Archiv für August 2010

Die Genetik den Genetikern

30. August 2010


Reißen Witze über Klo H. Metzel:
Kelek und Sarrazin

Der geschätzte Blogger-Kollege Kewil dreht m.E. grade ein bißchen durch und schreibt (1):

„Wer die neuen Nazis im Lande sind, zeigt sich in Sachen Sarrazin eindrücklich! Von der Kanzlerin Ferkel angefangen über sämtliche Bundestagsparteien und die gesamte Systempresse sind sie alle einer Meinung! Sarrazin muß weg! Totalitarismus und Hexenverbrennung in Reinkultur wie in Goebbels’ besten Tagen. Keine einzige deutsche Zeitung bringt es fertig, Sarrazin zu verteidigen. Folgerichtig wird auch wieder wie zu Zeiten der terroristischen RAF zur Entführung von Sarrazin aufgefordert! Roter Nazistaat BRD in Action!“

Es ist für mich absolut indiskutabel, unsere großartige Nation und unseren effizienten Staat als „roten Nazistaat“ zu bezeichnen und unsere gewählte Kanzlerin als Ferkel. Wem es hier nicht passt, kann meinetwegen gerne nach Teheran oder Damaskus verschwinden oder meinetwegen in den Tessin wie Kewil. Good luck, babe!

Wer nicht versteht, was für eine großartige Errungenschaft das freie, demokratische, marktwirtschaftliche Deutschland und seine Freundschaftsbeziehung zu allen Demokratien der Welt ist, hat weniger als nichts verstanden und ist beim Kampf gegen den mohammedanistischen Totalitarismus so hilfreich wie ein Soldat, der gegen die eigenen Kameraden feuert.

Hexenverbrennung? Ich glaube nicht, dass Sarrazin Höllenqualen ausgesetzt ist. Jeder Islamkritiker aber hat es hin und wieder mit Morddrohungen zu tun, solche regelmäßig auszustoßen gehört ja zur Natur und religiösen Pflicht der Orks bzw. ist kloranisch, wie der verehrte Kollege Tangsir grade erfahren musste (2).

Die Kritik an Sarrazin ist in der Tat heftig, und von Seiten der „Eliten“ überwiegend dümmlich (3) oder frech-demagogisch (4), aber es ist falsch, dass in der deutschen Presse nur auf diese Weise über ihn und sein Buch berichtet würde. Vielmehr geben die meisten Medien ihm den Raum, seine Thesen darzustellen. Es gibt inzwischen etliche Interviews mit ihm, auch online, und er macht überwiegend eine gute Figur, weil er eben mehr Grips hat als seine Gegner, weil er sorgfältig recherchiert hat und weil er m.E. objektiv im Recht ist.

In der heutigen FAZ gab es in der Rubrik „Stimmen der anderen“ drei Beispiele:

Die „Augsburger Allgemeine“ richtete in der Manier Kewils und anderer sich selbst als solche bezeichnenden angeblichen „konservativen“ Blogs den Blick auf uns selbst und unsere angebliche „Verderbtheit“:

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Falsch verstandene Selbstverwirklichung

Wenn Sarrazin etwa beklagt, dass fast nur noch Migranten und die Unterschicht die Kinder bekommen, hat er zwar recht. Doch gibt es keinen Grund, Migranten oder anderen ihren Familiensinn und ihre Kinderliebe vorzuwerfen. Eher schon müsste einmal die gegenläufige Frage gestellt werden: Warum haben die gehobenen Schichten in Deutschland kein Interesse mehr oder keinen Mut, Kinder zu bekommen? Kein vernünftiger Mensch kann glauben, dass das an Kita-Plätzen und Kindergeld liegt; es liegt an einer seltsam resignierten psychischen Verfassung, an mangelndem Selbstvertrauen, tiefen Bindungsängsten und falsch verstandener Selbstverwirklichung.

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Gemeint sind letztendlich die Frauen, die sich nicht mehr bereitwillig im Alter von 17 von jedem dahergelaufenen Honk schwängern lassen wollen. Die „Berliner Morgenpost“ distanziert sich von Herrn Sarrazin durch Herabsetzung, stimmt mit ihm aber in der Problemanalyse überein und beklagt eher, dass sein Buch vermutlich nichts bewirken wird:

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Brav über das Stöckchen

Sarrazin macht keinen Hehl daraus, dass er große Freude empfindet, auf all jenen Knöpfen herumzuspielen, die in Deutschland automatisch Alarm auslösen. Und seit Jahren erhöht er die Dosis. Früher waren es die Hartz-IV-Menüs, dann die Kopftuchmädchen, jetzt wabert es völkisch durchs Buch. In seiner geradezu kindlichen Neugier darauf, wie Reflexe funktionieren, in seiner Lust am Aufmerksamkeitsspiel unterscheidet sich Sarrazin gar nicht groß von einem Aktionskünstler. Weil wir alle nach seinem Plan mitspielen, verspürt der Debatten-Regisseur Sarrazin derzeit so große Freude: Die einen jubeln, die anderen grollen – aber ganz Deutschland springt brav über Sarrazins Stöckchen. Das Kernproblem dieses Buches bleibt: Sarrazin wird vermutlich nichts bewegen.

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Die ziemlich bedeutende „NZZ“ stellt sich voll und ganz auf seiner Seite:

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Brennendes Thema Migration

Halb Deutschland diskutiert seit einer Woche erregt über das neue Buch von Thilo Sarrazin … Der Autor profitiert davon, dass es in kaum einem anderen Land so viele Sittenwächter über den politischen Diskurs gibt wie in Deutschland. Was nicht in der wattierten Begrifflichkeit der politischen Korrektheit daherkommt, gerät schnell unter Extremismusverdacht … Bei der Bevölkerung trifft sein Buch einen Nerv, wovon die vielen Vorbestellungen künden. Der Gestus der Empörung, mit dem das Gros der Eliten dem Buch entgegentritt, ist deshalb nicht nur langweilig, er ist kontraproduktiv. Statt Sarrazin reflexhaft mit Schimpfwörtern und Anzeigen einzudecken, würden die großen Parteien gescheiter Ideen entwickeln zum offensichtlich brennenden Thema Migration.

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Leider, so meine Kritik, meint auch Herr Sarrazin mal wieder, das Schreckgespenst „Genetik“ aus der Puppenkiste holen zu müssen. Nicht, dass er unbedingt falsche Daten diesbezüglich liefern würde, auch nicht, dass das Thema generell irrelevant wäre. Es ist aber in Deutschland extrem unklug, darüber in politischen Zusammenhängen zu reden. In unserer Heimat sind uns diesbezüglich tiefgehende Reflexe antrainiert worden, was in Anbetracht der gräßlichen, pseudogenetisch gerechtfertigten Verbrechen, die von Teilen unseres Volkes verübt worden waren, m.E. durchaus zu Recht geschah. Immer, wenn von Vererbung, Genetik, angeborenen Eigenschaften usw. geredet wird, ist die Gefahr, dass beim Gegenüber die Reflexe ausgelöst werden, extrem wahrscheinlich. Das reflexgesteuerte Wesen aber ist kein vernunftgesteuertes mehr und dem Dialog, der Diskussion entzogen. Daher ist es pädagogisch und politisch falsch, diesen Reflex auszulösen.

Es ist auch gar nicht notwendig. Es ist nämlich egal, wieviel nun vererbt wird, weil nur der von Herrn Sarrazin auf 20-50% geschätzte Anteil des Seins, der durch exogene Faktoren wie Umwelt, Bildung etc. bestimmt oder geformt wird, derzeit – bzw. in dem Zeitrahmen, der gegeben ist – überhaupt beeinflusst werden kann. In der Auseinandersetzung mit einer totalitären Ideologie ist die Betrachtung der genetischen Disposition der Menschen, die sie vertreten – z.Z. und besonders in unserem Land – kontraproduktiv, wichtig ist allein die Ideenwelt der Ideologie. Ja, diese bringt genetische Defekte in hohem Maße hervor, aber ihre Anhänger werden zu solchen nicht durch ihren Chromosomensatz.

Ich wiederhole meinen Spruch „Von Geert lernen heißt siegen lernen“ (5). Geert Wilders enthält sich dieser Frage und anderer, er kennzeichnet in erster Linie den Kloran als ein faschistisches Buch. Ein solches ist es (bzw. in meinen Augen ein Machwerk Satans), und es hält die Mohammedanisten wie die Nicht-Mohammedanisten auf unterschiedliche Art im Würgegriff. Es geht um dieses Buch, nicht um Chromosomen.

FAZ-Leser Professor em. Dr. Karl-Heinz Kuhlmann zielte am 28. August in die m.E. richtige Richtung.

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Der Koran und die unbedingte Verbindlichkeit

Der Artikel von Professor Tilman Nagel über „die einzige koranische Strafe, die nicht im Koran steht“ (F.A.Z.-Feuilleton vom 20. August) sowie die damit verbundene Kritik an der Haltung von Politikern zur Scharia reiht sich ein in eine Vielzahl seiner Veröffentlichungen, die bisher bei denen, die bei ihrer Amtseinführung geschworen haben, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, ohne Folgen verhallt sind. Im Gegenteil: Diese Politiker wollen der Öffentlichkeit immer noch weismachen, dass der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar ist und somit auch allen anderen Religionen gleichzustellen sei. Am Beispiel der Stellung der Frau im Islam wird noch einmal auf erschütternde Art nachgewiesen, wie verantwortungslos die politisch Verantwortlichen hier handeln beziehungsweise nicht handeln.

Es ist ja gerade die Sure 4,34, die zusammen mit Mohammeds letzter Predigt die Frauen ihren Männern geradezu ausliefert. Und da helfen auch die „Klimmzüge“ nicht, die Murad Hofmann in seiner kommentierten Koranausgabe dieser Stelle beifügt, wenn er schreibt, dass dieses Schlagen nur „symbolisch“ gemeint sei. In einer anderen, gerade in deutscher Übersetzung erschienenen Koranfassung wird empfohlen, das Schlagen doch mit einem Taschentuch oder mit der Zahnbürste durchzuführen.

Aber den wohl „schlagendsten“ Beweis für die verfehlte Haltung der Politiker in dieser Frage liefert Sayyid Qutb in seinem Koran-Kommentar „Im Schatten des Koran“. Nach langen Ausführungen zur Sure 4,34 – man spürt ehrlicherweise sein Unbehagen – schreibt er dann doch: „Hier müssen wir daran erinnern, dass diese Maßnahmen (unter anderem das Schlagen) vom Schöpfer selbst festgelegt sind, der seine Schöpfung kennt. Kein Gegenargument ist gültig gegen das, was der eine, der alles weiß und alle Dinge kennt, sagt. Und in der Tat könnte ja, sich gegen das aufzulehnen, was Gott verfügt hat, zur Ablehnung des Glaubens überhaupt führen“ (Band 3, Seite 135 folgende). Es wäre interessant zu erfahren, was die Inhaber der Lehrstühle für islamische Religionspädagogik an den deutschen Universitäten hierzu sagen. Gilt auch für sie (und die muslimische Ministerin Özkan in Hannover) die unbedingte Verbindlichkeit aller Koranaussagen wie auch gerade dieser. Falls nicht, dann sollten sie das öffentlich bekennen – nicht nur vor Kommissionen, sondern vor der ganzen islamischen Welt.

