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„Man of Peace“ von BOB DYLAN

1. Juni 2010

70 von Jihadisten Ermordete in Pakistan sind kaum eine Randnotiz wert, 10 bei einer als “Hilfskonvoi” (1) getarnten Jihadmission getötete Kämpfer aber füllen die deutschen Zeitungen. Die heutige FAZ z.B. wälzt das Thema auf mehr als zwei vollen Seiten aus. Warum? Weil es Juden waren, die sich – völlig unüblich – nicht abschlachten ließen, sondern die ihr Leben und ihren Staat verteidigten und die Jihadisten töteten. Die Medien überschlagen sich in ihrer Hetze gegen Israel, und so wird deutlich, dass die israelische Reaktion auf die mohammedanistische Aggression, die bewusst die Souveränität Israels verletzen wollte, nicht nur angemessen sondern unter counterjihadischen Gesichtspunkten sogar ein voller Erfolg war. Besonders den bornierten westlichen Dimmies, die so wahnsinnig von sich eingenommen sind, dass sie ihren beschränkten Blickwinkel zur globalen Perspektive erklären, und die ihre Denkfaulheit für eine Tugend halten, dürfte klar geworden sein, dass Jihad kein lustiges Spielchen à la Gorleben ist sondern auch für Jihadisten tödlich enden kann.

“Friedensflotte”? Nach mohammedanistischem Verständnis ist sie das schon, denn für die wird erst Frieden sein, wenn alle Nichtmohammedanisten tot sind oder in Ketten gehen. Und auch “Lügen” bedeutet etwas ganz anderes für die Orks, es bedeutet nicht “bewusst die Unwahrheit behaupten” sondern “beim bewussten Behaupten einer Unwahrheit ertappt werden”. Nicht-Orks gegenüber ist sogar das völlig irrelevant, hier wird – als eine Spielart des Jihad – einfach weiter die Unwahrheit behauptet, bis man dann zu Handgreiflichkeiten und schließlich Mord übergeht. Michael Martens berichtete in der heutigen FAZ über die türkische Terrorunterstützerorganisation IHH, die das Kommandounternehmen maßgeblich gesteuert hat:

“Serkan Nergis, ein Mitarbeiter eines von der IHH eingerichteten Krisenstabes, teilte mit, an Bord der auf Gaza zuhaltenden Schiffe befänden sich ausschließlich zivile Hilfsgüter sowie Helfer, die von dem Willen beseelt seien, die von der ‘Tragödie im Gazastreifen’ betroffenen Menschen zu unterstützen: ‘Es gibt nicht einmal ein einziges Taschenmesser an Bord, von Waffen ganz abgesehen.’ Er hatte zudem angekündigt, dass die Passagiere sich nur friedlich gegen etwaige israelische Versuche wehren würden, die Schiffe zu einem israelischen Hafen umzuleiten. Die Kampagne psychologischer Abschreckung, die Israel eingeleitet habe, werde an der ‘internationalen zivilen Solidarität’ zerschellen. Der IHH-Präsident Bülent Yildirim hatte zudem kämpferisch angekündigt, man werde die israelischen Soldaten am Betreten des Schiffes zu hindern wissen: ‘Wir haben Passagiere im Alter von einem Jahr bis zu 80 Jahren an Bord. Wenn Israel es wirklich riskieren kann, diese Menschen anzugreifen, soll es geschehen. Wir werden uns ihnen passiv widersetzen.’ Auch er sagte, an Bord gebe es ‘nicht einmal ein Taschenmesser’.

Aber was ist denn da auf dem Bild rechts oben zu sehen? Diese Mordinstrumente in den absurdesten Formen stammen von Bord der “Mavi Marmara”, des überwiegend türkisch besetzten Schiffes, des einzigen Schiffes, wo es laut FAZ zu Gewalt und Tod kam. Richtig, Taschenmesser sind allerdings nicht dabei.

“Friedensflotte”? Oh ja, “sometimes Satan comes as a man of peace”, wie Bob Dylan 1983 dichtete – aber den Orks gelingt meist nicht mal das, und daher brauchen sie die Dimmies!

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Aus gegebenem Anlass hier der Song (samt sinistrer letzter Strophe) als “lyrischer Counterjihad # 15″.

Hören Sie die Performance (als Cover von “Radfordsdoor”) unter:
http://www.youtube.com/watch?v=mhOx9vfJx20

Hier der Text:

Man of Peace

Look out your window, baby, there‘s a scene you‘d like to catch
The band is playing „Dixie,“ a man got his hand outstretched
Could be the fuhrer, could be the local priest
You know, sometimes Satan, you know, he come as a man of peace

He got sweet gift of gab, he got harmonious tongue
He know every song of love that ever has been sung
Good intentions can be evil, both hands can be full of grease
You know that sometimes Satan come as a man of peace

Well, first he‘s in the background, then he‘s in the front
Both eyes are lookin‘ like they‘re on a rabbit hunt
Nobody can see through him, no, not even the chief of police
You know that sometimes Satan come as a man of peace

Well, he catch you when you‘re hopin‘ for a glimpse of the sun
Catch you when your trouble feel like they weigh a ton
He could be standin‘ next to you, the person that you‘d notice least
I hear that sometimes Satan come as a man of peace

Well, he can be fascinating, he can be dull
He can ride down Niagara Falls in the barrels of your skull
I can smell somethin‘ cookin‘, I can tell there‘s goin‘ to be a feast
You know that sometimes Satan come as a man of peace

He‘s a great humanitarian, he‘s a great philanthropist
He knows just where to touch you, honey
and how you like to be kissed
He‘ll put both his arms around you
You can feel that tender touch of the beast
You know, sometimes Satan come as a man of peace

Well, the howlin‘ wolf will howl tonight, the king snake will crawl
Trees that‘ve stood for a thousand years, suddenly will fall
Wanna get married? Do it now, tomorrow all activity will cease
You know, sometimes Satan come as a man of peace

Somewhere mama‘s weepin‘ for her blue-eyed boy
She‘s holdin‘ them a little white shoes and that little broken toy
And he‘s followin‘ a star
The same one them three men followed from the east
I hear, sometimes Satan come as a man of peace, oh yeah

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Time am 1. Juni 2010

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1) http://www.tagesschau.de/ausland/gazahilfskonvoi100.html
Waffensammlung von:

http://muqata.blogspot.com/2010/05/anti-shalit-flotilla-updates.html

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PS1.: Al Kaidas #3 erledigt:
http://www.sueddeutsche.de/politik/angriff-mit-drohne-nummer-drei-von-al-qaida-getoetet-1.952622

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PS2.: Eine Mohammedanistin, die von einer Frau beschimpft und (um Gottes willen) sogar ins Genick geschlagen worden sein soll, hat es in der heutigen NZZ (!) auf den Online-Titel geschafft: als drittwichtigster Artikel! “Die Staatsanwaltschaft sucht Zeugen”, heißt es.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/basel_muslimin_offene_strasse_attackiert_1.5848787.html


Nichts als Hetze

17. Dezember 2009

Vorgestern hatte ich Karen Krüger (1) von der FAZ kritisiert, weil sie mit einem riesigen mohammedanistischen Propagandabären durch Deutschland lief, den ihr eine Orkfamilie aufgebunden hatte (2). Scheinbar hat sie ihn aber schnell abwerfen können, denn gestern schon brachte die FAZ einen sehr passablen Bericht von ihr über das konsequente Misstrauen, die konsequente Ablehnung, die permanenten Schuldzuweisungen und Forderungen der türkischen Ork-Paschas in Deutschland.

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Allergisch sind immer die anderen

Es ist dieser Ton, der völlig unangemessen ist. Der sofort angreift und spaltet, anstatt sich um Verständigung zu bemühen. Ihn findet man leider häufig, wenn die in Deutschland erscheinenden türkischen Medien über das Thema Integration berichten. Denn dann wird meistens an Versäumnisse der deutschen Mehrheitsgesellschaft gedacht. Und wenn es um Veränderungen bei den in Deutschland bestehenden Möglichkeiten zur Pflege der türkischen Sprachkultur geht, dann heißt es gleich: erzwungene Assimilation. Mit dem Aufruf, sich gegen diese zur Wehr zu setzen, hatte auch der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan bei seiner Rede in Köln im vergangenen Jahr die Zuschauer begeistert.

Die Anzahl der in Deutschland erscheinenden türkischsprachigen Medien hat sich in den vergangenen zwölf Monaten verringert. Das ist tatsächlich sehr bedauerlich. Denn das Bedürfnis, auch in der Sprache der eigenen Herkunft informiert zu werden, einen Radio- oder Fernsehsender zu haben, in dem Themen von Menschen aufbereitet werden, deren Familien die Erfahrungen der Entwurzelung und Migration teilen, besteht bei vielen Deutschtürken noch immer. Überhaupt nicht akzeptabel ist jedoch, wie die türkische Gemeinde und ein Teil der türkischen Medien im Moment auf diese Entwicklung reagieren.

“Warum fürchtet sich Deutschland vor dem Türkischen?”, fragte die Zeitung “Türkiye” Anfang dieser Woche nach einer Veranstaltung der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), bei der es um die Situation der türkischsprachigen Medien in Deutschland gegangen war. Nach Angabe der Zeitung begründete Kenan Kolat, der Vorsitzende der TGD, die Einstellung türkischer Radiosendungen wie folgt: “Es wird offenkundig, dass es in Deutschland eine starke Allergie gegen Türken, die Türkei, den Islam und die türkische Sprache gibt.”

Noch einen Schritt weiter ging Zeynel Lüle in der Zeitung “Hürriyet”: “Mord-Spritze tötet Türkisch” lautete die Überschrift seiner Kolumne, in der er die Einstellung verschiedener türkischsprachiger Medienangebote als eine Art deutschen Masterplan darstellte, mit dem nicht nur die Integration, sondern auch die Assimilation der türkischen Bevölkerung erzwungen werden soll: “Anfang des Jahres wurde Radio Multikulti eingestellt. Ab Anfang kommenden Jahres wird es keine türkischsprachige Sendung mehr im Hessischen Rundfunk geben. Der türkische Dienst der dpa wird eingestellt. Im Namen der ,Integration in Deutschland’ wird einer ,Assimilation’ der Weg geebnet. Diese Politik trifft die türkische Gesellschaft, die sowieso ihre Angewohnheit des Lesens verliert. Die Aktion zur ,Tötung des Türkischen’ wird mit Erfolg betrieben. Und die Spritze trifft auf eine ,unempfindliche Ader’.”

