Mit ‘Gernot Rotter’ getaggte Artikel

Ist ja saaa-gen-haffft!

27. April 2013

Waaahnsinn!

Wie unendlich weit die mohammedanistischen Staaten und natürlich auch die Torkei von westlichen Standards entfernt sind, wird immer wieder grade auch durch scheinbare Kleinigkeiten deutlich.

Dem obigen Artikel aus den „Deutsch-türkischen Nachrichten“ (1) kann man entnehmen, dass es bisher in KEINER torkischen Stadt einen Stadtpark gibt, denn auch im riesigen von den Torks besetzten Konstantinopel sind zwei Parks seit drei Jahren grade erst am Entstehen. In jeder der 81 Provinzen der Torkei soll es in Zukunft mindestens EINEN Park geben. Ist ja gaaanz toll!

ZahnputzholzSo wie sie keine Stadtparks kennen, so benutzen sie auch keine Zahnbürsten, sondern „Sewak/Miswak Zahnputzhölzer“ (2), denn die hat schon Klo benutzt, wie wir der Sira (Ishak/Rotter, Spohr Vlg. 1999, S. 255 f.) entnehmen können. Dort heißt es:

„An jenem Tag kam der Prophet von der Moschee zurück und legte das Haupt in meinen Schoß. Da trat ein Mann aus der Familie Abu Bakrs ein. In der Hand trug er ein grünes Zahnputzholz, und als ich den Blicken des Propheten entnahm, daß er das Holz gerne gehabt hätte, fragte ich ihn: ‘Möchtest du das Zahnputzholz?’ Er bejahte. Ich nahm das Hölzchen, kaute es für ihn weich (Zweitnutzerin, T.) und gab es ihm (Drittnutzer, T.). Er rieb sich damit so gründlich die Zähne, wie ich es noch nie bei ihm gesehen hatte, und legte es beiseite. Dann bemerkte ich, wie mir sein Kopf auf meinem Schoße schwer wurde, und als ich ihm darauf ins Antlitz sah, waren seine Augen starr. Er sprach: ‘Ja! Der Erhabenste (bitte klein schreiben, T.) Gefährte ist Der (bitte klein schreiben, T.) im Paradies!’ ‘Bei Dem (bitte klein schreiben, T.), Der (bitte klein schreiben, T.) dich mit der Wahrheit gesandt hat! Du wurdest vor die Wahl gestellt und hast gewählt!’ antwortete ich, und der Gesandte Gottes verschied.“

Buhari zufolge hat Klo es mit dem Zähneputzen aber nicht übertrieben. In XI/6, Recl. S. 159 heißt es:

„Über das Putzen der Zähne am Freitag. Abu Sa’id berichtet, der Prophet habe sich regelmäßig die Zähne geputzt.“

Regelmäßig an jedem Freitag halt. So wie es die Mohammedanisten mit dem Zähneputzen und den Stadtparks nicht übertreiben, sollten wir es mit dem Mohammedanismus nicht übertreiben.

Tatsächlich muss er dekonstruiert werden – vollständig!

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Time am 27. April 2013

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1)
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/04/474413/mehr-lebensqualitaet-parks-sollen-in-tuerkischen-staedten-die-regel-werden/

2)
http://www.muslim-shop.com/GESUNDHEIT-PFLEGE:::108.html?XTCsid=3d9bdd5bd8b609814f2579a125c52311

Klos Kadaver

9. März 2013

Wrack

Durch die „Free Minds“ (1) bin ich auf eine interessante, dem ermordeten türkischen Atheisten Turan Dursun gewidmete Website gestoßen (2), von der ich Ihnen folgenden (leicht redigierten) Text vorlegen möchte (3).

Egal, ob man religiös ist oder nicht, es wird evident, dass die Geschichte, die die mohammedanistischen Grundlagentexte erzählen, brutal, barbarisch, hoffnungslos, unheilig und poesielos ist. Von Göttlichkeit oder auch nur Inspiration findet sich keine Spur, und das schließt auch alle Beschreibungen des Unruhestifters Klo H. Metzel ein.

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Mohammeds Leichnam wurde drei Tage lang liegen gelassen

Nachdem der islamische Prophet Mohammed starb, gerieten seine Gefährten in einen Machtkampf und sein Leichnam wurde drei Tage lang liegen gelassen.

