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Antijüdische Hetze

15. Juli 2014

Ein ekelhaftes antijüdisches Pamphlet (1) hat der „Gerontologe“ Hassan Mohsen für die Yavuz-Özoguz-Mafia, der der „Muslim-Markt“, die Partei „MDU“ (2) sowie die stellvertretende Bundesvorsitzende der Schariapartei Deutschlands (SPD), Aydan Özoguz, zuzuordnen sind, auf der Webseite „Nazislahmist-Essay“ abgeliefert.

Israel und die Juden werden in bekannter nationalsozialistischer Manier fern jeglicher orthografischer Regeln als Problem für die gesamte Menschheit dargestellt. Sie sind angeblich Kindermörder, Brutalos und Verbrecher, Brandstifter, Besatzer, Gefährder von Menschenrechten, Pressefreiheit und Demokratie, intolerant sowie Aufhetzer zum globalen Religions- und Weltkrieg.

Für Mohsen – wie für alle Mohammedanisten – gibt es nur eine denkbare Lösung: Israel muss eliminiert werden.

Was meinen Sie, was für eine Lösung ihm in Bezug auf Christen, Vegetarier und Skateboarder vorschwebt?

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Israel oder Das (bitte schreiben „das“, T.) eigentliche Problem

MOHSENErneut werden die Menschen in Gaza von zionistischen Truppen angegriffen. Dutzende mussten sterben. Hunderte Häuser wurden zerstört (bitte Komma setzen, T.) und zahlreiche Herzen mussten bluten. Der Schmerz der Menschen in Palästina ist so groß, dass er bis in alle Welt schwappt. Der Ruf der palästinensichen (bitte schreiben „palästinensischen“, aber übrigens gibt es keine „Palästinenser“, T.) Kinder erreicht auch uns hier in Deutschland.

Aus Deutschland vermag man nichts anderes (bitte Komma setzen, T.) als Wut und Ohnmacht zu verspüren. Wut gegen die unverhältnismäßige Brutalität der Zionisten. Und Ohnmacht gegen eine Übermacht an Medien, die jedes Verbrechen der Zionisten rechtfertigen. Was bleibt einem Essayisten anderes als einen Essay zu schreiben, um wenigstens etwas zu tun (bitte Komma setzen, T.) was das Gewissen beruhigt. Obwohl das Gewissen keiner Beruhigung bedarf, sondern einen Schrei (bitte schreiben „eines Schreis“, T.), der das schlafende Herz erweckt.

Einige meinen tatsächlich, dass die hiesige Berichterstattung dieses mal (bitte schreiben „Mal“, T.) auch die Zionisten kritisiert. Einige meinen, dass die hiesigen Medien dieses Mal gerecht seien. So sind (bitte schreiben „ist“, T.)(bitte Leerzeichen setzen, T.) für die Medien (bitte Leerzeichen setzen, T.)- nicht nur die Hamas die radikalen Kräfte (bitte schreiben „eine radikale Kraft“, T.), sondern auch die israelische Regierung. Aber jeder weiß, dass Israel immer eine Rechtfertigung für einen Flächenbrand sucht und sie auch immer wieder findet.

Nein, das Problem sind nicht die radikalen Kräfte -(bitte Leerzeichen setzen, T.) egal ob auf Seiten der Besatzer oder auf Seiten der Besetzten. Das eigentliche Problem am Israel-Palästina-Konflikt ist das zionistische Israel. Die Ausrufung des zionistischen Staates Israel am 14. Mai 1948 auf besetztem palästinensischen Boden ist das eigentliche Problem.

Es gibt keine Rechtfertigung für Israel (bitte Komma setzen, T.) auch nur eine Patronenhülse auf besetzten Boden zu schnippen. Aber es gibt zahlreiche Argumente (bitte Komma setzen, T.) die dafür sprechen (bitte Komma setzen, T.) weshalb die Palästinenser allen Grund und sogar die Pflicht dazu haben, sich gegen ihre Besatzer zu wehren. Es entspricht dem Völkerrecht und internationalen Gepflogenheiten (bitte Komma setzen, T.) sich gegen eine Besatzung zu wehren. Und die Kinder in Palästina (bitte Komma setzen, T.) die Steine auf Panzer werfen (bitte Komma setzen, T.) handeln nach dem Völkerrecht, während Israel allein mit ihrer (bitte schreiben „seiner“, T.) Existenz das Völkerrecht mit Füßen tritt.

Das Problem (bitte Komma setzen, T.) welches mit der Gründung Israels einher ging (bitte Komma setzen, T.) ist nicht nur ein Problem der Palästinenser. Nein, es ist ein weltweites Problem. Denn wer nach Menschenrechten, Pressefreiheit und Demokratie ruft, ohne Primär (bitte schreiben „primär“, T.) Israel zu meinen, disqualifiziert sich selbst. Kein anderes Gebilde schadet diesen Werten mehr als Israel.

Wer Toleranz und Religionsfreiheit fordert, ohne Israel als Hauptgefährder dieser Werte zu erwähnen, macht sich unglaubwürdig. Keiner schürt so stark die religiösen Differenzen wie Israel, weil Israels Lebenselexier der Kampf der Kulturen ist. Erst wenn das zionistische Gebilde der Vergangenheit angehört, wird der Weltfrieden zur Gegenwart und die Hoffnung die Zukunft.

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Time am 15. Juli 2014
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1) http://muslim-essay.de/archiv/israel-oder-das-eigentliche-problem.html
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2013/11/16/ihnen-ist-nichts-zu-peinlich-2/

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PS, Soundtrack: „Zeichen auf der Stirn“ von Peter Maffay unter

http://www.myvideo.de/watch/6733576/Peter_Maffay_1987_Berlin_02_Zeichen

Zeichen auf der Stirn 

Sie seh’n aus wie du und ich
Und auf den ersten Blick erkennt man sie nicht
Sie tragen Masken aus Fleisch und Blut
In ihren Augen brennt die grausame Glut
Sie ziehn allein und in Horden durchs Land
Auf ihren Parties wird die Liebe verbrannt
In ihrer Brust schlägt ein Herz aus Stein
Das sind die Töchter und die Söhne des Kain

Das Zeichen auf der Stirn ist gut getarnt
Und wenn du es erkennst, dann sei gewarnt

Die Seele schwarz, die Weste weiß
Was wir nicht wissen, das macht sie nicht heiß
Sie halten Reden, die nur Lügen sind
Und zeigen sich nur selten ungeschminkt
Sie zieh’n die Freundschaft in den Dreck
Und Liebe hat für sie nur einen Zweck
Sich zu ergötzen ist ihr höchstes Ziel
Und all die andern, die bezahlen das Spiel

Das Zeichen auf der Stirn ist gut getarnt
Und wenn du es erkennst, dann sei gewarnt

Sie sind gestraft, ein Leben lang
Denn sie wissen nicht – der Hass macht krank
Doch irgendwann vor dem Jüngsten Gericht
Fällt das make up ab und man sieht ihr Gesicht

Das Zeichen auf der Stirn ist gut getarnt
Und wenn du es erkennst, dann sei gewarnt

Sie tragen Masken aus Fleisch und Blut
In ihren Augen brennt die grausame Glut
Wer hält sie auf, wer hat den Mut
Wer hält sie auf, diese böse Brut

Das Zeichen auf der Stirn ist gut getarnt
Und wenn du es erkennst, dann sei gewarnt

Fuhrergan = Größenwahn

28. Oktober 2013

YigitBulut

The Fuhrergan steht seinem großen Vorbild Adolf Hitler in Sachen Größenwahn nur wenig nach, und er hat sich natürlich mit Beratern umgeben, die genauso wahnsinnig sind wie er selbst. Der durchgeknallteste und daher einflussreichste von ihnen ist Igittigit Bulut. Der ist sein „Chefberater“. Das „Deutsch Türkische Journal“ (1):

„In seiner Kolumne für die ,Star Gazete’ vom 21. Oktober mit dem Titel ,Dürfte ich unsere europäischen Freunde noch ein bisschen mehr vor den Kopf stoßen?’ schreibt… Yigit Bulut, die Türkei sehe Tag für Tag mehr eine leuchtende Zukunft, während ,jene europäischen Länder, die stets die Türkei als ‘kranken Mann vom Bosporus’  darzustellen versuchen, sich mittlerweile immer schneller auf ihren letzten Atemzug zubewegen (Bitte schreiben „zu bewegen“, T.)’“.

Die europäischen Kernstaaten werden bald nicht mehr sein, meint das Tork. Andererseits sei die Torkei im Aufwind begriffen, was man daran merke, dass sie täglich in „deutschen, britischen und österreichischen Tageszeitungen herabgewürdigt“ werde:

„Die ,jeden Tag aufs Neue’ veröffentlichten, herabwürdigenden Beiträge über die Türkei in deutschen, britischen und österreichischen Tageszeitungen und die Tatsache, dass europäische Medien die Türkei in ihre Schusslinie nähmen, beweise, dass die Türkei große Fortschritte mit Blick auf das mache, was er als den ,Großen Türkischen (Bitte schreiben „türkischen“ (klein), T.) Traum’ bezeichne.“

Ich denke, dass der geheime „große, türkische Traum“ über die Wiedergewinnung der Territorien des osmanischen Reiches hinausgeht und in bekannter nazislahmischer Manier die Weltherrschaft meint.

Die momentane Abhängigkeit Europas von außereuropäischen Energieträgern ist für den Torkkopf ein Zeichen für die Unfähigkeit unserer Eliten. Von der Energiewende, der Polarschmelze und der Fracking-Diskussion hat er scheinbar nichts mitbekommen.

„Alleine schon diese – zu einem nicht unerheblichen Teil auf politische Unfähigkeit zurückzuführende – Abhängigkeit, so Bulut, mache die europäischen Länder unfähig, in globalen Fragen unabhängig zu handeln. Hingegen komme die Türkei immer stärker ,ins Zentrum seiner (bitte schreiben „ihrer“, T.) Geografie’ (Was soll das denn bloß bedeuten? T.) und sollte insbesondere mit Blick auf die Weitergabe russischen, aserbaidschanischen und iranischen Gases aus dem eigenen Land in Richtung Europa gut analysierte Strategien  zur Ausführung bringen.“

Vielen Dank für Ihre gönnerhaften Ratschläge, Igittigit. Denn was so ein Tork ist, das bringt natürlich auch stets „gut analysierte Strategien zur Ausführung“ und legt seinen Entscheidungen natürlich immer wissenschaftliche Erkenntnisse strengster Prüfung zugrunde, so wie Klo H. Metzel es tat, der sprach:

“Wenn eine Fliege in ein Gefäß mit Flüssigkeit fällt, dann taucht sie erst vollständig unter, bevor ihr sie herausnehmt und wegwerft. Denn in einem ihrer Flügel ist eine Krankheit, während im anderen Flügel ein Heilmittel dagegen ist.“ (Buhari, Recl. 34/22, S. 408)

Und so behauptet Ratzes Süperbrain:

„Wäre heute ein Referendum, würden 51% der Griechen dafür stimmen, die EU zu verlassen und Teil der Türkei zu werden.“

Diese fantastische Zustimmungsrate der von den Torks aus dem einstigen Kernland des Christentums vollständig vertriebenen und blutig verfolgten Griechen braucht nicht durch Umfragen, Erhebungen oder Statistiken untermauert werden, sie ist wie gewohnt pure Setzung. So würde es auch nicht besonders erstaunen, wenn Bulut behaupten würde, dass 99% der Armenier am liebsten torkische Staatsangehörige wären.

Der Kommentator Loewe hat übrigens unlängst versucht, dem dicken Leo und seinen Freunden die angeblichen Wirtschaftserfolge der Türkei auseinanderzusetzen (2):

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Aufgebläht

Der BIP der Türkei ist aufgebläht durch unglaubliche Bautätigkeiten.

Wenn man dem BIP (pro Kopf) noch die private Verschuldung gegenüber stellt, wird es abenteuerlich.

Die Türkei kurbelt ihre Wirtschaft durch Bautätigkeiten an, durch Kreditvergabe an Privatleute für überteuerten Wohnungskauf und für Privatkonsum.

Exakt das ist in Spanien auch passiert. Die Türkei kann schon mal hinschauen, wie es ihr in Kürze geht. Von einem EU-Beitritt kann dann keine Rede mehr sein und von der relativen Ruhe im Land auch.

Die Türkei hat nichts zu exportieren. An oberster Stelle steht Obst und Gemüse, das über 30% der Arbeitnehmer bindet. An zweiter Stelle des Umsatzes steht “Kommunkation” – zahllose Zeitungen, Fernsehprogramme … wertlos. An 3. Stelle der Tourismus, den sie selbst kaputtzumachen im Begriff sind. Mehr Hotels, massenhaft, mit All-inclusiv-Angebot bringt nicht mehr Geld, sondern der Wettbewerb der TÜRKISCHEN Hotels untereinander macht die Preise kaputt. Und AI-Touristen bleiben meist in den Hotels: Keine Ausflüge, keine Restaurantbesuche, Urlaubsbudget auf Kante genäht. Hinzukommt, dass der Tourismus nicht endlos wächst, im Gegenteil. Auch Touristen in D, GB usw. müssen immer mehr sparen.

2014 laufen die großen Kredite der Türkei aus und sie muss sich neu refinanzieren. Das könnte dann das große Erwachen sein. Deutsche Wirtschaftszeitungen benennen den gravierenden Einbruch schon länger, auch wenn andere Medien die Türkei noch hochschreiben.

Nicht zu vergessen, dass zu allem jährlich noch eine wachsende, 2stellige Inflationsrate hinzukommt.

Kürzlich brachten die DTN, die Türkei würde rasant bei der Bildung im PISA-Ranking aufholen. Das ist absolut gelogen. Sie ist in den Jahren 2000 bis 2009 um exakt 4-5 Plätze im Ranking zurückgefallen und zwar in allen Disziplinen. Wenn’s um die Türkei geht, muss man sich immer die Zahlen anschauen, nicht die Meldungen.

Und wenn die Türken mal begriffen haben, dass der Grösus Erdogan sie nur belogen hat mit seiner sogenannten Leistung und sie um ihr Geld gebracht hat, mit privaten Schulden im Regen stehen lassen wird, werden sie ihn lynchen.

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Time am 28. Oktober 2013

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1) http://dtj-online.de/tuerkei-erdogan-yigit-bulut-europa-griechenland-12415
2) http://blog.initiativgruppe.de/2013/10/16/der-eu-turkei-poker/#comment-34549

Prophet des Herrn der Fliegen?

17. Dezember 2012

Faust

Wenn jemand zu Ihnen sagen würde: „Ich verehre Adolf Hitler als den bedeutendsten Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts,“ würden Sie davon ausgehen, dass Ihr Gegenüber eine Vollmeise hat oder einem Paralleluniversum entsprungen ist. Seltsamerweise liegt der Fall anders, wenn die Mohammedanisten ihre beleidigenden Lügen über Jesus verbreiten. Da gibt es in ihrem Pantheon einen Propheten namens Isa, der von seiner Mutter Meryem geboren wurde. Weder hieß er also Jesus, noch hieß seine Mutter Maria, trotzdem nimmt ihnen ein Großteil der Christen ihre Lüge der Gleichsetzung ab, ebenso wie sie unter Gewaltandrohung wohl auch zustimmen würden, dass eins plus eins drei sei.

