Archiv für Oktober 2010

Alla liebt nicht alle (#10)

31. Oktober 2010

Schätzungsweise 80 Millionen Hindus haben die Mohammedanisten abgeschlachtet. Grund genug, sich über diese Moschee-Ruine bei Dehli zu freuen.

Indes, wäre der Untergang von Gottes Sonne nicht noch viel schöner ohne dieses Relikt einer perversen mohammedanistischen Vergangenheit?

Immerhin, hier betet niemand mehr zu dem satanischen Kindervergewaltiger und seinem Allaego.

Eine weitere Moscheeruine beweist: Alla gibt es nicht!

Keinen Fußbreit den Kindervergewaltigern!

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Time am 31. Oktober 2010

Sklavenhalter, und Lügner sowieso

31. Oktober 2010

Beirut, Hauptstadt eines dieser elenden Sklavenhalterstaaten

Der Mohammedanismus ist eine grausame Sklavenhalterideologie (1). „Religions“-Stifter Klo H. Metzel war ein Vergewaltiger und Sklavenjäger – so sind es seine Anhänger. Er war ein Lügner – so sind es seine Anhänger. Alle Ork-Staaten haben auf dem Papier die Sklaverei verdammt, auf dem Papier, aber ALLE Orkstaaten praktizieren sie TATSÄCHLICH nach wie vor. Für die heutige FAZ lieferte Markus Bickel einen erschütternden Bericht aus dem Libanon bzw. Beirut, dem angeblichen „Paris“ des Orients.

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One-way-Ticket in die Sklaverei

Im Libanon arbeiten 200.000 ausländische Haushaltshilfen.
Viele von ihnen nehmen sich das Leben

Daisy Dinan ist eine der wenigen, die es geschafft haben: Zehn Dollar zahlen ihr manche Kunden inzwischen in der Stunde. Andere „Maids“, wie die Haushaltshilfen im Libanon genannt werden, müssen dafür eine halbe Woche arbeiten. Dinan kann auch selbst wählen, für wen sie putzt und bügelt, nimmt nicht mehr jeden Job an wie früher. Und von ihrer kleinen Mietwohnung, gelegen eine halbe Stunde südlich von Beirut, können die meisten anderen jungen Frauen in ihren beengten Zimmern nur träumen. Doch bis die Hausangestellte von den Seychellen diesen Status endlich erreichte, hat es lange gedauert, fast drei Jahrzehnte. Das ist viel länger, als die meisten Hausmädchen überhaupt im Libanon bleiben.

In deren Situation kann sich Dinan, 59 Jahre alte Mutter einer erwachsenen Tochter, dennoch gut hineinversetzen. Schließlich kennt sie ihr Elend aus eigener Erfahrung. „Auf den Seychellen haben sie uns gesagt, dass sie Mädchen brauchen, die im Ausland arbeiten“, erzählt die freundliche, resolute Frau über ihre Anfänge als Haushaltshilfe im Libanon. Viel anders sieht das Versprechen vom Glück in der Ferne heute auch nicht aus, nur dass durch das Internet vieles einfacher geworden ist. Dutzende Arbeitsagenturen kümmern sich um die Anwerbung der Gastarbeiter, mit ein paar Klicks im Internet stoßen Suchende auf die entsprechenden Steckbriefe. „Erfahrung: keine“, „Familienstand: verheiratet“, „Gehalt: 150 Dollar“, „Bemerkungen: ernsthaft, dynamisch, freundlich“ wirbt www.maids-online.com für eine junge Frau aus Katmandu.

Die Gründe für die Arbeitsmigration sind offensichtlich: In Nepal, Madagaskar, Äthiopien, Sri Lanka oder auf den Philippinen, wo die meisten Haushaltshilfen herkommen, sind die Jobs noch schlechter bezahlt als im Libanaon. Und die oft großen Familien in der Heimat können jeden Cent gebrauchen. So war es auch bei Daisy Dinan. Weil ihre Eltern das Geld dringend benötigten, unterschrieb sie einen Dreijahresvertrag, erhielt dafür ein Oneway-Ticket – und flog los. Fünfzehn Jahre jung war sie damals erst – und fortan vom Aufstehen bis zum Einschlafen einer wohlhabenden französischen Familie zu Diensten.

Beirut galt damals, Mitte der Sechziger, noch als „Paris des Nahen Ostens“, der Bürgerkrieg lag noch in weiter Ferne, die Jeunesse dorée sonnte sich an den Ufern des Mittelmeers oder genoss lange Nächte in den berüchtigten Bars der libanesischen Hauptstadt. Doch für die ausländischen Haushaltshilfen waren die Arbeitsbedingungen erbarmungslos. Ein Zustand, an dem sich seitdem nicht viel geändert hat, wie Menschenrechtsorganisationen monieren.

„Viele Hausangestellte werden buchstäblich dazu getrieben, vom Balkon zu springen, um ihrer Gefangenschaft zu entfliehen“, sagt Nadim Houry, Leiter des Büros von Human Rights Watch in Beirut. Seit Jahren sind Selbstmorde junger Hausangestellter an der Tagesordnung, im Schnitt nimmt sich jede Woche eine das Leben. Auch Prügel, Missbrauch und Essensentzug durch Arbeitgeber gelten als lässliche Sünden in einem Land, in dem sich nicht nur Wohlhabende, sondern auch Familien mit kleineren Einkommen die billigen ausländischen Haushaltshilfen leisten. Auf 200 000 wird ihre Zahl geschätzt, eine in jedem vierten Haushalt. Um sie an der Flucht zu hindern, bekommen viele direkt nach Arbeitsbeginn ihren Pass entzogen.

Als wenig wirkungsvoll gegen diese moderne Form der Sklaverei erweist sich auch der libanesische Staat. „Indem sie die Augen verschließen vor den Verstößen gegen Hausangestellte, machen sich Libanons Polizei und Justiz mitschuldig am anhaltenden Missbrauch dieser verletzlichen Gruppe durch Arbeitgeber“, sagt Houry. „Jemanden einzusperren oder ihn zu schlagen ist ein Verbrechen, unabhängig von der Identität des Opfers.“ Von 114 vor Gericht verhandelten Fällen, die Human Rights Watch untersuchte, führte keiner zu einer Bestrafung.

Fast jeder Libanese kennt Geschichten von misshandelten Hausmädchen, doch nur selten rufen Nachbarn die Polizei. Auch Raymond Tarabay aus Admah nördlich von Beirut ist entsetzt über das Verhalten vieler seiner Landsleute. Fast das Doppelte des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns von hundert Dollar zahlt er an das Hausmädchen der Familie aus Kamerun. Für die Zentralafrikanerin entschieden sich die Tarabays wegen ihrer guten Französischkenntnisse – so haben auch die drei bilingual aufwachsenden Kinder zu Hause eine Ansprechpartnerin.

Ihre eigenen Kinder hingegen sehen viele junge Frauen oft Jahre nicht mehr. So auch Daisy Dinan, die ihre damals nur zwölf Monate alte Tochter Anfang der siebziger Jahre zurück zur eigenen Mutter auf die Seychellen schickte. Nicht wegen des Bürgerkrieges, sondern wegen der ausbeuterischen Arbeitsbedingungen: Als junge Frau schmiss sie den Haushalt in einer reichen Familie in Beirut. Tag und Nacht stand sie ihren Herren zur Verfügung; Zeit, ein Kind aufzuziehen, ließ der Job ihr nicht. „Natürlich war ich traurig, meine Tochter zurückzuschicken, aber mir blieb keine andere Wahl“, sagt sie. Wiedergesehen hat sie ihr Kind erst 38 Jahre später.

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Time am 31. Oktober 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/mohammedanismus-und-sklaverei/

Gläubiges Amerika

30. Oktober 2010


„Three Flags“ von Jasper Johns (1)

Ich begreife mich als säkularen Christ, der aus religiösen, politischen und ästhetischen Gründen zu einem unversönlichen Gegner des Mohammedanismus geworden ist.

Außer dem counterjihadischen habe ich keinen Missionseifer, und meine atheistischen oder nicht-christlichen Leser mögen es mir daher nachsehen, wenn ich hin und wieder explizit christliche Themen und Debattenbeiträge bringe. Ich vertrete aber durchaus auch die Ansicht, dass bewusst gedachtes und gelebtes Christentum eine, vielleicht sogar die stärkste Antithese zum Mohammedanismus ist.

Der folgende Beitrag von Professor Dr. Marcia Pally stammt aus der heutigen FAZ. Die Verfasserin lehrt an der New York University Multilinguale und Multikulturelle Studien und war in diesem Jahr abermals Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin. Ihr Aufsatz beschäftigt sich mit der Religiösität der US-Amerikaner und ihren daraus resultierenden parteipolitischen Präferenzen.

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In God we trust

Religiosität ist in Amerika stärker, tiefer und im Volk weiter verbreitet als in allen anderen industrialisierten Ländern der Welt. Zwar schickt Südkorea heute Missionare in die Vereinigten Staaten, vielleicht weil man dort der Ansicht ist, die Amerikaner wären nicht mehr fromm genug. Aber glaubt man den Amerikanern selbst, dann braucht man sich auch in Südkorea keine Sorgen zu machen: 95 Prozent der Amerikaner sagen, sie glaubten an den Allmächtigen, vier von zehn geben an, wenigstens einmal in der Woche die Kirche zu besuchen. Und wenn selbst ein Fünftel der Atheisten erklärt, an Gott zu glauben, dann ist es kein Wunder, wenn fast achtzig Prozent der Amerikaner der Überzeugung sind, dass auch heute noch Wunder geschehen.

Der Glaube wird in den Vereinigten Staaten seit jeher als etwas Positives empfunden. Er verbindet die Amerikaner von heute mit den Gründervätern und ist somit ein identitätsstiftendes Element. Die Kirchen in der Neuen Welt sind aber ganz anders strukturiert als die im alten Europa. Seit der ersten großen Erweckungsbewegung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, dem „First Great Awakening“, sind sie das Gegenteil von hierarchischen Anstalten, deren Führungen mit den politischen Eliten zusammenarbeiten.

Die amerikanischen Kirchen sind Organisationen, die von unten nach oben aufgebaut sind, die sich der Probleme des Volkes annehmen und von einfachen Männern und Frauen geleitet werden. Die in der amerikanischen Verfassung niedergelegte Trennung von Kirche und Staat bewahrte die Kirchen durch die erzwungene Distanz vor der Gefahr, korrumpiert zu werden. So konnten sie sich ihren Ruf als volksnahe Einrichtungen erhalten.

Im 19. Jahrhundert setzten sich die Kirchen für die kostenlose Schulbildung ein; sie unterstützten Landbesetzer gegen Großgrundbesitzer und Farmer gegen Banker; sie propagierten Abstinenz (damals ein Ziel der Frauenbewegung) und im Norden die Abschaffung der Sklaverei. Vor dem Bürgerkrieg (1861 bis 1865) war die Post das größte Staatsunternehmen in Amerika, doch die evangelikalen Kirchen hatten schon mehr Bedienstete als die Post; sie betrieben doppelt so viele Einrichtungen und nahmen dreimal so viel Geld ein.

Nach dem Bürgerkrieg kümmerten sich katholische Wohlfahrtseinrichtungen und protestantische Social-Gospel-Bewegungen intensiv um die Armen. Sie gehörten zu den Ersten, die in Amerika Kritik am Laissez-faire-Kapitalismus übten. Im 20. Jahrhundert betrieben die Kirchen so viele soziale Hilfseinrichtungen, dass der Staat, trotz des Verfassungsgebots, seit langem auch kirchliche Einrichtungen finanziell unterstützt. Die öffentlichen Mittel dürfen allerdings nicht für religiöse Aktivitäten ausgegeben werden.

Angesichts einer so umfangreichen wirtschaftlichen und sozialen Betätigung der Kirchen kann es kaum überraschen, dass die Religion in der Politik eine bedeutende Rolle spielt. Doch wie? Die wechselseitigen Beziehungen lassen sich am ehesten verstehen, wenn man sich zunächst die vorherrschenden Motive der Amerikaner für eine politische Betätigung und für ihr Wahlverhalten vor Augen führt und dann die jeweiligen religiösen Anschauungen betrachtet, die diese Motive überlagern können.

Keine Einstellung ist in der amerikanischen Politik so ausgeprägt wie das Verhältnis zum Staat. Durchgängig gilt die Losung: Je weniger desto besser. Ist das Land nicht aus einer Revolution gegen den „starken Staat“ in England hervorgegangen? Haben sich die Einwanderer und Siedler nicht mangels staatlicher Institutionen auf sich selbst verlassen müssen, wenn sie überleben wollten? Das politische Klima in Amerika ist bestimmt von Misstrauen gegen den Staat und dem Vertrauen auf die Fähigkeiten des Einzelnen und der freien Zusammenschlüsse in der Zivilgesellschaft, dem Vertrauen auf „uns, das Volk“.

Dass die meisten Amerikaner sehr wohl auf staatliche Einrichtungen wie das öffentliche Bildungswesen und die sozialen Sicherungssysteme angewiesen sind, spricht nicht gegen diese Überzeugung. Die Mentalität „Privat geht vor Staat“ gilt über alle sozialen und ökonomischen Grenzen hinweg. Selbst im Frühjahr 2009, auf dem Höhepunkt der jüngsten, von den Banken heraufbeschworenen Wirtschaftskrise, war mehr als die Hälfte der Amerikaner der Ansicht, ein starker Staat, „big government“, sei ein größeres Problem als „big business“.

Die Republikanische Partei steht seit mehr als hundert Jahren für das Modell eines „schwachen Staates“, der möglichst wenig reguliert und den Bürgern so wenige Steuerlasten wie möglich auferlegt. Die Demokraten versprachen den Armen und den Einwanderern bis zur Weltwirtschaftskrise von 1929 zwar mehr, vertraten im Kern aber eine ähnliche Politik wie die Republikaner – so stark ist der Gedanke eines „schwachen Staates“ im Denken der Amerikaner verwurzelt. Tatsächlich war es der Republikaner Theodore Roosevelt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Kartelle einschränkte und den Arbeitsmarkt reformierte, um das Funktionieren des Markts zu verbessern. Dennoch war dies ein großer Schritt in Richtung eines „stärkeren Staates“. In der Weltwirtschaftskrise setzte sein Neffe Franklin, ein Demokrat, mit massiven staatlichen Konjunkturprogrammen diesen Weg fort.

Franklin D. Roosevelt vertrat die Minderheit in Amerika: Auch für sie stehen der Einzelne und seine Möglichkeiten im Vordergrund; allerdings mit dem Unterschied, dass der Staat nicht als Hindernis gesehen wird, sondern als Instrument zur Durchsetzung einer Politik, die dem Einzelnen nicht nur eine formale, sondern eine realisierbare Chance bietet. Obwohl Roosevelt die Wirtschaft in der Rezession mit einer staatlichen Ausgabenpolitik kräftig ankurbelte, gewannen die alten Überzeugungen aber bald wieder die Oberhand.

Gerade die Generation, die in der Weltwirtschaftskrise, während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit am meisten vom „New Deal“ Roosevelts profitiert hatte, wählte von 1968 bis 1992 mit Ausnahme Jimmy Carters, der nur eine Amtszeit regierte, die Republikaner. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Bill Clinton siegte 1992 nur, weil er ein wirtschaftspolitisches Programm vertreten hatte, das nach Rooseveltschen Maßstäben gemäßigt republikanisch war. Heute denken die Demokraten mit Ausnahme ihres kleinen linken Flügels ebenso. Wie groß die Vorbehalte gegen staatliche Interventionen sind, zeigt die Tea-Party-Bewegung. Binnen weniger Monate konnten die populistischen Kreuzzügler für einen „schwachen Staat“ zwölf Prozent der Bevölkerung für sich gewinnen. In deren Augen haben die Präsidenten Bush und Obama mit ihren Rettungsprogrammen für die Banken viel Geld verschenkt, während gleichzeitig viele Amerikaner ihr Haus und ihren Arbeitsplatz verloren. Da kann es doch nur eine Lösung geben: Fegt diese Kerle aus ihren Ämtern! Je schwächer der Staat, desto besser.

