Religionsfreiheit?
Die heutige FAZ brachte einen Aufsatz der niedersächsischen Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan (1), mit einem Titel, dem man nur zustimmen kann.
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Eine gezielte Einwanderung ist sinnvoll
Mit Koffern voller Träume und Hoffnungen haben türkische Frauen und Männer vor fünfzig Jahren den Weg in ein ihnen unbekanntes Land gewagt. Von 1961 bis zum Anwerbestopp 1973 kamen rund 650000 angeworbene türkische Frauen und Männer als sogenannte Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter nach Deutschland, um – wie man damals annahm – einige Jahre später in die Türkei zurückzukehren. Die Koffer von einst sind längst ausgepackt, an ihrer Statt haben Schränke einen festen Platz gefunden. Es gab Familiennachzug, andere Familien wurden hier gegründet und Kinder geboren. Für viele von ihnen haben sich die Träume und Hoffnungen erfüllt. Die in Deutschland geblieben sind, haben mit ihrem Fleiß und ihrem Einsatz wesentlich zum Aufbau und zum Wohlstand dieses Landes beigetragen.
Die Politik war bis in die neunziger Jahre in vielerlei Hinsicht nicht auf Integration, sondern auf Rückkehrförderung ausgerichtet. Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter wurden zwar nach Deutschland geholt, aber die Meinung überwog, dass sich Integration mit dem fleißigen Arbeiten an der Werkbank von selbst erledige. Viel zu selten wurde gegenüber den Zugewanderten klar ausgesprochen, was von ihnen erwartet wird und welchen Beitrag zur Integration diese Gesellschaft leisten muss. Exemplarisch dafür ist das Thema Erwerb ausreichender Deutschkenntnisse. Hier regierte oft das Zufallsprinzip: ob ein Arbeiter abends nach einer ermüdenden Schicht an der Werkbank noch zufällig einige Wörter auswendig lernte, die er tagsüber aufgeschnappt hatte, oder nicht. Das blieb viel zu lange dem Zufall überlassen.
Daraus haben wir inzwischen für die Zukunft unseres Landes unsere Lehren gezogen. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Wer sie beherrscht, hat eine Chance, wer nur über mangelhafte Kenntnisse verfügt, hat keine Chance. Um nicht von vornherein “abgehängt” zu werden in Schule, Berufs- oder Alltagsleben, muss alles getan werden, damit alle Kinder die deutsche Sprache beherrschen. Wir können nicht früh genug damit beginnen, sie sprachlich zu fördern, nämlich bereits in der frühkindlichen Förderung und vor allem in den Kindertagesstätten. Dazu gehört, dass Eltern ihre Kinder früh in den Kindergarten schicken oder sonst dafür Sorge tragen, dass die Kinder die Sprache erlernen können. Nur so verfügen sie vor der Einschulung über altersgerechte Sprachkenntnisse. Kinder, bei denen dies nicht der Fall ist, müssen vorschulische Sprachförderung erhalten. Das hat sich inzwischen bewährt. Es ist wichtig, aktiv zu werden, bevor Schwierigkeiten entstehen.
Auf dem Feld der Bildung muss den Übergängen zum Beispiel von der Kindertagesstätte in die Schule oder von der Schule in die Ausbildung besondere Aufmerksamkeit gelten. Dafür gibt es auch volkswirtschaftliche Gründe: Diese jungen Menschen sind unsere Zukunft. Es liegt in unserem ureigensten Interesse, ihre Potentiale und Talente zu fördern und zu fordern. Dennoch werden wir den Bedarf nicht allein mit den Kräften decken können, die auf dem heimischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Eine gezielte Einwanderung von Arbeitskräften für bestimmte Branchen und Bereiche ist zur Erhaltung der Wirtschaftskraft Deutschlands sinnvoll. Bei der Einwanderung sollte nicht nach Nationalitäten, Herkunftsländern oder Religionszugehörigkeit getrennt werden. In dieser Frage kann es nicht mehr um Herkunft, sondern nur noch um Zukunft gehen, also um Qualifikationen und Kompetenzen.
Vielerorts zeichnet sich ein Mangel an Fachkräften ab, deshalb müssen die, die zu uns kommen, auch in ihren erlernten Berufen arbeiten können. Die Verfahren zur Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikation müssen nicht nur transparenter werden, sondern auch zügiger ablaufen. Bereits erworbene Qualifikationen müssen durch Nachqualifizierung angepasst werden und berufsspezifische Sprach- und Qualifizierungsangebote bereit gestellt werden. Dafür ist auch zu hinterfragen, ob die bestehenden Strukturen etwa in der Pflege und der Gesundheitsversorgung allen offenstehen, egal welcher Herkunft sie sind. So wird es eher möglich, Barrieren, die auf den ersten Blick nicht immer sichtbar sind, zu überwinden.
Wenn wir in diesen Tagen den 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei begehen, bleibt die Frage nach der Bilanz. War die Einwanderung aus der Türkei eine Erfolgsgeschichte? Ohne die Probleme, die es zweifellos gibt, “vom Tisch wischen zu wollen”, möchte ich diese Frage bejahen. Die Entwicklung zeigt, die Integration ist weiter vorangekommen als manchmal vermutet oder behauptet wird. Integration ist allerdings keine Einbahnstraße. Vor allem muss sich jeder, der in Deutschland lebt, auch mit unserem Land und seiner freiheitlichen demokratischen Grundordnung identifizieren. Die Vielfalt der Menschen in Deutschland und damit die Vielfalt der Gesellschaft kann sich zum Vorteil aller auf dem Fundament und im Rahmen unseres Grundgesetzes entfalten. Sie ist durch den Artikel 2 des Grundgesetzes gewährleistet und geschützt.
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Aygül Özkan erzählt einmal mehr das türkische „Gastarbeitermärchen“ (2). Einige Passagen sind aber m.E. durchaus brauchbar, so z.B. ihre uneingeschränkte Forderung nach Deutsch als Pflicht-Sprache in Deutschland, was sie leider unterstützte, indem sie an einer m.E. ziemlich abstoßenden Kampagne der „Welt“ teilnahm (3).
Auch ihre ökonomische Begründung, insbesondere den Übergängen in Bildungs- oder Berufsübergängen besondere Beachtung zu erweisen, halte ich für sinnvoll. Wenn sie schreibt:
„Bei der Einwanderung sollte nicht nach Nationalitäten, Herkunftsländern oder Religionszugehörigkeit getrennt werden. In dieser Frage kann es nicht mehr um Herkunft, sondern nur noch um Zukunft gehen, also um Qualifikationen und Kompetenzen,“
so ist das im Prinzip richtig. Es zeigt sich aber grade in den letzten Jahren, dass die Ausfälle bei mohammedanistischen Einwanderern größer sind als bei anderen. Es zeigt sich eine erhöhte, tief verankerte, strukturelle Gewaltbereitschaft (4), es zeigt sich ein erhöhter Grad an der Geburt Behinderter (5) usw.usf. Die Faktenlage sagt also eindeutig: „Immigration ja – aber bitte keine Orks,“ nur das kann mit „Gezielt“ gemeint sein, und es schließt z.B. den Import von Bräuten aus. Aygül Özkan aber möchte vor allem, dass angeblich vorhandene Qualifikationen, die in den Orkstaaten in der Regel durch Zahlung von Schmiergeldern erworben werden, in Zukunft „zügiger“ anerkannt werden.
Und dann landet sie einen Seitenhieb mit einer unterschwelligen Diskriminierungsbehauptung, indem sie schreibt:
„Dafür ist auch zu hinterfragen, ob die bestehenden Strukturen etwa in der Pflege und der Gesundheitsversorgung allen offenstehen, egal welcher Herkunft sie sind. So wird es eher möglich, Barrieren, die auf den ersten Blick nicht immer sichtbar sind, zu überwinden.“
Wenn es Barrieren geben sollte, dann wird festgestellt werden, dass sie nahezu ausnahmslos für Mohammedanisten bestehen. Die Ursache für die angebliche oder tatsächliche Unterversorgung liegt also allein im Mohammedanismus, und er ist es, der sich verändern muss.
