Mit ‘Barack Obama’ getaggte Beiträge

Höchste Zeit für einen Putsch, Ratze!

7. März 2014

TURKEY-EGYPT-POLITICS-UNREST

Falls Ratze Fuhrergan nicht freiwillig abtreten sondern putschen will, wird es höchste Zeit dafür, und es wäre auch in hohem Maße mohammedanistisch. Lesen Sie einen Artikel von Michael Martens, der heute auf „FAZ.net“ veröffentlicht wurde (1).

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Internet-Enthüllungen

Erdogan – ganz ungeschminkt

Immer mehr Tondokumente finden ihren Weg ins Netz, auf denen der türkische Ministerpräsident zu hören sein soll. Die Mitschnitte decken auf, wie wenig sich Erdogan um Gewaltenteilung und andere Grundregeln schert.

Das Gespräch, das Barack Obama und Tayyip Erdogan am 19. Februar dieses Jahres miteinander geführt haben, gehört zu jenen Telefonaten des türkischen Ministerpräsidenten, die noch nicht im Internet nachzuhören sind. Dafür hat Erdogan nun selbst darüber berichtet. Demnach hat er Obama vor Fethullah Gülen gewarnt. Ankara bezichtigt den in den Vereinigten Staaten lebenden türkischen Religionsfürsten, Großunternehmer und einstigen Verbündeten, der Drahtzieher hinter den systematischen Lauschangriffen zu sein, denen sich die Regierung Erdogan ausgesetzt sieht. „Ich habe Obama gesagt, dass die für die Unruhe in der Türkei verantwortliche Person in seinem Land lebt, in Pennsylvania. Ich sagte: „Ich erwarte, was nötig ist“. Sie müssen die nötige Position einnehmen, wenn jemand die Sicherheit meines Landes bedroht.“ Obama habe positiv reagiert und gesagt, er habe die Nachricht verstanden, behauptet Erdogan.

Ob sich Erdogans Darstellung dieser Konversation in den kommenden Tagen im Internet mit ihrem Originalwortlaut vergleichen lassen wird, ist ungewiss, aber überrascht wäre niemand mehr. Fast täglich stellen einstweilen und vielleicht für immer Unbekannte neue Tondokumente ins Netz, auf denen angeblich Erdogan zu hören ist – und wie. Zu hören ist eine Regierung, die korrupt und undemokratisch bis ins Mark ist. In einer entwickelten Demokratie hätte das Material zehnmal einen Rücktritt des gesamten Kabinetts gerechtfertigt. Erdogan hat die Authentizität von drei (vergleichsweise) harmlosen Mitschnitten bereits zugegeben, bezeichnet die verfänglicheren indes als Fälschungen.

Doch selbst die offenbar authentischen Mitschnitte legen bloß, was sich bisher zwar aus guten Gründen vermuten, aber nicht immer stichfest beweisen ließ: Erdogan schert sich weder um Gewaltenteilung noch um andere demokratische Grundregeln. Da seine anonymen Mithörer offenbar reichlich Material haben, ist es gut möglich, dass die skandalösesten Enthüllungen noch zurückgehalten und erst kurz vor der Kommunalwahl am 30. März veröffentlicht werden.

Erdogan in Umfragen weiter stark

Unterdessen haben Erdogan und sein Justizminister Bekir Bozdag angedeutet, die Türkei werde womöglich versuchen, die Auslieferung Gülens aus den Vereinigten Staaten zu erwirken. Noch habe die Regierung einen solchen Schritt „seines Wissens“ nicht unternommen, doch gebe es „einige Einschätzungen“ die dafür sprächen – nämlich „Gesetzeswidrigkeiten, Unsittlichkeiten und einige Handlungen, die laut unseren Gesetzen Verbrechen sind“, sagte Bozdag dazu, ohne die Vergehen und ihre Urheber genauer zu benennen. Das unternimmt sein Regierungschef dafür um so deutlicher. Während sich Erdogan zu Beginn seines offenen Bruchs mit Gülen noch hütete, seinen in bestimmten muslimischen Kreisen der Türkei hoch angesehenen Gegenspieler beim Namen zu nennen, tut er sich inzwischen keinen Zwang mehr an. Zwar halten sich einzelne Politiker, so der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu oder Ankaras Bürgermeister Melih Gökcek, auffällig zurück, doch Erdogan schießt rhetorisch inzwischen aus allen Rohren gegen Gülen. „Die Gülen-Bewegung ist keine religiöse Gruppe, sondern eine politisch motivierte illegale Organisation. Ihre Mission ist es, die Regierung zu übernehmen“, sagte er auf einer Wahlveranstaltung in der Provinz vor Zehntrausenden seiner jubelnden Anhänger. Erdogan versucht, einen Keil zwischen Gülen und islamische Konservative zu treiben. „Die Gülen-Bewegung nutzt eure reinen und aufrichtigen Gefühle aus“, warnt er sie und macht es ganz deutlich: „Diese Leute (die Gülen-Bewegung) sind nicht länger eine religiöse Gemeinschaft, sie sind eine politische Organisation“. Nach der Wahl werde man „alle schmutzigen Beziehungen und alle schmutzigen Taten“ untersuchen und die Täter vor Gericht bringen. Dass an der Optimierung des türkische Justizsystems gearbeitet werde, hatte Justizminister Bozdag seinem Regierungschef in einem Telefonat, dessen Echtheit Erdogan bestätigte, bereits zugesagt. In dem Telefonat versicherte Bozdag, die Regierungspartei AKP habe fast 2000 „Freunde“, die zuvor Anwälte im Privatsektor waren, „in das System versetzt“. Soll heißen: Die Regierung installiert ihre Anhänger im Justizsystem, um die dort postierten Gülen-Adepten zu verdrängen.

Am Freitag verbreitete Umfrageergebnisse der als seriös geltenden Meinungsforschungsagenturen Konda und Metropoll haben unterdessen bestätigt, dass die Korruptionsbezichtigungen Erdogan bisher offenbar kaum geschadet haben. Demnach kann seine AKP bei den Kommunalwahlen mit 46 bis 49 Prozent (Konda) beziehungsweise 36 bis 42 Prozent (Metropoll) der Stimmen rechnen. Damit bliebe die AKP selbst in der für sie schlechtesten Prognose die stärkste Partei. Allerdings könnte sich das Ergebnis eintrüben, wenn es ihr nicht gelingt, die Bürgermeisterämter in Istanbul und Ankara zu halten.

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Time am 7. März 2014

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/internet-enthuellungen-erdogan-ganz-ungeschminkt-12836516.html

Der „Rattenkorridor“

12. Dezember 2013

Rattenkorridor

Einen fulminanten Bericht zur Lage in Syrien legte Rainer Hermann in der gestrigen FAZ vor (1).

Es wird klar, dass entlang des Euphrat in unmittelbarer Nähe zu Europa ein dramatisches Bedrohungspotential aufgebaut wird, das ungleich größer ist als an jeder anderen Jihad-Front.

Es wird klar, dass der Beitritt der Torkei zur EU diese in unmittelbare Nachbarschaft zur heißen Jihadsphäre bringen würde.

Es wird ebenso klar, dass es höchste Zeit ist, dort um jeden Preis zu intervenieren und den Kampf gegen das Assad-Regime, das zumindest halbwegs rationale Züge aufweist, einstweilen einzustellen.

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Al Qaida in Syrien

Ein Afghanistan am Mittelmeer

Al Qaida nutzt das Machtvakuum, das der syrische Bürgerkrieg schafft, um dort einen islamischen Staat aufzubauen. Der Terrorkampf zieht dorthin mehr Dschihadisten als an den Hindukusch.

Abu Bakr al Baghdadi ist erfolgreicher als sein Vorbild Usama Bin Ladin. Anders als der Gründer von Al Qaida gebietet der Iraker aus Samarra über einen islamischen Staat. Er ist selbst erfolgreicher als sein Mentor Abu Musab Zarqawi. Denn der im Jahr 2006 getötete Führer von „Al Qaida im Irak“ herrschte nur über ein „Emirat“ innerhalb der irakischen Provinz Anbar. Der 42 Jahre alte al Baghdadi, vom dem keine Fotos existieren, herrscht aber über einen Staat, der bestehende Grenzen aufhebt: den „Islamischen Staat im Irak und in (Groß-)Syrien“ (Isis), der seinen Terror von der syrischen Provinzhauptstadt Raqqa am Oberlauf des Euphrat bis hinab in die irakische Provinz Anbar ausweitet und der seine Präsenz in Mossul, der zweitgrößten Stadt des Iraks, ausbaut.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser islamische Staat dem Westen zuwendet. Der gefährlichste Arm von Al Qaida diskutiere bereits darüber, wann er den Westen angreifen solle, sagt Mike Rogers, der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses in Washington. In einer Titelgeschichte der amerikanischen Zeitschrift „Time Magazine“ über Isis wird er mit den Worten zitiert: „Das hatte sich genau in Afghanistan ereignet und führte zu 9/11.“

Rekrutierte aus der ganzen islamischen Welt

Das Magazin zitiert ferner Matthew G. Olsen, den Direktor des amerikanischen Nationalen Antiterrorzentrums: „Der wachsende Kader von Kämpfern aus dem Westen verstärkt mutmaßlich den Pool der Gruppe an externen Agenten, der zu Anschlägen gegen den Westen eingesetzt werden kann.“ Aus diesem Grund schlägt Ryan Crocker, der im Nahen Osten erfahrenste amerikanische Diplomat, vor, Kontakt zu Präsident Assad aufzunehmen, um die Bedrohung, die von Al Qaida in Syrien ausgeht, gemeinsam zu bekämpfen. Die „New York Times“ zitiert ihn: „So schlecht Assad ist, er ist nicht so schlecht wie die Dschihadisten, die nach seinem Weggang das Land übernehmen wollen.“

Der Bürgerkrieg in Syrien hat ein Vakuum erzeugt, das Al Qaida nutzt, um ein Afghanistan am Mittelmeer zu schaffen. Mit einem Unterschied: „Syrien hat in zweieinhalb Jahren so viele ausländische Kämpfer angezogen wie Afghanistan in zweieinhalb Jahrzehnten“, sagte ein nicht genanntes Mitglied der Regierung Obama zu „Time“. Die neu Rekrutierten kommen aus der ganzen islamischen Welt, von Albanien über den Kaukasus bis auf die arabische Halbinsel, auch aus Europa. Sie schwören ihren Eid nicht mehr auf al Zawahiri, den Führer von Al Qaida, der sich in Afghanistan oder Pakistan versteckt. Sie schwören ihn auf al Baghdadi und den „Islamischen Staat im Irak und (Groß-)Syrien“.

