Mit ‘Feridun Zaimoglu’ getaggte Artikel

Rettung aussichtslos

20. September 2012

Bild von Fred Alan Medforth (1)

Eren Güvercin unterhält das Blog „Grenzgängerbeatz“ (2). Dort empfing neugierige Leser seit dem 29. Juli dieses Jahres die fiese Visage des leidenschaftlichen Tierquälers, Plagiatoren und mohammedanistischen Kommissars Feridun Zaimoglu. Diese schreckliche Zeit ist nun zum Glück vorbei, denn Herr Güvercin hat einen neuen Artikel eingestellt, der am 18. September auch im Feuilleton der FAZ veröffentlicht wurde, obwohl Paddel Pahners m.W. dort nichts mehr zu sagen hat.

Herr Güvercin verlinkt übrigens auf… wauwauwau, Bulli Brux sowie Serdar Günes und dieser wiederum auf den dicken Akif, die SA-lafisten von AggroIdiot und Kübra Gümüsay („Zahnräder“).

Güvercin ist ein MoMo, er lebt davon, Mohammedanist zu sein, aber er hat auch gemerkt, dass der Mohammedanismus bereits im Sterben liegt. Sie haben im Folgenden die Möglichkeit, seine hilflosen Rettungsversuche zu erleben, garniert mit Kommentaren meinerseits.

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Der Kulturkampf wird abgesagt

In einer Welt kalter Systeme kann Liebe zu einem Propheten als Korrektiv wirken – zu politischer Auseinandersetzung taugt sie nicht

Es ist wieder so weit. Die Islamisten greifen nach der Weltherrschaft, schreibt Richard Herzinger in der „Welt“. Die Kulturkämpfer auf beiden Seiten haben seit der Veröffentlichung eines Filmes über den Propheten Mohammed wieder Hochkonjunktur. Eigentlich nichts Neues, schon bei den Mohammed-Karikaturen waren die Scharfmacher hüben wie drüben aktiv.

(Die Gleichsetzung der beiden Seiten ist infam. Die eine Seite zeichnet oder dreht Filme, die andere zieht mordend und brandschatzend durch die Straßen. T.)

Der Westen ist erschrocken über die Gewaltausbrüche in der islamischen Welt, aber auch die Mehrheit der Muslime lehnt jegliche Anwendung von Gewalt ab und distanziert sich von diesem Mob. Was aber alle Muslime eint, ist die Ablehnung dieses erniedrigenden und provozierenden Films.

(Richtig ist: Die Mehrheit der Mohammedanisten ist an den Gewalttaten nicht beteiligt, so wie auch die Mehrheit der Deutschen an den Völkermorden der Nazis nicht beteiligt war. Die Aussage über den ethischen Wert der mohammedanistischen Ideologie ist hier also null, während die Aussage, dass alle Mohammedanisten sich in der Ablehnung des Films einig sind, sehr bezeichnend ist. T.)

Bundeskanzlerin Angela Merkel merkte an, der religiöse Fanatismus dürfe nicht überhandnehmen. Wie ist es aber mit dem antireligiösen Fanatismus?

(Mir sind gewalttätige Handlungen von Atheisten in heutiger Zeit nicht bekannt. T.)

Für Europa sind nicht etwa die Gewaltexzesse bei den Protesten das eigentlich Interessante, sondern eine andere Seite der Muslime, nämlich ihre Liebe zu ihrem Propheten. Für den westlich-säkularen Menschen mag diese Liebe irrational klingen, aber es kann auch ein durchaus sympathisches Korrektiv sein in einer Welt, die von kalten Systemen geprägt ist.

(Oh nein, diesen Topos vom kalten, abweisenden, funktionalen Westen kann ich nicht mehr hören! Ich habe eine Familie, deren Mitglieder sich lieben, ich habe enge Freunde, ich habe freundliche Kollegen und Kunden, ich lebe in einem schönen Stadtviertel, ich bin glücklich. Und damit bin ich doch nicht allein. Die hündische Liebe zu einem Massenmörder ist das Allerletzte, was ich mir als „Korrektiv“ meiner blendenden Situation wünsche. Sie wird durch die Gewaltexzesse konditionierter Vollidioten in Frage gestellt, nicht dadurch, dass wir untereinander vereinbart haben, nach Möglichkeit pünktlich zu sein. T.)

Die in Europa geborenen Muslime fühlen sich als Europäer, und auch sie lieben ihren Propheten.

(Wie fühlt sich das an, wenn man einen überaus bösartigen Menschen liebt, der seit 1.400 tot ist? Ich kann es nicht begreifen. T.)

Der Kampf der Kulturen, der jetzt wieder von vielen heraufbeschworen wird, macht nach wie vor keinen Sinn.

(Der Kampf wird nicht beschworen, er wird geführt. Gegen den Westen durch den Mohammedanismus. T.)

Auch wenn es in Europa Akteure gibt, welche die Zugehörigkeit des Islams zu Europa anzweifeln oder leugnen. Das erinnert uns Europäer an ungute Zeiten des europäischen Rassismus, der schon überwunden zu sein schien.

(Der Mohammedanismus gehört zu Europa: Als unser 1.400-jähriger Todfeind, als unsere Antithese. Aber wenn gar nichts mehr logisch ist, wird das Gespenst des „Rassismus“ hervorgezaubert. Hallo, haaallooo: Der Mohammedanismus ist eine Ideologie – keine Rasse! T.)

Uns europäischen Muslimen ist jegliche Form von Freund-Feind-Denken wesensfremd, daher scheint es den ideologischen Gegnern des Islams wichtig zu sein, die Trennlinie zwischen einer islamisch-traditionellen Lebenspraxis und einem islamischen Modernismus im Sinne einer ideologischen Parteiung aufzulösen.

(Wie meinen? Da gibt es laut Herrn Güvercin also einerseits die (positive) „islamisch-traditionelle Lebenspraxis“ und andererseits die (negative) „ideologische Parteiung“ des „islamischen Modernismus“, die voneinander getrennt sind. Sind sie das denn? Wozu gehören denn die gegenwärtigen Massenfluchten von Hindus vor den Orks in Nordindien, die Gewalttaten der Uiguren in China, die fortwährenden Morde an Christen, die „bedauerlichen Einzelfälle“ in Deutschland? Wo wird sie realisiert, die vorbildliche „islamisch-traditionelle Lebenspraxis“? In Nord-Nigeria, im Sudan, in Naziran? T.)

Denn der islamische Modernismus, der verschieden gewalttätige Organisationen geprägt hat, lebt durch dieses Freund-Feind-Denken. In der Debatte um den politischen Islam geht unter, dass sich insbesondere Muslime kritisch und wehrhaft mit den Ideologen aus dem eigenen Lager auseinandersetzen.

(Herr Güvercins Text ist jedenfalls keine kritische Auseinandersetzung. T.)

Wie der französische Soziologe und Politikwissenschaftler Gilles Kepel herausarbeitete, stellt die unheilvolle Reduktion des Islams auf eine politische Bewegung ein sehr junges Phänomen dar. Die Konfrontation mit einem wirtschaftlich und militärisch übermächtigen Westen führte ab dem 19. Jahrhundert dazu, dass sich in der islamischen Welt Ideologien bildeten, die den westlichen Ideologien ebenbürtig (ebenbürtig? Muhahaha! T.) waren. Mit dieser Konfrontation entstanden als muslimische Reaktion eigene ideologische Strömungen, und der Islam wurde nun von politischen Brandreden gegen den Feind bestimmt.

(Der Westen ist schuld. Wäre der Mohammedanismus nicht durch dessen Ideologien „infiziert“ worden, würde dort immer noch die vorbildliche „islamisch-traditionelle Lebenspraxis“ gelebt werden, meint Güvercin. Stop! Es gibt keinen einzigen Tag seit der Existenz des Mohammedanismus, in dem es keinen Jihad gab, an dem nicht irgendwelche Andersgläubige gehäutet, zersägt, verstümmelt oder versklavt wurden (3). T.)

Wenn man sich Chefideologen und Vordenker wie Sayyid Qutb oder Maududi anschaut, auf die sich heutige Islamisten jeglicher Coleur (Hallo FAZ-Lektorat! Bitte setzt die orientalischen Quoten-Lektoren woanders ein. Das Wort heißt „Couleur“! T.) berufen, so waren diese keine klassischen islamischen Gelehrten, sondern Journalisten, Naturwissenschaftler oder Ingenieure. Auch heute sind die führenden Köpfe ideologisierter Muslime oft Ingenieure und Naturwissenschaftler ohne eine theologische Kompetenz. Sie treten mit einem naturwissenschaftlich-technischen Denken an den Islam heran und bedienen sich aus dem Koran wie aus einem Werkzeugkasten.

(Die Ork-Kommissare des Nazirans entstammen vielhundertjährigen „Theologen“-Dynastien, so what? Und die genannten Ork-Kommissare sind auch keine „Naturwissenschaftler“ sondern als Naturwissenschaftler Gescheiterte. T.)

Der moderne Islamismus wird deswegen zum Problem, weil er eine kranke Mischform zwischen westlich-politischem Denken und Islam darstellt.

(Die Rrreinheit der Ideologie muss also wieder hergestellt werrrden. Mich erinnert dieses Gesabbel an etwas. Rrrichtig: Das ist Nazi-Sprache, wie sie in etwas milderer Form auch von Mannie & Co. gepflegt wird. T.)

Der französische Islamwissenschaftler Olivier Roy betont zu Recht, dass der Modus operandi und die Organisationsform von Al Qaida etwa, das zentrale Feindbild des amerikanischen Imperialismus, wie auch die auf junge, im Westen ausgebildete Muslime und auf Konvertiten ausgerichtete Rekrutierungspraxis darauf hinwiesen, dass Al Qaida nicht etwa ein Ausdruck eines traditionellen, ja nicht einmal eines fundamentalistischen Islams sei. Es sei vielmehr eine neue Auffassung des Islams im Kleid westlicher, revolutionärer Ideologien.

(Der Mohammedanismus ist seit seinem Bestehen und ohne Unterbrechung eine Geißel für alle Nicht-Mohammedanisten gewesen. Al Kaida ist nicht schlimmer als Fatih der Eroberer. T.)

Der lautstarke Mob, der westliche Botschaften niederbrennt, ist genau von dieser Ideologie geprägt, nämlich von einer Ideologie, die durch das „Islam gegen den Westen“-Konzept geprägt ist. Dschamal ad-Din al-Afghani, der als Vordenker der Salafisten gilt, hat diese grundlegende Idee des Islamismus geprägt, dass lokale Missstände und Kämpfe in Gesellschaften, die so verschieden sind wie Algerien und Indien, alle in Wirklichkeit Teil eines großen Kampfes zwischen zwei Mächten seien – dem Islam und dem Westen. Mit der Ausgestaltung dieser Idee legte er die Grundlage für den apokalyptischen Millenarismus, der die politischen islamistischen Bewegungen umtreibt.

(Schöpfer der „Wir-gegen-Sie“-Ideologie ist nicht Dschamal ad-Din al-Afghani, sondern der Begründer dieses Irrsinns, Klo H. Metzel. Dies geht aus den Grundlagentexten klar hervor. T.)

Die Muslime in Europa sind angehalten, sich nicht unbewusst dieses Freund-Feind-Denken der Kulturkämpfer unterjubeln zu lassen. Vielmehr müssen wir uns als Muslime in Europa die Frage stellen, was wir der ganzen Gesellschaft anzubieten haben.

(Bravo, die erste konstruktive Idee. T.)

Statt nur auf Entwicklungen von außen zu reagieren, ist es an der Zeit, zu agieren und einen Beitrag zu leisten für gesamtgesellschaftliche Probleme. Gerade in Zeiten der heftigsten Finanzkrise haben Muslime die Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten, jenseits von Religionsunterricht und Kopftuch.

(Bitte, bitte, lasst eure schmierigen Finger von unserem Finanzsystem und unserer Wirtschaft. Die Orksphäre ist ein einziger Müllhaufen, und Vorschläge von dort sind absolut absurd. Und wer einmal ein Geschäft mit einem Ork gemacht hat, wird das in Zukunft bleiben lassen, weil es auch dort immer um die „Ehre“ geht, und sich das Ork als alleiniger Gewinner fühlen muss. T.)

