Posts Tagged ‘Abdullah Gül’

Torkhetzer Gül

14. April 2013

EuropasVersagen

Eine ungeheuerliche Beleidigung hat der torkische Präsident Abdullah Gül in völliger Verkehrung der Tatsachen gegen Europa ausgestoßen.

Wie die „deutsch-türkischen Nachrichten“ berichteten (1), behauptete er, dass die europäischen Staaten weiterhin darin versagen würden, Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen zu üben“, was in der Zukunft zu humanitären Katastrophen oder sogar Massentötungen führen werde.

Gül meinte weiterhin: „Der Islam und Migranten sind seit Jahrhunderten Realität in europäischen Staaten. (…) Doch solange Europa Segmenten, die nicht der Mehrheit angehören, vor allem in Bezug auf ihre Religion, nicht mit Toleranz begegne, könne es auch zu neuen Inquisitionen oder einem Holocaust kommen. Auch Ereignisse wie in Srebrenica seien möglich. Rassismus und ein Mangel an Toleranz gegenüber unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen seien einige der chronischen Krankheiten in den westlichen Gesellschaften, sagte Gül. (…) Wenn die Politik damit begänne, eine Gruppe als außenstehend zu betrachten, dann führe das unweigerlich zu einer Entfremdung von Migranten und Minderheiten von dem Land, in dem sie leben und von der Gesellschaft, in der sie sich bewegen. Unzählige Beispiele der Geschichte hätten gezeigt, dass Länder, die in der Lage seien, gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt in Einheit und Harmonie zu manifestieren, Bestand hätten. Umgekehrt hätten diejenigen Länder, die sich bemüht hätten, die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt entweder zu vernichten oder Druck auszuüben, indem sie unterschiedliche Ängste aufgebaut hätten, zunächst ihren menschlichen Reichtum verloren und danach einen Verlust von wirtschaftlicher und politischer Macht erlebt hätten. ‘In Anbetracht dessen, und obschon jedes Land für das Hervorbringen eigener authentischer Lösungen verantwortlich ist, ist Respekt für Multikulturalismus unerlässlich’, mahnt der Präsident. ‘Rassismus und Intoleranz gegenüber anderen Kulturen und Lebensweisen sind leider die häufigsten chronischen Erkrankungen. Obwohl diese Krankheit unter Kontrolle gebracht werden kann, entsteht sie wieder. Besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise’ (…), berichten die „DTN“ weiter.

Der Anteil an Mohammedanisten in der Torkei beträgt 99,8%. Nahezu alle Nicht-Orks wurden in den letzten 100 Jahren ermordet oder vertrieben. Dort darüber zu sprechen, wird regelmäßig mit staatlicher oder staatlich geförderter Gewalt beantwortet. 

Die Vorstellung, dass derartig abartige Hetzer und Lügner wie Gül irgendwann einmal Bürger Europas werden könnten, erfüllt mich mit Entsetzen.

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Time am 14. April 2013

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1) http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/04/473261/besorgniserregende-entwicklung-tuerkischer-praesident-guel-fuerchtet-neuen-holocaust-in-europa/

Cui bono „NSU?“ (#4)

10. April 2013

Kölln-Ossendorf

N-TV brachte folgende Bildunterschrift zu obigem Foto (1): „Köln Ossendorf: Hierhin wollte einer der zentralen Köpfe hinter dem Gefängnisnetzwerk vermutlich Post Schicken („schicken“ bitte mit kleinem „s“, T.). In der Haftanstalt saß Zschäpe ein.“

Wenn 72% der deutschen Medientätigen Grüne oder Linke sind (2), sollte man erwarten, dass die in Sachen „Kampf gegen Rechts“ bzw. „Kampf gegen den NSU“ schon etwas Beeindruckendes auf die Beine stellen. Leider sind sie nicht besonders raffiniert, und ihre zu Elefanten aufgeblasenen Mücken sind leicht als solche zu durchschauen.

Da ist ein Gefängnis, indem die satanische Beate Zschäpe mal eingesperrt war, und da gibt es einen Gefangenen mit nationalsozialistischer Gesinnung, der ihr einen Brief schreiben wollte, so wie dies auch der monströse Anders Breivik getan haben soll:

„Dabei stießen sie im Gefängnis Hünfeld in der Zelle eines Neonazis auf einer Liste auf Zschäpes Namen und die Anschrift in der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf, in der sie vor ihrer Verlegung nach Bayern einsaß.“

Flugs wird daraus ein „enttarntes Netzwerk“ und N-TV meint ängstlich:

„Aus Bayern, wo Zschäpe nun in der Haftanstalt Stadelheim auf ihren Prozess wartet, hieß es, dass es keine Erkenntnisse darüber gibt, ob sich das Netzwerk womöglich schon auf den Freistaat ausgedehnt hat.“

Wie fuuurchtbar – Deutschland ist durchzogen von nationalsozialistischen Mördernetzwerken, und sie sollen sogar Briefe schreiben!

Die NSU-Hype stimmte auch Herrn Günter Bertram, einen Vorsitzenden Richter am Landgericht i. R., nachdenklich, und er schrieb der FAZ einen Brief, den diese gestern veröffentlichte.

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Gilt in Deutschland noch deutsches Recht?

Der Strafsenat des Oberlandesgerichts München (OLG), der demnächst gegen Beate Zschäpe und andere verhandeln muss, wird mit Ratschlägen, Rügen, selbst mit Verdächtigungen überschüttet. Rein rechtlich sei gegen seine Platzvergabe zwar wenig einzuwenden, sie sei aber „rein formal“, unsensibel und ohne alles politische und menschliche Gespür. Noch weiter geht nun Professor Dr. Ulrich Fastenrath, indem er aus wolkigen Grundsätzen einen Rechtsverstoß des OLG und zugleich seine eigene These ableitet, ausländische Medien und sogar diplomatische Vertreter müssten zum NSU-Prozess zugelassen werden (F.A.Z. vom 5. April). „Der türkische Botschafter sollte allerdings darauf verzichten, persönlich im Gerichtssaal zu erscheinen“, also freundlicherweise aus politischem Takt ein Recht ungenutzt lassen, das Fastenrath für ihn just erfunden hatte.

Die sachlichen Einwände gegen das OLG gehen alle fehl: Über „Öffentlichkeit und Sitzungspolizei“ finden sich in den Paragraphen 169, 176 Gerichtsverfassungsgesetz Regeln, die sich bewährt haben. Ich selbst habe am Hamburger Landgericht jahrelang Strafprozesse geführt – große und kleine – und zu Fragen der Öffentlichkeit dem Prozessgesetz stets taugliche Maßstäbe entnehmen können, und zwar auch in Verfahren mit Auslandsbezug. Im Falle des amerikanischen Neonazis Garry Lauck (1996) saß anfangs auch internationale Presse im Saal, die sich rechtzeitig um ihre Plätze auf der Pressebank gekümmert hatte. Im Übrigen sind außerdeutsche Bezüge – anders als Fastenrath offenbar meint – schon in normalen Strafprozessen längst tägliches Brot der Justiz, was sich in den Kriminalstatistiken leicht nachblättern lässt.