Baghdadi hat Großes vor

Nicht allein die internationalen Kämpfer haben al Baghdadi in kurzer Zeit große Macht verschafft. Unbestrittener Führer wurde er am 21. Juli 2013. Vom Sommer 2010 an hatte Baghdadi seine Herrschaft im irakischen Niemandsland aufgebaut, im Verborgenen war er zum Führer von „Al Qaida im Irak“ aufgestiegen. Die Zahl der großen Bombenanschläge nahm im Irak zu, auch die Zahl der Gefängnisausbrüche. An jenem 21. Juli 2013 folgte der größte von ihnen: Mehrere Monate hatte Baghdadi den Sturm auf Abu Ghraib vorbereitet, auf das größte irakische Gefängnis. Bei der Erstürmung kamen 500 Insassen frei; die meisten hatten zuvor für Al Qaida gekämpft. Von da an verstärkten sie die Durchschlagskraft von Baghdadi entscheidend. Dessen Machtwille reichte so weit, dass er Zawahiri nicht mehr als seinen Führer anerkannte. Vielmehr wies er dessen Fatwa zurück, dass sich Baghdadi auf den Irak konzentrieren und Syrien der „Dschabhat al Nusra“ unter Muhammad al Dschaulani überlassen solle.

Zawahiri hält die Brutalität Baghdadis, der große Anschläge verübt und die Zivilisten in seinem Herrschaftsbereich terrorisiert, für kontraproduktiv. Baghdadi brüskierte aber Zawahiri, indem er sagte: „Ich muss zwischen der Herrschaft Allahs und der Herrschaft Zawahiris entscheiden, und ich entscheide mich für die Herrschaft Allahs.“ Er gebietet schon über ein kleines Kalifat auf irakischem und syrischem Boden. Anknüpfen will er an die großen Epochen der islamischen Geschichte. Dazu zählen die Zeit von 661 bis 750, als die Omayyaden von Damaskus aus ein islamisches Großreich regierten, sowie die Epoche 750 bis 1258. Damals herrschten die Abassiden von Bagdad aus. Während diese Großreiche zivilisatorischen Fortschritt gebracht hatten, verbreitet Baghdadi Schrecken und Terror.

Baghdadi hat Großes vor. Deshalb nennt er seinen Herrschaftsbereich „Staat“, und er arbeitet daran, dass dieser von Dauer ist. Wie das aussieht, beschreibt die Websitee „Syria Comment“ des amerikanischen Politikwissenschaftlers Joshua Landis, die als eine der wichtigsten Websites zu Syrien gilt: Baghdadis Krieger kontrollieren Grenzübergänge zur Türkei, sie haben Ölfelder und Raffinerien in ihre Gewalt gebracht, verteilen Weizen, Nahrungsmittel und Ölprodukte, betreiben in Raqqa Schulen, die der religiösen Umerziehung dienen, und eine Buslinie. Die Versorgung erfolgt entlang des Euphrat über Schwesterstädte im Irak; Amerikaner nennen die Route den „Rattenkorridor“.

Ein sicheres Rückzugsgebiet

Wäre Baghdadi finanziell von Al Qaidas Führung abhängig, er würde sich nicht so klar von Zawahiri distanzieren. Geld fließt aus in Mossul erpressten Schutzgeldern und dem Verkauf von Erdöl, private Geber aus den Golfstaaten, vor allem Kuweit, lassen Bargeld nach Raqqa bringen. Überweisen können sie es nicht mehr. Denn Baghdadi ließ in Raqqa die letzte Einrichtung schließen, die Überweisungen vorgenommen hatte. Eingestellt sind auch alle Medien, so dass die Einwohner von Raqqa nur noch telefonisch mit der Außenwelt in Verbindung stehen.

Unter Kaiser Justinian, dem Erbauer der Hagia Sophia, hatten die Christen von Raqqa eine Blütezeit erlebt. Unter den Abbasiden war die Stadt ein wichtiges Handelszentrum. Heute erlebt sie als Hauptstadt von Baghdadis Islamischem Staat einen traurigen Tiefpunkt. Die Einwohnerzahl hatte sich durch Flüchtlingswellen auf eine Million vervierfacht. Die Rebellen eroberten die Stadt am 5. März 2013, rasch übernahmen die Dschihadisten die Macht. Von hier kontrollieren sie den Norden Syriens, wo Baghdadi einen Tschetschenen als Kommandeur eingesetzt hat, und den Osten des Landes. Islamische Gerichte sprechen in Raqqa Todesurteile aus, die auf dem zentralen Platz vollstreckt werden; Sittenpolizisten setzen die Vollverschleierung der Frauen durch und ein totales Rauchverbot. Die armenische Kirche von Raqqa ist ein Zentrum für die Verbreitung des Islams, Priester wurden verschleppt, Bibeln öffentlich verbrannt.

Al Qaida hat mit dem „Islamischen Staat im Irak und (Groß-)Syrien“ ein sicheres Rückzugsgebiet geschaffen, das sich entlang des „Rattenkorridors“ weit in den Irak erstreckt. Die Staatsgrenzen der Vergangenheit sind dort aufgehoben. Je stabiler dieses Gebilde wird, desto größer wird die Gefahr für den Westen.

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Time am 12. Dezember 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/al-qaida-in-syrien-ein-afghanistan-am-mittelmeer-12704655.html

Die Torkei ist eine feindliche Macht

17. Oktober 2013

Fuhrergan+Kamnie

Friends

Aus einem einzigen Grund – nämlich dem der blinden Hoffnung – glauben einige westliche Politiker immer noch, die Regierung der Torkei sei im Sinne konstruktiver Beziehungen zu nicht-orkischen Staaten irgendwie kalkulierbar. Manche sind so irrsinnig (oder eben schlicht gekaufte Verräter), dass sie für einen Beitritt dieses kryptofaschistischen Staates zur EU plädieren. Innerhalb der Matrix des Jihad jedoch ist das Verhalten von Fuhrergan und seinen Spießgesellen absolut folgerichtig. Grade haben sie z.B. zehn Mossad-Agenten des demokratischen Israel an die Folterknechte und Henker des Naziran ausgeliefert. Hans-Christian Rößler berichtete heute bei „FAZ.net“ (1).

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Geheimdienstverrat

Ein türkischer Schlag gegen den Mossad?

Dass die türkische Regierung israelische Spione an Iran verraten haben soll, wird in Israel nicht offiziell kommentiert. Aber der frühere Mossad-Chef hält solch einen „bösartigen“ Schritt für möglich. Die Beziehung zur Türkei ist schon lange gestört.

Trifft zu, was David Ignatius berichtet, herrscht wieder Eiszeit zwischen der Türkei und Israel. Die türkische Regierung habe Iran die Namen von zehn Iranern genannt, die für den israelischen Geheimdienst arbeiteten, schrieb der gewöhnlich gut unterrichtete Kolumnist, dem auch gute Kontakte in die Türkei nachgesagt werden. Laut seinem Artikel in der „Washington Post“ vom Donnerstag hatten sich die Kontaktmänner des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad mit den Iranern regelmäßig in der Türkei getroffen; die Grenze zwischen den beiden Staaten ist relativ einfach und unauffällig zu überqueren. Nach den ungenannten Quellen, die Ignatius zitiert, haben die Israelis durch den Verrat einen „bedeutenden“ Verlust geheimdienstlicher Quellen erlitten. Die türkische Regierung habe Israel damit einen „Schlag“ versetzen wollen.

Damit spielt Ignatius auf die ausbleibende Versöhnung zwischen der türkischen und der israelischen Regierung an, um die sich im März sogar der amerikanische Präsident Barack Obama bemüht hatte. Noch vom Tel Aviver Flughafen aus hatte Obama kurz vor dem Ende seines ersten Israel-Besuchs Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan angerufen und den Hörer an Benjamin Netanjahu weitergereicht: Der israelische Ministerpräsident bat um Entschuldigung für die neun Toten bei der Erstürmung des türkischen Gaza-Hilfsschiffs „Mavi Marmara“; der Vorfall im Mai 2010 hatte zur schwersten Krise in den Beziehungen beider Staaten geführt, die bis dahin eng zusammenarbeiteten. Erdogan nahm damals die Entschuldigung an.

„Wir waren häufig dort aktiv“

Doch die Entspannung war nur von kurzer Dauer. Schon wenig später kündigte der türkische Regierungschef an, er werde bald den von der Hamas regierten Gazastreifen besuchen. Zudem kommen die Verhandlungen über die Entschädigung der Opfer und ihrer Angehörigen sowie die Einstellung türkischer Gerichtsverfahren gegen israelische Verantwortliche für die Militäraktion nicht voran. Ankara gehe es nicht wirklich um ein Ende des Streits, die Türkei wolle Israel weiter erniedrigen und auf die Knie zwingen, heißt es in Jerusalem.