Der Monat, indem Mohammed starb, war der Juni, einer der heißesten Monate der Jahreszeit. Es gab damals keine Möglichkeit, gegen die Hitze anzukämpfen. Wegen der Machtposse um die Kalifatsnachfolge blieb aus diesen Gründen der Leichnam drei Tage lang in der Sommerhitze liegen. An dieser Stelle ist es sicherlich nicht schwierig sich vorzustellen, wie verwest der Kadaver gewesen sein muss. Der Leichnam blieb drei Tage lang liegen; aber Aisha war zuhause und Abu Bakr und Omar schmiedeten in diesen drei Tagen Pläne für die Übernahme des Kalifatsamts. (1)

Zur Frage, wie lange Mohammeds Leichnam liegen gelassen worden sei, gibt es verschiedene Überlieferungen. Generell wird von drei Tagen ausgegangen. Vor allem dieser Satz Aishas ist interessant: „Wir haben erst am Mittwochmorgen durch die Verkündigung von der Bestattung des Leichnams gehört: es hieß, dass Mohammeds Leichnam heute bestattet worden sei.“ Unter denen, die von den Worten Aishas berichteten, befinden sich Wortführer von Konfessionen, wichtige Historiker und Koranexegeten, es ist also nichts, was weit hergeholt wäre. Wie kommt es aber, dass der Leichnam ihres Ehemanns drei Tage lang liegen blieb, später begraben wurde und Aisha davon erst von anderen Personen hörte? Derweil weinte Fatima vor dem Grab ihres Vaters, redete mit dem Volk und sprach Gedichte zu ihrem Vater. Es gibt aber auch Texte, nach denen Mohammed seine letzten Tage im Hause Aishas verbrachte und dort starb.

Als Omar das Haus von Ali überfiel, sagt Fatima: „Ihr habt den Leichnam meines Vaters liegen gelassen und seid euren Interessen gefolgt; was wollt ihr von uns?“ Und folgende Worte sagte sie, als Omar und Abu Bakr zu ihnen kamen, um sie und Ali von Abu Bakr als neuem Kalifen zu überzeugen: „Mit Leuten, die uns in unserer schwersten Stunde mit dem Leichnam alleingelassen haben, haben wir nichts zu tun; weder habt ihr uns eine Erlaubnis gegeben, noch mit irgendwelchen Rechten ausgestattet.“ (2)

(1) Ibn Kathir, Al-bidaya wa-n-nihaya, 5/292 (Kapitel: „Wann wurde Mohammed bestattet?“); Ibn Hischam, Sira, 4/315; (In der deutschen Übersetzung von Gernot Rotter (Spohr 1999) heißt es, Klo sei am Montagmorgen verstorben (S. 255) und in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag begraben worden (S. 258). Als Grund für die lange Zeit dazwischen erscheint hier der Streit seiner Anhänger darüber, wo er begraben werden solle. Man begrub ihn demnach schließlich unter seinem Bett. Merkwürdig finde ich es, dass der genaue Platz nicht mehr bekannt ist, und dass dem Diktator kein bedeutendes Grabmal errichtet wurde. Offenbar wurde er überhaupt nur deshalb bestattet, weil der Gestank der Leiche unerträglich geworden war. T.); At-Tabari, Tawrih, 3/217. (Kapitel: „Wann starb er, wann wurde er beigesetzt?“)

(2) Ibn Qutaiba, Al-Imama wa al-Siyasa (unter „Abu Bakr“), S. 21; Umar Rida Kahhalah, A’lam al-nisa, 4/114

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Time am 9. März 2013

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1)
http://freeminds.blogsport.eu/

2)
http://turandursun.com/deutsch/

3)
http://turandursun.com/forumlar/showthread.php?t=30634 

Lesen Sie auch:

http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/sira-5-himmel-und-tod/

Aus meinem Giftschrank (#20)

