Eine Gehirnwaschmethode ist es, das Opfer dazu zu bringen, zwei widersprüchliche Aussagen als gleichermaßen richtig anzuerkennen, nur weil der Wäscher dieses behauptet. Kein Problem mit widersprüchlichen Aussagen haben Schizophrene, und noch weniger Probleme damit haben Menschen, denen der Wahrheitsgehalt von Aussagen von vornherein völlig egal ist, weil sie die Dinge ausschließlich nach dem „politischen Nutzen betrachten“. Leo z.B. hat heute geschrieben (1):
„Islam ist für ihn (Time, T.) eine Seuche. Eine Seuche kann man nur auslöschen wollen. Und auslöschen heißt dann eigentlich auch: Man muss den Träger der Seuche auslöschen, oder jedenfalls aus unserer Welt entfernen.“
Eine Therapie, bei der der Kranke getötet wird? Das hat es noch nie in der Geschichte der Menschheit gegeben, so einen Irrsinn gibt es nur in Leos Kopf. Er schreibt wenige Zeilen weiter:
„Es ist eine Art geistiger Tollwut, was man bei den Antisemiten, bei fanatischen Nationalisten, bei den Xenophoben und Islamophoben bemerkt. Da es keinen ‚Impfstoff’ gibt, um diese Tollwut zu heilen, müssen wir mit den Tollwütigen leben und in Kauf nehmen, dass sie – wie Breivik – auch real zubeißen könnten.“
Breivik, der 76 Menschen abgeschlachtet hat, hat „zugebissen“? Was für eine verniedlichende, abgebrühte Sprache! Uuups, ich vergaß, es geht ja allein um den „Nutzen“.
Leo wirft mir vor, dass ich den Mohammedanismus, wie der von mir sehr verehrte Dr. Ali Sina (2), als Krankheit bezeichne, nur um mich wenig später selbst als „tollwütig“ zu bezeichnen?
Nun, als Kläffer hat er mich ebenfalls bereits gekennzeichnet, und tollwütige Hunde werden bekanntlich erschossen. Leos scheinheiliges „Wir-müssen-in-Kauf-nehmen“ hat er sich lediglich als Versicherung dazuformuliert, für den Fall der Einladung des Verfassungsschutzes zu einer „ernsthaften Befragung“, die wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.
Für die Krankheit Mohammedanismus aber gibt es ein Medikament und also auch Heilung. Hier muss „das Feuer mit Feuer“ bekämpft werden, und das heißt, dass die Wahrheit über Kloran, Hadithe, Sira, Scharia, Fatwas und vor allem über den verkommenen Sklavenjäger, Massenmörder und Vergewaltiger Klo H. Metzel gesagt wird.
Leo fabuliert munter weiter, und er zeigt einmal mehr seinen tief sitzenden Judenhass, der in neuen Ungeheuerlichkeiten gipfelt:
„Unter Kriegsbedingungen eskaliert so etwas (wie die Texte in diesem Blog, T.) zum Völkermord. Der vorher wohl nicht eingeplant war. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Nazis die Juden von vorne herein physisch auslöschen wollten, das kam erst mit dem Krieg, und ich habe auch nicht den Eindruck, dass sie Jungtürken die Armenier auslöschen wollten, das kam auch erst mit dem Krieg und der Eskalation der Kriegsereignisse 1915. “
Leo behauptet also 1.: Hitler war eigentlich gar nicht so schlimm, er ist nur durch den Krieg dazu gebracht, d.h. gezwungen worden, die Juden zu vernichten. 2. Der Massenmord an den christlichen Armeniern durch die mohammedanistischen Torks (3) ist ebenfalls durch äußere Zwänge bzw. Notwendigkeiten entstanden. Was für ein schamloser Demagoge!
Nun meint Leo, dass ich den ultimativen Massenmord plane. Dieser werde dann Gestalt annehmen, wenn wir uns wieder im Kriegszustand befänden. Was für ein hanebüchener Unsinn ist denn das? Wo soll der denn herkommen, dieser Krieg? Von den deutschen Spenden für Somalia? Immerhin, so Leo, ist bis dahin offenbar erstmal Entwarnung. Jedoch:
„Diese Eskalationsgefahr (beim Counterjihad, T.) muss man mitbedenken. Aber die Grundidee, die mentale Voraussetzung für die Möglichkeit einer solchen Eskalation zum Völkermord, die ist schon mit Mein Kampf gelegt, bzw. bei den Jungtürken mit der Idee des rein türkischen Anatoliens.“
Aha, „mein Kampf“ hatte doch ein bisschen was damit zu tun. Bravo, Leo! Aber wie steht es mit dem Kloran, den Hadithen (die übrigens die Vernichtung der Torks fordern, 4), der Sira usw., also zutiefst blutrünstiger Manifeste? Die haben seltsamerweise laut Leo keine Auswirkungen. Zwar werden täglich überall auf der Welt Massenmorde in ihrem Namen verübt, und nicht im Namen der „Madrasa of Time“, aber das ist egal, denn Leo hat immer Recht. Warum? Darum!
Blicken wir zurück in der Geschichte: Die Vernichtung des Kommunismus hat 70 Jahre gedauert, hat Europa aber eher wenig Opfer gekostet. Die Vernichtung des Nationalsozialismus dauerte nur sechs Jahre, aber in jedem starben im Durchschnitt zehn Millionen. Egal wie hoch der Preis sein würde, an der völligen Vernichtung der Totalitarismen bestand für den Westen kein Zweifel. Präsident Reagan ließ den Bolschewisten die Möglichkeit, mit einem „Winseln oder einem Knall“ zu gehen. Auch gegenüber den Nationalsozialisten war die Haltung der Demokratien kompromisslos. Die liegt vor allem im Wesen von Tyranneien und totalitären Systemen begründet, die, wie der Name sagt, in ihrem Wesen total, d.h. kompromisslos sind. Dieser absoluten Kompromisslosigkeit kann man nur mit einer ebenso entschlossenen Kompromisslosigkeit begegnen. Es ging damals also um die „endgültige Vernichtung der Nazi-Tyrannei“, wie es Präsident Roosevelt und Premierminister Churchill am 14. August 1941 in der „Atlantik-Charta“ festlegten. Lesen Sie einen Aufsatz von Rainer Blasius aus der FAZ vom 15. August.
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Vollständiger Sieg über die Feinde
Churchill und Roosevelt auf dem Höhepunkt
der allgemeinen Kriegszieldiskussion
Seit dem deutschen Angriff am 22. Juni 1941 kämpfte die Sowjetunion um ihr Überleben. Den drei vorrückenden Heeresgruppen waren vier Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes gefolgt. Sie sollten Juden, kommunistische Funktionäre, “Zigeuner” und andere “unerwünschte Elemente” systematisch töten. Noch hielten sich die Vereinigten Staaten offiziell aus dem Krieg in Europa heraus.
Gut drei Wochen später, am 12. Juli, schlossen Großbritannien und die Sowjetunion eine Vereinbarung über “Gemeinsames Handeln im Krieg gegen Deutschland”. Diese sah wechselseitige Hilfeleistung vor und schloss zugleich jeden Separatfrieden oder Waffenstillstand aus. Dem britischen Premierminister Churchill ging es anschließend darum, die Vereinigten Staaten fester in die ideologische Frontstellung gegen Hitler einzubinden. In dieser Situation kam Churchill eine Mitteilung des amerikanischen Präsidenten Roosevelt gelegen, der zwei Tage nach der britisch-sowjetischen Vereinbarung dem Premierminister eine “alles umfassende Erklärung” nahelegte, “in der klargemacht wird, dass keine Verpflichtungen für den Nachkriegsfrieden betreffend Territorien, Bevölkerung und Wirtschaftsfragen eingegangen wurden”. Roosevelt wollte Geheimabsprachen über Kriegsziele unterbinden. Am 30. Juli bot sein Sonderbeauftragter Harry Hopkins dem Sowjetdiktator Stalin materielle Hilfe an, die schon am 2. August einsetzte.
Vom 9. August bis 12. August trafen sich Roosevelt und Churchill auf dem amerikanischen Kreuzer “Augusta” und dem britischen Schlachtschiff “Prince of Wales” in der Placentia Bay vor der ehemaligen neufundländischen Silberbergbausiedlung Argentia. Roosevelt war zum sofortigen Kriegseintritt nicht bereit, wohl aber zum “unerklärten Krieg” (wie es Ian Kershaw einmal formulierte). Beide Staatsmänner vereinbarten, dass die amerikanische Flotte die Sicherung der Dänemark-Straße und den Schutz britischer Geleitzüge im Nordatlantik übernehmen solle. Außerdem einigten sie sich auf eine Erklärung über Kriegsziele, die am 14. August 1941 öffentlich verkündet wurde: die Atlantik-Charta. Demnach erachteten es der Präsident und der Premierminister “für richtig, gewisse gemeinsame Prinzipien in der nationalen Politik der jeweiligen Länder bekanntzugeben, auf die sie ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft für die Welt gründen”.
