Mit ‘Markus Bickel’ getaggte Artikel

Communication Breakdown

22. September 2012

Dieser orangefarbene Korallenpilz wollte mit
mir partout nicht in einen Erfahrungsaustausch treten.

Vor vielen Jahren faszinierte mich ein Roman von George Zebrowski (1) mit dem Titel „Makroleben“, in dem dieser meiner Erinnerung nach den Gedanken verfolgte, die menschliche Superzivilisation unter Einschluss aller Bürger aber auch technischen Applikationen als ein einziges Wesen zu betrachten, eben als das „Makroleben“. Dieser Gedanke, ein Vorläufer der Auffassungen des späteren „Cyberpunks“, war 1979 zumindest für mich ziemlich neu.

Faszinierend aber damals auch abstoßend fand ich eine Konsequenz aus den Darstellungen Zebrowskis, dass es nämlich zwischen dem fortgeschrittenen Makroleben und in archaischen Lebensweisen verhafteten Menschen bzw. Wesen keine Kommunikation geben könne.

Heute sehe ich seine Gedanken durch die Menschheitsentwicklung bestätigt. Auf der einen Seite haben wir die menschliche Superzivilisation, die unter der (momentanen) Führung des Westen zusammenwächst, und die dabei ist, drei Viertel der Menschen einzubinden. Da gibt es andererseits das antagonistische mohammedanistische Viertel, das in Agonie und Raserei verharrt, und das darauf besteht, seine archaischen und zutiefst bösartig-primitiven Regeln und Anschauungen zur Norm für die gesamte Menschheit zu machen.

In der heutigen FAZ berichteten Markus Bickel, Matthias Rüb und Johannes Leithäuser über die aktuelle Entwicklung:

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Viele Tote bei antiwestlichen Protesten in Pakistan

Regierung fordert Gesetze gegen Schmähung Mohammeds

Amerikanischer Werbefilm

In Pakistan ist es bei antiwestlichen Protesten am Freitag zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Nach ersten Meldungen wurden dabei mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt. Ansonsten verliefen die weltweiten Proteste gegen die von der französischen Zeitschrift „Charlie Hebdo“ veröffentlichten Mohammed-Karikaturen und einen in den Vereinigten Staaten produzierten islamfeindlichen Film am Freitag friedlicher als erwartet. In vielen Ländern wurden amerikanische Fahnen verbrannt. Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, Demonstrationsverbote und Aufrufe zur Mäßigung durch muslimische Vorbeter verhinderten offenbar eine weitere Eskalation des Konflikts. In mehr als zwanzig muslimisch geprägten Staaten blieben französische Botschaften, Schulen und kulturelle Einrichtungen am Freitag geschlossen. In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad setzte die Polizei Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten ein, die sich der amerikanischen Botschaft genähert hatten.

Der pakistanische Ministerpräsident Raja Pervaz Ashraf forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, Gesetze gegen die Beleidigung des Propheten zu erlassen. Seine Regierung hatte den Freitag zu einem gesetzlichen Feiertag erklärt, damit die Menschen gegen den im Internet veröffentlichten Film „Unschuld der Muslime“ auf die Straße gehen konnten. Um die Sprengung von Bomben durch Handys zu verhindern, waren die Mobilfunknetze in vielen pakistanischen Städten gesperrt worden, teilte das Innenministerium mit.

In mehreren Werbefilmen, die am Freitag im pakistanischen Fernsehen ausgestrahlt wurden, distanzierten sich der amerikanische Präsident Barack Obama und Außenministerin Hillary Clinton von dem islamfeindlichen Film und betonten die Achtung für alle Religionen in den Vereinigten Staaten. Der Werbefilm, der in sieben Sendern gezeigt wurde, ist ein Zusammenschnitt von öffentlichen Auftritten der beiden Politiker und wurde in Urdu untertitelt. Unterdessen bestellte die pakistanische Regierung am Freitag den amerikanischen Gesandten ein.

