Mit ‘Jesus Christus’ getaggte Artikel

Prophet des Herrn der Fliegen?

17. Dezember 2012

Faust

Wenn jemand zu Ihnen sagen würde: „Ich verehre Adolf Hitler als den bedeutendsten Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts,“ würden Sie davon ausgehen, dass Ihr Gegenüber eine Vollmeise hat oder einem Paralleluniversum entsprungen ist. Seltsamerweise liegt der Fall anders, wenn die Mohammedanisten ihre beleidigenden Lügen über Jesus verbreiten. Da gibt es in ihrem Pantheon einen Propheten namens Isa, der von seiner Mutter Meryem geboren wurde. Weder hieß er also Jesus, noch hieß seine Mutter Maria, trotzdem nimmt ihnen ein Großteil der Christen ihre Lüge der Gleichsetzung ab, ebenso wie sie unter Gewaltandrohung wohl auch zustimmen würden, dass eins plus eins drei sei.

Vielleicht ist nur der Name unterschiedlich, die Lehre, das Leben und die Worte aber sind dieselben? Unter der Überschrift „Ein Muslim denkt über den Propheten des Christentums nach – Jesus und ich“ liefert Lügenork Dr. Hesham A. Hassaballa in der „Islamischen Zeitung“ (1) hierzu den klaren Gegenbeweis wie auch den Beweis dafür, dass Mohammedanismus und Denken einander fremd sind:

„(…) Tatsächlich reflektiere ich sehr häufig über ihn – und seine Mutter. Während ich durch die Gänge des Krankenhauses gehe, in dem ich arbeite, sehe ich die verschiedenen, hier ausgestellten Krippenszenen. Mich bringen sie dazu, über ihn zu reflektieren und ich werde daran erinnert, was für ein faszinierender Prophet und Gesandter er war.

Die Geschichte seiner Geburt wird im Qur’an zwei Mal erzählt. Darüber hinaus erfahren wir, wie er im Säuglingsalter sprach, Blinde und Aussätzige heilte sowie die Toten zum Leben erweckte. In der qur’anischen Offenbarung finden wir einen Bericht davon, wie Jesus Vögel aus Ton formte und ihnen – mit Erlaubnis von Allah, dem Allmächtigen – Leben einhauchte.

Im Qur’an beschreibt Allah Seinen Propheten Jesus als ‚geehrt in der Welt und dem Jenseits, einer der Allah Nahestehenden’ und er gehört ‚wahrlich zu den Rechtschaffenden’. Im 171. Vers der Sura An-Nisa findet sich folgende Beschreibung von ihm: ‚Isa, der Sohn Mariams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Mariam entbot, und Geist von Ihm.’ Die klassischen (Qur’an-)Kommentatoren haben diesen ‚Heiligen Geist’ entweder als Göttliche Inspiration oder als den Engel Gabriel (Dschibril) interpretiert.“

Dr. Hassaballa behauptet zu Unrecht, dass Isa laut Kloran lebendige Vögel aus Ton schuf, er schuf vielmehr angeblich einen einzigen (5/110; Recl. S. 127):

„(…) und als du aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt mit meiner Erlaubnis schufest und dann hineinbliesest und es mit meiner Erlaubnis zu einem Vogel wurde…“

Über die Predigten Jesu, in denen er seine Theologie häufig in Gleichnissen darstellte,  erfahren wir rein gar kein Wort, und wir erfahren praktisch nichts über sein Leben. Das ist so, als wenn man behauptet, man wäre Stones-Fan, aber man hat noch keinen ihrer Songs gehört und auch nichts von Keiths langjähriger Heroinsucht. Das ist nichts als anmaßendes, dummes und beleidigendes Geschwätz und alles andere als „Reflexion“.

Und es ist definitiv auch eine schwere Beleidigung, wie die Mohammedanisten in ihren dürren und inhaltsleeren Aussagen über ihren Isa diesen auf die Gestalt eines Jahrmarktzauberers reduzieren und gleichermaßen die Personalidentität mit unserem Herrn Jesu behaupten. Erstaunlich und schade finde ich es, dass außer Reverend Terry Jones und meiner Wenigkeit kaum mal ein Christ gegen diese ungeheuerliche Schmähung unserer Religion protestiert.

