Mit ‘1001 Nacht’ getaggte Artikel

Mohammedanismus – Gewalt = 0

29. April 2009

In meinem vorigen Kommentar hatte ich aus dem Nachwort von Birgit Dankert (d.i. ziemlich sicher Prof. Dr. D. aus Hamburg) zitiert. Hier nochmal ein m.E. fundamentaler Satz, sie schreibt: “(in den Geschichten aus 1001 Nacht, T.)… stehen SCHÖNE FRAUEN und ihre verführerische MACHT über DIE Männer oft im Vordergrund.”

Dass Frauen schön oder auch reizvoll sein können, werden weder Hetero-Mann noch Lesbe bestreiten. Dass sie große MACHT (z.B. über Männer) ausüben können, weiss jeder geschiedene VATER, dem der Weg zu seinen Kindern von der Ex-Frau mit staatlicher Hilfe versperrt wird (was ihn zudem nicht von der Unterhaltspflicht befreit). Aber DAS gilt NUR für den freien Westen, wo das Primat des Geistes über die Hormone erkannt worden ist, und wo das Grundinteresse aller besteht, ALLE Bürger (langsam aber sicher) zu Kooperationspartnern anstelle Konkurrenten zu machen (der Konkurrenzgedanke wird im demokratischen Kapitalismus nicht ausgeschlossen, aber in eine Konkurrenz um die bessere IDEE kanalisiert). Das letzte Jahrhundert ist auf den Westen bezogen m.E. das Jahrhundert des gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Aufstiegs des biologisch WEIBLICH determinierten Menschen, und SEINES Agierens um VOLLSTÄNDIGE Bürgerrechte. Dass dabei manche Kinder mit manchen Bädern ausgeschüttet werden, lässt sich, da wir alle nur unvollkommen sind, wohl schwerlich vermeiden. Äußerungen jedoch, FRAUEN seien grundsätzlich SO oder SO und könnten grundsätzlich NUR dies oder das, gelten im Westen heutzutage (m.E. zu Recht) als absurd, um nicht zu sagen als FREAKIG. Bei uns hochgebildeten und -spezialisierten Individualisten, die wir (global gesehen) zumeist sind, gewinnt die Anschauung an Gewicht, dass es DIE Frauen ebensowenig gibt wie DIE Männer.

Aber wie ist es bei den Mohammedanisten, in deren Geisteswelt ja “SCHÖNE FRAUEN und ihre verführerische MACHT über DIE Männer oft im Vordergrund” stehen (Dankert)? Worin besteht die angebliche MACHT der mohammedanistischen Frauen, wie wird sie ausgeübt, mit welchen Folgen? Mr. “Ambiv al-Ent” Daniel Pipes macht sich 2004 die Sichtweise von Fatima Mernissis zu eigen und schreibt (1) über die zur westlichen s.E. konträre Sicht der Orks: “In der ISLAMISCHEN Sichtweise verlangen Männer UND Frauen nach Verkehr, bei dem ihre Körper ähnliche Prozesse durchlaufen, was ähnliches Vergnügen verschafft. Wenn WESTLER den sexuellen Akt traditionell als KAMPFPLATZ betrachteten, wo der Mann seine ÜBERLEGENHEIT über DIE Frau ausübt, betrachteten Muslime ihn als ZÄRTLICHES und GETEILTES Vergnügen.” Uuuups… Wie Sie sicher bemerken, liegt Mr. Pipes der den Orient überhöhenden Sichtweise von Frau Dankert hier nicht eben fern. Ist für SIE als Westler(in) SEX wirklich mit eher mit KRIEG als mit FRIEDEN verbunden? Für mich jedenfalls nicht.

