Mit ‘Detlef zum Winkel’ getaggte Artikel

Linker oder rechter Counterjihad?

6. August 2011

Die Mohammedanisten und ihre links-grünen Helfer wollen nicht die Wahrheit über die Welt herausfinden, sondern diese nach den Vorgaben des perversen und bösartigen Massenmörders Klo H. Metzel gestalten. Sie reden und schreiben auch nicht um zu argumentieren, sondern ihre Worte sind symbolische Standarten in einem virtuellen Krieg, die zeigen sollen, wie weit sich das eroberte Territorium erstreckt, was gedacht werden darf und was nicht.

Die entsetzlichen Morde des wahnsinnigen Monsters A. Breivik liefern den Freunden des Jihad vermeintlich viel Inspiration für neue Parolen.

Besonders unangenehm tut sich dabei einmal mehr der stets übellaunige Mustafa Celebi aka „Muhabbetci“ hervor. Er schreibt wieder besseres Wissen in seinem Blog, den er bei der linken Wochenzeitung „Freitag“ unterhält (1):

„Er war ohne Zweifel ein Christ. 
Die Super-Manipulierer dieses Landes, die Supersender und ihre Experten spekulierten plötzlich, ob er denn ein Nazi wäre, ein Rechtsradikaler. Denn man wollte es nicht wahrhaben, ein christlicher Fundamentalist?“

Eine interessante Variation entgegen den Verlautbarungen der MSM: Breivik wird von Celebi vollständig vom Neonazismus, von der „Rechten“ getrennt und vollständig dem Christentum zugeordnet, und auch Wahnsinn oder Computerspiele lässt er nicht als Einfluss gelten.

„Das passt ja so gar nicht in das aufgeklärte Europa. Fundamentalismus gibt es nur bei den Moslems, ein Christ macht so etwas nicht. 
Andere waren der Meinung, dass es an den Computerspielen liegen könnte, man suchte verzweifelt nach einer Entschuldigung. Fakt ist, dass dieser Mann ein christlicher Fundamentalist war, der sich als Kreuzritter verstand und die Meinung vertrat, das Muslime eine Krankheit wären. 
76 Unschuldige Menschen hat er kaltblütig ermordet im Namen seiner Religion.“

Nun wird es aber Zeit für Herrn Celebi, auf seine eigentlichen Feinde zu sprechen zu kommen:

„Er war ein Fan von Geerd Wilders, und zitierte in seinem 1500 seitigem Manifest 
Sarrazin, Necla Kelek, Broder und all die anderen selbsternannten Islamkritiker.
Und vergessen wir bitte nicht das er eine ‚schleichende Islamisierung Europas’ als Grund für seine Tat angab. Seine nähe zu der Website ‚Politically Incorrect’ sollte hier auch noch einmal erwähnt werden.“

Ich bin nicht genau im Bilde, aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Breivik regelmäßiger Leser einer deutschen Webseite war. Um Logik aber geht es Celebi ja auch gar nicht, er will vielmehr einem politisch gegnerischen Medium eine verabscheuenswürdige Tat anhängen, um es zum Schweigen zu bringen. Dies zeigt auch seine Formulierung „selbsternannte“ Islamkritiker, die ausdrückt, dass letztlich niemand sich das Recht geben darf, den Mohammedanismus zu kritisieren.

„Nun nennt man ihn einen Psychopath. Warum eigentlich? Warum nennt man die Tat nicht beim Namen. Er ist ein christlicher Fundamentalist und seine Lehrmeister sind genau jene die ihn mit diesem Hass gefüttert haben. Die Islamkritiker dieses Landes. Sarrazin und co lässt grüßen. Ich habe mehrmals davor gewarnt das genau so etwas eines Tages passieren könnte. Sarrazin, Necla Kelek, Giordino, Geerd Wilders und all die anderen sind Hassprediger!“

Sarrazin, Kelek und Giordino (who’s that?) als Hassprediger christlichen Fundamentalismus? Hier geht einiges durcheinander, und Celebi verhält sich wie die bösen Jungs auf dem Schulhof, die Steine in ihre Schneebälle einbacken.

Breivik selbst hatte geschrieben (2):

„A majority of so called agnostics and atheists in Europe are cultural conservative Christians without even knowing it. So what is the difference between cultural Christians and religious Christians? If you have a personal relationship with Jesus Christ and God then you are a religious Christian. Myself and many more like me do not necessarily have a personal relationship with Jesus Christ and God. We do however believe in Christianity as a cultural, social, identity and moral platform. This makes us Christian.“

„Christ“ wird von Breivik als Synonym für anti-bolschewistisch, anti-mohammedanistisch bzw. schlichtweg „gut“ gebraucht, aber das Wort hat eine inhaltliche Bedeutung, die durch eine 2000-jährige Geistesgeschichte sehr genau festgelegt ist (u.a. Liebe und Gnade), und die zu seinen abscheulichen Untaten vollständig konträr steht.

Breivik will OHNE Christus und die Bibel Christ sein, und das ist so, als ob man ohne Marx Marxist sein will oder ohne Klo H. Metzel ein Mohammedanist oder ohne Rollen ein Rocker. Nur indem ich sage: „Ich bin eine Waschmaschine“, bin ich noch keine. Die Mohammedanisten sind aber an die Person des Sklavenjägers Klo H. Metzel und an seine Untaten gebunden, die er im Kloran gerechtfertigt hat, sie können entweder abschwören oder einen bösen Menschen als Heiligen verehren, das ist ihr Problem. Christus aber, an den die Christen gebunden sind, hat keiner Fliege ein Haar gekrümmt, und in der ganzen Bibel gibt es in beiden Teilen keine noch so kleine Rechtfertigung für Breiviks Untaten.

Deshalb lügt sowohl Breivik, als dass auch (in völligem Bewusstsein seiner Lüge) Herr Celebi lügt, wenn er Breivik als „Christen“ beschreibt. Er benutzt voller Gier Breivik, um etwas Böses über die Christen und über Jesus zu sagen bzw. eine „Standarte“ zu setzen. Er gestaltet sodann seine Machtfantasien aus:

„Vielleicht sollten die Muslime nun die Meinung vertreten, das man alle gläubigen Christen schärfer kontrollieren müsste, da sie ja alle potenzielle Terroristen sein könnten. Wie finden sie eigentlich den Gedanken? 
Ich finde die Idee phänomenal!“

Ja, das ist eine phänomenale Idee angesichts der Schreckenstat EINES Menschen mit westlicher Prägung, der mit dem Christentum in keinster Weise etwas zu tun hat, gegenüber SIEBZEHNTAUSENDFÜNFHUNDERT tödlichen Anschlägen im gleichen Zeitraum im Namen Allas, die durch sämtliche mohammedanistische Grundlagentexte zur religiösen PFLICHT erklärt werden – eine tolle Idee in EUROPA, einem Kontinent mit 2000-jähriger christlicher Vergangenheit. Celebi empfindet uns Christen in Europa eindeutig als Fremdkörper. Er hetzt weiter:

„Und wie fühlen sie sich jetzt? Immerhin ist es ein christlicher Fundamentalist gewesen der diesen Terroranschlag verübt hat. Wie fühlen sie sich wenn ein Moslem sie darauf anspricht? Sind sie beschämt? Würden sie sich am liebsten in ein Loch verkriechen? Schimpfen sie innerlich das dieser Norweger ihre Religion für seine abscheulichen Taten missbraucht hat?“

Celebi ist vollständig reflexgesteuert und konditioniert und er schließt – zu jeglicher Empathie unfähig – vollständig von sich auf andere: Christus aber kann man nicht missbrauchen, denn er ist ein Aspekt Gottes. Man kann sowas versuchen, wie Breivik das versucht hat, aber Jesu Worte sind klar und deutlich und seit den Zeiten Dr. Martin Luthers auch für jedermann zugänglich. In der Bibel gibt es keine Mordaufrufe, im Kloran sehr, sehr viele. Jesus hat sich lieber foltern und abschlachten lassen, als irgendeinem Menschen weh zu tun, Klo H. Metzel hingegen hat milde Spötter (3) ebenso wie ganze Stämme (4) eliminieren lassen, meist auf sadistische Art, wie die MOHAMMEDANISTISCHEN „heiligen“ Schriften berichten.

Celebi folgt übrigens seinem Herrchen, dem Kalifen Recep I. Über diesen berichtete der „Tagesspiegel“ (5):

„Nach dem Massaker von Norwegen vermisst Erdogan nun in Europa eine Diskussion über den ‚christlichen Terror’ – die Europäer wichen dieser Debatte aus, sagt er. Dabei sei der Täter von Oslo doch ein ‚guter Christ und Tempelritter und gleichzeitig ein Terrorist’.“

Das ist Wortjihad. Celebi ist auch Autor bei „Aggromigrant“ (6), einem mohammedanistischen Hetzblog, das besser „Aggressivermohammedanist“ heißen sollte, denn es geht hier im Kern einzig um die Verbreiterung der Machtbasis für Mohammedanisten in Deutschland.

Ein Freund von „AM“ wiederum ist Leo Brux, der Orks in deutscher Sprache unterrichtet und also seine Existenz auf sie gründet. Leo – der konsequent eine Auseinandersetzung mit den mohammedanistischen Grundlagentexten verweigert (7) – benutzte die Breivik-Katastrophe ebenfalls dazu, die Islamkritik zu denunzieren (8). Zu diesem Zweck setzte er diese mit der „radikalen neuen Rechten“ in eins, als deren Ziele er ein Europa der klassischen „Vaterländer“, die Beseitigung aller „Minderheiten“ (Deportation), der EU, sowie, ja, der kam dann auch vor, des Mohammedanismus ausgemacht hatte.

