Mit ‘Christen’ getaggte Artikel

Wir Christen verschwinden aus Orkhistan

22. Mai 2009

In der heutigen FAZ gibt es einen mE. interessanten Artikel von dem meist ja sehr gut informierten FAZ-Ali2 Rainer Hermann über das Aussterben der orientalischen Christen:

“Die Reise Papst Benedikts XVI. in das Heilige Land war auch eine Reise zu christlichen Kirchen, deren Existenz bedroht ist. Die christlichen Araber waren in der Vergangenheit Garant dafür, dass arabische Nation und Islam nicht deckungsgleich waren. Solange Christen in Nordafrika, der Levante und Mesopotamien leben, ist die Region, in der das Christentum entstand, nicht der ‘islamische Nahe Osten’. Sollte der Exodus der Christen andauern, wird er es aber sein. Benedikt appellierte daher in Amman an die Christen, ‘stark im Glauben’ zu sein, um den ‘Schwierigkeiten und Unsicherheiten’ standzuhalten.”

Besonders beeindruckend sei die Vielfalt der christlichen Kirchen im syrischen Damaskus: “Nach Damaskus wurde der Sitz des historischen Patriarchats von Antiochien verlegt, einer der fünf Patriarchensitze der frühkirchlichen Pentarchie. Als Papst Johannes Paul II. 2001 Damaskus besuchte, begleiteten ihn gleich drei Patriarchen, die sich auf diese Tradition berufen: der Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche, der griechisch-orthodoxe Patriarch von Damaskus und der griechisch-katholische Patriarch der melkitischen Kirche.”

Orientalische Christen indentifizieren sich laut Hermann zunächst quasi ethnisch als “Christen” und nicht als Angehörige einer bestimmten christlichen Kirche: “Die syrisch-orthodoxen Christen, deren Zentrum Damaskus ist, die aber auch im Tur Abdin in der Türkei ein historisches Siedlungsgebiet haben, sind Nachkommen der Assyrer. Sie sprechen Aramäisch und sind keine ethnischen Araber. Ähnliches gilt für die Kopten Ägyptens, die sich auf das ‘Volk der Pharaonen’ zurückführen, oder aber für die Christen des Libanon, die sich als Nachkommen der Phönizier verstehen. Die meisten Christen in der arabischen Welt sind keine ethnischen Araber. Eine weitere Besonderheit fällt auf: Nur wenige gehören der lateinischen Christenheit an, also der katholischen oder einer protestantischen Kirche. Die lateinische Kirche des Westens kam erst mit den Kreuzzügen in den Nahen Osten. Bis heute haben die orthodoxen Christen nicht vergessen, dass der vierte Kreuzzug 1204 Konstantinopel galt, ihren Patriarchen absetzte, nicht aber Jerusalem aus den Händen der Muslime befreite.” Ja, diese Schande wird sicher ewig auf der (West-) Christenheit lasten.

Die beeindruckende Vielfalt christlicher Kirchen im Orient sei Resultat der Trennung der Welt in das Reich von Byzanz einerseits und das der persischen Sassaniden andererseits während der ersten christlichen Jahrhunderte: “Wer, wie die Armenier und Nestorianer, unter den Sassaniden lebte, konnte nicht an den frühen Konzilien von Nicaea und Chalkedon teilnehmen und entwickelte sich anders. Ferner sträubten sich die orientalischen Christen zunehmend gegen die byzantinische Reichskirche, deren Dogmen – etwa von der Lehre der zwei Naturen Christi – sie nicht folgen wollten.”

Hermann: “Viele der orientalischen Kirchen haben Liturgie, Theologie und religiöse Praktiken zu einem großen Teil aus der Frühzeit des Christentums bewahrt… Johannes Damascenus (1), der 754 im Kloster Mar Saba starb, (konnte) in seinem Hauptwerk “Die Quelle der Erkenntnis” Überlegungen darüber anstellen, dass der Islam… eine Mischung aus der Gnosis, dem monophysitischen Glauben und dem Arianismus, einer frühchristlichen Häresie, gewesen sei.”

Noch seien die Christen die “einzige größere” nicht-orkische Gruppe im Orient: Mit einem Anteil von nur 2 (!) Prozent. Das sind aber immerhin noch 15 Millionen. Vor einem Jahrhundert habe der Anteil der Christen noch bei 20% gelegen. Früher, so Herrmann, habe der Dimmi-Status vor allem Sicherheit für die Christen und Juden bedeutet (der erfahrene Counterjihadi winkt hier natürlich müde lächelnd ab). Immerhin erkennt Hermann: “Heute degradieren die Islamisten mit demselben Konzept Nichtmuslime zu Bürgern zweiter Klasse und verkehren das Konzept des Dhimmi in ein repressives Instrument. Folgen hat das in Gesellschaften, die sich – wie in Ägypten – im täglichen Leben islamisieren. In keinem arabischen Land besteht für Nichtmuslime eine wirkliche Religionsfreiheit, auch nicht in der Türkei, wo der laizistische, gegenüber Religionen restriktive Staat nur Glaubensfreiheit zulässt. Lediglich die autonome Region Irakisch-Kurdistan duldet christliche Mission.”

Besonders stark sei der Exodus aus dem Irak, den mit 500.000 seit 2003 die Hälfte der irakischen Christen verlassen habe. Ihr Anteil sei in den letzten 40 Jahren von sechs auf zwei Prozent der Bevölkerung gesunken, ebenso hoch sei beispielsweise nurmehr ihr Anteil in den Palliegebieten und in Israel.

Jedoch, so behauptet Hermann: “Einzig in Ägypten sind die Islamisierung der Gesellschaft und der damit verbundene Druck der wichtigste Grund für die Abwanderung der Christen. Unter dem Vorwand der Schweinegrippe hat die ägyptische Regierung alle Schweine, die von den koptischen Christen gezüchtet werden, töten lassen. Mit einem Anteil von einem Zehntel der 80 Millionen Einwohner leben in keinem anderen Land des Nahen Ostens so viele Christen wie in Ägypten. Im Libanon sind 1,5 Millionen Christen, das ist ein Drittel der Bevölkerung. Wie ihre Verwandten sind sie erst vor dem Bürgerkrieg geflohen, der 1990 endete, dann vor der schlechten Wirtschaftslage.”