Wie das staatliche pakistanische Fernsehen berichtete, übergab die Regierung in Islamabad dem Gesandten Richard Hoagland ein Schreiben, in dem Washington zum Handeln gegen die Produzenten des „frevelhaften Films“ aufgefordert wird. Zudem solle sich Washington dafür einsetzen, dass der 14 Minuten lange Film von der Internet-Videoplattform Youtube gelöscht werde. (…)

Seit Beginn der Proteste gegen den Film sind seit vergangener Woche mehr als dreißig Menschen getötet worden. (…)

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo blieb es nach dem Freitagsgebet ruhig. Der Großmufti des Landes, Ali Gomaa, hatte die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen kritisiert, Gläubige aber dazu aufgerufen, sich ein Beispiel am Propheten Mohammed zu nehmen. Dieser habe „alle persönlichen Beleidigungen und Angriffe ohne Vergeltung ertragen“.

In Freiburg nahmen am Freitagnachmittag etwa 300 Demonstranten an einer Kundgebung gegen den in den Vereinigten Staaten produzierten Mohammed-Film teil. Die Demonstranten, darunter auch viele Kinder, versammelten sich am Karlsplatz und marschierten mehrere Stunden durch die Innenstadt. Sie trugen Plakate, auf denen „Die Würde des Propheten Mohammed ist unsere Würde“ oder „Schmähvideo verbieten – Wahrheit bieten“ oder „Christen und Muslime gegen Blasphemie“ zu lesen war. (…)

Das Bundesinnenministerium widersprach unterdessen am Freitag dem Eindruck, die Behörde prüfe deutsche Publikationen darauf, ob sie islamfeindliche Äußerungen wiedergäben. (…)

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Ein zuverlässig vernünftiger Kopf in der FAZ-Redaktion ist Klaus-Dieter Frankenberger. Er kommentierte die Angelegenheit folgendermaßen:

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Ganz groß

Geht es auch ein paar Nummern kleiner? Ja, das Amateurvideo zielte auf die Verunglimpfung des Propheten Mohammed. Aber deswegen muss man daraus nicht den großen Angriff auf 1,5 Milliarden Muslime machen, wie es der Ministerpräsident Pakistans getan hat – der Regierungschef des Landes, in dem der religiöse Fanatismus blüht und in dem liberale Politiker ihres Lebens nicht sicher sind. Und, nicht zu vergessen, in dem der politisch leicht instrumentalisierbare Hass auf die Vereinigten Staaten, deren Geld man sonst gerne nimmt, eine Art zweite Staatsideologie ist. Vielleicht fabuliert der Ministerpräsident vom großen Angriff auf die muslimische Welt, weil das Land, das er zu regieren vorgibt, sich in einem so beklagenswerten Zustand befindet. Dass die Regierung Obama wiederum meint, in bezahlten Werbesendungen im pakistanischen Fernsehen ihre Unschuld in der Sache zu beteuern, wirkt merkwürdig und peinlich. Natürlich hat sie, die Regierung eines freien Landes, nichts mit der Sache zu tun. Der Erklärungsversuch ist vergebliche Liebesmüh’, das Geld dafür verschwendet.

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Um zunächst Herrn Frankenbergers Frage zu beantworten: Nein, es geht nicht ein paar Nummern kleiner, weil der Mohammedanismus totalitär ist, weil ihm 99,99% nicht genug sind, und weil er keinen Kompromiss erlaubt. Ich würde sodann noch einen Schritt weitergehen. Die amerikanischen Werbefilme sind nicht nur Geldverschwendung, sie sind unterwürfig, schleimig und eine Entschuldigung für etwas, was man nicht getan und zu verantworten hat. Sie sind kontraproduktiv, weil sie in den Orks, denen die Gedanken von Demokratie und Kooperation fremd sind, das Gefühl hinterlassen, unsere Regierungen seien zu schwach, etwas, was sie als Verbrechen empfinden, zu unterbinden. Autoritär oder sklavisch erzogen ist der einzige Respekt, den sie kennen, der Respekt vor dem Stärkeren, der seine Stärke skrupellos einsetzt.