Auch die Mitglieder religiöser Gruppen in Amerika folgen bei der Wahlentscheidung den Überzeugungen von einem starken oder einem schwachen Staat. Ökonomische Interessen werden dabei oft außer Acht gelassen. Denn viele, die eigentlich von staatlichen Maßnahmen profitieren könnten, glauben dennoch an einen schwachen Staat. Wenn Amerikaner sich bei Wahlen jedoch abweichend von ihren Ansichten über einen starken oder schwachen Staat entscheiden, dann tun sie das meistens aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit.

Weiße Protestanten aller sozialen Schichten wählen mehrheitlich republikanisch. Denn ihr stark individualistisch geprägter Glaube ist seit den Anfängen der amerikanischen Nation eine der Hauptquellen für die Hervorhebung der Eigenverantwortung und die Vorliebe für einen schwachen Staat. Noch weiter verbreitet ist diese Einstellung in den evangelikalen Bewegungen, die von der Unabhängigkeit bis zum Ersten Weltkrieg innerhalb des Protestantismus dominierten. Sie waren zumeist aus verfolgten Gruppen in Europa hervorgegangen und kultivierten daher noch entschiedener einen individuellen, spirituellen und obrigkeitsfeindlichen Glauben. Als Opfer europäischer Staaten und Staatskirchen betrachteten sie den Staat mit besonderem Argwohn.

Der Arminianismus – die theologische Basis der Methodisten, der populärsten Glaubensgemeinschaft in Amerika während des gesamten 19. Jahrhunderts – fügte die Idee der Vervollkommnungsfähigkeit des Menschen hinzu: Wir können nicht nur Vergebung unserer Sünden erlangen, sondern uns gänzlich davon befreien. Diese optimistische Lehre, wonach individuelle Anstrengungen zu einer stetigen Verbesserung führen können, geht unzweifelhaft mit der positiven Einstellung der Amerikaner zum Unternehmertum einher.

Wenn Protestanten, Evangelikale und auch Mormonen für die Republikaner stimmen und damit den „schwachen Staat“ wählen, dann stimmen sie letztlich für ihre eigenen Grundüberzeugungen und Werte. Und wenn sie sich der Tea-

Party-Bewegung anschließen, dann tun sie das erst recht. Bei den vergangenen drei Präsidentenwahlen entschieden sich die weißen Protestanten in ihrer Mehrheit für den republikanischen Kandidaten, ganz wie es dem historischen Muster entspricht. Für die bevorstehende Kongresswahl wird erwartet, dass mehr als die Hälfte der Protestanten und zwei Drittel der weißen Evangelikalen republikanisch wählen werden, darunter jenes Drittel der evangelikalen religiösen Rechten, die der Tea-Party-Bewegung zugerechnet wird.

Warum aber steht eine Minderheit der Protestanten den Demokraten nahe? Die Antwort ist in den Folgen einer individualistischen Obrigkeitsfeindlichkeit zu suchen. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war die Ablehnung der Obrigkeit eine progressive Kraft, die sich gegen etablierte politische und religiöse Eliten wandte und für die einfachen Leute Chancengleichheit schaffen wollte. Für diesen Liberalismus votieren die republikanischen Protestanten. Doch im zurückliegenden Jahrhundert brachte der freie, unregulierte Markt auch große Not über die Arbeiter – was dem von Jesus geforderten Dienst an den Armen widerspricht.

Dieser religiöse Auftrag führte etwa ein gutes Drittel der Protestanten in das Lager der Demokraten; und zwar sowohl solche mit niedrigem Einkommen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, als auch solche mit hohem Einkommen, die der Ansicht sind, der Staat müsse den einfachen Leuten helfen, Boden unter die Füße zu bekommen – auch das ein Beispiel für religiöse Überformung.

Der christliche Auftrag, den Bedürftigen zu helfen, zeitigte jedoch nicht nur bei Mitgliedern der protestantischen Hauptkirchen Wirkung, sondern auch bei Evangelikalen, dem unerschütterlichsten republikanischen Block. Der evangelikale Theologe Scot McKnight sprach daraufhin von der „größten Veränderung innerhalb der evangelikalen Bewegung am Ende des 20. Jahrhunderts“ und von einem „christlich-sozialen Gewissen ganz neuer Art“.

Millionen Evangelikaler haben sich mittlerweile von der religiösen Rechten losgesagt und treten nun für eine gegen Militarismus und Konsumdenken gerichtete Politik ein, in deren Mittelpunkt die Bekämpfung der Armut, der Umweltschutz und eine Reform der Einwanderungsgesetze stehen. Während sich noch immer mehr als die Hälfte der Mitglieder der protestantischen Hauptkirchen für einen schwachen Staat ausspricht, sind es bei den Evangelikalen nur noch 48 Prozent – ein bemerkenswerter Rückgang angesichts der Inbrunst, mit der sich ihr Individualismus früher gegen den Staat richtete.

Die meisten „neuen Evangelikalen“, wie man sie nennt, sind zwar wie die „alten“ gegen die Abtreibung. Doch viele setzen zur Verringerung der Abtreibungszahlen auf finanzielle, medizinische und menschliche Hilfe für Schwangere – und nach der Geburt für Mutter und Kind. Unter den jüngeren weißen Evangelikalen billigen 58 Prozent gewisse Formen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, und selbst von den älteren weißen Evangelikalen sind 37 Prozent für eingetragene Partnerschaften. Wegen der Abtreibungsfrage wollen viele „neue Evangelikale“ die Demokraten nicht wählen. Doch wenn diese „neuen Evangelikalen“ Republikaner bleiben, wird die Republikanische Partei durch deren Engagement für Umweltschutz, Armutsbekämpfung und eine Reform der Einwanderungsgesetze unter Druck geraten. Das könnte durchaus der größere Erfolg sein.

Christliche Glaubensüberzeugungen verändern das vorherrschende politische Muster bei den Protestanten also auf zweierlei Weise: Der Auftrag, den Bedürftigen zu helfen, lässt bei einer beträchtlichen Minderheit die Distanz zum schwachen Staat der Republikaner wachsen. Doch der Widerstand gegen Abtreibung und Homoehe treibt selbst Protestanten mit Sinn für einen „stärkeren Staat“ zurück zu den Republikanern. Deshalb besteht keine einfache Korrelation zwischen Anhängern der Tea-Party-Bewegung und Protestanten mit Ausnahme der Religiösen Rechten. Zwar sind die meisten Mitglieder der Tea-Party-Bewegung Protestanten, aber die meisten Protestanten gehören nicht zur Tea-Party-Bewegung. Dasselbe gilt für die Evangelikalen.

Bei den amerikanischen Katholiken nahm das Verhältnis zwischen Politik und Religion eine ganz andere, nahezu entgegengesetzte Entwicklung. Die meisten begannen als Demokraten, während sie heute ein breiteres politisches Spektrum abdecken. Zwar bevorzugen die nicht aus Lateinamerika stammenden Katholiken zur Hälfte noch immer einen starken und nur zu 37 Prozent einen schwachen Staat. Doch als Einwanderergruppe, die noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts unter Vorurteilen und Diskriminierung zu leiden hatte, gaben die Katholiken lange Zeit viel eindeutiger einem stärkeren Staat den Vorzug, weil sie einen Staat benötigten, der ihnen Hilfe anbot und Verständnis für die Belange der Einwanderer zeigte. Außerdem haben Katholiken gemeinhin ein positiveres Verhältnis zu Institutionen.

Der katholische Korporatismus hat seine Grundlage im Glauben an den Leib Christi und überträgt sich von dort auf die Kirche als Körperschaft, die dem Christentum in der Welt Zuflucht bietet und es verwirklicht. Zwar ist auch nach der katholischen Lehre der Gläubige verantwortlich für sein Tun, doch das Gewicht liegt eher auf der Anhänglichkeit an die Institution als auf zupackend-unternehmerischem Handeln. In gewissem Sinne ist die Kirche für die Gläubigen ein Gerüst, an dem sie sich aufrichten können. Während der protestantische Individualismus in eine synergetische Wechselwirkung mit dem „frontier“-Denken trat und eine zupackend-individualistische Einstellung förderte, beeinflusste der katholische Korporatismus die Einwanderer in den Städten. Dort schränkten Vorurteile in gleichem Maß die Nutzung der Chancen ein, wie die Einstellung vorherrschte, dass man dem Staat nicht mit Misstrauen begegnen muss, sondern Hoffnungen in ihn setzen kann.

Als die Demokraten im 19. Jahrhundert die katholischen Wähler zu umwerben begannen, gewannen sie eine Gruppe für sich, die ihnen bereits zuneigte. Seit die Feindseligkeit gegen die Katholiken geschwunden ist und die Katholiken verstärkt in den höheren sozialen Schichten zu finden sind, machen sie wie einst die Protestanten die Erfahrung, dass sich ihnen zahlreiche Chancen bieten. Und wie die Protestanten haben sie zwei Gründe, sich den Republikanern zuzuwenden: niedrigere Steuern und weniger staatliche Regulierung. Außerdem wendet das republikanische Parteiprogramm sich gegen die Abtreibung. Bei den drei zurückliegenden Präsidentenwahlen stimmte folglich eine Mehrheit der nicht aus Lateinamerika stammenden Katholiken für die republikanischen Kandidaten. Ein ähnliches Wahlverhalten und damit eine beträchtliche Veränderung gegenüber der Tradition ist auch in der kommenden Woche zu erwarten.

Die aus Lateinamerika stammenden Katholiken zeigen heute ähnliche politische Einstellungen, wie sie lange von den nicht aus Lateinamerika stammenden Katholiken vertreten wurden. Aufgrund ihrer ökonomischen Interessen, ihrer korporatistischen Einstellung und der Sorge um die Einwanderer aus Lateinamerika stimmen sie trotz ihrer Ablehnung der Abtreibung und der Homoehe für die an einem stärkeren Staat ausgerichtete Politik der Demokraten. Während etwa die Hälfte der nicht aus Lateinamerika stammenden Katholiken 2008 für die Republikaner stimmte, wählten mehr als drei Viertel der Latinos Obama.

Bei den Latinos hat die religiöse Überformung noch nicht zu einer Abkehr von den ökonomischen Interessen, der Ausrichtung auf Einwanderungsprobleme und den korporatistischen Motiven geführt, die eine Wahlentscheidung für die Demokraten begründen. Republikanische Strategen hoffen allerdings auf diesen Effekt, sobald sich die Einkommenslage der Latinos verbessert.

Die Kinder lateinamerikanischer Einwanderer schließen heute die Lücke zwischen der Armutsgrenze und den mittleren amerikanischen Einkommen im selben Maße wie eingesessene Einheimische nichtlateinamerikanischer Herkunft. Falls die Latinos dem Vorbild der nicht aus Lateinamerika stammenden Katholiken folgen, dürften sie sich sowohl aus ökonomischen Interessen als auch aufgrund ihrer konservativen Ausrichtung an „Familienwerten“ verstärkt den Republikanern zuwenden.

Dieser Prozess hat wohl schon begonnen. Heute gehören 15 Prozent der Latinos evangelikalen Kirchen an, und mehr als die Hälfte der aus Lateinamerika stammenden Katholiken sind Anhänger von Bewegungen, die Elemente charismatischer Erneuerung in ihre religiöse Praxis integrieren. Unter den evangelikalen Latinos, die meist schon in den Vereinigten Staaten geboren sind, finden sich doppelt so viele Anhänger der Republikaner wie bei den katholischen Latinos. Sie teilen nicht nur die Ansichten der Republikaner zur Abtreibung und zur Homoehe, sondern auch zur staatlichen Armenhilfe.

Die afroamerikanische Wählerschaft, die nahezu vollständig im Protestantismus verwurzelt ist, zeigt viele Ähnlichkeiten mit den Latinos. Aufgrund ihrer zumeist prekären wirtschaftlichen Lage bilden sie den homogensten demokratischen Block. Dass sie 2008 zu 98 Prozent für Obama stimmten, entspricht ihrer grundsätzlichen Unterstützung der Demokraten – und das, obwohl viele von ihnen Abtreibung und Homoehe ablehnen. Bei sozialem Aufstieg ist eine geringfügige Hinwendung zu den Republikanern zu verzeichnen, doch dieser Trend ist bislang weder statistisch noch politisch bedeutsam.

Hindus, Buddhisten, Muslime, nicht kirchlich gebundene Gläubige und Ungläubige, die insgesamt nur einen geringen Teil der amerikanischen Wahlberechtigten ausmachen, neigen eher zu den Demokraten und einem „stärkeren Staat“. Das gilt auch für die amerikanischen Muslime, die nach Meinung vieler Europäer den oberen Einkommensschichten angehören, aber in Wirklichkeit zu mehr als der Hälfte weniger als das Durchschnittseinkommen verdienen.

Bei all diesen Gruppen ist die religiöse Überformung politischer Ansichten zugunsten der Republikaner kaum ausgeprägt. Obwohl den muslimischen Amerikanern Homosexualität mehrheitlich Unbehagen bereitet, sind sie etwa zu gleichen Teilen für und gegen die Abtreibung. Hindus, Buddhisten, Anhänger sonstiger Glaubensrichtungen, nicht kirchlich gebundene Gläubige und Ungläubige sind in diesen Fragen progressiver. Sozialer Aufstieg könnte auch hier eine Hinwendung zu den Republikanern bewirken, doch dafür gibt es noch keine Anzeichen.

Die jüdische Bevölkerung Amerikas, die mit 1,7 Prozent nur einen kleinen Anteil an der Gesamtbevölkerung stellt, gehört nach den Afroamerikanern zu den treuesten Anhängern der Demokratischen Partei und stimmte jeweils zu mehr als drei Vierteln für Clinton, Gore und Obama.

Gerüchte, dass Obama ein Muslim und daher gegen Israel eingestellt sei, konnten an der Parteibindung der jüdischen Amerikaner ebenso wenig etwas zu ändern wie Obamas Eintreten für eine Zweistaatenlösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern, die den Interessen beider Seiten Rechnung trägt. Auch die Tatsache, dass die amerikanischen Juden mehrheitlich der Mittelschicht angehören und über einen Hochschulabschluss verfügen, ändert wenig an ihrer Einstellung, obwohl die soziale Stellung eigentlich eine Neigung zu den Republikanern erwarten ließe.

Hier sind zwei religiöse Überformungen im Spiel: Eine zahlenmäßig weniger bedeutsame in der kleinen Gruppe ultraorthodoxer Juden, die wegen ihrer konservativ-religiösen Einstellung zu Abtreibung und Homosexualität und der israelfreundlichen Haltung der Republikaner kaum den Demokraten zuneigen dürften. Bei Wahlen entscheiden sich die meisten dennoch für die Demokraten. Weitaus bedeutsamer ist eine religiöse Überformung, die amerikanische Juden auf Distanz zu ihren eigenen wirtschaftlichen Interessen gehen lässt. Sie hat ihren Ursprung im biblischen Gebot, den Armen zu helfen, und in einer jahrtausendealten Tradition der mildtätigen Gabe. Mit der Emanzipation aus dem Getto im 19. Jahrhundert erweiterte sich diese Mildtätigkeit auf ein breites Spektrum nichtjüdischer Wohlfahrtseinrichtungen, wobei die amerikanischen Juden bis heute einen weitaus höheren Beitrag zu den philanthropischen Aktivitäten leisten, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht.

