sagte, unter dem milden Sternenlicht aufwärts schwammen, mit dem Gesicht nach oben, irgendwohin mit einem Ziel, das man vergessen hat und wie einer, der keine Heimat hat, aber wohl Heimweh, mit einigen tüchtigen Schlucken Schnaps. Bargan ließ sich nicht sehen, erst ganz am Schluß, als die meisten schliefen, kam er zu mir her, der vor dem Holzkasten saß und wachte, und sagte: Willst du mich nicht in den Kasten hineinlassen oder hast du etwas dagegen?

Er stand im Sternenlicht, ich sehe ihn noch heute und höre ihn auch noch und jetzt ist er doch schon lange abgehalst oder auch nicht, was weiß ich. Und zu der Frage brauchte er eine große Anstrengung. Man sah nicht in den Käfig hinein, aber drin saß der Klumpfüßige und hörte jedes Wort. Darum sagte ich und ließ in nichts von der Ehrfurcht nach, die ich immer vor ihm hatte, denn er war der beste Flibustierkapitän weit und breit bis nach Ecuador hinauf gewesen: Willst du nicht lieber in deine Kajüte gehen? Er besann sich und sagte: Hältst du etwas von dem Schiff? Ich sagte: Ich gäbe einiges darum. Da besann er sieh wieder und sagte: Ich liebe den da drinnen. Da verstand ich ihn und konnte mich doch nicht recht halten und sagte: Und du gibst wohl nicht viel auf das Schiff? Das verstand nun er nicht, drum sagte er nach einer Weile: Aber ich bitte dich, laß uns fort! Ich muß sagen, daß ich etwas Branntwein in mir hatte, aber das griff mir doch ans Herz, daß er von dem Schiff fortwollte und davon gar nicht sprechen konnte und nur „aber“ sagte, worin alles lag, was er vorbringen konnte, und das alles las er sicherlich in meinem Gesicht, denn er fuhr fort: Wenn ich euch das Schiff lasse und ihr laßt mir den da, dann sind wir wohl quitt, ich meine, was mich betrifft, denn ich habe nicht viel mehr, was ich für ihn geben könnte. Ich überlegte mirs und er sagte noch: Freilich wärs auch eine Gnade; welches Wort ein Stich mit einem guten Messer in meine Krokodilshaut war. Ich überlegte mirs lang, und während der ganzen Zeit, wo wir unter leichtem Wind übers Wasser schaukelten, das man hörte, stand er ruhig da und ich konnte sein Gesicht nicht sehen, das im Dunkeln lag. Und obgleich wir mit jedem Windhauch tiefer in die See und weiter weg vom Land kamen, wo er hinwollte, sagte er nichts, um meine Entscheidung zu beeilen.

Ich aber dachte an sein ganzes Schicksal in dieser Nacht und alles lag klar vor mir wie eine Wiese in vollem Morgenlicht, die von einem Wald langsam gefressen wird und nur vorerst noch da ist. Dieser da hatte sein Geld auf eine Karte gesetzt und nun verteidigte er sie. Aber die Karte war eine Niete, und je mehr er draufsetzte, desto mehr flog auf, das sah er selber ganz genau, aber er wollte wohl sein Geld los haben, er konnte nicht mehr anders. So ging es ihm, der ein großer Mann war, eine Anstrengung Gottes, so konnte es jedem von uns gehen, mitten im Licht wurde man überfallen, so unsicher sind wir alle auf diesem Stern.

Und dann sperrte ich den Käfig auf und trug den fetten Croze mit eigenen Händen in das kleine Boot, und Bargan ging hinter mir her. Er sah nicht nach rechts noch nach links, als er ins Boot stieg, und es war doch sein Schiff, auf dem er zehn Jahre lang nicht immer Gutes getan hatte, wiewohl Gutes darunter war, aber doch gelebt hatte und viel gearbeitet und gerecht gewesen war und ein Ansehen hatte, er sah es nicht an, als er zu seinem Freund ins kleine Boot stieg, und er redete auch nichts.

Und in der Nacht, als er langsam fortruderte und ich ihm nachsah, dann sah ich ihn niemals wieder, hörte auch nichts von ihm, noch von dem Klumpfuß, fiel mir manches ein über das Leben auf diesem Stern, und ich kam Gott näher als in vielen Gefahren, in denen ich selber war.

Denn ich verstand mit einem Male Gott, der wegen einem so räudigen, fetten Hund, der kein Messer wert war, den man nicht schlachten, sondern verhungern hätte lassen sollen, einen solchen Mann wie Bargan hingab, für den es keinen Vergleich gibt, der ganz und gar dafür geschaffen wurde, den Himmel zu erobern. Und der nun, nur weil er etwas haben wollte, dem er nützen konnte, sich an diesen Aussatz gehängt hatte und alles sein ließ für ihn und wohl noch froh war, daß es kein guter Mann war, den er liebte, sondern ein böses gefräßiges Kind, das ihn ausschlürfte wie ein rohes Ei, mit einem einzigen Zug. Denn ich will mich vierteilen lassen, wenn er nicht noch Genuß daran hatte, an dem kleinen Hund, auf den er sein Auge geworfen hatte, mit allem, was sein war, zu Grunde zu gehen und drum alles sonst sein ließ.

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Time am 31. Juli 2010

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1) http://weblog-sicherheitspolitik.info/2010/07/30/horn-von-afrika-pirateriebekampfung-durch-bekampfung-illegaler-fischerei/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Bertolt_Brecht
3) aus: „Geschichten“, Suhrkamp 1962, S.8-25

Inkompatibel in jeder Hinsicht

30. Juli 2010

Es ist schwer, von dieser Stadt ein repräsentatives Foto ohne Moschee zu finden: Istanbul.

Vor 557 Jahren fiel die grandiose Weltstadt Konstantinopel den Mohammedanisten in die Hände, die dort ein grauenhaftes Blutbad anrichteten (1). Seit 1930 heißt die Stadt „Istanbul“. Wiki (2): „Das Pogrom von Istanbul in der Nacht vom 6. auf den 7. September 1955 setzte dem christlich-griechischen Leben in der Türkei ein weitgehendes Ende. Nach Gewaltexzessen des Istanbuler Mobs, mit aller Wahrscheinlichkeit unterstützt durch die türkische Regierung, flohen über 100.000 christliche Griechen aus dem Land. Von 110.000 Griechen im Jahre 1923 ist ihre Zahl in der Türkei heute auf 2.500 gesunken.“ Das Pogrom ist erst 55 Jahre her. Dennoch ist Istanbul nach Meinung vieler der westlichste Teil der Türkei. Vielleicht sollte diese ihren guten Willen zeigen, indem sie die Stadt an die Christen zurückgibt. Wenn sie aber mit dem Zurückgeben anfangen würde, würde sie am Ende kaum etwas übrig behalten, denn die allermeisten Türken leben wie die allermeisten Araber auf einem Boden, den sie geraubt haben, dessen angestammte Besitzer sie vertrieben oder ermordet haben. Man sollte in der UNO das Rückkehrrecht der Christen in ihre Heimat und ihre Entschädigung diskutieren.

In der gestrigen FAZ schilderte Michael Martens das erschreckende Ausmaß häuslicher Gewalt gegen Frauen in der Türkei sowie das noch erschreckendere Desinteresse des Staates daran. Je schonungsloser der katastrophale Zustand, in der sich die türkische Gesellschaft befindet, offengelegt wird, desto lauter wird das Geschrei der Ork-Lakaien vom Schlage Dimmi-Daves (3) nach Aufnahme der Mohammedanisten. Komisch eigentlich, dass man nicht den EU-Beitritt Somalias oder des Sudan fordert, denn diese Länder erfüllen sämtliche EU-Beitrittskriterien ebenfalls nicht.

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Private Gewalt, staatliches Desinteresse

Immer wieder erschüttern Verbrechen gegen Frauen
die Öffentlichkeit in der Türkei

Vor wenigen Tagen hat ein Zusammenschluss türkischer Nichtregierungsorganisationen einen „Schattenreport“ über die Lage von Frauen in der Türkei veröffentlicht. Als Schattenreport firmiert er deshalb, weil zur gleichen Zeit auch ein regierungsamtlicher Bericht zum gleichen Thema verfasst und an den „UN-Ausschuss für die Beseitigung von Diskriminierung gegen Frauen“ übergeben werden sollte. Diesem Ausschuss gehört die Türkei seit 1985 an. Dass die Verfasser des Schattenreports, der das vergangene Jahrfünft umfasst, nicht in helle Begeisterung über die Leistungen der konservativ-islamischen „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ (AKP) des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan ausbrechen, überrascht nicht. Das Ausmaß ihrer fundiert begründeten Kritik an den Versäumnissen der AKP ist hingegen durchaus erstaunlich. Grundsätzlich wird bemängelt, dass es der Regierung an politischem Willen fehle, das beklagenswerte, gesellschaftsimmanente Los vieler Frauen in der Türkei zu verbessern.

Zwar hat die Regierung im Ankaraner Parlament einen Ausschuss eingerichtet, der sich mit solchen Fragen beschäftigt, was in dem Bericht lobend erwähnt wird. Doch sei die Wirksamkeit des Komitees bisher äußerst begrenzt. Tatsächlich werde ein überkommenes Rollenbild der Gesellschaft durch Äußerungen von Regierungspolitikern (etwa des Ministerpräsidenten, der unlängst die türkischen Frauen aufforderte, mindestens drei Kinder zu haben) mitunter noch verstärkt, heißt es sinngemäß in dem Bericht, der bei der Teilhabe von Frauen am Berufsleben sogar eine rückläufige Entwicklung konstatiert. Oft fehlen die gesetzlichen Regelungen: Es gibt auf den Arbeitsämtern keine staatlichen Programme, die Frauen an den Arbeitsmarkt heranführen. Wo es Gesetze gibt, werden sie häufig nicht oder nur nachlässig in die Praxis umgesetzt.

Das gilt auch für den Kampf gegen häusliche Gewalt: „Obwohl die nötigen Maßnahmen dargelegt und die zuständigen Behörden zum Kampf gegen Gewalt gegen Frauen in einem Memorandum des Ministerpräsidenten genannt wurden, wurden den Institutionen die Budgets nicht entsprechend zugeteilt, da es dem Staat an einer umfassenden Politik auf diesem Gebiet mangelt“, heißt es in dem Bericht. Zwar ist es eigentlich schon seit 2005 gesetzlich vorgeschrieben, dass jede türkische Stadt ab einer Bevölkerungszahl von 50 000 Einwohnern ein Frauenhaus unterhalten muss, doch wird die Missachtung dieser Vorschrift offenbar nicht geahndet. So gab es auch drei Jahre nach der Verabschiedung des Gesetzes nach dem Bericht erst für kaum mehr als 1100 Frauen und Kinder im ganzen Land Plätze, um häuslicher Gewalt in staatlich geschützten Unterkünften zu entfliehen. Nicht nur wenn es stimmt, was die in dem Bericht angeführte Statistik aus dem Jahr 2009 besagt – dass nämlich 39 Prozent der Frauen in der Türkei schon einmal Opfer häuslicher Gewalt wurden – ist das viel zu wenig. In einer älteren, schon 2007 erstellten Umfrage gaben 42 Prozent der Frauen an, nicht zu wissen, dass Gesetze zu ihrem Schutz vor häuslicher Gewalt überhaupt existieren.

So ging es offenbar auch Sidika P., deren Fall die Türkei jüngst erschütterte. Artikel über Gewalt gegen Frauen sind ein regelmäßiger Bestandteil der türkischen Medienberichterstattung, doch der Fall P. ragt über das schon zur traurigen Gewohnheit gewordene Normalmaß hinaus. Das Martyrium von Frau P. ereignete sich – wie eine auffällig hohe Zahl von Gewalttaten gegen Frauen – in den von Kurden dominierten Gebieten Südostanatoliens, und hier in der für solche Fälle besonders berüchtigten Provinz Van. Die Veröffentlichung eines Fotos des von Messerstichen und Schlägen entstellten Gesichts des Opfers war und bleibt umstritten, doch sicherte die schockierende Wirkung des Bildes dem Fall eine Aufmerksamkeit, die er sonst wohl nicht errungen hätte. Frau P. war im Alter von 18 Jahren, also für örtliche Verhältnisse nicht einmal besonders früh, an ihren gewalttätigen Mann verheiratet worden. Der begann offenbar schon bald nach der Eheschließung, sie zu malträtieren. Im Spätsommer 2009 tötete er sie dann fast, als er mit einem Messer auf ihr Gesicht einstach und einen Teil ihres Ohres abschnitt. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, doch erst danach begann der ungewöhnliche Abschnitt der Geschichte. Die Gerichte in der Provinz Van belegten den Peiniger mit einer Kontaktsperre von sechs Monaten. Nach anderen Aussagen wurde er zu einer Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt, die er jedoch nicht antreten musste. Sein Opfer, eine Mutter von drei Kindern, wurde nach ihrer notdürftigen Genesung in ein Frauenhaus gebracht. Dort bat sie – so die erste Version des Tathergangs – jedoch nach zwei Monaten darum, wieder nach Hause zurückkehren zu dürfen, damit sie sich um ihre Kinder kümmern könne.