Dies sind möglicherweise die Ziele von A. Breivik, vielleicht auch von Irrlichtern wie Manni und seiner Putztruppe (9, vergl. meinen Kommentar dort 2009 unter 10) oder den Nerds von „As der Schwerter“ (11), einem Usurpatorenverein, der sich aus der angeblich drohenden Vernichtung der „weißen Rasse“ durch die konzertane Weltverschwörung von Orks und Juden mittels Flucht in den Weltraum retten will und leidenschaftlich die Vorzüge einer Streitaxt gegenüber denen einer Pistole erörtern kann.

Mohammedanismus, Jihad, Scharia, solche Fachbegriffe tauchen bei diesen Spinnern – ebenso wie bei Breivik – aber nur am Rande auf, 99% der Texte richten sich vielmehr gegen Juden, Amerikaner, den real existierenden Kapitalismus, die Gleichberechtigung der Geschlechter, Schwule, Multikulti usw., und Mannis derzeitiges Hauptprojekt z.B. ist es, den Leichenberg von 60 Millionen zu verbergen, den der deutsche Nationalsozialismus hinterlassen hat.

Diese Randgruppen des Counterjihad erklärt Leo in demagogischer Manier zur Islamkritik schlechthin, ebenso wie Celebi Breivik zum Christen schlechthin macht, um die Kritik am totalitären und menschenfeindlichen System Mohammedanismus generell zu unterbinden.

Perfide ist Leos Vorwurf der strukturellen Gewaltlosigkeit des Counterjihad. Dessen ruhig vorgetragenen Argumente sind für ihn reine Tarnung:

„Diese Strategie funktioniert nur, wenn man strikt darauf achtet, die gesetzlichen und demokratischen Regeln einzuhalten und die Bürger nicht mit zuviel Radikalismus schreckt. Es muss also vermieden werden, dass das brutale Endziel zu schnell deutlich wird.“

Wenn aber nicht mal ruhig über eine Sache debattiert werden darf, liegt es auf der Hand, dass man darüber zu schweigen hat. Dies äußerte ganz offen Ork-Chef Mazyek, wie „Welt-online“ berichtete (12):

„Offenbar wollten die zum Islam übergetretenen Männer einen Terroranschlag vorbereiten – gegen sogenannte Feinde des Islams. Ihre ideologische Schulung hatten sie in einer Solinger Moschee erhalten, in der laut Verfassungsschutz antiwestliche Feindbilder gepflegt werden. Das Islamverständnis der beiden scheint also mitursächlich für ihre Terrorpläne zu sein. Dieser Schlüssel zum Verständnis von Terrorismus soll der Öffentlichkeit fortan entzogen werden. Das fordert Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD). Mit Blick auf die Attentate von Norwegen wirbt er dafür, Terroristen nicht mehr als christlich oder islamisch zu bezeichnen, Terror habe ‚keine Religion’ – weder sei der norwegische Terror christlich noch der von al-Qaida muslimisch. Die ‚Ursachen des Terrors’ dürften daher ‚nicht in der Religion gesucht werden’. Soll heißen: Auch bei Terror im Namen des Islams soll künftig niemand mehr wagen, das Islamverständnis der Terroristen als Grund für ihre Taten zu bezeichnen, denn damit schüre man genau die Vorurteile gegenüber Muslimen, die den islamophoben Norweger zu seiner Tat trieben.“

In der Konsequenz heißt das, unter Strafandrohung Beschneidung, Schandmorde und Schariagerichte zu akzeptieren, ehrfürchtig den Blick zu senken und den Bürgersteig freizugeben, wenn ein mohammedanistischer Hosenscheißer entgegenkommt, amüsiert zu lächeln, wenn auf dem Kinderspielplatz Schafen zum Opferfest der Hals durchgeschnitten wird (13), der Verheiratung neunjähriger Mädchen zuzustimmen, das Machwerk Kloran für das Werk eines Schöpfers allen Seins und Sklavenjägerei für einen ehrbaren Beruf zu halten.

Perfide an Leos Ausführungen ist auch sein Versuch, den Counterjihad, der sich als demokratisch, antitotalitär, antikommunistisch und antifaschistisch versteht, mit den Verbrechen der Nazis zu verbinden. Obwohl die meistverfolgte Religionsgruppe der Welt die Christen sind, die in allen mohammedanistischen Ländern grausam unterdrückt oder vertrieben werden (14), fabuliert Leo von einem „brutalen Endziel“, der Deportation aller „Südländer“ aus Europa, und das hört sich nicht zufällig nach „Endlösung“ an.

Darum geht es dem Counterjihad aber grade nicht. Es geht ihm um die Analyse der entsetzlichen mohammedanistischen Grundlagentexte, die Leo und alle Orks verweigern, und um ihre verdiente Verächtlichmachung. An dieser Textanalyse und dem Aufzeigen der praktischen Wirkung kann und soll jeder teilnehmen. Tatsächlich sind so dem Counterjihad nicht nur Rechte sondern auch viele linksorientierte Menschen mit ganz anderen gesellschaftlichen Visionen verbunden. Ich erinnere diesbezüglich an den m.E. ausgezeichneten Journalisten Detlef zum Winkel von der linken Monatszeitschrift „konkret“, an die Blogs „Lizas Welt“ (15), „Wadiblog“ (16) u.v.m.

Der Counterjihad ist nicht gegen bestimmte Ethnien, Hautfarben, Weltanschauungen, er ist einzig und allein gegen den Mohammedanismus. Er ist tatsächlich ein Sammelbecken der verschiedensten Weltanschauungen, Herkünfte und Lebensläufe, eine multikulturelle Konvention von Menschen, die nur eines gemeinsam haben, und das ist die tiefe Erkenntnis und daraus resultierenden Ablehnung der mohammedanistischen Grundlagentexte.

Der Counterjihad erkennt die potentielle Macht jeder kunstvollen Ideologie über das individuelle „Ich“ an. Er vergleicht die Texte mit der globalen aktuellen Inszenierung der Ideologie und vertritt in Bezug auf den Mohammedanismus die Ansicht, dass die Performance direkt durch die Ideologie verursacht ist. Er folgt der Formel, dass der Jihad ein immanenter, also wesentlicher und untrennbarer Aspekt des Mohammedanismus ist (M – J = 0). Er ereifert sich allein gegen den Jihad, nicht gegen Schwule, Frauen, Orientalen usw., es sei denn, diese dienen dem Jihad.

Der Counterjihad bekämpft den Jihad, weil dieser bösartig ist und den Menschen nur Leid bringt, weil er seinen Ursprung in der kranken Psyche Klo H. Metzels hat, weil er fortwirkt, weil er sich in den letzten 70 Jahren zu einer tödlichen Bedrohung für die gesamte Menschheit ausgewachsen hat. Der Counterjihad führt eine sachliche Argumentation, und Mord gehört für ihn – im Gegensatz zu den Jihadisten – nicht zu den Mitteln seiner Auseinandersetzung.

Deshalb ist der Counterjihad nicht rechts oder links, er ist rechts UND links.

Er ist Pflicht aller anständigen Menschen dieses Planeten.

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Time am 6. August 2011

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1) http://www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/oslo—schuldig-im-sinne-der-anklage/?searchterm=muhabbetci
2) http://wzlbrmf.wordpress.com/2011/07/26/norwegen-was-fur-ein-christlicher-fundamentalist-ist-breivik/
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/01/15/mohammedanismus-ist-lacherlich/
4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/sira-1-einfuhrung-und-massenmord/
5) http://www.tagesspiegel.de/politik/erdogan-will-debatte-ueber-christlichen-terror/4446688.html
6) http://www.aggromigrant.com/
7) http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/03/28/bald-wird-es-finster-dort/#comment-1257
8- http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/08/02/nachdenken-uber-breivik-2-ziel-ist-die-ethnische-sauberung/
9) http://korrektheiten.com/
10) http://korrektheiten.com/2009/09/27/ergebnis-der-bundestagswahl/
11) http://fjordman.wordpress.com/
12) http://www.welt.de/politik/deutschland/article13526186/Verhindert-das-Steigern-von-Aengsten-den-Terror.html
13) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/26/mah-lammchen-mah/
14) http://europenews.dk/de/node/45991
15) http://lizaswelt.net/
16) http://www.wadinet.de/blog/

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PS: Leo wäre nicht Leo, wenn er in seinem Geist nicht wieder mal ein klitzekleines Fensterchen zur Vernunft offengelassen hätte. Im dritten Teil seiner Ausführungen über Breivik kam er denn doch noch zu psychopathologischen Betrachtungen, die m.E. der einzige Schlüssel zum Verständnis des Monsters sind:
http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/08/05/nachdenken-uber-breivik-3-ist-er-einfach-nur-verruckt/

Mahdi-GAU

31. Juli 2011

Von seiner nicht vorhandenen unendlichen Weisheit hat der nicht vorhandene Madi den klerikalfaschistischen Machthabern des Naziran nichts abgegeben… und so beschlossen sie, das erste schiitische Kernkraftwerk genau auf der Linie zu bauen, an der die eurasische und die arabische Kontinentalplatte aneinanderstoßen. Dieses Gebiet ist extrem erdbebengefährdet, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Welt bald den ersten schiitischen Supergau erleben wird – falls die Honks das AKW überhaupt dauerhaft zum Laufen kriegen, was Stuxie verhindern möge. Der von mir sehr geschätzte Journalist Detlef zum Winkel berichtet über die Angelegenheit in der aktuellen Ausgabe der linksradikalen Monatszeitschrift „konkret“.

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Das Buschehr-Desaster

Das iranische AKW Buschehr steht in einem
extrem erdbebengefährdeten Gebiet.

