Mit ‘Jesus Christus’ getaggte Beiträge

Christentum = Kapitalismus (#3)

30. Dezember 2013

Bundeshaushalt2011

Soziale Marktwirtschaft: Die Abbildung zeigt den Bundeshaushalt 2011. Den Löwenanteil mit 43% erhielt das Ministerium „Arbeit und Soziales“, das man korrekterweise in „Ministerium für Arbeit, Soziales und Jizia“ umbenennen sollte. Der nächste Posten war die Schuldentilgung mit nur noch 12,2%, es folgte die Verteidigung mit 10,3%, Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bekamen 8,3%, das Gesundheitsministerium 5,2%, Bildung und Forschung 3,8%, die Finanzverwaltung kostete 3,6%, Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhielten 2,1%, die Entwicklungshilfe 2% und Wirtschaft und Technologie auch nur noch ganze 2%. (1)

Lesen Sie einen Aufsatz von Robert Grözinger aus der heutigen FAZ (2), der in der Tradition der besten Arbeiten von Fjordman steht.

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Kapitalismuskritik

Wie der Papst in Wirtschaftsfragen irrt

Ist das Christentum eine marktfeindliche Religion? Ist es eine Religion für die Armut, gegen die Reichen? Ganz im Gegenteil: Aus dem Christentum heraus sind entscheidende Grundlagen für den Kapitalismus entstanden.

„Diese Wirtschaft tötet“, hat der Papst in „Evangelii Gaudium“ geschrieben: Ein System der „absoluten Autonomie der Märkte und der Finanzspekulation“ sei dafür verantwortlich. Man müsse darauf „verzichten“ und „die strukturellen Ursachen der Ungleichverteilung der Einkünfte in Angriff“ nehmen. Wie das aussehen soll, darüber schweigt Franziskus. Nun war Wirtschaft auch nur ein Nebenthema seines apostolischen Schreibens von Ende November. Doch dann hätte er seine hochbrisanten Äußerungen entweder mit mehr Substanz unterfüttern oder lassen sollen.

Das Grundproblem mit Aussagen wie denen des Pontifex ist, dass keine konkreten Ursachen für die genannten strukturellen Probleme der Weltwirtschaft dargelegt werden, sondern sie sich in einer vagen Klage gegen allzu freie Märkte erschöpfen, die aber Unkenntnis offenbaren. Es ist nämlich keinesfalls die „Wirtschaft“, die tötet, wenn, wie der Papst beklagt, „es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Straße zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht“.

Der Schuldige, wenn man denn einen Schuldigen pauschal nennen will, ist vielmehr der Staat. Jener Staat, der zum Beispiel in Argentinien, dem Heimatland des Papstes, durch interventionistische und Eigentumsrechte willkürlich bedrohende Politik Investoren verschreckt und die Wirtschaft so in Stagnation und Niedergang führt. Ein Staat, der Mindestlöhne festlegt und damit Schwache aus dem produktiven Erwerbsleben ausschließt und sie abhängig von einer Wohlfahrt macht, die er ebenfalls reguliert und beherrscht. Der Höchstmieten festlegt und damit den Wohnungsmarkt einschränkt. Ein Staat, der Unternehmen reglementiert und besteuert, bis sie auswandern oder schließen und damit empfindliche Wohlfahrtsverluste für die bisherigen Arbeitnehmer und deren Gemeinden verursacht. Der andere, unproduktive Unternehmen subventioniert, so dass Ressourcen unproduktiv verwendet werden und der Kapitalstock einer Nation dahinschrumpft.

Kernregion des Christentums und Entstehungsort des Kapitalismus

Der Staat verzerrt die Werte noch auf eine andere Weise. Der Papst kritisiert einen „Fetischismus des Geldes“. Doch wie so oft bei heutigen Marktkritikern wird das Zentralbankensystem als Ursache für Verzerrungen und Verwerfungen ignoriert. Ein Wirtschaftssystem aber, dessen Geld, sein Preis und seine Menge von einem staatlich geschützten Monopol zentralplanerisch gesteuert wird, kann nicht als frei oder gar „autonom“ bezeichnet werden. Auch nicht als sozial, denn die von den Zentralbanken ausgelöste Inflation verursacht betrügerische Umverteilung von unten nach oben. Inflation ist die Hauptursache für den „Geldfetischismus“, denn sie veranlasst die Menschen, viel materialistischer und geldzentrierter zu denken und zu planen, als es in einem natürlichen, so gut wie inflationsfreien System konkurrierender und auf Realwerten wie Gold oder Silber basierenden Geldarten der Fall wäre.