17. März 2011

Trendy und fröhlich kommen sie daher: Melih Kesmen und seine Frau Yeliz mit ihrem Unternehmen „Styleislam“ (1) und ihren zugegebenermaßen professionell ausschauenden Designprodukten. Der Eindruck des Moderaten täuscht, vor ihrer Haustür muss der Gast die Schuhe an einer Matte in Form der Schweizer Nationalflagge reinigen, sie werben kaum verhohlen für die Reconquista Spaniens und behaupten das Geborensein der Mohammedanisten als Mohammedanisten (2). Die obenstehenden Wallpapers zum freien Download zeigen, dass es den Orks, und zwar allen von ihnen, wie stets ganz bescheiden um alles geht. Dass sie im Westen ungehindert ihren Glauben und ihre peinlichen Rituale  ausüben können, ist ihnen nicht genug. Sie zwingen ihre Frauen auch, die Zugehörigkeit zur Ideologie durch auffällige Bekleidung zu demonstrieren, während sie selbst angepasst und feige normale Kleider tragen. Geschlechtsmarkierung für Frauen, das Kopfuch mussmussmuss sein. Dabei ist davon im Kloran noch nicht einmal eindeutig die Rede, er wendet sich vielmehr dagegen, dass die Frauen nackt oder halbnackt herumlaufen (3), Sure 24/31 (Max Henning, Reclam 1969, S. 332):

„Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke niederschlagen und ihre Scham hüten und dass sie nicht ihre Reize zu Schau tragen, es sei denn, was außen ist und daß sie ihren Schleier über ihren BUSEN schlagen und ihre Reize nur ihren Ehegatten zeigen oder ihren Vätern oder den Vätern ihrer Ehegatten oder ihren Söhnen oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Ehegatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder den Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die ihre Rechte besitzt (ihren Sklaven, T.), oder ihren Dienern, die keinen Trieb haben, oder Kindern, welche die Blöße der Frauen nicht beachten. Und sie sollen nicht ihre Füße zusammenschlagen, damit nicht ihre verborgene Zierat bekannt wird (Grigull (4) schreibt hier: „Auch sollen sie ihre Füsse nicht so werfen,… T.“).

Da die Scham grade dann verborgen wird, wenn Füße bzw. Beine ZUSAMMENgestellt werden, muss es sich bei Hennings unsinniger Übersetzung um eine bewußt oder unbewußt fehlerhafte handeln. Wenn man die einleuchtendere von Grigull hinzuzieht, wird klar, dass Klo H. Metzel zwar eine Kleidervorschrift für die Frauen erlassen hat. Diese betraf aber NICHT die Verhüllung des Kopfes oder des Gesichtes, sondern die Verhüllung der Brüste und des Intimbereichs. Ganz offenbar liefen die Frauen zu Mohammeds Zeiten so häufig unbekleidet so ungeniert herum, dass Klo hier im Interesse der Zurückdrängung seiner unstillbaren Sexgier einen Riegel vorschieben wollte.

Hierzu muss man wissen, dass viele Hadithe darüber Auskunft geben, wie erbärmlich und unmanierlich das Leben von Klos Horde war. Da wurde in der Moschee uriniert, die außerordentlich schmutzig war, es gab keine Straßen, man kannte keine Siebe, um die Körner von der Spreu zu trennen sondern warf alles in die Luft, und Klo galt als Musterbild eines reinlichen Menschen, weil er sich einmal in der Woche die Zähne putzte. (5)

Die Orks hatten nicht einmal Toiletten (Sira, Ibn Ishaq, übersetzt von Gernot Rotter, Spohr Vlg. 1999, S.190): „Wir waren Araber und hatten nicht diese gewissen Örtchen in unseren Häusern, wie die Fremden sie haben. Wir ekeln uns davor und verabscheuen sie. Um ein Bedürfnis zu verrichten, pflegten wir ins Freie, außerhalb der Stadt zu gehen. Die Frauen taten dies stets des Nachts.“ Rings um Mekka und Medina: alles zugeschi**en…

Auch in den Hadithen von Buhari (Reclam1991, Dieter Ferchl, S.436f.) wird das Kopftuch als Kleidungsstück allenfalls erwähnt, jedoch nicht zur religiösen Pflicht erklärt: „Gerade waren mehrere Frauen von den Qurais beim Propheten (S), die sich nach einigen Dingen erkundigten. Ihre Stimmen übertönten dabei die des Propheten (S) um ein Vielfaches. Als Umar um Einlaß bat, legten sie schnell ihre Kopftücher an.“

Die Sira, vermutlich entstanden zwischen 750 und 800 n. Chr., zeigt hingegen indirekt die eindeutigen und strengen Verhältnisse rund 150 Jahre nach Klo H. Metzels Tod: “Die Frauen MUSSTEN DAMALS noch keinen Schleier tragen”.