Dass jetzt in München alles ganz anders sein soll, liegt daran, dass der zu verhandelnde Fall von den Medien geradezu ins Kosmische hochgepumpt worden ist: Nun soll er „unter den Augen der Welt“ (ob die nicht ganz andere Sorgen hat?) verhandelt werden, die entscheiden können muss, ob die Justiz „auf dem rechten Auge blind“ ist, denn „wir wollen uns nicht schämen müssen“. Das alles ist moralisierendes Pathos, das die wirkliche Frage verdeckt, die im Schleier einer Prozessformalie verhandelt wird: Gelten in Deutschland deutsches Recht und deutsche Rechtspraxis, oder müssen diese auf türkische Intervention hin beiseitegeschoben und neue Ad-hoc-Regeln eingeführt werden?

In der F.A.Z. vom 5. April findet sich auch die Notiz „Hausbrand in Backnang von Mietern verursacht“ mit der Erinnerung an die ebenso anmaßenden wie falschen Verdächtigungen, die der türkische Staatspräsident Gül seinerzeit gegen Deutschland erhoben hatte. Diesen Stil hatte Erdogan in herausfordernder Attitüde mit seiner Kölner Rede vom 17. Mai 2010 („Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“) vorexerziert, andere hatten ihm nachgeeifert. Allen Interventionen liegt die durchaus realistische Erwartung zugrunde, dass Deutschlands Politiker, wenn man ihnen nur recht herausfordernd gegenübertritt und ihre latenten Gefühle deutscher Schuld auszubeuten weiß, früher oder später in die Knie sinken. Warum sollten deutsche Gerichte anders behandelt werden? Hier – der Substanz nach allein hier – liegt das Problem. Man kann nur hoffen, dass die Münchener Richter sich durch das große Geschrei, in dem sich deutsche, türkische und andere Medien wechselseitig aufschaukeln, nicht beirren lassen. Denn sie brauchen ihre Nerven, ihr Stehvermögen und ihre Beharrlichkeit für Wichtigeres als das Getöse: um zu ergründen und aufzuklären, was von wem im „Fall NSU“, der so viele Ungereimtheiten birgt, wirklich gespielt worden ist.

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Time am 10. April 2013

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1) http://www.n-tv.de/politik/Haeftlinge-buhlten-um-Zschaepe-article10449491.html
2) http://michael-mannheimer.info/2013/04/06/umfrage-bestatigt-drei-viertel-der-deutschen-journalisten-sind-links-oder-grun/

Wie die Torks die Archäologie kidnappen

16. Dezember 2012

Allianoi

Die antike Bäderstadt Allianoi soll Opfer eines fragwürdigen Staudammprojektes werden. Der extrem rücksichtslose Umgang der Torks mit Zeugnissen der vormohammedanistischen Vergangenheit  hindert sie aber nicht daran, von westlichen Institutionen gerettete, gekaufte und restaurierte Relikte zurückzufordern.

Es gibt einfach kein Gebiet, auf dem sich die Mohammedanisten in einer Weise bewegen, die man leidlich akzeptabel nennen könnte. Überall verhalten sie sich anmaßend, überheblich, destruktiv, unkooperativ und dumm. So auch die Torks in Bezug auf die deutsch-türkischen Kulturbeziehungen. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, berichtete in der gestrigen FAZ.

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Piraten vor Pergamon

SOS Archäologie: Die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Deutschland ist in der Krise. Gesten des guten Willens von deutscher Seite werden unfreundlich beantwortet. Lieber inszeniert sich die Türkei als Opfer eines „Kulturimperialismus“.

Mit großem Pomp wurde vor kurzem das neue türkische Botschaftsgebäude an der Tiergartenstraße in Berlin eröffnet. Diese größte Auslandsvertretung des Landes überhaupt, wie es heißt, soll auch die besondere Beziehung der Türkei zu Deutschland unterstreichen. Der türkische Ministerpräsident Recep Erdogan kam zur Eröffnung höchstpersönlich nach Deutschland. Er warb für einen Beitritt seines Landes zur Europäischen Union und sah die Türkei als Teil Europas. Während Erdogan früher alle Versuche, in Deutschland lebende Türken zu einem besseren Erlernen der deutschen Sprache zu ermuntern, scharf kritisierte, hörte man nun ganz andere Töne: Die türkischen Bürger in Deutschland „sollten auch Hegel, Kant und Goethe verstehen“. Eine kulturpolitische Charmeoffensive also, aber gleich gekoppelt mit der Forderung nach der doppelten Staatsbürgerschaft.

Doch in den deutsch-türkischen Kulturbeziehungen ist derzeit von Charme wenig zu verspüren, vielmehr sind sie einer schweren Prüfung ausgesetzt. Türkische Kulturfunktionäre überziehen zahllose Museen weltweit mit Rückforderungen, ob sie nun begründet sind oder nicht. Alles soll an seinen Ursprungsort zurück, und der türkische Kulturminister Ertugrul Günay erklärt dieses Ziel sogar zu seiner „Herzensangelegenheit“. Ob er in seinem Herzen aber auch jene Objekte aus Syrien, dem Libanon und anderen Teilen des ehemaligen Osmanischen Reiches trägt, die heute in türkischen Museen stolz zur Schau gestellt werden? Der Ton der Gespräche ist dabei wenig diplomatisch, was unter historisch so engen Partnern wie Deutschland und der Türkei irritieren muss.

Die Strategie der Hardliner lässt es im Augenblick offenbar noch nicht einmal zu, ausgestreckte Hände zu ergreifen und nach einvernehmlichen Lösungen zu suchen. Das ist bedauerlich. Vom British Museum in London etwa fordert die Türkei die sogenannte Samsat-Stele aus dem 1. Jahrhundert vor Christus zurück, obwohl das British Museum das Stück 1927 in Syrien erworben hat. Wie man hört, wäre das British Museum durchaus bereit, das Objekt als langfristige Leihgabe der Türkei zu überlassen, allerdings in Verbindung mit einer engeren Museumszusammenarbeit. Solches Ansinnen wies die türkische Seite jedoch schroff zurück und bezichtigte umgekehrt das British Museum öffentlich der Kooperationsunwilligkeit. Zusammenarbeit gern, aber bitte schön zu den von der Türkei diktierten Bedingungen!

So ähnlich erging es den Staatlichen Museen zu Berlin. Wir erinnern uns: Die stark fragmentierte hethitische Sphinx aus Bogazköy, die 1917 zur Restaurierung nach Berlin kam, wurde im vergangenen Jahr an die Türkei übergeben, obwohl die Stiftung Preußischer Kulturbesitz dazu nicht verpflichtet gewesen wäre, weil die Aktenlage die Eigentumsfrage offenlässt. Ob es Absprachen über den Verbleib der Sphinx in Berlin gegeben hat, bleibt anhand der Quellen unklar. Uns schien die privilegierte Position der deutschen Archäologie in der Türkei seit fast 150 Jahren Grund genug, die ganz besonders engen und freundschaftlichen Beziehungen beider Länder durch die freiwillige Geste dieser Übergabe zu vertiefen. Es war also keine Restitution. Gemeinsam mit der türkischen Seite unterzeichneten wir dabei ein Kooperationsabkommen, das eine Intensivierung der musealen und archäologischen Zusammenarbeit vorsah, wobei es auch um Leihgaben für die Pergamon-Ausstellung in Berlin ging. Die deutsche Seite hat ihre Verpflichtungen erfüllt, die Türkei jedoch nicht, keine einzige der Zusagen wurde bislang eingehalten: Keine Leihgaben für Berlin, und die zugesagte engere archäologische Kooperation scheint sich eher ins Gegenteil zu kehren. Eines ist klar: Die Sphinx war der Testfall für die Ernsthaftigkeit des türkischen Willens zu einer zukunftsorientierten Gestaltung unserer Kulturbeziehungen. Das Ergebnis war mehr als ernüchternd.