Warum die Kinder nicht gemeinsam mit dem Opfer in das Frauenhaus gebracht wurden, wird in dieser Version nicht deutlich. Fest steht, dass die Frau in ihre Privathölle zurückkehrte und wenige Monate später wieder Opfer eines barbarischen Übergriffs wurde. Nachbarn fanden die zur Bewusstlosigkeit geprügelte Frau. Der Ehemann Faruk P. ist seither auf der Flucht, während sein Opfer wieder im Krankenhaus ist. „Besonders erschütternd und verstörend an diesem Fall ist, dass den Behörden das Schicksal der jungen Frau bekannt war“, so die Kolumnistin einer Istanbuler Tageszeitung. Doch selbst unter staatlichem Schutz sei sie dazu gedrängt worden, sich mit ihrem Ehemann „zu versöhnen“. Mitarbeiterinnen von Frauenorganisationen widersprechen der Version, dass sich das Opfer aus freien Stücken zurück in Lebensgefahr begeben habe. Sie schildern eine Szene vor Gericht, bei der der Ehemann von S., „vor dem sie Angst hatte, nur wenige Meter von ihr entfernt stand. Ohne Kenntnis des Türkischen, hatte die junge Kurdin ein begrenztes Verständnis davon, was vor sich ging. Sie war zu eingeschüchtert, um zu protestieren (und hätte es aus Mangel an einer anderen Möglichkeit vielleicht sogar ohnehin akzeptiert), als das Gericht im Dezember 2009 unter Applaus entschied, dass sie in das Haus ihres Ehemanns zurückkehren solle.“ Seither hat die Diskussion über die Mittäterschaft lokaler Behörden bei der Unterdrückung von Frauen in der Türkei an Schärfe zugenommen. Einig sind sich die meisten, dass der Fall P. einer von vielen ist – und einer von wenigen, die bekannt wurden.

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Time am 30. Juli 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/08/kennen-sie-die-hitlerkirche/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Christenverfolgung
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/28/schleimbaden-mit-dimmi-dave/

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PS.: Lesenswerter Artikel über die Revolutionierung der Geheimdienstarbeit unter
http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E4E1376F71FCD460D8D25B3AD98CCC2A6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Selbstmord wahrscheinlich, m.E.

29. Juli 2010

Ich habe die Debatte um Kirsten Heisig abwesenheitsbedingt erst spät verfolgt und zunächst insinuiert, sie sei vielleicht auch im Auftrag der Neuköllner Drogenbarone ermordet worden (1). Gestern habe ich mich durch Kewils Artikel „Was spricht gegen Selbstmord von Kirsten Heisig?“ und den langen Kommentarstrang (399) gearbeitet und dabei eine Reihe von Hinweisen gefunden (2), die einen Selbstmord der Richterin plausibel und m.E. wahrscheinlicher machen als einen Mord.

Dr. Ali Sina antwortet auf die Frage, warum er den Mohammedanismus verlassen habe, Folgendes (3): „Der Grund, warum ich den Islam verlassen habe ist einfach. Ich fand nicht die kleinste Wahrheit in ihm.“ In diesem Sinne geht es nicht darum, eine counterjihadische Märtyrerin aufzubauen sondern um die Wahrheit. Die Wahrheit ist fröhlich und entspannt. Der Mohammedanismus ist eine einzige Lüge, und der Counterjihad ist der Kampf für die Wahrheit.

Folgende Hinweise von Kewils Kommentatoren lassen mich zur offiziellen Selbstmordthese neigen:

- Fritz (5.7., Zitat Wiki): Männer griffen 2006 in 52,6 % der Fälle zu so genannten harten Suizidmethoden wie Erhängen, Erdrosseln oder Ersticken, Sturz in die Tiefe, Schienen- oder Straßensuizid und Erschießen und damit häufiger als Frauen (34,5 %), die weiche Methoden wie eine Vergiftung mit einer Überdosierung von Medikamenten etc. bevorzugten. (Immerhin 34,5% der Frauen wählen also ebenfalls „harte“ Methoden, T.)

- dingsbums (5.7.): Vor einer Ewigkeit hat sich ein Abiturient im Wald in Heiligensee erhangen. Es wurde ewig gesucht (Sommer) und er wurde nicht gefunden. Im Winter hat ihn ein Spaziergänger entdeckt weil die Bäume kein Laub mehr hatten. Er muss mehrere Meter in den Baum geklettert sein um sich zu erhängen. (Als Argument auf die Frage, warum der verwesende Leichnam spät entdeckt wurde, T.)

- Heiner (11.-13.7.): Sorry dass ich mich jetzt erst hier einklinke. Nachdem ich schon am vergangenen Sonntag vor Ort war, um mich dort mal umzusehen, war ich heute wieder dort. Mit den frei verfügbaren Fotos aus dem Netz (Zeitungsberichte) war es diesmal überhaupt kein Problem, den fraglichen Baum zu finden. Es handelt sich um eine nicht besonders große Buche in sehr dichtem Unterholz, eine der dichtesten Stellen in dem ganzen Gebiet, vom nächsten Weg ca. 50 m entfernt und wirklich sehr versteckt. Der Baum weist mehrere “geeignete” Äste auf. Einer davon hing in 2,10 m Höhe und ist jetzt abgesägt. Offenbar der Ast, an dem Frau Heisig hing. Der Ast selbst ist nicht mehr dort, nur offenbar von diesem Ast abgesägte Zweige. Andere Besucher haben inzwischen Blumen dort hingestellt. In den Stamm ist R.I.P. K.H. geritzt…

Für mich persönlich ist damit der Selbstmord ein großes Stück plausibler geworden. Sie hatte eine Überdosis Schlafmittel genommen (Packungen fand man später im Wagen) und brauchte nach Einnahme lediglich noch bewusstlos zu werden und aus dem Stand in die Schlinge zu Fallen – damit ging sie auf Nummer sicher und es war kein grausamer Todeskampf. Sie dürfte genügend Autopsieberichte gelesen haben um zu wissen, wie das geht…

Schlafmittel sind in der Tat nicht immer tödlich. Das dürfte sie gewusst haben. Um sicherzugehen, hat sie sich an dem 2,10m hohen Ast erhängt. Dazu musste sie nicht klettern oder sich gar auf einen Ast setzen. Alles war erreichbar. Sie brauchte sich den Strick lediglich im Stehen stramm um den Hals legen und sich dann fallen lassen – das reichte und sie wird durch die Wirkung des Schlafmittels automatisch zusammengesunken sein. Keine minutenlange Strangulation – bewusstlos und weg. Das Schlafmittel hat sie gewiss nicht schon im Wagen genommen sondern vor Ort, um kein Risiko einzugehen…

Das Handy wurde überhaupt nicht geortet. Es war ausgeschaltet. Das stand schon am Freitag, 2.7. z.B. im Tagesspiegel. Daher hat das Auffinden des Autos bis Mittwochnachmittag gedauert. Die SMS hat sie vor dem Ausschalten des Handys geschrieben. Alles plausibel…

Die Inkompetenz der Polizei maße ich mir nicht an zu kommentieren. Sie spricht aber nicht für einen Mord. Ein Suchtrupp mit 60 Mann ist doch schon eine ganze Menge. Hubschrauber, Wärmebildkamera, Hunde. Dass Hunde bei dem sehr warmen Wetter nicht gut riechen können, ist nicht nachvollziehbar? Das gilt nicht nur für Suchhunde, sondern erst recht für nicht trainierte Haushunde. Übrigens ist mir auf beiden Besuchen vor Ort, jeweils etwa eine Stunde, auch nur ein einziger Hund und/oder Herrchen begegnet. Auch keine Passanten, trotz Sonntag! Wer hätte die Leiche zumal in dem dichten Unterholz also zufälligerweise finden sollen?

Dann gibt es da noch zwei Links (4), aus denen die persönliche und psychische Situation bzw. Verfassung von Frau Heisig hervorgeht. Demnach hatte sie bereits (1 Jahr zuvor?) einen Selbstmordversuch unternommen. Aus „‪Akutmedizin der ersten 24 Stunden‬“ (von Christian Madler, Karl-Walter Jauch u.a., Urban und Fischer, 2009): „Im Laufe eines 10-Jahres-Zeitraums versterben ca. 10% an weiteren Suizidversuchen. Zirka 20 – 30% aller Suizidanten wiederholen ihren Suizidversuch (Bronisch 2002).“ Mit anderen Worten, ein Fünftel bis ein Drittel aller Selbstmörder versuchen es ein zweites Mal, die Hälfte von ihnen ist dann erfolgreich.

Familiär war Frau Heisig gescheitert. Ihre Ehe war ein Trümmerhaufen, ihre Töchter hatten sich von ihr losgesagt und wohnten beim Vater, was höchst selten vorkommt und Rückschlüsse zuläßt. „Ich mache bei euch alles falsch“, lautete ihre letzte SMS-Nachricht an eine ihrer Töchter. Frau Heisig war depressiv und nahm Psychopharmaka, sie war starke Raucherin.

Warum sie sich kurz vor der Veröffentlichung ihres Buches getötet hat, wo sie doch quasi „siegreich“ war? Hier könnte man an den depressiven italienischen Schriftsteller Cesare Pavese erinnern, der sich 1950 das Leben nahm, kurz nachdem er den bedeutenden Literaturpreis „Premio Strega“ gewonnen hatte (5). Vielleicht meinten beide erreicht zu haben, was sie wollten oder was möglich schien.

All dies macht in meinen Augen Selbstmord plausibel. Was wiederum ist an einem Mord wahrscheinlich? Wie Vitzliputzli in zwei sehr lesenwerten Beiträgen herausarbeitet (6), ist die Motivation dazu bei jedwedem anderen sehr unwahrscheinlich. Frau Heisig war keine Geheimnisträgerin, von ihr waren keine Enthüllungen zu erwarten, die durch einen Mord verhindert worden wären. Ihr „Neuköllner Modell“ war längst in der Diskussion und die Publicity dafür ist, wie sich erwiesen hat und vorauszusehen gewesen wäre (7), durch ihr tragisches Schicksal immens. Ihr Mann hatte den Ehekrieg gewonnen und die Töchter, als Staatsanwalt ist er wirtschaftlich völlig auf der sicheren Seite.

Und die mohammedanistischen Clanchefs? Die hätten vielleicht schon ein Interesse daran, ein Zeichen zu setzen. Und weil sie noch zu schwach sind, den Kampf mit der geballten Macht der deutschen Exekutive aufzunehmen, könnten sie zu dem Mittel greifen, den Mord, der die Berliner Justiz in Schrecken versetzen soll, so dass sie die Clanmitglieder stets ungestraft davonkommen läßt, als Selbstmord hinzustellen, also ein Zeichen zu geben, das nur von den wenigen, für die es gesetzt wird (den Richtern und Staatsanwälten), verstanden wird. Aber so ein luzid-verdrehtes Vorgehen ist reichlich schwer kalkulierbar sowie unmohammedanistisch, und auch die italienische Mafia setzte eher auf Bombenanschläge großen Ausmaßes als auf feinsinnige Intrigen (8). Denn in dem Maße, in dem der Fall nicht als Mord verstanden wird, nimmt auch seine Wirkungsmacht als bedrohendes Zeichen ab. Der geringste Hinweis aber darauf, dass es sich beim Fall Heisig um einen von den Clans begangenen Mord handelt, würde doch eher die Selbstschutzreflexe der staatlichen Institutionen und ihre gewaltige Kraft provozieren. Wie das Beispiel der RAF-Terroristen eindrucksvoll gezeigt hat, hat dagegen niemand eine Chance.