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Es ist ein Fehler, sich von den Linken in die Genetik-Debatte treiben zu lassen. Sie lenkt von der Frage ab, um die es geht, und die lautet: Wie kann die Gewaltideologie Mohammedanismus vernichtet werden?

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Time am 30. August 2010

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1) http://fact-fiction.net/?p=4905
2) http://tangsir2569.wordpress.com/2010/08/30/basiji-droht-zum-qudstag-mit-blutbad-auf-den-strassen-berlins/
3) http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/29/thilo-sarrazin-schlacht/hg-streitgespraech-im-doener-restaurant/mit-hatice-akyuen.html
4) http://www.zeit.de/2010/35/Sarrazin
5) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/26/unser-geert-heist-thilo/

Hier ein paar Links von der FAZ zum Thema:

Necla Kelek:
http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E0A47A9BA62F54940957049B1C02B0EDA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Frank Schirrmacher:
http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E1E30FB65E1E44794BFFEB5A2B73DE7EA~ATpl~Ecommon~Scontent.html
sowie http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E1CF2FB2E5DF1430CB5F02335C6043E62~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
- http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E2D9D0A4EBFC94069840F3DD85D9FC0EB~ATpl~Ecommon~Scontent.html
- http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E3308B09D5D684A358D637A97B43583D5~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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PS.: Soundtrack „Genetix“ von den „Stranglers“.

Hier die Performance:
http://www.youtube.com/watch?v=PqUTerj-ifA

Hier der Text:

Genetix

See the little nuclei
Bursting full of information
There’s a need to regulate
Bring it down to cells and plasma

Tell you what they’re gonna do
Started doing it already
Got to find something new
Looking for it in genetix

Found a new game to play
Think it’s impossible to lose
Messing round at playing God
Easy way to play genetix

Gene regulation

„The first law of Segregation

States that any gamete male
Or female can carry the
Determinant gene of only one
Pair of alternative characteristics.
The second law of free assortment
States that in a cross involving
One pair of alternative characteristics,
The characteristics will segregate
In the second filial generation,
In the relative proportions of
9, 3, 3, 1″

Im Interview: Kemal Kilicdaroglu

29. August 2010

Das folgende Interview habe ich aus dem (grade noch aktuellen) „Spiegel“ (# 34).

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Wir wollen keinen zivilen Putsch

Kemal Kilicdaroglu, 61, ist neuer Chef der
türkischen Oppositionspartei CHP und Herausforderer
von Ministerpräsident Erdogan.

SPIEGEL: Seit über sieben Jahren regiert ein Mann Ihr Land, dessen Wutanfälle im Westen gefürchtet sind, während ihn die islamische Welt als Superstar feiert. Wohin führt Recep Tayyip Erdogan die Türkei?

Kilicdaroglu: Die Ausfälle unseres Ministerpräsidenten machen uns Probleme. Wir sind ein modernes Land, unsere Gesetze, unsere ethischen Prinzipien sind westlich. Die Regierung ist im Begriff, dieses Erbe zu verspielen. Sie verschreckt unsere Partner. Sie hat begonnen, den Staat in ihre Gewalt zu bringen.

SPIEGEL: Was werfen Sie Erdogan vor – dass er die Türkei islamisieren will?

Kilicdaroglu: Ich kann mich dieses Eindrucks nicht erwehren. Es wird heute sehr viel Druck auf Menschen ausgeübt, die nicht dem Weltbild der AKP folgen.

SPIEGEL: Aber seit Erdogans Amtsantritt 200 ist die Wirtschaft der Türkei um über 40 Prozent gewachsen, das außenpolitische Gewicht Ihres Landes ist gestiegen.

Kilicdaroglu: Nicht Erdogan, sondern die Regierung seines Vorgängers hat die Wirtschaft reformiert. Und obwohl der Staat inzwischen 30 Milliarden Dollar aus Privatisierungserlösen erwirtschaftet hat, erleben wir zurzeit die höchste Staatsverschuldung seit Gründung der Republik.

SPIEGEL: Was wollen Sie anders machen?

Kilicdaroglu: Wir sind gegen den ungezügelten Kapitalismus, den Erdogan durchgesetzt hat. Wer profitiert denn heute vom Wachstum in der Türkei? Die Einkommensunterschiede bei uns sind doch enorm. Gleichzeitig stellt sich trotz des Wachstums keine Beschäftigung ein. Dieses Phänomen war mir bislang neu: Die Wirtschaft wächst und die Arbeitslosigkeit parallel auch.

SPIEGEL: Zuletzt ist Ihre Partei dadurch aufgefallen, dass sie gegen Europa gewettert hat und Erdogan vorwarf, einen Gottesstaat zu errichten.

Kilicdaroglu: Das wird ihm nicht gelingen, die Fundamente unserer Republik stehen seit 1923. Trotzdem müssen wir wachsam bleiben. Die Sozialpolitik der AKP etwa beruht auf islamischen Prinzipien. Da gibt es keine staatliche Sozialhilfe, sondern da werden Almosen an die Armen verteilt, ganz wie es der Koran vorschreibt.

SPIEGEL: Warum ist Ihre Partei gegen eine Reform der türkischen Verfassung, wie sie die AKP anstrebt?

Kilicdaroglu: Weil in Zukunft 14 von 17 Verfassungsrichtem vom Präsidenten ernannt werden sollen, der zurzeit ein AKP-Mann ist. Finden Sie das rechtsstaatlich? Alle EU-Fortschrittsberichte kritisieren, dass es in der Türkei keine unabhängige Justiz gibt. Mit diesem Entwurf der Regierung aber wird faktisch die Gewaltenteilung aufgehoben.

SPIEGEL: Die AKP will auch die Macht der Armee beschneiden.

Kilicdaroglu: Auch wir wollen keine Putschgeneräle mehr sehen. Aber wir wollen auch keinen zivilen Putsch.

SPIEGEL: Die Zeitung „Hürriyet“ bezeichnet Sie als Kind der Studentenbewegung. Sehen Sie sich auch so?

Kilicdaroglu: Damit habe ich kein Problem. Ja, ich bin ein Achtundsechziger, und ich bin stolz darauf.

SPIEGEL: Die Sozialistische Internationale hat der CHP mit dem Rauswurf gedroht, auch die deutsche SPD sprach zuletzt lieber mit der AKP, weil Ihre Parteifreunde als Nationalisten gelten.

Kilicdaroglu: Ich fahre in den nächsten Wochen nach Berlin, wo ich mich mit Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel treffe. Ich glaube, dass ich eine starke sozialdemokratische Botschaft aus der Türkei vermitteln kann.

SPIEGEL: Und Sie werden Herrn Steinmeier sagen: „Wir sind gar keine Nationalisten, wir sind Sozialdemokraten“?

Kilicdaroglu: Ja – und erklären, dass wir in der Türkei einen anderen Begriff von Nationalismus haben als Sie in Deutschland, unser Nationalismus basiert nicht auf ethnischer Zugehörigkeit, sondem auf einem gemeinsamen Bekenntnis zur Nation.

SPIEGEL: Das sehen viele Kurden in der Türkei anders. Wie sehen Sie es – als Kurde und Alevit?

Kilicdaroglu: Jeder soll ungeachtet seiner Herkunft als Staatsbürger der Republik Türkei akzeptiert werden. Aber ich finde es falsch, Politik aufgrund der ethnischen oder religiösen Identität zu betreiben. Das ist in unserer Geschichte mit viel Blut bezahlt worden.

SPIEGEL: Werden Sie sich eines Tages mit der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK an einen Tisch setzen?

Kilicdaroglu: Nein, tut mir leid. Das sind Terroristen, die eine konstruktive Lösung nicht interessiert. Das wissen wir, und die PKK weiß das auch.

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Time am 29. August 2010

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PS.: Time, Sie sind auch ein 68er – sind Sie auch stolz drauf?
Time: Yeah, very!
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Soundtrack, Canned Heat, „Let’s work together“:

http://www.youtube.com/watch?v=MN7j-LCgaiE

Counterjihad = Wahnsinn

28. August 2010

… meint der „Spiegel“!

Am Ground Zero

Im aktuellen „Spiegel“ (#34) darf Marc Hujer alle Register flegelhaften Benehmens ziehen und Pamela Geller, die Republikaner und die Triumph-Moschee-Gegner, also die Mehrheit der Amerikaner, schmähen.

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Vernunft gegen Wahnsinn

Die Mehrheit der Amerikaner will den Bau eines islamischen Gemeindezentrums nahe Ground Zero verbieten. Der Präsident steht ängstlich und ratlos vor einem Land, das sich einst auf die Freiheit der Religionen gründete. Seine Umfragewerte sinken.

Eine der ersten Lügen (neben unzähligen weiteren, meint Hujer, T.), die Pamela Geller über Barack Obama verbreitete, war die Behauptung, er sei ein uneheliches Kind von Malcolm X. Sie sagt heute, sie habe es selbst nicht geglaubt, stellte es aber trotzdem auf ihren Blog Atlas Shrugs: Obama, der schwarze Terroristensohn, das war die Botschaft. Kaum jemand nahm sie damals ernst. Geller galt als Verrückte.

Nun sitzt sie im Fernsehstudio von CNN, dem großen amerikanischen Nachrichtenkanal. Sie sieht blendend aus, im schwarzen Top, mit schwerem Lidschatten („die teuflische Schlange“, T.), und darf einem Millionenpublikum erklären, warum es anmaßend sei, dass Muslime ein zwölfstöckiges Gemeindezentrum (Allgemein sprach man bisher von 15 Stockwerken (1), deren Nutzung sechser geheimnisvoll ist (2). T.) nur zwei Häuserblocks vom Ground Zero errichten wollen. Es gibt für sie eine Grenze zwischen Amerikanern und Muslimen, auch wenn diese Muslime US-Staatsbürger sind, es ist eine Grenze, die gezogen wurde am 11. September 2001. Eine Moschee am Ground Zero ist für sie eine Provokation. „Das ist islamischer Herrschaftsanspruch und Expansionismus“, sagt sie.

Als die Pläne vor einem Jahr publik wurden, störte sich niemand daran, nicht einmal der konservative Sender Fox News. Und niemand fand, dass dieses neue Gemeindezentrum Ground Zero entweihen könnte, ebenso wenig wie der Sexshop, die Peepshow und die Bars, die es hier zuhauf gibt. Auch zweifelte niemand am Imam, dem 62-jährigen Feisal Abdul Rauf, der seit 27 Jahren in New York predigt, in einer Moschee, die viele Häuserblocks vom Ground Zero entfernt ist. (Sexshop und Peepshow bleiben NIE unerwähnt, ihre Existenz soll die Bedeutung des Ground Zero als Denkmal herabsetzen. T.)

Das geplante Zentrum, Abdul Raufs Projekt Park51, ist ein nationales Thema geworden. Konservative Republikaner haben es gut zwei Monate vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress gerade noch rechtzeitig entdeckt. Und weil Geller die Erste war, die sich empörte, ist sie einer der Stars der Debatte (obwohl sie ja in Wirklichkeit „verrückt“ ist, T.).