Offiziell nimmt die israelische Regierung nie Stellung zu Berichten über Aktivitäten ihrer Geheimdienste. Aber in Israel war am Donnerstag immer wieder die Einschätzung zu hören, dass der von der „Washington Post“ berichtete Verrat zu den angespannten Beziehungen passen würde.

So schloss der frühere Mossad-Chef Dani Jatom im Rundfunk nicht aus, dass sich die Türkei mit der jüngsten Aktion ein weiteres Mal an Israel rächen wolle. Wenn stimme, was Ignatius schreibe, seien die iranischen Agenten wohl schon nicht mehr am Leben, und die Türkei sei für ihren Tod verantwortlich. Ein solches Verhalten wäre „bösartig“, denn früher hätten beide Seiten „exzellente“ Kontakte unterhalten. Dazu habe gehört, die türkischen Dienste über israelische Aktivitäten in der Türkei ins Bild zu setzen. „Sie haben mit uns kooperiert, und wir waren häufig dort aktiv, weil die Türkei ein günstiger Ort ist, um Leute aus feindlichen Ländern zu treffen“, sagte Jatom, der dabei auch Iran nannte.

Ein Freund der Iraner?

Die enge Zusammenarbeit mit den türkischen Sicherheitsdiensten habe aber schon vor mehr als einem Jahr abgenommen, weil es Beschwerden darüber gegeben habe, der Chef des türkischen Geheimdienstes MIT sei ein enger Freund der Iraner. David Ignatius schreibt, Geheimdienstchef Hakan Fidan habe die Namen der iranischen Agenten weitergegeben. Das „Wall Street Journal“  berichtete, Fidan, der seit 2010 im Amt ist und als Vertrauter Erdogans gilt, habe auch unter anderen westlichen Verbündeten der Türkei Beunruhigung hervorgerufen, weil er angeblich geheime Informationen an Iran weitergeleitet habe.

Das iranische Interesse an solchen Angaben ist groß: In der Vergangenheit hatte es immer wieder glaubwürdige Hinweise darauf gegeben, dass Israel in Iran im Verborgenen einen Krieg gegen das Atomprogramm führt. Iranische Atomwissenschaftler wurden ermordet, und es gab immer wieder mysteriöse Sabotageakte.

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Time am 17. Oktober 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/geheimdienstverrat-ein-tuerkischer-schlag-gegen-den-mossad-12621934.html

Zweimal Syrien

4. September 2013

Truman

Dass es für den Westen in Bezug auf Syrien keine wirklich gute Option gibt, stellt Günther Nonnenmacher in der heutigen FAZ dar (1). Lesen Sie anschließend die ebenfalls sehr bedenkenswerten Ausführungen von Ulrich J. Becker (2), der engagiert für einen Militärschlag gegen Assad votiert.

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Das Dilemma des Westens

Die Glaubwürdigkeit Barack Obamas ist nicht nur eine Prestigesache. Die Syrien-Frage ist für die Vereinigten Staaten eine weltpolitische – es geht um ihren Anspruch als Stützpfeiler der Weltordnung.

Seit ersichtlich war, dass der „syrische Frühling“ nicht wie in Tunesien oder Ägypten zu einem schnellen Sturz des Machthabers Baschar al Assad führen würde, und noch mehr, seit der Aufstand gegen den Tyrannen zu einem grausamen Bürgerkrieg (mit inzwischen mehr als hunderttausend Toten und Millionen Flüchtlingen) wurde, zeigt sich die westliche Politik hilflos. Das ist leicht zu kritisieren, aus humanitären wie aus realpolitischen Gründen. Doch Kritiker, die ernst genommen werden wollen, sollten den Politikern wenigstens zugestehen, dass guter Rat in diesem Fall teuer ist, und zwar einfach deshalb, weil es nur schlechte Optionen gibt.

Rückblickend wird besserwisserisch behauptet, wenn man die Aufständischen von Anfang an militärisch unterstützt hätte, wären dem Land Bürgerkrieg und – möglicherweise – Zerfall erspart geblieben. Bisherige Erfahrungen sprechen dafür nicht. In Libyen haben westliche Luftangriffe das Gaddafi-Regime zwar zerschlagen, aber das Land steckt weiterhin im politischen Chaos. Die Gefahr, dass auch dort die schwachen staatlichen Institutionen vollends zerfallen und ein Bürgerkrieg ausbricht, ist keineswegs gebannt. In Tunesien und Ägypten hat sich gezeigt, dass nach dem Sturz der Diktatoren islamistische Parteien am besten organisiert waren und die Macht übernahmen, ohne ihre Länder wirklich befrieden zu können oder auf den Weg zu einer – und sei es den örtlichen Gegebenheiten entsprechenden – Demokratie zu bringen. Im Irak wie in Afghanistan wurden selbst nach langjähriger Besetzung und trotz eines ungeheuren finanziellen Aufwands die Spaltungen nach regionalen Interessen oder ethnische und konfessionelle Konflikte nicht überwunden. Von einem „inklusiven“ politischen Prozess, in dem alle Parteien und Fraktionen, vor allem auch die Minderheiten, zu ihrem Recht kämen, kann weder hier noch da die Rede sein. Überall ist es die Regel, dass die stärkste Gruppierung die Schwächeren von der Macht fernhält und unterdrückt.

Naher und Mittlerer Osten sind nicht nachhaltig beeinflussbar

Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen – die schwächere Form einer Intervention – wurden immer wieder gefordert, ohne dass es in nennenswertem Umfang dazu gekommen wäre. Aus guten Gründen. Paris und London, die sich dafür im Falle Syriens stark gemacht und die EU deswegen gespalten hatten, haben davon Abstand genommen und damit den Gegenargumenten praktisch recht gegeben: Tatsächlich kann niemand sicher sein, dass die gelieferten Waffen nicht in die Hände dschihadistischer Gruppen fallen, die Assad stürzen wollen, um danach ein islamistisch-totalitäres Kalifat zu errichten, das gegen den Westen gerichtet ist. Es ist die Lehre aus der seit „9/11“ betriebenen Politik, dass westliches Eingreifen nicht zu den angestrebten Zielen führt, dass, generell gesprochen, die Gärungsprozesse in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens von außen nicht nachhaltig zu beeinflussen sind.

Diese Lehre prägt auch die neueste Debatte über Luftangriffe gegen Syrien, die Assad wegen des Einsatzes chemischer Kampfstoffe „bestrafen“ sollen. Präsident Obama wie Premierminister Cameron haben klipp und klar gesagt, es gehe dabei nicht darum, im syrischen Bürgerkrieg militärisch Partei zu ergreifen (was der Westen politisch aber schon lange getan hat), und schon gar nicht um das Vorspiel zu einer massiven Intervention. Das Ziel sei, einen krassen Bruch des Völkerrechts durch einen „Schuss vor den Bug“, also limitierte Luftschläge, zu sanktionieren.

Eine rote Linie weltpolitischen Ausmaßes

Das sollte eine nach den Erfahrungen in Afghanistan und im Irak skeptische, kriegsmüde westliche Öffentlichkeit beruhigen, bringt die Politik aber in neue Argumentationsnöte: Warum ändern gerade jetzt, nachdem mehr als hunderttausend Menschen auf konventionelle Art und Weise umgebracht wurden, ohne dass der Westen eingegriffen hätte, ein paar Hundert Giftgas-Opfer die Lage? Es liegt der Verdacht nahe, dass es gar nicht um Syrien geht, sondern um die Glaubwürdigkeit Obamas, der vor einem Jahr diese „rote Linie“ gezogen hatte. Hinzu kommt, dass es kein Mandat des UN-Sicherheitsrates gibt und Nato und EU in dieser Frage gespalten sind. Der Versuch, ein Eingreifen durch das heimische Parlament legitimieren zu lassen, ist in Britannien bereits gescheitert; das schwächt auch die Position Obamas und des französischen Präsidenten Hollande.

Allerdings ist Obamas Glaubwürdigkeit (in geringerem Maße gilt das auch für Cameron und Hollande) keine reine Prestigesache und schon gar keine Frage der amerikanischen Innenpolitik. Es geht vielmehr um einen entscheidenden weltpolitischen Faktor. Die Vereinigten Staaten sind mit ihren – ausdrücklichen oder unausgesprochenen – Sicherheitsgarantien für andere Staaten, von Europa über den Mittleren Osten bis nach Asien, der wichtigste Pfeiler der Weltordnung. Wenn explizite Warnungen des amerikanischen Präsidenten folgenlos missachtet werden können, wenn sein Wort keine Geltung hat, welche Bedeutung haben dann andere Zusagen der Vereinigten Staaten? Welche Schlüsse werden daraus die Mullahs in Iran oder der Diktator in Nordkorea ziehen? Kaum anzunehmen, dass Moskau oder Peking auf dem G-20-Treffen Amerika aus diesem Dilemma heraushelfen.

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Warum ich fuer einen Angriff auf Assad bin – Oder: Warum ein iranischer Vasallenstaat „Syria“ gefaehrlicher ist, als ein El-Kaida-Kalifat…

In letzter Zeit sehe ich immer wieder Kommentare von pro-Israelis in Deutschland – und einige schreiben mir auch – die davor warnen, Assad anzugreifen, weil die Alternative dazu – islamistische Sunniten, El Kaida, Al Nusra, Salafisten etc. – noch viel schlimmer sei.

Ich stimme ihnen zu, dass es unter der syrischen Rebellen einen grossen, vielleicht mehrheitlichen, Anteil von solchen Gruppen gibt und sicher die Mehrheit der Rebellen allgemein nicht weniger antiisraelisch und antisemitisch ist, als Assads Regime – wahrscheinlich sogar mehr. Und ja, Assad Regimes ist prinzipiell eine a-religioese Diktatur und zumindest werden Juden nicht gleich per islamisch-religioeser Defitionion gehasst.

