Wirtschaftsjihad

In Nordafrika sind ein paar der langjährig regierenden Herrscher abgesetzt worden. Die vormals von ihnen beherrschten Völker bekannten sich anschließend zu Judenhass und Scharia, und zum Jihad natürlich auch, nur sollen wir das nicht wissen. Denn umgehend gingen bei den Regierungen der europäischen Nationen lange Wunschzettel mit dem ein, was die Mohammedanisten von uns als Freundschafts- und Dankesgeschenke begehren, z.B. von den Libyern (1):

„Demokratie allein reicht den Menschen nicht. Sie wollen auch Wohlstand… Mehr als 15  internationale Flughäfen, der Bau von Städten und Dörfern mit sämtlichen modernen Einrichtungen, die für mehr als eine halbe Million Familien geeignet sind, und die Gründung einer großen Flugflotte für die libyschen Fluglinien sind nur ein kleiner Teil des Demokratie-Unterstützungsplans, den Abdul Majed Zantoti, ‚Präsident des Höchsten Rates für den Schutz der Revolution’, kürzlich an das Bundeskanzleramt sandte – und an dem sich deutsche Unternehmen gern beteiligen können.“

Flugwirtschaft macht natürlich Sinn, wenn man gigantische Ölreserven kontrolliert. Aber wenn z.B. Cornelia Pieper den Orks versichert, „die Transformationspartnerschaft mit den Staaten des arabischen Frühlings intensivieren“ und einen „konstruktiven Beitrag zum Umbruch“ leisten zu wollen, dann sollte sie schon daran denken, dass die Wirtschaften, die wir dort aufbauen, uns auch dereinst niederkonkurrieren könnten, so wie dies Rainer Herrmann und Ulrich Friese im Fall Dubai für möglich halten.

Lesen Sie ihren Bericht aus der FAZ vom 14. Januar.

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Dubai als Scharnier zwischen Europa und Asien

Luftfracht und Logistik avancieren zu Wachstumsträgern der Wirtschaft in Dubai. Die Expansion des Wüstenstaats, die im Bau eines neuen Großflughafens gipfelt, bedroht vor allem Fluggesellschaften und Flughäfen in Europa.

Nach zwei Jahren Krise ist Dubai bescheidener geworden. Seine Wirtschaft wächst zwar wieder, aber nicht mehr mit zweistelligen Raten. Dem Emirat war zum Verhängnis geworden, dass es sich auf den Immobilienmarkt als den Motor des rasanten Wachstums verlassen hatte. Heute konzentriert sich Dubai wieder auf seine Kernkompetenzen Logistik und Handel, ergänzt um den Tourismus. Für Wachstum sollen in Zukunft vor allem Logistik sowie der Luftfracht- und Passagierverkehr sorgen. So soll der Anteil der Luftverkehrsindustrie am Bruttoinlandsprodukt von heute 28 Prozent auf 32 Prozent im Jahr 2020 steigen. Der Bau des neuen Großflughafens Dubai World Central genießt daher Priorität.

Die Volkswirtschaften auf der Arabischen Halbinsel florieren. Dubai als Drehkreuz für Passagiere und Waren profitiert davon. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Passagiere auf dem Stadtflughafen Dubai International von 47,2 Millionen auf mehr als 50 Millionen gestiegen, die umgeschlagene Fracht stagnierte indessen bei 2 Millionen Tonnen. Parallel dazu entsteht in der Nähe des Hafens und der Freihandelszone Jebel Ali der Flughafen Dubai World Central. Im Mai 2011 landete dort auf der ersten, 4,5 Kilometer langen Landebahn erstmals ein Frachtflugzeug. Die ersten Passagierflugzeuge werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2013 starten, wenn der rasch wachsende Billigfluganbieter Fly Dubai seine Flüge an diesen Flughafen verlegt.

Noch ist das Areal von 10 Kilometer Länge und 14 Kilometern Breite weitgehend leer. Die ersten Gebäude einiger Logistikanbieter verlieren sich auf dem weiten Gelände, mehr als ein halbes Dutzend Flugzeuge stehen zur Frachtabwicklung bereit. Wird der Flughafen ausgebaut sein, soll er auf zunächst fünf (statt sechs) Landebahnen mit einer Länge von jeweils 4,5 Kilometern im Jahr 1 Million Flugbewegungen bewältigen.

Der neue Flughafen in Dubai kann voraussichtlich in etwa zehn Jahren bis zu 150 Millionen Passagiere sowie 12 Millionen Tonnen Fracht im Jahr abwickeln. Aussichten, die Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber in Europa erschrecken. Beispielsweise wurden in Frankfurt, dem größten deutschen Flughafen und dem größten Fracht-Drehkreuz in Europa, insgesamt 56,4 Millionen Passagiere im vergangenen Jahr gezählt. Dabei wurden auf der stärksten Heimatbasis der Lufthansa insgesamt 2,2 Millionen Tonnen Fracht und Luftpost, drei Prozent weniger als 2010, umgeschlagen.