Nach Punkt 1 suchen beide Staaten “keine territoriale oder sonstige Vergrößerung”. Nach Punkt 2 lehnen sie “territoriale Veränderungen” ab, “die nicht mit den frei geäußerten Wünschen der betroffenen Völker übereinstimmen”. Nach Punkt 3 achten sie “das Recht aller Völker, sich diejenige Regierungsform zu wählen, unter der sie leben wollen”. Souveränitätsrechte und Selbstverwaltung sollte den Völkern “zurückgegeben werden, denen sie gewaltsam entrissen worden sind”. Nach Punkt 4 bemühen sich Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit Rücksicht auf bestehende Verpflichtungen darum, “die Möglichkeit des freien Zugangs aller Staaten, großer und kleiner, von Siegern und Besiegten, zu gleichen Bedingungen zum Welthandel und zu den Rohstoffen der Welt” zu fördern. Laut Punkt 5 erstreben sie “die engste Zusammenarbeit aller Nationen auf wirtschaftlichem Gebiete” mit dem Ziel, “für alle verbesserte Arbeitsbedingungen, wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Sicherheit zu gewährleisten”. In Punkt 6 hoffen sie, “dass nach der endgültigen Vernichtung der Nazi-Tyrannei” ein Frieden geschaffen werde, “der allen Nationen die Möglichkeit geben wird, in Sicherheit innerhalb ihrer eigenen Grenzen zu leben”, und “der Gewähr dafür geben wird, dass alle Menschen in allen Ländern ihr ganzes Leben frei von Furcht und Not verbringen können”. Nach Punkt 7 soll der künftige Friede “alle Menschen in die Lage versetzen, ungehindert die Meere und Ozeane zu befahren”. Laut Punkt 8 meinen Großbritannien und die Vereinigten Staaten, dass alle Völker der Erde die Anwendung von Gewalt aufgeben müssen: “Da kein zukünftiger Friede bewahrt bleiben kann, wenn Bewaffnung für den Land-, See- und Luftkrieg weiterhin Nationen zur Verfügung steht, welche mit Angriffen jenseits ihrer Grenzen drohen oder drohen können, glauben sie, dass die Entwaffnung solcher Nationen von wesentlicher Bedeutung ist, bis ein umfassenderes und dauerndes System der allgemeinen Sicherheit aufgebaut sein wird.” Sie werden auch alle Maßnahmen, “welche den friedliebenden Völkern die erdrückende Last der Rüstungen erleichtern”, unterstützen.
Für Churchill war Punkt 6 der wichtigste, was er vor dem Unterhaus am 9. September hervorhob: “Endgültige Vernichtung der Nazi-Tyrannei“. Aus Roosevelts Sicht enthielt die Charta einerseits den vom State Department geforderten Verzicht auf territoriale Veränderungen. Andererseits umriss sie eine Friedensordnung, die sich an den von Roosevelt am 6. Januar 1941 verkündeten “Vier Freiheiten” der Meinungsäußerung, der Religion, von Not und von Furcht orientierte und Vorstellungen von der Freiheit der Meere und des Welthandels einbrachte.
Joseph Goebbels, Hitlers “Minister für Volksaufklärung”, notierte am 15. August in seinem Tagebuch: “Der Inhalt dieser acht Punkte ist ältestes Inventarium der demokratischen Propaganda. Man wolle keine Gebietserweiterung – sehr einleuchtend von zwei Großmächten, die die halbe Welt besitzen. Man wolle den unterworfenen Ländern ihre Selbstverwaltung zurückgeben – auch sehr verständlich, weil diese Selbstverwaltung ja die Atomisierung Europas verewigen soll, was durchaus im englisch-amerikanischen Interesse liegt.” Es werde “Abrüstung” versprochen, “natürlich nur für die Staaten, die Aggressionsabsichten hätten”. Alles sei ein “ganz dummdreistes Propagandamanöver”, darauf berechnet, “in den besetzten Gebieten gegen uns Stimmung zu machen und das deutsche Volk zu entzweien und auf die gegnerische Seite herüber zu locken”. Das “Dritte Reich” müsse sich aber davor hüten, “die Einzelheiten dieser Proklamation Punkt für Punkt zu widerlegen”.
Dem früheren Botschafter Ulrich von Hassell – er wurde 1944 als Hitler-Gegner hingerichtet – fiel am 18. August “die feige Behandlung der Sache durch unsere Propagandaleitung” auf: “Die Punkte, deren Wirkung man offenbar fürchtet, dürfen nicht gebracht werden, dafür aber in grober Form zerpflückt und bekämpft werden.” Der “übelste Punkt” sei der achte, der so ausgelegt werde, “dass es die einseitige Entwaffnung Deutschlands à la Versailles fordere”. Dies diene dazu, “die Vorstellung vor allem bei den Generalen hervorzurufen, eine Regimeänderung nütze gar nichts, der Gegner gehe auf eine Vernichtung Deutschlands aus.”
Am 24. September 1941 schlossen sich auf der Interalliierten Konferenz im St. James’s Palace in London die Exilregierungen Belgiens, Griechenlands, Jugoslawiens, Luxemburgs, der Niederlande, Norwegens, Polens und der Tschechoslowakei sowie das “Nationalkomitee der Freien Franzosen” und die Sowjetunion der Atlantik-Charta an. Der sowjetische Delegierte, Botschafter Majskij, bemerkte dazu: “In Anbetracht der Tatsache, dass sich die praktische Anwendung dieser Prinzipien notwendigerweise nach den Verhältnissen, Bedürfnissen und historischen Besonderheiten der jeweiligen Länder richten wird, kann die Sowjetunion erklären, dass die konsequente Anwendung dieser Prinzipien von seiten der Regierung und des Volkes der UdSSR die tatkräftige Unterstützung erfahren wird.”
Bald nach dem Angriff Japans auf die amerikanische Flotte in Pearl Harbor und nach der deutschen Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten unterzeichneten dann 26 alliierte Regierungen am 1. Januar 1942 in Washington die Erklärung der Vereinten Nationen (der bis Kriegsende insgesamt 45 Regierungen beitraten). Diese enthielt neben den Prinzipien derAtlantik-Charta die Verpflichtung, alle Kräfte gegen den deutsch-italienisch-japanischen Dreimächtepakt einzusetzen und weder einen separaten Waffenstillstand noch einen Sonderfrieden zu schließen. Als Kriegsziel nannten die Unterzeichner den “vollständigen Sieg über ihre Feinde” – mithin die totale Niederlage der Gegner. Die Formel von der “bedingungslosen Kapitulation”, die Roosevelt und Churchill am 24. Januar 1943 auf der Konferenz von Casablanca verkündeten, war dessen logische Folge.
Die Forderungen vom 14. August 1941 und vom 24. Januar 1943 erläuterte Churchill in ihrer Bedeutung und Tragweite in der Unterhausrede vom 22. Februar 1944: Der Ausdruck “bedingungslose Kapitulation” bedeute nicht, “das deutsche Volk würde versklavt oder vernichtet werden. Es bedeutet, dass die Alliierten im Augenblick der Kapitulation den Deutschen gegenüber durch keinen Pakt und keine Verpflichtung gebunden sind. So wird zum Beispiel die Anwendung der Atlantik-Charta auf Deutschland als Rechtsgrund, der die Abtretung von Gebieten an feindliche Staaten oder Grenzberichtigungen verhindert, nicht in Frage kommen.” Gebunden sei Großbritannien an das eigene Gewissen, die eigene Kultur: “Wir aber sind den Deutschen gegenüber durch keinen Vertrag gebunden. Das bedeutet ,bedingungslose Kapitulation’.”
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Time am 17. August 2011
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1) http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/08/15/leo-brux-dhimmi-und-bulldogge-der-orks/#comment-13458
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/01/15/mohammedanismus-ist-lacherlich/
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/14/phonix-armenien-flieg/
4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/28/alla-fordert-turkenvernichtung/
Tags: Adolf Hitler, Franklin Delano Roosevelt, Leo Brux, Rainer Blasius, Winston Churchill

18. August 2011 um 02:54
Wer eine Religion vernichten will, muss auch die Menschen vernichten, die ihr hartnäckig anhängen. Schließlich werden sie sich mit aller Entschlossenheit gegen das Vernichtetwerden wehren. Religionen treibt man nicht aus Menschen aus, die gläubig sind.
Wie könnte man Madrasa of Time seine Überzeugungen, die er hier vertritt, wegnehmen – einmal angenommen, sie wären nicht nur ein Spiel, sondern echt?
Orwells 1984 gibt uns da ein Beispiel, wie es auch ohne Killen gehen kann – Winston Smiths Augen begegnen dem, was der Mann auf keinen Fall aushält, und so bricht er zusammen. Das kann man individuell machen, aber wie macht man es bei Millionen, wie macht man es bei Milliarden? Das geht nur mittels Massenmord.
Die Seuche – nehmen wir mal die Pest – wird über Ratten bzw. einen bestimmten Floh übertragen. Wenn der Islam eine Seuche ist, dann wird sie offensichtlich durch Menschen von dem einen auf den anderen übertragen. Wenn ich diese Übertragung verhindern will – bei 1,5 Milliarden – wie muss ich da vorgehen, wenn ich den Islam als Seuche vernichten will? Ich muss diejenigen ausschalten, die den Islam übertragen, und das sind eben alle gläubigen Muslime.
Die Vernichtung der Nazi-Tyrannei hat immerhin einen Weltkrieg gebraucht, dazu die totale militärische Niederlage der Deutschen. Sowas bräuchte man also – nach Madrasa of Time – auch für die Vernichtung des Islam … Einen totalen Krieg, eine totale militärische Niederlage, die islamischen Länder werden alle besetzt wie einst Deutschland, und dann sorgt die Besatzungsmacht für die De-Islamifizierung.
Da tun sich Abgründe auf.
Anderer Punkt: Wieso haben die Nazis nach der Machtergreifung 1933 erst einmal die Juden ins Exil gedrängt? Ziel war es ursprünglich, Deutschland “judenrein” zu machen. Erst als der Krieg mit der SU angefangen hat und blutig zu werden versprochen hat, hat die systematische Ausrottungspolitik begonnen – nach der “Logik”: Wen so viel gutes arisches “Menschenmaterial” zugrunde geht, dann müssen wir verhindern, dass “der Jude” davon profitiert, indem er in größerer Zahl überlebt …
Es lohnt sich, meinen kleinen Kommentar ganz zu lesen. Man sieht dann, dass Madrasa of Time ein bisschen gemogelt hat bei seiner “Textanalyse”:
Lilith,
jetzt würde Madrasa of Time, wenn er sich herablassen würde, darauf zu antworten, sagen: Schaut her, DIE entmenschlichen UNS.
Er merkt nicht, wie sehr die Schärfe von ihm ausgeht.
Islam ist für ihn eine Seuche. Eine Seuche kann man nur auslöschen wollen. Und auslöschen heißt dann eigentlich auch: Man muss den Träger der Seuche auslöschen, oder jedenfalls aus unserer Welt entfernen. Unter Kriegsbedingungen eskaliert so etwas zum Völkermord. Der vorher wohl nicht eingeplant war. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Nazis die Juden von vorne herein physisch auslöschen wollten, das kam erst mit dem Krieg, und ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Jungtürken die Armenier auslöschen wollten, das kam auch erst mit dem Krieg und der Eskalation der Kriegsereignisse 1915. Diese Eskalationsgefahr muss man mitbedenken. Aber die Grundidee, die mentale Voraussetzung für die Möglichkeit einer solchen Eskalation zum Völkermord, die ist schon mit Mein Kampf gelegt, bzw. bei den Jungtürken mit der Idee des rein türkischen Anatoliens.