Gerade der traditionelle Islam bietet Ansätze, um die Schere zwischen Arm und Reich zu verkleinern. Die Solidarität zu den Armen in Form der Zakat (Armenabgabe) – eine der fünf Säulen des Islams – ist nur ein Beispiel.

(Wie lächerlich! Nirgendwo ist die „Schere zwischen Arm und Reich“ so groß wie im Mohammedanismus. Und was für eine unglaubliche Frechheit, hier im Land der Spendenweltmeister die „Armenabgabe“ als Besonderheit anzubringen, die man einbringen möchte, wo doch bekannt ist, was für Geizhälse und Schacherer die Orks sind. T.)

Die geopolitische Lage der Erde wandelt sich rasant. Die alten Feindbilder sind längst passé, es stehen nicht mehr „Amerika“ oder „der Westen“ gegen „den Islam“. Das müssen wir den Kulturkämpfern auf beiden Seiten immer wieder klarmachen.

(Amerika und der Westen stehen leider nicht gegen den Nazislahm, doch steht der Nazislahm gegen Amerika und den Westen. Das müssen wir unseren Mitbürgern immer wieder klarmachen. T.)

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Time am 20. September 2012

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1) http://medforth.wordpress.com/2012/09/20/mohammed-karikatur/
2) http://erenguevercin.wordpress.com/2012/09/19/der-kulturkampf-wird-abgesagt/
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/23/unvollstandige-chronologie/

Es gibt Sie: denkende Orks

27. Juli 2012

Wenn das schriftstellernde Ork Feridun Zaimoglu den „heiligen Boden“ des von den Mohammedanisten geraubten Kleinasiens betritt, der heute Torkei heißt, verspürt es stets die unbändige Lust, einem Lebewesen den Hals durchzuschneiden und ihm beim Verbluten zuzusehen (1). Leos Kumpel Eren Güvercin hat ihn in der heutigen FAZ zum „Beschneidungsurteil“ befragt.

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Deutschland macht sich lächerlich
(Hau doch ab, wenn es dir hier nicht gefällt, T.)

Die Beschneidung ist eine Prophetenvorgabe und damit nicht verhandelbar: ein entschiedenes Plädoyer für die Straffreiheit dieses jüdischen und muslimischen Rituals.

(Die Beschneidung ist weder im Kloran noch in der Bibel eine „Prophetenvorgabe“. Sie kommt im Kloran überhaupt nicht vor, wird aber in der Bibel in 1. Mose 17 (2) als Zeichen von Jahwe gefordert. T.)

Güvercin: Sind Sie traumatisiert? Als deutscher Muslim, der – wie Sie selbst sagen – von seinen Eltern eine „preußisch-osmanische Erziehung“ bekommen hat, sind Sie doch sicherlich im Kindesalter beschnitten worden, so wie es der Islam vorschreibt.

(Der Kloran schreibt es nicht vor. Er hat offenbar nichts mit „dem Islam“ zu tun. T.)

Zaimoglu: Am Vortag der Beschneidung nahm mich meine Mutter bei der Hand und ging mit mir durch die Straßen unseres Viertels. Ich steckte in einem weißen Prinzenkostüm. Kinder kamen herbeigelaufen, berührten mich. Junge Frauen und reife Damen lächelten mich an, streichelten mir über Wangen und Haar. Sie sprachen mir weder Mut zu, noch feuerten sie mich an. Sie strahlten, und ich himmelte sie an. Ich bekam kleine Geschenke: ein Netz voller Murmeln, nach Veilchen duftende Stofftaschentücher, Kamm und Schnürsenkel. Am nächsten Tag, gegen Abend, kam der Beschneider. Er sprach mit mir wie mit einem kleinen Mann. Ich saß auf einem Stuhl, ein Onkel mütterlicherseits stand zu meiner Linken. Rechts von mir stand ein Onkel väterlicherseits – er rief meiner Mutter im Türrahmen beruhigende Worte zu. Es ging blitzschnell; ehe ich mich versah, saß ich auf den Schultern meiner Mutter. Die Verwandten und Freunde klatschten und riefen: „Vorbei und beendet – gelobt sei Gott!“ Ich war vom unbeschnittenen zum beschnittenen Muslim verwandelt.

(So wunder-, wunderschön kann die Amputation sein. Aber Atheisten, Counterjihadis und selbsternannte Kinderfreunde wollen die Kleinen um diese grandiose Erfahrung bringen. Gemein! T.)

Güvercin: Ärzte, Juristen und andere Fachleute melden sich nun zu Wort, die in der Beschneidung von Kindern eine Körperverletzung sehen und die Bedeutung der Kinderrechte unterstreichen. Verletzen muslimische, jüdische und andere Eltern, die ihre Kinder beschneiden lassen, die Rechte ihrer Kinder?

Zaimoglu: Experten unserer Tage deuten lediglich – das darf man auch in diesem Fall nicht vergessen. Wir erinnern uns an die Kopftuchdebatte: Rechtskonservative bemühten die Frauenrechte. Für den, der den Muslim hasst, ist jedes Mittel recht. Gestern Feminist, heute Jäger der verlorenen Vorhaut. Himmel, es geht um das Stückchen Penisspitzenummantelung. Schnippschnapp, Läppchen weg, Knabe im Eimer? Blöde wäre es, das zu glauben. (…)

(„Wir erinnern uns an die Kopftuchdebatte: Rechtskonservative bemühten die Frauenrechte“ meint: Diese Debatte ist beendet zugunsten der minderwertigkeitsmarkierenden Frauenbekleidung. „Stückchen Penisspitzenummantelung. Schnippschnapp, Läppchen weg“? Wenn es so unwichtig ist wie das „Stückchen Stoff“, als dass das Kopftuch von Zaimoglu & Co. heruntergespielt wurde, warum klammern sich die Orks so verbissen daran? Warum können sie nicht ein einziges Mal an einer Stelle nachgeben? Sie geben nie, nie, nie nach! T.)

Güvercin: Die Bewegung gegen Beschneidung kommt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Bereits 1997 hat dort Ronald Goldman in seinen Büchern die Beschneidung als „hidden trauma“ entlarven wollen. Seitdem sind die Beschneidungen in Amerika rapide zurückgegangen. Nur noch 55 Prozent der amerikanischen Männer sind beschnitten, immerhin aber die Mehrheit. Was werden hierzulande die Auswirkungen der Debatte sein?

(„Hat entlarven wollen“? Hauptsache ihr ändert euch kein kleines Bisschen. Hauptsache ihr verehrt jedes noch so lächerliche Hadith, jeden noch so stupiden „Emir“, „Hodscha“ oder „Oberschlumpf“. Die Gleichsetzung der Worte dieser Idioten mit dem Wort von AllaHundseingesandter ist „Beigesellung“, „Schirk“! Darauf steht Kopf ab, Herr Zaimoglu! T.)

Zaimoglu: Was geschah nach der Debatte um das Kopftuch frommer junger Frauen? Nichts. Die Blechaufklärer, die mit Islamschelte Geld verdienen, bekamen Verdienstspangen. Jetzt schnüffeln diese Damen und Herren am Unterleib der Männer. Ein Aufklärer landet früher oder später im Schlafzimmer anderer Leute. Ich werde öfter von unbedarften Bürgern angesprochen. Sie können zwar keinen richtigen deutschen Satz aufsagen, plappern aber alles nach. Jetzt fragen sie mich, ob ich beschnitten sei. Deutschland macht sich lächerlich.

(Die Debatte um die minderwertigkeitsmarkierende Frauenbekleidung ist NICHT vorbei. Und lächerlich ist der, der eine barbarische Handlung als für das spirituelle Leben wesentlich erachtet, obwohl es in den religiösen Grundlagen überhaupt nicht erwähnt wird und also offensichtlich eine Erfindung Nachgeborener ist. T.)

Güvercin: Bisweilen wird in der Berichterstattung über diese Diskussion auch ein religionsfeindlicher Diskurs vermutet. Dazu gehöre auch etwa die Kampagne, Kinder der Aufsicht ihrer Eltern zu entziehen und den Staat zum Erziehungsberechtigten zu machen, um das Kind der religiösen Gemeinschaft zu entziehen. Wie sehen Sie als deutscher Muslim diese Debatte über jahrhundertealte religiöse Traditionen in unserer säkularen Gesellschaft?

(Haben Sie schon mal von der „Kampagne, Kinder der Aufsicht ihrer Eltern zu entziehen und den Staat zum Erziehungsberechtigten zu machen, um das Kind der religiösen Gemeinschaft zu entziehen“ gehört? Ich nicht! So lügen sich die Mohammedanisten ihren wahnhaften Kosmos zusammen. T.)

Zaimoglu: Die Vollstrecker des Zeitgeistes hören es nicht gern: Der Gläubige hat sich gegen die Verfemung immunisiert. Für fünf Minuten Ruhm tut ein Glaubensfeind fast alles. Die Anbetung des Herrn ist in seiner Welt nicht vorgesehen. Sein Konzept: Raumhygiene. Seine Waffen: das giftgeifernde Wort, die Unterstellung, die bloße Behauptung, Selbstbesoffenheit. Die heutigen Akteure der Religionskritik sind Profilneurotiker. Sie wollen abschaffen, verfolgen, zerstören, verunglimpfen, zensieren. In einem säkularen Staat dürfen keine Partei und keine Anschauungsschule den Unfrieden wagen. Die Beschneidung ist eine Prophetenvorgabe und damit nicht verhandelbar. Der Gläubige glaubt. Der Liberale biegt und beugt, bis die Gottesliebe zur bloßen Ideentapete verkommt.

(Interessant ist die antagonistische Gegenüberstellung „Gläubiger“ und „Liberaler“. Kein Zweifel besteht daran, dass Zaimoglu nicht auf der Seite der Abwägenden, Beobachtenden, Relativierenden steht, sondern auf der Seite derjenigen, die sich bedingungslos den Ausführungen ihrer Meister unterwerfen, wenn sie dafür nur ab und zu einem Säugetier – zur Verehrung von AllaHundseingesandter, versteht sich – den Hals durchschneiden dürfen. Übrigens geht es nicht um „Religionskritik“ oder „Zerstören“, sondern um den Schutz unschuldiger Kinder vor einem archaischen Kriegerritual. T.)

Güvercin: Kann man hier von einem Kulturkampf zwischen Säkularismus und Religion sprechen?

(Es geht nicht um „Religion“, sondern um einen archaischen Ritus, der in genau zwei Religionen praktiziert wird: bei den Juden als Zugehörigkeitszeichen, bei den Mohammedanisten als Kriegerinitiation. T.)

Zaimoglu: Ich rate zur Gelassenheit: Geschwätz und Gerüchte dürfen uns beunruhigen, aber gegen die Schwätzer und Einflüsterer Front zu machen wäre ein Fehler. Seltsam ist das schon: Der Staat belohnt oft die Krawallschwestern, von denen es heißt, sie würden im Kampf ein hohes Risiko eingehen. Ich sehe aber streitsüchtige keifende Frauen, die wie die Wildsau durchs Unterholz krachen. Sie maskieren sich als Kulturkämpfer, als Humanisten. Sie können Feinheit und Menschenliebe nicht buchstabieren. Von Rüpeln halte man sich fern. (…)

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Ich nehme in diesem Interview einen sehr ungelassenen „Rüpel“ wahr, und das ist Zaimoglu, der Gift und Galle spuckt. Der immer zur Stelle ist, wenn er einen Angriff auf seine menschenfeindliche Ideologie vermutet. Der durch Plagiate auffiel, aber niemals durch ein vernünftiges Wort zur Unterstützung unseres demokratischen, aufgeklärten, menschenfreundlichen Gesellschaftssystems. Zaimoglu ist immer 105% Mohammedanismus und 0% individuelles Erörtern. So ist es bei fast allen Orks und ihren Freunden: Sie denken nicht, sie „hangeln“ sich an Parolen entlang. Ich habe eine überraschende, bisher einmalige Ausnahme aufgespürt: Im „Migazin“ spricht sich der Ork Peyman Pakzad zwar für Straffreiheit bei der Knabenbeschneidung aus, er liefert aber auch folgende Statements (3):

„Die Beschneidung bei Kindern hat medizinisch gesehen keinen Vorteil. (…)

Stellt nun die Beschneidung von Kindern eine Körperverletzung dar? Juristisch gesehen ja (…).

