Mit ‘Paulus’ getaggte Artikel

Das alte Lied vom Konvertit

2. Oktober 2009

Der KONVERTIT übernimmt in Beziehung auf seine bisherigen neue und andere Glaubens- oder Überzeugungsgrundsätze und die damit verbundenen Traditionen und Bräuche (1). Außerordentlich bedeutsam für unsere westliche Zivilisation ist ein Konvertit namens PAULUS.

Geboren als Scha’ul (Saul, lat.: Saulus) verfolgte dieser überaus gesetzestreue und gläubige Pharisäer mit Leidenschaft die jüdischen Häretiker “Christen”, Wiki (2):

“Nach Apg 7,58ff EU war er bei der Steinigung des ersten christlichen Märtyrers Stephanus anwesend und hatte ‘Wohlgefallen’ daran. Danach habe er die Gemeinde ‘verwüstet’, ‘indem er in die Häuser eindrang, Männer und Frauen verschleppte und für ihre Verhaftung sorgte’. Nach Apg 9,1f EU erbat und erhielt er vom Jerusalemer Hohenpriester einen schriftlichen Auftrag, auch in Damaskus und den dort befindlichen Synagogen nach Anhängern Jesu zu suchen, um sie zu verhaften.”

Doch siehe da, auf dem Weg nach Damaskus in eliminatorischer Mission erschien ihm der Herr (Apg 9,3-29 EU). Dieser rief ihn mit seinem hebräischen Namen an: “Scha’ul, Scha’ul! Warum verfolgst du mich?”

Wiki: “Er habe zurückgefragt: Wer bist du, Herr? Darauf habe die Stimme geantwortet: Ich bin Jesus, den du verfolgst! Damit erkannte Paulus das … Unrecht seines ganzen bisherigen Lebens, das er dem ‘Eifer für das Gesetz’ … gewidmet hatte. Denn nun habe Gott ihm in der Person Jesus Christus seinen wahren Willen direkt und unvermittelt offenbart.”

Seit dem sogenannten “Damaskuserlebnis” verstand sich Paulus – der seinen Namen nicht wegen seiner Bekehrung wechselte, wie es die bekannte Redewendung irrtümlich nahelegt, sondern beide Namen (Saulus/Paulus) seit seiner Geburt trug (3) – als von Gott berufener „Apostel des Evangeliums für die Völker“ (Gal 1,15f EU). Indes: die Bedeutung von “Paulus” ist “klein”, was erklärt, warum er als Jesu Diener später diesem Namen den Vorzug gab.

Wiki: “Im Neuen Testament werden Paulus dreizehn Briefe zugeschrieben. Für mindestens sieben davon – Röm, 1 Kor, 2 Kor, Gal, Phil, 1 Thess, Phlm – erkennt (sogar, T.) die heutige historisch-kritische Forschung seine Autorschaft an.” (4)

Paulus wurde der erste und wichtigste Theologe des Christentums und ein besonders erfolgreicher Missionar, denn er erwies sich als fähig, Gottes Wort so zu predigen, dass es nicht nur die Juden sondern alle verstehen konnten.

Diese abrupte und vollständige Wende des großen Christenmörders zum größten Förderer des Glaubens überhaupt macht die Einmaligkeit des Paulus aus.

Zwar hören wir ständig von “überraschenden Trennungen”, “unerwarteten Todesfällen”, da merkt ein gestandener Familienvater dreier Kinder an seinem 50. Geburtstag, dass er schwul ist, und scheidet sich von seiner Frau, da läßt sich eine begnadete Klarinettistin in einen Mann umoperieren, heiratet eine Frau, und ist endlich glücklich. Aber es scheint nur uns Zaungästen “plötzlich” und “überraschend” zu sein. Die Familie wußte es seit vielen Jahren, und alle sahen die Zeichen, sie sahen es seit langem kommen. “Amok an Schule XY – Schüler rastet plötzlich aus”? Nein, diese Massenmorde sind stets von langer Hand vorbereitet.