Vielleicht ist nur der Name unterschiedlich, die Lehre, das Leben und die Worte aber sind dieselben? Unter der Überschrift „Ein Muslim denkt über den Propheten des Christentums nach – Jesus und ich“ liefert Lügenork Dr. Hesham A. Hassaballa in der „Islamischen Zeitung“ (1) hierzu den klaren Gegenbeweis wie auch den Beweis dafür, dass Mohammedanismus und Denken einander fremd sind:

„(…) Tatsächlich reflektiere ich sehr häufig über ihn – und seine Mutter. Während ich durch die Gänge des Krankenhauses gehe, in dem ich arbeite, sehe ich die verschiedenen, hier ausgestellten Krippenszenen. Mich bringen sie dazu, über ihn zu reflektieren und ich werde daran erinnert, was für ein faszinierender Prophet und Gesandter er war.

Die Geschichte seiner Geburt wird im Qur’an zwei Mal erzählt. Darüber hinaus erfahren wir, wie er im Säuglingsalter sprach, Blinde und Aussätzige heilte sowie die Toten zum Leben erweckte. In der qur’anischen Offenbarung finden wir einen Bericht davon, wie Jesus Vögel aus Ton formte und ihnen – mit Erlaubnis von Allah, dem Allmächtigen – Leben einhauchte.

Im Qur’an beschreibt Allah Seinen Propheten Jesus als ‚geehrt in der Welt und dem Jenseits, einer der Allah Nahestehenden’ und er gehört ‚wahrlich zu den Rechtschaffenden’. Im 171. Vers der Sura An-Nisa findet sich folgende Beschreibung von ihm: ‚Isa, der Sohn Mariams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Mariam entbot, und Geist von Ihm.’ Die klassischen (Qur’an-)Kommentatoren haben diesen ‚Heiligen Geist’ entweder als Göttliche Inspiration oder als den Engel Gabriel (Dschibril) interpretiert.“

Dr. Hassaballa behauptet zu Unrecht, dass Isa laut Kloran lebendige Vögel aus Ton schuf, er schuf vielmehr angeblich einen einzigen (5/110; Recl. S. 127):

„(…) und als du aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt mit meiner Erlaubnis schufest und dann hineinbliesest und es mit meiner Erlaubnis zu einem Vogel wurde…“

Über die Predigten Jesu, in denen er seine Theologie häufig in Gleichnissen darstellte,  erfahren wir rein gar kein Wort, und wir erfahren praktisch nichts über sein Leben. Das ist so, als wenn man behauptet, man wäre Stones-Fan, aber man hat noch keinen ihrer Songs gehört und auch nichts von Keiths langjähriger Heroinsucht. Das ist nichts als anmaßendes, dummes und beleidigendes Geschwätz und alles andere als „Reflexion“.

Und es ist definitiv auch eine schwere Beleidigung, wie die Mohammedanisten in ihren dürren und inhaltsleeren Aussagen über ihren Isa diesen auf die Gestalt eines Jahrmarktzauberers reduzieren und gleichermaßen die Personalidentität mit unserem Herrn Jesu behaupten. Erstaunlich und schade finde ich es, dass außer Reverend Terry Jones und meiner Wenigkeit kaum mal ein Christ gegen diese ungeheuerliche Schmähung unserer Religion protestiert.

Konkret wird Dr. Hassaballas Denken, der gnädigerweise zu Weihnachten gut bezahlte Sonderschichten im Krankenhaus schiebt, an einer einzigen Stelle:

„Das einzige Problem ist, dass diese Tage so langweilig sind. Nichts hat auf! Das wird zu einer Herausforderung, wenn man essen will. Im letzten Jahr hatte ich die Nachtschicht während Weihnachten und es gab beinahe kein Restaurant, das geöffnet hatte, um meinen Hunger zu stillen. Selbst die chinesischen Restaurants hatten zu! Gott sei dank gab es noch muslimische Lokale.“

Ist es nicht so, dass Christen massiv von den Orks bedroht werden, wenn sie den Rammeltag nicht mitmachen wollen? Hassaballa aber dankt Gott (gemeint ist sicher Alla) dafür, dass es Orkrestaurants gibt, die sich nicht an die christlichen Regeln der Mehrheit halten und sie solchermaßen schmähen. Über Meryem schreibt er:

„Maria (Mariam) ist die einzige Frau, die namentlich im Qur’an Erwähnung findet. Nach ihr ist die 19. Sure (Abschnitt) der Offenbarung gewidmet.“

Dies ist aber keine Ehrung für Meryem, da ihre Gestalt völlig konturlos und inhaltsleer bleibt, sondern dies ist nur ein Beleg dafür, für wie bedeutungslos Frauen im System des Mohammedanismus erachtet werden. Hassaballa lästert ungerührt und dümmlich-überheblich weiter:

„Wir Muslime erleuchten unsere Häuser nicht mit Adventskränzen, haben keine Weihnachtsbäume in unseren Wohnzimmern, arbeiten am ‚Heiligabend’ – womöglich in der Nachtschicht – und streifen auf der Suche nach einem offenen Restaurant durch die Straßen. Aber das heißt nicht, dass wir Jesus und Maria nicht in unseren Herzen haben, denn die Liebe zu ihnen gehört zu unseren Glaubensüberzeugungen. In vielen Moscheen werden die Verse, in denen Allah über den besonderen Rang von Jesus und seiner Mutter spricht, in den rituellen Gebeten rezitiert. Nur, weil wir kein Weihnachten feiern, bedeutet das nicht, dass uns dieser Prophet nicht am Herzen liegt.“

Jesus war kein Prophet, und er hat auch rein gar nichts mit dem Isa der Orks zu tun. Dies geht ganz offensichtlich aus den mohammedanistischen Schriften hervor, die viele Jahrhunderte nach den christlichen entstanden sind und diese ganz offenbar revidieren sollten (2). Ein großes Blabla um einen Zauberer zu machen, über den kaum eine relevante Aussage getroffen wird, bedeutet nicht, die zentrale Gestalt der größten Religion der Menschheit „im Herzen zu haben“ oder sie zu „lieben“. Auf so eine derartig dahingeschwafelte Lippenbekenntnis-Liebe kann sicher jeder Mensch und wohl erst recht Jesus verzichten. Aber so sind die Orks: Ihre Religion ist eine Scheinreligion, ihr Bekenntnis ist ein Scheinbekenntnis, ihre Spiritualität ist eine Scheinspiritualität, ihre Frömmigkeit ist eine Scheinfrömmigkeit, ihr Glauben ist ein Scheinglauben – die Kinder der Lüge verehren den Vater der Lüge, den manche auch den „Herrn der Fliegen“ (Hu-ba-al-la) nennen.

Bevor die Orks daher nicht mit ihrem beleidigenden Lügen-Geschwafel einhalten, ist ein interreligiöser Dialog vollkommen undenkbar.

Und danach auch.

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Time am 17. Dezember 2012

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1) http://www.islamische-zeitung.de/?id=16342
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/01/12/wir-sind-nicht-wie-sie-2/

Virus at Work

6. Dezember 2012

Yasin Bas

Gestern hatte ich einen Text über die Seite „TROP“ (1) gebracht (2). Deren Betreiber Glen Roberts meint:

„Islam verbreitet sich wie ein Virus. Er strömt von muslimischen Ländern aus, die zu krank sind, ihn zu unterstützen, in gesunde Systeme, die es deshalb sind, weil sie die Bevorzugung genossen, sich abseits des Islams entwickeln zu können. Erstmal in den Wirt eingedrungen nutzt der Islam das bestehende System, um Nachbildungen von sich selbst zu schaffen. Nach einer Weile macht der Wirt einseitige Zugeständnisse zur Religion, nährt und beschwichtigt sie in der vergeblichen Hoffnung, diese sich überlegen dünkende Ideologie könne gezähmt werden. Schließlich ächzt das ganze System in einen qualvollen Tod und nimmt die Verfassung der kranken Nationen an, aus denen die Muslime ursprünglich geflohen waren.“

Schauen wir doch mal, wie so ein Ork-Virus arbeitet. Schauen wir mal auf einen Text von Yasin Baş. Diesen Text habe ich von der staatlich geförderten mohammedanistischen Propagandawebseite „Migazin“ (3). Den Namen des Autoren werde ich jedoch im Folgenden nicht mit torkisch-diakritischem „Ş“ schreiben, sondern so, wie man ihn auf Deutsch ausspricht, nämlich „SCH“ also Basch. Basch ist Politologe, Historiker, Autor und freier Journalist, so das „Orkazin“.

Jeder Angehörige einer Minderheit in Deutschland, egal ob es sich dabei um die Mohammedanisten, die Zigeuner oder die Kaninchenzüchter handelt, weiß, wie man bei uns am ehesten Machtansprüche gegenüber der Mehrheit durchsetzen kann. Man beschuldigt die Mehrheit einfach einer… rrrichtig… nationalsozialistischen Gesinnung. 70 Jahre nach der Zerschlagung des deutschen Faschismus konstatiert Herr Basch in Deutschland nach wie vor eine nazistische Grundeinstellung der Mehrheit der Deutschen, die nun endlich entnazifiziert werden müssten, was hoffnungsvollerweise neuerdings grundsätzlich möglich sei. 

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HOFFNUNGSVOLLER MENTALITÄTSWANDEL

Die Entnazifizierung ist möglich

Für die einen sind sie Märtyrer. Für die anderen nur die Spitze eines Eisbergs und nur das, was von den rechtsextremistischen Umtrieben sowie der braunen Unterwanderung einiger Behörden offen zu Tage trat. Die Entnazifizierung ist aber möglich, ist Yasin Baş überzeugt.

(Dass in vormohammedanistischer Zeit Mädchen lebendig begraben worden seien, ist eine unbewiesene Behauptung aus dem Kloran. Dass jemand die NSU-Loser als Märtyer bezeichne, ist eine unbewiesene Behauptung aus dem „Lügazin“. T.)

Vor etwa einem Jahr ist die rechtsterroristische Neonaziorganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) aufgedeckt geworden. Von ihren Protagonisten Uwe Bönhard, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe ist nur noch Zschäpe am Leben. Diese drei Personen sollen zwischen 2001 und 2009 aufgrund ihrer rassistischen Ideologie zehn Menschen kaltblütig ermordet haben. Angeblich ohne jegliche professionelle Unterstützung. Und angeblich ohne das Wissen jener, die es hätten wissen müssen.

(Dass die ganze NSU-Saga außerordentlich unglaubwürdig ist, mit den im Brandhaus unversehrt gebliebenen CDs, Festplatten etc., ist für Basch nicht Gegenstand einer Verschwörungstheorie, das frisst er völlig unkritisch. Er konstruiert lieber eine Verschwörung zwischen irren Killern und den Diensten unseres demokratischen Staates. T.)

Die NSU-Mitglieder erhielten gefälschte Ausweispapiere, die man nicht einfach so nachbilden kann. Sie bekamen Geld, Waffen, Sprengstoff, technisches Material und besonders gravierend: nützliche Tipps und als geheim eingestufte Informationen. Von wem diese gefährliche Terrororganisation ihre logistische, finanzielle und nachrichtendienstliche Hilfe erhielt, wird zur Zeit von mehreren Landtags- und Bundestagsuntersuchungsausschüssen erforscht. Dass die „hilfreiche“ Terrorunterstützung aber nicht von Dilettanten stammen, ist gewiss. Ein wenig scheinheilig verstecken sich Tausende von Rassisten, Demoktratie- (Es heißt Demokratie, T.) und Islamfeinde, Ethnonationalisten und Neonazis hinter diesen drei „armen“ Persönlichkeiten, von denen zwei, kurz vor ihrer Festnahme, den „Freitod“ gewählt und sich selbst getötet haben sollen.

(Die drei Killer sind nicht das eigentliche Problem, sondern sie sind gewissermaßen Strohmänner oder Prügelknaben für „Rassisten, Demoktratie- und Islamfeinde, Ethnonationalisten und Neonazis.“ Ist es nicht interessant, wie Basch hier Demokratie- und Islamfeinde gleichsetzt, und wie er die Islamfeinde in eine Reihe mit Rassisten und Neonazies stellt? Warum stellt er Freitod in Anführungszeichen? Will er ausdrücken, dass es Morde waren, begangen wohl von den Islamkritikern? T.)

Entnazifizierung fehlgeschlagen?

(Seine Antwort wissen wir bereits: Ja. Deutschland ist immer noch eine Nazidiktatur. T.)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in Besatzungszonen aufgeteilt. Zum Aufbau eines neuen Systems, mussten die Reste des Alten beseitigt werden. Dafür wurden die Menschen im Land in folgende fünf Kategorien eingeordnet: 1. Hauptschuldige, 2. Belastete, 3. Minderbelastete, 4. Mitläufer und 5. Entlastete, von denen die letzten beiden Gruppen die besten Chancen auf eine Anstellung im öffentlichen Dienst hatten.

Im Westen haben die Alliierten das Experiment gewagt, ein Sicherheitssystem aufzubauen, welches einem neuen demokratischen Staat dienlich sein sollte. Im Osten änderte sich durch die Sowjets, die das braune Schreckenssystem lediglich durch eine rote, totalitäre Herrschaft ablösten, nicht wirklich viel. Die neue Sicherheitsbehörde Stasi war im Einparteienstaat allgegenwärtig und spitzelte bis in die Schlafzimmer hinein.

Innerhalb von zwei Jahren wurden eine halbe Millionen Stellen im öffentlichen Dienst durch Kommunisten besetzt. Das System der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) der NS-Herrschaft wurde neu lackiert und mit dem Know-how aus Moskau ausgestattet, quasi weiterpraktiziert. Im Westen dagegen sollte ein Balancesystem etabliert werden, in der die zentralistische Herrschaft durch föderalistische Strukturen entkräftet werden sollten. Um die neuen Behörden aufzubauen benötigten die westlichen Alliierten (England, Frankreich und USA) staatstreue Mitarbeiter.

Da im totalitären NS-Staat ein Großteil der Menschen aber in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) eintreten mussten und auch zu überzeugten Nazis geworden waren, gestaltete sich die Suche nach geeigneten Personen, besonders für den Aufbau von Sicherheitsbehörden, etwas kompliziert. Experten, die sich im Bereich Militär, Nachrichtendienst, Polizei und der Sicherheitsthematik auskannten, waren in der Regel Gehilfen von Hitler und seiner extrem biologistisch-rassistischen Eliteeinheit Schutzstaffel (SS) sowie weiterer Dienste. Bekanntestes Beispiel für die Besetzung mancher Staats- und Sicherheitsdienste mit alten Kadern ist ein Herr mit dem Namen Reinhard Gehlen. General Gehlen war Leiter der Abteilung Fremde Heere Ost (FHO) des deutschen Generalstabs und erster Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND). Auch der Ex-SS-Hauptsturmführer Klaus Barbie war Jahrelang Informant des BND. Handelte es sich hierbei lediglich um Einzelfälle oder kann man, wie es einige Beobachter tun, von einem reaktivierten System sprechen?