In unserer Verfassung ist die Religionsfreiheit fest verankert. Bedeutet Religionsfreiheit nicht, auch dass jeder Mensch frei entscheiden darf, ob er überhaupt religiös sein möchte und wenn ja, welcher Religion er angehört? Jeder Mensch darf eine eigene Haltung gegenüber Religionen entwickeln. Der Grad der Religiosität ist jedem selbst überlassen. Es kann also Juden geben, die nie in Synagogen gehen möchten und trotzdem von sich behaupten dürfen, Juden zu sein. Es kann Katholiken geben, die das Zölibat ablehnen und es kann sogar Atheisten und Agnostiker geben, die mit Religion per se nichts anfangen können.

Natürlich kann auch ein beschnittenes Kind – egal ob Jude oder Muslim – später einmal zum Atheisten oder Buddhisten werden. Jedoch kann er den Eingriff nicht wieder rückgängig machen. Und ist das nicht im Grunde eine Eingrenzung der persönlichen Freiheit?

Ich frage mich, ob durch diese Haltung den Eltern vorgeschrieben wird, wie sie ihre Kinder zu erziehen haben? Haben Eltern das Recht, ihre Kinder gläubig zu erziehen? Natürlich. Aber was bedeutet das genau? Sind es denn nicht Werte, die eine Religion ausmachen? Der Umgang mit Mitmenschen, der Natur und Moral definieren doch ein gläubiges Leben vielmehr als das strikte Festhalten an Bräuchen.

Ist es wirklich noch zeitgemäß zu behaupten, dass die Beschneidung die Grundlage des jüdischen Glaubens ist und ein Jude deshalb unbedingt am 8. Tag nach seiner Geburt beschnitten werden muss? Wieso sollte jüdisches oder muslimisches Leben in Deutschland deshalb nicht mehr möglich sein, wie von einigen behauptet? Auch die Religionsgemeinschaften müssen in der Lage sein, die Ausübung ihrer Bräuche an die Realität und Gesellschaft anzupassen. Und die Gesellschaft hat sich für Religionsfreiheit entschieden. Somit müssen sowohl Religionsgemeinschaften als auch Eltern es akzeptieren, wenn ihre Kinder sich gegen die Religiosität oder für eine andere Religion entscheiden.

Dass dies möglich ist, und eine religiöse Tradition sich an gesellschaftliche Umstände anpassen kann zeigt die jüdische Gemeinde in Großbritannien. Dort wird eine symbolische Beschneidung am 8. Tag durchgeführt und im mündigen Alter kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich beschneiden lassen möchte oder nicht. Die Juden in Großbritannien können also ihren Glauben nach eigenen Angaben trotz dieser Modifizierung des Brauches uneingeschränkt ausüben.

Ob sich jemand aus medizinischen oder religiösen Gründen für eine Beschneidung entscheidet, sollte keine Rolle spielen. Das sollte man jedem selber überlassen, denn mit dieser Entscheidung muss man auch selber leben können. Deshalb erscheint es umso wichtiger, dass die Entscheidung für den Eingriff aus freien und eigenen Beweggründen gefällt wird. Dass die Juden in Großbritannien selber beschlossen haben, ihren Brauch in dieser Form auszulegen, finde ich sehr fortschrittlich und würde mir eine solche Entwicklung auch hier wünschen.

Der Schutz des Kindes und somit auch seine Freiheitsrechte stehen für mich über dem Recht der Religionsausübung (…)

Das Urteil des Kölner Landgerichtes sehe ich als einen wichtigen und notwendigen Denkanstoß. (…)

Parallel zum Gesetzentwurf sollten Mittel für Aufklärungsarbeit und pädagogische Maßnahmen bereitgestellt werden, um eine breite Debatte in den Religionsgemeinschaften zu ermöglichen und voranzutreiben. Das würde sowohl der Religionsfreiheit als auch dem Schutz der Kinder in Deutschland dienen.“

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Time am 27. Juli 2012

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/26/mah-lammchen-mah/
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/07/01/demagogische-gleichsetzung/
3) http://www.migazin.de/2012/07/24/beschneidung-um-jeden-preis/

Israel ist eine Demokratie

14. April 2012

Die heutige FAZ brachte eine Randnotiz über den Plagiator und Tierquäler aus Leidenschaft (1) Feridun Zaimoglu zum Thema Israel. Wie sein großes Vorbild „Butt“ (engl.: Ars*h) verwechselt er Kunst mit Schaumschlägerei in eigener Sache, und er Schaum schlug sich gegen die einzige Demokratie im Orient auf die Seite Nazirans, was nicht erstaunt, denn er ist Mohammedanist.

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Glückwunsch

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu hat in einem Gespräch mit der Online-Zeitung „Deutsch-türkische Nachrichten“ sein Unverständnis über die breite Kritik an dem Gedicht von Günter Grass geäußert. In Deutschland und in Israel herrsche ein Überbietungswettbewerb im Vorwurf des Antisemitismus. „Ich kann Grass nur beglückwünschen“, sagte der türkischstämmige Zaimoglu, der mit Büchern wie „German Amok“ und „Leyla“ bekannt geworden ist und sich nun Grassens Zentralthese fast wortwörtlich zu eigen macht: „Israel besitzt Atomwaffen und ist eine Bedrohung für viele Staaten, eine Gefahr für den Frieden.“ Bei der Verurteilung von Grass tue man so, als sei „die jetzige israelische Regierung keine rechtskonservative, die mit fast allen Staaten im Streit ist“. Wie er das islamische Regime Irans einschätzt, das Israel mehrmals das Existenzrecht abgesprochen hat, dazu äußerte sich Zaimoglu indes nicht.

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Was mich an der Debatte über die peinlichen Auslassungen Butts („this altekacker“, 2) ziemlich wundert, ist, dass ihm zwar (zu Recht) sein Judenhass vorgeworfen wird, dass aber seine feindschaftliche Haltung zur Demokratie gar kein Gegenstand der Debatte ist.

Der Butt nimmt doch eindeutig eine faschistische Diktatur in Schutz und erklärt die jüdische Demokratie, in der die große Minderheit der Orks volle Bürgerrechte und Freiheiten genießt, zu einer Gefahr für die ganze Welt. Er hat das Projekt Demokratie, welches das wesentliche Projekt der freien Welt ist (und zu dem mittlerweile auch südamerikanische und asiatische Freunde gestoßen sind) also überhaupt nicht verstanden und ist bereit, es verantwortungslos und leichtfertig jederzeit der persönlichen Aufmerksamkeitserheischung zu opfern.

Demokratien sind untereinander Freunde, und sie führen auch keine Kriege gegeneinander. Dies heißt aber nicht, dass sie nicht mit aller Kraft ihre freiheitlichen Verfassungen verteidigen würden und dabei nicht auch eine enorme Gewalt einsetzen würden. Nazideutschland z.B. musste das schmerzhaft erfahren. Hierbei ging es nicht um die Frage, ob es „rechtlich“ o.k. war, z.B. dieses oder jenes Ziel zu bombardieren, es ging um die Zerschlagung des nationalsozialistischen Monsters. In der Beurteilung Israels geht es dementsprechend nicht um die Frage, ob ein paar mehr oder weniger Bauernhöfe besetzt werden, um angeblichen „Landraub“, „Kolonialismus“ oder gar „Rassismus“ (Bulli Brux, 3), es geht um die Frage „Demokratie oder Nicht-Demokratie“.

Die heutige FAZ brachte neben der obigen Notiz auch ein langes Interview von Felicitas von Lovenberg mit dem deutsch-jüdischstämmigen Historiker Fritz Stern (4), der 1938 in die USA emigriert war. Er reiht – ohne den Mohammedanismus überhaupt zu erwähnen – leider nur die sattsam bekannten Plattitüden („authistische Arroganz“, „schwache israelische Regierung“) aneinander und gibt solchermaßen den Quisling, wie er allerdings auch die nazistische Behauptung widerlegt, „die Juden steckten alle unter einer Decke“.

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Frage: Wenn man sich die Lage Israels vor Augen führt, umgeben von feindlich gesinnten Regimen – sehen Sie Chancen für eine politische Lösung?

Antwort: Anders als Günter Grass bin ich zurückhaltend in Fragen der jetzigen Strategie Israels gegenüber Iran. Ich teile die skeptische Meinung von amerikanischen und auch deutschen Experten wie Wolfgang Ischinger, die aus ihrem Fachwissen heraus vor einem solchen Schlag gegen Iran warnen. Besser beurteilen kann ich vielleicht die Gesundheit des Landes und seiner Gesellschaft. Das fanatisch-religiöse Element in Israel hat stark zugenommen. Diese Entwicklung stellt wirklich eine Gefahr für die Demokratie dar. Die Ausdehnung der Besatzung ist zudem erschreckend und schadet Israel als Demokratie außerordentlich. Jedenfalls ist Trotzigkeit nicht Vorbedingung zur möglichen Lösung. Die Lage Israels ist vielleicht einmalig schwer: Es ist ja aus einem unvorstellbaren Trauma geboren – bloß soll man sich nicht verleiten lassen, aus der Schoa einfache Lehrsätze zu ziehen. Albert Einstein, Zionist, der Deutschland als das Land der Massenmörder betrachtete, sagte, die Zionisten müssten sich mit den Arabern arrangieren oder sie würden erneutes grausames Schicksal verdienen. Man kann nicht nur immer das Schlimmste erwarten, defensiv-aggressiv sein. Ich weiß, die andere Seite ist mit Waffen aggressiv, ich verstehe Israels Angst – ich scheue mich, mehr zu sagen.

Frage: Läuft Israel Gefahr, sich selbst um die Solidarität im Ausland zu bringen?

Antwort: Israel hat sehr viel guten Willen im Ausland verspielt. In Amerika durch radikale Methoden der innenpolitischen Einmischung, wie Aipac sie unternimmt. Nochmals: ganz zu schweigen von Besatzung und übler Behandlung. Dann würde ich noch hinzufügen: Man darf die Schoa nicht instrumentalisieren. Wenn man sich erinnert, wie groß die Sympathie für Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 war und auch 1973, als Willy Brandt Israel entscheidend geholfen hat. General Israel Tal, ein großer Panzer-Kommandant, erzählte mir, dass er am Tag des großen Sieges im Jom-Kippur-Krieg gesagt habe: Das müssen wir alles zurückgeben. Was da verpasst wurde! Ich erinnere an Nietzsches Wort von 1871: „Ein großer Sieg ist eine große Gefahr.“ Ich glaube, Rabin hat das verstanden. Seine Ermordung durch einen israelischen Fanatiker hat symbolisch und faktisch entsetzlich viel zerstört. Damals schrieb ich, dass die Palästinenser, die ihre Heimat verloren haben, auch indirekte Opfer von Hitler waren. Das haben manche Leute mir sehr übel genommen. Aber man darf und soll verständnisvoll die Haltung von kritischen Israelis berücksichtigen oder unterstützen.

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Aha, das „fanatisch-religiöse Element“ hat in Israel stark zugenommen und „stellt wirklich eine Gefahr für die Demokratie dar“? Demgegenüber hat das „fanatisch-religiöse Element“ in Nordafrika, Syrien, Saudi-Arabien, Naziran etc. offenbar abgenommen und stellt keine „Gefahr für die Demokratie dar“?

Aha, das nach drei Angriffskriegen der Orks von den Juden eroberte Gebiet muss wieder zurückgegeben werden? Warum? Muss Amerika etwa auch an die Indianer zurückgegeben werden? Müssen die Türken jetzt endlich Zypern und ganz Kleinasien zurückgeben, die Araber ihre afrikanischen und asiatischen Eroberungen?