Siemens wird für seine nukleare Zusammenarbeit mit Rußland bestraft. Ein Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer verurteilte den Konzern zur Zahlung von 648 Millionen Euro an den französischen Kraftwerksbauer Areva. Siemens hat zehn Jahre lang ein Drittel der Anteile an dem Joint Venture Areva gehalten. Gegen dessen vertragliche Grundlage verstießen die Münchner, als sie Anfang 2009 eine neue Partnerschaft mit der russischen Rosatom ankündigten und punktuell auch schon realisierten, noch bevor die Trennung von den Franzosen besiegelt war.

Mittlerweile gibt es das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen nicht mehr. Siemens erhielt von Areva 1,6 Milliarden für seine Anteile. Zieht man die Strafzahlung davon ab, so bleibt dem Technologiekonzern knapp die Hälfte dessen, was man ursprünglich als Wert der Beteiligung veranschlagt hatte. Damit kann er sich noch glücklich schätzen. Denn die Einigung erfolgte zeitlich vor dem Multi-GAU in Japan. So blieb es den Atommanagern auf beiden Seiten erspart, darüber zu streiten, was Nuklearunternehmen nach Fukushima noch wert sind.

648 Millionen sind etwas mehr als die berühmte Mücke, die sich an einem bayerische Elefantenhintem vergeht. Sicherlich gibt es bei Siemens einigen Erklärungsbedarf. Der Vorstand wird nicht müde werden, gegenüber dem Aufsichtsrat, den Aktionären, den Betriebsräten darzulegen, was da alles passiert ist, wie es dazu kommen konnte und warum man trotzdem alles richtig gemacht hat. Der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher könnte es sich einfach machen, wenn er sagen würde: „Leute, gemessen an dem, was wir uns im Iran geleistet haben, ist das ein sensationelles Schnäppchen!“ Das darf er natürlich nicht, obwohl es tatsächlich so ist.

Bereits vor zweieinhalb Jahren, als Löscher mit Putin die neue russisch-deutsche Atomallianz feierte, gab es die wohlbegründete Vermutung, Rosatom brauche das Know-how der Deutschen, um seinen Auftrag erfüllen zu können, dem Iran in der Küstenstadt Buschehr ein Atomkraftwerk zu bauen, das erste kommerzielle AKW des Nahen und Mittleren Ostens und der Auftakt einer neuen Ära des dortigen Mullah-Regimes. Peinlich klingt aus heutiger Sicht die Kraftmeierei, gefährlich der Größenwahn, der in den Chefetagen von Rosatom und Siemens um sich griff. Löscher rechnete sich 1.000 Milliarden Euro an Investitionen zusammen, die bis 2030 weltweit für 4oo neue Reaktoren ausgegeben werden würden. Rosatom-Direktor Kirijenko verkündete, zusammen wolle man Weltmarktführer beim nuklearen Anlagenbau werden. Dabei habe man Mittel- und Osteuropa, Nordafrika, Asien und den Mittleren Osten im Visier. (…)

Es dauerte anderthalb Jahre, bis sich die Verstrickungen von Siemens in das iranische Atomprogramm nicht mehr übersehen ließen. Verantwortlich dafür war das Bekanntwerden des spektakulären Computervirus Stuxnet, der ersten Schadsoftware, die es nicht auf gewöhnliche PCs, sondern auf industrielle Steuerungssysteme abgesehen hatte, und zwar ausschließlich auf solche von Siemens. Im Iran grassierte der Virus am heftigsten, und in mindestens einer iranischen Atomanlage richtete er auch physische Schäden an: Bei der Urananreicherting in Natanz wurden 1.000 Zentrifugen durch Manipulationen ihrer Rotationsgeschwindigkeit zerstört. Somit steht fest, daß der Iran deutsche Steuerungs- und Automatisierungstechnik einsetzt, es steht fest, daß dies besonders für seine Atomanlagen gilt, und es steht sogar fest, daß die Uranfabrik von Natanz, das deutlichste Indiz für die nicht-friedlichen Absichten der Mullahs, der deutlichste Hinweis auf ihr Streben nach der Atombombe, ohne Siemens-Technik nicht arbeiten könnte.

Als die „New York Times“ zu Beginn dieses Jahres enthüllte, Stuxnet sei von US-amerikanischen und israelischen Geheimdiensten als Alternative zu militärischen optionen entwickelt worden, fragte man sich, wie das Projekt über derart intime Kenntnisse von Siemens Produkten verfügen konnte. Denn die Software von München-Perlach hat bei industriellen Kunden einen sehr guten und in der IT-Branche einen sehr spezifischen Ruf: Sie kann nur von Siemens selbst verstanden werden. Eine der Fragen, die den IT-Security-Experten am häufigsten gestellt werden, lautet denn auch, ob Siemens nicht selbst – in irgendeiner Weise – an Stuxnet beteiligt gewesen sei. Sie wissen es nicht. Aber sie gehen eigentlich alle davon aus.

So weit Siemens in Natanz, aber da fängt die Geschichte von Siemens in Buschehr erst an. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt machte der Leiter des AKW Buschehr das Eingeständnis, einige PCs von Angestellten seien von Stuxnet infiziert worden. Man habe das Problem schnell erkannt und beseitigt. Kraftwerkskomponenten seien davon nicht betroffen gewesen, erst recht nicht im nuklearen Bereich. Doch in den folgenden Monaten wurde die Inbetriebnahme, die damals eigentlich unmittelbar bevorstand, immer wieder verschoben.

In Wikipedia findet sich die folgende Zusammenfassung: „Ab dem 21. August 2010 wurde der Reaktor erstmals mit Brennstäben bestückt, bis zum 5. September 2010 war die Installation aller 163 Brennstäbe in den Reaktor vorgesehen. Die Installation der Brennelemente begann am 26. Oktober 2010. Am 25. Februar 2011 wurde bekannt, daß alle 163 Brennelemente wieder ausgebaut werden müssen.“ Dieser eigenartige Ablauf erklärt sich teilweise dadurch, daß es Konflikte zwischen den iranischen Auftraggebem und dem russischen, von Rosatom angeführten Konsortium gab. Die Iraner bestanden auf den vereinbarten Terminen, die Russen hatten gravierende Sicherheitsbedenken. Es habe ein mechanisches Problem gegeben, das von den einen heruntergespielt, von den anderen dagegen ziemlich emstgenommen wurde. Mit Stuxnet habe das aber nichts zu tun. Das klingt plausibel. Auch ohne Computerviren ist der Betrieb eines Atomkraftwerks, zumal des ersten eines Landes, problematisch und gefährlich genug.

Inzwischen lautet die offizielle Darstellung, die der Iran der Internationalen Atomenergiebehörde übermittelte, im primären Kühlkreislauf sei eine Pumpe geborsten. Dadurch seien Metallteile in den Reaktorkern geraten, die möglicherweise Brennelemente beschädigt hätten. Das wäre tatsächlich ein gravierender Schaden, der die Entladung und Überprüfung aller Brennelemente erfordern würde. Doch der russische Botschafter bei der Nato setzte noch einen drauf: Der Computerwurm Stuxnet hätte im AKW Buschehr, das mit russischer Hilfe gebaut wurde, zu „ernsten Folgen“ und einem „neuen Tschemobyl“ führen können, erklärte Dimitri Rogosin Ende Januar. Das war ein offizielles Statement. Rosatom hat offensichtlich zu Hause berichtet, daß mehr als einige PCs von Angestellten in Buschehr vorübergehend infiziert wurden.

So oder so bedeutet die Entladung des Reaktorkerns von Buschehr, daß es einen ernsten Zwischenfall und beträchtliche Schwierigkeiten gegeben haben muß und noch gibt. Der gesamte Fahrplan ist durcheinander, und es kann nicht überraschen, daß die iranischen Offiziellen nervös auf eine schnelle Inbetriebnahme drängen. Schon längst wollte Ahmadinedschad ein abgeschlossenes Programm präsentieren, für sein Land den Status einer Atommacht ausrufen und die Unbesiegbarkeit des Irans, die Größe Allahs und die bevorstehende Wiederkehr des zwölften Imam feiern. Letzteres ist nicht ironisch, sondern ernst zu nehmen. Die teils messianische, teils apokalyptische Vision der Rückkehr des Religionsstifters der Schiiten, Muhammad ihn Hasan al-Mahdi, spielt eine zentrale Rolle in den Glaubensgrundsätzen der derzeitigen iranischen Elite. Der zwischen dem geistlichen Oberhaupt Chamenei und Präsident Ahmadinedschad schwelende Machtkampf beispielsweise drückt sich auf der ideologischen Ebene so aus, daß der eine sich darüber empört, wenn der andere behauptet, al-Mahdi sei ihm im Traum erschienen.

So sieht das explosive Terrain aus, auf dem Siemens, unter dem Dach von Rosatom, Geld verdienen wollte: ein Land, das technologisch weit davon entfernt ist, hochgefährliche und hochkomplexe Kraftwerke betreiben zu können; das dies auch nur deswegen tut, um den Status einer militärischen Großmacht zu erzwingen; von dem sich die gesamte Region bedroht fühlt, beileibe nicht nur Israel, sondern vor allem die arabischen Nachbarstaaten, wie Wikileaks enthüllte; das seine Reformbewegung brutal unterdrückt hat, (das) von unkontrollierbaren Rivalitäten in der Führungsspitze getrieben wird und dessen ideologischer Fanatismus fatale Folgen haben kann.

Es gibt ein wichtiges Detail, das diese Geschichte aus Besessenheit und Gier, aus Ahnungslosigkeit, Verantwortungslosigkeit und schierer Dummheit auf den Gipfel treibt. Nach Fukushima haben sich einige Zeitgenossen Gedanken darüber gemacht, welche anderen Atomkraftwerke auf erdbebengefährdeten Standorten errichtet wurden oder geplant sind. Man studierte seismische Statistiken und Karten von Japan, China, Kalifomien, Chile. Man stellte Weltkarten mit gefährdeten Regionen und AKW-Standorten ins Internet. Wenn man sich dieser Mühe unterzieht, stößt man auch auf Buschehr. Punktgenau.

