Mit ‘Bob Dylan’ getaggte Beiträge

Zentrale Lüge aufgedeckt

6. Juni 2012

Meine mehrfach geäußerte Vermutung (1), dass Klo H. Metzel die Gruselstory von der angeblichen arabischen Sitte, erstgeborene Mädchen lebendig zu begraben, erfunden habe, um sich mit der angeblich durch ihn erfolgten Abschaffung dieses monströsen Treibens in ein moralisch vorteilhaftes Licht zu setzen, hat Unterstützung durch die Forschungen des saudi-arabischen Wissenschaftlers Dr. Marsouk bin Tinbak erhalten.

Bevor ich zur Meldung des „Instituts für Islamfragen“ komme (2), möchte ich noch feststellen, dass die mohammedanistische Gemeinschaft offenbar schon sehr früh gefordert war, zu moralischen Fragen Stellung zu nehmen und sich diesbezüglich als irgendwie fortschrittlich darzustellen.

Tatsächlich bedeutete die Machtergreifung von Klo H. Metzels Bewegung in fast jeder Hinsicht einen enormen Rückschritt in die Barbarei, so mit der Entrechtung der Frauen (3) oder auch mit dem Rückgriff auf einen Mondkalender (4). Gleichzeitig befand sich die Räuberideologie, für die Sklaverei selbstverständlich war, in Konkurrenz zu diversen anderen Ideologien bzw. Religionen, die allesamt sehr viel zukunftsweisender und humaner waren als dieser Verbrechercodex.

So wird man angebliche Missstände in vormohammedanistischer Zeit erfunden haben, um sich selbst als deren Beseitiger in Brust zu werfen, wobei festgestellt werden kann, dass auch „Satan sich als Mann des Friedens“ (Bob Dylan) darstellen muss, dass auch die Mohammedanisten ihr Verbrechertum verdecken müssen und sich offenbar genötigt sehen, eine Form von „Humanismus“ oder „Rationalismus“ (5) vorweisen zu müssen.

Betrachtet man es mal logisch, so ist es äußerst unwahrscheinlich, dass es eine Gesellschaft gibt, die es riskiert, dass es zu wenig Frauen und damit zu wenig Nachwuchs gibt.

Kann man sich auch vorstellen, dass eine Mutter nach der Geburt ihr Kind, welches sie neun Monate getragen und in sich gespürt hat, freiwillig der Ermordung anheimgibt? Dass sie dies vielleicht vier- oder fünfmal hintereinander geschehen lässt? Dass der Vater dies gutheißt?

Was für ein starkes exekutives System müsste es geben, was für eine ausgeprägte Ideologie, um so etwas Grauenhaftes massenhaft und als Regel durchzusetzen?

Wir wissen noch von den Spartanern, dass sie die offensichtlich behinderten Kinder töteten. Und ja, es gibt  perverse Mütter und Väter, die sich freuen, wenn ihr zehnter Sohn im Jihad verreckt ist, die Karthager sollen hin und wieder Kinder dem Gott Baal, einem möglichen Vorgänger Hubals (=Alla) geopfert haben, aber eine ganze Gesellschaft soll so etwas regelmäßig und massenhaft getan haben, ohne dass es eine andere Quelle dafür als den abartigen Kloran gäbe?

Außerdem sind neun Monate eine Investition – warum sollte man das „Produkt“ so einfach wegschmeißen, da man es in einer Sklavenhaltergesellschaft, die weite Teile des Mohammedanismus auch heute noch sind (6), doch einfach verkaufen könnte, so wie dies auch in unseren Städten geschieht und regelmäßig durch die Hupkonzerte orkischer Autokorsos vermeldet wird?

Dr. Tinbak hat reines Schriftquellenstudium betrieben und festgestellt, dass die angeblichen Quellen allesamt total unglaubwürdig sind. Mohammedanistische Wissenschaftler sind nun gefordert, andere Belege oder Beweise vorzulegen, wenn sie an ihrer unlogischen These festhalten wollen. Gibt es eine Zeichnung, ein Textfragment? Sogar der Helm des Miltiades, der die Perser 490 v. Chr. bei Marathon besiegte, ist auf uns gekommen (7). Wie sollte es da keine Spuren aus Arabien geben – wenn diese ungeheuerliche Geschichte denn wahr wäre!

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Das lebendige Begraben von weiblichen Neugeborenen
in vorislamischer Zeit hat es nie gegeben

Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscher nach langjähriger
Forschungsarbeit und sorgt damit für Unruhe in islamischen Kreisen

Der saudi-arabische Gelehrte Dr. Marsouk bin Tinbak löste mit der Veröffentlichung der Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen Unruhe unter Muslimen aus. Sein Forschungsgegenstand ist das aus vorislamischer Zeit bekannte Begraben von lebendigen weiblichen Neugeborenen auf der Arabischen Halbinsel. Dr. Marsouk erklärte, dass er nach siebenjähriger Forschungsarbeit zu dem Ergebnis gekommen sei, dass es diesen Brauch auf der Arabischen Halbinsel in vorislamischer Zeit gar nicht gegeben habe. Dies sei ein Märchen, das einige Historiker, die über die vorislamische Zeit geschrieben hätten, aus der Volksdichtung übernommen hätten, um die Überlegenheit des Islam herauszustellen.

Dr. Tinbak erklärte, er habe lange Jahre, wie jeder in seiner Gesellschaft, an die Authentizität dieser Berichte über diesen Brauch geglaubt. Als er jedoch die Quellen nachverfolgt habe, hätte er festgestellt, dass es sich hier nicht um eine authentische Erzählung handle, die aus wissenschaftlicher Sicht auf glaubwürdigen Quellen beruhe. Er forderte jeden Forscher auf, die Authentizität dieses Brauchs wissenschaftlich zu beweisen.

Da die Forschungsergebnisse von Dr. Tinbak dem anerkannten Forschungsstand in arabischen Veröffentlichungen widersprechen, wurde Dr. Tinbak von vielen muslimischen Gelehrten und Forschern kritisiert oder sogar lächerlich gemacht.

Kommentar: Diese Reaktion ist vor allem dadurch zu erklären, dass die Forschungsergebnisse den üblichen Auslegungen des folgenden Koranverses widersprechen:

„Und wenn einem von ihnen die Nachricht von [der Geburt] einer Tochter überbracht wird, so verfinstert sich sein Gesicht, und er unterdrückt den inneren Schmerz. Er verbirgt sich vor den Leuten aufgrund der schlimmen Nachricht, die er erhalten hat: Soll er sie behalten trotz der Schande oder in der Erde verscharren? Wahrlich, übel ist, wie sie urteilen!“ (Sure 16, 58-59)

Es ist Konsens unter muslimischen Gelehrten, dass es in diesem Koranvers um das lebendige Begraben von neugeborenen Mädchen auf der Arabischen Halbinsel in vorislamischer Zeit geht. Muslimische Apologeten verwenden oft diesen Vers als Argument für den Islam, indem sie betonen, dass der Islam diesen menschenverachtenden Brauch abgeschafft und damit den Frauen ihre Würde verliehen habe.

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Time am 6. Juni 2012

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/16/panik-paddel/
2) http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.4+M531edf9e779.0.html
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/08/alla-hasst-frauen/
4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/03/05/der-alla-hubal/
5) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/06/03/was-sie-sagen-was-sie-wollen/
6) http://www.sueddeutsche.de/politik/leibeigenschaft-in-nordafrika-wieso-der-westen-den-sklavenstaat-mauretanien-verschont-1.1375135
7) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/02/24/europas-sieg-von-marathon/

arabische Quelle:
www.alarabiya.net/articles/2012/01/09/187339.html

„Man of Peace“ von BOB DYLAN

1. Juni 2010

70 von Jihadisten Ermordete in Pakistan sind kaum eine Randnotiz wert, 10 bei einer als “Hilfskonvoi” (1) getarnten Jihadmission getötete Kämpfer aber füllen die deutschen Zeitungen. Die heutige FAZ z.B. wälzt das Thema auf mehr als zwei vollen Seiten aus. Warum? Weil es Juden waren, die sich – völlig unüblich – nicht abschlachten ließen, sondern die ihr Leben und ihren Staat verteidigten und die Jihadisten töteten. Die Medien überschlagen sich in ihrer Hetze gegen Israel, und so wird deutlich, dass die israelische Reaktion auf die mohammedanistische Aggression, die bewusst die Souveränität Israels verletzen wollte, nicht nur angemessen sondern unter counterjihadischen Gesichtspunkten sogar ein voller Erfolg war. Besonders den bornierten westlichen Dimmies, die so wahnsinnig von sich eingenommen sind, dass sie ihren beschränkten Blickwinkel zur globalen Perspektive erklären, und die ihre Denkfaulheit für eine Tugend halten, dürfte klar geworden sein, dass Jihad kein lustiges Spielchen à la Gorleben ist sondern auch für Jihadisten tödlich enden kann.