Niemand instrumentalisiert die Schoa, sie ist Vergangenheit. Es geht jetzt vielmehr um die weltweite Durchsetzung demokratischer Gesellschaftsformen. Israel hat eine.

Demokratische Gesellschaftsformen sind aber unmöglich auf der Grundlage des Gefasels des geisteskranken, perversen und sadistischen Schwerverbrechers und Diktators Klo H. Metzel, wie die real existierenden Orkstaaten zeigen.

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Time am 14. April 2012

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/26/mah-lammchen-mah/
2) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-israel-gedicht-von-grass/amerikanische-reaktionen-auf-grass-gedicht-eine-ineffiziente-denunziation-11712035.html
3) http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/12/30/prognose-2012/#comment-22566
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Stern

Das Recht auf schlecht

3. März 2011

„Gehirnwäsche“ von Rüdiger Geisler. Gehirnwäsche beruht u.a. auf der Leugnung des Evidenten oder der Behauptung seines Gegenteils.

Wenn sich Islamkritikgegner treffen, hagelt es Parolen, und man erfährt, wo es lang gehen soll, aber man erfährt wenig Neues. Ich will die Orkagentin Naika Foroutan keineswegs als Wissenschaftlerin adeln – Tangsir hat sie ja bereits mehrfach gekonnt „zerlegt“ (1) -, aber sie  hat immerhin begriffen, dass es so ganz ohne Daten, Fakten und Statistiken im kultivierten, wissbegierigen Westen nicht mehr geht, dass der mündige Bürger keine Weisungen des Politbüros entgegennimmt, sondern eine argumentative Debatte voraussetzt.

In der heutigen FAZ fügt Leser Bünyamin Ak dem gestern vorgestellten Gespensterchor (2) eine weitere Stimme hinzu, die sich leider von den vielen anderen in nichts unterscheidet.

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Islamkritiker sind keine Dialektiker

(Islamkritiker sind auch keine Diabetiker und froh darüber, so what? T.)

Zu “Erdogans Ghostwriter” (3): Dass Ihre Zeitung Thilo Sarrazin und Necla Kelek tatkräftig unterstützt, ist mir als treuem Leser ja bekannt. Aber nun dieser Beitrag von Sarrazin!

Abgesehen von tendenziösen Schreckensszenarien enthält der ganze Text ausnahmslos Versuche, die Person von Patrick Bahners zu diskreditieren, was in diesem Fall – intellektuell betrachtet – ziemlich eigenartig erscheint.

(Sarrazin will Paddel Pahners nicht diskreditieren, sondern er weist dessen unsachliche und persönliche Anwürfe gegen diverse Kritiker des Mohammedanismus mit einer Vielzahl von Argumenten und Schlüssen aus dem von Panik-Paddel geschriebenen Text zurück. Ziel ist die Rückkehr zu einer faktenbasierten Diskussion, die der Feuilletonchef der FAZ verweigert. T.)

Da Bahners Fehlverhalten in seinem von Sarrazin rezensierten Buch “Die Panikmacher” ja laut Sarrazin darin besteht, dass er all diejenigen diffamiere, die sein Weltbild nicht teilen, ist es unerfindlich, warum Sarrazin wiederum auf einer ganzen Seite Ihren Redakteur herabwürdigt.

(Das Fehlverhalten Paddels besteht für Thilo Sarrazin nicht im Versuch, Thilos Thesen zu widerlegen, sondern im unwissenschaftlichen, persönlich herabsetzenden und demagogischen Vorgehen des Journalisten. Thilo kritisiert diese Methode Paddels, aber nicht ihn als Menschen, Mitbürger oder Denker. T.)

Für mich sind Bahners’ Beiträge stets Lichtblicke in den aufgeheizten, unsachlichen “Diskursen”; mit Personen wie Henryk M. Broder, Kelek oder Sarrazin ist es unglaublich schwer, ein Thema zu erörtern. Mit Ersterem, da seine wichtigste argumentative Waffe die Fäkalsprache ist, mit den beiden Letzteren, da sie allwissend sind. Kein Argument ist gut genug für sie, um auch nur einen Deut von der eigenen Meinung abzugehen, ja um wenigstens andere Sichtweisen zu akzeptieren. Jeder Versuch, positive Aspekte zu beleuchten, ist ein Versuch, die Realität zu beschönigen. Entweder man ist “politisch inkorrekt”, wie die selbsternannten Islamkritiker, oder man ist ein Multikulti-Fanatiker, der Schuld am Untergang des Abendlands trägt. Von Dialektik keine Spur.

(Da hat Herr Ak nun quasi festgestellt, dass „Kritiker des Mohammedanismus doof“ sind, aber warum er das findet, bleibt wie gewohnt ohne argumentative Herleitung, bleibt „Pinkelparole“ (4). Broder wird wegen seiner angeblichen Fäkalsprache als erster verworfen, so als ob der gelegentliche Gebrauch deftiger Ausdrücke – für die nicht nur Martin Luther und W.A. Mozart bekannt sind – die inhaltliche Bedeutung von Texten in der kleinsten Weise schmälern könnten. „Kein Argument ist gut genug für sie, um auch nur einen Deut von der eigenen Meinung abzugehen, ja um wenigstens andere Sichtweisen zu akzeptieren. Jeder Versuch, positive Aspekte zu beleuchten, ist ein Versuch, die Realität zu beschönigen.“ Diese Worte Herrn Aks zeigen deutlich, dass er die Bedeutung einer „Debatte“ nicht begriffen hat. Sein Verhaltensmodell ist das Geschacher auf dem Bazar, es geht ihm nicht um Wahrheit und Wissenschaft sondern um eine Art Handel. Herr Ak bietet dabei imaginäre „positive Aspekte“ des Mohammedanismus an, ohne sie jedoch aufzuzeigen und zu benennen. Hierfür verlangt er von Kelek und Sarrazin ein Nachlassen in ihrer Kritik am Mohammedanismus, die allerdings alles andere als fundamental ist. T.)

Ayaan Hirsi Ali, Ralph Giordano oder Broder – sie alle sind Vertreter von sehr radikalen Meinungen. Die übrigens immer populärer werden, so dass es äußerst mutig von Bahners ist, sich argumentativ gegen die inzwischen salonfähige Islamkritik zu stellen, besonders in einem konservativen Umfeld. Ich hoffe, dass der geschätzte Herr Bahners noch zahlreiche Beiträge zur Debatte liefern wird.

(Die Meinungen einiger Kritiker des Mohammedanismus, zu denen ich mich selbst zähle, nicht aber z.B. Frau Kelek (5), scheinen sehr radikal zu sein. Diese Wahrnehmung beruht indessen einzig und allein auf der extremen Radikalität des Mohammedanismus. Die Gegenthese zum deutschen Nazismus wurde unter immensen Opfern an Menschenleben im 2. WK bewiesen. Die Alliierten bekämpften ihn entschlossen, aber er war es, der inhärent radikal war, nicht seine Gegner. Und eben deshalb, wegen seiner Radikalität, hatte er keine Existenzberechtigung auf diesem Planeten, wurde radikal bekämpft und vernichtet. T.)

Noch ein letzter Punkt: Sarrazin, der stets versucht zu betonen, wie gebildet und informiert er sei, hätte vielleicht wissen sollen, dass Erdogan der Ministerpräsident der Türkei ist und nicht etwa ihr Präsident. Schließlich sind die Türken ja sein Hauptanliegen.

(Na, da hat er aber ein tolles Ding gelandet und den Sarrazin überführt, meint er, so als es irgendwen interessieren würde, ob die Orks ihre Chefs „Ajatolla“, „Sultan“, „Kalif“ oder sonstwie nennen. Und übrigens: „Die Türken“ interessieren auch niemanden, unsere Anliegen sind Deutschland und die Zivilisation des Westens. T.)

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Da die Kritik des Mohammedanismus bei Sarrazin und Kelek dessen Existenzberechtigung nicht in Frage stellt, muss sie als nicht-radikale eingeschätzt werden. Schon diese ist für Herrn Ak jedoch als „radikal“ und nazi-affin („immer populärer“, „mutig von Bahners“,  „salonfähig“) abzulehnen, was darauf hindeutet, dass für ihn eigentlich jegliche Kritik am Mohammedanismus abzulehnen ist.

Dies bedeutet nichts anderes, als dass die ganze Gespensterwolke von Herrn Ak über Feridun Zaimoglu bis zu Paddel Pahners auf dem Recht besteht, einen gemeingefährlichen Gangsterboss, Kinderschänder und Kriegsverbrecher (Klo H. Metzel) als vorbildlichsten Menschen aller Zeiten hinzustellen. Sie besteht auch auf dem Recht, das unerträgliche, geistlose und kleinkarierte Gesabbel des Klorans als Originalwort ihres Gottes, der noch dazu als der einzige behauptet wird, anzusehen sowie als größte Poesie aller Zeiten. Sie besteht auf dem Recht, die absurden und lächerlichen Hadithe als Grundlage ihrer Rechtsprechung zu erhalten. Diese Orks bestehen auf dem irrsinnigen Recht, an dem allerläppischsten Murks festhaltend unter uns leben zu dürfen. Im stillen Kämmerlein mag jeder seinen privaten Irrsinn leben, aber den Orks geht es darum, FÜR diesen bösartigen Schwachsinn gesellschaftlich geachtet zu werden. Mehr noch, sie verlangen, dass die ganze Welt ihren Dreck heiligt und verehrt und sich jeglicher Kritik enthält. Mehr noch, in der langfristigen Perspektive erwarten sie, dass wir ihre Überlegenheit weltweit anerkennen und uns unterwerfen, wie das traurige Beispiel der Minderheiten in den Orkländern zeigt (6).

Nicht nur dort übrigens leider, oder wie würden Sie den Fall des Orks interpretieren, der vom Bundesarbeitsgericht Recht bekam, seinen Job, die Regale eines Supermarktes mit Alkohol-Flaschen zu bestücken aus mohammedanistischen Gründen nicht auszuführen aber gleichwohl bezahlt zu bekommen (7)?

Zwei Leserbriefe in der heutigen FAZ beschäftigten sich mit dem Fall. Lesen Sie zunächst den von Timor Kaul, sodann den von Klaus Bunke.

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Ein Beispiel falsch verstandener Toleranz

Zu “Muslim muss Bierflaschen nicht einräumen” (F.A.Z. vom 25. Februar): Bei dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts handelt es sich um ein Beispiel falsch verstandener Toleranz. Ein Arbeitgeber kann auch von einem strenggläubigen Mitarbeiter verlangen, dass er mit alkoholischen Getränken arbeitet. Zum einen verbietet der Koran lediglich den Genuss von Alkohol. Hier lebenden Muslimen, gleich ob sie fundamentalistisch oder liberal eingestellt sind, muss darüber hinaus die interkulturelle Kompetenz abverlangt werden, die hiesige soziale Praxis anzuerkennen. Ihnen selbst steht es natürlich frei, entsprechend ihrem jeweiligen Verständnis des Islam zu handeln, solange dies innerhalb des gesetzlichen Rahmens geschieht. Bei konsequenter Fortsetzung der Logik des Urteils könnten besonders fromme Muslime übrigens auch nicht in Bereichen arbeiten, wo Schweinefleisch verpackt, transportiert oder verkauft wird oder wo Frauen ohne Schleier zu finden sind.

Dies alles ist aber vor allem keine Frage von Religionsfreiheit, denn die garantiert lediglich das Recht, die eigene Religion zu wählen und frei auszuüben – übrigens nicht nur Muslimen, sondern allen Menschen -, und sie beinhaltet sogar das Recht, gar keiner Religionsgemeinschaft anzugehören. Durch eine Ausweitung der Religionsfreiheit, wie sie in dem aktuellen Urteil geschehen ist, und seine inzwischen beinahe inflationäre Verwendung wird dieses zentrale Grundrecht in seinem Kern sogar geschwächt. Integration ist keine Einbahnstraße, bei der unter Berufung auf die Religionsfreiheit alles gestattet werden muss. Vielmehr ist allen Beteiligten die zumindest formale Anerkennung von Pluralismus abzuverlangen.

