Das Thema „Beschneidungsurteil“ führt Leos Blog in die Niederungen der Pornografie und den Meister zur antijüdischen Ekstase.
Henryk Broder hatte bereits vorgestern darauf hingewiesen, dass die Debatte zu einem erheblichen Teil eine verdeckt erotisch-pornografische sei (1):
„Das Ganze ist keine Debatte über rechtliche, gesundheitliche oder religiöse Aspekte, es ist eine pornografische Debatte, sozusagen eine logische, beinah zwangsläufige Fortsetzung der Kampagne gegen die weibliche Genitalverstümmelung.“
Dies war mir bei Leo auch schon aufgefallen und wird dort vehement durch den Ork-Kommentator „Fantomas“ betrieben, für den die Entfernung seines Häutchens eine der größten Errungenschaften seines Lebens ist (2):
„… wirst Du dutzende Seiten im Internet finden, in der die meisten Frauen… einen Beschnittenen bevorzugen… Unabhängig davon ist fast jeder Pornodarsteller beschnitten und unter Schwulen ist die Beschneidung sehr beliebt. Wenn diese zwei Gruppen, die sehr sexorientiert sind dies bevorzugen, wird es wohl eine Menge Vorteile haben, wenn man beschnitten ist.“
Und (3):
„Die beschnittenen und körperverletzten Kinder von einst haben nur ein müdes Lächeln für die Diskussion und fühlen bestimmt nicht vergewaltigt. Sie bedauern höchstens die Unbeschnittenen.“
Für Leo besteht die Faszination an dem Thema natürlich in einem ganz anderen Aspekt.
Eigentlich ist er gegen die Beschneidung. Da das Verbot aber seine Ork-Herren stört, sehr stört (denn ihnen sind 99,999% zu wenig), stellt er fest (4):
„Ergo ist das Gerichtsurteil falsch.“
Er sieht sich in der traumhaften Situation, für die Orks etwas einfordern zu können, das auch den Juden wichtig ist, allen anderen und insbesondere vielen im Counterjihad aber zuwider. Diese, die leidenschaftlich Israel verteidigen und die zivilisatorischen Leistungen der Juden für überragend halten, finden sich auf einmal in der Position, gegen einen wesentlichen Ritus ihrer Freunde argumentieren zu müssen.
„Die Juden“, die schon Leos Großvater nicht „mochte“ (5), kriegen es jetzt mit dem deutschen Staat zu tun, wenn sie ein für sie wesentliches und sicher 3000-jähriges Ritual weiterhin ausführen. Und da sich bei uns, wie er oft ausführt, s.E. ohnehin alles um die Juden dreht, werden es ausgerechnet diese sein (die überall in der mohammedanistischen Welt von den Mohammedanisten unterdrückt, vertrieben oder ermordet werden), die nun perfiderweise zum Bundesgenossen der Orks werden, so mag er denken. Und so argumentiert Bullie gegen das Beschneidungsurteil ausschließlich, indem er möglichst oft die Juden (gekoppelt mit dem Ausdruck „seit 4000 Jahren“) ins Spiel bringt, als ob es ihm in Wirklichkeit nicht allein um die Interessen seiner orkischen Auftraggeber ginge.
Aber müssen wir überhaupt gegen unsere jüdischen Freunde argumentieren, wenn wir gegen die mohammedanistische Jungen- und Mädchenbeschneidung argumentieren? Ist sie denn überhaupt vergleichbar mit der jüdischen? Ich meine, sie ist es über den betroffenen Körperteil hinaus kaum.
Im Kloran ist gar keine Rede von Beschneidungen, aber in 1. Mose 17 heißt es:
„9 Und Gott sprach zu Abraham: So haltet nun meinen Bund, du und deine Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht. 10 Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden; 11eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. 12 Jedes Knäblein, wenn’s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. Desgleichen auch alles, was an Gesinde im Haus geboren oder was gekauft ist von irgendwelchen Fremden, die nicht aus eurem Geschlecht sind. 13 Beschnitten soll werden alles Gesinde, was dir im Hause geboren oder was gekauft. Und so soll mein Bund an eurem Fleisch zu einem ewigen Bund werden. 14 Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.“
Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich bei dem Beschneidungsgebot um ein Mittel, die männlichen Mitglieder der Gemeinschaft zu kennzeichnen und sie auf diese Weise zusammenzuhalten. Der Einzelne kann auf die Solidarität der gleichermaßen Gekennzeichneten zählen und ihnen vertrauen. In den Schutz der Gemeinschaft werden sogar Gesinde und Sklaven eingeschlossen. Das ist eine, wie ich meine, sinnvolle Maßnahme in dem gewalttätigen Durcheinander der Mittelmeervölker im Zeitalter der alten Reiche.
