Mit ‘Dirk Hartwig’ getaggte Artikel

Kairo vs. Teheran

26. April 2012

Ihm kann man nicht entkommen: Der Kuscheltierhase „Felix“ zeigt auf allen Kanälen im Auftrag der Multikultimafia den Kindern die Buntheit der Welt, wo diese doch häufig denken, sie sei schwarz-weiß.

Wenn er nicht über Israel schreiben soll, liefert Joseph Croitoru meist recht brauchbare Texte über den Orient ab. Heute befasste er sich in der FAZ mit der allaistischen Aktion „Lies!“. Hatte N-TV am Freitag, den 13. April, den Schwerstbescheidwisser Dirk Hartwig von der FU Berlin verkünden lassen (1):

„Bei den Verteilexemplaren handelt es sich um die Übersetzung zweier Muslime namens Abu ar-Ridaa und Ahmad ibn Rassul. ‚Die Übersetzer stehen der Pierre-Vogel-Gruppe nahe’, sagt Dirk Hartwig, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arabistik der Freien Universität Berlin, im Gespräch mit n-tv.de. Pierre Vogel ist ein deutscher Konvertit, der den Namen Abu Hamza angenommen hat. Er wird seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet.“

So klärt Herr Croitoru nunmehr auf, dass es sich nicht um zwei sondern einen Übersetzer, nämlich Abu-r-Rida Muhammad ibn Ahmad ibn Rassoul, handele. Er hat auch einen Blick in den übersetzten Text getan und dabei festgestellt, dass Abu-r-Rida…Rassoul ihn offenbar abgemildert hat. Das Beispiel, das Croitoru für besonders auffällig hält, ist aber eher eine der harmloseren Passagen, so dass man auf weitere Vergleiche gespannt wäre. Interessant ist für mich auch die Feststellung, dass die Salafisten sich nicht der Tarnbezeichnung „Gott“ bedienen, sondern konsequent „Alla“ sagen, wenn sie „Alla“ meinen. Diese Absage an den Hokuspokus mit dem angeblich „abrahamitischen“ Gott gereicht ihnen zur Ehre, das klärt die Fronten.

Schiitenmastermind Yavuz Özoguz (der Mann von Hexe Özoguz, welche wiederum bei Leo gern gesehener Gast ist), hält die Salafisten ebenso wie die „liberalen Muslime“ übrigens für Agenten des Kapitalismus aka USA aka Israel. Er schreibt (2):

„Warum hat JEDE aber auch wirklich JEDE der Taten der Salafisten dazu geführt, dass sie den USA genutzt haben? Und warum lassen sie sich so leicht vom weltweiten Kapitalismus kaufen?… Jedes Verbrechen, das sie begehen, dient dazu, dass der weltweite Imperialismus im missbrauchten Namen der Menschenrechte ‚zur Hilfe’ eilt, so geschehen in Afghanistan, so geschehen in Libyen, so geschehen im Irak und jetzt in Syrien… Die Befreiungstheologie ausgehend von der Islamischen Revolution (d.i. das naziranische Terrorregime, T.) ist nicht mehr aufzuhalten. Sie stellt die größte Bedrohung für den kapitalistischen Unterdrückungswahn dar… So versucht die Tyrannei einen anderen Weg. Er stellt sich an die Spitze von zwei “islamischen“ Bewegungen: Den Salafismus und den “liberalen Islam“. Die Menschheit soll die Befreiungstheologie des Islam ausgehend von der Islamischen Revolution übersehen und nur noch zwei extremistische Arten des Islam kennen lernen: Den Salafismus und den “liberalen Islam“.

Wenn man diesen Irren so schwadronieren liest, könnte man glatt Salafist werden. Womit weder Sunniten noch Schiiten zu rechnen scheinen: Da gibt es noch die Torks, die zwar auch Sunniten sind aber doch vor allem Torks.

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Alle Spuren führen nach Ägypten

Wer steckt hinter der Verteilung von Koran-Exemplaren? Nicht nur der Blick auf die Übersetzung und ihren Verfasser verweist auf Zusammenhänge mit dem Erstarken der ägyptischen Salafisten.