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So schaffen wir uns ab

Die Leitglosse “Rücksicht” von Reinhard Müller (F.A.Z. vom 25. Februar) ist moderat und wohlausgewogen, wie sich das für eine seriöse Zeitung gehört. Dennoch erlaube ich mir, “einen draufzusetzen”: Wenn der Ladengehilfe keine Bierflaschen in die Regale stellen will, möge er sich doch eine andere Arbeit suchen. Er soll das Bier ja nicht trinken. Stattdessen werden Mehrkosten zur Vermeidung von übertriebenen Empfindlichkeiten wieder einmal dem Arbeitgeber aufgehalst. Wenn ich Betreiber einer Bibliothek wäre, würde ich keinen Muslim einstellen, denn ich müsste befürchten, dass nach diesem Urteil ein Richter dekretieren könnte, ein Muslim müsse keine Bücher einräumen, die sich kritisch mit dem Islam auseinandersetzen. Deutschland schafft sich offensichtlich doch ab.

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Ob Deutschland sich abschafft, ist die eine Frage, ob es erneut von einer totalitären Ideologie unterworfen wird die andere. Man kann jedenfalls sicher sein, dass die „Bescheidenheit“ des mohammedanistischen Klägers, der vorerst nur gegen eine Arbeit mit Alkoholflaschen geklagt hatte, vorläufig ist. Denn eigentlich brauchen sie doch überhaupt nicht zu arbeiten, das tun vielmehr, wie das Beispiel Saudi-Arabien zeigt, nur die „Ungläubigen“.

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Time am 3. März 2011

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1) http://tangsir2569.wordpress.com/2011/01/07/dalghak-foroutan-schlagt-wieder-zu/
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/03/02/gespenster-treff/
3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/19/thilo-vs-panik-paddel/
4) http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/18/pinkelparolen/
5) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/13/die-nadel-rausziehen/
6) http://der-schwarze-spiegel.blogspot.com/2011/03/der-islam-duldet-keine-blasphemie.html
7) http://www.mopo.de/news/politik—wirtschaft/moslem-muss-keine-bierflaschen-einraeumen/-/5066858/7408310/-/index.html

Gespenster-Treff

2. März 2011

Ein Spuk besonderer Art muss vor ein paar Tagen in Berlin stattgefunden haben, wie Jochen-Martin Gutsch in der für dieses Journal typischen Ein-bißchen-dafür-ein-bißchen-dagegen-aber-der-Größte-bin-ich-Manier im aktuellen „Spiegel“ (#9) mitspukend darstellte. Mit von der Partie: die Mega-Schreckschraube Naika Foroutan. Der Text spricht für sich, ich werde mich jedes Kommentars enthalten, nur ein bißchen hervorheben, viel „Spaß“!

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Worte aus dem Verbandskasten

Ortstermin: In Berlin stellen Autoren mit muslimischem Hintergrund ein Gegenbuch zu Thilo Sarrazins Bestseller vor.

Auf der Bühne steht ein schmaler Mann mit Vogelnestfrisur. Der Mann heißt Wolfgang Farkas und ist Chef des Blumenbar Verlags. Er soll erklären, warum es dieses Buch gibt. Das “Manifest der Vielen”.

Farkas sagt, das Buch sei eine Art Gegengift.

Zuerst habe er an einen Essay gedacht. Eine scharfe Erwiderung auf ein anderes Buch, das gerade Deutschland verrückt machte. Hilal Sezgin sollte den Essay schreiben. Eine deutsche Autorin und Journalistin mit muslimischem Religionshintergrund. Hilal Sezgin wollte das aber nicht allein machen. Vielleicht schafft man das auceh nicht allein. Das andere Buch, geschrieben von Thilo Sarrazin, war durchsetzt von Niedertracht, aber unglaublich populär – unbesiegbar eigentlich.

Wolfgang Farkas dachte um. Er brauchte mehr Autoren, mehr Gegenstimmen. So entstand das “Manifest der Vielen”. Es sammelt Geschichten und Kommentare von 30 Autoren mit muslimischem Religionshintergrund. Mal mehr, mal weniger. Feridun Zaimoglu, Hatice Akyün, Imran Ayata viele, die man kennt, sind dabei.

Sarrazins Buch trägt den Titel: „Deutschland schafft sich ab”. Farkas Buch trägt den Untertitel: “Deutschland erfindet sich neu”. Das eine Buch setzt auf die Angst. Das andere Buch will die Angst nehmen. Keine schlechte Idee, eigentlich.

Thilo Sarrazin ist nicht gekommen an diesem Abend, er war aber auch nicht eingeladen. Gekommen sind zur Buchpremiere vor allem Freunde und Bekannte der Autoren, Leute aus der “Community”. Community ist ein Wort, das oft fällt an diesem Abend. Was schade ist, weil in der Community ja sowieso schon alle davon überzeugt sind, dass der Islam Deutschland erst mal nicht abschafft. So bleibt man im vollen Saal des Maxim Gorki Theaters weitgehend unter sich. Ein Manifest der vielen, geschrieben für eine Community der wenigen.

Wahrscheinlich ist es schwer, ein Gegenbuch zu schreiben. Ein Buch zum Buch. Man wird die Debatte nicht mehr gewinnen. Man kann nur die Stimme erheben. So wie die Journalistin Mely Kiyak, die den schönsten Text des Abends vorliest. Er handelt von Befreiung und Befreiem. Das sagen Islam-Kritiker ja oft: dass sie eigentlich befreien möchten. Vor allem die unterdrückte muslimische Frau. “Frauen befreien, dass ich nicht lache. Frauen in Afghanistan befreien, dass ich nicht noch mehr lache. Islamische Symbole verbieten, Religion verbieten, Moscheen, verbieten, verbieten, verbieten und dann alles befreien”, liest Mely Kiyak. “Die meisten Befreier, die ich kenne, sind voller Verachtung, manchen platzt der Hass schon aus den Ohren. Man muss lieben, was man befreien will.”

Ein Gegengift hatte Wolfgang Farkas, der Verleger, angekündigt. Aber das Buch ist doch eher ein Verbandskasten. Man zeigt und pflegt die Wunden, die Sarrazin schlug.

Hatice Akyün, die Autorin, sagt, dass sie, im Zuge der Debatte, ans Weggehen dachte. Nach Istanbul vielleicht. Sie fühlte sich in Sippenhaft genommen. Für Ehrenmorde oder Zwangsverheiratungen oder Integrationsverweigerung oder andere Dinge, mit denen sie nichts zu tun hat. “Ich erkläre und erkläre. Irgendwann wird man müde davon.”

Es geht oft um dieses Gefühl an diesem Abend. Um die Mühsal des Andersseins, obwohl man sich nicht anders fühlt. “Ich komme aus Duisburg“, sagt Hatice Akyün. Es geht um die eigene, von außen forcierte “Muslimisierung”. Man wird zum Vertreter einer Gruppe, obwohl es diese Gruppe gar nicht gibt. Den Muslim, den Türken, den Ostdeutschen. Gibt es alles nicht. Und gibt es doch. In den Debatten.

Wahrscheinlich hat die Sarrazin-Debatte das Muslim-Sein verstärkt. Genauso wie all die Ostdebatten das Ostdeutschsein verstärkt haben. So gesehen ist dieser Abend, auch wenn es seltsam klingt, ein sehr ostdeutscher Abend mit muslimischen Protagonisten.

Es gibt sogar eine ähnliche, sozusagen ostdeutsche Strategie, mit Angriffen umzugehen: den Rückzug. Verbunden mit dem Gefühl: Egal was ich mache – ihr werdet nie wissen, woher ich komme, wie ich denke, wer ich bin. Weil ihr es gar nicht wissen wollt.

Ihr habt euer Bild. Wir haben unser Bild.

So sitzen sie in ihrer Ecke wie ein angeschlagener Boxer. Und fühlen sich doch ganz wohl.

Diese Haltung durchweht den Abend.

30 Autoren schreiben im “Manifest der Vielen”. Aber niemand beschäftigt sich mit der Frage: Warum hat Sarrazin Erfolg? Warum ist ausgerechnet sein Bild von den Muslimen das Bild, das Millionen Deutsche mit dem Islam verbinden? Wie konnte das passieren? Diese Katastrophe?

Dazu hätten die Manifest-Autoren sich umschauen müssen in der Community – Vor allem aber hätten sie Sarrazin ernst nehmen müssen. Das macht wenig Spaß, ist unappetitlich, aber am Ende leider unerlässlich.

Nicht weil Sarrazins Thesen klug sind oder wahr. Sondern weil sie geglaubt werden.

“Wie blickt man in zehn Jahren auf diese Debatte zurück? Mit Scham?”, fragt der Moderator die Migrationsforscherin Naika Foroutan am Ende.

“Oh, ich glaube, das ist jetzt schon so”, sagt Foroutan.

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Unglaublich, doch so steht es geschrieben…

Time am 2. März 2011

Mäh, Lämmchen, mäh

26. Oktober 2010

“Mäh, Lämmchen, mäh” ist ein altes, deutsches Kinderlied

Einige meiner Freunde sind Vegetarier, aus ideologischen Gründen. Im Kern gebe ich ihnen Recht. Die Angelegenheit ist mir aber nicht so wichtig, als dass ich mich so “kasteien” und von der Mehrheit ausschließen würde. Klar, wenn ich die Tiere selber töten müsste, würde ich dem Veggie-Club beitreten, und ich finde es auch richtig, darüber nachzudenken, wie man das Leid der Tiere in der industriellen Nahrungsmittelproduktion vermindern kann. Viel Fleisch esse ich aber ohnehin nicht.

Christen haben zu dieser Frage vielleicht generell ein ungeklärtes oder ambivalentes Verhältnis. Das neue Testament wimmelt von Lämmer- und Schaf-Bildern. Diese Tiere sind unschuldig und liebenswert, und der Schäfer gibt alles, damit es seiner Herde gut geht. Mal wird die Gefolgschaft Jesu als Lämmer bezeichnet (Luk. 10/3), mal Christus selbst (Joh. 1/29) als ein solches. Gleichwohl hat auch Jesus selbst offenbar Lammfleisch gegessen, wenn auch nicht ausdrücklich (Matth. 26/19). “Pastor” (lat.) heißt auf deutsch “Hirte”. Vielleicht kann man das Verhältnis des Christen zum Tier am ehesten mit dem Verhältnis des nordamerikanischen Indianers zum Tier vergleichen. Von diesem wird berichtet, dass er nur zur Nahrungsmittelversorgung, nicht aber aus der Lust am Sport oder Blutgier gejagt habe, dass er nicht das getötete Einzeltier gesehen habe, sondern eher die ganze Klasse, und dass er in seinem Denken eine freundschaftlich-familiäre Beziehung zu ihm pflegte (“Bruder Hirsch”).

Dass es unsere Zivilisation war, die z.B. die gigantischen Büffelherden ausradierte, dass das Leid der Tiere in der heutigen Produktion und auf dem Transport unermesslich ist, das ist schrecklich, verdammenswert und sollte dringend geändert werden. Es steht aber quasi auf einem anderen Blatt. Es ist nicht systemimmanent sondern eine Unzulänglichkeit, die bekannt ist, die man einstweilen jedoch noch nicht in den Griff kriegt (übrigens stirbt in freier Wildbahn auch so gut wie jedes Tier eines gewaltsamen Todes). Dass den Christen und Westlern ihr Umgang mit Tieren, sofern er auf Gewalt hinausläuft, im Grunde eher peinlich ist, zeigt die Abgeschiedenheit der Ställe und Schlachtereien, zeigen die fortschreitende Ächtung des Stierkampfes ebenso wie die vielfältigen Tierschutzinitiativen.