Viele Eliten und Behördenmitarbeiter, vor allem im Auswärtigen Amt (AA), den Sicherheitsdiensten, Ministerien, Gerichten, Universitäten und Verwaltungen waren „neue alte Nazis“. Kurz: In Wirtschaft, Politik, Staat, Presse, Polizei, Verwaltung, Wissenschaft, Armee und Justiz konnten sich nicht nur alte Demokraten der Weimarer Republik, sondern auch viele Nazis einnisten. Diese konnten sich – oft unter falschem Namen – frei bewegen, nicht nur aufgrund guter Beziehungen und weil sie gewiss über das nötige Wissen und die Erfahrung für ihre Arbeit verfügten, sondern auch wegen ihren antimarxistischen Einstellungen. Bei der Personalauswahl wurde in der Regel also ein Auge, in den meisten Fällen das Rechte, zugedrückt. Somit standen Exekutive, Legislative, Judikative sowie die Medien als „vierte Gewalt“ von Beginn der Bundesrepublik auf wackeligen Füßen.

(Und sie stehen immer noch auf wackeligen Füßen, soll man aus Baschs Ausführungen schließen. T.)

Den Westmächten kam es am Vorabend des Kalten Krieges durchaus gelegen, Menschen in bestimmte Schaltstellen zu installieren, die überzeugte Antikommunisten waren. Eine nicht geringe Anzahl von gesuchten Nazis – vor allem ehemalige Angehörige der SS, SD, Gestapo und Wehrmachtsoffiziere bekam oftmals die Möglichkeit, durch eine neue Identität, der jungen Bundesrepublik zu dienen. Laut Schätzungen der CIA waren noch bis in die 1970er Jahre ein Drittel der Mitarbeiter des BND ehemalige Mitglieder elitärer Naziorganisationen. Die Journalistin Katja Tichomirowa berichtet, dass die Leitungsebene des Bundeskriminalamts (BKA) 1959 noch zu 56 Prozent aus ehemaligen SS-Mitgliedern und zu 75 Prozent aus früheren Mitgliedern der NSDAP zusammengesetzt war. Dies alles konnte trotz der viel beachteten Entnazifizierung der Befreiungsmächte geschehen. Also obwohl jede Anwärterin und jeder Anwärter auf einen Staatsdienst beweisen musste, dass sie und er keine nationalsozialistische Vergangenheit gehabt hatte und der freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht feindlich gesinnt war. In diesem Kontext riefen vor allem in den letzten Jahren diverse Großunternehmen aber auch Behörden wie das Auswärtige Amt oder das BKA Forschungsgruppen, insbesondere zur Untersuchung ihrer eigenen Vergangenheit, ins Leben.

Es ist teilweise verständlich, dass der neu strukturierte Staatsapparat alte Kader rehabilitierte und wieder eingesetzt hat. Dies gehörte auch mit zur Entnazifizierungspolitik. Ein Staat, der aus den Trümmern aufgebaut wird, muss zweifellos auf sein altes Personal zurückgreifen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil diese Menschen in der freiheitlichen Demokratie eine neue Chance sowie Perspektive verdienen. Problematisch wird es nur, wenn alte, braune Gedanken und Gewohnheiten wiederkehren. Dies muss durch eine nachhaltige Demokratieerziehung und Demokratieförderung bewerkstelligt werden. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang außerdem die sogenannte 68er-Bewegung, die sich ausdrücklich gegen die alten Nazikader in Verwaltung, Politik und Justiz auflehnte. Obwohl diese eher linksorientierten Gruppierungen viel zur Demokratisierung geleistet haben, werden sie noch heute von bestimmten konservativ-reaktionären und rechtsextremistischen Gemeinschaften attackiert.

(Hier bricht er eine Lanze für die 68er in Wirklichkeit nicht, weil sie demokratische Werte befördert haben, sondern weil sie heute die wichtigste Hilfstruppe der Mohammedanisten sind. T.)

Nachholende, begleitende und präventive Entnazifizierung

Die Entnazifizierung scheint in Deutschland in der Vergangenheit nicht ausreichend durchgeführt worden zu sein. Das belegen diverse Studien. Die Auswirkungen dieser Misere bekommen wir heute alle in den Medien oder dem NSU-Untersuchungsausschuss mit.

(Weil drei Irre angeblich ein paar Mitbürger ermordet haben, und zwar, so die Verschwörungstheorie von Herrn Basch, mit Hilfe deutscher Sicherheits- und Nachrichtendienste, soll dies die nicht ausreichende Entnazifizierung der Deutschen in der Vergangenheit belegen? Soll dies also Grund für eine erneute republikweite Entnazifizierungskampagne sein? T.)

Eine nachholende Entnazifizierung ist daher nötiger denn je, damit zukünftig weder ein Bedarf an einer begleitenden noch einer präventiven Entnazifizierung besteht. Selbst wenn die Glorifizierung des Faschismus und der Nazizeit nicht auslöschbar ist, kann sie gleichwohl reduziert oder zumindest effektiv verhindert werden.

(Oh ja, das meint Basch völlig ernst. Zwar wird ein großer Teil der Deutschen auf ewig den Faschismus „glorifizieren“, diese „Glorifizierung“ kann jedoch durch eine „nachholende Entnazifizierung“ „reduziert“ werden. Wenn es sie denn gäbe. T.)

Wurde Mundlos angeworben?

(Na klar, will Basch insinuieren. T.)

Man möchte fragen, ob solche Tendenzen auch Heute (wird klein geschrieben, T.) noch im öffentlichen Dienst und vor allem in den Sicherheitsbehörden vorherrschen. Eine klare Antwort gibt es dazu nicht. Es existieren jedoch Hinweise, dass es in manchen unserer Behörden, die eigentlich eines der Fundamente unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sind (mehrere Behörden können nicht „eines“ der Fundamente sein, T.)  und diese mit allen Mitteln schützen müssten, ernst zu nehmende „Abweichungen“ gibt. Beispielsweise schreibt Mariam Lau von der Wochenzeitung „Die Zeit“, dass die Bundeswehr trotz Hinweisen des Militärischen Abschrim(Abschirm,T.)dienstes (MAD), dem Geheimdienst (des Geheimdienstes, T.) der Bundeswehr, bis Ende der neunziger Jahre rechtsextremistische Umtriebe in ihren Reihen nicht beachtet habe. Der MAD ist beispielsweise dafür zuständig, Soldaten auf radikale Haltungen zu durchleuchten oder Sabotageakte zu verhindern. „Im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages erhärtete sich der Verdacht, dass die Bundeswehr eine Art Ausbildungsstätte für bekennende Rechtsextreme war. Das Militär warb die Extremisten dann auch oft noch als V-Leute für den Verfassungsschutz an, statt sie aus dem Dienst auszuschließen“, schreibt die Journalistin. Auch Uwe Mundlos, der NSU-Terrorist, soll vom deutschen Militärgeheimdienst Mitte der neunziger Jahre umworben worden sein.

(Die Räuberpistolenerzählerin als ernstzunehmende Quelle: „soll“, „Verdacht erhärtete sich“ usw. In Wirklichkeit weiß da niemand irgendwas und alles ist bloß ideologiegesteuert. Das Ergebnis steht schon fest. Nur, dass Nazis böse sind, bestreitet doch eigentlich niemand. Was Basch interessiert, ist auch vielmehr, JEDEN Deutschen in den Verdacht zu setzen, ein Nazi zu sein oder eine Terrorgruppe unterstützt zu haben. In unsere Versuche, uns zu verteidigen, wird er sodann seine Forderungen platzieren, denen wir ergeben und glücklich, doch keine Nazis zu sein, falls wir sie erfüllen, stattgeben werden, so sein Plan. T.)

In einer Befragung des MAD-Präsidenten habe dieser stets die Praktiken seiner Behörde dementiert. Doch wurde aus Aktenvermerken, die der Tageszeitung „Die Welt“ vorliegen und bereits vor Wochen auf dem investigativjournalistischen Blog der Zeitung veröffentlicht wurden, bekannt, dass der MAD Mundlos doch anwerben wollte (Die Zeitung wählte den Begriff „Anwerbungsversuch“). Der Neonazi verweigerte sich demnach einer Kooperation mit dem Nachrichtendienst. In einer Anmerkung aus einem Protokoll einer MAD-Befragung aus Mundlos’ Bundeswehrakte kann man dies detailliert nachverfolgen:

„Zu diesem Zeitpunkt wurde MUNDLOS, Uwe gefragt, ob er sich vorstellen könne, ihm bekanntgewordene Termine für Anschläge auf Asylantenheime der Polizei oder den Verfassungsschutzbehörden zu melden. Diese Frage wurde durch MUNDLOS, Uwe verneint. Er selbst würde zwar an solchen Aktionen nicht teilnehmen, könne sich jedoch nicht vorstellen, mit den zuständigen Behörden zu kooperieren.“ (Zitiert aus: Manuel Bewarder, Uwe Müller: Geheime Mundlos-Akte. Nur für den Dienstgebrauch, in: Welt-Online, 12.09.2012)

(Die notwendige Maßnahme unseres VS, Agenten und V-Mann anzuwerden, deutet Basch in eine konzertierte oder vom VS gar gesteuerte Aktion um, und er macht solchermaßen gar den VS zum wahren Täter der Morde. T.)

Einzelfälle häufen sich

(Verfassungsschutzgesteuerte Nazimorde werden zum Alltag in Deutschland, so Basch. T.)

Der Grünen-Abgeordnete Wolfgang Wieland habe dem damaligen MAD-Abteilungsleiter für den Bereich Extremismusbekämpfung im Bundestagsuntersuchungsausschuss die Frage gestellt, ob die Bundeswehr „eine Ausbildungsstätte für Rechtsextremisten gewesen“ sei. Ferner berichtet Lau in ihrem Artikel über einen nicht minder gravierenden Fall in der Truppe: „Auch die SPD-Abgeordnete Eva Högl folgte dieser Spur. Sie konfrontierte Huth mit der Befragung eines Soldaten, der gesagt hatte, Adolf Hitler sei ein großartiger Mann gewesen. Es seien keineswegs sechs Millionen Juden ermordet worden, sondern höchstens zwei. Auch dieser Mann – klagte Högl – wurde nicht etwa vom Dienst suspendiert.“ Man habe in dem Rekruten den „freundlichen, jungen Mann“ gesehen und ihn daraufhin auch noch dem Verfassungsschutz für eine Mitarbeit empfohlen. Nur ein Einzelfall? Nur ein Versehen?

(Das muss man sich mal vorstellen: Hochdotierte Volksvertreter „folgen Spuren“ von irgendwelchen Honks, die mit strunzdummen Aussagen über Adolf provozieren wollen. Sie gründen Ausschüsse und verlangen Berufsverbote. Sie gründen Theorien darauf, die unser ganzes Volk diskreditieren. Sie werden nicht ausgelacht, sie werden dafür belohnt und bezahlt und man hört ihnen aufmerksam zu. Und niemandem ist das peinlich, außer ein paar marginalen Bloggern. T.)

Darüber hinaus berichtet Andreas Speit von der „Tageszeitung“ (TAZ) über ein „Naziproblem“ beim Reservistenverband der Bundeswehr: Ein 42-jähriger Rechtsextremist aus Wolfenbüttel, der beim Braunschweiger Reservisten Kreisverband aktiv sei, habe auf „Facebook“ für die Unterstützung des ehemaligen NPD-Mitglieds und mutmaßlichen Unterstützers der NSU-Terrorzelle, Ralf Wohlleben, geworben. Ist das auch nur eines dieser berühmten Einzelfälle, wie die des Kasseler CDU-Funktionärs, der auf „Facebook“ für Nazis geworben hatte oder des 42-jährigen Rosenheimer Polizeihauptmeisters, der in dem rechtsextremistisch-völkischen Verein „Die Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“ aktiv war?

Er musste von der Eliteeinheit GSG 9 verhaftet werden, weil er im Besitz einer großkalibrigen Waffe war. Nicht nur die etwa 110 von den Behörden mit Haftbefehl gesuchten Rechtsextremisten sind im Besitz von Sprengstoff und Waffen oder haben wenigstens Zugang zu diesen.

(Jetzt zeigt Basch auf, was für eine brandgefährliche Masse sich da unten im braunen Sumpf zusammenrottet. Bis an die Zähne bewaffnet und zu allem entschlossen. T.)

Was ist mit den Tausenden von Rechtsradikalen oder Menschen mit rechtem Gedankengut in einzelnen Schützenvereinen und freiwilligen Feuerwehren, in bestimmten Heimatschutzvereinen und Wehrsportgruppen, manchen Bundeswehr- und Polizeieinheiten oder einigen anderen Sicherheitsdiensten, die Zugang oder im Besitz von Waffen und Sprengmaterial sind? Nachvollziehbar also, dass in diesem Bezug, Sebastian Edathy (SPD), der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsauschusses, von „tickenden Zeitbomben“ spricht.

(Das deutsche Volk, „eine tickende Zeitbombe“ bis hinein in Schützenvereine und freiwilligen Feuerwehren. T.)

Überdies wurden neue Vorwürfe gegen die deutschen Verfassungsschutzbehörden öffentlich. Sie sollen nach einer – zunächst unter Verschluss gehaltenen BKA-Expertise – in den neunziger Jahren rechtsextremistische V-Leute methodisch geschützt haben, sogar dann, wenn diese Strafen begangen. So schrieben vor einigen Tagen mehrere Zeitungen und Nachrichtenportale, dass V-Leute vor Durchsuchungsaktionen gewarnt und wichtige Informationen erst sehr spät an die Behörden überliefert wurden. Dadurch konnten rechtsextremistische Straftaten nicht mehr verhindert werden.

Der Rücktritt der Berliner Verfassungsschutzpräsidentin Claudia Schmid wird wohl nicht der letzte Abschied einer verantwortlichen Person in den Reihen der Sicherheitsbehörden sein. Der NSU-Skandal weitet sich folglich immer weiter aus. Die Politiker, allen voran die Innen- und Justizminister/innen scheinen bisher – noch – gut davon gekommen zu sein. Aber wird dies auch weiter so bleiben können? Nicht nur in Hessen und Bayern scheint noch vieles im Unklaren zu sein. Die unermüdliche Aufklärungsarbeit des NSU-Untersuchungsausschusses wird daher noch viel Zeit in Anspruch nehmen.

(Der braune Sumpf ist unendlich tief. Schon viele sind in ihm versunken. Aber der heldenhafte NSU-Untersuchungsausschuss, für die Orks so eine Art V2, ist ja unermüdlich bei der Arbeit. T.)

Parallelen mit „Gladio“?

(Immer diese rethorischen Fragen. Natürlich gibt es da Parallelen, meint Basch. Aber allmählich fragt man sich doch, mit was die angeblichen NSU-Morde denn nun nichts zu tun haben. Für Basch scheinen sie das zentrale Ereignis der letzten hundert Jahre zu sein. T.)

Die Vernichtung von Akten, unerklärliche Ungereimtheiten, die wöchentlich vor dem NSU-Untersuchungsausschuss zu Tage treten oder die Mitgliedschaft von einzelnen Beamten beim rassistischen Geheimbund „Ku-Klux-Klan“ und weitere Mitgliedschaften von vereinzelten Sicherheitsleuten in rechtsextremistischen Organisationen verleiten Kenner und Experten dazu, Parallelen mit den Aktionen der NATO-Geheimarmee “Gladio” zu ziehen. Es wird zwar in der Öffentlichkeit immer noch geheim gehalten, ist aber wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich im Kalten Krieg rechtsextremistische und antikommunistische Netzwerke innerhalb oder zumindest mit dem Wissen einiger Sicherheitsbehörden aufsehenerregende “Aktionen” durchführten.