Pipes: “Muslime glauben im Allgemeinen, dass das weibliche Verlangen so VIEL größer ist als beim männlichen Gegenüber, dass die FRAU als der JÄGER und der MANN als passives OPFER betrachtet wird … Das ungezügelte Verlangen und die unwiderstehliche Attraktivität der FRAUEN gibt diesen eine Macht über DEN Mann, die SELBST die MACHT Gottes herausfordert. Sie MUSS in GRENZEN gehalten werden, denn ihre hemmungslose Sexualität stellt eine direkte Gefahr für die soziale Ordnung dar (Symbolisch dafür bedeutet das arabische Wort „fitna” sowohl „öffentliche Unruhe” als auch „schöne Frau” – D.P.). ”

Wie Sie sehen, macht sich Präsidentenberater Mr. Pipes in keinster Weise den auch im Englischen vorhandenen Konjunktiv zunutze. Alles, was Frau Mernisses äußert, berichtet er (ohne geringste kritische Distanz, sei es in grammatisch korrekter Form) als (angeblich) “wissenschaftlichen” Fakt, den er sich vorbehaltlos zu eigen macht. Pipes: “Die GESAMTE muslimische Sozialstruktur kann als EINGRENZUNG der weiblichen SEXUALITÄT verstanden werden. Strukturell wird alles unternommen, um DIE Geschlechter zu trennen und die Kontakte zwischen ihnen zu verringern. Das ERKLÄRT BRÄUCHE (BRÄUCHE wie Tannenbaumschmuck oder… T.) wie die Bedeckung des Gesichts der FRAU und die Abtrennung der FRAUEN-Wohnräume oder HAREM. Viele ANDERE Einrichtungen dienen DAZU, die WEIBLICHE MACHT über den Mann zu REDUZIEREN… das erklärt die extreme EMPFINDLICHKEIT gegenüber solch unterschiedlichen Fragen wie der, ob Mädchen in französischen Schulen ein Kopftuch tragen sollen, der „EHRENmorde” in JORDANIEN, autofahrender Frauen in Saudi Arabien und eben die Bilder aus dem Abu Ghraib-Gefängnis im Irak.”

Kein Wunder m.E., dass McCain die Wahl verloren hat, wenn ihm nur solche pfauenhaften “Berater” zudienten, die irgendwas nachplappern oder unüberlegt behaupten, nur um sich bemerkbar zu machen. Wenn eine Kinder-Bibliotheks-Koryphäe wie die von mir als solche vermutete Frau Dankert die abartigen Märchen aus 1001 Nacht letztlich als für Kinder geeignet ansieht, wirft das zwar ein bezeichnendes Licht auf die pädagogischen wie staatsbürgerlichen Qualitäten eines Teils unserer Elite, aber Bürgerin Dankert muss im Grunde eben wie die Mehrheit der Bürger durch gute Argumente vom Antimohammedanismus überzeugt werde.

Ganz anders liegt der Fall m.E. bei D. Pipes, einem Granden des Counterjihad, wenn dieser mit Verve dem geneigten Leser einen Zentralbegriff des Islamofaschismus plausibel machen will, ohne diesen überhaupt als solchen zu kennzeichnen. Denn es sind ja die Ork-Ideologen, die die “sexuelle MACHT der FRAU über den MANN” nur postulieren und diese für so stark erklären, dass Frauen grundsätzlich eingesperrt, gefoltert, ermordet und erniedrigt werden müssten (die Geschlechter werden nicht lediglich getrennt, wie Pipes nahelegt -> Ayaan Hirsi Ali: “Die meisten somalischen Mädchen, die unverheiratet schwanger wurden, begingen Selbstmord… Sie verbrannte bei lebendigem Leib. Hätte sie es nicht getan, so hätten ihr Vater oder ihre Brüder sie wohl getötet.” Oder: “Einige der saudischen Frauen in der Nachbarschaft wurden regelmäßig von ihren Männern geschlagen. Wir konnten sie nachts hören, ihre Schreie hallten durch den Hof: ‘Nein! Bitte! Bei Allah!’). A. H. Ali bestätigt die Existenz und Bedeutung o.g. These zwar: “Frauen seien emotional stärker als Männer, sagte sie (Muslimschwester Aziza, T.). Sie könnten mehr erdulden, daher würden sie häufiger auf die Probe gestellt werden. Ehemänner dürften ihre Frauen bestrafen – nicht für kleine Verstöße wie etwa, wenn sie zu spät kämen, aber für größere Vergehen, wenn sie sich beispielsweise gegenüber Männern aufreizend benahmen. Das sei wegen der überwältigenden sexuellen Macht der Frauen gerecht.”