Stellen wir einmal richtig: Radio Multikulti wurde eingestellt, weil der RBB Millionen von Schulden hat und Radio Multikulti zu wenig Hörer. Auch der HR muss sparen – bis zum Jahr 2012 insgesamt mehr als 64 Millionen Euro – und schließt deshalb seine Mittelwelle. Die dort zu hörenden türkischsprachigen Sendungen werden aber wie bisher weiter vom WDR produziert und können auf dessen Frequenzen und im Internet gehört werden. Der Türkische Dienst der dpa wird ebenfalls aus finanziellen Gründen eingestellt – das Interesse von deutschen, aber auch von türkischen Medien war zu gering.

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Man sollte meinen, Konvertiten bzw. Verräter wie A-Jupp Köhler hätten ein verfeinertes Verständnis der Takija in die Kreise der Mohammedanisten getragen, aber das ist nicht der Fall. Ein Blick auf jede beliebige mohammedanistische Webseite belehrt den westlichen Leser eines Besseren. Offene Feindschaft dieser Minderheit ist der Grundtenor (auch eher arrivierter Organisationen wie des ZMD – 3), Jammern, Fordern und Drohen sind die Methoden. Es scheint so, als ob einer, der viele Jahrzehnte lang Deutscher und Westler war, nach der Konversion sein Gehirn und seine Manieren am Muschie-Eingang abgeben muss. Sie sind nicht mal im Lügen besonders gut, es ist nur so, dass unsere Eliten allesamt offenbar damals in der Deutschstunde grade dann gefehlt haben, als Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ (4) durchgenommen wurde. Sonst würden sie merken, dass, wann immer ein Orkfunktionär den Mund zum Sprechen öffnet nur eines herauskommt: Hetze, Hetze, Hetze! Und glauben Sie mir, die Orks werden genau das tun, was ihre Worte nahelegen.

Time am 17. Dezember 2009

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(1)http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~EC2E113A4274942ADB1FCD2F81FC4E2F3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/15/diskriminierung-bitte/

(3) http://www.islam.de/

(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Biedermann_und_die_Brandstifter

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PS.: Auf http://www.islam.de/15011.php kann man übrigens unter der Überschrift “Muslime – Sündenböcke in der Krise” eine beliebte mohammedanistische Propagandalüge begutachten. Unter der Abbildung einer Ausgabe der Nazipostille “Der Stürmer” mit der Headline “Ritualmord” findet man folgende Bildunterschrift: “Im ‘Stürmer’ wurde in schlimmster Form die Propaganda des Hasses gegen eine Minderheit verbreitet”. “Eine Minderheit”? Wie hieß sie doch gleich? Die Orks schaffen es sogar, sich mit den Juden der Nazizeit gleichzusetzen, ohne sie zu erwähnen. PI machte heute auf einen Aufsatz von Henryk M. Broder aufmerksam, der sagt: “Muslime sind nicht die Juden von heute” – http://www.pi-news.net/2009/12/broder-muslime-sind-nicht-die-juden-von-heute/

PS2, 251209.: Unter http://nimetseker.wordpress.com/2009/11/13/koln-radyosu beklagte sich Nimet Seker über das Ende eines kölnischen Radioprogramms auf Türkisch.

Fort “Pointing Man”

30. September 2009

Am 25. September hatte Klaus-Dieter Frankenberger in der FAZ einen Überblick über unsere Afghanistan-Mission gegeben:

Die Aufgabe bleibt

(…) Was auf die neue Koalition in Berlin zukommt, das ist in den vergangenen Tagen in der Lagebeurteilung des amerikanischen Oberkommandierenden in Afghanistan und in der auch in Amerika immer heftiger werdenden Debatte über Ziele, Strategie und Truppenstärken angedeutet und vorweggenommen worden. General McChrystal verlangt noch mehr Soldaten, noch mehr Ausbilder, noch mehr Aufbauhelfer – kurz: noch mehr Ressourcen -, um die Taliban niederzuringen und die Lage für die einheimische Bevölkerung zu verbessern. Andernfalls drohe der Einsatz in einer Niederlage zu enden. Der General verlangt überdies ganz unverblümt, dass die ausländischen Soldaten ein größeres Risiko eingehen sollten, um die Afghanen zu schützen. Damit stößt er bei seiner eigenen Regierung auf Widerstand, die der anfängliche Kampfesmut wieder zu verlassen scheint und die schon die nächste strategische Kehrtwendung erwägt, sowie bei den Demokraten im Kongress; die amerikanischen Wähler sehen den Krieg ebenfalls mit wachsendem Verdruss. Und natürlich schreckt Washingtons Partner die Vorstellung, fortan noch höhere Verluste zu riskieren, selbst wenn ihre eigenen Militärs der Analyse des amerikanischen Befehlshabers zustimmen.

Wie will man schließlich die Taliban bezwingen, wie verhindern, dass sie ganze Landstriche übernehmen und die Bevölkerung terrorisieren, wenn die internationale Truppenpräsenz zu dünn ist und westliche Soldaten, auch die deutschen, wie befohlen immer seltener ihre Lager verlassen – mit der Begründung, Aufständische hielten sich in den Dörfern auf? Das sollen die Isaf-Truppen ja gerade verhindern. Zweifellos wird die Präsenz der Taliban zunehmen, wenn ihnen das Land überlassen wird, zumal das afghanische Militär auf absehbare Zeit nicht selbst für Sicherheit wird sorgen können. Dessen Ausbildungsdefizite sind übrigens schon lange bekannt.

Präsident Obama fragt zu Recht: Tun die Vereinigten Staaten und auch die Nato-Staaten das Richtige, führt ihre Strategie zum Ziel? Es ist Unsinn, das Gespenst an die Wand zu malen, dass die Taliban und ihre terroristischen Spießgesellen demnächst in Kabul einrückten, wenn die Nato dieses oder jenes nicht tue. Aber acht Jahre nach dem Sturz der Taliban-Regierung muss der Westen sich endlich darüber klarwerden, WAS ER EIGENTLICH ERREICHEN WILL UND WAS DIE PRIORITÄTEN SIND. Geht es darum, zu verhindern, dass Al Qaida Afghanistan wieder zu ihrer regionalen Operationsbasis macht? (Ja, T.) Geht es um die Bekämpfung lokaler Aufständischer (Ja, T.) und um den Aufbau halbwegs stabiler staatlicher Strukturen (Nein, T.)? Oder geht es vor allem um die Festigung Pakistans (Nein, T.)? An dem Ziel hat sich die Strategie, an der Bedeutung des Ziels der Einsatz zu orientieren. Wenn unsere Sicherheit am Hindukusch verteidigt wird, kann der Betrieb nicht nachts eingestellt werden.

Es ist wiederholt besorgt gemutmaßt worden, die Regierung Obama werde von ihren europäischen Partnern verlangen, eine größere Last zu tragen, letztlich also mehr Soldaten zu entsenden. So richtig laut ist diese Forderung bislang nicht vorgetragen worden; in der Einschätzung General McChrystals ist sie implizit vorhanden. Die künftige Bundesregierung sollte nicht darauf warten, ob Forderungen dieser Art gestellt werden oder nicht. Sie sollte selbst handeln: indem sie die lange Mängelliste ihrer eigenen Offiziere ernst nimmt und manche widersinnige Einsatzbeschränkung aufgibt. Wird darüber hinaus in der Nato Einvernehmen darüber erzielt, dass tatsächlich Anstrengungen aller Art in Afghanistan zu verstärken sind, dann sollte sie sich nicht verweigern.

Eine Niederlage, wie immer sie verbrämt würde, hätte gravierende Folgen für das Bündnis und die Sicherheit seiner Mitglieder. Getrennt kämpfen, vereint verlieren – das ist eine unheilvolle Perspektive. Weiter so wie bisher kann es nicht gehen. Dafür sind die Kosten zu hoch. Das gegenwärtige (gedrosselte) Engagement führt aber nicht dazu, unsere Ziele zu erreichen.

In der heutigen FAZ präzisiert Leser Volker Rockel diese Situation mE. sehr eingängig:

Die Bundeswehr als Papiertiger in Afghanistan

Zu den Berichten über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan: Die offensichtlich orientierungslos geführte Debatte der politischen Führung um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan erschreckt. Man führe sich bitte noch einmal vor Augen: Der Norden Afghanistans, also der deutsche Verantwortungsbereich des Regionalkommandos Nord, hat eine Größe, die ungefähr 50 Prozent der Landfläche Deutschlands entspricht.

Ein Kontingent von derzeit 4240 deutschen Soldatinnen und Soldaten (davon übrigens 310 Reservisten) hat also den Auftrag, in dieser Fläche gemeinsam mit den weiterhin mäßig ausgebildeten und ausgerüsteten afghanischen Sicherheitskräften den Schutz der afghanischen Bevölkerung vor Übergriffen der Taliban sicherzustellen. Es soll ein “robustes” Mandat sein, das die Bundeswehr in Afghanistan für die UN umsetzen soll. Doch ein Blick auf die zur Verfügung stehenden militärischen Kräfte der Bundeswehr im Norden des Landes ernüchtert: Die Masse des derzeitigen deutschen Kontingents sind “Unterstützungskräfte” (zur Entschärfung von Bomben und Sprengfallen), Militärisches Geologiewesen, Wehr- und Truppenverwaltung. Nach eigener optimistischer Schätzung bleiben dann noch etwa 800 bis 1000 deutsche Soldatinnen und Soldaten übrig, die zur Verfügung stehen, um unter Berücksichtigung des Schichtbetriebs an sieben Tagen der Woche tatsächlich operative Aufgaben wahrzunehmen, die annähernd dem eigentlichen Auftrag dienen: Unterstützung der vorläufigen Staatsorgane Afghanistans und ihrer Nachfolgeinstitutionen bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage in Afghanistan und der damit verbundenen Herausforderungen ist klar: Dieser Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist im Ergebnis ein politischer Papiertiger. Denn das, was diese wenigen deutschen Soldaten tatsächlich operativ im militärischen Sinne ihres Auftrages (friedenserzwingender Einsatz) erreichen können, ist wegen der eskalierenden Bedrohungslage durch die Taliban faktisch null. Die jüngste Kritik des Nato-Oberbefehlshabers in Afghanistan, General McChrystal, ist berechtigt: Das deutsche Kontingent ist derzeit nicht in der Lage, seinen Auftrag militärisch angemessen auszuführen.