Zu dem oben verlinkten TAZ-Artikel brachte übrigens ein Kommentator namens Eisvogel (und das könnte durchaus auch „unsere“ Eisvogel sein) folgenden Text (6):
„Ein mir bekannter Arzt ist einmal von einem jungen Mann bedroht worden, als er ihm und seiner schwangeren Frau eröffnete, dass auch das nächste Kind wieder behindert sein würde. Grund: der Arzt sei schuld, er habe das Kind verflucht. Die grossstädtische Einrichtung in der er arbeitet, hat auch eine Abteilung wo Schwerstbehinderte ihr kurzes sieches Leben mehr oder weniger komplett verbringen – der Anteil an Migrantenkindern dort ist aberwitzig hoch. Menschlich schlimm, gesellschaftlich teuer, aber solange bestimmte Milieus nicht mit wissenschaftlichen Fakten belästigt werden möchten, muss es wohl so weiter gehen.“
Da haben wir echte Barrieren, aber die finden die Beachtung der Ministerin eher nicht. Es bedeutet doch gar nichts, wenn sie einerseits schreibt:
„Vor allem muss sich jeder, der in Deutschland lebt, auch mit unserem Land und seiner freiheitlichen demokratischen Grundordnung identifizieren,“
aber andererseits nicht gegen den Mohammedanismus, der vom Wesen her ein Antagonist einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung ist, Stellung bezieht und abschwört. Sie spielt aber vielmehr damit, dieser scheußlichen Ideologie anzuhängen und Patron der Orks zu sein. Helmut Zott hat diese Barriere klar benannt (7):
„Ohne jeden Zweifel ist für einen gläubigen Moslem die Scharia unvereinbar mit dem Grundgesetz, und seine Einbindung in die Welt des Unglaubens ein Verrat an der Sache Allahs. Deswegen besteht für eine islamische Minderheit grundsätzlich die religiöse Verpflichtung, sich aus dem offenkundig unislamischen gesellschaftlichen Umfeld zurückzuziehen, um dem schlechten Einfluss der vermeintlich korrupten Gedanken und Zustände dieses politischen Systems zu entgehen.“
Wie das oben stehende Foto zeigt, gibt es nicht „ein bisschen“ Mohammedanismus. Es straft die lügenhaften Reden von Hexe Özoguz und Meryemdiegehirnamputierte Lügen, die von der Freiheit des religiösen Bekenntnisses faseln und der Freiheit, die Insignien des Orkismus zu tragen oder nicht.
Es gibt wohl verschiedene Stadien, die durch seine jeweilige politische Macht begründet werden, aber selbst wenn nur ein einziger Ork in Deutschland leben würde, und der sich sehr zusammennehmen müsste, wäre er im Kern totalitär gesinnt – weil der Kloran ein totalitäres Werk ist.
Der Mohammedanismus muss voll und ganz an jeder Stelle zurückgewiesen werden, und kleine Mädchen mit den Zeichen der totalitären Bewegung auszustaffieren, hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun, sondern ist Kindesmissbrauch und gehört bestraft.
DAS meint Artikel 2 des Grundgesetzes, dem übrigens Artikel 4 (Religionsfreiheit u.a.) nachgeordnet ist (8).
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Time am 28. September 2011
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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Aygül_Özkan
2) http://www.pi-news.net/2011/09/turkische-gastarbeiter-marchen-1/
auch: http://www.pi-news.net/2011/08/gastarbeiter-marchen-italiener/
3) http://danielcharell.wordpress.com/2010/10/22/
4) http://medforth.wordpress.com/2011/09/27/da-staunt-der-lehrer-wegen-muslimischer-schuler-die-ruckkehr-der-schwarzen-padagogik-gefordert/
5) http://www.taz.de/Behinderungen-von-Inzestkindern/!78862/
6) http://www.taz.de/Behinderungen-von-Inzestkindern/Kommentare/!c78862/
7) http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/09/25/lugner-lieben/#comment-1851
8- http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01.html
Tags: Aygül Özkan, Helmut Zott

28. September 2011 um 17:21
„Bei der Einwanderung sollte nicht nach Nationalitäten, Herkunftsländern oder Religionszugehörigkeit getrennt werden. In dieser Frage kann es nicht mehr um Herkunft, sondern nur noch um Zukunft gehen, also um Qualifikationen und Kompetenzen,“
Bla bla blubb blubb…wer dann letztendlich wieder kommt ist doch so sicher wie das Amen in der Kirche.
Dieses weichgespülte Geschwafel und diese Notwendigkeitsimperative die wir uns jeden Tag anhören müssen muss ja auch den letzten Biodeutschen der sich noch als “liberal” bezeichnet zum “Rechten” werden lassen.
28. September 2011 um 19:05
Hallo Besucher,
meine Position ist bekannt, aber ich finde es auch o.k., wenn Sie hier ein wenig von Mannies Ideen reinbringen (1). Der hat ja grade eines seiner absurden „Meisterwerke“ bei PI abgeliefert (2).
Da ist mal wieder alles drin, was ein gutes Studienobjekt für den Sektenforscher ausmacht, Verschwörungstheorie inklusive. Gemäß seiner einstmaligen marxistischen Anschauungen, die denen von Nationalrevolutionären oder Nazis gleichen, insofern beide u.a. davon ausgehen, dass Geschichte sich nicht entwickelt sondern vor allem gemacht wird, sei es von Revolutionären, sei es von Geheimbünden („Triumph des Willens“, Führerprinzip), und die daher als Ursache für die aktuelle Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit dem Mohammedanismus den finsteren Plan von Verrätern ausmachen, wirft er sich gegen 99% unserer Mitbürger in die Brust, zeiht sie eines eklatanten Irrtums und empfiehlt sich als Heilsbringer.
„Transzendenz“ ist eine wichtige Vokabel für ihn, weil er keinen „Glauben“ hat.
Gott taucht auf, aber er bleibt eine leere Hülse. Mannie schreibt:
„… Überleben steht auf dem Spiel, weil dieses Bewusstsein der Transzendenz im Schwinden begriffen ist. Transzendenz, der Zusammenhang, der über die Existenz des einzelnen Menschen hinausgeht, hat viele Facetten: als Generationenzusammenhang, den man mit den eigenen Kindern fortsetzt, als Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, die durch ein Volk oder eine Religion gestiftet sein kann, oder durch beides, als Bewusstsein der Verantwortung vor Gott. Man wird schwerlich behaupten können, dass diese Zusammenhänge noch die Lebensauffassung unserer Gesellschaft prägten. Die maßgeblichen politischen Ideologien, und hier gerade der Liberalismus mit seinem Denken vom Individuum und seinen Freiheitsansprüchen her, kann solche Transzendenz nicht begründen und wird dazu tendieren, ihre Erscheinungsformen zu bekämpfen.“
Es wird klar, dass Mannies geheimnisvolle „Transzendenz“, die er für überlebensnotwendig hält, in erster Linie durch das „Denken vom Individuum und seinen Freiheitsansprüchen“ verhindert wird. In ihrer Ablehnung der individuellen Freiheit aber sind sich Kommunisten, Nazis und Orks einig. Die beiden letzteren trampeln dabei zudem mit Vorliebe auf Frauen herum. Kommentator Sigbert schreibt zu Recht:
„Das typische hohle Geschwafel eines Geisteswissenschaftlers, nur ausnahmsweise mal mit anderem Vorzeichen. Wer sich der Errungenschaften des Liberalismus, wie der Redefreiheit, erfreut, möge diesen nicht als Grund aller Probleme hinstellen. Da es der Autor richtig konservativ mag, kann er ja nach Saudiarabien oder in den Iran ziehen, dort gibt es keine Schwulen und Liberalen, dort gibt es keinen individualistischen Firlefanz, nur die Transzendenz des einen Gottes über Alles und Jeden.“
Sigbert meint natürlich nicht „Gott“ sondern „Alla“. Im Übrigen finde ich es lachhaft, dass ein Ex-Juso sich höchst unbescheiden als Wortführer des „einzig wahrhaften Konservatismus“ geriert. Sein Programm passt in eine Nussschale und ist nicht konservativ sondern primitiv. Es lautet: „Ihr seid doof, und ich muss euch führen!“
Ich grüße Sie,
Time
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1) http://korrektheiten.com/2009/09/29/was-ist-konservativ/
2) http://www.pi-news.net/2011/09/liberale-und-konservative-islamkritik/
28. September 2011 um 22:21
Ich glaube eher dass Sie ein Problem mit “Manni” haben weil Sie ihm argumentativ nicht gewachsen sind.
