Mit ‘Scharia’ getaggte Artikel

Genug ist genug!

25. Oktober 2009
 
Rede von Geert Wilders vom 21. Oktober 2009,
gehalten an der Columbia-University in New York
 
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Meine Damen und Herren, es ist ein Privileg und eine große Ehre für mich, an dieser exzellenten akademischen Institution zu sprechen, die der Welt so viele Nobelpreisträger beschert hat. Als Niederländer bin ich stolz darauf, dass Ihr erster Nobelpreisträger im Jahre 1906 von niederländischer Herkunft war: Der jüngste Präsident der Vereinigten Staaten: Theodore Roosevelt.

Ich danke der Columbia Universität für die Einladung und ich danke auch der US-Grenzpolizei, dass Sie mir erlaubt haben, dieses großartige Land der Demokratie, der Freiheit und der freien Meinungsäußerung zu betreten. Meine Damen und Herren, heute wird in ganz Europa die beliebteste unserer vielen Freiheiten angegriffen. Die freie Meinungsäußerung ist nicht mehr gegeben. Was wir einst als ein natürliches Element unserer Existenz, unseres Geburtsrechts ansahen, ist jetzt etwas, für das wir wieder kämpfen müssen.

Ich würde mich selbst nicht als freien Menschen bezeichnen. Vor fünf Jahren habe ich meine persönliche Freiheit verloren. Seitdem stehe ich unter Polizeischutz und das über 24 Stunden. Darüber hinaus haben einige Menschen versucht, mir meine Redefreiheit zu nehmen: Eine niederländische, islamische Organisation versuchte, das Erscheinen des Dokumentarfilms “Fitna” zu verhindern. Wegen “Fitna” verlangte der radikalste niederländische Imam 55.000 Euro als Entschädigung für seine verletzten Gefühle. Der Staat Jordanien wird möglicherweise einen Antrag auf Auslieferung stellen, damit ich in Amman vor Gericht gestellt werden kann. Ich wurde in Frankreich angeklagt.

In meinem eigenen Land, den Niederlanden, hob das Berufungsgericht Amsterdam die Entscheidung der niederländischen Staatsanwaltschaft auf, mich nicht zu verfolgen. Also werde ich jetzt in meinem eigenen Land vor Gericht stehen, und zwar im Januar nächsten Jahres.

Aber hier geht es nicht um mich. Ich bin nicht der einzige Europäer, der für die Redefreiheit kämpft, es gibt so viele mehr: Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard zeichnete eine Mohammedkarikatur und plötzlich waren wir mitten drin in dem sogenannten “dänischen Karikaturenstreit’. Die italienische Autorin Oriana Fallaci hatte Angst vor einer Auslieferung in die Schweiz wegen ihres Buchs “Die Wut und der Stolz”. Eine österreichische Politikerin, Susanne Winter, wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil sie unverblümt über den Propheten Mohammed sprach. Der niederländische Karikaturist Gregorius Nekschot wurde von zehn Polizisten wegen seiner Zeichnungen verhaftet. Und der niederländische Filmemacher Theo van Gogh wurde in den Straßen Amsterdams von einem radikalen Muslim brutal ermordet.

Im vergangenen Februar wurde ich von zwei tapferen Mitgliedern des britischen House of Lords – Lord Malcolm Pearson und Baronin Caroline Cox – eingeladen, um “Fitna” im britischen Parlament zu zeigen. Aber bei meiner Ankunft am Flughafen Heathrow wurde mir die Einreise in das Vereinigte Königreich verweigert, aus dem Grund, dass ich die Harmonie der Gemeinschaft und damit die öffentliche Sicherheit gefährden würde.

Das war natürlich eine lächerliche und politisch motivierte Behauptung der britischen Regierung. Ich durfte “Fitna” zeigen und eine Rede halten im US-Senat, in New York, in Florida, in Kalifornien, in Kopenhagen, in Rom, in Jerusalem und im nächsten Monat im Senat der Tschechischen Republik. Aber die britische Regierung verweigerte mir den Zutritt in das Vereinigte Königreich, einem Nachbar-EU-Land. Nun, ich glaube, es war ein großartige amerikanische Idee, damals im 18. Jahrhundert, die Engländer heraus zu werfen.

In der vergangenen Woche fand mein Berufungsverfahren gegen die Weigerung der britischen Regierung in London statt, und ich gewann. Die Freiheit hat sich schließlich durchgesetzt! Ein britisches Gericht entschied, dass die Entscheidung des britischen Innenministers, mich auszuschließen, ungerecht, illegal und eine Verletzung der Redefreiheit war. Glücklicherweise sind die britischen Richter viel klüger als die britische Regierung. Also reiste ich am vergangenen Freitag nach London und traf mich mit meinen Freunden Lord Pearson und Baroness Cox und wir einigten uns darauf, “Fitna” im House of Lords im März nächsten Jahres zu zeigen.

Aber lassen Sie mich Ihnen erzählen, was auch während unserer Pressekonferenz geschah. Ein muslimischer Mob demonstrierte außerhalb und schrie: “Scharia für die Niederlande”, “Der Feind des Islam Geert Wilders verdient die Todesstrafe”, “Freiheit soll zur Hölle fahren” und “Der Islam wird die Welt beherrschen”. Willkommen im heutigen Europa!

Dies alles können Sie sich selbst auf YouTube ansehen. Dies ist genau das, was wir bekämpfen. Und es kommt noch schlimmer. Vor ein paar Tagen berichtete die britische Zeitung The Daily Telegraph, dass eine islamische Gruppe in der Tat eine Kampagne zur Einführung der Scharia in Großbritannien startete. Sie werden sich später in diesem Monat in London zu einer Demonstration treffen, um die vollständige Umsetzung der Scharia zu verlangen.