Am Bahnhof im italienischen Bologna mit 85 Toten 1980 war die Gladio genauso beteiligt wie auf dem Münchner Oktoberfest 1980, wo 13 Menschen starben und über 200 schwer verletzt wurden. In Griechenland, Belgien, Türkei, Schweiz und Österreich gab es ähnliche Gladiostrukturen. Diese Aktionen wurden damals reihenweise “linken” oder kommunistischen Gruppierungen zugeordnet. Der Urheber hat sich bewusst verschleiert.

(Das ist nicht korrekt: Bologna wurde nie kommunistischen Gruppen sondern ausschließlich Neofaschisten zugeordnet (4). Bezeichnend ist Baschs Sympathie für linke Gruppen, die deutlich wird. Heutzutage sind die Linken die besten Dimmies der Orks. T.)

Und bei den NSU-Morden? Welche Menschen wurden nach den Taten der NSU anfangs verdächtigt? Meist wurde von “rivalisierenden türkischen Gruppen” geredet. Desinformation stand also bei beiden Fällen im Vordergrund. Sowohl damals als auch heute wurden diese verbrecherischen Taten aber nachweislich von rechtsextremistischen Zellen ausgeführt. Es wurde nachgewiesen, dass die Täter damals in Verbindung mit den verschiedenen antikommunistischen, westlichen Nachrichtendiensten und der NATO-Geheimarmee Gladio standen. Daniel Ganser hat dies in seiner Doktorarbeit an verschiedenen europäischen Ländern exemplarisch aufgezeigt. Beachtlich, dass dieser Wissenschaftler noch am Leben ist.

(Was für ein bösartiger, mieser letzter Satz. Für Basch scheint unsere Demokratie ein Staat zu sein, in dem es normal ist, kritische Wissenschaftler zu ermorden. Solchermaßen unterstellt er uns seine mohammedanistischen Maßstäbe. T.)

Besorgniserregende Studien

Es ist erschreckend, dass in dem Antisemitismusbericht der Bundesregierung bekannt wird, dass 20 Prozent der deutschen Bevölkerung antisemitische Einstellungen aufweisen. Noch erschreckender sind die Ergebnisse der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) „Die Mitte im Umbruch. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012“. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten stimmten explizit „islamfeindlichen Aussagen“ zu. Fast 61 Prozent, also mehr als die Hälfte der Befragten bejahten „islamkritische Aussagen“. Islamkritik ist zwar nicht mit Rassismus und Islamfeindlichkeit gleichzusetzen. In der FES-Studie wird aber deutlich, dass 70 Prozent aller Befragten mit islamkritischer Sichtweise zusätzlich auch Ressentiments gegenüber dem Islam pflegen. Die Grenzen zwischen Islamkritik, Islamfeindlichkeit und Rassismus sind folglich fließend.

(Vom Antisemitismus, hinter dem sich die Orks wie hinter ihren Frauen und Kindern verstecken, kommt Basch recht schnell auf die Islamkritik. Er eiert so ein bisschen herum, aber letztlich wird deutlich, dass er im Grunde mit mindestens 70% der Deutschen, die nämlich islamkritisch sind, ein ernsthaftes Problem hat. T.)

Hier wird deutlich, dass Rechtsextremismus und Islamfeindlichkeit nicht ein Problem von Menschen in bestimmten geographischen Landesteilen (z.B. im Osten) oder von politisch-ideologisch festgelegten Personen ist, sondern dass diese menschenverachtenden Denkstrukturen in die Mitte der deutschen Bevölkerung eindringen. Wir haben es schließlich mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun, das in allen Schichten vorherrscht und weder politische, noch geographische, noch bildungsabhängige Grenzen kennt.

(Das Mitglied einer Gruppe von ca. sechs Prozent diagnostiziert der Mehrheit von 70% quer durch alle Schichten, ein geistiges Problem, quasi eine Geisteskrankheit zu haben. Was für ein blasierter, überheblicher Schwätzer. Ein typisches Ork eben. T.)

Hoffnungsvoller Mentalitätswandel

(Aber es gibt Rettung, ein Wandel ist möglich. Wie? T.)

Daneben gibt es aber auch, besonders in den letzten Jahren, einige positive Entwicklungen in einigen Behörden. Sie haben zwar etwas verspätet, aber dennoch erkannt und endlich auch verinnerlicht, dass Verschiedenheit in ihren Amtsstuben der Gesellschaft und Demokratie mehr nützt als schadet.

(Alles klar? T.)

So versucht beispielsweise die Polizei in verschiedenen Bundesländern eine Diversitätsoffensive bzw. eine interkulturelle Öffnung zu verwirklichen. In einer Pressemitteilung der nordrheinwestfälischen Polizei heißt es über das Personal mit Einwanderungsgeschichte exemplarisch: „Diese Kolleginnen und Kollegen sind eine Bereicherung für die Polizei NRW. Die Kenntnisse, Kompetenzen und Fähigkeiten dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen mit, die Einsatzbewältigung zu optimieren. […] Ziel dieser Veranstaltung ist die Steigerung der interkulturellen Kompetenz in der Polizei NRW in einer immer interkultureller werdenden Gesellschaft.“

Migrantenquote als Chance

(Jetzt alles klar? Er kommt auf den Punkt. T.)

Ergänzt werden könnten diese hoffnungsvollen Schritte in den Behörden durch eine Migrantenquote. Was für Frauen angedacht wird und nun auch durch die Europäische Union verpflichtend werden soll, könnte auch für Einwanderer und deren Nachfahren gelten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Einstellungspraxis von Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus der ehemaligen Sowjetunion im öffentlichen Dienst. Es bedarf daher mehr Anstrengung durch die Verantwortlichen, Menschen im öffentlichen Dienst zu beschäftigen, die keine deutschen Vorfahren oder „deutsches Blut“ haben. Auch wenn die Kritiker solch einer Quotenregelung meinen, dieses System könne eine stigmatisierende Funktion haben und Menschen auf ihre Herkunft reduzieren, sie ist – zumindest vorübergehend – eine bessere Lösung als überhaupt keine.

(Na, alles klar? Die Orks wollen Macht! Sie wollen angestammte Plätze in unseren legislativen, judikativen und exekutiven Institutionen. Sie wollen Macht, ohne friedlich darum zu konkurrieren. Sie wollen sich nicht zur Wahl stellen. Sie wollen sich nicht qualitativ messen lassen. Sie wollen das grundsätzliche Recht auf die Macht haben, weil sie eben Orks sind. Weil sie ihnen eben deshalb zusteht. Weil sie sich eben deshalb keiner Wahl stellen brauchen.)

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Und jetzt sind wir am Ende von Virus Baschs Operation angelangt, und Sie sehen, was von unserem Staat und unserer Gesellschaft übrigbleiben würde, wenn wir ihm und seinesgleichen freie Bahn lassen würden.

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Time am 6. Dezember 2012

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1) http://www.thereligionofpeace.com/
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/12/05/trop/
3) http://www.migazin.de/2012/12/03/55023/
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_von_Bologna_1980

Es gibt keinen Kompromiss

17. August 2011

Eine Gehirnwaschmethode ist es, das Opfer dazu zu bringen, zwei widersprüchliche Aussagen als gleichermaßen richtig anzuerkennen, nur weil der Wäscher dieses behauptet. Kein Problem mit widersprüchlichen Aussagen haben Schizophrene, und noch weniger Probleme damit haben Menschen, denen der Wahrheitsgehalt von Aussagen von vornherein völlig egal ist, weil sie die Dinge ausschließlich nach dem „politischen Nutzen betrachten“. Leo z.B. hat heute geschrieben (1):

„Islam ist für ihn (Time, T.) eine Seuche. Eine Seuche kann man nur auslöschen wollen. Und auslöschen heißt dann eigentlich auch: Man muss den Träger der Seuche auslöschen, oder jedenfalls aus unserer Welt entfernen.“

Eine Therapie, bei der der Kranke getötet wird? Das hat es noch nie in der Geschichte der Menschheit gegeben, so einen Irrsinn gibt es nur in Leos Kopf. Er schreibt wenige Zeilen weiter:

„Es ist eine Art geistiger Tollwut, was man bei den Antisemiten, bei fanatischen Nationalisten, bei den Xenophoben und Islamophoben bemerkt. Da es keinen ‚Impfstoff’ gibt, um diese Tollwut zu heilen, müssen wir mit den Tollwütigen leben und in Kauf nehmen, dass sie – wie Breivik – auch real zubeißen könnten.“

Breivik, der 76 Menschen abgeschlachtet hat, hat „zugebissen“? Was für eine verniedlichende, abgebrühte Sprache! Uuups, ich vergaß, es geht ja allein um den „Nutzen“.

Leo wirft mir vor, dass ich den Mohammedanismus, wie der von mir sehr verehrte Dr. Ali Sina (2), als Krankheit bezeichne, nur um mich wenig später selbst als „tollwütig“ zu bezeichnen?

Nun, als Kläffer hat er mich ebenfalls bereits gekennzeichnet, und tollwütige Hunde werden bekanntlich erschossen. Leos scheinheiliges „Wir-müssen-in-Kauf-nehmen“ hat er sich lediglich als Versicherung dazuformuliert, für den Fall der Einladung des Verfassungsschutzes zu einer „ernsthaften Befragung“, die wohl nicht mehr lange auf  sich warten lassen wird.

Für die Krankheit Mohammedanismus aber gibt es ein Medikament und also auch Heilung. Hier muss „das Feuer mit Feuer“ bekämpft werden, und das heißt, dass die Wahrheit über Kloran, Hadithe, Sira, Scharia, Fatwas und vor allem über den verkommenen Sklavenjäger, Massenmörder und Vergewaltiger Klo H. Metzel gesagt wird.

Leo fabuliert munter weiter, und er zeigt einmal mehr seinen tief sitzenden Judenhass, der in neuen Ungeheuerlichkeiten gipfelt:

„Unter Kriegsbedingungen eskaliert so etwas (wie die Texte in diesem Blog, T.) zum Völkermord. Der vorher wohl nicht eingeplant war. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Nazis die Juden von vorne herein physisch auslöschen wollten, das kam erst mit dem Krieg, und ich habe auch nicht den Eindruck, dass sie Jungtürken die Armenier auslöschen wollten, das kam auch erst mit dem Krieg und der Eskalation der Kriegsereignisse 1915. “

Leo behauptet also 1.: Hitler war eigentlich gar nicht so schlimm, er ist nur durch den Krieg dazu gebracht, d.h. gezwungen worden, die Juden zu vernichten. 2. Der Massenmord an den christlichen Armeniern durch die mohammedanistischen Torks (3) ist ebenfalls durch äußere Zwänge bzw. Notwendigkeiten entstanden. Was für ein schamloser Demagoge!

Nun meint Leo, dass ich den ultimativen Massenmord plane. Dieser werde dann Gestalt annehmen, wenn wir uns wieder im Kriegszustand befänden. Was für ein hanebüchener Unsinn ist denn das? Wo soll der denn herkommen, dieser Krieg? Von den deutschen Spenden für Somalia? Immerhin, so Leo, ist bis dahin offenbar erstmal Entwarnung. Jedoch:

„Diese Eskalationsgefahr (beim Counterjihad, T.) muss man mitbedenken. Aber die Grundidee, die mentale Voraussetzung für die Möglichkeit einer solchen Eskalation zum Völkermord, die ist schon mit Mein Kampf gelegt, bzw. bei den Jungtürken mit der Idee des rein türkischen Anatoliens.“

Aha, „mein Kampf“ hatte doch ein bisschen was damit zu tun. Bravo, Leo! Aber wie steht es mit dem Kloran, den Hadithen (die übrigens die Vernichtung der Torks fordern, 4), der Sira usw., also zutiefst blutrünstiger Manifeste? Die haben seltsamerweise laut Leo keine Auswirkungen. Zwar werden täglich überall auf der Welt Massenmorde in ihrem Namen verübt, und nicht im Namen der „Madrasa of Time“, aber das ist egal, denn Leo hat immer Recht. Warum? Darum!

Blicken wir zurück in der Geschichte: Die Vernichtung des Kommunismus hat 70 Jahre gedauert, hat Europa aber eher wenig Opfer gekostet. Die Vernichtung des Nationalsozialismus dauerte nur sechs Jahre, aber in jedem starben im Durchschnitt zehn Millionen. Egal wie hoch der Preis sein würde, an der völligen Vernichtung der Totalitarismen bestand für den Westen kein Zweifel. Präsident Reagan ließ den Bolschewisten die Möglichkeit, mit einem „Winseln oder einem Knall“ zu gehen. Auch gegenüber den Nationalsozialisten war die Haltung der Demokratien kompromisslos. Die liegt vor allem im Wesen von Tyranneien und totalitären Systemen begründet, die, wie der Name sagt, in ihrem Wesen total, d.h. kompromisslos sind. Dieser absoluten Kompromisslosigkeit kann man nur mit einer ebenso entschlossenen Kompromisslosigkeit begegnen. Es ging damals also um die „endgültige Vernichtung der Nazi-Tyrannei“, wie es Präsident Roosevelt und Premierminister Churchill am 14. August 1941 in der „Atlantik-Charta“ festlegten. Lesen Sie einen Aufsatz von Rainer Blasius aus der FAZ vom 15. August.

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Vollständiger Sieg über die Feinde

Churchill und Roosevelt auf dem Höhepunkt
der allgemeinen Kriegszieldiskussion

Seit dem deutschen Angriff am 22. Juni 1941 kämpfte die Sowjetunion um ihr Überleben. Den drei vorrückenden Heeresgruppen waren vier Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes gefolgt. Sie sollten Juden, kommunistische Funktionäre, “Zigeuner” und andere “unerwünschte Elemente” systematisch töten. Noch hielten sich die Vereinigten Staaten offiziell aus dem Krieg in Europa heraus.

Gut drei Wochen später, am 12. Juli, schlossen Großbritannien und die Sowjetunion eine Vereinbarung über “Gemeinsames Handeln im Krieg gegen Deutschland”. Diese sah wechselseitige Hilfeleistung vor und schloss zugleich jeden Separatfrieden oder Waffenstillstand aus. Dem britischen Premierminister Churchill ging es anschließend darum, die Vereinigten Staaten fester in die ideologische Frontstellung gegen Hitler einzubinden. In dieser Situation kam Churchill eine Mitteilung des amerikanischen Präsidenten Roosevelt gelegen, der zwei Tage nach der britisch-sowjetischen Vereinbarung dem Premierminister eine “alles umfassende Erklärung” nahelegte, “in der klargemacht wird, dass keine Verpflichtungen für den Nachkriegsfrieden betreffend Territorien, Bevölkerung und Wirtschaftsfragen eingegangen wurden”. Roosevelt wollte Geheimabsprachen über Kriegsziele unterbinden. Am 30. Juli bot sein Sonderbeauftragter Harry Hopkins dem Sowjetdiktator Stalin materielle Hilfe an, die schon am 2. August einsetzte.