Eine stringente Theorie was Gesellschaft und Solidarität die den Rahmen der Freiheit erst ermöglicht, ausmacht, haben Sie nämlich nicht.
Für Sie ist das alles einfach so “da”. Dabei sollten Sie eigentlich wissen das Freiheit ohne Verantwortungsgefühl einfach nur blinder Egoismus ist.
Und wie gesagt zu Geschichtsphilosophie habe ich Ihnen mal ein paar Lesetipps gegeben.
Entwickeln tut sich da erstmal nichts. Geschichte wird immer “gemacht” es sei denn Naturkatastophen spielen eine Rolle und was die hohe Kunst der Hinterzimmerdiplomatie betrifft und das Inszenierungen von Ereignissen und Kriegsgründen sollte man doch, wenn man sich z.B. die Geschichte des Ersten Weltkriegs anschaut, immer auf dem Schirm haben.
Ich verstehe ehrlich gesagt ihre Fundamentalkritik an der Person M-K-H nicht recht und vor allen Dingen immer die Verschlagwortung auf seine Juso-Vergangenheit.
Sie machen es sich ja sehr einfach da Sie hier anonym schreiben. Wer weiß was Sie früher so alles getrieben haben.
29. September 2011 um 00:46
Etwas offtopic, aber als ich folgendes Foto von unser aller Freund sah, überkam mich plötzlich ein Hauch von Mitleid:
http://initiativgruppe.files.wordpress.com/2011/09/leo2.jpg?w=468&h=310
29. September 2011 um 03:49
hm
ich habe hier viel gelernt und auch bei manni (ich muss da immer an das mammut in Ice-age denken
). unsere wirklichen fascho-gegner sind andere.
aber kritik belebt das geschäft. warum also nicht ab und zu auch untereinander streiten
@ robot
ich verstehe, was du meinst
29. September 2011 um 07:39
Dieses völkische Geschwurbel mit unterschwelliger Islam-Bewunderung von Manni erinnert mich stark an Elsässer, der ja auch Amerika-hassender, verschwörungshysterischer, schwulenfeindlicher nationalreligiöser “Patriot” ist.
Oder, wie ein PI-Kommenattor treffend bemerkte: “Klingt verdammt nach ,Autobahn’”.
Wieder ein Rechter, von dem Elke Özoguz sicher entzückt wäre.
29. September 2011 um 12:53
Na wenn das hier nicht “nationalreligiös” ist:
http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/09/13/america-the-beautiful/
Hat so etwas Fußballvereinsmäßiges: Ich bin jetzt mal Fan vom FC Bayern, die sind gerade so gut…
29. September 2011 um 12:54
@robot
Besonders wegen der zwei Schreckgespenster hinter Leo
29. September 2011 um 13:18
@vitzli
Du hast ja Recht. Das Problem ist dass Madrasa und ich ein unterschiedliches politisches Koordinatensystem haben welches aber mehr auf der Bewertung der Vergangenheit beruht (und die beziehen sich eher NICHT auf die berüchtigten 12 Jahre!)
Ich befürchte z.B. dass die Madrasa DEN hier:
http://www.sueddeutsche.de/politik/angesehener-staatsmann-in-us-denkfabrik-neuer-job-fuer-guttenberg-1.1152536
wenn der wiederkommen sollte als gestählten Held für den Counterjihad betrachtet während ich ihn für den medial aufgeplusterten farblosen Kellner eines Think Tanks halte der alles nur keine deutschen und europäischen Interessen vertritt.
29. September 2011 um 13:19
womit wir wieder beim “Guttenberg-Dossier” bei Zeitgeist-online wären welches von Manni gelobt wurde
29. September 2011 um 17:56
Blindes folgen ist nie gut. Weder bei den USA, Israel (obwohl ich beide Staaten grundsätzlich schätze) und erst Recht natürlich nicht bei einer Ideologie wie dem Islam. Meinungsverschiedenheiten gehören zum Alltag, auch in rechts-konservativen Kreisen. Ich sehe darin nicht problematisches, solange man sich nicht zerfleischt und den eigentlichen Gegner, das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verliert. Ein absolutes “No-Go” sehe ich nur bei Anhängern der NS-Zeit oder vereinfach ausgedrückt, Hitlerfans. Mit solchen Leuten kann und sollte man keinen Staat machen.
Übrigens, der olle Leo hat gerade Stress. Er steht mitten im “Minenfeld”, wie er es nennt. Grund sind Zwistigkeiten innerhalb des Münchener Ausländerbeirats, bei dem er wohl irgendwie mitmischt. Meinetwegen können die sich gerne selber demontieren. Der deutsche Steuermichel wird so zum lachenden Dritten, zwangsfinanziert er schließlich den ganzen Zirkus (einschließlich den Brux).
29. September 2011 um 19:46
Hallo Mathieu,
Du sagst es mit wenigen Worten besser als ich, herzlichen Dank (Auch Elsässer ist übrigens ein ehemaliger Marxist).
Lieber Vitzli,
ich stimme Dir und Robot zu, dass Meinungsverschiedenheiten und Kritik zum (demokratischen) Alltag gehören und das „Geschäft beleben“. Ich bitte Dich aber, mal zu schauen, wie groß der Anteil von Mannies Texten ist, die den Mohammedanismus kritisieren/analysieren gegenüber jenen, die in irgendeiner Form unser System, unsere Gesellschaft oder unsere Mitbürger angreifen. Du wirst finden, dass er seine Energie fast ausschließlich gegen uns einsetzt. 99% der Deutschen sind für ihn Dummköpfe und Volksverräter, u.a. weil sie die „Volks(verräter)parteien“ wählen. Mannie schwurbelt von Volk und Blut, aber 99% der Deutschen sind seine Feinde?
Hallo Sucher,
ich habe ein Problem mit Mannie, weil er den Counterjihad durch sein obskures Gefasel diskreditiert und für seinen Sektenaufbau usurpiert. Ich habe kein argumentatives Problem mit Mannie, weil der nicht argumentiert. Er reiht vielmehr überwiegend diverse Setzungen aneinander, ohne dass die eine aus der anderen hervorgehen würde oder als Ursache für die nächste gelten könnte. Er unterstellt (wie Klo H. Metzel) Gegnern Positionen, die sie gar nicht geäußert haben, und er ist, wie Sie übrigens auch, sehr schnell mit Herabsetzungen und Beleidigungen zur Hand. Hierfür ein paar Beispiele. Mannie schreibt:
„Islamkritiker, die darauf bestehen, sie seien gegen die Einwanderung ausschließlich von Moslems, nicht aber von Angehörigen anderer Religionen…“
Es geht jedoch tatsächlich darum, die Einwanderung von Orks und UNQUALIFIZIERTEN zu verhindern. Die Religion, Ethnie oder Rasse ist aber in der Tat egal, es sei denn, man ist Rassist.
„Er kann ihn genau so lange kritisieren, bis die Moslems zahlenmäßig stark genug sind, ihm das Maul zu stopfen.“
Aha, ich habe also ein „Maul“. Mannie sehnt offenbar schon den Moment herbei, da es mir „gestopft“ wird.