Das fortwährende Appeasement bzw. Gekrieche hinterlässt in den Mohammedanisten auch das Gefühl, sie könnten mit ihrer hemmungslosen Raserei und ihren fortwährenden Lügen etwas bei uns erreichen.

Die Aufforderung, unsere Gesetze in ihrem Sinne zu ändern, ist eine ungeheuerliche Anmaßung, die wir mit einem Katalog von Forderungen gegenüber ihren Gesetzen kontern sollten. Auch sollten wir für jede Botschaft, die wir in ihrer Sphäre schließen müssen, eine von ihnen in unserer schließen.

Die pakistanische Regierung ist direkt daran interessiert und beteiligt, die Ausschreitungen eskalieren zu lassen. Ist das keine feindselige Handlung? Wie lange sollen wir uns das gefallen lassen? Die Pakis verlangen eine Bestrafung der Filmemacher. Nach ihrem Recht steht auf die „Beleidigung“ Klo H. Metzels die Todesstrafe. Sie wollen einen unserer Bürger hinrichten, der nach unserem Recht unschuldig ist. Warum sollten wir ihrer Forderung nach Menschenopfern nachgeben? Wir haben diesen Gedanken doch schon vor mindestens 3.000 Jahren verworfen.

30 Menschen sind schon abgeschlachtet worden. Ihr Tod ist nur dann sinnvoll, wenn weiterhin die Wahrheit über Klo H. Metzel gesagt wird, wenn die Mohammedanisten gezwungen werden, logisch zu denken. Sie können in ihren Grundlagentexten nicht einerseits den Verbrechen Klo H. Metzels huldigen, aber andererseits Lügen behaupten wie Ali Gomaa. Klo H. Metzel hat laut Sira und Hadith keineswegs Verspottungen ohne Vergeltung ertragen. Er hat vielmehr den geringsten Widerspruch umgehend mit maximaler Gewalt beantwortet.

Die Mohammedanisten behaupten, ihr Gott AllaHundseingesandter, der angeblich das gesamte Universum geschaffen hat, sei beleidigt, wenn irgendwo im großen Amerika jemand etwas gegen ihn gesagt habe. Was für ein unglaublich kleiner, lächerlicher Gott. Will er auch die Ameisen ausrotten, wenn eine in eine seiner Moscheen gekackt hat? Was für eine entsetzlich primitive Vorstellung von Religion offenbart sich hier. Das ist Animismus minus Transzendenz, das ist (Hu-) Ba-al (-lah).

Mich als Christ ekelt es besonders an, dass die Orks uns Christen immer wieder parasitisch vereinnahmen, wie ich es auch widerlich finde, wenn Christen dieses schändliche Spiel mitspielen.

Dieses Bild des Antichristen („Sie sind von uns
ausgegangen,
aber sie waren nicht von uns“, 1. Joh. 2/19)
habe ich von Kybeline (2)

Jesus ist definitiv KEIN Prophet des Mohammedanismus, und wenn ein Ork über Blasphemie reden möchte, dann muss es zur Kenntnis nehmen, dass ihre Behauptung für alle Nicht-Dimmi-Christen eine ungeheure Blasphemie ist. Wenn wir über das gesetzliche Verbot von Blasphemie reden sollen, dann muss unter schwerste Strafe gestellt werden, wenn die Orks behaupten, Christen- und Judentum hätten das Geringste mit ihnen zu tun. Es soll auch unter Strafe gestellt werden, wenn ein Ork behauptet, dass der Mohammedanismus die Veredelung von Christen- und Judentum sei. Uups, das steht im Kloran? Dann muss dieser wegen Blasphemie verboten werden. Wir fordern, dass weltweit jede Moschee kontrolliert wird, dass die Mullas, die sich gegen uns blasphemisch äußern, an uns ausgeliefert werden, damit wir sie schwer bestrafen können.