Die Beschneidung wurde auf den achten Tag festgelegt. Das Neugeborene ist jetzt schon auf der Erde angekommen, hat die symbolischen sechs Schöpfungstage und den Ruhetag erlebt, es hat gelernt, von der Brust der Mutter zu trinken, versucht, Reize aufzunehmen und zu verarbeiten. Ich bin mir sicher, dass der kleine Junge sehr unter dem Eingriff leiden wird, aber er wird am wenigsten stark leiden, wenn es jetzt gemacht wird. Es wird keine Erinnerung, kein Trauma zurückbleiben. Alles wird unter der massiven Flut der Reize, die auf das Kind einstürmt, schnell begraben werden.
Das Ritual hat also m.E. nicht das Geringste mit Initiation und Männlichkeit zu tun, sondern es ist lediglich ein allerdings sehr fundamentales zur Kennzeichnung der Gemeinschaft. Da die Juden fast während ihrer gesamten Geschichte verfolgt und unterdrückt wurden, ist es m.E. sinnvoll, die Kennzeichnung so vorzunehmen, dass sie nicht sofort offensichtlich ist. Und da es auch hygienische und andere Argumente gibt, spricht einiges dafür, es genau so zu machen, wie Gott es in Mose 17 verlangt.
Muss ich als Christ mich dann eigentlich nicht auch beschneiden lassen?
Ich persönlich sehe mich als Anhänger einer jüdischen Häresie, die daran glaubt, dass der Messias/Jahwe in der Gestalt Jesu bereits erschienen ist. Eigentlich sollte ich mich also schon an Jahwes Wort halten. Paulus z.B. hat das aber in mehreren Textabschnitten relativiert (Röm. 4/10, 1. Kor. 7/18) und für irrelevant erklärt. Letztlich bin ich damit einverstanden, dass unsere jüdischen Freunde sich als „auserwähltes Volk“ sehen und den Glauben vielleicht strenger und auch richtiger auslegen. Ich bin sozusagen mit einem Platz in der zweiten Reihe zufrieden. Kein Zweifel kann jedoch daran bestehen, dass es nur ganz wenige Völker gibt, die über viele Jahrtausende und unermessliches Leid hinweg eine derartige kulturelle, religiöse und spirituelle Kontinuität aufweisen können wie die Juden, und die Beschneidung hat ganz sicher daran einen Anteil.
Hinzu kommt der bereits erwähnte enorme Beitrag der Juden zur Entwicklung von Wissenschaft, Finanzwesen und Kultur. Ich meine, wer so viel in die Weltzivilisation einbringt wie dieses Volk, hat auch mal das Recht, etwas Exklusives für sich zu fordern.
Weiterhin bin ich als Mitglied des deutschen Volkes, das seinen jüdischen Mitbürgern und Juden aus aller Welt unter der Nazidiktatur ein singulär grenzenloses Leid zugefügt hat, der Ansicht, dass die Beziehungen zwischen deutschen und jüdischen Deutschen bzw. zwischen deutschen Deutschen und Juden auf Seiten der deutschen Deutschen von Demut geprägt sein sollten. Die Juden sind Gottes „auserwähltes Volk“, und die Deutschen haben sein Volk in beispielloser Weise geschändet. Ich glaube nicht, dass es Jahwe gefallen würde, wenn wir ihm nun auch noch in Bezug auf den speziellen Bund „in den Arm“ fallen, den er mit seinem Volk geschlossen hat. Ich meine, die Juden haben noch für ein paar Jahrhunderte was bei uns gut.
Aber konstruktiv, wie sie sind, sind sie sofort auf uns zugegangen und haben die Praxis im Jüdischen Krankenhaus Berlin eingestellt (6). Ich hoffe, dass das Gerichtsurteil bald modifiziert wird, und dass die Juden es so machen können, wie sie wollen bzw. so, wie Jahwe es ihnen vorschreibt.
Mit ihrer Beschneidung hat die mohammedanistische kaum etwas zu tun.