Außerdem sind im jüdischen Denken Einfühlung und Mitgefühl – mit Verfolgten, mit dem Anderen, mit Einwanderern – durch den ausgeprägten Antisemitismus seit der Spätantike tief verwurzelt. Daher haben amerikanische Juden nicht nur Sympathie für eine staatliche Unterstützung der Armen, sondern sie legen auch gegenüber Abtreibung und Homosexualität eine liberalere Haltung an den Tag als die Angehörigen der meisten anderen religiös gebundenen Gruppen.

Weil die Einwanderung der Juden in die Vereinigten Staaten ihren Höhepunkt um die Wende zum 20. Jahrhundert erreichte, sind die meisten Juden heute in der dritten oder vierten Generation Amerikaner. Sie hatten also genug Zeit, um die vorherrschende Ansicht zugunsten eines „schwachen Staates“ zu übernehmen. Doch die religiöse Überformung der politischen Einstellungen reicht hier aus, um die Nähe zu den Demokraten zu sichern. Verglichen mit etwa 20 Prozent der Juden wählte 2008 fast die Hälfte der protestantischen Latinos republikanisch, obwohl sie noch längst nicht so lange in den Vereinigten Staaten leben.

Tatsächlich haben die Demokraten im ganzen Land gleich mit zwei Nachteilen zu kämpfen. Die Orientierung am starken Staat ist in Amerika nicht nur die Minderheitsmeinung, die Demokraten gelten zugleich auch als die weniger religiöse Partei – und das in einem hochreligiösen Land. Obwohl Barack Obama und Hillary Clinton sich 2008 im Wahlkampf religiös stärker engagierten als der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain, hielten nur 28 Prozent der Amerikaner Obama für den religiöseren Kandidaten. Und obwohl die Erfahrung als Einwanderer und die religiöse Überformung der politischen Ansichten im Sinne einer Hilfe für die Armen viele Wähler veranlassen, sich den Demokraten zuzuwenden, leidet die Partei unter ihrem säkularen Image und dem religiösen Image der Republikaner.

Manchmal wird den Amerikanern vorgeworfen, sie stimmten gegen ihre persönlichen wirtschaftlichen Interessen, wenn sie Kandidaten der Republikanischen Partei wählten. Die oben beschriebenen Verhaltensmuster legen den Gedanken nahe, dass viele auch ihre religiösen Interessen nicht richtig verstünden, weil sie trotz der Überzeugung, dass den Armen geholfen werden müsse, republikanisch wählten. Man darf aber nicht übersehen, dass

Eigenverantwortung und ein schwacher Staat das amerikanische Credo schlechthin darstellen. Deshalb fühlen sich Millionen von Einwanderern zu dem Land hingezogen. Erfolgreich sind sie nach diesem Verständnis dann, wenn sie hart gearbeitet haben und so weit aufgestiegen sind, dass dieses Credo als richtig empfunden wird. Dann erst haben sie den amerikanischen Traum verwirklicht.

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Time am 30. Oktober 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Jasper_Johns

Paradigmenwechsel

30. Oktober 2010


Dass Bob Dylan Recht hatte, als er sang „The Times They Are A-Changin“, kann man am Titelbild der FAZ vom 26. Oktober erkennen. Es huldigt dem 66-jährigen Stones-Gitarristen Keith Richards. Auch andere Paradigmen werden sich ändern. Wir werden Zeugen sein.

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Time am 30. Oktober 2010

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PS, Soundtrack: „Salt Of The Earth“ von den Rolling Stones,
Keith singt die erste Strophe, hier die Performance:
http://www.youtube.com/watch?v=QLsQ2CJQU8U

Hier der Text:

Salt Of The Earth

Let‘s drink to the hard working people
Let‘s drink of the lowly of birth
Raise your glass to the good and the evil
Let‘s drink to the salt of the earth

Say a prayer for the common foot soldier
Spare a thought for his back breaking work
Spare a part for his wife and his children
Who burn the fires and who still till the earth

And when I look into the this faceless crowd
A swirling mass of gray blue
Black and white
They don‘t look real to me
In fact, we all look so strange

Raise your glass to the hard working people
Let‘s drink to the uncounted heads
Let‘s think of the wavering millions
Who need leading but get gamblers instead

Spare a thought for the stay-at-home voter
His empty eyes gaze at strange beauty shows
And a parade of the gray suited grafters
A choice of cancer or polio

And when I look into this faceless crowd
A swirling mass of grays and
Black and white
They don‘t look real to you
Or do we look too strange

Let‘s drink to the hard working people
Let‘s think of the lowly of birth
Spare a thought for the rag taggy people
Let‘s drink to the salt of the earth

Let‘s drink to the hard working people
Let‘s drink to the salt of the earth
Let‘s drink to the three thousand million
Let‘s think of the humble of birth


Er ist US-Präsident

29. Oktober 2010

Verdiente Counterjihad-Blogs stellen US-Präsident Obama als Nazi dar, andere als Kommunisten. Das ist m.E. Unfug.

Obama ist vor allem eines: Er ist der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, dieser großartigsten Nation unter den großartigen Nationen der Welt, dieses unermüdlichen Motors der Freiheit, der Menschenrechte, des Wohlstands und des Wissens.

Nur ein einziges Mal in seiner nun schon längeren Geschichte hat das amerikanische Volk einem Hetzer und Demagogen Einfluss gewährt, und das war der Psychopath McCarthy. Sein Einfluss aber währte vergleichsweise kurz und nicht so arg weit, wie grade wir Deutschen anerkennen sollten.

Ich finde es daher infam und schlicht falsch, Obama als mohammedanistischen Agenten oder sogar als Ork hinzustellen, bevor solches eindeutig bewiesen werden kann.

Ein aktuelles Buch von Bob Woodward (Obama’s Wars. The Inside Story. Simon & Schuster, London 2010. 441 S., 26,99 Euro), in der gestrigen FAZ besprochen von Horst Bacia, scheint deutlich zu machen, dass Obama seinen Job sehr ernst nimmt und es nicht grade leicht hat.

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Als Maus im Weißen Haus

Bob Woodward schildert den internen Kampf
um Obamas Afghanistan-Strategie

Zwei Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten ist Barack Obama noch in Chicago von Vizeadmiral McConnell, dem damaligen Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, und einem hohen CIA-Mitarbeiter in streng gehütete Staatsgeheimnisse eingeweiht worden. Obama hätte bei dem Gespräch gern zwei seiner Vertrauten dabei gehabt, doch McConnell lehnte ab: Präsident Bush habe angeordnet, nur den Amtsnachfolger zu unterrichten.

Mit dieser Szene beginnt Bob Woodwards jüngstes Buch. Es ist das fünfzehnte nach dem verfilmten Klassiker „All the President’s Men“ von 1974, in dem er und sein Reporterkollege Carl Bernstein von ihren Recherchen im Watergate-Skandal erzählen, die damals Präsident Nixon zu Fall brachten. In vier Büchern über die Kriege George Bushs hat Woodward Stil und Methode des exklusiven Insider-Berichts aus dem Maschinenraum der amerikanischen Politik so weit perfektioniert, dass fast schon eine eigene Gattung entstanden ist.

Wer die Bücher über Bush kennt, wird sich nicht wundern, wenn schon im ersten Kapitel von „Obama’s Wars“ seitenlang und mit wörtlichen Zitaten Einzelheiten aus der Unterrichtung des designierten Präsidenten durch die Geheimdienste ausgebreitet werden. Das ist ein Trick, den Woodward beherrscht. Er schreibt so, als hätten er und seine Leser solche Gespräche – die er rekonstruiert – selbst miterlebt oder hinter verschlossenen Türen belauschen können. Das stachelt die Neugier an, auch wenn echte Neuigkeiten nur selten mitgeteilt werden. Man fragt sich aber auch: Sollte alles wirklich genau so gewesen sein? Und warum hat Woodward eigentlich diesen einmaligen Zugang? Ist es die Eitelkeit großer und kleiner Akteure, die ihre Rolle auf der Bühne Washington ins rechte Licht gesetzt sehen möchten?

Für das neue Buch hat der Autor mehr als hundert Personen befragt, die in der Regierung Obama mit Afghanistan oder mit Fragen der nationalen Sicherheit befasst (gewesen) sind. Außerdem ist ihm Einblick in geheime Dokumente und Mitschriften von Beratungen im Oval Office des Weißen Hauses gewährt worden. Woodward zitiert unverdrossen aus Gesprächen unter vier Augen; er teilt uns mit, was der vor kurzem abgetretene Sicherheitsberater James Jones, mit dem er seit langem befreundet ist, hin und wieder in einem kleinen schwarzen Buch notiert hat; und er führt zur Abrundung seiner Recherchen ein langes Gespräch mit dem Präsidenten, das dieser, ohne viel preiszugeben, mit der ironischen Bemerkung beendet, sein Gegenüber habe offenbar bessere Quellen als er selbst.

Zweieinhalb Monate lang ist im letzten Herbst im Weißen Haus um die Formulierung einer Strategie für Afghanistan gerungen worden. In stundenlangen Gesprächen mit seinen Beratern wollte Obama sich Klarheit darüber verschaffen, was am Hindukusch mit immer höherem militärischen Einsatz überhaupt noch erreicht werden kann – und erreicht werden soll. Allein der Darstellung dieser kontrovers geführten Debatte widmet Woodward 150 Seiten – fast die Hälfte seines Buches. Und wie selbstverständlich zitiert er aus Protokollen, in denen Obama mit dem Kürzel „POTUS“ (President of the United Staates) bedacht wird.

Dass es damals unter den Beratern und höchsten Regierungsmitgliedern erhebliche Meinungsverschiedenheiten gab, ist nicht neu. Die Zeitungen berichteten ausführlich darüber. Verteidigungsminister Gates und Außenministerin Clinton unterstützten Pläne der Generäle Petraeus und McChrystal für eine Strategie der Aufstandsbekämpfung gegen die Taliban und die Entsendung zusätzlicher Truppen. Vizepräsident Biden dagegen hielt diesen Ansatz für unrealistisch; er setzte sich dafür ein, die Kräfte auf die Terrorismusbekämpfung – und insbesondere auf die Al Qaida und ihre Zufluchtsorte in den Stammesgebieten Pakistans – zu konzentrieren. Seine skeptische Sicht einer aufwendigen Mission zur Aufstandsbekämpfung wurde geteilt von Jones und Botschafter Eikenberry in Kabul, immerhin zwei ehemaligen Generälen, und vom höchsten Offizier im Nationalen Sicherheitsrat, Generalleutnant Lute. Dennoch entschied sich Obama für eine eingeschränkte Aufstandsbekämpfung und die vorübergehende Entsendung von weiteren 30 000 Soldaten.

Woodward gibt die verschiedenen Argumente in dieser Debatte in allen Einzelheiten wieder. Er beschreibt, wie sich Obama zu einer Entscheidung buchstäblich durchringen musste, weil die Militärs seiner Forderung, Alternativpläne vorzulegen, nicht ernsthaft nachkamen. Mit welcher Entschiedenheit der Präsident sich den Plänen für ein langfristiges militärisches Engagement in Afghanistan widersetzte, ist bisher nicht allgemein bekannt gewesen. „Ich will eine Exit-Strategie“, sagte er den Militärs. Eine zeitlich unbegrenzte Aufstandsbekämpfung, wie die Generäle es vorschlugen, hätte im kommenden Jahrzehnt 889 Milliarden Dollar verschlungen. Das wollte Obama den Bürgern der Vereinigten Staaten nicht zumuten – und erst recht nicht seinen Anhängern in der Demokratischen Partei.

So hat der Präsident die Debatte schließlich mit einem sechsseitigen Dokument, das er selbst diktierte, beendet und sich von allen Verantwortlichen persönlich deren Zustimmung bestätigen lassen. Das Hauptziel seiner Afghanistan-Strategie formuliert Obama in der geheimen Anweisung, die Woodward in voller Länge veröffentlicht, wie folgt: „Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern und den Afghanen die Aufstandsbewegung der Taliban zu schwächen und gleichzeitig genügend afghanische Kapazitäten aufzubauen, damit das Land gesichert und regiert werden kann und Bedingungen geschaffen werden, die es den Vereinigten Staaten ermöglichen, ihre Truppen vom Juli 2011 an zu reduzieren“.

„Obama’s Wars“ ist ein aufschlussreiches Buch über Obama, der im Afghanistan-Konflikt nach Antworten auf Fragen sucht, die sein Vorgänger Bush sich so nie gestellt hat. Weil Woodward nebenbei allerlei Klatsch über bekannte Personen auftischt, ist es auch unterhaltsam. Nicht jeder Autor kann seinen Lesern das Gefühl vermitteln, als Mäuschen dabei zu sein, wenn im Weißen Haus nicht nur für Amerika Politik gemacht wird.

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Time am 29. Oktober 2010

Gott sei Dank säkular

28. Oktober 2010

Albrecht Dürer: „Betende Hände“

Manche „militante“ Atheisten glauben, sie würden der Religion des Christentums einen Schlag versetzen, wenn sie einen säkularen Staat fordern. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Ideen von Theokratie und „Gottesstaat“ sind mit den Worten Jesu nicht vereinbar, der sagte: „So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist“ (Matth. 22/21) und „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh. 18/36).

Christen brauchen einen Staat, der Meinungsfreiheit garantiert, der sie sich versammeln lässt, der ihnen die vollen Bürgerrechte sichert, und der sie ihre Tüchtigkeit entfalten lässt, nicht einen, der im Namen Christi Macht ausübt. Der Staat ist für Christen nicht notwendig, um Jesu Worte zu verbreiten, das können sie selbst, und eher als dass der Mohammedanismus in einem Staatskirchenvertrag anerkannt würde (1), wäre für mich persönlich die generelle Abschaffung aller Staatskirchenvertrage und Konkordate vertretbar.

Was mich, obgleich ich selbst Christ bin, am Christentum in Deutschland häufig stört, sind selbstgefällige Pastoren, die in der Regel von der Schulbank auf die Kanzel wechselten, von der Realität keine Ahnung haben aber meinen, von oben herab mit salbungsvollen und gestelzten Reden sich selbst und ihr Amt spielen zu müssen. Das sind die Auswüchse eines Beamtenpredigertums, dessen Abschaffung dem Glauben möglicherweise sehr förderlich wäre. Die USA mögen da beispielhaft sein.

Die Ideen konservativer und nationalrevolutionärer Blogger im Umfeld des Counterjihad, die den fehlenden Gottesbezug in der EU-Verfassung (2) einfordern oder die flächendeckende Dekoration aller Schulklassenräume mit Kruzifixen, wären eine unzulässige Dominierung der Atheisten in Deutschland, die immerhin ein Drittel ausmachen, zielen letztlich auf die Errichtung autoritärer bzw. totalitärer Strukturen, haben aber m.E. mit dem Glauben nichts zu tun – sie benutzen ihn nur und schaden ihm.

Überlegungen in dieser Richtung sind in der FAZ im Zusammenhang mit den beiden verfehlten Reden unseres Noch-Bundespräsidenten in der letzten Zeit von verschiedenen Seiten vertreten worden. Da gab es einen exzellenten Text von Necla Kelek (3), einen ausgezeichneten Leserbrief von Dr. Frank-Bertolt Raith (4) sowie einen interessanten Aufsatz von Christian Lindner, dem Generalsekretär der FDP (5).