“Friedensflotte”? Nach mohammedanistischem Verständnis ist sie das schon, denn für die wird erst Frieden sein, wenn alle Nichtmohammedanisten tot sind oder in Ketten gehen. Und auch “Lügen” bedeutet etwas ganz anderes für die Orks, es bedeutet nicht “bewusst die Unwahrheit behaupten” sondern “beim bewussten Behaupten einer Unwahrheit ertappt werden”. Nicht-Orks gegenüber ist sogar das völlig irrelevant, hier wird – als eine Spielart des Jihad – einfach weiter die Unwahrheit behauptet, bis man dann zu Handgreiflichkeiten und schließlich Mord übergeht. Michael Martens berichtete in der heutigen FAZ über die türkische Terrorunterstützerorganisation IHH, die das Kommandounternehmen maßgeblich gesteuert hat:

“Serkan Nergis, ein Mitarbeiter eines von der IHH eingerichteten Krisenstabes, teilte mit, an Bord der auf Gaza zuhaltenden Schiffe befänden sich ausschließlich zivile Hilfsgüter sowie Helfer, die von dem Willen beseelt seien, die von der ‘Tragödie im Gazastreifen’ betroffenen Menschen zu unterstützen: ‘Es gibt nicht einmal ein einziges Taschenmesser an Bord, von Waffen ganz abgesehen.’ Er hatte zudem angekündigt, dass die Passagiere sich nur friedlich gegen etwaige israelische Versuche wehren würden, die Schiffe zu einem israelischen Hafen umzuleiten. Die Kampagne psychologischer Abschreckung, die Israel eingeleitet habe, werde an der ‘internationalen zivilen Solidarität’ zerschellen. Der IHH-Präsident Bülent Yildirim hatte zudem kämpferisch angekündigt, man werde die israelischen Soldaten am Betreten des Schiffes zu hindern wissen: ‘Wir haben Passagiere im Alter von einem Jahr bis zu 80 Jahren an Bord. Wenn Israel es wirklich riskieren kann, diese Menschen anzugreifen, soll es geschehen. Wir werden uns ihnen passiv widersetzen.’ Auch er sagte, an Bord gebe es ‘nicht einmal ein Taschenmesser’.

Aber was ist denn da auf dem Bild rechts oben zu sehen? Diese Mordinstrumente in den absurdesten Formen stammen von Bord der “Mavi Marmara”, des überwiegend türkisch besetzten Schiffes, des einzigen Schiffes, wo es laut FAZ zu Gewalt und Tod kam. Richtig, Taschenmesser sind allerdings nicht dabei.

“Friedensflotte”? Oh ja, “sometimes Satan comes as a man of peace”, wie Bob Dylan 1983 dichtete – aber den Orks gelingt meist nicht mal das, und daher brauchen sie die Dimmies!

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Aus gegebenem Anlass hier der Song (samt sinistrer letzter Strophe) als “lyrischer Counterjihad # 15″.

Hören Sie die Performance (als Cover von “Radfordsdoor”) unter:
http://www.youtube.com/watch?v=mhOx9vfJx20

Hier der Text:

Man of Peace

Look out your window, baby, there‘s a scene you‘d like to catch
The band is playing „Dixie,“ a man got his hand outstretched
Could be the fuhrer, could be the local priest
You know, sometimes Satan, you know, he come as a man of peace

He got sweet gift of gab, he got harmonious tongue
He know every song of love that ever has been sung
Good intentions can be evil, both hands can be full of grease
You know that sometimes Satan come as a man of peace

Well, first he‘s in the background, then he‘s in the front
Both eyes are lookin‘ like they‘re on a rabbit hunt
Nobody can see through him, no, not even the chief of police
You know that sometimes Satan come as a man of peace

Well, he catch you when you‘re hopin‘ for a glimpse of the sun
Catch you when your trouble feel like they weigh a ton
He could be standin‘ next to you, the person that you‘d notice least
I hear that sometimes Satan come as a man of peace

Well, he can be fascinating, he can be dull
He can ride down Niagara Falls in the barrels of your skull
I can smell somethin‘ cookin‘, I can tell there‘s goin‘ to be a feast
You know that sometimes Satan come as a man of peace

He‘s a great humanitarian, he‘s a great philanthropist
He knows just where to touch you, honey
and how you like to be kissed
He‘ll put both his arms around you
You can feel that tender touch of the beast
You know, sometimes Satan come as a man of peace

Well, the howlin‘ wolf will howl tonight, the king snake will crawl
Trees that‘ve stood for a thousand years, suddenly will fall
Wanna get married? Do it now, tomorrow all activity will cease
You know, sometimes Satan come as a man of peace

Somewhere mama‘s weepin‘ for her blue-eyed boy
She‘s holdin‘ them a little white shoes and that little broken toy
And he‘s followin‘ a star
The same one them three men followed from the east
I hear, sometimes Satan come as a man of peace, oh yeah

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Time am 1. Juni 2010

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1) http://www.tagesschau.de/ausland/gazahilfskonvoi100.html
Waffensammlung von:

http://muqata.blogspot.com/2010/05/anti-shalit-flotilla-updates.html

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PS1.: Al Kaidas #3 erledigt:
http://www.sueddeutsche.de/politik/angriff-mit-drohne-nummer-drei-von-al-qaida-getoetet-1.952622

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PS2.: Eine Mohammedanistin, die von einer Frau beschimpft und (um Gottes willen) sogar ins Genick geschlagen worden sein soll, hat es in der heutigen NZZ (!) auf den Online-Titel geschafft: als drittwichtigster Artikel! “Die Staatsanwaltschaft sucht Zeugen”, heißt es.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/basel_muslimin_offene_strasse_attackiert_1.5848787.html


Have You Seen Dignity?

17. Mai 2010

Mit der Würde ist das so eine Sache, wie auch Bob Dylan 1991 (1) mit seinem Song “Dignity” befand. Zu einem unsäglichen Artikel des Özkan-Verehrers Georg Paul Hefty (2), der am 5. Mai in der FAZ der CDU vorgeschlagen hatte, das “demokratisch” und das “christlich” aus dem Namen zu streichen, und sich statt dessen mehr auf die “Menschenwürde” zu konzentrieren, um für das fundamentalistische Fünftel der 0,875% der Turkdeutschen attraktiv zu werden, brachte die heutige FAZ einen Leserbrief von Dr. Rainer Grauf, der die unterschiedlichen Inhalte des Begriffes “Menschenwürde” skizziert.

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Würde und Gottesebenbildlichkeit

Der Leitartikel “Christlich-muslimische Plattform” von Georg Paul Hefty (3) legt die Folgerung nahe: Wir einigen uns darauf, vom “Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs” und von “Menschenwürde” als Grundlagen unseres politisch-gesellschaftlichen Handelns zu sprechen, und dann funktioniert eine christlich-muslimische Zusammenarbeit auf dem Boden und im Sinne des Grundgesetzes. Funktioniert es wirklich, auf Dauer? Meinen wir wenigstens in wesentlichen Schnittmengen das Gleiche, wenn wir die Begriffe “Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs” und Menschenwürde verwenden?

Das in den westlichen Kulturen herausgebildete Verständnis von der bedingungslosen Würde des Menschen beruht nicht nur auf dem philosophisch-theologischen Lehrsatz von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen, sondern, in noch höherem Maß, auf der Geschichte von der Selbsterniedrigung des trinitarischen Gottes in Jesus Christus, hin zu denen, die ihre Gottesebenbildlichkeit und Würde schuldhaft verdorben und verspielt haben, also: hin zu denen, die wissen, dass sie alle Bedingungen verfehlt und einen Anspruch auf Würde verdorben haben. Nehmen wir die Verwurzelung des Würde-Begriffs in dieser Geschichte der Selbsterniedrigung Gottes weg, dann entsteht, oft unbeabsichtigt, aber doch wirksam, ein Gefälle hin zu einem bedingten Verständnis von Menschenwürde: Ja, der Mensch hat Würde – und im Kleingedruckten steht: außer, wenn…

Illustrationen zu diesem “außer” finden wir bei den Ideologien des 20. Jahrhunderts. Leider ist auch in Gesellschaften mit islamischer Prägung zu beobachten, dass der Begriff Menschenwürde als bedingt verstanden wird. Die Praxis ist: Dem Einzelnen wird Würde zugestanden, wenn er nicht bestimmte Bedingungen verletzt. Andernfalls tritt für den Betreffenden Schutzlosigkeit ein.