Bevor ich über den Islam sprechen will, möchte ich Ihnen zunächst Folgendes sagen: Ich habe nichts gegen Muslime. Es gibt viele moderate Muslime. Die Mehrheit der Muslime in unseren westlichen Ländern sind gesetzestreue Bürger, die ein friedliches Leben führen wollen. Das weiß ich. Daher mache ich eine klare Unterscheidung zwischen den Menschen und der Ideologie, zwischen Muslimen und dem Islam.

Was heute in Europa passiert, sollte uns nicht überraschen. Die Realität ist, dass dort, wo der Islam Wurzeln schlägt, die freie Meinungsäußerung stirbt. Es gibt nicht ein einziges islamisches Land in der Welt, in dem die Menschen die Freiheit haben zu sagen, was sie denken. Seit der sogenannte Prophet Mohammed seinen Leuten befahl, die Dichterin Asma bint Marwan zu töten, eine tapfere Frau, die ihr Volk vor diesem mörderischen Kult warnte, denken die radikalen Muslime, sie hätten eine Lizenz erworben, jedermann zu töten, der es wagt, das Wort Mohammeds oder seine Aktionen zu kritisieren. Die freie Meinungsäußerung ist ein Feind des Islam. Der Islam ist eine Bedrohung für das Europa von Sokrates, Voltaire und Galileo.

Wie ich bereits sagte, es gibt viele moderate Muslime. Aber so etwas wie einen moderaten Islam gibt es nicht. Das Herz des Islam ist der Koran. Der Koran ist ein böses Buch, das zu Gewalt und Mord aufruft – Sure 4, Vers 89 und Sure 47, Vers 4 -, Terrorismus – Sure 8, Vers 60 – und Krieg – Sure 8, Vers 39. Der Koran beschreibt die Juden als Affen und Schweine – Sure 2, Vers 65 / Sure 5, Vers 60 und Sure 7, Vers 166. Er nennt nicht-Muslime Lügner, Bösewichte, Feinde, Unwissende, unrein, böse, verschlagen, die schlechtesten aller Geschöpfe und die gemeinsten von allen Tieren.

Das Problem ist, dass die Bestimmungen im Koran nicht an Ort und Zeit gebunden sind. Vielmehr gelten sie für alle Muslime in allen Zeiten. Neben dem Koran gibt es auch das Leben von Mohammed, der in Dutzenden von Kriegen die Verbreitung des Islam mit dem Schwert erkämpft hat, gefangene Frauen und Kinder als Sklaven verkaufte, gewohnheitsmäßig Juden enthauptete und das junge Mädchen Aisha heiratete und die Ehe mit ihr vollzog, bevor sie zehn Jahre alt war. Das Problem ist, dass für viele Muslime Mohammed “der perfekte Mann” ist, dessen Leben sie als Vorbild folgen. Aber die Fakten zeigen, dass der so genannte Prophet kein perfekter Mensch war, sondern ein Mörder und Pädophiler. Und von ihm werden die Jihadisten inspiriert. Mit dem Versprechen eines fleischlichen Paradieses schlachten sie unschuldige Menschen in Washington, New York, Madrid, London, Amsterdam, Bali und Mumbai.

Meine Damen und Herren, vor einiger Zeit wurde in Frankreich ein Interview mit dem französischen muslimischen Schüler Mohamed Sabaoui geführt, der folgendes sagte – ich zitiere: “Ihre Gesetze sind nicht deckungsgleich mit dem Koran. Muslime können nur von der Scharia regiert werden”, und “wir wollen die Stadt Roubaix zu einer unabhängigen, muslimischen Enklave erklären und die Scharia auf alle ihre Bürger anwenden“ und “wir werden ihr Trojanisches Pferd sein. Wir werden herrschen, Allahu Akbar!” Zitat Ende.

Machen Sie keinen Fehler: Der Islam hat immer versucht, Europa zu erobern. Spanien fiel im 8. Jahrhundert. Konstantinopel fiel im 15. Jahrhundert. Wien und Polen wurden bedroht und jetzt, im 21. Jahrhundert, wird der Islam es erneut versuchen. Dieses Mal nicht mit militärischen Armeen, sondern durch Migration und Demographie.

Zum ersten Mal in der Weltgeschichte gibt es Dutzende Millionen von Muslimen, die außerhalb der Dar al-Islam, der islamischen Welt leben. Europa hat nun mehr als 50 Millionen Muslime. Es wird erwartet, dass ein Fünftel der Bevölkerung der Europäischen Union innerhalb von 40 Jahren muslimisch sein wird.

Im Jahr 1974 nahm niemand den algerischen Präsidenten Boumedienne allzu ernst, als er vor der UN-Generalversammlung sagte: “Eines Tages werden Millionen von Menschen die südliche Hemisphäre des Planeten verlassen, um in den Norden aufzubrechen. Aber nicht als Freunde. Denn sie brechen auf, um zu erobern und sie werden ihn erobern durch die Anzahl ihrer Kinder. Wir werden siegen durch den fruchtbaren Leib unserer Frauen”. Ende des Zitats.

Und der libysche Diktator Gaddafi sagte: “Es gibt Dutzende Millionen von Muslimen auf dem europäischen Kontinent und ihre Zahl nimmt zu. Dies ist der klare Hinweis, dass der europäische Kontinent zum Islam konvertieren wird. Europa wird eines Tages ein muslimischer Kontinent sein“. Ende des Zitats.