Bei den Orks, um in medias res vorzustoßen, ist natürlich mal wieder alles völlig anders. Wie bei den Juden ist bei ihnen das betäubungslose Halsdurchschneiden und Ausblutenlassen religiöse Pflicht geworden (1), ohne dass sich dafür unmittelbare und direkte Textstellen in Kloran und Tora finden lassen (2). Im Kloran steht bloß (2/168, Recl. S. 46): “Verwehrt hat er euch nur Krepiertes und Blut und Schweinefleisch und das, über dem ein anderer als Allah angerufen ward. Wer aber dazu gezwungen wird, ohne Verlangen danach und ohne sich zu vergehen, auf dem sei keine Sünde… “

Hier sieht man deutlich, dass strengste Unterdrückung des Mohammedanismus nicht nur für die zivilisierte Welt das Allerbeste wäre, sondern auch für die Mohammedanisten selbst, denn wenn ihnen keine Wahl gelassen wird, verzeiht ihnen Alla alles.

Dr. Friedrich Landa, Präsident des Tierschutz-Dachverbandes der Schweiz, berichtet darüber hinaus, dass es seinem Gesprächspartner Hussein Abdul Fattah, einem Schweizer Orkführer, auch in Bezug auf die Hadithe nur gelungen sei, lediglich ein einziges direktes aufzutreiben: “Du kannst alles essen, dessen Halsschlagader durchschnitten ist.” (Imam Malik, Al-Muwatta 24/2/6).

Über das Schächten als solches in Bezug auf die Qualen des Tieres gibt es unterschiedliche und jeweils begründete Stimmen, wie dem Wikipedia-Eintrag unter 1 (s.o.) zu entnehmen ist (s. auch 3). Unbestreitbar ist allerdings, dass das Töten eines Lebewesens, zumal Säugetieres, zumal Lämmchens, eine zutiefst furchtbare Handlung für das Lebewesen ist, eine Handlung, bei der kein normaler Mensch Freude sondern nur tiefstes Mitleid empfinden kann. Die Orks sehen das leider anders. Kewil hatte diesbezüglich 2007 weite Teile von NECLA KELEKs Buch “Verlorene Söhne” (4) gebracht (5).

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Es (Das Opferfest, T.) gemahnt an die religiöse Pflicht, den Armen Almosen, zakat, zu geben. Ein Drittel des geschlachteten Tieres darf die Familie behalten, zwei Drittel werden an Bedürftige weitergegeben, so jedenfalls ist es Brauch. Von dieser Großzügigkeit, nicht vom Blut des Opfers, sind meine ersten Erinnerungen an das große Fest geprägt.

Anfang der sechziger Jahre lebten wir auf der asiatischen Seite Istanbuls, in Kadiköy, in einem alten osmanischen Holzhaus. Tage vor Kurban Bayrami wurden Haus und Hof geputzt, die Festkleider gewaschen und gebügelt und wir alle frisch frisiert. Früh am Morgen des ersten Festtages ging mein Vater in die Moschee, wir Kinder und meine Mutter bereiteten inzwischen das Frühstück und stellten uns dann der Reihe nach auf, um Vaters Rückkehr zu erwarten. Als er in seinem feinen Anzug das Haus betrat, küssten wir ihm die Hände und wünschten bayraminiz mübarek olsun, ein gesegnetes Fest. Uns Kindern drückte er dann ein paar Lira in die Hand, damit wir Karussell fahren oder Süßigkeiten kaufen konnten. Kurban Bayrami war kein Schlachtfest, sondern wurde ähnlich wie das „Zuckerfest“ gefeiert, man besuchte sich gegenseitig, trank Tee und aß Baklava. Ein Tier zu schlachten wäre keiner der Familien, die bei uns im Viertel wohnten, in den Sinn gekommen. Das Schlachten war eine Sache der Dörfler in Anatolien, moderne Istanbuler gaben Geld für Armenspeisungen oder drückten an diesem Tag den Bettlern auf der Straße ein paar Münzen mehr in die ausgestreckte Hand.

Meine Mutter entdeckte an diesem Tag stets ihr Mitgefühl für die Straßenkinder. Wenn sie vom Einkaufen zurückkam, brachte sie oft einen Jungen mit, den sie an irgendeiner Straßenecke aufgelesen hatte, und fütterte ihn anschließend mit allem durch, was unsere Küche hergab. Ihm wurden die dreckigen Sachen ausgezogen, er musste sich in der Badewanne schrubben lassen, um danach mit ausrangierten Hosen, Hemden und Schuhen meiner Brüder neu eingekleidet zu werden…

Abends gingen wir ins Konzert nach Caddebostan. Wir saßen auf dem Rang oder dem Balkon, wo es Limonade und Knabberzeug für uns Kinder gab und für die Eltern ein Glas Tee oder Mokka. An uns vorbei eilten die Kellner mit lauter Köstlichkeiten, die den an festlich gedeckten Tischen sitzenden Zuhörern im Parkett zwischen den Musikstücken serviert wurden. Einmal dort unten im Parkett zu sitzen und meze, Vorspeisen, köfte, Lammkotelett, und tatli, Spritzgebäck, serviert zu bekommen war damals mein größter Wunsch, den ich mir irgendwann einmal in meinem Leben erfüllen wollte. Das Blutopfer gab es in einer solchen Gesellschaft nicht – und niemand rief danach… (…)

Als ich dreißig Jahre später wieder zum Opferfest in Istanbul war, hatte sich das Bild völlig verändert… Über sechzig Jahre lang war die Moderne der Leitstern, schien die Türkei auf dem Weg einer rasanten Modernisierung, deren Dynamik auch die Vertreter der europäischen Staaten betörte. Aber heute schlägt das Dorf zurück…

… Im Jahr vorher hatte jede Familie ein Schaf gekauft, diesmal hatten die Familien zusammengelegt, um sich gemeinsam ein Rind leisten zu können. Am Abend vor dem Fest zogen die Männer los, um das Tier vom Viehtransporter abzuholen. Es war ein großes braunes Rind mit riesigen Augen, das, von allen bestaunt, an einen Baum gebunden auf den Tod wartete.

Überall im Viertel, in Gärten, Balkonen, auf Terrassen, blökten, muhten und meckerten Tiere. Als am nächsten Morgen der Muezzin von der nahen Moschee zum Gebet rief, waren bereits alle auf den Beinen, und nach dem Gebet trafen sich die Männer, um vor dem Haus mit Schaufeln ein großes Loch auszuheben. Ihre erwartungsvolle Unruhe übertrug sich auf das Rind, das immer aufgeregter an seinem Strick zerrte, bis einer der Männer ihm die Hinterläufe so fest zusammenband, dass es sich nicht mehr rühren konnte.

Ich stand am Fenster im ersten Stock und sah zu. Als die Grube fertig war, brachten die Männer das Tier zu Fall, einer von ihnen sprang hinzu und durchtrennte die Halsschlagader. Das Tier zappelte und zuckte, bis zwei Männer auf seinen Körper stiegen und so lange mit den Knien wippten, bis das Blut aus dem Rind in einem dicken Schwall in die ausgehobene Kuhle floss und einen roten See entstehen ließ. Nach einer Ewigkeit erst, so schien es mir, hörte der Körper zu zucken auf. Dann begannen die Männer, mit Messern und Beilen den riesigen Kopf vom Körper zu trennen, und legten das Haupt in den Rinnstein der Straße.

Die Kinder hatten sich das Schauspiel nicht entgehen lassen, und niemand hatte sie gehindert, dem grausigen Spektakel zuzuschauen. Jetzt wurden die Jungen mutiger und wagten, sich dem Kopf zu nähern, umkreisten ihn und imitierten die aufgerissenen Augen des Tieres, um ihre Schwestern zu erschrecken.

Vor jedem der Häuser spielte sich die gleiche brutale Inszenierung ab, durch die Straßen strömte Blut, begleitet vom Geruch des Todes. Die Männer schlitzten die Tiere auf, bargen die Eingeweide, hackten die Beine ab und zogen den Kadavern die Felle ab. Wenn das Gröbste erledigt war, kamen die Frauen mit großen Tabletts, um die Fleischberge im Schmutz der Straße zu zerteilen und unter den beteiligten Familien aufzuteilen. Dann wurde das Fleisch in Beutel gestopft und – bis auf den Festtagsbraten – in die Tiefkühltruhe gepackt.

Ich war schockiert von dem Anblick, nur mühsam gelang es mir, meine Fassungslosigkeit vor den Verwandten zu verbergen. „Wer soll denn das viele Fleisch nur essen?“, fragte ich. „Geht ihr jetzt in die Armenviertel und verteilt es?“ Da lachten meine Gastgeber und sagten: „Wir leben doch selbst schon im Armenviertel. Nein, das Fleisch ist für uns!“ – „Aber warum schlachtet ihr denn überhaupt?“, wollte ich wissen. „In jedem Supermarkt gibt es Fleisch zu kaufen, wozu das Ganze?“ Meine Verwandten verstanden mich nicht. „Wir können es uns leisten, und es ist unsere Pflicht vor Gott“, sagten sie.

Es ging gar nicht mehr um den spirituellen Geist des Festes, um das Teilen und das Almosen für Bedürftige, sondern es war eine Prestigeangelegenheit geworden, bei der anderen gezeigt werden sollte: Seht her, wir können es uns leisten, ein Rind zu schlachten – und nicht nur ein Lamm.

Die Bilder dieses Tages ließen mich lange nicht los. Vor allem beschäftigte mich die Frage, was dieses alljährliche Ritual für die Männer bedeuten mochte, die sonst Schneider oder Schlosser, Buchhalter oder Verkäufer sind – und einmal im Jahr Herren über Leben und Tod. Einmal im Jahr nehmen sie den Dolch in die Hand, um mitleidslos eine Kreatur zu töten – um Gott zu dienen, behaupten sie.

Die türkische Regierung hat das eigenhändige Schlachten untersagt, ausgebildete Schlachter sollen auf extra eingerichteten kommunalen Schlachtplätzen den entscheidenden Schnitt ansetzen. Die Familien, bei denen ich zu Besuch war, wussten das, aber niemanden interessierte es, auch die Polizei nicht. Illegales Schlachten wird mit einer Strafe von bis zu 500 Euro sanktioniert. Aber niemand wird belangt. Die Vorschriften sind für die Europäer gemacht worden, damit man in Brüssel etwas vorweisen kann. Was tatsächlich passiert, ist etwas anderes. Und so färbt sich der Bosporus Jahr für Jahr von neuem rot vom Blut Millionen getöteter Tiere.

Selbst die Zeitung Hürriyet stellte am 21. Januar 2005 resigniert fest, dass das diesjährige Opferfest wieder „zu einem blutigen Drama“ geworden sei: „Es gab offizielle Schlachthäuser, aber für viele Bürger schien der Weg dahin offensichtlich zu weit, sie wollten es eigenhändig bei sich zu Hause, im Garten oder auf der Straße erledigen. Sie gingen in Parks, auf die Straße, auf den Balkon, sogar auf Kinderspielplätze. Sie banden die Tiere an Bäume und an Laternenpfähle, auf Spielplätzen an die Kinderschaukeln und an die Basketballkörbe und hinterließen überall blutige Spuren. Innereien, Pansen, abgeschlagene Köpfe ließ man zurück. Ganz Istanbul war ein Blutbad. Dieses Land will nach Europa, und allen soll gezeigt werden, dass wir dafür bereit sind. Aber dieser Tag war ein heftiger Rückschlag.“ (…)

„Als ich kürzlich für vier Wochen in der Türkei war, habe ich beschlossen, Allah einen Widder zu opfern“, erzählte ein bekannter türkischstämmiger Schriftsteller am 30. September 2004 in der „Zeit“. Er glaubte, ein Tier schlachten zu müssen, um sich seiner selbst und seines Glaubens zu vergewissern oder, wie er sagt, „seinem Gott zu opfern“. Fasziniert den Geistesarbeiter die Bluttat? Was will er uns damit sagen – ich bin ein gläubiger Muslim? Oder: Seht her, ich bin ein echter Kerl? Oder: Ich töte für Allah? Man könnte diesen Rückfall eines in der aufgeklärten europäischen Kultur aufgewachsenen Intellektuellen in eine barbarische Tradition für die spinnerte Marotte eines Einzelnen halten – wenn sein selbstbewusstes Bekenntnis zu dem Blutopfer nicht zugleich symptomatisch wäre. So wie Mohammed im Jahr 624 nach Christi Geburt nicht versucht hat, das Christentum weiterzuentwickeln, sondern sich auf Abraham berufen hat, um den Ursprung der eigenen Religion zeitlich vor den des Christentums zu verlegen, so agiert auch der Islam heute. Der Rückgriff auf archaische Traditionen ist die Rückkehr zur „wahren“ Religion.