Weitere Gründe für das Verschwinden der Christen beständen in der geringeren Geburtenrate und der besseren Ausbildung, insbesondere in Bezug auf Fremdsprachen, so dass sie eher bereit seien, auszuwandern.

Aber zurück nach Damaskus, Hermann konstatiert für Syrien: “Am wenigsten problematisch ist die Lage für die Christen im Syrien Assads, wo der Islam aus der Politik herausgehalten wird und die Menschen stolz sind auf eine lange Tradition des meist friedlichen Miteinanders der Religionen.”

Das ist interessant. Wiki (2): “Etwa 75 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 6 % sind Nusairier (Alawiten) und gut 1 % sind schiitische Ismaeliten oder seltener Imamiten. Um die 2 % sind Drusen, die vor allem im Süden Syriens leben. Etwa 15 % sind Christen verschiedener Konfessionen. Diese leben auch im Raum Damaskus, Homs und Aleppo traditionell in ihren Dörfern.” Auch Staatschef Zippy-the-pinhead Al Arschab (3) ist übrigens Alawit. Was mag er gedacht haben, als er die höchste Auszeichnung seines Landes dem Kindermörder Samir Kuntar überreichte (4)?

Vielleicht sollte es strategisch gesehen ein wichtiges Ziel werden, Syrien aus der iranischen Umarmung zu lösen. Zwar dienen sich die Christen im Orient, was ich verabscheue, traditioneller Weise gerne ihren Orkherren gegen die Juden an, aber ihr hoher Anteil bietet Optionen, die woanders nicht gegeben sind. Auch ist das Land mit einem BIP/Einwohner von 1.946 US$ nicht völlig verrottet wie Bangladesh, Guinea-Bissau & Co. mit einem BIP von unter 500 US$. Sind die Golan-Höhen (5) ein unbezahlbarer Preis? Sie sind ur-israelisches Land, fruchtbar und strategisch wichtig, sie sind sehr wertvoll, keine Frage.

Die heutige FAZ meldet: “Netanjahu für Gespräche mit Syrien ‘Ohne Vorbedingungen’ – Nach seiner Rückkehr aus Washington hat sich der israelische Ministerpräsident Netanjahu zum ersten Mal bereit erklärt, ohne Vorbedingungen sofort mit Syrien zu verhandeln. Dabei dürften aber die Sicherheitsbedürfnisse Israels nicht außer Acht gelassen werden, sagte er, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.”

Schaun wir mal! Aber was die Christen dort unten betrifft, meine ich: Es wächst auseinander, was nicht zusammengehört!

Time am 22. Mai 2009

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Damascenus
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Syrien
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Baschar_al-Assad
(4) http://www.haaretz.com/hasen/spages/1040544.html
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Golan-Höhen

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Kewils Archiv zum Thema Kreuzzüge:
http://kewil.myblog.de/kewil/art/157875944
http://kewil.myblog.de/kewil/art/159173036
http://kewil.myblog.de/kewil/art/161123576

 

Die Judenmission war ein Misserfolg

3. Mai 2009

Von Dr. Werner Trutwin, Oberstudiendirekor i. R., wurde in der FAZ gestern folgender Leserbrief zum Thema “Juden und Christen” veröffentlicht:

Als Mitglied des Gesprächskreises Juden und Christen beim Zentalkomitee der deutschen Katholiken, der die Erklärung ‘Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen’ verfasst hat, möchte ich zum Artikel von Robert Spaemann (F.A.Z. vom 20. April) und den dazu erschienenen Leserbriefen kurz Stellung nehmen.

Die Judenmission, die oft von Zwang und Gewalt begleitet war, hat im Laufe der Geschichte viel Unheil angerichtet und nicht nur den Juden großes Leid zugefügt, sondern auch dem Ansehen der Kirche geschadet. Sie war in nachbiblischer Zeit ein Misserfolg. Freiwillige Konversionen vom Judentum zur Kirche waren selten. Auch in einem gewaltlosen Versuch, Juden zum Christentum einzuladen, sehen viele Juden eine Bedrohung ihrer religiösen Identität, als würde – betrachtet man nur die zahlenmäßige Asymmetrie zwischen Judentum und Christentum – ihre Existenzberechtigung nach Auschwitz abermals in Frage gestellt.

Die katholische Kirche hat im Unterschied zu einigen evangelikalen Gruppen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil auf eine organisierte Judenmission de facto verzichtet. Weder Päpste noch Bischöfe haben dazu aufgerufen. Die wichtigsten Missionsorden der Kirche betreiben heute keine Judenmission mehr. Die historischen Auswirkungen der Judenmission, die jüdischen Sorgen und der Verzicht der Kirche auf eine Judenmission sollten auch, was bislang nur unzureichend geschehen ist, theologisch reflektiert werden. Das sieht der Gesprächskreis als seine wichtige Aufgabe an, zumal hier Christen und Christinnen im theologischen Austausch mit namhaften jüdischen Persönlichkeiten stehen. Die Hauptthese lautet: Aus dem Bekenntnis der Kirche, dass Jesus Christus der Erlöser aller Menschen ist, ergibt sich nicht die Notwendigkeit der Judenmission. Das zentrale Argument gegen die Judenmission liegt in der biblischen Aussage von der Treue Gottes – auch zu seinem Volk Israel. Gott hat nach biblischem Zeugnis mit seinem Volk einen ewigen Bund geschlossen, der von ihm nie gekündigt wurde. Wäre das Bundesvolk ohne ein Christusbekenntnis nicht im Heil, wäre auf die Treue Gottes kein Verlass. Ein solcher Gedanke müsste das Fundament des Christentums erschüttern.

Doch gibt es im Neuen Testament viele Stellen, die auf ein Christusbekenntnis der Juden und auf die Taufe auch der Juden zielen. Es ist eine schwierige hermeneutische Aufgabe, diese Aussagen mit der Aussage von der Treue Gottes in Einklang zu bringen. Sie sind es dann, wenn man bedenkt, dass hier ausschließlich Juden zu Juden sprechen, das heißt Juden, die zum Glauben an Jesus als den Christus gekommen sind, zu Juden, die zwar nicht an Jesus als den Messias glauben, aber doch zum Gottesvolk gehören. Dieser innerjüdische Vorgang mag auch heute möglich bleiben. Wir verstehen aber heute Judenmission als Verkündigung von Nichtjuden (“Heiden”) an Juden, die, anders als andere Völker, schon von Geburt an mit Gott im ewigen Bund stehen. Ihnen zu sagen, sie seien nicht im Heil, wenn sie nicht an Jesus als den Christus glaubten und sich taufen ließen, steht Nichtjuden nicht zu.