Natürlich wird man Verständnis dafür aufbringen, dass die Menschen in Ländern wie der Türkei danach fragen, wie es sein kann, dass Teile ihrer Kulturgüter heute in europäischen und nordamerikanischen Museen zu sehen sind. Anstatt aber über die gängige Praxis der Fundteilungen vor über hundert Jahren aufzuklären und damit die Mitverantwortung der früheren Regierungen dieser Länder deutlich zu machen, inszeniert man sich lieber auf schrille Art und Weise als ahnungsloses Opfer von verwerflichem Kulturimperialismus. Ausländische Archäologen aus Europa und Nordamerika hätten in jener Frühzeit der Archäologie das kulturelle Erbe der Türkei ausgeplündert, wobei man aber geflissentlich ausblendet, was dabei für den Erhalt und die Erforschung ebendieses Kulturerbes geleistet wurde. Der enorme Tourismusboom in der Türkei geht nicht zuletzt auch auf diese Anstrengungen zurück. Und jeder weiß doch, dass die wunderbaren hellenistischen Reliefs des Pergamon-Altars gerade in die Kalköfen des Dorfes Bergama wanderten, als Carl Humann in den sechziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts dort auftauchte und sie im wahrsten Sinne des Wortes für die Nachwelt rettete. Stattdessen suggeriert man Bilder von Lug und Trug und Diebstahl. Hier wird Archäologiegeschichte umgeschrieben, und diese neue Story ignoriert hartnäckig historische Wahrheiten. Um die Altertümer geht es dabei ohnehin zuallerletzt.

Wenn den türkischen Kulturfunktionären ihre Altertümer wirklich so wichtig sind, warum setzen sie sich dann nicht mit den ausländischen Grabungsteams an einen Tisch und entwickeln eine gemeinsame, partnerschaftliche Strategie für den Erhalt des archäologischen Kulturerbes? Ist es denn nicht ein Glücksfall, dass Archäologen aus aller Welt mit hoher Kompetenz und gutem Geld auch in der Türkei antike Stätten erforschen und damit für die Nachwelt bewahren wollen? Es ist richtig, wenn die türkische Antikenverwaltung dies nach eingehender Prüfung der Grabungsanträge steuert und prüft. Seit mehr als einem Jahrhundert gibt es keine Fundteilungen mehr, alles bleibt im Lande, es gibt für die Türkei nichts zu verlieren und viel zu gewinnen. Die heute in Anatolien tätigen ausländischen Expeditionen sind bereit, sich auf kooperativere Formen der Zusammenarbeit einzulassen. Zudem ist die Archäologie eine internationale Wissenschaft, und die Nationalität des Ausgräbers sollte doch eigentlich unerheblich sein, solange er über die nötige Fachkompetenz und die erforderlichen Finanzmittel verfügt. Stattdessen wirft man vielen ausländischen Grabungen jedoch Nachlässigkeit, mangelnde Investitionsbereitschaft und wissenschaftliche Versäumnisse vor, obwohl die meisten dieser Projekte für ihre Förderung eine strenge fachliche Evaluierung nach international anerkannten wissenschaftlichen Qualitätskriterien durchlaufen müssen. Es ist ein leicht zu durchschauendes Spiel, und man fragt sich: Geht es der türkischen Seite wirklich noch um Partnerschaft und zeitgemäße Kooperationsformen?

Die französischen Ausgrabungen sind inzwischen geschlossen worden. Die deutschen Unternehmungen sollen künftig in erster Linie rekonstruieren, so lautet die Ansage. Anastilosis ist das Zauberwort: weniger graben, lieber viel aufbauen. Der Tourismus muss schließlich zu seinem Recht kommen. Wen schert es da schon, dass dieser Rekonstruktionswahn aus denkmalpflegerischen Erwägungen vielfach überhaupt nicht sinnvoll ist. Es ist ein willkommenes Druckmittel, und da fügt es sich dann trefflich, wenn die meisten ausländischen Grabungen mit ihren Forschungsetats die Wiedererrichtung von Gebäuden gar nicht finanzieren können. Wer aber nicht rekonstruieren will, der soll auch nicht mehr graben. Ist das der Kernpunkt der türkischen Strategie?

Sind die ausländischen Wissenschaftler erst einmal aus dem Lande, so hat man mit den einheimischen Archäologen umso leichteres Spiel, sie zu Vollzugsbeamten der eigenen Tourismusbehörden zu machen. Mit Wissenschaft hat das alles nicht mehr viel zu tun. Wenn der Türkei der Erhalt ihres kulturellen Erbes wirklich so wichtig ist, warum hat man es dann nicht zu verhindern gewusst, dass so herausragende Plätze wie die antike Bäderstadt Allianoi nahe Pergamon oder die einzigartige mittelalterlich-islamische Metropole von Hasankeyf aufgrund fragwürdiger Staudammprojekte ohne angemessene Erforschung einfach in den Fluten versinken? Selbst die verzweifelten Aufrufe türkischer Wissenschaftler blieben im eigenen Land ungehört.

Es geht vor allem um Politik und schon längst nicht mehr um das berechtigte Anliegen des Kulturgüterschutzes. In dieses Bild passt nur zu gut eine am 19. Januar 2012 erfolgte Aktualisierung des türkischen Kulturgüter-Gesetzes, die weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit in Kraft gesetzt wurde. Die Novellierung dieses Gesetzes erlaubt es nunmehr, dass Kulturgüter, die lediglich von wissenschaftlichem Wert sind, immer dann, wenn sich Ähnliches bereits in der Schausammlung eines Museums befindet, unter Aufsicht des Ministeriums verkauft werden können. Um ihre überfüllten Depots zu entschlacken, dürfen die Museumsbeamten also mit staatlicher Genehmigung ihre eigenen Bestände veräußern. Selbst türkische Archäologen waren fassungslos von so viel Chuzpe.

Ist „nur“ wissenschaftlich wertvolles Kulturgut nun also nicht mehr erhaltenswert? Und wer trifft am Ende wirklich die Entscheidung, was veräußert werden kann? Darf also ein Museum, das in seiner Schausammlung zwei hübsche Keilschrifttafeln zeigt, die übrigen fünfzig aus dem Depot meistbietend an Privatleute verjubeln? Damit wird die vornehmste Aufgabe der Museen ausgehebelt, nämlich das kulturelle Gedächtnis der Menschheit zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln. Es ist entlarvend, wenn dieselben Leute, die auf der einen Seite dieses Gesetz erlassen haben, auf der anderen Seite nun plötzlich vor über hundert Jahren rechtmäßig ins Ausland gelangte Kulturgüter vehement zurückfordern.