Die große Sympathie und Achtung und das enorme Interesse, welches die Deutschen Kirsten Heisig und ihren Thesen entgegenbringen, werden durch Selbstmord nicht abgeschwächt, wie das umgehend vergriffene Buch zeigt.

Ob oder in welchem Maße ihre Thesen richtig und im Sinn des Counterjihad zielführend sind, ist eine andere und noch zu klärende Frage (9). Schade, dass Frau Heisig nicht mehr dabei sein kann.


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Time am 29. Juli 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/20/kirsten-heisigs-vermachtnis/
2) http://fact-fiction.net/?p=4562
3) http://www.faithfreedom.org/features/letters/i-need-your-help/
4) http://www.bild.de/BILD/regional/berlin/aktuell/2010/07/05/jugend-richterin-kirsten-heisig/das-haerteste-urteil-faellte-sie-gegen-sich-selbst.html
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/wie-ich-kirsten-heisig-erlebte-article907489.html
5) http://de.wikipedia.org/wiki/Cesare_Pavese
6) http://vitzliputzli.wordpress.com/2010/07/26/zur-verschworungstheorie-betr-richterin-kerstin-heisig/
http://vitzliputzli.wordpress.com/2010/07/27/verschworungstheorie-heisig-teil-ii-–-qui-bono/
7) http://www.welt.de/aktuell/article8667668/Buch-von-Jugendrichterin-Heisig-sofort-vergriffen.html
8- http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Falcone
9) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/26/es-geht-nicht-um-diese-kinder/

Mehrere Links von Kewil zum Thema unter http://fact-fiction.net/?p=4565 (730 Kommentare, habe ich nicht gelesen)
Mehrere Links von Judith: http://www.deutschland-kontrovers.net/?p=23255

Sie kaufen uns weg

29. Juli 2010

Hübsch anzusehen: Abu Dhabi (1), die Hauptstadt des gleichnamigen Emirates sowie der „Vereinigten Arabischen Emirate“

 

 

Skurril, was die heutige FAZ über eine aktuelle Resolution der UNO zu berichten weiß: „UN erklären Wasser zum Menschenrecht – Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch den Anspruch auf reines Wasser in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Die von Bolivien vorgelegte Resolution wurde in der Vollversammlung mit großer Mehrheit angenommen. Einige Staaten enthielten sich, Gegenstimmen gab es keine. Die Resolution bedeutet kein Recht auf Wasser im Sinne des internationalen Rechts, ist aber politisch von Bedeutung.“

 

Kewil schreibt dazu: „Sauberes Wasser ist jetzt ein Menschenrecht. Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch den Anspruch auf reines Wasser in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Man kann darüber lachen und auch noch Sonnenschein, saubere Luft und Regen in die Menschenrechte schreiben, aber so wie wir die globalisierte Welt kennen, könnte auch ein Staat klagen, und wir müssen Tankschiffe in die Sahara schicken…“ (2)

 

Er hatte die Info aus der NZZ, in der auch Folgendes stand: „Nach Uno-Angaben enthielten sich 41 Staaten. Das waren vor allem Industrieländer, während die Staaten der Dritten Welt praktisch durchgängig für den Entwurf stimmten.“

 

Vor allem eines sollten die Industrieländer nun in der UNO zur Abstimmung bringen, nein, nicht „Human Rights for Snakes“ (3), sondern das MENSCHENRECHT AUF ERDÖL.

 

Bisher läuft es doch so, dass wir den Orks das Öl für fantastische Preise abkaufen, so dass sie gar nicht wissen, wohin mit dem Geld. Dann kaufen sie sich bei uns ein. Und falls sie pleite gehen (4), erlassen wir ihnen die Schulden (5).

 

Rainer Hermann referiert in der heutigen FAZ in zwei Beiträgen die Bemühungen der krakenden Golfstaaten.

 

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Nach der Welt greifen

 

Wieder einmal war Abu Dhabi eine der ersten Adressen. Diesmal suchte der angeschlagene Ölkonzern BP den Rettungsring eines langfristig denkenden strategischen Investors. Allein die Bestätigung der Nachricht, dass sich der Vorsitzende Tony Hayward mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi getroffen hatte, reichte aus, um den Sinkflug der BP-Aktie zu stoppen. Ein Staatsfonds des ölreichen Emirats soll BP vor einer Übernahme bewahren, so wie die Staatsfonds im vergangenen Jahr den Banken Barclays und Citigroup über die Klippen der Krise geholfen hatten.

 

Die großen Staatsfonds der ölproduzierenden Golfstaaten greifen nach der Welt. Sie beteiligen sich an großen Namen der Industrienationen, siedeln zukunftsträchtige Industrien bei sich an und investieren einen größeren Teil ihrer Petrodollars im aufstrebenden Asien. Eben erst hat Aabar aus Abu Dhabi 5 Prozent der größten italienischen Bank Unicredit erworben und wurde ihr zweitgrößter Aktionär. Die Qatar Investment Authority (QIA) war am Börsengang der größten chinesischen Bank beteiligt und erwarb über eine Tochtergesellschaft 5 Prozent am weltgrößten Wasserunternehmen Veolia aus Frankreich.

 

Das kühle kommerzielle Kalkül der Staatsfonds hat den Beteiligungen die Aura der märchenhaften Exotik genommen. Als die Kuwait Investment Authority im Krisenjahr 1974 bei Daimler einstieg und 1982 mit 25 Prozent bei der Hoechst AG, hatten viele die Nase gerümpft. Als Aabar im vergangenen Jahr an Daimler 9 Prozent erwarb und vor den Fängen eines schwedischen Hedge-Fonds bewahrte, atmeten hingegen viele auf. Denn die Staatsfonds haben sich als Aktionäre erwiesen, die dem Management keine Vorgaben machen, langfristig Gewinn sehen wollen und in Dekaden denken.

 

Die Qatar Investment Authority (QIA) ist noch auf Immobilien ausgerichtet. Neben den 17 Prozent an Volkswagen und einer Beteiligung an der Credit Suisse dominieren teure Häuser in London. Ihr gehören das Kaufhaus Harrods, ein Großteil des Viertels Canary Wharf, 27 Prozent an der Supermarktkette Sainsbury. Nun ist das Savoy Hotel im Fokus. Im monatlichen Rhythmus kommen Objekte hinzu, mal das Raffles Hotel in Singapur, dann ein Luxusresort auf den Seychellen. 30 Milliarden Dollar will QIA in diesem Jahr ausgeben, 2011 könnten es 50 Milliarden Dollar werden. In einer Woche im Mai hatte QIA Harrods gekauft und Investmentfonds in Indonesien und Malaysia aufgelegt. Interesse hat Qatar auch an der französischen Nuklearfirma Areva.

 

Überall sind die Staatsfonds ein Puffer gegen die großen Preisausschläge des Erdöls. In Kuweit finanzieren die Erlöse der Staatsfonds noch immer fast den gesamten Import. Abu Dhabi setzt sie auch ein, um Industrien jenseits von Öl und Gas anzusiedeln. Nach einer Schätzung des amerikanischen Sovereign Wealth Fund Insti-tute ist die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) mit Aktiva von 627 Milliarden Dollar der mit Abstand größte Staatsfonds. In die Schlagzeilen kommen aber die kleineren Staatsfonds: Abu Dhabi Mar übernahm Blohm+Voss (inkl. militärischem Sektor, s.6, T.) und baut nun Werften in Abu Dhabi; die IPIC erwarb 70 Prozent des Anlagenbauers Ferrostaal und will nun Teilhaber an der Gasleitung Nabucco werden; Aabar ist an Daimler und am Elektroautohersteller Tesla beteiligt, an Banken wie Unicredit und Banco Santander und mit 32 Prozent an Richard Bransons Virgin Galactic selbst an der künftigen kommerziellen Raumfahrt.

 

Neben Finanzinvestitionen und Immobilien ist die Ansiedlung von zukunftsträchtigen Industrien eine dritte Aufgabe. Oben auf der Liste steht die Herstellung von Mikrochips. Die Regierung von Abu Dhabi ist mit Globalfoundries, einer Partnerschaft mit der amerikanischen AMD, schon der zweitgrößte Hersteller. Seine wichtigsten Werke stehen in Dresden und New York, ein weiteres wird in Abu Dhabi gebaut. In ihm sollen die Studenten aus den Emiraten arbeiten, die schon jedes Jahr in Dresden ein Sommerpraktikum machen. Zu Hightech kommt die Luftfahrt. Mubadala beginnt in diesem Jahr mit der Produktion von Komponenten für Boeing und Airbus. In weniger als einem Jahrzehnt will das Unternehmen in Abu Dhabi ein eigenes Flugzeug entwickeln. In der Wüste des Emirats Abu Dhabi baut das Staatsunternehmen Masdar mit Partnern aus Spanien und Frankreich eines der größten Solarkraftwerke, in den Industriezentren Chinas investiert Bourouge in petrochemische Werke für die chinesische Automobilindustrie.

 

Die ölproduzierenden arabischen Golfstaaten sind ein Machtzentrum der Weltwirtschaft geworden. Ihre Staatsfonds nehmen jedes Jahr die Hälfte der amerikanischen Staatsanleihen in die Bücher, sie retten angeschlagene westliche Unternehmen und finanzieren Investitionen in Asien. Zu Hause legen sie den Grundstein für eine Zukunft nach dem Öl. Den Weg hat ihnen das benachbarte Dubai gewiesen, das nie viel Erdöl hatte. Während sich Abu Dhabi und Doha als Wirtschaftszentren etablieren, ist Dubai in der geographischen Mitte der Welt ein Drehkreuz für Menschen und Waren. Seine Fluggesellschaft Emirates wird mit den jüngsten Großaufträgen nicht zum letzten Mal Furore gemacht haben.

 

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Dorsch führt in Abu Dhabi Bauregie

 

Die Offenbacher Dorsch Gruppe hat in Abu Dhabi den Auftrag zur Bauleitung und Bauüberwachung des neuen Stadtteils al Ghadeer erhalten, der für 80 000 Einwohner angelegt ist. Der Immobilienentwickler Sorouh hat die Dorsch Holding GmbH-DC Abu Dhabi beauftragt, das Projekt al Ghadeer zu planen, das nahe am Flughafen Abu Dhabi und der Freizone Dschebel Ali von Dubai liegt. Das Projekt umfasst in der ersten Phase den Bau von 154 Villen, 518 Reihenhäusern und 1500 teilweise terrassenförmig angelegte Wohnungen, ferner medizinische Einrichtungen, eine internationale Schule, Parks, zwei Klubhäuser, Moscheen und Beförderungsangebote. Darüber hinaus sollen Infrastrukturleistungen für das Wassernetz gebaut werden. Die Dorsch-Gruppe, die in Abu Dhabi schon den neuen Hafen und zahlreiche kleinere Projekt plant, unterhält in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate eines der führenden Ingenieurbüros. Im Juni eröffnete Dorsch eine Tochtergesellschaft in Saudi-Arabien. Dort plant das Offenbacher Unternehmen den neuen Flughafen von Medina. Die Dorsch Gruppe ist in nahezu allen 22 arabischen Staaten tätig. In der syrischen Stadt Aleppo saniert sie das Wassernetz.

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Na, das läuft ja super. Aber es ist natürlich besser, wenn sich deutsche Bosse goldene Nasen verdienen, als wenn das ganze Geld in den afghanischen Jihad fließt. Der hat ohnehin zu allerletzt Geldprobleme, wie der aktuelle „Spiegel“ (#30, S. 70ff.) im Zusammenhang mit dem Verrat von Wikileaks berichtet.

 

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Erst Ende 2005, Anfang 2006 und nur durch Geldzahlungen und Drohungen der Aufständischen, formierte sich der Widerstand gegen die internationale Truppenpräsenz – das geht aus zahlreichen Meldungen hervor, die davon berichten, wie der Bevölkerung für aktive Unterstützung der Aufständischen Geld geboten wird. 700 Dollar offeriert etwa die von al Qaida unterstützte Terrorgruppe Islamische Bewegung Usbekistans in der Grenzprovinz Takhar im Zuständigkeitsbereich der Bundeswehr den Einwohnern, falls diese helfen, die logistischen Hauptverkehrswege der Isaf-Truppe mit Straßenbomben zu verminen: „Afghanen aus der Gegend sollen die Sprengsätze platzieren, weil sie vergleichsweise unauffällig sind. Gezündet werden sie dann durch die Spezialisten“, verrät ein Isaf-Zuträger in eii ner Meldung. In Chapchi, einem Ort in der Provinz Badakshan und ebenfalls im deutschen Zuständigkeitsbereich, lobte ein Taliban-Kommandeur sogar 1.000 Dollar für die erfolgreiche Durchführung eines Angriffs aus. Viel Geld in einem Land mit weniger als 500 Dollar durchschnittlichem Jahreseinkommen.