Darum glauben wir, dass Juden und Christen ‘Schulter an Schulter’ (Zef 3, 9) in einem einzigen universalen Bund auf dem gleichen Weg zu ihrem endgültigen Ziel zu Gott gehen. Erst dann wird sich Gottes Heilsplan, den Paulus ein ‘Mysterium’ nennt, für Juden und Christen voll erschließen (Röm 11, 33 – 36). Wenngleich der Gesprächskreis schon eine Judenmission für theologisch nicht begründbar hält, so ist er doch davon überzeugt, dass Juden und Christen gegenseitig Zeugnis von ihrem Glauben geben und in einen intensiven Dialog über ihren Glauben und über ihre religiösen Erfahrungen treten sollen. Wie bereichernd dieses Zeugnis und dieser Dialog ist, hat der Gesprächskreis in seiner nun fast vier Jahrzehnte währenden Arbeit erfahren.

Time am 3. Mai 2009

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Hier der Aufsatz von Spaemann:

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~ECB07CABA76FE443CAAB4DA87CE57727C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Hier ein Beitrag des Judaisten Michael Brenner:

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EF33878CE28134224BA44E569AF6B638A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Zum kloranischen Hass auf Juden UND Christen:

http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-kloran-4-hass-auf-juden-und-christen/

Eine Augenzeugin

23. April 2009

Wir müssen aufpassen, dass wir nicht denselben Weg gehen, wie unsere Freunde in der “Test-Tube” Libanon.

Auszüge aus einem Interview mit der libanesischen Christin Brigitte Gabriel. Sie ist heute heute Journalistin in Deutschland, nein, Scherz, natürlich in the USA, und Gründerin des “American Congress For Truth”:

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“Ich bin aufgewachsen im Südlibanon. Mein Vater hatte ein Restaurant und viel Grundbesitz. Ich hörte viele Gespräche über Politik und die Lage im Nahen Osten. Wir Christen standen stark unter arabischem Einfluss, hatten die arabische Sprache. Die Meinung, die man über Israel hörte, war klar: Die Juden sind der Satan, man muss sie ins Meer treiben, töten. Nur dann wird es Frieden geben. Das hörte man im Fernsehen und Radio, im Restaurant. Die Medien wurden von der Regierung kontrolliert. Das war die Meinung der Libanesen.

Ich ging auf eine christliche Privatschule. Dort las man die Bibel. Diese hatte kein Altes Testament. Das Buch des Feindes, die Thora, mit der hatte man nichts zu tun.

Als der Libanon in den 40er-Jahren von Frankreich unabhängig wurde, war die Mehrheit der Bewohner Christen. Die Muslime waren in der Minderheit. Mit den Jahren änderte sich das. Die Christen heiraten eine Frau und bleiben mit ihr bis zum Tod zusammen. Sie haben nicht so viele Kinder, 3 oder 4. Die Muslime hingegen haben oft mehrere Frauen und dadurch viele Kinder. Der berühmteste Muslim zurzeit ist Osama bin Laden. Er ist eins von 53 Kindern. Er selbst hat 27 Kinder. Vater und Sohn haben zusammen 80 Kinder. Die Muslime vermehrten sich viel schneller und nach 20-30 Jahren wurden sie zur Mehrheit. Trotzdem hielten wir uns in den höheren Positionen. Wir waren besser ausgebildet, weil wir weniger Kinder hatten. Wir konnten sie aufs College schicken. Bildung war für uns wichtig. Die Muslime hingegen konnten ihren Kindern keine so gute Ausbildung ermöglichen, schon allein wegen der Tatsache, dass sie viele Kinder hatten. Es gab innerhalb des Libanon zwei total verschiedene Kulturen, zwei verschiedenen Bevölkerungsschichten.

Ein weiterer Faktor war der Zustrom von Palästinensern aus Jordanien 1970. Yassir Arafat und die Palästinenser wollten König Hussein stürzen. Arafat wollte von dieser Basis aus Israel bekämpfen. Als sein Plan scheiterte und sie von König Hussein aus dem Land gejagt wurden, nahmen wir sie auf. Wir hatten ja schon palästinensische Flüchtlinge im Land. Die meisten Palästinenser, die aus Jordanien kamen, waren Moslems. Wir hatten im Libanon schon ein Problem mit dem Gleichgewicht zwischen Christen und Moslems, aber durch den Zustrom der Palästinenser wurde es noch grösser. Arafat versuchte im Libanon nun dasselbe wie in Jordanien, nämlich eine Basis zu schaffen im Kampf gegen Israel und das gelang. Dafür musste er aber die Bevölkerung kontrollieren. Er verbündetet sich mit den Moslems im Libanon und gemeinsam erklärten sie den Jihad gegen die Christen. So begann der Bürgerkrieg.

Um 1974 begann sich die Lage meiner Familie zu verschlechtern. Wir hatten stets die Feiertage in Beirut mit der übrigen Familie verbracht. doch diesmal fuhren wir nicht. Ich fragte, warum feiern wir nicht Weihnachten mit der Familie. Vater gab nur eine ausweichende Erklärung. Wir wollen dieses Jahr hier bleiben. Das konnte ich als Kind nicht verstehen. Später erfuhr ich den Grund: Moslems und Palästinenser hatten Strassensperren eingerichtet. Sie bildeten eine gemeinsame Armee, die libanesisch-arabische Armee, und sie errichteten Checkpoints mitten in der Nacht und mitten auf der Strasse. Sie hielten die Autos an, sie kontrollierten die Identitätskarten. Und wenn sie sahen, dass es Christen waren – denn im Libanon steht die Religion im Ausweis – holten man sie aus dem Auto und erschoss sie, die ganze Familie. Das sprach sich rasch herum und die Christen wurden Gefangene in ihren Wohngegenden. Wir hatten Angst zu reisen. Aber, was unser Leben am meisten änderte, war der Bombenangriff auf unser Haus. Der libanesisch-arabischen Armee gelang es, alle Militärbasen im Libanon zu übernehmen. Nur die Militärbasis in der Nähe unseres Hauses nicht. Sie bombardierten sie, um sie zu erobern. Sie verfehlten sie und eine ihrer Bomben explodierte in unserem Haus, zerstörten es und ich wurde unter den Trümmern begraben. Ich war verwundet und lag zwei Monate im Krankenhaus. Und ich fragte meine Eltern, warum haben sie uns dies angetan? Mein Vater sagte immer: Weil wir Christen sind. Deswegen wollen sie uns töten. Von da an wusste ich, dass man mich töten wollte, nur weil ich als Christin in einer christlichen Stadt lebte.