„Focus Online“ („Gefährdete AKW – Tickende Zeitbomben“, s. 1) gibt eine Karte von Google Maps wieder, auf der man nicht lange suchen muß. Am Persischen Golf ist ein kleiner Abschnitt rot markiert. Dort liegt Buschehr mit seiner neuen, empfindlichen Errungenschaft. Hier treffen drei verschiedene seismische Risikofaktoren zusammen. Denn entlang der iranischen Küste verläuft die Linie, an der die eurasische und die arabische Kontinentalplatte aneinanderstoßen. Das ist ein klassisches Gefahrenpotential. Auch „Spiegel Online“ („AKWs in Erdbebengebieten weltweit“, s. 2) klassifiziert das Risiko in dieser Region als sehr hoch.

Entsprechend häufig rumpelt es dort, zuletzt Anfang Juli zweimal in Buschehr selbst, zum Glück in verhältnismäßig geringer Stärke. Allerdings ereignete sich im September 2010 im nahegelegenen Shiraz ein Erdbeben der Stärke 6,1 auf der Richter-Skala, das sicher auch in Buschehr zu spüren war. Und, wer weiß: Vielleicht ist dabei die Pumpe geborsten, weswegen sich die Inbetriebnahme des AKWs bis heute verzögert hat. Zeitlich würde es zu den ersten Meldungen über einen „kleinen mechanischen Schaden“ passen.

Man kann sagen, daß sich die Erde nicht unbedingt an die Berechnungen der Geologen hält und daß das letzte verheerende Beben im Iran weit östlich passierte, im Dezember 2003 in Bam. Man kann einwenden, daß sie das im Fall von Fukushima aber doch getan hat. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Dieses Atomkraftwerk, das größte Prestigeobjekt des iranischen Regimes, wurde genau am falschen Platz errichtet. Es darf, spätestens nach den Erkenntnissen des 11. März, nie in Betrieb gehen.

Leider unterwerfen sich Regime dieses (und nicht nur dieses) Typs fast nie der Macht von Fakten und Argumenten. Mindestens in Teilen der Klerikaldikatur wird derzeit heftig darüber nachgedacht, den komplizierten Umweg über die zivile Atomenergie abzukürzen, mit der IAEO zu brechen und direkt einen Atomtest anzusteuern. Auch die Regierung Ahmadinedschad tendiert in diese Richtung, indem sie das Thema Buschehr öffentlich meidet und statt dessen den Bau weiterer Urananlagen mit einer Anreicherung auf 20 Prozent spaltbaren Materials verkündet. Schließlich gibt es dunkle Andeutungen Chameneis über den Kampf gegen die westlichen Teufel, die sich so deuten lassen, als rufe er zu einer nationalen Kraftanstrengung auf, die in einen Atomtest münden soll.

Was die Mullahs umtreibt, ist auf einer provozierenden Webseite der Revolutionsgarden nachzwesen (gerdab.ir), auf welcher fiktiv der Tag nach einem iranischen Atomtest beschrieben wird. Alle Welt werde darüber berichten, heißt es dort, die Freunde gratulierend, die Feinde bewundernd, und es werde ein schöner Tag werden, aber doch ein ganz normaler Arbeitstag, an dem die Arbeiter und Angestellten pünktlich ihre Arbeit beginnen und die Bäkker wie an jedem Tag Brot backen. „Aber die Augen mancher Menschen werden auf eine neue Art und Weise strahlen. Ihre Augen werden aus Gründen des nationalen Stolzes und der nationalen Macht strahlen.“

Ignorieren wir die übersetzungsbedingte, vielsagende Mehrdeutigkeit des Verbs „strahlen“ an dieser Stelle, und halten wir zunächst nur fest: Inschallah, so Gott will! Aber wo ist er eigentlich? Brauchen ihn die Revolutionsgarden noch? Am Tag nach dem Atomtest kommt Allah nicht vor. Der zwölfte Imam übrigens auch nicht.

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Wie tief sind Alla und der Madi in den Augen der „gläubigen“ schiitischen Elite gesunken, wenn diese es nicht für nötig hält, den beiden für die Bombe zu danken, so sie in ihrer Hand ist? Wenn nicht mal die Elite noch an den mohammedanistischen Hokuspokus glaubt, warum sollen westliche Blogger diesem psychopathischen Gedankenschrott den Respekt entgegenbringen, den zuallerletzt und noch nach „mein Kampf“ und den „120 Tagen von Sodom“ der bösartige Kloran, die lächerlichen Hadithe und die peinliche Sira verdienen?

Der Mohammedanismus stinkt. Er muss entsorgt werden – weltweit!

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Time am 31. Juli 2011

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1) http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/geowissenschaft/gefaehrdete-akw-tickende-zeitbomben_aid_611294.html
2) http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,751896,00.html

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PS, Frau Bahrami hat offiziell ihren Verzicht auf die Blendung des perversen Irren, der sie mit Säure schwer verletzt und geblendet hat, bekannt gegeben:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,777543,00.html
vgl.: http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/08/es-geht-nicht-um-rache/

Nuklearsöldner

6. März 2011

Hübsch anzusehen: das Innere eines deutschen Kernkraftwerks.

Nach meinen gestrigen Ausführungen zum Thema warme Muslimbrüter will ich mich heute den schnellen Brütern bzw. der Proliferation von Kernwaffen zuwenden. Vor einigen Jahren habe ich diesbezüglich in Eisvogels Blog „Acht der Schwerter“ einen Artikel des Journalisten Detlef zum Winkel, welcher übrigens auch schon in diesem Blog kommentiert hat, zur Diskussion gestellt, den ich der Webseite der Kommunisten-Zeitschrift „Konkret“ entnommen hatte (1).

Allein die Quelle war natürlich Anlass zur Kritik, aber auch zum Winkels These, der Iran sei zur Erlangung nuklearer Waffen nicht imstande, da seine „Produktivkräfte nicht weit genug entwickelt“ seien, stieß verständlicherweise auf Widerspruch.

In der gestrigen FAZ gab es nun eine gewissermaßen verzögerte Antwort auf Herrn zum Winkels Ausführungen in Gestalt eines langen Aufsatzes des ehemaligen Ministerialdirektors im Bundesministerium der Verteidigung, Dr. Hans Rühle.

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Der menschliche Faktor

Fast alle Atomwaffenstaaten haben ihre nuklearen Programme im Geheimen begonnen und sich dabei ausländischer Spezialisten bedient. Das ist heute nicht anders als während des Zweiten Weltkriegs. Deswegen sollte die Aufmerksamkeit der Staatengemeinschaft vor allem den drei Ländern Brasilien, Südafrika und Iran gelten. Von

Seit dem Ende der Sowjetunion ist die physische Sicherheit von Nuklearmaterial eine wichtige Aufgabe der internationalen Politik. Der “menschliche Faktor”, also die Weitergabe atomarer Expertise durch vagabundierende Wissenschaftler, hat bisher aber kaum die nötige Beachtung gefunden. Wo immer spaltbares Material verwendet werden soll, sind Kenntnisse hochqualifizierter Fachleute unabdingbar. Das wissen auch Staaten und Terrorgruppen, die sich heimlich Atomwaffen oder zumindest “schmutzige Bomben” mit strahlendem Material verschaffen wollen.

Fast alle Atomwaffenstaaten haben ihre nuklearen Programme im Geheimen begonnen und sich dabei ausländischer Spezialisten bedient – entweder direkt, durch deren Mitarbeit, oder indirekt, indem ihr Fachwissen durch Spionage abgeschöpft wurde. Nicht einmal die Vereinigten Staaten, die als Erste Atomwaffen bauten und auch einsetzen, kamen ohne fremde Hilfe aus: Nur etwa ein Viertel der Wissenschaftler, die von 1943 an am “Manhattan”-Projekt in Los Alamos mitarbeiteten, waren gebürtige Amerikaner; die meisten Wissenschaftler stammten aus Europa und waren vor der Herrschaft des Nationalsozialismus geflohen.

Wenn heute von international verfügbaren Atomwissenschaftlern die Rede ist, hat das allerdings nichts mehr mit der Geschichte des Exodus eines großen Teils der westeuropäischen Elite der Atomphysik zu tun. In Rede steht vielmehr der ideologiefreie Verkauf von Monopolwissen zu Marktbedingungen – und eine neue Spezies: nukleare Söldner. Öffentlich sichtbar werden sie nur selten. Deshalb ist es schwierig, sie im Einzelfall zu orten und zu identifizieren. Es ist aber möglich, gewisse Wanderungsbewegungen nachzuzeichnen und damit einem Phänomen auf die Spur zu kommen, das bisher nur im Halbdunkel internationaler Geheimdienstarbeit eine Rolle gespielt hat.

Das Wissen der atomaren Söldner stammt in der Regel aus zerfallenen Nuklearwaffenstaaten (etwa der Sowjetunion), ehemaligen Nuklearwaffenstaaten (darunter Südafrika), Staaten mit abgebrochenen oder aus anderen Gründen beendeten Atomprogrammen (zum Beispiel Irak) oder Staaten, die eine Kontrolle ihres nuklearwissenschaftlichen Personals vernachlässigen oder deren Abwerbung dulden (allen voran Pakistan). Ein Sonderfall ist das Firmennetz des Atomschmugglers Abdul Qadir Kahn, des “Vaters der pakistanischen Atombombe”, der atomare Technik selbsttätig vermarktet hat und offenbar auch in der Lage gewesen ist, den Transfer von Atomwaffenspezialisten zu organisieren.