Also, warum sich gegen Assad stellen? Und wird man damit nicht Freund seines Feindes, der Islamisten?

Zuerst einmal sei hier klar gesagt: Assad ist nicht einfach der saekulare Staat, der gegen islamistische Aufstaendische kaempft. Assads Syrien ist ein Nationalitaets- und Religioesitaetsgemisch, dass sich mit dem Iran und dessen Arm Hisb’allah verbuendet hat, welche in grossem Stil fuer ihn kaempfen. Sprich, wer vor den islamistischen Islamisten warnt, sollte wissen, dass auf der anderen Seite die schiitischen Islamisten stehen und Iran federfuehrend ist.

Sowieso stroemen sunnitische Islamisten aus aller Welt – von den USA, ueber Europa und Russland bis nach China – zum Dschihad nach Syrien. Auf der anderen Seite stroemen schiitische Islamisten aus ihren vornehmlichen Laendern – Iran, Irak, Libanon – hinzu, um die Sunniten zu bekaempfen. (Wir erinnern an dieses Video von Hisb’Allah und irakischen Schiiten, die in Syrien kaempfen).

Damit ist die Frage aber nicht beantwortet, sondern nur bekraeftigt, dass beide Seiten mindestens gleich schlimm sind, bzw. die eine die Pest, die andere die Cholera.

Der entscheidene Unterschied liegt in ihrem Vernichtungspotential und in ihrer Faehigkeit eine groeßere, organisierte Gefahr zu errichten: Der Iran ist der weltgroeßte Terrorstaat. Er ist gut organisiert, hat ein sehr gutes Geheimdienstvorgehen, seine Botschaften sind Terrorzentralen weltweit, er hat etliche große und kleine Terrorgruppen eingespannt, versorgt sie, bildet sie systematisch aus, bringt ihnen Waffen, Geld, etc. Dazu gehoerten u.a. wichtige Teile der El Kaida und der Iran half außerdem bei der El-Kaida-Planung des 11. Septembers.

Der Iran ist dabei nukleare Massenvernichtungswaffen zu entwickeln, er arbeitet an einem weltweiten Buendnis gegen Amerika und den Westen und hat als eines seiner nationalen vorrangigen Ziele die Vernichtung Israels. Das ist eine Vernichtungsmaschine, das ist Hass und Vernichtung auf Staatsniveau mit entsprechenden Budgets und Industriepotential fuer Waffen, Sprengstoff etc..

Die El Kaida dagegen ist ein mehr oder weniger loses Netzwerk von sadistisch-romantischen Islamisten, die u.a. gerne mit Pferden und RPG ihren Dschihad verbreiten, weil es in ihren urislamistischen Kitsch passt.

Sie koennen durchaus grausame und moerderische Attacken planen und vollstrecken, ihr Hass ist riesig und sie sind definitiv eine Gefahr.

Der potentielle Vernichtungsumfang dieser Attacken hat aber seine Grenzen, und sie sind weltweit relativ geaechtet und verfolgt. Und selbst wenn sie – wie damals in Afghanistan – in einem Land offiziell Fuß fassen, sorgen sie dafuer, ihre ganze Umgebung in vor-mittelalterliche Welten zurueck fallen zu lassen und vor Ort „Ketzer“ auf dem Dorfplatz zu erschießen, das Land in den wirtschaftlichen, politisch und wissenschaftlichen Ruin zu stuerzen und einen semi-Kriegszustand einziehen zu lassen.

Sollten sie Syrien uebernehmen, wuerde es fuer Israel zwar bedeuten, dass dort vielleicht jetzt viel schießwuetendere Gruppen sitzen, aber ihre Organisation, militaerische Raffinesse waeren relativ gering und ein Gegner, den Israel zwar dauernd bekaempfen muesste, der aber kaum eine echte, existentielle Bedrohung aufbauen koennte.

Bei den Iranern, der Hisb’Allah etc. ist das anders: Sie arbeiten an dem großen Umfang am industriellen Potential unserer Vernichtung, an immer neuen Raketen, an Giftgas, and Nuklearwaffen. Hisb’Allah allein hat mehr Raketen als die meisten Staaten der Welt, setzt Drohnen ein, hat einen großen Geheimdienstapparat und lernt hochmoderne Flugabwehrsysteme zu benutzen.

Ein Schlag gegen Assad jetzt wuerde den Iran herausfordern, ihn schwaechen, den Staaten der Gegend zeigen, dass man keine Angst vor ihnen hat etc.

Aber es zieht momentan wenig danach aus. Eher nach einem Triumph Assads, der Hisb’alla und Irans…

Aber noch was: Wenn man das Regime angreift, muss man dadurch nicht unbedingt sich hinter die Rebellen schmeißen. Man kann z.B. Assad gesamtes Raketenprogramm und alle Chemiewaffendepots vernichten. Potentiellen neuen Chemiewaffenopfern in Syrien waere geholfen, Israel waere geholfen, der Welt waere geholfen. Nur weil ich Assads Chemiewaffen vernichtet sehen will, bin ich noch lange kein pro-Mann fuer die sunnitischen Islamisten.

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Time am 4. September 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/syrien-das-dilemma-des-westens-12558251.html
2) http://aro1.com/fuer-angriff-auf-assad/#more-26585

Reden und hauen

20. Juni 2013

Greser und Lenz

„Reden statt hauen“ ist ein wichtiges Motto im Kindergarten, wie mir eine kleine Nichte berichtete. Ich meine, der Westen ist gut beraten, beides perfekt zu beherrschen. Wenn die USA jetzt Verhandlungen mit den Taliban aufnehmen wollen, heißt das ja nicht, dass jetzt nicht mehr dem einen oder anderen Jihadistenführer notwendigerweise von einer Drohne der A*sch abgeschossen würde. Matthias Rüb berichtete in der heutigen FAZ (1).

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Karzai will Friedensgespräche boykottieren

Afghanistans Präsident Karzai hat auf das Gesprächsangebot Washingtons an die Taliban reagiert: Er will Verhandlungen mit Amerika aussetzen und nicht zu Friedensgesprächen nach Doha kommen.

Der afghanische Präsident Karzai hat erzürnt auf die Ankündigung der amerikanischen Regierung reagiert, mit den radikal islamistischen Taliban zu verhandeln. Seine Regierung werde die Verhandlungen in Doha boykottieren, hieß es in einer Mitteilung des Präsidialamtes in Kabul. Die Vertreter des von Karzai eingesetzten Hohen Friedensrates würden nicht von Kabul in die qatarische Hauptstadt reisen, solange an den Gesprächen auch andere Parteien außer Repräsentanten des afghanischen Volkes teilnehmen würden, heißt es in einer Mitteilung des Präsidenten vom Mittwoch.

Karzai brach zudem aus Protest die Verhandlungen mit Washington über ein bilaterales Sicherheits- und Truppenstationierungsabkommen (Sofa) ab. Ein Sprecher der amerikanischen Botschaft in Kabul sagte am Mittwoch, Washington habe die Mitteilung Karzais zur Kenntnis genommen, könne derzeit aber noch keine Antwort darauf geben. Zudem dämpften Taliban-Angriffe am Mittwoch Hoffnungen auf eine politische Verständigung mit den militanten Islamisten. Bei einem Raketenangriff auf den amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Bagram nahe der Hauptstadt Kabul wurden vier amerikanische Isaf-Soldaten getötet. In der südafghanischen Provinz Helmand erschoss ein Talib in Polizeiuniform fünf Polizisten.

Der Gouverneur des Distrikts Gereschk, Fahim Musasai, sagte, der Attentäter habe die Polizei gezielt unterwandert. Die Taliban bekannten sich zu beiden Angriffen offiziell. Bei der Eröffnung des zum Zwecke der Verhandlungen eröffneten Verbindungsbüros der Taliban in Doha hatte deren Sprecher Mohammed Sohail Schahin am Dienstag bekräftigt, die Taliban würden ihre Angriffe trotz der bevorstehenden Gespräche mit Vertretern der Vereinigten Staaten und der Regierung in Kabul fortsetzen. Die Taliban verfolgten „politische und militärische Optionen“, sagte Shaheen: „Es gibt derzeit keinen Waffenstillstand. Sie greifen uns an und wir greifen sie an. Die Angriffe werden parallel zu den Friedensgesprächen weitergehen.“

Der amerikanische Präsident Barack Obama verteidigte die geplanten Gespräche seiner Regierung mit den Taliban. Auf die Kritik Karzais reagierte Obama gelassen. „Wir wussten, dass es Spannungen geben würde“, sagte Obama während seines Besuchs in Berlin: „Das ist keine Überraschung.“ In Afghanistan herrsche weiterhin großes Misstrauen. „Wir sind mitten im Krieg“, sagte der Präsident. Die Aufnahme der direkten Verhandlungen mit den Taliban sein „nur ein erster Schritt“, man müsse noch mit zahlreichen „Stolpersteinen auf dem Weg“ zu einem dauerhaften Frieden in Afghanistan rechnen, sagte der Präsident. Trotz der Schwierigkeiten rief Obama dazu auf, den Prozess der Verständigung zwischen den Konfliktparteien fortzusetzen.

Der Abschluss der Verhandlungen über eine Truppenstationierung ist Voraussetzung für den Verbleib eines Restkontingents amerikanischer Truppen nach dem Abzug aller Kampftruppen der internationalen Schutztruppe Isaf bis Ende 2014 und damit auch für das Engagement der Bundeswehr sowie anderer Nato-Streitkräfte. Das Scheitern der Sofa-Verhandlungen zwischen Bagdad und Washington hatte zum überstürzten Abzug aller amerikanischen Soldaten aus dem Irak Ende 2011 geführt.