Zurück zu meinen Eingangsüberlegungen: Wir sehen dieser Tage überdeutlich, dass sich die Menschheit in zwei Kulturen aufspaltet. Die eine ist die Superzivilisation kooperierender, gleichberechtigter Bürger, die Zebrowski „Makroleben“ nennt. Die andere ist die archaisch-primitive Kultur der Mohammedanisten, die in Ablehnung und als Gegenthese zu Juden- und Christentum und städtischer Gesellschaft begründet wurde. Ihre Wurzeln liegen im Nomaden- und Kriegertum. Sie ist mit dem Makroleben inkompatibel. Wir haben keine gemeinsame Perspektive, wir finden keine gemeinsame Sprache und keine gemeinsamen Themen.

Uns kann es doch egal sein, ob wir Botschaften bei denen schließen müssen. Wir brauchen die Orks und ihre Sandlöcher nicht. Wir müssen endlich lernen zu ertragen, dass sie sich in Dreck und Gewalt wohlfühlen, zu ertragen, dass sie sich nicht helfen lassen wollen. Es gibt wichtigere Projekte, als diese Idioten zu liften.

Sie haben uns nichts zu sagen, und wir haben ihnen nichts zu sagen.

Reden wir doch mit jemand anderem.

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Time am 22. September 2012

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1) http://en.wikipedia.org/wiki/George_Zebrowski
2) http://www.kybeline.com/2012/09/21/freiburg-islamistischer-evangelischer-pfarrer-geht-islamisch-demonstrieren/

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PS, assoziativer Soundtrack, „Communication Breakdown“ von Zep – ohne inhaltlichen Bezug zum heutigen Beitrag.

Performance unter
http://www.youtube.com/watch?v=BtwVQlWjBvA

Hier der Text:

Communication Breakdown

Hey, girl, stop what you‘re doin‘
Hey, girl, you‘ll drive me to ruin
I don‘t know what it is I like about you, but I like it a lot
Won‘t you let me hold you, now, let me feel your lovin‘ touch

Communication breakdown, it‘s always the same
Havin‘ a nervous breakdown, a-drive me insane

Hey, girl, I got somethin‘ I think you oughta know
Hey, babe, I wanna tell ya that I love you so
I wanna hold you in my arms, yeah
I‘m never gonna let you go, ‚cause I like your charm

Communication breakdown, it‘s always the same
Havin‘ a nervous breakdown, drive me insane, ow, suck

Communication breakdown, it‘s always the same
Havin‘ a nervous breakdown, a-drive me insane, yeah

Communicate, I want you to love me all night
I want you to love me all night, I want, hey, I want, yeah
I want you to love me, I want you to love, babe
I want you to love, yeah, I want you to love
Hey, I want you to love, yeah, I want you to

Sklavenhalter, und Lügner sowieso

31. Oktober 2010

Beirut, Hauptstadt eines dieser elenden Sklavenhalterstaaten

Der Mohammedanismus ist eine grausame Sklavenhalterideologie (1). “Religions”-Stifter Klo H. Metzel war ein Vergewaltiger und Sklavenjäger – so sind es seine Anhänger. Er war ein Lügner – so sind es seine Anhänger. Alle Ork-Staaten haben auf dem Papier die Sklaverei verdammt, auf dem Papier, aber ALLE Orkstaaten praktizieren sie TATSÄCHLICH nach wie vor. Für die heutige FAZ lieferte Markus Bickel einen erschütternden Bericht aus dem Libanon bzw. Beirut, dem angeblichen “Paris” des Orients.

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One-way-Ticket in die Sklaverei

Im Libanon arbeiten 200.000 ausländische Haushaltshilfen.
Viele von ihnen nehmen sich das Leben

Daisy Dinan ist eine der wenigen, die es geschafft haben: Zehn Dollar zahlen ihr manche Kunden inzwischen in der Stunde. Andere “Maids”, wie die Haushaltshilfen im Libanon genannt werden, müssen dafür eine halbe Woche arbeiten. Dinan kann auch selbst wählen, für wen sie putzt und bügelt, nimmt nicht mehr jeden Job an wie früher. Und von ihrer kleinen Mietwohnung, gelegen eine halbe Stunde südlich von Beirut, können die meisten anderen jungen Frauen in ihren beengten Zimmern nur träumen. Doch bis die Hausangestellte von den Seychellen diesen Status endlich erreichte, hat es lange gedauert, fast drei Jahrzehnte. Das ist viel länger, als die meisten Hausmädchen überhaupt im Libanon bleiben.