„Wer nicht sagen und nicht dazu stehen und vor allem nicht das Erforderliche tun will, das eigene Volk zu erhalten, kann sich sein neckisches bisschen ‘Islamkritik’ getrost in die Haare schmieren.“
Von der ordinären Ausdrucksweise abgesehen enthält dieser Satz die ungeheuerliche Behauptung, gut 99% der Deutschen sowie die Nicht-Klein-Hartlagesche-Islamkritik wollten nicht das Erforderliche tun, das eigene Volk zu erhalten. Das „Erforderliche“ aber bleibt so nebulös wie Mannies Definitionen von „Volk“, „Deutschland“, „Gott“, „Demokratie“, „Freiheit“ oder „Transzendenz“. Er wirft mit Begriffen um sich wie ein Schamane mit Beschwörungsformeln, seine Anhängerschaft jedoch klopft ihm auf die Schultern und feiert ihn als „Wissenschaftler“: au weia!
„… von einem Volk erhoben wird, das ganz offensichtlich auf dem absteigenden Ast sitzt. Wer schifft sich schon sehenden Auges auf der Titanic ein?“
Das deutsche Volk auf dem „absteigenden Ast“, Deutschland, unsere großartige Nation, als „Titanic“: Der Verräter und Nestbeschmutzer ist eindeutig MKH.
An einer einzigen Stelle wird sein Programm deutlich und konkret, und deshalb schrieb ich, dass es in eine Nussschale passt:
„Eine Gesellschaft, die Kinderkriegen nicht mehr als natürliche Bestimmung des Menschen ansieht, sondern als bloß ein mögliches ‚Lebensmodell’ unter vielen; die Abtreibung für ein Menschenrecht hält; die wechselnde Lebenspartnerschaften und demgemäß Patchworkfamilien für völlig normal hält; die Homosexualität nicht nur duldet, sondern geradezu propagiert; die Frauen für ‚unterdrückt’ hält, wenn sie nicht Karriere machen; kurz und gut: die die Frage, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit ein Volk als Solidargemeinschaft überhaupt überleben kann, und die jede Pflicht und jede Bindung zugunsten der individuellen Selbstverwirklichung hintanstellt und jeden verteufelt, der es anders sieht: Eine solche Gesellschaft hat schon aus demographischen Gründen keine Überlebenschance.“
Das Rumtrampeln auf Frauen und Schwulen ist auch bei den Mohammedanisten Kern ihres schmalen, totalitären Programms. Und das bringt mich zur marxistischen Vergangenheit von MKH.
Es ist wichtig, sich diese zu vergegenwärtigen, weil deutlich wird, dass Mannie von einer totalitären Struktur zur nächsten gewechselt ist. Er ist Konvertit, aber er wurde totalitär und kollektivistisch geprägt und hieraus konvertiert er nicht. Damals hieß das der „neue Mensch“, jetzt ist es der „reinrassige Mensch“, und er ist der „gläubige Mensch“, wenn er schließlich Mitglied der Umma geworden ist. Mit den Begriffen der individuellen Freiheit und der individuellen Verantwortung vor Gott konnte er noch nie etwas anfangen. Die PI-Kommentatorin Jaette trifft m.E. ins Schwarze, wenn sie schreibt:
„’Da ich meine liberalen Pappenheimer kenne, vor allem ihren festen Willen kenne, mich misszuverstehen,’ schreibt der Autor Klein-Hartlage (Sozialwissenschaftler? Was trägt der zum BIP bei?) u.a.
Ich missverstehe für meinen Teil überhaupt nichts, denn ich entnehme dem Artikel, das hier engstirniges, überholtes Denken Anlass gab, diesen Text zu erstellen. Hier schrieb kein ‚Konservativer’, hier schrieb ein verbitterter Mensch, der nicht begriffen hat, das unterschiedliche Ansichten/Lebensentwürfe trotzdem Basis für gemeinsame Ziele bilden können, wenn sie der FDGO, die zweifellos gefährdet ist, verpflichtet sind. Schade, macht es doch wieder einmal mehr als deutlich, wie zersplittert und ebenso wirkungslos die Kritiker der ‘Religion des Friedens’ – ihres schädlichen Einflusses – eigentlich sind. Schwule, Geschiedenen und Kinderlose dürfen, nimmt man den Artikel ernst, was mir mehr als schwer fällt, erst gar nicht mitspielen. Und Liberale schon gar nicht, weil die ohnehin an allem schuld sind… Nein, so wird das nichts. Abgrenzen kann man sich wieder, wenn wichtige Probleme gelöst sind. Oder in Arroganz und kleinlichem Lagerdenken stilvoll, aber prinzipientreu untergehen… Der Artikel dient zweifellos Letzterem!“
Das ist tragisch, denn ein Dummkopf ist Mannie ganz sicher nicht.
Ich grüße Sie,
Time
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http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/02/das-alte-lied-vom-konvertit/
29. September 2011 um 21:17
Was sie Manni allerdings nicht vorwerfen können ist dass er Probleme anspricht die uns alle in naher Zukunft stärker betreffen werden als eine Mohammedanisierung. Die Mohammedanisten können aufgrund ihrer Kollektividentität die Krise in die uns heute der Bundestag letztendlich voll und ganz geführt hat besser überstehen als eine atomisierte “deutsche” Gesellschaft. Denken Sie mal darüber nach.
Was ist denn wenn alle Lebensversicherungen, Renten etc. verpulvert werden? Glauben Sie mir, die Großfamilien überleben.
Andererseits: Wenn der Staat hier die Sozialhilfezahlungen einstellt (und das wird in einigen Jahren passieren wenn wir den griechischen Weg gehen und herunter”geratet” werden) dann werden unsere Migrus den Aufstand proben und zumindest der Bürger auf dem Land wird sich zu wehren wissen.
Ich hoffe allerdings dass es nicht soweit kommt…
Wenn sie so sehr eigenverantwortliche, wirtschaftsfreundliche Thematiken analysieren mögen dann empfehle ich Ihnen Artikel von dieser Seite hier:
http://www.ef-magazin.de/
29. September 2011 um 21:34
Wie Sie hierbei z.B. an arabische (kriminelle) Familienclans denken, nun ja, die Rücksichtslosen werden vermutlich überleben. Insofern haben Sie leider Recht.
30. September 2011 um 07:48
Time, ich gebe dir vollkommen recht. Das einzige, was ich zu kritisieren hätte, wäre, dass Manni ein so ausführliches Statement gar nicht verdient hat. Argumentativ könnte man ihn an jeder Stelle auseinander nehmen, wenn er sich nicht selbst schon zur Genüge das Grab schaufeln würde (das argumentative meine ich). Um nur mal ein Beispiel aufzugreifen: Wenn der kleine Hartlage u.a. schreibt, dass unsere Gesellschaft “die Abtreibung für ein Menschenrecht hält”, dann hat er aber in den letzten Jahrzehnten sowas von gepennt.
Zum einen gibt es in einer freiheitlichen Gesellschaft keine “Gesellschafts-Meinungen”, da jeder einzelne das Recht auf Gedankenfreiheit hat, zum anderen wird es aufgrund dieser unterschiedlichen Meinungen zu Ergebnissen kommen, die unter anderem auch in die Gesetzgebung einfließen, und – oh Wunder wir befinden uns in einer Demokratie – auch immer wieder neu verhandelt und neu bewertet werden können. Gerade das Beispiel Abtreibung zeigt, wie hier unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen von Feministinnen über Ethik-Kommissionen bis zu den Kirchen um ihre Position gekämpft haben, diese teilweise selbst korrigiert haben und immer noch kämpfen. Darüber hinaus begreifen Leute wie Manni einfach nicht, dass es ein Unterschied sein kann, wie man eine Sache selbst bewertet und in seiner privaten Community – dank der Freiheit, die man hat – lebt und wie sie gesetzlich geregelt werden muss.
