Leserbrief-Counterjihad (#21)

In der letzten Zeit sind counterjihadische Leserbriefe in der FAZ selten gewesen. Ich lege Ihnen zunächst einen von heute vor. Er ist von Helmudt Geltz und enthält eine schonungslose Abrechnung mit der sogenannten „Arabellion“. Der zweite Brief stammt von Michael Wieck aus der FAZ vom 24. Januar, und der führt die Inkompatibilität des politischen Mohammedanismus (und es gibt keinen unpolitischen) glasklar auf die Texte des Kloran zurück. Enjoy!

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Dieser vorbehaltlose Jubel für die Arabellion

Ich kann nicht verstehen, aus welchem Grund die deutschen Medien, auch die F.A.Z., einstimmig und vorbehaltlos die sogenannte Arabellion als einen Kampf um Demokratie in den Himmel loben. Dass die Bürger der arabischen Länder allen Grund hatten und haben unzufrieden zu sein, ist einleuchtend, aber die finanzielle, politische und auch die militärische Unterstützung des Kampfes gegen Saddam, Ben Ali, Mubarak und jetzt auch Assad durch westliche Staaten erscheint mir wie ein Rätsel. Unsere Politiker wissen genau, dass die einzige und ausschließliche Alternative zu diesen aufgeklärten Despoten der fundamentalistische Islamismus ist.

Wir haben es im Irak erlebt, dass nach dem Sturz des Diktators postwendend all das, was sich an Fortschritt und Emanzipation in den vergangenen Jahren ereignet hatte, rückgängig gemacht wurde. Keine Frau wagt es ohne Kopftuch auf die Straße zu gehen, Lehrerinnen, Ärztinnen, Ingenieurinnen sind weitgehend in den Hintergrund gedrängt worden. Der hohe Bildungsstand der jungen Tunesier ist dem Förderer der Bildung zum Verhängnis geworden. Die Vorstellung, dass die Korruption in Ägypten ein Werk Mubaraks gewesen ist, gleicht einem Märchen; die extreme Bestechlichkeit wird in Zukunft weiter wuchern. Die syrische „Revolution“ ist tatsächlich eine Revolution, eine Bewegung zur Umgestaltung der religiös toleranten Gesellschaft in eine von der sunnitischen Mehrheit dominierte und das andersgläubige Drittel der Bevölkerung ausgrenzende Ordnung. Der Exodus der christlichen Syrer steht dann bevor.

Warum in aller Welt verbünden sich die westeuropäischen Staaten mit den wahhabitischen und sonstigen absolutistischen Monarchien gegen die „republikanischen“ Machthaber? Dass die Saudis einfach in Bahrein einmarschiert sind um die Rebellion der schiitischen Mehrheit gegen den fast absolutistisch regierenden sunnitischen König militärisch zu unterdrücken, hat kaum Aufsehen in unseren Medien erregt und auch den UN-Sicherheitsrat nicht aus der Ruhe gebracht.

Dass allein der Hunger nach Öl der industialisierten Staaten zu dieser inkonsequenten und mir unerklärlichen Positionierung führt, leuchtet mir nicht ein.

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Politischer Islam und Demokratie sind unvereinbar

Außenminister Guido Westerwelle vermittelt dem Leser seines Artikels „Politischer Islam und Demokratie“ (1) den Eindruck, dass er den Islam mit dem Christentum für vergleichbar hält. Wie anders sollte man den Satz verstehen: „Wir müssen es respektieren, wenn Parteien in den Ländern Nordafrikas Politik mit einem islamischen Wertekompass gestalten möchten, so wie es in Europa selbstverständlich ist, dass viele Parteien sich christlichen Werten verpflichtet fühlen und auf dieser Grundlage ihre politischen Vorstellungen verwirklichen wollen.“ Richtigerweise stellt er die Frage: „Sind es islamisch-demokratische Parteien, so wie es im europäischen Parteienspektrum ganz selbstverständlich christlich-demokratische Parteien gibt?“ Im nächsten Satz bekennt er: „Ich bin davon überzeugt, dass die Verbindung zwischen islamischen Ausrichtungen und demokratischer Gesinnung, zwischen Islam und Demokratie möglich ist.“

Ich bezweifle das: Die Basis für jede Erscheinungsform des Islams ist immer der heilige Koran. Wer diesen aber genauer kennt, wird Westerwelles Überzeugung nicht teilen können. Solange islamische Gesinnungen und Werteausrichtungen aus den für sakrosankt erklärten Suren des Korans abgeleitet werden, wird ein substantieller Unterschied zu christlichen Werteausrichtungen nicht zu überbrücken sein – zumindest nicht ohne Werteaufgabe einer Seite. Zwischen dem Koran und der Bibel gibt es gravierende Unterschiede – genauso wie zwischen Mohammed, Jesus und Moses. Wer heute noch die Höherwertigkeit des Mannes über die Frau praktiziert, die Verfluchung des Andersdenkenden und die Verabsolutierung des eigenen Glaubens mit Anstiftung zum Töten der „Ungläubigen“ im Namen der Religion akzeptiert, befindet sich nicht im Einklang mit den Menschenrechtserklärungen des Westens und mit dem deutschen Grundgesetz. Der Islam verdankt seine Existenzberechtigung in Deutschland dem Artikel 4 des Grundgesetzes, der die Freiheit der Religionen ohne spezifizierte Einschränkungen gewährt. Wäre der Koran aber das Programm einer politischen Partei, würde diese fraglos sofort einstimmig verboten werden.

Ich beobachte, dass die gesamte christlich geprägte westliche Welt, einschließlich ihres Papstes, sich nicht traut, die ihren Wertvorstellungen konträren Korantexte zu benennen und abzulehnen. Dabei sind diese klar erkennbar die Ursache der bestehenden Verschiedenartigkeiten. Die westliche Welt verhält sich wie von einer Diktatur beherrschte Unterdrückte, die um ihr Leben zittern müssen, wenn sie es wagen, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. So wenig Mut, für das eigene Gut einzutreten, grenzt tatsächlich schon an Kapitulation. Empörend ist es, dass die wenigen mutigen Kritiker von den Ängstlichen als Panikmacher, Rechtspopulisten oder Rassisten diffamiert werden – und zwar da, wo es nur um den Gebrauch verbürgter Freiheit und die Erlangung von Gleichberechtigung und Frieden geht. Ich schreibe dies nicht aus Fremdenhass. Zu oft schon waren es die verabsolutierten Ideologien und Religionen, die furchtbares Unheil in die Welt gebracht haben. Politischer Islam und westliche Demokratie sind nicht ohne Weiteres vereinbar. Die Voraussetzungen dafür fehlen und müssen erst einmal geschaffen werden.

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Time am 26. Januar 2014

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/01/14/es-wird-besser-werden/

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Eine Antwort zu „Leserbrief-Counterjihad (#21)“

  1. Vitzliputzli´s Oma sagt:

    ich verstehe es auch nicht.

    wir haben es mit abgrundtief feigem gesindel zu tun.

    bis hin in höchste bischöfliche christenkirchliche und bunte korrupte präsidiale kreise!

    argumenten können diese feigen gestalten nicht gegenhalten. deswegen diffamieren sie.

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