Festzuhalten bleibt, dass das Verhüllungsgebot nicht auf Kloran und Hadithe zurückgeführt werden kann. Wenn man wiederum sieht, wie fanatisch die Orks schon auf Glaubensartikeln herumreiten, die lediglich auf der postklohametzeligen Tradition beruhen, kann man sich ausmalen, wie es um im Hauptkonvolut festgelegte Gesetze wie das Handabhacken bei Diebstahl bestellt ist. Dieses mussmussmuss exekutiert werden. So wie für den angeblich moderaten Imam Idriz (6) die Scharia ein Muss des Mohammedanismus ist, ist das Handabhacken ein Muss der Scharia. Daran kann kein Zweifel bestehen, das ist lediglich abhängig von den Mehrheits- bzw. Machtverhältnissen.

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Time am 17. März 2011

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1)
http://blog.styleislam.com

2)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/05/auch-dumme-verbrecher-sind-verbrecher/
3)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/18/no-sports-no-no-sharia-sports/
4) Theodor Fr. Grigull, Otto Hendel Vlg. Halle a.d.S., 1920, bearbeitet von Michael Brestrich 1990
5)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-3-aint-no-fun-waitin-round-to-be-a-millionaire/
6)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2011/03/16/moslembruter-patrick-bahners/

auch:

http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/08/08/on-topic-burka-again/

Die Lust des Blinden zu führen

18. Juni 2010

“Der Blinde führt die Blinden” von Walter Heckmann (1) 1991

Wolfgang Günther Lerch gedachte in der gestrigen FAZ des Orientalisten Gernot Rotter, der letzte Woche verstarb. Herr Rotter ist u.a. Übersetzer der “Sira”, also der Biografie von Klo H. Metzel (2).

Ob er ein guter Übersetzer ist, kann ich nicht beurteilen, aber es ist natürlich ein großes Verdienst, sich durch den gesammelten Schwachsinn des Lebens eines perversen Irren zu kämpfen, dessen böser Geist heutezutage zu einer Bedrohung für die ganze Welt geworden ist. Auch die beiden Vorworte Rotters zu verschiedenen Auflagen der Biografie sind sachlich.

Dubios mutet allerdings die Gesellschaft an, in die er sich bei der Veröffentlichung begeben hat. Sein Verleger Salim Spohr ist Konvertit, eingefleischer Demokratiefeind, sehr rührig und völlig durchgeknallt (3), was nicht heißt, dass er kein eingefleischter Geschäftsmann wäre (4). Den Klappentext der Sira hat er mit absurdem Gefasel gefüllt. Beim Mohammedanismus gehe es um die “Wiedererneuerung des Glaubens an den einen und einzigen Gott…“, oder: “Betrachtet ein Muslim das Leben seines Propheten in dessen Vielschichtigkeit und Fülle als unvergleichliches Geschenk eines über die Maßen barmherzigen Gottes an die Menschheit, so rühren ihn die vielbezeugte Vortrefflichkeit und Lauterkeit seines Charakters immer wieder zu Tränen“, oder: “das… wirkmächtige Leben dieses wunderbaren Mannes…”.

Dies sind alles andere als wissenschaftliche oder nüchterne Aussagen, das ist dumpfes, romantisches und verlogenes Gesabbel eines kostümierten Narren und angesichts des blutrünstigen Inhaltes der Sira im Grunde ein Skandal. Was man über diesen “wunderbaren” Mann in der Sira lesen muss, ist die Beschreibung eines elend niedrigen Charakters und brutalen Verbrechers, der stolz auf seinen verkommenen Geist ist. Dass Herr Rotter hier nicht nur nicht auf einer Kommentierung bestanden hat, sondern sogar das schleimige Gesülze von “Sheik” Spohr zuließ, sollte ihn der wissenschaftlichen Sphäre zutiefst suspekt machen.

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Er ließ Allahs Plagiator auffliegen

Streiter gegen ein verzerrtes Islam-Bild:
Zum Tod des Orientalisten Gernot Rotter