Der erste nukleare Söldner war vermutlich der aus Deutschland stammende Atomphysiker Klaus Fuchs (Der sich selbst als Überzeugungstäter darstellte, T. – 2). Nachdem er für die Sowjetunion das amerikanische Atomwaffenprogramm in Los Alamos ausspioniert hatte und dafür zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war, verkaufte er sein Wissen 1959 an China. Vieles spricht dafür, dass die Herstellung der ersten chinesischen Atomwaffe und insbesondere die vergleichsweise kurze Entwicklungszeit für die chinesische Wasserstoffbombe im Wesentlichen auf Kenntnisse und Erfahrungen zurückgingen, die Klaus Fuchs in Los Alamos erwerben konnte (Ob das stimmt? In das Ende der 50er-Jahre fällt das sowjetisch-chinesische Zerwürfnis (3), und Fuchs wurde in der DDR zum Star, s. Wiki. T.).

Von einem atomaren Söldnertum kann aber erst nach 1990 die Rede sein. Die Voraussetzungen für dieses Phänomen wurden vor allem durch die Auflösung der Sowjetunion und die beginnende internationale Vermarktung nuklearer Materialien durch die Firmen Khans geschaffen. Einer Reihe von Staaten, die bisher nur zögerlich – ein gescheitertes, äußerst kostspieliges Experiment Saddam Husseins vor Augen – erste atomare Gehversuche mit zivilen Forschungsprogrammen unternommen hatten, bot sich nun eine attraktive militärisch-nukleare Option.

Als die Sowjetunion zusammenbrach, hinterließ sie nicht nur große Mengen nuklearen Materials, sondern auch einen militärisch-nuklearen Industriekomplex mit etwa 60 000 Beschäftigten. Allein in “Tscheljabinsk-70″ (4), dem Zentrum des sowjetischen Atombombenbaus, arbeiteten 16 000 Personen. Für die meisten von ihnen gab es nach 1990 keine Arbeit mehr – und auch kein geregeltes Einkommen. Als der amerikanische Außenminister James Baker im Februar 1992 das Forschungszentrum besuchte, traf er auf hochqualifizierte Atomwissenschaftler, die noch 15 Dollar im Monat verdienten. Zwar ermöglichte es die amerikanische Regierung vielen sowjetischen Spezialisten, auf der Basis von Zeitverträgen in den Vereinigten Staaten zu arbeiten; doch die Zahl der Antragsteller war um ein Vielfaches höher als die Zahl derer, die in dieses Programm aufgenommen werden konnten.

Für die weniger Glücklichen gab es zwei Optionen: entweder den Beruf zu wechseln, was für diese einst privilegierten Wissenschaftler nicht einfach war, oder ihr Wissen im Ausland zu vermarkten. Der israelische Journalist Ronen Bergman schildert in einem mit Geheimdienstinformationen gespickten Buch (“The Secret War with Iran”) Erfahrungen des ehemaligen israelischen Generals Jitzhak Jaakow, der als Unternehmer für Hochtechnologieprodukte 1993 die ehemalige Supermacht besuchte. Demnach sollen in einem Betrieb mit ursprünglich etwa 10 000 Wissenschaftlern nur noch 1000 übrig geblieben sein. Wo sich die restlichen 9000 Geheimnisträger aufhielten, sei selbst den russischen Sicherheitsbehörden nicht bekannt gewesen. Sie hätten allerdings darauf verwiesen, dass Iran in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion versucht habe, Atomwaffenspezialisten anzuwerben.

Nach Angaben des Bundesnachrichtendienstes aus dem Jahr 1994 waren seit 1991 vierzehn ehemalige sowjetische Atomwaffenspezialisten auf privater Basis in Iran tätig. Doch dabei handelte es sich wohl nur um eine Vorhut. Einer der Angeworbenen, der Raketenexperte Professor Wadim Worobej, berichtete 2002 der “Washington Post”, Iran habe in jenen Jahren mehr Wissenschaftler und Ingenieure angeworben, als tatsächlich hätten beschäftigt werden können. Für dieses Überangebot gab es einen Grund: In zwei weiteren Staaten hatten nukleare Fachleute plötzlich keine Zukunft mehr.

Da war zum einen jener Teil der nuklearwissenschaftlichen Elite des Iraks, der sein Land nach der Niederlage Saddam Husseins im Golfkrieg von 1991 verließ. Zum anderen begann nach der Beendigung des südafrikanischen Atomwaffenprogramms 1993 der Exodus der atomaren Söldner aus Südafrika. Kaum zwei Jahre zuvor waren noch etwa 500 sowjetische Fachleute neu ins Land gekommen. Wie Thomas Reed und Danny Stillman in ihrem 2009 erschienenen Buch “The Nuclear Express” berichtet haben, gingen einige aus dieser ursprünglich aus etwa tausend Personen bestehenden Gruppe nach Iran; andere ließen sich von dem Pakistaner Khan anwerben; wieder andere halfen dem libyschen Staatschef Gaddafi bei dem später abgebrochenen Versuch, sein Land atomar aufzurüsten. Einige blieben aber auch in Südafrika und reisten, nur mit befristeten Verträgen ausgestattet, zur Beratung in Länder mit atomaren Ambitionen.

Dass Atomwissenschaftler aus Südafrika offenbar nach wie vor gut im Geschäft sind, ist auch deshalb beunruhigend, weil selbst Fachleute der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bezweifeln, dass das Land Anfang der neunziger Jahre tatsächlich sein gesamtes Atomwaffenpotential und seine Bestände an hochangereichertem Uran vernichtet beziehungsweise abgereichert hat. Die Behauptung des damaligen Ministerpräsidenten Frederik Willem de Klerk, Südafrika habe für sein Atomwaffenprogramm keinerlei fremde Hilfe in Anspruch genommen, trifft jedenfalls nicht zu. Das legt den Schluss nahe, er habe es auch sonst mit der Wahrheit nicht immer ganz genau genommen. Inzwischen gilt zum Beispiel als sicher, dass Israel in Südafrika atomare Entwicklungshilfe geleistet hat.

Ein profunder Kenner des Themas Weiterverbreitung von Atomwaffen hat vor einigen Monaten auf einer nicht-öffentlichen Konferenz auf die Frage nach den nächsten Atommächten ohne Zögern drei Länder genannt: Iran, Brasilien und Südafrika. Nach den ersten erfolgreichen Atomwaffentests Pakistans im Jahr 1998 sagte Abdel Qadir Khan: “Es gab eine christliche Bombe, eine jüdische Bombe, eine buddhistische Bombe und eine hinduistische Bombe. Jetzt gibt es auch eine islamische Bombe.” Doch das ist wahrscheinlich noch nicht das Ende der Geschichte. Auch eine afrikanische oder “schwarze Bombe” wäre möglich.

Noch bedeutender als die Wanderungen südafrikanischer Spezialisten sind allerdings die Vermittlungsbemühungen des Pakistaners Khan. Der promovierte Ingenieur hatte nach einem Studium in Berlin und Leuven Anfang der siebziger Jahre für die deutsch-niederländische Firma “Urenco” gearbeitet und systematisch geheime Pläne zur Herstellung von Gaszentrifugen für die Anreicherung von Uran gestohlen. Nach seiner Rückkehr stieg er schnell zum Leiter des pakistanischen Anreicherungsprogramms auf. In den frühen achtziger Jahren begann Khan, der mittlerweile über ein weltweit operierendes Netz von Zulieferern für den Bau der pakistanischen Atomwaffen verfügte, sein Wissen privat zu vermarkten.

Im Januar 1984 erging ein erstes Angebot an Libyen. Doch Gaddafis Fachleute sahen sich außerstande, das angebotene Material zu bewerten und konnten es erst recht nicht technisch verwirklichen. Um dieses Defizit zu beheben, warb Gaddafi nach Informationen der IAEA einen deutschen Wissenschaftler an, der ebenfalls im Dunstkreis von “Urenco” gearbeitet hatte und als Fachmann für den Bau und den Betrieb von Zentrifugen galt. Als Khan sein Angebot fünf Jahre später wiederholte, war Libyen bereit. 1991 kam es zum Vertragsabschluss über die Lieferung sogenannter “P-1-Zentrifugen”, eines Modells, das Khan Anfang der achtziger Jahre mit Hilfe der gestohlenen Pläne entwickelt hatte. Ähnliche Angebote waren 1987 an Iran und 1990 an den Irak gegangen.

Das Geschäft mit Libyen, das die Lieferung von 10 000 Zentrifugen vorsah, kam nicht zustande, weil Gaddafi sein Atomprogramm im Jahr 2003 aufgab. Zuvor hatte der Libyer angeblich aus eigenem Antrieb Kontakt mit dem britischen und dem amerikanischen Geheimdienst aufgenommen. Der Vertrag mit Iran über die Lieferung von Konstruktionszeichnungen für P-1-Zentrifugen, einiger funktionsfähiger Zentrifugen und einer unbekannten Menge beschaffungskritischer Materialien für deren Bau wurde indes erfüllt. Später kaufte Iran von Khan 500 P-1-Zentrifugen und einen vollständigen Satz der Konstruktionsunterlagen für die leistungsstärkere P-2. Mit dem Irak kam Khan nicht ins Geschäft. Inspekteure der IAEA konnten indes im Jahr 1995 das Original des Vertragsangebots im Irak sicherstellen.

Das Dokument ist atemberaubend, verhieß es doch, den Irak binnen drei Jahren zum Preis von 150 Millionen Dollar zu einer Atommacht aufzurüsten. Dazu wollte Khans Organisation alle erforderlichen Materialien liefern. Doch nicht nur das. Der letzte Absatz des Angebots lautet: “Falls erforderlich, können zwei bis drei Wissenschaftler veranlasst werden, ihre gegenwärtige Beschäftigung aufzugeben und in den Dienst des Vertragspartners zu treten.” Der Transfer von Wissenschaftlern gehörte also zu Khans Konzept.