Scheinbar überraschende Konversionen sind tatsächlich meist ein PROZESS, und Iannaccone (5) stellte fest, dass sich der “GLAUBE” erheblich langsamer entwickelt als das Eingebundensein in die GRUPPE. Grade dies ist eine entscheidende Erkenntnis. Denn in der Regel wird die Konversation deshalb vollzogen, weil man endlich Gesprächspartner, Freunde und Zuwendung hat, eine Frau versprochen kriegt, Werbeeinnahmen, einen Job usw.

Erleuchtungen wie die des mörderischen Saul hingegen sind ein Vorrecht des Herrn und ein sehr seltenes und besonderes Ereignis.

Scha’ul konvertierte nicht nur von einem Verfolger Jesu zu einem Verkünder Jesu, er legte auch sein vorheriges gewalttätiges Verhalten völlig ab und wurde vom Wolf zum Lamm. Das ist außerordentlich ungewöhnlich, denn üblicherweise bedeutet Konversion, dass Hetzer und Henker der einen Ideologie zu Hetzern und Henkern einer anderen werden. Der Bolschewist Mussolini konvertierte zum Faschisten Mussolini as same as Klumpfuß-Joe-the-German did, sie konvertierten von einem zum anderen Extrem.

Hier nun muß einer der berüchtigsten Konvertiten Deutschlands erwähnt werden. Ich meine Peter Schütt (6). Dieser intelligente Junge aus lutherischem Haus KONVERTIERTE als 19-Jähriger (!) zum Katholizismus, war in den 60ern ein Gründungsmitglied der “D”KP, brüstete sich jahrelang mit seiner afrikanischen Gattin, entdeckte kurz vor dem winselnden Ende des Bolschewismus seine Liebe zu Michail Gorbatschow, schmiß die Bimbofrau weg, heiratete eine Iranerin und wurde dann, Sie ahnen es… Mohammedanist. Der anscheinend weite Weg ist so weit nicht: Es ist der Sprung des analen Zwangcharakters von einem A*schloch ins nächste. Vergleichen wir diese Entwicklung zB. mit der von Otto Schily (7): Herr Schily war zunächst Handlanger von anarchistischen Terroristen, fand seinen Weg in die verfassungskonforme Partei “die Grünen”, wechselte zur SPD und wurde dann als Innenminister ein republikanisches Highlight, ein außerordentlicher Ruhepol der schröderschen Desperado-Regierung. Man sollte also mE. genau darauf schauen, wie es ablief. Lief es, wie im Fall Peter Schütt, von einem Totalitarismus zum nächsten, oder haben wir einen langsamen, qualitativen Erkenntnis- und Entwicklungsprozess vor uns, wie zB. im Falle Otto Schilys?

Kollege Michael Kreutz vom “Transatlantic Forum” berichtet erstaunt (8):

Von der Islamophobie zur Konversion

Von der Islamophobie zur Konversion ist es manchmal nur ein kleiner Schritt. Ein ehemaliges Mitglied der Republikaner und Gründungsmitglied des Bezirkverbandes Ruhrgebiet von Pro NRW hat ihn getan und ist Muslim geworden.

Schon die “Lektüre der ersten Biographien Mohammeds” habe ihn eingenommen, so Roger Schwedes, der im Interview mit dem “Muslim-Markt” bekennt: Jeder Tag, jede Stunde des Lesens, jedes Gespräch mit einem wahrhaft Gläubigen hat mich mehr und mehr eingenommen und glücklich gemacht.

Und auch in dieser Biographie spielt der Antikapitalismus eine wesentliche Rolle, die schon viele Sinnsucher zum Islam geführt hat, bietet dieser doch eine GEISTIGE ZUFLUCHT vor dem “STILLSTAND im FLACHEN, DEMOKRATISCH VERORDNETEN KONSUMALLTAG.” (9)

Das aber kann doch den erfahrenen Counterjihadi nicht erstaunen!