In der Tat sagt Gaddafi hier die Wahrheit. Durch das islamische Konzept der Migration – namens Al Hijra – ist Europa im Begriff, zu Eurabia zu werden. Europas Kirchen leeren sich, während Moscheen wie Pilze aus dem Boden schießen. Mohammed ist der beliebteste Jungenname in vielen europäischen Städten. Mittelalterliche Phänomene wie Burkas, Ehrenmorde und Genitalverstümmelung von Frauen sind immer stärker verbreitet. Im Vereinigten Königreich sind inzwischen 85 Schariagerichte tätig – in dem gleichen Land, in dem islamische Organisationen das Gedenken an den Holocaust abschaffen wollen, und ein Minister darum bittet, das Rote-Kreuz-Logo zu ändern, weil es die Muslime beleidigen könnte. In Österreich vermeiden Geschichtslehrer, über den österreichischen Krieg gegen die islamischen Invasoren zu unterrichten. In Frankreich werden Lehrer angewiesen, Autoren zu vermeiden, die als beleidigend für Muslime angesehen werden könnten, einschließlich Voltaire. In Norwegen werden den Kindern islamische Lieder beigebracht wie “Allahu Akbar” und “Kleiner Muslim, betest du?” In Belgien wäre ein Mann fast gestorben, nachdem er von Muslimen verprügelt worden war, weil er während des Ramadan getrunken hatte. Juden fliehen in rekordverdächtigen Zahlen aus Frankreich auf der Flucht vor der schlimmsten Antisemitismuswelle seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Entstehung des Islam bedeutet auch den Aufstieg der Scharia in unsere Rechtssysteme. In Europa gibt es alles: Schariatestamente, Hypothekenscharia, Schariaschulen, Schariabanken, wie gesagt im Vereinigten Königreich gibt es sogar 85 Schariagerichte. Der Islam betrachtet die Scharia als über allen von Menschen gemachten Gesetzen stehend, einschließlich über unseren Verfassungen. Wie Sie wissen, umfasst die Scharia alle Bereiche des Lebens, von der Religion, Hygiene und Nahrungsvorschriften, Bekleidungsvorschriften, über Vorschriften des familiären und sozialen Lebens, ausgehend von den Finanzen und der Politik, bis hin zu einer Einheit des Islam mit dem Staat. Schariarecht kennt das Recht der freien Meinungsäußerung und die Religionsfreiheit nicht.

Laut Scharia ist es eine “Tugend”, Apostaten zu töten, aber der Konsum von Alkohol ist ein Verbrechen. Die Einführung schariatischer Elemente in unserer Gesellschaft schafft ein System der gesetzlichen Apartheid. Die Scharia diskriminiert systematisch Gruppen von Menschen. Ich habe nie verstanden, warum die linksliberalen und liberalen Politiker dies alles ignorieren. Historisch waren sie diejenigen, die für die Rechte der Frauen, Homosexuellen, Nicht-Gläubigen und anderen kämpften. Alles Gruppen, die die Ersten wären, die einen hohen Preis zahlen müssten, wenn die islamischen Werte eine beherrschende Stellung einnehmen würden. Ihr Schweigen ist erschreckend. Jetzt kämpfe ich diesen Kampf. Ich kämpfe, um diese Gruppen zu schützen. Ich kämpfe gegen die Islamisierung unserer Gesellschaft und damit für den Schutz der Rechte der Frauen, der Homosexuellen, der Christen, der Juden, der Abtrünnigen, der Nicht-Gläubigen und der Ungläubigen: der Nicht-Muslime. Ich möchte diese Opfer vor der Scharia schützen. Und das sollten wir alle tun. Wenn wir das Problem ignorieren, wird es nicht verschwinden, wenn wir jetzt nicht handeln, wird die Scharia mehr und mehr umgesetzt werden – langsam, aber nach und nach. Das würde das Ende der Meinungsfreiheit und der Demokratie in Europa bedeuten. Dies ist es, was auf dem Spiel steht, nichts Geringeres als unsere Freiheit und Demokratie.

Und bitte machen Sie keinen Fehler: Der Islam kommt auch nach Amerika. Im vergangenen Juli während einer Konferenz in Chicago, organisiert von der Hizb-ut-Tahrir, der internationalen Bewegung mit dem Ziel, einen islamischen Staat unter der Scharia in der Welt zu schaffen, versprach der amerikanische Imam Abdul Jaleel Adil zu kämpfen, “bis der Islam siegen wird, oder wir bei dem Versuch sterben werden”. Auf die Frage: “Wollen Sie die Verfassung der Vereinigten Staaten für die Scharia abschaffen?” antwortete er: “Ja, die Verfassung würde der Vergangenheit angehören”.

Amerika steht vor einem “verdeckten Jihad”, einem islamischen Versuch, “die Scharia Stück für Stück einzuführen”. Lassen Sie mich Ihnen ein paar Beispiele für die Islamisierung in den Vereinigten Staaten geben: Muslimische Taxifahrer am Flughafen Minneapolis haben es abgelehnt, mehr als 5.000 Passagiere zu befördern, weil sie Alkohol bei sich trugen; muslimische Studenten fordern separate Wohnungen auf dem Campus; muslimische Frauen fordern separate Stunden in Turnhallen und Schwimmbädern; Schulen verbieten Halloween- und Weihnachtsfeiern – in der Tat sind es die Schulen, die das Schweinefleisch aus ihren Cafeteriamenüs entfernen, um die muslimischen Schüler nicht zu beleidigen. Meine Damen und Herren, seien Sie sich bewusst, dass dies nur der Anfang ist. Wenn es so weitergeht, werden Sie die gleichen Probleme haben, mit denen wir heute in Europa konfrontiert sind.

Es ist meine Meinung, dass der Islam eher eine Ideologie ist, als eine Religion. Um genau zu sein, der Islam ist eine politische, totalitäre Ideologie mit weltweiten Ambitionen, genauso wie der Kommunismus und Faschismus, weil der Islam genau wie diese Ideologien nicht die Absicht hat, sich in unserer Gesellschaft zu assimilieren, sondern er will dominieren und uns alle unterdrücken. Im Islam gibt es keinen Platz für irgendetwas anderes als den Islam. Ich denke, der große Winston Churchill hatte in vollem Umfang Recht, als er in seinem Buch “Der Zweite Weltkrieg“, Adolf Hitlers “Mein Kampf” als den neuen Koran des Glaubens und des Krieges bezeichnete.