Als ich vom Krankenhaus nach Hause kam, war es nicht mehr mein Zuhause. Das Haus war halb zerstört. Mein neues Zuhause wurde der Lustschutzraum unter dem Haus, ohne Strom, ohne Wasser und nur wenig zu essen. Meine Mutter und ich suchten in der Nähe nach Kräutern zum Essen. Meine Mutter weichte über Nacht Erbsen und Bohnen ein, damit wir dies am nächsten Tag essen konnten. Um Wasser zu holen, mussten wir unter dem Beschuss der Heckenschützen zur nahen Quelle kriechen. Dort versteckten wir uns hinter einer Mauer und meine Mutter füllte den Kanister. Sie band einen Strumpf darüber, um die die Maden und Würmer aufzufangen, damit wir es trinken konnten. Dann krochen wir zurück. Manchmal dauerte dies Stunden, weil uns die Heckenschützen terrorisierten. So ging es tagaus, tagein, Jahr um Jahr. Unser Leben wurde unerträglich. Wir hatten keinen Strom, keine Heizung. Wir lebten in einen feuchten, kalten Luftschutzraum unter der Erde. Tagsüber drangen einige Sonnenstrahlen durch die Türritzen und das winzige Fensterloch. Das war alles an Licht. Nachts hatten wir Petroleumlampen. Und wir froren. Es war so kalt. Vater sammelte Zweige und machte ein Feuer im Bunker. Wenn wir einschliefen, wachten wir meistens mit einer Rauchvergiftung auf. Wer als erster erwachte, musste die andern nach draussen ziehen und sie schlagen, damit sie aufwachten. So lebte ich im Alter von 10-17, meiner Jugend beraubt.

Als die Palästinenser mit dem Krieg in Libanon anfingen, war er so grausam, wie ihn sich keiner vorstellen konnte. Sie wollten die christlichen Städte niederreissen. Eins der schlimmsten Massaker war in der Stadt Damur. Sie fanden zum Beispiel in einem Schutzraum eine Mutter und einen Vater mit ihrem Baby. Da banden sie ein Bein des Babys am Bein des Vaters fest, das andere am Bein der Mutter. Dann zerrten sie die Eltern auseinander und zerrissen das Kind. Sie gingen in die Kirchen, urinierten und entleerten sich auf dem Altar, nahmen Blätter aus der Bibel als Klopapier. Meine beste Freundin im Libanon, die später für mich arbeitete, war geistig gestört, denn sie war gezwungen worden, ihren eigenen Sohn zu töten. Sie hatten sie an einen Stuhl gebunden und banden ein Messer an ihre Hand. Und führten ihre Hand so, dass sie ihrem Sohn die Kehle durchschnitt. Sie brachten christliche Männer um und eine Signatur war es, ihnen die Genitalien abzuschneiden und sie ihnen in den Mund zu stecken. Oder man schnitt ihnen ein Kreuz auf die Brust. So töteten sie die Christen und liessen sie in der Strasse oder sonst irgendwo liegen.

Als sie am Anfang des Krieges begannen, in unserer Stadt die Kontrolle zu übernehmen, versteckten wir uns wie gesagt im Schutzraum. Und damals waren noch weitere Menschen da. Wir lebten alle in diesem Raum 8 x 10 Meter gross, vier Familien mit 9 Kindern, ich war das älteste. Die Palästinenser stellten immer ihre Geschütze vor unserem Schutzraum auf und schossen nach Israel. Sie wussten, wenn Israel zurückschoss, dann würden wir alle sterben. So machten sie es. Sie schossen ihre Raketen auf Israel ab und fuhren dann mit ihren Panzern weg. Wenn die Israelis zurückschossen, würden wir sterben und gross in den Nachrichten stehen. Diese Taktik benutzen die Palästinenser immer wider. Sie versteckten sich unter Zivilisten. Sie schossen von Strassen zwischen den Häusern von Zivilisten und sie wählten immer Christenhäuser nicht die von Muslimen.

Im Luftschutzraum hatten wir Israel im Rücken und um uns herum versuchten uns die Palästinenser zu töten. Entweder würden wir von denen abgeschlachtet oder wir müssten von die Israelis um Hilfe bitten. Das waren zwei Übel. Denn im Libanon wuchsen wir ja im Glauben auf, dass Israel der Teufel sei. Aber wir wussten, dass uns die Israelis nicht abschlachten würden wie die Moslems, weil wir mit ihnen mehr gemeinsame Werte hatten. Einige Leute aus meiner Heimatstadt baten Israel um Hilfe. So blieben wir am Leben. Die Israelis kamen nachts und brachten den Christen Vorräte. Milch für die Kinder, Munition für das Militär. Sie holten Christen nach Israel und gaben ihnen militärisches Training. Die Christen waren gebildet. Aber sie hatten keine Ahnung von Strassenkämpfen. Alle akademischen Titel schützen dich nicht vor jemandem, der dich im Namen Gottes töten will. Israel war das einzige Land, das verstand, was wir durchmachten. Und Israel stand uns bei und hielt uns am Leben. Sieben Jahre lang.