„Mega-Moschee“ hat sie das Haus genannt (Unerhört, dabei soll sie doch nur 15 Stockwerke hoch werden, T.), „Monster-Moschee“, ein 100-Millionen-Dollar-Projekt, das eigentlich nur (Nur, 15 Stockwerke, nur 50 Meter hoch, T.) eine große islamische Begegnungsstätte werden soll, mit einem Schwimmbad, einem Fitnesscenter, einer Theaterbühne, Restaurants und einem Gebetsraum (Hujer läßt erkennen, dass er keine Ahnung von Moscheen hat, die nämlich in der Regel alles mögliche sind und eben auch Gebetsraum. T.). Ein Projekt der American Society for Muslim Advancement und ihres Ablegers, der Cordoba Initiative. Beide Organisationen haben sich den „positiven Dialog zwischen der muslimischen Welt und dem Westen“ zum Ziel gesetzt (angeblich, T.).

Wie Geller reden inzwischen fast alle, die bei den Konservativen etwas zu sagen haben (Die Führung der Republikaner ist also komplett durchgedreht, T.). Gellers Wahnsinn hat es in wenigen Wochen in den amerikanischen Mainstream geschafft. „Ist Amerika islamophob?“, fragt das Magazin „Time“ in dieser Woche auf dem Titel. Das Projekt Park51 sei zum Symbol geworden, zum „Lackmustest für religiöse Toleranz“. (O.k., wenn die Amerikaner es geschmacklos finden, dass eine Mega-Moschee in unmittelbarer Nähe an dem Ort errichtet wird, an dem 3.000 ihrer Mitbürger im Namen Allas abgeschlachtet wurden, ohne dass dies in der mohammedanistischen Welt erkennbar andere Reaktionen hervorgerufen hätte als Freude, Jubel und Triumphgeschrei, dann sind sie wahnsinnig. Dann sind sie religiös intolerant. T.)

Das große Trauma der Vereinigten Staaten, die Anschläge vom 11. September; die zunehmende Angst vor allem Fremden (Nicht vor „allem Fremden“, es geht um den Mohammedanismus, T.) und das Gründungsversprechen dieses Landes, dass es hier jeder schaffen kann, ungeachtet von Herkunft, Hautfarbe und Religion – all das findet Eingang in die absurde Diskussion um die Frage, wie viele Straßenblocks zwischen Ground Zero und einer Gebetsstätte für Muslime liegen müssten.

„Ihr könnt eine Moschee am Ground Zero bauen, wenn wir eine Synagoge in Mekka bauen dürfen“, stand auf Plakaten der Demonstrierenden in New York.

Lange schwieg Obama zu dem Thema, zu lange. Erst vor einer Woche sprach er sich eindeutig für das Recht der Muslime aus, das Projekt zu verwirklichen, und berief sich dabei auf die Verfassung. Kurz vor den Kongresswahlen hielten viele das für politischen Selbstmord, aber auch für standhaft. Schon am nächsten Tag korrigierte sich Obama: „Ich habe mich nicht geäußert und werde mich nicht äußern zur Frage, ob es weise ist, dort eine Moschee zu bauen.“

Wirkte er zunächst wie ein Präsident, der seine Pflicht tut und die Verfassung hochhält, auch wenn es unpopulär ist, erschien er tags darauf wie ein Zauderer. Der Komiker Jon Stewart schlug ihm deshalb in der „Daily Show“ einen neuen Wahlkampfslogan vor: „Yes, we can! … but should we?“

Bei Obamas Gefolgschaft nimmt die Enttäuschung über einen Präsidenten zu, den sie im Wahlkampf als brillanten Redner feierte, dessen Worte aber nun immer weniger ankommen. (Es gibt einfach keinen US-Präsidenten, der die Gnade des überwiegenden Teils der deutschen Journalistenmeute finden würde, T.)

In Amerika geben die Rechten wieder den Ton vor, und der ist harscher als unter George W Bush. Sarah Palin, die neue Wortführerin der Konservativen, warnt: „Das ist ein gefühlloser Plan der Muslime; es ist, als würden sie den Amerikanern, die noch immer den Schmerz spüren, kollektiv ins Herz stechen.“

Und Newt Gingrich, der ehemalige konservative Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus und möglicher Präsidentschaftsbewerber 2012, sagt: „Dort eine Moschee zu bauen wäre, als ob wir Nazis erlauben würden, Transparente vor dem Holocaust-Museum aufzustellen.“ Spätestens da war klar, dass in dieser Diskussion sehr viel durcheinandergerät.

Sie reden so im Bewusstsein, die Mehrheit der Amerikaner auf ihrer Seite zu wissen (Vielleicht aber reden sie auch so, weil sie von dem was sie sagen überzeugt sind? T.). Ausgerechnet das Land, das zu seinen Gründungsprinzipien die Religionsfreiheit zählt und das 2008 ein Signal der Offenheit an die Welt schickte, als es mit Obama einen Schwarzen (Obama ist ebenso schwarz wie weiß, ihn einen Schwarzen zu nennen, ist deshalb rassistisch. Dieser Aussage liegt die Einstellung zu Grunde, dass das geringste phänotypische Merkmal, welches auf afrikanischen Einfluss weist, den Menschen zu einem Schwarzen macht. T.) mit einem islamischen Mittelnamen zum Präsidenten wählte, ist sich plötzlich (nicht plötzlich, Lernen ist ein Prozess, T.) einig in der Intoleranz gegenüber Muslimen (Nein, die Amis sind sagenhaft tolerant gegenüber den Orks. Immer wieder drehen die durch, laufen Amok usw., aber die Amerikaner lassen sich nicht zu Hassverbrechen hinreißen. Wer hier intolerant ist, das sind die Mohammedanisten, die auf der Moschee an diesem Ort bestehen, obwohl sie das Unwohlsein der meisten ihrer Mitbürger zur Kenntnis nehmen mussten, aber deren Meinung und Gefühle sind ihnen eben völlig egal. T.).

Zwischen drei und sieben Millionen Muslime leben in den USA. Sie sind dort besser integriert als in anderen Ländern. Sie passen sich in der Regel schnell an, versuchen Musterbürger zu werden. Dazu brauchen sie kein Chinatown wie die Chinesen, kein Little Italy wie die Italiener, sie sind überall, aber fallen nicht weiter auf (So wie Nidal Hasan? Vergl.3, T.). Sie sind geräuschlos und fleißig. Ihren Kindern soll es einmal besser gehen, sie sollen Rechtsanwälte werden, Arzte oder Lehrer. 2oo6 wurde der erste Muslim ins Repräsentantenhaus gewählt.

Und jetzt haben sie Angst, das Ende des Fastenmonats Ramadan zu feiern, weil es in diesem Jahr kurz vor den 11. September fällt (Angst, dass rasende Nonnen ihnen die Kehlen durchschneiden, nehme ich an T.). Was ist nur passiert mit ihrem Amerika? (Es ist nicht IHR Amerika, T.)

Wurde nicht Obama gewählt in der Hoffnung, er könnte das Land wieder vereinen, die Grenzen aufheben von Rassen und Religionen? Seine Biografie war das Versprechen, dass es auch ein schwarzer Junge (Ein Niggerboy, meint der rassistische Hujer. T.) schaffen kann. Bei seiner Amtseinführung nannte er seinen vollen Namen, Barack Hussein Obama, und sein erstes großes Interview gab er dem arabischen Sender al-Dschasira. Umso unverständlicher wirkt sein Ringen um die richtige Haltung zum Bau der Moschee (Uuups, ein paar Zeilen zuvor war es doch „nur“ ein Begegnungszentrum! T.). Versteht Obama sein Land nicht? (Nein, SIE verstehen NIX, T.)

Als Präsidentschaftskandidat konnte er Emotionen wecken, nicht weil er besser auf die Menschen einging, nicht weil er Wut zeigte, wenn sie wütend waren, sondern weil er sie mit seiner eigenen Geschichte begeisterte und mit der Hoffnung auf einen grundlegenden Wandel. Aber das funktioniert nun nicht mehr. Als Präsident ist seine Strahlkraft verblasst.

Seine Berater haben sich häufig gewünscht, dass er auch mal einen wütenden Präsidenten gibt, bei dem Skandal um die Bankenboni und während der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Er wird nie laut, es gibt keinen Streit, auch keine Versöhnung. Seine Sitzungen sind nicht lang wie früher bei Bill Clinton, sondern kurz, es herrscht eine Atmosphäre, die Mitarbeiter als „kühl, aber nicht frostig“ bezeichnen. Obama versucht es lieber mit Vernunft, und das ist auch jetzt sein Problem.

Wo beginnt die angebliche Anmaßung der Muslime, wo endet sie? Bei fünf Häuserblocks Entfernung vom Ground Zero? Bei zehn? Im nächsten Viertel?

Der Paranoia der Rechten ist mit Argumenten nicht beizukommen (Wenn man denn mal welche von der Linken oder den Orks hören würde, die nicht auf dem Niveau der Verunglimpfung oder Bedrohung wären, T.). Der texanische Abgeordnete Louie Gohmert brüllt sich durch Talkshows mit der Unterstellung, Muslime würden inzwischen Schwangere nach Amerika schicken, damit sie dort „Terror-Babys“ zur Welt brächten, die in 20 Jahren Amerika von innen zerstören würden, getarnt als Bürger mit amerikanischem Pass. Es gibt keinerlei Belege für diesen Irrsinn, aber manche Leute glauben ihm – Ebenso wie schon ein Viertel aller Amerikaner ihren Präsidenten für einen Muslim hält.

Eigentlich gibt es für Amerikas Bürger wichtigere Themen als die Moschee: die enorm hohe Arbeitslosigkeit, die Umsetzung der Gesundheitsreform, der Krieg in Afghanistan. Themen, die das Leben der Menschen berühren.

Doch die Moscheegegner treibt mehr als Islamfeindlichkeit und die Angst vor neuen Anschlägen. Die Protestbewegung offenbart die Angst der weißen, protestantischen Mittelschicht, die vom Abstieg bedroht ist und die bald nicht mehr die Mehrheit der Amerikaner stellen wird. Auch das ist ein Wandel, für den der erste afroamerikanische Präsident steht.

Obama wollte sich nie auf das Niveau seiner Gegner begeben. Weil der Populismus der Sarah Palin und der Tea Party ihn anwiderte, hat er ihnen das Feld überlassen. Noch hat er kein Rezept, die neuen rechten Kräfte zu bändigen.

„In einer Stimmung für populistischen Aufruhr hat er der Rechten erlaubt, die politische Diskussion zu beherrschen“, kritisiert John Judis im „New Republic“. „Wenn man in Situationen wie der jetzigen keine populistische Strategie entwickelt, nutzen deine Gegner Populismus, um dich als Volksfeind hinzustellen.“

Vor den Kongresswahlen im November ist Obamas Popularität dramatisch gesunken, 49 Prozent der Amerikaner sind inzwischen unzufrieden mit seiner Amtsführung. Den regierenden Demokraten drohen starke Verluste in beiden Kammern.

„Obamas Ara demokratischer Herrschaft ist vorbei“, schreibt William Galston von der liberalen Brookings Institution. In den kommenden zwei Jahren sind ihm die Hände gebunden, der Zwang zum Sparen und der Krieg in Afghanistan werden alles beherrschen.