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Kewil hat herausgefunden, um wen es sich bei dem “Schriftsteller” handelt: Es ist der Linke Feridun Zaimoglu, der solches in einem Interview mit der “Zeit” am 30. September 2004 (#41) äußerte. Das Titelbild der Zeitung ist noch aufzufinden, das Interview ist inzwischen – anders als ältere und jüngere Spuren Zaimoglus – spurlos verschwunden.

Necla Kelek, die manchmal etwas unscharf wird, wenn sie meint, sich als Mohammedanistin behaupten zu müssen, die aber ganz ausgezeichnete Texte hinlegt, wenn sie sich davon befreit wähnt, trifft den Nagel auf den Kopf, da sie schreibt: “So wie Mohammed im Jahr 624 nach Christi Geburt nicht versucht hat, das Christentum weiterzuentwickeln, sondern sich auf Abraham berufen hat, um den Ursprung der eigenen Religion zeitlich vor den des Christentums zu verlegen, so agiert auch der Islam heute. Der Rückgriff auf archaische Traditionen ist die Rückkehr zur ‘wahren’ Religion.”

Hierbei kann angemerkt werden, dass die Vorverlegung des Mohammedanismus eher als ideologischer Kunstgriff in konkreter Gegnerschaft zu Judentum und Christentum gesehen werden kann, dass die inhaltliche Rückbesinnung aber nicht einfach eine allgemeine Rückbesinnung im Sinne eines “früher war alles besser” ist, sondern explizit die Rückbesinnung auf die brutalsten, rücksichtslosesten und wahnsinnigsten Aspekte der (arabischen) Vergangenheit. Vor Klo H. Metzel hatten die Frauen beispielsweise weitreichende Rechte und Freiheiten, welche dieses Monster rigoros einschränkte (6). Insofern ist Kommentator Flash m.E. aus christlicher Sicht zuzustimmen, der zum vorherigen Beitrag auf diesem Blog schrieb (7): “Der Islam ist die Antithese zum Christentum. Jeder einzelne „Wert“ des Christentums – pervertiert.”

Martin Vorländer, Dimmi und Vikar in der Türkei, hatte von all dem überhaupt nichts begriffen, als er 2004 schrieb (8):

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“Die Kreuzkirche hat keine festen Kontakte auf institutioneller oder persönlicher Ebene zu muslimischen Vertretern oder Nachbarmoscheen. Meine Erfahrungen beschränkten sich von daher auf Beobachten und Miterleben des islamisch geprägten Alltags. Man gewöhnt sich an den vielstimmigen, nicht unbedingt abgestimmten Gebetsruf der umliegenden Moscheen. Man lernt, die mit fortschreitender Fastenzeit zunehmende Gereiztheit im Istanbuler Straßenverkehr einzukalkulieren. Es ist ein Erlebnis, wenn an Kurban Bayrami, dem Opferfest, die muslimischen Nachbarn auf dem Lagerplatz des Gemüsehändlers vis à vis der Kirche eine Kuh schächten und das Fleisch eimerweise im Viertel verteilen. In den Abendnachrichten werden alljährlich die Bilder der ausgebrochenen Kühe gezeigt, die vor dem Schächtmesser auf Autobahnen oder Spielplätze flüchten konnten.”

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Was für ein ignorantes, gefühlloses Obera*schl*ch! Einen weiteren, sehr wichtigen Aspekt nennt indessen Frau Kelek, indem sie die privaten aber öffentlichen Schlachtungen genau beschreibt.

Was mag dieses schaurige Schauspiel in den vielen Kinderseelen anrichten? Wie mag es sich auf ihre Fähigkeit zu Empathie, Konstruktivität und Zusammenarbeit auswirken? Auf ihr Verhältnis zu Gewalt, zum Töten, wenn es als “Freudenfest” daherkommt und als Alltäglichkeit? Wenn die Tieropfer verspottet werden? Wenn alles voller Blut und Tod und Leichenresten ist? Wenn man diesem grausigen Treiben in der ganzen Türkei nicht mehr entkommen kann?

Wie in einer Verbrecherbande oder einem Satanistenzirkel wird JEDER gezwungen, sich zu versündigen, und die Kinder werden von klein auf an das Töten und Sterben und an die Selbstverständlichkeit zu töten, wenn man die Macht dazu hat, gewöhnt.

Es wäre übrigens m.E. naiv zu glauben, dass der Genehmigung von Halal-Food in Deutschland NICHT letztendlich eine Blutorgie wie die türkische folgen würde. Das ist ein allgemein-mohammedanistischer Ritus – schockierend daran besonders in Bezug auf die Türkei ist lediglich die Vorstellung, dass IM ERNST überlegt wird, dass dieses barbarische Land unserer Zivilisation beitreten könnte.

Wie man auch hier jedenfalls deutlich sieht, ist die Renaissance des Mohammedanismus gleichbedeutend mit einer Renaissance des Mordens und Schlachtens, des Schlechten im Menschen, welches jener hervorbringt und fördert.

Aber so deprimierend will ich heute nicht enden und bringe Ihnen daher im Folgenden ein Kapitel aus dem Buch “Immer lustig in Bullerbü” (Oetinger 1988) der großartigen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren (9), welches die Sicht des Westens bestens illustriert.

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Ich bekomme ein Lamm

Am lustigsten ist es vielleicht im Frühling. Inga und ich versuchen immer herauszufinden, wann es am lustigsten ist. Inga findet, es ist im Sommer am lustigsten, und ich finde, es ist im Frühling am lustigsten. Und dann natürlich zu Weihnachten – das findet Inga auch.

Nun will ich etwas erzählen, was im Frühling geschah. Wir haben eine ganze Menge Schafe hier in Bullerbü, und die bekommen jedes Jahr Lämmer. Lämmer sind das Niedlichste, was es gibt. Sie sind niedlicher als Kätzchen und junge Hunde und Ferkel. Ich finde, sie sind beinahe noch niedlicher als Kerstin – aber das wage ich nicht zu sagen, wenn Ole in der Nähe ist.

Während der Zeit, in der die Schafe ihre Lämmer bekommen, laufen wir jeden Morgen zum Schafstall, um zu sehen, wie viele Lämmchen in der Nacht hinzugekommen sind. Wenn man die Tür zum Schafstall öffnet, blöken alle Schafe, so sehr sie können. Die Lämmer blöken zart und fein und nicht so dumpf wie die Mutterschafe und die Schafböcke. Fast jedes Mutterschaf bekommt zwei Lämmer.

An einem Sonntagmorgen, als ich in den Schafstall hinunterkam, sah ich ein Lamm tot im Stroh liegen. Ich lief sofort zu Papa und erzählte es ihm. Und er kam gleich mit und sah nach, warum das Lamm tot war. Es war gestorben, weil das Mutterschaf keine Milch im Euter gehabt hatte. Das arme, arme Lamm! Es hatte sterben müssen, weil es nichts zu essen bekommen hatte. Ich setzte mich auf die Schwelle zum Schafstall und weinte. Bald kam auch Inga und erfuhr alles und da weinte sie auch.

„Ich will nicht, dass Lämmer sterben müssen!“, sagte ich zu Papa.

„Das will doch niemand“, sagte Papa. „Aber hier ist noch eins, das wohl sterben muss.“

Er zeigte auf ein kleines Lamm, das er im Arm hielt und das ganz elend aussah. Es war der Bruder des toten Lamms. Es konnte natürlich auch keine Milch von seiner Mutter bekommen. Und Milch ist das Einzige, was neugeborene Lämmchen essen können. Deshalb sagte Papa, dass wir das Brüderchen des toten Lamms schlachten müssten, damit es nicht verhungern musste. Als wir das hörten, weinten Inga und ich noch mehr. Wir weinten ganz schrecklich.

„Ich will nicht, dass Lämmer sterben müssen!“, schrie ich und warf mich auf die Erde.

Da hob Papa mich auf und sagte: „Nicht weinen, Lisa!“ Und dann sagte er: „Du könntest ja versuchen, das kleine Lamm mit der Flasche aufzuziehen. Genau wie ein Wickelkind.“

Oh, wie wurde ich froh – ich glaube nicht, dass ich jemals so froh gewesen bin. Ich hatte gar nicht gewusst, dass man Lämmer füttern kann wie Wickelkinder. Papa sagte, ich solle nicht allzu sicher sein, dass es mir gelingen varde. Er glaubte, das Lamm varde trotzdem sterben, aber wir könnten es ja einmal versuchen.

Inga und ich liefen zu Tante Lisa. Sie gab uns eine Flasche mit einem Sauger. Daraus hatte Kerstin ihre Milch bekommen, als sie noch ganz klein gewesen war. Dann liefen wir wieder zu Papa.

„Papa, könnten wir dem armen Lämmchen nicht etwas Sahne zu trinken geben?“, fragte ich.

Aber da sagte Papa, wenn ich dem Lamm Sahne gäbe, würde es krank werden. Sein Magen könnte nur Milch vertragen, die mit Wasser verdünnt sei. Papa half mir, die Milch zu verdünnen, und wir wärmten die Flasche in heißem Wasser. Dann steckte ich dem Lamm den Sauger ins Mäulchen. Und, stellt euch vor, es begann sofort zu saugen. Man konnte sehen, wie hungrig es war.

„Jaja, nun bist du die Pflegemutter von diesem Lammkind“, sagte Papa. „Aber es muss von früh bis spät zu essen bekommen. Du darfst also nicht die Lust verlieren.“

Inga sagte, wenn ich die Lust verlieren sollte, brauchte ich ihr nur Bescheid zu sagen, sie würde das Lamm sehr gern für mich füttern. Aber ich sagte:

„Haha, du glaubst doch wohl nicht, dass man die Lust verliert, Lämmchen zu füttern?“

Ich taufte das Lamm Pontus und Papa sagte, es sei nun mein eigenes Lamm. Es war ein Glück, dass alles geklärt war, bevor Lasse und Bosse an diesem Sonntagmorgen aufwachten, sonst hätte es bestimmt Krach gegeben wegen Pontus, glaube ich.

„Dass man sich an einem Sonntag nicht einmal richtig ausschlafen kann, ohne dass Lisa gleich ein Lamm bekommt“, sagte Lasse und war ein bisschen böse, weil nicht er es gewesen war, der Pontus bekommen hatte.

In der ersten Zeit waren immer alle Kinder aus Bullerbü dabei, wenn ich Pontus fütterte. Aber bald verloren sie alle die Lust.

Es ist eigentlich merkwürdig, wie hungrig Lämmer sind. Mir scheint, sie sind fast immer hungrig. Jeden Morgen, bevor ich zur Schule ging, rannte ich zum Schafstall und gab Pontus zu trinken. Sobald er mich sah, kam er angelaufen und wackelte mit seinem kleinen Stummelschwanz und blökte ganz süß. Er war vollkommen weiß, aber auf der Nase hatte er einen kleinen schwarzen Fleck; man konnte ihn also gut von den anderen Lämmern unterscheiden. Agda gab ihm die Flasche, wenn ich in der Schule war. Aber sobald ich nach Hause kam, musste ich ihm eine neue Mahlzeit geben. Und spät am Abend musste Pontus wieder etwas haben. Einmal bat ich Inga, Pontus zu füttern, aber da sagte sie:

„Morgen! Heute habe ich keine Zeit.“

Aber ich hatte Papa ja versprochen, Pontus zu füttern und die Lust nicht zu verlieren – und das tat ich auch nicht. Denn ich hatte Pontus schrecklich gern. Am liebsten mochte ich ihn, weil er sich so freute, wenn er mich sah. Pontus dachte sicher, ich sei seine richtige Mama. Ich fragte Lasse und Bosse, ob sie nicht auch glaubten, dass Pontus glaube, ich sei seine richtige Mama, und da sagte Lasse:

„Sicher glaubt er das. Du siehst doch genauso aus wie ein Schaf«

Eines schönen Tages sagte Papa zu mir, ich müsse Pontus beibringen, seine Milch aus einer Schüssel zu trinken. Er könne ja schließlich nicht aus der Flasche trinken, bis er ein großer Schafbock sei.

