Die heutige FAZ brachte ein Portrait des „islamistischen“, also „nicht-ganz-so-moderaten“ Oberorks Hamadi Jebali von Christoph Ehrhardt, seines Zeichens Ministerpräsident Tunesiens, einstmals eines der wenigen nicht-ganz-so-ruinierten Orkländer, dessen Verwesung nun wohl für längere Zeit auch nicht mehr Einhalt geboten werden kann.
Nichts klappt dort mehr, außer dem Kloran und der Scharia, aber die Frage, ob die satanischen Lehren Klo H. Metzels einer friedlichen und freundschaftlichen Entwicklung von Land und Leuten eventuell entgegenstehen, die darf keiner mehr stellen. Denn nun kommt es auf eine friedliche und freundliche Entwicklung von Land und Leuten gar nicht mehr an. Was allein noch zählt, ist der Wahnsinn Klo H. Metzels, der aus einer Vergangenheit von 1.400 Jahren in unsere Zeit hinüberweht.
Hamadi Jebali hat sein Leben lang 5 x täglich seine Stirn in einen stinkenden Teppich gerieben, er hat seine Stirn in Raserei auf den Boden geschlagen, er hat viel Zeit mit diesem Irrsinn verbracht. Er hat die Rituale vollzogen, aber er hat sich um die Entwicklung seines Geistes, seines Wissens und seiner Persönlichkeit nicht geschert. Er hat keine Fragen gestellt.
Er trägt das Zeichen auf der Stirn.
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Erschöpft
Wenn in Tunis schlecht über Hamadi Jebali gesprochen wird, heißt es oft, er lächle immer in den unpassenden Momenten. Ein Volkstribun wie der ermordete Oppositionspolitiker Chokri Belaïd ist der tunesische Ministerpräsident nicht. Dass Jebalis Freundlichkeit bei seinen öffentlichen Auftritten eher unbeholfen als warmherzig wirkt, nehmen seine Kritiker als Indiz dafür, dass der 63 Jahre alte Politiker der islamistischen Partei Ennahda keinen Draht zur Bevölkerung habe. Als der Regierungschef am Mittwochabend im Staatsfernsehen nach einem Tag der Krawalle die Bildung einer neuen überparteilichen Technokratenregierung ankündigte, war sein Mienenspiel auf eine hölzerne Weise versteinert.
Die Tunesier sind angesichts der dürftigen Bilanz von Jebalis Regierung immer unzufriedener mit den neuen islamistischen Machthabern. Jebali selbst werden in der verfassunggebenden Versammlung auch schon länger eine gewisse Rücktrittssehnsucht und große Erschöpfung nachgesagt. Wie viele seiner politischen Weggefährten hat ihn der Weg aus dem politischen Schattendasein und den Foltergefängnissen des Ben-Ali-Regimes direkt in die Regierungsverantwortung geführt.
Jebali hatte sich schon früh der 1981 unter der Führung von Rashid Ghannouchi formierten islamistischen Bewegung „Mouvement de la Tendance Islamique“ angeschlossen, aus der später Ennahda („die Wiedergeburt“) wurde. Jebali gründete die Parteizeitung „El Fajr“ („Die Morgenröte“). Die Verhaftungswellen von 1991 trafen ihn als einen der Ersten. In der Untersuchungshaft wurde er schwer gefoltert, er wurde wegen Hochverrats angeklagt. Von fünfzehn Jahren im Gefängnis verbrachte Jebali zehn in Einzelhaft – „ohne Buch, ohne Zeitung, ohne Koran“, wie er auf seinem ersten Auslandsbesuch sagte, der ihn nach Berlin führte. Seine Familie wurde von der Staatssicherheit schikaniert, und auch nach seiner Freilassung 2006 war Jebali kein freier Mann, sondern stand unter ständiger Beobachtung.
Nachdem Ben Ali geflohen und Ennahda aus der Wahl vom Oktober 2011 als stärkste Kraft hervorgegangen war, wurde der Vater dreier Töchter im Dezember 2011 zum Chef der Übergangsregierung ernannt. Der Regierungschef, der zugleich Ennahda-Generalsekretär ist, wird zum pragmatischen Reformflügel der Partei gerechnet. Immer wieder hat Jebali, ein Spezialist für erneuerbare Energien, der in Reims und Paris ein Ingenieurstudium absolviert hat, sich öffentlich für Meinungsfreiheit eingesetzt und versucht, Befürchtungen zu zerstreuen, seine Partei plane eine Talibanisierung Tunesiens.
Einmal hat der in der Hafenstadt Sousse geborene Sohn eines Schreiners aber selbst Misstrauen geweckt, als er in einer Rede von einem „sechsten Kalifat“ phantasierte. Jebali distanzierte sich von den Äußerungen. Kritiker führen sie aber als Beleg für die Doppelzüngigkeit von Ennahda an, die zu ihren Anhängern anders spreche als etwa zu einem westlichen Publikum. Für seinen Vorstoß zur Auflösung der Regierung wurde Jebali allerdings auch von seinen Kritikern gelobt. Die Zeitung „La Presse“ verkündete: „Endlich, Vernunft!“
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Time am 8. Februar 2013
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PS.: Demokratie, freie Marktwirtschaft, Rechtstaat und Säkularismus sind nicht so kompliziert, als dass sich damit irgend jemand herausreden könnte. Es geht um eine einfache Sache, die einfach zu verstehen ist: Alle Menschen sollen die gleichen Rechte haben – Man is born equal! Es gibt keinen Grund, Typen wie Jebali zuzuhören, die dies verneinen!
U R BORN TO LOSE, ORK!