Es ist eine Art geistiger Tollwut, was man bei den Antisemiten, bei fanatischen Nationalisten, bei den Xenophoben und Islamophoben bemerkt. Da es keinen „Impfstoff“ gibt, um diese Tollwut zu heilen, müssen wir mit den Tollwütigen leben und in Kauf nehmen, dass sie – wie Breivik – auch real zubeißen könnten. Solange das Zubeißen nur virtuell geschieht, schwanke ich zwischen Erstaunen, Ärger und Lachen. Sie ist menschlich, diese „Tollwut“: in der Geschichte eine immer wiederkehrende Erscheinung. Warum sollte es sie heute nicht geben?
(Und ja, Madrasa and Fans, es gibt diese Tollwut auch bei manchen Muslimen. Sogar auch mal bei welchen in Deutschland.)
Man sieht, Tollwut ist hier eine Metapher, ich setze sie das zweite Mal in Anführungszeichen, beziehe sie generell auf alle “tollen” und “wütenden” Fanatismen – auch auf muslimische Gruppen. Und stelle resigniert fest, dass man damit leben muss. Anders als Madrasa of Time kommen mir hier keine Vernichtungsgedanken.
Ich bin auch nicht übermäßig beunruhigt, weil ich mich auf zwei Dinge verlassen kann: dass die Sache letztlich doch Spielcharakter hat, sodann, dass es gesellschaftlich keine Rolle spielt; wer lässt sich schon auf so eine Perspektive ein wie den totalen Krieg gegen die gesamte muslimische Welt?
Schlussbemerkung: Es freut mich, dass es mir wenigstens partiell gelungen ist, Madrasa of Time aufs Glatteis der politischen Praxis zu locken. Sofort wird der Pferdefuß der ganzen Sache offenbar. Es ist also ein strategischer Fehler, sich überhaupt irgendwie einzulassen auf praktische Überlegungen, selbst grundsätzlicher Art, wenn man das Spiel betreiben will, das die Islamfeinde betreiben.
Mein Rat also: Haltet euch konsequent fern von jeder Debatte über Praxis. Sagt immer: Wir analysieren nur! – Natürlich weiß dann jemand wie ich, was die Stunde geschlagen hat, aber es wird genug Leute geben, die sich täuschen lassen. Die Zeit ist noch nicht reif, gewalttätig zuzuschlagen. Wir sind in einer Zeit der mühsamen, in manchem frustrierenden Vorbereitung. Wenn man jetzt schon die Katze aus dem Sack lässt, erschreckt man nur die Leute und stellt sich selber als Unmensch bloß.
Also, haltet euch an die Strategie, die Die Freiheit fährt. Xenophob in der Sprache des normalen xenophoben Bürgers, maßvolle pragmatische Vorschläge contra Integration, die man auch als Vorschläge pro Integration verkaufen kann, harmlos agieren, niemand erschrecken, sich in den Mainstream einfädeln … Was anderes geht zur Zeit noch nicht.
Wenn man mehr will, wie Madrasa of Time, dann muss man ganz besonders darauf achten, dass man ein aufschreckendes Vokabular vermeidet – Vernichtung des Islam, Islam als Seuche und dergleichen, das sind Dummheiten, die von einem Mangel an Besonnenheit und Selbstbeherrschung zeugen.
Dieser Rat kostet nix, Madrasa of Time.
Er ist so gratis wie der deine – dass ich mich vor den bösen Muslimen in Acht nehmen soll, die mich fressen werden, sobald sie oben auf sind und Dhimmis wie mich nicht mehr brauchen.
18. August 2011 um 03:48
“Wer eine Religion vernichten will, muss auch die Menschen vernichten, die ihr hartnäckig anhängen.”
viel mehr habe ich von dem pathologischen unsinn des leo nicht gelesen. auch die amis haben die deutschen nicht wegen des nazitums ausgerottet. trotzdem ist das nazitum vernichtet. ich meine mich erinnern zu können, daß time oder tangsir das schon geschrieben hat.
leo, du hast krude wahnvorstellungen. und das meine ich nicht irgendwie witzig.
aber ich will time nicht vorgreifen. der seziert den leo viel besser.
(leo, nicht beunruhigt sein: ich meine nur geistig!).
18. August 2011 um 09:30
„Wer eine Religion vernichten will, muss auch die Menschen vernichten, die ihr hartnäckig anhängen.“
Das ist Leos Denkweise. Und man sollte das nicht unterschätzen.
Er möchte gegen “Rechtspopulismus”, “Islamkritik” usw. kämpfen. Nach seiner immer wieder von ihm betonten Logik bedeutet das nichts anderes, als dass er Menschen, die solche Meinungen vertreten, physisch vernichten will.
18. August 2011 um 13:03
Brux hat eine seltsame Art mit Kritik umzugehen. Mir scheint, er ist ein bisschen dünnhäutig. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich finde allerdings, dass er jetzt ein bisschen überzogen hat. Auch wenn er es nicht ernsten meinen KANN, was er da sagt, so etwas ist einfach unter, ja, selbst dem Niveau eines Leo Brux.
Immerhin hat der Praktiker sich jetzt mal in seinem Blog ein bisschen der Theorie angenommen und ein paar interessante Aspekte aufgeworfen. Brux ist inzwischen an dem Argumentationspunkt angekommen, wo die Verteidigung des Islam immerhin ein paar Zugeständnisse kennt, nämlich, dass es auch falsche bzw. irrige Richtungen gibt. Immerhin. Dass der zitierte Islamwissenschaftler diese irrigen Richtungen, die Ideologisierung, ausgerechnet dem Westen zuschieben möchte, als Reaktion und nach dem Muster von… zeigt nur, wer die Fronten aufmacht. Wenn es aber DEN Islam nicht gibt, warum verteidigt dann Leo den Islam so vehement. Mir persönlich ist es eigentlich egal, ob der Islam sich nun wandelt, NUR die irrigen Richtungen verschwinden oder als Ideologie verschwindet, wenn dadurch die im Namen des Islam verübten Menschenrechtsverletzungen etc. verschwinden. Mir ist auch egal, ob man, um die verschiedenen Richtungen voneinander abzugrenzen, von Islam vs. Islamismus oder Islam vs. politischer Islam oder Islam vs. ideologisierter Islam spricht. Ich persönlich bevorzuge es, einfach von Islam zu sprechen, solange von Seiten der undifferenzierten Islamverteidiger auch nur von Islam ohne Differenzierung gesprochen wird. Ich kenne keinen Katholiken, der Schweinereien, die im Namen von Katholizismus oder Kirche begangen werden, verteidigt oder seinen Glauben dadurch beleidigt fühlt. Und wer dies tut, wird verbal erst mal zusammen gestaucht. Von Katholiken. Das ist eine normale Reaktion. Wenn sich Deutsche oder Russen oder Engländer irgendwo daneben beneben, schämen sich deren Landsleute und sie fühlen sich nicht beleidigt, wenn jemand die Dinge, die die Landsleute getan haben, beim Namen nennt.
Aber in Amsterdam musste ein Künstler nach dem Mord an Theo van Gogh ein Transparent, das er ins Fenster gehängt hatte, herunter nehmen, weil man befürchtete, dass sich Muslime dadurch beleidigt fühlen könnten. Was stand drauf: “Du sollst nicht töten”.
Bevor Leo wieder zubeißt, möchte ich ihm nur kurz sagen, dass ich weder ein Konservativer bin (noch ein Linker), noch den Islam in Europa für eine Gefahr halte, dass ich mich von Begriffen wie Islamisierung distanziere, dass ich nicht in Deutschland wohne und sehr wohl weiß, dass die Probleme und Diskussionen – in jeweils unterschiedlicher Ausprägung – in vielen Ländern stattfinden, dass ich auch mal ähnlich wie Brux argumentiert habe (was Koran und Bibel betrifft z.B.), dann aber beschlossen habe, mich eingehend mit Islam zu beschäftigen und dass ich den Blog von Time schätze, gerade auch weil Time sich von der politischen Vereinnahmung durch die Islamkritik abgrenzt und eine eher theoretische, theologische Aufklärung betreibt, die sehr fundiert ist, fundierter jedenfalls als alles, was ich bisher aus dem Mund von Konvertiten gehört habe, zusammengenommen.
18. August 2011 um 13:33
@ mathieu
“Mir ist auch egal, ob man, um die verschiedenen Richtungen voneinander abzugrenzen, von Islam vs. Islamismus oder Islam vs. politischer Islam oder Islam vs. ideologisierter Islam spricht. Ich persönlich bevorzuge es, einfach von Islam zu sprechen, solange von Seiten der undifferenzierten Islamverteidiger auch nur von Islam ohne Differenzierung gesprochen wird.”
das kommt mir mal in meinen argumentekasten. schneller geht´s nicht:
“Es gibt nicht DEN islam!”
“Warum verteidigst du dann DEN islam?”
lol.
18. August 2011 um 15:24
Ich habe auch mal irgendwo geschrieben, der Islam ist wie ein Pudding, den man versucht an die Wand zu nageln (bezogen auf die Diskussion mit Islamverteidigern – man sollte das nicht religiös deuten und nein, ich möchte niemanden irgendwo dran nageln) soll nur heißen, man weicht immer wieder aus. Auf die anderen Islams, die schönen friedlichen, religiösen, die man aber nirgendwo beispielhaft zeigen kann (ebensowenig wie schöne, friedliche, beeindruckende Koran-Stellen), es sei denn in Form der in der Tat mehrheitlich friedlichen (und kuschen) Muslime in Deutschland – um dann aber letztlich doch immer von DEM Islam zu sprechen und DEN Islam und damit alles, was in seinem Namen getan wird, zu verteidigen.
