Sie sind so laaaaaangweilig

Die Feststellung, dass die mohammedanistische Sphäre zur bildenden Kunst wenig mehr beizutragen hat als ein paar verstaubte Ornamente, konterte Kommentator Ork mit dem Vorschlag, sich mit mohammedanistischer Architektur zu befassen (1).

Das wollen wir im Folgenden tun und sodann die beiden Thesen abwägen „Der Mohammedanismus hat zur Architektur Wesentliches beigetragen“ (Ork) bzw. „Der Mohammedanismus hat zur Architektur wenig beigetragen“ (Time).

Wie beim letzten Mal setzen wir Google als Orakel ein und beginnen mit „indianischer Architektur“.

Vielseitig, oft an Naturformen orientiert, in der Moderne angekommen. Was werden wir wohl unter „amerikanischer Kunst“ erhalten?

Da ist alles drin, würde ich sagen. Mal sehen, was unsere japanischen Freunde zu bieten haben…

Wow! Ich bin beeindruckt! Und die Chinesen?

Ausschließlich traditionelle Formen, die aber unter sich naturverbunden, harmonisch und vielfältig sind. Mit Spannung erwarten wir die Inder.

Sehr interessant. Das Taj Mahal (2. Reihe von oben, 1. v.l., 2) ist übrigens ein mohammedanistisches Bauwerk. Folgen Sie mir jetzt nach Südamerika.

Sehr schön, Anschluss gehalten und dennoch einzigartige Beiträge geliefert. Jetzt muss ich doch mal schauen, was die Afrikaner zu bieten haben:

Na klar, alles, von der Strohhütte über die Pyramiden bis zu sehr modernen Formen. Bei den Großbauten scheinen sie sich aber weniger zu engagieren. Das ist bei den Russen mit Sicherheit anders, man denke allein an die Zeit der kommunistischen Diktatur und ihren Größenwahn.

Ootschen charaschow! Allein die heiteren Zwiebeltürme sind ein großartiges Geschenk an die Menschheit. Aber ich könnte mir denken, dass wir Europäer auch einen ziemlichen Zauber entfalten werden.

Mhm, da fehlen mir viele hervorragendere Beispiele, aber nun gut, so sind die Regeln. Was haben uns die Italiener zu bieten?

Ob Deutschland das toppen kann?

Ehrlich gesagt, ich finde uns richtig gut. So das war’s. Äh… fehlt da nicht noch ein ZIEMLICH großes Territorium? Ach ja, rrrichtig! Auch unsere Feinde, die Orks, unternehmen Bemühungen, die man im weitesten Sinn als Architektur bezeichnen könnte. Das schaut dann so aus:

Ornamente, Ornamente, Ornamente. Moscheepidel, stehengeblieben im Mittelalter. Nichts Eigenes, nichts, was die anderen nicht auch hätten, außer der fanatischen Ornamentik. 

Die Gewalttätigkeit der Mohammedanisten ist ein Problem, das wir mit ihnen haben, die Langeweile, die sie auslösen, das zweite – kaum weniger große.

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Time am 29. April 2012 

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/04/25/sie-sind-so-laaangweilig/#comment-3116

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