Da überrascht es dann auch nicht mehr, wenn die türkische Regierung im August vergangenen Jahres ein weiteres Gesetz erlassen hat, das der Türkischen Akademie der Wissenschaften (TÜBA) ihre Autonomie nahm. Diese Akademie – ihre Mitglieder sind das „Who’s who“ der türkischen Wissenschaft – darf künftig ihre Mitglieder nicht mehr selbst wählen. Zwei Drittel davon inklusive des gesamten Präsidiums werden nunmehr direkt von der türkischen Regierung ernannt. Wissenschaftliche Selbstverwaltung ist Makulatur geworden.

Gegen diese unglaubliche Maßnahme hat sich ein internationaler Sturm der Entrüstung erhoben, die angesehensten Wissenschaftsakademien weltweit haben sich mit Protestbriefen an den türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül gewandt und ihn eindringlich gebeten, diese Regelung rückgängig zu machen und der hochangesehenen Türkischen Akademie der Wissenschaften wieder ihre Selbständigkeit zurückzugeben. Doch nichts ist geschehen. Mehr als 140 Mitglieder, die besten Köpfe des Landes, haben ihre Mitgliedschaft bereits niedergelegt.

Ja, die Türkei ist auf dem besten Wege zu einem politischen und wirtschaftlichen Schwergewicht an der Schwelle vom Orient zum Okzident. Sie könnte leicht auch ein bedeutender wissenschaftlicher und geistiger Faktor in der Region sein, gerade deshalb ist diese Art der intellektuellen Selbstverstümmelung ein Skandal. Angesichts solcher Entwicklungen wird man sich mit Recht fragen dürfen, was die Türkei – einmal in der Europäischen Union angekommen – wirklich würde beitragen können? Nicht nur kulturpolitisch steht die Türkei an einem Scheideweg. Gewiss stehen die Zeichen für eine auch weiterhin florierende Wirtschaft günstig.

Nachhaltig kann diese Entwicklung aber nur sein, wenn das Land seine eigenen intellektuellen Kräfte nicht an die Leine legt, sondern ihr Gestaltungsfreiheit gibt. Das hat auch etwas mit Grund- und Menschenrechten und mit Meinungsfreiheit zu tun. Man mag noch kopfschüttelnd schmunzeln, wenn der amerikanischen Zeichentrickserie „The Simpsons“ Gotteslästerung unterstellt und der die Folge ausstrahlende türkische Fernsehsender zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt wird, auch wenn dies nicht wirklich witzig ist. Gar nicht mehr komisch wird es aber, wenn der weltbekannte Pianist Fazil Say aufgrund flapsiger Äußerungen zum Paradies der Verunglimpfung religiöser Werte beschuldigt wird. Ihm drohen nun im schlimmsten Fall bis zu anderthalb Jahre Gefängnis. Pussy Riot lässt grüßen. Man darf gespannt sein, wie das Gericht im Februar kommenden Jahres darüber entscheiden wird.

Viele Europäer betrachten die Türkei mit ihrer islamisch geprägten Kultur als Bestandteil Europas. Für Deutschland gilt dies in besonderer Weise, weil unser Land durch seine Geschichte und Hunderttausende türkischer Mitbürgerinnen und Mitbürger eng mit der Türkei verbunden ist. Insofern wäre es besser, wenn die Türkei die Strategie der kulturpolitischen Konfrontation aufgeben und wieder auf ihre historischen Partner zugehen würde. Die Zukunft kann nur dann gewinnbringend gestaltet werden, wenn beide Seiten auf einen offenen und fairen Dialog setzen und Respekt voreinander zur Grundlage ihres Handelns machen. Und diese gemeinsame Zukunft fängt schon beim Umgang mit den Resten der frühesten Vergangenheit an.

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Time am 16. Dezember 2012

Warum die nicht?

8. Januar 2012

Ich kann nicht sagen, dass mir die Kurden besonders sympathisch sind. Sie sind Orks und haben sich häufig als Armeniermörder hervorgetan.  

Andererseits ist nicht unbedingt einzusehen, warum Slowenen, Slowaken, Bosnier, Kroaten, Kosovaren, Mazedonier und und und das Recht auf einen eigenen Staat haben, die Kurden jedoch, die seit Tausenden von Jahren in den von ihnen beanspruchten Regionen leben, nun aber ausgerechnet nicht. 

Nicht nur die Naziraner tun sich bei ihrer Unterdrückung hervor, auch die Torks, deren Beitritt zur EU von einem großen Teil unserer Eliten ernsthaft erwogen wird, führen einen mal offenen, mal versteckten Krieg gegen sie. Systematische Menschenrechtsverletzungen, die Vernichtung ihrer Sprache und offener Terror sind an der Tagesordnung. Angesichts dessen ist es noch ungeheuerlicher, wie sich türkische Politiker vom Erdoganmännchen über Grinse-Gül bis Davutoglu in Deutschland aufführen, und wie sie gegen Deutschland hetzen. Sie sollten hier unbedingt Einreiseverbot erhalten, zumal sie ja unlängst den Terror-Paten Hanija mit offenen Armen empfangen haben. 

Lesen Sie jetzt einen Aufsatz von Michael Martens aus der FAZ vom 5. Januar über die kurdische Realität, die das Ausmaß des verbrecherischen Handelns der derzeitigen mohammedanistischen Tork-Regierung erahnbar werden lässt.

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Das kurdische Referendum

Einigen Kurden reicht das Streben nach Autonomie
in der Türkei nicht mehr

Das Jahr 2011 endete blutig in der Türkei. Bei einem Angriff türkischer Kampfflieger im Grenzgebiet zum Irak wurden 35 Zivilisten getötet – versehentlich, wie Militär und Regierung in Ankara versicherten. Das Militär habe aufgrund einer nachrichtendienstlichen Panne eine Bande von Schmugglern, die aus dem Irak in ihre Heimatdörfer in der Türkei zurückkehrten, für eine Einheit der kurdischen Terrorgruppe PKK gehalten. Die Regierung hat eine Aufklärung des Falls zugesagt.

Ob sie Wort hält, ist alles andere als sicher. Einstweilen kursieren die verschiedensten Vermutungen zum Hintergrund des Massakers. Eine stützt sich darauf, dass eine Mehrheit der Getöteten offenbar zu den sogenannten Dorfwächtern gehörte. Das sind von Ankara bewaffnete (kurdische) Banden, die dem Staat bei der Bekämpfung der PKK helfen sollen. Ihre Mitglieder werden von Ankara monatlich bezahlt, was in einer Region mit extrem hoher Arbeitslosigkeit viele Männer anzieht, die ihre Familien anders nicht zu ernähren wissen. Durch Schmuggel von Brennstoffen, Zigaretten und anderen Gütern aus dem Irak bessern sie ihr Einkommen weiter auf. Da lag die Vermutung nahe, die PKK habe dem türkischen Militär bewusst Fehlinformationen über die Identität der Gruppe zugespielt, um einen Angriff zu provozieren und zwei Ziele zu erreichen: Dorfwächter (aus Sicht der PKK also Verräter an der kurdischen Sache) zu bestrafen und den Hass der Kurden auf den türkischen Staat zu vertiefen. Das kann eine Verschwörungstheorie sein, beschreibt die bürgerkriegsähnliche Lage in einigen südöstlichen Provinzen der Türkei aber treffend.