Aber frag mal eine Konvertitin (zum Beispiel, die haben so ein Halbwissen) was sie zu Steinigungen sagt. Der erste, der eine klare Antwort bekommt, eine klare Aussage, dass das nicht geht und barbarisch ist, bekommt einen Preis. Beliebteste Antwort: Man dürfe eben nicht einzelne Teile aus dem Islam nehmen, sondern man müsse den Islam als Ganzes betrachten, wenn man ihn als Ganzes betrachte, sei er etwas sehr Schönes. Man diskutiert halt nicht gerne und auch Muslime, die allzu viele Fragen haben, wissen das “zu schätzen”. Islamkritik wäre letztlich auch die Emanzipierung der Muslime – nicht in Umerziehungslagern wie Leo meint, sondern durch Zulassen von Fragen, von Kritik, von – letztlich auch – der Möglichkeit auszusteigen aus einer Religion, selbst wenn das die Eltern schmerzte, so wie das auch Millionen von Christen getan haben und tun.
Denn der Zwang geht durchaus in der Erziehung aus, da ist nix mit antiautoritär oder so, da geht es schon mal zur Sache (nicht bei allen, ich weiß).
Ich frage mich, wieviel Praxis denn Leo hat, wenn er nur die eine Seite der Muslime vorbringt, ich nenne sie mal die Väter- und Konvertitenseite, wo ist denn sein Engagement für die pubertierenden türkischen Mädchen, die, wenn man sie fragt, was sie sich für die Zukunft am meisten wünschen, einem sagen, „ein Mann, der mich nicht schlägt“. Aber, ach ja, das sind ja soziale Probleme, die haben ja nichts mit dem Islam zu tun, und schlagende Ehemänner gibt es unter den Deutschen (oder Holländern oder Schweizern) ja auch. Nur ist der Unterschied, dass deutsche (oder französische oder schwedische) Mädchen nicht in der bitteren Erwartung aufwachsen, dass es ihr vorbestimmtes Schicksal ist, einen Mann zu heiraten, der es als das normalste Recht auf der Welt ansieht, sie zu schlagen, wenn sie nicht parieren oder einen eigenen Willen haben (der zum Beispiel darin besteht, das Haus zu verlassen ohne seine Erlaubnis). Nun ist es wiederum schwuppdiwupp ein kulturelles Problem, das vor allem aus dem düsteren Anatolien stammt und genauso in Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien vorkommt … alles nur zufälligerweise islamische bzw. islamisch geprägte Staaten. Und, ach ja, da gibt es ja die Schriften, in denen das auch so steht mit dem Schlagen, auf die sich diese Männer und die Väter beziehen und berufen, wenn sie ihre Gewalt ausüben, aber das ist ja dann wieder Interpretationssache und falsch interpretiert, also wieder ein soziales Problem. Pudding lässt grüßen. Und wenn was in den Hadithen steht, heißt es, zeig mir die Stelle im Koran, steht alles nicht im Koran, ätsch, und wenn was im Koran steht, heißt es, falsch übersetzt, falsch interpretiert und in der Praxis sowieso völlig irrelevant.
Aber der Islam ist etwas Schönes, basta, Schluss aus. Und Kritik widerspricht sowieso der Religionsfreiheit – außer, wenn die Christen an Christen Kritik üben oder wenn es um ein paar Scientologen geht. (Leo argumentiert ja mit Vorliebe mit der großen Anzahl der Muslime, in seiner Logik müsste auch Steuerhinterziehung legalisiert werden, weil es von der Mehrheit der Bevölkerung praktiziert und als nicht so doll schlimm angesehen wird).
Letztlich ist es wie mit dem Kommunismus. Ich bin auch noch immer sehr dafür, wenn er denn so wäre, wie Oscar Wilde ihn beschreibt. Aber wenn ein Begriff einen Sinn machen und kein Pudding sein soll, dann kann man mit Wildes Utopie des Sozialismus nicht die Mauer und den Gulag verteidigen.
Man kann aber durchaus über eine Papstkarikatur lachen und im gleichen Leben den Papst verteidigen. Man kann durchaus frommer Katholik und der Meinung sein, dass die Misshandlungen von Kindern etwas mit dem katholischen Priestertum zu tun haben. Und man kann durchaus auf Seiten der Muslime stehen und den Islam kritisieren.
18. August 2011 um 15:40
Bravo! So gut hat den Brux selten jemand entlarvt, ja, beinahe auseinandergenommen. Igendwann fällt sein Kartenhaus zusammen.
18. August 2011 um 16:09
zu matieu:
“Aber frag mal eine Konvertitin (zum Beispiel, die haben so ein Halbwissen) was sie zu Steinigungen sagt. Der erste, der eine klare Antwort bekommt, eine klare Aussage, dass das nicht geht und barbarisch ist, bekommt einen Preis. Beliebteste Antwort: Man dürfe eben nicht einzelne Teile aus dem Islam nehmen, sondern man müsse den Islam als Ganzes betrachten, wenn man ihn als Ganzes betrachte, sei er etwas sehr Schönes.”
sehr gerne wird auch unverfänglich geantwortet, es handele sich um theologische fragen, für deren beantwortung die (gerade nicht da sind) theologen zuständig sind. das habe ich schon öfter im fernseh gehört, woraus ich schließe, daß die propagandisten geschult sind.
18. August 2011 um 17:01
Ein interessanter Gesichtspunkt: WEN oder WAS verteidige ich?
1. In der Tat: Ich verteidige.
2. Ich kenne viele gläubige Muslime persönlich. Sehr anständige Menschen allesamt, viele davon sind mir ausgesprochen sympathisch, von Mensch zu Mensch.
3. Ich sehe, sowohl aus unmittelbarer Erfahrung als auch über allerlei Medien informiert, dass es sehr sehr viele verschiedene Varianten gibt, den Islam zu verstehen, den Koran auszulegen, den Islam zu leben. Das Spektrum ist enorm. Es reicht von den Taliban bis zu Lamya Kaddor oder den (gläubigen) Alevi.
4. Ich VERTEIDIGE nicht alle Varianten, sondern diejenigen – vereinfacht gesprochen – zwischen Milli Görüs und Lamya Kaddor. Auch das ist ein weites Spektrum mit vielen verschiedenen Varianten und Formen. Salafistische Varianten halte ich für nicht deutschland-kompatibel. Die muss man ausgrenzen, so, wie man Scientology ausgrenzt oder NPD oder Madrasa of Time.
5. Beim Verteidigen geht es mir nicht darum, ob mir diese oder jene Variante sympathisch ist oder nicht. Sondern um die Verteidigung der Religionsfreiheit gegen ihre Verächter, und um die Verteidigung der Freiheit der Menschen, die Religion ihrer Wahl leben zu dürfen.
6. Verteidigen heißt auch nicht, dass ich die eine oder andere Variante des Islam persönlich richtig finde oder annehme. Ich bin kein Muslim. (Manche von denen, die ich verteidige, nehmen an, dass ich als Nichtzuüberzeugender wohl in der Hölle schmoren werde.)
7. Wenn ich ins theologische Gespräch mit gläubigen Muslimen komme, argumentiere ich immer von einer historisch-kritischen Lektüre des Koran und der Sunna aus, und ich betone, dass das Leben heute so vollständig anders ist als das der Ursprungszeit des Islam, dass es kaum möglich ist, direkte Schlüsse aus den alten Texten auf unser Leben vorzunehmen. Ich betone auch, dass uns jeder Text und jedes Wort nur in der Form einer persönlichen (und kulturell geprägten) Interpretation verständlich wird – dass man also niemals unmittelbar “Gottes Wort” aufnehmen kann – es geht immer durch einen Filter des Verstehens in uns, und wir sollten uns dieses Filters bewusst sein.
8. Die Annahme liegt nahe, dass sich der Islam in Europa mit der Zeit europäisieren wird. Was das wieder heißt, ist ein weites Feld …
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mathieu lehnt immerhin Madrasa of Times Annahme ab, es gebe die Gefahr einer Islamisierung.
Er hat aber wie Madrasa of Time das Bedürfnis, den Islam auf etwas fixieren zu müssen – es darf kein Pudding sein, den man nicht festnageln kann.
Was macht man, wenn eine Religion in tausend Varianten auftritt, wenn es keinen Papst gibt und keine Autorität, die eine Interpretation durchsetzen könnte? Der Islam ist seiner Natur nach genau das Gegenteil von dem, was die Islamisten draus machen wollen. Islam ist vielfältig. Jede Variante hat ihre Wahrheit – für diejenigen, die dieser Variante anhängen. Die praktische Konsequenz für Muslime wäre: Respektieren wird das! Jeder hat SEINEN Weg zu Gott. Die Menschen sind verschieden, es gibt so viele verschiedene Wege zu Gott, wie es Menschen gibt.
mathieu möchte – wie Madrasa of Time – dass es nur EINEN Islam gibt. Also phantasiert er sich diesen EINEN Islam, analog zu den Salafisten.
Er scheint aber immerhin meiner Kritik an Madrasa zuzustimmen: Halt dich konsequent von politischer Praxis fern! Nicht über praktische Konsequenzen reden!
Ob das auch den strategischen Grund hat, den ich dabei unterstelle, ist natürlich eine Frage, auf die meine Antwort offen bleiben muss.
18. August 2011 um 18:11
Interpretation mangelhaft kann ich da nur sagen. Aber zum Glück gibt es genügend Menschen, die lesen können, was ich geschrieben habe. Ich versuche immer, mich unmissverständlich auszudrücken, aber gegen bewusste Uminterpretation ist natürlich kein Kraut gewachsen. Wenn es so viele Islame gibt, wieso sprechen wir dann von Islam? Es gibt in der Tat einen gemeinsamen Nenner aller Islame, theologisch auch Dogmen genannt und zeig mir einen Muslim, der das bestreitet. Es gibt auch 80 Millionen Deutsche und alle sind anders, trotzdem kann ich mich mit allen (pardon es gibt seit eben mindestens eine Ausnahme) Menschen unterhalten unter Verwendung des Begriffs “deutsch” ohne dass es zu größeren Missverständnissen, was die Bedeutung betrifft, kommt, da man innerhalb des Kontexts die Bedeutung innerhalb des Bedeutungsspektrums versteht. Das gelingt zugegebenermaßen in Blogs schwieriger, weil man da nicht so genau weiß, mit wem man es zu tun hat.