Schwere Zeiten für Politiker, die sich Großes vorgenommen hatten.

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Oder eher schwere Zeiten für kommunistische und mohammedanistische Demagogen? Zwei Leserbriefe aus der FAZ vom 26. August sprechen mir aus der Seele. Lesen Sie zunächst den von Roland „Schizo“ Klose sowie sodann den von Jürgen „Psycho“ Mayer.

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Pietätlos

Präsident Obama rechtfertigt den Moscheebau am Ground Zero mit dem Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Das ist sein gutes Recht, aber für den Rest der Welt ist seine Stellungnahme kaum nachvollziehbar. Waren es nicht islamistische Terroristen, die am 11. September 2001 mit zwei Flugzeugen das World Trade Center zerstörten und dabei skrupellos Tausende Menschenleben auslöschten? Deshalb ist es einfach pietätlos und provozierend zugleich, bereits neun Jahre danach an gleicher Stelle eine Moschee bauen zu wollen. Die Entrüstung der amerikanischen Bevölkerung kann ich durchaus verstehen. Was wäre, wenn zum Beispiel in Deutschland die NPD ihre Parteizentrale genau an der Stelle bauen wollte, wo in der Reichspogromnacht am 9. November 1938 eine Synagoge gebrannt hatte, und unser Bundespräsident würde dies auch noch ausdrücklich befürworten? Das wäre ein Riesenskandal!

Selbstverhöhnung

Es braucht im Vorfeld gar nicht diskutiert zu werden, ob der Islam nun eine „Religion“ oder eine politische Ideologie ist. Zweifelsohne waren aber die Zugehörigkeit dazu und der Hass auf die offene Gesellschaft des Westens für die Täter des 11. September 2001 bestimmend für ihr Handeln und ihre Tat. Eine Moschee bei oder auf Ground Zero wäre ein Triumph für den Islam(ismus), eine Selbstverhöhnung und eine Verhöhnung der Opfer und der Hinterbliebenen. Aber auch ein Gradmesser für die Gleichgültigkeit, Vergesslichkeit, bestenfalls noch Naivität am Zielort des Terrors.

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Time am 28. August 2010

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1) http://www.welt.de/politik/ausland/article7719901/New-Yorks-Monster-Moschee-am-Ground-Zero.html
2) http://bigpeace.com/cbrim/2010/08/17/ground-zero-mosques-hidden-websites-follow-the-shariah/
3) http://www.pi-news.net/2009/12/rueckschau-nidal-hasans-amoklauf-in-fort-hood/

Halbzeit

27. August 2010

… im diesjährigen Rammeltag - dem heiligen Monat der Mohammedanisten - war gestern. Hier der Punktestand nach http://www.thereligionofpeace.com/ :

Na, da kann Alla aber stolz auf seine Anhänger sein. Dass alle anderen Menschen Ungläubige sind, sieht man daran, dass sie Alla bisher nicht mal die klitzekleinste Leiche dargeboten haben, o Frevel!

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Time am 27. August 2010

Thesen von Gewicht

27. August 2010

Aufdringlichkeit hat einen Namen: Andrea Nahles. Natürlich muss diese machtgeile Schreckschraube auch noch ihren Senf zum Thema Thilo dazugeben. Die heutige FAZ berichtet:

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Nahles: Sarrazin missbraucht Namen der SPD

Auch am Donnerstag ist der ehemalige SPD-Politiker Thilo Sarrazin für seine neuen Äußerungen zur Integration von muslimischen Migranten heftig kritisiert worden. Die Berliner SPD, die ihn im März nach ähnlichen Äußerungen nicht ausgeschlossen hatte, erwägt nun wieder ein neues Verfahren. Ihr Vorsitzender Michael Müller will prüfen, ob es „neue Anhaltspunkte gibt“. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte, Sarrazin missbrauche den Namen der SPD. Mehrere Politiker der Grünen und der Linkspartei forderten Sarrazins Abberufung aus dem Vorstand der Bundesbank. Sarrazin vertrete NPD-Positionen und sei ein Rassist, sagte eine Linke-Politikerin. Auch der CDU-Politiker Polenz und Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zeigten sich empört. Der Zentralrat der Juden in Deutschland forderte Sarrazin dazu auf, in die NPD einzutreten. Sarrazin bezeichnete den Vorwurf des Rassismus gegenüber dieser Zeitung am Donnerstag als „absurd“. Er argumentiere aufgrund kultureller Beobachtungen.

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Wo Nahles Recht hat, hat sie Recht. In der Partei mit dem Namen „Schariapartei Deutschlands“ (SPD) hat Counterjihadi Thilo Sarrazin wirklich nichts mehr verloren. Ich hoffe, die entfernen ihn dort bald, damit er sich zügig dem Aufbau einer counterjihadischen Partei widmen kann, in der am besten auch noch andere integre Promis wie Broder, Giordano u.a. hohe Funktionen bekleiden sollten. Der Erfolg der Linkspartei, der sich erst mit Oskar Lafontaine, einem ehemaligen Bundesminister und gestandenem Politiker, einstellte, wäre auch dieser Partei sicher.

Ebenfalls in der heutigen FAZ legt Berthold Kohler einen m.E. exzellenten Leitartikel zum Thema vor. Beachten Sie seine subtilen, leicht ironischen aber auch verständigen Anmerkungen zu den Äußerungen unserer Kanzlerin.

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Der übliche Prozess

Sarrazin wird wieder der übliche Prozess gemacht – auch von jenen, die erst die Einwanderung leugneten und dann die Probleme, die sie verursachte. Weit ist die Politik bei der Suche nach den Ursachen für das Scheitern der Integration nicht gekommen.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland einem Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank empfiehlt, in die NPD einzutreten. Nun könnte man sagen, es gehe ja nur um den berüchtigten Herrn Sarrazin. Doch legen Bestsellerlisten, Internetforen und Leserbriefe nahe, dass nicht wenige Deutsche dessen Beobachtungen und Ansichten teilen.

Sollen auch sie der Empfehlung folgen und Mitglied der NPD werden? Immerhin wäre damit Sarrazin widerlegt: Deutschland würde dann nicht dümmer; es wäre dann schon dumm. Das könnte man auch ohne großen Mut behaupten. Wer den autochthonen Deutschen unterstellt, sie seien zu blöde zu begreifen, welche kulturelle Bereicherung ihnen etwa durch die Einwanderung aus Anatolien zuteil wird, muss nicht mit Rassismusvorwürfen und Rücktrittsforderungen rechnen.

Sarrazin aber wird jetzt wieder der übliche Prozess gemacht. Die Richter entstammen nicht nur den Parteien, die meinten, das deutsche Wesen solle an möglichst viel Einwanderung genesen, sondern auch jenen, die erst diese Einwanderung leugneten und dann die Probleme, die sie verursachte. Seit diese nicht mehr abgestritten werden können – Sarrazin in der Statistik zu widerlegen versucht kaum jemand -, fällt wenigstens noch die Suche nach den Gründen für die gescheiterte Integration einseitig aus: Hauptsächlich die aufnehmende Gesellschaft sei schuld daran, weil sie den Einwanderern nicht in ausreichendem Maße Angebote mache, sich einzufügen.

Viel weiter ist die Politik bei der Ursachenforschung nicht gekommen, da sind die Dogmen des Multikulturalismus vor. Daher erweisen sich die Parteien nach wie vor als weitgehend ratlos, wenn Einwanderer zwar die Sozialleistungen dieses Staates annehmen, nicht aber seine Einladung zur Integration. Dabei seien Sarrazins Äußerungen „überhaupt nicht hilfreich“, ließ Frau Merkel ihren Sprecher sagen. Die Kanzlerin als oberste Rezensentin der Republik – auch das erlebt man nicht allzu oft.

Sie gesteht mit ihrer Stellungnahme, wenn auch kaum gewollt, Sarrazins Thesen Gewicht und Einfluss auf den Verlauf der Debatte zu. Den kann man bedauern und das Volk, das Sarrazins Zustandsbeschreibungen für zutreffender hält als die der üblichen Weichzeichner, für bestenfalls desorientiert erklären. Oder man kann sich einmal ernsthaft fragen, warum Sarrazin so viel Zustimmung findet.

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Time am 27. August 2010

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PS, hier ein lesenswertes Interview mit Ministerin Özkan. Sie ist gegen eine Kita-Pflicht, die ich aus counterjihadischer Sicht befürworten würde:
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E4F62AE63809548E5BB68749A157F68B1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Unser Geert heißt Thilo

26. August 2010


Wie Kommentator Quer prognostizierte, sind die Kritiken zu Thilo Sarrazins neuem Buch durchweg reflexhaft und argumentfrei negativ (1). Interessanterweise sind die von der FAZ mal alle online. Die eigentlich stets gut sortierte Mechthild Küpper z.B. meinte (2) launig: „Dazu wechselte er zur schwarzen Pädagogik. In dunklen Farben und trostloser Perspektive zeichnet er sein Bild der muslimischen Einwanderer in Deutschland. Seinen Sinn für Humor und Selbstironie scheint er dabei verloren zu haben. Er tritt auf als Mann mit einer Mission. Seit ihm nach Veröffentlichung eines umstrittenen Aufsatzes in der Bundesbank ein Teil seines Arbeitsgebiets entzogen worden ist, hat er dafür noch mehr Zeit.“ Grrrrrlll….

Es ist aber FAZ-Redakteur Christian Geyer, dem jeder Humor und jede Selbstironie sowie jede Selbstreflexion abhanden gekommen zu sein scheinen. Mit ebenso vielen wie falschen Worten faselt er eine angeblich „genetische“, und also rassistisch-faschistische Argumentation Sarrazins gegen dessen These von der Bedrohung unser freien, demokratischen Gesellschaft durch die totalitäre Polit-Religion Mohammedanismus herbei. Richtig ist, was Sarrazin erwähnt, dass „… bei Migranten aus dem Nahen Osten auch genetische Belastungen – bedingt durch die dort übliche Heirat zwischen Verwandten – eine erhebliche Rolle (spielen, T.) und … für einen überdurchschnittlich hohen Anteil an verschiedenen Erbkrankheiten (sorgen, T.).“ Diesen und anderen empirisch-statistischen Erkenntnissen und Fakten hat Geyer nichts entgegenzusetzen als seine Konditionierung. Er begreift nicht, dass die Ideologie Mohammedanismus, die bestimmte Arten der Reproduktion und Sexualität zwingend vorschreibt, dadurch zwingend spezielle genetische Resultate hervorbringt, die evident sind. Er, der von den Kommunisten der 60er gehirngewaschen wurde, begreift nicht, dass es Herrn Sarrazin grade NICHT um unausweichliche genetisch-biologische Determination geht, sondern darum, wie eine unfreie Ideologie Einfluss selbst auf die genetische Determination ihrer Anhänger nehmen kann.

Es bleibt mal wieder PI vorbehalten, diesbezüglich die m.E. wesentliche Idee beizusteuern. Die Kollegen schreiben: „Islamkritik: Sarrazin auf Wilders Spuren“ (3).