Über den Zeitpunkt des Beginns der geplanten Gespräche herrschte am Mittwoch weiter Unklarheit. Die Tageszeitung „Washington Post“ berichtete, ein erstes Treffen in Doha solle schon an diesem Donnerstag stattfinden. Präsident Karzai besteht darauf, dass die Taliban ausschließlich mit seiner Regierung verhandeln. Die Aufständischen lehnen das bislang ab, weil sie Karzai als Lakai Washingtons und der Isaf-Truppen betrachten. Karzai ließ mitteilen, seine Regierung sei zu Friedensgesprächen auf der Basis der demokratischen Errungenschaften der vergangenen zehn Jahre bereit. Von dem am Dienstag in Doha eröffneten Verbindungsbüro gehe aber „eine Botschaft von Krieg und Blutvergießen aus“. Die Taliban hatten bei der Eröffnungszeremonie am Dienstag ihre Flagge statt der afghanischen gehisst. Für die Taliban ist die Eröffnung des Büros in Doha ein wichtiger diplomatischer Erfolg. Damit hoffen sie, vorab als legitimer Vertreter des afghanischen Volkes neben der Regierung in Kabul international anerkannt zu werden.

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Time am 20. Juni 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/afghanistan-karzai-will-friedensgespraeche-boykottieren-12236272.html

Leserbrief-Counterjihad (#33)

16. April 2013

Zeitungen

Die Bundestagsabgeordnete Bettina Kudler (CDU) hat der FAZ einen Leserbrief zum Thema „Israel und seine Freunde“ geschrieben, den Deutschlands beste Zeitung gestern druckte.

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Verheerende Wirkung

Zu Ihrer Berichterstattung über den Besuch des amerikanischen Präsidenten in Israel (F.A.Z. vom 23. März): Wie wurde Israel international wegen seiner Zurückhaltung gegenüber dem arabischen Frühling kritisiert. Heute zeigt sich, dass Israel die Lage von Beginn an richtig eingeschätzt hat, während die Europäer erst jetzt zu merken scheinen, wohin die Reise geht und von einem „arabischen Winter“ sprechen. Jahrelang wurde der israelisch-palästinensische Konflikt von den Europäern – und vor wenigen Wochen noch von einem Redner der SPD im Deutschen Bundestag – als der zentrale Konflikt im Nahen Osten bezeichnet. Die Vereinigten Staaten – das hat der Besuch des amerikanischen Präsidenten gezeigt – nehmen erst jetzt, in Anbetracht, dass der Nahe Osten brennt (Bürgerkrieg in Syrien, Islamisierung von Ägypten, Instabilität in fast allen Nachbarstaaten Israels), eine andere Haltung ein. Die EU-Staaten sind von dieser Auffassung noch weit entfernt. Oder warum hielt zum Beispiel die EU-Außenbeauftragte Ashton es nicht für notwendig, dass die EU-Staaten eine einheitliche politische Linie im Hinblick auf den einseitigen Gang der Palästinenser vor die UN in Sachen eigener Staat entwickeln?

Die Siedlungspolitik Israels im Westjordanland und in Ostjerusalem wird international immer wieder kritisiert und als Hindernis für die Zwei-Staaten-Lösung bezeichnet. Dabei muss man den Kritikern vorhalten, dass sie wesentliche historische Fakten ausklammern. Die Eigentumsfrage des Westjordanlandes und Ostjerusalems ist bis heute nicht geklärt. Die Palästinenser lehnten im Jahr 1948 die Staatsgründung Israels ab; ebenso lehnten sie einen eigenen Staat in den Grenzen gemäß dem UN-Teilungsbeschluss ab. Der Zugang zu Ostjerusalem wurde den Israelis bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967 verwehrt. Das Westjordanland war fast zwanzig Jahre lang unter jordanischer, der Gazastreifen bis 1956 unter ägyptischer Verwaltung. Die Antwort auf die fehlende Anerkennung Israels war ebendie Siedlungspolitik. Wenn man schon Forderungen nach einem Siedlungsstopp erhebt, dann sollte man die Forderungen so erheben, dass es wirkliche Fortschritte gibt. Fortschritte im Hinblick auf das friedliche Zusammenleben wird es nur geben, wenn die Israelis keine Angst mehr vor Selbstmordattentätern haben müssen und wenn die Palästinenser auch akzeptieren, dass Israelis im Westjordanland leben. Denn wie bitte soll eine Zwei-Staaten-Lösung funktionieren, wenn der eine Staat gegenüber dem anderen so feindlich eingestellt ist, dass er keinerlei Bewohner des Nachbarstaates in seinem Staat dulden will? Ebenso muss der Flüchtlingsstatus der Palästinenser, der sich abweichend von allen anderen Regelungen in der Welt bereits seit mehreren Generationen vererbt, aufgehoben werden.

Die israelische Bevölkerung ist aufgrund der internationalen Kritik an der Siedlungspolitik und der schwierigen Entwicklung in den Nachbarstaaten Israels so verunsichert, dass sie einen smarten Fernsehmoderator wählt, der mit der Gitarre für den Frieden werben will und der jetzt Israels neuer Finanzminister ist. Schon allein wegen des Bürgerkriegs in Syrien scheint diese Haltung völlig naiv. Im Übrigen sind Israels Finanzen die Grundlage seiner Verteidigungsfähigkeit. Das macht deutlich: Die ausländische Kritik an der Siedlungspolitik hat verheerende Wirkungen für Israel.

Barack Obama zwang den israelischen Ministerpräsidenten zu einer Entschuldigung gegenüber dem türkischen Ministerpräsidenten. Benjamin Netanjahu hatte sich jedoch aus gutem Grund nicht entschuldigt; so wurde zum Beispiel der deutsche Zweig der türkischen Organisation IHH, die die Mavi Marvara finanziert hatte, in Deutschland wegen illegaler Spendenpraxis verboten. Mit einer erzwungenen Entschuldigung setzt man an, den israelischen Ministerpräsidenten zu demontieren. Alle Freundschaftsbekundungen und militärischen Unterstützungsmaßnahmen relativieren sich dadurch.

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Time am 16. April 2013

An den besten Stellen

16. Februar 2013

MUslimbrotherhood

Der Bevölkerungsanteil der Mohammedanisten an der Bevölkerung der USA beträgt nur 0,6 Prozent (1). Trotzdem meinen die Eliten, sich in einer Weise an die Orks anschleimen zu müssen, die das Fassungsvermögen jeder nur denkbaren Quallenfarm um ein Vielfaches übersteigt.

Obama_Abdullah

Vielleicht ist Obama wirklich ein Mohammedanist, vielleicht hat er wirklich sechs Muschlimmbrüder als enge Berater (2), vielleicht ist der neue CIA-Direktor Brennan Mohammedanist (3)? Absurde, peinliche und ekelhafte Unterwerfungen unter den intellektuellen Müll des Mohammedanismus sieht man jedenfalls allerorten.

Die „Islamische Zeitung“ berichtet hocherfreut von einem weiteren Erfolg der Nazislamisten, in Harvard, in der bedeutendsten Universität der Welt (4):

Harvard

Harvard sieht in Qur’anvers
einen der höchsten Ausdrücke für Gerechtigkeit

Eine Eliteuniversität und die Offenbarung

Die Harvard Law School, einer der prestigeträchtigsten Einrichtungen ihrer Art, hat einen Vers des Edlen Qur‘an am Eingang seiner Bibliothek angebracht. Dieser Vers wurde als einer der größten Ausdrücke für Gerechtigkeit in der Menschheitsgeschichte beschrieben.

Der 135. Vers der Sure An-Nisa (Die Frauen) (Nr. 4 in der Standardausgabe von Uthman, Nr. 100 in chronologischer Reihenfolge, T. ) wurde an einer Wand gegenüber dem Haupteingang der Fakultät angebracht. „Oh, die ihr glaubt, seid Wahrer der Gerechtigkeit, Zeugen für Allah, auch wenn es gegen euch selbst oder die Eltern und nächsten Verwandten sein sollte! Ob er (der Betreffende) reich oder arm ist, so steht Allah beiden näher. Darum folgt nicht der Neigung, dass ihr nicht gerecht handelt! Wenn ihr (die Wahrheit) verdreht oder euch (davon) abwendet, gewiss, so ist Allah dessen, was ihr tut, Kundig („kundig“ bitte klein schreiben, T.).

Nach Angaben einer saudischen Tageszeitung wies ein saudischer Student zuerst auf die Plakette hin. Er veröffentlichte ein Bild auf seinem Twitter-Konto. „Ich entdeckte, dass die Rechts-Fakultät den Vers anbrachte, den sie als einen der größten Ausdrücke für Gerechtigkeit in der Menschheitsgeschichte bezeichnete“, sagte Abdullah Jumma.

Gegründet im Jahre 1817 ist Harvard die am längsten arbeitende juristische Fakultät in den Vereinigten Staaten und gleichzeitig Heimat der größten akademischen Bibliothek auf diesem Gebiet in der Welt. Zu ihren Absolventen gehört Präsident Barack Obama sowie viele einflussreiche Journalisten, Autoren, Medien- und Geschäftsführer – und sogar führende Sportler.

Nach Angaben der offiziellen Webseite ist die Ausstellung „The Words of Justice“ ein Zeugnis für die Beständigkeit der menschlichen Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Würde mit Hilfe des Rechts. „Die Worte an jenen Mauern bestätigen die Macht und Unwiderstehlichkeit der Idee von Gerechtigkeit.“ Neben dem Qur’anvers sind noch zwei weitere Zitate – eines aus der Magna Charta und eines von Augustinus – an den besten Stellen angebracht worden.“

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Der zitierte Spruch hat einen Informationsgehalt, der gegen Null tendiert. Was aber unter mohammedanistischem Recht zu verstehen ist, ist klar: Das ist die Scharia.