Weder möchte Mathieu, dass es einen Islam gibt, noch fantasiert er sich einen zusammen. Mathieu spricht auch, wenn es Thema ist, über das Christentum, wohlwissend, dass es DAS Christentum nicht gibt und kennt auch die Bedeutungsvielfalt eines Begriffs wie Sozialismus zwischen Wilde und Stalin ohne sich dabei auf irgend etwas zu fixieren. Er kann auch ohne Verwendung des Begriffs Sozialismus über Mauerschützen und Kinderkrippen reden, über Utopia und Ben Gurion, aber eben auch über Sozialismus in jedstweder Differenzierung ohne dabei darauf verzichten zu müssen, den Sozialismus zu kritisieren.
Er lenkt statt dessen zum Beispiel die Aufmerksamkeit darauf, dass es auch innerhalb einer muslimischen Familie islamproblematische Konstellationen gibt und kritisiert an Leo, dass dieser DIE Muslime als homogene gläubige Gruppe darstellt, was nicht der Fall ist. Zum einen gibt es islamkritische Muslime, die diese Kritik auch unter dem Begriff “Islamkritik” äußern, zum anderen eine große Gruppe schweigender “Kritikerinnen”, die deshalb hier in Anführungszeichen stehen, weil sie nicht offen kritisieren, aber unter den oben von mir beschriebenen familiären Unterdrückungen leiden und bei denen die Kritik am Islam z.B. in Frauenhäusern zutage tritt.
Dass Mathieu sich von politischer Praxis fern hält, stimmt, na und. Mathieu denkt auch nicht über praktische politische Konsequenzen nach, wenn er den Papst kritisiert oder die Friseursinnung oder rheumatisches Wetter. Mathieu hat auch immer fleißig die Grünen gewählt und wird das vielleicht eines Tages auch wieder tun, wenn ein gewisser Leo Brux ausgetreten ist und eine gewisse Claudia Roth gleich mitgenommen hat. Mathieu kennt auch – im Gegensatz zu dem, was in vielen islamkritischen Blogs verbreitet wird – eine Reihe von Islamkritikern aus der ökologischen Bewegung, von links und aus muslimischer Sicht und Mathieu findet es schade, dass Leo, dem er abkauft, dass der sich in der Praxis anders verhält (seine Punkte 1-8), als was aus dem hervorgeht, was er in der Theorie zusammen deliriert, vermuten lässt, ihn mit so einer billigen “Interpretation” verscheißern will.
18. August 2011 um 19:07
Ein interessanter Gesichtspunkt: WEN oder WAS verteidigt Leo Brux?
Man muss nur wenige Worte verändern, dann wird die Absurdität seiner Argumentation deutlich. Die vorgenommenen Änderungen bieten sich übrigens auch wegen der weltanschaulichen Verbundenheit zwischen Islam und Nationalsozialismus an, von der Heinrich Himmler so geschwärmt hat.
Also dann. Leos Text mit wenigen Änderungen (jeweils in Großbuchstaben):
1. In der Tat: Ich verteidige.
2. Ich kenne viele ÜBERZEUGTE NATIONALSOZIALISTEN persönlich. Sehr anständige Menschen allesamt, viele davon sind mir ausgesprochen sympathisch, von Mensch zu Mensch.
3. Ich sehe, sowohl aus unmittelbarer Erfahrung als auch über allerlei Medien informiert, dass es sehr sehr viele verschiedene Varianten gibt, den NATIONALSOZIALISMUS zu verstehen, MEIN KAMPF auszulegen, den NATIONALSOZIALISMUS zu leben. Das Spektrum ist enorm. Es reicht von DER TOTENKOPF SS bis zur SA oder DEM BUND DEUTSCHER MÄDEL.
4. Ich verteidige nicht alle Varianten, sondern diejenigen – vereinfacht gesprochen – zwischen DER TOTENKOPF SS und DER WAFFEN SS. Auch das ist ein weites Spektrum mit vielen verschiedenen Varianten und Formen. STRASSERISCHE Varianten halte ich für nicht deutschland-kompatibel. Die muss man ausgrenzen, so, wie man Scientology ausgrenzt oder NPD oder INITIATIVGRUPPE.
5. Beim Verteidigen geht es mir nicht darum, ob mir diese oder jene Variante sympathisch ist oder nicht. Sondern um die Verteidigung DER WELTANSCHAUUNGSFREIHEIT gegen ihre Verächter, und um die Verteidigung der Freiheit der Menschen, die WELTANSCHAUUNG ihrer Wahl leben zu dürfen.
6. Verteidigen heißt auch nicht, dass ich die eine oder andere Variante des NATIONALSOZIALISMUS persönlich richtig finde oder annehme. Ich bin kein NATIONALSOZIALIST. (Manche von denen, die ich verteidige, nehmen an, dass ich als Nichtzuüberzeugender wohl in der Hölle schmoren werde.)
7. Wenn ich ins POLITISCHE Gespräch mit ÜBERZEUGTEN NATIONALSOZIALISTEN komme, argumentiere ich immer von einer historisch-kritischen Lektüre VON MEIN KAMPF UND DES PATREIPROGRAMMS DER NSDAP, und ich betone, dass das Leben heute so vollständig anders ist als das der Ursprungszeit des NATIONALSOZIALISMUS, dass es kaum möglich ist, direkte Schlüsse aus den alten Texten auf unser Leben vorzunehmen. Ich betone auch, dass uns jeder Text und jedes Wort nur in der Form einer persönlichen (und kulturell geprägten) Interpretation verständlich wird – dass man also niemals unmittelbar „DAS WORT DES FÜHRERS“ aufnehmen kann – es geht immer durch einen Filter des Verstehens in uns, und wir sollten uns dieses Filters bewusst sein.
8. Die Annahme liegt nahe, dass sich der NATIONALSOZIALISMUS in Europa mit der Zeit europäisieren wird. Was das wieder heißt, ist ein weites Feld …
18. August 2011 um 19:21
@ egal
super.
leider wird den text eher eine debile anatolische bergziege auf vier beinen, der man den text langsam vorliest, begreifen als bulldogge leo.
leo sieht in uns die historisch gewachsene moderne fortsetzung der holocaustveranstalter. dem ist nicht mehr zu helfen.
dabei sind seine (!) neuen freunde doch diejenigen, die überall mit dem hakenkreuz herumrennen und den juden nichts schönes wünschen:
http://vitzliputzli.wordpress.com/2011/08/11/ist-das-wirklich-volksverhetzung/
18. August 2011 um 20:22
Hallo allerseits,
und herzlichen Dank für all Ihre interessanten, elaborierten und witzigen Kommentare! Mathieu und Egal, Sie setzen sich besonders ein, und ich darf Ihnen sicher im Namen aller ein „Extralob“ aussprechen!
Vergleichen Sie das bitte mit den mehr als kurzen und schlichten „Time-ist-doof“-Kommentaren, mit denen Leos Freunde seinen Angriff auf Tangsir, Vitzliputzli und mich unterstützen (1). Erkennen Sie aber vielleicht auch an, wieviel Mühe sich Leo hier gibt, selbst wenn er meist so 5 bis 10 Lichtjahre daneben liegt.
Leo, Sie werfen mir m.E. zu Unrecht vor, ich hätte Ihren Text verfälscht (2). Ich habe ihn neu geordnet und die Quelle komfortabel verlinkt, das ist alles. Mein Vorwurf an Sie ist, dass Sie alles im Sinne Ihrer politischen Theorie anordnen und das missachten, was dagegen spricht. Dies nennen Sie das Primat des „politischen Nutzens“. Hierbei unterlaufen Ihnen aber beständig drastische Brutalitäten und tiefe Einblicke in Ihre Seele, die zumindest für die Leser dieses Blogs evident und eher unangenehm sind.
Ich habe bereits angedeutet, warum ich Sie für tief in einem irrationalen Judenhass befangen halte. Sie benutzen Formulierungen und konstruieren Kausalitäten, die typisch für den klassischen Judenfeind sind. Wenn Sie z.B. unreflektiert schreiben (3): „Mein Großvater MOCHTE keine Juden,“ und diesen dumpfen Nazispruch nicht im anschließenden Satz als Nazispruch zurückweisen, sondern ihn als eine mögliche Position einem ganzen Volk gegenüber für akzeptabel halten, dann zeigt das, dass Sie selbst tief in rassistischem Denken verfangen sind. Die Juden und ihr entsetzliches Schicksal, welches 6 Millionen (6.000.000) von ihnen durch die Hand Deutscher erleiden mussten, berührt Sie nicht, verpflichtet Sie auch nicht.
Sie begeben sich – warum eigentlich? – tief hinein in die Gehirnwindungen der nationalsozialistischen Schlächter, und versuchen, deren teuflischen Taten einen Sinn, eine „Logik“ über die pure Lust an der menschenmörderischen Machtausübung, am totalen Nihilismus hinaus, abzugewinnen:
„Wieso haben die Nazis nach der Machtergreifung 1933 erst einmal die Juden ins Exil gedrängt? Ziel war es ursprünglich, Deutschland ‚judenrein’ zu machen. Erst als der Krieg mit der SU angefangen hat und blutig zu werden versprochen hat, hat die systematische Ausrottungspolitik begonnen – nach der ‚Logik’: Wen so viel gutes arisches ‚Menschenmaterial’ zugrunde geht, dann müssen wir verhindern, dass ‚der Jude’ davon profitiert, indem er in größerer Zahl überlebt…“
Die Nazis konnten auch nicht gleich, wie sie wollten, Leo. Sie aber konstruieren die Idee, die Nazis hätten den Juden kein Haar gekrümmt, wenn die Völker der Welt sich nur gleich ohne Krieg ihnen unterworfen hätten. Und Sie stellen die These, dass die Nazis „ja nur Deutschland ‚judenrein’ machen wollten“, positiv dagegen. Das ist eine extrem kalte, extrem krause, extrem braune, extrem mohammedanistische „Anti“-Logik. Dass Sie behaupten, ich würde Ihre Texte verfälschen, meine These über Sie im Anschluss aber noch mal offensichtlich noch drastischer zu bestätigen, ist entweder naiv oder brutal. Merken Sie sich, Leo: Der satanische Völkermord an den europäischen Juden, dem der Völkermord an den orientalischen Juden folgen sollte, wird in zivilisierten Kreisen nicht im Entferntesten mit dem Begriff „Logik“ affiziert!