Für die Aufregung um die Aktion „Lies!“ ist es bezeichnend, dass bislang Einzelheiten über die verteilte Koran-Ausgabe und ihren Übersetzer kaum bekannt wurden. Die Fassung der von den Salafisten massenhaft verteilten Gratis-Korane trägt den Titel „Der edle Quran. Die ungefähre Bedeutung in der deutschen Sprache“. Vorgelegt hat sie bereits in den achtziger Jahren ein deutsch-ägyptischer Rechtsgelehrter aus Köln unter dem Namen Abu-r-Rida Muhammad ibn Ahmad ibn Rassoul. Wie mehrere andere hierzulande zirkulierende deutsche Koranausgaben – dazu gehört ebenso eine vom saudischen Staat autorisierte Übersetzung wie eine aus Kreisen der Ahmadiyya-Bewegung – dient auch sie missionarischen Zwecken. Wie die beiden erwähnten Versionen, verwendet auch Rassoul in Abgrenzung von zeitgenössischen deutschen Orientalisten, die den Begriff „Gott“ bevorzugen, konsequent den Terminus „Allah“.

Das hat keineswegs nur stilistische Gründe. Mit dem Wort „Allah“ ist man bereits beim Arabischen, der Sprache der islamischen Offenbarung. Damit meint man wohl gerade bei spirituell suchenden Nichtmuslimen auf fruchtbaren Boden zu treffen. Auch Rassouls Bezeichnung des islamischen Gottes als der „Allwissende“, „Allhörende“, „Allsehende“ oder „Allweise“ soll den empfänglichen Leser näher an das Arabische heranführen: Gezielt wird damit auf die „99 Namen Allahs“, die fromme Muslime zu rezitieren pflegen. Im Arabischen beginnen sie allesamt mit dem bestimmenden Artikel „al-“, wodurch phonetisch eine Affinität zur deutschen Vorsilbe „all-“ erzeugt wird.

Nicht ohne Grund haben deutsche Koranübersetzer mit wissenschaftlichem Anspruch wie Peter Paret oder neuerdings Hartmut Bobzin diese Termini ebenso gemieden wie eine weitere Praxis Rassouls. Um Authentizität zu suggerieren, werden von ihm nämlich etliche religiöse Leitbegriffe in der Originalsprache belassen und lediglich ins Deutsche transkribiert: etwa Dschahiliya (vorislamische Zeit der „Unwissenheit“), Aya (Koranvers) oder besonders gern auch Dschahanam (Hölle).

Die Drohung mit dem „Dschahanam“ ist derzeit bei salafistischen Aktivisten denn auch eine besonders beliebte Taktik. Den Koran bei der Übersetzung zu verfälschen ist indes kaum die Intention von islamischen Missionaren. Nichtsdestotrotz erweckt Rassoul als Übersetzer bisweilen den Eindruck, als versuche er manch militantem Koranspruch die Schärfe zu nehmen. Besonders auffällig in diesem Zusammenhang ist Rassouls Übersetzung von Vers 9:30, in dem es um die Konfrontation mit Juden und Christen geht und der von Islamkritikern als direkte Kriegserklärung ausgelegt wird. Rassouls Version lautet „Allahs Fluch über sie!“, während Orientalisten und sogar die saudische Version mit „Allah bekämpfe sie!“ eine deutlich schärfere, weil offensivere Variante vorziehen.

Über Rassoul ist nur so viel bekannt, dass er, zumindest als die erste Auflage seiner Koranübersetzung erschien, Imam einer Moschee in Köln war. Dort soll er damals auch den Verlag „IB Islamische Bibliothek“ gegründet haben, der bis heute aktiv ist. Aufgefallen war Rassoul, dessen Koranversion sich seit ihrem Erscheinen in hiesigen Konvertitenkreisen großer Beliebtheit erfreut, im Jahr 1993, als er unter dem etwas kompakteren Namen Muhammad Ahmad Rassoul im eigenen Verlag seine programmatische Schrift „Das deutsche Kalifat“ veröffentlichte. Rassoul (arabisch für Gesandter) zog darin gegen die Staatsform der Demokratie zu Feld, prophezeite ihren Untergang und propagierte die Errichtung eines deutschen Kalifats. Er plädierte dafür, die „Herzen der Deutschen für den Islam schlagen zu lassen und das Kalifat… auf dem deutschen Boden als leuchtendes Beispiel für Europa und die übrige Welt entstehen zu lassen“. Dass der Verfasser wegen des Pamphlets von staatlicher Seite sanktioniert wurde, ist nicht bekannt. Auch heute wird es hierzulande von mehreren islamischen Online-Shops angeboten. Auf Ebay ist es für 6,50 Euro verlagsfrisch zu haben.