Das zeigt, dass wir den Begriff Menschenwürde nicht von seinen geschichtlichen Wurzeln trennen und dann davon ausgehen können, dass es trotz unterschiedlicher Wurzeln eine wesenhafte Übereinstimmung gibt. Deshalb wird muslimischen Mitbürgern, die nach Wort und Geist des Grundgesetzes an gesellschaftlicher Gestaltung mitwirken wollen, wesentlich mehr abverlangt, als Formeln auszusprechen, die doch mit sehr unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden können und tatsächlich auch gefüllt werden.

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Hier der Song von Bob (4) als Cover von HeavyJ:

Hier eine Hörprobe vom Meister selbst auf Amazon:

Hier der Text:

Dignity

Fat man lookin’ in a blade of steel
Thin man lookin’ at his last meal
Hollow man lookin’ in a cottonfield
For dignity

Wise man lookin’ in a blade of grass
Young man lookin’ in the shadows that pass
Poor man lookin’ through painted glass
For dignity

Somebody got murdered on New Year’s Eve
Somebody said dignity was the first to leave
I went into the city, went into the town
Went into the land of the midnight sun

Searchin’ high, searchin’ low
Searchin’ everywhere I know
Askin’ the cops wherever I go
Have you seen dignity?

Blind man breakin’ out of a trance
Puts both his hands in the pockets of chance
Hopin’ to find one circumstance
Of dignity

I went to the wedding of Mary Lou
She said, “I don’t want nobody see me talkin’ to you”
Said she could get killed if she told me what she knew
About dignity

I went down where the vultures feed
I would’ve gone deeper, but there wasn’t any need
Heard the tongues of angels and the tongues of men
Wasn’t any difference to me

Chilly wind sharp as a razor blade
House on fire, debts unpaid
Gonna stand at the window, gonna ask the maid
Have you seen dignity?

Drinkin’ man listens to the voice he hears
In a crowded room full of covered-up mirrors
Lookin’ into the lost forgotten years
For dignity

Met Prince Phillip at the home of the blues
Said he’d give me information if his name wasn’t used
He wanted money up front, said he was abused
By dignity

Footprints runnin’ ’cross the silver sand
Steps goin’ down into tattoo land
I met the sons of darkness and the sons of light
In the bordertowns of despair

Got no place to fade, got no coat
I’m on the rollin’ river in a jerkin’ boat
Tryin’ to read a note somebody wrote
About dignity

Sick man lookin’ for the doctor’s cure
Lookin’ at his hands for the lines that were
And into every masterpiece of literature
For dignity

Englishman stranded in the blackheart wind
Combin’ his hair back, his future looks thin
Bites the bullet and he looks within
For dignity

Someone showed me a picture and I just laughed
Dignity never been photographed
I went into the red, went into the black
Into the valley of dry bone dreams

So many roads, so much at stake
So many dead ends, I’m at the edge of the lake
Sometimes I wonder what it’s gonna take
To find dignity

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Time am 17. Mai 2010

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1) http://www.bobdylan.com/#/songs/dignity (ebenfalls mit Hörprobe)
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/05/05/neue-schneckenart-entdeckt/
3) http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E56CDD4F34B294F82AEF5D3762D3B13B2~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Silvio

14. Dezember 2009

http://www.youtube.com/watch?v=ux0p347cylI

von Bob Dylan
(in einer Performance mit Zigeuner-Ronnie)

Stake my future on a hell of a past
Looks like tomorrow is coming on fast
Ain’t complaining ’bout what I got
Seen better times, but who has not?

Silvio
Silver and gold
Won’t buy back the beat of a heart grown cold
Silvio
I gotta go
Find out something only dead men know

Honest as the next jade rolling that stone
When I come knocking don’t throw me no bone
I’m an old boll weevil looking for a home
If you don’t like it you can leave me alone

I can snap my fingers and require the rain
From a clear blue sky and turn it off again
I can stroke your body and relieve your pain
And charm the whistle off an evening train

I give what I got until I got no more
I take what I get until I even the score
You know I love you and furthermore
When it’s time to go you got an open door

I can tell you fancy, I can tell you plain
You give something up for everything you gain
Since every pleasure’s got an edge of pain
Pay for your ticket and don’t complain

One of these days and it won’t be long
Going down in the valley and sing my song
I will sing it loud and sing it strong
Let the echo decide if I was right or wrong

Silvio
Silver and gold
Won’t buy back the beat of a heart grown cold
Silvio
I gotta go
Find out something only dead men know

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Ein greiser europäischer Staatschef und Gentleman wird von einem Penner blutig geschlagen (1), und es ist kein Samurai in der Nähe, sich dazwischen zu werfen? Sind Bob und Ronnie schuld? Wir leben sicher in einer Zeit kurz vor entscheidenden Entscheidungen!

Time am 14. Dezember 2009

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(1) http://www.n-tv.de/politik/Angriff-auf-Berlusconi-article637944.html

(2) Dr. Eussner zum Thema: http://www.eussner.net/artikel_2009-10-25_02-35-01.html

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Ergänzung, 23:00 Uhr: Die “Süddeutsche” ist ein widerliches, anti-jüdisches Dimmi-Blatt. Selbst aus ihrem hinterhältigen Bericht wird aber deutlich, dass kaum einer in Sicht ist, der Silvio das Wasser reichen könnte: “Bei einer Veranstaltung seiner Partei auf der gedrängt vollen Piazza del Duomo in Mailand schleudert ihm ein Mann eine Miniatur des Mailänder Doms ins Gesicht, bricht ihm dabei die Nase an, beschädigt seine Zähne, reißt ihm die Lippe auf. Eine hinterhältige Attacke. Wie Videoaufzeichnungen des italienischen Fernsehens zeigen, wird Berlusconi von seinen Begleitern ins Auto bugsiert, steigt aber kurz darauf wieder aus, lässt sich offenbar hochheben, um sich der Menge zu zeigen. Die Botschaft ist eindeutig: Mir geht es gut. Ich blute vielleicht, aber der Angriff kann mir nichts anhaben.” http://www.sueddeutsche.de/politik/252/497555/text/ Silvio ist 73! Check it!

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Silvio: “Wir müssen uns der Überlegenheit unserer Zivilisation bewusst sein – ein System, das Wohlstand garantiert, die Wahrung der Menschenrechte und im Gegensatz zu islamischen Ländern die Respektierung religiöser und politischer Rechte.” Zudem sei die Freiheit des Einzelnen sicher nicht das Erbgut der islamischen Welt, die teilweise 1400 Jahre zurückliege, und es sei nicht möglich, den Islam auf eine Stufe mit dem Westen zu stellen. “Der Westen wird fortfahren, Völker zu besiegen, so wie er den Kommunismus besiegt hat”, sagte der konservative Politiker weiter. Dabei werde man auch der Konfrontation mit einer anderen Zivilisation wie der islamischen nicht ausweichen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,159651,00.html

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Ergänzung 020210, Robert Spencer: http://www.jihadwatch.org/2010/02/italys-berlusconi-compares-ahmadinejad-to-hitler.html

Mögen Sie Krieg?

8. September 2009

Als ich Jugendlicher war, gehörte es zu meinen Aufgaben, darauf zu achten, dass mein kleiner Bruder nicht die Nachrichten sah, die vor oder nach seinen Kinderserien a la “Daktari”, “die Jetsons” usw. gesendet wurden. Meine Eltern wollten ihm die von den Amerikanern auf Vietnam ausgebrachten Bombenteppiche ersparen. Mich selbst haben diese Bilder der Gewalt, die in diesem Krieg in großer Zahl publiziert wurden, quasi selbstverständlich begleitet, ebenso wie Bilder aus Nazizeit und Zweitem Weltkrieg. Für mich, meine Familie und vor allem meine Freunde bestand nie ein Zweifel daran, dass Kriegsdasein noch vor dem Gefängnisdasein das Dasein ist, das wir unbedingt vermeiden wollten. Wir haben Krieg nie als Former edlen Charakters gesehen, sondern stets als ein Fatum, aus dem lebend oder gar unverletzt zu entkommen größtes und Gott gegenüber zu tiefstem Dank verpflichtendes Glück sei.