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Vor einigen Jahren las ich in der FAZ einen Bericht ihres mE. hervorragenden Afrika-Korrespondenten Thomas Scheen über irgendeinen Bürgerkrieg in irgendeinem der dortigen Müllhaufen. Die Audienz bei dem Chef einer größeren Soldatentruppe ließ auf sich warten. Thomas Scheen vertrat sich ein wenig die Beine und gelangte an einen Fluß, der die Grenze zwischen zwei der verfeindeten Parteien darstellte. Über den Fluß führte eine Brücke. Auf der Mitte der Brücke hampelte ein Junge in zerrissenen Militärklamotten herum, ein Gewehr in der einen Hand, in der anderen einen fetten Joint. Er verspottete die Feinde und versuchte, sie zu Fehlern zu verleiten und vor die Visiere der Scharfschützen zu bringen. Seine eigenen Leute feuerten ihn lautstark an. Nach meiner Erinnerung kam er kurz ans Ufer, weil der Joint alle war, und Thomas Scheen konnte ein paar Worte mit ihm wechseln, wobei er feststellte, dass der Junge völlig stoned war. Er sei der “Pointing Man”, erfuhr der Korrespondent, und das sei ein sehr cooler Job. Nach dem Interview mit dem Warlord zog es Herrn Scheen erneut zur Brücke, aber es stand nicht derselbe Junge auf der Brücke sondern ein neuer “Pointing Man”. Der andere war tot – “Berufsrisiko”.

In Bezug auf die Frage, “was wir in Afghanistan eigentlich erreichen wollen und was die Prioritäten sind” (Frankenberger) schlage ich nun vor, dass unser Engagement in diesem verlorenen Land das eines “Pointing Man’s” sein sollte. Damit meine ich nicht, dass das Leben unserer Mitbürger leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden sollte, im Gegenteil. Ich bin bei allem Respekt nicht General McChrystals Ansicht, “dass die AUSLÄNDISCHEN Soldaten ein größeres Risiko eingehen sollten, um die AFGHANEN zu schützen”, es sei denn, die Kinesen machen mit und verleihen uns 2-3 Millionen gut ausgebildete und ausgerüstete Volksarmisten zu einem akzeptablen Preis.

Ich meine, dass es für uns reicht, ein großes Fort auf einem Höhenzug zu errichten, von dem aus relativ risikoloser Flugverkehr gewährleistet werden kann (1). Sicher kann man mit 5.000 Mann nicht ein Areal von der Größe der halben Bundesrepublik verteidigen (s.o.), ein Fort aber und dessen nähere Umgebung wären für die Läusematratzenträger nicht zu knacken und sicher auch ein starker Magnet für uns wohlgesonnene Kräfte, die wir in die Fähigkeit versetzen könnten, die Verteidigung ihres Lebens in die eigenen Hände zu nehmen. Wie die Irren würden die Orks aus aller Welt gegen unser “Fort Pointing Man” und die Forts unserer Freunde (also insgesamt 30 – 50) anrennen und darüber ganz vergessen, den Jihad zu uns zu tragen. Sicher könnten wir so auf komfortable Weise außerordentlich viele von ihnen zur Strecke bringen. Das ganze Land könnte man aus der Luft mit Waren, Druckerzeugnissen usw. zus*heissen. Vermutlich wäre gelegentlich die eine oder andere Strafexpedition fällig, Drohnenoperationen die Regel. Unsere eigenen notorischen Verbrecher könnte man vor die Wahl stellen, entweder im Zuchthaus zu versauern, oder aber sich in der deutschen Afghanistan-Legion zu bewähren. Die Perspektive der Operation “Pointing Man” ist zwar langfristig und könnte zu einem festen Kulturgut unserer Gesellschaft werden (die Kreuzfahrer konnten bspw. Akkon ca. 200 Jahre halten (2) – jedoch warum nicht in Tausendern rechnen?), aber die Kosten würden vermutlich relativ gering sein. In unseren Kulturbetrieb (der auch eine wirtschaftliche Bedeutung hat) integriert würde die “Pointing Man”-Mythologie dort sicher einen bedeutenden Platz einnehmen, dh. “was abwerfen”. Auch wäre ein Abenteuer-Tourismus vorstellbar, der zB. den Weltraumtourismus weit in den Schatten stellen würde.

Aber besonders eins dürfen wir von unserem afrikanischen Vorbild auf keinen Fall übernehmen: die Drogen! Denn “The War on Terror” ist weitgehend identisch mit “The War on Drugs”!

Time am 30. September 2009

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(1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/06/24/entweder-oder-aber-nicht-weder-noch/

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Akkon

weitere Links:

http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/09/14/wir-sollten-bleiben-fur-immer/

http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/08/04/nachher-weis-mans-immer-besser/

http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/07/05/toten-nicht-ohne-lizenz/

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PS1.: Unter
http://weblog-sicherheitspolitik.info/2009/10/08/afgpak-meldungen-08-10-2009/ berichtet das “Weblog Sicherheitspolitik” am 8.10.2009 von der neuen amerikanischen Strategie, Außenposten aufzugeben und die Präsenz auf wenige aber starke Basen zu beschränken.

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PS2.: OT, aber aktuell sehr lesenswert: “Wozu SPD?”
http://www.faz.net/s/RubE60152C79A424CDD91E9268CF021D4A0/Doc~E9C59FC4DF1404B74BF56F4A529475A47~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

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PS3.: Lesenswert, über die Wirkung des Drohneneinsatzes bei den Läusematratzenträgern: http://weblog-sicherheitspolitik.info/2009/10/22/drohneneinsatze-in-nordwest-pakistan-psychologische-wirkung/

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PS4.: Dieser ist offenbar mein 200. Beitrag! Cheers!

Der Herr läßt Hirn vom Himmel regnen

15. September 2009

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Erst vor kurzem hatte ich auf einen plötzlichen Sinneswandel der Serbenjäger Carla del Ponte und Michael Martens aufmerksam machen können (1). Heute nun liefert Schiitenversteher FAZ-Ali1 Wolfgang Günther Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah Lerch einen Artikel zum Thema “Stinkhistan” ab, der seine Eintrittskarte zum Counterjihad sein könnte. Hatte er bisher vor allem dadurch aufmerksam gemacht, dass er kein noch so großes Orkverbrechen nennen konnte ohne zu meinen, es durch irgend eine mittelalterliche Hexenverbrennung relativieren zu müssen, dadurch, dass er nie “Hisbullah” schrieb, ohne sogleich ein “Partei Gottes” anzufügen, so stellt er heute mE. klarsichtig und präzise den Kern der Mission in dieser Vorhölle heraus. Das Wort hat jetzt WGL:

“… Dass außerdem gerade in dem Land am Hindukusch militärische Aktionen unter einem ganz besonderen Stern stehen, zeigt die lange Geschichte des Landes, in der es Fremden seit Alexander dem Großen niemals gelang, sich auf Dauer festzusetzen. Zuletzt, bevor die Mudschahedin übereinander herfielen und am Ende für fünf Jahre den Taliban weichen mussten, hatte die sowjetische Weltmacht dort nach fast zehn Jahren ihr militärisches Desaster erlebt. Sie wollte Afghanistan in ihren Block eingliedern, der allerdings bald darauf zerfiel. Der Erfolg der Mudschahedin war daran nicht unbeteiligt.

Auch jetzt ist die Lage volatil (d.h. “flüchtig, verdunstend” und scheint mir eine übertriebene Charakterisierung, T.). Die westlichen Politiker haben in der Vergangenheit jedoch viel zu selten klar ausgesprochen, dass es bei dem gegenwärtigen Einsatz in dem so schwierig zu regierenden Land VOR ALLEM um UNSERE EIGENE Sicherheit geht, genauer: um die Sicherheit vor dem transnationalen Terrorismus (JIHAD, also Mohammedanismus, T.) in Deutschland und Europa. Die Parole ‘Afghanistan den Afghanen’ ist gewiss richtig; es ist Sache der Afghanen zu entscheiden, wie sie leben wollen, auch wenn es wünschenswert wäre, dies geschähe in einer wirklichen Demokratie. Bis dahin aber ist es weit – wenn es überhaupt dazu kommen sollte. Und von außen allein ist dies tatsächlich nicht zu erreichen.

Die Frage nach der Sicherheit ist indessen eine Angelegenheit, die NICHT NUR die Afghanen betrifft, sondern auch den Rest der WELT. Auch bei den Nachbarn in Mittelasien oder in Iran verursacht die Vorstellung, die Taliban könnten als Wiedergänger auftreten und neuerlich an die Macht kommen, nichts anderes als Albdrücken. Und es ist schon richtig, dass Deutschlands Sicherheit, wie Peter Struck sagte, auch am Hindukusch (der zwar noch HINDUkusch heißt, dessen Namensgeber, die Hindus, dort jedoch allesamt von den Orks geschlachtet worden sind, T.) verteidigt wird. Während der Taliban-Herrschaft (1996 bis 2001) versank Afghanistan nicht nur in einer steinzeitlichen Form des Islams (dem sogenannten einzig echten UND wahren Fieslahm, T.), sondern in wenigstens sieben großen Lagern wurden TAUSENDE von Terroristen ausgebildet. Deren Arm reichte bis zu den Zwillingstürmen von New York, aber auch nach Deutschland. Noch immer müssen sich unsere Behörden und Gerichte mit den Auswirkungen des Taliban-Regimes befassen.

