Mit ‘Canan Topcu’ getaggte Artikel

DITIB entfernt Abweichler

10. Oktober 2012

Zentrum der von den Torks angestrebten
Eroberung Deutschlands:
Monstermoschee in Köln-Ehrenfeld

Nach dem Motto „schlimmer geht immer“ hat mutmaßlich die türkische Regierung den Vorsitzenden der DITIB, Ali Dere, der als „moderater Mohamedanist“ gilt, sowie zwei andere Mitglieder des Vorstandes entfernt. Dere hatte sein Amt erst am Juni letzten Jahres übernommen. Zugleich gab er nun auch sein Amt als Religionsattaché der türkischen Botschaft auf. Nachfolger der drei Geschassten werden Botschaftsräte aus Frankreich und Belgien sein, damit alles schön in Fuhrergans Familie und auf dem Kurs in Richtung Scharia bleibt.

Lesen Sie einen Bericht von Canan Topcu aus dem „Orkazin“ (1):

_____

Ali Deres Rücktritt

Spekulationen nach Wechsel an DITIB-Spitze

Ali Dere ist nicht mehr DITIB-Vorsitzender. Der Theologe, der als Vertreter eines aufgeklärten Islam gilt, amtierte nur ein Jahr und trat zurück. War er der türkischen Regierung zu unbequem oder stecken andere Gründe hinter seinem Rücktritt?

„Ali Dere nicht mehr DITIB-Vorsitzender“: So titelte am Montagnachmittag als erstes deutschsprachiges Medium das Hamburger Abendblatt auf seinen Onlineseiten die Nachricht über den Personalwechsel im größten Islamverband in Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt war diese Personalie nicht einmal auf den Onlineseiten des Verbands veröffentlicht.

Beide Vorgänge spiegeln die Wahrnehmung muslimischer Organisationen wider. Dass eine deutsche Zeitung als erste über die vorzeitige Vorstandswahl bei DITIB berichtet, ist Ausdruck dafür, dass die muslimischen Gemeinden und ihre Organisationen hierzulande keine Randerscheinung mehr sind. Dass der Verband mit dem sperrigen Namen „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“, dem rund 900 Moscheevereine angeschlossen sind, diese Personalie nicht auf seine Homepage stellt, bestätigt wiederum den immer wieder von christlichen und zivilgesellschaftlichen Dialogpartnern kritisierten Mangel an Transparenz.

Die Brisanz

Von DITIB selbst gibt es am Montag es keine Erklärungen, die Vorstandswahl fand nicht öffentlich statt. Einem türkischen Nachrichtenportal ist lediglich zu entnehmen, dass Ali Dere bei der Sitzung am Sonntag nicht mehr für den Vorstand kandidiert habe, weil er erschöpft sei. Dere war erst im Juni vergangenen Jahres zum Vorstandsvorsitzenden gewählt worden. Er werde auch sein Amt als Religionsattaché bei der türkischen Botschaft niederlegen und sich wieder der akademischen Arbeit wenden, hieß es.

Wenn es sich bei Dere, der in Deutschland studierte und 1994 in Göttingen promovierte, nicht um den Funktionär eines muslimischen Verbanden gehandelt hätte, dessen starke Anbindung an die Türkei immer wieder kritisiert wird, und wäre nicht dieser Verband ob des großen Moscheebaus in Köln in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen geraten, wäre sein Ausscheiden aus dem DITIB-Vorstand wohl nicht so brisant.

Die Szenarien

So aber sorgt es für Spekulationen. Da ist einmal die Rede davon, dass Ankara an den Strippen gezogen habe. Gemunkelt wird, dass sein Abgang mit Intrigen eines anderen muslimischen Verbands zu tun habe, der ebenfalls gute Kontakte zur türkischen Regierung hat. Für andere Insider wiederum ist Deres Rückzug aus dem DITIB-Vorstand keine Überraschung. Vor ein paar Wochen habe der islamische Theologe, der für seine moderne Auslegung des Islam geschätzt wird, auf einer Pressekonferenz seinen Rückzug angedeutet, berichtet ein türkischstämmiger Journalist aus Köln.

Mit Dere verließen zwei weitere Mitglieder den Vorstand. An ihre Stelle rücken Botschaftsräte, die gegenwärtig noch in Belgien und Frankreich tätig sind – was wiederum noch mehr die Spekulationen darüber befeuert, dass die türkische Religionsbehörde weiterhin die Hoheit über die Organisation behält, in der es Grabenkämpfe gibt zwischen denen, die sich vom Herkunftsland lösen wollen und denen, die an dieser Anbindung festhalten.