Was halten Sie denn nun von diesem Postulat:

“Die VERABSOLUTIERUNG von FREIHEIT ist ein junges Gewächs (Fragen Sie bitte nicht mich, wo der Autor dieses seltsame Gewächs aufgespürt hat, T.). Sie ist nicht nur dem Islam unbekannt, sondern auch allen anderen Kulturen und Zivilisationen der Weltgeschichte. Vielleicht haben DIE alle etwas RICHTIG gemacht. Die ISLAMISCHE KRITIK an der WESTLICHEN ZIVILISATION, an ihrem Materialismus und ihrer Dekadenz ist SCHLICHT ZUTREFFEND.” (10)

Der Schöpfer dieser These befindet sich in dem Wahn, “antitotalitäre, ideologiekritische, islamkritische politische Essays” zu verfassen und sucht laut eigenem Bekunden auf einem Weg von links außen ausgehend nach dem “wahren Konservatismus”, den er irgendwo rechts jenseits der CDU – und offenbar ggf. auch in den Lagern der Taliban – vermutet (11). Dieser und andere Ex-Hodenhalter Honeckers belehren alte CDU-Anhänger über den wahren “Konservatismus”… o tempora o mores…

Denken Sie sich – natürlich rein fiktiv – als General kurz vor dem Hornsignal: Einer Ihrer Obersten äußert tiefstes Verständnis für den FEIND, läßt die Trommeln für JENE rühren und SIE und den Souverän und die verwitterten Kämpen um Sie herum verspotten. Was würden Sie tun müssen? a) Ihn bitten, Sie nicht im Schlaf zu stören, b) seinen Sold erhöhen, c) ihn erschießen lassen?

G-E-N-A-U!

Time am 2. Oktober 2009
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(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Konversion_(Religion)

(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Damaskuserlebnis

(3)
http://de.wikipedia.org/wiki/Saulus#Herkunft_und_Ausbildung

(4)
http://de.wikipedia.org/wiki/Paulus_von_Tarsus

(5)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/der-ich-bomben-markt-2/

(6)
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Sch%C3%BCtt_(Autor)

(7)
http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Schily
(8)
http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7733/von-der-islamophobie-zur-konversion/
(9)
http://www.ruhrbarone.de/pro-boss-im-ruhrpott-islamfeind-konvertiert-zum-islam/
(10)
http://www.korrektheiten.com/2009/09/29/was-ist-konservativ/
(11)
http://www.korrektheiten.com/2009/05/16/was-waehlen-wir/

Sehr lesenswert, Ali Sina auf:

http://www.faithfreedom.org/islam/nidal-malik-hasan-hate-doctor

“(…) To understand what makes Muslims terrorist we have to understand Muhammad. Muhammad was not a prophet of God. Like Jim Jones, Shoko Asahara, David Koresh and Joseph Koni, he was a cult leader. Cult leaders need enemies to keep their flock together. They implant in them the concept of us versus them. The believers are given an identity that sets them apart from the rest of the world. (…)”

Carla del Paulus & Friends

31. August 2009

Vor dreissig Jahren bzw. noch davor war es im Westen wohlfeil, gegen den Kommunismus zu sein. ALLE waren dagegen, gegen den EXISTIERENDEN, sowjetischen, außer ein paar Pickelgesichtern von der “D”KP, einer Truppe, die sich später als echte 5. Kolonne der SED erwies. Zu Recht war jedermann gegen die Bolschewisten, aber leider meist nicht aus Überlegung, sondern aus Gefolgsamkeit der Zentralmacht bzw. einer Leitkultur gegenüber, innerhalb derer die Feindschaft zu Rußland bedeutsam ist. Sogar der KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland), aus dessen Personalpotential sich die heutigen Grünen in hohem Maße bedienen, war ja eigentlich so gesehen gegen sich selbst, gegen jede Art von sozialistischer REALITÄT – oder waren das Mao-Fans? Viele von uns Christen staunten damals jedenfalls über weltliche Gewissheiten auf allen Seiten, und wir stellten Frage um Frage. Einige unserer Mitbürger gingen so weit, die afghanischen Nazi-Mullas mit erstklassigen Stingers auszurüsten, und die Jihadisten zu feiern, welche russische Wehrpflichtige lebendig enthäuteten (begeistert berichtete die “Welt” davon) – Derart schrankenlos wollte ich persönlich den Kampf gegen den Kommunismus denn doch nicht führen. Und das war auch gar nicht nötig: Nötig waren die eiserne Geschlossenheit des Westens und besonders das Talent, die Zuversicht und der Humor des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan. Seinem Nachfolger fiel der Erfolg in den Schoß, und der russische Bolschwismus verschwand mit einem Winseln.