Der Fund des Papiers führte zu heftigen Protesten der pakistanischen Regierung, die behauptete, es handele sich um eine plumpe Fälschung. Doch der Leiter des Teams der IAEA im Irak, der Italiener Maurizio Zifferero, ließ sich nicht beirren. Wie der amerikanische Atomexperte David Albright, ein ehemaliger Waffeninspekteur im Irak, in seinem jüngst erschienenen Buch “Peddling Peril” beschrieben hat, gelang es Zifferero und seinen Mitarbeitern, in langwieriger Kleinarbeit Aktenvermerke der Verantwortlichen des irakischen Atomprogramms sicherzustellen, die sich eindeutig auf das Angebot Khans bezogen.

Der frühere pakistanische Ministerpräsident Nawaz Sharif, der während dieser Recherchen im Amt war, wies aber noch vor wenigen Jahren den Vorwurf zurück, sein Land habe in den neunziger Jahren zur Verbreitung von Atomwaffen beigetragen. Wie erst 2004 bekanntwurde, soll indes der Generalstabschef der pakistanischen Armee, General Mirza Aslam Beg, schon 1990 dem damaligen Staatssekretär im amerikanischen Verteidigungsministerium Henry Rowen gedroht haben, Pakistan werde Iran bei der atomaren Aufrüstung Hilfe leisten, falls die Vereinigten Staaten seinem Land nicht weiter großzügige Hilfe gewährten. Rowens schriftlicher Bericht wurde jedoch nicht beachtet. Erst zehn Jahre später begann man in Washington, die Proliferationsaktivitäten Pakistans als ernsthaftes Problem zu erkennen.

In welchem Umfang von Khans Angebot Gebrauch gemacht wurde, bei Bedarf auch Wissenschaftler zu vermitteln, ist schwer zu ermitteln. In Libyen sind offensichtlich südafrikanische Wissenschaftler tätig gewesen – einige als direkt Angeworbene, andere im Sold des Systems Khan. In Iran gibt oder gab es so viele Nuklearsöldner, dass es schwer auszumachen ist, wer von ihnen delegiert worden ist oder wer auf eigene Rechnung gearbeitet hat. Der Irak, der Khans Angebot ablehnte, hatte sich übrigens anderweitig die einschlägige Expertise verschafft. Drei deutsche Wissenschaftler, getarnt als “Experten für Solarenergie”, sollen schon Ende der achtziger Jahre irakische Ingenieure in der Handhabung von Zentrifugen für die Urananreicherung unterwiesen haben. Dass die deutsche Industrie beim Aufbau des irakischen Atomprogramms eine herausragende Rolle gespielt hat, ist inzwischen ausführlich dokumentiert.

Viel spricht dafür, dass Khan an Nordkorea nicht nur Zentrifugen des Typs P-1 und P-2 verkaufte, sondern auch fachmännische Unterstützung bei deren Aufbau und Betrieb leistete. Die Aussage des ehemaligen pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf, es sei nur nordkoreanisches Personal in Pakistan ausgebildet worden, ist so wenig glaubhaft wie seine Behauptung, Khan habe nur zwanzig Zentrifugen nach Nordkorea geliefert.

Nach offizieller Darstellung Pakistans handelt es sich bei Khans Geschäften um illegale privatwirtschaftliche Aktivitäten. Er unterhielt enge Beziehungen zur atomaren und militärischen Elite des Landes. Dennoch konnte er anscheinend ungestört über viele Jahre die Geheimnisse der pakistanischen Atomforschung privat vermarkten. Das scheint darauf hinzudeuten, dass die pakistanischen Regierung schon früh die Kontrolle über ihr nukleares Fachpersonal verloren hat.

Belegt sind inzwischen sogar Kontakte pakistanischer Atomfachleute mit Usama Bin Ladins Terrororganisation Al Qaida. Kurz vor den Angriffen auf New York und Washington am 11. September 2001 erhielt der amerikanische Geheimdienst CIA von einer befreundeten Organisation Hinweise auf eine Gruppe pensionierter Wissenschaftler, Ingenieure und Offiziere, die sich zum Ziel gesetzt habe, Al Qaida beim Erwerb atomarerer, biologischer und chemischer Waffen zu helfen. Gründer und Chef dieser Gruppe war der ehemalige Direktor der pakistanischen Atomenergiebehörde Sultan Bashirrudan Mahmood. Er hatte 1987 ein Buch mit dem Titel verfasst: “Doomsday and Life after Death: The Ultimate Fate of the Universe as Seen by the Holy Quran”. Die Botschaft des Buches lautete, dass die Welt schon bald in einer atomaren Katastrophe enden und sich so Prophezeiungen des Koran erfüllen würden.

Mahmood und ein anderer prominenter pakistanischer Nuklearwissenschaftler namens Chaudiri Andul Majeed trafen sich im August 2001 mit Usama Bin Ladin in Afghanistan, um mit ihm über den Bau einer Atomwaffe zu diskutieren. Wie der frühere CIA-Direktor George Tenet in seinen Erinnerungen berichtet, erwirkten die pakistanischen Behörden, die den Vorfall auf Druck Washingtons untersuchten, schließlich ein Geständnis Mahmoods. Demnach soll er zu Bin Ladin gesagt haben: “Der schwierigste Teil des Verfahrens ist es, über genügend spaltbares Material zu verfügen.” Worauf jener geantwortet habe: “Und was ist, wenn wir dieses Material schon haben?” Tenet erwähnt auch Hinweise, dass Al Qaida versucht habe, über Kontakte in Iran drei russische Atomsprengköpfe zu erwerben.

Das Phänomen der “nuklearen Söldner” verdient Beachtung, weil sich nationale Atomwaffenprogramme fast immer auf fachliche Hilfe aus dem Ausland stützen. Insofern ist der Hinweis irreführend, einige ambitionierte Länder verfügten noch nicht über die wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen, um in absehbarer Zeit eine Atommacht zu werden. Es mag sein, dass iranische Ingenieure bislang nicht in der Lage sind, für die eigenen Mittelstreckenraketen einen Implosionsgefechtskopf zu bauen. Aber auf diesem Gebiet erfahrene Fremdarbeiter, die in Iran tätig sind, können das sehr wohl.

Deshalb sind auch Prognosen über die Entwicklungszeiten einer einsatzfähigen Atomwaffe wenig aussagefähig. Es muss nachdenklich stimmen, wenn Abdul Qadir Khan mit einer gewissen Glaubwürdigkeit anbieten konnte, einen Staat innerhalb von drei Jahren zur Atommacht hochzurüsten. Schließlich hatte er selbst für die Entwicklung der pakistanischen Atomwaffe zehn Jahre gebraucht und dafür 300 Millionen Dollar ausgegeben. Er wusste also, wovon er sprach.

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Time am 6. März 2011

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/entweder-islam-oder-die-bombe-2/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Fuchs
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesisch-sowjetisches_Zerwürfnis
4) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687157.html

Karthago führte zwei Kriege

7. November 2010

… es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.

Ich habe mir vor ein paar Tagen die Novemberausgabe des linksradikalen Monatsblattes „Konkret“ gekauft, da auf dem Titel Neues über „Stuxnet“ angekündigt wurde, und da der Text von Detlef zum Winkel nach flüchtiger Lektüre lesenswert schien. Er ist es. Ich habe ihn für Sie gescannt.

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Allah hat sie gewarnt

Der Computervirus „Stuxnet“ offenbart,
wie tief der Siemens-Konzern
in das Atomprogramm des Iran verstrickt ist.

Am 22. September öffnete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ihre Spalten dem Chaos Computer Club. Dessen Sprecher Frank Rieger meldete Historisches: „Der digitale Erstschlag ist erfolgt.“ Ähnliche Schlagzeilen fanden und finden sich rund um die Welt. Der Cyberwar habe begonnen, zum ersten Mal sei eine „D-Waffe“ („d“ für digital) zum Einsatz gekommen, künftige Kriege würden auf fünf Gebieten geführt werden: Boden, Wasser, Luft, Weltraum und Informationstechnik.

Auslöser der Nachrichten ist ein „Stuxnet“ genannter Computervirus. Das Virenprogramm war im Juni/Juli entdeckt worden; es weist bisher nicht gekannte Eigenschaften auf. Auffällig war zunächst, daß der Virus offenbar mit großem Aufwand und außergewöhnlichem Insiderwissen entwickelt worden ist. Als Urheber kommt ein einzelner Hacker kaum in Frage; es muß sich um ein hochqualifiziertes Team gehandelt haben, das mit beträchtlichen finanziellen Mitteln ausgestattet war (von mehreren Millionen Dollar ist die Rede). Oder ist. Anders als die bisher üblichen „Trojaner“ oder „Würmer“ hat Stuxnet es nicht darauf abgesehen, private Benutzerkennungen, Paßwörter, Bankverbindungen oder Kreditkarten auszuspähen, um damit Geld zu machen. Vielmehr zielt der Angriff auf die Leittechnik von industriellen Anlagen oder Verkehrssystemen, und er bezweckt auch nicht nur das Ausspionieren sensibler Produktionsdaten, sondern ihre Manipulation. Stuxnet ist nach übereinstimmender Bewertung der führenden IT-Sicherheitsfirmen eine elektronische Sabotagewaffe. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, was passieren könnte, gelänge es dem Computerwurm, sich in den Prozeßsteuerungen von Kraftwerken, Chemiefabriken, Pipelines oder in Verkehrsleitsysteme einzunisten. Das ist möglich, wenn in diesen Anlagen deutsche Software eingesetzt wird. Stuxnet hat es auf die Simatic-Produkte von Siemens abgesehen, Siemens Industry Automation and Drive Technologies, weltweit eingesetzte Programme zur Steuerung von Industrieanlagen.