1982 kam Israel in den Libanon. Es war ein Kommen, kein Einmarsch für uns. Die Christen hatten darum gebeten, dass sie in den Libanon kommen und sie von den Palästinensern befreien würden. Der einzige Grund, warum Israel in den Libanon kam, war, weil die Hisbollah mit den Palästinensern arbeitete und mit den Syrern und wir hatten noch viele Muslime aus vielen Ländern, die gekommen waren, um gegen Israel zu kämpfen. Und sie beschossen alle Städte im Norden Israels mit Raketen, sodass ihre Bürger auch in den Luftschutzräumen leben mussten wie wir. Dies ging monatelang. Da beschlossen die Israelis, in den Libanon zu gehen und die palästinensischen Vorposten soweit zu vernichten, dass ihre Artillerie ihre Städte im Norden nicht mehr erreichen konnte. Als die Israelis in den Libanon kamen, beschlossen uns die Moslems wie wild. Eine ihrer Boben explodierte vor unserem Haus gerade in dem Moment, als meine Mutter dahin lief. Sie wurde verletzt. Wir konnten sie nirgendwo im Libanon hinbringen. Unsere einzige Rettung war Israel. Da wurden alle Kranken und Verwundeten behandelt. Die medizinische Behandlung war gratis für alle, die sie brauchten, sieben Jahre lang, so lange Israel für uns sorgte. Wir brauchten meine Mutter als Notfall in das Krankenhaus in meiner Stadt. Es war nur noch die Hülle eines Krankenhauses. Es gab dort einen Arzt und zwei Schwestern, die Dienst hatten. Sie leisteten erste Hilfe und ich fuhr mit meiner Mutter an die Grenze, eine Fahrt von zehn Minuten. Dort kam der libanesische Fahrer zu mir und wollte Geld für die Ambulanz. Ahnungslos wie ich war, holte ich alles Geld heraus, das mir mein Vater gegeben hatte und fragte, wieviel schulde ich Ihnen? Er schaute auf das Geld und sagte, gib mir 30. Das war die Hälfte meines Geldes. Er sagte, das sei die Gebühr für die Ambulanz.

Sie brachten meine Mutter von der Grenze mit einer Ambulanz ins Innere von Israel in ein Krankenhaus. Der Fahrer war ein Israeli, er war sehr nett zu mir. Er behandelte mich wie seine eigene Tochter. Er beruhigte mich, denn ich hatte Angst. Ich dachte, ich bin Libanesin, ich habe niemanden in Israel. Meine Mutter lag halb bewusstlos hinten auf der Bahre. Ich war überrascht, wie nett der israelische Fahrer war. Im Krankenhaus angekommen brachten sie meine Mutter auf die Notfallstation. Ich ging zum Fahrer, um die Ambulanz zu bezahlen. Er sagte, was soll das? Ich fragte, brauchen Sie es nicht für den Transport? – Behalt dein Geld, sagte er. Dies ist ein Gratisdienst. Ich hoffe, dass deine Mutter bald gesund wird. Ich dachte bei mir, was für ein ehrlicher Mensch, was für eine Moral. Er hätte das Geld nehmen und behalten können, aber er tats nicht. Und plötzlich packte mich die Wut, weil ich erkannte, dass mich der libanesische Fahrer bestohlen hatte. Das war meine erste Lektion über die Werte eines arabischen und des israelischen Volkes. Wir kamen in die Notfallstation. Hunderte von Menschen waren da. Verwundete aus dem Krieg wurden gebraucht, Israeli, aber auch Palästinenser. Ich traute meinen Augen nicht. Ich dachte, ich kann verstehen, warum sie mich behandeln, schliesslich bin ich Christin, ihre Verbündete. Aber warum behandeln sie die Muslime, die Feinde, die uns bombardierten. ich wusste wenig über die Werte des israelischen Volkes. Die Ärzte behandelten jeden nach seiner Verwundung, sie achteten nicht auf Religion, politische Verbindung, Nationalität. Sie behandelten sie als menschliche Wesen. Der Arzt behandelte meine Mutter vor einem israelischem Soldaten, weil ihre Verletzung schwerer war.

Sie brachten meine Mutter in den vierten Stock. Kaum im Zimmer, hörte ich draussen viel Lärm. Ich ging auf den Balkon, um zu sehen, was los war. Zwei israelische Helikopter waren gelandet. und brachten israelische Soldaten, die im Libanon verwundet worden waren. Ich stand auf dem Balkon und schaute auf den Boden. Ich schämte mich. Ich dachte, die sind verwundet wegen des Krieges in meinem Land. Ich sah niemanden an. Es waren viele Menschen da. Mütter von verwundeten Soldaten. Väter, die bei ihren Kindern im Krankenhaus waren, Krankenschwestern. Ich blickte auf den Boden. Dann tippte mir jemand auf die Schulter. Eine Krankenschwester sagte, du bist neu hier. Ich sagte ja, sie haben eben meine Mutter gebracht. Sie ist in diesem Zimmer. Und sie sah die Angst in meinen Augen. Da legte sie den Arm um meine Schultern und sagte, mach dir keine Sorgen. Wir kümmern uns um sie, es wird alles gut. Zum ersten mal in meinem Leben spürte ich, was Zivilisation war. Ich brach in Tränen aus. Ich spürte das Mitgefühl, die Liebe, die mein Volk einem Feind gegenüber niemals zeigen würde. Mir war klar, wenn ein Jude im vierten Stock eines libanesischen Krankenhaus erschiene, würde er gelyncht und heruntergeworfen. Und “Allah ist gross” würde als Freudenschreie durch die Gänge des Krankenhausen schallen und durch die Strassen der Umgebung.

Als die Israelis merkten, das verwundete Libanesen in ihrem Krankenhaus waren, brachten sie uns Geschenke. Sie reichten uns die Hand zum Frieden. Sie brachten uns Schokolade. Sie besuchten die verwundeten Familien und sagten. Was können wir für euch tun. Unser Heim ist euer Heim. Wenn du dich ausruhen willst und ein Bett brauchst, wenn dir etwas fehlt, sage es und wir bringen es. Es war unglaublich. Ich freundete mich mit den Familien an, mit den Müttern und Schwestern der verwundeten Soldaten. Vor allem mit einer: Ihr einziger Sohn Amir war am Auge verletzt. Er verlor es. Sie wurde so etwas wie meine Ersatzmutter. Ich war viel mit ihr zusammen, weil meine Mutter 22 Tage im Krankenhaus war. Ich ging oft zu ihr rüber. Eines Tages kam eine israelische Militärband, um mit ihren Liedern die israelischen Soldaten aufzumuntern. Sie spielten israelische Lieder. Ich war gerade zu Besuch bei Amirs Mutter. Alle standen um Amirs bett. Ich fühlte mich fehl am Platz und wollte mich aus dem Zimmer schleichen. Sie hatte angefangen zu weinen beim Klang der Musik. Sie ergriff meine Hand und wir weinten beide. Ich dachte, was für ein Kontrast. Hier eine Mutter, die ihr Kind vom Krieg entstellt sieht, und doch die Araberin lieben kann. Was für eine Kontrast zu einer palästinensischen Mutter, die ihren Sohn oder ihre Tochter losschickt, damit sie sich mit einem Bobengürtel in die Luft jagen kann, nur um einen Juden oder ein paar jüdische Kinder zu töten. 22 Tage war ich in diesem Krankenhaus. Tage, die mein Leben veränderten. Auch die Weise, wie ich Informationen erhielt. Ich schaute Fernsehen und hörte Radio und erkannte, wie man mich mit fingierten Lügen über die Juden und Israel vollgestopft hatte. Ich erkannte, dass mich meine Kultur hassen gelehrt hatte. Dass meine Kultur dem Feind in Not kein Mitleid entgegenbringen konnte, so wie die Israelis Mitleid zeigen konnten mit Palästinensern. Und ich erkannte den Unterschied zwischen den Werten der israelischen und der arabischen Gesellschaft. Und da liegt das eigentliche Problem. Es sind die Werte.