Leute, wir brauchen hier in Deutschland einen gut aussehenden, distinguierten, kultivierten Menschen (gleich welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe etc.), der mir klarem Verstand die mohammedanistische Bedrohung als TOP1 durchsetzt. Thilo ist der Mann der Stunde, from the SPD, from the Bundesbank, from the inside. Nicht irgendein pickeliger Honk von einer Pro-Partei (ich bin selbst ein Honk mit Pickeln, darum geht es nicht), wir brauchen einen WILDERS, und niemand könnte es z.Z. eher und besser sein als THILO.

Hier ein aktueller Artikel aus der FAZ von Dirk Schümer, der meint „Der Wahlerfolg des Rechtspopulisten hat die bürgerlichen  Parteien der Niederlande in Panik versetzt.“

Nein Dirkie, er hat DICH in Panik versetzt. Das bürgerliche Lager, das stark christlich „infiziert“ ist, und das Euch alle finanziert, heißt Geert und Thilo willkommen. Von Geert lernen, heißt siegen lernen. Schaut auf Thilo – unseren Geert!

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Christenrespekt vor Geert Wilders

Der Wahlerfolg des Rechtspopulisten hat die bürgerlichen  Parteien der Niederlande in Panik versetzt. Kann das Geburtsland der Toleranz nur noch intolerant regiert werden?

Am 9. Juni dieses Jahres sprach der Souverän der konstitutionellen Monarchie der Niederlande sein Verdikt über die kommenden vier Jahre: Die regierenden Christdemokraten wurden halbiert, Premierminister Balkenende trat sofort zurück. Dagegen eroberte der Rechtspopulist Geert Wilders aus dem Stand mit seiner neuen „Partij voor de Vrijheid“ fünfzehn Prozent der Stimmen. Sozialdemokraten und Liberale behaupteten sich bei zwanzig Prozent und blieben gleichauf stärkste politische Kräfte. Diverse Kleinparteien von Sozialisten über Grüne bis zu strengen Calvinisten kamen ins Parlament. Seither ist viel passiert: Die niederländische Fußball-Nationalmannschaft wurde in Südafrika Vizeweltmeister, das holländische Seglermädchen Laura Dekker stach in See. Nur in der niederländischen Politik herrscht quälender Stillstand. Wohl erst im September wird eine Koalition feststehen, werden Ministerposten vergeben, kann endlich wieder regiert werden.

Aber wie? Einiges am zeremoniellen und geruhsamen Schmieden von Kompromissen hat mit der politischen Kultur unseres ehrwürdigen Nachbarlandes zu tun: Zuerst berät sich die Königin mit Respektspersonen der Staatskunde, dann wird ein „Informateur“ eingeladen, mögliche Mehrheiten zu besprechen, ganz am Ende erledigt ein „Formateur“ die Detailarbeit. Diesmal erwies sich die Regierungsbildung als besonders mühselig. Inzwischen ist mit dem Liberalen Ivo Opstelten der dritte Informateur am Werk, und es soll ein Minderheitskabinett aus den blamierten Wahlverlierern der Christdemokraten und den nicht gerade strahlenden Siegern der Liberalen gebildet werden. An unbekanntem Ort werden die Details des Regierungsvertrags abgesprochen, ohne Medien, ohne Öffentlichkeit, ohne Kontrolle.

Die beiden Parteien der Mitte wollen sich von der Freiheitspartei des Rechtspopulisten Geert Wilders stützen lassen. Er soll nicht der Regierung beitreten, aber mit fixen Absprachen ein Minderheitskabinett tolerieren. Damit würde zum ersten Mal in der Geschichte ein europäisches Kernland direkt von einem Rechtspopulisten mitregiert, denn Wilders stellt ein Drittel der Abgeordneten für diese Variante, die am Ende gerade eine Mehrheit von einer einzigen Stimme aufweisen würde.

Warum haben sich Liberale und Christdemokraten für diese Rechtskurve entschieden, obwohl ihnen mit den Sozialdemokraten eine größere Mehrheit und ein verlässlicher Partner gewinkt hätten? Auch eine Koalition mit Einbeziehung der Grünen und der Sozialisten hätte eine solide Mehrheit geboten. Offenbar ist für das Milieu der politischen Mitte Wilders – er will den Koran und Kopftücher verbieten und aus der EU austreten – gar nicht das hässliche Entlein, sondern eher der strahlende Prinz, der die nationale Politik stark und nachhaltig nach rechts schieben würde.

Wie sich die Forderungen der PVV nach einer Diskriminierung der islamischen Religion oder einem Ende des Euro mit der Verfassung, ja mit der niederländischen Demokratie überhaupt vertragen, fragen sich im Land viele besorgte Kommentatoren. Hatte doch der Interimschef der Christdemokraten, Maxime Verhagen, nach der Wahl beteuert, mit Wilders „nicht einmal an einem Tisch“ sitzen zu wollen. Nun soll es also die Regierungsbank sein. Doch steckt wirklich nur Machthunger von Spitzenpolitikern hinter der merkwürdigen Umarmungstaktik gegenüber den Rechtspopulisten? Könnte es sein, dass Christdemokraten und Liberale einen derart großen Respekt vor den Erfolgen von Wilders haben, dass sie ihn lieber einbinden und damit spätere Erdrutschsiege verhindern möchten? Die prominente Publizistin Elsbeth Etty hat den christdemokratischen Anführer Verhagen explizit mit den nach rechts offenen Politikern der deutschen Zentrumspartei zu Anfang der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts verglichen: „Von Brüning zu Papen zu Schleicher zu… Der Rest ist bekannt.“

Ohnehin haftet dem Deal etwas Heuchlerisches an: Eine offene Regierungsteilnahme der PVV wäre im Ausland nicht gerne gesehen. Warum dann der Verzicht auf eine breite Regierung der Mitte, die dem Wahlergebnis viel eher entspräche? Hat sich bei der traditionell toleranten Christdemokratie oder den Wirtschaftsliberalen mit ihrem Akzent auf persönliche Freiheiten die Meinung durchgesetzt, dass diese Freiheiten und Privilegien im Sozialsystem schlicht nicht mehr für alle gelten sollen, weil man dann gegen eine nicht länger schweigende Mehrheit die Wahlen verliert? Ist das tolerante Europaland Niederlande nurmehr mit antieuropäischer Intoleranz regierbar?

Besonders beunruhigend wird das Szenario einer populistischen Welle durch Berechnungen von Soziologen des staatlichen Statistikamtes, dass die entmutigenden Zahlen über überproportionale Gewaltdelikte, Schulversagen oder Familiengewalt bei muslimischen Zuwanderern (meist aus Marokko oder der Türkei) durchaus der Wirklichkeit entsprechen. Aber sie spiegeln heute die Folgen der Zuwanderung von vor zehn, fünfzehn Jahren wider. Inzwischen hat sich – auch durch rigide Politik nach den Morden an Pim Fortuyn und Theo van Gogh – das Blatt längst gewendet: Zum ersten Mal seit Menschengedenken verließen 2009 mehr Ausländer die Niederlande als einwanderten. Die wichtigste Gruppe von Zuwanderern kommt seit Jahren ohnehin nicht aus muslimischen Ländern, sondern aus Osteuropa, vor allem Polen. Und zum ersten Mal muss die Wirtschaft des überalterten Landes im Ausland auf die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften jenseits der EU gehen. Gerade dies aber würde durch die Regierungsbeteiligung von Wilders erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht.

Kernproblem dieser historischen Wende ist augenfällig die Christdemokratie, die noch nie in ein so tiefes Loch gestürzt ist. Ausgerechnet in den ländlichen Regionen, vor allem im südlich-katholischen Limburg, wo kaum Zuwandererprobleme existieren, liefen die Stammwähler in Scharen zu Wilders davon. Eine vergreisende Generation von Einheimischen möchte offenbar die Grenzen schließen, weil sie um Rente und Sicherheit fürchtet – und könnte nun genau durch diese Angst die schlimmsten Befürchtungen wahrmachen. Die Christdemokraten haben jedenfalls verstanden, setzen sich als Verlierer der Wahl weiter auf die Regierungsbank und flirten unter Zustimmung weiter Teile ihres Anhangs offen mit dem Rechtspopulismus.

Die Lage wirkt auch in historischen Dimensionen dramatisch. So schloss der Kolumnist Marc Chavannes im „NRC Handelsblad“, man stehe vor einer Koalition, „die den niederländischen Rechtsstaat nur zum Teil anerkennt“. Wenn der Souverän sich so undeutlich artikuliert hat, dass die politische Klasse mit ihren versierten Kompromissrobotern ein Vierteljahr für vage Koalitionsversprechen benötigt, dann wäre gerade diese Situation eine Herausforderung für neue, unerprobte Konstellationen, aber gewiss nicht für ein Spiel mit dem Feuer gewesen. Wenn die Niederländer nun aber eine ganz neue Mehrheit bekommen, die nur die Probleme und Sorgen der Vergangenheit angeht und die demographischen und kulturellen Probleme der Zukunft ignoriert, dann öffnet sich eine unangenehme Kluft immer weiter: der Abgrund zwischen der endlos langen Produktionsdauer von Politik und ihrem immer schnelleren Verfallsdatum.

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Time am 26. August 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/24/apokalypse-nein-danke/#comment-473
2) http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E5EBD7180C8EC464AAAFC4208C130C507~ATpl~Ecommon~Scontent.html
3) http://www.pi-news.net/2010/08/islamkritik-sarrazin-auf-wilders-spuren/

Der Anfang vom Ende

25. August 2010

Zum letzten Beitrag hatte „Bad Cop“ Quer einen seiner wie gewohnt pointierten und eher rabenschwarzen als schwarzen Kommentare verfasst. Grund für mich als „Good Cop“, den Ball noch einmal aufzunehmen.

In der heutigen FAZ berichtet Karen Krüger, dass sich ausgerechnet der Chef der Diyanet (1), des „Präsidiums für Religionsangelegenheiten“ in der Türkei dafür einsetzt, dass die Kirche St. Paul den Christen zurückgegeben wird. Die Debatte war übrigens bereits 2007 von Luigi Padovese (2), dem apostolischen Vikar des Vatikans für Anatolien, der am 3. Juni dieses Jahres von einem Mohammedanisten geköpft worden ist, angestoßen worden (3).

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Ein Muslim für Christen

Die Kirche St. Paul in der Türkei soll wieder Kirche sein

Wenn in der Türkei eine alte Kirche restauriert wird, freuen sich vor allem die Anwohner: Bewerbt euch um den Job als Museumswärter, denn einen Geistlichen wird es dort nicht mehr geben, heißt es dann zu Recht. Denn Kirchen, die auf Kosten des türkischen Staates restauriert werden und danach wieder als christliche Gotteshäuser dienen, gibt es in der Türkei nicht. Die wieder hergerichteten Gebäude dürfen nur noch Museum sein, und das Feiern von Gottesdiensten wird nur in Ausnahmefällen gewährt. Doch das könnte sich nun ändern.