Im Folgenden bringe ich zwei weitere Wortmeldungen. Die erste stammt aus der gestrigen FAZ und ist von Dr. Ezhar Cezairli.

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Worauf auch wir Muslime hier stolz sein sollten

Zur Rede Bundespräsident Wulffs zum Tag der Deutschen Einheit (F.A.Z. vom 4. Oktober): Seit Beginn der „Deutschen Islamkonferenz“ 2006 sagten der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sowie viele andere Politiker immer wieder, dass „der Islam ein Teil Deutschlands“ sei. Angesichts der hier lebenden Muslime, deren Zahl kontinuierlich wächst, ist das eine Realität.

Bei der Debatte über die Aussagen unseres Bundespräsidenten, dass der Islam zu Deutschland gehöre, geht es darum, welcher Islam gemeint ist. Denn der Islam, der in Deutschland im Alltag wahrgenommen und von den meisten islamischen Verbänden vertreten wird, ist leider noch nicht den Herausforderungen einer aufgeklärten modernen Gesellschaftsordnung gewachsen, noch bereit, sie auf dieser unverrückbaren Grundlage mitzugestalten. Trotz der Warnungen von uns säkularen Muslimen werden die islamischen Verbände in ihrer Forderung unterstützt, als Religionsgemeinschaft und als Ansprechpartner und Vertreter „der Muslime“ verfassungsmäßig anerkannt zu werden. Damit wäre rechtlich die Gleichstellung mit den Kirchen vollzogen. Deshalb empfinde ich die Aufregung über die Aussage des Bundespräsidenten Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland, als zwiespältig.

Die gesamte Integrationsdebatte der letzten Jahre ist eigentlich eine Diskussion um das Selbstverständnis des heutigen und zukünftigen Deutschlands.

Wir müssen uns entscheiden, welches Selbstverständnis wir, unter Berücksichtigung der demographischen Verschiebungen zugunsten der stärkeren Zunahme von Muslimen, den heutigen und zukünftigen Generationen vermitteln wollen: Entweder definieren wir uns über die Religionen: Christentum und Judentum („christlich-jüdisch-abendländische Kultur“), die sicherlich sehr stark die deutsche Identität geprägt haben – dann werden wir jedoch den Islam nicht ausschließen können; oder aber wir definieren uns über eine gemeinsame Wertebasis, die von allen hier lebenden Menschen unterschiedlichster ethnischer, kultureller und religiöser Zugehörigkeit angenommen wird. Es geht darum, zu definieren, worauf sich unsere moderne, freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung tatsächlich gründet und welche Errungenschaften dazu geführt haben, dass sich eben Deutschland und Europa von anderen Staaten, insbesondere von den Herkunftsländern der meisten Migranten, unterscheiden.

Viele Länder, gerade des Nahen und Fernen Ostens und die Türkei, sind auch geprägt von jüdischer, christlicher und islamischer Geschichte und Kultur (auch von anderen Religionen), teilweise stärker, als es Deutschland und Europa sind. Ich selbst stamme aus „Antiochia“ – heute: „Antakya“ -, einer Stadt im südöstlichen Mittelmeergebiet der Türkei, die seit Jahrtausenden geprägt ist von der Koexistenz dieser Religionen.

Das, was Deutschland und Europa von den meisten dieser Länder unterscheidet, ist aber die Tatsache, dass sie nicht nur vom Christentum und Judentum geprägt wurden, sondern eben auch von den Werten der Aufklärung und des Humanismus, welche die Moderne und den Fortschritt ermöglicht haben; das ist die Demokratie, die individuelle Selbstbestimmung und Freiheit, Pluralität, Gleichberechtigung der Geschlechter, die universellen Menschenrechte und der Säkularismus, der sowohl die individuelle als auch die Religionsfreiheit garantiert.

Darauf können und sollten alle hier lebenden Menschen stolz sein.

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Ich gehe davon aus, dass Dr. Cezairli dies ebenso konsequent in der mohammedanistischen Community vertritt. Der zweite Beitrag stammt von Hartmut Peltz und ist der heutigen FAZ entnommen.
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So verrät Wulff sich und andere

Zum Beitrag „Wulffs Republik der Gläubigen“ (F.A.Z.-Feuilleton vom 22. Oktober): Necla Kelek erwähnt in ihrer Replik auf die Rede des Bundespräsidenten eine bedeutsame Tatsache nicht. Der, wie sie schreibt, „Pro-Christ-Katholik Christian Wulff“ ist geschieden. Er hat damit die Möglichkeit der Lösung der Ehe ergriffen, die in langen Auseinandersetzungen gegen eine bestimmte, vor allem klerikal orientierte Lesart des christlichen Glaubens erkämpft werden musste. Ich gehe davon aus, dass der Christ Christian Wulff die Vorteile dieser Möglichkeit – bei allen Kosten, die sie mit sich bringt – zu schätzen weiß.

Dass die neuen Liebhaber ganz gleich welcher Religion deren Kosten, Härten und Unmenschlichkeiten vergessen und die Leistungen des Säkularismus und der Aufklärung bei gleichzeitigem Genuss in einem Zuge unterschlagen und verraten, gehört zu einer neuen, von vielen gepflegten Weltanschauung. Sie ist zugleich antichristlich wie antiaufklärerisch. Sie ist antichristlich, da, um bei dem Beispiel zu bleiben, der Stifter des Christentums bei aller Betonung des göttlichen Willens (keine Scheidung!) der christlichen Gemeinde die Kompetenz, zu binden und zu lösen, überträgt und die Unterscheidung von Kirche und Welt, Letztem und Vorletztem, einschärft. Bei dem evangelischen Christen Dietrich Bonhoeffer kann der Katholik Wulff nachlesen, warum Mündigkeit, ein zentrales Wort der Aufklärung, eine christliche Tugend ist.

Der Bundespräsident -, oder vielmehr seine Redenschreiber, – kennt und kennen sich leider weder in der politischen noch in der christlichen Tradition Europas aus. So verrät er sich und andere.

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Time am 28. Oktober 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Staatskirchenvertrag
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Gottesbezug#Gottesbezug_in_der_Europ.C3.A4ischen_Verfassung
3) http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E6300B4C6C101487A8B1583348B868D0B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/12/leserbrief-counterjihad-6/
5) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/18/so-gebet-dem-kaiser/

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P.S., Jihad-Piraten reingelegt, Interview mit Reeder:
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E4EC0D25DD20A49928B8D855B94334792~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 

Der schwarze Ritter

27. Oktober 2010

Gestern war hier die Rede von den Tierblutorgien anlässlich des Opferfestes, die in der gesamten Türkei grassieren und weiter anwachsen. Heute wird den FAZ-Lesern in zwei Artikeln dieses barbarische Land, welches sich einige Jahre lang scheinbar auf dem Weg in Richtung Zivilisation befand und sich nun wieder auf den zurück zu seiner grässlichen Vergangenheit gemacht hat, einmal mehr schöngeredet.

Tatsächlich wird m.E. nicht gesehen, dass es im Grunde drei große Impulsgeber des Mohammedanismus gibt, die um die Deutungshoheit (respektive Macht) streiten. Das ist zunächst Saudi-Arabien, Stammland und Verwalter der „heiligen“ Stätten, das ist Iran mit dem bedeutendsten Schisma und seiner unter allen Orkstaaten einmaligen zivilisatorischen und teilweise noch lebendigen Vergangenheit, und das sind die Türken, unter deren Herrschaft das letzte mohammedanistische Großreich stand.

Insofern war der „Blick der Türkei nach Europa“ in den letzten Jahren lediglich der gierige Blick des Wüstenräubers auf die reiche und gut bewachte Karawane Europa, die man sich einzuverleiben gedachte, um im Lager des Mohammedanismus Status- und Machtzuwachs zu erfahren. Mit einem sehnsuchts- oder verehrungsvollen Blick auf die Errungenschaften der Aufklärung sollte er jedoch nicht verwechselt werden.

Rainer („the dimmi“) Hermann hat das Wort:

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Arabische Blicke

Der „Handelsstaat“ Türkei entdeckt seine Nachbarn wieder

Einen Nutzen hatte die Reise des iranischen Staatspräsidenten Ahmadineschad in den Libanon: Zwar heizte sie vor der Veröffentlichung der Anklage des Sondertribunals zur Ermordung Rafiq Hariris die Spannungen weiter an. Sie legte aber auch offen, dass Iran in der arabischen Welt fast nur noch Schiiten an seiner Seite weiß (Sowie, genau, die Türkei! T.). In Beirut und bei dem Abstecher in den Südlibanon jubelten ihm fast ausschließlich Schiiten zu, in der arabischen Welt verfolgten die sunnitischen Muslime die Reise mit großem Unbehagen.

Dass der Einfluss Irans in der arabischen Welt seinen Zenit überschritten hat, hat viele Gründe. Etwa die Umstände von Ahmadineschads Wiederwahl im Juni 2009 und die blutige Niederschlagung der Proteste. Ein anderer ist der wachsende Einfluss der Türkei. Im vergangenen Juli hatte das „Palästinensische Zentrum für Politik und Umfragen“ von Chalil Shikaki ermittelt, dass 43 Prozent aller Palästinenser die Türkei als ihren wichtigsten außenpolitischen Partner sehen, vor Ägypten mit 13 Prozent und Iran mit nur 6 Prozent. Die Unterstützung für die Türkei ist im Westjordanland und in Gaza nahezu gleich.

Im Libanon war es Ahmadineschad nicht gelungen, den Trend umzukehren. Kurz vor seiner Ankunft in Beirut war der türkische Ministerpräsident Erdogan aber wieder einmal in Damaskus, wo er mit Staatspräsident Assad konferierte. Beide unterstützen im irakischen Rennen um das Amt des Regierungschefs den säkularen Schiiten Allawi, während Iran Amtsinhaber Maliki favorisiert. Neben dem Irak erörterten Erdogan und Assad die Möglichkeiten zur Wiederbelebung des Friedensprozesses. Assad machte klar, indirekte Gespräche mit Israel unter der Bedingung wiederaufzunehmen, dass die Türkei vermittelt.

Bis vor einem Jahrzehnt war die Türkei im Nahen Osten nicht präsent, trotz ihrer Grenze zu Syrien, zum Irak und zu Iran. Sie war ein zurückhaltender Nachbar. Heute ist der Nachfolgestaat des Osmanischen Reichs als Vermittler und Handelspartner begehrt. Die Türkei ist für die Staaten und Gesellschaften des Nahen Ostens eine „Erfolgsgeschichte“, eine „soft power“ geworden – mit ihrer dynamischen Wirtschaft und der praktisch demonstrierten Vereinbarkeit von Islam, einer säkularen Politik (an deren Ende die Macht- und Mullaeliten fieberhaft arbeiten, T.) und einer parlamentarische Demokratie (die auch jeden Tag weiter ausgehöhlt wird, T.).

Kontrovers wird im Westen über die Frage diskutiert, ob die Türkei heute lediglich den Nahen Osten wiederentdeckt oder sogar dorthin zurückkehrt und – sollte dies der Fall sein – ob sie ihre außenpolitische Ausrichtung zum Westen aufgibt. Diesen Fragen ging in Istanbul eine Tagung der Sabanci-Universität, der Berliner Stiftung für Wissenschaft und Politik und der Robert Bosch Stiftung nach. Ein Ergebnis war, dass die Türkei zwar eine neue, aktive Außenpolitik praktiziert, ihre Orientierung nach Europa und zum Westen aber nicht aufgibt. Sie verlegt auch ihre außenpolitischen Achsen nicht neu. Die Öffnung zu den Nachbarn im Nahen Osten dient vielmehr der Diversifizierung der Diplomatie und über die Erschließung neuer Absatzmärkte auch der Steigerung des Wohlstands in der Türkei.

Die frühere Außenpolitik der Türkei hatte sich an Sicherheitserwägungen und dem Primat der territorialen Integrität orientiert. Die neue Außenpolitik steht indes im Dienst des „Handelsstaats“ Türkei, der über eine Mehrung des Wohlstands die Sicherheit und Grenzen garantieren soll. So hatte einer der prominentesten Botschafter der alten Generation, Sükrü Elekdag, gern davon gesprochen, dass die Türkei stets für „zweieinhalb Kriege“ gerüstet sein müsse: gegen Griechenland, Syrien und die PKK. Demgegenüber formuliert der heutige Außenminister Davutoglu eine „Politik der Null-Probleme“ gegenüber allen Nachbarn mit dem Ziel, den grenzüberschreitenden Handel zu maximieren. Bis auf Armenien ist diese Rechnung aufgegangen.

(Das muss man sich mal vorstellen, dass die EU Beitritssverhandlungen mit einem Land führte, dessen Militärpolitik offiziell gegen eines ihrer Mitglieder ausgerichtet ist. Davutoglu indessen ist der Begründer des Konzeptes der „strategischen Tiefe“, das angeblich eine „multi-dimensionale türkische Außenpolitik“ (Wiki) meint, die aber ganz praktisch die Einfrierung der Beziehungen zu Israel bedeutet, die die Verweigerung von Hilfe im zweiten Irak-Krieg bedeutet, die beste Beziehungen zu Naziran bedeutet. T.)

Türkische Außenpolitik ist mehr als klassische Diplomatie, sie ist Handelspolitik. Von der neuen, wirtschaftsorientierten Außenpolitik des Handelsstaats Türkei profitiert vor allem die aufstrebende neue Mittelschicht Anatoliens, die das Rückgrat der Regierungspartei AKP bildet. Die „anatolische Tiger“ genannten jungen Industriestädte Anatoliens blicken auf die bisher unausgeschöpften Marktchancen in der Nachbarschaft. Ihre Unternehmer treiben zwar auch mit Europa Handel. Wegen der restriktiven Schengen-Visavergabe selbst für Unternehmer und Investoren (Als ob die zu Handelsbeschränkungen führen würde, T.) orientieren sie sich mehr und mehr am Nahen Osten. Sie befürworten daher die Visa-Freizone, welche die Türkei mit Syrien, dem Libanon und Jordanien geschaffen hat.

Zu den Erfolgsgeschichten der neuen türkischen Außenpolitik gehört Syrien (Ja, große Klasse, wie gut die Beziehungen zu dieser Diktatur geworden sind, die ebenfalls nach der Bombe greift und ein gefährlicher Feind des Westens ist, T.). 1998 standen die Nachbarn noch am Rand eines Kriegs. Heute sind die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen eng. Mit der Annäherung an Syrien ist eine Abkühlung der Beziehungen mit Israel einhergegangen (Was macht das schon, wenn doch die zu Syrien so fantastisch geworden sind… T.). Sie hatte bereits unter Erdogans Vorgänger, dem linksnationalen Bülent Ecevit, eingesetzt, der Israel einen „Genozid“ an den Palästinensern vorgeworfen hatte (Gemeint ist: Das sei Konsens, nicht nur mohammedanistische Demagogie. T.). Erdogan hatte aber noch 2005 Israel besucht, zwei Jahre später sprach der israelische Staatspräsident Peres vor dem türkischen Parlament.

Gegenüber Israel und den Palästinensern verfolgt die Türkei eine andere Politik als die EU. Beide setzen sich für eine friedliche Lösung des Konflikts und die Schaffung zweier Staaten ein. Sie sprechen aber mit unterschiedlichen Akteuren. Die Türkei wirft der europäischen Diplomatie vor, an der Wirklichkeit vorbei zu sehen, wenn sie nur mit der Fatah spricht und die Hamas boykottiert. Denn ohne die Einbindung der Hamas (Eine Terrororganisation und Verbrecherbande, die ein Territorium gekidnapped hat, so wie die kommunistischen Drogenbanden es in Südamerika zu tun pflegen, T.) könne es eine friedliche Lösung nicht geben. Daher versuche die Türkei, die Hamas in den politischen „Mainstream“ zu ziehen (Genauso wird die Mafia am besten bekämpft: Indem man den Paten zum Staatschef macht. T.).