Aber, meine Damen und Herren, der Islam ist nicht das einzige Problem. Es gibt ein zweites Problem, ein Problem, das man kulturellen Relativismus nennt. Unsere gesamte westliche Elite, ob es sich um Politiker, Journalisten oder Richter handelt, ist vom Weg abgekommen. Ihr Realitätssinn ist verschwunden. Diese kulturellen Relativisten glauben, dass alle Kulturen gleichwertig sind. Sie glauben, dass die islamische Kultur unserer Kultur entspricht, die auf dem Christentum, Judentum und dem Humanismus beruht. Unsere Kultur bekennt sich zur Freiheit, den Menschenrechten und zur Gleichstellung von Männern und Frauen und nicht zu Gewalt und Hass.

Den kulturellen Relativisten sage ich mit Stolz: Unsere westliche Kultur ist weit besser als die islamische Kultur. Und wir sollten stolz darauf sein und sie verteidigen. Anders als die meisten Länder, in denen die islamische Kultur dominant ist, haben wir einen Rechtsstaat, eine Demokratie, ein funktionierendes Parlament, Meinungsfreiheit und eine Verfassung, die uns gegen die Regierung schützt.

Es ist klar, dass nicht jeder die Gefahr erkennt. Ich zitiere einen prominenten Amerikaner, der vor kurzem einen Nobelpreis gewonnen hat: “Im Laufe der Geschichte hat der Islam durch Worte und Taten die Möglichkeiten der religiösen Toleranz nachgewiesen“, und “Der Islam ist nicht Teil des Problems bei der Bekämpfung des gewalttätigen Extremismus, er spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung des Friedens“ und ”Wir feiern eine große Religion und ihr Engagement für Gerechtigkeit und Fortschritt“. Ende des Zitats. Ich bin mit dieser Einschätzung nicht einverstanden. Der Islam hat nichts gemeinsam mit Toleranz oder Frieden oder Gerechtigkeit!

Präsident Obama feierte auch die Tatsache, dass, als der erste muslimische Amerikaner in den Kongress gewählt wurde, er den Eid auf den gleichen Koran schwor, den einer der Gründerväter – Thomas Jefferson – in seiner persönlichen Bibliothek aufbewahrt hatte. Es ist interessant zu wissen, dass es Thomas Jefferson im Jahre 1801 war, der einen Krieg gegen die islamischen „Barbaresken“-Staaten in Nordafrika führte, um die Plünderung von Schiffen und Versklavung von mehr als einer Million Christen zu stoppen.

Der Botschafter dieser muslimischen Nationen sagte Thomas Jefferson und John Adams, dass die Muslime bei der Suche nach Rechtfertigung für die Abschlachtung und Versklavung von Ungläubigen, dies im Koran gefunden hätten. Nun frage ich Sie, liebe Freunde, könnte es nicht sein, dass Thomas Jefferson eine Kopie des Korans aufbewahrte, weil er den Islam nicht bewunderte, sondern weil er die rücksichtslose Art seiner Feinde verstehen wollte?

Meine Damen und Herren, ich glaube an die Demokratie, ich glaube an das amerikanische Volk und an die Entscheidungen, die es trifft, und in der Regel, als ein Politiker aus Holland, würde ich niemals Ihren Präsident kritisieren. Aber diese Äußerungen von Präsident Obama, betreffen nicht nur Amerika, sondern auch Europa. Ich fürchte, dass Präsident Obamas Äußerungen ein Wendepunkt in der Geschichte sein könnten. Ich befürchte, dass schwerwiegende geopolitische Veränderungen drohen, Veränderungen, die unsere Außenpolitik, unsere Sicht auf die freie Meinungsäußerung verändern werden, Änderungen, die den Westen, unsere Art zu leben zum Schlechteren und nicht zum Besseren verändern werden.

In der Tat passiert es bereits jetzt. Vor kurzem haben die Vereinigten Staaten gemeinsam mit Ägypten eine Resolution im UN-Menschenrechtsrat unterstützt, gegen die freie Meinungsäußerung. Sie wissen, dass der Rat an sich schon eine Beleidigung für Menschenrechte darstellt, da ihm die schlimmsten Menschenrechtsverletzer der Welt wie Kuba, Saudi-Arabien und Pakistan angehören. Die Obama-Administration und Europa unterstützten eine Resolution, Ausnahmen auf freie Meinungsäußerung zu machen gegenüber negativen religiösen Stereotypen. Diese “Befriedung” der unfreien arabischen Welt ist der Anfang vom Ende. Eine Aushöhlung der freien Meinungsäußerung und des eigenen Ersten Verfassungszusatzes. Diese UN-Resolution ist eine absolute Schande.

Wie Professor Jonathan Turley von der George Washington University gestern zu Recht in der Zeitung „USA Today“ sagte, ich zitiere: “Die Kritik der Religion ist das Maß für die Gewährleistung der freien Rede – die wortwörtliche heilige Institution einer Gesellschaft” – Ende des Zitats. Dass die schwachen Führer meines eigenen Kontinents, Europa, eine so schreckliche Resolution unterstützen, ist keine Überraschung für mich. Aber es ist eine traurige Sache, dass zum ersten Mal in der Geschichte die amerikanische Regierung eine führende Rolle im Kampf gegen unser Recht auf freie Meinungsäußerung übernommen hat.

Meine Damen und Herren, es gibt ein westliches Land, das gezwungen ist, gegen die Kräfte des Jihad für die eigenen Werte zu kämpfen seit dem ersten Tag seiner Existenz: Israel, der Kanarienvogel in der Kohlengrube. Lassen Sie mich ein paar Worte zu diesem wunderbaren Land sagen. Ich hatte das Privileg, in Israel leben zu dürfen. Jedoch in Europa ist man als Israel Unterstützer eine vom Aussterben bedrohte Art. Israel ist ein Leuchtturm in einer Gegend – dem Nahen Osten – die überall stockdunkel ist. Israel ist eine westliche Demokratie, während Syrien, Saudi-Arabien, Iran und Ägypten mittelalterliche Diktaturen sind.