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Time am 14. Februar 2013

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/USA#Religion
2) http://www.rightwingwatch.org/content/gohmert-obama-administration-bunch-muslim-brotherhood-members-advice
3) http://www.barenakedislam.com/2013/02/12/tom-trento-digs-up-more-dirt-on-john-brennan-outed-convert-to-islam-and-muslim-brotherhood-operative/
4) http://www.islamische-zeitung.de/?id=16488

Mit einem Winseln

4. Januar 2013

Naziran13

In der FAZ vom 3. Januar erhielt Ali Fathollah-Nejad Gelegenheit, einen ausführlichen und flammenden Appell gegen die Naziran-Sanktionen vom Stapel zu lassen, den er in kürzerer Form bereits im „Deutschlandradio“ zum Besten gegeben hatte (1). Der deutsch-iranische Autor studierte in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden Politologie. Zurzeit stellt er seine Promotion an der School of Oriental and African Studies (SOAS) der Universität London fertig, was für Feuilleton-Chef Nils Minkmar in Bahnerscher Tradition offenbar als Qualifikation für die Besetzung des wertvollen Platzes in Deutschlands bester Zeitung ausreichend war.

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Warum Sanktionen den Tyrannen helfen

Seit dreißig Jahren sieht der Westen in Sanktionen ein Wundermittel gegen Despoten. Doch das Beispiel Iran zeigt, dass so deren Macht noch gefestigt wird.

Fathollah-NejadSeit Jahrzehnten werden Sanktionen mit einem Narrativ begründet: Sie sollen widerspenstige Gewaltherrscher zur Vernunft erziehen, ihren Missetaten nach außen wie nach innen ein Ende bereiten. Mit chirurgischer Präzision ziehen sie die Schlinge um den Hals des Tyrannen immer enger, so dass dieser in taumelnder Aussichtslosigkeit zu außenpolitischer Vernunft angehalten und zugleich schwächelnd seine blutbeschmierten Hände von der Gurgel seines geknechteten Volkes nimmt. Schön wäre es, denn man könnte auf einen Schlag zweierlei Gutes bewirken: Der Übeltäter wird zur Strecke gebracht, das malträtierte Volk befreit und auf den Weg in die Demokratie entlassen. Doch so wirken Sanktionen in der Realität nicht.

Bei jeder neuen Sanktionsrunde beeilen sich westliche Politiker zu betonen, dass die Sanktionen nicht auf die iranische Bevölkerung abzielen, die ein besseres Leben verdiene als unter dem gegenwärtigen Regime. Was mögen aber Iraner selbst denken, die die Sanktionsfolgen erfahren?

Stellen wir uns einen Moment lang vor, wie es ist, in einem Land zu leben, das unter einem schweren Sanktionsregime steht. Wie es ist, wenn die Kosten für Miete, Kleidung und Nahrungsmittel, die Lebenshaltungskosten unaufhörlich steigen, wenn die eigene Währung fast nichts mehr wert ist, wenn der Arbeitsplatz gefährdet ist, da der notwendige Handel mit dem Ausland immer stärker unterbunden wird? Wenn Banken Iraner im In- und Ausland als Ausgestoßene behandeln, jegliche Bankgeschäfte mit dem Ausland, zu privaten oder geschäftlichen Zwecken, gegen höhere Gebühr nur über Drittländer auszuführen sind, wenn man bei jeder Flugreise wegen der sanktionsbedingten Alterung der Flugzeuge um sein Leben bangen muss. Wenn Lebensmittellieferungen aus dem Ausland ihre Fracht nicht ausladen dürfen und eine humanitäre Katastrophe bei Krebs- und anderen Schwerkranken wütet.

Bei alldem stellt der beispiellose Ausschluss des Landes vom internationalen Banken- und Finanzsystem das Auge des Sturmes dar, in dessen Zuge sämtliche, also auch rein zivile Branchen der Wirtschaft gelähmt werden. Dies ist nur ein Ausschnitt aus dem gigantischen Ausmaß unserer „gezielten Sanktionen gegen das Regime“. Ähnliche Meldungen aus Iran mehren sich von Tag zu Tag, es sind Stimmen der Verzweiflung von Menschen, denen die Luft zum Atmen in einem repressiven System durch Sanktionen noch dünner wird.

Aber Freiheit verlange nun einmal Opfer, hallt der laute Zwischenruf aus Teilen des iranischen Exils von Los Angeles bis nach London. Der Preis sei zwar hoch, aber es sei nun an der Zeit, ihn zu zahlen, beschwört auch ein Ramin auf Facebook. Nahezu fauchend erwidert Sara: „Wir zahlen den Preis unserer Freiheit: Wenn du es vergessen haben solltest, das Evin-Gefängnis ist überfüllt!“ Andere erinnern daran, dass die Revolutionäre in Ägypten zu keinem Zeitpunkt Sanktionen gegen ihren Tyrannen gefordert haben und ihn schließlich aus eigenen Stücken zu Fall brachten.

Die positive Einschätzung von Sanktionen beruht auf der Annahme eines begünstigenden Verhältnisses zwischen Sanktionen und Demokratisierung. Hinzu kommt eine leise, aber dennoch deutlich zu vernehmende Hoffnung, die manche westliche Politiker und Exil-Iraner zu einen scheint: Die ökonomische Not werde den Volkszorn gegen das Regime richten und den Weg für seinen endgültigen Sturz ebnen.

Vom komfortablen Ausland aus mag diese faschistoide Züge tragende Vorstellung à la „Je größer die Not, desto größer die Hoffnung!“ einen gewissen Reiz ausüben. Ihr liegt nichts weniger als die Annahme zugrunde, dass es akzeptabel sei, die iranische Gesellschaft als Geisel einer Gewaltherrschaft zu behandeln.

Dabei vergessen wir einen Zusammenhang, der uns im Westen selbstverständlich ist: Eine gesunde und prosperierende Mittelschicht bildet das Rückgrat einer demokratischen Gesellschaft. Just diese aber wird gerade in Iran zugrunde sanktioniert. Wie zudem eine Studie der Harvard University gezeigt hat, treffen die Sanktionen zuvörderst die jungen Menschen in Iran, jene Bevölkerungsmehrheit also, für die man bereits die Rolle des Fahnenträgers einer Demokratie nach westlichem Vorbild vorgesehen hat. Anders ausgedrückt: Ein vom wirtschaftlichen Überlebenskampf geplagter Mensch wird kaum die Muße besitzen, als Bürger in den demokratischen Kampf zu ziehen.

Auch ist das obige Szenario der sanktionsbedingten Revolte seit über dreißig Jahren – also seit Errichtung der Islamischen Republik – nicht eingetroffen. Und was sagt das über unser Bild der kognitiven Fähigkeit der Iraner aus, bei Schuldzuweisung für ihre zusehends desolater werdende wirtschaftliche Situation nicht unterscheiden zu können zwischen den Raubzügen eines kleptokratischen Regimes und dem Sanktionsregime des Westens?

Zieht man die Erkenntnisse der Wissenschaft über Sanktionsfolgen in Betracht, stellt der Fall Iran ein Negativbeispiel dar: In die Enge getriebene autoritäre Regime erhöhen die Repression gegen die Opposition und sind zudem in der Lage, die Kosten von Sanktionen auf das Volk abzuwälzen, wodurch ihre Herrschaft eher verlängert wird. Den sanktionierenden Regierungen dürfte indes kaum entgangen sein, dass systemnahe Organe, wie die Revolutionsgarden, von den Sanktionen sogar profitieren. Das Regime baut dank der Sanktionen seinen technologischen und wirtschaftlichen Vorsprung gegenüber der Zivilgesellschaft sogar noch weiter aus.

Darum haben sich Vertreter der iranischen Zivilgesellschaft und führende Oppositionspolitiker gegen Sanktionen ausgesprochen. Der Westen hat es jedoch vorgezogen, diese Stimmen einfach zu überhören.

Für die politische Klasse des Westens genießt das, was Außenminister Guido Westerwelle bei einer weiteren Verschärfung der Sanktionen verkündet hat, Priorität: „Es geht darum, dass wir nicht akzeptieren können, dass Iran nach der Atombombe greift.“ Als die Sanktionen mehr als dreißig Jahren begannen, drehte sich keine einzige Zentrifuge in Iran, heute sind es Tausende. Außerdem hat das Atomprogramm viel mit einem Gefühl der Unsicherheit angesichts der Instabilität der Region und der Feindseligkeit der Nachbarn zu tun – eine Wahrnehmung, die man nicht wegsanktionieren kann.

Zudem sollen Sanktionen von Iran Zugeständnisse erzwingen. Was in der Vergangenheit ausgeblieben ist, dürfte auch in Zukunft ausbleiben. Denn Sanktionen füttern die Propagandamaschinerie des Regimes über den bösartigen Westen, der das iranische Volk unterjochen will.

Auch aus dem Beispiel Irak wurde nichts gelernt. Es scheint sogar, als hätte es die irakische Tragödie nie gegeben. Schon in den neunziger Jahren aber fiel diese Wiege der Zivilisation auch einem Sanktionsprogramm zum Opfer. Die von Washington vorgeschlagenen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats wurden von einem UN-Sanktionskoordinator (Denis Halliday) zum nächsten (Hans von Sponeck) als genozidäre Maßnahme verurteilt. Nichts weniger als Iraks soziales Gefüge wurde zerschmettert, die Nahrungsmittelversorgung, das Gesundheits- und Bildungswesen brachen zusammen, ebenso die Infrastruktur. Während Frauen und Kinder als schwächste Glieder der Gesellschaft am meisten zu leiden hatten, blieb Saddam jedoch fest im Sattel. Es war „eine andere Art von Krieg“, wie Hans von Sponeck, der damals zweite für die UN-Sanktionen zuständige Koordinator, der aus Protest zurücktrat, später in seinem Buch schrieb.