Dies in der vorliegenden Manier jedoch lediglich zu wiederholen, es als eine scheinbare Erklärung auszuführen und gelten zu lassen, anstatt es vehement zurückzuweisen, ist mE. nichts weniger als das Betreiben der Ork-Propaganda (Wie man hier übrigens sieht, wird nach bewährter, mohammedanistisch-parasitärer Art so vorgegangen, dass ein vorhandener Begriff (”Macht”) je nach Interesse mit beliebigen Inhalten gefüllt wird (z.B. “verprügelt werden”), und demzufolge auch durchaus das totale Gegenteil des üblichen bedeuten kann (zB. “die Macht der Frauen zeigt sich daran, dass sie beschnitten werden müssen”). Die o.g. These “ERKLÄRT”, so Pipes, die “extreme EMPFINDLICHKEIT gegenüber Fragen” wie der des Kopftuches, der globalen Schandmorde (die laut Pipes ja vor allem – bzw. nur – ein jordanisches Problem sind) usw usf.

Dies ist eine typisch linke Position insofern, dass noch der hanebüchenste Unfug des bizarrsten Naturvolkes als gut wenn nicht notwendig, als unabdingbare Überlebensstrategie VERklärt wird, seien es die furchtbar verformten Hälse der Giraffenhalsfrauen in Afrika oder die deformierten Münder der Entenschnabelmundindianer in Südamerika. Dies ist weiterhin der Versuch, besagte Ork-These als EINE von vielen Möglichkeiten, die Realität wahrzunehmen, zu etablieren (er insinuiert, dass da schon was dran sei, befindet nur lediglich eine Art Überreaktion). Pipes verharmlost zudem die grauenhaften Bedingungen, unter denen die Frauen dort leben müssen, indem er die brutale Reaktion der meisten Ork-Männer gegen geringste Emanzipationsbestrebungen verniedlichend als “Empfindlichkeit” bezeichnet. Für mich korrespondiert das alles übrigens mit seinen Phantastereien in Bezug auf den “moderaten Moslem”, die ich schon mehrfach kritisiert habe.

Tatsächlich erklärt die These m.E. gar nichts, jeder Beobachtung, die sie stützt, steht eine gegenüber, die sie falsifiziert, zuverlässiges Datenmaterial gibt es auch nicht (erst Recht nicht aus mohammedanistischen Ländern). Es ist völlig absurd, angesichts der fürchterlichen Lage mohammedanistischer Frauen diese überhaupt in irgendeiner Weise mit dem Wort “Macht” in Zusammenhang zu bringen, so absurd, wie einem Mordopfer Macht über seinen Mörder zuzusprechen. Mit anderen Worten, dieser komplette Humbug ist nichts als eine ideologische Parole, die einerseits die massive Unterdrückung der halben Bevölkerung (Sklaven gar nicht gerechnet) rechtfertigen soll, die andererseits den Unterdrückten ihr schreckliches Dasein als Wille Gottes, als Dienst an der Gemeinschaft, das widerspruchslose Erdulden der Qualen als Stärke verklären soll. A. H. Ali: “Bei den Gesprächen wurde heftig geprahlt. Jedes Mädchen behauptete, es sei besonders dicht verschlossen – dadurch war man noch reiner und sozusagen doppelt jungfräulich. Jawahir war besonders stolz auf ihre Beschneidung. Sie beharrte auf dem Thema, sagte immer: ‘Siehst du meine Handfläche? So bin ich. Flach. Verschlossen.’ Eines Nachmittags, als wir uns über ein anderes Mädchen unterhielten, sagte Jawahir: ‘Wenn du an der Toilette vorbeigehst, wenn sie gerade darin ist, kannst du hören, daß sie keine Jungfrau mehr ist. Es tröpfelt nicht, sondern sie pinkelt laut, wie ein Mann.’”