Denn auch wenn der türkische Ministerpräsident Erdogan das Gegenteil behauptet: Der Kurdenkonflikt in der Türkei ist nicht gelöst. Aufhorchen ließ ein Interview, das die kurdische Politikerin Leyla Zana dieser Tage gab. Sie wandte sich darin gegen die von kurdischen Politikern in der Türkei meist zu hörende Darstellung, das Ziel der türkischen Kurden seien umfassende Minderheitenrechte und regionale Autonomie. Das sei unter Umständen nicht mehr genug – die Kurden sollten ihre Zukunft in einem Referendum bestimmen, dessen Ergebnis „Autonomie, Föderalismus oder Unabhängigkeit“ sein könne, sagte Frau Zana nach einer in türkischen Medien verbreiteten Übersetzung des Interviews. Dafür könnte sie wieder ins Gefängnis kommen, wo sie schon oft war.

Der an der Istanbuler Bahtscheschiehir-Universität lehrende Politikwissenschaftler Schahin Alpay hat diese Äußerungen in einer Kolumne mutig aufgegriffen. Wenn die Türkei die „kurdische Frage“ lösen wolle, müsse sie den Kurden tatsächlich die Möglichkeit geben, selbst über ihre Zukunft zu entscheiden, so Alpay. Die kurdischen Bürger der Türkei sollten daher in die Lage versetzt werden, frei zu wählen zwischen „Autonomie in der Region Kurdistan, einem föderalen Umbau des Landes oder Unabhängigkeit von der Türkei“. Wenn die Rechte von in Kurdengebieten lebenden türkischen Minderheiten garantiert seien, könne ein Referendum, wie auch immer es ausgehe, eine vernünftige Idee sein, so Alpay, der jedoch eine weitere Bedingung nannte. Sinnvoll sei ein Referendum nur, wenn die PKK die Waffen niederlege, sich einem friedlichen politischen Kampf widme und ihren gewaltsam verfochtenen Anspruch aufgebe, sie sei die einzige Vertreterin kurdischer Interessen. Dieses Ziel liegt allerdings in ebenso weiter Ferne wie die Vorstellung, der türkische Staat könne sich auf ein Referendum einlassen oder gar dessen wahrscheinliches Ergebnis (Unabhängigkeit) akzeptieren.

Die Diskussion über Organisationsformen kurdischer Selbstverwaltung lenkt im Übrigen von den tagtäglichen Schwierigkeiten der türkischen Kurden ab. Obwohl es einige kleinere Fortschritte gegeben hat, ist ihre Lage weiter von massenhaften systematischen Menschenrechtsverletzungen durch den türkischen Staat gekennzeichnet. Anders als in ihren ersten Jahren an der Macht, erweckt die Regierungspartei AKP auch immer weniger den Eindruck, als wolle sie daran etwas ändern. Worum es jenseits der Scheindebatte über Unabhängigkeit oder Autonomie wirklich geht im Südosten der Türkei, beleuchtet ein Aufsatz, der dieser Tage in den in München erscheinenden „Südosteuropa-Mitteilungen“ veröffentlicht wird. Das Aufsatzthema entfernt sich zwar weit von Südosteuropa, ist aber eine lehrreiche, nicht von politologischem Gewese überfrachtete Studie. Unter dem Titel „Das Recht zu existieren ist nicht genug“ beleuchten die drei Autorinnen, von denen zwei selbst aus dem kurdischen Südosten der Türkei stammen, die Lage der türkischen Kurden jenseits der Ankaraner Regierungsrhetorik. Sie erinnern daran, dass deutlich mehr als einer Million Staatsbürgern der Türkei seit Jahren das Recht auf Heimat verweigert wird. Laut staatlichen Angaben gibt es in der Türkei 1,2 Millionen Binnenflüchtlinge, die vor dem türkisch-kurdischen Bürgerkrieg aus ihren Dörfern in Städte flüchten mussten beziehungsweise dorthin vertrieben wurden. Menschenrechtsorganisationen geben an, es handele sich sogar um bis zu drei Millionen Flüchtlinge. Sie haben Äcker, Häuser, Vieh und damit ihren Lebensinhalt verloren. In den Städten bilden ihre Kinder das Reservoir, aus dem sich die PKK bedient, um neue Terroristen anzuwerben. In ihre Dörfer können viele schon deshalb nicht zurück, weil dort die „Dorfwächter“ das Kommando (samt Äckern, Häusern, Vieh) übernommen haben. Grundidee des Dorfwächtersystems war es, einen Keil in die kurdische Gesellschaft zu treiben, indem man einen Teil dafür bezahlte, den anderen zu überwachen. Diese Idee ist aufgegangen. Laut staatlichen Angaben gibt es bis zu 83.000 Dorfwächter. Umgerechnet auf die großen Familien im Südosten sind nach Ansicht der Autorinnen fast eine Million türkische Staatsbürger indirekt an dem Dorfwächtersystem beteiligt.

Systematisch versucht der türkische Staat zudem, die kurdischen Sprachen (Kurmanci und Zazaki) auszutrocknen, die Muttersprachen von etwa zwölf Millionen Bürgern des Landes. Zwar gibt es seit 2009 kurdischsprachige staatliche Radio- und Fernsehsender, doch sie stellen vor allem einen Versuch Ankaras dar, der PKK-Propaganda entgegenzuwirken. Keinesfalls geht es darum, die kurdische Sprache zu stärken. Bezeichnend ist, dass Kinderprogramme in kurdischer Sprache im Fernsehen und im Radio verboten sind. Ein Sender, der es wagt, Kinderprogramme auszustrahlen, riskiert seine Schließung. Auch an Schulen ist Kurdisch weiterhin verboten, nur in privaten Kursen darf es unterrichtet werden. Während Ministerpräsident Erdogan in Deutschland fordert, türkischstämmige Kinder sollten erst Türkisch und dann Deutsch lernen, gilt in der Türkei eine andere Melodie: Dort sollen kurdische Kinder ihre Muttersprache am besten gar nicht lernen. Das Ergebnis ist, dass viele Kurden Kurdisch nur sprechen, aber nicht schreiben können. Den türkischen Arabern in der Region Antakya geht es übrigens ähnlich. Sie sprechen Arabisch, können aber in Syrien nicht einmal die Straßenschilder lesen. Bezeichnend ist schließlich auch die Veränderung der staatlichen Parolen für die Kurdenpolitik: Noch 2009 war von einer „kurdischen Initiative“ die Rede, aus der dann eine „demokratische Initiative“ und schließlich das „Projekt der Nationalen Einheit“ wurde. Dieses Projekt wird sich auf die derzeit betriebene Weise aber nicht verwirklichen lassen. Womöglich kommt es auf solche Fragen aber ohnehin nicht mehr an in diesem Konflikt.