Ebenso grob und die vielen getöteten Mitbürger und die vielen schwer verletzten Seelen mißachtend ist Ihre verharmlosende Bezeichnung des Breivik-Massakers als „Zubeißen eines Tollwütigen“ und seine skrupellose Instrumentalisierung gegen das neugegründete „Triumvirat des Counterjihad“ (4).
Ihr „Triumph des (puren) Willens“ wird nicht überall als gelungene, praktische Politik bzw. als integrationsfördernd gesehen. Integration muss mehr sein als eine Wirtstier-Parasit-Beziehung, aber aus Ihren Reden lesen wir leider nur, dass wir uns mit der uns offenbar zugedachten Rolle als Wirt zu identifizieren haben.
Ich grüße Sie,
Time
_____
1) http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/08/15/leo-brux-dhimmi-und-bulldogge-der-orks/
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/08/17/es-gibt-keinen-kompromiss/#comment-1647
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/08/13/nachdenken-uber-brux-2-teil/
4) http://tangsir2569.wordpress.com/2011/08/18/der-jihad-ist-tot-endlich-ist-dieses-drecksstuck-vereendet/
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PS.: Leo, Erinnern Sie sich, dass ich Sie bat, mir eine Textstelle zu nennen, die Sie persönlich berührt hat? Sie konnten bisher keine nennen. Warum verteidigen Sie ein Konvolut, das Ihnen nichts bedeutet? Sie sollten Ihren Orkfreunden helfen, einen Weg aus dem Wahnsinn zu finden, aber Sie bestärken sie darin.
Erinnern Sie sich an die „Six Essentials“, die ich Ihnen vorlegte, und zu denen ich um Ihre Zustimmung nachsuchte? Ich schrieb:
„Es geht 1.) um das Bekenntnis zu absoluter ziviler Gewaltlosigkeit, 2.) um das Bekenntnis, dass der K. nicht das originale und in allen Teilen unveränderbare Wort Allas ist. Es geht 3.) um das Bekenntnis, dass jeder einfache Bürger den K., die m. Texte und den Religionsgründer kritisieren und auch verspotten darf. Es geht 4.) um das Bekenntnis, dass Religion Privatangelegenheit ist und auch so gelebt werden soll, also um das Bekenntnis zum Säkularismus (kein Kopftuch, kein Schächten, keine Scharia, keine Eheverbote usw.). Es geht 5.) um den Respekt aller Religionen vor allen anderen Religionen und das Recht, die Religion gefahrlos zu wechseln. Es geht schließlich 6.) um die Einstellung der ebenso infamen wie lächerlichen Behauptung, der Islam sei die Vollendung von Juden- und Christentum.“
Stimmen Sie allem zu? Wenn nicht, wo nicht und warum nicht?
Links: http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/08/10/nachdenken-uber-brux/#comment-1621
Was halten Sie von den Überlegungen unter
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/21/die-religionsfreiheit-abschaffen/
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PS2.: Übrigens, Leo, „Madrasa of Time“ heißt auf Deutsch „Times Schule“ oder „Schule von Time“. Warum nennen Sie mich nie „Time“, bei meinem Namen, sondern immer nur „Madrasa of Time“, bei der Institution? Ich denke, Sie wissen, dass ich meine zu wissen, warum Sie das tun! Aber hinter der MoT und ihren Freunden stecken Personen, die unabhängig vom etwaigen „politischen Nutzen“ für irgendwelche Kommissare oder Imame leben möchte! Counterjihad ist (auch) eine Bewegung von menschlichen Individuen, die gegen ihre kollektivistische Vereinnahmung kämpfen.
18. August 2011 um 20:47
@Time
Zunächst vielen Dank für Ihr Engagement.
Ein Hinweis. Freund Leo differneziert doch so gerne. Dann sollte er einmal lesen, was “moderate Muslime” (welch logischer Widerspruch) wie Aiman A. Mazyek mittlerweile schon ganz offen in Zeitungsbeiträgen fordern:
“Die Muslime werden ihrerseits die Augen vor der Realität nicht verschließen, denn: “Deutschland ist auch ein Teil des Islam” geworden. Dieser Satz wird noch einige Zeit brauchen, bis er in allen Teilen der muslimischen Community mit Leben gefüllt wird. Beim Bau einer Moschee oder der Frage des Islamischen Religionsunterrichtes werden diese Dinge dann konkret.”
(…)
Die Integration des Islam in das deutsche Staatswesen als Ziel der vier im Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland verbundenen Religionsgemeinschaften ist der entscheidende nächste Schritt.”
(…)
Es bleibt nun den Ländern überlassen, Spaten und Mörtel zu nehmen und den begonnen Dialog im Sinne des deutschen Staatsreligionsrechtes in ein “Haus für Muslime” zu verwandeln.”
Quelle: http://www.zentralrat.de/12591.php
Er kann sich auch einmal die FAQs des Zentralrats der Muslime anschauen und dort z.B. lernen warum eine muslimische Frau keine Affen und Schweine, also Juden und Christen, heiraten darf oder wie sich ein Mann von einer Frau scheidet (wohlbemerkt: er scheidet sich!) und warum das die Frau nicht darf usw.
http://islam.de/1641.php
Ach unser Leo könnte soooooo viel lernen. Wenn er nicht nur unter der bei PISA so treffend beschriebenen Leseschwäche leiden würde. Denn er kann zwar die Worte lesen aber nicht deren Sinngehalt erfassen.
Das zeigt Leo leider bei jeder Diskussion (nicht nur hier). Egal was jemand schreibt, Leo versteht etwas anderes.
19. August 2011 um 01:50
dem brux habt ihrs gut gegeben, kann den auch nicht ab, echt ätzender typ. schreibt viel, sagt wenig… typisch 68er halt.
19. August 2011 um 07:54
Exzellent, wie Time, Mathieu und auch egal hier gegen den Brux argumentieren.
Besonders gefällt mir, wie Time Brux’ inheränten Antisemitismus herausstreicht und wie Brux selber zeigt, dass für ihn politisches-zu-ende-denken im Endeffekt immer einen eliminatorischen Charakter haben muss. Mit seinen Äusserungen verrät er m.E. mehr über sich selber als über seine Gegner, die er zu analysieren meint.
Auch dass Brux selber nicht mal merkt (merken kann), dass seine Formulierungen die reine Nazi-Apologetik sind, ist mehr als nur entlarvend und sagt über ihn wie auch über sämtliche Pseudo-Linke, die so denken wie er, eigentlich alles, was man wissen muss.
19. August 2011 um 09:02
@vitzliputzli
“sehr gerne wird auch unverfänglich geantwortet, es handele sich um theologische fragen, für deren beantwortung die (gerade nicht da sind) theologen zuständig sind. das habe ich schon öfter im fernseh gehört, woraus ich schließe, daß die propagandisten geschult sind.”
Wieso muss man für so eine dümmliche Antwort geschult sein? Die Konvertitinnen verhalten sich da (und auch an anderer Stelle) eher wie ein katholisches Mütterlein, das im Glauben ahnungslos ist, was ja bekanntermaßen nach christlicher Lehre nichts Schlechtes ist. Aber es stimmt, sobald man “unangenehme” Themen anspricht, wird ausgewichen, in der Art, dass man die Dinge in einem größeren Zusammenhang betrachten müsse, und so getan, als wäre das zwar möglich aber nicht hier und jetzt und schon mal gar nicht mit Nicht-Muslimen, die ja von islamischer Theologie (die es nach Brux gar nicht geben dürfte) sowieso keine Ahnung haben, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
19. August 2011 um 12:49
Ich wünsche weiter viel Vergnügen — und Vorsicht Vorsicht! Dass ihr nur ja nie praktisch werdet oder euch zum Praktischen äußert! Solange ihr in der virtuellen Welt bleibt, ist das alles Spiel, und wenn es auch geschmacklos und verrückt ist, so bleibt es doch harmlos.
Was meinen “Antisemitismus” angeht, so hoffe ich, bald den nächsten Stolperstein in München Sendling verlegen lassen zu können, wieder in der Kyreinstraße, bei mir in der Gegend. Ihr kennt doch die Stolpersteine, oder?
http://www.stolpersteine-muenchen.de/stolpersteine/verlegt.php
http://www.wochenanzeiger-muenchen.de/redaktion/lokalredaktion-muenchen/aktuelle-nachrichten/Elf+Stolpersteine+f%C3%BCr+die+Kyreinstra%C3%9Fe_11182.html
http://www.stolpersteine-muenchen.de/assets/681_090517-sendling.pdf
Was meine Freunde wohl sagen werden über eure “Interpretationen”? Wenn ich denen von euch erzähle, werden sie Augen und Ohren machen! Ich freu mich schon drauf!
19. August 2011 um 13:06
“Was meine Freunde wohl sagen werden über eure „Interpretationen“? Wenn ich denen von euch erzähle, werden sie Augen und Ohren machen! Ich freu mich schon drauf!”
Wenn Sie sich in Ihrem privaten Umfeld genauso benehmen wie im Internet werden es nicht viele Menschen sein, denen Sie die Geschichte erzählen.
Wahrscheinlich wird es eher ein Selbstgespräch. Darauf können Sie sich dann wirklich freuen. Jemand der Ihnen zuhört und Ihnen wahrscheinlich auch noch Recht gibt.
19. August 2011 um 13:13
Henryk M. Broder:
Nun haben tote Juden nicht erst seit gestern in Deutschland Konjunktur, die Deutschen lieben tote Juden, je toter sie sind, umso mehr mehr werden sie geliebt: am 27. Januar, am 9. November und auch mal zwischendurch bei der Woche der Brüderlichkeit. Mit den lebenden Juden ist es eine andere Sache, die werden ermahnt, nicht zu unfairen Mitteln zu greifen und sich nicht allzu heftig zu wehren, wenn sie angegriffen werden.