Natürlich kann man die Sache ganz naiv betrachten und von einer Gesellschaft träumen, in der keine Kompromisse gemacht werden müssen, sondern in der alles so ist, wie ich es gern hätte, nur befürchte ich, dass unsere Westen-Hasser ganz schnell den Schwanz einkneifen würden, wenn sie in einer Gesellschaftsform leben müssten mit weniger Liberalität, da es dann auch nicht so laufen würde, wie ich es gerne hätte, mit dem Unterschied, dass man auch nicht mehr mitspielen dürfte – es sei denn man gehörte mit zum Clan der handvoll Verfolger und nicht zu den 99 Prozent Verfolgten. Im Hass auf den Westen unterscheidet sich Manni nicht von Linken (die er ja auch dann lobt, wenn sie nur genügend nationalistisch eingestellt sind), Mohamedannisten und Bruxisten und deshalb stimme ich Vitzli auch nicht zu, dass die “fascho gegner” andere seien.
Der Hass auf den Westen führt unweigerlich zu Verschwörungshysterie und politischem Visionärstum, das allerdings in einer Demokratie (zum Glück) keinen guten Nährboden hat. Man sollte bedenken, dass der liberale Westen sich nicht in Auswüchsen wie Pornografie und Drogenkonsum (die ja keiner mitmachen muss) erschöpft, sondern die einzige Gesellschaftsform ist, die Alternativen – selbst für Spinner – bereit hält. Es ist jedem freigestellt, die böse dekadente westliche liberale Party mitzumachen oder nicht. Klosterleben wäre zum Beispiel eine Alternative. Oder die Arbeit in einem Hospiz. Da stößt man auch auf entblößte Menschen, nur in einem sehr anderen Zusammenhang als unsere Westenhasser dies immer anprangern.
Jeder darf sich seine Freunde und Bekannten selbst aussuchen und muss dafür keine Fatwa befolgen, in die Kindererziehung redet kein Staat hinein (es sei denn, um Kinder zu schützen, z.B. vor Gewalt), RTL 2 kann man ausschalten, Gemeinschaftsleben findet in fast jedem Dorf noch statt, und Solidargemeinschaften, denen man sich frei anschließen kann, gibt es an jeder Ecke, die muss man nicht 80 Millionen mit kruden Manni-Ideen überstülpen.
30. September 2011 um 10:05
“Meinungsverschiedenheiten gehören zum Alltag, auch in rechts-konservativen Kreisen.”
Wenn dieser Blog sich als rechts-konservativ verstehen würde, wäre ich wohl im falschen Film. Rechts-Links beachte ich eigentlich nur noch im Straßenverkehr, weil es da brenzlig werden kann (rechts blinken und links abbiegen oder umgekehrt). Ansonsten nehme ich gerne zur Kenntnis, wenn sich Personen als rechts oder links einordnen, vor allem, wenn sie sich als zugehörig zu einer Art “Umma” verstehen. Interessanterweise geht bei solchen Menschen die Hälfte des Gehirnschmalzes für Definitionen drauf, was denn eigentlich rechts, links etc. sein soll. Hier kann man die durchaus gelungene Analyse von Manni benutzen, in der er feststellt, dass häufig der Wahr-unwahr-Code durch den Gut-Böse-Code ersetzt wird, nicht ohne schmunzelnd festzustellen, dass Manni dem selbst auf den Leim geht, wenn er versucht “Rechts” zu definieren.
Anscheinend gibt es im Menschen eine tiefe Sehnsucht, sich einer Gruppe anzuschließen, in der alles schon vorgefertigt ist, Denkmuster, Moral. Im Islam, wo einen die “richtige Lebensweise”, die sich die “geistigen Führer” für das blöde Fußvolk ausgedacht haben, bis aufs Klo verfolgt, ist das besonders ausgeprägt. Da gibt man quasi das Denken am Eingang der Moschee ab, wie Meryem uns das begeistert vorführt: “Vernünftig ist in diesem Fall, sich vertrauenswürdige Personen zu suchen, deren Urteilen man folgt.” http://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2011/09/25/zum-todestag-von-imam-dschafar-al-sadiq-a-s-etwas-uber-fatwas/
Die Einordnung in Kategorien, mit denen man etwas Höheres, Besseres verbindet, ist etwas für Menschen, die sich das Denken und Schauen ersparen möchten (um es eventuell für sinnloses Herumdefinieren zu gebrauchen?) So etwas führt im schlimmsten Fall zum Gesinnungsfaschismus, bei dem Menschen bereit sind, für “das Gute”, dem sie sich einmal angeschlossen haben, buchstäblich über Leichen zu gehen, in milderen Verläufen führt es schnurstracks zum Kopp-Verlag, dessen großes Herz alle Verschwörungsfanitiker aufnimmt.
Ein Teil der Verwirrung, die die Islamkritik ausgelöst hat, ist m.E. gerade darauf zurück zu führen, dass man sie nicht in übliche Schemata einordnen kann. Nichtsdetotrotz beharren Brux und Co. trotzig wie kleine Kinder darauf, dass Islamkritik rechts und deshalb bäh ist.
Islamkritik kommt aus der Mitte der Gesellschaft, da man sich dort noch den Impuls bewahrt hat, der einem unabhängig von Gesinnungen sagt, wann etwas nicht in Ordnung ist.
30. September 2011 um 13:34
Exzellent, Mathieu,
das sehe ich genauso, mache allerdings eine Einschränkung. Du schreibst:
„Anscheinend gibt es im Menschen eine tiefe Sehnsucht, sich einer Gruppe anzuschließen, in der alles schon vorgefertigt ist, Denkmuster, Moral.“
Ich vermute, dass es eine tiefe Sehnsucht gibt, sich einer GRUPPE anzuschließen, denn der Mensch ist an sich ein Sozialwesen. Diese Sehnsucht ist stärker als Denkmuster oder Moral und bringt viele Menschen, nicht alle, dazu, in einer Gemeinschaft auch um den Preis geistiger Freiheit heimisch zu werden.
Ich grüße Dich herzlich,
Time
30. September 2011 um 13:58
hi time und alle,
ich lese nur selten bei manni, deswegen sind mir die oben angesprochenen dinge nicht aufgefallen.
in zwei dingen hat er meine sicht erweitert: das eine war die erklärung, warum eine offensichtliche flasche wie guttenberg von den medien so befördert wurde (sinngemäß:er ist leicht zu fremdzusteuern). das habe ich vorher nicht verstanden.
das andere war die beantwortung der frage, warum man linken nicht mit argumenten beikommen kann (weil sie mit kriterien wie gut und böse und nicht richtig und unrichtig arbeiten bzw. denken).
ich nehme aber die obigen ausführungen mal zum anlass, genauer zu gucken
@ mathieu
ich finde die rechtslinkskriterien verteilungsgerechtigkeit gegen leistungsgerechtigkeit (äh … umgekehrte reihenfolge) immer noch gültig. auch wenn die dinge komplizierter geworden sind.
herzliche grüße an alle
vp.
30. September 2011 um 15:22
@vitzli:
Das ist eine von vielen Deutungen, andere argumentieren mit einem unterschiedlichen Menschenbild – jeder so wie er will, ist mir link.
Manni definiert rechts so:
“rechts ist dort, wo man sich fragt, wieviel Freiheit eine Gesellschaft sich leisten kann, ohne zu zerbrechen”
um dann detaillierter zu zeigen, was er damit meint:
“Dass Freiheit per se als etwas so unhinterfragbar selbstverständlich Gutes gilt, dass die Frage nicht mehr verstanden wird, ob die Freiheit – nicht nur von Zwang, sondern auch vom Recht, von Sitte, von Anstand, von Verantwortung, von Solidarität, vom Vaterland und von Gott – etwas Gutes sei, ist das deutlichste Indiz dafür, dass der politische Wettstreit sich nur noch zwischen zwei Flügeln der Linken abspielt.”
Ist der folgende Satz aus dem Aufsatz: A. Was ist sozialistisch, B. Was ist sozialdemokratisch oder C. Was ist konservativ entnommen?
“Weil eine Gesellschaft auf die Dauer nur existieren kann, wenn der Einzelne sich „irrational“ verhält, indem er seine eigenen Interessen hinter denen der Gesellschaft zurückstellt, und das heißt: sich solidarisch verhält.”