Wer macht so etwas und wozu? Die vielfach geäußerte Vermutung, hinter der professionellen IT-Attacke stecke eine militärische Abteilung oder ein Geheimdienst, ist nicht gerade abwegig. Und die Konkretisierung dieser Vermutung, es handele sich wohl um amerikanische oder israelische Stellen, die mit Stuxnet das iranische Atomprogramm sabotieren wollten, ist zwar spekulativ, aber nicht unplausibel. Und auch nicht rundum unerfreulich. Wie dem auch sei: Diese Spekulation erhielt, kaum war sie geäußert, reichlich Nahrung, als iranische Behörden bekanntgaben, 30.000 Computer im Iran seien mit dem Virus infiziert worden. Der Iran führte damit deutlich die Liste der Nationen an, in welchen der Virus umgeht. So lauteten die Statistiken von Ende September. Inzwischen soll die Zahl der Infektionen in Indien und China noch höher sein.

Der Politkrimi erreichte seinen vorläufigen Höhepunkt, als der Leiter des Atomkraftwerks Buschehr, Mahmud Dschafari, am 26. September bestätigte, einige PCs von Angestellten der Anlage seien von Stuxnet befallen. Buschehr, ein mit russischer Hilfe gebautes Prestigeobjekt des iranischen Atomprogramms, sollte eigentlich schon vor Monaten die Produktion aufnehmen. Nun wurde die inbetriebnahme auf den November verlegt, angeblich nicht wegen der Auswirkungen des Computerwurins, sondern wegen eines Lecks in einem Auffangbecken.

Stuxnet habe keinen Schaden angerichtet, und man habe die Lage im Griff, versichern die iranischen Offiziellen. Gleichwohl ist ein IT-Expertenteam vor Ort, um die Rechner zu inspizieren und den Trojaner zu entfernen. Landesweit wurde eine interministerielle Arbeitsgruppe gebildet, um den Virus zu bekämpfen. Iranische Medien haben sich das Stichwort vom Cyberkrieg, der gegen ihr Land geffihrt werde, zu eigen gemacht, und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Präsident Ahmadinedschad das Thema in einer seiner Führeransprachen aufnimmt, um neue Drohungen und Verwünschungen gegen Israel auszustoßen.

Daß der Virus bis in ein iranisches Atomkraftwerk vorgedrungen sein soll, hat bei vielen Fachleuten ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen. Windows-PCs würden doch in sicherheitsrelevanten Bereichen nicht eingesetzt; Rechner, die eine Industrieanlage steuerten, seien niemals ans internet angeschlossen; auch Speichersticks (über die sich Stuxnet verbreitet), dürften dort nicht benutzt werden. Allerdings bezweifelt kaum jemand, daß Siemens Software im Iran eingesetzt wird, allen Beteuerungen des Münchner Konzerns und allen Absichtserklärungen der Bundesregierung zum Trotz, man werde das iranische Nuklearprogramm unter keinen Umständen unterstützen und halte sich streng an die international vereinbarten Boykottmaßnahmen. Das sieht die internationale Öffentlichkeit anders. So schrieb zum Beispiel die „New York Times“: „The fact that the worm is aimed at Siemens equipment is telling: the companys control systems are used around the world, but have been spotted in many Iranian facilities, say officials and experts who have toured them. Those include the new Bushehr nuclear power plant, built with Russian help.“

Es ist daher von einigem Interesse, sich Gewißheit darüber zu verschaffen, ob und wie Siemens-Prozeßsteuerungen im Atomkraftwerk Buschehr eingesetzt werden und um welche „PCs von Angestellten“ es sich wirklich handelt. Diese Gewißheit existiert in Form eines Fotos der Nachrichtenagentur „upi“, auf das der Hamburger IT-Fachmann Ralph Langner am 16. September aufmerksam machte. Das Bild wurde von dem Fotografen Mohammad Kheirkhan im Februar 2009 in Buschehr aufgenommen. An diesem Tag feierten der damalige Leiter des iranischen Atomprogramms, Gholamreza Aghazadeh, und der Chef des russischen Unternehmens Rosatom, Sergei Kiriyenko, gemeinsam mit einer Begehung die Fertigstellung des Baus der Anlage (die sich seitdem im Test befindet). Die Presse war geladen, und Kheirkhan schoß einige schöne Bilder, darunter eines, das einen Computerbildschirm mit einer grafischen Darstellung von Anlagendaten zeigt, überdeckt von einem Windows-Meldefenster, in welchem sich der folgende Text entziffern läßt: „WinCC Runtime License – Your software license has expired. Please obtain a valid license.“ Langner kann es kaum glauben. Unlizensierte Software in einem Atomkraftwerk nur wenige Monate vor der geplanten inbetriebnahme, das sei eine beispiellose Mißachtung aller Sicherheitsregeln. Aber es ist, wie es ist.

(Über Google kann man zwei iranische Fotografen mit annähernd identischen Namen ermitteln. Zum Winkel spricht von Mohammad Kheirkhan, UPI nennt als Urheber des genannten Fotos (1) hingegen Mohammad Kheirkhah. T.)

WinCC und PCS7 sind die Siemens-Simatic-Prodtikte, für die oder, besser gesagt gegen die Stuxnet programmiert wurde. WinCC dient der Visualisierung von Prozeßdaten in Anlagenkomponenten – wie hoch sind Druck und Temperatur? Wie ist der Flüssigkeitsstand in einem Behälter, wie die Stellung von Reglern und Schiebern? Solche Daten werden in komplexen Fabriken nicht von mehreren hundert mechanischen Meßgeräten einzeln abgelesen, sondern elektronisch übermittelt und auf Bildschirmen angezeigt. Eine Infektion von WinCC kann zur Folge haben, daß die Anzeige kritischer Zustände unterdrückt wird, oder umgekehrt: Kritische Zustände könnten vorgetäuscht werden. Aber Langner, der dies als erster analysiert hat, attestiert Stuxmet noch ganz andere Fähigkeiten. Hat der Virus auf einem Rechner WinCC entdeckt, sucht er sofort nach dem anderen Simatic-Produkt. PCS7 dient der Einstellung sogenannter PLCS, Programmable Logic Controllers (speicherprogrammierbare Steuerungen), und diese zu manipulieren, ist das eigentliche Ziel des Sabotageakts.

PLCs sind kleine, robuste Computerboxen, die nichts anderes tun, als Zustandsinformationen über Produktionsprozesse zu empfangen und aufgrund dieser Daten automatisch Schaltungen auszulösen. Ein Programm wie Stuxnet ist grundsätzlich in der Lage, gezielt Fehlschaltungen zu tätigen und auf diese Weise verheerenden Schaden zu verursachen. Was in der logischen Kette noch fehlt, versteht sich fast von selbst: Die kleinen stabilen, stoß- und vibrationssicheren, hitze- und kältefesten, temperaturunempfindlichen, wüstentauglichen, aber leider nicht wirklich sicherheitsgehärteten PLCs werden auch von Siemens hergestellt. Stolz präsentiert der Elektrokonzern sie in Hochglanzbroschüren und auf seinen Webseiten. Siemens nennt dieses Portfolio Totally Integrated Automation, und seine Kunden wissen das Komplettpaket weltweit zu schätzen. Die Integration ist aber auch der Grund dafür, weshalb Stuxnet so gefährlich ist und seine Wirkung von scheinbar harmlosen Windows-PCs bis hin zu den sensibelsten Schaltungen einer Anlage entfalten kann.

Die potentiellen Gefahren werden von Siemens nicht bestritten. Auf den Support-Seiten des Unternehmens wird die dringende Empfehlung ausgesprochen, im Falle einer Stuxnet-Infektion eine spezielle Antivirensoftware einzusetzen, die Anlagensteuerung in ihrem Originalzustand wiederherzustellen und den zuständigen Siemens-Kundendienst zu informieren. Warnend heißt es, Siemens könne nicht ausschließen, daß die Entfernung des Virus die betroffene Anlage beeinträchtigt.

Der Konzern räumt ein, daß der Virus unter bestimmten Umständen in der Lage sei, das Kontrollsystem einer spezifischen Anlage zu beeinflussen. Ein solches Ereignis sei bisher aber noch nicht eingetreten. In 15 Anlagen seien Infektionen registriert worden, ohne daß Stuxriet sich „aktiviert“ imd Manipulationen vorgenommen habe. Eine Gefährdung von Atomkraftwerken hat ein Siemens-Sprecher bestritten; den Verdacht, iranische Atomanlagen ausgerüstet zu haben, weist man entrüstet von sich: „Buschehr haben wir vor 30 Jahren verlassen.“

Mohammad Kheirkhans Foto müßte demnach eine Fälschung sein. Tatsächlich wurde seine Echtheit in Internetforen angezweifelt, bis jeder Einwand Punkt für Punkt entkräftet wurde und sich schließlich Kheirkhan selber zu Wort meldete (2): „Hi, I am the photographer of this picture… I took this picture in Bushehr Power Plant“ (The Hacker Factor Blog, 26. September). Bei dieser Gelegenheit stellt sich aber auch und vor allem heraus, daß der abgelichtete WinCC-Bildschirm eine typische Konfiguration zeigt, wie sie von den Stuxnet-Analytikern beschrieben wird. So werden mit grafischen Symbolen Anlagenkomponenten dargestellt und bezeichnet (übrigens in lateinischer Schrift), UA04B001 und UA04B002 beispielsweise, die auch auf anderen Buschehr-Fotos auftauchen, weil sie an Rohrsystemen oder großen Reglern angebracht sind. Auch die Konsolen in der Leitzentrale des AKWS, wo Kheirkhan ebenfalls Aufnahmen machen konnte, sind nach dieser Konvention benannt. Man kann vage Schriftzüge wie 12LBY01 und 12LBY02 erkennen, sowie an einer Stelle deutlich – die Aufschrift SAFETY; nicht in Kyrillisch und auch nicht in Farsi. Dies alles sind Indizien für eine Totally Integrated Automation, made in Germany. WinCC zeigt den Status von Anlagenteilen an, die mit Hilfe von Siemens-PLC gesteuert werden. Alles andere würde, technisch gesehen, keinen Sinn ergeben.