Als die Behandlung abgeschlossen war, mussten wir zurück in den Libanon. Ich freute mich einerseits auf die Rückkehr, weil ich meinen Vater sehr vermisste. Wir waren so lange weg gewesen. Aber eigentlich wollte ich nicht mehr in den Libanon zurück. Als wir über die Grenze gingen, meinte ich die Pforten der Hölle zu durchschreiten. Ich wollte nicht mehr hinüber und hielt mich so am Stacheldraht fest, bis die Hände blutig waren. Ich sagte zu meiner Mutter, bitte nimm mich nicht von hier fort. Ich will nicht in den Libanon zurück. Sie sah mich an, und sagte, ich habe gehofft, du würdest für mich und meinen Vater sorgen. Ich war das einzige Kind. Ich wusste nicht, was sagen. Ich musste zurück in den Libanon. Ich fühlte mich zurück in der Hölle. Ich wurde depressiv, ich wollte nicht mehr raus, blieb zu Hause, dachte immer an die Tage in Israel bei Leuten, die mich Menschlichkeit gelehrt hatten, Respekt. Ich wusste, dass es dies nicht gab, wo ich her kam. Die Israelis hatten Achtung vor dem Menschen. Sie hatten Werte, Prinzipen, die in meiner Kultur fehlten. Ich war so deprimiert und schwor, dass ich eines Tages wieder in Israel sein würde. So wie die Israelis wollte ich werden, solche Charaktereigenschaften haben wie sie. Drei Jahre später war ich in Israel, um zu arbeiten..

Ich bekam einen Job als Korrespondentin in Jerusalem. Ein Traum wurde für mich war. Ich durfte in Israel arbeiten, in einem Beruf, der es mir erlaubte, Weltführern zu begegnen und an Nachrichten heranzukommen, die nicht durch arabische Filter oder Propaganda gegangen waren. Ich konnte Entscheidungen treffen und etwas über Situationen in der Welt erfahren, um mir eine eigene Meinung zu bilden, die auf Fakten beruhte. Ich bekam einen Einblick in die palästinensische Kultur, denn in Jerusalem trifft der Osten auf den Westen. Es gibt den Westteil, wo die Juden wohnen und den Ostteil, wo die Araber wohnte. Der Kontrast ist überdeutlich. Es zeigte sich mir der Unterschied der Werte der beiden Völker. Es zeigten sich mir auch die Übertreibungen der arabischen Medien im Vergleich zu dem, was im Gazastreifen wirklich geschah. Wir besuchten auch Familien, die Christen waren. Sie mussten um ihr Leben fürchten, weil sie so eingeschüchtert wurden durch die palästinensischen Muslime. Diese gingen zum Beispiel auf den christlichen Friedhof und stürzten die Kreuze um. Oder sie kauften ein, ohne zu bezahlen. Wollte man Christen interviewen, mussten sie ihr Gesicht verbergen. Ihr Leben war bedroht, weil sie die Wahrheit sagten. Denn, wenn ihre Nachbarn erfuhren, dass sie von dem sprachen, dem sie ausgesetzt waren, würde man sie umbringen. Die Einschüchterungen und die Todesdrohungen waren unglaublich. In der Altstadt von Jerusalem gingen, als ich noch als Korrespondentin dort arbeitete, Schülerinnen im Christenquartier von der Schule nach Hause. Sie trugen die katholische Uniform. Einige Male haben ihnen palästinensische Schüler Säure ins Gesicht geschüttet. Ein paar Mädchen wurden von der Säure entstellt. Sie mussten ins Krankenhaus.

Ich konnte die israelische Seite sehen, die immer die besten Friedenshoffnungen hegt. Sie lehren ihre Kinder, dass es eines Tages Frieden mit den Palästinensern geben wird. Sie sagen, eines Tages werden wir Frieden mit unseren palästinensischen Nachbarn haben. Und wir wollen alles tun, um diesen Frieden zu erreichen. Ging man zu den Palästinensern, hörte man sie ihre Kinder lehren, eines Tages werden wir alle Juden umbringen und sie ins Meer treiben.

Wenn Israel den Gaza und die Westbank zurückgeben würde, brächte dies für den Frieden nicht viel. Die Palästinenser wollen alles, nicht nur das. Man muss wissen, als die PLO 1964 gegründet wurde, war Gaza unrechtmässig von Ägypten besetzt worden. Und das Westjordanland war unrechtmässig von Jordanien besetzt worden. Arafat wollte ganz Israel. Auf den Karten in den Schulen der Palästinenser existiert Israel nicht. Sie wollen das ganze Land. Es gibt keinen Platz für Israel. Sie wollen keine Juden in den arabischen Gebieten. Israel dagegen hat israelische Muslime als Bürger, es gibt Moslems in der Knesset, also im Parlament. Nennen Sie mir ein arabisches Land mit einem Juden in der Regierung? Die Araber hassen die Juden. Israel kann Gaza und die Westbank zurückgeben, aber es wird deswegen keinen Frieden geben. Die Palästinenser werden kämpfen, um mehr zu bekommen.