Ausgerechnet Ali Bardakoglu, der Leiter der Religionsbehörde Diyanet, über die der türkische Staat die mehr als 76 000 Moscheen und Imame im Land dirigiert, setzt sich für die ganzjährige religiöse Nutzung einer Kirche ein: St. Paul im südtürkischen Tarsus müsse wieder eine richtige Kirche werden, sagte Bardakoglu der türkischen Zeitung „Milliyet“. Bei Reisen im Ausland könne er nicht erklären, wieso das Gebäude weiterhin ein Museum sei. „Ich finde es angemessener, wenn St. Paul wieder als Kirche dient und nicht weiter als Museum. Den Christen geht das genauso.“

Tatsächlich hatten Kurienkardinäle und Bischöfe aus zahlreichen Ländern die Türkei mehrfach dazu aufgefordert, die Kirche im Geburtsort des Apostels Paulus wieder für Gottesdienste zu öffnen – während des Paulusjahres 2009 war sie vorübergehend dafür frei gegeben worden. Kaum ein Christ in der Türkei hatte jedoch damit gerechnet, dass die Diyanet für sie Partei ergreift. Das Verhältnis zwischen Ali Bardakoglu und dem Vatikan war lange angespannt: Als erster muslimischer Würdenträger kritisierte er im September 2006 Papst Benedikt XVI. und dessen Regensburger Rede als Ausdruck einer „Kreuzfahrermentalität“. Zudem hat sich die Lage der religiösen Minderheiten in der Türkei nach dem Schweizer Minarettverbot verschlechtert: Türkische Nationalisten nutzen den Volksentscheid als Argument gegen die Forderungen türkischer Christen – warum solle man den Bau von Kirchen zulassen, wenn Muslimen in Europa der Bau von Minaretten nicht gestattet werde?

Doch genau an die nationalistischen Scharfmacher, die zudem gern mit dem Klischee von Christen als ausländischen Spione zündeln, wandte sich Bardakoglu in dem Interview – wenn auch nur indirekt: Natürlich sei es beunruhigend, dass es in Europa ein Minarettverbot gebe. Auf der ganzen Welt habe die religiöse Toleranz möglicherweise nachgelassen. Doch gerade deshalb sei es wichtig, die Religionsfreiheit im eigenen Land zu stärken und nicht länger mit der Sicherheit dagegen zu argumentieren. „Wenn ein Ort für Christen heilig ist und sie dort Gottesdienste abhalten möchten, dann kann es keine Argumente geben, die ein Verbot rechtfertigen“, sagte Bardakoglu. Den Islam verstehe er als eine Religion, die durch das Wort und die Vernunft überzeugen müsse.

Die Türkei zählt heute etwa hunderttausend Christen. Tagtäglich sind sie mit Schwierigkeiten konfrontiert. Der Staat erkennt nicht die Rechtstitel an, die der osmanische Sultan den Kirchen verliehen hatte; ihre Geistlichen dürfen nicht in der Türkei ausgebildet werden und erhalten in der Regel weder eine Arbeitserlaubnis noch die türkische Staatsbürgerschaft. Die Gemeinden sind Vereine, Stiftungen oder Aktiengesellschaften, denen die Grundstücke, auf denen ihre Kirchen stehen, nur selten gehören. Die Kirche St. Paul wurde im Jahr 1943 vom türkischen Staat beschlagnahmt und danach als Militärlager genutzt. Sie verfiel zur Ruine, bis sie im Jahr 2000 als Museum wieder hergerichtet wurde. Seitdem kostet der Besuch Eintritt. Noch hängt am Eingang des Baus ein Spruchband, das verkündet, wie wichtig Museen für die Gegenwart und Zukunft der Türkei sind. Ob es dort bleiben wird, entscheidet nun Ankara.

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Karen Krüger fehlt es m.E. leider immer noch an der nötigen Distanz zu ihrem Gegenstand: „Zudem hat sich die Lage der religiösen Minderheiten in der Türkei nach dem Schweizer Minarettverbot verschlechtert: Türkische Nationalisten nutzen den Volksentscheid als Argument gegen die Forderungen türkischer Christen – warum solle man den Bau von Kirchen zulassen, wenn Muslimen in Europa der Bau von Minaretten nicht gestattet werde?“ schreibt sie. Was aber als scheinbar logische Ursache-Wirkungs-Folge daherkommt (mit dem Schweizer Volksentscheid als Ursache), ist tatsächlich eine eklatante Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die von Mohammedanisten seit Jahrhunderten gegen Christen ausgeübt wird. Ging es in einem Land in Europa, das noch nicht mal zur EU gehört, einzig um den Minarettneubau, nicht aber um den Moscheeneubau oder die Ausübung des Mohammedanismus an sich, so wird Christen die Religionsausübung in der Türkei generell extrem erschwert. Nicht einmal ihre z.T. uralten Kirchen dürfen sie mehr für Gottesdienste nutzen. Zwar stellt Frau Krüger die Fakten richtig dar, sie hätte aber m.E. die Orklügen nicht einfach wiederholen sondern gleich als solche markieren und zurückweisen müssen. Übrigens, die angeblichen „türkischen Nationalisten“  sind vor allem eines: türkische Mohammedanisten.

Was hat es nun mit Bardakoglus Initiative auf sich? Ein Oberork übt sich im Kreidefressen, nehme ich an. Trotzdem ist der Vorstoß m.E. gut für unsere Sache. Wird er abgelehnt, zeigt dies einmal mehr die Unwahrscheinlichkeit einer Konvergenz und vielmehr die völlige Konsens- und EU-Unfähigkeit der Orks. Wird er aber angenommen, wird es nicht bei dieser Kirche bleiben (4). Es gibt immer noch zahlreiche historische Kirchen in der Türkei, die alle ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt werden sollten, es könnte zahlreiche Neueröffnungen geben. Die Mohammedanisten hassen andere Religionen und die freie Meinungsäußerung, weil sie wissen, dass ihr gewalttätiger Aberglaube dagegen nicht bestehen kann.

Aber wenn man nun schon beim Zurückgeben ist, erscheint logischerweise die Frage, wo dabei die Grenze ist. „DIE“ Weißen werden angehalten, Reparationen für Indianer, Eskimos, Neger, Maoris, Aborigenes uswsf. zu zahlen, so als ob keiner von ihnen je skalpiert in der Prärie verreckt wäre. Das ist jetzt vier Generationen her. Wer aber legt die Grenze fest? Warum steht es nicht zur Diskussion, ob die Orks Reparationen zahlen an die halbe Welt für den 270 Millionen Körper hohen Leichenberg, den sie in 1.400 Jahren dort hingestellt haben? Warum fängt man nicht mal an, über die Rückgabe des geraubten Landes zu diskutieren? Wo kamen die Mohammedanisten gleich noch her? Richtig, von der arabischen Halbinsel, und die können sie meinetwegen auch gerne behalten. Alles andere aber ist Raubgut und, by the way, die von ihnen geraubten Territorien waren meist hochentwickelt und dicht besiedelt – im Gegensatz zu den meisten Territorien, auf denen die Weißen andere Völker vorfanden – welche meist als Nomaden oder Jungsteinzeitler lebten.

Aber wo sollen die ganzen Orks am Ende hin, wenn sie das geraubte Land an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben haben? Arabien ist wirklich zu klein für alle. Da macht es Sinn, dass sich die Mohammedanisten beizeiten nach einem neuen Domizil umsehen (5), und was wäre dafür besser geeignet als der Mond, den sie seit grauer Vorzeit als Gott verehren (6).

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Time am 25. August 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Diyanet_İşleri_Başkanlığı
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Padovese
3) http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EEB4F6C3485D54318B6F7C4E0D654D97A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
4) http://gfbvberlin.wordpress.com/2010/08/12/syrisch-orthodoxe-kirchen-in-der-turkei-wiedereroffnet/
5) http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E1517362770254FF1ADEC94ABC4E779E6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
6) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/03/05/der-alla-hubal/

Apokalypse? Nein danke!

24. August 2010

Apokalypse, von Albrecht Dürer (Ausschnitt)

Vor kurzem hatte ich Ausführungen zu einer Buchrezension von Susanne Schröter gemacht (1). Das Buch stammt von Werner Schiffauer und hat die mohammedanistische Organisation Milli Görüs zum Thema. Frau Schröter folgte Schiffauer in seiner These, dass die Milli Görüs teilweise auf dem Weg zu moderat-modernen Positionen sei und bescheinigte ihm methodologische Korrektheit.

Ohne dies nachzuvollziehen, nahm ich den Artikel zum Anlass, zu Gelassenheit und Genauigkeit beim Erforschen unseres Feindes aufzurufen wie auch dazu, zu überlegen, ob nicht auch wir einen Einfluss auf ihn nehmen. Der geschätzte Kommentator Quer meinte ablehnend aber treffend: „Auf jeden Fall ein der Einschläferung dienender Artikel, dessen Ergebnis für Hoffnungsfrohe nur lauten kann: Alles nur halb so schlimm. Sowohl der Autor (Schiffauer, T.), als auch Frau Schröter, reiten explizit auf der Welle Bassam Tibi’s, der ebenfalls von einem zu reformierenden ‘Euro-Islam’ träumt. Den Unbedarften weiter nette Träume. Die Chancen auf einen Super-Lottogewinn sind ungleich höher: Nur 1:140.000.000!“

Ob ein „Euro-Mohammedanismus“ denkbar oder wünschenswert ist, sei an diesem Ort dahingestellt, jedenfalls haben wir allmählich Erfahrung mit der Abschaffung von Diktaturen und totalitären Ideologien – im Fall des Kommunismus zumindest in Europa sogar mit der nahezu gewaltlosen. Ganz so einfach mit es mit den Orks wohl nicht laufen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Auseinandersetzung robuster werden, entbindet nicht von der Verpflichtung und der Sinnhaftigkeit, auch immer andere Wege zu suchen und zu nutzen, um die Apokalypse, die für alle unangenehm wäre wenn sie denn nun mal eintreten sollte, zu vermeiden.

Jedenfalls gab es auch in der FAZ selbst gestern einen vehementen Einspruch der Orientalistin und Turkologin Professor Dr. Ursula Spuler-Stegemann in Form eines Leserbriefes (2).

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Wichtige Informationen vorenthalten

Zur Buchrezension von Professor Dr. Susanne Schröter „Pflichtlektüre für den Verfassungsschutz“: Die F.A.Z. hat eine im doppelten Sinne einseitige Rezension zu Werner Schiffauer „Nach dem Islamismus. Eine Ethnographie der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“ gebracht. Das war unnötig. Denn wenn man eine tatsächlich adäquate Buchbesprechung eines ausgewiesenen Kenners der Szene lesen will, muss man sich Eberhard Seidels Beitrag „Der Ethnologe und seine Boygroup“ in der Tageszeitung „taz“ vom 3. April vornehmen.

Empathie ist für Feldforschung unerlässlich; sie darf jedoch nicht den Blick für Realitäten verstellen, zumindest nicht einer Rezensentin, deren Aufgabe es gewesen wäre, die Dinge wieder geradezurücken. Doch offenkundig teilt sie mit Schiffauer die wissenschaftlich mehr als fragwürdige Methode, Gruppierungen ausschließlich auf der Basis von im persönlichen Gespräch erhaltenen Eigendarstellungen zu beschreiben, wobei man kritische Informationen – wie Aussagen des unumstrittenen geistigen Führers der Islamischen Gemeinschaft Milli Gorüs (IGMG), Necmettin Erbakan, Gerichtsurteile, Gutachten und laufende Prozesse – relativiert beziehungsweise ganz ausblendet und wesentliche Angaben etwa über die Organisationsstruktur der IGMG dem Leser vorenthält. Ein derartiges Vorgehen ermöglicht das im Ansatz durchaus ehrenwerte Wunschdenken von einer „postislamistischen“ Trend- beziehungsweise Kehrtwende innerhalb der IGMG. Zumindest das Verbot der „Internationalen Humanitäre Hilfsorganisation“ (IHH), die der IGMG im weitesten Sinne zugerechnet wird, hätte die Rezensentin wachrütteln müssen. Man fragt sich schon verzweifelt, was Ihre Zeitung dazu bewogen haben mag, einen solchen Beitrag nicht nur zu übernehmen, sondern darüber hinaus auch noch in Szene zu setzen.