Besonders offensichtlich sind die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Westen und der Türkei gegenüber Iran. Während der Westen die Sanktionen gegen Iran verschärft, baut die Türkei ihren Handel aus (d.h. unterläuft die Sanktionen mit einem der größten derzeitigen Feinde des Westens, T.). Im UN-Sicherheitsrat hatte die Türkei im Juni gegen eine Verschärfung der Sanktionen gestimmt. Anders als der Westen glaubt die Türkei, nur über eine Normalisierung der Beziehungen Iran normalisieren zu können (Grade eben behauptete Hermann noch das Primat der Ökonomie in Bezug auf die Außenbeziehungen der Türkei, T.). Dazu gehörten Handel und Diplomatie. Die Türkei wisse, mit welcher Basar-Mentalität man mit Iran verhandeln müsse. Aus Furcht vor einer Destabilisierung der Region hatten weder das Osmanische Reich noch die Republik Türkei irgendeinen Aufstand in Iran unterstützt. Ein regionales Machtgleichgewicht zu erhalten, war über Jahrhunderte wichtiger als Außenpolitik auf der Grundlage von Ideologie zu betreiben. Daher fällt die türkische Sympathie für die dissidente „grüne“ Bewegung nur verhalten aus (Nein, sie fällt verhalten aus, weil die „Grüne Bewegung“ eine Bewegung weg von der Theokratie ist, weg von dort, wo die türkischen Machthaber die Türkei hinbringen wollen.T.).

Die Türkei spielt, wie die EU, im Nahen Osten lediglich die Rolle eines sekundären Akteurs nach den Vereinigten Staaten. Nach dem Ende des Kalten Kriegs hatte sie aber rechtzeitig die tektonischen Verschiebungen in der Weltpolitik erkannt und will nun als moderner, selbstbewusster Handelsstaat die sich bietenden Chancen ausnutzen. Der Blick ist weiter nach Europa gerichtet. Die Tür dorthin bleibt aber verschlossen, und so verfolgt eine selbstbewusst gewordene Türkei ihre eigenen Interessen, auch im Nahen Osten.

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Vom gespenstischen Resümee einer wissenschaftlichen Tagung in München berichtete der von mir meist sehr geschätzte Thomas Speckmann, der die Sie erwartende Ungeheuerlichkeit leider völlig lapidar und unkommentiert berichtet.

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Weiße und schwarze Ritter

Weltpolitische Strategien der Europäischen Union

Sie hat ein treffsicheres Gespür für relevante Tagungsthemen und diskussionsfreudige Referenten. Bereits vor zwei Jahren traf die BMW Herbert Quandt Stiftung in München ins Schwarze: Während die Teilnehmer ihrer jährlichen Expertenkonferenz zu den internationalen Beziehungen am Frühstückstisch die neuesten Informationen über die grassierende Finanzkrise austauschten, nahm der Veranstaltungstitel „Who will lead the world?“ eine Frage vorweg, die seit dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers wenige Tage vor dem Münchner Treffen 2008 über nahezu allen Fachtagungen zu globalen Angelegenheiten schwebt. Dieses Jahr wurde diese Frage vor allem an Europa gerichtet – und das war keinesfalls rhetorisch gemeint. Immer wieder wurde der Brite Mark Leonard zitiert. Der Direktor für Internationale Politik am Centre for European Reform in London hatte 2007 in seinem vielbeachteten Essay „Warum Europa die Zukunft gehört“ den Beginn eines europäischen Jahrhunderts ausgerufen, das dem amerikanischen zwanzigsten nachfolgen werde.

Wird die Europäische Union folglich die Weltmacht der Zukunft? Vor dem Hintergrund der Schlagzeilen drei Jahre nach Leonards Buch muss seine These mehr als kühn wirken: Euro-Krise, Streikchaos in Griechenland, Spanien und Portugal, Massenproteste gegen die Rentenreform in Frankreich und Sparbeschlüsse in Großbritannien von historischem Ausmaß. Entsprechend leicht fiel es Jackson Diehl von der „Washington Post“, den – wie er selbst spöttelte – „bösen, arroganten“ Amerikaner zu geben. Schonungslos hielt er der EU den Spiegel vor: Sie habe bislang keine ausreichenden Antworten auf die demographische Herausforderung gefunden. Um die ökonomische Produktivität vieler ihrer Mitglieder stände es ebenfalls nicht gut. Sträflich würden dringend erforderliche Investitionen in Forschung und Entwicklung vernachlässigt. Das Militär sei nicht vorbereitet auf die asymmetrischen Kriege des neuen Jahrhunderts. Im nahöstlichen Friedensprozess spiele Europa keine Rolle. Ein politisches Konzept fehle auch gegenüber China – vor allem gegenüber Pekings Engagement in Afrika und Südamerika. Für Chinas Kontrahenten Indien wiederum sei Amerika als Lieferant von Hightech und Rüstungsgütern attraktiver als Europa, um gegen eine aggressiver auftretende Volksrepublik bestehen zu können.

Machen die Europäer derzeit also alles falsch? Ja und nein schallte es aus den Diskussionsrunden. Vessela Tcherneva brachte als Sprecherin des bulgarischen Außenministeriums die auch nach dem Lissaboner Vertrag anhaltende außen- und sicherheitspolitische Misere Europas auf den Punkt, indem sie einen beliebten Witz von EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton zitierte: Henry Kissinger wacht morgens auf und stellt fest, dass Europa nun eine Telefonnummer hat. Er wählt sie, worauf sich ein Anrufbeantworter in Gang setzt: „Hier ist der Anschluss des Hohen Vertreters der EU für Außen- und Sicherheitspolitik. Für die deutsche Position wählen Sie bitte die eins, für die französische die zwei, für die britische die drei.“

Domenico Lombardi, Präsident des Oxford Institute for Economic Policy, wies auf eine weitere bittere Ironie der europäischen Einigungsgeschichte hin: Europas Nationalstaaten haben in den vergangenen Jahrzehnten die Bildung eines Finanzsystems vorangetrieben, das sie auf nationaler Ebene nicht mehr kontrollieren können. Doch für eine umfassende europäische oder sogar internationale Regulierung liegen die Interessen von Europas Nationalstaaten zu weit auseinander, wie sich nicht zuletzt in den aktuellen Brüsseler Debatten zeigt.

Zugleich bringen die durch die Finanzkrise noch weiter verschärften Budgetzwänge die Europäer enger zusammen. Es war sicherlich kein Zufall, dass ausgerechnet zwei Finanz- und Wirtschaftsexperten die zukünftige Ausrichtung der europäischen Sicherheitspolitik überaus realistisch skizzierten. Markus Kerber, Leiter der Abteilung für finanzpolitische und volkswirtschaftliche Grundsatzfragen im Bundesfinanzministerium, merkte an, dass die desaströse Finanzlage zur Zusammenarbeit bei der Verteidigung zwinge – mit bislang kaum vorstellbaren Möglichkeiten der Kooperation: Großbritannien baue neue Flugzeugträger, habe aber keine Mittel für Flugzeuge. Deutschland verfüge über keinen Träger, dafür aber über Jets. Erste Anzeichen einer derartigen Kooperationsbereitschaft auf bilateraler Ebene machte Pawel Swieboda vom Centre for European Strategy in Warschau bereits zwischen Frankreich und Großbritannien aus. Und Kurt J. Lauk gab als Präsident des Wirtschaftsrats der CDU allgemein zu bedenken, dass die Europäer aus innenpolitischen Gründen ohnehin zurückhaltender beim Umbau ihrer Armeen in Interventionsstreitkräfte wären als die Amerikaner. Kurz: Warum soll man große Summen in global einsetzbares Militär investieren, wenn es dann doch nicht nach Übersee entsandt wird?

(So weit, so logisch, aber jetzt kommt der Hammer, T.)

Diese Rolle könnte für die EU und die Nato in Zukunft verstärkt die Türkei übernehmen. Hugh Pope von der International Crisis Group in Istanbul verwies darauf, dass die türkische Armee heute nicht nur die zweitgrößte Streitmacht der Nato sei, sondern auch über große Erfahrung in der Aufstandsbekämpfung verfüge. Und vor allem: Ankara sei bereit, seine Truppen einzusetzen.

(In der Tat, die Türkei war immer schon bereit, ihre Armee einzusetzen: gegen Armenier,  Griechen, Zyprioten, Assyrer und Kurden, und sie hat ihr nie eine Pause gegeben. Welche Konflikte, bei denen die EU die Türkei als Interventionsarmee einsetzen könnte, sind denn vorstellbar? Vielleicht bei den bekanntermaßen verheerenden Territorialkonflikten in Südamerika (Chile – Peru, Chile – Bolivien, Venezuela – Kolumbien, Venezuela – Guyana)? Beim Kampf um die arktischen Rohstoffe? Tatsächlich ist es doch so, dass nahezu alle Konflikte Konflikte zwischen Orks und Nicht-Orks sind. Und wenn die Türkei also in Europa intervenieren will? T.)

Könnte die Türkei auf diese Weise für Europa zu einer Art „Weißem Ritter“ in der Auseinandersetzung mit den Vereinigten Staaten über den zukünftigen Sinn und Zweck des westlichen Militärs werden (Die Türkei als „weißer Ritter“ Europas in einer Auseinandersetzung mit den USA? Grotesk, aber natürlich nicht unmöglich, wenn man Wulff & Co. weiter gewähren lässt. T.), so steht China derzeit im Ruf eines „Schwarzen Ritters“, der die feindliche Übernahme wichtiger Unternehmen und zentraler Märkte betreibt. Wie wenig diese Sichtweise jedoch dem Gesamtbild gerecht wird, betonte George Soros. Der amerikanische Investor erinnerte daran, dass Peking mit dem Kauf europäischer Anleihen letztlich den Euro gerettet habe, um weiterhin über eine Alternative zum Dollar zu verfügen. Seiner europäischen Heimat schrieb der gebürtige Ungar ins Stammbuch, dass eine Rückkehr zu den Maastrichter Stabilitätskriterien in Krisenzeiten kontraproduktiv sei. Stattdessen sollte Brüssel große Projekte zum Ausbau der europäischen Energie-Infrastruktur als sinnvollen Stimulus fördern (Siehe „Desertec“, 1) – gleichsam als EU-Hilfe zur nationalen Selbsthilfe der Mitglieder. Für Europa sicherlich eine neue Erfahrung: Wann war es in seiner Geschichte schon einmal gleichzeitig Opfer und Retter?

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Obwohl uns ausschließlich und fortwährend Berichte über das Fortschreiten der mohammedanistischen Reaktion in der Türkei erreichen (zuletzt die Kopftuchpremiere von Frau Gül bei der Ehrenformation), wird sie uns weiter als Partner mit Zukunft anempfohlen. An die Möglichkeit, dass ihnen die nicht-orkischen Bürger Europas einen Strich durch die Rechnung machen, und dass die Türkei zurückgewiesen wird, scheinen die Dimmi-Agenten und ihre Helfer in den Medien nicht zu denken.

Meinetwegen mag die kommunistische Einparteiendiktatur Chinas den „schwarzen Ritter“ geben, dann ist die Türkei in der langfristigen Perspektive aber der „pechschwarze Ritter“. Wer der „weiße Ritter“ ist? Meine Meinung habe ich bereits mehrfach zu Protokoll gegeben (2): Es ist Geert Wilders! (3)

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Time am 28. Oktober 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/24/so-nicht/
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/01/22/geert-for-president/
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/13/der-plan-des-weissen-ritters/
3) http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E9F372F5B38C849418ADB929E02EB9F46~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 

Mäh, Lämmchen, mäh

26. Oktober 2010

„Mäh, Lämmchen, mäh“ ist ein altes, deutsches Kinderlied

Einige meiner Freunde sind Vegetarier, aus ideologischen Gründen. Im Kern gebe ich ihnen Recht. Die Angelegenheit ist mir aber nicht so wichtig, als dass ich mich so „kasteien“ und von der Mehrheit ausschließen würde. Klar, wenn ich die Tiere selber töten müsste, würde ich dem Veggie-Club beitreten, und ich finde es auch richtig, darüber nachzudenken, wie man das Leid der Tiere in der industriellen Nahrungsmittelproduktion vermindern kann. Viel Fleisch esse ich aber ohnehin nicht.

Christen haben zu dieser Frage vielleicht generell ein ungeklärtes oder ambivalentes Verhältnis. Das neue Testament wimmelt von Lämmer- und Schaf-Bildern. Diese Tiere sind unschuldig und liebenswert, und der Schäfer gibt alles, damit es seiner Herde gut geht. Mal wird die Gefolgschaft Jesu als Lämmer bezeichnet (Luk. 10/3), mal Christus selbst (Joh. 1/29) als ein solches. Gleichwohl hat auch Jesus selbst offenbar Lammfleisch gegessen, wenn auch nicht ausdrücklich (Matth. 26/19). „Pastor“ (lat.) heißt auf deutsch „Hirte“. Vielleicht kann man das Verhältnis des Christen zum Tier am ehesten mit dem Verhältnis des nordamerikanischen Indianers zum Tier vergleichen. Von diesem wird berichtet, dass er nur zur Nahrungsmittelversorgung, nicht aber aus der Lust am Sport oder Blutgier gejagt habe, dass er nicht das getötete Einzeltier gesehen habe, sondern eher die ganze Klasse, und dass er in seinem Denken eine freundschaftlich-familiäre Beziehung zu ihm pflegte („Bruder Hirsch“).

Dass es unsere Zivilisation war, die z.B. die gigantischen Büffelherden ausradierte, dass das Leid der Tiere in der heutigen Produktion und auf dem Transport unermesslich ist, das ist schrecklich, verdammenswert und sollte dringend geändert werden. Es steht aber quasi auf einem anderen Blatt. Es ist nicht systemimmanent sondern eine Unzulänglichkeit, die bekannt ist, die man einstweilen jedoch noch nicht in den Griff kriegt (übrigens stirbt in freier Wildbahn auch so gut wie jedes Tier eines gewaltsamen Todes). Dass den Christen und Westlern ihr Umgang mit Tieren, sofern er auf Gewalt hinausläuft, im Grunde eher peinlich ist, zeigt die Abgeschiedenheit der Ställe und Schlachtereien, zeigen die fortschreitende Ächtung des Stierkampfes ebenso wie die vielfältigen Tierschutzinitiativen.

Bei den Orks, um in medias res vorzustoßen, ist natürlich mal wieder alles völlig anders. Wie bei den Juden ist bei ihnen das betäubungslose Halsdurchschneiden und Ausblutenlassen religiöse Pflicht geworden (1), ohne dass sich dafür unmittelbare und direkte Textstellen in Kloran und Tora finden lassen (2). Im Kloran steht bloß (2/168, Recl. S. 46): „Verwehrt hat er euch nur Krepiertes und Blut und Schweinefleisch und das, über dem ein anderer als Allah angerufen ward. Wer aber dazu gezwungen wird, ohne Verlangen danach und ohne sich zu vergehen, auf dem sei keine Sünde… „

Hier sieht man deutlich, dass strengste Unterdrückung des Mohammedanismus nicht nur für die zivilisierte Welt das Allerbeste wäre, sondern auch für die Mohammedanisten selbst, denn wenn ihnen keine Wahl gelassen wird, verzeiht ihnen Alla alles.