 

Fanatische Überzeugung und finanzielle Anreize greifen in der Kriegsmaschinerie oft genug ineinander: „Wenn ihr noch Würde im Leib habt, tut euch zusammen und greift den Feind an, attackiert ihn mit ‘Stinger’-Raketen, koste es was es wolle, 150.000 oder 200.000 Dollar, ich bezahle“, fordert etwa der Warlord Gulbuddin Hekmatjar (ein Mann, der Klo H. Metzel besonders ähnlich ist. T.) die getreuen Anhänger seiner Hisb-i-Islami in der Provinz Logar auf. Es ist Mitte März 2006, und die Widerstandsbewegung lahmt noch immer gewaltig.

 

Hekmatjar ist ein Veteran. Er hat bereits gegen die Russen gekämpft und nach deren Vertreibung im Machtkampf um Kabul die Hauptstadt in Schutt und Asche gelegt. Nun ist er – bis auf weiteres – ein unbeugsamer Feind der Amerikaner.

 

Mehr als durch die aufpeitschenden Worte des in der Provinz Kunduz geborenen Islamisten dürfte die Kampfeslust seiner Gefolgsleute im Norden durch die an jeden Gruppenführer verteilten 100.000 bis 500.000 Afghani (2.000 bis 10.000 Dollar) befeuert worden sein. Worte und Investitionen des spendablen Extremisten wurden sorgsam in den Dokumenten festgehalten.

 

Während die Afghanen 2006 noch immer zögerten, sich in die neue kriegerische Auseinandersetzung zwischen dem Westen und den Islamisten zu werfen, spielten ausländische Kämpfer, Araber, Tschetschenen, Usbeken und chinesische Uiguren, von Anfang an eine Schlüsselrolle. Es sind ideologische Hardliner, die al-Qaida nahestehen. Sie verfügten über einen Erfahrungsschatz mit Sprengstoffanschlägen und Selbstmordattentätern, wie er in Afghanistan bis dahin weithin unbekannt war. Die tödlichen Techniken aus dem Irak-Krieg wurden so an den Hindukusch transportiert.

 

Die berüchtigten ausländischen Kämpfer werden im Logbuch des Krieges erstmals am 15. Juli 2005 auch im Norden des Landes gemeldet. Fünf Tschetschenen seien in die Stadt Kunduz gekommen, sie sollen moderne Waffen an einen Taliban-Kommandeur übergeben und das Uno-Büro angreifen. Der angeblich geplante Anschlag findet zwar nicht statt, doch der beschriebene Transfer von technischem Know-how und neuen Waffensystemen an die Taliban wird später wesentlich zur deutschen Misere in Kunduz beitragen.

 

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Nun versuchen wir zwar auch, die afghanische Bevölkerung zu kaufen, die Hilfsgelder allerdings landen nicht bei den Menschen, wie im „Spiegel“ (#27) zu lesen war:

 

„Viele Milliarden Dollar werden in Kisten und Koffern nach Dubai transportiert. Der Westen hat den Überblick über seine Hilfsgelder verloren… Es geht um riesige Geldmengen, die regelmäßig in Kisten und Koffern per Flugzeug außer Landes geschafft werden – über drei Milliarden Dollar in bar waren es, mindestens, seit 2007. Der bevorzugte Bestimmungsort: die Steueroase Dubai. Bei dem Geldabfluss kann es sich nicht nur um Gewinne aus legalen Geschäften handeln: Das gesamte Bruttoinlandsprodukt des Landes beläuft sich umgerechnet auf gerade mal 13,5 Milliarden Dollar.“

 

Und von dort aus geht es dann vermutlich wieder zurück an die Taliban.

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Time am 29. Juli 2010

 

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Dhabi
2) http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/wasser_ist_ein_menschenrecht_1.6957435.html
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/01/menschenrechte-fur-schlangen/
4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/26/macht-besser-keine-geschafte-mit-orks/
5) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/20/ich-weiss-ich-weiss/
6) http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article6919301/ThyssenKrupp-beschliesst-Verkauf-von-Blohm-Voss-an-Araber.html
7) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-71261436.html

Schleimbaden mit Dimmi-Dave

28. Juli 2010

Uuups, das ging in’s Auge, David!

„Welt-online“ (1) berichtete heute über den peinlichen Auftritt des britischen Premiers und Vorsitzenden der „Konservativen Partei“ David „Grünschnabel“ Cameron (2) in der Türkei:

„Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wird bei den Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu viel Fingerspitzengefühl zeigen müssen. Denn es würde keinen guten Eindruck machen, wenn Westerwelle als Gegenspieler zum britischen Premier David Cameron auftreten würde, der wenige Stunden vor ihm als ‘Anwalt für den EU-Beitritt der Türkei’ nach Ankara geflogen war. (…) Die deutsche Diplomatie ist über den Alleingang von Cameron als ‘Anwalt’ der Türkei derweil nicht glücklich. Hinter vorgehaltener Hand ist die Rede von einer großen, aber leeren Geste, die Cameron nichts koste.“

„N-TV“ (3): „Premierminister David Cameron, der zu Wochenbeginn in Ankara war, hatte sich ‘verärgert‘ über die schleppenden Verhandlungen gezeigt und indirekt auch Berlin und Paris kritisiert.

Was beide Medien verschweigen, ist die Tatsache, dass sich Cameron in der Frage Israel/Gasa klar auf die Seite Erdogans gestellt hat.

In der gestrigen Washington Post (4) berichtete Jackson Diehl, dass Dimmi-David an der Seite from the Fuhrergan sagte, „der Angriff auf die Gasa-Flottille sei vollkommen inakzeptabel“. In Bezug auf Gasa habe er sodann die typische Taktik der Feinde Israels gewählt, indem er diesem subtil unterstellte, es habe die Methoden der Nazis übernommen, indem er hinzufügte: „Gasa kann und darf kein Gefangenenlager (prison camp, T.) bleiben. Als er später darauf angesprochen wurde, habe er behauptet, dass er solches schon einige Wochen vorher in einer Debatte geäußert habe. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen, denn dort hatte er von einem „gigantischen offenen Gefängnis“ (was immer DAS sein mag, T.) gesprochen. Diehl: „Neben Cameron stehend verglich Erdogan Israel mit den ‘somalischen Piraten’ und fügte hinzu, dass die Menschen in Gasa ‘unter ständigen Angriffen und Unterdrückung in einem Open-Air-Gefängnis leben’.“

In einer Glosse ging in der heutigen FAZ ging Klaus-Dieter Frankenberger kraftvoll auf Camerons schleimige Reden ein, auch er jedoch, ohne die antiisraelischen Ausfälle zu erwähnen.

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Nicht zu überbrücken

Eine Heldenarie hat der britische Premierminister Cameron jetzt den Türken gesungen: Nehme die EU die Türkei nicht auf, werde sie schwächer, unsicherer, ärmer. Und natürlich komme Europa ohne die Türkei weltpolitisch nicht mehr voran, von wegen Brücke in den Mittleren Osten und so. Bei diesem XXL-Lob fragt man sich, wie die EU es bislang überhaupt geschafft hat, ohne die Türkei halbwegs über die Runden zu kommen. Richtig zornig ist der Premierminister sogar, weil die Aufnahmeverhandlungen mit Ankara, das in der Nato viel für Europas Sicherheit getan habe und sich in Afghanistan engagiere, sabotiert würden. Sind das die Kriterien, dann sollte die EU auch die Kanadier aufnehmen – und wenn schon, denn schon auch die Amerikaner. Die einen wie die anderen verbindet mit Europa so wenig nicht; und geographisch ist die Türkei nur in einer Winzigkeit „europäisch“. Aber im Ernst: Warum glaubt Cameron eigentlich, und zwar mit Begeisterung, die EU gefahrlos überdehnen zu können? Der britische Dissens mit Paris und Berlin ist groß – und im Kern nicht zu überbrücken.

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Wenn schon die innereuropäischen Gegensätze in der Türkeifrage nicht zu überbrücken sind, sind es die zwischen Europa und der Türkei ganz sicher noch weniger.

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Time am 28. Juli 2010

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1) http://www.welt.de/die-welt/politik/article8683514/Westerwelles-schwierige-Mission-in-der-Tuerkei.html
2) http://de.wikipedia.org/wiki/David_Cameron
3) http://www.n-tv.de/politik/Beitritt-ein-offener-Prozess-article1151941.html
4) http://voices.washingtonpost.com/postpartisan/2010/07/david_camerons_pander_to_turke.html

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Sountrack: David („Diamond-Dave“) Lee Roth
mit „You Got the Blues, not me …“ unter

http://www.youtube.com/watch?v=BwpVqh9d7S4

Hier der Text:

You Got The Blues Not Me

Well I’m tired of be’n a fool
And my mind goes hot to cool
And I’m try’n to conform to other’s ideas
And somebody else’s rules

The life I’m livin’ ain’t mine
I’m supposed to feel that’s fine
I didn’t make the world I’m livin’ in
Ah- I ain’t gonna’ tow the line

(PRE-CHORUS)
I’m tired of tryin’ to be someone I know ain’t me
I’m tired of livin’ up to what people expect me to be
You know some people are different, now ain’t that a cryin’ shame
Now wouldn’t it be a real drag if we were all the same?
And I’m not gonna’ try to please
Eyes that just don’t see
If I get myself together

(CHORUS)
Well, you’ll have the blues, not me

Totgeburt Reform-Mohammedanismus

28. Juli 2010

Sven Mohammed Kalisch war von 2004 bis 2010 Professor für „Religion des Islam“ am „Centrum für Religiöse Studien“ (CRS) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Alle Überlegungen zur Entwicklung eines Mohammedanismus, der mit der freien demokratisch-bürgerlichen Verfasstheit des Westens vereinbar sein könnte, basieren auf der Vorstellung, dass sich der demografische Trend (insbesondere in Bezug auf die hemmungslose Vermehrung der Orks) von selbst wieder einpendelt, dass Recht und Ordnung und unserer Wohlstand aufrecht erhalten werden können, und dass das „Laboratorium Neukölln“ ein Einzelfall bleibt. Wenn man diese optimistische Sicht teilt, wird man die bevorstehende Aufgabe wie der Professor für Systematische Theologie an der Universität Paderborn, Klaus von Stosch, in der Tat als „epochale Herausforderung“ begreifen.

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Wir müssen produktive Querdenker des Islam fördern

Die epochale Herausforderung, in Deutschland eine islamische Theologie aufzubauen, wird von der Politik, aber auch christlichen Theologen und Kulturwissenschaftlern unterschätzt.

Seit der Wissenschaftsrat seine Empfehlungen für „Islamische Studien“ an deutschen Universitäten veröffentlicht hat, scheint der Wunsch nach einer deutschen islamischen Theologie zu einem gemeinsamen Anliegen aller großen politischen Parteien in unserem Land geworden zu sein. Islamische Theologie und die mit ihr gegebene Infrastruktur für die Ausbildung islamischer Religionslehrer und Imame erscheint vielen als Königsweg zur Integration der in Deutschland lebenden Muslime. Offensichtlich herrscht in der Politik der etwas verwegene Glaube, dass man dem Islam nur Räume an deutschen Universitäten schaffen müsse und schon habe man „gute Muslime“, die die Integration der hier lebenden muslimischen Bevölkerung übernehmen können. Die islamischen Verbände werden zwar vielfach noch als störrisch und schwierig wahrgenommen. Aber an den Selbstreinigungskräften akademischer islamischer Theologie scheint kaum jemand zu zweifeln.

Gleichzeitig ist an einigen Universitäten eine Art Goldgräberstimmung ausgebrochen, weil großzügige Mittel für den Aufbau dieses neuen Fachs vom Bund versprochen wurden. Jeder, der sich etwas in der Szene auskennt, weiß, dass derzeit keine einzige deutsche Universität genügend Erfahrungen gesammelt hat, um in verantworteter und nachhaltiger Weise Zentren Islamischer Studien einrichten und kompetent begleiten zu können. Dennoch ist damit zu rechnen, dass noch in diesem Jahr das Füllhorn staatlicher Förderung über einige mehr oder weniger willkürlich ausgewählte deutsche Universitäten ausgeschüttet wird. Dabei wird völlig übersehen, welche epochale Herausforderung die Ausbildung einer islamischen Theologie in Deutschland darstellt.