MoT-Kommentator Walter Caldonazzi schrieb gestern (7):
„Wenn sich die Mohammedaner die Beschneidung von männlichen Kindern von den Juden geklaut haben, wie vieles andere auch und sie in einem Alter vornehmen lassen, das die Unterwerfung bewusst schmerzhaft gestaltet, ist das zu thematisieren.“
Dem stimme ich vollständig zu, und ich lasse zunächst Dr. Necla Kelek sprechen (8):
„Zu diesem mehrere Tage währenden Volksfest marschierten Legionen von in- und ausländischen Gästen und Würdenträgern am Hof des Sultans auf, die Flotte und die Armee paradierten vorbei, alle Zünfte des Landes präsentierten ihre Künste. Nur der, um den es bei diesem Fest ging – Mohammed, der Sohn Murats des III. –, kam in der Geschichte kaum vor.
Auch meine Schwester hat ihre Söhne beschneiden lassen, weil es Brauch und Tradition ist. Unbeschnittene Jungen werden in der türkischen Gesellschaft nicht akzeptiert, die Beschneidung gehört zum Muslimsein und unauflöslich zur männlichen Identität. Und diese gewinnt nur, wer Schmerzen ertragen kann. (…)
Mein kleiner neunjähriger Neffe, der tagelang breitbeinig mit einem weit vom Körper gehaltenen Nachthemd zwischen den Frauen herumlief, entsprach so gar nicht dem männlich-heroischen Bild, das mit der Beschneidung verbunden wird.
Das war kein ‚Held’, der da auf unsicheren Beinen durch die Gegend wankte, sondern ein gepeinigtes Menschenkind. Zu einer Zeit, wenn der Heranwachsende vielleicht gerade anfängt, seinen Körper zu entdecken, einen eigenen Willen und eigene Vorstellungen vom Leben zu entwickeln, wird seine Persönlichkeitsentwicklung durch eine Lektion gebrochen, die er ohne jede Erklärung erteilt bekommt – dass er sich zu fügen hat, wenn die Erwachsenen ihm Schmerz zufügen, dass Gott (Sie meint Alla, T.) ihm Prüfungen auferlegt, die es zu bestehen gilt, oder er ist ein Nichts, weder Muslim noch Mann, noch Teil der Gemeinschaft.“
Frau Dr. Kelek stellt hier m.E. auf exzellente Weise das Wesen der mohammedanistischen Beschneidung heraus. Es besteht in der psychischen Deformierung und Zurichtung des kleinen Jungen auf die im Kern expansiven und gewalttätigen Interessen der mohammedanistischen Gemeinschaft. Diese ist keine Volks- oder Kulturgemeinschaft, sondern eine Kriegsgemeinschaft.
Die mohammedanistische Beschneidung ist also, grade weil sie in der Phase der mittleren Kindheit vorgenommen wird, ein Kriegerritual. Sie ist ein grausames Begleitritual der Produktion von Kriegern, die gegen unsere Zivilisation kämpfen sollen.
Sie muss daher m.E. unter Strafe gestellt werden.
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Time am 1. Juli 2012
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1)
http://www.welt.de/kultur/article107299253/Pornografische-Debatte-mit-maximaler-Erregung.html
2)
http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/06/27/beschneidungsverbot-contra-religionsfreiheit/#comment-24133
3)
http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/06/27/beschneidungsverbot-contra-religionsfreiheit/#comment-24147
4)
http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/06/27/beschneidungsverbot-contra-religionsfreiheit/#comment-24194
5)
http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/08/02/nachdenken-uber-breivik-2-ziel-ist-die-ethnische-sauberung/#comment-13021
6)
http://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-dem-koelner-urteil-kliniken-stoppen-religioese-beschneidungen/6817492.html
7)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/06/27/stoppt-die-barbarei-jetzt/#comment-3377
8-
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article107288230/Die-Beschneidung-ein-unnuetzes-Opfer-fuer-Allah.html
Schlagwörter: Dr. Necla Kelek, Henryk Broder, Leo „Bulldog“ Brux, Walter Caldonazzi

1. Juli 2012 um 23:50
Nein. Jede Beschneidung ist eine Koerperverletzung. Der Foetus ist ab der 14. Woche schmerzempfindlich, und auch den Juden muss es zumutbar sein , abzuwarten, ob sich ein Jugendlicher aus freier Entscheidung unter das Messer legen will. Eine Praejudizierung der Religionszugehoerigkeit ist abzulehnen, die WAHRE RELIGION braucht das auch nicht.