Nicht nur über den Koranübersetzer Rassoul führt die salafistische Spur nach Ägypten, sondern auch über in Deutschland wirkende ägyptisch-muslimische Missionare. Zumindest einer von ihnen unterstützt aktiv die aufsehenerregenden Koranschenkungen. Es handelt sich um den in Berlin lebenden Deutschägypter Reda Seyam, dem – nachdem er sich für die Gotteskrieger in Bosnien eingesetzt und sich kurz vor den verheerenden Anschlägen von 2002 auf Bali aufgehalten hatte – Kontakte zu Al Qaida nachgesagt werden. Nachweisen konnte man ihm diese bislang aber nicht.

Seyam, der schon in Bosnien als Dschihadisten-Filmer unterwegs war, hat sich in den letzten Jahren auf die Missionsarbeit verlegt und als Medienexperte und Verleger in der hiesigen arabischen Salafistenszene einen Namen gemacht. Die auf ihn registrierte Internetseite „Al-Risala“ (Die Botschaft) begleitet ebenso intensiv die Koranverteilungen wie die von Ibrahim Abou Nagie unterhaltene Website „Die wahre Religion“. Im Übrigen leben beide, im Fall von Seyam war dies zuletzt 2007 dokumentiert, von Sozialhilfe.

Auf Seyams „Al-Risala“ finden sich Videos und Berichte, die die Koranaktion dokumentieren. Für die Videoclips zeichnet der „As-Sunna-Verlag“ verantwortlich, der ebenfalls über einen Internetauftritt verfügt und islamisch-missionarische Literatur in deutscher Sprache vertreibt. Eines der Bücher ist mit dem offensiven Titel versehen „Du’a (Anrufung Gottes) – Die Waffe des Gläubigen“. Seyam, der 2007 nicht nur in Berlin Aufsehen erregte, als er allen Protesten zum Trotz seinen Sohn „Dschihad“ nannte, beherrscht die Kunst der Tarnung. Während er sich im arabischen Ausland als Inhaber des „As-Sunna-Verlags“ präsentiert, ist auf dessen Internetseite im Impressum ein Konvertit mit deutschem Namen angegeben.

Bei seinen Auftritten im Ausland – außer in arabischen Ländern neuerdings auch etwa in Spanien – begleitet Seyam häufig ein weiterer in Deutschland aktiver ägyptischer Salafist, der Berliner Imam Hossam El-Gabry. Im vergangenen Herbst war das Salafisten-Duo beim arabischen Satellitensender „Al-Khalijia“, den konservative saudische Kreise betreiben, zu Gast. Der ebenfalls aus Ägypten stammende Moderator interessierte sich für die Lage der islamischen Missionsbewegung in Deutschland. In vertrauter Gesprächsatmosphäre beklagten seine Gäste die negative Darstellung der Muslime in den deutschen Medien, die aus El-Gabrys Sicht wie generell im Westen „von den Juden beherrscht“ würden.

Seyam vertrat die Auffassung, man sollte deutsche Nichtmuslime weniger mit wissenschaftlichen Argumenten ansprechen, sondern sich vielmehr auf die Propagierung des islamischen Einheitsglaubens konzentrieren. Entschlossenheit sei gefragt, denn die Deutschen seien häufig infantil und ihre Charakterstruktur weise schwere Defizite auf: Schätzungen zufolge, so Seyam, litten einundvierzig Prozent der Deutschen an psychischen Störungen.

Beide Salafisten waren sich einig, dass sich die islamische Missionierung in Deutschland nach wie vor schwierig gestalte. Verleger Seyam klagte darüber, dass es noch immer an geeigneter islamischer Literatur auf Deutsch mangele, weshalb er nun mit Gesinnungsgenossen aus Ägypten zusammenarbeite; dort habe man mehr Erfahrung mit der Übertragung missionarischer Schriften in europäische Sprachen. Vor diesem Hintergrund darf die Verteilung von Gratisexemplaren des Korans, die kurz nach diesem Fernsehauftritt startete, als Versuch einer an sich überschaubaren Salafisten-Gruppe gewertet werden, sich im deutschsprachigen Raum mit einer spektakulären Aktion aus dem Schattendasein ins öffentliche Bewusstsein zu katapultieren.

Mit derartigen Unterfangen wird man in Zukunft wohl häufiger rechnen müssen, denn offenbar feuert das Erstarken der Islamisten in Ägypten den Eifer der deutsch-arabischen Missionare zusätzlich an. Wer nach einer Verbindung zwischen diesen beiden Gruppen sucht, wird schnell fündig. So ist der Ägypter Hossam El-Gabry Mitglied der Organisation „Europäisches Institut für islamische Angelegenheiten“, die ihren Sitz in Antwerpen hat. Auf ihrer offiziellen Facebook-Seite lächelt den Besucher ein mittlerweile weltweit bekannter bärtiger Mann freundlich an: Es ist der salafistische ägyptische Präsidentschaftskandidat Hazem Abu Ismail, für dessen Wahl hier geworben wird, auch wenn er seit kurzem nicht mehr kandidieren darf.