Die letzte sozialistische Enklave in Europa mußte dann wohl auch noch eliminiert werden: Slobos Jugoslawien. Dieser Staat wurde zerteilt, und man erhielt im Tausch für einen sozialistischen Staat einen serbischen, zwei normale und ZWEI neue mohammedanistische. Man verfolgte mit aller institutionellen Schärfe vor allem serbische Kriegsverbrecher, wobei die Balken des Rechts bis nahe ans Zerbrechen gebogen wurden. Mr. Slobo, Feldherr in einem vermeintlich ethnischen Krieg, in dem, so unsere MSM, ausschließlich bedauernswerte, absolut friedliche, freundliche Mohammedanisten von grimmigen, kommunistischen Robotern abgeschlachtet worden sein sollen, wurde schließlich, so hatte es für manch aufmerksamen Prozessbeobachter den Anschein, elegant geselbstmordet (1).

Jedoch, nach 10.000 Kilometern Lügen: Herausragende Funktionäre der damaligen Ereignisse scheinen vom heiligen Geist heimgesucht zu werden, der sie zwingt, die Wahrheit zu sprechen und vom Saulus zum Paulus bzw. zur Carla del Paulus zu werden.

Aus der Schweiz meldet der “BlicK” (2):

Erst drei Monate ist es her, dass Carla Del Ponte (61) ihr Amt als Chefanklägerin (in Den Haag, T.) niederlegte. Und schon ist ein selbstverfasster Rückblick auf ihre Zeit als Jägerin der Kriegsverbrecher auf dem Markt. Ein Buch, das für Aufregung sorgt.

In ‘La caccia’ (Die Jagd) bringt sie Hashim Thaçi (39), den Regierungschef der Republik Kosovo, mit einem fürchterlichen Verbrechen in Verbindung. Thaçi, der den Kosovo eben erst in die Unabhängigkeit geführt hat, soll an Mord und Organhandel beteiligt gewesen sein.

Es liest sich wie ein Horror-Roman, was Del Ponte über die Entführung von 300 Serben 1999 schreibt: Im albanischen Ort Burrel seien die Menschen von der (mohammedanistischen, T.) Kosovo-Befreiungsarmee UCK ermordet und ausgeweidet worden. Ihre Organe habe man nach Westeuropa verkauft.”

Jahrelang hat sie die Ork-Kamarilla in Schutz genommen, Serbien denunziert, Serben gehetzt, und nun dies? Für mich ein Wunder!

Ein weiteres Wunder erschien mir heute (Montag, 310809) in der FAZ. Ex-Serbenfresser Michael Martens, zusehend nachdenklich werdend, wird nun neuerdings offensichtlich häufiger auf Kleinasien angesetzt, als Nachfolger des unsäglichen (gleichwohl aus saudischen Quellen stets gut informierten Sunniten-Freund) Ali Hermann.

Meikel, der früher jedwede Mohammedanistenspucke vom Bürgersteig gierig aufleckte, berichtet heute aus der Türkei von Schauprozessen in der Regie der AKP from the Fuhrergan:

Haarsträubende Ungereimtheiten

Der Ergenekon-Prozess in der Türkei hat viele Mängel – doch ist er deshalb überflüssig? (‘Hatten Stalins Schauprozesse und Freislers Gekreische nicht doch irgendwie einen geheimen Sinn?’, T.)