Es zeigt sich mE. die hohe Meisterschaft von Bob Dylan darin, wie differenziert er dieses Thema betrachtet. Während meine Stadt zB. zZ. mit unsinnigen bis verbrecherisch dummen Slogans der Partei “die Linke” zugepflastert ist – von “Reichtum für alle” bis “Raus aus Afghanistan” – schildert Sir Bob in seiner zutiefst berührenden Ballade “JOHN BROWN”, die gewissermaßen eine Ergänzung zur Hymne “Glory Halleluja” ist (1 + 2), einen allzu leichtfertigen oder egozentrischen Umgang mit den Themen Soldatentum und Krieg, ohne sich anzumaßen, diese gleichermaßen bedeutsamste wie furchtbarste Variante des Verhaltens von Menschengruppen gegenüber Menschengruppen im Ganzen beurteilen zu können. Hier die Performance als Cover von “Radfordsdoor”:

http://www.youtube.com/user/radfordsdoor#p/a/u/0/9LJGCo2VCPw

Hier der Text:

John Brown

John Brown went off to war to fight on a foreign shore.
His mama sure was proud of him!
He stood straight and tall in his uniform and all.
His mama’s face broke out all in a grin.

“Oh son, you look so fine, I’m glad you’re a son of mine,
You make me proud to know you hold a gun.
Do what the captain says, lots of medals you will get,
And we’ll put them on the wall when you come home.”

As that old train pulled out, John’s ma began to shout,
Tellin’ ev’ryone in the neighborhood:
“That’s my son that’s about to go, he’s a soldier now, you know.”
She made well sure her neighbors understood.

She got a letter once in a while and her face broke into a smile
As she showed them to the people from next door.
And she bragged about her son with his uniform and gun,
And these things you called a good old-fashioned war.

Oh! Good old-fashioned war!

Then the letters ceased to come, for a long time they did not come.
They ceased to come for about ten months or more.
Then a letter finally came saying, “Go down and meet the train.
Your son’s a-coming home from the war.”

She smiled and went right down, she looked everywhere around
But she could not see her soldier son in sight.
But as all the people passed, she saw her son at last,
When she did she could hardly believe her eyes.

Oh his face was all shot up and his hand was all blown off
And he wore a metal brace around his waist.
He whispered kind of slow, in a voice she did not know,
While she couldn’t even recognize his face!

Oh! Lord! Not even recognize his face.

“Oh tell me, my darling son, pray tell me what they done.
How is it you come to be this way?”
He tried his best to talk but his mouth could hardly move
And the mother had to turn her face away.

“Don’t you remember, Ma, when I went off to war
You thought it was the best thing I could do?
I was on the battleground, you were home… acting proud.
You wasn’t there standing in my shoes.”

“Oh, and I thought when I was there, God, what am I doing here?
I’m a-tryin’ to kill somebody or die tryin’.
But the thing that scared me most was when my enemy came close
And I saw that his face looked just like mine.”

Oh! Lord! Just like mine!

“And I couldn’t help but think, through the thunder rolling and stink,
That I was just a puppet in a play.
And through the roar and smoke, this string is finally broke,
And a cannon ball blew my eyes away.”

As he turned away to walk, his Ma was still in shock
At seein’ the metal brace that helped him stand.
But as he turned to go, he called his mother close
And he dropped his medals down into her hand.

Wenn die Linke schmettert: “Reichtum für alle”, dann fühle ich mich nicht als Bürger bzw. Geist ernstgenommen, weil ich mich weder von Glasperlen noch von der Gigantonomie unerfüllbarer Forderungen beeindrucken lasse. Genauso abstoßend finde ich die Parole “Raus aus Afghanistan”. Wissen Sie, die verlausten Afghanenmännchen, für die Kinderschändung ein wichtiges Kulturgut ist, interessieren mich im Grunde überhaupt nicht (ihre armen Kinder schon eher), ich war dort nicht und werde nie dorthin gehen. Aber es ist vielmehr so, dass die Orks zu uns kommen. Sie sickern ein in unsere Sozialsysteme, sie kommen über das Meer, sie sprengen Hochhäuser und töten Tausende von uns, sie töten uns in U-Bahnen und Bussen und Flugzeugen. Es geht darum, das teuflische Heroin draußen zu halten und den Jihad in seinen Ursprungsländern! Wir sind geboren zu leben und zu Gott zu streben, nicht geboren zum Fraß für Großkatzen, Würgeschlangen und Orks! Niemand von uns mag Krieg und niemand sollte sich anmaßen, uns über seine Schrecken aufklären zu müssen, wir wissen nämlich Bescheid!

Von einer besonders abstoßenden, nein, widerwärtig-egoistischen Anmaßung – ebenso wie andererseits von bürgerlich-soldatischem Heldentum – berichtet Matthias Rüb in der heutigen FAZ (080909):

“Obergefreiter Joshua Bernard hatte keine Chance. Die Granate, abgefeuert von den Taliban aus einem Hinterhalt, riss ihm ein Bein ab und verstümmelte sein anderes. Joshua Bernards Kameraden … kämpften zwar noch Stunden um sein Leben, in ‘Camp Leatherneck’ aber, wohin er geflogen wurde, starb er während der Notoperation. Joshua Bernard aus New Portland im Bundesstaat Maine wurde 21 Jahre alt. (…)

Montesquiou und Jacobson sowie der AP-Mitarbeiter Glenn Adams aus Maine, der die Eltern des Gefallenen in deren Haus interviewte, haben die Geschichte des Obergefreiten Joshua Bernard im Krieg am Hindukusch in allen Einzelheiten und teils arg luftiger Agenturprosa erzählt. Und die Agentur AP hat sich entschlossen, ein Foto des schwer verwundeten, um sein Leben ringenden Soldaten zu veröffentlichen. An der Veröffentlichung dieser Aufnahme von Julie Jacobson hat sich ein heftiger Streit entzündet, der nicht nur die Problematik der Arbeit ‘eingebetteter’ Reporter beleuchtet, sondern grundsätzliche Fragen der journalistischen Ethik berührt.

Denn die Eltern Joshua Bernards hatten ausdrücklich gebeten, die Fotografie nicht zu veröffentlichen – aus Rücksicht auf die Privatsphäre ihres gefallenen Sohnes und auch auf ihre eigene Trauer. Verteidigungsminister Robert Gates hatte zudem in einem Brief an AP-Chef Thomas Curley diesen inständig gebeten, das Foto aus Rücksicht auf die Gefühle der Hinterbliebenen nicht zu publizieren. Nachdem seine Bitten und jene der Familie nichts gefruchtet hatten, schrieb Gates abermals an Curley: ‘Es ist jenseits meiner Vorstellungskraft, warum Sie absichtsvoll den Wunsch der Familie missachtet und wissentlich deren Schmerzen vermehrt haben.’ AP hat seine Entscheidung damit begründet, es sei ‘Journalistenpflicht, die Wirklichkeit des Krieges zu zeigen’. Man kann sich aber fragen, ob hier nicht statt der Wahrheit dem Voyeurismus gedient wurde.

Die Beschreibung im AP-Artikel über den Kampf der elf amerikanischen und zehn afghanischen Soldaten, die in den Hinterhalt der Taliban gerieten, ist ausführlich und eindringlich genug, um die ‘Wirklichkeit des Krieges zu zeigen’. In ihrem Tagebucheintrag, den AP veröffentlicht, beschreibt Julie Jacobson, was sie nach dem Einschlag der ersten Panzerfaust-Granate sah: ‘Der verletzte Marineinfanterist lag etwa neun Meter von mir entfernt… Die Granate hatte ein Bein abgerissen und das zweite schwer verstümmelt.’ Beim ersten Versuch, den Beinstumpf abzubinden, rutscht der Verband ab, ein Sanitätssoldat versucht es ein weiteres Mal. Dann hört Jacobson Bernard stöhnen: ‘Ich kann nicht atmen, ich kann nicht atmen’, während die ihn versorgenden Kameraden rufen: ‘Bernard, Du bist in Ordnung, Du bist in Ordnung. Du kommst durch. Bleib’ wach!’ Im Kugelhagel des Gefechts kommen andere Soldaten mit einer Trage herbei, ein Kamerad hält den Kopf des Verwundeten und versucht vergeblich, Bernard wachzuhalten.

Welchen Informationswert das gegen den Willen der Eltern veröffentlichte Foto des sterbenden Soldaten über diese Wortbeschreibungen hinaus vermittelt, ist schwer zu erkennen. In ihrem Tagebuch offenbart Robinson auch, warum sie das Foto zur AP-Zentrale nach New York schickte, obwohl sie das nach den Regeln für das ‘Embedding’ ohne Einwilligung der Angehörigen des Verwundeten nicht hätte tun dürfen: ‘Ich erwarte nicht, mit einem Foto die Welt verändern oder den Krieg beenden zu können, doch ich hoffe, ich kann einige Leute zum Nachdenken bringen.’ Das ‘Bewirkenwollen’ aber ist nicht die Aufgabe des Berichterstatters, manche sehen darin sogar dessen Ursünde.”