Gelegentlich ist zu hören, nach einem Abzug der Isaf-Truppen wie auch aller anderen, die immerhin mit einem Mandat der Vereinten Nationen am Hindukusch stehen, würden die Taliban, wenn sie wieder an die Macht gelangten, auf Terror verzichten, sie hätten ihr Ziel dann ja erreicht: den Abzug der Fremden. Mehr wollten sie gar nicht. Führer der Taliban hätten dies im Gespräch sogar angedeutet, wenn nicht gar versichert.

DOCH WARUM SOLLTEN SIE DAS TUN? Die INNERE Logik ihrer dschihadistischen Ideologie, die in der Tendenz EXPANSIONISTISCH (sogar FASCHISTISCH, T.) ist, würde ja GANZ dagegen sprechen – hätten sie doch über das mächtigste Militärbündnis der Welt nach ihrer Lesart “gesiegt”, so wie seinerzeit die Mudschahedin über die Truppen Moskaus. Schon immer hatte der Triumph über die beiden “ungläubigen westlichen” Großmächte, zu denen die Islamisten auch die Sowjetunion (und heute Russland) rechne(te)n, zum festen Bestand islamistischen Denkens gehört. Ein Abzug der westlichen Truppen, die dort nur eine einigermaßen stabile Ordnung ohne Terror herstellen sollen und wollen, würde zusätzlich dazu führen, die Siegesgewissheit islamistischer Theorien theologisch sozusagen zu überhöhen, denn man hätte ja offenkundig nach dem nichtsäkularen Verständnis der Taliban den Segen des Allerhöchsten. Zudem würden islamistische und dschihadistische Gruppen in der islamischen Welt aufs Neue gestärkt, zum Nachteil all jener Muslime – und das sind gar nicht so wenige -, die auf Reformen dringen und für Modernisierungsprozesse in der islamischen Welt stehen.

Ein Sturz des Regimes von Präsident Hamid Karzai, möglicherweise dessen Ermordung wären nach einem baldigen Abzug wahrscheinlich eine Angelegenheit weniger Wochen, wenn nicht Tage. Man könnte zudem Wetten darüber eingehen, wann die Taliban, unterstützt durch Paschtunen aus dem benachbarten Pakistan und andere radikale Kräfte, wie Al Qaida, in Kabul und den größten Teilen des Landes wieder die Herrschaft an sich reißen würden. Ein zweites “Islamisches Emirat” oder “Islamisches Kalifat Afghanistan” unter Mullah Omar oder wem auch immer würde – nur dieses Mal noch befeuert durch den geradezu gigantischen militärischen Triumph der “Koranschüler” – zur Keimzelle neuerlicher islamistischer Expansion, auch und gerade mit terroristischen Mitteln. Es würden wohl wieder Ausbildungs-Camps errichtet werden. Pakistan wäre ein besonders begehrtes, zudem nahe gelegenes Angriffsziel.

Wer – wie etwa die Partei Die Linke – einen sofortigen Abzug verlangt, kann jedoch auch nicht wollen, dass Deutschland und die übrigen europäischen Länder zu totalen ÜBERWACHUNGSSTAATEN werden. Das aber MÜSSTEN sie “andenken”, wenn eine neue TERRORWELLE von AUSSEN oder INNEN auf sie zurollte. Verglichen mit den Maßnahmen, die dann notwendig wären, erscheint alles, was bereits heute gilt, als harmlos. Die Mission am Hindukusch ist seit Beginn weder einfach noch risikolos. Doch dort zu bleiben, bis die Afghanen effektiv selbst für die eigene (und damit auch anderer) Sicherheit sorgen können, ist wohl ohne eine wirkliche Alternative.”

Genauso ist es mE., und es geht nicht mehr um die Frage “ob”, es geht allein um die Frage “wie”!

Wolfgang, wenn Sie ihr umfangreiches Wissen jetzt für die Erhaltung der Freiheit und der Demokratie einsetzen wollen, bin ich überaus erfreut und heiße Sie herzlich willkommen beim Counterjihad.

Time am 15. September 2009

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(1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/08/31/carla-del-paulus-friends/

1001mal gut und noch einmal:

http://www.youtube.com/watch?v=osTrMe76kes

Wir sollten bleiben – für immer

14. September 2009

“30 Unschuldige mussten sterben” titelte die heutige “taz” zum Thema “Counterjihad in Afghanistan”, den sie “AfghanisthanKRIEG” nennt.

Wir kennen Bandenkriege und Ehekriege, sogar ein KriegsGERICHT. Alles mögliche wird “Krieg” genannt! Manchmal gibt es Dienstgrade, manchmal Regeln, manchmal, aber nicht zwingend, Uniformen. Eine Frage nagt an uns: “Was unterscheidet den Krieg gegen die Taliban vom Krieg gegen AIDS?”

Über die Schuld oder Unschuld einer Seele aber wird – ohne Frage – allein der Herr befinden.

Der eine oder andere minderjährige Ork, der nach Mitternacht Benzin stehlen ging, und dabei von einer Talibanmine oder einer deutschen Bombe getötet wurde, ist also vielleicht in seiner Karriere als Jihadi gestoppt worden – aber nichts sonst. Nur weil diese Buben nach deutschem Recht minderjährig sind, sind sie mE. nicht automatisch UNSCHULDIG! Was wissen wir über diese 16-Jährigen? Wie oft haben sie ihre kleinen Schwestern vergewaltigt? Wieviele ihrer zahlreichen mongoloiden Verwandten haben sie in die tiefe Schlucht gestoßen? Wie oft haben sie den schwulen Esel des Großvaters gef*ckt und ihn danach für seine angebliche Schamlosigkeit verprügelt? Armer schwuler Esel!

Dr. Michael Domes, Oberstabsarzt der Reserve, schreibt in der heutigen FAZ:

“Der Leitartikel “Fataler Angriff” (F.A.Z. vom 8. September) und die gesamte Diskussion über den Luftangriff auf zwei Tanklastwagen bei Kundus veranlasst mich, vier Fragen zu stellen, deren Beantwortung jedoch jedem Kritiker zu dieser Thematik etwas die Augen öffnen sollte (wenn er dazu bereit ist). Natürlich möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass jedes zivile Opfer in einem Konflikt ein Opfer zu viel ist. Ein Luftangriff um circa 1.30 Uhr: Was machen Kinder und unbeteiligte Zivilpersonen um diese Uhrzeit an einem Flussbett außerhalb einer Ortschaft in einem Unruhegebiet? Bodentruppen statt Luftangriff: Wie hätten die jetzigen Kritiker auf tote deutsche Soldaten reagiert, die bei einer solchen Aktion nahezu sicher zu beklagen gewesen wären? Schwerer Bombenanschlag auf deutsches Feldlager: Welche Position hätten die jetzigen Kritiker eingenommen, wenn ein schwerer Bombenanschlag ein deutsches Lager getroffen hätte, mit Dutzenden deutscher Opfer, nachdem sich herausgestellt hätte, die rollende Bombe war vorher geortet worden und hätte vernichtet werden können? Kritik der Vereinigten Staaten: Wie kommt es, dass die jetzigen Kritiker in Deutschland, die in der Regel Amerika und seine Außenpolitik aufs schärfste verurteilen, nun ungefiltert amerikanische Angaben als korrekt zugrunde legen?”

Wirklich Fragen, auf die auch ich sehr gerne Antworten hätte, so wie auch auf Fragen dieser Art (FAZ, 140909) von Professor Dr. Hans Armin Weirich:

“Zu ‘Die Dreifach-Untersuchung von Kundus’ (F.A.Z. vom 7. September): Das tragische Geschehen in Kundus wirft viele Fragen auf. Diskutiert wird vor allem die Frage, ob der Einsatzbefehl – in der Rückschau gesehen – richtig und zweckmäßig war. Ohne die näheren Umstände zu kennen, möchte ich mir darüber kein Urteil erlauben. Ich vermisse allerdings die Stellung der wichtigen Vorfrage: Wie war es möglich, dass die Taliban in unmittelbarer Nähe der Bundeswehr zwei vollgetankte Tanklastwagen aus dem Besitz der Bundeswehr ‘entwendet’ haben. Warum waren sie nicht militärisch gesichert? Das betrifft Fragen nach der Logistik, der militärischen Organisation und der Kampfbereitschaft. Ich hoffe, dass es da keine Führungsdefizite gibt.”

In der Tat: Die sind doch ziemlich wertvoll, nicht nur militärisch, zwei Tanklaster voll Sprit. Und die läßt man da mit nur je zwei ORKS Besatzung in der Gegend rumgurken? Drei der vier Fahrer wurden geschlachtet. Haben die denn überhaupt noch nicht begriffen, dass sie dort im Zentrum des Bösen agieren, und dass das Benzin nicht von Mümmelmannsberg nach Winsen an der Luhe gebracht werden muß? Mann, automatische Waffen höchster Güte sind doch für alle Halbwelt spottbillig zu haben – aber für ehrbare Bürger und Tanklasterfahrer offenbar nicht – DAS MUSS SICH ÄNDERN!

Übrigens, verstehen Sie die Linke? Ich glaube, dabei handelt es sich um eine ziemlich große Gruppe von Nasenbären sowie etwa zehn Dompteure, welche diese vielen Bären auch ohne Ringe an ihren Riechern beliebig herumführen können. Die Headline für die Bären, der Text für die Checker: Die Bären gucken auf die großegroße Headline des Zentralorgans, aber der darunterstehende Text, der für die meisten Leser der “taz” aber wohl zuviele Buchstaben enthält, sagt das Gegenteil.

Die heutige “taz” (HL s.o.): “Baktasch stellte sich trotz der Tötung von Zivilisten vor die in die Kritik geratene Bundeswehr und sagte: ‘Definitiv sind die Verantwortlichen die Taliban.’ In einer vergleichbaren Lage hätten ‘nicht nur die deutschen Truppen, sondern alle Regierungs- und internationalen Truppen so gehandelt”, betonte Kommissionsmitglied Baktasch. “Wenn diese Tanklastzüge in den Händen des Feindes geblieben wären, hätte er sie für terroristische Absichten genutzt… Die Gegend, in der es zu dem Luftangriff gekommen sei, sei kein Wohngebiet gewesen… Die nächsten Häuser seien mindestens drei Kilometer entfernt gewesen. Aus der Luft sei nicht festzustellen gewesen, sich Zivilisten bei den Tanklastzügen aufhielten. Nachdem die meisten Opfer unter den Taliban seien, “war es für den Terrorismus und al-Qaida in Kundus ein schwerer Schlag”.