Konkret wird Dr. Hassaballas Denken, der gnädigerweise zu Weihnachten gut bezahlte Sonderschichten im Krankenhaus schiebt, an einer einzigen Stelle:

„Das einzige Problem ist, dass diese Tage so langweilig sind. Nichts hat auf! Das wird zu einer Herausforderung, wenn man essen will. Im letzten Jahr hatte ich die Nachtschicht während Weihnachten und es gab beinahe kein Restaurant, das geöffnet hatte, um meinen Hunger zu stillen. Selbst die chinesischen Restaurants hatten zu! Gott sei dank gab es noch muslimische Lokale.“

Ist es nicht so, dass Christen massiv von den Orks bedroht werden, wenn sie den Rammeltag nicht mitmachen wollen? Hassaballa aber dankt Gott (gemeint ist sicher Alla) dafür, dass es Orkrestaurants gibt, die sich nicht an die christlichen Regeln der Mehrheit halten und sie solchermaßen schmähen. Über Meryem schreibt er:

„Maria (Mariam) ist die einzige Frau, die namentlich im Qur’an Erwähnung findet. Nach ihr ist die 19. Sure (Abschnitt) der Offenbarung gewidmet.“

Dies ist aber keine Ehrung für Meryem, da ihre Gestalt völlig konturlos und inhaltsleer bleibt, sondern dies ist nur ein Beleg dafür, für wie bedeutungslos Frauen im System des Mohammedanismus erachtet werden. Hassaballa lästert ungerührt und dümmlich-überheblich weiter:

„Wir Muslime erleuchten unsere Häuser nicht mit Adventskränzen, haben keine Weihnachtsbäume in unseren Wohnzimmern, arbeiten am ‚Heiligabend’ – womöglich in der Nachtschicht – und streifen auf der Suche nach einem offenen Restaurant durch die Straßen. Aber das heißt nicht, dass wir Jesus und Maria nicht in unseren Herzen haben, denn die Liebe zu ihnen gehört zu unseren Glaubensüberzeugungen. In vielen Moscheen werden die Verse, in denen Allah über den besonderen Rang von Jesus und seiner Mutter spricht, in den rituellen Gebeten rezitiert. Nur, weil wir kein Weihnachten feiern, bedeutet das nicht, dass uns dieser Prophet nicht am Herzen liegt.“

Jesus war kein Prophet, und er hat auch rein gar nichts mit dem Isa der Orks zu tun. Dies geht ganz offensichtlich aus den mohammedanistischen Schriften hervor, die viele Jahrhunderte nach den christlichen entstanden sind und diese ganz offenbar revidieren sollten (2). Ein großes Blabla um einen Zauberer zu machen, über den kaum eine relevante Aussage getroffen wird, bedeutet nicht, die zentrale Gestalt der größten Religion der Menschheit „im Herzen zu haben“ oder sie zu „lieben“. Auf so eine derartig dahingeschwafelte Lippenbekenntnis-Liebe kann sicher jeder Mensch und wohl erst recht Jesus verzichten. Aber so sind die Orks: Ihre Religion ist eine Scheinreligion, ihr Bekenntnis ist ein Scheinbekenntnis, ihre Spiritualität ist eine Scheinspiritualität, ihre Frömmigkeit ist eine Scheinfrömmigkeit, ihr Glauben ist ein Scheinglauben – die Kinder der Lüge verehren den Vater der Lüge, den manche auch den „Herrn der Fliegen“ (Hu-ba-al-la) nennen.

Bevor die Orks daher nicht mit ihrem beleidigenden Lügen-Geschwafel einhalten, ist ein interreligiöser Dialog vollkommen undenkbar.

Und danach auch.

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Time am 17. Dezember 2012

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1) http://www.islamische-zeitung.de/?id=16342
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/01/12/wir-sind-nicht-wie-sie-2/

Kreuzestod und Auferstehung

1. Juni 2009

Lesen Sie im Folgenden Überlegungen eines Laien zur Kreuzestheologie. Ich benutze als Grundlage “Arbeitsbuch zum NT” v. Conzelmann/Lindemann, UTB 1991 und “Grundriß der neutestamentlichen Theologie” v. Lohse, Kohlhammer 1989.

Das Evangelium ist als kirchengründende Predigt zu sehen, in der Jesus als der gekreuzigte und auferstandene, erniedrigte und erhöhte Christus verkündet wird, der für die Sünden aller Menschen starb, von Gott auferweckt wurde und sich als der Herr bezeugte. Kreuzigung und Auferstehung wird als eschatologische (dh. die letzten Dinge betreffende, letztendliche) Heilstat Gottes ausgerufen, mit der die Verheißungen des Alten Testamentes erfüllt werden.

Das älteste Zeugnis vom urchristlichen Evangelium liegt in den Briefen des Paulus an verschiedene Gemeinden vor, aus denen hervorgeht, dass er eine fest umrissene, urchristliche Theologie bereits vorgefunden hat. In 1. Kor. 15, 1, 2, 3-5, referiert er auf die Aussage, mit der er die korinthische Gemeinde seinerzeit zum Christentum gewann, und die daher die älteste, wichtigste und konstituierende Aussage des Christentums ist. Sie beginnt: “Ich erinnere Euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet /1, durch welches ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festgehalten habt, in welcher Gestalt ich es euch verkündet habe; es wäre denn daß ihr umsonst gläubig geworden wäret /2.” Weiter heißt es nun: “Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift /3; und daß er begraben ist; und daß er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift /4, und daß er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.”

