Auch dumme Verbrecher sind Verbrecher

Es ist nicht zu glauben, was für unglaubliche Pfollpfosten auf Gottes Erde wandeln! Aber wie sagte Jesus doch eindringlich: “Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr” (Matth. 5/3). Lesen Sie eine Story aus der heutigen FAZ von Peter-Philipp Schmitt:

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Leute, macht Tee, keinen Krieg

Ein deutsches Paar mit türkischen  Wurzeln setzt sich für den Dialog der beiden Kulturen ein – mit T-Shirts und Taschen.

Vor der Tür liegt ein roter Fußabstreifer mit weißem Kreuz. “Das ist zu Ehren der Schweiz”, sagt Melih Kesmen und lacht. “Die mögen wir nach dem Minarettverbot ja ganz besonders.” Jeder, der das Modelabel “Styleislam” in Witten besucht, tritt die Flagge der Eidgenossen mit Füßen. Vermutlich liegt die Schweiz-Matte vor einigen deutschen Türen, doch erst vor diesem Eingang bekommt der kleine Seitenhieb auf unsere Nachbarn eine Bedeutung, die ihm eigentlich nicht gebührt. Denn Melih Kesmen und seine Frau Yeliz sind zwar Kämpfer für ihren Glauben; ihre Waffen aber sind T-Shirts, Schlüsselanhänger, Kopftuchnadeln und das Internet.

Die Geschichte ihres Unternehmens beginnt in England. Nach dem Studium (er studierte Grafikdesign in Dortmund, sie in Bochum) lebt das junge deutsche Paar für zwei Jahre in London. Das erste Jahr dort, 2005, ist besonders ereignisreich: Zuerst erleben die beiden die Terroranschläge auf drei U-Bahn-Züge und einen Doppeldeckerbus im Juli; kurz danach erscheinen die Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung, und es kommt zu gewalttätigen Protesten auf der ganzen Welt; schließlich gehen Yeliz und Melih Kesmen mit Freunden auf eine Pilgerfahrt nach Mekka und Medina. “Für die Reise gab es kein Schlüsselerlebnis”, sagt die Dreißigjährige. “Auf der Fahrt aber gab es viele.”

Die junge Mutter (Sohn Isaak ist zwei) trägt seither Kopftuch. Das Warum konnte sich zunächst nicht einmal ihr Mann erklären. Nur Yeliz’ Großmutter trug noch ein Kopftuch; ihre Mutter, Tanten, Schwestern lehnen das Textil ab. Für Yeliz dagegen rundet es das Muslimin-Sein erst ab. “Wenn man mich dazu aber zwingen würde, würde ich es bestimmt nicht tragen.” Erst seit sie sich durch das Kopftuch als Muslimin sofort zu erkennen gibt, ist auch ihr Mann zum “Türken” geworden. “Früher dachten viele, er sei halt so ein Künstlertyp mit langen schwarzen Haaren und Bart. Mit mir an seiner Seite ist er nun für die meisten kein Deutscher mehr.” Dabei kennen die beiden die Türkei kaum, und Yeliz spricht nicht mal besonders gut Türkisch. “Wir sind Deutsche, aber eben auch Muslime.”

Für beide ist es schwer zu ertragen, dass ihre Religion von angeblichen Glaubensbrüdern und -schwestern missbraucht wird. Den 35 Jahre alten Melih Kesmen empörten die brennenden dänischen Fahnen und Botschaftsgebäude nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen. Mit Gewalt könne man sich doch nicht für den Islam einsetzen, fand er. So schrieb Kesmen auf ein T-Shirt: “I Love My Prophet”, darunter setzte er das arabische Zeichen für “Mohammed”. Damit seien sie mit der U-Bahn durch London gefahren, erzählt Yeliz Kesmen, nach East London, wo viele Pakistaner leben: “Die waren begeistert, die haben ihm das Shirt fast vom Leibe gerissen.”