So elend es ihm geht, schaut jeder voller Verachtung auf Clanfremde, Ausländer und erst recht Ungläubige herab. Mißmut, Gewalt, Zwang, dies sind die Charakteristika der Orkgesellschaften (was nicht heißen soll, dass es nicht auch Ausnahmen gäbe oder kein einziges Gericht schmackhaft sei). In der islamischen (i.e. faschistischen) Gesellschaft ist die Gewalt allgegenwärtig, wie A.H. Ali aus Saudi-Arabien berichtet: “Die Erwachsenen unterhielten sich darüber, denn es war normal und alltäglich: Nach dem Freitagsgebet kehrte man entweder zum Abendessen nach Hause zurück oder man sah sich eine Hinrichtung an. Hände wurden abgeschlagen, Männer ausgepeitscht, Frauen gesteinigt.”

Gewalt ist heilig: Der Kampf eines jedes gegen jeden wird als die zielführende Methode halluziniert, den Helden hervorzubringen, den Übermenschen, den Führer. Der permanente Druck wird von oben nach unten abgeleitet, und die Bestimmung der Frau wie auch des Kindes (A.H. Ali: “Für sie (die Erwachsenen, T.) waren Kinder wie kleine Tiere, Wesen, die man in das Erwachsenendasein zerren und prügeln muß.”) in dieser Gesellschaft ist es, ganz unten ein Reservoir an lebenden Objekten zu bilden, an dem sich der frustrierte und sadistische Orkmann austoben kann, auf dass er dem Jihad untrennbar verbunden bleibe. Mit Sex hat das also alles garnichts zu tun, mit Gewalt hingegen alles.

A. H. Ali beschreibt immer wieder Details ihrer Kindheit, die deutlich machen, dass es sich bei den Ork-Gesellschaften um solche handelt, in denen Mißtrauen und ständiges Bedrohungsgefühl als Tugend vermittelt wird. Die Kinder werden nicht zur Kooperation angehalten sondern gegeneinander aufgehetzt. Sie werden brutalst und regelmäßig gezüchtigt, weil nur das sie stark für die Realität mache. A.H. Ali: “Dort, wo wir herkommen, ist Aggression eine Überlebensstrategie (sie ist auch dort m.E. eine falsche, T.). Wir bringen unseren Kindern bei, ZUERST zuzuschlagen… Deswegen gibt es Somalia einen Bürgerkrieg und in Holland keinen… In Holland stimmten die Menschen darin überein, dass Gewalt schlecht war. Sie bemühten sich sehr, ihren Kindern beizubringen, ihre Aggressionen zu kontrollieren und Streitigkeiten im Gespräch beizulegen. Sie hatten Konflikte analysiert und Institutionen zu deren Regelung eingerichtet. Das war die Bedeutung des Ausdrucks ‘ein Bürger sein’.”

Ist es, um zum Schluß zu kommen, übrigens nicht seltsam, dass Mr. Pipes kritiklos Fatima Mernisses Behauptung übernimmt, dass “WESTLER den sexuellen Akt traditionell als KAMPFPLATZ betrachteten, wo der Mann seine ÜBERLEGENHEIT über DIE Frau ausübt, (während, T.) Muslime ihn als ZÄRTLICHES und GETEILTES Vergnügen (betrachteten, T.),” nur um dann in aller Ausführlichkeit darzulegen, wie sehr die Frauen der Orks wegen ihrer angeblichen MACHT um der MACHT der Männer willen mit MACHT unterdrückt werden, was doch das Gegenteil von “Zärtlichkeit” ist?

Letztlich erneuere ich meine These, dass der Mohammedanismus OHNE Gewalt NICHTS ist, ohne JIHAD wird er verschwinden!