Natürlich ist der Aufbau einer deutschsprachigen islamischen Theologie zunächst einmal eine Herausforderung für die hier lebenden Muslime. Hier kann man grob drei unterschiedliche Weisen der Reaktion erkennen.

Da sind zunächst einmal die Modernisten, deren Bemühen ganz und gar darauf ausgerichtet ist, den Islam möglichst störungsfrei in unsere Gesellschaft einzuordnen. Diese Gruppe ist bei der Politik besonders beliebt, weil sie den Islam in der denkbar geschmeidigsten Form präsentiert und alles Anstößige aus dieser Religion eliminiert. Leider basiert diese modernistische Anpassungsleistung oft auf recht eigenwilligen Auslegungen des Korans. Noch gravierender ist das weitgehende Desinteresse vieler Modernisten an einer echten systematischen Durchdringung islamischer Theologie. Die Modernisten betreiben geschickte Lobbyarbeit bei den politischen Parteien in Deutschland, werden aber niemals die gewünschte Integration der in Deutschland lebenden Muslime voranbringen, weil bereits etwas gebildetere Gläubige merken, wie wenig fundiert ihre modernistische Lesart des Islam eigentlich ist.

Ihre vorschnelle Preisgabe einer eigenen, auch widerständigen muslimischen Identität ruft die Konservativen auf den Plan. Die Konservativen sehen einen grundlegenden Gegensatz zwischen dem Islam und den Werten unserer Gesellschaft. Sie propagieren eine Rücknahme vieler emanzipatorischer Entwicklungen der Moderne und sehen eine Anpassung islamischer Studien an westliche Wissenschaftsstandards mit großem Misstrauen und vermeiden deswegen oft auch den Begriff „Theologie“. Auch wenn sie in der muslimischen Bevölkerung einigen Rückhalt haben dürften, kann man mit Fug und Recht bezweifeln, dass von ihnen die notwendigen Vermittlungsleistungen des Islam in unsere Gesellschaft zu erwarten sind.

So bleibt die dritte Gruppe von Muslimen, die einerseits vorbehaltlos unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und die säkulare Organisation unseres Gemeinwesens bejaht, die zugleich aber eine Sensibilität für die Dialektik der Aufklärung und der mit ihr verbundenen gesellschaftlichen Prozesse mitbringt. Nur diese Gruppe kann durch theologische Reflexion die emanzipatorischen Potentiale islamischen Denkens freilegen und ein dialektisches Verhältnis zwischen dem Islam und unserer Gesellschaft begründen. Nur dieser Gruppe gelingt es, in grundlegender Solidarität mit den Werten des Grundgesetzes die befreienden Potentiale des Korans für die Modernisierungsverlierer unserer Gesellschaft aufzudecken. Eigentlich ist es leicht zu sehen, dass nur diese dritte Gruppe von Theologen die Integration des Islam in unsere Gesellschaft voranbringen kann. Denn nur sie vermag zu zeigen, wie der Islam das intellektuelle und soziale Leben unseres Landes befruchten kann. Leider hat diese Gruppe von Theologen kaum eine Lobby, weil sie der Politik nicht angepasst genug und weil sie vielen Muslimen schon zu progressiv ist. Und leider haben die Universitäten erst vereinzelt die erforderliche Kompetenz entwickelt, um diese produktiven Querdenker zu erkennen und zu unterstützen.

Mir scheint die Errichtung islamischer Theologie in Deutschland allerdings auch eine epochale Herausforderung für die christlichen Theologien darzustellen, und ich kann nicht erkennen, dass sie sich bereits dieser Aufgabe stellen. Deutschland könnte an dieser Stelle sogar weltweit eine Vorreiterrolle spielen, insofern es eine funktionierende Tradition moderner Theologien unterschiedlicher Konfessionen an den Universitäten hat, die einen wichtigen Beitrag dazu geleistet haben, dass die Kirchen derzeit weitgehend produktiv mit den Herausforderungen der Moderne umgehen und zumindest als Institutionen nicht zur Fanatisierung religiöser Menschen beitragen. Die Herausforderung für christliche Theologen bestünde darin, die islamischen Denkbewegungen nicht nur apologetisch zur Kenntnis zu nehmen und auch nicht einfach die christliche Form der Theologie zu exportieren. Vielmehr geht es darum, sich in die islamischen Ansätze hineinzudenken und diese solidarisch mitzuentwickeln, aber auch Muslime zu diesem Mitdenken in der christlichen Theologie zu ermutigen, um sich wechselseitig zu befruchten und herauszufordern.

Nur so könnten die emanzipatorischen und friedensstiftenden Potentiale beider Religionen in unseren gesellschaftlichen Diskurs eingebracht werden, und ein wechselseitiges Lernen könnte vorangebracht werden. Im Anfang wird in diesem Dialog aufgrund der längeren Erfahrung der christlichen Theologien in unserer Wissenschaftskultur zwangsläufig eine gewisse Asymmetrie herrschen. Aber nur wenn konfessionelle Theologien bereit sind, sich komparativen und dialogischen Denkbewegungen zu öffnen und diese systematisch zum Programm zu machen, kann die Etablierung islamischer Theologie an unseren Universitäten gelingen.

Islamische Theologie muss außerdem im Spannungsgefüge säkularer Wissenschaft und in der Pluralität verschiedener kulturwissenschaftlicher Profile ihren eigenen Weg finden.

Dazu braucht islamische Theologie vielfältige Quellen und Inspirationen aus den Kulturwissenschaften. Sie muss sich damit den unterschiedlichen Fremdperspektiven auf das eigene Fach stellen. Nicht unproblematisch ist in diesem Kontext allerdings eine Dominanz der Islam- und Religionswissenschaften. Dadurch, dass hier derselbe Erkenntnisgegenstand mit einer völlig anderen Methodik erforscht wird, braucht es gerade in der Neugründung islamischer Theologie einen gewissen Abstand zu diesen Fächern, um genügend Entfaltungsraum für eine eigene muslimische Aneignung westlicher Wissenschaftsstandards zu lassen.

Es wird nicht leicht sein für die deutschen Universitäten, diese Herausforderungen zu meistern. Erfolgreich werden sie nur sein, wenn es gelingt, einen mittelfristig angelegten Wettbewerb der unterschiedlichen Standorte zu organisieren und hierbei unterschiedliche Modelle auszuprobieren. In diesem Zusammenhang ist in erster Linie auf Nachwuchsförderung im Bereich der islamischen Theologie zu achten, weil es derzeit praktisch keine berufbaren deutschsprachigen islamischen Theologen und Theologinnen für das neu zu schaffende Fach gibt. Für die Eröffnung großer Zentren islamischer Theologie ist es noch zu früh, und ein übereiltes Vorgehen könnte größeren Schaden für die Integration der in Deutschland lebenden Muslime hervorrufen, als den handelnden Akteuren in Politik und Gesellschaft klar zu sein scheint.

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Wie weit entfernt man ganz praktisch gesehen von allerersten Ansätzen zur Begegnung der Aufgabe ist, zeigt die Auseinandersetzung Kalisch/Kaddor.

Im März 2008 hatte die Momo Lamya Kaddor, der wir einen Kuschelkloran verdanken (1), ihren Job als Kalischs Assistentin gekündigt. Kalisch war von der Olig-Gruppe (2) infiziert worden und zweifelt seitdem die historische Existenz der Person Klo H. Metzel an. Das war nun wohl ein bißchen ZU quer gedacht.

Seit Juli 2008 nun gibt es eine juristische Auseinandersetzung zwischen Kaddor und der Uni Münster, wobei es, so die „Borkener Zeitung“ (3) um „neun Fälle der Vermögensuntreue in den Jahren 2006 bis 2008″ geht. Wiki (4): „Den Anschuldigungen zufolge soll Kaddor im Wesentlichen von der Organisation World Islamic Peoples Leadership (WIPL, Gründer ist Muammar al-Gaddafi) 20.000 Euro für die Organisation der Veranstaltung „Münsteraner Gespräche der Muslime II“ in bar erhalten haben. Das Geld soll sie in ihrem privaten Bankschließfach deponiert haben. Ferner soll sich Lamya Kaddor weitere 5500 Euro durch den Abschluss von Honorarverträgen an der Universität Münster angeeignet haben.“

Neun Fälle sind nicht eben wenig. Aber was so eine Momo ist, die weiß sich natürlich zu helfen (Wiki): „Kaddors Anwalt, Prof. Dr. Klaus Michael Alenfelder, hat inzwischen eine Diskriminierungsklage gegen Prof. Kalisch eingereicht.“ Damit nicht genug, wie die „FR“ freudig berichtete (5): „Die heute 30-Jährige verweist auf fachliche Differenzen, aber in einer Diskriminierungsklage, die der FR vorliegt, auch auf sexuelle Belästigung durch den Lehrstuhlinhaber.“ Klar doch.

Dimmi Hermann Horstkotte vom „Rheinischen Merkur“ fordert denn auch recht unverhohlen den Lehrstuhl für Frau Kaddor (6). Dies wiederum wies in der heutigen FAZ Regina Mönch mit harschen Worten zurück, und schert damit dankenswerterweise aus der Phalanx der medialen Kaddorfreunde aus, die jegliche Verfahrensregeln außer Kraft setzen wollen, um sich bei den Orks beliebt zu machen.

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Frau am Abgrund

Vor wenigen Wochen hat die Universität Münster mitgeteilt, der verwaiste Lehrstuhl für islamische Theologie werde neu ausgeschrieben. Es wird nicht einfach sein, ihn neu zu besetzen, denn eigentlich gibt es keine berufbaren deutschsprachigen islamischen Theologen. Darum hat es ja auch Jahre gedauert, bis der zweite Islam-Lehrstuhl in Münster besetzt werden konnte, den jetzt der Religionssoziologe Mouhanad Khorchide innehat. Notlösungen unterhalb akademischer Standards werden, zum Glück, fast überall abgelehnt.

Soeben hat der Journalist Hermann Horstkotte im „Rheinischen Merkur“, flankiert von einer ähnlichen, jedoch ziemlich verschwurbelten Offerte einer Frau Schatz in der „Neuen Rheinischen Zeitung“, eine junge Islamwissenschaftlerin ins Spiel gebracht. Ein etwas ungewöhnlicher Vorgang: Zeitungen als Ratgeber in Berufungsfragen. Die Sache erklärt sich durch den angeblichen Skandal, der dahinterstecken soll: Die „hoffnungsvolle wissenschaftliche Karriere“ der Kandidatin sei ruiniert worden.

Horstkotte nennt Ross und Reiter. Die Rektorin der Universität Münster, Ursula Nelles, habe sich fremde Anschuldigungen zu eigen gemacht und Strafanzeige gegen Lamya Kaddor erstattet. Dass es bei diesen Betrugsvorwürfen nicht nur um 20 000 Euro ging, erfährt der Leser nicht einmal nebenbei. Aber die Richterin sei für Kaddor, weiß Horstkotte: „Ob der Staatsanwalt mitspielt, ist im Augenblick noch offen.“ Man staunt. Noch erstaunlicher die Behauptung des Autors, der Senat der Universität habe Frau Kaddor schon 2007 „eine Professur neben Kalisch zugesagt“, leider fehlte dafür „nur noch“ die abgeschlossene Doktorarbeit. Und, darf man ergänzen, das abgeschlossene Promotionsverfahren und die Zulassung zur Habilitation und die Habilitationsschrift selber sowie das abgeschlossene Habilitationsverfahren und die Entscheidung einer Kommission von Experten (Hermann Horstkotte ist Althistoriker). Denn Universitätssenate können schließlich, nach allem, was man weiß, keine Professuren zusagen. Die also doch noch recht weit von einem Lehrstuhl entfernte Frau Kaddor aber verließ die Universität.