In deren Situation kann sich Dinan, 59 Jahre alte Mutter einer erwachsenen Tochter, dennoch gut hineinversetzen. Schließlich kennt sie ihr Elend aus eigener Erfahrung. “Auf den Seychellen haben sie uns gesagt, dass sie Mädchen brauchen, die im Ausland arbeiten”, erzählt die freundliche, resolute Frau über ihre Anfänge als Haushaltshilfe im Libanon. Viel anders sieht das Versprechen vom Glück in der Ferne heute auch nicht aus, nur dass durch das Internet vieles einfacher geworden ist. Dutzende Arbeitsagenturen kümmern sich um die Anwerbung der Gastarbeiter, mit ein paar Klicks im Internet stoßen Suchende auf die entsprechenden Steckbriefe. “Erfahrung: keine”, “Familienstand: verheiratet”, “Gehalt: 150 Dollar”, “Bemerkungen: ernsthaft, dynamisch, freundlich” wirbt http://www.maids-online.com für eine junge Frau aus Katmandu.

Die Gründe für die Arbeitsmigration sind offensichtlich: In Nepal, Madagaskar, Äthiopien, Sri Lanka oder auf den Philippinen, wo die meisten Haushaltshilfen herkommen, sind die Jobs noch schlechter bezahlt als im Libanaon. Und die oft großen Familien in der Heimat können jeden Cent gebrauchen. So war es auch bei Daisy Dinan. Weil ihre Eltern das Geld dringend benötigten, unterschrieb sie einen Dreijahresvertrag, erhielt dafür ein Oneway-Ticket – und flog los. Fünfzehn Jahre jung war sie damals erst – und fortan vom Aufstehen bis zum Einschlafen einer wohlhabenden französischen Familie zu Diensten.

Beirut galt damals, Mitte der Sechziger, noch als “Paris des Nahen Ostens”, der Bürgerkrieg lag noch in weiter Ferne, die Jeunesse dorée sonnte sich an den Ufern des Mittelmeers oder genoss lange Nächte in den berüchtigten Bars der libanesischen Hauptstadt. Doch für die ausländischen Haushaltshilfen waren die Arbeitsbedingungen erbarmungslos. Ein Zustand, an dem sich seitdem nicht viel geändert hat, wie Menschenrechtsorganisationen monieren.

“Viele Hausangestellte werden buchstäblich dazu getrieben, vom Balkon zu springen, um ihrer Gefangenschaft zu entfliehen”, sagt Nadim Houry, Leiter des Büros von Human Rights Watch in Beirut. Seit Jahren sind Selbstmorde junger Hausangestellter an der Tagesordnung, im Schnitt nimmt sich jede Woche eine das Leben. Auch Prügel, Missbrauch und Essensentzug durch Arbeitgeber gelten als lässliche Sünden in einem Land, in dem sich nicht nur Wohlhabende, sondern auch Familien mit kleineren Einkommen die billigen ausländischen Haushaltshilfen leisten. Auf 200 000 wird ihre Zahl geschätzt, eine in jedem vierten Haushalt. Um sie an der Flucht zu hindern, bekommen viele direkt nach Arbeitsbeginn ihren Pass entzogen.

Als wenig wirkungsvoll gegen diese moderne Form der Sklaverei erweist sich auch der libanesische Staat. “Indem sie die Augen verschließen vor den Verstößen gegen Hausangestellte, machen sich Libanons Polizei und Justiz mitschuldig am anhaltenden Missbrauch dieser verletzlichen Gruppe durch Arbeitgeber”, sagt Houry. “Jemanden einzusperren oder ihn zu schlagen ist ein Verbrechen, unabhängig von der Identität des Opfers.” Von 114 vor Gericht verhandelten Fällen, die Human Rights Watch untersuchte, führte keiner zu einer Bestrafung.