Bei seiner Herumdefiniererei bekommt schließlich auch noch der Islam das Qualitätsmerkmal “konservativ” verliehen:
“Der Islam ist (nach innen) tatsächlich in dem Sinne konservativ, wie es jede andere traditionelle Wertorientierung auch ist. Nochmal: Die Verabsolutierung von Freiheit ist ein junges Gewächs. Sie ist nicht nur dem Islam unbekannt, sondern auch allen anderen Kulturen und Zivilisationen der Weltgeschichte. Vielleicht haben die alle etwas richtig gemacht. Die islamische Kritik an der westlichen Zivilisation, an ihrem Materialismus und ihrer Dekadenz ist schlicht zutreffend. ”
Warum das zutreffend ist, bleibt offen. Dafür müsste man ja argumentieren, aber das braucht Manni nicht. Solange er ein gewisses, tatsächlich vorhandenes und auch nicht unbegründetes Unbehagen in hübsche Worte kleidet, ist ihm die Zustimmung seiner Anhänger sicher.
Quelle: http://korrektheiten.com/2009/09/29/was-ist-konservativ/
30. September 2011 um 17:54
Ich würde eher sagen:
“Rechts ist dort, wo man fragt wieviel Verantwortung vor Familie, Vaterland, von mir aus auch Verein, Umfeld, Freunde, Kollegen, Freundin nötig ist, um in Freiheit leben zu können.”
Diese Positionen würden Libertäre wie Nationalliberale wie Nationalkonservative als auch Christlich-Konservative sofort unterschreiben.
Die Verantwortung für unser Land und unsere Finanzen zum Beispiel wurde ja bekanntermaßen am Donnerstag in den Brüsseler Orkus dirigiert.
Mittlerweile sind 90% der Wirtschaftsfachleute der Meinung dass die Bundesregierung der falschen Kurs fährt und mittlerweile erdreisten sich die Fraktionen Kritiker wie Bosbach (CDU) und Schäffler (FDP) übel zu maßregeln.
Da frage ich mich ob wir wirklich in einer freiheitlichen Demokratie leben oder ob wir auf dem Weg in russische Verhältnisse sind (Steinbrück kann ja ab 2013 Kanzler spielen und 4 Jahre später kann Merkel noch mal oder Gutti tritt als “deus ex machina”)
Ich sage mal so: Jeder der bei den momentan Verhältnissen nicht ein gewisses “Unbehagen” fühlt, dem ist echt nicht zu helfen.
Womit ich wieder bei Manni bin: Kritik an Macht und Machtmissbrauch ist natürlich immer mit Unbehagen verbunden weil einem ja das Gefühl vermittelt wird dass etwas Grundlegendes nicht stimmt.
@mathieu
Ach, würden sie bestreiten dass der Islam konservativ ist?
Natürlich ist er konservativ (wertebewahrend) nämlich die Werte bewahrend die er aus der Zeit des Propheten überliefert bekommen hat.
Das ist doch korrekt.
Über Begriffe wie Verabsolutierung der Freiheit kann man streiten, allerdings wird nicht zu Unrecht darauf hingewiesen dass die “Anderen” was richtig machen: Die bekommen einfach mehr Kinder!
Lesen sie Heinsohn was youth bulges in der geschichte so anrichten können!
Schauen Sie sich doch mal die Zahlen in D an wieviel Migrantenkinder mittelerweile in den Großstädten leben. Wie wollen sie da ansetzen?
Putzig finde ich natürlich auch dass sie den Leuten aus dem Kleine-Hartlage-Umfeld Amerikahass unterstellen.
Wahrscheinlich lieben sie Amerika so innig dass Kritik an den Verhältnissen dort und Kritik an der US-Politik automatisch bei Ihnen als Hass wahrgenommen wird.
Das fällt dann dummerweise eher auf sie zurück.
Schauen Sie, da sind sie ganz wie der Herr Brux:
Der liebt seinen Orient und seine Moslems und die Ambiguitätstoleranz (die große Geschichte des Islams) derart dass, wenn da jemand daher kommt und diese Weltanschauung in Frage stellt, automatisch ein Islamhasser sein muss, ergo Moslemhasser -> Menschenhasser.
Dieses Buch von dem Bauer (Islamwissenschaftler), es hat nur darauf gewartet für Bruxi geschrieben zu werden.
Weil er damit sein Weltbild bestätigt bekommen hat. Mehr brauch er nicht.
1. Oktober 2011 um 11:17
@Besucher:
“Da frage ich mich ob wir wirklich in einer freiheitlichen Demokratie leben…”
Fragen Sie das im Ernst? Sie betrachten vermutlich auch nur die Bundespolitik und da vornehmlich die Skandale vom Fernsehsessel aus und denken, Demokratie erschöpft sich im Kreuzchen machen alle vier Jahre. Demokratie ist aber vor allem das Zerbröseln von Macht, so dass letztlich auf Vielen viel mehr Verantwortung lastet als in anderen Staatsformen. Die Bundespolitiker sind nur ein Mosaikstein (ein großer zugegebenrmaßen) in einer Demokratie. Deshalb ist das Gefasel von Verantwortungslosigkeit auch so daneben. Demokratie baut sich von unten auf. Darüber braucht man nicht lange zu spekulieren, das kann man auch erleben, jeden Tag, z.B. indem man sich beteiligt, in einer Partei oder auf andere Weise. Es ist sehr leicht, Verantwortung zu übernehmen, leichter als Sie denken. Ich habe sehr oft beobachten können, wie Protestler, die sich meist in kommunale Räte als IG oder mit ähnlichem Namen haben wählen lassen, sehr schnell von der Fundamentalkritik zu einer konstruktiven Kritik gewandelt haben, wenn sie merkten, dass sie selbst in die Prozesse involviert waren. An Ihren und Mannis Ausführungen merke ich jedoch, dass Sie weit davon entfernt sind, sich an demokratischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Ich kann mich natürlich täuschen, aber so ist mein Eindruck.
“Ach, würden sie bestreiten dass der Islam konservativ ist?”
Habe ich das bestritten? Aber klingt aus Mannis Formulierung nicht auch Bewunderung? Ist denn Werte bewahren gut oder schlecht? Kommt wohl immer auf die Werte an. Wenn ich ein Loblied auf Konservativismus singe, kann ich das eingrenzen auf die Werte, die ich bewahren will und die sind – bei mir zumindest – nicht mit denen des Islam vereinbar. Aber wenn das für Sie Werte sind, wenn Hände amputiert werden und Geständnisse unter Folter erpresst werden – bitte, jeder nach seinem Geschmack.
Zu Amerikahass: Vielleicht haben Sie recht, vielleicht ist es ungerecht, Manni Amerikahass zu unterstellen, vielleicht wäre es gerechter ihm “nur” Antiamerikanismus vorzuwerfen, jedoch wenn jemand im Stile einer Meryem (dga) die USA einzig und allein unter dem Aspekt betrachtet, dass dort eine Regierung sitzt, die von einer Verschwörung in die nächste tappt, so als gäbe es dort keine demokratischen Strukturen, sondern nur Familienclans ala Gaddafi, als wäre Amerika unveränderbar, blind dafür, dass wir ohne Amerika nicht das wären, was wir sind (es sei denn man bedauert dies), wenn man unbedingt WILL, dass 9/11 eine Verschwörung war, um dies nicht betrauern zu müssen, dann geht das bei weitem über Kritik hinaus. Da raufen sich ja sogar die PI-Kommentatoren die Haare.
Ich bin kein Fan des FC Bayern, aber man sollte sich bewusst sein, dass man als Pauli-Fan eben auch mehr Frustrationstoleranz benötigt.
Nun, wahrscheinlich muss es Leute wie Manni geben, es gibt ja auch Kommunisten, die Träume haben, die sich nie erfüllen werden. Soll Manni also weiter vom Mutterkreuz träumen.
2. Oktober 2011 um 02:33
@mathieu
Ich finde es interessant dass sie das Wahrnehmen der Realität anhand der Mitarbeit in Verbänden und Institutionen charakterisieren. Das sei Ihnen unbenommen, wahrscheinlich haben sie Recht. Die Theoretiker im Schreibstübchen mit ihrem abstrahierten Bild der wirklichen Welt können eigentlich nicht so richtig mitreden.