Beim Nachwuchs auf Widerstand gestoßen

Für manch einen DITIB-Landesverband war die Nachricht vom Vorstandswechsel in der Kölner Zentrale eine Überraschung. Auch wenn niemand aus den Kreisen namentlich genannt werden möchte, so gibt es doch einige, die offen Probleme mit dem Professor aus Ankara ansprechen. Der Wissenschaftler Dere, so ist zu hören, sei der Aufgabe, einen Verband wie DITIB zu leiten, nicht gerecht geworden. Er habe „geführt“ und sei mit seinem autoritären Stil sowohl bei den alten Funktionären als auch beim Nachwuchs auf Widerstand gestoßen.

Vertreter aus den Landesverbänden befürchten, dass der unangekündigte und vorzeitige Vorstandswechsel dem Ruf von DITIB schaden könnte. Denn als eine Organisation, die den Anspruch erhebt, für türkischstämmige Muslime zu sprechen, soll der Verband ernst genommen werden. Aus welchen Gründen das Führungspersonal in der Kölner Zentrale ausgetauscht wurde, wird wohl nicht zu erfahren sein. Es darf weiter spekuliert werden.

_____

Time am 10. Oktober 2012

_____

1) http://www.migazin.de/2012/10/10/spekulationen-nach-wechsel-an-ditib-spitze/

Ein Grüner, der Recht hat

6. August 2010

Die heutige FAZ brachte einen Beitrag des Bundestagsabgeordneten und sicherheitspolitischen Sprechers der Fraktion “Die Grünen”, Omid Nouripour (1). Nouripour, der 1985 in Teheran geboren wurde und seit 2002 neben der iranischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, was er offenbar nie kritisch hinterfragt hat oder zu ändern gedenkt, absolvierte außer dem Abitur keinen weiteren Ausbildungsabschluss, was ihn für den Eliteberuf “Bundestagsabgeordneter” prädestinierte.

Im Interview mit Canan Topcu vom 08.01.10. (2) sagte er auf die Frage: “Bekennender Muslim – ist dies eine treffende Zuschreibung?” “Fragen Sie mich nicht warum, aber ich bin der einzige Bundestagsabgeordnete, der im Handbuch des Bundestags ‘Muslim’ angegeben hat. Das ist wohl ein Bekenntnis.” Auf die Frage: “Wie wichtig ist es Ihnen, als Muslim wahrgenommen zu werden?” antwortete er: “Eigentlich ist mir das nicht wichtig. Der Glaube ist für mich Privatsache. Allerdings ist der muslimische Glaube in diesen Zeiten auch ein Politikum. Deshalb ist es ein politisches Bekenntnis, wenn ich sage ‘ich bin Muslim’. Das richtet sich sowohl gegen Islamisten, die den Glauben für ihre menschenverachtenden Ziele vereinnahmen wollen, als auch gegen Rassisten, die unsere pluralen und demokratischen Grundwerte bekämpfen.”

Zwar ist sein Bekenntnis zum Mohammedanismus offenbar nur seine Entrittskarte in die aufregende Welt der Politik gewesen und ansonsten inhaltsleer, dies ist jedoch angesichts der Tatsache, dass die Inhalte des Mohammedanismus in Wirklichkeit Lüge, Boshaftigkeit, Sadismus und Hass sind, eher als positiv anzusehen. Sein Beitrag enthält in Bezug auf die Wikileaks-Dokumente denn auch zwei wesentliche Positionen des Counterjihad, nämlich die Forderung nach Verbesserung der Ausstattung und Versorgung unserer Afghanistan-Truppen sowie die Beendigung der Abzugsdebatte. Unser Engagement begreift er zudem als einen Kampf für unsere Kultur, die er auch dort in wesentlichen Aspekten verwirklicht sehen möchte. Von solchen Mohammedanisten (und Grünen) könnten wir m.E. gerne recht noch viel mehr gebrauchen.

_____

Kein Grund für eine neue Abzugsdebatte

Die Diskussion über den Bundeswehreinsatz ist wieder voll entbrannt. Grund hierfür ist die Veröffentlichung geheimer amerikanischer Dokumente durch Wikileaks. Dass so etwas passiert, ist nicht neu. Problematisch ist die Veröffentlichung trotzdem. Einerseits können Soldaten und Unterstützer der internationalen Kräfte in Afghanistan gefährdet werden. Andererseits erwecken die Macher von Wikileaks den Eindruck, ihr “Afghan War Diary” zeige nun das ganze Bild. Dieser Täuschung sollte niemand erliegen.

Vieles in den Geheimdokumenten ist nicht neu: dass sich die Sicherheitslage verschlechtert, ist hinlänglich bekannt. Dass amerikanische Spezialkräfte auch im Raum Kundus operieren, wurde mehrfach in deutschen Medien berichtet. Neu sind allerdings entscheidende Einzelheiten. Haben die amerikanischen Spezialkräfte bei der Suche nach Zielpersonen den Auftrag “Capture or kill” gehabt, oder haben sie auf die Möglichkeit der Gefangennahme grundsätzlich verzichtet? Die Antwort auf diese Frage ist für den rechtlichen Rahmen des Einsatzes von großer Bedeutung.