Fast jeder Libanese kennt Geschichten von misshandelten Hausmädchen, doch nur selten rufen Nachbarn die Polizei. Auch Raymond Tarabay aus Admah nördlich von Beirut ist entsetzt über das Verhalten vieler seiner Landsleute. Fast das Doppelte des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns von hundert Dollar zahlt er an das Hausmädchen der Familie aus Kamerun. Für die Zentralafrikanerin entschieden sich die Tarabays wegen ihrer guten Französischkenntnisse – so haben auch die drei bilingual aufwachsenden Kinder zu Hause eine Ansprechpartnerin.

Ihre eigenen Kinder hingegen sehen viele junge Frauen oft Jahre nicht mehr. So auch Daisy Dinan, die ihre damals nur zwölf Monate alte Tochter Anfang der siebziger Jahre zurück zur eigenen Mutter auf die Seychellen schickte. Nicht wegen des Bürgerkrieges, sondern wegen der ausbeuterischen Arbeitsbedingungen: Als junge Frau schmiss sie den Haushalt in einer reichen Familie in Beirut. Tag und Nacht stand sie ihren Herren zur Verfügung; Zeit, ein Kind aufzuziehen, ließ der Job ihr nicht. “Natürlich war ich traurig, meine Tochter zurückzuschicken, aber mir blieb keine andere Wahl”, sagt sie. Wiedergesehen hat sie ihr Kind erst 38 Jahre später.

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Time am 31. Oktober 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/mohammedanismus-und-sklaverei/

Faul und unwitzig

2. August 2010

Die heutige FAZ gehört zu denjenigen Ausgaben, die mal wieder zum Mohammedanismus pendeln. Markus Bickel zeigt, dass er vom Gegenstand seines Textes nur sehr wenig verstanden hat. Seine schlampige und beschönigende Sprache halte ich weniger für bewußte Verschleierung als für ein Resultat des bei deutschen Journalisten häufig anzutreffenden Hochmutes. Sie gerieren sich gern als “Vierte Gewalt”, haben aber nach dem Abitur nur noch Comics und Kochbücher gelesen.

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Geschlossene Lebenskonzepte

Selbsternannte Gotteskrieger aus und in Deutschland (“Gottes”-Krieger, damit sind Allakrieger gemeint. Bickel offenbart sich als Nicht-Christ, denn Christen werden durch die Wortwahl angegriffen, T.)

Über Monate hinweg saßen Rolf Clement und Paul Elmar Jöris in der ersten Reihe, direkt hinter der Glaswand. Im Oberlandesgericht Düsseldorf verfolgten die Hörfunkkorrespondenten den Prozess gegen den Kofferbomber Yussif al Hajj Dib und das Verfahren gegen die Sauerland-Gruppe. Die oft abstrakt erscheinende Gefahr des islamistischen Terrors hatte hier ein Gesicht – das des deutschen Konvertiten Fritz Gelowicz etwa oder das des nie in Deutschland integrierten libanesischen Studenten al Hajj Dib. Über ihre Einblicke vor Gericht – in den von Richter Ottmar Breidling geführten 6. Staatsschutzsenat – haben die beiden Journalisten nun ein Buch geschrieben, angereichert durch Recherchen in Sicherheitskreisen und aus dem Umfeld der selbsternannten Dschihadisten (Schon wieder “Selbsternannt”, selbsternannt oder nicht, Mörder werden dadurch nicht “niedlicher”. Überdies sind sie alle durch den Kloran zum Jihad verpflichtet. T.). Das Fazit der Lebensläufe von mehr als einem halben Dutzend Glaubenskämpfer (Sie sind keine “Glaubenskämpfer” sondern Unglaubenskämpfer und Mörder, T.) lautet: “Zum einen muss ein junger Mann den Halt verlieren. Dann muss ihm jemand ein geschlossenes Konzept für sein künftiges Leben anbieten.”