Hier sehen Sie deutlich, wie karriere- und geldgeile, moralisch verkommene Existenzen unter dem Deckmantel der “Aufklärung über die Wirklichkeit des Krieges” kombiniert mit der unverholenen Borniertheit, “einige Leute zum Nachdenken bringen” zu wollen (Luzifer brachte seinerzeit das Licht – aber erst sie bringen nun endlich das Denken! Schönen Denk!), ihr kleines, dreckiges Schäfchen ins Trockene bringen wollen! Nie war die Linke geldgieriger als heute, nie verlogener, nie primitiver!

Diese Leute haben keine Lösungen für unsere Probleme, sie wollen vielmehr auf unseren Problemen in die nächste Wellnessfarm surfen. Fuck You!

Vorschlag: Wir ziehen unsere Truppen aus Dreckistan ab – Im Gegenzug führt “die Linke” geschlossen alle Mohammedanisten und sich selbst aus Deutschland in dieses gelobte Land! Bitte vergessen Sie nicht, Herr Gysi und Herr Lafontaine, Ihre Rasiermesser mitzunehmen. Es könnte ansonsten sein, dass ihnen die Orks aus Rasiermessermangel den Kopf mit einem Kamelknochen abtrennen!

Ich aber werde hierbleiben, und die Joshua-Bernard-Avenue bis zu meinem Tod verteidigen! Not for medals but for truth! Nicht, weil ich Krieg mag, sondern weil ich Sir Joshua mag!

Time am 8. September 2009

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/John_Brown_(Abolitionist)
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/The_Battle_Hymn_of_the_Republic

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Videokommentar from the US:

http://www.youtube.com/watch?v=umQ-NPOAx1Q

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PS.: http://www.youtube.com/watch?v=osTrMe76kes

Töten nicht ohne Lizenz

5. Juli 2009

Wenn Linken etwas nicht gefällt, hantieren sie gerne mit dem Vorwurf, etwas sei “illegal”: die NATO-Bombardements Jugoslawiens zB. oder aber auch das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan. Mit diesem Phänomen setzte sich am 2. Juli der sächsische Justizminister und ehemalige Vorsitzende des Deutschen Richterbundes Geert Mackenroth (CDU) in der FAZ auseinander.
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Die deutschen Soldaten müssen auch im Ausland die Grundrechte beachten. Aber am Hindukusch gelten nicht die gleichen Maßstäbe wie hierzulande.

Stellen Sie sich vor, Soldaten der Bundeswehr stoßen bei einer Routinepatrouille auf einen afghanischen Terroristen der Al Qaida und übergeben ihn den afghanischen Polizeibehörden, die ihn inhaftieren. Wäre das rechtswidrig? Einige sind dieser Meinung. Sie vertreten die Auffassung, das Handeln staatlicher Stellen im Ausland müsse denselben grundrechtlichen Anforderungen genügen wie im Inland; dies gelte sowohl für den Bundesnachrichtendienst als auch für die Bundeswehr als Teil einer international operierenden Interventionsarmee. Diese Forderung ist auf den ersten Blick bestechend einfach – auf den zweiten Blick erweist sie sich jedoch als deutlich zu schlicht.

Führt man diesen Gedanken nämlich weiter, kommt man zu dem Ergebnis, dass die Bundeswehrsoldaten nicht nur – wozu sie bereits völkerrechtlich verpflichtet sein können – eine menschenrechtswidrige Behandlung des Festgenommenen durch die afghanische Polizei zu verhindern hätten. Bei Anwendung des Grundgesetzes wäre die Festnahme und Übergabe des Terroristen zum Zwecke seiner Inhaftierung unzweifelhaft ein Eingriff in das Grundrecht auf Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2, Artikel 104 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes), der nur aufgrund und nach den Vorgaben eines Gesetzes zulässig wäre. Nach Artikel 104 Absatz 2 wäre unverzüglich, spätestens nach 48 Stunden, eine richterliche Entscheidung herbeizuführen. Der Richter hätte dem Festgehaltenen die Gründe seiner Festnahme mitzuteilen, ihn zu vernehmen und ihm Gelegenheit zu Einwendungen zu geben (Artikel 104 Absatz 3). Geht man davon aus, dass sich auch seine weitere Behandlung nach deutschem Recht zu richten hat, müsste er bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung von Strafgefangenen gesondert untergebracht werden, nach seiner Aufnahme wäre er – gegebenenfalls mittels eines Hinweisblattes – über seine Rechte zu belehren und zu befragen, ob dringende Maßnahmen sozialer Hilfe nötig sind. Ihm wäre anstaltseigener Lesestoff in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen, und er hätte das Recht, sich gegen Anordnungen und Maßnahmen zu beschweren. Denn dies sind die Vorschriften der Untersuchungshaftvollzugsordnung, an denen sich Freiheitsbeschränkungen in Deutschland auszurichten haben. Es spricht – bei aller positiver Entwicklung in Afghanistan – jedenfalls derzeit wenig dafür, dass das afghanische Rechtswesen diese Voraussetzungen erfüllen kann.

Nach der eingangs geschilderten Logik führt dies zur Rechtswidrigkeit der Festnahme durch deutsche Soldaten. Afghanistan müsste entweder sofort die deutsche Rechtsordnung übernehmen, oder der Terrorist müsste nach Deutschland verbracht oder laufengelassen werden. Keine dieser Varianten ist realistisch. Weil die Soldaten dennoch weiter nach Terroristen wie Bin Ladin suchen, bewegen sie sich – ebenso wie die Agenten des Bundesnachrichtendienstes, die im Rahmen der Terrorismusabwehr im Ausland observieren – nach Auffassung etwa des rechtspolitischen Sprechers der Linken im Bundestag, Wolfgang Neskovic, “tagtäglich in der Illegalität”. Da es völkerrechtlich nicht verboten sei, Angehörigen fremder Staaten dieselben Rechte zu gewähren wie eigenen Staatsangehörigen, sei die Bundesrepublik hierzu auch verpflichtet. Warum das so sein soll, bleibt im Unklaren. Stattdessen wird die Ausgangsaussage relativiert: Bei “Schutzrechten oder Leistungspflichten, die aus Grundrechten abgeleitet werden”, soll keine Grundrechtsbindung bestehen. Aber warum eigentlich nicht, sofern die Leistung nicht die völkerrechtliche Souveränität des anderen Staates tangiert? Dass Grundrechte nicht nur Abwehrrechte gegen den Staat sind, sondern auch Rechte auf Teilhabe an bestimmten staatlichen Leistungen gewähren und dem Staat Schutzpflichten auferlegen, gehört heute zum juristischen Allgemeingut. Und diese Funktion der Grundrechte ist derjenigen als Abwehrrecht keineswegs nachrangig, sondern gleichberechtigt. Warum sollen in unserem Beispielsfall die Soldaten einerseits nur dann zur Festnahme des Terroristen berechtigt sein, wenn sie sicher sein können, dass er spätestens nach 48 Stunden einem Richter vorgeführt wird, andererseits aber nicht zu seinem Schutz verpflichtet sein, wenn andere ihn in der Haft vielleicht mit dem Tode bedrohen?

Gerade bezogen auf deutsche Streitkräfte, die an dem Einsatz einer Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe wie in Afghanistan beteiligt sind, drängt sich eine Grundrechtsbindung keinesfalls auf. Der Geltungsbereich der Grundrechte deckt sich mit dem Wirkungsbereich deutscher Staatsgewalt. Es bestehen jedoch erhebliche Zweifel daran, ob die für eine Isaf-Truppe tätigen Bundeswehrsoldaten überhaupt deutsche Staatsgewalt ausüben. Sie handeln nicht für die Bundesrepublik, sondern im Rahmen und nach den Regeln eines Systems gegenseitiger kollektiver Sicherheit im Sinne von Artikel 24 Absatz 2. Werden deutsche Streitkräfte als nationale Einheiten der Befehlsgewalt eines solchen Sicherheitssystems unterstellt, liegt hierin gerade eine Beschränkung der Hoheitsrechte des Bundes. Status und Rechte der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe richten sich nach den zwischen der Nato und der Regierung von Afghanistan getroffenen Vereinbarungen.