Vom 9. August bis 12. August trafen sich Roosevelt und Churchill auf dem amerikanischen Kreuzer “Augusta” und dem britischen Schlachtschiff “Prince of Wales” in der Placentia Bay vor der ehemaligen neufundländischen Silberbergbausiedlung Argentia. Roosevelt war zum sofortigen Kriegseintritt nicht bereit, wohl aber zum “unerklärten Krieg” (wie es Ian Kershaw einmal formulierte). Beide Staatsmänner vereinbarten, dass die amerikanische Flotte die Sicherung der Dänemark-Straße und den Schutz britischer Geleitzüge im Nordatlantik übernehmen solle. Außerdem einigten sie sich auf eine Erklärung über Kriegsziele, die am 14. August 1941 öffentlich verkündet wurde: die Atlantik-Charta. Demnach erachteten es der Präsident und der Premierminister “für richtig, gewisse gemeinsame Prinzipien in der nationalen Politik der jeweiligen Länder bekanntzugeben, auf die sie ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft für die Welt gründen”.

Nach Punkt 1 suchen beide Staaten “keine territoriale oder sonstige Vergrößerung”. Nach Punkt 2 lehnen sie “territoriale Veränderungen” ab, “die nicht mit den frei geäußerten Wünschen der betroffenen Völker übereinstimmen”. Nach Punkt 3 achten sie “das Recht aller Völker, sich diejenige Regierungsform zu wählen, unter der sie leben wollen”. Souveränitätsrechte und Selbstverwaltung sollte den Völkern “zurückgegeben werden, denen sie gewaltsam entrissen worden sind”. Nach Punkt 4 bemühen sich Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit Rücksicht auf bestehende Verpflichtungen darum, “die Möglichkeit des freien Zugangs aller Staaten, großer und kleiner, von Siegern und Besiegten, zu gleichen Bedingungen zum Welthandel und zu den Rohstoffen der Welt” zu fördern. Laut Punkt 5 erstreben sie “die engste Zusammenarbeit aller Nationen auf wirtschaftlichem Gebiete” mit dem Ziel, “für alle verbesserte Arbeitsbedingungen, wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Sicherheit zu gewährleisten”. In Punkt 6 hoffen sie, “dass nach der endgültigen Vernichtung der Nazi-Tyrannei” ein Frieden geschaffen werde, “der allen Nationen die Möglichkeit geben wird, in Sicherheit innerhalb ihrer eigenen Grenzen zu leben”, und “der Gewähr dafür geben wird, dass alle Menschen in allen Ländern ihr ganzes Leben frei von Furcht und Not verbringen können”. Nach Punkt 7 soll der künftige Friede “alle Menschen in die Lage versetzen, ungehindert die Meere und Ozeane zu befahren”. Laut Punkt 8 meinen Großbritannien und die Vereinigten Staaten, dass alle Völker der Erde die Anwendung von Gewalt aufgeben müssen: “Da kein zukünftiger Friede bewahrt bleiben kann, wenn Bewaffnung für den Land-, See- und Luftkrieg weiterhin Nationen zur Verfügung steht, welche mit Angriffen jenseits ihrer Grenzen drohen oder drohen können, glauben sie, dass die Entwaffnung solcher Nationen von wesentlicher Bedeutung ist, bis ein umfassenderes und dauerndes System der allgemeinen Sicherheit aufgebaut sein wird.” Sie werden auch alle Maßnahmen, “welche den friedliebenden Völkern die erdrückende Last der Rüstungen erleichtern”, unterstützen.

Für Churchill war Punkt 6 der wichtigste, was er vor dem Unterhaus am 9. September hervorhob: “Endgültige Vernichtung der Nazi-Tyrannei“. Aus Roosevelts Sicht enthielt die Charta einerseits den vom State Department geforderten Verzicht auf territoriale Veränderungen. Andererseits umriss sie eine Friedensordnung, die sich an den von Roosevelt am 6. Januar 1941 verkündeten “Vier Freiheiten” der Meinungsäußerung, der Religion, von Not und von Furcht orientierte und Vorstellungen von der Freiheit der Meere und des Welthandels einbrachte.

Joseph Goebbels, Hitlers “Minister für Volksaufklärung”, notierte am 15. August in seinem Tagebuch: “Der Inhalt dieser acht Punkte ist ältestes Inventarium der demokratischen Propaganda. Man wolle keine Gebietserweiterung – sehr einleuchtend von zwei Großmächten, die die halbe Welt besitzen. Man wolle den unterworfenen Ländern ihre Selbstverwaltung zurückgeben – auch sehr verständlich, weil diese Selbstverwaltung ja die Atomisierung Europas verewigen soll, was durchaus im englisch-amerikanischen Interesse liegt.” Es werde “Abrüstung” versprochen, “natürlich nur für die Staaten, die Aggressionsabsichten hätten”. Alles sei ein “ganz dummdreistes Propagandamanöver”, darauf berechnet, “in den besetzten Gebieten gegen uns Stimmung zu machen und das deutsche Volk zu entzweien und auf die gegnerische Seite herüber zu locken”. Das “Dritte Reich” müsse sich aber davor hüten, “die Einzelheiten dieser Proklamation Punkt für Punkt zu widerlegen”.

Dem früheren Botschafter Ulrich von Hassell – er wurde 1944 als Hitler-Gegner hingerichtet – fiel am 18. August “die feige Behandlung der Sache durch unsere Propagandaleitung” auf: “Die Punkte, deren Wirkung man offenbar fürchtet, dürfen nicht gebracht werden, dafür aber in grober Form zerpflückt und bekämpft werden.” Der “übelste Punkt” sei der achte, der so ausgelegt werde, “dass es die einseitige Entwaffnung Deutschlands à la Versailles fordere”. Dies diene dazu, “die Vorstellung vor allem bei den Generalen hervorzurufen, eine Regimeänderung nütze gar nichts, der Gegner gehe auf eine Vernichtung Deutschlands aus.”

Am 24. September 1941 schlossen sich auf der Interalliierten Konferenz im St. James’s Palace in London die Exilregierungen Belgiens, Griechenlands, Jugoslawiens, Luxemburgs, der Niederlande, Norwegens, Polens und der Tschechoslowakei sowie das “Nationalkomitee der Freien Franzosen” und die Sowjetunion der Atlantik-Charta an. Der sowjetische Delegierte, Botschafter Majskij, bemerkte dazu: “In Anbetracht der Tatsache, dass sich die praktische Anwendung dieser Prinzipien notwendigerweise nach den Verhältnissen, Bedürfnissen und historischen Besonderheiten der jeweiligen Länder richten wird, kann die Sowjetunion erklären, dass die konsequente Anwendung dieser Prinzipien von seiten der Regierung und des Volkes der UdSSR die tatkräftige Unterstützung erfahren wird.”

Bald nach dem Angriff Japans auf die amerikanische Flotte in Pearl Harbor und nach der deutschen Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten unterzeichneten dann 26 alliierte Regierungen am 1. Januar 1942 in Washington die Erklärung der Vereinten Nationen (der bis Kriegsende insgesamt 45 Regierungen beitraten). Diese enthielt neben den Prinzipien derAtlantik-Charta die Verpflichtung, alle Kräfte gegen den deutsch-italienisch-japanischen Dreimächtepakt einzusetzen und weder einen separaten Waffenstillstand noch einen Sonderfrieden zu schließen. Als Kriegsziel nannten die Unterzeichner den “vollständigen Sieg über ihre Feinde” – mithin die totale Niederlage der Gegner. Die Formel von der “bedingungslosen Kapitulation”, die Roosevelt und Churchill am 24. Januar 1943 auf der Konferenz von Casablanca verkündeten, war dessen logische Folge.

Die Forderungen vom 14. August 1941 und vom 24. Januar 1943 erläuterte Churchill in ihrer Bedeutung und Tragweite in der Unterhausrede vom 22. Februar 1944: Der Ausdruck “bedingungslose Kapitulation” bedeute nicht, “das deutsche Volk würde versklavt oder vernichtet werden. Es bedeutet, dass die Alliierten im Augenblick der Kapitulation den Deutschen gegenüber durch keinen Pakt und keine Verpflichtung gebunden sind. So wird zum Beispiel die Anwendung der Atlantik-Charta auf Deutschland als Rechtsgrund, der die Abtretung von Gebieten an feindliche Staaten oder Grenzberichtigungen verhindert, nicht in Frage kommen.” Gebunden sei Großbritannien an das eigene Gewissen, die eigene Kultur: “Wir aber sind den Deutschen gegenüber durch keinen Vertrag gebunden. Das bedeutet ,bedingungslose Kapitulation’.”

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Time am 17. August 2011 

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1) http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/08/15/leo-brux-dhimmi-und-bulldogge-der-orks/#comment-13458
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/01/15/mohammedanismus-ist-lacherlich/
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/14/phonix-armenien-flieg/
4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/28/alla-fordert-turkenvernichtung/

Sie können es lesen

11. Dezember 2009

Der aktuelle „Spiegel“ (#50) bringt einen längeren Artikel zur Schweizer Minarettentscheidung, der einen guten Überblick über das Thema gibt, wesentliche Argumente des Counterjihad nennt und z.B. auch die Ansichten von C. Caldwell (1) nicht verschweigt. Da die Autoren Andrea Brandt, Marco Evers, Juliane von Mittelstaedt, Mathieu von Rohr und Britta Sandberg entscheidende Schlüsse aus ihren Daten jedoch nicht ziehen, ist der Artikel kein Counterjihad und kann demzufolge im „Spiegel“ erscheinen.

Die französische Debatte um die Burka hat eine Gemeinsamkeit mit dem Minarettverbot in der Schweiz-. Man greift ein Symbol an und meint etwas anderes. Dahinter steckt die Hoffnung, den Einfluss des Islam zurückzudrängen, indem man seine Sichtbarkeit verringert.“ Der erste Satz stimmt, die folgenden nicht. Sie sollen vielmehr  wie die ständige Behauptung der angeblichen Angst der Mohammedanismus-Kritiker diese lächerlich machen. Aber sie sind falsch, denn wenn man ein Symbol angreift, greift man tatsächlich auch das an, für das dieses Symbol steht. Man verhindert Menschenansammlungen um dieses Symbol. Hinter dem Minarettbauverbot steckt nicht eine irrational-schamanistische Hoffnung, den Mohammedanismus zurückdrängen zu können, es ist vielmehr ein längst überfälliger Schritt, den Counterjihad zu verschärfen.

„Der Umgang mit dem Islam ist die vielleicht größte Herausforderung für Europa. Gelingt es, die eigenen Werte zu bewahren, ohne Muslime zu diskriminieren, dann kann daraus ein neuer Wertekonsens entstehen, dann könnten europäische Muslime zum Vorbild für die islamische Welt werden. Gelingt es nicht, könnte Europa seine eigenen Werte verraten, könnten die Populisten gewinnen, deren einfache Lösungen den Kampf der Kulturen anfachen.“

Könnten, könnten, könnten… Spätestens, wenn Sie für „Muslime“ das Wort „Nationalsozialisten“ einsetzen, wird Ihnen der Unsinn dieser Sätze aus der Sicht des Counterjihad deutlich. Der Westen ist nicht gehalten, die Diskriminierung von Mohammedanisten zu vermeiden, im Gegenteil. In unseren Ländern fühlen sich auch Bankräuber, Kidnapper, Mörder, Menschenfresser und Kinderpornografen diskriminiert und fordern ihre Rechte ein. Der Westen MUSS seine Feinde diskriminieren, oder er wird untergehen. Den angeblich einfachen Lösungen der „Populisten“ steht dabei leider keine Lösung unser Eliten gegenüber, sondern vielmehr sogar die ausdrückliche Verweigerung eines Problembewusstseins.

Wenige Kilometer entfernt (vom verhinderten Minarett, T.) steht ein prächtiger, vergoldeter Sikh-Tempel, gegen den sich nie Widerstand regte. ‚Hier zeigt sich, wie der Islam anderen Religionen gegenüber diskriminiert wird’, sagt Rohr“, der 31 Jahre alt ist, warum auch immer der “Spiegel” dies für die Leser für relevant hält. Nun ja, die Sikhs sind durch ihre Grundlagentexte weder zur Weltherrschaft verpflichtet noch fallen sie durch Massenmorde auf. Darin gleichen sie dem örtlichen Spital, welches auch ohne Widerstand gebaut werden durfte: dis-kri-mi-nie-rend!

„Es spricht einiges gegen die Alarmisten, die Europa auf dem Weg zur arabischen Kolonie sehen: Die überwiegende Zahl der Muslime passt sich ihrem Gastland an. Sie sind weniger religiös als in ihren Herkunftsländern, sie akzeptieren in ihrer Mehrzahl die herrschende Kultur.“

Die Mohammedanisten stellen momentan drei bis sechs Prozent der Bevölkerung. Es ist überaus vernünftig, dass sie jetzt den Frieden wahren, denn gegen den überwältigenden Rest, so schlapp der auch ist, hätten sie keine Chance. Anders wird die Situation immer dann, wenn sie einen Anteil von mehr als 10% erreichen, wie z.B. in Thailand, auf den Philippinen, in Indien oder Berlin-Kreuzberg.

„Auch die Furcht vor den hohen Geburtenraten der muslimischen Einwanderer ist übertrieben: In der zweiten und dritten Generation sinken sie auf Landesdurchschnitt.“ Wie putzig, derselbe Artikel prognostiziert an anderer Stelle 50% aller Jugendlichen unter 15 Jahren im Österreich des Jahres 2050 als mohammedanistisch, und er stellt fest, dass in Brüssel und Amsterdam „Mohammed“ der häufigste Name für neugeborenen Jungen ist. „Aber manchmal sind ÄNGSTE stärker als Fakten, und manchmal hat ein Minarettverbot auch nichts mit Minaretten zu tun: In den Schweizer Städten, in denen das Zusammenleben von Muslimen und Christen längst Alltag ist, scheiterte das Volksbegehren. Im Bergkanton Appenzell-Innerrhoden, wo nur 5oo Muslime wohnen, wollten 71 Prozent das Minarettverbot.“

Dazu schreibt Blogger FreeSpeech (2):

Es wird wiederholt, dass man dort gegen die Initiative war, wo man die Muslime kennt. Falsch. Man war dort gegen die Initiative, wo man profitiert: Dort, wo man von der Helferindustrie lebt und viele Muslime eingebürgert sind, und dort, wo man vom Geschäft mit islamischen Ländern lebt und weiss, dass man sich notfalls Mauern um seine Villa bauen kann. In Zürich und Basel leben Tausende davon, dass sie helfen, Tausende, die eingebürgert sind, mit Steuergeldern, und an der Goldküste in Zürich und in den Seegemeinden des Genfersees kann man sich absichern, wenn nötig (…) Ein weiterer Indikator, dass die Vertrautheit mit den Muslimen nicht zu Ablehnung des Verbotes führte, sind die Jungen: Die kennen die Situation vom Ausgang her, und sie waren für das Minarett-Verbot (Tages-Anzeiger 5.12.09).“

Am 9. Dezember legte der Tagesanzeiger nach (3): „Je weniger Muslime in einem Ort, desto mehr Ja-Stimmen zum Minarettverbot: Die meisten Kommentatoren waren sich nach der Abstimmung in dieser Behauptung einig. Doch sie ist FALSCH.“

Tja, manchmal ist die Borniertheit stärker als die Fakten.