Die Dokumente geben auch Hinweise auf eine bessere Waffenausstattung der Aufständischen. Schon 2007 sollen Taliban einen amerikanischen Hubschrauber mit einer wärmegelenkten Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben. Eine solche Information darf der Bundeswehr, der wichtigsten Hubschrauber-Logistik-Kraft in Afghanistan, nicht entgangen sein – auch das Parlament sollte darüber informiert werden, denn es entscheidet durch Haushaltsmittel über die Ausstattung der Soldaten im Einsatz mit. In Afghanistan ist es heute trauriger Alltag, dass die Bundeswehr-Piloten jünger sind als die Hubschrauber, die sie fliegen. Korrekte Informationen über die Waffen der Aufständischen sind vor diesem Hintergrund entscheidend für die Sicherheit der Soldaten.

Verteidigungsminister Guttenberg entzieht sich derzeit in einem rhetorischen Abwehrmanöver diesen Fragen. Er weist empört zurück, was niemand behauptet hat, nämlich dass die Obleute im Verteidigungsausschuss keine Kenntnis von der Existenz der amerikanischen Spezialkräfte gehabt hätten. Dieses rhetorische Muster ist nicht neu. Kaum einer merkt dabei, dass manche Kritik, über die Guttenberg sich empört, von ihm selbst erst in die Welt gesetzt wurde.

Mit dieser Taktik lenkt der Minister davon ab, dass Transparenz definitiv nicht zur Hauskultur des Verteidigungsministeriums gehört. Das trägt teilweise absurde Züge. So erhielt der Autor vor ein paar Wochen die Einladung zu einer Veranstaltung der Bundeswehr, deren Anmeldeformular als “Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch” eingestuft war. Selbst Handelsregister-Einträge oder Firmenpräsentationen, die frei im Internet verfügbar sind, haben es schon geschafft, im Haus des Ministers Guttenberg zu vertraulichen Verschlusssachen zu werden.

Bislang hat der Verteidigungsminister nichts Spürbares unternommen, um dieser Intransparenz entgegenzuwirken. Gleichzeitig verweigert er sich den für den Einsatz relevanten Fragen. Was sagt er dazu, dass amerikanische Spezialkräfte anscheinend gezielte Tötungen vorgenommen haben, ohne eine Festnahme auch nur zu versuchen? Oder dass die deutsche Seite anscheinend im Wissen darum Namen für Zielpersonen geliefert hat? Der Minister schweigt.

Guttenberg muss endlich die neuen und die schon länger offenen Fragen beantworten. Er muss seinem Haus deutlich mehr Transparenz verordnen und selbst mit einer besseren Informationspolitik gegenüber dem Parlament vorangehen. Nur so können die Glaubwürdigkeit seines Ministeriums und die Unterstützung des deutschen Afghanistan-Engagements in der Öffentlichkeit wirksam verbessert werden.

Die Wikileaks-Dokumente sind dazu geeignet, den Verteidigungsminister an seine Verantwortung zu erinnern. Sie sind aber definitiv nicht dazu geeignet, eine neue Abzugsdebatte zu begründen.

Die Linksfraktion forderte bereits ein neues Mandat für den Bundeswehreinsatz. Dabei ist klar, dass sie dies unabhängig vom Inhalt sowieso wieder ablehnen wird. Sie kann auch nicht logisch erklären, warum Berichte über die Aktivitäten amerikanischer Soldaten, die niemals Inhalt des deutschen Mandats waren, nun das Bundeswehrmandat obsolet machen sollen.

Aber auch Teile der Sozialdemokraten wollen offenbar den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr möglichst schnell loswerden. So kann man einen in dieser Woche veröffentlichten Beitrag des Berliner Innensenators Körting verstehen. Er legt unter anderem dar, dass das bessere Sicherheitskonzept für Afghanistan darin bestehe, mit westlichen Geldern die lokalen Machthaber zu bezahlen. Dies begründet er unter anderem damit, das für Teile der afghanischen Gesellschaft Korruption zur “kulturellen Identität” gehöre. Von der Verantwortung gegenüber den Menschen in Afghanistan und von einem durch einen verfrühten Abzug drohenden blutigen Bürgerkrieg spricht er nicht.

Was würde Körting wohl zu der Behauptung sagen, dass die jährlich wiederkehrenden Krawalle am 1. Mai für einen Teil der Berliner zu ihrer “kulturellen Identität” gehören? Unsinn! Richtig. Denn mit “Kultur-Fatalismus” kommen wir nicht weiter im Bemühen um eine friedliche Zukunft für die Menschen in Afghanistan.

_____

Time am 6. August 2010

_____

1) http://de.wikipedia.org/wiki/Omid_Nouripour
2) http://www.deutsche-islam-konferenz.de/nn_1875040/SubSites/DIK/DE/MedienPolitik/Nouripour/nouripour-node.html?__nnn=true


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.