Der Bundesnachrichtendienst hingegen übt hoheitliche Gewalt der Bundesrepublik aus. Da die Wirkung des Artikel 1 Absatz 3 (“Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.”) sich nicht allein auf das Bundesgebiet erstreckt, sondern über dieses hinausgeht, kann ein durch die Grundrechte des Grundgesetzes vermittelter Schutz ausländischer natürlicher Personen gegenüber im Ausland durchgeführten Maßnahmen des BND durchaus in Betracht kommen. Dieser gilt nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aber nicht uneingeschränkt; entscheidend für den Grundrechtsschutz bei auslandsbezogenen Sachverhalten sind das betroffene Grundrecht und dessen Auslegung.

Aus diesen Erwägungen heraus können wir gerade nicht jedes deutsche staatliche Handeln im Ausland einfach denselben grundrechtlichen Bindungen unterwerfen. Unbestritten ist, dass die Grundrechtsbindung der deutschen Staatsgewalt nicht an den deutschen Staatsgrenzen endet. Allgemeingültige Antworten für die Geltung sämtlicher Grundrechte bei allen grenzüberschreitenden Sachverhalten gibt es nicht. Artikel 1 Absatz 3 ist zwar der Ausgangspunkt der Überlegungen, aber darin erschöpft sich die Aussage des Grundgesetzes zu Sachverhalten mit Auslandsberührung eben nicht. Zum einen ist zu beachten, dass das Grundgesetz durchaus Differenzierungen und Aussagen zu auslandsbezogenen Sachverhalten enthält. So gelten eine Reihe von Grundrechten, zum Beispiel Versammlungsfreiheit, Freizügigkeit, Berufsfreiheit – diejenigen, die die Mütter und Väter des Grundgesetzes für besonders sensibel hielten – nur für Deutsche, nicht dagegen für Ausländer. Und ausländische juristische Personen können sich überhaupt nicht auf Grundrechte berufen. Zum zweiten lässt sich aus einer Reihe von Grundgesetzbestimmungen das Postulat der Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes herleiten. Ihm kommt die Bedeutung einer Auslegungsrichtlinie zu, die nicht nur bei der Auslegung einfachen Rechts, sondern eben auch bei der Interpretation des Grundgesetzes selbst beachtet werden muss. Deshalb hat das Bundesverfassungsgericht zu Recht hervorgehoben, dass das Verfassungsrecht mit dem Völkerrecht abgestimmt werden und die räumliche Reichweite für jede Verfassungsbestimmung differenziert bestimmt werden muss. Staatliches Recht und Völkerrecht sind mit den Erfordernissen der internationalen Gemeinschaft in ihrer Verbindung und Wechselwirkung zu sehen.

Dieses Zusammenspiel verbietet undifferenziert-schlichte Antworten. Dementsprechend differenzierend und vorsichtig ist die bisherige Rechtsprechung. Dabei ist das von einigen beklagte Fehlen einer geschlossenen Theorie zur Grundrechtsanwendung bei auslandsbezogenen Sachverhalten nicht nur der Vielgestaltigkeit dieser Sachverhalte geschuldet, die von der Zustellung eines ausländischen familiengerichtlichen Urteils über die grenzüberschreitenden Emissionen eines genehmigten Kraftwerks bis zu unserem Beispielfall reichen, sondern nicht zuletzt auch der rasanten Entwicklung, mit der sich die internationalen – staatlichen und privaten – Verflechtungen wie auch die Bedrohungsszenarien und mit ihnen die deutschen Aktivitäten im Ausland entwickeln.

Wer will, dass Deutschland als gleichberechtigtes Glied in der Staatengemeinschaft auftritt und Verantwortung in der Welt übernimmt, wer will, dass Deutschland sich und andere Staaten so gut als möglich vor internationalen Bedrohungen schützt, der muss sich diesen schwierigen Fragen und Abwägungen stellen und darf sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben. Die auch hier zu beobachtende Globalisierung sollte vielmehr gerade den Blick dafür öffnen, dass auch auf dem Gebiet der Grundrechte der ausschließlich nationalstaatlich ausgerichtete Blickwinkel zu beschränkt ist. Es sei denn natürlich, das internationale Engagement Deutschlands soll grundsätzlich in Frage gestellt werden. Den Grundrechten erweist man damit freilich einen Bärendienst.

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Unter (1) gibt Eckard Lohse (2) einen Überblick über das Thema. In der heutigen FAZ berichtet er auch über die morgige, erstmalige “Ehrenkreuz für Tapferkeit”-Verleihung an vier deutsche Afghanistan-Veteranen:

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Morgen ist es so weit. Um 13.30 Uhr werden im Bundeskanzleramt erstmals vier Bundeswehrsoldaten mit dem neugeschaffenen “Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit” ausgezeichnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich wird das machen, an ihrer Seite wird sie Verteidigungsminister Franz Josef Jung haben. Die Bundesregierung hüllt sich in Schweigen über die Identität der Soldaten und den Grund der Auszeichnung. Einiges ist gleichwohl bekanntgeworden. Was ist das für die Bundeswehr von heute – “Tapferkeit”? Ausgezeichnet werden vier Soldaten, die im vergangenen Herbst beim Fallschirmjägerbataillon 263 in Zweibrücken dienten und in den Afghanistan-Einsatz gingen. Nachdem einer ihrer Kameraden bei einem Selbstmordanschlag schwer verwundet worden war und sein Fahrzeug brannte, standen sie ihm bei, obwohl sie unter Beschuss waren. Die Gefahr erhöhte sich noch dadurch, dass sich in der Nähe des brennenden Fahrzeugs Munition befand, die zu explodieren drohte. Das geschah in der Nähe von Kundus. Verteidigungsminister Jung hat das “Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit” mit einem Erlass vom 16. Oktober 2008 eingeführt. Bislang gab es Ehrenmedaillen und Ehrenkreuze, die “für treue Pflichterfüllung und überdurchschnittliche Leistungen” in der Regel nach einer bestimmten Dienstzeit verliehen wurden.

Mit der Auszeichnung für Tapferkeit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass immer mehr deutsche Soldaten in Kampfsituationen geraten. Drei Voraussetzungen für die Auszeichnung werden formuliert: “Angstüberwindendes, mutiges Verhalten bei außergewöhnlicher Gefährdung für Leib und Leben mit Standfestigkeit und Geduld, um den militärischen Auftrag zu erfüllen.” Oder: “Herausragendes Führungsverhalten in einer konkreten Gefährdungssituation.” Oder: “Selbständiges, entschlossenes und erfolgreiches Handeln in einer ungewissen Situation.” Es genügt, wenn eine der drei Bedingungen erfüllt ist. Die Definitionen passen auch auf die erfolgreiche Bekämpfung eines militärischen Gegners. Es kann also auch für Verhalten beim Angriff das Ehrenkreuz verliehen werden. Die Tapferkeit muss über das von Soldaten ohnehin erwartete Normalmaß hinausgehen.

Time am 5. Juli 2009

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(1) http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E24367F2BF45244AE88268D933224C575~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(2) http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~EA51F26F4D2414424B25534D1FBCFA35C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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PS: License to kill… nachdenklich bis kritisch und mehr im Allgemeinen reflektierte Bob Dylan das Thema 1983 auf seinem Album “Infidels”, und er scheint seinerzeit andere Schlußfolgerungen gezogen zu  haben als ich heute, aber meine Freunde bleiben meine Freunde, auch wenn wir mal unterschiedlicher Auffassung sind. Ein mE. sehr schöner Song, hier der Text:

License To Kill

Man thinks ’cause he rules the earth he can do with it as he please
And if things don’t change soon, he will.
Oh, man has invented his doom,
First step was touching the moon.

Now, there’s a woman on my block,
She just sit there as the night grows still.
She say who gonna take away his license to kill?

Now, they take him and they teach him and they groom him for life
And they set him on a path where he’s bound to get ill,
Then they bury him with stars,
Sell his body like they do used cars.

Now, there’s a woman on my block,
She just sit there facin’ the hill.
She say who gonna take away his license to kill?

Now, he’s hell-bent for destruction, he’s afraid and confused,
And his brain has been mismanaged with great skill.
All he believes are his eyes
And his eyes, they just tell him lies.

But there’s a woman on my block,
Sitting there in a cold chill.
She say who gonna take away his license to kill?

Ya may be a noisemaker, spirit maker,
Heartbreaker, backbreaker,
Leave no stone unturned.
May be an actor in a plot,
That might be all that you got
‘Til your error you clearly learn.

Now he worships at an altar of a stagnant pool
And when he sees his reflection, he’s fulfilled.
Oh, man is opposed to fair play,
He wants it all and he wants it his way.

Now, there’s a woman on my block,
She just sit there as the night grows still.
She say who gonna take away his license to kill?