Die Marktkritik des Papstes ist insgesamt nicht stringent. In einem späteren Abschnitt seines Schreibens lobt Franziskus grundsätzlich die „edle Arbeit“ des Unternehmers, der, in der Lage ist, „die Güter dieser Welt zu mehren und für alle zugänglicher zu machen“ und damit „dem Gemeinwohl zu dienen“. Doch der Schaden durch das Papst-Schreiben ist angerichtet. Schon werden Stimmen laut, die aus Anlass dieser Bemerkungen eine grundsätzliche Marktfeindlichkeit der Kirche oder gar des Christentums konstatieren. Das ist jedoch völlig abwegig. Die historischen Fakten sprechen dagegen.

Europa ist nicht nur die Kernregion des Christentums, sondern auch der Entstehungsort jener freien, kapitalistischen Marktwirtschaft, die heute für alle Übel der Welt verantwortlich gemacht wird, obwohl sie den größten, dauerhaftesten und am gerechtesten (weil ohne Zwang) verteilten Wohlstand hervorbringt – wenn man sie nur lässt. Es gibt eine Reihe von Indizien dafür, dass dieser Zusammenhang nicht zufällig ist.

Der Kapitalismus setzt die Trennung von Kirche und Staat voraus

Die biblischen Gleichnisse von den Arbeitern im Weinberg und den Talenten funktionieren nicht ohne die Voraussetzung von Privateigentum als unumstößliche Institution. Sie stützen sich auf den Glauben an einen Schöpfer, der den Menschen jeweils individuell einen Teil seines Eigentums an der Welt treuhänderisch überträgt, um die Schöpfung zu mehren. Sämtliche Gleichnisse und Äußerungen Christi, in denen Reiche in schlechtem Licht erscheinen, kritisieren nicht den Wohlstand an sich, sondern dass manch ein Reicher der Versuchung nicht widerstehen kann, seinem Vermögen mehr zu vertrauen als Gott und damit das erste der Zehn Gebote missachtet.

An keiner Stelle aber spricht die Bibel der staatlichen oder anderweitig gewaltsamen Umverteilung das Wort – nicht einmal im Sonderfall der Urgemeinde von Jerusalem in der Apostelgeschichte. Wir sollen dem Kaiser geben, was des Kaisers ist. Doch was, abgesehen von seinem Privateigentum, gehört ihm? Möglicherweise gar nichts. Auch Römer 13 gibt nicht viel her. Denn die „Obrigkeiten“, denen wir uns unterzuordnen haben, sind nicht notwendigerweise mit dem Staat identisch. Besonders dann nicht, wenn der Staat mit christlichen Geboten bricht.

Aus genau diesen Bibelstellen entspringt die im Christentum einzigartige und für den Kapitalismus als Voraussetzung unverzichtbare Gewaltentrennung von Thron und Altar, von Staat und Kirche. Nur so werden staatliche Amtsinhaber wirksam und langfristig davon abgehalten, sich so zu verhalten, als seien sie der Herrgott persönlich. Die „Moral der Zukurzgekommenen“, die, wie Nietzsche behauptete, das Römische Reich zu Fall gebracht hat, war die Moral des ausgebeuteten, oft christlichen Mittelstandes, der einer Tyrannei die Gefolgschaft verweigerte, die sie an ihrer korrupten, sklerotischen Verwaltung und inflationären Geldpolitik ersticken ließ.

Auch das Mittelalter glaubte an Ratio und Fortschritt

Wie bei jeder kreativen Zerstörung sah das Ende des Römischen Reiches zunächst wie ein Rückschritt oder Zusammenbruch aus. Doch das Wort vom „finsteren Mittelalter“ ist ein „Schwindel, der von antireligiösen, verbitterten antikatholischen Intellektuellen des 18. Jahrhunderts stammt, die entschlossen waren, die kulturelle Überlegenheit ihrer eigenen Epoche zu beweisen und die ihre Behauptung durch Verunglimpfung vorangegangener Jahrhunderte unterfütterten“, schreibt der amerikanische Religionssoziologe Rodney Stark in seinem Buch „Victory of Reason – How Christianity Led to Freedom, Capitalism, and Western Success“.