Schauen Sie Mathieu, ich vermute mal sie wurden noch nie in Ihrem Leben von einer radikalen Türkengang verprügelt.
Kann es nicht sein dass Sie sich die Moslemisierung nur einbilden? Und das diese ganzen Einzelfälle welche Gewalt betreffen vielleicht doch nichts mit dem Islam zu tun haben? Das es vor allen Dingen eine soziale Frage ist und dass sich diese Menschen hier nicht willkommen fühlen?
Schauen Sie, Leo weiß das alles und der hat ständig mit Moslems zu tun, das sind alles friedliebende Menschen. Leo ist an der basis, der muss wissen was läuft. Wie Sie. Warum kritisieren Sie ihn eigentlich?
Eine grundlegende Frage wäre noch was sind wir denn Dank Amerika?
Und bei einer Sache muss ich sie leider enttäuschen: Auch in den USA bestimmen gewisse Familienverbände die Musik die gespielt wird. Nur dass es eben ein paar mehr sind als vielleicht beim Ghaddafi.
“Soll Manni also weiter vom Mutterkreuz träumen.”
Diesen skurrilen Einwurf muss man nicht verstehen und der trägt gerade nicht dazu bei dass man sein gegenüber in der Debatte ernst nimmt.
Schauen Sie zuviel Guido Knopp?
2. Oktober 2011 um 12:28
@Besucher, zunächst einmal finde ich es ganz sympathisch, dass ich endlich mal wieder jemandem zu links bin, wenn Sie mich in die Leo-Richtung einordnen. In der letzten Zeit wurde ich eher als rechter Schwachmat beschimpft. Gelegentlich auch als Christ – immer schön gemäß dem jeweiligen Feindbild.
Beurteilen würde ich nicht die Realität anhand von Mitarbeit (auch wenn sie den Blick schärft), jedoch muss sich Manni schon den Vorwurf gefallen lassen, dass er den Verlust von Verantwortung beklagt, aber anscheinend nicht interessiert ist, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Manni begründet den angeblichen Verlust von Verantwortung einzig und allein damit, dass er Freiheit als eine Bewegung definiert, die zu Loslösungen führt und somit auch konsequenterweise die Loslösung von Verantwortung zur Folge habe. Dagegen behaupte ich – und da können Sie ja gerne gegenargumentieren – dass Freiheit gerade zu mehr Verantwortung führt. In einer demokratischen Gesellschaft tragen mehr Individuen Verantwortung als in einer autoritären Ordnung. Die Verantwortung wird ebenso wie Macht auf mehr Schultern verteilt – antürlich immer die Bereitschaft vorausgesetzt, Verantwortung zu übernehmen und sich als mitbestimmenden Teil des Gefüges zu begreifen.
Wenn Sie Kinder haben, wissen Sie vielleicht, dass Verantwortungsbewusstsein genau an dem Punkt entsteht, wo einem die Verantwortung nicht mehr abgenommen wird, wenn der große Bruder plötzlich mit dem Schwesterchen auf sich allein gestellt ist, übernimmt er fast automatisch die Verantwortung für das Schwesterchen. Verantwortung ist nicht ohne die Bereitschaft dafür denkbar, Grundvoraussetzung für Verantwortung ist die Fähigkeit zur bewussten, also freien Entscheidung. Verordnete Verantwortung ist per definitionem nicht möglich.
Einzig zuviel an Wohlfahrt wäre dem Verantwortungsbewusstsein abträglich, da man sich um das nicht kümmern muss, um das sich andere schon kümmern. Aber das hat weniger mit Freiheit als mehr mit Versorgung zu tun.
Der Gegenbegriff zu Freiheit wäre Kontrolle. Mehr Kontrolle, weniger Freiheit. Nunja, eine staatlich kontrollierte Wirtschaft hat es – siehe DDR – zu respektablen Leistungen gebracht, mehr wirtschaftliche Freiheit hat es jedoch weiter gebracht. Ich will hier nicht dem ungezügelten Kapitalismus das Wort reden, aber bedenken Sie nur einmal, wo jeden Tag hunderte Erfindungen den Weg zum Patentamt gehen und wo nicht und wodurch dies bedingt ist. Die Möglichkeit, sich frei zu entfalten – als Individuum oder als Körperschaft, Unternehmen, Institution… – führt zu Höchstleistungen, die unter einem wie auch immer gearteten verordneten Normensystem nicht denkbar wären. Manni mag das verächtlich als “Selbstverwirklichung” denunzieren, die Realität gibt ihm da leider nicht recht. Philosophie ist immer frei und undogmatisch, deshalb gibt es auch keine morgenländische Philosophie. Unter dem Dogma, dass der Koran das gesprochene Wort Gottes ist, mögen vielleicht Theorien darüber entstehen, wieviele Deutungen der Koran zulässt, aber ein freies Denken und Erkenntnisgewinn außerhalb koranischer Denkweise ist darunter nicht möglich. Literatur, Medizin, Kunst… die “Selbstverwirklichung” führt anscheined in den “Abgrund” der Nobelpreishäufung. Und auch Manni profitiert letztlich davon, wenn er sein Denken aufgrund freier Lektüre etc. entwickelt und nicht unter dem Dogma einer sozialistischen oder marxistischen Sozialwissenschaft.
Ich will nicht sagen, dass Manni in allem Unrecht hat, zumal er ja für Werte eintritt, wo man nicht mit wahr-unwahr argumentieren kann, sondern wo es tatsächlich darum geht, zu bewerten. Es ist auch in Ordnung, wenn jemand für diese Werte kämpft. Was nicht in Ordnung ist – und da werde ich tatsächlich zum Brux und auch stockkonservativ im Sinne von bewahren – ist, wenn jemand Demokratiehetze betreibt. Genau dort soll und muss man sich vor die Gesellschaft (oder in Mannis Terminologie gesprochen, vor das Volk, vor das Vaterland) stellen. Wenn Manni alle demokratischen Parteien als Volksverräter-Parteien verunglimpft, ist dies nichts anderes als Demokratiehetze. Ich bedaure nie, wenn Parteien an den linken oder rechten Rändern in Parlamente einziehen, da sie entweder in kurzer Zeit beginnen, sich verantwortlich zu verhalten oder aber ganz schnell wieder draußen sind – siehe Schill. Vor solchen Menschen habe ich viel Respekt, weil sie den schwierigen Weg gehen, ihre Ideen mit Hilfe der Spielregeln umzusetzen. Mein Respekt schwindet aber gewaltig, wenn Leute vorbei an der Realität ein demokratiefeindliches sozialwissenschaftliches Proseminar aufmachen und in jede nicht transparente Veranstaltung wie z.B. die Bilderbergtreffen etwas reininterpretieren, das ihnen St. Spekulatius eingeflüstert hat. Tut mir leid, aber das ist mir dann doch zu vorpubertär. (Zu Verschwörungstheorien – und davon wimmelt es bei Manni nur so, schreibe ich mal vielleicht einen separaten Kommentar, das würde hier zu ausschweifend werden)
Darüber hinaus finde ich es äußerst abstoßend, wie Manni seine Mitmenschen verachtet. Mal davon abgesehen, dass seine Texte sehr freudlos und ohne jeden Humor daherkommen, steht Mannis elitäres Stein-des-Weisen-Getue in krassem Widerspruch zu seiner Bedeutung. Manni – und das gilt absolut genauso für seine Jünger – muss einfach mal begreifen, dass auch außerhalb seines Universums intelligentes Leben existiert. Es ist Kennzeichen von schlecht argumentierenden Intellektuellen, dass sie sich lieber ins Kämmerlein zurückziehen und mit Verschwörungstheorien (Keiner begreift das, keiner will die Wahrheit wissen, keiner hat unsere Intelligenz alles zu durchschauen) abschotten, als sich mit Gegnern auseinanderzusetzen. (Und da gebe ich das Kompliment gleich mal zurück, da gleichen Sie und Manni dem Brux).