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Hier die Studioaufnahme:

http://www.youtube.com/watch?v=kc7CTBoC_yo

Hier eine Performance in Prag 1995:

http://www.youtube.com/watch?v=KZ0UJYGRkA8

 

Alles voll gut!

23. Juni 2009

Am Sonnabend hatte ich mein Spektrum des “Lyrischen Counterjihads” um den aktuellen Song von Bob “It’s all good” erweitert (1), den ich für ein typisch bobsches Orakel halte und für counterjihadisch erklärte, obwohl der Jihad darin nicht direkt angesprochen wird. Dass ich solches tat, hat einerseits damit zu tun, dass mir der Stoff ausgegangen ist. Während nämlich die Verhöhnungen des Christentums und des Christus Legion sind, ist es mir bisher nicht gelungen, mehr als fünf dezidiert counterjihadische Lieder ausfindig zu machen ( 2 + 3 +4 + 5 + 6) – wobei zu bemerken ist, dass #5 mE. deshalb counterjihadisch ist, weil es ein proisraelischer Song ist, und #6 deshalb, weil er unsere Gesellschaft in Aspekten als verteidigenswert darstellt, die dem Mohammedanismus ein Gräuel sind.

Es hat weiterhin aber schon mit genau DIESEM Song zu tun, der sich mit der Idee befaßt, ALLES gut zu finden, sich alles schön zu reden, hier im Pferch (7).

Jordan Mejias berichtete (FAZ, 20. Juni) diesbezüglich von einem gespenstischen Happening in der Hauptstadt der Welt, in New York. Er schrieb:

“… An vielen Orten in New York stand jetzt… zehn Tage lang die Welt des Islam im kulturellen Scheinwerferlicht. Was es zwischen Marokko und Indien an Tanz, Theater, Kunst und Musik zu entdecken gibt, war zumindest in Kostproben zu erfahren. Arabisch umgedeutet wurde Hiphop ebenso wie Shakespeares ‘Richard III.’ in einer Produktion aus Kuweit. Spielplätze der Avantgarde wie die Brooklyn Academy of Music und Hochburgen der Hochkultur wie das Metropolitan Museum of Art hatten “Muslim Voices: Art & Ideas” aufs Programm gesetzt.

Für die Ideen war vor allem die New York Public Library zuständig, unterstützt von den European Union National Institutes for Culture, einem New Yorker Zusammenschluss von neunzehn europäischen Kulturinstituten. Ein dreitägiges Symposion behandelte den Islam in EUROPA. Die meistenteils europäischen Stimmen von Geisteswissenschaftlern, Imamen, Künstlern und sogar einer leibhaftigen Königin, der Witwe des 1999 verstorbenen haschemitischen Königs Hussein, vermischten sich zu einem CHOR, der nicht immer klar zu durchhören war. Die harmonischen Klänge überwogen, als Untertitel wäre “Quasi una fantasia” nicht fehl am Platz gewesen. So gerieten Teilnehmer aus Spanien, Norwegen, Schweden, der Schweiz und der Türkei in einem Gespräch über Migrationspolitik und den Status quo geradezu ins SCHWÄRMEN über die Chancen und Aussichten, die der ISLAM den Europäern bietet.

Da war die Rede vom ISLAM als einer großen EUROPÄISCHEN Tradition, die wieder zu beleben sei, von einer größeren gesellschaftlichen OFFENHEIT (ausgerechnet, T.), die er in vielen Teilen Europas bewirke, und von Muslimen, die nur darauf brennten, Bürger der Länder ihrer jeweiligen Wahl zu werden. Alle lachten HERZLICH über das Schreckgespenst EURABIEN, vor dem sich NIEMAND zu fürchten brauche, weil die Alteingesessenen und Neuankömmlinge sich ohnehin vermischten und voneinander die besten Züge und Errungenschaften übernähmen. Muslime hätten Norwegen “globaler” gemacht, freute sich die Norwegerin, und der Türke pries das neue, diversifizierte Europa (Hey, wer wissen will, was sich abspielt, der nach Oslo. Dort kann man sehen, wie eine uralte europäische Hauptstadt sich an den Mohammedanismus weggeschmissen hat – arme Hure Oslo – 200 Meter vom Königspalast beginnt Gaza – die Norweger haben die Herrschaft über ihre Hauptstadt vor 20 Jahren verloren, lesen Sie FJORDMAN, T.).

Das ging munter so fort, bis es dem Moderator Paul Berman doch etwas gar zu harmonisch wurde und er fragte, ob denn in Madrid nie eine Bombe hochgegangen sei und Terrorismus und Gewalt tatsächlich keine Themen mehr seien. Aber auch danach verdrängten Überlegungen über die sozioökonomische Misere islamischer Bevölkerungsschichten und hausgemachten Terror, von Baader-Meinhof bis zu amerikanischen Neonazis, die heikle Frage, ob es im Islam oder zumindest in einigen seiner Formen Unverträglichkeiten mit einer westlichen Lebensführung gebe. Um den Amerikanern die Lage in Europa einprägsamer zu schildern, standen Vergleiche mit Amerika hoch im Kurs, zum einen mit dem Amerika vor hundert Jahren, als katholischen und jüdischen Einwanderern vorgeworfen wurde, das Gewebe der Nation zu zerstören, und zum andern mit den zig Millionen mexikanischen Einwanderern, von denen sich jetzt manche Amerikaner bedroht fühlen.

Sicher war es richtig, wenn in einer Künstlerrunde darauf hingewiesen wurde, dass der Islam zu oft als erratischer Block begriffen wird, dass seine Nuancen und Variationen gar nicht wahrgenommen werden. Moustafa Bayoumi, Englischprofessor am Brooklyn College, hätte am liebsten das vorgegebene Thema radikal geweitet, bis hin zur Generaldebatte über Identitäten in der globalisierten Welt. Aber dann bekamen erst einmal die Medien kräftig Dresche. Klar, Teile von ihnen, und es mögen die lautesten sein, sind nicht abgeneigt, zu polarisieren und Klischees zu verbreiten. Aber für welches Thema gälte das nicht?

Wohin die Reise von hier aus gehe, wollte Paul Holdengräber, der umtriebige Symposienspezialist der New York Public Library, in einem abschließenden, zusammenfassenden Meinungsaustausch wissen, und da wagte es immerhin Khaled Fouad Allam, Soziologe aus Triest, von einer zeitgenössischen Krise des Islams zu sprechen. Als aber der holländische Essayist Bas Heijne versicherte, die Globalisierung treibe auch holländische Arbeiter dazu, sich als Opfer zu empfinden, prophezeite Benjamin Barber, der Autor von ‘Jihad vs. McWorld’, einen Kampf zwischen Entrechteten, von dem allein die Wirtschaftseliten profitieren würden.

Und wieder seufzten die versammelten Europäer: Amerika, du hast es besser. Wie mit Einwanderern umzugehen ist, weiß Amerika von Natur aus, und dass Amerikas Muslime, deren Durchschnittseinkommen höher liegt als das ihrer nichtmuslimischen Landsleute, kaum Aufsehen erregen, muss geradezu den Neid Europas erwecken. Keiner redet von einer muslimischen Diaspora, es soll nur muslimische Amerikaner geben. Weshalb nicht auszuschließen ist, dass Königin Nurs These, es bestehe KEIN ESSENTIELLER WIDERSPRUCH zwischen dem ISLAM und der WESTLICHEN WELT, übers Wunschdenken vielleicht doch hinausweist. In diesem Sinne hatte Professor Bayoumi ein T-Shirt übergestreift, dessen eleganter arabischer Schriftzug verbarg und verriet, woher er kam: Brooklyn.”

And that was… REALLY FUNKY, ol’ Bay…oumi

IT’S ALL GOOD! IT’S ALL GOOD!

Isn’t it?

T+I+M+E

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(1) http://www.youtube.com/watch?v=D730lzI9gy
(2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/18/open-season/
(3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/21/poor-mohammed-von-procol-harum/
(4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/31/islams-not-for-me-von-n-n/
(5) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/25/neighborhood-bully-von-bob-dylan/

(6) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/06/04/the-thunder-down-under-von-dave-evans/

(7) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/15/der-pferch/

“It’s all good” von BOB DYLAN

20. Juni 2009

Die neue CD “Together through Life” von Bob Dylan ist nun auch bei mir angekommen. Faszinierend finde ich vor allem den letzten Song, den ich für sehr gegenwartsbezogen halte. Das alte Orakel Bob malt uns Gutmenschen, die wir alles schönreden wollen, eine düstere Zukunft aus, und er versieht sie mit dem sarkastischen Titel “ALLES ist GUT”. Lyrischer Counterjihad #6 mit freier Übersetzung von mir.