Dies trifft in besonderem Maße auch auf den Pavian Gerd zu, der sich nach der gelungenen Demolierung der einstigen Volkspartei SPD nun vorgenommen hat, seinem Vaterland so stark wie möglich zu schaden. Gestern hat er einen Aufsatz für die „Zeit“ verfasst (4). Highlight: “Der Islam ist keine politische Ideologie, sondern eine friedliche Religion. Das lehrt der KORAN”. Wie ist er denn bloß an die deutsche Ausgabe von 2050 gekommen? Da erinnere ich mich an einen Scherz von Otto Waalkes: “Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Rauchen doch nicht gesundheitsschädlich ist! gez. Dr. Marlboro.” Necla Kelek antwortet Gerd in der heutigen FAZ (5):

„Der bekannteste weise Narr der islamischen Welt ist Nasreddin Hodscha. Er soll im dreizehnten Jahrhundert in Anatolien gelebt haben, und man erzählt sich unter Türken noch heute seine Geschichten. Eine geht so: Nasreddin betrat ein Teehaus und verkündete: ‚Der Mond ist nützlicher als die Sonne.’ Die Leute waren erstaunt und fragten, warum. ‚Weil wir in der Nacht das Licht nötiger brauchen.’ Gerhard Schröders Artikel zum Schweizer Minarettverbot erinnert mich mit seinen luziden Erkenntnissen über den Islam an diesen weisen Mann. Der frühere Bundeskanzler schreibt vom Mond: ‚Der Islam ist keine politische Ideologie, sondern eine friedliche Religion. Das lehrt der Koran.’ Und als Beweis legt er eine falsche Spur: ‚Es waren keine islamischen Staaten, die die beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts verbrochen worden.’ Das mit den Weltkriegen hat ja auch niemand behauptet, aber was ist mit dem heiligen Krieg, der seit seiner Erfindung im siebten Jahrhundert die Hälfte der damals bekannten Welt unter sein Schwert brachte und erst tausend Jahre später von den Polen vor Wien 1683 gestoppt werden konnte? Lehrte das der Koran?“

Frau Kelek muß mit „Ja“ geantwortet werden. Aber diese Wahrheit hat so gravierende Konsequenzen, dass sie bis in weite Teile des Counterjihad abgelehnt oder relativiert wird, „… das geht jedoch nicht, indem wir pauschal alles islamische verurteilen!“ weiss mancher (6). Schon gut, „Hitler hat ja auch die Autobahnen gebaut“, oder was meint das? Doch, genau darum geht es, es geht um die vollständige Eliminierung des Mohammedanismus – nicht aber auch nur eines unglückseligen Mohammedanisten. Die Konsequenz ist z.B. die, dass man speziell dem Mohammedanismus die Religionsfreiheit abspricht. Mohammedanismus muss als Straftat behandelt werden. Er muss auf die gleiche Art geächtet werden wie Nationalsozialismus und Kommunismus. Wissenschaftler und Künstler müssen ihn bis ins Kleinste auseinandernehmen und seine Bosheit und Lächerlichkeit sprichwörtlich werden lassen (7). Alle Moscheen müssen abgerissen werden, es darf keine Klorane ohne wissenschaftliche Kommentare geben, alle seine Zeichen und Symbole müssen verschwinden, die rabiatische Schrift darf nicht im Straßenbild sichtbar sein, die Bibliotheken und Geschäfte müssen gesäubert werden, Schächtungen und lautstarke Hochzeit-Autokorsos müssen verboten werden, Berufsverbote müssen massiv verhängt, Lizenzen entzogen werden usw. usf. Wir haben doch von der Reconquista bis zum Ende des Bolschewismus genug Erfahrungen gesammelt, um dieser Bedrohung entgegenzutreten. „Eine Ausmerzung des Islams aus Deutschland ist nur noch auf untragbare Art und Weise möglich, und diesen Preis ist es mir nicht wert!“: Willkommen im Dimmie-Club (8)!

Am 15. Oktober 1940 fand die Uraufführung von Charles Chaplins „Der große Diktator“ statt. Chaplin hatte unermüdlich zum Kampf gegen die Nazis aufgerufen. Wiki (9 + 10):

„Chaplins Werk leistete einen Beitrag zur inneramerikanischen Debatte um den Kriegseintritt der USA. Die New York Times spricht von dem ‚vielleicht wichtigsten Film, der je hervorgebracht wurde’… Diesen ANTI-HITLER-FILM wollte die US-amerikanische ZENSURBEHÖRDE zuerst NICHT genehmigen… Die Blätter des Pressezaren William Randolph Hearst beschuldigen Chaplin der KRIEGSHETZE. In Chicago WAGTE aufgrund des hohen Anteils Deutschstämmiger KEIN Kino die Aufführung des Films, der langfristig aber das finanziell erfolgreichste Projekt Chaplins wurde… Eine meist negativ bewertete Szene im Film ist die, in der KZ-Häftlinge im Konzentrationslager marschieren, was nach Meinung der meisten Kritiker überzogen lächerlich dargestellt wird. Chaplin entschuldigte sich später für diese Szene, er habe nicht gewusst, wie schrecklich es im KZ wirklich war.“ Er hätte es schon Jahre zuvor nachlesen können, nein, nicht im Kloran, DAS Buch heißt „Mein Kampf“.

Ich habe Daniel Pipes kritisiert (11), weil er schrieb: „… dass effektives Profiling ERST dann eingeführt wird, wenn eine weitaus größere Zahl westlicher Toter – sagen wir 100.000 – zu beklagen ist“, weil es mir zu fatalistisch-blutrünstig schien, aber vielleicht hat er Recht. Die Amerikaner sind jedenfalls erst am 7. Dezember 1941 in den Krieg eingetreten, nachdem die Japaner heimtückisch die Pazifikflotte versenkt hatten.

Time am 11. Dezember 2009

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(1) http://www.pi-news.net/2009/12/us-journalist-zuwanderung-hat-keinen-nutzen/

(2) http://minarett.blogspot.com/2009/12/profiteure-waren-gegen-das-minarett.html

(3) http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Muslime-und-das-tumbe-Schweizer-Landvolk/story/25479803

(4) http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2009-12/minarett-verbot-schweiz-schroeder

(5) http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~ED4F4E4BB5D074299BE8D457A45FEAE1A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(6) http://www.gegenstimme.net/2009/12/10/das-lgf-syndrom-und-ich/

(7) Hier ein harmloses Beispiel, dennoch würden ihr Kind und Sie vermutlich heutzutage beim Singen im Kindergarten Ärger kriegen: „C A F F E E, 
trink nicht so viel Caffee. 
Nicht für Kinder ist der Türkentrank, 
schwächt die Nerven, 
macht dich blass und krank. 
Sei doch kein Muselman, 
der ihn nicht lassen kann.“ Text und Melodie: Karl Gottlieb Hering (1766 – 1853)

(8) http://www.gegenstimme.net/2009/12/10/das-lgf-syndrom-und-ich/

(9) http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Chaplin#1940.E2.80.931942:_Der_gro.C3.9Fe_Diktator

(10) http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Chaplin

(11) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/profiling/

Phönix Armenien, flieg!

14. Oktober 2009

Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts mit einer bis eineinhalb Millionen Opfern war der Mord der mohammedanistischen Türken an  den christlichen Armeniern 1915 - Er war auch die furchtbarste Christenverfolgung aller Zeiten. Lesen Sie ein Transkript der WDR-Fernsehdokumentation “Die Armenische Frage existiert nicht mehr – Tragödie eines Volkes” von Ralph Giordano, 21. April 1986, ARD:
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28. Juli 1983: Lissabon, Anschlag auf die türkische Botschaft – sieben Tote, darunter die fünf Angehörigen des Kommandos.

15. Juli 1983: Anschlag auf die türkische Abfertigung des Pariser Flughafens Orly – sieben Tote, 68 Verwundete.

Ähnlichen Anschlägen fallen in Ankara, Brüssel, Los Angeles und anderen Plätzen bisher 58 Menschen zum Opfer, darunter 41 türkische Diplomaten.

Sie sind das bevorzugte Ziel armenischer Kommandounternehmen, die ihre Attentate damit begründen, daß es sich bei den Getöteten um offizielle Vertreter eines Staates handelt, der – wie sie erklären – den “Völkermord” an eineinhalb Millionen Armeniern im türkisch-osmanischen Reich von 1915/16 leugnet, den Überlebenden die Heimat genommen und deren Nachfahren bis heute jede Rückkehr dahin verweigert hat. Die Türkei verneint die Anklage des “Völkermords”, verringert die Zahl der Opfer auf 300.000, rechnet Gegenopfer auf und erklärt die Armenier als selbstverantwortlich für ihr Schicksal. Diesem Konflikt wird hier historisch nachgegangen.

Die Vorgeschichte – Imperialismus und Nationalismus

Berg Ararat – Mythos eines Volkes, das sich vor etwa 2.500 Jahren, aus Europa kommend, zwischen dem Hochtal des Euphrat und dem heißen Tiefland Mesopotamiens niederließ, Durchgangsregion der Geschichte für immer neue Eroberer. Ihnen setzt der armenische Bauer, zusammen mit Handwerkern die Masse des Volkes, unassimilierbar seine eigene Kultur entgegen, Byzantinern, Persern, Mongolen, Türken: das Alphabet des Mönchs Mesrop Maschtoz, also eine eigene Schrift, eine eigene Sprache und, mit der Lehre von Jesus als fleischgewordenem Gott seit dem 4. Jahrhundert auch eine eigene, christliche Kirche – mit dem Katholikos, dem Patriarchen auf einem eigenen Heiligen Stuhl in Etschmiadsin.

Hauptsiedlungsgebiet der Armenier im Osmanischen Reich sind die Provinzen Anatoliens und Kilikiens, mit einer Ausbuchtung ins Russische Reich und mit Gemeinden in Smyrna, vor allem aber in Konstantinopel – im ausgehenden 19. Jahrhundert etwa zwei Millionen Menschen. Das Verhältnis zur türkischen Obrigkeit ist traditionell gut. Im Osten aber kommt es immer wiederzu schweren Zusammenstößen mit Kurden, was auch auf armenischer Seite zu bewaffneter Militanz führt. Gleichzeitig dringen von Europa die Ideen des Nationalismus und der Demokratie ins Osmanische Reich, die nicht ohne Einfluß auf die oft bedrängte armenische Gemeinschaft bleiben. Das Klima beginnt sich in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zu verschlechtern.

Da greifen 1878, allen voran das England Benjamin Disraelis und das Deutsche Reich Bismarcks, auf der Berliner Konferenz die europäischen Großmächte, ein. Hintergrund: die Furcht des britischen Löwen vor dem Drang des russischen Bären nach Süden, auf Konstantinopel, die Dardanellen, das Mittelmeer zu. Immer nationale Interessen im Auge, stützen England und Deutschland den “kranken Mann am Bosporus” gegen Rußland. Zur Bemäntelung werfen sich die Großmächte zu “Schutzherren” der christlichen Armenier auf. ihre Forderung nach einem Reformprogramm läßt sich leicht in ein Instrument der Einmischung verwandeln.

In dem Schachspiel des europäischen Imperialismus um Einflußsphären im Vorderen Orient sind das zerfallende Osmanische Reich und die Armenier nichts als die Bauern. Ab 1883 reorganisiert der deutsche General von der Goltz die türkische Armee, mit dem Ziel eines europäischen Standards. Große Waffenlieferungen folgen. Mit den militärischen Beziehungen werden auch die wirtschaftlichen gegen Ende des 19. Jahrhunderts immer enger und gipfeln schließlich im Projekt der “Bagdad-Bahn”.

Da kommt es 1894/96 unter dem verschlagenen Sultan Abdul Hamid, nach blutigen Zusammenstößen zwischen türkischen regulären sowie irregulären Truppen, sogenannten Haimidiyes, mit bewaffneten Armeniern in den östlichen und kilikischen Provinzen zu einem furchtbaren Massaker. Dabei zeigen sich bereits viele Merkmale der späteren Katastrophe, besonders in Stadt und Bezirk Van: Mord an Menschen jeden Standes, Alters und Geschlechts, nach Van am furchtbarsten in der Region Bitlis: Vergewaltigung armenischer Frauen, Verkauf in die Harems, Zwangsislamisierung. “Mechveret”, das Organ der sultansfeindlichen Opposition der “Jungtürken”, schreibt aus Paris:

“Man muß zur Schande unserer Regierung feststellen, daß dieses Massaker ein offiziell gelenktes Verbrechen war.”

Eben die “Jungtürken” werden es zwanzig Jahre späiter vollenden …

Ihre Symbolffigur wird bei diesen Filmaufnahmen von einem Besuch Wilhelm II. in Konstantinopel sichtbar, rechts vom deutschen Kaiser: der kleine Mann mit dem großen Traum eines türkischen Reiches bis hinein nach Zentralasien, der 1908 den Sultan stürzt und eine konstitutionelie Monarchie errichtet – unter seinem Zepter – Enver Pascha. Dieser charismatische Abenteurer bildet zusammen mit Talaat Bey – Großwesir, später Innenminister – und dem Marineminister Dschemal Pascha das Dreigestirn der jungtürkischen Revolution. Hauptinstrument ist die “Partei für Einheit und Fortschritt”, Ittihad, und ihre Komitees, ein Staat im Staate, dessen nationalistischer Türkismus den Minderheiten nichts Gutes verheißt:

“Das Land gehört uns, und solange ein Türke am Leben ist, erlauben wir nicht, daß jemand anderer als die Türken befiehlt.”

Die ebenfalls nationalistischen Organisationen der Armenier fühlen sich als Verbündete des Umsturzes, von dem sie sich endlich Reformen versprechen – ein tragischer Irrtum. Denn im April 1909 kommt es abermals zu einem furchtbaren Massaker an Armeniern – in Kilikien, besonders der Stadt Adana. Gleichzeitig werfen die Jungtürken einen konservativen Putsch nieder. In diesem Getümmel erreichen die Greuel Europa nur als Gerücht.

Das osmanische Reich verfällt weiter: Nach Einbußen im vergangenen Jahrhundert, verliert es in den Balkan-Kriegen 1912/13 bis auf eine Exklave auch noch den Rest europäischer Besitzungen – Nordafrika war längst verloren. Geblieben sind unruhige Minderheiten: Kurden, Griechen, Armenier…

So geht im November 1914 der “Kranke Mann am Bosporus” in den Ersten Weltkrieg – an der Seite Deutschlands und der Habsburger Monarchie gegen England, gegen Frankreich und – gegen das Rußland Zar Nikolaus II. Auf beiden Seiten kämpfen Armenier, aber kein Zweifel: ihre Sympathien liegen nach allen bisherigen Erfahrungen auf Seiten Rußlands. Einer türkischen Aufforderung, die Brüder drüben zum Aufstand zu verleiten, kommen die osmanischen Armenier, bei Wahrung ihrer Loyalität, nicht nach. Auf russischer Seite tragen Armenier zu einer vernichtenden Niederlage der türkischen Kaukasus-Armee unter Enver und zur Besetzung türkischen Territoriums bei – die Situation könnte nicht verzweifelter sein …

Dazu ist im Westen die Schlacht um die Dardanellen entbrannt, versuchen Engländer und Franzosen, Konstantinopel und den Zugang zum Schwarzen Meer zu erobern. In dieser Situation kommt es zu Maßnahmen, deren letzte Motive nur durch die bisher ungeöffneten osmanischen Staatsarchive aufgeklärt werden können: Im Februar 1915 werden die als tapfer bekannten armenischen Soldaten aus dem türkischen Heer ausgestoßen, in “Arbeitsbataillonen” zusammengefaßt und bald darauf an vielen Orten erschossen – der Auftakt der Katastrophe.