Im so genannten “Nahostkonflikt” geht es überhaupt nicht um Landbesitz. Es ist ein Konflikt um Ideologien, eine Schlacht zwischen Islam und Freiheit. Es geht nicht um ein Stück Land in Gaza oder in Judäa und Samaria. Es geht um Jihad. Für den Islam ist ganz Israel besetztes Gebiet. Sie sehen auch Tel Aviv und Haifa als Siedlungen an.

Ich bin sehr für eine Zwei-Staaten-Lösung. Ich meine, Churchills Zwei-Staaten-Lösung aus dem Jahr 1921, als Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Teil partitioniert war. Das arabische Palästina heißt heute Jordanien, und deshalb gibt es bereits einen palästinensischen Staat. Achtzig Prozent der Bevölkerung haben ihre Wurzeln auf der anderen Seite des Jordans, es besteht kein Zweifel daran, Jordanien ist wirklich der Staat Palästina.

Der Islam zwingt Israel zu kämpfen, und Israel kämpft nicht nur für sich alleine. Israel kämpft für uns alle, für den gesamten Westen. Genau wie die tapferen amerikanischen Soldaten, die in Sizilien im Jahr 1943 landeten und im Jahre 1944 die Strände der Normandie stürmten, sind es die jungen israelischen Männer und Frauen, die für unsere Freiheit, unsere Zivilisation kämpfen.

Meine Damen und Herren, Europa sollte Israel voll und ganz unterstützen, um das Heft in die Hand zu bekommen in seinem unerbittlichen Kampf gegen diejenigen, die es bedrohen, ob dies die Hisbollah, die Hamas oder eine Atommacht Iran ist. Auch wegen seiner Geschichte hat Europa sicherlich die moralische Verpflichtung, einen weiteren Holocaust gegen das jüdische Volk um jeden Preis zu verhindern. Aber das Wichtigste von allem ist: Israel befindet sich im Kampf gegen den Jihad, der gegen uns alle gerichtet ist. Also sollten wir alle Israel verteidigen. Wir sind alle Israel.

Meine Damen und Herren, es gibt auch gute Nachrichten! Es könnte sein, dass Europa langsam erwacht. Immer mehr Menschen sind den kulturellen Relativismus und Politiker, die die negativen Auswirkungen der Masseneinwanderung und die schleichende Islamisierung Europas ignorieren, satt. Während der Wahlen zum Europäischen Parlament im vergangenen Juni haben die schlimmsten kulturellen Relativisten, die Sozialisten, fast überall verloren: In den Niederlanden, in Belgien, in Deutschland, in Österreich, in Frankreich, in Spanien, in Italien und vielleicht am schwersten von allen im Vereinigten Königreich.

Aber meine Partei, die niederländische Freiheitliche Partei, war die Siegerin bei den jüngsten Wahlen zum Europäischen Parlament. Gerade jetzt, in den Umfragen, sind wir sogar die Nummer 1. Wenn es morgen Parlamentswahlen in den Niederlanden gäbe, könnte ich, ob Sie es wollen oder nicht, sehr gut der nächste Ministerpräsident der Niederlande werden.

Meine Damen und Herren, die Zeit wird knapp, wir müssen handeln. Wie ich bereits sagte, brauchen wir weniger Islam und mehr Freiheit. Wir müssen unser wichtigstes Recht, unser Recht auf freie Meinungsäußerung, schützen. Wir müssen unsere Freiheit schützen. Deshalb schlage ich die folgenden Maßnahmen vor, Maßnahmen zur Erhaltung unserer Freiheit:

Zuerst. Wir müssen alle Formen des kulturellen Relativismus beenden. Zu diesem Zweck brauchen wir einen Zusatz zu unseren westlichen Verfassungen der besagt, dass unser kulturelles Fundament die jüdisch-christliche Kultur des Humanismus ist und nicht der Islam.

Zweitens. Wir müssen die Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern aufhalten. Denn mehr Islam bedeutet weniger Freiheit.

Drittens. Ich habe eine klare Botschaft an alle Muslime in unserer Gesellschaft: Wenn sie unsere Gesetze befolgen, unsere Werte und unsere Verfassung, dann sind sie herzlich willkommen zu bleiben und wir werden ihnen helfen, sich zu assimilieren.

Aber, wenn sie die rote Linie überqueren und Gewaltverbrechen begehen oder die Umsetzung der Scharia fordern und anfangen, den Jihad auszuüben, dann sind sie nicht mehr willkommen, dann werden wir sie wenn möglich noch am selben Tag hinauswerfen.

Viertens. Wir müssen unsere Gesetze in Bezug auf die Meinungsfreiheit stärken. In Europa brauchen wir dringend eine Form des amerikanischen ersten Verfassungszusatzes. Und wir müssen den UN-Resolutionen widerstehen, die versuchen, unser Recht auf freie Meinungsäußerung zu schwächen, um die islamische Welt zu besänftigen.

Fünftens, last but not least. Wir müssen mutige Führer wählen. Richtige Staats- und Regierungschefs. Wir genießen das Privileg, in einer Demokratie zu leben. Lassen Sie uns dieses Privileg nutzen und die schwachen Staats- und Regierungschefs durch Helden ersetzen. Wir brauchen weniger Neville Chamberlains und mehr Winston Churchills! Kurz gesagt, meine Damen und Herren, meine wichtigste Botschaft des heutigen Tages ist, dass wir wieder anfangen müssen zu kämpfen. Keine Verteidigung, sondern Offensive. Wir müssen uns wehren und zeigen, dass Millionen von Menschen des Verlierens und Einlenkens, sowie des Beschwichtigens, überdrüssig und müde sind. Wir müssen deutlich machen, dass Millionen von freiheitsliebenden Menschen sagen: GENUG IST GENUG!