Frederike Böge in der FAZ vom 130909:

“‘Sehen Sie den blauen Corolla?’, fragt Kommandeur Faramuz. ‘Der Mann am Steuer ist der Bruder eines Taliban-Kommandeurs.’ Er fahre täglich durch die Gegend, um die Positionen der Polizei auszuspionieren. ‘Und dort.’ Faramuz zeigt auf eine Baumgruppe einen Kilometer östlich der Polizeistation. ‘Dort sitzen sie jede Nacht in den Gräben und warten darauf, dass wir einen Fehler machen.’ Vor einem Monat hätten sich auch noch die JUNGEN MÄNNER aus dem gegenüberliegenden Dorf dieser Gruppe angeschlossen. ‘Sie dachten, dass die Feinde Kundus angreifen würden und wollten an der BEUTE teilhaben.’

Faramuz und seine Männer sichern das östliche Stadttor der Provinzhauptstadt Kundus im Norden Afghanistans. Sie glauben, dass sie den Feind kennen und dass sie wissen, wie er besiegt werden kann. Sie brauchten bessere Waffen, sagt Faramuz, denn die Aufständischen seien besser ausgerüstet als die Polizei. Und die deutschen Truppen müssten sie dabei besser unterstützen. ‘Aber sie sind nicht aktiv.’ Solche Beschwerden hört man häufig in Kundus. Das Gefühl der Bedrohung ist in den vergangenen Monaten stetig gestiegen. ‘Die Taliban sind stark geworden, weil die ausländischen Truppen und die afghanischen Sicherheitskräfte nicht ernsthaft gegen sie vorgegangen sind’, sagt Maulawi Abdullah, ein Mitglied des Provinzrates. In seinem Heimatdistrikt Dasht-e Archie hätten die Deutschen kürzlich vier Panzer verloren. Doch anstatt anzugreifen, hätten sie keine Reaktion gezeigt. ‘Zwei oder drei Bomben aus der Luft, und die Gegend wäre wieder friedlich gewesen’, sagt er. Hätten dabei nicht Zivilisten getroffen werden können? ‘In der Gegend gibt es KEINE Zivilisten’, behauptet Abdullah. Dort gebe es nur die Familien der Taliban. ‘Für uns sind das auch Aufständische. Sonst hätten sie ihre Cousins und Söhne überzeugt, sich nicht den Taliban anzuschließen.’

Als die Bundeswehr vor einer Woche zwei gestohlene Tanklastwagen bombardieren ließ, war Maulawi Abdullah zufrieden: ‘Das war das BESTE, was die Deutschen in Kundus seit ihrer Ankunft getan haben.’ Unter den Toten seien 45 Talibankämpfer gewesen. Das sei ein großer Erfolg. Dass offenbar auch Zivilisten getötet wurden, betrachtet er als gerechte Strafe. Die Opfer hätten sich an dem gestohlenen Benzin bereichern wollen. Das sei ‘haram’, eine Sünde nach islamischem Recht. Maulawi Abdullah ist kein Einzelfall. Viele Regierungsmitglieder äußern sich ähnlich, bis hin zum Gouverneur von Kundus, Mohammad Omar.

Die Fronten verlaufen zum einen zwischen Kriegsgewinnlern und -verlierern. Auf der einen Seite stehen Regierungsmitarbeiter und Mitarbeiter internationaler Organisationen, die Zugang zu den Fleischtöpfen des Staates und der Entwicklungshilfe haben. Auf der anderen Seite stehen jene, die nicht von der neuen politischen Ordnung profitiert haben.”

Wiederum berichtet die “taz” vom 14. September, dass es aus Steinies Ministerium ein Papier mit seinem Segen gebe, welches den Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan für das Jahr 2011 vorsehe. Entschuldigen Sie bitte, aber ist deutsche Außenpolitik jetzt quasi zum Koitus der Nationen mutiert? Rein gehen – raus gehen – und alle fühlen sich wohl? Nicht mit Time! Ich sage Ihnen klar, der menschliche Körper hat einen Kopf, da ist das Gehirn drin, welches denken kann, und er hat einen A*sch, da kann er die Sch*eiße daraus ablassen. Was für eine Perversion ist das, einen Mensch zu kreieren mit einem A*sch anstelle des Kopfes. Sehen Sie, die mohammedanistische Welt hat sich, von Gott vor die Wahl gestellt, für den Unterleib entschieden, und das übereifrige A*schghanistan eben für den A*sch! Warum sollten wir ändern, was das a*schghanische Volk für sich entschieden hat? Wir sollten nur darauf achten, dass die nicht alles vollsche*ssen!

Ich schließe mit mE. treffenden Überlegungen von Hans-Walter von Hülsen aus der heutigen FAZ:

“Der Bericht über den Luftangriff nahe Kundus und der Leitartikel ‘Ernüchterung’ von Klaus-Dieter Frankenberger in der F.A.Z. vom 5. September enthalten drei Sätze, die zu denken geben. Da ist zunächst die Aussage, dass das Büro des afghanischen Präsidenten verlauten ließ: ‘Unschuldige Zivilisten sollten bei Militäroperationen nicht getötet oder verletzt werden.’ Unschuldig an den Zuständen in Afghanistan, ja sogar unschuldiger als alle Afghanen, sind unsere Soldaten, die ja unter anderem zu seinem Schutz dort sind. Zivilisten und am Kampf Unbeteiligte zu verschonen ist sicher auch Absicht der Isaf. Aber da die Taliban-Terroristen Zivil tragen und sich in der zivilen Bevölkerung verstecken bedeutet diese Forderung, dass die Isaf den Kampf dort einstellen müsste. Es wird dann allerdings nicht verhindert werden können, dass Präsident Karzai weggefegt und Afghanistan zur ungestörten Basis des fundamentalistischen Islam für den Terror gegen die westliche Welt wird.

Frankenberger schreibt: ‘… die Verluste werden immer höher, mehr und mehr Amerikaner glauben nicht, dass die ,Kosten’ den Einsatz rechtfertigen.’ Und: ‘Denn ein anderes Vorgehen und die Vorgabe realistischer Ziele können eines nicht ersetzen: ausreichende militärische, zivile und finanzielle Mittel.’ Sehr richtig! Im Kampf gegen den grenzenlos grausamen und regellosen Gewalteinsatz der Taliban-Terroristen, für die der Tod von Zivilisten ein Terrormittel zum Fügsammachen der Bevölkerung ist, helfen nur drei Mittel: Erstens muss die eigene Gegengewalt überlegen und die Unterstützung der Taliban für die Bevölkerung eindeutig gefährlicher sein als die Drohungen der Taliban. Zweitens muss sich für die Bevölkerung die Kooperation mit den Nato-Kräften und den westlichen Aufbauteams deutlich mehr lohnen als das Sich-Fügen unter die Taliban. Und drittens muss man die Sicherheit der Bevölkerung vor den Taliban gewährleisten können. All dies erfordert weit mehr Kräfte und Mittel, als die Nato-Staaten derzeit bereit sind, einzusetzen. Begrenzte, dosierte Machtdemonstration führt jedoch nur zu unabsehbarer Dauer des Einsatzes und ins Endlose steigenden Kosten, zum Risiko hoher Verluste auch an Menschenleben und letztlich zum Scheitern. Ein bisschen Machteinsatz ist wie ein bisschen schwanger.

Noch eine Beobachtung sei hier angefügt: Unseren Parlamentariern und vielen Ministern von EU und Nato-Staaten scheint die Sorge um das Leben (angeblich) ziviler Afghanen (Benzindieben?) näher am Herzen zu liegen als die um das Leben unserer Bundeswehr- (Nato-)soldaten. Ich erinnere daran, dass die von der Bundeswehr dort eingesetzten Soldaten deutsche Staatsbürger sind. Ihre Sicherheit und ihr Überleben muss für unsere Regierung und unsere Abgeordneten höhere Priorität haben. Auch wenn es Soldaten sind, sie sind keine Opfermasse. Darum muss ihre Zahl, ihre Ausrüstung und müssen ihre Einsatzregeln auf die Möglichkeit der Auftragserfüllung und ihren Selbstschutz optimal ausgerichtet sein. Dazu gehört auch, dass im Kampf der verantwortliche Führer vor Ort unmittelbar handeln und günstige Gelegenheiten ausnutzen kann, ohne erst die Genehmigung übergeordneter rückwärtiger Instanzen einholen zu müssen, die die Lage nie so gut einschätzen können wie er. Sind diese Bedingungen gegeben?

Es gibt einfache Grundsätze, von denen ich hier nur einige nennen will: Verlorenes Terrain und verlorenes Material ist immer wiederzugewinnen oder zu ersetzen, verlorenes Leben und verlorene Zeit nie. Gelegenheiten sind immer nur von kurzer Dauer. Tue nie, was der Feind sich wünscht, aber stets, was er fürchten muss. Überlegenheit im Brennpunkt an Zahl, Feuerkraft, Beweglichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Entschlossenheit des Handelns sind Voraussetzungen für den Erfolg im Kampf. Nur wenn die Nato-Staaten das wollen und die Isaf die notwendigen Voraussetzungen dafür erhält, wird sie ihren Auftrag in angemessener Zeit erfüllen können.”

Spielen SIE, um zu verlieren? Dann sind Sie Punk, born to lose, born to die! Ich spiele for fun, and it’s big fun to win! That’s ROCK! Angeln Sie einen Fisch, um ihn anschließend zurück in den See zu werfen? Zeugen und begleiten Sie ihre Kinder, damit ihre Staatsführung – so wie die iranische – diese als Kanonenfutter in die Minenfelder jagt? Wir sind jetzt in Stinkhistan gelandet, und also sollen wir dort bleiben mit Nasenklammern auf Staatskosten, uns festkrallen auf eine nachhaltige Art, an die man sich in zweitausend Jahren noch erinnern wird. Wir sind jetzt HIER, und wir werden NIE wieder weggehen!