2. Juli 2012 um 02:20
@ karsten
ich sehe das auch so, das enspricht UNSERER kultur. deren ist eben eine andere, die wir grundsätzlich zu respektieren haben.
die spannende frage ist, wie viel von deren kultur WIR im rahmen unserer freiheitlichen vorstellungen hierzulande (!!!) zulassen wollen.
ich sehe – wie du offenbar auch – keinen grund, von unseren vorstellungen abzurücken, bloß weil fremdkulturalisten ihre kultur mitbringen.
einem baby oder einem kleinen rotzlöffel ein lebenslang wirksames brandzeichen aufzudrücken entspricht nicht unserer zivilisierten vorstellung vom selbstbestimmungsrecht des individuums.
ob ich time noch überzeugen kann …?
2. Juli 2012 um 22:28
Ich empfinde KEINE Demut, und sogar, wenn der hohle Graus NICHT erstunken und erlogen wäre, sondern tatsächlich stattgefunden hätte, würde ich keine solche empfinden.
Weder schätze ich Adolfen übermäßig, noch will ich ALLEN Juden ans Leder. Aber ich lasse mich von niemandem schräg anmachen.
Berechtigte Kritik von Leuten, denen solche zukommt, lasse ich durchaus zu.
2. Juli 2012 um 22:37
Lieber Time!
Hier wird mit einem Maß gemessen, das ich nicht akzeptiere. Wie steht ihr eigentlich zur straffreien Tötung bereits lebensfähiger Kinder, wenn sie den vermuteten Makel einer Behinderung aufweisen?
Interessiert euch das nicht?
Wenn das kein Thema ist, sollte man umgehend darüber eine Diskussion beginnen.
Wer hier die Juden gegen die Muslime ausspielt , hat von den Fakten, wie du sie beschrieben hast, entweder keine Ahnung oder will nichts davon wissen.
Ich verweise auf meinen Kommentar bei http://michael-mannheimer.info/2012/06/28/endlich-gericht-stellt-religiose-beschneidung-wegen-korperverletzung-unter-strafe/
Gruß
Walter Caldonazzi
2. Juli 2012 um 23:52
Hildesvin,
Sie sind hier falsch gelandet!
Bitte wenden Sie sich an Mannie oder seine Freunde von „As der Schwerter“.
MfG, T.
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Walter,
worauf willst Du hinaus?
Time
PS.: (In meinem Politikverständnis gibt es kein Ausspielen von Juden gegen „Muslime“ – es gibt den Überlebenskampf der Menschheit – innerhalb ihrer die Juden und ihre zahlenmäßig überragende Häresie Christentum – gegen die Ork-Faschisten. „Muslime“ ist nur ein Tarnbegriff der Orks! ALLE – gegen DIESE!!!)
3. Juli 2012 um 03:11
@ caldo
ich glaube, das mit der abtreibung der behinderten kinder ist eine andere baustelle. da kommen andere ethische fragestellungen hinzu, die mir noch etwas komplizierter erscheinen.
zwingend richtige antworten gibt es wohl auf keine dieser fragen.
3. Juli 2012 um 11:23
Wie nennt man das grundlose Entfernen eines nicht nachwachsenden Körperteils?
Richtig: Körperverletzung
3. Juli 2012 um 22:32
Was, nicht einmal “Mannie” hält Deinem strengen Urteil stand?
4. Juli 2012 um 00:13
Lieber Time,
dein obiger Artikel ist Balsam für meine Seele. Endlich eine Meinung, die ich 100%ig teilen kann. Mit „die Juden gegen die Muslime ausspielen“ meine ich genau jenen linksversifften Schreiberling, mit dem ich schon einmal aneinandergeraten bin, den ich aber inzwischen links liegen lasse.
Kaum jemand weist auf die Unterschiede zwischen jüdischer und muslimischer Beschneidung hin, weder auf die theologischen, noch die medizinischen, noch die psychologischen.
Das Judentum und der Islam haben nichts gemein, auch nicht das Schächten und auch nicht die Beschneidung. Im Judentum hat das Tier einen schützenswerten Status, der sich in vielen Gesetzen manifestiert, im Islam nicht. Im Judentum ist das Leben heilig, im Islam der Tod.
Aber eigentlich bin ich über die Diskussion, die da offensichtlich von atheistischen Richtern angestoßen worden ist, entsetzt, weil eben hier viele Atheisten und allerlei Judenhasser ganz undifferenziert ihr politisches Süppchen kochen und der unbeschnittene Penis zum Götzen erhoben wird.