Mit dem Christentum setzte sich eine ganz neue Wertschätzung der Arbeit, der Erwerbsarbeit durch – im Unterschied zur griechisch-römischen Antike, die auf einer Sklavenwirtschaft beruhte, wobei die Oberschicht körperliche Arbeit für würdelos hielt. Im Christentum werden Arbeit, Gewerbe und Handel plötzlich wertgeschätzt. Augustinus stellte fest, dass das Sündhafte kein inhärenter Bestandteil des Handels war, sondern dass rechtmäßiges Leben, wie bei jedem Beruf, vom Individuum abhängt. Diese Befreiung der Händler vom Makel des inhärent Bösen hat sich in den folgenden Jahrhunderten als überaus einflussreich erwiesen und ist in der Blüte christlichen Denkens im zwölften und dreizehnten Jahrhundert ein ums andere Mal zitiert worden, wie der Ökonom Murray Rothbard in seiner „Austrian Perspective on the History of Economic Thought“ feststellt.

Das Christentum hat auch die Ratio des Menschen hervorgehoben. In seinem „De civitate Dei“ („Vom Gottesstaat“) erkennt Augustinus an, dass Gott den Menschen mit einem „rationalen Wesen“ ausgestattet hat, mit dem er „Fähigkeiten entdecken, lernen und ausüben kann“. Mit diesen habe der Mensch wunderbare Erfindungen im Bekleidungs- und Gebäudewesen geschaffen, Fortschritte in der Landwirtschaft und Navigation und vieles andere mehr. Rodney Stark schlussfolgert: Das christliche Bild Gottes seit dem Frühmittelalter „ist das eines rationalen Wesens, das an den menschlichen Fortschritt glaubt“. Privateigentum sei der „natürliche Zustand“ – ein Diktum, das Jahrhunderte später auch Thomas von Aquin in seiner Untersuchung des Naturrechts übernahm und von den späten Scholastikern sowie den protestantischen Philosophen Hugo Grotius und John Locke weiterentwickelt wurden.

Die Entstehung von Wohlstand untersuchen, nicht die von Armut

Zusammen mit der aus dem theologischen Fundament des Christentums hervorgegangenen dezentralisierten Verwaltungsstruktur förderten die Rationalitätsprämisse, der Schutz des Privateigentums sowie der Fortschrittsglaube die erste industrielle Revolution – die des europäischen Mittelalters. Wasser- und Windkraftanlagen, Pferdegeschirr und das Drei-Felder-System führten zu großen Produktivitätssteigerungen. Später, aber noch lange vor der Neuzeit, kamen Kamine, Brillen, Uhren und eine Vielzahl anderer Innovationen hinzu. In anderen Regionen und zu anderen Zeiten wurden ähnliche Erfindungen gemacht, aber nur im christlichen Europa fanden sie eine weite und ungehinderte Verbreitung.

Sogar in der Geldpolitik waren christliche Denker wegweisend: Auf der Grundlage biblischer Gebote verurteilte der französische Bischof Nikolaus von Oresme im 14. Jahrhundert die Bemühungen der Fürsten, mittels Münzänderungen den Wert des Geldes zu ihren Gunsten zu manipulieren. Er war somit ein Vorläufer der heutigen Kritiker des Zentralbankwesens, die der Österreichischen Schule der Ökonomie angehören. Christliche Denker der Spätscholastik gelangten an der Universität von Salamanca im 16. Jahrhundert zu erstaunlich modernen Einsichten über die Wirtschaft: dass nämlich die Preise von allem, einschließlich des Geldes, letztlich von subjektiven Bewertungen der Individuen bestimmt werden; der objektiv „gerechte“ Preis – über den im Mittelalter so viel debattiert worden war – sei daher allein der auf dem freien Markt entstandene. Andere Theologen sahen das zwar anders, aber der entscheidende Punkt hier ist: Nur in einem Streit im Rahmen christlicher Theologie entstand ein Gedanke, der heute felsenfeste Grundlage freiheitlicher Markttheorie ist.