Den einen ist er ein Beleg des demokratischen Aufbruchs der Türkei, den anderen eine Kampagne der Machthaber in Ankara, die unter falschem Vorwand ihre säkularen Gegner verhaften lassen, um das Land zu islamisieren, so lauten, vereinfacht und überspitzt, die Ansichten von Befürwortern respektive Gegnern des Gerichtsprozesses gegen eine unter dem Namen “Ergenekon” firmierende Gruppe, deren Mitglieder versucht haben sollen, die seit 2002 das Land regierende “Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung” (AKP) des Ministerpräsidenten Erdogan zu stürzen.

In seiner jüngst erschienenen Studie “Zwischen Fakt und Phantasie” nähert sich der britische Türkei-Fachmann Gareth Jenkins dem Thema mit dem Anspruch auf wissenschaftliche Unvoreingenommenheit, auch wenn dem Leser des mehr als 80 Seiten umfassenden Textes schon nach wenigen Absätzen deutlich wird, dass Jenkins zu jenen gehört, die große Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens und vor allem an der Glaubwürdigkeit der AnklagepunKte hegen. In der Tat: Wann immer auf einem Dachboden zwischen Izmir und der Grenze zu Armenien eine Handgranate gefunden wird, soll die Krake “Ergenekon” dahinterstecken – angeblich streng säkulare Militärs, Professoren, Journalisten, Geschäftsleute, aber auch verkrachte Kaffeehausspintisierer und andere schräge Figuren, mithin Personen, die sich im richtigen Leben nicht einmal die Hände schütteln würden.

Jenkins, der seit 1989 in der Türkei lebt, hat sich die Mühe gemacht, die beiden ersten, mehr als 4000 (!, T.) Seiten umfassenden Anklageschriften im Fall “Ergenekon” (die dritte lag noch nicht vor, als er seine Studie abschloss) Satz für Satz zu prüfen. Er stieß dabei auf haarsträubende Ungereimtheiten. Es sei nicht zuletzt der erstaunlichen Länge der Anklageschriften zuzuschreiben, dass sich kaum jemand mit diesen Absurditäten beschäftigt habe, stellt Jenkins fest – denn schon die oberflächlichste Prüfung dieser Texte werfe verstörende Fragen auf. Der Brite unterstellt den Anklägern eine “verschwörungstheoretische Weltsicht” und eine Missachtung rechtsstaatlicher Grundsätze. Besonders anhand der ersten Anklageschrift, die offenbar in aller Hast erstellt wurde, gelingt es ihm überzeugend, viele Widersprüche des Verfahrens zu belegen.

Einen bizarren Gipfel erreicht die erste Anklage mit den unbelegten Vorwürfen, Mitglieder von “Ergenekon” hätten sich mit dem damaligen amerikanischen Vizepräsidenten Cheney getroffen, um über den Sturz der AKP-Regierung zu beratschlagen. Zudem habe “Ergenekon” die Herstellung von chemischen und biologischen Waffen geplant, “um mit den daraus erzielten hohen Gewinnen jede Terrororganisation – nicht nur in der Türkei, sondern in der ganzen Welt – zu finanzieren und zu kontrollieren”.

Nicht alle Abschnitte der Anklageschrift klingen dermaßen nach einer Inhaltsangabe eines James-Bond-Films, doch auch manch weniger versponnener Absatz hat es in sich. So stieß Jenkins auf den erstaunlichen Umstand, dass auf einer angeblichen Todesliste von “Ergenekon” der Name eines ehemaligen Generals geführt wird, der im Juli vergangenen Jahres verhaftet und als einer der Führer der Organisation dargestellt wurde. Jenkins wundert sich darüber, dass die Anklage es nicht für nötig hielt, der Frage nachzugehen, warum ein “Ergenekon”-Führer wohl seine eigene Ermordung für ratsam gehalten haben mochte.