Vorwürfe, die besagen, sie sei einer Kündigung nur zuvorgekommen, werden vor Gericht verhandelt. Die Dissertation wurde auch andernorts nicht abgeschlossen. Wegen Diskriminierung? Wer weiß, Lamya Kaddor lächelt schon mal lieb im Fernsehen und schweigt, wenn man sie dort als Professorin einführt, die in Münster lehrte. Hermann Horstkotte greift in seiner Polemik zum hohen Pathos-Ton und klagt, die Hochschule „beschädigt das lebende Beispiel gelungener Integration“. Über die wissenschaftlichen Meriten seines Schützlings, die allgemein unbekannt sind, schweigt auch er. Droht nur zum Schluss, es bleibe abzuwarten, ob sich Münster mit dieser Haltung „im aktuellen Wettbewerb um Bundesmittel für den Ausbau des islamischen Theologiestudiums in Deutschland einen Gefallen tut“. Rät der Journalist Frau Schavan und dem Wissenschaftsrat den titellosen akademischen Aufstieg für frei interpretierbare „gelungene Integration“? Das hat der Islam nicht verdient. Trost zum Schluss: Noch gibt es echte Berufungskommissionen.

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Was der Islam verdient hat, ist ein Platz auf dem Müllhaufen der Geschichte, wo Faschismus und Kommunismus bereits liegen.

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Time am 28. Juli 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/26/projekt-kloranwasche/
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/28/die-ohlig-gruppe/
3) http://www.borkenerzeitung.de/lokales/muenster/nachrichten/1156648_Islamische_Religionspaedagogin_wegen_Vermoegensuntreue_vor_Gericht.html
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Lamya_Kaddor#Rechtsstreit_mit_der_Universit.C3.A4t_M.C3.BCnster_und_Strafverfahren
5) http://www.fr-online.de/wissenschaft/spendengeld-und-schwarze-kassen/-/1472788/3127738/-/index.html
6) http://www.merkur.de/2010_29_Erster_Versuch_mi.43597.0.html?&no_cache=1
Interview mit Frau Kaddor unter:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-07/Lamya-Kaddor-2?page=3

Etappensieg

27. Juli 2010

Die heutige FAZ bringt einen Leserbrief von Karl Hafen von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zum Thema Burka.

Dazu möchte ich anmerken, dass bei allem völlig berechtigten Engagement gegen das abartige Frauengefängnis nicht vergessen werden darf, dass es sich bei der Burka um ein besonders evidentes und daher leicht zu treffendes Ziel handelt.

Der Burkabann (1) ist zwar genau deshalb ein gutes, weil er ein leichtes Ziel ist. Weil er eines ist, das der Counterjihad auch mit dem Rückhalt des „Vermummungverbotes“, mit der Sicherheitsargumentation, welche nicht primär eine counterjihadische ist, erreichen kann. Aber auch Kopftuchzwang, rabiatische Schrift und das Gewinsel der Muezzine sind unerträglich.

Der Sieg in dieser Frage wäre daher nur ein erster, kleiner, ein Etappensieg, der gleichwohl wichtig das Selbstbewusstsein des Counterjihad heben und ihn für seine große Aufgabe stärken würde: die vollständige Vertreibung des Mohammedanismus aus der Welt.

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Unter der Burka verliert die Frau ihre Identität

Zum Artikel von Alice Schwarzer „Der Schleier der Fundamentalisten“ (2). Mann und Frau genießen in Deutschland gleiche Rechte. Sie sind Rechtsperson, Verhandlungspartner, Vertragspartner. Das Gegenüber bei der Begrüßung anzusehen, als Zeuge oder Vertragspartner sein Gesicht zu zeigen, Gemütszustände wie Freude, Sorgen und Trauer erkennbar zu lassen, gehört in unserer Gesellschaft zum zivilisierten Umgang miteinander. Unter der Burka oder dem Nikab verliert die Frau nicht nur ihr Gesicht und ihre Identität, sondern auch Rechte und Würde. In Ländern, in denen Frauen nur verhüllt auf die Straße gehen dürfen, verschwinden sie aus dem öffentlichen Raum und sind dem gesellschaftlichen Zusammenleben entzogen. Selbst diejenigen, die ohne äußeren Zwang die Entscheidung gefällt haben, entziehen sich der Teilhabe an der Gesellschaft. Ihr Blick ist eingeschränkt, aktiv und passiv.

Es ist bislang kein Staat, keine islamische Gesellschaft bekannt, in der die Vollverschleierung nicht zu massiven Einschränkungen für die Frau geführt hat. Alles Gerede, dass der Frau in Afghanistan, in Arabien oder in Iran erst durch die Verhüllung Möglichkeiten der Teilhabe eröffnet würden, ist falsch oder Verharmlosung, denn zuerst wurden den Frauen entscheidende Rechte genommen, um sie ihnen unter der Bedingung des Schleiers teilweise zurückzugeben. Durch ein Verbot der Vollverschleierung wird weder das Recht auf Religionsfreiheit, noch die Meinungsfreiheit eingeschränkt, vielmehr werden den Frauen erst dadurch die Grundrechte garantiert. Es ist falsch zu argumentieren, ein Verbot nicht zu brauchen, weil die wenigen Verschleierten in der Öffentlichkeit nicht auffielen. Und wer meint, ein Verschleierungsverbot für muslimische Frauen fessele diese an die Wohnung, begründet ungewollt die Notwendigkeit eines Verbotes derartiger Freiheitsberaubung.

Zur Freiheit gehört das freie Gesicht. Wir wollen sehen, wer uns gegenübersteht, nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen, nicht nur aus Gründen der Verständigung und der Sicherheit, sondern weil es unserer Vorstellung von der Würde des Menschen entspricht. Jeder, der sich aus politischen oder religiösen Nöten bei uns niederlässt oder seine Religiosität hier erst erkennt, soll wissen, dass er hier aufgrund unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung frei sein kann und keine Angst vor Bestrafung fürchten muss, sondern vielmehr staatlichen Schutz vor Zwang und Unterdrückung erfährt oder einfordern kann, weil das Grundgesetz und unsere Gesellschaft seine Würde achten und schützen.

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Time am 27. Juli 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/16/erst-burkabann-und-dann/
2) Exzellenter Aufsatz von Alice Schwarzer unter: http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EA041CEEF683D4EA38C4F79429F60DFD6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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P.S., Thema Sanktionen gegen die iranischen Nazislamisten, Klaus-Dieter Frankenberger in der heutigen FAZ:

Schmerzhafte Sanktionen

Die Sanktionswaffe, welche die EU-Staaten am Montag gezogen haben, verrät den Ernst der Lage. Nicht aus Übermut, Böswilligkeit oder Selbstschädigungstrieb haben sie schmerzhafte Wirtschaftssanktionen gegen Iran verhängt, sondern weil sie erkannt haben, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, um den Atomkonflikt mit Teheran auf vernünftige Weise beizulegen. Die Machthaber dort werden jetzt mit viel höheren Kosten für ihren militärischen Ehrgeiz konfrontiert werden als bisher. Denn wenn die Sanktionen befolgt werden, treffen sie den Kern der iranischen Wirtschaft, den Öl- und Gassektor. Für die EU ist dieser Beschluss ein überfälliger Beleg ihrer außen- und sicherheitspolitischen Ernsthaftigkeit. Es war nicht leicht, auf einem Feld Geschlossenheit mit Entschiedenheit zu verbinden, auf dem beachtliche kommerzielle Interessen zu berücksichtigen sind. Übrigens: Die Türkei, die sich neuerdings als Amme der Iraner aufführt, hat schon wissen lassen, dass sie die Sanktionen der Europäer unterlaufen werde. So viel zu türkisch-europäischen Gemeinsamkeiten in der Außenpolitik.

Es geht nicht um diese Kinder

26. Juli 2010

In einem lesenwerten Artikel geht Regina Mönch in der heutigen FAZ (1) auf Kirsten Heisig und ihr Buch (2) ein.

Sie nennt das Buch „ein Plädoyer für hoch gefährdete Kinder und Jugendliche, deren Rettung die Schule, die Jugendhilfe und auch das Jugendstrafrecht eigentlich ermöglichen sollten. Die aber preisgegeben werden…“.

Dieser These kann ich nicht zustimmen. Man mag für sich persönlich entscheiden, seine Feinde zu lieben und sich sanftmütig abschlachten zu lassen – dies von anderen oder ganzen Völkern und Staaten zu fordern ist aber m.E. anmaßend und gemeingefährlich. Insofern geht es weniger um die Rettung krimineller, gewalttätiger Kinder, denn die Welt ist überfüllt von ihnen. Überhaupt ist es doch sehr seltsam, dass man gehalten wird, nun ausgerechnet in mohammedanistische Kinder Unsummen zu investieren (3), da doch südamerikanische oder russische ebenso leiden. Es geht vielmehr um die Rettung unserer Gesellschaft, deren Zukunft im „Laboratorium Neukölln“ (4) sichtbar gemacht wird, so wir denn der wahrscheinlichen Entwicklung nicht Einhalt gebieten.

Dabei ist es nicht zielführend, immer größere Summen in eine immer größere Masse mohammedanistischer Krimineller zu stecken. Die von Frau Heisig und den MSM in den letzten Tagen besprochenen „Einzelfälle“ zeigen deutlich, dass die Betreuungsmaßnahmen wirkungslos bleiben und Geldvernichtung sind. Mohammedanismus und Clanstruktur haben die Kinder fest im Griff. Das Übel kann also nur an der Wurzel bekämpft werden, und diese heißt: Mohammedanismus. Denn Mohammedanismus richtet die Energie der Menschen auf das Böse aus und führt zwangsläufig zur Kriminalität oder exzessiver Gewalt. Ein Blick auf die politische Landschaft zeigt im Allgemeinen zerfallende mohammedanistische Staaten oder diktatorische mohammedanistische Staaten.

Immerhin schließt Frau Mönch ihre Ausführungen mit dem dramatischen Aufruf, unverzüglich zu handeln:

„Heisigs Buch ‘Das Ende der Geduld’ ist eine ungewöhnliche Streitschrift, die aufrütteln und aufklären statt abrechnen will. Der Titel zielt nicht nur auf die beunruhigend große Zahl der nicht erzogenen Straftäter, sondern auch auf die unsichtbaren Eltern und die Ohnmacht des Staates, der die Bürger mit hohlen Integrationsparolen einlullt. Mit diesem Buch hat sich eine mutige Frau ihre Empörung über die gefährliche Langmut und Ignoranz unserer Gesellschaft von der Seele geschrieben. Oder gerade nicht. Denn es gibt kein tröstliches Ende, keine Handlungsanweisung, wie man die rechtsfreien Räume, in denen so viele Kinder untergehen, zurückerobern kann. Nur die Gewissheit: Etwas muss sich ändern. Jetzt.“

In der Tat, es muss sich etwas ändern, jetzt, denn bisher läuft es so, wie von Bertolt Brecht (5) in einer Notiz beschrieben:

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Balkankrieg

Ein alter kranker Mann ging über Land. Da überfielen ihn vier junge Gesellen und nahmen ihm seine Habe. Traurig ging der Alte weiter. Aber an der nächsten Straßenecke sah er zu seinem Erstaunen, wie eben drei von den Räubern den vierten überfielen, um ihm seinen Raub abzunehmen. Dieser fiel bei dem Streiten jedoch auf die Straße. Voller Freude hob es der Alte auf und eilte davon. Jedoch in der nächsten Stadt wurde er angehalten und vor den Richter geführt. Da standen die vier Burschen und klagten ihn, jetzt wieder einig, an. Der Richter aber entschied folgendermaßen: Der alte Mann sollte sein letztes Gut den jungen Burschen zurückgeben. „Denn“, sagte der weise und gerechte Richter, „sonst könnten die vier Kerls dort Unfrieden stiften im Land.“

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Time am 26. Juli 2010

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1) http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~EDE0D95E2F78146769DB31CD354AE9DE8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/20/kirsten-heisigs-vermachtnis/
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/25/back-to-the-chain-gang/
4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/05/11/laboratorium-neukolln/
5) „Geschichten“, Suhrkamp 1962, S. 7

Back to the Chain Gang

25. Juli 2010

Kirsten Heisig (1) hatte u.a. die These aufgestellt, dass die kurdisch-libanesischen Mafiaclans, die dabei sind, die Kontrolle über den Berliner Stadtteil Neukölln zu erlangen, Kinder in palarabischen Flüchtlingslagern rekrutieren, um sie in Deutschland als Drogenhändler einzusetzen. Diese in ihren Überlegungen eher randständige These, die durch jüngste Ereignisse bestätigt zu werden scheint, rief umgehend den Widerspruch von Innensenator Ehrhart Körting from the Schariapartei Deutschlands (SPD) hervor, der eigentlich in allem den Analysen von Frau Heisig zustimmte, sich dann jedoch vehement auf die Frage der Kinderdealerei stürzte. Der „Tagesspiegel“ am 23. Juli (2):