Dr. Friedrich Landa, Präsident des Tierschutz-Dachverbandes der Schweiz, berichtet darüber hinaus, dass es seinem Gesprächspartner Hussein Abdul Fattah, einem Schweizer Orkführer, auch in Bezug auf die Hadithe nur gelungen sei, lediglich ein einziges direktes aufzutreiben: „Du kannst alles essen, dessen Halsschlagader durchschnitten ist.“ (Imam Malik, Al-Muwatta 24/2/6).

Über das Schächten als solches in Bezug auf die Qualen des Tieres gibt es unterschiedliche und jeweils begründete Stimmen, wie dem Wikipedia-Eintrag unter 1 (s.o.) zu entnehmen ist (s. auch 3). Unbestreitbar ist allerdings, dass das Töten eines Lebewesens, zumal Säugetieres, zumal Lämmchens, eine zutiefst furchtbare Handlung für das Lebewesen ist, eine Handlung, bei der kein normaler Mensch Freude sondern nur tiefstes Mitleid empfinden kann. Die Orks sehen das leider anders. Kewil hatte diesbezüglich 2007 weite Teile von NECLA KELEKs Buch „Verlorene Söhne“ (4) gebracht (5).

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Es (Das Opferfest, T.) gemahnt an die religiöse Pflicht, den Armen Almosen, zakat, zu geben. Ein Drittel des geschlachteten Tieres darf die Familie behalten, zwei Drittel werden an Bedürftige weitergegeben, so jedenfalls ist es Brauch. Von dieser Großzügigkeit, nicht vom Blut des Opfers, sind meine ersten Erinnerungen an das große Fest geprägt.

Anfang der sechziger Jahre lebten wir auf der asiatischen Seite Istanbuls, in Kadiköy, in einem alten osmanischen Holzhaus. Tage vor Kurban Bayrami wurden Haus und Hof geputzt, die Festkleider gewaschen und gebügelt und wir alle frisch frisiert. Früh am Morgen des ersten Festtages ging mein Vater in die Moschee, wir Kinder und meine Mutter bereiteten inzwischen das Frühstück und stellten uns dann der Reihe nach auf, um Vaters Rückkehr zu erwarten. Als er in seinem feinen Anzug das Haus betrat, küssten wir ihm die Hände und wünschten bayraminiz mübarek olsun, ein gesegnetes Fest. Uns Kindern drückte er dann ein paar Lira in die Hand, damit wir Karussell fahren oder Süßigkeiten kaufen konnten. Kurban Bayrami war kein Schlachtfest, sondern wurde ähnlich wie das „Zuckerfest“ gefeiert, man besuchte sich gegenseitig, trank Tee und aß Baklava. Ein Tier zu schlachten wäre keiner der Familien, die bei uns im Viertel wohnten, in den Sinn gekommen. Das Schlachten war eine Sache der Dörfler in Anatolien, moderne Istanbuler gaben Geld für Armenspeisungen oder drückten an diesem Tag den Bettlern auf der Straße ein paar Münzen mehr in die ausgestreckte Hand.

Meine Mutter entdeckte an diesem Tag stets ihr Mitgefühl für die Straßenkinder. Wenn sie vom Einkaufen zurückkam, brachte sie oft einen Jungen mit, den sie an irgendeiner Straßenecke aufgelesen hatte, und fütterte ihn anschließend mit allem durch, was unsere Küche hergab. Ihm wurden die dreckigen Sachen ausgezogen, er musste sich in der Badewanne schrubben lassen, um danach mit ausrangierten Hosen, Hemden und Schuhen meiner Brüder neu eingekleidet zu werden…

Abends gingen wir ins Konzert nach Caddebostan. Wir saßen auf dem Rang oder dem Balkon, wo es Limonade und Knabberzeug für uns Kinder gab und für die Eltern ein Glas Tee oder Mokka. An uns vorbei eilten die Kellner mit lauter Köstlichkeiten, die den an festlich gedeckten Tischen sitzenden Zuhörern im Parkett zwischen den Musikstücken serviert wurden. Einmal dort unten im Parkett zu sitzen und meze, Vorspeisen, köfte, Lammkotelett, und tatli, Spritzgebäck, serviert zu bekommen war damals mein größter Wunsch, den ich mir irgendwann einmal in meinem Leben erfüllen wollte. Das Blutopfer gab es in einer solchen Gesellschaft nicht – und niemand rief danach… (…)

Als ich dreißig Jahre später wieder zum Opferfest in Istanbul war, hatte sich das Bild völlig verändert… Über sechzig Jahre lang war die Moderne der Leitstern, schien die Türkei auf dem Weg einer rasanten Modernisierung, deren Dynamik auch die Vertreter der europäischen Staaten betörte. Aber heute schlägt das Dorf zurück…

… Im Jahr vorher hatte jede Familie ein Schaf gekauft, diesmal hatten die Familien zusammengelegt, um sich gemeinsam ein Rind leisten zu können. Am Abend vor dem Fest zogen die Männer los, um das Tier vom Viehtransporter abzuholen. Es war ein großes braunes Rind mit riesigen Augen, das, von allen bestaunt, an einen Baum gebunden auf den Tod wartete.

Überall im Viertel, in Gärten, Balkonen, auf Terrassen, blökten, muhten und meckerten Tiere. Als am nächsten Morgen der Muezzin von der nahen Moschee zum Gebet rief, waren bereits alle auf den Beinen, und nach dem Gebet trafen sich die Männer, um vor dem Haus mit Schaufeln ein großes Loch auszuheben. Ihre erwartungsvolle Unruhe übertrug sich auf das Rind, das immer aufgeregter an seinem Strick zerrte, bis einer der Männer ihm die Hinterläufe so fest zusammenband, dass es sich nicht mehr rühren konnte.

Ich stand am Fenster im ersten Stock und sah zu. Als die Grube fertig war, brachten die Männer das Tier zu Fall, einer von ihnen sprang hinzu und durchtrennte die Halsschlagader. Das Tier zappelte und zuckte, bis zwei Männer auf seinen Körper stiegen und so lange mit den Knien wippten, bis das Blut aus dem Rind in einem dicken Schwall in die ausgehobene Kuhle floss und einen roten See entstehen ließ. Nach einer Ewigkeit erst, so schien es mir, hörte der Körper zu zucken auf. Dann begannen die Männer, mit Messern und Beilen den riesigen Kopf vom Körper zu trennen, und legten das Haupt in den Rinnstein der Straße.

Die Kinder hatten sich das Schauspiel nicht entgehen lassen, und niemand hatte sie gehindert, dem grausigen Spektakel zuzuschauen. Jetzt wurden die Jungen mutiger und wagten, sich dem Kopf zu nähern, umkreisten ihn und imitierten die aufgerissenen Augen des Tieres, um ihre Schwestern zu erschrecken.

Vor jedem der Häuser spielte sich die gleiche brutale Inszenierung ab, durch die Straßen strömte Blut, begleitet vom Geruch des Todes. Die Männer schlitzten die Tiere auf, bargen die Eingeweide, hackten die Beine ab und zogen den Kadavern die Felle ab. Wenn das Gröbste erledigt war, kamen die Frauen mit großen Tabletts, um die Fleischberge im Schmutz der Straße zu zerteilen und unter den beteiligten Familien aufzuteilen. Dann wurde das Fleisch in Beutel gestopft und – bis auf den Festtagsbraten – in die Tiefkühltruhe gepackt.

Ich war schockiert von dem Anblick, nur mühsam gelang es mir, meine Fassungslosigkeit vor den Verwandten zu verbergen. „Wer soll denn das viele Fleisch nur essen?“, fragte ich. „Geht ihr jetzt in die Armenviertel und verteilt es?“ Da lachten meine Gastgeber und sagten: „Wir leben doch selbst schon im Armenviertel. Nein, das Fleisch ist für uns!“ – „Aber warum schlachtet ihr denn überhaupt?“, wollte ich wissen. „In jedem Supermarkt gibt es Fleisch zu kaufen, wozu das Ganze?“ Meine Verwandten verstanden mich nicht. „Wir können es uns leisten, und es ist unsere Pflicht vor Gott“, sagten sie.

Es ging gar nicht mehr um den spirituellen Geist des Festes, um das Teilen und das Almosen für Bedürftige, sondern es war eine Prestigeangelegenheit geworden, bei der anderen gezeigt werden sollte: Seht her, wir können es uns leisten, ein Rind zu schlachten – und nicht nur ein Lamm.

Die Bilder dieses Tages ließen mich lange nicht los. Vor allem beschäftigte mich die Frage, was dieses alljährliche Ritual für die Männer bedeuten mochte, die sonst Schneider oder Schlosser, Buchhalter oder Verkäufer sind – und einmal im Jahr Herren über Leben und Tod. Einmal im Jahr nehmen sie den Dolch in die Hand, um mitleidslos eine Kreatur zu töten – um Gott zu dienen, behaupten sie.

Die türkische Regierung hat das eigenhändige Schlachten untersagt, ausgebildete Schlachter sollen auf extra eingerichteten kommunalen Schlachtplätzen den entscheidenden Schnitt ansetzen. Die Familien, bei denen ich zu Besuch war, wussten das, aber niemanden interessierte es, auch die Polizei nicht. Illegales Schlachten wird mit einer Strafe von bis zu 500 Euro sanktioniert. Aber niemand wird belangt. Die Vorschriften sind für die Europäer gemacht worden, damit man in Brüssel etwas vorweisen kann. Was tatsächlich passiert, ist etwas anderes. Und so färbt sich der Bosporus Jahr für Jahr von neuem rot vom Blut Millionen getöteter Tiere.

Selbst die Zeitung Hürriyet stellte am 21. Januar 2005 resigniert fest, dass das diesjährige Opferfest wieder „zu einem blutigen Drama“ geworden sei: „Es gab offizielle Schlachthäuser, aber für viele Bürger schien der Weg dahin offensichtlich zu weit, sie wollten es eigenhändig bei sich zu Hause, im Garten oder auf der Straße erledigen. Sie gingen in Parks, auf die Straße, auf den Balkon, sogar auf Kinderspielplätze. Sie banden die Tiere an Bäume und an Laternenpfähle, auf Spielplätzen an die Kinderschaukeln und an die Basketballkörbe und hinterließen überall blutige Spuren. Innereien, Pansen, abgeschlagene Köpfe ließ man zurück. Ganz Istanbul war ein Blutbad. Dieses Land will nach Europa, und allen soll gezeigt werden, dass wir dafür bereit sind. Aber dieser Tag war ein heftiger Rückschlag.“ (…)

„Als ich kürzlich für vier Wochen in der Türkei war, habe ich beschlossen, Allah einen Widder zu opfern“, erzählte ein bekannter türkischstämmiger Schriftsteller am 30. September 2004 in der „Zeit“. Er glaubte, ein Tier schlachten zu müssen, um sich seiner selbst und seines Glaubens zu vergewissern oder, wie er sagt, „seinem Gott zu opfern“. Fasziniert den Geistesarbeiter die Bluttat? Was will er uns damit sagen – ich bin ein gläubiger Muslim? Oder: Seht her, ich bin ein echter Kerl? Oder: Ich töte für Allah? Man könnte diesen Rückfall eines in der aufgeklärten europäischen Kultur aufgewachsenen Intellektuellen in eine barbarische Tradition für die spinnerte Marotte eines Einzelnen halten – wenn sein selbstbewusstes Bekenntnis zu dem Blutopfer nicht zugleich symptomatisch wäre. So wie Mohammed im Jahr 624 nach Christi Geburt nicht versucht hat, das Christentum weiterzuentwickeln, sondern sich auf Abraham berufen hat, um den Ursprung der eigenen Religion zeitlich vor den des Christentums zu verlegen, so agiert auch der Islam heute. Der Rückgriff auf archaische Traditionen ist die Rückkehr zur „wahren“ Religion.

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Kewil hat herausgefunden, um wen es sich bei dem „Schriftsteller“ handelt: Es ist der Linke Feridun Zaimoglu, der solches in einem Interview mit der „Zeit“ am 30. September 2004 (#41) äußerte. Das Titelbild der Zeitung ist noch aufzufinden, das Interview ist inzwischen – anders als ältere und jüngere Spuren Zaimoglus – spurlos verschwunden.

Necla Kelek, die manchmal etwas unscharf wird, wenn sie meint, sich als Mohammedanistin behaupten zu müssen, die aber ganz ausgezeichnete Texte hinlegt, wenn sie sich davon befreit wähnt, trifft den Nagel auf den Kopf, da sie schreibt: „So wie Mohammed im Jahr 624 nach Christi Geburt nicht versucht hat, das Christentum weiterzuentwickeln, sondern sich auf Abraham berufen hat, um den Ursprung der eigenen Religion zeitlich vor den des Christentums zu verlegen, so agiert auch der Islam heute. Der Rückgriff auf archaische Traditionen ist die Rückkehr zur ‘wahren’ Religion.“

Hierbei kann angemerkt werden, dass die Vorverlegung des Mohammedanismus eher als ideologischer Kunstgriff in konkreter Gegnerschaft zu Judentum und Christentum gesehen werden kann, dass die inhaltliche Rückbesinnung aber nicht einfach eine allgemeine Rückbesinnung im Sinne eines „früher war alles besser“ ist, sondern explizit die Rückbesinnung auf die brutalsten, rücksichtslosesten und wahnsinnigsten Aspekte der (arabischen) Vergangenheit. Vor Klo H. Metzel hatten die Frauen beispielsweise weitreichende Rechte und Freiheiten, welche dieses Monster rigoros einschränkte (6). Insofern ist Kommentator Flash m.E. aus christlicher Sicht zuzustimmen, der zum vorherigen Beitrag auf diesem Blog schrieb (7): „Der Islam ist die Antithese zum Christentum. Jeder einzelne „Wert“ des Christentums – pervertiert.“

Martin Vorländer, Dimmi und Vikar in der Türkei, hatte von all dem überhaupt nichts begriffen, als er 2004 schrieb (8):

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„Die Kreuzkirche hat keine festen Kontakte auf institutioneller oder persönlicher Ebene zu muslimischen Vertretern oder Nachbarmoscheen. Meine Erfahrungen beschränkten sich von daher auf Beobachten und Miterleben des islamisch geprägten Alltags. Man gewöhnt sich an den vielstimmigen, nicht unbedingt abgestimmten Gebetsruf der umliegenden Moscheen. Man lernt, die mit fortschreitender Fastenzeit zunehmende Gereiztheit im Istanbuler Straßenverkehr einzukalkulieren. Es ist ein Erlebnis, wenn an Kurban Bayrami, dem Opferfest, die muslimischen Nachbarn auf dem Lagerplatz des Gemüsehändlers vis à vis der Kirche eine Kuh schächten und das Fleisch eimerweise im Viertel verteilen. In den Abendnachrichten werden alljährlich die Bilder der ausgebrochenen Kühe gezeigt, die vor dem Schächtmesser auf Autobahnen oder Spielplätze flüchten konnten.“

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Was für ein ignorantes, gefühlloses Obera*schl*ch! Einen weiteren, sehr wichtigen Aspekt nennt indessen Frau Kelek, indem sie die privaten aber öffentlichen Schlachtungen genau beschreibt.

Was mag dieses schaurige Schauspiel in den vielen Kinderseelen anrichten? Wie mag es sich auf ihre Fähigkeit zu Empathie, Konstruktivität und Zusammenarbeit auswirken? Auf ihr Verhältnis zu Gewalt, zum Töten, wenn es als „Freudenfest“ daherkommt und als Alltäglichkeit? Wenn die Tieropfer verspottet werden? Wenn alles voller Blut und Tod und Leichenresten ist? Wenn man diesem grausigen Treiben in der ganzen Türkei nicht mehr entkommen kann?