Erst mit der Aufklärung entstand ein tiefer Riss zwischen freiheitlicher politischer Ökonomie und christlicher Theologie. Rothbard, ein Agnostiker, nennt diese Spaltung „tragisch“, denn sie trennte „zwei Traditionen, die in Wirklichkeit vieles miteinander verband, und stellte diese zwei mächtigen Kräfte fast dauerhaft gegeneinander“. Dieser Riss hielt jedoch einen englischen Prediger namens John Wesley nicht davon ab, Mitte des achtzehnten Jahrhunderts kreuz und quer durch seine Heimat zu reisen und seinem Publikum den überaus prokapitalistischen Rat zu erteilen, „so viel zu verdienen, so viel zu sparen und so viel zu spenden wie möglich“. Mit seiner emphatischen, biblisch fundierten Rhetorik zeigte der Methodist Millionen armer Menschen, die nie von Adam Smith gehört hatten, den Weg zum Wohlstand auf und trug nicht unwesentlich zum geistigen Fundament der neuzeitlichen industriellen Revolution bei. Das amerikanische Acton-Institut des katholischen Geistlichen Robert Sirico setzt diese Tradition heute fort, indem es, statt zu untersuchen, wie Armut entsteht, von der Frage ausgeht, was den Wohlstand verursacht.

Moderne Varianten der Staatsreligion

Die Trennung der liberalen politischen Ökonomie von ihren christlichen Wurzeln hat nicht nur dazu geführt, dass das Mainstream-Christentum Privateigentum und wirtschaftliche Freiheit nicht mehr wirksam verteidigt oder oft gar verurteilt. Sie hat auch wesentlich dazu beigetragen, dass im Westen eine ganz andere „Religion“ die meisten Köpfe erobert hat. Eine Religion, die an Erlösung durch Politik glaubt und deren Anhänger daher den Staat, also jene weltliche Macht, die der Teufel erfolglos Jesus anbot, als oberste Instanz betrachten – zumindest unbewusst.

Eine Religion, die Thron und Altar wieder zusammenfügt. So stellt es überzeugend der amerikanische Historiker, „österreichische“ Ökonom und Calvinist Gary North in seiner mehrbändigen ökonomischen Bibel-Exegese dar. Nationalsozialismus und Kommunismus waren zwei extreme Varianten dieser Religion. Gottkaiser und Pharaonen waren die Vorbilder ihrer Führer. Heute gibt es moderne, „weichere“ Varianten der Staatsreligion, die den Menschen lenken, bevormunden und umerziehen wollen (etwa der Genderismus oder der Ökologismus). Was viele dieser linken Ideologien eint, ist der Antikapitalismus und eine Feindschaft gegenüber einem Christentum, das eine historisch einzigartig freie Marktwirtschaft in einer Gesellschaft freier, selbstbewusster Menschen hervorbringt.

Die Äußerungen des 266sten Papstes sind repräsentativ für die moderne Unkenntnis vieler Christen über die politische Ökonomie einer wirklich freien Marktwirtschaft, und wie diese aus ihren Glaubensgrundsätzen erwächst. Innere Widersprüche halten aber nicht ewig. Es bleibt die Hoffnung, dass sich eines Tages wieder mehr Christen auf die unverzichtbaren, freiheitlichen Grundlagen ihres Glaubens besinnen werden.

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Time am 30. Dezember 2013

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeshaushaltsplan_(Deutschland)
2) http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/kapitalismuskritik-wie-der-papst-in-wirtschaftsfragen-irrt-12730815.html

Prophet des Herrn der Fliegen?

17. Dezember 2012

Faust

Wenn jemand zu Ihnen sagen würde: „Ich verehre Adolf Hitler als den bedeutendsten Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts,“ würden Sie davon ausgehen, dass Ihr Gegenüber eine Vollmeise hat oder einem Paralleluniversum entsprungen ist. Seltsamerweise liegt der Fall anders, wenn die Mohammedanisten ihre beleidigenden Lügen über Jesus verbreiten. Da gibt es in ihrem Pantheon einen Propheten namens Isa, der von seiner Mutter Meryem geboren wurde. Weder hieß er also Jesus, noch hieß seine Mutter Maria, trotzdem nimmt ihnen ein Großteil der Christen ihre Lüge der Gleichsetzung ab, ebenso wie sie unter Gewaltandrohung wohl auch zustimmen würden, dass eins plus eins drei sei.

Vielleicht ist nur der Name unterschiedlich, die Lehre, das Leben und die Worte aber sind dieselben? Unter der Überschrift „Ein Muslim denkt über den Propheten des Christentums nach – Jesus und ich“ liefert Lügenork Dr. Hesham A. Hassaballa in der „Islamischen Zeitung“ (1) hierzu den klaren Gegenbeweis wie auch den Beweis dafür, dass Mohammedanismus und Denken einander fremd sind:

„(…) Tatsächlich reflektiere ich sehr häufig über ihn – und seine Mutter. Während ich durch die Gänge des Krankenhauses gehe, in dem ich arbeite, sehe ich die verschiedenen, hier ausgestellten Krippenszenen. Mich bringen sie dazu, über ihn zu reflektieren und ich werde daran erinnert, was für ein faszinierender Prophet und Gesandter er war.