Eine Geschäftsidee war geboren. Zurück in Deutschland entwickelten die beiden 30 Motive, die sie seither auf T-Shirts, aber auch etwa auf Schlüsselanhänger drucken: “Terrorism Is No Religion”, “Muslim By Nature” (unter dem Schriftzug ist eine Babyflasche zu sehen) oder “Make Çay Not War” (Macht Tee, keinen Krieg). Viele ihrer Botschaften richten sich direkt an Muslime: “Du’a – The Weapon Of The Believer” (Bittgebete – die Waffen eines Gläubigen) oder auch “Hijab – My Right, My Choice, My Life” (Das Kopftuch – mein Recht, meine Entscheidung, mein Leben) sind zu Verkaufsschlagern vor allem unter jungen Türken geworden. Und das überall auf der Welt.

An die 40.000 Fans und Freunde hat Styleislam inzwischen bei Twitter und Facebook. Melih Kesmen spricht von der “community”. Sie bekommt neue Motive als Erste zu sehen und darf darüber abstimmen. Sie beklagt sich aber auch, dass das junge Unternehmen mit der Produktion nicht nachkommt und ihr Internetshop bislang nur in Deutschland funktioniert. Gerade herausgekommen sind die Q-Bla-Bags (Q-Bla, auch Qibla, steht für die Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka). An den Taschen aus Lastwagen-Plane mit ihren Riemen aus Sicherheitsgurten sind echte Gebetsteppiche mit Klettverschlüssen befestigt – “zum Beten oder Picknicken”, wie Melih Kesmen sagt.

West und Ost, Orient und Okzident: Die Kesmens bemühen sich stets, dass sich ihre beiden unterschiedlichen Wurzeln auch in ihren Produkten wiederfinden. Ärger bleibt nicht aus: Das T-Shirt mit der Aufschrift “Jesus Was A Muslim” haben sie nach Protesten aus Bayern aus dem Programm genommen. Auch der Aufdruck “Juma” (für Freitagsgebet) verschwand nach einer Klage vom mächtigen Sportartikelhersteller Puma von den Textilien. Man einigte sich außergerichtlich. “Wir wollen keinen Streit, wir wollen den Dialog”, sagt Melih, der zurzeit mit zwei Modedesignerinnen in Istanbul an einer ganzen Frauenlinie arbeitet.

Demnächst eröffnet Styleislam sein erstes Geschäft (in Medina), ein zweites soll in Dortmund folgen. Dass sie ausgerechnet in Medina ihren ersten Laden eröffnen, haben sie dem Fußball-Nationaltorwart Saudi-Arabiens zu verdanken, Mohammed Khojah. Er war von Styleislam so angetan, dass er zum Franchisenehmer wurde. Besonders stolz sind Yeliz und Melih Kesmen, dass ihr Label bald in der Stadt des Propheten vertreten sein wird, auch wenn, wie Yeliz Kesmen empört hinzufügt, Frauen dort ja nicht mal Auto fahren dürfen.

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Was da so launig-schnurrig daherkommt, als eine gute Geschäftsidee, als Beispiel für gelungene Integration, ist einerseits ein verlogenes Gesabbel. “Für beide ist es schwer zu ertragen, dass ihre Religion von angeblichen Glaubensbrüdern und -schwestern missbraucht wird”, meint Schmitt. Sie selbst aber verkaufen Fetische mit der Flagge der Schweiz in Form von Fußabtretern, durch die diese und ihre Bürger “stellvertretend” beschmutzt und getreten werden. Wer kann mir den grundsätzlichen Unterschied zwischen dieser demagogischen Hetze und “brennenden dänischen Fahnen”, die sie abgeblich ablehnen, erklären? Demonstrativen Voodoo sehe ich in beiden Fällen.

Die FAZ bringt ein paar Bild-Beispiele, die ob ihrer scheinbar modisch-schmissigen Diktion den Leser von der gelungenen Integration überzeugen sollen. Aber was bedeutet es, wenn jemand ein T-Shirt mit der Aufschrift “I Love My Prophet” trägt, dieser “Prophet” aber bekanntermaßen ein Kindesvergewaltiger und Massenmörder ist? “I Love Hitler”, “I love Honka” – “Muslim by Nature”, “als Muslim geboren”, das ist doch eine unglaublich aggressive, provokante und herrschsüchtige Behauptung, die allen unseren Vorstellungen vom freien Individuum wie auch allen wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht.