Im Judentum gibt es verschiedene Vorstellungen der zukünftigen messianischen Zeit, jedoch tritt der Messias stets als mächtiger Retter und Richter, als neuer König David auf, nicht als leidender und für die Sünden aller Menschen sterbender Christus. Während als Ursache für Leiden und Tod Jesu die Sünden der Menschen gesehen wird, zeigt der Verweis auf “die Schrift” den Sinn des Selbstopfers. Konkrete Hinweise sind hier zB. die Leidenspsalmen 22 und 69 sowie Jes. 53: “Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des Herrn offenbart /1? Er schoß vor ihm auf wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dünnem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die und gefallen hätte /2. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts beachtet /3. Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre /4. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt /5, ff.”

Auch das Motiv “am dritten Tage auferstanden”, findet sich im Tanach (1), in Hosea 6,2: “Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tag aufrichten, daß wir vor ihm leben werden.” Doch wenn diese Textstellen in den Gesprächen der Urchristen von Bedeutung gewesen sein mögen, und wenn ihre sprachlichen Wendungen für einen angemessenen Ausdruck des Geschehens unverzichtbar sind, so werden sie nirgendwo im Evangelium zitiert. Sie spielen deshalb keine Rolle als Schriftbeweis, so wie generell nicht daran gedacht ist, dass einzelne Textstellen die “Beweislast” tragen sollen. Zeugnis ist vielmehr das gesamte “Alte” Testament. Das Evangelium, das sich als Vollendung der Schrift begreift, hat keine allgemeine Wahrheit oder einen zeitlosen Mythos zum Inhalt, sondern es ruft das Christusgeschehen als Heilsereignis aus.

Natürlich ist die Wunder- und Heilstätigkeit Jesu wesentlich, sie drückt seine messianische Hoheit aus, aber zum Beispiel am Markusevangelium, welches das älteste ist, und welches den beiden anderen synoptischen Evangelien als Quelle diente, wird die Gewichtung deutlich. Auf die Darstellung der Passion entfällt nämlich mehr als ein Drittel des Textes, obwohl sich diese Ereignisse in wenigen Tagen abgespielt haben. Auch wird im ersten Teil immer wieder auf die bevorstehende Passion vorausgewiesen (8,31; 9,31; 10,33).

Wesentlich für das Markus-Evangelium ist das “Messiasgeheimnis”, das als eigenständiger theologisch-redaktioneller Beitrag des Autoren gesehen werden muß (1,1 bis 8,26). Es soll besagen, dass sich die Bedeutung Jesu nicht dem erschließt, der nur die Wunder- und Heilstaten sieht. Die Liebe Gottes kann nur verstanden werden von Kreuzigung und Auferstehung Jesu her. In 15,39 wird das Geheimnis durch das Bekenntnis des römischen Offiziers endgültig aufgehoben. Die herausragende Betonung der Kreuzestheologie gilt also als die theologische Mitte des Markusevangeliums.

Paulus ist dabei die besondere Betonung nicht nur des Todes, sondern des Kreuzestodes besonders wichtig, wie aus einem Lied hervorgeht, welches er in Phil. 2,5-11 zitiert, und in das er mindestens eine Zeile eingeschoben hat (“… ward gehorsam zum Tode, JA ZUM TODE AM KREUZ”), eines Todes, der schon bei Moses als besonders elend bezeichnet wird (5.M, 21,23). Dabei geht es nicht um eine Blut- und Wundenmystik, wie man sie von der mohammedanistischen Schia oder nordamerikanischen Indianerstämmen kennt, sondern um das Selbstopfer Gottes, der für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Vielleicht könnte man es auch so ausdrücken (aber korrigieren Sie mich ggf.): Die Regel, dass es gut ist, wenn alles in der Balance ist (Ying und Yang), die “Goldene Regel” der Empathie, ist für alle nicht-mohammedanistischen Menschen von zentraler Bedeutung, so auch im Evangelium. Die Menschen haben durch ihre Sünde die Balance zerstört, die nur durch ein Opfer wiederhergestellt werden kann. Da die Menschen nicht imstande sind, dieses Opfer zu leisten, Gott sie aber liebt und retten will, gibt er sich selbst als Opfer (Jesus, Lamm Gottes), indem er Mensch wird und als Mensch stirbt, indem er die tiefste Tiefe des Menschseins durchleidet.

Wie Sie vielleicht sehen, stellt jede Relativierung von Kreuzestod und Auferstehung das Christentum selbst in Frage. Wer dies aber tut, wer also die Grundlagen einer “Religion”/Ideologie in Frage stellt – und ich selbst tue das in Hinblick auf den Mohammedanismus ständig mit Texten, die sich gegen diese Räuberbandenideologie des perversen Killers aus Arabien richten – sollte ebenso wie ich KEINEN Preis für interkulturelles Dialogisieren bekommen.

Time am 1. Juni 2009

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Tanach


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