Dass der Begriff der „gezielten“, „intelligenten“ Sanktionen so unkritisch gesehen wird, ist ein Zeugnis unserer Selbstgefälligkeit. So ziehen wir eine bequeme Lüge einer unbequemen Wahrheit vor. Es ist ein Selbstbetrug, denn de facto sind unsere Sanktionen ein brutaler Angriff auf ein ganzes Land. Sie schwächen den hundertjährigen Kampf der Iraner um Demokratie, weil sie jene, die ihn zu führen haben, im Alltag plagen, während die Unterdrücker sich ungehindert bedienen und ausstatten können. Sanktionen wirken wie ein langsam verabreichtes Gift gegen die Zivilgesellschaft.

Nun sind derzeit zwei Entwicklungen zu befürchten: Entweder muss eine notleidende Bevölkerung auf Jahre hinaus in einem durch die äußere Drohkulisse und Sanktionen gefestigten, sich in Richtung einer Militärdiktatur entwickelnden Regime um das schiere Überleben kämpfen. Oder ein Krieg wird jegliche Perspektive auf Demokratie und menschenwürdiges Leben begraben.

Alles in allem hat sich der Westen mit der Idee der gezielten Sanktionen ein Narrativ erfunden, mit dem sowohl er wie das iranische Regime bequem leben können, die Menschen in Iran aber kaum. Zwei Fragen sollten wir uns ehrlicherweise stellen: Genießen nicht alle, egal unter welchem noch so brutalen System sie leben, die gleichen Menschenrechte? Und: Wenn also Sanktionen den Tyrannen am Leben halten – was geschähe, wenn man sie einfach aufhöbe?

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Was wäre geschehen, wenn man Hitler nicht in den Weg getreten wäre? Was wäre geschehen, wenn man die Bolschewisten mit Computern beliefert hätte und ihre Mittelstreckenraketenaufrüstung unbeantwortet gelassen hätte? Was wäre geschehen, wenn sich die Weltgemeinschaft nicht gegen die Apartheid in Südafrika gewendet hätte? Was wäre geschehen, wenn damals schon Obama anstelle des grandiosen Ronald Reagan Präsident gewesen wäre, oder Lafontaine Kohl geschlagen hätte?

Ali Fathollah-Nejad, ein Freund Feridun Zaimoglus (2), gehört zu den Leuten, die ihre Herkunft zum Beruf gemacht haben und ihr Brot als Spezialisten für ihre Heimat oder ihre ekelerregende Religion verdienen (3). Gleichzeitig lebt er fern von der Heimat. Man kann ihm sicher nicht vorwerfen, dass er eine mental besonders innige und sehnsuchtsvolle Beziehung zu ihr hat. Allerdings steht diese einer nüchternen Betrachtung des Problems, das wir hier im Westen mit Naziran haben, im Wege (4). Insofern möchte man der FAZ empfehlen, die Zusammenarbeit mit Subjekten einzustellen, denen das Wohl Nazirans mehr am Herzen liegt als unser eigenes.

Der von Sanktionen betroffene krebskranke Iraner ist ja nicht unser Problem, sondern die fortwährende Unterstützung so vieler Iraner für das Terrorregime. Die permanente Bedrohung, die von diesem Land für unseren Freund Israel ausgeht, seine ständigen Stellvertreterkriege im Irak, in Afghanistan, Libanon usw., sein fortwährender und umtriebiger revolutionärer Gestus sind die Probleme.

Nichts zu tun, käme einer Anerkennung des Regimes gleich. In einer Welt voller Diktaturen ist nicht leicht, Übereinstimmung darüber herzustellen, dass das Agieren des Mulla-Regimes inakzeptabel ist. Die Lage ist zurzeit noch zu kompliziert, als dass man über gezielte Enthauptung bzw. einen Krieg nachdenken könnte, den ohnehin niemand will. Vielleicht sind Wirtschaftssanktionen nicht besonders zielführend, aber Nichtstun, das geht gar nicht.

„Wadi“ fand zudem schon 2008 Folgendes heraus (5):

„Besagter Herr Fathollah-Nejad firmierte noch bis vor kurzem als deutscher Ansprechpartner der Organisation CASMII, die seit langem in begründetem Verdacht steht, eng mit dem iranischen Mullahregime verbandelt zu sein und als dessen Sprachrohr in Europa und den USA aufzutreten.“

Ein Agent Teherans also.

Übrigens: Das Sowjetimperium ging mit einem Winseln.

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Time am 4. Januar 2013

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1) http://www.zmag.de/artikel/die-iran-sanktionen-treffen-die-falschen
2) http://www.eurozine.com/articles/article_2007-11-16-zaimoglu-de.html
3) http://wind-in-the-wires.blogspot.de/2007/12/irans-willige-helfer-ali-fathollah_02.html
4) http://www.heise.de/tp/artikel/30/30375/1.html
5) http://www.wadinet.de/blog/?p=927

Final Stage

18. Dezember 2012

Bibi

Der CDU-Politiker Jürgen Todenhöfer muss irgendwann in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zum Mohammedanismus konvertiert sein, den er heutzutage in jeder seiner Erscheinungsformen, sei sie schiitisch, sei sie talibanisch, verteidigt. Am 11. Dezember durfte er sich in der FAZ vor das naziranische Terrorregime stellen. Er schrieb u.a. (1):

„(…) Am nächsten Nachmittag stehe ich im Teheraner Atomreaktor. Für diesen medizinischen Forschungsreaktor wird in Natanz Uran auf 20 Prozent angereichert. Für die Bombe würde man über 90 Prozent benötigen. Mit Hilfe des angereicherten Urans werden hier Isotope zur Krebsbekämpfung gewonnen. Der Reaktor wurde vor 45 Jahren von den USA erbaut. Damals herrschte in Iran noch der Schah. Und die USA waren noch der Auffassung, man müsse Iran wie anderen Länder bei der Krebsbekämpfung auch mit Nukleartechnologie helfen.

Der hochgewachsene Leiter des Forschungsreaktors lehnt Nuklearwaffen für Iran entschieden ab. Der nationale Konsens von Regierung und Opposition laute: Atombombe nein, friedliche Nutzung der Nukleartechnologie ja. Der Nichtverbreitungsvertrag garantiere das allen Unterzeichnerstaaten ausdrücklich.

Mein jüdischer Freund Ciamak Moresadegh, Parlamentsabgeordneter der 25.000 Juden Irans, sowie der greise jüdische General Homajun Mohaver sehen das genauso. Beide sind stolz, seit Urzeiten Juden und Iraner zu sein. Wenn es zu Militärschlägen komme, würden sie ihr Land verteidigen. Gegen jeden Angreifer. Auch gegen Israel.

Doch sie hoffen, dass Barack Obama jetzt auf seine Pläne vom Mai 2008 zurückkommt. Vor allem die Chancen, das Nuklearproblem zu lösen, sind riesengroß. (…)“

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Diesem Dimmigesäusel entgegnete in der heutigen FAZ-Leser und Professor i.R. für theoretische Physik, Werner Weber:

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Die wahre Botschaft aus Iran

Die „Fremde Feder“ von Jürgen Todenhöfer „Frieden mit Iran – Yes we can“ (F.A.Z. vom 11. Dezember) ist für mich als Physiker sehr lehrreich. Jetzt verstehe ich nämlich, wie der Iran praktisch unaufhaltsam zu seiner Bombe kommen wird. Er gibt nämlich laut Todenhöfer im Iran einen alten Forschungsreaktor, den die Vereinigten Staaten damals dem Schah überlassen hatten, etwa zur gleichen Zeit als Indien und Pakistan Forschungsreaktoren erhielten. Solche Reaktoren haben eine viel geringere Leistung als solche für die Stromerzeugung, entsprechend kleiner sind die Reaktorkerne. Daher müssen sie mit höher angereicherten Uran betrieben werden als die Leistungsreaktoren. So ist beim Münchner Forschungsreaktor FRM 2 die Anreicherung sehr hoch, weit über 50 Prozent. Der Reaktor in Iran braucht offensichtlich 20 Prozent Anreicherung des Isotops 235-Uran. Er war wohl nach Ende des Schah-Regimes nicht mehr weiter mit Brennstäben versorgt worden. Jetzt wurden mit der Zentrifugentechnik trotz Stuxnet wohl genügend viele neue Brennstäbe hergestellt, so dass der Reaktor wieder in Betrieb ist – so verstehe ich Todenhöfer.

Und wie Todenhöfer weiter schreibt, erfüllt er jetzt die segensreiche Aufgabe, bestimmte Isotope herzustellen, die in der Krebsbekämpfung eingesetzt werden können. Übrigens ist dies eine völlig veraltete medizinphysikalische Technologie. Wie Todenhöfer weiter ausführt, braucht man für Uranbomben nicht 20 Prozent Anreicherung von 235-U, sondern 90 Prozent. Das ist richtig, aber es gibt noch einen zweiten Weg zur Bombe. Durch Bestrahlung von abgereichertem Uran kann im Reaktor bombenfähiges Plutonium erzeugt werden. Das abgereicherte Uran ist fast reines 238-U, das bei der Zentrifugentechnik sozusagen als Abfall übrig geblieben ist. Bei Bestrahlung im Reaktor entsteht daraus das Element Plutonium. Dieses braucht nur aus dem Uran chemisch abgetrennt werden, und schon hat man seine (Plutonium-)Bombe.

Dies war der Weg, den wohl Indien und Pakistan gegangen sind, um an Atomwaffen zu gelangen (und eventuell noch ein anderer Staat in dieser Weltgegend). Und diesen Weg scheint jetzt auch der Iran zu Ende zu gehen. Ich war bisher der Meinung, Iran müsse 90 Prozent Anreicherung erreichen. Todenhöfer hat mich (und vermutlich viele andere) aufgeklärt, dass dies nicht nötig ist, da der Iran einen Forschungsreaktor besitzt. Und daher ist die Lage wohl wirklich so ernst, wie es die eine Seite darstellt. Todenhöfers wahre Botschaft ist also „Iran sagt: Yes, we can“.