Das folgende Zitat zeigt sehr deutlich, was der “Volksbeschützer” von seinem Volk hält:
“71 % meiner Mitbürger haben sich an der Wahl beteiligt und Parteien gewählt, denen eben nicht an der Aufrechterhaltung der Demokratie liegt, sondern am Transfer von Kompetenzen an supranationale, demokratisch nicht legitimierte Institutionen und an der Unterwanderung, schließlich Zerstörung der Völker Europas. Und dies nicht nur aus Irrtum, weil sie es nicht besser wüssten, sondern aus einem „Nach mir die Sintflut“, analog zu Deinem „Wird schon gutgehen“. Verantwortung? Bürgersinn? Da lachen ja die Hühner!”
Für diese Art von Denken muss man natürlich sich selbst als Gegenpart und nicht als Teil einer wie auch immer zu definierenden Herrschaft begreifen. Genau das ist das demokratiefeindliche, realitätsferne und hinterzimmertheoretisierende Missverständnis, an dem Manni krankt.
2. Oktober 2011 um 14:12
Hallo allerseits,
ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass die einzigen Programmpunkte, die bei Mannie deutlich werden, folgende sind:
1. Kinderkriegen muss Pflicht werden
2. Abschaffung der Fristenlösung
3. gesellschaftliche Ächtung von Scheidung,
Ehen ohne Trauschein und Patchworkfamilien
4. gesellschaftliche Ächtung der Homosexualität
5. Förderung der Berufslosigkeit von Frauen
Von diesem Fünf-Punkte-Plan der Unfreiheit erwartet Mannie eine ausgewogene demografische Entwicklung und aus dieser resultierend ein Ende der mohammedanistischen Bedrohung:
„Eine Gesellschaft, die Kinderkriegen nicht mehr als natürliche Bestimmung des Menschen ansieht, sondern als bloß ein mögliches ‚Lebensmodell’ unter vielen; die Abtreibung für ein Menschenrecht hält; die wechselnde Lebenspartnerschaften und demgemäß Patchworkfamilien für völlig normal hält; die Homosexualität nicht nur duldet, sondern geradezu propagiert; die Frauen für ‚unterdrückt’ hält, wenn sie nicht Karriere machen; kurz und gut: die die Frage, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit ein Volk als Solidargemeinschaft überhaupt überleben kann, und die jede Pflicht und jede Bindung zugunsten der individuellen Selbstverwirklichung hintanstellt und jeden verteufelt, der es anders sieht: Eine solche Gesellschaft hat schon aus demographischen Gründen keine Überlebenschance.“ (1)
Warum er die Geburt möglichst vieler Kinder unabhängig von den Bedingungen, unter denen sie aufwachsen, für das zentrale Mittel gegen den Mohammedanismus hält, ja überhaupt für wichtig hält, erschließt sich leider nicht. Weltweit ist grade die ungehemmte Vermehrung des Menschen DAS zentrale ökonomische und ökologische Problem, eine ungehemmte Vermehrung, die umso ungebremster verläuft, je weniger Rechte die Frauen haben. Das Beispiel Finnland zeigt in eine ganz andere Richtung: Auf einem Gebiet von der Größe Deutschlands leben rund 5 Millionen Menschen entspannt und kinderfreundlich zusammen. 1939 griff die mächtige Sowjetunion die Finnen an, um ihnen strategisch wichtige Gebiete abzujagen. Die Parteien kämpften dreieinhalb Monate. Die Bolschewisten konnten ihre Forderungen durchsetzen, aber sie ließen bis zu 270.000 Männer auf den Schlachtfeldern, während es auf finnischer Seite nur ein Zehntel dieser Zahl war. Keine Macht der Orks könnte es mit der grandiosen finnischen Armee aufnehmen, obwohl es nur 5 Millionen Finnen gibt.
Robusten Counterjihad hält Mannie aber ohnehin für falsch, da dadurch der Jihad erst entzündet werde und die durch ihn einsetzende Verwestlichung der Orkgesellschaften inhärent und untrennbar mit der Islamisierung bzw. Zersetzung des Westens verbunden sei.
„Die Triumphgefühle, die mancher Islamkritiker empfindet, wenn westliche Truppen mehr oder minder erfolgreich in islamischen Ländern intervenieren, sind nicht nur deshalb unangebracht, weil solche Interventionen das Ihre dazu beitragen, Islamisten geradezu zu züchten, sondern auch, weil die Verwestlichung der islamischen Welt bloß die eine Seite einer Medaille ist, deren andere die Zersetzung des Westens ist. Der Islam fungiert bloß als besonders aggressiver Katalysator dieses Zersetzungsprozesses, und die Islamisierung ist nicht viel mehr als ein vielleicht gewolltes, vielleicht auch nur in Kauf genommenes Nebenprodukt einer politisch gewollten Globalisierung, Entnationalisierung und Entdemokratisierung.“
Wiederum bleibt im Dunkeln, warum robuste Einsätze in den Ländern der Orks automatisch zu unserer Mohammedanisierung führen müssen. Wir sind demgegenüber nicht afrikanischer geworden, als wir Namibia kolonisierten, und wir sind auch nicht bolschewistischer geworden, als uns Ostdeutschland zufiel. Im Gegenteil, am Ende war das gesamte sowjet-kommunistische Imperium erledigt, und die Zusammenarbeit ist seitdem ungleich viel leichter geworden.
Wer aber die CDU als sozialistische Partei behauptet und unsere Kanzlerin als Stasi-Agentin verleumdet, sieht sich völlig zu Recht 99,9% seiner Mitbürger als Gegner gegenüber. Mannies Auftrag ist die Diffamierung und Bekämpfung dieser Mehrheit, sein Auftrag ist seit seiner Jugend der Kampf gegen Deutschland, gegen die Deutschen, gegen die Demokratie und gegen die Freiheit. Den Counterjihad nutzt er nur als Tarnung, weil er gemerkt hat, dass unsere Gesellschaft in dieser Frage sehr in Bewegung ist und Unzufriedenheit damit herrscht, wie das Problem von den dafür zuständigen Eliten bearbeitet wird.
Ich grüße Sie,
Time
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http://www.pi-news.net/2011/09/liberale-und-konservative-islamkritik/
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PS: Hallo Mathieu, ich würde mich sehr freuen, Deinen angekündigten Aufsatz über „Verschwörungstheorien“ zu lesen. Ich würde ihn im redaktionellen Teil einstellen wollen. Gruß, Time
3. Oktober 2011 um 22:50
Hallo Mathieu,
es liegt mir fern sie als Linken zu bezeichnen. (Das habe ich auch nicht getan). Und ich möchte Sie auch nicht als Feindbild aufbauen oder betrachten. Sie haben (auch in dem anderen Kommentarstrang zur Moschee) Argumentations- und Abwägungsfähigkeit auf hohem Niveau bewiesen und Ihre These dass gerade Freiheit mehr Verantwortungsübernahmebereitschaft generiert halte ich für nachdenkenswert.
(Eine Annahme meinerseits: Ein Offizier zum Beispiel wird im Kriegsfall viel mehr riskieren wenn ihm im Versagensfall nicht sofort der Kopf abgeschlagen wird)
Sie haben auch Recht an ihrer Kritik an Manni wenn Sie seinen Ausfall in Bezug auf Wahlergebnisse und Mündigkeit der Bürger kritisieren. Da hat er sich nicht unter Kontrolle.
Ich werde allerdings trotzdem weiter bei ihm und auch auf anderen konservativen (nicht nationalrevolutionär, MoT, Manni hat noch nicht ein einziges Mal Niekisch zitiert) Blogs und Zeitschriften lesen, da auch dort kritisiert wird wie unsere neue Generation gerade nicht zu mündigen Bürgern erzogen wird sondern sich in einer Art Super-Nanny-Staat (a la Supernanny Brux) eingliedern soll.
Mathieu, vielleicht ist das Magazin eigentümlich frei eine Empfehlung für Sie.
Und dieser Herr hier auch:
Beste Grüße, auf die offene Debatte!