Meine Damen und Herren, ich überlasse es Ihnen: Ich werde niemals nachgeben oder aufgeben. Und wir sollten uns niemals weder ergeben, noch Kompromisse über die Freiheit eingehen, dem wichtigsten Recht, das wir in unseren freien, westlichen Gesellschaften noch haben. Wir müssen gewinnen, und ich bin zuversichtlich: Wir werden gewinnen! Vielen Dank.

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Time am 25. Oktober 2009

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http://www.pi-news.net/2009/10/wilders-rede-an-der-columbia-universitaet/

http://www.pi-news.net/2009/10/geert-wilders-rockt-die-columbia-universitaet/

Fordert die Scharia westliche Demokratie?

17. Juni 2009

Der Counterjihad lehnt die Scharia ab (1). Er sieht in ihr weniger ein Gesetzbuch oder eine Anleitung, die das Miteinander der Menschen regelt, als vielmehr ein Herrschaftsinstrument, welches die Gesellschaft von oben nach unten durch Schrecken und die Anbetung der Gewalt gefügig macht, und das alle Nicht-Mohammedanisten zu Dienern, Sklaven oder Ungeziefer erklärt.

Da in unseren westlichen Demokratien zZ. kein Einvernehmen darüber herzustellen ist, dass der Mohammedanismus keine Religion, sondern eine perverse Gewaltideologie ist, die umgehend illegalisiert und schärfstens verfolgt werden muss, sollte der Counterjihad mE. (ohne das Ziel der Illegalisierung aus den Augen zu verlieren) auch nach Partnern suchen, die die mohammedanistischen Grundlagentexte vor dem Hintergrund ihrer Reputation als mohammedanistischer Gelehrter oä. relativieren und zumindest teilweise zur Kompatibilität mit der modernen, westlichen Demokratie hin entwickeln wollen. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass es sich bei diesen Partnern nicht um Agenten der Orks vom Schlage Tariq Rammeltags oder Scharlatane a la An Na’im ( 2 + 3 ) handelt. Erkennbar sind die Agenten zB. daran, dass ihre Ausführungen überwiegend an das westliche Publikum adressiert sind (Wir sollen in Sicherheit gewogen werden oder little by little eine Akzeptanz für die Scharia entwickeln).

In der heutigen FAZ gibt es einen Aufsatz von Hassan Yousefi Eshkevari (übersetzt aus dem PERSISCHEN von Hamid Ongha). Dieser schiitische “Hodschatoleslam” (4), Jahrgang 1950, gilt als einer der exponiertesten Theologen und Rechtsgelehrten in Iran. Er war im iranischen Parlament und plädierte dort für die Trennung von Religion und Staat. Die Jahre von 2000 bis 2005 verbrachte er im Evin-Gefängnis, weil er in Berlin an einer Irankonferenz teilgenommen hatte. Er lebt jetzt im Exil. Hier seine Position zur aktuellen iranischen Wahl:

Diese Wahl ist ungültig

Die Ereignisse um die Präsidentschaftswahlen in Iran haben, statt die Dimension der Republik ernsthaft zu diskutieren, eine Auseinandersetzung mit der “Islamischen Dimension” herausgefordert. Das theokratische System ist weniger dem modernen Verständnis von Republik und Demokratie verpflichtet als vielmehr, nach eigenem Bekenntnis, der Religion und den Grundsätzen des Islams. Nun sehen wir aber, dass bei den aktuellen Wahlen die selbstverständlichsten Grundsätze des Islams und die einfachsten Regeln der islamischen Rechtslehre ignoriert werden.

Zwar fehlen im Islam, will sagen: im Koran und in den Zeugnissen und Traditionen des Propheten, Begriffe wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, Republik, Gewaltenteilung, Wahl oder Parlament. Als aber 1979 die iranische Revolution ausbrach und Ajatollah Chomeini und andere, gleichgesinnte Theologen sich daranmachten, eine neue Staatsform namens “Islamische Republik” zu begründen, kamen sie überein, den Islam und die Scharia, das islamische Recht, in der Gestalt einer modernen Republik zu verwirklichen.

Sie stellten die Republik der konstitutionellen Monarchie gegenüber. In der Präambel der Verfassung und in zahlreichen ihrer Artikel findet man dazu Erläuterungen. So ist etwa die Rede davon, dass “Gott den Menschen zum Herrn seines Schicksals” berufen hat, das Herrschaftsrecht also dem Menschen überlassen ist und die Politik durch allgemeine Wahlen (darunter: Wahl der Räte, Parlamentswahlen, Präsidentenwahl und Volksabstimmungen) bestimmt wird. Es wird sogar ausgeführt, dass das Land nicht einmal für einen Tag ohne Parlament sein sollte. In Artikel 9 der Verfassung heißt es, dass Freiheit und Unabhängigkeit zwei untrennbare Bestandteile einer Sache seien und nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften. Schließlich heißt es, dass die Freiheiten auch nicht durch den Erlass von Gesetzen verletzt werden dürften.

Ein Abschnitt der Verfassung trägt den Titel “Rechte der Nation”. Er regelt die Freiheiten, die Aktivitäten von Parteien, die Freiheit der Medien, die Versammlungsfreiheit, er verbietet die Meinungskontrolle – und die Folter.

Obwohl in die Verfassung die “Herrschaft des Rechtsgelehrten” Eingang fand – aus der später eine absolute Herrschaft des Rechtsgelehrten wurde -, obwohl alle Freiheiten und Gesetzesinitiativen auf ihre Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Islams geprüft wurden und obwohl es deshalb in einigen Bereichen zu Widersprüchen kam, wurden vor allem in Artikel 9 der Verfassung die Grundsätze der Republik anerkannt.

Die Islamische Republik wurde durch Volksabstimmung gegründet und verdankt dieser ihre Legitimität. Sie ist Mitglied der Vereinten Nationen, sie hat alle Grundsatzdokumente dieser Organisation unterzeichnet, unter anderem die Internationale Menschenrechtserklärung von 1948. Sie ist Mitglied der Interparlamentarischen Organisation und kann sich den daraus entstehenden Verpflichtungen nicht entziehen.