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Time am 18. Dezember 2012

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1) http://www.facebook.com/notes/jürgen-todenhöfer/frieden-mit-iran-yes-we-can/10151171961705838

Ali Sina über Spiritualität (#3)

28. November 2012

Chinesische Christen

Sehen aus wie Orks, kreischen wie Orks, stinken wie Orks. Sie aber Orks zu nennen ist nicht möglich im Deutschland unserer Tage außerhalb eines anonymen Blogs.

Lesen Sie heute den dritten (1 + 2) und letzten Teil von Dr. Sinas Ausführungen über „Spiritualität“ (3), die sich abschließend auf den Mohammedanismus, den er „Islam“ nennt, konzentrieren.

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Spiritualität im Mohammedanismus

Nachdem ich nunmehr eine kurze Beschreibung der Spiritualität geliefert habe, wird klar, dass Muhammad (Klo H. Metzel, T.) kein Verständnis davon hatte. Er hatte keine Achtung vor dem Leben. Er tötete jeden, der nicht nützlich für ihn war. Wer nicht an ihn glaubte, wer ihm nicht beim Erobern und Plündern halfen, oder wer nicht für ihn als Sklave und Dimmi arbeitete, den brachte er um.

Sein Feiern von Festen erforderte das Verschütten tierischen Blutes. Was für ein Gott ist das, der zu seiner Befriedigung Blut verlangt? Ich respektiere den Hinduismus, weil der Hinduismus Leben respektiert.

Die als „Eid“ bekannten, teuflischen Rituale des Nazislahms. Dies sind die Anlässe, an denen die Mohammedanisten jubeln.

Mohammeds Jenseits ist diesseitig. In seinem Paradies werden die Leute mit fleischlichen Freuden belohnt, mit Fresserei, Ausschweifung und Geschlechtsverkehr. Es gibt keine Büchereien, Museen oder Kunstausstellungen in seinem Paradies. Der arme Mann konnte sich nicht die Freude des Lesens vorstellen und hatte kein Verständnis für die feineren Dinge im Leben. Er kannte nur die Sensationen durch seinen Penis und seinen Wanst. Seine Hölle war ebenfalls ein physischer Ort, an dem seine Kritiker gefoltert und gebraten wurden und Eiter essen mussten. Die Worte „spirituell“ und „Spiritualität“ erscheinen nicht ein einziges Mal im Kloran. Ist das nicht unglaublich? Mohammedanisten suchen nach spiritueller Führung in einem Buch, welches das Wort überhaupt nicht erwähnt. Stellen Sie sich vor, dass Sie Golf lernen wollen und sich ein Buch kaufen, das Golf nirgendwo erwähnt. Ich weiß nicht, wie sehr ihr Mohammedanisten euch selbst zum Narren halten wollt, aber das ist es, was ihr tut. Die Begriffe Liebe, Barmherzigkeit, Toleranz, Vergebung und Verantwortung waren Muhammad genauso fremd. Er konnte nur Gefügigkeit verstehen. Er war in der Tat ein Mensch mit einem sehr unterentwickelten und primitiven Geist.

Für die Sufis stellte dies ein Problem dar. Anstatt die Tatsache zu akzeptieren, dass der Mohammedanismus vollständig der Spiritualität beraubt wurde, behaupteten sie, dass der Kloran zwei gegensätzliche Bedeutungen habe. Eine sei die äußere Bedeutung (die Schale), welche ihre offensichtliche Bedeutung sei, und die andere, welche eine völlig andere sei, sei ihre innere Bedeutung (der Kern), welche nur von denen verstanden werden könne, die spirituell gereinigt seien.

Dies wurde natürlich zu einer anderen Quelle der Macht und Selbstverherrlichung für einige, welche die anderen darüber belehrten, wie die versteckten Bedeutungen des Klorans zu interpretieren seien. Sie gründeten Schulen, erwählten Schüler und nannten sich selbst Heilige und gottgefällige Männer – Männer, die mit Einsichten besonders ausgestattet waren, welche gewöhnliche Menschen nicht besaßen. Tatsächlich waren sie bloß ein Haufen von Scharlatanen, die andere täuschten. Es gibt kein Geheimwissen im Kloran.

Die Sufis wurden von der Mehrheit der Mohammedanisten als Häretiker zurückgewiesen. Sie wurden beschuldigt, die Bedeutung des Klorans zu verdrehen. Die Argumentation der Sufis wird vom Kloran selbst rundweg abgelehnt, welcher wiederholt behauptet, ein „klares Buch“ zu sein (5/15), „leicht zu verstehen“ zu sein (44/58, 54/22, 54/32, 54/40), „im Detail erklärt“ zu sein (6/114), „klar vermittelt“ zu sein (5/16, 10/15) „ohne den geringsten Zweifel in ihm“ (2/1). Der Autor des Kloran wollte, dass er wörtlich gelesen und verstanden würde. Jede Interpretation des Kloran, die nicht mit seiner offensichtlichen Bedeutung übereinstimmt, muss zurückgewiesen werden. Sufismus ist nicht Mohammedanismus. Er ist ein häretischer Glaube und eine Täuschung. Wenn Muhammad noch gelebt hätte, hätte er die Sufis verbrennen lassen, so wie er einige seiner Anhänger in der Moschee von Dhu Awan (4) verbrennen ließ, weil ihm irgend jemand erzählt hatte, dass sie den Kloran auf ihre eigene Weise interpretierten und den Jihad ablehnten.

Demnach kann Spiritualität eine ganze Reihe von Aspekten aufweisen. Sie kann ein Sinn von Ehrfurcht vor dem Vis-a-vis mit dem Universum sein (Einstein), oder sie kann die Verehrung des Lebens sein (Jainismus, 5), sie kann die Gemeinschaft mit Gott bedeuten (Christentum), und sie kann der Dienst an den Mitlebenden sein (Mutter Therese). Und sie kann die Pflege der Liebe, des Erbarmens, der Freundlichkeit, der Vergebung, der Verantwortung, des Verzichts, und der Fairness sein (Buddhismus und Humanismus). Spirituell zu sein bedeutet, ein erwachsener Mensch zu sein. Es bedeutet, dass man zwischen gut und böse unterscheiden kann, und dass man das Gute dem Bösen vorzieht. Spiritualität zu erreichen, sollte für jede Person das Hauptziel sein. Als eine spirituelle Person überschreitet man bloße Benennung und sieht das Gute, wo immer es erscheinen mag.

Richard Dawkins (6) ist der Ansicht, dass niemand zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt werden sollte, der an Gott glaubt. Er zieht Obama vor, obwohl der behauptet, ein Christ zu sein und an Gott zu glauben, weil er weiß, dass Obamas Glauben ein Schwindel ist so wie seine Geburtsurkunde. Dawkins zieht einen Einseifer, der America ruinieren und Chaos in die Welt bringen wird einem guten Christen (Mitt Romney, T.) vor, obwohl der Christ qualifizierter ist. Qualifikation spielt keine Rolle, sagt Dawkins, es ist der Glaube bzw. der Unglaube, der zählt. Das ist für mich keine Spiritualität. Das ist mohammedanistisches Denken, das ich schon seit langem ablehne und nicht im Gewand des Atheismus akzeptieren werde. Wenn man nicht gerecht ist, ist man nicht spirituell. Wenn man die Göttlichkeit in anderen sehen kann und ihren Wert schätzt unabhängig, von woher sie kommen, welchen Glauben sie haben, welches Geschlecht oder welche Rasse, dann kann man sich spirituell nennen. Einen erwachsenen Menschen.

Es gibt viele Wege zur Spiritualität. Mohammedanismus bietet keinen einzigen. Alles, was Sie zu einem besseren Menschen macht, ist ein spiritueller Pfad. Je tiefer Sie jedoch in den Mohammedanismus eintauchen, desto schwärzer wird Ihre Seele. Geboren, das Licht Gottes zu tragen, werden Sie dann böse, wenn Sie beginnen, Muhammad zu folgen. Ihre Gedanken werden dämonisch. Der Abscheu auf Ihre Mitmenschen erfüllt Ihr Herz und lässt keinen Platz mehr für Liebe. Sie werden zu einer Manifestation des Teufels. Sogar die Augen besonders frommer Mohammedanisten zeigen diese Bosheit. Erstaunlicherweise werden Menschen hässlich, wenn sie fromme Mohammedanisten werden. Ich weiß nicht, wie man das rational erklären kann, aber es ist eine beobachtbare Tatsache. Schauen Sie sich mal die Gesichter der Terroristen an. Das sind die allerfrömmsten Mohammedanisten. Oder schauen Sie sich die Gesichter von Führern mohammedanistischer Parteien an. Es gibt etwas zutiefst Böses in ihren Augen. Mohammedanismus ist ein antispirituelles Bekenntnis. Es macht Sie nicht zu einer besseren Person. Je weiter Sie ihm folgen, desto schlechter werden Sie. Es ist ein Bekenntnis, das aus Engeln Scheusale macht. Wenn ich an Satan glauben würde, würde ich sagen, dass der Mohammedanismus seine Verschwörung ist, um diese Welt zu zerstören und jeden in die Hölle zu bringen.

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Time am 28. November 2012

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/11/26/ali-sina-uber-spiritualitat-1/
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/11/26/ali-sina-uber-spiritualitat-2/
3) http://alisina.org/blog/2012/10/27/what-is-the-meaning-of-spirituality/
4) http://en.wikipedia.org/wiki/Demolition_of_Masjid_al-Dirar
5) http://en.wikipedia.org/wiki/Jainism
6) http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dawkins


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