Die Geschichte seiner Geburt wird im Qur’an zwei Mal erzählt. Darüber hinaus erfahren wir, wie er im Säuglingsalter sprach, Blinde und Aussätzige heilte sowie die Toten zum Leben erweckte. In der qur’anischen Offenbarung finden wir einen Bericht davon, wie Jesus Vögel aus Ton formte und ihnen – mit Erlaubnis von Allah, dem Allmächtigen – Leben einhauchte.

Im Qur’an beschreibt Allah Seinen Propheten Jesus als ‚geehrt in der Welt und dem Jenseits, einer der Allah Nahestehenden’ und er gehört ‚wahrlich zu den Rechtschaffenden’. Im 171. Vers der Sura An-Nisa findet sich folgende Beschreibung von ihm: ‚Isa, der Sohn Mariams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Mariam entbot, und Geist von Ihm.’ Die klassischen (Qur’an-)Kommentatoren haben diesen ‚Heiligen Geist’ entweder als Göttliche Inspiration oder als den Engel Gabriel (Dschibril) interpretiert.“

Dr. Hassaballa behauptet zu Unrecht, dass Isa laut Kloran lebendige Vögel aus Ton schuf, er schuf vielmehr angeblich einen einzigen (5/110; Recl. S. 127):

„(…) und als du aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt mit meiner Erlaubnis schufest und dann hineinbliesest und es mit meiner Erlaubnis zu einem Vogel wurde…“

Über die Predigten Jesu, in denen er seine Theologie häufig in Gleichnissen darstellte,  erfahren wir rein gar kein Wort, und wir erfahren praktisch nichts über sein Leben. Das ist so, als wenn man behauptet, man wäre Stones-Fan, aber man hat noch keinen ihrer Songs gehört und auch nichts von Keiths langjähriger Heroinsucht. Das ist nichts als anmaßendes, dummes und beleidigendes Geschwätz und alles andere als „Reflexion“.

Und es ist definitiv auch eine schwere Beleidigung, wie die Mohammedanisten in ihren dürren und inhaltsleeren Aussagen über ihren Isa diesen auf die Gestalt eines Jahrmarktzauberers reduzieren und gleichermaßen die Personalidentität mit unserem Herrn Jesu behaupten. Erstaunlich und schade finde ich es, dass außer Reverend Terry Jones und meiner Wenigkeit kaum mal ein Christ gegen diese ungeheuerliche Schmähung unserer Religion protestiert.

Konkret wird Dr. Hassaballas Denken, der gnädigerweise zu Weihnachten gut bezahlte Sonderschichten im Krankenhaus schiebt, an einer einzigen Stelle:

„Das einzige Problem ist, dass diese Tage so langweilig sind. Nichts hat auf! Das wird zu einer Herausforderung, wenn man essen will. Im letzten Jahr hatte ich die Nachtschicht während Weihnachten und es gab beinahe kein Restaurant, das geöffnet hatte, um meinen Hunger zu stillen. Selbst die chinesischen Restaurants hatten zu! Gott sei dank gab es noch muslimische Lokale.“

Ist es nicht so, dass Christen massiv von den Orks bedroht werden, wenn sie den Rammeltag nicht mitmachen wollen? Hassaballa aber dankt Gott (gemeint ist sicher Alla) dafür, dass es Orkrestaurants gibt, die sich nicht an die christlichen Regeln der Mehrheit halten und sie solchermaßen schmähen. Über Meryem schreibt er:

„Maria (Mariam) ist die einzige Frau, die namentlich im Qur’an Erwähnung findet. Nach ihr ist die 19. Sure (Abschnitt) der Offenbarung gewidmet.“

Dies ist aber keine Ehrung für Meryem, da ihre Gestalt völlig konturlos und inhaltsleer bleibt, sondern dies ist nur ein Beleg dafür, für wie bedeutungslos Frauen im System des Mohammedanismus erachtet werden. Hassaballa lästert ungerührt und dümmlich-überheblich weiter:

„Wir Muslime erleuchten unsere Häuser nicht mit Adventskränzen, haben keine Weihnachtsbäume in unseren Wohnzimmern, arbeiten am ‚Heiligabend’ – womöglich in der Nachtschicht – und streifen auf der Suche nach einem offenen Restaurant durch die Straßen. Aber das heißt nicht, dass wir Jesus und Maria nicht in unseren Herzen haben, denn die Liebe zu ihnen gehört zu unseren Glaubensüberzeugungen. In vielen Moscheen werden die Verse, in denen Allah über den besonderen Rang von Jesus und seiner Mutter spricht, in den rituellen Gebeten rezitiert. Nur, weil wir kein Weihnachten feiern, bedeutet das nicht, dass uns dieser Prophet nicht am Herzen liegt.“

Jesus war kein Prophet, und er hat auch rein gar nichts mit dem Isa der Orks zu tun. Dies geht ganz offensichtlich aus den mohammedanistischen Schriften hervor, die viele Jahrhunderte nach den christlichen entstanden sind und diese ganz offenbar revidieren sollten (2). Ein großes Blabla um einen Zauberer zu machen, über den kaum eine relevante Aussage getroffen wird, bedeutet nicht, die zentrale Gestalt der größten Religion der Menschheit „im Herzen zu haben“ oder sie zu „lieben“. Auf so eine derartig dahingeschwafelte Lippenbekenntnis-Liebe kann sicher jeder Mensch und wohl erst recht Jesus verzichten. Aber so sind die Orks: Ihre Religion ist eine Scheinreligion, ihr Bekenntnis ist ein Scheinbekenntnis, ihre Spiritualität ist eine Scheinspiritualität, ihre Frömmigkeit ist eine Scheinfrömmigkeit, ihr Glauben ist ein Scheinglauben – die Kinder der Lüge verehren den Vater der Lüge, den manche auch den „Herrn der Fliegen“ (Hu-ba-al-la) nennen.

Bevor die Orks daher nicht mit ihrem beleidigenden Lügen-Geschwafel einhalten, ist ein interreligiöser Dialog vollkommen undenkbar.

Und danach auch.

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Time am 17. Dezember 2012

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1) http://www.islamische-zeitung.de/?id=16342
2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/01/12/wir-sind-nicht-wie-sie-2/

Kreuzestod und Auferstehung

1. Juni 2009

Lesen Sie im Folgenden Überlegungen eines Laien zur Kreuzestheologie. Ich benutze als Grundlage “Arbeitsbuch zum NT” v. Conzelmann/Lindemann, UTB 1991 und “Grundriß der neutestamentlichen Theologie” v. Lohse, Kohlhammer 1989.

Das Evangelium ist als kirchengründende Predigt zu sehen, in der Jesus als der gekreuzigte und auferstandene, erniedrigte und erhöhte Christus verkündet wird, der für die Sünden aller Menschen starb, von Gott auferweckt wurde und sich als der Herr bezeugte. Kreuzigung und Auferstehung wird als eschatologische (dh. die letzten Dinge betreffende, letztendliche) Heilstat Gottes ausgerufen, mit der die Verheißungen des Alten Testamentes erfüllt werden.

Das älteste Zeugnis vom urchristlichen Evangelium liegt in den Briefen des Paulus an verschiedene Gemeinden vor, aus denen hervorgeht, dass er eine fest umrissene, urchristliche Theologie bereits vorgefunden hat. In 1. Kor. 15, 1, 2, 3-5, referiert er auf die Aussage, mit der er die korinthische Gemeinde seinerzeit zum Christentum gewann, und die daher die älteste, wichtigste und konstituierende Aussage des Christentums ist. Sie beginnt: “Ich erinnere Euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet /1, durch welches ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festgehalten habt, in welcher Gestalt ich es euch verkündet habe; es wäre denn daß ihr umsonst gläubig geworden wäret /2.” Weiter heißt es nun: “Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift /3; und daß er begraben ist; und daß er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift /4, und daß er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.”

Im Judentum gibt es verschiedene Vorstellungen der zukünftigen messianischen Zeit, jedoch tritt der Messias stets als mächtiger Retter und Richter, als neuer König David auf, nicht als leidender und für die Sünden aller Menschen sterbender Christus. Während als Ursache für Leiden und Tod Jesu die Sünden der Menschen gesehen wird, zeigt der Verweis auf “die Schrift” den Sinn des Selbstopfers. Konkrete Hinweise sind hier zB. die Leidenspsalmen 22 und 69 sowie Jes. 53: “Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des Herrn offenbart /1? Er schoß vor ihm auf wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dünnem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die und gefallen hätte /2. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts beachtet /3. Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre /4. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt /5, ff.”