Alles in allem mag Jenkins nicht an die Existenz einer Organisation namens “Ergenekon” glauben. Sie sei vielmehr das Produkt verschwörungstheoretischer Geister, die von Ministerpräsident Erdogan unterstützt werden – denn der habe die Kritiker der Ermittlungen durchweg beschuldigt, mangelndes Vertrauen in die Unabhängigkeit der türkischen Justiz zu haben. Das sei indes ein Mangel, der auch Erdogan und seine Mitstreiter ausgezeichnet habe, als deren Partei im Jahr 2008 vom Verbot durch ebendieses Justizsystem bedroht war, wie Jenkins spitz bemerkt.

Er weist zudem auf einen Umstand hin, der jedem Zeitungsleser in der Türkei fast täglich begegnet – dass vermeintliches Belastungsmaterial der Anklage, etwa die Mitschriften von abgehörten Telefongesprächen, regelmäßig in AKP-nahen Medien ausgebreitet wird, bevor es in den Gerichtsverhandlungen überhaupt eine Rolle spielt. Dass es sich dabei stets um Mitschriften der Gespräche von AKP-Gegnern handelt und deren illegale Veröffentlichung folgenlos bleibt, muss allenfalls der Vollständigkeit halber erwähnt werden.”

Bis hierhin ok., aber wenn Martens jetzt nicht schleunigst einen Kniefall nachliefert, darf er in Zukunft nicht mal mehr Pfandflaschen sortieren. Also, was nun, Micki?

Er apportiert promt: “Zu dieser Vollständigkeit gehört allerdings auch die Anmerkung, dass Jenkins Analyse ebenfalls Mängel aufweist, wenn auch auf UNGLEICH HÖHEREN Niveau als die von ihm sezierten Anklageschriften. In seinem Versuch, das Vorgehen der türkischen Justiz auf ein von Verschwörungstheoretikern betriebenes Unternehmen zu reduzieren, entwickelt er mitunter einen fast ebenso verschwörungstheoretischen Ehrgeiz, ZUMINDEST aber einen auffälligen Willen zur Aussparung. Darauf WEIST unter anderem Ekrem (nomen est omen, T.) Güzeldere von der in Berlin UND Istanbul (wow, international = objektiv, T.) beheimateten “Europäischen STABILITÄTSINITIATIVE” (ESI) hin.

(Ich schlage einen Wettbewerb der allerabsurdesten Vereinsnamen vor, wobei die betreffenden Organisationen sich, so meine Prognose, zu 99,9 als mohammedanistisch, zu 99,99 als staatsfinanziert und zu 99,999% als frei von Deutschen herausstellen werden. Eine Alibi-Deutsche werden sie bei 10.000 Mitgliedern allerdings wohl schon haben, einen grünen Schrumpfkopf auf einer Stange vor dem Vereinsportal!)

“Jenkins geht auf keinen der Anschläge -und Morde näher ein, die Teil der Anklageschrift sind und verblüffende Verbindungen aufzeigen. Vielmehr konzentriert er sich auf Schwachpunkte, die sich in einer Schrift von mehreren tausend Seiten natürlich finden lassen”, so Güzeldere, der sowohl die Amklageschriften als auch Jenkins Zusammenfassung davon untersucht hat. Jenkins bemängele die Anklageschriften als inkonsistent und zu lang, erwähne aber nicht, dass dies für türkische Anklageschriften TYPISCH sei (Hey, die MANGELHAFTIGKET türkischer juristischer Anklageschriften ist TYPISCH, und also offenbar grade daher völlig o.k., T.).

Eine Schwäche sei es zudem, dass Jenkins nicht dem Umstand nachgehe, dass viele Angeklagte nicht in das Bild einer Konfrontation zwischen Islamisten und Säkularisten passten, auf die der Brite den derzeitigen Machtkampf in der Türkei zu reduzieren versuche, MUTMASST Güzeldere. Überdies sei es absurd, der AKP nach nunmehr SIEBEN (magischen, T.) Jahren IMMER NOCH eine islamistische Agenda zu unterstellen: “Die Türkei ist in diesen Jahren kein Stück näher an Iran gerückt, dafür deutlich näher an die EU.”