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Time am 8. Januar 2012

Leserbrief-Counterjihad (#19)

10. Oktober 2011

Eine schreibende menschliche Hand:
für mich eins der schönsten Bilder überhaupt

Angeblich wird bei den Orks, so ein Allgemeinplatz, der unzutreffender nicht sein könnte, das Gastrecht groß geschrieben. Tatsächlich ist man überrascht, wenn sie es einmal nicht brechen. In der heutigen FAZ rechnet Leser Stephan Ganss mit dem großspurigen Gelaber ab, das der türkische Staatspräsident vom Stapel ließ, als er unlängst bei uns in Deutschland weilte:

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Gül und die fortschrittliche Demokratie

Zum Gespräch mit Abdullah Gül „Deutschland ist ein Einwanderungsland“ (1): Der türkische Staatspräsident kritisiert die deutsche Asyl- und Einwanderungspolitik. Ausgerechnet der Repräsentant eines Staates, der vor ordentlichen deutschen Gerichten in Zigtausenden Asylverfahren schwerster Menschenrechtsverletzungen überführt wurde, wagt es, Deutschland zu kritisieren. Deutschland hat Milliarden von D-Mark und Euro für den Schutz von Türken vor ihrem Staat und den jeweiligen Machthabern und den Unterhalt der Opfer aufwenden müssen. Unser Bildungssystem war und ist immer noch durch die Folgen der türkischen Politik extrem belastet.

Statt Deutschland mit Vorwürfen zu überrhäufen, wäre eine Entschuldigung angebracht und eine nicht zu knappe Aufwandsentschädigung zu zahlen. Wie wenig Gül mit den Gedanken einer fortschrittlichen Demokratie vertraut ist, obwohl er davon plappert, zeigt sein im Interview benutztes Beispiel. Da kritisiert er doch tatsächlich, dass Deutschland beim Import von türkischen Bräuten etwas genauer hinschaut. Noch mehr Macho geht ja wohl kaum. Gül will uns doch hoffentlich nicht erzählen, dass die Frauen nach Deutschland geholt werden, weil sie so fortschrittliche Gedanken zu Demokratie und Emanzipation haben, wie er fordert! An solchen demokratisch gebildeten Frauen mangelt es nämlich dank der deutschen Gesellschaft und Bildung hier sicherlich nicht. Die werden aber, wie Untersuchungen gezeigt haben, nicht so gerne geheiratet. Die Äußerungen Güls waren seit Tagen zu lesen. Wann wird sich endlich mal ein deutscher Politiker zu den Vorwürfen äußern und sie scharf zurückweisen?

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Time am 10. Oktober 2011

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/tuerkischer-staatspraesident-abdullah-guel-israel-hat-sich-schuldig-gemacht-11228540.html

Lügner lieben

25. September 2011

Peinlicher mittelalterlicher Mummenschanz:
Tork-Präsident Abdulla Gül und sein Ding Hayrunisa.

Je mehr die Torks lügen, je eindeutiger sie sich zum radikalen Mohammedanismus bekennen, um so eifriger wird von ihren Dimmie-Freunden die Notwendigkeit behauptet, sie in die Gemeinschaft der westlichen Demokratien aufzunehmen. Keine Illusion ist zu durchsichtig und zu billig, als dass sie nicht dem kritischen Bürger als Wahrheit vorgelegt würde.

Zuletzt sollte Tork-Präsident Gül in dieser Weise aufgebaut werden. Er sei doch ein ganz anderer Typ als der Schreihals-Fuhrergan, er sei „höflich, charmant und geschmeidig“ und „nach einem Gespräch mit der Kanzlerin hieß es, beide seien sich darin einig gewesen, dass die deutsche Sprache möglichst gut und frühzeitig erlernt wird’“, so die heutige FAZ.

Dass Gül ganz anders redet, wenn er unter seinesgleichen weilt, dass er lügt, dass er gegen Deutschland agitiert, es verächtlich macht und sich mächtig über uns aufspielt, berichtet Thomas Gutschker in der heutigen FAZ in zwei Artikeln. Gül lügt nicht nur, er lässt auch durchblicken, dass er die demokratische Verfasstheit der deutschen Gesellschaft im Kern ablehnt, aber das sind natürlich alles Gründe, ihn nur noch mehr zu lieben und sich dafür einzusetzen, den Beitritt Europas zum Tork-Imperium weiter zu beschleunigen. 

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Die zwei Gesichter des Herrn Gül

Abdullah Gül, der türkische Staatspräsident, kann höflich, charmant und geschmeidig sein. Vier Jahre als Außenminister waren eine gute Schule für das höchste Staatsamt. Als Gül in der ersten Wochenhälfte Deutschland bereiste, war bei seinen offiziellen Terminen kein Missklang zu spüren. Er sprach in der Humboldt-Universität über die engen Bande beider Staaten. Heute seien die drei Millionen Menschen türkischer Herkunft das wichtigste Bindeglied. Seine Gastgeber sollten die türkische Gemeinde “als ein Element, das zur Bereicherung und Dynamik Deutschlands beigetragen hat, akzeptieren”.

Im Unterschied zu früheren Besuchen seines Parteifreundes und Ministerpräsidenten Erdogan polemisierte Gül nicht gegen eine vermeintlich erzwungene Assimilierung von Türken in Deutschland. Nach einem Gespräch mit der Kanzlerin hieß es, beide seien sich darin einig gewesen, “dass die deutsche Sprache möglichst gut und frühzeitig erlernt wird”. Das hatte vor Güls Ankunft noch anders geklungen. In einem Interview nannte er die deutsche Einwanderungspolitik “ungerecht”; sie widerspreche dem Gedanken einer fortschrittlichen Demokratie. Damit bemängelte er eine gesetzliche Regelung von 2007, die den Ehegatten-Nachzug vom erfolgreichen Bestehen eines Deutschtests (300 Vokabeln gelten ihm als unzumutbar, T.) in der Türkei abhängig macht.

Dass Gül auch zornig und undiplomatisch sein kann, zeigte er indes nach seiner Rede an der Humboldt-Universität, die sich wegen einer Bombendrohung verzögert hatte. Laut türkischen Berichten hatte er mit seiner Abreise gedroht, sollte ihm der Auftritt verwehrt bleiben. Begleitenden Reportern diktierte er seinen Ärger über die Gastgeber ungefiltert ins Notizbuch. “Ihr System arbeitet wie ein Uhrwerk. Aber wenn es einem Stresstest unterzogen wird, bricht es zusammen“, zitierte ihn die Zeitung “Hürriyet”. Gül erweckte den Eindruck, die PKK stecke hinter der Bombendrohung, und sie profitiere von der “demokratischen Umgebung in Deutschland“.

Einen Tag später riss eine Bombe in Ankara drei Menschen in den Tod, mehr als dreißig wurden verletzt. Eine Warnung hatte es nicht gegeben. Die türkischen Behörden schrieben die Tat der PKK zu.