Wenn Ajatollah Chomeini in Paris erklärte, er verstehe unter Republik das, was weltweit und allgemein darunter verstanden werde, und sogar hinzufügte, die Islamische Republik orientiere sich am Muster der Französischen Republik, dann wird klar, dass der Grundsatz einer modernen Republik gegenüber den anderen Grundsätzen und Anschauungen, wie etwa der Scharia, Vorrang genießt.

Die Führer der Islamischen Republik Iran müssten also zwingend nicht nur dem islamischen Recht verpflichtet sein, sondern ebenso den Grundsätzen und Verfahrensweisen einer Republik. Gerade wenn sie Chomeini, dem Gründer der Islamischen Republik, folgen wollen, müssten sie sich um eine Auslegung der Scharia nach den Grundsätzen von Freiheit, Demokratie und Republik bemühen. Anderenfalls wäre die Annahme des Grundsatzes der Republik und der Rechte des Volkes sinnlos und nichtig.

Darüber hinaus verpflichten die Prinzipien und Regeln des Islams und der Rechtsschule die Führer der Islamischen Republik, alle Grundsätze der Verfassung, darunter auch die Artikel zur republikanischen Staatsordnung, zu den Freiheiten und Rechten des Volkes, anzuwenden.

Hier ein Hinweis auf einige islamische Grundsätze: Ersten gilt im Koran und in den religiösen Überlieferungen die “Wahrung der Treue” als eine moralische Pflicht und als ein notwendiger, nicht zu umgehender Bestandteil der Scharia. Übergibt man einem Treuhänder ein Gut, so ist dieser verpflichtet, das Gut zu schützen und es rechtzeitig und unversehrt dem Besitzer zurückzugeben. Im Verletzungsfalle ist der Treuhänder rechenschaftspflichtig und hat Schadenersatz zu leisten. Nach den gleichen religiösen Quellen stellt die Regierungsmacht ein göttliches und menschliches Treuhandgut dar, das durch die Menschen, die eigentlichen und wirklichen Besitzer der Macht, einer oder mehreren Personen in die Hand gegeben ist. Die Machthaber sind demnach verpflichtet, diese ihnen überlassene Macht im Rahmen gegenseitiger Abmachungen zu schützen und das Treuhandgut seinen rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Die Stimme der Menschen bei den Wahlen ist ein Treuhandgut der Menschen, mit dem korrekt umgegangen werden muss.

Zweitens gehört auch die Vertragstreue nach den einschlägigen religiösen Quellen zu den moralischen Grundsätzen der Scharia. Diese Regel ist in allen gesellschaftlichen Beziehungen einzuhalten, angefangen von der Abmachung zwischen einer Frau und einem Mann bis hin zu Verträgen in Wirtschaft und Politik. In der modernen, demokratischen und republikanischen Ordnung stellt die Verfassung den Vertrag zwischen dem Staat und dem Volk dar. Daher sind beide Seiten des Vertrages verpflichtet, sich treu an diese Abmachung zu halten – keiner hat das Recht, sie einseitig aufzukündigen. Wenn die eine Seite den Vertrag verletzt, ist die andere davon entbunden.

Der Islam ist eine gerechtigkeitszentrierte Religion. Alle Beziehungen des Menschen zu Gott, zur Natur, zur Gesellschaft und sogar zu sich selbst werden nach Maßgabe der Gerechtigkeit geregelt. Daher haben die großen schiitischen Gelehrten die Gerechtigkeit als Maßstab des Urteils festgelegt. Die Religion, so liest man bei diesen Gelehrten, muss gerecht, nicht die Gerechtigkeit religiös interpretiert werden. Angesichts dieser Bedeutung der Gerechtigkeit werden im islamischen Recht alle Angelegenheiten der Gesetze, der Herrschaft, der Politik, Wirtschaft und Moral am Maßstab der Gerechtigkeit beurteilt; anderenfalls besäßen sie keinen religiös-rechtlichen Wert. Gerade jene, denen die Gesellschaft ein verantwortliches Mandat übertragen hat, müssen die Kriterien der Gerechtigkeit erfüllen – vom Imam angefangen bis zum Richter, zum geistlichen Vorbild oder zum Politiker einer islamischen Gesellschaft. Wer die Bedingungen der Gerechtigkeit nicht erfüllt, scheidet automatisch aus dem Amt, es ist noch nicht einmal erforderlich, ihn abzusetzen.

Mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen müssen wir nun prüfen, ob hier eine Gesetzesverletzung vorliegt oder nicht. Waren die Wahlen korrekt, gerecht, fair und im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften? Sind ihre Ergebnisse anzuerkennen oder nicht? Die Verantwortlichen für die Organisierung der Wahlen behaupten zwar, dass die Wahlen korrekt und gesetzlich verliefen und dass die veröffentlichten Ergebnisse richtig sind. Aber die drei Kandidaten, die zu Verlierern erklärt wurden, widersprechen dem. Insbesondere Mir Hossein Mussawi behauptet, dass er die Mehrheit der Stimmen erhalten habe und vom Volk gewählt worden sei und dass seine Stimmen auf das Konto von Mahmud Ahmadineschad umgeleitet worden seien-

Zurzeit gibt es keine Möglichkeit, die Richtigkeit der Behauptungen der beiden Seiten zu überprüfen. Es sind jedoch klare Indizien dafür vorhanden, dass die veröffentlichten Ergebnisse nicht richtig und inakzeptabel sind. Insbesondere ist nicht zu akzeptieren, dass Ahmadineschad einerseits so viele und Mehdi Karrubi so wenige Stimmen erhalten hat. Wer in Iran lebt – auch erklärte Anhänger von Ahmadineschad -, weiß allzu gut, dass, wenn auch nur die Wahlkampf-Aktivisten von Karrubi und ihre Familienmitglieder ihm ihre Stimme gegeben hätten, diese wenigstens einige Millionen ausgemacht hätten. Wie soll man also glauben, dass er nur dreihunderttausend Stimmen bekommen hat?