Würden die Deutschen die lebenden Juden ebenso lieben wie die toten, müßte die Bundesbahn eine andere Ausstellung zeigen: Straßenszenen aus Tel Aviv und Jerusalem, aus Sderot und Petach Tikva, aus Aschkelon und Aschdot, Israelis in Cafes, Bussen, Shopping Malls und am Strand. Dazu ein Bild von Ahmadineschad und den Satz: “Wenn wir diesem Irren nicht in den Arm fallen, könnten diese Menschen bald tot sein.”
Aber das wird nicht passieren. Erstens könnte es deutsche Exporte in den Iran gefährden, zweitens macht es viel mehr Spaß, um tote Juden zu trauern als lebenden beizustehen. Und wie gesagt: “Je länger das Dritte Reich zurück liegt, umso mehr nimmt der Widerstand gegen Hitler und die Seinen zu.” (Johannes Gross, s.A.)
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/lang_leben_die_toten_juden
19. August 2011 um 13:13
mathieu,
das waren keine dummen hühner im fernsehen, sondern sehr selbstbewusst auftretende propagandistinnen (keine konvertittinnen) des islam, die die zuschauer und moderatoren in vielerlei hinsicht verarscht haben. die wussten genau, was sie tun. und das habe ich in den letzten jahren mehrfach gesehen. es war in der phase, als immer weniger leute glaubten, daß die “bösen stellen” im koran auf den angeblichen übersetzungsfehlern beruhen und die ersten halbkritischen nachfragen kammen (zugegeben etwas plump, lol).
allein die tatsache, daß man uns erzählen wollte, sowas “böses” stehe gar nicht im koran, zeigt, daß die uns bewusst anlügen und sich verstellen. wie unser chefkomiker leo brux eindrucksvoll beweist, funzt das sehr gut.
19. August 2011 um 13:27
der brux spielt immer die gleiche schallplatte…. er hat einfach keine andere drauf. und wie broder schon sagte: man trauert lieber um die toten juden aus der ns-zeit, als den heute lebenden beizustehen und sie z.b. gegen die übergriffe von bruxs freunden zu schützen…. dieser brux ist einfach zum kotzen.
19. August 2011 um 15:01
Ich möchte mich für die Mühe, die sich der Autor dieses Blogs macht, recht herzlich bedanken. Es ist wichtig, solchen Leuten wie Brux ihre Grenzen aufzuzeigen. Sonst wird diese Republik bald noch kaputter sein, als sie es heute bereits ist.
19. August 2011 um 17:46
Virtuell: Ja, Kontakt mit Leo lieber nur so.
Freunde: Sind das die, die ihn in die Hölle wünschen?
20. August 2011 um 11:39
“Und sollte jemand auf die Idee kommen, im Namen aller Muslime zu versuchen, den Islamkritikern einen Maulkorb zu verpassen, so spreche ich mich im Namen aller säkularen Muslime für berechtigte Kritik aus und drehe den Spieß somit einfach um. Kurz: ich schlage sie mit ihren eigenen Waffen.”
Zitat aus “Hurra, ich habe einen Migrationshintergrund” von Cengiz Dursun
http://www.primaverablog.de/2011/08/19/halt-ich-habe-einen-migrationshintergrund/#more-2366
Ich kenne diesen Cengiz zwar nicht persönlich, aber ich glaube, er ist mir sympathisch, so von Mensch zu Mensch (siehe hierzu weiter oben den Kommentar von Leo Brux).
20. August 2011 um 18:48
Die Linken vom Schlage Brux haben es doch immer vom “System”: Vom “Schweine-System”, das vernichtet werden muss, vom “kapitalistischen System” etc.
Auf die Idee, dass der Islam auch ein System ist, das verschiedene Richtungen umfasst, dass diese Richtungen im Ernstfall aber alle solidarisch sind, wenn es um die Erhaltung und die Ausbreitung des Systems Islam geht, auf diese Idee kommen die Bruxe nie.
Einzelne Vertreter des Islams mögen anständige Bürger sein, sympathische Zeitgenossen sogar, in dem Moment wo sich diese einzelnen Muslime aber zu einem System verdichten, beginnen die Probleme. Schnell beginnt die von unten kommenden Repression sich in diesem System auszubreiten: Die latente Gewaltdrohung gegen jeden, der das System Islam nicht mitträgt, der tägliche soziale Zwang den Islam schönzureden, die brutale Unterdrückung jeglicher Kritik am Islam und an Mohammed…
Necla Kelek hat das mal schön beschrieben, wie ein türkischer Gemüsehändler in der deutschen Stadt, in der sie aufgewachsen ist, das repressive System Islam in Gang gesetzt hat.
Wer es genau analysiert haben will, wie das System Islam funktioniert, sollte Manfred Kleine-Hartlages “Dschihadsystem” lesen.
Auch der liberale Moslem, der den Islam nicht kritisiert, sondern für ihn wirbt, betreibt letztlich die Etablierung des unmenschlichen Systems Islam. Deshalb sind auch diese Muslime zu kritisieren.
Islamkritiker kämpfen nicht gegen Muslime als Individuen, sondern gegen eine Ideologie, die überall, wo sie je zur Herrschaft gelangt ist, ein menschenverachtendes, archaisches Unterdrückungssystem errichtet.
Wie das Unterdrückungssystem Islam in der Wirklichkeit aussieht, kann man in Pakistan und Afghanistan, in Saudi-Arabien und in Somalia, im Gazastreifen, im Sudan und überall wo gläubige Muslime die Macht haben, studieren.
Selbst die Kemalisten, die seit knapp100 Jahren alles getan haben, um dieses System zu entschärfen, stehen heute vor einem Scherbenhaufen und müssen zusehen, wie Erdogan ein islamisches System errichtet.
20. August 2011 um 19:33
“Auch der liberale Moslem, der den Islam nicht kritisiert, sondern für ihn wirbt, betreibt letztlich die Etablierung des unmenschlichen Systems Islam. Deshalb sind auch diese Muslime zu kritisieren.”
Kritisieren, bitteschön, aber es geht ja ums Vernichten. Sagt Madrasa of Time, und Vitzli hat ausdrücklich zugestimmt. (Bei mathieu weiß ich es noch nicht.)
Fragen wir mal Madrasa of Time & Co:
Würdet ihr auch den Islam der Liberalen Muslime vernichten? (Also de facto die Menschen, die ihn verkörpern!)
Hier eine Kostprobe der Position von liberalen Muslimen:
http://www.migazin.de/2011/08/19/wir-stehen-zur-freiheitlichen-tendenz-im-islam/
Also auch Radhan und Lamya Kaddor kämen in die Entmuslimifizierungs-Maschinierie, wie sie sich Madrasa of Time vorstellt?
—
“Es ist wichtig, solchen Leuten wie Brux ihre Grenzen aufzuzeigen. Sonst wird diese Republik bald noch kaputter sein, als sie es heute bereits ist.” (Jürgen)
Das hat etwas Lustiges. Mein Blog zählt ca. 650 Besuche am Tag, was für ein Blog ordentlich, aber für die Meinungsbildung in Deutschland marginal ist. Beim besten und beim bösesten Willen, ich könnte diese Republik weder heilen noch kaputt machen. Weder mein Blog noch ich haben das Kaliber dazu.
Madrasa of Time hat vermutlich um die 300 Besuche am Tag — und den Auftrag, die Republik vor den Muslimen und den Dhimmis zu retten. 300 Besuche – das sind dann vielleicht 100 Besucher. Am nächsten Tag wieder dieselben, weitgehend. Einige kommen auf die Seite, weil sie mal was wirklich Verrücktes lesen wollen.
Und von den 100 oder so muss nun die Rettung der Republik ausgehen. Andernfalls übernimmt der Islam Deutschland …
Gleichzeitig verweigern diese 100 Studenten der Madrasa jegliche Praxis! Alles bleibt “Kritik”, alles bleibt verbal und virtuell.
Wie soll das gehen?
Ist jetzt das reine Reden und Schreiben schon die politische Praxis? – Das erinnert mich an die Salonmarxisten der 79er Jahre und ihre Salonversion des Klassenkampfes. Die Reinheit der Lehre war ihr Hauptanliegen.
Allerdings bringt mich das noch auf einen erschreckenden Gedanken. Einmal angenommen, Madrasa of Time mit seiner Forderung nach einer VERNICHTUNG DES ISLAM wäre wirklich ein relevanter Kampffaktor.
Was wäre dann?
Dann würden die Feinde, die sogenannten Orks, natürlich ihr böses Auge auf diesen gefährlichen Angreifer richten – und ihn ihrerseits – präventiv – zu vernichten suchen.
Wer da Macher und Leser des Blogs ist, das kriegt man schon raus, wenn man über so ungeheure Ressourcen verfügt wie die “Orks”. Man denke mal an all die islamischen Ölmilliarden …
Also, wenn ihr euch wirklich für wichtig haltet – und an die absolute Bösartigkeit und an die große Macht der “Orks” glaubt — dann habt ihr nicht mehr lange zu leben.
Logisch, oder?
Natürlich, es ist alles nur ein Spiel. In Wirklichkeit wisst ihr, alles ist hier virtuell und bleibt virtuell. Wie bei einem Computerspiel – der Spieler ist nie wirklich gefährdet. Weil es den Angreifer gar nicht gibt. Nicht in der realen Welt.
Und so könnt ihr ruhig schlafen, weiter eurem perversen Zeitvertreib nachgehen und euch als Counterjihad-Rambos und -Supermänner träumen.
Während ich meiner praktischen Integrationsarbeit nachgehe, auch praktisch was tu gegen den Antisemitismus und die leider wachsende Gleichgültigkeit der deutschen Geschichte gegenüber, dazu bei den Grünen praktische Politik im Sinne der Integration des Islam mache. Alles in der REALEN Welt, REAL handelnd.
Von der gedanklichen Grundlage des Couterjihad à la Madrasa of Time aus ist keine Praxis zu machen. Es ist keine Theorie FÜR die Praxis. Es ist ein Nichts. Eben ein hässliches, aber belangloses Spiel.
(Es hat mir Spaß gemacht, ein bisschen mitzuspielen … Jetzt sag ich Ciao! Vielleicht lesen wir uns mal wieder!)
20. August 2011 um 19:56
Hallo Leo,
Sie werden wiederkommen!