Say STAY!

Time am 14. September 2009

ETA sei Dank

14. August 2009

Am Montag, den 10. August, hatte die “Bild”-Zeitung ihren Lesern und natürlich auch allen zufällig vorbeitrabenden Passanten eine Headline entgegengeschleudert, die wohl mit ihrer schieren Größe jeden intellektuellen Widerstand im Keim ersticken sollte.

Bild

Entsetzlich, was war geschehen? Die Opferzahl mußte immens sein. Auf Seite 13 (! – von 20) erfuhr der Leser mehr. Tote hatte es keinen gegeben (in Zahlen: 0), Verletzte hatte es keinen gegeben (in Zahlen: 0). Die verantwortliche ETA hatte nur kleine Bömbchen gebastelt und die Polizei vorher informiert. Die Bild-Macher sind mE. alles andere als Idioten, und da die Headline etwas ganz anderes denken läßt, als in Wirklichkeit geschehen ist, muß also eine Intention dahinter stecken. Mein Vorwurf lautet auf  Beihilfe zum Jihad. Die Erleichterung, dass es auch noch prominenten Terrorismus außerhalb des Mohammedanismus gibt, spricht aus jeder Zeile, und wenn es die ETA nicht gäbe, die Dimmis von der “Bild” würden sie erfinden, als Sandhaufen, in den sie ihren Kopf stecken können. Ihr Ziel ist es, so vermute ich, hinter der Maus des kommunistischen Terrorismus den T. Rex des mohammedanistischen Terrorismus verschwinden zu lassen!

In dieselbe Kerbe hatte FAZ-Ali1 Wolfgang Günter Lerch am 8. August gehauen, nachdem er zuvor in einem längeren Beitrag das neue Buch von Muschlimmbruder Tariq Rammeltag gelobt hatte, ihn gar in die Nähe des Thomas von Aquin gerückt hatte. In einem mE. konfusen Kommentar widmete er sich den Urteilen gegen drei Mitglieder einer kommunistischen, türkischen Terrororganisation, die in Stuttgart gesprochen worden waren. Er schrieb:

Der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus fast überall auf der Erde hat ein wenig vergessen lassen, dass es nach wie vor auch linksextreme Terrororganisationen gibt. Die Verurteilung dreier Männer in Stuttgart hat WIEDER EINMAL (ehrlich gesagt, ich höre von diesen Pennern zum ersten Mal, T.) auf die Organisation “Revolutionäre Volksbefreiungspartei – Front” (DHKP-C, T.) aufmerksam gemacht, die mit Hilfe des bewaffneten Kampfes in der Türkei einen marxistisch-leninistisch ausgerichteten Staat errichten will. Die Gruppe ist 1994 gegründet worden und unterhält Zellen im Ausland. Der Zulauf zu diesen Sektierern ist GERING, VIEL geringer als derjenige zu islami(sti)schen oder nationalistischen Gruppen; das macht aber ihre offenkundig mit zahlreichen Delikten verbundene Aktivität in Deutschland (und anderswo) nicht weniger BRISANT. In der Türkei wird man das Urteil mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen, auch wenn solche Splittergruppen kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Die Faszination durch den Marxismus ist auch in der Türkei schon lange vorbei. Nur die kurdische PKK erinnert noch daran.

Wie Ali1 gegen Ende seines Kommentars selbst zugeben muß, tendiert der Einfluß der zuvor mit dem mohammedanistischen Terrorismus verglichenen Bolschewistentruppe gegen Null. So what? Wissen Sie, welcher Verbrechen diese Heinies überführt werden konnten? Nun, der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (ein recht dehnbarer Begriff), der Fälschung von Pässen, dem Erwerb und der Präparierung von Schmuggelfahrzeugen, also alles gaaanzgaaanz schlimmer! Bei zwei der Angeklagten ist die Haft umgehend außer Vollzug gesetzt worden, weil sie so lange in U-Haft saßen (FAZ, 080809).

Nicht, dass die ETA oder die genannten Türken keine Verbrecher wären, aber hier sieht man doch sehr deutlich, dass mohammedanistischer Terrorismus und nichtmohammedanistischer Terrorismus etwas grundsätzlich Unterschiedliches sind. Die Nichtmohammedanisten töten gezielt evtl. gelegentlich “Bullen”, “Kapitalisten” oder “Politiker”, die sie für schuldig halten, sie warnen vor ihren Bomben, sie halten den Schaden klein und die Opferzahl gering. Die Mohammedanisten hingegen versuchen, so viele wie möglich in den Tod zu reißen, zu verletzen und zu verstümmeln. Die Schuldfrage ist ihnen völlig egal, es ist ihnen egal, ob ihre eigenen Leute unter den Opfern sind. Der nicht-mohammedanistische Terrorismus ist eine irrationale, verbrecherische, politische Methode. Der mohammedanistische Terrorismus jedoch ist ein Schlachtfest, ein Blutopfer für ihren Alla, er ist die reinste Form des Alla-Dienstes, wie aus dem Kloran, den Hadithen und der Sira zweifelsfrei hervorgeht. Eine Gleichsetzung dieser beiden Terrorismen halte ich für unverantwortlich, für ein Verschleiern der Wahrheit und somit für Beihilfe zum Jihad.

Time am 14. August 2009

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PS.: Der Kommentar von Ali1 ist im digitalen FAZ-Archiv nicht auffindbar.

EDLE Paschtunen

6. Mai 2009

Lesen Sie zunächst einen Artikel von Daniel Gerlach aus der FAZ vom 28.04.2009, in dem wir Churchill (vor dem “River War”, 1) in Afghanistan begegnen:

Der verrückte Fakir und die Taliban

Winston Churchill scheute keinerlei Herausforderungen, es sei denn, sie waren sportlicher Natur. Doch zwei Monate vor seinem 24. Geburtstag lernte Churchill, die Beine in die Hand zu nehmen, wenn ein ehrenvoller Zweikampf keinen Aussicht auf Erfolg versprach.

An einem heißen Tag im September 1897 stand Churchill auf einer Anhöhe in der Provinz Malakand im Nordwesten des heutigen Pakistan und sah einen paschtunischen Stammeskrieger mit gezogenem Dolch auf sich zumarschieren. Churchill zog die Pistole, schoss zweimal daneben und gab Fersengeld, bis er eine versprengte Truppe britischer Infanteristen erreichte, die ihm das Leben rettete.

Ohne diesen Spurt hätte die Geschichte Großbritanniens womöglich einen anderen Verlauf genommen. Damals war Churchill Frontberichterstatter für britische Zeitungen und „eingebettet“ in die Malakand Field Force – ein britisches Expeditionskorps, das ausrückte, um die aufständischen Stämme in der Nordwestprovinz des Kronkolonie Indien zur Räson zu bringen.

Dieser Kolonialkrieg trug sich in etwa dort zu, wo heute die pakistanische Armee gegen die Taliban und mit ihnen verbündete Clan-Milizen kämpft: Buner, Malakand, das Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan und das – bei Wanderurlaubern einst sehr beliebte – Swat-Tal.

Dieses unwegsame Gebiet ist durchzogen von Gebirgsketten, deren Topografie sich bestenfalls mit Hilfe eines Helikopters erschließen lässt. Um die Mentalität ihrer Bewohner zu begreifen, ist diese Perspektive allerdings nicht hilfreich.

In Pakistans Nordwesten franst staatliche Herrschaftsgewalt aus. Lange vor der bedrohlichen Offensive der Taliban haben sich die Bewohner dieses Gebiets staatlicher Kontrolle erfolgreich widersetzt. Das aus einem Notstand geborene Misch-System der „föderal verwalteten Stammesgebiete“ stärkte das Selbstbewusstsein der dortigen Paschtunen.

Pakistanische Machthaber jeglicher Couleur, ob Militärdiktator Zia ul-Haq oder Premierministerin Benazir Bhutto, förderten den paschtunischen Nationalismus im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet, denn auf diese Weise hofften sie, ihren Einfluss im benachbarten Afghanistan zu vergrößern. Inzwischen haben die Strategen in Islamabad eingesehen, dass sich die „paschtunische Karte“ gegen sie gewendet hat.

Was westliche Beobachter befremden mag, ist nicht die sprichwörtliche Sturköpfigkeit der Paschtunen, sondern der bemerkenswerte Erfolg der radikalen, islamistischen Fanatiker in ihrem Gebiet. Selbst alteingesessene, mächtige Clanführer, die den Taliban lange kritisch bis feindselig gegenüber standen, mussten sich den Extremisten beugen.

Tatsächlich ist der mittelalterlich anmutende Islam der Taliban und ihrer Verbündeten in der Nordwestprovinz kein neues Phänomen, geschweige denn auf Usama bin Ladens Präsenz zurückzuführen. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts brachten Prediger den Wahhabismus nach Britisch-Indien und verbreitet damit das Gedankengut einer radikalen Sekte, die allein den wörtlichen Koran als Grundlage politischen Handelns anerkannte und durch eine überaus aggressive Dschihad-Rhetorik von sich reden machte.

Der Hass der Wahhabiten richtete sich zwar auch gegen die imperialistischen Europäer, vor allem aber gegen die muslimische Mehrheit, die einen zum Teil sehr farbenfrohen, von anderen Kulturen beeinflussten Islam lebte. Insofern hatten und haben die Wahhabiten keine moralische Not damit, andere Muslime umzubringen.

Es konnte damals niemanden verwundern, dass sich der Wahhabismus in der multikulturellen Welt des indischen Subkontinents nicht durchsetzte, außer bei den Paschtunen-Stämmen im Nordwesten. Denn in ihrer Lebensweise besaßen sie bereits viele Gemeinsamkeiten mit den Beduinen der Arabischen Halbinsel.