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“Eine Lektion von Gül?”

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich verwundert gezeigt über Äußerungen des türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül während seines Deutschland-besuchs in der vergangenen Woche. Gül hatte nach seiner Rede in der Berliner Humboldt-Universität mitreisenden Reportern gesagt, er habe den Deutschen eine Lektion erteilt, die sie nicht vergessen würden. “Ich werde mich nicht den Drohungen einer terroristischen Organisation beugen, die vom demokratischen Umfeld in Deutschland profitiert”, wurde der türkische Staatspräsident von der Zeitung “Hürriyet” zitiert. Seine Rede in der Universität hatte sich wegen einer Bombendrohung verzögert. Bundesinnenminister Friedrich sagte dieser Zeitung, es lägen keine Anhaltspunkte vor, “dass Anhänger der PKK hinter dem Bombenalarm stehen”. Deutschland habe im Übrigen in der Europäischen Union die PKK mit Abstand am schärfsten bekämpft. Bund und Länder hätten seit 1993 insgesamt 53 Organisations- und Betätigungsverbote gegen “PKK-Strukturen” erlassen; 85 Funktionäre der mittleren und oberen Führungsebene seien außerdem zu Haftstrafen verurteilt worden. “Daher ist mir nicht klar, welche Lektion der türkische Staatspräsident erteilt haben möchte”, sagte der CSU-Politiker dieser Zeitung weiter.

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Time am 25. September 2011

Nie überflüssiger denn jetzt

20. Oktober 2010

Zu Gast bei Hexe Wackelzahn. Ihr Meister Abdullah zeigt dem Inhaber des höchsten deutschen Staatsamtes, wo es langgeht.

Die FAZ schreibt heute unter dem Titelbild: “Hayrünnisa Gül schritt neben ihrem seit gut drei Jahren als Staatspräsidenten amtierenden Gatten Abdullah Gül erstmals eine militärische Ehrenformation ab und zeigte sich danach mit ihm und den Wulffs in Ankara. Das Kopftuch gehört zur Türkei – zweifelsfrei mehr denn je.”

Die Premiere besteht also im Abschreiten mit Kopftuch, und wenn das so weiterschreitet mit der Islamismustisierung der Türkei, dann schreitet Meister Abdallah nächstes Jahr die Ehrenformation mit vier Gattinnen in Burka ab.

Übrigens, Turkeys, den Wulffi-Dimmi könnt Ihr behalten, ok? Bettina wollen wir aber wiederhaben!

In einem Leserbrief an die FAZ sprach mir Dr. H. F. heute aus der Seele (s. 1).

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Der Autor hat mich gebeten, seinen Text von der MoT zu nehmen (Der hat Probleme… :-)  ).

The counterjihad-rocknroll-train rocks on. 

Time am 26. April 2012

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Time am 20. Oktober 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/09/leserbrief-counterjihad-5/

Türkischer Realismus

19. April 2010

Erdogan allein zu Haus

Kommen die Türken zu einer vernünftigen Betrachtung z.B. in der Frage ihres EU-Beitritts? Eine Aussage des türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül scheint darauf hinzuweisen, wie Wolfgang Günther Lerch in der heutigen FAZ berichtete.

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Klar und wahr

Wichtiger als eine EU-Mitgliedschaft der Türkei sei die Fortsetzung des demokratischen Reformprozesses im Land. Das hat der türkische Staatspräsident Abdullah Gül gegenüber der vielgelesenen Zeitung “Hürriyet” (1) geäußert. Es sind klare und wahre Worte. Aus den Äußerungen vieler türkischer Politiker und Repräsentanten konnte man in der Vergangenheit bisweilen schließen, die angestrebte Verwirklichung von Reformen diene nur dem Ziel der Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Doch nun hat Gül dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass die europäischen Werte, denen man nacheifern will, in erster Linie um ihrer selbst willen und zum Nutzen des Landes anzustreben sind. Demokratie, Pluralismus und Menschenrechte sind für alle Menschen wertvoll, unabhängig davon, ob man Mitglied in irgendeinem politischen Zusammenschluss oder einem sonstigen Bündnis ist. Es gibt demokratische Musterländer, etwa Norwegen, die nicht der EU angehören. Güls Worte sollten um der Türkei willen beherzigt werden, nicht wegen Brüssel.

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So sehr ich WGL zustimme, so sehr zweifle ich an der Wahrhaftigkeit von Gül. Die Türken verschlingen Kreide aus Leidenschaft, und die Politik der türkischen Regierung weist in die entgegengesetzte Richtung. Ein sehr wichtiger, fundamentaler Prüfstein ist die Armenierfrage. Hierbei geht es nicht nur darum, den Opfern gerecht zu werden, die Wolfgang Günter Lerch leichthändig und in voller Absicht von 1,5 Millionen (2) auf 1 Million herunterrechnet. Es geht auch nicht nur darum, die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien bzw. zwischen Türken und Armeniern zu verbessern. Es geht dabei m.E. vor allem auch darum, dass die Türkei sich endlich anschickt, die mohammedanistische Schamkultur, in der sie gefangen ist, wenigstens teilweise zu verlassen, die Fakten anzuerkennen und also zu einer wahrhaftigen Betrachtung der Welt zu kommen.

Wiki (3): “In einer Schamkultur muss sich der Geschädigte selber um Wiedergutmachung kümmern. Scham hat zu empfinden, dessen Normverstöße auffallen, und, wem man ungeahndet öffentlich Unrecht antun kann. In einer schamorientierten Kultur gilt nicht ein ruhiges Gewissen, sondern die öffentliche Wertschätzung als höchstes Gut. Demzufolge sind Vergehen, die niemand bemerkt, kein Grund, sich zu schämen.”

Leider leugnet die türkische Führung auch heutzutage immer wieder das schreckliche Verbrechen obwohl die Beweise evident sind und verdeutlicht der nichtorkischen Welt damit, dass sie nicht bereit ist, ihr ersponnenes mohammedanistisches Paralleluniversum zu verlassen und zum Realismus zu finden. Erdogan: “Von einem Völkermord an den Armeniern kann keine Rede sein (4).” In der türkischen Bevölkerung scheint es indessen Bewegung zu geben, wie Wolfgang Günther Lerch heute berichtete.

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Tabu-Knoten

Das Armenier-Massaker aus der Sicht der Türkei

“Wir sind alle Hrant” und “Wir sind alle Armenier” stand auf den Transparenten, welche die entsetzten Demonstranten damals mit sich führten. Am 19. Januar 2007 war der türkische Staatsbürger armenischer Abkunft Hrant Dink, Journalist und Autor, am helllichten Tag in Istanbul von einem aufgehetzten Siebzehnjährigen erschossen worden. Eine Schockwelle ging durch die Türkei. Sibylle Thelen, Turkologin und Journalistin, beginnt ihr Büchlein (5) nicht ohne Grund mit einer Anspielung auf diese Szenen: Die Gesellschaft in der Türkei ist bei der Bewältigung der Armenier-Massaker des Ersten Weltkrieges weiter als die offizielle Türkei, insbesondere die Bürokratie, das Militär, die “amtlichen” Historiker und die Nationalisten.