Die Palästinenser haben gelernt, die Medien für ihre Ziele zu manipulieren. Sie lassen den Westen nach ihrer Geige tanzen. Wenn man in den Abendnachrichten hört, dass Israel einen Hamasführer getötet hat, aber noch 14 Menschen umkamen, darunter einige Kinder, denkt der Westen, diese Israelis haben wieder etwas Schreckliches getan. Sie töten Kinder. Sie müssen aber wissen, dass sich dieser Führer bewusst bei den Kindern versteckte. Das nenne ich, seine eigenen Leute umbringen. Der Westen verseht nicht, wie der Nahe Osten denkt. Das schockiert mich. Man stelle sich vor, wenn man zum Beispiel mit Japan erfolgreich Geschäfte machen will, muss man viel Zeit und Energie investieren. Man muss die japanische Kultur kennen lernen. Man lernt ihre Sinnen und Bräuche kennen. Man weiss dann mit der Zeit: So kann man mit Japan am effektivsten Handel treiben..Und hier befinden wir uns in einem Krieg. Einem heiligen Krieg, der gegen Juden und Christen erklärt wurde. Weltweit. Aber hier stecken wir den Kopf in den Sand. Nehmen wir die IUG, die Islamische Universität in Gaza-Stadt. Eine Uni sollte eigentlich ein Ort sein, um Toleranz zu üben, wo man verschiedene Kulturen kennen lernt, verschiedene Ideen. Doch die IUG Uni lässt Hass zu. Es gibt Vorlesungen, wo die Leute aufstehen und Hasstiraden gegen Israel schreien. Alle Juden sollten umgebracht werden, kein Erbarmen mit den Juden. Wie können wir so etwas zulassen. Wie können wir akzeptieren, dass man da an Selbstattentate glaubt, an Terrorismus. Wer nämlich die Bombenattentäter, den Terrorismus nicht verurteilt, dessen Hände sind besudelt mit dem Blut der Unschuldigen. Das müssen die Menschen erkennen. Wir müssen aufwachen.”

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Time am 15. November 2007

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http://www.jesus.ch/index.php/D/article/538-Versoehnung/38249-Die_Augenzeugin_Brigitte_Gabriel/

Kloran 4: Hass auf Juden und Christen

23. April 2009

Die exklusive Nähe zwischen Juden und Christen war Klo H. Metzel bekannt und verhasst. Im Kloran heißt es: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden; sie sind untereinander Freunde, und wer von euch sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist von ihnen.“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 56; Recl. S. 119).

Die heutige Rede von den DREI “abrahamitischen” Religionen ist daher eine perfide mohammedanistische Propagandalüge. Der Mohammedanismus hat mit Judentum und Christentum nicht das Geringste zu tun, im Gegenteil, er ist eine furchtbare Kreation GEGEN uns. Er usurpiert gewisse Begriffe, Namen und Riten, aber füllt sie mit einer völlig neuen Bedeutung, die GEGEN ihre ursprünglichen Schöpfer – uns – gerichtet ist.

„Frage die Kinder Israel, wie viele deutliche Zeichen wir ihnen gaben. Wer aber die Gnade Allahs vertauscht, nachdem sie zu ihm gekommen – dann, siehe, ist Allah streng im Strafen.“ (23. Sure „Die Kuh“, Vers 207; Recl. S. 51)

„O Volk der Schrift, warum streitet ihr über Abraham, wo doch die Tora und das Evangelium erst nach ihm herabgesandt ward?… Abraham war weder Jude noch Christ; vielmehr war er lauteren Glaubens, ein Muslim…“ (3. Sure „Das Haus Imran“, Vers 58+60; Recl. S. 72)

„…die Mehrzahl von ihnen sind Frevler.“ (3. Sure „Das Haus Imran“, Vers 106; Recl. S. 77)

„Mit Schmach werden sie geschlagen, wo immer sie getroffen werden,… Und sie ziehen sich den Zorn Allahs zu und werden mit Armut geschlagen.“ (3. Sure „Das Haus Imran“, Vers 108; Recl. S. 77)

„Siehe die, welche nicht an Allah glauben und an seine Gesandten und einen Unterschied machen wollen zwischen Allah und seinen Gesandten und sprechen: „Wir glauben an einige und glauben an andere nicht“, und einen Weg dazwischen einschlagen wollen: Jene sind die wahren Ungläubigen, und den Ungläubigen haben wir schändende Strafe bereitet.“ (4. Sure „Die Weiber“, Vers 149+150; Recl. S. 108)

„Und wegen der Sünde der Juden haben wir ihnen gute Dinge verwehrt, die ihnen erlaubt waren,… Und weil sie Wucher nahmen, wiewohl er ihnen verboten war, und das Gut der Leute in unnützer Weise fraßen. Und für die Ungläubigen unter ihnen haben wir schmerzliche Strafe bereitet.“ (4. Sure „Die Weiber“, Vers 158 bis 160; Recl. S. 109)

„O Volk der Schrift, überschreitet nicht euern Glauben und sprechet von Allah nur die Wahrheit. Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, ist der Gesandte Allahs und sein Wort, das er in Maria legte, und Geist von ihm. So glaubet an Allah und seinen Gesandten und sprechet nicht ‘Drei’“. (4. Sure „Die Weiber“, Vers 169; Recl. S. 110)

„… darum erregten wir Haß und Feindschaft unter ihnen (den Christen, T.) bis zum Tag der Auferstehung… O Volk der Schrift, nunmehr ist unser Gesandter zu euch gekommen, euch vieles von der Schrift kundzutun, was ihr verbargt, und um vieles zu übergehen. Gekommen ist nunmehr zu euch von Allah ein Licht und ein klares Buch, mit dem Allah leitet, wer seinem Wohlgefallen nachgeht, zu Wegen des Heils… Wahrlich, ungläubig sind, die da sprechen: ‘Siehe, Allah, das ist der Messias, der Sohn der Maria.’“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 17 bis 19; Recl. S. 114/115)

„O Volk der Schrift, gekommen ist nunmehr zu euch unser Gesandter, euch aufzuklären über die Zwischenzeit zwischen dem Erscheinen der Propheten, damit ihr nicht sagt: „Zu uns kommt weder ein Freudenbote noch ein Warner.“ Und gekommen ist nun zu euch ein Freudenbote und ein Warner…“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 22; Recl. S. 115)

„… und von den Juden – Horchern auf Lüge… Sie empfangen hienieden Schande und im Jenseits gewaltige Strafe. Horcher auf Lüge, Fresser von Unerlaubtem…“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 45+46; Recl. S. 117/118)