Wie in einer Verbrecherbande oder einem Satanistenzirkel wird JEDER gezwungen, sich zu versündigen, und die Kinder werden von klein auf an das Töten und Sterben und an die Selbstverständlichkeit zu töten, wenn man die Macht dazu hat, gewöhnt.

Es wäre übrigens m.E. naiv zu glauben, dass der Genehmigung von Halal-Food in Deutschland NICHT letztendlich eine Blutorgie wie die türkische folgen würde. Das ist ein allgemein-mohammedanistischer Ritus – schockierend daran besonders in Bezug auf die Türkei ist lediglich die Vorstellung, dass IM ERNST überlegt wird, dass dieses barbarische Land unserer Zivilisation beitreten könnte.

Wie man auch hier jedenfalls deutlich sieht, ist die Renaissance des Mohammedanismus gleichbedeutend mit einer Renaissance des Mordens und Schlachtens, des Schlechten im Menschen, welches jener hervorbringt und fördert.

Aber so deprimierend will ich heute nicht enden und bringe Ihnen daher im Folgenden ein Kapitel aus dem Buch „Immer lustig in Bullerbü“ (Oetinger 1988) der großartigen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren (9), welches die Sicht des Westens bestens illustriert.

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Ich bekomme ein Lamm

Am lustigsten ist es vielleicht im Frühling. Inga und ich versuchen immer herauszufinden, wann es am lustigsten ist. Inga findet, es ist im Sommer am lustigsten, und ich finde, es ist im Frühling am lustigsten. Und dann natürlich zu Weihnachten – das findet Inga auch.

Nun will ich etwas erzählen, was im Frühling geschah. Wir haben eine ganze Menge Schafe hier in Bullerbü, und die bekommen jedes Jahr Lämmer. Lämmer sind das Niedlichste, was es gibt. Sie sind niedlicher als Kätzchen und junge Hunde und Ferkel. Ich finde, sie sind beinahe noch niedlicher als Kerstin – aber das wage ich nicht zu sagen, wenn Ole in der Nähe ist.

Während der Zeit, in der die Schafe ihre Lämmer bekommen, laufen wir jeden Morgen zum Schafstall, um zu sehen, wie viele Lämmchen in der Nacht hinzugekommen sind. Wenn man die Tür zum Schafstall öffnet, blöken alle Schafe, so sehr sie können. Die Lämmer blöken zart und fein und nicht so dumpf wie die Mutterschafe und die Schafböcke. Fast jedes Mutterschaf bekommt zwei Lämmer.

An einem Sonntagmorgen, als ich in den Schafstall hinunterkam, sah ich ein Lamm tot im Stroh liegen. Ich lief sofort zu Papa und erzählte es ihm. Und er kam gleich mit und sah nach, warum das Lamm tot war. Es war gestorben, weil das Mutterschaf keine Milch im Euter gehabt hatte. Das arme, arme Lamm! Es hatte sterben müssen, weil es nichts zu essen bekommen hatte. Ich setzte mich auf die Schwelle zum Schafstall und weinte. Bald kam auch Inga und erfuhr alles und da weinte sie auch.

„Ich will nicht, dass Lämmer sterben müssen!“, sagte ich zu Papa.

„Das will doch niemand“, sagte Papa. „Aber hier ist noch eins, das wohl sterben muss.“

Er zeigte auf ein kleines Lamm, das er im Arm hielt und das ganz elend aussah. Es war der Bruder des toten Lamms. Es konnte natürlich auch keine Milch von seiner Mutter bekommen. Und Milch ist das Einzige, was neugeborene Lämmchen essen können. Deshalb sagte Papa, dass wir das Brüderchen des toten Lamms schlachten müssten, damit es nicht verhungern musste. Als wir das hörten, weinten Inga und ich noch mehr. Wir weinten ganz schrecklich.

„Ich will nicht, dass Lämmer sterben müssen!“, schrie ich und warf mich auf die Erde.

Da hob Papa mich auf und sagte: „Nicht weinen, Lisa!“ Und dann sagte er: „Du könntest ja versuchen, das kleine Lamm mit der Flasche aufzuziehen. Genau wie ein Wickelkind.“

Oh, wie wurde ich froh – ich glaube nicht, dass ich jemals so froh gewesen bin. Ich hatte gar nicht gewusst, dass man Lämmer füttern kann wie Wickelkinder. Papa sagte, ich solle nicht allzu sicher sein, dass es mir gelingen varde. Er glaubte, das Lamm varde trotzdem sterben, aber wir könnten es ja einmal versuchen.

Inga und ich liefen zu Tante Lisa. Sie gab uns eine Flasche mit einem Sauger. Daraus hatte Kerstin ihre Milch bekommen, als sie noch ganz klein gewesen war. Dann liefen wir wieder zu Papa.

„Papa, könnten wir dem armen Lämmchen nicht etwas Sahne zu trinken geben?“, fragte ich.

Aber da sagte Papa, wenn ich dem Lamm Sahne gäbe, würde es krank werden. Sein Magen könnte nur Milch vertragen, die mit Wasser verdünnt sei. Papa half mir, die Milch zu verdünnen, und wir wärmten die Flasche in heißem Wasser. Dann steckte ich dem Lamm den Sauger ins Mäulchen. Und, stellt euch vor, es begann sofort zu saugen. Man konnte sehen, wie hungrig es war.

„Jaja, nun bist du die Pflegemutter von diesem Lammkind“, sagte Papa. „Aber es muss von früh bis spät zu essen bekommen. Du darfst also nicht die Lust verlieren.“

Inga sagte, wenn ich die Lust verlieren sollte, brauchte ich ihr nur Bescheid zu sagen, sie würde das Lamm sehr gern für mich füttern. Aber ich sagte:

„Haha, du glaubst doch wohl nicht, dass man die Lust verliert, Lämmchen zu füttern?“

Ich taufte das Lamm Pontus und Papa sagte, es sei nun mein eigenes Lamm. Es war ein Glück, dass alles geklärt war, bevor Lasse und Bosse an diesem Sonntagmorgen aufwachten, sonst hätte es bestimmt Krach gegeben wegen Pontus, glaube ich.

„Dass man sich an einem Sonntag nicht einmal richtig ausschlafen kann, ohne dass Lisa gleich ein Lamm bekommt“, sagte Lasse und war ein bisschen böse, weil nicht er es gewesen war, der Pontus bekommen hatte.

In der ersten Zeit waren immer alle Kinder aus Bullerbü dabei, wenn ich Pontus fütterte. Aber bald verloren sie alle die Lust.

Es ist eigentlich merkwürdig, wie hungrig Lämmer sind. Mir scheint, sie sind fast immer hungrig. Jeden Morgen, bevor ich zur Schule ging, rannte ich zum Schafstall und gab Pontus zu trinken. Sobald er mich sah, kam er angelaufen und wackelte mit seinem kleinen Stummelschwanz und blökte ganz süß. Er war vollkommen weiß, aber auf der Nase hatte er einen kleinen schwarzen Fleck; man konnte ihn also gut von den anderen Lämmern unterscheiden. Agda gab ihm die Flasche, wenn ich in der Schule war. Aber sobald ich nach Hause kam, musste ich ihm eine neue Mahlzeit geben. Und spät am Abend musste Pontus wieder etwas haben. Einmal bat ich Inga, Pontus zu füttern, aber da sagte sie:

„Morgen! Heute habe ich keine Zeit.“

Aber ich hatte Papa ja versprochen, Pontus zu füttern und die Lust nicht zu verlieren – und das tat ich auch nicht. Denn ich hatte Pontus schrecklich gern. Am liebsten mochte ich ihn, weil er sich so freute, wenn er mich sah. Pontus dachte sicher, ich sei seine richtige Mama. Ich fragte Lasse und Bosse, ob sie nicht auch glaubten, dass Pontus glaube, ich sei seine richtige Mama, und da sagte Lasse:

„Sicher glaubt er das. Du siehst doch genauso aus wie ein Schaf«

Eines schönen Tages sagte Papa zu mir, ich müsse Pontus beibringen, seine Milch aus einer Schüssel zu trinken. Er könne ja schließlich nicht aus der Flasche trinken, bis er ein großer Schafbock sei.

Armer Pontus! Er konnte einfach nicht begreifen, warum ich ihm plötzlich eine Schüssel vor die Nase setzte. Er wusste nicht, wie er es anstellen sollte zu trinken. Er schnupperte an mir herum, suchte die Flasche und blökte kläglich.

Bosse war dabei und sah zu. „Trink schon die Milch“, sagte er zu Pontus. „Sei nicht so dumm, du brauchst nur anfangen zu trinken.“

Ich wurde sehr böse auf Bosse.

„Pontus ist doch nicht dumm“, sagte ich. „Du hast keine Ahnung von Lämmern.“

Aber Pontus schnupperte nur an der Milch herum und blökte und war traurig.

Auf jeden Fall verstehe ich mich besser auf Lämmer als Bosse. Denn ich fand den Kniff! Ich steckte meine Hand in die Milch. Und denkt nur, da begann Pontus, an meinen Fingern zu saugen. Er saugte und saugte und schlürfte auf diese Weise die ganze Milch in sich hinein. Etwas kleckerte natürlich daneben.

Einige Zeit saugte Pontus seine Milch von meinen Fingern. Aber eines Morgens, als er so richtig, richtig hungrig war, konnte er nicht abwarten, bis ich meine Hand in die Milch getaucht hatte. Er fing einfach an, allein zu trinken. Und es ging großartig. Danach brauchte er nie mehr an meinen Fingern zu saugen. Das war eigentlich schade, denn er war so lieb, wenn er dastand und saugte.

Als es im Frühling wärmer wurde, ließ man die Schafe auf unsere Weide. Und die Lämmer sollten lernen, Gras zu fressen. Milch brauchten sie aber immer noch. Nun ging ich also jeden Tag mit meiner Milchschüssel zur Schafweide hinaus. Wenn ich an den Zaun kam, stellte ich mich nur hin und rief, so laut ich konnte, „Pontus“. Dann hörte man ein zartes Blöken weit hinten auf der Weide, und Pontus kam in voller Fahrt angerast und sein kleines Stummelschwänzchen wackelte hin und her.

Jetzt ist Pontus so groß geworden, dass er keine Milch mehr trinkt. Er frisst Gras und knabbert Blätter und ist sehr brav und wird sicherlich noch ein großer, prächtiger Schafbock.

Wer weiß, vielleicht bekomme ich noch öfter in meinem Leben Lämmchen. Oder vielleicht Hunde oder Katzen oder Kaninchen. Aber nichts so Liebes wie Pontus. Nie, nie, niemals werde ich ein Tier so gern haben, wie ich Pontus gern habe.

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Time am 26. Oktober 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Schächten
2) http://www.tierschutz.cc/dachverband/docs/aussendungen/aus169.html
3) http://www.freiheit-fuer-tiere.de/zeitschriftausgaben/ausgabe207/tierschutzrecht/protestgegenbetaeubungslosesschaechten.html
4) http://www.amazon.de/Die-verlorenen-Söhne-Befreiung-türkisch-muslimischen/dp/3442154367/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1288113339&sr=8-1
5) http://kewil.myblog.de/kewil/340
6) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/08/alla-hasst-frauen/
7) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/25/dont-feed-the-parasite/#comment-710
8- http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:peh_1KUaYUMJ:www.lutherspass.de/ausland_oekumene/berichte/2004/reader_2004_36_Istanbul.html+sch%C3%A4chten+istanbul&cd=70&hl=de&ct=clnk&gl=de
9) http://de.wikipedia.org/wiki/Astrid_Lindgren

 

Don’t feed the Parasite

25. Oktober 2010

Ein recht schmackhafter Parasit ist der Austernpilz (1).
Aber wozu sind eigentlich Mohammedanisten da?

Einen m.E. exzellenten Aufsatz habe ich auf der Seite „Arouet8″ gefunden (2).

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Die Muslime fallen der Welt in den Rücken

Der Westen hat den Islam noch nicht definiert

Weil der Islam ein inhomogenes Gebilde ist, kann er nur schwer definiert werden. Ist er Gebetsritual, Kleidervorschrift, Moralvorschrift, Religion, Spiritualität, Mythos, Romantik, Männerherrschaft, Bewegung, Gesetz, Regierungsform, Unterwerfung, Diktatur, Feudalismus, Nepotismus, Nihilismus, Fatalismus, Faschismus, Hierarchie, Polygamie, Anarchie, Despotie, Kleptokratie, oder vielleicht gar so etwas wie PERVERSIE? Das Wort Perversismus wäre weniger geeignet, weil gesellschaftliche Gruppierungen, die mit „ismus“ enden, meist zentralistisch sind. Der Islam erinnert eher an eine Anhäufung ungeordneter „Jagd-, Kriegs-, Vermehrungs – Meuten“ (1), die aber im Angriff auf Opfer zu engem Zusammenhalt, inniger Verbundenheit (Umma) und gemeinsamer Erregung fähig sind.

Oft ziehen Hunderttausende Muslime schreiend und tobend durch die Straßen Kairos, die 2 Prozent Muslime Thailands köpfen innerhalb der letzten 10 Jahre im Blutrausch 4000 friedliche Buddhisten oder Gruppen von 15 muslimischen Jugendlichen stürzen sich wutentbrannt unvermittelt auf einen oder zwei Ethnoeuropäer. Die Welt rätselt: Warum sind die nur so erregt? Verstehbar wird das erst, wenn nicht der meist nichtige äußere Anlass als Grund herangezogen wird, sondern das innere Bedürfnis der Muslime nach gemeinsamer Erregung bedacht wird.

Der Islam hat kein Kapitol, keinen Vatikan, keinen Präsidenten und keinen Papst. Seine unzähligen Despoten, Diktatoren, Paschas und Machos würden eine Islam-Zentrale nicht akzeptieren, da sie sonst möglicherweise in der Willkür ihrer jeweiligen Herrschaft eingeschränkt werden könnten. Tote Führerfiguren wie Mohammed und Hitler heben sie im Gegensatz dazu in den Himmel, um sich eine Legitimation von oben her zu verschaffen. Die Pamphlete „Koran“ und „Mein Kampf“ führen in den islamischen Ländern deshalb die Bestseller – Listen an.

Erst wenn der nackte Kern des Islams inmitten seiner vielen Verhüllungen und Verbrämungen offengelegt ist, kann er definiert werden. Für den Westen wird es dann leichter möglich sein, eine Entscheidung zu fällen: Ob er den Islam entweder freudig begrüßen und ihm voll zu Diensten sein soll, oder eher reserviert – abgrenzend sein soll, oder ihn konsequent zurückdrängen soll.

Eine Definition des Islams zu erstellen wäre aber ein Durchbruch, wie wenn eine neue Formel in der Physik gefunden würde. Diese kann oft weit zurückgreifen und auch Anleihen von alten griechischen Mathematikern verwenden. Beim Islam ist es nicht so leicht möglich, auf alte Denker aufzubauen. In der Zeit von Sokrates, Platon oder Aristoteles gab es den Islam einfach noch nicht und die Aufklärer Locke, Hume, Montesquieu, Voltaire (2), Rousseau, Diderot und Kant streiften den Islam nur am Rande, da er nach den Fehlschlägen seiner Eroberungszüge nach Europa vom 16.Jh bis zum 17.Jh. und besonders wegen den Siegen Prinz Eugens Anfang des 18.Jh. überwunden schien. Denker des 18. u. 19. Jh. wie Adam Smith, Jean Paul, Abraham Lincoln, Tolstoj, Kierkegaard, Marx (3), Nietzsche oder Zola fanden es nicht notwendig, sich sonderlich mit dem damals fast völlig bedeutungslos gewordenen Islam zu befassen.