Einige Mullahs reisten, mithilfe europäischer Dampfschifflinien, zum Koranstudium nach Arabien und kamen dort mit dem Wahhabismus in Berührung. Diese Ideologe schien wie zugeschnitten auf Muslime, die keinen Zugang zu Bildung hatten und dem aus ihrer Sicht dekadenten, städtischen Leben Geringschätzung entgegen brachten.

Ironischerweise waren die wenigsten Paschtunen imstande, den Koran, dessen wörtliche Auslegung ihnen die Prediger ans Herz legten, überhaupt zu lesen.

Nach dem so genannten Sepoy-Aufstand gegen die Briten in Indien im Jahr 1857 fanden militante Muslime aus anderen Teilen Indiens in den Stammesgebieten Zuflucht und genossen das Gastrecht der Paschtunen in etwa so, wie viele Jahrzehnte später Bin Ladens arabische Kämpfer. Der Wahhabismus vermengte sich mit dem so genannten Paschtunwali, dem Ehrenkodex der Paschtunen. Hinzu kam, dass die Briten Ende des 19. Jahrhunderts mehrmals versuchten, ihre Macht auf Afghanistan auszudehnen – nicht allein, um ihre Nordwestgrenze zu stabilisieren, sondern weil sie fürchteten, dass die Russen ihnen dabei zuvorkommen könnten.

Zu Recht (?, T.) empfand der Afghanen-Emir Abdurrahman dies als Bedrohung und stachelte die Paschtunen tatkräftig gegen die Briten auf. Die radikalen Mullahs, die in dieser Zeit immer wieder in der Nordwestprovinz auftauchten, passten ihm bestens ins Konzept. Ein gewisser Mullah Sadullah, den die Briten den „verrückten Fakir“ nannten, verkündete den bevorstehenden Untergang des Empires und setzte sich an die Spitze eines Aufstands. Der Fakir renommierte mit seiner angeblichen Unverwundbarkeit und der britische Generalstab sandte nun 40.000 Mann, um die Paschtunen vom Gegenteil zu überzeugen.

Den Gurkhas, Sikhs und Highlanders im roten Rock machte niemand etwas vor, wenn auf gebirgigem Terrain gefochten wurde. Doch Kriegskorrespondent Churchill beobachtete, wie schwer sich die hochgerüstete Armee mit der asymmetrischen Kriegführung der Paschtunen tat. Angesichts der vielen Soldaten, die in der Septemberhitze bluteten und schwitzen, sah sich Churchill mit der erbärmlichen Kehrseite des Imperiums konfrontiert: „Was sind wir doch selbst für Schatten und was für Schatten rennen wir nach“, schrieb er mit den Worten des Dichters Edmund Burke.

Grimmig entschlossen marschierten die Briten in die Berge. Das Bild des Pfeifers George Findlater, der mit einer Kugel in der Schulter und einem durchschossenen Knöchel begeistert in seinen Dudelsack blies, um die Highlanders zur Attacke anzufeuern, mochte die Paschtunenkrieger befremden – ebenso wie Churchill der Anblick jenes „Wilden“, der ihm, nur mit einem Dolch bewaffnet, geradewegs vor den Lauf seiner Pistole rannte.

Damals wie heute existierte ein Widerspruch zwischen der endzeitlichen Dschihad-Rhetorik der Mullahs und den Interessen der Stämme, die sich ihnen angeschlossen hatten: Letzteren ging es nicht darum, die Ungläubigen aus ganz Indien zu vertreiben. Im Gebirge besaßen sie gute Chancen, eine Übermacht so sehr zu frustrieren, dass sie sich zurückzog.

Im offenen Feld, etwa in den Ebenen des Punjab oder dort, wo heute die pakistanische Hauptstadt Islamabad liegt, wären sie chancenlos gewesen. Und obwohl die Situation heute eine andere ist als vor rund 112 Jahren, so ähnelt das militärische Kräfteverhältnis zwischen der pakistanischen Armee und der Stammesallianz der Taliban doch den damaligen Zuständen.

Die Clan-Chefs in Swat, Buner und Mohand sind auch heute in der verzwickten Lage, zwischen den radikalen Kräften auf der einen Seite und einer bedrohlichen Staatsmacht auf der anderen Stellung zu beziehen. Einige sind mit den Taliban verschwägert, aber nicht alle heißen sie willkommen, ebenso wie damals viele Patriarchen den Fanatismus der Wahhabiten als Anmaßung empfanden. Denn deren Bewegung verhinderte nicht nur eine pragmatische Politik, sondern schwächte unter Umständen, wie heute die Taliban, die traditionellen Autoritäten.

Im Herbst 1897 stand den Briten nicht der Sinn nach Kompromissen, und die von Churchill informierte öffentliche Meinung schien sie darin zu bestärken. Nach wochenlangen Kämpfen brachen sie den Widerstand der Paschtunen. Der verrückte Fakir hatte sich aus dem Staub gemacht und viele Stammesführer suchten den Glimpf mit Großbritannien. Es sollte jedoch das (bisher, T.) einzige Mal bleiben, dass eine fremde Armee die Paschtunen auf ihrem eigenem Terrain besiegte.

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An der FAZ schätze ich auch besonders das Engagement und die Informiertheit ihrer Leserbriefschreiber, zu denen häufig Größen aus Politik und Wirtschaft gehören, wie zB. Otto Graf Lambsdorff, Theo Waigel uvam. Lesen Sie einen Kommentar zum vorstehenden Aufsatz von Jan Caspers aus der FAZ vom 6. Mai:

Die anderen Paschtunen

Daniel Gerlach ist für den Versuch, in seinem Artikel “Der verrückte Fakir und die Taliban” die Mentalität der Paschtunen über die Hubschrauberperspektive hinaus historisch zu verstehen, grundsätzlich zu loben. In zwei Punkten wäre allerdings ein Nachtrag angebracht.

Zum einen war schon in der britischen Kolonialverwaltung umstritten, ob beziehungsweise inwieweit der afghanische Emir Abdur Rahman Khan, außenpolitisches Mündel der Briten und Träger der höchsten britischen Auszeichnung in Indien, den Aufstand von 1897/98 unterstützt hat. Auf jeden Fall war er, obgleich selbst Paschtune, aktiv an der Aushandlung der Durand-Linie beteiligt, die bis heute die paschtunischen Stammesgebiete zwischen Pakistan und Afghanistan zerteilt. Vor dem Hintergrund der damaligen imperialistischen Interessen (sowie aktueller politischer Allianzen) muss die scheinbare und tatsächliche Unabhängigkeit eines lokalen Herrschers immer genauer hinterfragt werden.

Zum anderen versäumt Gerlach, dem Stereotyp des ewigen Kriegervolkes, das sich für unbesiegbar hält und aufgrund seiner Weltfremdheit schon im neunzehnten Jahrhundert dem Wahhabismus anheimfiel, ein Gegenbeispiel entgegenzusetzen: 1929 gründete Khan Abdul Ghaffar Khan, paschtunischer Adliger und Mitstreiter Gandhis, mit den Khudai Khidmatgar oder “Dienern Gottes” eine waffenlose Armee von zeitweise mehr als 100.000 paschtunischen Männern und Frauen, die auf der Grundlage des Korans und des Paschtunwali-Ehrenkodex – von Gerlach in dieser Kombination nur als Nährboden für Extremismus erwähnt – den britischen Kolonialherren über zehn Jahre gewaltfreien Widerstand leisteten und für die Unabhängigkeit Indiens kämpften. Die Rothemden, wie sie nach ihrer Uniform genannt wurden (Fraueneinheiten trugen schwarze Uniformen), schworen einen Eid der Gewaltlosigkeit und Gemeinnutz, gründeten ein weitverzweigtes Netz von Schulen und stellten sich, selbst unbewaffnet, bewaffneten Einheiten der Briten entgegen. Die Kolonialverwaltung reagierte mit Massenverhaftungen, Folter und Luftangriffen auf paschtunische Dörfer, nach Beginn des Zweiten Weltkrieges vor allem auch mit schwarzer Propaganda, die eine Kollaboration mit Gandhis hinduistischer Unabhängigkeitsbewegung als unislamisch anprangerte. Nach der Staatsgründung von Pakistan wurden die Khudai Khitmatgar von der neuen Obrigkeit verboten; Ghaffar Khan, der insgesamt 33 Jahre in britischen und pakistanischen Gefängnissen verbrachte, starb 1988 in Peschawar, noch immer unter Hausarrest.

Vor dem Hintergrund einer bewaffneten Intervention, die erklärtermaßen eine gesellschaftliche Erneuerung Afghanistans zum Ziel hat, ist es unbedingt anzuraten, sich nicht allein britischer Quellen zu bedienen, in denen von paschtunischen Stammeskriegern mit gezogenem Dolch und reicher Ernte an Hass und Rache geredet wird, sondern auch dieses Beispiel von Paschtunen zu nennen, die friedlich und unter großen Opfern für ihre berechtigten Interessen stritten.

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… die auf der GRUNDLAGE des KORANS… den britischen Kolonialherren über zehn Jahre GEWALTFREIEN Widerstand leisteten…”, hier geriet ich ins Stocken. Ich bin zwar begeistert über den gewaltfreien Widerstand, den ich dort nicht für möglich gehalten hätte, aber dieser auf der Grundlage des KORANS? Unglaublich! Der KORAN und GEWALTFREI? Albrecht… DÜRERfrei, Rock ohne ROLL, Heavy ohne METAL? Mag sein, dass es das GIBT, die Welt ist groß, und nicht jeder Afghane ist ein Windhund, jedoch scheint mir ein BEWEIS dafür – wie zB. eine SAMMLUNG DER WEISSEN STELLEN DES KLORANS – noch auszustehen! Ich, der ich bereits viermal den Kloran komplett gelesen habe, fürchte, es GIBT keine “weissen” Stellen (habe aber bisher zugegebener Maßen auch nicht DAHINgehend gelesen). Der Koran scheint mir schwarz und böse durch und durch. Maximal ist es mal “nicht-GANZ-so-schlimm”. Aber FREUNDLICHKEIT, VERGEBUNG, VERZEIHEN uä., das habe ich bisher dort nicht gefunden. Dass die Paschtunen ihre Flower-Power-Armee aufgestellt haben, damals, ist für MICH also ein Zeichen dafür, dass JESUS auch den finstersten Kerker der Welt ERLEUCHTEN und aufbrechen kann.