Angesichts solcher Relationen gibt sich Lufthansas Konzernlenker Christoph Franz über die starke Expansion in der Golfregion besorgt: „Die zielen nicht nur auf einen Teil des global wachsenden Luftfahrt-Marktes, sondern auf unser ganzes Geschäft“, ist er überzeugt.

Zu sehen sind die langfristigen Projektionen in Dubai bisher nur auf den Schaubildern der Planer. Der Anfang ist aber gemacht. Im Mai 2011, dem ersten Monat, wurden 2000 Tonnen Fracht umgeschlagen, im Dezember waren es bereits 12 500 Tonnen. Damit liegt die Auslastung der Anfangskapazität von 250 000 Tonnen bei 60 Prozent, und die Erweiterung auf 600 000 Tonnen hat begonnen. Anders als in der Vergangenheit klotzt Dubai aber nicht mehr und baut nicht mehr im Vertrauen darauf, dass sich das Angebot schon seine Nachfrage schaffen werde, riesige Projekte. Heute entsteht das Angebot nur noch in kleinen, übersichtlichen Schritten.

Martinair Cargo, Lufthansa Cargo, Luxemburgs Cargolux sowie der Stammkunde Emirates sind die ersten Gesellschaften, die hier ihre Fracht umschlagen. Emirates wird von 2013 an auf dem Gelände ein eigenes Frachtterminal haben. Sie lagert dort auch die Ausbildung ihres Personals aus, um im Stadtflughafen Kapazitäten für den Personenverkehr zu schaffen.

Schon in den achtziger Jahren hatte das Emirat das Gelände für den Bau eines Großflughafens reserviert. Ziel war von Anfang an, einen Logistikkorridor vom Containerhafen Jebel Ali, in dessen Freihandelszone sich 6400 internationale Unternehmen niedergelassen haben, an den Flughafen zu schaffen. Der Containerhafen, einer der größten weltweit, soll in den kommenden Jahren um 2 Millionen Standardcontainer (TEU) auf eine jährliche Kapazität von 16 Millionen TEU ausgebaut werden. 2010 hatte er 11,3 Millionen TEU umgeschlagen. Im dritten Quartal 2011 wuchs das Volumen um 10,3 Prozent. Gegenwärtig werden vor allem Elektronikprodukte aus Asien, die innerhalb acht Tagen mit Schiffen aus Singapur kommen, in die Frachtflugzeuge nach Europa verladen. Auf dem Schiff wären sie von Singapur nach Europa 30 Tage unterwegs. In dieser Kombination von Beförderung zu Wasser und in der Luft wird die Mischung von Kosten und Zeit optimiert.

Direkt am Flughafen führen zudem die beiden wichtigsten Autobahnen der Emirate vorbei und von 2017 an auch die Eisenbahnlinie. Sie wird erst die sieben der Vereinigten Arabischen Emirate miteinander verbinden und später alle sechs Staaten des gesamten Golfkooperationsrats. Bereits heute werden über Dubai 60 Prozent des Imports der Staaten des Golfkooperationsrats abgewickelt. Dubai hat sich in der Kette der Drehkreuze, die sich über den Globus verteilen, fest etabliert. In etwas mehr als zwei Dutzend Ländern leben um Dubai 1,5 Milliarden Menschen, die eine Wirtschaftsleistung von 3500 Milliarden Dollar erbringen.

Für sie soll Dubai World Central das wichtigste Drehkreuz werden. Im ersten Passagierterminal finden bereits Probeläufe statt. Er könnte 5 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen, in der zweiten Phase wird er auf eine Kapazität von 22 Millionen ausgebaut. Die fünf Start- und Landebahnen, die für die große Flotte an A380-Maschinen von Emirates ausgelegt sind, sowie die Standplätze für die Flugzeuge werden die Hälfte des weitläufigen Areals von Dubai World Central beanspruchen. Auf dem Rest entstehen branchenbezogene „Cities“. In der „Logistic City“ haben sich neben dem Frachtterminal in die Bürogebäude bereits 112 Unternehmen aus der Frachtindustrie eingemietet. In der „Aviation City“ soll sich alles ansiedeln, was für die Luftfahrt wichtig ist: von der Wartung bis zu Forschungseinrichtungen. Für die mehr als 100 000 Beschäftigten, mit denen die Planer auf dem Dubai World Central rechnen, und ihre Familien werden Städte und Freizeiteinrichtungen gebaut.

Vor einem Überangebot fürchten sich die Planer nicht. Während der Stadtflughafen von Dubai für die heutige Welt konzipiert sei und auf bis zu 90 Millionen Passagiere ausgebaut werden solle, sei Dubai World Central ein Projekt für die Zukunft. Die Wirtschaft der Region wüchse so rasch, heißt es, dass auch der Ausbau der benachbarten Flughäfen in Abu Dhabi und Doha keine Gefahr darstelle.

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Time am 18. Januar 2012

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/01/15/bericht-vom-ork-empfang/

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