Drei Männer haben ihn maßgeblich beeinflusst: der Religionswissenschaftler Gustav Mensching, der marxistische Philosoph Ernst Bloch – der ihn in seiner religionsskeptischen Überzeugung prägte – und Josef van Ess, der Tübinger Orientalist, dessen Assistent er eine Zeitlang war. Gernot Rotter war bis zu seiner Emeritierung 1993 Professor für gegenwartsbezogene Orientwissenschaft am Orientalischen Seminar der Universität Hamburg. Er studierte in Bonn Islamwissenschaft zu einer Zeit, da dieses Fach fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit betrieben wurde – von einigen wenigen Leuten, die man damals gern als Exoten bezeichnete. Das hat sich radikal geändert, und Rotter, der sich immer auch für den modernen Orient und die Politik interessierte, war das gerade recht. Wer ihn in Tübingen im Seminar erlebte, schätzte seinen bisweilen an Sarkasmus grenzenden trockenen Humor.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er mit einer publizistischen Arbeit bekannt: In dem Buch “Allahs Plagiator” konnte er zeigen, dass der Journalist und Nahost-Reporter Gerhard Konzelmann in seiner Mohammed-Biographie seitenweise von ihm abgeschrieben hatte, ohne die Quelle anzugeben. Seitdem nahm er immer wieder Stellung zu aktuellen Ereignissen im Nahen Osten, zum Beispiel im Karikaturenstreit. Stets lag ihm dabei am Herzen, ein verzerrtes Islam-Bild im Westen zu korrigieren, gleichzeitig aber auch mit muslimischen Vorurteilen durchaus hart ins Gericht zu gehen.

Der mit einer Arbeit über die “Stellung des Negers in der arabisch-islamischen Gesellschaft bis zum 16. Jahrhundert” bei Mensching promovierte und bei van Ess über die Dynastie der Omajjaden von Damaskus habilitierte Islamkundler kannte den modernen Orient gut, zumal aus den vier Jahren, die er als Direktor des deutschen Orient-Instituts in Beirut verbrachte. Als Orientalist lag sein Schwerpunkt – neben der aktuellen Entwicklung der islamischen Gesellschaften – im Historischen. Seine von ihm herausgegebene Bibliothek Arabischer Klassiker, für die er auch als Übersetzer tätig war, gehört zum Bestand jener Bücher, aus denen sich auch der Laie über klassische Originaltexte der muslimischen Kultur informieren kann. Dazu gehört eine Übertragung der berühmten “Sira rasul Allah” des Ibn Ishaq, der zum Standard gewordenen Propheten-Biographie.

Rotter wurde 1941 in Troppau geboren und war der Sohn des Journalisten Walter Rotter. Mit seinem Bruder zusammen, dem Mittelalter-Historiker Ekkehart Rotter, veröffentlichte er das Werk “Venus, Maria, Fatima” – eine Kritik der Frauenfeindlichkeit in Islam und Christentum. Politisch vorübergehend für die Grünen im Landtag von Rheinland-Pfalz engagiert, blieb er danach ein Ratgeber in Fragen der Migration und Integration muslimischer Menschen in Deutschland. In der vorigen Woche ist Gernot Rotter im Alter von 69 Jahren gestorben.

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Dass Menschen mit Blindheit geschlagen oder eingeschränkt sind, kommt vor. Warum aber drängt es so viele geistig eingeschränkte Menschen in Führungspositionen? Warum wollen sie mit Macht ihre Anschauungen wider den gesunden Menschenverstand oder jedwede Evidenz zur Norm erheben?

Steckt eine perverse Lust dahinter? Sind sie alle gekauft?

Ebenfalls in der gestrigen FAZ kritisierte Kermani-Verteidiger (5) Friedrich Wilhelm Graf (6) einen aktuellen Aufsatz (7) des Niederländers Ian Buruma (8), welcher Ayaan Hirsi Ali als “Fundamentalistin der Aufklärung” bezeichnet hatte.

Buruma scheint Wissenschaft als Instrument zur Volkserziehung mißzuverstehen. Das Ergebnis der “wissenschaftlichen” Untersuchung wird bei ihm zu Beginn festgelegt, und dann erstellt er eine Datensammlung in diesdem Interesse. Graf: “Buruma folgt einer klaren religionspolitischen Agenda. Er will die vielen Europäer, welche die wachsende Einwanderung aus dominant muslimischen Gesellschaften als Bedrohung europäischer Identität wahrnehmen und im Islam eine prinzipiell demokratiefeindliche Religion sehen, von der Demokratiefähigkeit der Korantreuen überzeugen.” So wie Spohr, der auf dem Klappentext über die “Lauterkeit” von Klos Charakter faseln kann, während der Text zwischen den Deckeln eine einzige Anhäufung von Scheußlichkeiten bietet, häuft Buruma einen Wortberg gegen das Offensichtliche an: Denn der Mohammedanismus ist immer gewalttätig, unfrei und expansiv. Selbstredend verweigert sich Buruma der Methode der Falsifikation.