Auch das Motiv “am dritten Tage auferstanden”, findet sich im Tanach (1), in Hosea 6,2: “Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tag aufrichten, daß wir vor ihm leben werden.” Doch wenn diese Textstellen in den Gesprächen der Urchristen von Bedeutung gewesen sein mögen, und wenn ihre sprachlichen Wendungen für einen angemessenen Ausdruck des Geschehens unverzichtbar sind, so werden sie nirgendwo im Evangelium zitiert. Sie spielen deshalb keine Rolle als Schriftbeweis, so wie generell nicht daran gedacht ist, dass einzelne Textstellen die “Beweislast” tragen sollen. Zeugnis ist vielmehr das gesamte “Alte” Testament. Das Evangelium, das sich als Vollendung der Schrift begreift, hat keine allgemeine Wahrheit oder einen zeitlosen Mythos zum Inhalt, sondern es ruft das Christusgeschehen als Heilsereignis aus.

Natürlich ist die Wunder- und Heilstätigkeit Jesu wesentlich, sie drückt seine messianische Hoheit aus, aber zum Beispiel am Markusevangelium, welches das älteste ist, und welches den beiden anderen synoptischen Evangelien als Quelle diente, wird die Gewichtung deutlich. Auf die Darstellung der Passion entfällt nämlich mehr als ein Drittel des Textes, obwohl sich diese Ereignisse in wenigen Tagen abgespielt haben. Auch wird im ersten Teil immer wieder auf die bevorstehende Passion vorausgewiesen (8,31; 9,31; 10,33).

Wesentlich für das Markus-Evangelium ist das “Messiasgeheimnis”, das als eigenständiger theologisch-redaktioneller Beitrag des Autoren gesehen werden muß (1,1 bis 8,26). Es soll besagen, dass sich die Bedeutung Jesu nicht dem erschließt, der nur die Wunder- und Heilstaten sieht. Die Liebe Gottes kann nur verstanden werden von Kreuzigung und Auferstehung Jesu her. In 15,39 wird das Geheimnis durch das Bekenntnis des römischen Offiziers endgültig aufgehoben. Die herausragende Betonung der Kreuzestheologie gilt also als die theologische Mitte des Markusevangeliums.

Paulus ist dabei die besondere Betonung nicht nur des Todes, sondern des Kreuzestodes besonders wichtig, wie aus einem Lied hervorgeht, welches er in Phil. 2,5-11 zitiert, und in das er mindestens eine Zeile eingeschoben hat (“… ward gehorsam zum Tode, JA ZUM TODE AM KREUZ”), eines Todes, der schon bei Moses als besonders elend bezeichnet wird (5.M, 21,23). Dabei geht es nicht um eine Blut- und Wundenmystik, wie man sie von der mohammedanistischen Schia oder nordamerikanischen Indianerstämmen kennt, sondern um das Selbstopfer Gottes, der für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Vielleicht könnte man es auch so ausdrücken (aber korrigieren Sie mich ggf.): Die Regel, dass es gut ist, wenn alles in der Balance ist (Ying und Yang), die “Goldene Regel” der Empathie, ist für alle nicht-mohammedanistischen Menschen von zentraler Bedeutung, so auch im Evangelium. Die Menschen haben durch ihre Sünde die Balance zerstört, die nur durch ein Opfer wiederhergestellt werden kann. Da die Menschen nicht imstande sind, dieses Opfer zu leisten, Gott sie aber liebt und retten will, gibt er sich selbst als Opfer (Jesus, Lamm Gottes), indem er Mensch wird und als Mensch stirbt, indem er die tiefste Tiefe des Menschseins durchleidet.

Wie Sie vielleicht sehen, stellt jede Relativierung von Kreuzestod und Auferstehung das Christentum selbst in Frage. Wer dies aber tut, wer also die Grundlagen einer “Religion”/Ideologie in Frage stellt – und ich selbst tue das in Hinblick auf den Mohammedanismus ständig mit Texten, die sich gegen diese Räuberbandenideologie des perversen Killers aus Arabien richten – sollte ebenso wie ich KEINEN Preis für interkulturelles Dialogisieren bekommen.

Time am 1. Juni 2009

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Tanach


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