Die Deportation

Am 24. April 1915 kommt es in Konstantinopel, während schwerer Kämpfe zwischen Türken und den beunruhigten Armeniern in einigen Teilen des Reiches, zur Verhaftung hunderter armenischer Führer, Intellektueller, die niemals wiederkehren werden. Am 27. Mai 1915 erläßt der Innenminister Talaat Bey den Befehl zur Deportation der Armenier, mit der Begründung: Abwehr drohenden Verrats, Aufstände, Hilfe für den Feind. Dieser Befehl setzt viele hunderttausend Menschen jeden Alters und Geschlechts in Bewegung und löst eine der größten Katastrophen aus die je über ein Volk hereingebrochen ist. Sie ist, neben anderen Quellen, fotografisch dokumentiert von Armin T. Wegner, einem deutschen Sanitätsgefreiten, der im Stabe Feldmarschalls von der Goltz durch das Deportationsgebiet zog und trotz strikten Verbots Aufnahmen machte. Nahezu lückenlos entrollt sich die armenische Tragödie in der Akte “Türkei 183″ (Band 36 bis 46), einzusehen im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes zu Bonn. Von dem großen Anwalt der Armenier, Johannes Lepsius, in Buchforrn ausgewertet, wird ihr Inhalt hier zum ersten Mal gefilmt.

Am 17. Juni 1915 schreibt die Kaiserlich-Deutsche Botschaft in Konstantinopel-Pera an den Reichskanzler von Bethmann Hollweg nach Berlin:

“Daß die Verbannung der Armenier nicht allein durch militärische Rücksichten motiviert ist, liegt zutage. Dr Minister des Inneren, Talaat Bey, hat sich hierüber kürzlich gegenüber dem zur Zeit bei der Kaiserlichen Botschaft beschäftigten Dr. Mordtmann ohne Rücksicht dahin ausgesprochen, daß die Pforte den Weltkrieg dazu benutzen wollte, um mit ihren inneren Feinden – den einheimischen Christen – gründlich aufzuräumen, ohne dabei durch die diplomatische Intervention des Auslandes gestört zu werden; das sei auch im Interesse der mit der Türkei verbündeten Deutschen, da die Türkei auf diese Weise gestärkt würde.”

Am 29. Juni schickt Konsul Rößler aus Aleppo einen Augenzeugenbericht an die Botschaft in Konstantinopel:

“Sehr traurig ist aber die Ausräumung ganzer armenischer Städte und deren Versetzung in unwirtliche todbringende Gegenden. So kommen fast jeden Tag Trupps armenischer Bevölkerung hierdurch, aus den Städten, Zeytun, Hadschin, Altistan etc., welche alle in der traurigsten Verfassung sind. Kranke und Sterbende werden auf den Wegen zurückgelassen und ihrem Schicksal überlassen.”

Der Kaiserlich-Deutsche Botschafter am 7. Juli 1915 an den Reichskanzler:

“Die Austreibung und Umsiedlung der armenischen Bevölkerung beschränkte sich bis vor etwa 14 Tagen auf die dem östlichen Kriegsschauplatz benachbarten Provinzen und auf einige Bezirke der Provinz Adana. Seitdem hat die Pforte beschlossen, diese Maßregel auch auf die Provinzen Trapezunt, Mazuret-Aziz und Siwas auszudehnen und mit der Ausführung begonnen, obwohl diese Landesteile vorläufig von keiner feindlichen Invasion bedroht sind. Dieser Umstand und die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird, zeigen, daß die Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im türkischen Reich zu vernichten.”

Am 9. Juli über die Wahrnehmungen eines deutschen Majors:

“In Till Ermen und einem benachbarten armenischen Dorf haben Kurden vor etwa einer Woche Armeniermetzeleien veranstaltet. Die großen Kirchen sind zerstört; 200 Leichen hat Herr von Mikusch selbst gesehen. Miliz und Gendarmerie hat Metzeleien mindestens geduldet, wahrscheinlich sich daran beteiligt. Zwischen Nisibin und Tell Ermen haben Ersatztruppen (entlassene Sträflinge) einschließlich ihres Offiziers freudestrahlend von Massacres erzählt und ein niedergemetzeltes Dorf vollständig ausgeraubt. In Djarabulus sind vielfach zusammengebundene Leichen den Euphrat abwärts getrieben.”

In einem Pariser Vorort: Aram Gureghian, 82, Alis Gureghian, 75, zwei Überlebende der Deportation. Damals elfjährig, erinnert sich Aram Gureghian aus Sebastia an den unvergessenen Sommer 1915:

“Wir, Vater, Mutter und Kinder, zogen mit dem verbliebenen Gepäck langsam dahin. Unter dem Vorwand der Brotausgabe wurden wir angehalten und die Männer weggebracht, mein Vater an einen Ort namens Hassancelebi. Wir haben ihn nie mehr gesehen und später erfahren, daß er mit anderen umgebracht worden ist. Ich habe Schreckliches gesehen, als wir die Wüste erreichten: Hunderte, ja Tausende von Leichen; Mütter, die mit ihren Kindern an der Brust gestorben waren; Kinder, die nicht wußten, daß ihre Mütter tot waren, Mütter, die über ihren toten Kindern den Verstand verloren hatten. Manche Mädchen wurden vergewaltigt, andere in die Harems verschleppt. Später erfuhren wir, daß die Deportationsrouten bewußt so angelegt waren, daß wir an Brunnen vorbeikamen, ohne trinken zu dürfen. Als wir einen Fluß erreichten, haben sich viele fast verdurstete Menschen so ins Wasser gestürzt, daß sie ohnmächtig wurden und ertranken. Die Hälfte unserer Leute haben wir in der Wüste verloren.”

Am 17. Juli 1915 schickt Konsul Rößler aus Aleppo einen Augenzeugenbericht an die Botschaft in Pera:

“Urfa, den 20. Juni 1915 – Abschrift
Hochgeehrter Herr Konsul!
Ein Zug Armenier, der am 14. d.M. in Aleppo eintraf nachdem er von Hadjin vier Monate in mühseligstem Marsch in der glühenden Hitze unterwegs gewesen war, führte 12 Leichen mit sich. Im Wilayet Diabekr wurden einem Kaimakan mündlich Befehle über das Verfahren gegen die Armenier überbracht. Er weigerte sich, sie auszuführen, wenn sie ihm nicht schriftlich wiederholt würde. Daraufhin wurde er abgesetzt und auf dem Wege nach Diabekr ermordet.”

Wiederum aus Aleppo am 27. Juli 1915:

“Vertraulich
Das berichtete Vorbeitreiben von Leichen auf dem Euphrat, das in Runkaleh, Birodjik und Djerabulus beobachtet worden ist, hatte, wie mir am 17. d.M. berichtet wurde, 25 Tage lang gedauert. Die Leichen waren alle in der gleichen Weise, zwei und zwei Rücken auf Rücken gebunden. Diese Gleichmäßigkeit deutet daraufhin, daß es sich nicht um Metzeleien, sondern um Tötung durch die Behörden handelt. Es heißt und ist wahrscheinlich, daß die Leichen durch Soldaten in Adianian in den Fluß geworfen worden sind. – Wie weiter unten zu berichten sein wird, hat das Vorbeitreiben nach einer Pause von mehreren Tagen von neuem begonnen und zwar in verstärktem Maße. Diesmal handelt es sich hauptsächlich um Frauen und Kinder… Wie hierzulande die Vernichtung derArmenier auf deutsche Anregung zurückgeführt wird, so versucht die türkische Regierung vor der europäischen Öffentlichkeit ihre Handlungsweise durch unsere Autorität zu decken. Euer Exzellenz aber darf ich gehorsamst anheimstellen, in Erwägung ziehen zu wollen, ob türkische Erklärungen zur Armenierfrage noch länger zur Veröffentlichung in der deutschen Presse geeignet sind und ob nicht Gefahr besteht, daß wir durch unseren Verbündeten kompromittiert verden. Gleichen Bericht lasse ich der kaiserlichen Botschaft zugehen. Rössler.”

Aram Gureghian:

“Für die Boote iiber den Euphrat mußten wir bezahlen. In der Mitte des Flusses fing die Bewachung an, uns unserer Kleider zu berauben und mehr Geld zu fordern. Obwohl meine Mutter alles weggab, schlug einer auf sie ein, verletzte meine Mutter, traf aber meine sieben Monate alte Schwester so schwer, daß sie starb. Wir haben sie am anderen Ufer weinend begraben. Das war nach der Ermordung meines Vaters der zweite Verlust. Eines Nachts, kurz vor Sonnenaufgang, weckten uns furchtbare Schreie: ‘Mütter, Schwestern, was ist das? Gott hat uns verlassen!’ Es waren Araber und Kurden gekommen, die viele wegtrieben und töteten. Auch einige von unserer Familie mußten mit, konnten aber zurückkehren. Dabei fanden wir unsere siebenjährige Schwester nur noch als Leiche wieder.”

Geheimbericht des deutschen Konsuls aus Erserum vom 5. August 1915:

“Es ist tief bedauerlich, daß infolge der von der Militärbehörde geduldeten Haltung des Komitees und seiner dunklen Hintermänner die militärisch und politisch in mancher Hinsicht vielleicht zu begründende Maßnahme der Aussiedlung der Armenier aus denGrenzgebieten in einen Rache-, Vernichtungs- und Raubfeldzug gegen sie umgewandelt wurde. Daß diese Ausrottung möglich, daß sich, wie das hiergeschehen, Zehntausende von Armeniern ohne Gegenwehr von einer kleinen Anzahl Kurden und Freischärlern abschlachten lassen, ist wohl auch ein Beweis dafür, wie wenig kampffroh und revolutionär dieses Volk gesinnt ist. Hierbei sei bemerkt, daß hier geflissentlich verbreitet wurde, die Aussiedlung geschehe auf Betreiben der deutschen Regierung. gez. Scheubner-Richter”

Kaiserlich-Deutsche Botschaft Pera am 12. August 1915 an Berlin:

“Die systematische Niedermetzelung der aus ihren Wohnsitzen deportierten armenischen Bevölkerung hatte in den letzten Wochen einen derartigen Umfang angenommen daß eine erneute eindringliche Vorstellung unsererseits gegen dieses wüste Treiben, das die Regierung nicht nur duldete, sondern offensichtlich förderte, geboten schien, zumal da an verschiedenen Orten auch die Christen anderer Rassen und Konfessionen nicht mehr verschont wurden. Im Anschluß an Vorstehendes muß erwähnt werden, dqß unter der türkischen Bevölkerung im Innern vielfach die Auffassung besteht, daß die deutsche Regierung mit der Ausrottung der Armenier einverstanden sei und sie sogar dazu veranlaßt habe.”

Die Chronik der Deportation ergibt, daß von Juni bis Ende August 1915 das Gros der armenischen Bevölkerung, mit Ausnahme von Konstantinopel, aus seinen Wohngebieten sternförmig auf Aleppo zugetrieben wird, die Schaltstelle für Deir es Zor, das Endlager in der Wüste. Im Norden werden sie auch im Meer ertränkt. Die großen Verluste erleidet die Bevölkerung aus den Kerngebieten des östlichen Anatolien. Nur ein Rest erreicht die Wüste – die übrigen werden unterwegs Opfer einer wahren Vernichtungsorgie, die selbst in dieser Szenerie des Grauens nicht ihresgleichen hatte.

Am 4. September Botschafter Fürst zu Hohenlohe aus Konstantinopel an den Reichskanzler von Bethmann Hollweg:

“Talaat Bey übergab mir am 2. d.M. die in Abschrift beigefügte deutsche Übersetzung von verschiedenen telegraphischen Befehlen, die er in Sachen der Armenierverfolgungen an die in Betracht kommenden Provinzialbehörden gerichtet hat. Er wollte hiermit den Beweis liefern, daß die Zentralregierung ernstlich bemüht ist, den im Innern vorgekommenen Ausschreitungen gegen die Armenier ein Ende zu machen und für die Verpflegung der Ausgewiesenen auf dem Transporte Sorge zu tragen. Mit Bezug hierauf hatte Talaat Bey einige Tage vorher mir gegenüber die Äußerung getan: La question arménienne n’existe plus (Die armenische Frage existiert nicht mehr).”

Am 14. September mit Feldjäger an Berlin:

“Die der Kaiserlichen Botschaft von der Pforte gemachte Mitteilung bezüglich der Armenier vom 29. August ist lediglich eine dreiste Täuschung der Botschaft, weil auf betreiben des hierher entsandten Inspektors Ali Nunif Bey die Pforte nachher diese Verfügung vollkommen aufgehoben hat. Die Behörden handeln selbstredend nur nach der zweiten Weisung und fahren fort mit der Ausweisung ohne Unterschied des Bekenntnisses. Die Zahl der auf Order ermordeten Armenier übersteigt wahrscheinlich bereits die Masse der Opfer der jungtürkischen Massaker von 1909.”

Fürst zu Hohenlohe an Berlin, 25. September 1915:

“Letzthin ging von Herrn Rößler noch das folgende Telegramm vom 18. d.M. ein: ‘Dieser Tage sind lange Züge, fast verhungerter armenischer Frauen und Kinder von Osten zu Fuß hier eingetroffen und weiter transportiert, soweit sie nicht alsbald hier starben. Alles läuft trotz gegenteiliger Versicherung der Pforte auf die Vernichtung des armenischen Volkes hinaus.”‘

Ein Augenzeugenbericht aus Aleppo an Konstantinopel:

“Am 10. und 12. d.M. kamen je ein Zug von etwa 200 verbannten Frauen und Kindern über Ras ul Ain zu Fuß in völlig erschöpftem Zustand hier an. Ein Zug, der nur durch den Pinsel eines Werestschagin in seiner Grauenhaftigkeit hätte wiedergegeben werden können. Die Gendarmen trieben die elenden abgemagerten Geschöpfe, denen vielfach der Tod auf dem Gesicht geschrieben stand, mit Peitschenhieben vor sich her durch die Straßen Aleppos zum Bahnhof ohne daß sie hier in der Stadt einen Schluck Wasser hätten trinken dürfen oder ein Stück Brot erhalten hätten. Die Einwohner der Stadt, die Wasser und Brot verteilen wollten, wurden daran verhindert.”

Botschafter Metternich (Konstantinopel), am 7. Dezember 1915 in einem Schreiben, das zunächst darauf hinweist: den Führern der Jungtürken sei ernstlich erklärt worden, durch die Maßnahmen gegen die Armenier würden sie sich in Deutschland und anderswo alle Sympathien verscherzen, falls kein Einhalt geboten werde:

“Sie verschanzen sich hinter Kriegsnotwendigkeiten, daß Aufrührer bestraft werden müßten und gehen der Anklage aus dem Wege, daß Hunderttausende von Frauen, Kindern und Greisen ins Elend gestoßen werden und umkommen. Die Seele der Armenierverfolgung ist Talaat Bey. Metternich.”