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Wie lassen sich die Götter zähmen?

Ian Burumas neues Buch vergleicht auf drei Kontinenten das Verhältnis von Politik und Religion. Er betont die Demokratiefähigkeit der Korantreuen.

Der deutschen Öffentlichkeit ist Ian Buruma spätestens durch sein Buch “Mord in Amsterdam”, eine dichte Beschreibung des 2004 verübten Attentats auf den islamophoben Filmemacher Theo van Gogh, bekannt. Der Niederländer mit britischer Mutter, der inzwischen in New York lehrt und in den letzten Jahren zahlreiche Essays zu den neuen Religionskonflikten der Gegenwart veröffentlicht hat, ist stolz darauf, in Kindheit und Jugend von religiöser Sozialisation verschont geblieben zu sein, und bezeichnet sich als liberalen Agnostiker. Nach Abschluss eines kulturwissenschaftlichen Studiums mit Schwerpunkten in Chinesischer Literatur und Japanischem Film lebte er als Schauspieler und Tänzer in Tokio, bevor er als Dokumentarfilmer, Fotograf, Reiseschriftsteller und Journalist unterhaltsam über zahlreiche asiatische Gesellschaften berichtete. Als Feuilletonchef von “The Far Eastern Economic Review” verstand er sich als Mittler zwischen Ost und West.

Auch sein neuester Essay über nun endlich zu zähmende Götter, hervorgegangen aus Vorlesungen in Princeton, demonstriert die seltene journalistische Fähigkeit, ebenso geistreich und ironisch über Religion in China und Japan zu plaudern wie über Glaubenskämpfe in den Vereinigten Staaten und in einigen europäischen Gesellschaften. Im Vergleich von Entwicklungen auf drei Kontinenten gelingen Buruma eine Reihe von originellen, überraschenden Beobachtungen. Aber der lockere Ton, in dem er seine Sicht der Glaubensdinge entfaltet, bringt es auch mit sich, dass oft nur Stereotypen reproduziert werden. Harte Arbeit am religionsanalytischen Begriff liegt Buruma fern. Zentrale Diskurse der modernen Religionskulturforschung kennt er nicht.

Mit großer Überzeugungskraft betont Buruma, dass man über Spannungen von Religion und Politik niemals allgemein, sondern sinnvoll nur mit Blick auf bestimmte geschichtlich geprägte Kontexte reden kann. Amerikaner hätten nun einmal ganz andere Vorstellungen der öffentlichen Rolle von Religion als viele europäische Denker entwickelt. Die meisten Amerikaner sähen in religiösen Organisationen Kräfte der aktiven Stärkung demokratischer Bürgertugend. Viele Europäer hingegen urteilten über die Fähigkeiten der Kirchen, demokratische Prozesse zu unterstützen, eher skeptisch, kritisch.

Besonders gut kennt Buruma sich natürlich in den Niederlanden aus. Hier kann er zeigen, dass der modische Multikulturalismus, der die Debatten um die Einwanderung von Muslimen lange Zeit prägte, nur die Fortschreibung der niederländischen Kolonialpolitik ist. Die Holländer hatten in ihren Kolonien, ähnlich wie die Briten, eine Politik indirekter Herrschaft verfolgt, mit entschiedener Trennung einheimischer ethnischer Gruppen, die man je einzeln und relativ isoliert effizienter kontrollieren und beherrschen konnte. Weniger überzeugend sind einige Aussagen über Religion und Politik in den Vereinigten Staaten. Zwar zitiert Buruma gern Tocquevilles “Demokratie in Amerika” und Gründungsväter wie insbesondere Thomas Jefferson.

Doch nimmt er die hohe Vielfalt religiösen Lebens in den Vereinigten Staaten kaum zur Kenntnis. Nicht alle Evangelicals unterstützen die Republikaner, und die pauschale Rede von den “liberalen Säkularisten” unterschlägt, dass es neben der Christian Right in den jüdischen wie protestantischen Lebenswelten vor allem der Ostküste immer auch wichtige Kräfte liberaler Religion gab und noch gibt. Mit der Behauptung, dass zwischen 1920 und 1970 religiöse Organisationen keinen relevanten Einfluss auf die amerikanische Politik genommen hätten, ignoriert Buruma die Bürgerrechtsbewegung, die entscheidend von protestantischen Black churches und Kirchenführern wie Martin Luther King getragen wurde.