Wirklich nett, das mit dem angeblichen Nicht-Heranrücken der Türkei an den faschistoiden Iran, welches ja ganz unzweifelhaft mit dem “An-Europa-Nachrück-Metronom” in, ähem… Eurometern… näh, Eurolitern, ähä, naja, jedenfalls UNZWEIFELHAFT messbar ist…

Schon vergessen, was the Fuhrergan im Januar sagte? “Die Welt” vom 19.1. (3): “Israel werde ein Fluch Gottes heimsuchen, prophezeite der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, Allah werde das Land bestrafen. Der Judenstaat werde sich selbst zerstören; zum Schluss forderte er gar, Israel von den UN auszuschließen.” Na, und so gesehen hat Extrem Gezetere sogar Recht, denn the Fuhrergan zumindest steht nicht weiter entfernt von jenem schrecklichen, zutiefst antijüdischen alten Europa als von Mammut Gardinenstanges Hobbyraum by the name of “Iran”.

Time am 31. August 2009

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(1) Links in Bezug auf die Balkankriege:
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/06/eine-unheilige-familie/

(2)

http://www.blick.ch/news/schweiz/organhandel-87795

(3)
http://www.welt.de/politik/article3055409/Warum-die-Tuerkei-die-Beziehungen-zu-Israel-riskiert.html

(4)
http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/zwei-momos-gegen-israel/

Kreuzestod und Auferstehung

1. Juni 2009

Lesen Sie im Folgenden Überlegungen eines Laien zur Kreuzestheologie. Ich benutze als Grundlage “Arbeitsbuch zum NT” v. Conzelmann/Lindemann, UTB 1991 und “Grundriß der neutestamentlichen Theologie” v. Lohse, Kohlhammer 1989.

Das Evangelium ist als kirchengründende Predigt zu sehen, in der Jesus als der gekreuzigte und auferstandene, erniedrigte und erhöhte Christus verkündet wird, der für die Sünden aller Menschen starb, von Gott auferweckt wurde und sich als der Herr bezeugte. Kreuzigung und Auferstehung wird als eschatologische (dh. die letzten Dinge betreffende, letztendliche) Heilstat Gottes ausgerufen, mit der die Verheißungen des Alten Testamentes erfüllt werden.

Das älteste Zeugnis vom urchristlichen Evangelium liegt in den Briefen des Paulus an verschiedene Gemeinden vor, aus denen hervorgeht, dass er eine fest umrissene, urchristliche Theologie bereits vorgefunden hat. In 1. Kor. 15, 1, 2, 3-5, referiert er auf die Aussage, mit der er die korinthische Gemeinde seinerzeit zum Christentum gewann, und die daher die älteste, wichtigste und konstituierende Aussage des Christentums ist. Sie beginnt: “Ich erinnere Euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet /1, durch welches ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festgehalten habt, in welcher Gestalt ich es euch verkündet habe; es wäre denn daß ihr umsonst gläubig geworden wäret /2.” Weiter heißt es nun: “Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift /3; und daß er begraben ist; und daß er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift /4, und daß er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.”

Im Judentum gibt es verschiedene Vorstellungen der zukünftigen messianischen Zeit, jedoch tritt der Messias stets als mächtiger Retter und Richter, als neuer König David auf, nicht als leidender und für die Sünden aller Menschen sterbender Christus. Während als Ursache für Leiden und Tod Jesu die Sünden der Menschen gesehen wird, zeigt der Verweis auf “die Schrift” den Sinn des Selbstopfers. Konkrete Hinweise sind hier zB. die Leidenspsalmen 22 und 69 sowie Jes. 53: “Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des Herrn offenbart /1? Er schoß vor ihm auf wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dünnem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die und gefallen hätte /2. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts beachtet /3. Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre /4. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt /5, ff.”