Time am 5. Dezember 2008

_____

(1) http://de.danielpipes.org/article/1827

Ayyan Hirsi Ali, “Mein Leben, meine Freiheit”, Piper

Über Hinrichtungen als Event siehe auch (261009):
http://www.jihadwatch.org/2009/10/somali-jihadists-forcing-civilians-to-watch-executions.html

1001 Nacht

29. April 2009

Heute hatte ich zufällig Gelegenheit, nach Jahrzehnten mal wieder einen Blick in “Märchen aus 1001 Nacht zu werfen” (Dressler 2001, bearb. von HEDWIG Smola). Die Rahmenhandlung, in die die Märchensammlung eingebettet ist, ist bekanntlich folgende:

Der Bruder des Sultans schlägt, als er längere Zeit zu Besuch bei diesem weilt, die Teilnahme an einer Jagd wegen Unpässlichkeit aus: “Schachsenan schloss sich in sein Zimmer ein. Er setzte sich ans Fenster und blickte hinaus. Zwanzig Sklaven und zwanzig Sklavinnen traten in den GARTEN. In ihrer Mitte aber befand sich die Gemahlin Schachriars. Sie setzten sich an einen der Springbrunnen. Dann unterhielt sich die Königin LACHEND und ÜBERMÜTIG mit ihren Dienerinnen. Sie lief NEUGIERIG im Garten umher. Ohne SCHEU ENTHÜLLTE sie vor den Sklaven ihr ANGESICHT, obgleich dies nicht GESTATTET war. Der Sultan hatte seiner Gemahlin streng verboten, in seiner Abwesenheit ihre Gemächer zu VERLASSEN. Als der Sultan zurückkehrte, erzählte ihm Schachsenan, was er ERLEBT hatte. Zornentbrannt sagte der Sultan: ‘Das will ich mit meinen eigenen Augen sehen.’ Auf den Rat des Bruders gab Schachriar am nächsten Tag vor, wieder auf die Jagd zu gehen. Heimlich kehrte er in den Palast zurück. Nun sah er vom Fenster aus die Behauptung Schachsenans bestätigt. Da rief Schachriar SCHMERZerfüllt: ‘Es gibt keine TREUE und keinen Gehorsam mehr auf dieser ERDE.’ Er befahl, seine Frau zu töten. NUN ging Schachriar daran, eine neue Gemahlin zu nehmen. Er hatte sich ein UNFEHLBARES Mittel ausgedacht, um SICH vor der TREULOSIGKEIT DER Frau zu bewahren. Der Wesir musste ihm die Tochter eines vornehmen Würdenträgers als Gattin zuführen. Am Morgen nach der Hochzeit aber ließ er sie TÖTEN. So konnte sie ihn nicht betrügen. Und jeden Tag nahm er von nun an eine Frau. So trieb es der Sultan drei Jahre lang.”

Eine Tochter des Großwesirs will sich freiwillig dem monströsen Herrscher zur Frau anbieten, weil sie glaubt, den Terror beenden zu können. Sie erzählt 1001 Nacht lang viele Märchen so, dass sie stets eines im Morgengrauen an einer besonders spannenden Stelle unbeendet läßt, damit der Sultan sie verschont, um das Ende zu erfahren. Schließlich “… warf sie sich vor dem Sultan nieder. ‘Mein HERR und KÖNIG’, sagte sie, ‘ich habe in tausendundeiner Nacht alle Geschichten erzählt, die ich weiß. Darf ich mir zum Lohn dafür DEMÜTIG eine GNADE erbitten?’ Der Sultan nickte und sprach: ‘Deine Bitte sei dir gewährt!’ Da rief sie ihren Dienerinnen zu: ‘Bringt mir meine Kinder!’ Die Dienerinnen liefen und brachten drei KNABEN herbei, die Scheherasade in den drei Jahren ihrer Ehe dem König geboren hatte. Der älteste lief, der zweite kroch, der jüngste aber lag noch an der BRUST. Scheherasade nahm die drei Kinder und hielt sie dem Sultan entgegen. ‘Herr’, bat sie, ‘hier sind deine SÖHNE! Um IHRETWILLEN schenke mir das Leben. Die armen Kleinen sollen nicht mutterlos werden!’ Da weinte der König und zog die Kinder an seine Brust. Zu Scheherasade aber sprach er: ‘Liebste Gemahlin, du wirst nicht getötet werden, das hatte ich schon LÄNGST beschlossen. Ich habe dich als edel, TREU und TUGENDhaft erkannt. Allah beschütze dich und unsere Kinder!’ Nun WARF sich Scheherasade dem Sultan zu FÜSSEN, um ihm zu DANKEN.”