So erfahren wir einmal mehr, was ein schlechtes Dementi ist: eine Lüge. Im Eifer des Abstreitens hat der Konzern auf seiner Homepage den Iran aus der Auswahlliste „Siemens Worldwide“ entfernt. Er unterhält jedoch dort eine Dependance mit über 200 Beschäftigten und nennt als Schwerpunkte Automatisierungs- und Medizintechnik, Energie und Umwelt, früher explizit auch Kraftwerke. Eine Referenzliste von Simatic-Kunden wurde auf den Siemens-Webseiten offenbar noch nicht bereinigt und enthält einen Treffer aus dem Jahr 2005: „Im Iran nahm Siemens vor kurzem zwei neue Zuckerfabriken in Betrieb… Die letzten beiden Anlagen werden mit dem aktuellen Prozeßleitsystem Simatic PCS 7 ausgerüstet und gehen voraussichtlich 2oo6 und 2007 in Betrieb.“ Mit dem etwas allgemeineren Suchbegriff Automatisierung erhält man ein Fundstück aus dem Jahr 1999: „Fit für das Kraftwerk… In größerer Stückzahl wurden Druckmeßumformer SITRANS P und Temperaturmeßumformer SITRANS T für ein Projekt im Iran vom Siemens-Bereich KWU bestellt.« KWU baute früher Atomreaktoren. SITRANS-Meßgeräte sind unschwer der Produktfamilie Automatisierung zuzuordnen.

Fit für Buschehr: Der Iran weiß, welche Technik er einsetzen möchte, um seinem Ziel einer atomaren Aufrüstung näherzukommen; nur Siemens behauptet, nicht zu verstehen, wovon gesprochen wird. Bereits im Januar 2008 waren den inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Simatic-Steuerungen im Iran aufgefallen („Süddeutsche Zeitung“, 2./3. Oktober 2010). Mehrfach stoppten Behörden in den letzten Monaten illegale Exporte von Siemens-Produkten, die für das iranische Atomprogramm gekauft worden waren. Am 14. Dezember 2009 berichtete „Spiegel online“, ein chfnesisches Frachtschiff sei in der Nähe von Dubai von der britischen Marine gestoppt worden. Seine Ladung enthielt als „Teleperm“ bezeichnete Automatisierungsprodukte, die zuvor von Siemens an eine chinesische Adresse geliefert worden waren. Empfänger: die iranische Firma Kalaye Electric, deren maßgebliche Verwicklung in das iranische Atom- und in andere Waffenprogramme erwiesen ist. Was ist Teleperm? Ein direkter Vorgänger von Simatic. Man möge doch bitte von Teleperm auf die zeitgemäßere WinCC- und PCS7-Software umstellen, empfiehlt Siemens auf seinen Webseiten.

Anfang August dieses Jahres stoppte der Zoll am Frankfurter Flughafen eine Lieferung mit Siemens-Schaltem, Schalterkomponenten und Rechenmodulen nach Moskau, die mit ziemlicher Sicherheit für den Atomeaktor in Buschehr bestimmt waren („Spiegel online“, 7. August). Siemens wußte natürlich von nichts. „Der Vorgang sei dem Unternehmen völlig unbekannt.“ Der „Spiegel“ zitiert insider, nach deren Schilderung der deutsche Zoll seit Ende 2009 rund ein halbes Dutzend Lieferungen unterschiedlicher Herkunft in Frankfurt aufgehalten habe, die größtenteils über Rußland nach Iran befördert werden sollten. Am 9. August fragte das Magazin, ob die inkriminierten Lieferungen nur die Spitze eines Eisbergs seien. Möglicherweise sei die Ausstattung der iranischen Atomanlagen mit deutscher Technik noch viel umfangreicher als bisher angenommen.

Wem die Indizien noch nicht reichen, der sehe sich auf YouTube einen Videobeitrag der persischsprachigen BBC an, den ein Unbekannter bereits am 17. August unter dem Stichwort „stuxnet spy worin virus iran“ dort eingestellt hat. Dort ist, unter Berufung auf iranische Quellen, bereits die Rede davon, daß der neuartige Trojaner im Iran vagabundiere und die Prozeßsteuerungen von Siemens attackiere. Zur Illustration werden Bilder einer Raffinerie und des AKW Buschehr gezeigt. In der Kommandozentrale des Atomkraftwerks ist ein Techniker vor einem WinCC-Bildschirm zu sehen. Der Clip zeigt das Stammhaus von Siemens in München. Er zeigt, wie die kleinen schwarzen PLC-Geräte, um die es in Wirklichkeit geht, von Siemens-Mitarbeitem in Kartons verpackt werden. Er zeigt, wie sie auf Paletten gestapelt in einen Laderaum geschoben werden. Er zeigt, wie ein Lkw das Stanunhaus verläßt… Handelt es sich um Filmmaterial, das zu Propagandazwecken zusammengeschnitten wurde? Im Internet ist alles möglich, aber die EBC hat auch einen Ruf zu verlieren. Eindeutig ist jedenfalls die Aufschrift auf den Paletten: „Property of Siemens PLC“. Die Ware bleibt so lange Eigentum des Herstellers, bis sie bezahlt wurde.

Es ist das hinlänglich bekannte Muster, auf das man bei der nuklearen Proliferation immer wieder trifft. Bei den Herstellern der Atomtechnik handelt es sich häufig um große, bekannte Konzerne. Doch sie treten nicht selbst oder nicht direkt als Lieferanten in Erscheinung. Dies wird von unbedeutenden kleinen Firmen erledigt, die für ihr Kemgeschäft vor allem einen Briefkasten und viele Bankkonten benötigen und deren Daseinszweck darin besteht, dem Hersteller seine Dementis zu erleichtern. Justiz und Politik kennen das Spiel natürlich auch, so daß die Strohmänner damit rechnen können, in ein paar Jahren zu maßvollen Geldstrafen verurteilt zu werden, die sie bereits von vornherein in ihre Kontrakte eingepreist haben.

Die IT-Spezialisten, die den Code von Stuxnet analysiert haben, gehen davon aus, daß er nur auf eine einzige Anlage abziele, die er anhand ihrer spezifischen, in der Steuerungssoftware abgelegten Konfiguration erkennen würde. Bis zu diesem konkreten Objekt sei der Virus noch nicht vorgedrungen. Deshalb habe er bisher noch keine Sabotage ausgelöst. Denkbar sei auch, daß der Angriff nur eine Warnung beabsichtigt habe – ein Signal, das wahrscheinlich einen Boom für neue Security-Produkte in der IT-Branche auslösen wird. Frank Rieger sieht das anders: Eher als Buschehr komme die Urananreicherungsanlage in Natanz für einen Angriff in Frage. Dort versucht der Iran, immer mehr Gaszentrifugen in Betrieb zu nehmen, um nennenswerte Mengen des spaltbaren Elements bis zur Waffentauglichkeit zu konzentrieren. In diesem Bemühen gab es Mitte 2009 einen signifikanten Rückschritt um etwa 1.000 Zentrifugen, den die Federation of American Scientists feststellte und publizierte. Rieger glaubt, Stuxnet könnte diesen empfindlichen Rückschlag lange vor seiner Entdeckung bewirkt haben. Dann aber wären Siemens-Automaten auch dort im Einsatz, wo es direkt darum geht, den Sprengstoff für iranische Atombomben zu produzieren.

Noch verbirgt der trickreiche Virus seine Urheber wie auch sein wirkliches Ziel. Ein Geheimnis hat er allerdings verraten. Der Iran setzt massiv Siemens-Software in seinen neuen lndustrieanlagen ein, die ohne deutsche Unterstützung nicht fertiggestellt und betrieben werden können. In KONKRET 9/09 haben wir auf das atomare Joint-Venture zwischen Siemens und dem russischen Staatskonzern Rosatom hingewiesen, jenem Unternehmen, dessen Tochter Atomstroyexport das Kraftwerk Buschehr zu Ende gebaut hat, das in den siebziger Jahren, noch unter dem Schah-Regime, von Siemens selber begonnen worden war. Der Artikel endet mit einer Frage: „Will der EIektrokonzern dem Iran bei der Auslöschung Israels behilflich sein oder nicht? Ich fürchte die Antwort zu kennen, würde mich aber gern widerlegen lassen.“

Hab ich noch was vergessen? Ja, vieles: daß mindestens ein deutsches Atomkraftwerk, Krümmel, ebenfalls mit Simatic arbeitet; daß die Betriebserlaubnis von allen deutschen AKWs wegen der neuen Sicherheitslücke überprüft werden müßte; und daß das für den Iran zuständige Vorstandsmitglied Russwurm heißt, wie der Wurm, der sich nach Meinung von Ralph Langner über Rußland (Atomstroyexport) verbreitete. Allah hat seine Gläubigen gewarnt, aber sie haben nicht zugehört.

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Time am 7. November 2010

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1) http://www.upi.com/News_Photos/Features/The-Nuclear-Issue-in-Iran/1581/2/
2) http://www.hackerfactor.com/blog/index.php?/archives/396-No-Nukes.html
Der Kommentator hier nennt sich Kheirkhah.
Weitere Buschehr-Fotos von Kheirkhahhttp://webview.upi.com/?ss_c=bushehr%20kheirkhah&ss_nc=&ss_e=&ss_ds=o&s_date=02/25/2009&e_date

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PS.: Alla hat seine Anhänger natürlich nicht gewarnt – die Anhängsel gibt es, aber Alla nicht – die Anhängsel sind Anhängsel an den Flaschengeist von Klo H. Metzel.


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