Ich glaube auch nicht daran, dass die strafrechtliche Verfolgung der Beschneidung helfen würde, den sich bei uns ausbreitenden Islam zurückzudrängen. Wie soll diese „Körperverletzung“ festgestellt werden? Will man vielleicht jedes Jahr alle männlichen Muslime vom Kindergartenalter bis zur Volljährigkeit einer Zwangsüberprüfung unterziehen?
Ich ziehe es da vor, gegen die weibliche Genitalverstümmelung mit allen Mitteln vorzugehen. Sie sollte als schwere Körperverletzung bestraft werden, was heute in Deutschland noch nicht der Fall ist. Es gibt auch keine Meldepflicht für Ärzte.
Es ist wichtig und richtig, die Beschneidung von muslimischen Jungen zu thematisieren, so wie Frau Dr. Kelek es tut. Aber es ist genau so wichtig, die jüdische und die islamische Beschneidung nicht gleichzusetzen. Vielen Dank für deinen ausgezeichneten Text.
Walter Caldonazzi
4. Juli 2012 um 11:38
Theologische Argumente fuer oder gegen ein Ritual sind ganz schwache Argumente. Innerkirchlich moegen sie das nicht sein, aber nicht umsonst hat das BVerfG beim Schaechturteil darauf abgehoben, ob es sich um ein Essential des Islam handelt und die Diskussion von Koranstellen vermieden. Hier wird es nun noch schwieriger fuer die Religionsvertreter, die unbedingte Notwendigkeit nachzuweisen gegen die Unverletzlichkeit der Gesundheit eines Menschen.
Einfach mal anerkennen, dass unser Verstaendnis heute ein anderes ist als vor dreitausend Jahren und die Religion anpassen, die Forderung danach ist ja vorhanden, auch in Israel.
Herzlichen Gruss aus Maceió.
4. Juli 2012 um 20:40
Hallo allerseits,
wie auch immer muss man m.E. aber unbedingt die enormen Unterschiede zwischen jüdischer Beschneidung und mohammedanistischer zur Kenntnis nehmen.
Und sich dann außerdem fragen, welche Rolle die jeweilige Religion/Ideologie bzw. das Volk innerhalb der Geschichte der Menschheit innehat.
Den Beitrag der Juden zu unserer Zivilisation und zumal meinem eigenen religiösen Bekenntnis halte ich für absolut fundamental im positiven Sinn – für wesentlicher z.B. als die griechisch-römischen Wurzeln. Die Juden beschneiden ab dem achten Lebenstag.
Der Beitrag der Mohammedanisten ist m.E. ausschließlich destruktiv. Sie beschneiden in der späten Kindheit/frühen Jugend.
Interessant wäre die Reaktion der Orks, die jetzt in allen ihren Medien unisono ohne geringste Abweichung/Abwägung gegen das Gerichtsurteil schießen, auf das Angebot: „Beschneidung ja, aber Fristenregelung, d.h. innerhalb eines Monats nach Geburt.“
Was, meinen Sie, würden die Orks antworten? Ich bin mir sicher, sie würden das ablehnen. Weil es nämlich dem Sinn widerspricht, den das Ritual bei ihnen hat (das ein Kriegerritual ist, wie Dr. Kelek pointiert aufgezeigt hat).
Dabei steht das noch nicht mal im Kloran, sondern nur in ein paar Hadithen (genauso wie die mohammedanistische Schächtung), während es bei den Juden im Grundsatztext verankert ist.
Hieraus könnte man vielleicht eine Kampagne ableiten, den Mohammedanismus in einem ersten Schritt auf den Kloran zu beschränken, und die Orks dazu aufzurufen, die peinlichen Hadithe und die blutrünstige Sira als sekundär und un-Klo-H.-Metzelich zu verwerfen (Die torkische Dianet betreibt ja so ein Projekt, wobei es ihr vor allem um die Unterdrückung der Hadithe geht, die zur Vernichtung der Torks aufrufen
).
Mit freundlichen Grüßen
von Time
6. Juli 2012 um 09:29
der thread hat sich ganz lustig entwickelt beim bulldog
kunzi hat ihn bis auf eine 3 zeilen antwort zusammendiskutiert
– seltener anblick – und auch noch ohne ausfallangriff seinerseits
12. Juli 2012 um 15:05
Leseempfehlung zum Thema Jungenbeschneidung:
Blutige Neugeburt im afropazifischen Jägerbund
Von Jacques Auvergne (2007)
http://eifelginster.wordpress.com/2007/11/13/010/