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Time am 26. April 2012

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1) http://www.n-tv.de/politik/Behoerden-erwarten-Streit-article6018581.html
2) http://www.muslim-markt-forum.de/t73f2-Syriens-Situation-hilft-der-Entwicklung-zur-Wahrheit.html

Im Wesentlichen dasselbe

15. April 2012

Das ist ja toll: Die Taliban nehmen Afghanistan wieder in Besitz und zeigen uns, wie sich die Mohammedanisten die Zukunft Deutschlands vorstellen. Von der Titelseite N-TVs ist die salafistische Offensive in unserem eigenen Land aber schon wieder verschwunden, und wichtig ist nunmehr ein hartes Vorgehen gegen „übermütige Zweiradbenutzer“.

Bei N-TV war die Kloranverteilaktion ohnehin schnell aufgeklärt und damit ad acta gelegt worden. Bei den verteilten Kloranen handele es sich nämlich, so Nora Schareika, um Fehlübersetzungen (1)

„Salafisten nutzen speziellen Koran - Übersetzung ist entscheidend. Die Koranaktion einer islamistischen Splittergruppe sorgt in Deutschland für Aufsehen. An diesem Wochenende verteilen Salafisten wieder Korane in Fußgängerzonen. Nach Ansicht von Experten handelt es sich um eine Art Self-Made-Exemplar, das das arabische Original besonders streng auslegt.“

Sogar ein Arabistik-Professor wird aufgefahren (2): „Der Arabistik-Professor Thomas Bauer rechnet jedoch nicht damit, dass ein durch Salafisten übersetzter Koran viele Deutsche überzeugen wird. ‚Es gibt sehr schöne Übersetzungen. Aber die schönen sind in der Regel nicht die salafistischen’, sagte der Wissenschaftler vom Forschungsverbund Religion und Politik an der Universität Münster.

Bei den Verteilexemplaren handelt es sich um die Übersetzung zweier Muslime namens Abu ar-Ridaa und Ahmad ibn Rassul. ‚Die Übersetzer stehen der Pierre-Vogel-Gruppe nahe’, sagt Dirk Hartwig, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arabistik der Freien Universität Berlin, im Gespräch mit n-tv.de. Pierre Vogel ist ein deutscher Konvertit, der den Namen Abu Hamza angenommen hat. Er wird seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet.

Die verschiedenen Lesarten des Koran und sich daraus ableitende Interpretationen sorgen auch in der islamischen Welt dafür, dass es zum Teil weit voneinander abweichende Meinungen gibt, welcher Islam der ‚wahre’ Islam ist.“

Moooment mal! Es gibt „schöne Übersetzungen“ des Kloran und unschöne? Sollte es nicht eher richtige Übersetzungen geben? Was ist das für ein Text, der so dermaßen beliebig sein soll, dass die politischen Intentionen seiner Übersetzer über seine Qualität bzw. Korrektheit entscheiden sollen? Nein, nein, hier kommt es in erster Linie darauf an, ob der Übersetzer des Deutschen und des Arabischen in hohem Maße mächtig ist.

„‚Wissenschaftlich ist so eine Übersetzung nicht so bedeutsam’ urteilt der Koranforscher Dirk Hartwig von der Freien Universität Berlin. Allerdings sei der Salafisten-Koran vermutlich leicht lesbar und enthalte inhaltlich andere Nuancen.“

Soso, „wissenschaftlich“ unbedeutsam und inhaltlich verändert im Sinne der Salafisten, die wie die Taliban eine extreme und demokratiefeindliche Gesinnung haben bzw. mit ihnen identisch sind, ist diese Kloranübersetzung.

Aber welche ist denn „wissenschaftlich bedeutsam“ und „schön“? Doch sicher die von Friedrich Rückert (3) oder die von Rudi Paret (4) oder die von Max Henning (5), die wesentliche Grundlage meiner eigenen Untersuchungen ist. All diese Übersetzungen unterscheiden sich tatsächlich nur in „Nuancen“. Sie alle lassen aber unisono deutlich werden, dass Klo H. Metzel ein psychopathischer Gewaltherrscher war und der Kloran das Machwerk eines gierigen und kleingeistigen Sadisten – dass er ganz unmöglich das Werk eines weisen Menschen sein kann, geschweige denn das eines Wesens, welches auch das gesamte Universum geschaffen haben soll.