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Der taz-Artikel, auf den Frau Stegemann verweist, ist online nachzulesen (3). Daraus geht hervor, dass die Reinwaschung der Organisation seit Jahren eine Hauptbeschäftigung Schiffauers ist: „Wie ein Mantra wiederholt Schiffauer seit zehn Jahren in Interviews, Zeitungsartikeln und Aufsätzen: In der islamischen Gemeinschaft Milli Görüs hätten demokratische Reformer die Führung übernommen, die umstrittene Organisation sei nicht mehr islamistisch, sondern ‘postislamistisch’ (…) Während der Professor bereits Ende der 1990er-Jahre einen radikalen, demokratischen Kurswechsel bei Milli Görüs ausmachte, herrschte vielerorts noch eine ganz andere, zum Teil recht bedrohliche Lage. Milli-Görüs-Aussteiger wurden unter Druck gesetzt, bisweilen körperlich misshandelt; tausende von einfachen Mitgliedern wurden von islamistischen Holdings mit tatkräftiger Unterstützung von Milli-Görüs-Funktionären um ihre Ersparnisse geprellt; Journalisten, die über diese Machenschaften und über die Vernichtung von Existenzen berichteten, wurden eingeschüchtert und mit Prozessen überzogen.“

Eberhard Seidel weist darauf hin, dass Schiffauer sein Buch fast ausschließlich auf die Ausführungen nur dreier Funktionäre, von denen einer der Neffe des Organisationsgründers ist, der andere aber von der Staatsanwaltschaft „unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung“ durchleuchtet wird.

Seidel: „Die Postislamisten, wie Schiffauer die Reformer nennt, hatten niemals eine Mehrheit bei Milli Görüs. Ihr Einfluss ist begrenzt, vor allem bei der jüngeren Generation. Auch er kommt nicht umhin, dies nach zehn Jahren teilnehmender Beobachtung kleinlaut einzuräumen und damit seine Thesen zu relativieren. Wie kommt das? Am Ende seiner Ausführungen landet Schiffauer da, wo alle enden, deren Analysekraft Grenzen hat – bei Verschwörungstheorien: Schuld hat die Mehrheitsgesellschaft, die Milli Görüs nicht einfach in die Arme schließt.“

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Offenbar sind die Darstellungen Schiffauers falsch und einer Obsession oder einem Vertrag mit Milli Görüs geschuldet. Gleichwohl bleibt es m.E. sinnvoll, über alle möglichen Wege nachzudenken, damit Quers Prognose nicht eintrifft, der schrieb: „Lasset aber alle Hoffnung und Träume fahren und bereitet Euch stattdessen auf die finale Auseinandersetzung vor, gegen die Nordirland als ein harmloses Sandkastenspiel unter Kindern sein wird. Zeit für diese Vorbereitung für Körper und Seele sind noch ca. 10 Jahre. Längstens!“

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Time am 24. August 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/14/mehr-wissen-als-sie/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Spuler-Stegemann
3) http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=pb&dig=2010/04/03/a0059&cHash=9fcc423000

Die Bildungschipkarte reicht nicht

24. August 2010

Als konservativer Familienmensch stehe ich Frau von der Leyens Plan, eine Bildungschipkarte einzuführen, skeptisch gegenüber. Immer mehr Bereiche werden aus der Verantwortung der Bürger auf den Staat übertragen.

Aus der Perspektive des Counterjihad könnte es indessen sinnvoll sein, die anwachsende Menge junger Orks so weit wie möglich dem Einfluss ihrer pädagogisch meist völlig unfähigen Eltern und erst recht dem ihrer Hassprediger zu entziehen. So sieht Georg Paul Hefty in der heutigen FAZ z.B. die gegenwärtige Diskussion auch eher als Einstieg in eine viel weitgehendere, nämlich als die Debatte über die Übertragung der Verantwortung für das Bildungssystem von den Ländern auf den Bund und die flächendeckende Einführung der Ganztagsschule.

Hierzu möchte ich ergänzen, dass in Bezug auf den Counterjihad dann zudem auch die flächendeckende, kostenlose und verbindliche Ganztags-Kindergartenbetreuung angedacht werden müßte.

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Kleiner Chip mit großer Wirkung

Umwälzungen haben tiefe Gründe, bisweilen aber nebensächliche Anlässe. Als so eine Nebensächlichkeit könnte sich Frau von der Leyens sogenannter Bildungschip erweisen. Was zur Begründung einer solchen Chipkarte angeführt wird, mutet so überzeugend an, dass sie eine Eigendynamik entfalten könnte. Nach dem Befund der Bundessozialministerin leiden Kinder im Hartz-IV-System in erster Linie an Bildungsmängeln: Sie brauchen ziemlich häufig Nachhilfestunden, haben eine ungenügende Musikerziehung, kennen zu wenige Museen von innen und treiben zu wenig Sport. Die Ministerin will diese Mängel mit der Zuteilung von Beträgen auf einem Förderkonto beseitigen. Sie gab aber kund, dass sie die Förderung ausweiten und allen Kindern angedeihen lassen wolle – offenbar ist das nötig.

Dies lässt sich kaum anders verstehen, als dass die wichtigste Bundesministerin und einflussreiche Bundespolitikerin der CDU der Schulpolitik der Länder die Note „ungenügend“ erteilt. Ihr hartes Urteil trifft auf eine Stimmung in der Bevölkerung, die nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ohnehin mit Zweidrittelmehrheit die politische Verantwortung für die Schulen auf die Bundesregierung übertragen sehen möchte. Aus dieser Gemengelage könnte sich eine schulpolitische Umwälzung entwickeln.

Die verfassungsrechtliche Konstellation, in welche Frau von der Leyen hineingestoßen hat, ist klar und komplex zugleich. Die Zielgruppe des Förderprogramms, dessen Gelder im Bildungschip gespeichert sein sollen, lässt sich dem Bundessozialministerium, vielleicht auch dem Bundesfamilienministerium zuordnen, die Inhalte des Programms aber betreffen Zuständigkeiten, die nach dem Grundgesetz den Ländern und den Eltern vorbehalten sind. Der Ausgangspunkt für den Vorstoß der Bundessozialministerin war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das alle Kinder umfasst, die Leistungen nach Hartz IV erhalten: also Kinder von der Geburt bis zur Volljährigkeit. Selbst wenn es Frau von der Leyens Ziel ist, dass die Förderung „unmittelbar bei den Kindern ankommt“, ist es unvorstellbar, dass kleinere Kinder eigenständig mit der Chipkarte umgehen. Die Auswahl von Freizeitbeschäftigungen gehört zum Erziehungsrecht der Eltern: Ob und in welchen Sportverein oder Kindergarten, ob und in welche Musikschule oder Bibliothek, ob und in welches Schwimmbad oder Jugendlager ein Kind gelegentlich oder ständig geht, ist Sache der Eltern und von Staats wegen weder zu entscheiden noch zu erzwingen.

Vordergründig will auch Frau von der Leyen den Eltern deren Rechte nicht nehmen. Aber dann bliebe vieles von dem unerledigt, was sie für notwendig hält, nämlich eine bessere Bildung für Kinder aus finanziell engen Verhältnissen. Zugleich ist längst erkannt, dass auch viele Kinder aus Migrantenfamilien außerhalb des Hartz- IV-Systems Angebote und Förderung über das bisher Übliche hinaus brauchen, damit sie die gleichen Bildungs- und Berufsaussichten erreichen wie die Mehrheit ihrer Altersgenossen.

Wer als politischer Verantwortungsträger neben anderem mehr Sport und mehr Musikerziehung der Kinder für nötig erachtet und sich darauf verlassen will, dass solche Aktivitäten nicht von den Eltern behindert oder von unliebsamen Veranstaltern durchgeführt werden, muss zumindest mit Blick auf die Altersstufe von sechs bis sechzehn Jahren danach streben, sie in den Schulunterricht einzubauen. Ebenso kann der Bedarf an Nachhilfeunterricht dadurch gemindert oder gedeckt werden, dass in der – im Rahmen der Schulpflicht – regelmäßigen Unterrichtszeit mehr Gelegenheit zu Erklärungen und Übungen geschaffen wird.

Nimmt man alles zusammen, was zur Rechtfertigung des Bildungschips angeführt werden kann, so kommt leicht ein Plädoyer für die flächendeckende Ganztagsschule heraus. Wie eine Bestätigung klingt Frau von der Leyens Hinweis, mit dem Chip könnten auch Schulmittagessen bezahlt werden. Dies ist parteipolitisch brisant. In der SPD, in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und bei linken Vordenkern wird seit langem die Ganztagsschule gefordert. Eine ganztägige Unterbringung und Versorgung der Schulkinder kommt auch der flexibilisierten Wirtschaft entgegen, die zunehmend beide Elternteile als Mitarbeiter braucht. Die beiden christlichen Parteien hatten hingegen die Ganztagsschule für alle schulpflichtigen Kinder bisher nicht im Programm.

In der Union hat Frau von der Leyen ein breites Schneebrett losgetreten. Wird daraus eine Lawine, welche die bisherige Schulpolitik der CDU/CSU begräbt? Die CSU bekämpft den Vorstoß der Bundessozialministerin und stellt das Erziehungsrecht der Eltern heraus. Dieses kann jedoch umgangen werden, indem die Schulpflicht in ihrer täglichen Dauer neu geordnet wird. Ob es dazu kommt, wird sich zeigen. Noch hat die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel nicht Stellung bezogen. Sie könnte die Chipidee verwerfen und die Ministerin auf die einfache Berechnung des Bedarfs der Kinder in Hartz IV und die Auszahlung der Unterhaltssätze auf das Konto der Eltern verpflichten – oder sich an die Spitze der Wendebefürworter stellen und die Union auf die Ganztagsschule einschwören.

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Time am 24. August 2010

Helfen? Ja! Aber allen? Eher ungern!

23. August 2010

Kurze Jihadpause

Mit dem immer gleichen Argument wird derzeit dafür getrommelt, recht viel nach Pakistan zu spenden. Christiane Hoffmann und Oliver Hoischen berichten in der heutigen FAZ aus Berlin.