„… Alle Bemühungen, kriminell gewordene Familien abzuschieben, seien gescheitert. Sowohl der Libanon als auch die Türkei weigerten sich, diese Menschen aufzunehmen. ‘Wir werden diese Leute nicht los’, sagte Körting. ‘Deswegen müssen wir versuchen, wenigstens die Kinder zu retten.’…

Der elfjährige Palästinenser sei jedoch ‘ein absoluter Einzelfall’, sagte Körting, und nach Erkenntnissen der Behörden über den Landweg nach Berlin gekommen. Das gelte auch für die insgesamt 160 unbegleiteten Minderjährigen, die 2009 nach Berlin kamen. (…)

Nicht illegal eingeschleuste Kinder seien das Problem beim Drogenhandel auf Berliner Straßen. Von den 26 Kindern (darunter der Elfjährige), die 2010 von der Polizei beim Drogenhandel festgenommen wurden, hätten vielmehr 20 die deutsche Staatsangehörigkeit und lebten bei ihren Eltern. (Ach so, Deutsche, äh…, T.) Diese seien ebenso libanesisch-kurdischer Abstammung wie die Eltern der anderen fünf Kinder, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben. Nach Körtings Angaben würden diese Kinder von Eltern mit dem Drogenhandel beauftragt. Dabei werde ihnen eingeschärft, falsche Altersangaben zu machen. Dagegen widersprach der Innensenator der Darstellung, wonach Kinder aus dem Ausland mit dem Flugzeug nach Deutschland geschickt würden, um hier als Strafunmündige mit Drogen zu handeln.“

Werden Sie schlau aus diesem Gefasel? Wenn nicht eingeschleuste Kinder das Problem sind, worin besteht es dann? Ach ja, in den Drogen. Warum ist der 11-Jährige ein „absoluter Einzelfall“, wenn außer ihm 160 einreisende Minderjährige erfasst wurden, wenn außer ihm 25 weitere Kinder beim Drogendealen ertappt wurden, wenn alle libanesisch-kurdisch sind, wenn alle von ihren Eltern damit beauftragt worden sind? Ach so, der eine war kein Libanon-Kurde, er war Pallie.

Ist es im übrigen so wahnsinnig wichtig, die Frage zu klären ob mehr Abschaum mit dem Flugzeug oder mehr auf dem Landweg kommt? Julia Schaaf jedenfalls geht dieser ablenkenden Pseudodiskussion in der heutigen FAZ auf den Leim. Nicht den Hauch eines Zweifel äußert sie zunächst auch an der Behauptung des angeblichen Selbstmordes der mutigen Richterin. Andererseits verweist sie (eigentlich unnötigerweise) auf den Anruf Frau Heisigs beim Herder-Verlag, durch den der Zweifel an der Selbstmordthese doch leicht aufscheint. Ein bißchen dafür, ein bißchen dagegen, das ist Z.Z. die Haltung von m.E. Deutschlands bester Zeitung zum Jihad, womit sie leider vom Counterjihad noch weit entfernt ist.

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Das Ende der Geduld?

Kinderdealer in Berlin zeigen, wie schwer die Behörden sich tun. Jetzt wird über geschlossene Heime diskutiert, wie sie die verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig forderte.

Er war zwölf Jahre alt, ein libanesischer Junge. Er war in Berlin-Kreuzberg unterwegs, hatte größere Mengen Heroin bei sich und wurde an einem Julinachmittag von der Polizei gestellt. Anschließend lieferten die Ermittler ihn bei den Betreuern seines Wohnheims ab. Die Jugendrichterin Kirsten Heisig äußerte sich alarmiert und forderte mehr geschlossene Heime. Das war 2009.

Ein Jahr später sorgt ein Elfjähriger in der Hauptstadt täglich für Schlagzeilen, weil er mit Drogen dealt. Weil er sich noch keine drei Monate in Berlin aufhält und schon elfmal von der Polizei geschnappt wurde. Weil er mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus gebracht wurde, dann aber spurlos verschwand. Kaum übergibt ihn die Polizei seinen Betreuern, wird der Asylbewerber wieder auf den U-Bahnhöfen der Stadt gesichtet. Längst geht man davon aus, dass er im Auftrag der organisierten Kriminalität unterwegs ist. Vermutlich ist der Junge auch älter, als er offiziell behauptet. Schließlich kommen in Deutschland erst Vierzehnjährige vor Gericht; Boulevard-Fotos des Nachwuchsdealers zeigen einen groß gewachsenen, sehnigen Kurzhaarigen. Aber solange jemand keine Papiere hat, fällt der Gegenbeweis schwer.

Deutschlands bekannteste Jugendrichterin unterdessen ist tot. Kirsten Heisig hat sich vor knapp vier Wochen das Leben genommen, aus ungeklärten, offenbar privaten Motiven. Ihre Thesen jedoch prägen die Aufregung über dealende Kinder umso nachdrücklicher. Plötzlich diskutiert die Stadt über geschlossene Heime. Morgen erscheint Heisigs Buch, „Das Ende der Geduld. Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter“ (Herder-Verlag). Noch am Tag vor ihrem Verschwinden telefonierte die Achtundvierzigjährige die letzten Korrekturen durch. Als „Der Spiegel“ vergangene Woche Auszüge druckte, titelte er: „Das Vermächtnis“.

In den schon bekannten Passagen geht es um kriminelle arabische Clans in Neukölln. Die Drogenmafia benutze für ihre Geschäfte strafunmündige Kinder, die sie gezielt aus palästinensischen Flüchtlingslagern einschleuse, schrieb die Richterin. Der Elfjährige, der womöglich gar keine elf mehr ist, wird da zum Prototyp. Als führe sein Fall die Unfähigkeit und Ohnmacht der Behörden vor, die Heisig anprangert. Den Triumph der Hintermänner mag man sich gar nicht ausmalen.

Einzelfälle, halten Fachleute aus der Flüchtlingsarbeit dagegen. Natürlich kennt man minderjährige arabische Dealer genauso wie vietnamesische Zigarettenhändler oder rumänische Klaukinder. „Das kommt vor, das will ich gar nicht bestreiten“, sagt Thomas Berthold, Referent vom BundesFACHverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge (Das gibt es bei uns, das ist ein bezahlter Posten! T.). Auch die wiederkehrenden Geschichten von gezielter Anwerbung entsprächen durchaus der Realität. „Aber eigentlich erleben wir meist das Gegenteil“, sagt Berthold: Das Gros der Flüchtlingskinder begreife Deutschland als Chance ihres Lebens (Wenn 50 dealen und 51 nicht, dann dealen die MEISTEN nicht, T.).

Die Zahlen der Polizei sind niedrig. Mit bisher neun Kinderdealern im Jahr 2010 verzeichnen die Berliner Ermittler einen leichten Anstieg (Im „Tagesspiegel“ ist von 26 Festnahmen die Rede, s.o., T.). Höchstens die Hälfte der Kinder sind Flüchtlinge: Von insgesamt 17 Festgenommenen seit Anfang 2009 besaßen immerhin sieben die deutsche Staatsangehörigkeit (Julia Schaaf: „17 geteilt durch zwei ist sieben!“ Ok, ok, sie schreibt auch im FAZ-Feuilleton, da braucht man keine Mattematiek, T.). Den Drogenfahndern des Bundeskriminalamts sind keine vergleichbaren Fälle aus anderen Städten bekannt.

Bleibt Heisigs drastische Warnung vor mafiosen arabischen Parallelwelten in Neukölln (Das ist, anders als Frau Schaaf suggerieren möchte, tatsächlich das Hauptthema von Frau Heisig – nicht der eine oder andere Kinderdealer. T.). „Im Prinzip ist man ständig dabei, mit Sprühpflaster hinterherzulaufen“, sagt jemand, der sich in der Jugendhilfe auskennt. So viel Energie, Personal und Geld auch eingesetzt werde: „Das läuft alles unter dem Motto Schadensbegrenzung.“ Natürlich schränken Sozialarbeiter ein, nur ein kleiner Teil der arabischen Familien im Stadtteil sei kriminell. Auch innerhalb der schätzungsweise 20 bis 30 Großfamilien, die bis zu 500 Personen zählten, müsse man differenzieren, mahnt die Polizei. Die Ermittler wissen von Drogen- und Gewaltdelikten, von Rotlichtkriminalität und Verstößen gegen das Waffengesetz. Die meisten Clans stammen aus dem libanesischen Raum. Inzwischen besitzt man einen deutschen Pass und kauft hierzulande Grabstätten (Man investiert das Mafiageld auch in andere Immobilien und Unternehmen, T.). Das Wertesystem jedoch hat mit jenem der Mehrheitsgesellschaft wenig gemein. Wer im Gefängnis landet, gilt als Held. Heisig schrieb: „Die Kinder wachsen weitgehend unkontrolliert in diesen kriminellen Strukturen auf.“ Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat sich vergangene Woche dafür ausgesprochen, den Eltern von Kinderdealern das Sorgerecht zu entziehen. Wenn sonst nichts fruchte, müsse man die Kinder aus dem Milieu herausholen. Die Frage ist nur: Wie?

„Wir machen doch all diese Sachen“, sagt Vera Bethge. „An den Clanstrukturen ändert das nichts.“ Wer seit fast dreißig Jahren in Neukölln Sozialarbeiterin ist und die Jugendhilfe im Nordosten des Bezirks verantwortet, hat sich damit abgefunden, dass man nicht alle retten kann. Es gibt Fälle, da werden Jugendliche quasi direkt nach ihrem 14. Geburtstag zu langen Haftstrafen verurteilt, weil sich schon vorher so viele Taten gesammelt haben. Aber heißt das, das Jugendamt hat geschlafen? Bethge kann die ewigen Schuldzuweisungen nicht mehr hören. Ohnehin sei den schwierigsten Fällen nur gemeinsam beizukommen. Erst kürzlich, berichtet sie, hatten sie es mit zwei Brüdern zu tun, elf und zwölf Jahre alt, die ein Mädchen in der Nachbarschaft mitsamt Familie bedrohten. Also bestellten Polizei, Jugendamt und Schule die arabischen Eltern ins Bezirksrathaus, um mit maximaler Drohgebärde klare Vereinbarungen zu treffen: wie eine neue Schule gefunden werden kann. Dass die Söhne in den Sportverein geschickt werden. Bei einem Scheitern sei der Schritt zum Sorgerechtsentzug nicht weit: Mindestens 40 Fälle kenne sie im Jahr.

Aber auch das ist kein Selbstläufer. Wie holt man ein Kind aus einer Wohnung, wenn der Vater den Zutritt verwehrt? Was bringt es, wenn beim nächsten Anlauf die Polizei mitkommt? „Wenn Sie mit Gewalt vorgehen, haben Sie Krieg“, warnt Robert Schramm. Der Sechzigjährige, Bethges Stellvertreter, hat die Hälfte seines Lebens in Neukölln gearbeitet. Er erzählt von einem Sozialarbeiter, der bei einem Hausbesuch mit dem Messer bedroht wurde und den Dienst quittierte. Aber auch aus pädagogischer Sicht sei der Nutzen einer Heimunterbringung begrenzt, wenn die Kinder in Loyalitätskonflikte gerieten, sagt Schramm: „Gegen den Willen der Familie kommen die Kinder in der Einrichtung nicht an.“ Dann warte der große Bruder vor der Schule. Und spätestens wenn die Mutter ins Handy (Wieso muss ein Elfjähriger in einem geschlossenen Heim ein Handy haben? T.) weine, wollten die Kleinen heim.