Zu zeigen, dass die von den Medien oft verzerrt als geborene Fanatiker dargestellten (So eine unsinnige, konstruierte Behauptung, keine Zeitung hat doch sowas geschrieben, T.) militanten Glaubenskämpfer (“militante Glaubenskämpfer”? Sie sind Massenmörder, Sadisten und Terroristen! T.) meist ähnlich aufwachsen wie große Teile der Bevölkerung, ist das große Verdienst dieses Buches. Nicht eine theoretische Bedrohung zeichnen Clement und Jöris nach, sondern Lebensläufe wütender (grundlos wütender, T.) junger Männer, denen der innere Kompass irgendwann zwischen Pubertät und Schulschluss abhandengekommen ist – oder die glaubten, ihn in gewaltsamen Islam-Interpretationen zu finden (Wenn er doch einmal in den Kloran hineinschauen würde, der faule Herr Bickel. T.).

Dass man da bisweilen nicht weit suchen muss, zeigt der Fall der Tochter eines der Autoren: Als die gemeinsam mit einer Klassenkameradin im Wohnzimmer in alten Fotoalben blättert, fragt sie nach dem Verbleib ihres früheren Kumpels aus dem Kindergarten und der Grundschule, Yassin Chouka. “Der ruft im Internet zum Heiligen Krieg auf”, sagt die Freundin (Anstatt in Isolationshaft zu sitzen, T.). Ob im Klassenzimmer oder in einem Ferienhaus im sauerländischen Oberschledorn-Medebach, wo die vier Mitglieder der Sauerland-Gruppe 2007 Anschläge auf amerikanische Einrichtungen vorbereiteten: Viele der selbsternannten (Sie sind immer selbsternannt und durch den Kloran ermächtigt, T.) Gotteskrieger (Allakrieger, T.) aus Deutschland, die sich in den vergangenen Jahren in Terrorlager in Pakistan absetzten, wohnen tatsächlich nebenan. Zunächst mögen sie noch wie der später in der Al-Muhsinin-Moschee in Bonn-Beuel radikalisierte Chouka der Mannschaftsclown im Fußballverein und Klassensprecher gewesen sein. “Weder Yassin noch seine Brüder fielen dadurch auf, dass sie wegen ihres Glaubens etwas nicht mitmachen durften. Die Familie schien keine Probleme damit zu haben, als gläubige Muslime in einer christlichen Umgebung zu leben und verankert zu sein”, schreiben die Autoren.

Doch irgendwann beginnt die Absonderung; die Erinnerung an die gemeinsamen Streiche im Unterricht oder die erfolgreichen Spiele mit dem Fußballverein verblasst. Eine Pilgerreise nach Mekka mag den Anfang bilden, andere Möchtegernterroristen (Sie sind keine Möchtegerterroristen sondern Terroristen, die am versuchten Massenmord gehindert wurden. T.) geraten gleich in die Fänge örtlicher Islamisten. Kritik an den hohlen Werten  der europäischen und amerikanischen Gesellschaften (Diese Werte sind vielleicht für Herrn Bickel hohl, ich glaube an sie und schütze sie, T.) sowie der Doppelzüngigkeit des Westens angesichts der Kriege im Irak oder in Afghanistan nach den Anschlägen des 11. September 2001 (Herr Bickel als Sprachrohr von Al Kaida! Quo vadis, FAZ? T.) stoßen bei den jungen Muslimen auf fruchtbaren Boden. Denn Studien zeigen, dass sich zwar vier von fünf gut integriert fühlen – doch nur elf Prozent glauben, die Deutschen würden sie als Landsleute anerkennen, wenn sie deutsche Staatsbürger würden. Kurzum: Im Alltag fühlen sie sich immer wieder gedemütigt (Wodurch? Werden sie angepöbelt? Vergewaltigt? Ausgeraubt? Zusammengeschlagen? Abgestochen? Passiert ihnen so etwas massenhaft? Werden Moscheen verbrannt? T.). Jöris und Clement betten diese Einzelschicksale (Mir kommen die Tränen, T.) in die aktuellen Entwicklungen deutscher Sicherheitsbehörden ein. In klarer Sprache zeichnen sie die Wege jener vier Terroristen nach, die sich nach ihrer Ausbildung in pakistanischen Terrorlagern 2006 zur Sauerland-Gruppe zusammenschlossen, um dann einen Überblick zu liefern über die Gegenmaßnahmen von Geheimdiensten und Bundeskriminalamt.