Buruma folgt einer klaren religionspolitischen Agenda. Er will die vielen Europäer, welche die wachsende Einwanderung aus dominant muslimischen Gesellschaften als Bedrohung europäischer Identität wahrnehmen und im Islam eine prinzipiell demokratiefeindliche Religion sehen, von der Demokratiefähigkeit der Korantreuen überzeugen. Tocquevilles These, dass man mit der Religion des Propheten keine Demokratie gestalten könne, lehnt er ab. Die Prinzipien der parlamentarischen Demokratie seien Muslimen keineswegs fremd. In Indonesien hätten gerade muslimische Akteure, die gut 150 Millionen tief Gläubige repräsentieren, eine der wenigen halbwegs funktionierenden Demokratien Südostasiens aufgebaut und gestärkt. Für die autoritären Züge in der türkischen Politik seien keineswegs nur islamistisch orientierte Kräfte, sondern mindestens ebenso stark jene Säkularisten verantwortlich, die in blinder Treue zu Kemal Atatürk einen zutiefst illiberalen Laizismus predigten und alle Religion aus dem öffentlichen Raum zu verbannen suchten.

Für die europäischen Gesellschaften setzt Buruma deshalb auf eine entschieden liberale Religionspolitik. Die Europäer müssten neu lernen, die bürgerlichen Freiheitsrechte auch der ganz anderen, entschieden Frommen anzuerkennen, und es gelassen ertragen, wenn sie ihren Glauben im öffentlichen Raum demonstrativ bekunden; niemand werde ja gezwungen, sich ihre Glaubensvorstellungen zu eigen zu machen. Umgekehrt sollen die europäischen Muslime nach innen hin dafür werben und sorgen, dass gewaltbereite junge Islamisten der zweiten oder dritten Generation, die hier geboren und aufgewachsen sind, das Gewaltmonopol des weltanschaulich neutralen Verfassungsstaates zu akzeptieren lernen. Über pathetische Appelle und viel Sollensrhetorik gelangt Buruma hier nicht hinaus. Er ignoriert die Vielfalt der religionsrechtlichen Verhältnisse in Europa und sieht nicht, dass man zwar rechtlich prägnant Staat und Kirchen beziehungsweise Religionsgemeinschaften trennen kann, solche institutionelle Trennung aber keineswegs gleichbedeutend mit der Unterscheidung von Politischem und Religiösem ist. So bleibt er im Entscheidenden vage.

Mit dem Aufklärer Spinoza hofft er darauf, dass der Gottesglaube die Menschen freundlich und friedlich stimme. Spinoza ging davon aus, dass eine starke weltliche Obrigkeit die Glaubensgemeinschaften unter starker Kontrolle halten müsse. Dazu kann Buruma sich aus naheliegenden liberalen Gründen nicht entschließen. Er setzt auf die “Werte” der Aufklärung, eine vage Toleranz, fordert aus Sicherheitsgründen aber zugleich, die globalen Kommunikationsnetze der Islamisten, speziell ihre Propaganda im Internet, zu überwachen und zu zerschlagen. Was denn zu tun sei, wenn ihr Glaube die Gottesfürchtigen unfreundlich, aggressiv und kriegerisch stimme, weiß er in einer zusammenhängenden Argumentation nicht zu sagen. So bekundet er, bei aller belehrenden Grenzüberschreitung zwischen Ost und West, Europa und den Vereinigten Staaten, Christentum und Islam, ungewollt auch viel Ratlosigkeit.

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Die Blindschleiche Buruma auf Führungsmission steckt den Kopf in den Sand und erwartet, dass wir es ihm alle nachmachen. Ein kräftiger A*schtritt könnte ihm evtl. das Augenlicht zurückgeben.

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Time am 18. Juni 2010

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1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Heckmann

2)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/sira-1-einfuhrung-und-massenmord/

3)
http://www.islampress.de/2007/7/27/warum-wir-den-koenig-lieben

4)
http://islam.de/2302.php

5)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/19/1075/

6)
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_Graf

7) Ian Buruma: “Taming the Gods”. Religion and Democracy on Three Continents. Princeton University Press, Princeton & Oxford 2010. 132 S., geb., 15,99 Euro.
8-
http://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Buruma


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