Geschlossene Einrichtungen, wie Kirsten Heisig sie schon lange gefordert hatte, wirken da wie eine einfache Lösung. In der Berliner Debatte hat sich vergangene Woche herausgeschält: Wegschließen bleibt tabu. Aber eine besonders intensive Betreuung, gerne auch fern der Großstadt, soll die Kinder halten. So wie in Frostenwalde in der Uckermark zum Beispiel, wo sich ein Heim speziell für delinquente Jugendliche befindet mit stark geregeltem Tagesablauf und engmaschiger Betreuung. 200 Euro kostet jeder Platz pro Tag, fast doppelt so viel wie die Unterbringung im Standardheim (D.h., dass ein Platz im „Standardheim“ 3.000 Euro im Monat kostet, T.). Trotzdem winkt Schramm ab. Er kennt genügend Jugendliche, die auch von dort weggelaufen sind. Er bleibt dabei: „Die geschlossene Unterbringung wird zurzeit als Allheilmittel propagiert. Aber das ist sie nicht.“ Auf lange Sicht seien die Rückfallraten ähnlich hoch wie beim Jugendknast. Alle Konsequenz, sagt Schramm, nutzt nichts, wenn es nicht gelinge, Vertrauen aufzubauen: „Es funktioniert nur über Beziehung. Und das ist teuer und langfristig.“

Wie die zuständige Jugendstadträtin am Freitag mitteilte, soll der schlagzeilenträchtige Elfjährige demnächst eine Einzelbetreuung erhalten. Da galt er allerdings längst wieder als vermisst.

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Natürlich weigern sich die Orkländer, ihre Kriminellen zurückzunehmen, haben sie davon doch mehr als genug. Überdies handelt es sich um Mohammedanisten, und für diese ist es religiöse Pflicht, Verbrechen gegen Nicht-Mohammedanisten zu begehen.

Aber wenn es nicht mit denen geht, sollte man vielleicht mit Russland oder China oder sonstwem entsprechende Joint Ventures machen. Ich sehe nicht ein, warum orkische Raptosaurier für 200 Euro täglich in der Uckermark bespaßt werden müssen, wenn sie beim Pipelinebau in Sibirien sogar noch Gewinn abwerfen könnten.

Dabei geht es nicht darum, ihnen à la Stalins Gulags die Menschenrechte vorzuenthalten, aber es geht darum, sie samt ihrer gewalttätigen und kriminellen Eltern hier wegzukriegen und kostengünstig in Gebieten zu verwalten, in denen sie anderen Menschen keinen Schaden zufügen können. Ich denke auch, dass zB. russisches Personal in den unteren Rängen erheblich robuster und also viel besser dazu geeignet ist, den Mohammedanisten zu zeigen, dass ihr Jihad zahnlos ist, als deutsche Sozialarbeiter in Birkenstocklatschen. Die pädagogischen Programme könnten ja durchaus von westlichem, akademischen Personal geleitet werden.

In den USA hat m.W. ein Viertel der Männer Erfahrung mit dem Strafvollzug, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Amis einen derartig hohen Betrag für die Straftäterprogramme aufbringen. Üblicherweise haben sich straffällige Amis in Chain Gangs (3), wie das obige Foto zeigt, im Straßen- und Schienenbau nützlich gemacht.

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Time am 25. Juli 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/20/kirsten-heisigs-vermachtnis/
2) http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-wird-dealer-familien-nicht-los/1889206.html
3) http://en.wikipedia.org/wiki/Chain_gang

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PS.: Eine ausgezeichnete Analyse zweier Comics von Iranern lesen Sie bei Tangsir unter
http://tangsir2569.wordpress.com/2010/07/25/antiiranische-comics-seziert/

Who the fuck is Alla?

24. Juli 2010

Selbstironisch:  Stones-Gitarrist Keith Richards

In einem Brief an die heutige FAZ träumt Leser Dr. Gustav Kuhn den Traum von der Integration der mohammedanistischen Imame in Deutschland.

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Der Schlüssel zur Integration

(…) Nach meiner Kenntnis wünschen sich alle Gruppen von Moscheevereinen Prediger, die in Deutschland aufgewachsen sind und in Deutschland studiert haben, damit sie mit den hiesigen Muslimen und mit Deutschland vertraut sind und die Freitagspredigt und die Koranlesung auf Deutsch halten können. Um Professor Rauf Ceylan (Universität Osnabrück) zu zitieren: Die Integration liegt „zu den Füßen der Imame“. „Wenn wir die Imame integrieren können, können wir auch die Millionen Muslime in Deutschland integrieren.“ Die meines Erachtens schwierigsten Punkte dabei haben Sie gebracht. (…)

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Dr. Kuhn lehnt sich m.E. recht weit aus dem Fester, wenn er vorgibt zu wissen, was sich alle Moscheevereine in Deutschland wünschen. Vielleicht mag der eine oder andere deutschsprachige Prediger dann und wann in dieser oder jener Moschee zur Tarnung auf deutsch predigen dürfen, der mit dem Anwachsen der orkischen Bevölkerung wachsende Bedarf an Predigern kann indes unmöglich durch deutsche Universitäten befriedigt werden.

Darüberhinaus haben die Orks, auch wenn schon ihre Eltern im Westen geboren wurden, eine viel stärkere Bindung an die Umma oder die Nation ihrer Vorfahren als an ein westliches Land. Dort wird ihre Religiosität definiert, in Mekka oder Ghom, nicht in Osnabrück, und ihre Religiosität findet global wieder zunehmend zu ihren Wurzeln, dem gewaltsamen Jihad, zurück – so sie denn überhaupt davon abgewichen war. Tatsächlich steigt der Bedarf an Hetzpredigern, nicht der an Professoren.

Immerhin ist die bedeutende Rolle der Imame, Mullas, Ajatollas, Hodschas und wie sie alle heißen wohl richtig erkannt. Getreu dem Vorbild Klo. H. Metzel ist der ideale Führer der Orks ein Kriegsherr, der sich den Schein von Heiligkeit verleiht, so wie Klomeni, Sadr oder Nasralla. Was diese sagen ist Gesetz, nicht das, was die Natur „sagt“ und auch nicht die eigenen „heiligen“ Schriften.

Mein Orkspezi Akif Sahin beispielsweise brachte in schnurrigem Ton eine aktuelle Begebenheit aus Indonesien (1).

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Indonesien: In die falsche Richtung gebetet

Muslime sind dazu angehalten ihr fünfmaliges Gebet in Richtung Mekka zu verrichten. Anscheinend haben jedoch mehr als 200 Millionen Muslime in Indonesien aufgrund einer falschen Richtungsberechnung seit geraumer Zeit gen Afrika, aber eben nicht gen Mekka gebetet.

Der Vorsitzende des indonesischen Gelehrten-Rates, Khalil Ridwan, erklärte, dass die Muslime nicht in Panik geraten brauchen und, dass “Niemand wusste, dass die Richtung in die man betete falsch war. Deshalb wurden die Gebete auch von Allah akzeptiert.”

Auch die Ausrichtung der Moscheen müsse nicht verändert werden. Es müsse nur zukünftig darauf geachtet werden, dass man gen Mekka ausgerichtet bete. Das wäre von Indonesien aus in nord-westlicher Richtung.

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In der „geraumen Zeit“, als welche Herr Sahin sie beschönigend bezeichnet, sind offenbar etliche oder gar sehr viele völlig falsch ausgerichtete Moscheen errichtet worden. Jahre, Jahrzehnte oder vielleicht Jahrhunderte lang haben Millionen von indonesischen Orks fünfmal am Tag falsch gebetet. Buhari (Recl. 1991, VIII/10, S. 103):

„Beim Gebet soll man sich in Gebetsrichtung aufstellen. Auch die Zehen sollen dorthin gerichtet sein!’

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass laut Hadith ewige Höllenqualen drohen (2), wenn man sich aus Versehen mit dem eigenen Urin befleckt (Recl. 1991, IV/20, S. 68), kann man sich vorstellen, dass ein falsches Gebet ungleich schwerer wiegt. Vergessene Gebete immerhin können (und müssen) wiederholt werden (3). Buhari (Recl. 1991, IX/18, S. 131):

„Wer ein Gebet vergessen hat, soll es nachholen, sobald es ihm einfällt. Nur dieses eine Gebet ist dann nachzuholen. Ibrahim sagte: ‘Wenn es jemandem einfällt, dass er vor zwanzig Jahren ein Gebet vergessen hat, so soll er dies eine Gebet wiederholen.’

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Sie verstehen also, dass die launige Diktion von Akif Sahin seinen Glaubensgenossen gegenüber eigentlich absolut unangemessen ist angesichts des Problems von Millionen Indonesiern, nun möglicherweise viele Jahre lang „nachbeten“ bzw. sich gleich mit ewigen Höllenqualen abfinden zu müssen.

Aber hier greift das erste Gesetz des Mohammedanismus, welches sagt, dass Klo H. Metzel der beste Mensch aller Zeiten war und dass es darauf ankommt ihm ähnlich zu sein. Da Klo ein bösartiger und grausamer Räuberhauptmann war, der seine allerkleinsten und allerniedrigsten Interessen unbedingt und auch mit allergrößter Gewalt unter angeblich allaischem Segen durchzusetzen pflegte, ist es für den Ork normal, solches von seinen Führern zu erfahren. Die Führer beweisen ihre Führerqualitäten und ihren Glauben durch ihre Grausamkeit und die aktuellen Führer sind die aktuellen Interpreten des aktuellen Kloran, auch wenn sie diesen gegen ihn selbst interpretieren.

So ist zu verstehen, dass eine eigentlich gigantische Katastrophe, der Gebets-GAU, von den indonesischen Geleerten mit leichter Hand vermieden werden konnte. Sie haben die Hotline zu Alla, haben ihn gefragt und wissen nun ganz genau: „Deshalb wurden die Gebete auch von Allah akzeptiert.” Die Telefonnummer werden sie sicher nicht verraten, Betriebsgeheimnis, denn SIE haben die MACHT. Klohametts Leiche haben schon vor Jahrhunderten die Wüstenflöhe gefressen, aber sein Ungeist lebt weiter fort. Er wollte die MACHT, um jeden Preis, und seine Nachfolger folgen ihm. Who the fuck is Alla? It’s me, Nasralla! Eigentlich weiß jeder Ork, dass der ganze Mohammedanismus billig und verlogen ist, und nur eine Methode der Herrscher, die Gefolgsamkeit sicherzustellen. „Aber wer weiß“, denkt der kleine Akif, „vielleicht werde ich eines Tages Kalif anstelle des Kalifen…“

Klohamett ging es übrigens nicht um die Macht etwas zu gestalten, es ging ihm um die perverse Macht, Schwächere zu benutzen und zu erniedrigen. Tangsir (4) berichtete am 11. Juli:

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Mohammeds Liebe zu Imam Hussein

Dass der islamische Prophet sich schon immer für Kinder interessierte, wurde hier schon behandelt. Dass er aber auch eine ganz innige Beziehung zu Imam Hussein pflegte, den viele Schiiten verehren, wissen die wenigsten. Auch wird über sein intimes Verhältnis zu Männern berichtet.

In nicht weniger als in 20 islamischen Quellen und Hadhiten, wie die von Ahmad Ibn Hanbal und Abu Hurairah, steht dass der islamische Prophet an den Zungen von Alis Kindern, Hussein und Hassan saugte. Auch Buchari erzählt davon wie der islamische Prophet an Kinderzungen lutschte. Bei Ibn_Zubayr, Ibn Hajar, Al Nawawi, At-Tabari und  Abdullah Ibn Adiy, wird davon berichtet wie Muhammed das Hemd von Alis beiden Kindern Hassan und Hussein hochhebte und ihre kindlichen Penise küsste. Weiter wird berichtet, wie er (Der islamische Prophet Mohammed) die Beine Husseins spreizte  und seinen Penis küsste.

Dass Mohammed Geschlechtsverkehr mit Männern hatte wird in 40 islamischen Quellen und Hadhite vermerkt. Ahmad Bin Hanbal erzählt wie der islamische Prophet bei einem zwei bis drei jähriges Mädchen auf den Gedanken kommt sie  zu heiraten. Ein ähnliches Video dass zuvor bei youtube gepostet war, wurde dort gelöscht. Zum Glück gibt es die Site Mahomettube, auf dem diese und andere Themen die mit dem Islam und Mohammed zu tun haben, veröffentlicht werden. Ob Imam Ali wohl wusste, was sein größerer Cousin mit seinen Kindern anstellte?

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Time am 24. Juli 2010

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1) http://www.islam-blogger.de/2010/07/19/indonesien-in-die-falsche-richtung-gebetet/
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-1-einleitung/
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/6/
4) http://tangsir2569.wordpress.com/2010/07/11/mohammeds-liebe-zu-imam-hussein/

auch: http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-2-ahem-sex/
und: http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/24/die-orks-sind-schwul/

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PS, Soundtrack: „Start me up“ von den Stones unter
http://www.youtube.com/watch?v=MHog580PDWQ


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