Was will Märchenonkel Time jetzt sagen? Genau, die Abartigkeit und Grausamkeit orientalischer Märchen ist unvergleichlich! Weil sie ENTGEGEN der WEISUNG ihres BESITZERS handelt (d.h. ihre Gemächer verlässt und mit ihren Dienerinnen im Schlossgarten herumalbert), läßt der Sultan seine (namenlose) GEMAHLIN ermorden. Lapidar heißt es: “Er befahl, seine Frau zu TÖTEN. NUN ging Schachriar daran, eine NEUE Gemahlin zu nehmen.” Und dann geht der Teuflische an die Ermordung von 1095 Frauen (nach jeweils vollzogenem Akt), eine so grauenhafte, verbrecherische Dimension, dass sie mW. von keiner im Westen kreierten Roman- oder Märchengestalt erreicht wird. Blaubart hatte bei Perrault weniger als 10 ermordet, nun gut, ich bin kein de-Sade-Spezialist, aber so eine Massenschlachtung von Frauen ist mir nicht bekannt, noch viel weniger zB. bei deutschen Märchen. Der springende Punkt ist zudem mE. der, dass der Sultan (anders als zB. Blaubart, der getötet wird) mit nicht dem kleinsten Wort in der kleinsten Weise kritisiert, geschweige denn zur Rechenschaft gezogen wird. Seine (mohammedanistische) Grundeinstellung und deren tödliche Konsequenz für so viele Menschen wird als RICHTIG hingestellt. Das Entrinnen aus dieser quasi natürlichen Zwangsläufigkeit ermöglicht allein der absolute, todes- nein, lebensverachtende GEHORSAM der Frau (sowie das Gebären männlichen Nachwuchses), eben jene sog. TUGENDHAFTIGKEIT, welche im orkischen Denken der exklusive Bereich des weiblichen Menschen ist. Im Nachwort von BIRGIT Dankert heißt es:

“… der KLANG der Namen, die GERÜCHE und Farben, das Licht und die pralle Lebendigkeit der Personen weisen immer noch einen DIREKTEN, unwiderstehlich LOCKENDEN Weg in die Welt des Orients. Europäische Autoren wie Hans Christian Andersen und Wilhelm Hauff fühlten sich von ihr angezogen. Illustratoren haben IMMER wieder ihren ZAUBER abzubilden VERSUCHT. Die MUSIK findet BIS HEUTE Anregungen in den Geschichten von Tausendundeiner Nacht… stehen SCHÖNE FRAUEN und ihre verführerische MACHT über DIE Männer oft im Vordergrund. Viele erwachsene Leser finden gerade darin einen besonderen Reiz. Früher sah man in der LIEBEVOLLEN Beschreibung von Schönheit und ZÄRTLICHKEIT einen Grund, Kindern nicht alle Märchen und Situationen zu erzählen – so, wie man oft auch bei Grausamkeiten im Märchen entschieden hat. In der Tat sind die langen, oft komplizierten orientalisclien Märchen – wie alle Märchen – nicht für Kinder ausgedacht und erzählt worden. Sie stammen eben aus einer Zeit, als beim Erzählen und Zuhören noch nicht nach Lebensalter getrennt wurde. Vielleicht mögen Kinder sie deshalb so gerne als einen heimlichen oder erlaubten Blick ins märchenhaft erzählte, aber immer WAHRHAFTIGE Leben!”

Ein derartig schleimiges, hemmungslos lügenhaftes Geschwafel verstopft mE. seit Lessings “Nathan” und Goethes “Diwan” unsere Ohren und Augen. Es wird daher Zeit, dass man auch die perversen Unterhaltungstexte des Mohammedanismus einer gründlichen Prüfung unterzieht, sie ggf. indiziert oder aber, hähähä, Versionen in “GERECHTER SPRACHE” (1) herausgibt.

Time am 3. Dezember 2008

_____

(1) http://www.korrektheiten.com/2008/11/30/bibel-in-gerechter-sprache/


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.