Aram Gureghian:

“Eines Tages, als wir uns gerade erholen wollten, kamen zwei Kurden. Sie fingen meinen Bruder, um ihn zu töten, um ihn wie ein Schaf zu schlachten. Mein Bruder schrie weder, noch beklagte er sich. Sie waren zu zweit, ein jüngerer und ein älterer Mann. Der sagte etwas, was wir nicht verstanden. Dann töteten sie Armenak, meinen Bruder. Nackt und fast verhungert stießen wir auf einen kurdischen Bauern, der sein Vieh tränkte und sein Feld bewässerte. Meine verzweifelte Mutter bat um Wasser, und er sagte: ‘Wenn Du mir Deinen Jungen gibst – er meinte mich – dann bekommt ihr Wasser.’ Und so geschah es. AIs Kurden zuvor eine meiner Schwestern entführen wollten, hat meine Mutter sie versteckt und zurückgelassen. Meine Mutter, einer meiner Brüder, eine Schwester und ich, wir waren von der neunköpfigen Familie übriggeblieben. Das heißt: Ich gehörte ja nun dem Kurden. Da sagte meine Mutter etwas, das ich zeitlebens nicht mehr werde vergessen können: ‘Geh, mein Junge, Du mußt am Leben bleiben, um uns allezu rächen.’ Heute tue ich das, indem ich jede Gelegenheit wahrnehme, um davon allen zu erzählen, die es interessiert.”

Konsul Rößler aus Aleppo am 20. Dezember 1915 direkt nach Berlin:

“Euer Exzellenz stelle ich gehorsamst zu hochgeneigter Erwägung, ob die Mitverantwortung, die durch Schweigen und beschönigende Darstellung von deutscher Seite übernommen wird, sowohl dem deutschen Volk als der Welt gegenüber nicht zu groß ist, und ob der politische Schaden der später (vielleicht zu uns ungelegener Zeit) an den Tag kommenden Wahrheit nicht größer ist als der Nachteil, der uns gegenwärtig aus der Aufklärung der Öffentlichkeit erwachsen mag.”

Einer der wenigen, die damals öffentlich ihre Stimme erheben, ist der Reichstagsabgeordnete Karl Liebknecht – wenn auch vergebens. Anfrage vom 18. Dezember 1915:

“Welche Schritte hat der Herr Reichskanzler bei der verbündeten türkischen Regierung unternommen um du gebotene Sühne herbeizuführen, die Lage des Restes der armenischen Türkei menschenwürdig zu gestalten und die Wiederholung ähnlicher Greuel zu verhindern. 18. Dezember 1915, Karl Liebknecht.”

Die von Johannes Lepsius und den Konsuln wohlinformierte Reichsspitze schweigt auch weiterhin beharrlich. Am 13. November 1916 telegrafiert die Botschaft nach Berlin:

“Die Massenverschickung der Armenier aus Smyrna hat in diesen Tagen begonnen. Marschall Liman von Sanders hat in militärischem Interesse Einspruch erhoben. Radowitz.”

Am gleichen Tag geht ein Schreiben an den Reichskanzler, in dem Liman von Sanders schildert, auf welche Weise sein Einspruch erfolgte:

“Da derartige Massepdeportationen in das militärische Gebiet übergreifen… so hatte ich den Wali benachrichtigt, daß ohne meine Genehmigung derartige Massenverhaftungen und -Deportationen nicht mehr stattfinden dürften. Ich verständigte den Wali, daß ich sie im Wiederholungsfalle mit Waffengewalt verhindern lassen würde. Daraufhin hat der Wali nachgegeben und mir zugesagt, daß sie unterbleiben würden.”

Am 17. November 1916 erfolgt die Bestätigung an das Auswärtige Amt in Berlin:

“Armenierverschickungen aus Smyrna haben auf Eingreifen des Marschalls aufgehört. Bericht folgt. Kühlmann.”

Niemand kann den Jungtürken die Schuld an der Tragödie abnehmen. Aber gerade der einsame Erfolg des beherzten Marschalls wirft unweigerlich die Frage der deutschen Mitverantwortung auf.

Der Rest der Tragödie – die Wüstenlager – Deir es Zor, Homs, Hama, Mossul. Armenier nennen eine Gesamtopferzahl von 1,5 Millionen, neutrale Beobachter von 800.000 bis eine Million, Türken sprechen von 300.000. Wir lassen uns auf dieses Zahlenspiel nicht ein, sondern fragen, was aus den Überlebenden ohne die Niederlage des Osmanischen Reiches im Herbst 1918 geworden wäre.

Talaat Bey flieht, wird 1919, wie Enver und Dschemal, von einem türkischen Gericht der Armenierpolitik wegen zum Tode verurteilt und fällt am 15. März 1921 der Kugel des armenischen Studenten Salomon Teilirian in Berlin-Charlottenburg zum Opfer. Teilirians gesamte Familie war umgekommen. Am 3. Juni 1921 wird der Täter vor ein Berliner Landgericht gestellt. Der Prozeß dauert nur zwei Tage, enthüllt aber das ganze Grauen der Tragödie. Er endet mit einem sensationellen Freispruch für Salomon Teilirian.

In dem Verfahren waren, durch das Gericht als Originale anerkannt, von Talaat unterzeichnete Telegrammerlasse vorgelegt worden, die eine zentrale Tötungsabsicht bloßlegten. Diese Telegramme verschwanden wenig später und blieben bis auf den heutigen Tag unaufgefunden. Die Türkei bestreitet nicht nur die Echtheit dieser Dokumente, sie bestreitet auch jede zentrale Tötungsabsicht der jungtürkischen Regierung sowie eine berechtigte Anwendung des Begriffs “Völkermord” nach der UNO-Konvention von 1948 auf die armenische Tragödie.

Mümtaz Soysal, Verfassungsrechtler und Kolumnist aus Ankara, bei uns im Studio. Hier die Quintessenz eines längeren Interviews mit ihm zu dem damaligen Geschehen und dessen heutiger Bewertung aus türkischer Sicht:

“Ohne daß ich unbedingt die offizielle Auffassung vertrete, wiederhole ich, daß es sich um ein gegenseitiges Massaker handelt. So etwas beginnt damit, daß eine Seite die andere tötet, wobei manchmal nicht festzustellen ist, wer damit angefangen hat. Es muß von einem gegenseitigen Massaker gesprochen werden, das sich wie eine Kettenreaktion fortgesetzt hat. Es liegt kein Erlaß vor, daß die Armenier als Volksgruppe vernichtet werden sollten, und deshalb kann man auch nicht von ‘Völkermord’ sprechen. Sie sind nicht getötet worden, weil sie Armenier waren. Sie sind getötet worden, weil sie diese oder jene Tat begangen hatten, weil sie aufständisch waren, weil sie mit dem Feind kooperierten. Sie wurden damals in andere Gebiete und Orte des Osmanisehen Reiches gebracht nach dem Irak, Syrien, Libanon, die heute unabhängig sind. Die restlichen Armenier haben nach dem Krieg Anatolien verlassen und sind ausgewandert. Es handelt sich, wie gesagt, um ein gegenseitiges Massaker in der Geschichte der Menschheit, und die eigentlichen Verantwortlichen waren die Großmächte. Das ist die wahre Tragödie.”

Wären Bilder türkischer Gewaltopfer durch Armenier in unsere Hände gelangt, sie wären an dieser Stelle gezeigt worden. Denn es hat solche Opfer gegeben: aus überbordendem Nationalismus von Armeniern, durch Rache- und Vergeltungsakte 1910-1917, besonders in zeitweise von Russen besetzten Gebieten – was auch armenische Historiker nicht bestreiten. Dennoch muß die türkische These von dem “gegenseitigen Massaker”, der “Ausbalancierung des Schreckens” und der “Vergleichbarkeit” armenischen und türkischen Schicksals verneint werden. Die Aufrechnung armenischer Reaktionen und Gegenreaktionen mit der staatlich angeordneten Katastrophe der Deportation kann nicht akzeptiert werden, weil sie aus Opfern Täter und aus den Ermordeten Schuldige macht.

Die Frage, ob es einen zentralen Tötungsbefehl gegeben hat oder nicht, ändert am Ablauf der Tragödie nichts: der Befehl zum Aufbruch Hunderttausender von Menschen, die Eliminierung der Männer, deren Mangel an allem, an Nahrung, Transportmitteln, medizinischen Vorkehrungen, die Gewißheit, daß die Deportierten unterwegs schutzlos bewaffneten Angriffen ausgesetzt sein würden, der trost- und wasserlose Charakter der Zielorte – all das ergibt insgesamt, daß die Deportation selbst das Instrument der Massenvernichtung war, und daß ihre Urheber genaue Kenntnis davon hatten.

Die Diaspora

Unter der Herrschaft dieses Mannes wird sich das Schicksal der überlebenden Armenier vollenden: Mustafa Kemal Pascha, Atatürk, der Schöpfer der modernen Türkei. – Aus Zeitgründen müssen die folgenden Ereignisse gerafft werden. In einer imponierenden Anstrengung wehren sich die Türken erfolgreich gegen Versuche der Siegermächte, sich auch das türkische Kernland einzuverleiben. Dabei werden die zurückgekehrten Armenier vertrieben, ein von den Alliierten garantierter armenischer Nationalstaat nach kaum zweijähriger Existenz zerstört und die griechische Minderheit nach schweren Kämpfen zur Räumung gezwungen. Der Triumphator heißt – Atatürk! Entgegen den Verträgen von Versailles und Sevres 1919/20, werden im Vertrag von Lausanne 1923 die Armenier nicht mehr erwähnt.

Der gegen alle Aufteilungspläne geschaffene türkische Nationalstaat löscht gleichzeitig bis auf Splittergruppen die Existenz der Armenier aus, in einer Republik, die Talaat Denkmale setzen wird …

Als einziges staatliches Territorium verbleibt die armenische Sowjetrepublik, mit der Hauptstadt Eriwan und dem religiösen Heiligtum Etschmiadsin.

Paris, 5. Januar: Weihnachtsfest in der armenischen Kathedrale Saint Jean Baptist – ‘Johannes der Täufer’. Frankreich ist das europäische Hauptaufnahmeland des in alle Welt verstreuten Volkes geworden. Es gibt hier keine Spur von Armenierfeindlichkeit, aber viele Freunde, ja große Anwälte der Armenier, wie den französischen Arzt und Schriftsteller Yves Ternon. Das begünstigt die Integration, gefährdet aber die Identität – das große Problem der armenischen Diaspora – jener Außendruck, der die jüdische Diaspora über Jahrtausende zusammengehalten hat, fehlt hier vollständig. Madame Anahid Ter Minassien, Pariser Historikerin aus der zweiten Generation der Diaspora-Armenier:

“Das armenische Volk ist ein sehr altes Volk, und es ist sich dessen bewußt. Es ist der Antike entsprungen, mit einer besonderen Kunst und Lebenskunst, einer eigenen Literatur. Das sind Werte, die ihm teuer sind und an denen es festhält. In der Diaspora, der Verstreuung über die Welt, ist das armenische Volk jedoch zwangsweise dazu verurteilt, durch Anpassung zu verschwinden. Für mich und alle, die so denken, reicht deshalb die Anerkennung des ‘Völkermordes’ nicht aus. Um das armenische Volk, diesen kleinen Fetzen Menschheit, der im Kollektiv überleben will, zu retten, ist es notwendig, einen Schritt weiterzugehen. Die Rechte des armenischen Volkes auf seine alte Heimat müssen anerkannt werden, und das wäre der nächste Abschnitt der Geschichte.”

Die Weltkarte der armenischen Diaspora: außer etwa drei Millionen Armeniern in der sowjetischen Kleinrepublik, lebt in der Türkei als Gemeinde nur noch ein Reh von etwa 50.000 in ImanbW, 575.000 leben im Vorderen Orient – Irak, Syrien, Libanon – 335.000 in Europa, vorwiegend Frankreich, 600.000 in Nordamerika, Schwerpunkt USA, und 170.000 in Lateinamerika, vor allem Argentinien. Ara Toranian, Angehöriger der dritten Diaspora-Generation, Leiter der “Nationalen Armenischen Bewegung” MNA, in Paris:

“Sechzig Jahre lang, bis 1975, versuchten die Armenier auf politische Weise, ihre Rechte geltend zu machen. Sie wandten sich an die internationalen Instanzen, um zumindestens die Anerkennung ihrer geringsten Forderung zu erreichen, die historische Anerkennung dieses Völkermordes und die Verurteilung ihrer Urheber. Doch sechzig Jahre lang hat das armenische Volk nichts erhalten und nichts erreicht. So beschlossen armenische Gemeinschaften 1975, nunmehr zum bewaffneten Kampf überzugehen. Wir sind ein Volk im Exil, ein seines Bodens beraubtes Volk, dessen Geschichte veleugnet wird. Ein Volk, das der Auslöschung seiner Identität unterzogen wird. Wir führen einen Kampf zur Wahrung unserer Identität und für die Befreiung der armenischen Territorien, die uns durch den Völkermord genommen worden sind.”

“Die armenische Frage existiert nicht mehr” – ? Talaat Beys Prophezeiung hat sich nicht erfüllt. In der UNO wird am 6. April 1973 folgender Satz des Unterausschusses zum Schutz von Minderheiten auf Protest der Türken zunächst gestrichen: “Wenn wir uns der zeitgenössischen Geschichte zuwenden, so kann auf eine verhältnismäßig umfassende Dokumentation über das Massaker an den Armenier hingewiesen werden, das als der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts gelten kann.” Am 29. August 1985 verabschiedet die Mehrheit des UN-Unterausschusses eine Fassung, in der die Verfolgungen der Armenier 1915/16 als “Völkermord” gewertet werden. Am 7. Januar 1984 sagte der französische Präsident Francois Mitterrand bei einem Besuch der armenischen Gemeinde von Vienne wörtlich:

“Es ist unmöglich, die Spur des Völkermords zu vertuschen, der Sie geschlagen hat…”

Am 16. April 1984 kommt das “Ständige Tribunal der Völker” in Paris zu der Ansicht, daß es sich bei den Armenier-Verfolgungen um einen systematischen Völkermord im Sinne der UN-Konvention vom Dezember 1984 gehandelt habe. Am 23. Oktober 1984 stellen die Sozialistischen Fraktionen des Europa-Parlaments den Antrag, die Armenier-Verfolgungen als “Völkermord” anzuerkennen. Am 26. Juni 1985 kommt es darüber zu einer Diskussion: die bundesdeutschen Abgeordneten des Politischen Ausschusses stellen dabei als einzige von zwölf Nationen sowohl das Europa-Parlament als Forum wie auch den Begriff “Völkermord” in Frage.

In Deutschland wird seit siebzig Jahren offiziell geschwiegen. Keine Regierung ist in der armenischen Frage je initiativ geworden. Wie tödlich das Schweigen zwischen den beiden Weltkriegen über ein Großverbrechen wie das an den Armeniern für künftige Opfer war, geht aus einer Notiz des Auswärtigen Amtes hervor. Am 22. August 1939 erklärt Adolf Hitler vor hohen Militärs und Kommandeuren der SS-Todesschwadronen, daß dies kein Krieg wie bisherige werde, sondern die gnadenlose Ausrottung des Gegners – Mann, Weib und Kind. Und dann fällt der Satz: “WER REDET HEUTE NOCH VON DER VERNICHTUNG DER ARMENIER?”

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Time am 14. Oktober 2009

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