Paret: „Und kämpfet wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt.“ (8. Sure, Vers 39)

Henning: „Und kämpft wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt.“ (8. Sure, Vers 40, Recl. S. 176)

Das ist in der Tat in Nuancen unterschiedlich, in der Sache jedoch völlig eindeutig. Dennoch meint der Hassprediger und Initiator der Aktion „Lügen“ (engl.: lies), eine Verschwörung aufgedeckt zu haben. Abu Nagie: „Wir haben festgestellt, dass in vielen Bibliotheken gefälschte Übersetzungen des Korans sind“ (6). Aber was für Übersetzungen werden denn nun in deutschen Bibliotheken stehen? Doch wohl die blutrünstigen von Paret und Henning… und die sind ihm offenbar noch nicht blutrünstig genug, die sind „gefälscht“…

Also haben entweder Rückert, Paret und Henning den Kloran gefälscht oder aber Nagie tut es. Geht das? Ist das erlaubt? Ist Kloranfälschung halal?

Oder ist Kloranfälschung nicht vielleicht noch schlimmer als Kloranverbrennung? Mazyeks „islam.de“ (7):

„In diesem Sinne hat sich die deutsche Koranwissenschaft in den letzten Jahrhunderten viele Verdienste erworben. Mehr noch versuchte beispielsweise der Dichter und Orientalist Friedrich Rückert bereits Anfang des Neunzehnten Jahrhunderts durch seine hervorragende Arbeit den Rhythmus, Klang und die die Muslime bezaubernde sprachliche Tiefe, dem deutschsprachigen Leser zugänglich zu machen.“

Der ZMD hat sich also für Rückert & Co. entschieden. Abu Nagie ist mithin ein KLORANFÄLSCHER!!! Wie ist die Reaktion des ZMD auf dieses unerhörte Verbrechen?

„In so einer Situation ist es sicher berechtigt zu fragen, was bei aller Legitimität mit der großflächigen Verteilung des Korans durch die Aktion ‘Lies’ bezweckt werden soll. Insbesondere ist zu hoffen, dass Einzelne darin nicht eine werbewirksame Aktion für ihre Gruppe sehen. Eine Instrumentalisierung des heiligen Buches zu diesem Zweck ist unbedingt abzulehnen.“

Üblicherweise bei jedem Schatten, der aus Versehen auf den Fuß eines Mohammedanisten fällt zu lautstarkem Protest inklusive Nazivorwurf hingerissen, fragt der ZMD im Falle einer vielhunderttausendfachen KLORANFÄLSCHUNG schüchtern bei dem notorischen KLORANFÄLSCHER nach, was er mit seiner KLORANFÄLSCHUNG bezweckt. Das ist erstaunlich! Darf eigentlich jeder Klorane fälschen oder dürfen das nur Mohammedanisten? 

Frederike Haupt, die in der heutigen FAZ unter der Überschrift „Die Sache mit der Wahrheit“ über die Angelegenheit berichtet, hat sich mit einer SPD-Politikerin unterhalten, die regelmäßig persönlich vor Ort gegen die Salafisten protestiert. Bezeichnenderweise hat Frau Haupt offenbar dennoch keinen Salafistenkloran an sich genommen, denn sie zitiert nicht daraus. Dies ist bisher überhaupt noch nicht geschehen, an keiner Stelle und natürlich erst recht nicht durch die deutschen sogenannten „Koranforscher“ und „Orientalisten“, was bei 300.000 Exemplaren doch sehr verwundert. Ich bin sicher, dass man einem Textvergleich zwischen Nagie und Paret nur zu gern aus dem Weg gehen möchte, denn er würde ergeben, dass sich beide Übersetzungen nur in Nuancen unterscheiden.

In ihrem Hass auf alles Nicht-Mohammedanistische und der Verpflichtung der Orks zur gewaltsamen Eroberung der ganzen Welt jedoch stimmen sie überein.

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Time am 15. April 2012
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1) http://www.n-tv.de/politik/Salafisten-Koran-ist-Eigenuebersetzung-article6018511.html
2) http://www.n-tv.de/politik/Behoerden-erwarten-Streit-article6018581.html
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Rückert
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Paret
5) http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Henning
6) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/koranverteilungen-in-deutschen-staedten-die-sache-mit-der-wahrheit-11717904.html
7) http://www.islam.de/20184


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