Denn wir sind (hüstel) freundlich, wir sind intelligent, und vor allem: Wir werden siegen!
Außerdem sehen wir einfach verdammt gut aus, auch mit grauen Haaren, wie man aus unseren Texten erahnen kann.
Wir sind Rock ‘n’ Funk ‘n’ Heavy Counterjihad!
So long, Bully!
T+I+M+E
_____
PS: Herzlich willkommen, Martin!
20. August 2011 um 21:45
Also Leo, ich wende mich mal direkt an Sie, da Sie ja hier alles aufsaugen wie ein hungriger Ameisenbär, wir mögen uns nicht sympatisch sein, aber ich will auch nicht ungerecht sein. Ich kann auch nicht auf alles eingehen, was Sie hier und auf Ihrem Blog geschrieben haben oder in Kommentaren anderer Blogs, wo ich Sie auch finde (mehr oder weniger zufällig, z.B. bei Aggromigrant, auf den Time schon aufmerksam gemacht hat). Ich kann auch nicht für Time und die anderen sprechen, weil Sie ja richtigerweise festgestellt haben: Mathieu – nicht identisch – Time.
Ich will mal was zur Praxis sagen. Sie reden so viel von der Praxis, die Sie betreiben. Ich habe schon gesagt, dass ich vermute, dass Sie sehr viel (islam)kritischer handeln, als Sie in ihrem Blog das vermuten lassen. Das ist Ihre Praxis und meine Praxis ist meine Praxis. Ich bin kein Integrierer, aber Erfahrung und Praxis ist etwas, was Integrierer nicht für sich allein in Anspruch nehmen können. Was ich in meiner Praxis tue oder lasse ist aber nicht Thema dieses oder anderer Blogs. Ich bin auch nicht Rund-um-die-Uhr-Islamkritiker, ich lese quer, kenne nicht alles, was Time je geschrieben hat oder Tangsir und ihren Blog habe ich nun wegen des Themas Brux ein bisschen verfolgt. Aber in Blogs geht es um Diskussion, um Gedankenaustausch, egal wieviele Leser das lesen. Das interessiert mich nicht die Bohne, sonst würde ich nur bei Spon kommentieren oder bei Bild oder Welt oder der Süddeutschen. Ich verstehe nur nicht, warum ein Linker wie Sie so verächtlich über die Diskussion redet und auf der Praxis beharrt. Für mich ist das Wort mächtig und der Zweifel das Tor zur Wahrheit. Deshalb kümmere ich mich nicht um politische Maßnahmen. Ich bin durch nichts so geprägt worden wie durch Sprache. Texte haben mich dazu befähigt, mich von meiner Erziehung zu emanzipieren und jemand zu werden, der seine eigenen Schlüsse zieht. Und wenn ich ein bisschen Zweifel säen kann, um dadurch Wahrheit zu ernten, dann wäre das schon ein Riesenerfolg. Sprechen, Diskussion, Dialog IST Praxis. Wer auch immer mitliest wird durch jeden Beitrag hier – auch Ihre – ein bisschen mehr selbst nachdenken. Auch wenn es an der Oberfläche um rhetorische Schlachten geht, darunter brodeln die Gedanken – und das ist gut so. Die Praxis besteht einfach darin, dass jeder nachdenkt und Nachdenken kann einen nicht dümmer machen. Ich will keine Maßnahmen, ich kenne mich da nicht aus, ich habe wenig Ahnung von Einwanderungspolitik und auf Gesetzgebung hab ich eh keinen Einfluss. Aber man kann nachdenken und wenn man nachdenkt, handelt man entsprechend. Ich kenn bornierte katholische Elternhäuser, in denen es eine Qual war, aufzuwachsen, ich kenne auch viele Katholiken, die mir sympathisch sind, von Mensch zu Mensch. Über die bornierten Christen sind ganze Bibliotheken voll geschrieben worden. Sie kennen das doch als Bayer, Kroetz und so weiter. Warum darf man nicht über die bornierten islamischen Familien sich aufregen, warum darf man nicht das Schlagen der Väter anklagen? Sie handeln da in vorauseilendem gehorsam, vermute ich. Ein Türke, der sich scheiße verhält, verhält sich scheiße, das ist auch nicht pittoresk, sondern einfach nur scheiße. Und wer gerne in die Türkei fährt zum Urlaub machen, soll die Landschaft bewundern und im warmen Meer baden, aber nicht davon faseln, dass er die Konflikte dort mag. Ich kenne Linke, die finden die Viertel, in denen Türken leben großartig und gehen da tagsüber Börek essen. Aber abends machen sie einen Bogen drum und parken ihr Auto woanders.
Sie haben Recht, religiöse Weltbilder sind stark, die kann man nicht einfach abstreifen, aber warum leugnen Sie dann, dass diese starken Weltbilder für das Handeln verantwortlich sind? Wie reimen Sie sich zusammen, dass ein Vater oder ein Bruder seine Tochter bzw. Schwester tötet? Kann es nicht sein, dass da kulturell-religiöse Motive im Spiel sind? (Sie haben ja selbst geschrieben, dass Islam auch eine kulturelle Bedeutungseben hat) Wie kann es sein, dass Menschen etwas überwinden, was Ihnen quasi angeboren ist, dass sie ein natürliches Mitgefühl für Menschen einfach überwinden, dass sie ein geliebtes Familienmitglied umbringen können?
Sie beharren auf Deutschland, aber Sie müssen auch über die Grenzen sehen, um das Phänomen Islam zu begreifen. Die Parallelen. Und Sie müssen sehen, dass das, was in Deutschland vielleicht eher Seltenheitswert hat, weil ein starker Staat mit seinen Werten schützend da ist, dass das in anderen Ländern an der Tagesordnung bzw. Gesetz ist, wo der Islam prägend ist und die Scharia Grundlage der Gesetze. Iran ist Weltmeister – im Aussprechen von Todesurteilen, und hat einen Exportschlager – das Kopftuch. Die Welt auf gemeinsame Resolutionen zu bringen ist schwer, aber die Menschenrechte, zumindest die sind ein gemeinsamer Nenner. Nicht jedoch in der islamischen Welt. In fetten Buchstaben steht da zwar Menschenrechte, aber im Kleingedruckten steht, aber nur, wenn es nicht der Scharia widerspricht, die Scharia steht über allem. In Frankreich gibt es Stadtviertel, in denen die Scharia de facto praktiziert wird. Sind die Muslime dort, z. B. die unterdrückten Mädchen weniger Wert als eine Französin oder warum werden sie nicht von den französischen Gesetzen geschützt? Wer ist Rassist, derjenige, der absolute Gleichheit fordert, der den scheißefabrizierenden Türken einen scheißefabrizierenden Türken nennt und der die kleine Muslima vor ihrem schlagenden Bruder und der Verheiratung im Kindesalter schützen möchte oder derjenige, der den scheißefabrizierenden Türken verteidigt, weil der ja nur auf deutsche Ausgrenzung reagiert und der die kleine Muslima für ein selbstständig handelndes gläubiges Mädchen hält, das freiwillig Kopftuch trägt und freiwillig mit 14 heiratet und der die “andere Kultur” nur als anders bewerten möchte, nicht aber als besser oder schlechter, weil ihm das gar nicht zustehe?
Noch etwas zu den liberalen Muslimen. Ich bin da durchaus nicht auf Seiten derer, die das für Takyia oder wie das heißt halten. Ich gehe erst mal davon aus, dass jeder das meint, was er sagt. Das ist die Grundvoraussetzung für Diskussion. Wenn wir grundsätzlich davon ausgehen, dass man uns immer nur belügen und einlullen will, dann kann es gar keinen Dialog geben. Ich bin da bewusst naiv. Natürlich stellt man fest, dass es Lügner, Leugner, Heuchler und Salamitaktiker gibt. Aber den liberalen Moslems zu unterstellen, sie wollten einen nur einlullen, nein, das ist nicht fein.
Allerdings bin ich skeptisch, was den europäischen oder reformierten Islam angeht. Auch die Dissidenten der DDR haben bis zuletzt von einer Reformierung des Sozialismus geträumt – oder zumindest geredet. Der Sozialismus war die Grundlage, das Nadelöhr, durch das alles gehen musste, an ihm zu zweifeln war das Tabu und heute will doch keiner mehr was vom Sozialismus mehr wissen bis auf die sozialismus-religiösen, die sich in der Nachfolgepartei der SED zusammen gefunden haben, aber nicht mehr die Macht haben, Kinder zwangszuadotieren oder Ausreisewilligen das Studium zu verbieten und Sie haben schon recht, dass man einem Gläubigen nicht einfach so die Religion wegnehmen kann. Aber ich glaube, dass das Kritik-Tabu, was in den meisten der vielen Islams vorherrscht, die Mauer ist, mit der sich der Islam abschottet. So wie jeder Totalitarismus ein System der Abschottung ein Tabu der Kritik aufbaut. Öffnet man nur ein wenig diese Mauer, wird es kein Halten mehr geben. Wie auch immer, lasst die Kritik zu und dann werden wir sehen, wieviel Freiwilligkeit ist.
Wie ich schon mal ausführte, ist es mir egal, ob es einen reformierten Islam geben wird oder ob er zusammenbricht wie die kommunistischen Staaten mit einem harmlosen Rest (was ich für wahrscheinlicher halte). Mir geht es darum, dass man nicht wegsieht, schützt und hilft, wo der Islam unsere Werte mit Füßen tritt.
20. August 2011 um 21:53
brux, ein liberaler islam IST KEIN islam. siehe alaviten & co.
wir bekämpfen nicht KEINEN islam, sondern den einen islam, von dem erdogan spricht. nimm´s mit auf deinen rückweg ins mittelaltermillieu. und grüße die steinigungsschwestern von mir …. nicht.
20. August 2011 um 22:05
hi time,
wie wenig leo drauf hat, merkt man an seinen ständigen lächerlichen provokationsversuchen. daß er uns für so blöd (aus seiner sicht) hält, spricht nicht für ihn, wahrlich nicht … lol
liebe grüße
vp.
(tja leo, was mag jetzt wohl hinter dieser meiner bemerkung stecken? haben wir einen ganz geheimen geheimplan, den nur du entlarven kannst? können nur orks takia? lolol…..)