Popper und Thomas S. Kuhn versuchten die seit Bacon Anfang des 17. Jh. im Westen begonnenen zum Nutzen des Menschen verwertbaren Wissenschaften zu verstehen. Sie konzentrierten sich auf diese letzten 400 Jahre, der Islam entstand aber vor 1.400 Jahren und verschwand vor 300 Jahren fast gänzlich von der Weltbühne, um seit etwa 40 Jahren auf einmal wieder da zu sein. Popper wurde 1902 und Thomas S. Kuhn 1922 geboren, sie bekamen von der Wiederauferstehung des Islams nicht mehr viel mit.

Warum für Neomarxisten der Islam tabu ist

Neomarxistische Denker wie Gramsci, Horkheimer, Lukács, Adorno, Marcuse und Habermas hofften insgeheim auf irgend eine Kraft von außen, die ihnen wegen ihrer zwar hoch komplizierten, aber hohlen Theorien dazu verhilft, das übermächtige gegnerische „System“ endlich überwinden zu können. Sie beabsichtigten, mit Verhunzung der Sprache und der daraus folgenden Verwirrung des Denkens die Abwehrkraft des Westens gegenüber zerstörerischen Kräften von außen zu schwächen. Der Islam war für sie und ist auch für die heutigen Neomarxisten ein Tabuthema, weil sie ahnen und wünschen, er wäre diese – wenn auch unkontrollierbare – Kraft von außen.

Grünes Denunziantentum

Und tatsächlich, es kommt seit 1973 zu einer verblüffenden Konstellation verschiedener Erscheinungen. Durch Devisenabfluss aus dem Westen für das teure Erdöl konnte sich der Islam wegen westlicher Nahrungsmittelversorgung, westlicher Technik, westlicher Logistik und westlicher Medizin samt westlicher in-vitro-Fertilisation in einer innigen Verklebung mit seinem grausamen Eroberung – Stammesdenken vom Jahr 1900 bis heute verzehnfachen. Diese in der Geschichte beispiellose Bevölkerungsvermehrung ergoss sich parallel mit dem besagten Erdöl innerhalb der letzten nur 30 Jahre in den Westen und es wurden viele Stadtgebiete Europas vereinnahmt. Die OPEC-Länder drohen seit dem, den Ölhahn zuzudrehen und zu bomben, wenn sich Europa weigern sollte, weiterhin unbeschränkt Muslime aufzunehmen und zu versorgen.

Seit 20 Jahren sind 90% der Migranten nach Europa und deren Nachkommen Muslime. Neukölln beispielsweise hat 350.000 Ew., davon sind bereits 50% Muslime (unter 18 Jahren sind es 80%). Das hat mit Minderheit oder Multikultur nichts mehr zu tun, wie die Grünen es monoton vorbeten, das ist eindeutig Mehrheit und islamische Monokultur. In Berlin, Hamburg, Bremen, Duisburg, Brüssel, Amsterdam, Malmö, London, Liverpool, Wien, Milano, Rom, Marseille, Nizza, Paris, und vielen anderen Städten und Städtchen war vor dem Einsetzen dieser Moslemisierung Europas wesentlich mehr Multikultur vorhanden.

Die Vision des Multikulturalismus ist für den Globus nicht nur erst seit Beethovens „Alle Menschen werden Brüder/Schwestern“ eine glückverheißende Perspektive. Der Westen hat sich schon lange darauf vorbereitet, indem er alle Kulturen von den Eskimos bis zu den Schamanen und die den alten Griechen vorausgegangenen alten indischen/chinesischen Philosophien eifrig studiert, während der Islam alle Kulturen außer der eigenen einfach als nicht existent betrachtet. Der Kosmopolitismus des Diogenes v. Sinope bis Albert Camus im 20.Jh. verdeutlicht diese alte europäische Kulturleistung. Die Völker, Nationen, Kulturen und Religionen der Erde sind prinzipiell zum Multikuralismus in der Lage. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Monokultur par excellence, der Islam. Genau diesen Bock wollen die von ihrer Unfehlbarkeit überzeugten Grünen und die neue „linke“ Schickeria aber zum Gärtner des in Zukunft sicherlich erstrebenswerten globalen interkulturellen Paradiesgartens machen.

Die vom Westen großmütig aufgenommenen Muslime, von denen hoffnungsfroh erwartet wurde, sie würden seine Aufnahmebereitschaft anerkennen und aufgehen in seine demokratische Gesellschaft so wie die Vietnamesen, Polen, Russen, Portugiesen, Brasilianerinnen und Philippininnen es taten – was machen sie? Sie geben sich völlig widerstandslos und selig den selbstherrlichen Hasspredigern, den von der Türkei gesteuerten Islamverbänden und den ewiggestrigen Imamen hin, die bezahlt von den Erdöl-Billiarden Saudi-Arabiens zu Hunderttausenden in den Westen entsendet werden.

Manche nach Europa zugezogene MigrantInnen, genau die, die von den Grünen als „xenophob“ und „rassistisch“ verleumdet werden, wie Necla Kelek, Mina Ahadi, Seyran Ates, Ayaan Hirsi Ali, die türkischstämmige Journalistin Güner Balci

http://www.youtube.com/watch?v=R9T7UBgsLZw

oder die iranischstämmige Künstlerin Firoozeh Bazrafkan

http://www.youtube.com/watch?v=nxoZ_ZUqk4M (nicht mehr aktiv, T.)

verteidigen Europa gegen den Islam oft fleißiger als viele Ureuropäer, denn bei ihnen kommt neben dem hautnahen Kennenlernen des islamischen Schreckens und der Sorge um ein menschenwürdiges Leben aller nachkommenden Welt – Generationen auch das Dankbarkeitsgefühl dazu, gerettet worden zu sein. Sie wollen nun mithelfen, ihre Retter zu retten.

Von den Grünen ist keine Abwehr gegen die autokratischen Islamfunktionäre und Scheichs zu erwarten. Die schauspielern nur auf kritisch und mutig. Sich in eine warme Nische des besonders gesund leben wollenden und reinste Luft atmen wollenden Bildungsbürgertums kuscheln, gegen ohnehin schon von allen Seiten verfolgte IslamkritikerInnen denunziantisch Anzeigen beim Staatsanwalt erstatten, naseweises Hervortun und immer-unschuldig Kulleraugen machen, mehr leisten sie nicht.

Wulff schläft auf der Autobahn ein

Anders als in der Physik, in der es nicht allzu dramatisch ist, ob eine ausreichend genaue Formel in 5 oder erst in 50 Jahren gefunden wird, ist für das Finden einer halbwegs genauen Definition des Islams höchste Eile geboten. Die Lethargie der europäischen Präsidenten, Kanzler und Kanzlerinnen, die allesamt gelangweilt rülpsen:

„Der Islam gehört zu uns und gehört zu Europa und gehört zu unserer Identität und bereichert uns und wir gehören zum Islam“ (4) ,

wäre so etwas wie ein Einschlafen auf der Autobahn, wenn sich mit einer Definition etwa zeigen sollte, der Islam würde die Zivilisation und die Menschenrechte geradewegs an die Wand fahren. Er kann dann nicht mehr wie bisher tatenlos und fatalistisch hingenommen werden, sondern es muss zügig und entschieden ins Lenkrad gegriffen werden.

Weil auch die Geisteswissenschaften sich noch kaum mit dem Islam auseinandergesetzt haben, gibt es bisher keine ausreichende Definition. Die forschen nur verbissen über solche alten Nebensächlichkeiten wie das Verhältnis von Antonius und Kleopatra oder wiederkäuen zum 597. Mal die Völkerwanderung, als nicht mehr als 300 Millionen Menschen auf dem gesamten Globus herumliefen. Alles nur, damit sie sich ja nicht bei dem unangenehmen aktuellen Thema Islam Stellung beziehen müssen.

Der Islam nützt die von der Vernunft geleitete westliche Vermehrungsbremse aus

Bis zum Jahr 1600 gab es etwa 500 Millionen Menschen auf der Welt. Das reichte aus, um sie in den 2,5 Millionen Jahren seit sie existieren, nicht aussterben zu lassen. Im Jahr 1900 gab es 1.600 Millionen Menschen. Aber dann ging es von der Horizontalen schwungvoll in die Vertikale mit der statistischen Linie. 1950 waren es 3 Milliarden, heute sind es 7 Milliarden und wenn es so weitergeht, werden es im Jahr 2100 16 Milliarden sein. Deshalb wird überall in der Welt seit etwa 1980 die Vermehrungsbremse gezogen. Im Westen wird die Bremse sogar zu scharf angezogen, aber auch Lateinamerika und Asien, besonders China tut mit, die fieberhaft ansteigende Linie zu beruhigen.

Was ist nun, wenn eine Gruppierung diese Situation ausnützt und in der Zeit, in der alle anderen abbremsen, im Gegenteil sogar beschleunigt? Dann ist ihr Überholvorgang in kürzester Zeit vollzogen. Diese Gruppierung sind die Muslime. In der heiklen Phase, in der alle anderen die Menschheit und den Planeten gegen Überbevölkerung retten wollen, fallen die Muslime ihnen in den Rücken und wollen sich sogar möglichst massiv vermehren, um zu dominieren.

Auch der Hitlerismus ist noch nicht ausreichend definiert

Das Versäumnis, Rechtsradikalismus, Faschismus und Hitlerismus mit seinem Rassismus noch nicht ausreichend definiert zu haben, rächt sich nun im Bezug auf den Islam. Die westlichen Philosophen sind eingeschlafen und befassen sich deshalb vorrangig mit dem Phänomen, warum das Gehirn träumen kann. Die Faschismusdefinition von Dimitroff ist oberflächlich („die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“) und wurde von ihm schon 1935 formuliert, als die entscheidende Rolle vom kapitalistischen Churchill zur Niederschlagung des Hitlerismus und der Völkermord an den Juden noch nicht bekannt waren.

Islam-Oppositionelle oder -Kritiker können heute von wem auch immer, jederzeit und immerzu als rechtspopulistisch, rassistisch oder faschistisch bezeichnet werden, weil noch nicht klar definiert wurde, was das ist. Gerade solche Mode-Linke, die noch niemals links waren und keine Ahnung haben, wie schwer es 1968 für die damals kleine Linke gegen den bürgerlichen Muff und die alten Hitler-Bewunderer war, meinen jetzt Fahnenträger gegen die Islamkritiker sein zu müssen.

Sie echauffieren sich mit dem Wort „Rechtspopulismus“, von dem sie am allerwenigsten wissen, was das ist. Jetzt, wo sie im Mainstream aller Zeitungen, mit so gut wie allen Fernsehsprechern/Journalisten, allen Hochschulen, allen Gerichten und den vielen Islam – ergebenen Parteien mitschwimmen ist es leicht, links zu sein. Dieses „Links“ wandelt sich bei ihnen um in ein Extrem-Rechts, was deutlich zu sehen ist, wenn sie mit ihren hitlergrüßenden Muslimbruder-, Hamas- und Hisbollah – Freunden, mit Ahmadinejad und Erdogan zusammen sind.

Die EuropäerInnen können dieser islamischen Extrem-Rechten nur entkommen, wenn sie schon für die allernächsten Wahlen islamkritische Parteien gründen, sofern noch keine vorhanden sind. Diese dann auch wählen und anschließend bereit sind, das Wahlrecht zu verteidigen. Denn die Islam-Freunde wollen Wahlen und Meinungsfreiheit sicher ehestens abschaffen, wenn diese Parteien mehrheitlich gewählt werden. Von den Islam-Freunden als „rechtspopulistische Scharlatane“ bezeichnet zu werden, ist das kleinere Übel ja sogar ein Kompliment, denn im Vergleich zu ihrem islamischen Rechts-Extremismus ist „rechtspopulistisch“ schon wieder weit links stehend.

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1) Elias Canetti: „Meute ist… Form gemeinsamer Erregung… In vier verschiedenen Formen oder Funktionen tritt die Meute von jeher auf. Sie haben alle etwas fließendes und gehen leicht ineinander über… Jagdmeute, Kriegsmeute, Klagemeute, Vermehrungsmeute“ (Elias Canetti, „Masse und Macht“, Fischer Taschenbuchverlag 1995, S. 109 ff.).

2) Voltaire: „Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seine Mitbürger glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, dass er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, … es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht (des Verstandes) erstickt“ (Brief an Friedrich den Großen).

3) Karl Marx: „Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby“, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.“ (Karl Marx – Friedrich Engels – Werke, Band 10, Dietz Verlag, Berlin/DDR 1961, S. 170). „Da der Koran jeden Ausländer zum Feind erklärt, so wird niemand wagen, in einem muselmanischen Land aufzutreten, ohne seine Vorsichtsmaßregeln getroffen zu haben.“ (Karl Marx – Friedrich Engels – Werke, Band 10, Dietz Verlag, Berlin/DDR 1961, S. 171).

4) Der deutsche Bundespräsident Wulff am 3. Oktober 2010: „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“
http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/gehoeren-wir-unglaeubigen-auch-dazu/1950404.html

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Time am 25. Oktober 2010

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1) http://baysf.de/de/home/unternehmen_wald/aktuelles/detailansicht/article/168/parasit-a-la-carte-1.html
(mit Kochrezepten)
2) http://arouet8.wordpress.com/2010/10/20/die-muslime-fallen-der-welt-in-den-rucken/

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PS, Soundtrack: „Pessimystic“ von Alice Cooper, grandios und lebensgefährlich, m.E. einer der besten Rocksongs aller Zeiten.

Hier die Performance:

http://www.youtube.com/watch?v=i6eMCusKb6A

Hier der Text:

Pessimystic

Don‘t need a crystal ball
For me to see clearly
No astrology or Tarot cards
Watching CNN
And holding my breath
To face the day
Scares me to death

I‘m pessimystic
I‘m so fatalistic
I‘m pessimystic
I don‘t believe a thing
I‘m pessimystic
I‘m so nihlistic
I‘m pessimystic
For what tomorrow brings

I can‘t hear a word you say
So shut up, shut up, shut up, shut up
I like being sick this way
So shut up, shut up, shut up, shut up

Everybody‘s mind is badly infected
Everybody feeds the parasite
Everything is dark so why not accept it?
Everything is far more black than white

I‘m pessimystic
I‘m so fatalistic
I‘m pessimystic
I don‘t believe a thing
I‘m pessimystic
I‘m so pissed-off-istic
I‘m pessimystic
Of what tomorrow brings

I can‘t hear a word you say
So shut up, shut up, shut up, shut up
I like feeling sick this way
So shut up, shut up, shut up, shut up

Shut up, shut up, shut up, shut up
Shut up, shut up, shut up, shut up

I‘m pessimystic
I‘m so fatalistic
I‘m pessimystic
I don‘t believe a thing
I‘m pessimystic
I‘m so nihlistic
I‘m pessimystic
Of what tomorrow brings

I can‘t hear a word you say
So shut up, shut up, shut up, shut up
I like being sick this way
So shut up, shut up, shut up, shut up

I can‘t hear a word you say
So shut up, shut up, shut up, shut up
I like feeling sick this way
So shut up, shut up, shut up, shut up

Shut up, shut up, shut up, shut up


Talentsuche

24. Oktober 2010

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Von Greser & Lenz aus der heutigen FAZ.

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Time am 24. Oktober 2010

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