Time am 7. Mai 2009

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(1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/27/churchill-1-the-river-war/

Eine seltsame Anzeige

30. April 2009

Heute wartet die FAZ im Hauptteil auf Seite 9 mit einer ganzseitigen Anzeige auf, die einmal mehr zeigt, wie fundamental breit der  Graben zwischen IHNEN und UNS ist.

Die Anzeige zeigt in einem rotem Rahmen 12 “verstörende” Bilder, die wohl aus Gaza und der Zeit des jüngsten israelischen Counterjihad gegen die Hamas stammen. Oben stehen drei Bilder, und dann folgt dieser Text: “Offener Brief an Seine Exzellenz Barack Obama – Präsident der Vereinigten Staaten – Sie haben Ihr Amt mit dem Versprechen von Veränderung übernommen. Wir bitten Sie, diese Veränderung auch auf die Politik Palästina-Israel zu beziehen. Ihre Exzellenz, ES WIRD gesagt, die Hamas feuere Raketen ab, greife Israel an, töte mehr als zweitausend Menschen einschließlich Frauen und Kinder, setze hoch entwickelte Waffen aus dem AMERIKANISCHEN Arsenal ein und verletze internationale Gesetze. Man fragt dabei nicht, WARUM die Raketen abgefeuert werden, nämlich weil das Land BESETZT ist, die Grenzen geschlossen sind und die Bevölkerung im Belagerungszustand lebt. Ihre Exzellenz, wir bitten Sie nur, GERECHT zu bleiben. Wie würden Sie reagieren, wenn die USA besetzt wären?” Es folgen weitere drei mal drei Bilder und sodann ein Logo mit arabischem Gekritzel und den Worten “Al Kharafi Gruppe”.

Googeln nach Al Kharafi fördert nicht nur seine Versuche zutage, den FC Liverpool für rd. eine halbe Mrd. zu kaufen, sondern zB. auch einen aktuellen Bildzeitungsartikel (1), in dem es heißt: “Ziel der Annonce, mit der die ‘FAZ’ laut Preisliste über 67.000 Euro verdient: Die Angriffe der terroristischen Palästinenser-Organisation Hamas auf Israel sollen gerechtfertigt werden als Reaktion auf die israelische Besatzungspolitik. Absender der Hetz-Kampagne ist der Bau-Unternehmer und Multi-Milliardär Nasser Al-Kharafi (64). Der stinkreiche Kuwaiti, dessen Land die USA im Golfkrieg 1990 von der Besatzung des Irak befreiten, wird vom US-Wirtschaftsmagazin ‘Forbes’ auf Platz 46 der reichsten Menschen der Erde geführt. Schon im Libanonkrieg 2006 schaltete er in der ‘International Herald Tribune’ eine Anzeige, die den Krieg der Israelis gegen die Hisbollah mit dem faschistischen Regime der Nazis verglich. Und schon damals fragten Medien-Kritiker, ob es moralisch vertretbar sei, mit politischer Hetze und historisch fragwürdigen Vergleichen Anzeigenplatz zu füllen.”

Der Pressespiegel der deutschen Botschaft/Kuweit vom 23. Juli 2008 enthält folgende interessante Passage (Salah Al-Hashim auf Online-Zeitung Alaan). “… Der bekannte und gewichtige Geschäftsmann Nasser Al-Kharafi hat am 16. Juli 2008 in der Zeitung ‘Al-Qabas’ die libanesische Hisbollah und deren Führer Al-Sayyed Hassan Nasrallah anlässlich des Gefangenaustausches mit Israel gelobt und gewürdigt, gleichzeitig den kuwaitischen Leser provoziert, da diese Miliz in die Entführung des Flugzeugs der Kuwait Airways und den Mordversuch gegen den ehemaligen Emir Scheich Jaber Al-Ahmad in den achtziger Jahren und nicht zuletzt in die Veranstaltung einer Kondolenzkundgebung für Maghnieh verwickelt ist. Bedauerlich habe ich bisher keinen Kommentar gelesen, der die Meinung von Al-Kharafi befürwortet, widerspricht oder kritisiert, zumal diese Haltung von einer Persönlichkeit kommt, die sich nicht um die innenpolitische – nicht sogar die arabische und internationale – Lage kümmert und sich eher auf wirtschaftliche Tätigkeiten konzentriert. Es ist auch bekannt, dass er und sein BRUDER, der PARLAMENTSPRÄSIDENT Jasim Al-Kharafi, uneinig sind, da der erste den Geschäftstätigkeiten der Familie Vorrang gibt. Ich musste aber feststellen und mich daran erinnern, wie das GELD die MEINUNGSBILDUNG in Kuwait dominiert. Al-Kharafi in seinem Artikel widerspricht der Haltung der der Kuwaitis gegenüber Hisbollah und Emad Maghnieh. Was treibt Herrn Al-Kharafi dazu, die Hisbollah so ÜBERTRIEBEN zu LOBEN? Muss er so eine Position einnehmen, um seine GESCHÄFTE und wirtschaftliche Interessen in Syrien und Libanon zu verteidigen?…”

Wie man sieht, durchdringt der Jihad auch die orkische Geschäftswelt und macht es notwendig, dass sich diese als eine Art Unterabteilung desselben versteht und präsentiert. Dass die FAZ die 67.000 Euro einsteckt, finde ich persönlich nicht verwerflich (wenn auch bedenklich), da sie auf den Grips ihrer Leser vertrauen kann, welche die Anzeige umgehend als dilettantisches Machwerk des Medienjihad identifizieren können. Ulkig, dass die Scheichs glauben, sie könnten mit einem derartigen Gefasel bei uns Westlern punkten. Sehr seltsam, dass sie 67.000 Euro verbraten, aber kein Honorar für einen anständigen, deutsch-muttersprachlichen Texter übrig haben (was ich für ein Beispiel ihrer unglaublichen Hochnäsigkeit halte). Folgender Part ist doch entweder völlig durchgeknallt oder aber ein Beispiel für den blumigen arabischen Humor: “… ES WIRD gesagt, die Hamas feuere Raketen ab, greife Israel an, töte mehr als zweitausend Menschen einschließlich Frauen und Kinder, setze hoch entwickelte Waffen aus dem AMERIKANISCHEN Arsenal ein und verletze internationale Gesetze…” Äh, bitte? Und was meint “weil das Land BESETZT ist”? Hamas kontrolliert Gaza, die Fatah die Westbank und die IDF Israel. Das von Israel “besetzte” Land ist das israelische Territorium. Dass Israel sein Territorium kontrolliert, ist nach Meinung des Vogelscheichs ein Unrecht, die Existenz Israels ist ein Unrecht, gegen das die Hamas kämpft, und DARUM gerechterweise Raketen auf die Juden schießt, was “Barack Obama” (hier wurde interessanterweise der “Hussein” mal weggelassen) einsehen soll, um seinerseits GERECHT zu bleiben. Auuuuuuweia!

Ich grüße Sie,

Time

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Update1:

Inzwischen hat Mr. Moe eine Abbildung der oben besprochenen FAZ-Anzeige unter (2) eingestellt. Mr Moe schreibt dazu u.a.: “In der Überzeugung, dass diese Entscheidung ohne Alternative ist, hat der Betreiber dieses Blogs sein Abonnement ‘einer der besten Zeitungen der Welt’ daher so eben gekündigt. Wer einen Rest Anstand besitzt möge es ihm gleichtun, denn wer sein Abonnement aufrecht erhält bekennt sich zu den Judenmördern der Hamas und finanziert überdies diejenigen, die in Deutschland Verständnis für selbige aufbringen.”

Auch auf die Gefahr hin, daß Mr. Moe, dessen Arbeit ich sehr schätze, mich nun voll und ganz unanständig findet, werde ich mein FAZ-Abo nicht kündigen.

Erstens lege ich Wert auf eine große überregionale Tageszeitung an jedem Morgen, und da käme für mich dann allenfalls noch die Welt infrage, die ich persönlich aber etwas zu populär aufgemacht finde (zudem ist eine jahrelang regelmäßig bezogene Tageszeitung so etwas wie eine Wohnung, in der man gerne wohnt, und die man nicht ohne weiteres aufgibt – ebenso wie 8dS übrigens!).

Zweitens bin ich der Überzeugung, dass weder Geldgier (der FAZ geht es gut) noch Unaufmerksamkeit noch Willfährigkeit dem Jihad gegenüber zur Veröffentlichung der Anzeige geführt haben. Ich denke, man hat das Geld gerne abgegriffen und den dummen Ork auf seine eigenen Kosten einen tiefen Einblick in seine verdrehte Mentalität demonstrieren lassen. Ich denke, die FAZ schätzt ihre gebildete Leserschaft hoch und richtig ein und erwartet in Folge der Anzeige vielleicht eine lebhafte Diskussion darüber. Als Propaganda für die Hamas ist die Anzeige jedenfalls mE. – zumal in der FAZ – völlig verfehlt, sie ist nur ein weiteres peinliches Jihad-Produkt, welches für sich selbst spricht oder besser stammelt. Unter (3) können Sie sich beispielhaft ein anderes peinliches Jihad-Produkt (mutmaßlich deutscher Ex-Kommunisten-Konvertiten) zuführen, das ebenso wie die Anzeige so absurd ist, dass sich die beabsichtigte Wirkung völlig ins Gegenteil verkehrt. Mr. Moes FAZ-Analysen werden mir allerdings fehlen.

Update2:

Die Anzeige wurde in der FAZ in der Folge mW. nicht ein einziges Mal erwähnt, auch nicht zB. in einem  Leserbrief.

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(1) http://www.bild.de/BILD/news/politik/2009/02/09/al-kharafi-group-anzeige-in-der/frankfurter-allgemeinen-zeitung.html

(2) http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/09/wir-sind-raus-und-wir-sind-stolz-darauf/

(3) http://www.islamischer-weg.de/melodien/muslimesindwir.mp3


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