Hier setzt auch das Buch von Guido Steinberg an. Wie Jöris und Clement war der frühere Terrorismusreferent im Bundeskanzleramt bei den Düsseldorfer Terrorprozessen der vergangenen Jahre präsent – wenn auch auf der anderen Seite der Glaswand, als Gutachter des Gerichts. “Das Ziel der deutschen Politik sollte sein, eine kurzfristig effektive mit einer langfristig wirksamen Terrorismusbekämpfung zu verbinden”, schreibt er. “Die Gewalttäter müssen nicht nur konsequent bekämpft, sondern gleichzeitig von ihren Unterstützern und Sympathisanten isoliert werden.” Nur über die Integration junger Muslime, da sind sich Steinbach sowie Jöris und Clement einig, lasse sich das Problem des militanten Islams bändigen. Daher, schreibt Steinberg, sei die “Trennung von Integrationsdebatte und Terrorismusbekämpfung dringend geboten”. Und noch eines wünscht er sich von der Bundesregierung: Sie möge ihr Verhältnis zu den arabischen Staaten, Pakistan und Afghanistan auf eine neue Grundlage stellen (Das geht erst, wenn wir auf das Öl verzichten können oder bereit sind, es mit Waffengewalt zu erobern. Was aber gemeint ist, ist, dass wir Israel fallen lassen sollen und unsere Grenzen komplett öffnen. T.). Denn nur eine international abgestimmte Politik könne auf Dauer verhindern, dass sich wegen der ungelösten Probleme der Region eine Generation nach der anderen radikalisiere (Vor allem sollten wir die ungelösten Probleme der Region nicht bei uns importieren, T.).

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Aha, erst wird lang und breit dargelegt, wie normal und integriert die Verbrecher waren, dann wird als Gegenmaßnahme die Integration gefordert. Integration aber soll natürlich heißen, dass die Orks mit Geld zugeschmissen werden, dass man ihnen jeden Wunsch von den Augen abliest, dass man jede kleine Krise in ihrem Leben vermeidet und ausräumt. Aber ich sage Ihnen was: Die würden trotzdem nach Mekka fahren. Das ist nämlich religiöse Pflicht. Und auch der grausame Krieg gegen alle Nicht-Mohammedanisten ist Pflicht. So steht es nicht in der Bibel, die von Gott spricht, sondern im Kloran, der von Alla stammt, dem Alter-Ego des schizophrenen Wüstenräubers Klo H. Metzel. Wer vorgeschlagen hätte, den Kommunismus, den Faschismus, die Mafia oder das Hochwasser durch möglichst gute Integration zu bekämpfen, wäre zu Recht ausgelacht worden. Aber deutsche Journalisten muten ihrem Publikum so einen Stuss zu. Harry Hirsch war wenigstens lustig (1).

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Time am 2. August 2010

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1) http://www.youtube.com/watch?v=6MBgqMSwoLU
Rolf Clement/Paul Elmar Jöris: Die Terroristen von nebenan. Gotteskrieger aus Deutschland. Piper Verlag, München 2010. 294 S., 16,95 (Euro).
Guido Steinberg: Im Visier von Al-Qaida. Deutschland braucht eine Anti-Terror-Strategie. Edition Körber-Stiftung, Hamburg 2009. 105 S., 10,- (Euro).


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