Am 24. April 1915 wurden zunächst Istanbuls armenische Intellektuelle verhaftet. Dies war der Auftakt zu den Massendeportationen, Todesmärschen von Armeniern vornehmlich aus den östlichen Vilayets Anatoliens – später auch den westlichen – in die Wüsten Syriens und Mesopotamiens, an deren Ende nach Schätzungen eine Million tote Armenier zu beklagen waren. Bis heute verwahrt sich die Türkei dagegen, dass diese “Ereignisse” Völkermord (soykirim) genannt werden, rechtfertigt das Vorgehen der damaligen osmanischen Regierung vielmehr als kriegsbedingte Aktion und militärisch gebotene “Antwort auf armenische Aufstände” wie den von Van. Greueltaten armenischer Banden werden – etwa in dem Film “Sari Gelin” (Die blonde Braut) – dokumentiert (Dokumentiert oder behauptet? T.) mit der klaren Botschaft: Im Grunde war es umgekehrt; und die damalige osmanische Führung, das Triumvirat von Talaat, Enver und Cemal Pascha, hat bis heute gewissermaßen einen historischen Ehrenplatz im türkischen Pantheon inne. Dies hinwiederum erbittert die Armenier in Armenien wie in der Diaspora.

Erst allmählich, so beschreibt es die Autorin in dem schmalen Bändchen, beginnt sich der Tabu-Knoten zu lösen, der auch mit dem Gründungsmythos der Republik zu tun hat, als sich die geschlagene und beinahe zerschlagene Türkei wie der Phönix aus der Asche unter Mustafa Kemal Pascha “Atatürk” siegreich erhob. Das Vergessen der Ereignisse davor weicht langsam einer Bewusstwerdung in Teilen der Bevölkerung, weniger durch offenes Benennen – da winkte im Zweifel bis vor kurzem noch immer der Staatsanwalt wie im Falle des Autors Orhan Pamuk – als durch das Bekanntwerden alter Berichte, Bilder und Erzählungen in den Familien. Da erweist sich die Großmutter namens Fatma plötzlich als Armenierin, die damals mit dem Leben davonkam und zur Muslima bekehrt wurde. Die Autorin will “nicht anklagen, schon gar nicht verurteilen”, sondern dialogfördernd über die Empfindlichkeiten auf beiden Seiten aufklären.

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Das wäre nicht das erste Mal, dass das Volk der Führung als Avantgarde vorausläuft. FAZ-Leserin Muriel Mirak-Weissbach berichtet heute Ähnliches aus der Zeit des Völkermordes.

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Was zwischen Türken und Armeniern zu klären ist

Als Tochter zweier armenischer Waisenkinder, beide Opfer des Genozids der Jahre 1915 bis 1916, kann ich mich nur freuen, dass nach fünfundneunzig Jahren diese Tragödie in den deutschen Medien endlich ernsthaft thematisiert wird. Es überrascht mich allerdings sehr, dass der Inhalt des NDR-Dokumentarfilms “Aghet” als große Entdeckung dargestellt wird.

Tatsächlich sind die Unterlagen des deutschen Archivs des Auswärtigen Amts aus dem Ersten Weltkrieg seit 1993 intensiv durchforstet und ausgewertet worden. Im Jahr 2005 hat der ehemalige “Spiegel”-Journalist Wolfgang Gust die wichtigsten Dokumente zu den Ereignissen in einem bahnbrechenden Geschichtswerk zusammengetragen. Sie lassen nur einen Schluss zu: Die Führung des deutschen Militärs und des Deutschen Reichs waren über die Genozid-Politik der Jungtürken bestens informiert. Aus machtpolitischem und militärstrategischem Kalkül wurde nicht nur weggeschaut, sondern man gab dem Verbündeten am Bosporus freie Hand. Die Aufarbeitung des Genozids an den Armeniern ist also nicht nur eine türkische, sondern auch eine deutsche.

Die armenischen Kinder wurden Gott sei Dank nicht alle ermordet. Laut Jakob Künzler, der in Urfa tätig war, haben bis zu 12.000 armenische Waisenkinder überlebt. Meine Mutter überlebte das Massaker von Frauen und Kindern in der Nähe von Arabkir, weil sie von einem türkischen Hirten lebendig unter einem Berg von Leichen gefunden und in Sicherheit gebracht wurde. Ein türkisches Ehepaar hat sie aufgenommen und gepflegt. Ihre Geschichte, wie die meines Vaters, der durch die Hilfe mehrerer türkischer Frauen gerettet wurde, dokumentiert, dass es keine Kollektivschuld gibt: Der Genozid an den Armeniern wurde von einer relativ kleinen jungtürkischen Clique und deren Sonderorganisation verübt. Internationale Unterstützung kam von den deutschen Verbündeten sowie von geopolitisch denkenden Kreisen in Frankreich und England, die das Osmanische Reich aufteilen wollten. Zahlreiche Geschichten von Überlebenden zeigen, dass viele normale türkische Bürger armenische Kinder aufgenommen und gerettet haben, oftmals unter Einsatz ihres Lebens.

Wer verstehen will, warum sich die türkische Regierung und Gesellschaft mit dieser Frage so schwer tut, sollte folgendes berücksichtigen: Die Jungtürken wurden zwar im Jahr 1919 in Abwesenheit verurteilt, aber später bei der Gründung der modernen türkischen Republik unter Atatürk wieder rehabilitiert. Es wurde unter Strafe gestellt, das “Türkentum” zu beleidigen. Dazu zählte auch jeder Hinweis auf den Völkermord. Doch solche Tabus sind brüchig geworden in der Türkei, aber auch unter türkischstämmigen Mitbürgern in Deutschland. Ich habe mehrmals hier in Deutschland persönlich erfahren, dass sie die Wahrheit wissen wollen. Einige studieren das Buch von Wolfgang Gust oder gehen selbst in die Archive. Dann begreifen sie, was wirklich geschehen ist. Die geschichtlichen Lehrbücher an türkischen und deutschen Schulen geben jungen Schülern noch keine Chance, die Wahrheit zu erfahren. Aber selbst Hasan Djemal, ein Enkel von Djemal Pascha, einem Mitglied im “Dreierrat” der Jungtürken, ist durch seine eigenen Recherchen zu dem Schluss gekommen, dass es sich um einen Völkermord gehandelt hat.

Wenn die historischen Fakten allen Bürgern zugänglich gemacht werden, wird der Weg frei für die eigentliche Herausforderung: für den Prozess der Versöhnung zwischen Türken und Armeniern.

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Time am 19. April 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Hürriyet
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/03/aghet-ein-volkermord/
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Schamkultur
4) http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,685947,00.html
5) Sibylle Thelen: Die Armenierfrage in der Türkei. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2010. 94 S., 9,90 Euro.

auch:
http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/03/24/kalif-recep-i/

http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/03/aghet-ein-volkermord/

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PS.: Sehr lesenswertes Interview mit Afghanistan-Veteran Daniel Seibert unter
http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C/Doc~EB615B3F5AF6A4218820141A1038F1CA0~ATpl~Ecommon~Sspezial.html


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