Hier das Link: http://www.youtube.com/watch?v=D730lzI9gys

Hier der Text:

It’s All Good

Talk about me babe, if you must.
Throw out the dirt; pile on the dust.
I’d do the same thing if I could
You know what they say? They say it’s all good.
All good.
It’s all good.

(Rede über mich, wenn du musst. Feg den Dreck raus oder häufe ihn an. Ich würde dasselbe machen, wenn ich könnte. So oder so, ALLES ist GUT!)

Big politician telling lies;
Restaurant kitchen all full of flies.
Don’t make a bit of difference; don’t see why it should.
But it’s alright, cause its all good.
Its all good.
Its all good.

(Man echauffiert sich über die Obrigkeit, aber der Pöbel ist genauso korrupt, das ist ok, denn ALLES ist gut!)

Wives are leavin’ their husbands; they’re beginning to roam.
They leave the party and they never get home.
I wouldn’t change it even if I could
You know what they say, man, it’s all good.
It’s all good.
All good.

(Frauen entziehen sich den Konventionen, das tut mir weh – Ich würde nichts ändern, selbst wenn ich könnte, denn alle sagen ja: ALLES ist GUT!)

Brick by brick, they tear you down.
A teacup of water is enough to drown.
You oughta know, if they could, they would
Whatever goin’ down, it’s all good.

(Stein für Stein reißen sie dich ab, altes Haus, und bald bist du so klein, dass du in einer Teetasse ertrinken würdest – Wenn sie es tun könnten, würden sie es tun. Was auch immer darniedergehen mag, das ALLES ist GUT!)

All good.
Said it’s all good.

People in the country, People on the land.
Some of them so sick they can hardly stand.
Everybody would move away if they could
Its hard to believe but its all good.
Yeah…

(Egal ob auf dem Land oder auf dem Land, die Krankheit ist offensichtlich! Alle würden auswandern, wenn sie könnten. Aber kaum zu glauben: es ist VOLL GUT!)

Well widows cry; the orphans plea.
Everywhere you look there’s more misery.
Come along with me babe, I wish you would.
You know what I’m sayin’, it’s all good.

(Auch für Witwen und Waisen läuft es sehr schlecht, aber alle sagen, es ist VOLL GUT!)

All good.
I said it’s all good.
All good.

Cold blooded killer stomp into town
Cop car’s blinkin’, something bad goin’ down.
Buildings are crumblin, in the neighborhood.
But there’s nothing to worry about, cause it’s all good.
It’s all good.
I say it’s all good.

(Killer kommen in deine Stadt, ein Polizeiaufgebot kann nicht verhindern, dass der Häuserblock neben deinem eingeäschert wird. Alles wackelt – keine Sorge: Das ist VOLL GUT!)

Gonna whistle and blow it in your face.
This time tomorrow I’ll be rollin’ in your place.
I wouldn’t change a thing even if I could.
You know what they say?
They say it’s all good.
It’s all good.
It’s all good

(Egal, was man mit dir anstellt, es ist für dich KISMET! ICH würde nichts ändern, selbst wenn ich könnte, denn ALLES ist ja: VOLL GUT!!!)

Time am 20. Juni 2009

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http://www.pi-news.net/2009/05/der-ehrenvolle-texaner/

“Neighborhood Bully” von BOB DYLAN

25. Mai 2009

Lyrischer Counterjihad #3, wieder ein Oldie: der famose Onkel Bob. Heute brachte das famose PI einen Artikel über diesen großartigen 68′er, Musiker, Lyriker, Individualisten, Juden, Christen, Westler und Rüstungsaktionär Bob Dylan (1). Mr. Dylan hat 1983 auf “Infidels” seinen Song “Neighborhood Bully” veröffentlicht, “nach dem Einmarsch der Israelis 1982 in den Libanon”, wie PI-Leser Zahal berichtet. Counterjihad, das ist ein Synonym für “Solidarität mit Israel”! Und deshalb ist dieses Lied für Israel unzweifelhaft ein COUNTERJIHAD-Song!

Hier die Musik:
http://www.youtube.com/watch?v=WlHlXHimo_g

Hier der Text:

Neighborhood Bully

Well, the neighborhood bully, he’s just one man,
His enemies say he’s on their land.
They got him outnumbered about a million to one,
He got no place to escape to, no place to run.
He’s the neighborhood bully.

The neighborhood bully just lives to survive,
He’s criticized and condemned for being alive.
He’s not supposed to fight back, he’s supposed to have thick skin,
He’s supposed to lay down and die when his door is kicked in.
He’s the neighborhood bully.

The neighborhood bully been driven out of every land,
He’s wandered the earth an exiled man.
Seen his family scattered, his people hounded and torn,
He’s always on trial for just being born.
He’s the neighborhood bully.

Well, he knocked out a lynch mob, he was criticized,
Old women condemned him, said he should apologize.
Then he destroyed a bomb factory, nobody was glad.
The bombs were meant for him.
He was supposed to feel bad.
He’s the neighborhood bully.

Well, the chances are against it and the odds are slim
That he’ll live by the rules that the world makes for him,
‘Cause there’s a noose at his neck and a gun at his back
And a license to kill him is given out to every maniac.
He’s the neighborhood bully.

He got no allies to really speak of.
What he gets he must pay for, he don’t get it out of love.
He buys obsolete weapons and he won’t be denied
But no one sends flesh and blood to fight by his side.
He’s the neighborhood bully.

Well, he’s surrounded by pacifists who all want peace,
They pray for it nightly that the bloodshed must cease.
Now, they wouldn’t hurt a fly.
To hurt one they would weep.
They lay and they wait for this bully to fall asleep.
He’s the neighborhood bully.

Every empire that’s enslaved him is gone,
Egypt and Rome, even the great Babylon.
He’s made a garden of paradise in the desert sand,
In bed with nobody, under no one’s command.
He’s the neighborhood bully.

Now his holiest books have been trampled upon,
No contract he signed was worth what it was written on.
He took the crumbs of the world and he turned it into wealth,
Took sickness and disease and he turned it into health.
He’s the neighborhood bully.

What’s anybody indebted to him for?
Nothin’, they say.
He just likes to cause war.
Pride and prejudice and superstition indeed,
They wait for this bully like a dog waits to feed.
He’s the neighborhood bully.

What has he done to wear so many scars?
Does he change the course of rivers?
Does he pollute the moon and stars?
Neighborhood bully, standing on the hill,
Running out the clock, time standing still,
Neighborhood bully.

Auszugsweise auf Deutsch von PI-Leser Zahal:

“Ja, der Störenfried der Nachbarschaft, er ist nur einer / Seine Feinde sagen, er ist auf ihrem Land. / Sie sind Millionen, er einer / kein Ort nimmt ihn, nirgends kann er hin. Er ist der Störenfried der Nachbarschaft.

Der Störenfried der Nachbarschaft versucht zu überleben, / dass er lebt, wirft man ihm vor. / Wehren soll er sich nicht, / eine dicke Haut soll er haben, / auf den Boden soll er sich legen und sterben, wenn sie ihm die Tür eintreten. Er ist der Störenfried der Nachbarschaft.

Der Störenfried der Nachbarschaft wurde aus jedem Land vertrieben, / als Exilant wandert er von Ort zu Ort. Vor seinen Augen wurde die Familie verstreut, seine Landsleute verfolgt und zerstört, / und immer wird ihm vorgehalten, dass er überhaupt geboren ist. Er ist der Störenfried der Nachbarschaft.

Und als er eine Mörderbande k. o. schlug, kamen die Kritiker, / alte Frauen verdammten ihn, er solle sich entschuldigen. / Dann vernichtete er eine Bombenfabrik, es freute sich niemand. / Die Bomben galten ihm. / Und er sollte sich schämen. / Er ist der Störenfried der Nachbarschaft.”

Der Störenfried der “ehrenwerten” perversen Nachbarschaft zu sein – das ist doch auch der Traum des Rockers! ISRAEL rocks!

Ich grüße Sie herzlich,

Time

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(1) http://www.pi-news.net/2009/05/der-ehrenvolle-texaner/
(2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/29/israel-muss-gehalten-werden/
(3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/29/muss-jedes-problem-gelost-werden/
(4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/der-anti-jude/
(5) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/iraelkritik/
(6) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/israelkritik-ist-orkismus/
(7) Unbedingt beachten: http://rightwingbob.com/
(8) Eine interessante Reflektion von RightwingBob-Betreiber Sean Curnyn über eine Begegnung zwischen Dylan, Ratzinger und Johannes Paul II. 1997 in Bologna unter http://tiny.cc/Buoxw


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