Auch das Motiv “am dritten Tage auferstanden”, findet sich im Tanach (1), in Hosea 6,2: “Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tag aufrichten, daß wir vor ihm leben werden.” Doch wenn diese Textstellen in den Gesprächen der Urchristen von Bedeutung gewesen sein mögen, und wenn ihre sprachlichen Wendungen für einen angemessenen Ausdruck des Geschehens unverzichtbar sind, so werden sie nirgendwo im Evangelium zitiert. Sie spielen deshalb keine Rolle als Schriftbeweis, so wie generell nicht daran gedacht ist, dass einzelne Textstellen die “Beweislast” tragen sollen. Zeugnis ist vielmehr das gesamte “Alte” Testament. Das Evangelium, das sich als Vollendung der Schrift begreift, hat keine allgemeine Wahrheit oder einen zeitlosen Mythos zum Inhalt, sondern es ruft das Christusgeschehen als Heilsereignis aus.

Natürlich ist die Wunder- und Heilstätigkeit Jesu wesentlich, sie drückt seine messianische Hoheit aus, aber zum Beispiel am Markusevangelium, welches das älteste ist, und welches den beiden anderen synoptischen Evangelien als Quelle diente, wird die Gewichtung deutlich. Auf die Darstellung der Passion entfällt nämlich mehr als ein Drittel des Textes, obwohl sich diese Ereignisse in wenigen Tagen abgespielt haben. Auch wird im ersten Teil immer wieder auf die bevorstehende Passion vorausgewiesen (8,31; 9,31; 10,33).

Wesentlich für das Markus-Evangelium ist das “Messiasgeheimnis”, das als eigenständiger theologisch-redaktioneller Beitrag des Autoren gesehen werden muß (1,1 bis 8,26). Es soll besagen, dass sich die Bedeutung Jesu nicht dem erschließt, der nur die Wunder- und Heilstaten sieht. Die Liebe Gottes kann nur verstanden werden von Kreuzigung und Auferstehung Jesu her. In 15,39 wird das Geheimnis durch das Bekenntnis des römischen Offiziers endgültig aufgehoben. Die herausragende Betonung der Kreuzestheologie gilt also als die theologische Mitte des Markusevangeliums.

Paulus ist dabei die besondere Betonung nicht nur des Todes, sondern des Kreuzestodes besonders wichtig, wie aus einem Lied hervorgeht, welches er in Phil. 2,5-11 zitiert, und in das er mindestens eine Zeile eingeschoben hat (“… ward gehorsam zum Tode, JA ZUM TODE AM KREUZ”), eines Todes, der schon bei Moses als besonders elend bezeichnet wird (5.M, 21,23). Dabei geht es nicht um eine Blut- und Wundenmystik, wie man sie von der mohammedanistischen Schia oder nordamerikanischen Indianerstämmen kennt, sondern um das Selbstopfer Gottes, der für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Vielleicht könnte man es auch so ausdrücken (aber korrigieren Sie mich ggf.): Die Regel, dass es gut ist, wenn alles in der Balance ist (Ying und Yang), die “Goldene Regel” der Empathie, ist für alle nicht-mohammedanistischen Menschen von zentraler Bedeutung, so auch im Evangelium. Die Menschen haben durch ihre Sünde die Balance zerstört, die nur durch ein Opfer wiederhergestellt werden kann. Da die Menschen nicht imstande sind, dieses Opfer zu leisten, Gott sie aber liebt und retten will, gibt er sich selbst als Opfer (Jesus, Lamm Gottes), indem er Mensch wird und als Mensch stirbt, indem er die tiefste Tiefe des Menschseins durchleidet.

Wie Sie vielleicht sehen, stellt jede Relativierung von Kreuzestod und Auferstehung das Christentum selbst in Frage. Wer dies aber tut, wer also die Grundlagen einer “Religion”/Ideologie in Frage stellt – und ich selbst tue das in Hinblick auf den Mohammedanismus ständig mit Texten, die sich gegen diese Räuberbandenideologie des perversen Killers aus Arabien richten – sollte ebenso wie ich KEINEN Preis für interkulturelles Dialogisieren bekommen.

Time am 1. Juni 2009

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(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Tanach


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