„Siehe, hinabgesandt haben wir die Tora,… mit der die Propheten, welche Muslime waren, die Juden richteten…“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 48; Recl. S. 118)

„Sprich (Du, Klo. T.):„ O Volk der Schrift, verwerfet ihr uns etwa nur deshalb, weil wir an Allah glauben und an das, was er zu uns hinabsandte und zuvor hinabsandte, und weil die Mehrzahl von euch Frevler sind?“ Sprich: ‘Kann ich euch Schlimmeres verkünden als das, was euer Lohn bei Allah ist?’“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 64/65; Recl. S. 120)

„… und werfen werden wir zwischen sie Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung.“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 69; Recl. S. 121)

„Und wenn das Volk der Schrift glaubte und gottesfürchtig wäre…“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 70; Recl. S. 121)

„Wahrlich, du wirst finden, daß unter allen Menschen die Juden und die, welche Allah Götter zur Seite stellen, den Gläubigen am meisten feind sind…“ (5. Sure „Der Tisch“, Vers 85; Recl. S. 123)

„Diese sind’s, denen gaben wir die Schrift… Wenn aber diese… nicht daran glauben, so haben wir diese Gaben einem Volke anvertraut, das diese nicht verleugnet.“ (6. Sure „Das Vieh“, Vers 89; Recl. S. 139)

„Und nicht bewerten sie Allah mit richtigem Wert, wenn sie sprechen: ‘Nicht hat Allah auf einen Menschen etwas herabgesandt.’ Sprich: ‘Wer hat hinabgesandt das Buch, das Moses brachte als ein Licht…’“ (6. Sure „Das Vieh“, Vers 91; Recl. S. 139)

„Den Juden haben wir alles Vieh mit Klauen verwehrt… Hiermit LOHNEN wir sie wegen ihrer Abtrünnigkeit…“ (6. Sure „Das Vieh“, Vers 147; Recl. S. 146)

„Siehe, diejenigen, die unsere Zeichen der Lüge zeihen… nicht gehen sie ein ins Paradies, ehe ein Kamel durch ein Nadelör geht; und also belohnen wir die Missetäter.“ (7. Sure „Der Wall“, Vers 38; Recl. S. 153)

„Und es sprechen die Juden: „Esra ist Allahs Sohn.“ (Das sprechen die Juden an keiner bekannten Stelle aus, A.S. / !, T.) Und es sprechen die Nazarener: „Der Messias ist Allahs Sohn.“… Allah schlag sie tot!“ (9. Sure „Die Reue“, Vers 30; Recl. S. 184)

„… viele der Rabbinen und Mönche fressen das Gut der Leute unnütz und machen abwendig von Allahs Weg. Aber wer da Gold und Silber aufspeichert und es nicht spendet in Allahs Weg, ihnen verheiße schmerzliche Strafe. An einem Tage soll es an Dschehennams Feuer glühend gemacht werden, und gebrandmarkt werden sollen damit ihre Stirnen, Seiten und Rücken: „Das ist’s, was ihr aufspeichertet für eure Seelen; so schmecket, was ihr aufspeichertet.“ (9. Sure „Die Reue“, Vers 34+35; Recl. S. 185)

„Und gedenke unseres Dieners Hiob… Und wir sprachen: „Nimm in deine Hand ein Bündel Ruten und schlage damit dein Weib… (Umdichtung der Bibel durch Klo, T.).“ (39. Sure „Sad“, Vers 40 bis 43; Recl. S. 430/431)

„Sprich: „ Ich bin kein Neuerer unter den Gesandten…“ (46. Sure „El Ahkaf“, Vers 8; Recl. S. 476)

„… ich (Jesus, T.) bin Allahs Gesandter an euch, bestätigend die Tora, die vor mir war, und einen Gesandten verkündigend, der nach mir kommen soll, des Name Ahmed ist (Ahmed bedeutet wie Muhammad: der Gepriesene, A.S.).“ (61. Sure „Die Schlachtordnung“, Vers 6; Recl. S. 529/530)

„Sprich: ‘O ihr Juden, wenn ihr behauptet, daß ihr vor den anderen Menschen Allahs Freunde seid, dann wünschet euch den Tod, so ihr wahrhaft seid.’“
(62. Sure „Die Versammlung“, Vers 6; Recl. S. 531)

„Und es sprach Noah: ‘Mein Herr, laß keinen der Ungläubigen auf Erden. Siehe, wenn du sie übrigläßt, so werden sie deine Diener irreführen und werden nur Sünder und Ungläubige zeugen. Mein Herr, verzeihe mir und meinen Eltern und jedem Gläubigen, der mein Haus betritt, und den gläubigen Männern und Frauen. Und mehre allein der Ungerechten Verderben.“’ (71. Sure „Noah“, Vers 27 bis 29; Recl. S. 551, Umdichtung der Bibel durch Klo, T.)

Time am 29. Juni 2008
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Die folgenden, berüchtigten Zitate – die die Ausrottung der Juden zur religiösen Pflicht der Mohammedanisten erklären – entstammen übrigens nicht dem Kloran sondern zweier Hadithe-Sammlungen:

Nachdem sie das Fadschr-Gebet verrichtet haben, werden sie herausgehen, um den Dajjal zu treffen. Und wenn sie den Lügner sehen, wird er anfangen zu schmelzen, wie das Salz im Wasser. Isa (Jesus, T.) wird auf ihn zugehen und ihn töten. Sogar die Bäume und Steine werden dann sagen: „O Geist Allahs, hinter mir ist ein Jude.“ Und keiner von denen, die ihm gefolgt sind, werden bleiben, ohne getötet zu werden.“ (Ahmad 14426)
http://www.islampuls.com/forumnew/viewtopic.php?p=4498

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Stunde wird nicht eintreten, bis die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich der Jude hinter dem Stein und dem Baum versteckt. Da sagt der Stein oder der Baum: O Muslim! O Diener Allahs! Dieser ist ein Jude hinter mir, so komm und töte ihn! Der einzige Baum, der das nicht macht, ist Al-Gharqad, denn er gehört zu den Bäumen der Juden.“ (Sahih Muslim 5203)
http://hadith.al-islam.com/bayan/display.asp?Lang=ger&ID=1660

Bei dem “Judengewächs”, einem üppigen Dornbusch mit roten Beeren, handelt es sich mutmaßlich um Nitraria retusa.


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