Anders, als Schmitt-the-Dimmi glauben machen will, ist die groteske Koppelung des arabischen Massenmörders mit Jesus keineswegs aus dem Programm der beiden Orks verschwunden, sie wurde – falls überhaupt – nur unwesentlich umformuliert (s.o.), wovon Sie sich selbst überzeugen können (1).

Die beiden Designer-Jihadis haben aber noch einige andere (ausschließlich sehr geschmäcklerische) Motive im Portfolio (Sie wollen Dienstleister sein – für den Mohammedanismus – und den von Klo versprochenen Anteil an der Beute einkassieren). Im Rammeltag-Motiv verklären sie die Entindividualisierung, im Gaza-Motiv wird die übliche antiisraelisch-antijüdische Parole nachgebetet, im Espana-Motiv die Rückeroberung Spaniens angeregt. Ulkig ist “Read the Quran – Charge your Iman”(m?). Wenn die beiden Honks sich mal die Mühe machen würden, selbst ein paar Seiten ihres bösartigen Buches zu lesen, würden sie erkennen, dass ihr Hassprediger in der kleinen Eckmoschee es sehr gut kennt, und mit dem Aufruf zum gewalttätigen Jihad exakt der “Generallinie” (Eisenstein) des psychopathischen Führers Klo. H. Metzel folgt.

Bei den Aktivitäten der beiden Orks und ihres Freundes Schitt handelt es sich aber andererseits nicht nur um Takija und dümmliches, “verlogenes Gesabbel” (Time), es liegt sogar im Grunde nach logischem Ermessen eine Straftat vor. Wenn man einen Massenmörder, Räuber und Vergewaltiger “liebt”, verherrlicht und als Gott anbetet, wenn man Menschen tötet, die jenen angeblich “beleidigt” haben, wenn man dazu aufruft, auf den Nationalflaggen von Staaten herumzutrampeln, wenn man alles daran setzt, die Religionsfreiheit anderer Religionen zu beseitigen, dann ist man doch höchstwahrscheinlich entweder Mitglied einer kriminellen Vereinigung oder zumindest einer ihrer Unterstützer.

Klo H. Metzels Bande hat den gesamten Orient unter ihre Kontrolle gebracht, weite Teile Asiens und Afrikas dazu. Wir bekämpfen die Mafia aber schweigen über den Mohammedanismus? Wenn man dem Faschismus alle Opfer des WK II zurechnet, und ihn deshalb zurecht aus der Sphäre der Zivilisation ausschließt, sollte man gleiches nicht mit einer Ideologie tun, die einen fünf- bis sechsmal so hohen Leichenberg aufgetürmt hat? Die Hakenkreuzschmiererei eines Zwölfjährigen führt zu ablehnenden Leitartikeln in den führenden Medien unseres Staates, aber ein Unternehmen, welches die Symbole einer unendlich grausameren und verheerenderen Ideologie vermarktetet und verbreitet, erhält einen gütigen Werbeartikel in Deutschlands führender Zeitung? Vergleichen Sie bitte die völlig unterschiedlichen Positionen der FAZ gegenüber dem Nazi-Shop “Thor Steinar” mit dem im Kern identischen Bemühen der beiden o.g. Nazislamisten.

Dass die beiden Turteltauben als “Geheimtip” und nicht als Schande der Nation gehandelt werden, ist der Kern des Problems. Lauf auf Stelzen, trag ein Ballettröckchen, lass Dir ein A*schgeweih eintätowieren, alles ok., Deine persönliche Entscheidung. Die Verbreitung von menschenfeindlichen, staatsfeindlichen Symbolen aber sollte nicht als “Kavaliersdelikt” gehandelt werden, sondern als das, was sie in der Tat ist: als Unterstützung einer kriminellen Vereinigung (2).

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Time am 5. September 2010

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1) http://www.styleislam.com
2) http://norm.bverwg.de/jur.php?stgb,129

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2 Antworten zu „Auch dumme Verbrecher sind Verbrecher“

  1. Biker sagt:

    OT:

    Eine neue Übersetzung von Liz ist online:

    Henrik R. Clausen: Eine Lektion über den Islam für die Schweden

    Viel Spass beim Lesen!

  2. Tangsir sagt:

    Ich werd echt wütend wenn ich sowas wie die beiden obigen Hansels lesen muss. Was für ein Geschmeiss.

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