Armer Pontus! Er konnte einfach nicht begreifen, warum ich ihm plötzlich eine Schüssel vor die Nase setzte. Er wusste nicht, wie er es anstellen sollte zu trinken. Er schnupperte an mir herum, suchte die Flasche und blökte kläglich.

Bosse war dabei und sah zu. „Trink schon die Milch“, sagte er zu Pontus. „Sei nicht so dumm, du brauchst nur anfangen zu trinken.“

Ich wurde sehr böse auf Bosse.

„Pontus ist doch nicht dumm“, sagte ich. „Du hast keine Ahnung von Lämmern.“

Aber Pontus schnupperte nur an der Milch herum und blökte und war traurig.

Auf jeden Fall verstehe ich mich besser auf Lämmer als Bosse. Denn ich fand den Kniff! Ich steckte meine Hand in die Milch. Und denkt nur, da begann Pontus, an meinen Fingern zu saugen. Er saugte und saugte und schlürfte auf diese Weise die ganze Milch in sich hinein. Etwas kleckerte natürlich daneben.

Einige Zeit saugte Pontus seine Milch von meinen Fingern. Aber eines Morgens, als er so richtig, richtig hungrig war, konnte er nicht abwarten, bis ich meine Hand in die Milch getaucht hatte. Er fing einfach an, allein zu trinken. Und es ging großartig. Danach brauchte er nie mehr an meinen Fingern zu saugen. Das war eigentlich schade, denn er war so lieb, wenn er dastand und saugte.

Als es im Frühling wärmer wurde, ließ man die Schafe auf unsere Weide. Und die Lämmer sollten lernen, Gras zu fressen. Milch brauchten sie aber immer noch. Nun ging ich also jeden Tag mit meiner Milchschüssel zur Schafweide hinaus. Wenn ich an den Zaun kam, stellte ich mich nur hin und rief, so laut ich konnte, „Pontus“. Dann hörte man ein zartes Blöken weit hinten auf der Weide, und Pontus kam in voller Fahrt angerast und sein kleines Stummelschwänzchen wackelte hin und her.

Jetzt ist Pontus so groß geworden, dass er keine Milch mehr trinkt. Er frisst Gras und knabbert Blätter und ist sehr brav und wird sicherlich noch ein großer, prächtiger Schafbock.

Wer weiß, vielleicht bekomme ich noch öfter in meinem Leben Lämmchen. Oder vielleicht Hunde oder Katzen oder Kaninchen. Aber nichts so Liebes wie Pontus. Nie, nie, niemals werde ich ein Tier so gern haben, wie ich Pontus gern habe.

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Time am 26. Oktober 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Schächten
2) http://www.tierschutz.cc/dachverband/docs/aussendungen/aus169.html
3) http://www.freiheit-fuer-tiere.de/zeitschriftausgaben/ausgabe207/tierschutzrecht/protestgegenbetaeubungslosesschaechten.html
4) http://www.amazon.de/Die-verlorenen-Söhne-Befreiung-türkisch-muslimischen/dp/3442154367/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1288113339&sr=8-1
5) http://kewil.myblog.de/kewil/340
6) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/08/alla-hasst-frauen/
7) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/25/dont-feed-the-parasite/#comment-710
8- http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:peh_1KUaYUMJ:www.lutherspass.de/ausland_oekumene/berichte/2004/reader_2004_36_Istanbul.html+sch%C3%A4chten+istanbul&cd=70&hl=de&ct=clnk&gl=de
9) http://de.wikipedia.org/wiki/Astrid_Lindgren

 

Glauben Sie nicht an den Osterhasen

5. Februar 2010

Zwei Leser der FAZ bedeuten heute den anderen, wo der Hase begraben liegt. Lesen Sie zunächst Dr. Peter Jost Liebig.

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Angesichts des Afghanistan-Dilemmas, das schon traumatische Züge annimmt, sollten wir uns auf den Klassiker besinnen, der die Bedeutung und das Zusammenspiel von Politik, Strategie und Taktik eindeutig beschrieben hat – Clausewitz. Vereinfacht gesagt: Politik bestimmt das Ziel, Strategie beschreibt den Weg zum Ziel und Taktik gibt die einzelnen Schritte auf dem Weg zum Ziel vor. Worin also besteht das Ziel der Politik, wenn – wie Kohler schreibt – das Kriegsziel der “Westminster-Demokratie” aufgegeben ist? Es geht nur noch darum, wie man einigermaßen heil und unter Wahrung des eigenen Gesichts aus dem Dilemma herauskommt. Ein klares politisches Ziel, außer die eigene Haut zu retten, besteht nicht.

Worin besteht nun die “neue Strategie”? Im Osten nichts Neues, muss man in Anlehnung an Remarque feststellen. Die minimale Aufstockung der Einsatzkräfte und die Verdoppelung der Entwicklungshilfe, die vor allem in die Taschen der Taliban fließen wird, sind nur, wie ein Bundeswehrgeneral schon richtig festgestellt hat, ein Tropfen auf den heißen Stein. Und wie steht es um die Taktik? Da fragt man sich, ob die Berliner Politiker noch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen glauben. Überläufern will man Arbeitsplätze, Fortbildungen oder Land anbieten, wohl wissend, dass sie dafür geköpft werden. Die unwilligen Taliban sollen in ein Drittland umgesiedelt werden. Ein Versöhnungsprogramm soll in einer großen Versammlung aller ethnischen Minderheiten beschlossen werden.

Wie weit kann man sich noch von den Realitäten in Afghanistan entfernen? Wie naiv muss man sein und wie ignorant gegenüber allen geschichtlich überlieferten Schreckensherrschaften, die aus fanatischen religiösen Überzeugungen heraus die Menschheit gepeinigt haben, um zu glauben, man könne mit den Taliban einen Frieden schließen, der nicht wieder in den islamischen Terror führt?

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Wenn es Ali Ashraff nicht gäbe, müsste der Counterjihad ihn erfinden:

Zu Heike Schmolls Bericht in der F.A.Z. vom 1. Februar (1): Wenn ein Lehrstuhlinhaber in Münster (ein vom Christentum konvertierter “Muslim”) sogar die Existenz des Propheten Mohammed bestreitet, ist es nicht verwunderlich, dass Muslime, die ihr “Muslimsein” von diesem Propheten Mohammed ableiten, davon ausgehen, dass einflussreiche Kreise in Deutschland mit pseudowissenschaftlichen Argumenten die starke und unerschütterliche Bindung der Muslime an Mohammed und an den von ihm verkündeten Koran brechen oder zumindest schwächen wollen. Menschen, die sich als Muslime bezeichnen, wie Mohammed Kalisch, Bassam Tibi (“Euro-Islam”) oder die Journalistin Necla Kelek, die den Glauben der Muslime an Gott, Koran und den Propheten durch Aufklärung “reformieren” wollen, werden bei nahezu allen gläubigen Muslimen keine Anerkennung finden. Der Glaube an die Einheit und Einzigkeit Gottes und an seinen Diener Mohammed bilden das ewig gültige Fundament des Islams.

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Von Ali Arschab und seinem falschen Hasen Klohamett noch mal zum O-Hasen: Die oben stehende Karikatur von Greser & Lenz, welche den Titel der FAZ vom 22. März 2008 geschmückt hatte, verführte den Dimmi und Vollhonk Dr. Josef Schönberger am 5. April zu folgendem denkwürdigen Leserbrief :

Diese Zeichnung beschämt mich tief als F.-A.Z.-Leser und DEUTSCHEN. Warum muss Ihre an sich seriöse Zeitung jetzt mitmachen beim WETTBEWERB des Muslime-Beleidigens? Der Osterhase – ein tief sitzendes, wenn auch albernes christliches Symbol – wird von bewaffneten Muslimen bedroht. Jeder weiß, dass Talibane Muslime sind. Also entsteht die Assoziation im Kopf: Die Muslime bedrohen unser Ostern, also unser Christentum, also sind sie Terroristen. Diesen Funken Psychologie möchte man Ihnen zutrauen. Ihre Zeitung begibt sich hier auf ein sehr tiefes Niveau. Sie hilft mit, das Feuer der Ressentiments zu schüren. Wenn Muslime dann AUFBEGEHREN, zornig werden, dann tun die Zeitungen wie UNSCHULDSLÄMMER: Wieso regen die sich auf? Wir haben doch Pressefreiheit! Die Pressefreiheit VERKOMMT hier, wie bei den Mohammed-Karikaturen, zu der Freiheit, mit beliebiger Gemeinheit andere Religionen zu demütigen und Vorurteile zu schüren. Ich habe als Christ am Sonntag mit Muslimen Ostern und Nevruz gefeiert und ihnen Ihre Karikatur gezeigt. Die Muslime und auch die Deutschen waren TIEF getroffen. Einer der Muslime stand auf, NAHM MICH IN DEN ARM UND WIR WEINTEN BEIDE. Es TUT SO WEH, wenn die Medien auf den religiösen Gefühlen anderer Kulturen HERUMTRAMPELN und das Freiheit nennen. Wenn das Ihr intelligentester grafischer Beitrag zu Ostern ist, dann haben Sie NICHTS von Ostern begriffen und nichts von ANSTAND, Menschlichkeit und differenzierter Betrachtung im Umgang mit anderen Kulturen, also vom emotionalen Teil der Globalisierung. Wenn ein Deutscher eine ähnlich dämliche Karikatur über die Juden veröffentlicht, wird er verhaftet. Warum gilt nicht gleiches Recht für alle? Müssen wir erst MILLIONEN MUSLIME UMBRINGEN, bis eine gesetzlich verordnete MORAL uns zum RESPEKT ZWINGT?

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Mr. Moe (2) schrieb mehr dazu und verwies auch auf einen Beitrag von Wiglaf Droste aus der „taz“ vom 17. 10. 2006, aus dem ich hier abschließend ein Fragment bringe (3):

(…) Feridun Zaimoglu, bekennender gläubiger Muslim und im Schlepptau von Günter Grass 2005 als Reklameonkel für die Sozialdemokratie vollends zur Seife geworden, verkündete zur selben Zeit und ebenfalls in der taz: “Ich plädiere für die Freiheit der Kunst, doch mit religiösen Gefühlen sollte nicht gespielt werden.” Da taten mir die religiösen Gefühle plötzlich richtig leid. Keiner soll mit ihnen spielen? Das ist gemein, so gemein, hundsgemein. Auch religiöse Gefühle fangen ja klein an; man muss sich nur vorstellen, dass sie von allen anderen Kindern gemieden und geschnitten werden – höchstens patriotische, vaterländische, nationale Gefühle, mit denen kein vernünftiger Mensch etwas zu tun haben möchte, spielen noch mit den ihnen nahe verwandten religiösen Phantomgefühlen. Das wäre doch fies, oder? Deshalb gilt: Haben wir Mitleid, zeigen wir Mitgefühl – spielen wir mit religiösen Gefühlen. Sie sind zwar nicht besonders helle und meistens auch ziemlich langweilig, aber wir sollten sie schon aus eigenem Interesse nicht der ihnen innewohnenden Humorlosigkeit überlassen. Spielen wir mit religiösen Gefühlen wie mit Körperteilen, die wir besonders gern mögen. Dameln und dölmern wir mit religiösen Gefühlen herum – anders werden ihre stolzen Besitzer niemals lernen, dass auch der schönste Glaube keine Legitimation dafür ist, andere Menschen zu belästigen.

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Time am 5. Februar 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/02/01/der-deutsche-funfzigjahresplan/
2) http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/04/05/wasser-marsch/
3) http://www.taz.de/?id=archivseite&dig=2006/10/17/a0193


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