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Zu den Pakistanern halten

Niebel: Hilfe drängt Taliban zurück.
Ein Fünftel des Landes unter Wasser

Während am Samstag auch Orte im Süden Pakistans wegen der Flut evakuiert werden mussten, haben Politiker an die Spendenbereitschaft der Deutschen appelliert. Nach Ansicht von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) ist die westliche Hilfe für die pakistanischen Flutopfer eine Möglichkeit, um den Einfluss der Taliban zurückzudrängen. „Ich glaube, die Hilfe für die Menschen ist der beste Weg, um den religiösen Extremisten in der Region den Nährboden zu entziehen“, sagte Niebel dieser Zeitung. „Wir dürfen jetzt kein Vakuum schaffen, denn dann besteht die Gefahr, dass es von anderen gefüllt wird. Würde sich die Staatengemeinschaft nicht um das pakistanische Volk kümmern, könnte es passieren, dass Extremisten in diese Lücke stoßen.“

Auch der CDU-Außenexperte Philipp Mißfelder rief zu Spenden auf. „Durch aktive Hilfe kann die westliche Welt die Herzen und Köpfe der Menschen in dieser Region gewinnen“, sagte er dieser Zeitung. Der Grünen-Politiker Tom Koenigs sagte dieser Zeitung: „Sowohl die Bundesregierung als auch die deutsche Öffentlichkeit müssen jetzt großzügig sein.“ Wenn die internationale Gemeinschaft solidarisch mit den Menschen in Pakistan sei, „dann zeigt sie damit, wie sehr sich ihre Werte von den Separatisten und Fundamentalisten in der Region unterscheiden“, sagte der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. (…)

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Die absurde Vorstellung, durch Spenden etwas gegen die Taliban tun zu können, hatte am 13. August sogar schon Wolfgang Günther Lerch zurückgewiesen (1): „… aussichtslos ist die Hoffnung, man könne… die – jetzt ebenfalls als Helfer auftretenden – Fundamentalisten ausstechen. Wohlwollen wurde nur selten wirksam erkauft, wie viele Helfer erfahren haben.“ Das vor kurzem ermordete Ärzteteam hatte das in der Tat auf schrecklichste Weise erfahren müssen (2).

Gnädigerweise hat sich die Pakiregierung nach langem Zögern bereitgefunden, auch eine 5-Mio.-$-Hilfe aus Indien (3) anzunehmen, denn aus den orkischen Bruderländern gab es getreu den Anweisungen von Klo H. Metzel kaum Spenden. Dieser hatte ja z.B. verfügt: “Und sie werden dich befragen, was sie ausgeben sollen als Almosen. Sprich: (Nur, T.) ‘den Überfluß.’” (2. Sure, Vers 216+217; Recl. S. 53). Oder: “Und gib… den Armen und dem Sohn des Weges, doch verschwende nicht in Verschwendung.” (17. Sure, Vers 28; Recl. S. 266/267). Oder: “Und laß deine Hand nicht an deinen Hals gefesselt sein, und öffne sie nicht, so weit du vermagst, so daß du getadelt und verarmt dasitzest. Siehe, dein Herr gibt reichlich den Unterhalt und bemessen, wem er will.” (17. Sure, Vers 31+32; Recl. S. 267). Oder: “Und diejenigen (seien gesegnet, T.), welche beim Spenden weder verschwenderisch noch geizig sind…” (25. Sure, Vers 67; Recl. S. 343).

Kommentator Marco auf „Indiskretionistehrensache“ am 18.8. (4): „Von den bisher knapp 314 mio Dollar haben gerade mal vier muslimische Länder ca. 19 Mio Dollar gespendet (Türkei: 11,4 mio, Kuwait: 5 mio, VAE:1,5, Afghanistan: 1 mio).“ (5) Immerhin sind die Saudis jetzt mit 100 Millionen auch dabei (6). 68 Mio. Euro gibt Deutschland, 150 Mio. Dollar geben die USA.

Die „Zeit“ berichtete (7): „Eine Geberkonferenz der UN hatte bereits höhere Hilfszusagen für das Land erbracht. Der Organisation zufolge kamen bislang 491 Millionen Dollar (386 Millionen Euro) an Hilfen zusammen.“ Das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wie die Paki-Regierung mitteilte (8): „Pakistans Außenminister Shah Mehmood Qureshi bezifferte den Schaden, der Pakistan durch die Wassermassen entstanden sei, auf 43 Milliarden Dollar.“ Da wird aber mutmaßlich noch recht lange gesammelt und gedrängelt werden müssen.

Ich habe ein älteres Ehepaar, beide überzeugte Christen, nach ihrer Spendenbereitschaft gefragt. Sie hatten tatsächlich einen größeren Betrag an die Christoffel-Blindenmission (9) gespendet, die sich u.a. auch dort engagiert (10). Sie argumentierten in etwa so wie Klaus-Dieter Frankenberger in der FAZ vom 21. August (11):

„Man muss es offen aussprechen: Pakistan wird vielfach mit religiösem Extremismus gleichgesetzt; der Islamismus gedeiht, der Terrorismus ist heimisch geworden; die Politikerkaste ist korrupt, die Wirtschaft schwach und feudal. Das sind nicht nur billige Vorurteile – muss man sich da über die Zurückhaltung der Leute wundern? Und doch entspricht es christlicher Überzeugung und menschlichem Mitgefühl, den Opfern der Flut in Pakistan, die für die Korruptheit ihrer Führung und die Machenschaften des Geheimdienstes nichts können, zu helfen, rasch, umfassend, auch ohne politisches Kalkül.“

Dieser Argumentation kann ich mich nicht verschließen. Sie ist die einzige, die für mich zählt. Aber es geht dabei m.E. eher um die Selbstversicherung, dass wir es sind, die die Guten sind. Es geht um bewußte Selbstüberwindung. Um ein Ritual unserer Religion. Denn ich zumindest habe, wenn auch zu den Frauen und Kindern, nicht die Spur Empathie zu den widerlichen pakistanischen Männern. Diese gehören m.E. zum Überflüssigsten, ja Schädlichsten, was auf Gottes Erde wandelt. Die übergroße Mehrheit von ihnen ist grausam, sadistisch und dumm. Seitdem sie vom Mohammedanismus befallen worden sind, haben sie nichts Vernünftiges sondern nur Abartigkeiten hervorgebracht.

Die FAZ hatte z.B. dem Hassprediger Maulana Abdul Aziz Ghazi, der vor einiger Zeit seine Leute zum Mord aufrief und in den Tod schickte, während er selbst in Frauenkleidern zu entkommen suchte, einen Besuch abgestattet. Christoph Ehrhardt berichtete (12): „Der Frust in Pakistan über die korrupten Eliten und die ungerechte Feudalgesellschaft ist groß.“ Aha? Und die Lösung soll ein verlogener Hetzer bringen? Tja, die überwiegende Mehrheit der Pakis glaubt an den sadistischen Unfug, den der feige Maulheld und die vielen anderen feigen Oberorks verzapfen. Mann trifft sich zum Frauensteinigen, Lynchen, Flaggenverbrennen (13).

Denis Yücel in der „taz“ (14): „(…) Geschieht irgendwo in der Welt irgendetwas, durch das sich Muslime beleidigt fühlen (und das ist eine ganze Menge), strömen als Erstes in Islamabad, Karatschi oder Rawalpindi bärtige Männer und ganzkörperverschleierte Frauen auf die Straßen, verbrennen Fahnen und wünschen lauthals irgendwem den Tod. Dass sie an ihren Füßen häufig kaum mehr als ein Paar Sandalen aus Autoreifen tragen, scheint diese Leute weniger zu stören als die Veröffentlichung irgendwelcher Karikaturen in einem 5.000 Kilometer entfernten Land. Unter den dauerbeleidigten Leberwürsten, als die sich die Muslime so gerne präsentieren, sind die Pakistanis die Ultras.“

Und für die soll man spenden, obwohl man nicht ein kleines bißchen Kontrolle darüber hat, ob das Geld den Flutopfern oder den Warlords zugute kommt, obwohl nur Mohammedanisten Pakistans von der Hilfe etwas abbekommen (15)? Nein, ich werde mit dem Spenden warten, bis der Anteil aus den mohammedanistischen Ländern höher ist als der aus den westlichen Demokratien.

Auf FAZ.net kann man seit gestern einen Aufsatz von Rangin Spanta lesen (16), der Sicherheitsberater Hamid Karzais ist. Er macht Pakistan für die Schwierigkeiten seines Landes maßgeblich verantwortlich und fordert ein Umdenken.

Ich fordere auch ein Umdenken. Nach dem Tsunami ist dies schon die zweite Mega-Katastrophe, die die Orks heimsucht, von dem alltäglichen Elend in den Schei*häusern, die sie ihre Staaten nennen, mal ganz abgesehen. Warum lässt Alla sie so leiden? Warum erniedrigt er sie so? Hat er vielleicht den 1.400-jährigen Jihad, das ewige Morden, Quälen und Versklaven, satt? Liebt er vielleicht die Frauen ebenso wie die Männer? Oder gibt es doch mehr als einen Gott, und Alla, den viele Christen Satan nennen (während andere Satan das negative Prinzip nennen), ist schwächer als z.B. Jahwe, der Gott der Juden und Christen? Diese aber meinen, es gäbe keinen Gott außer Jahwe. Warum nun sollte ein Gott verehrenswert sein, den es nicht gibt oder aber der einen schlechten Charakter hat (17) und zudem SCHWACH ist? Warum sollte ich die Schmeißfliege im Honigglas anbeten? Einmal mehr haben die Priester des Baal ein Wettzaubern verloren (18): Das sollte sie zum Umdenken bringen.

Auch wir sollten umdenken. Ich wiederhole an dieser Stelle einen Kommentar auf „Brussels Journal“ (19): „My Pakistani friends have following to say about your forefathers: When we were under British rule it took 20.000 English gentlemen to rule the country peacefully, a whole continent of approx. 500 million people. Today we have 40.000 policemen in Karachi and cannot run that city peacefully.“

Die Zukunft der Müllhalden und Folterverließe dieses Planeten liegt m.E. in der Wiederentdeckung des Kolonialismus.

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Time am 23. August 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/13/ihren-ramadan-retten/
2) http://www.n-tv.de/politik/Aerzte-Team-in-Afghanistan-getoetet-article1221841.html
3) http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C/Doc~E0FD1A091C7564A54BBE4F0979CCC7568~ATpl~Ecommon~Scontent.html
4) http://www.indiskretionehrensache.de/2010/08/hilfe-fur-pakistan/
5) http://bit.ly/ahl6xy
6) http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,712822,00.html
7) http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-08/pakistan-flut-iwf
8- wie 3, http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,712822,00.html
9) http://de.wikipedia.org/wiki/Christoffel-Blindenmission
10) http://www.christoffel-blindenmission.de/artikel/Artikel_266267.html
11) http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E7F1E95097E5846CDB9AAC417B1758447~ATpl~Ecommon~Scontent.html
12) http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EEE1D079E63644197AE4B415FD1E89773~ATpl~Ecommon~Scontent.html
13) http://www.kybeline.com/2010/08/22/pakistan-lynchen-live/#more-15952
14) http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig=2010%2F08%2F18%2Fa0105&cHash=713b720680
15) http://www.pi-news.net/2010/08/pakistan-hilfe-nur-fuer-moslems/ 16) http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C/Doc~E0FD1A091C7564A54BBE4F0979CCC7568~ATpl~Ecommon~Scontent.html
17) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran-2-unterwirf-dich-einem-sadisten/
18) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/sira-4-gotzen-und-seher/
19) http://www.brusselsjournal.com/node/2749


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