Anscheinend ist irgendwie gefälscht worden, die Unregelmäßigkeiten sind offensichtlich. Vielleicht in der Absicht, Macht zu zeigen und Konkurrenten, die Anhänger von Reformen, für die die Mehrheit der iranischen Nation steht, zu erniedrigen und sie für immer von der politischen Bühne zu entfernen.

Wenn die Ergebnisse der Wahlen falsch oder ungenau sind und die Wahl der Mehrzahl der Bevölkerung mit Absicht missachtet wurde und der gewählte Präsident nur das Produkt eines Wahlputsches ist, muss festgestellt werden, dass bei diesen Wahlen die republikanischen Grundsätze verletzt wurden – und dass man die islamischen Grundsätze der Scharia vorsätzlich ignorierte. Die Verantwortlichen der Islamischen Republik müssen Bedingungen wie treuhänderisches Verhalten, Vertragstreue und gerechtes Verhalten erfüllen. Sie müssen gemäß der Verfassung sowohl leiten als auch geleitet werden, so dass sie das Land im Rahmen der allgemeinen Vernunft und des nationalen Interessen lenken können. Wir sehen aber, dass keiner dieser Bedingungen und Regeln erfüllt sind. Der Maßstab für ein Urteil über diesen Streit sind: die Verfassung, die religiösen Regeln und die öffentliche Meinung.

Time am 17. Juni
(dem Jahrestag des ostdeutschen Volksaufstandes
gegen die kommunistische Diktatur, 5)

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Scharia
(2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/27/an-na%e2%80%99ims-medicine-show/
(3) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/27/du-schaffst-gut/
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Hodschatoleslam
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/17._Juni_195

Lesenswert, Reza Hajatpour über Mohammedanismus an deutschen Universitäten FAZ, 21.10.09):
http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D/Doc~EF3A82131A2224BD0ACFE78FFF22F8DAF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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PS1.:

Der stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Klose (SPD), hat die Einschätzung geäußert, Amtsinhaber Ahmadineschad sei bei der iranischen Präsidentenwahl nur Dritter geworden. Klose begründete im Gespräch mit dieser Zeitung seine Auffassung damit, Ahmadineschad habe überall gleichermaßen etwa 60 Prozent der Stimmen erhalten. Das sei ebenso unwahrscheinlich wie der Umstand, dass der Kandidat Karrubi selbst in seiner Heimatregion nur etwa ein Prozent der Stimmen erhalten haben soll. Angesichts der Wirtschaftskrise habe der angebliche Wahlsieger nicht so viel besser als zuvor abschneiden können. Klose sagte im Deutschlandradio Kultur: “Meine persönliche Vermutung wäre, dass die richtige Reihenfolge wahrscheinlich Mussawi, Karrubi und an dritter Stelle Ahmadineschad ist.” Zwar heißt es, es gebe auch in der Bundesregierung solche Einschätzungen. Doch wird zugleich versichert, die eigenen Erkenntnisse seien nicht überaus präzise.

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt Gernot Erler (SPD) nannte als weiteren Anhaltspunkt für Wahlfälschung die “eigentlich viel zu frühe Verkündung eines Endergebnisses (in Wahlkreisen), wo noch gar nicht ausgezählt sein konnte”. In der Addition der Stimmenanteile habe es einmal 108 Prozent, einmal 94 Prozent gegeben, sagte Erler im Deutschlandfunk. Erler verwies auch noch einmal auf “viele Berichte, dass gerade in den Hochburgen der Opposition es entweder schon gefüllte Wahlurnen am Anfang der Auszählung gab oder aber fehlende Stimmzettel”.

(aus der heutigen FAZ)

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PS2.: Manfred schreibt unter (1):

“Dieses Regime ist nicht das erste, dessen Hochmut vor dem Fall kommt. Es war nach den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit (z.B. Ukraine) eine Riesendummheit, die Rettung in einer obendrein ziemlich plumpen Wahlfälschung zu suchen.”

In der Tat, man fragt sich, warum die Orks mal wieder derartig plump lügen. Ich vermute, sie sitzen ihrem speziellen Verständnis von “Wahrheit” auf, welches sie völlig selbstverständlich und ohne jeden Zweifel als global voraussetzen, und dieses ist: “Die Wahrheit ist dort, wo das Schwert ist” (2). Schwerter, Rüstungen, Kameldung und Blutgeruch: Das Leben der Iraner ist dank Gardinenstange & Co. auf die Lebenswirklichkeit eines Kampfhahnes reduziert worden. Diese Nazis greifen nach der Bombe? Na und? Obama wäre nicht der erste US-Präsident, der vor seiner Zeit abträte. Iran steht mE. vor der Entscheidung, in den Kreis der zivilisierten Nationen zurückzukehren oder in eine radioaktive Wüste verwandelt zu werden, mit oder ohne Obama. Der Westen hat mehrere Tausend interkontinentale Atomsprengköpfe, das dürfte ausreichen, um das gesamte Orkistan in eine Glasplatte zu verwandeln, bevor die erste iranische Rakete ihr Ziel erreicht hat. Ok, ich lebe dann wegen des Fallouts zwar zehn Jahre weniger, aber auch ohne orkische Schmeißfliegen, das ist letzlich unter dem Strich sicher ein Gewinn (Auf der Glasplatte könnten wir dann zB. ohne Gefahr vor Killern und Räubern unsere gigantischen Solarkraftwerke installieren – 3 ). Für die nordamerikanischen Indianer war es seinerzeit hart, aber nur durch ihre Entmachtung konnte der amerikanische Westen besiedelt werden. Nordamerika ist jetzt die Heimat von 338 Millionen Bürgern statt von 10 Millionen perversen und blutrünstigen Federfritzen! HIGH NOON is NOW!

Manfred schreibt auch: “Falls es überhaupt einen Weg geben sollte, Islam und kulturelle Moderne irgendwo in den Kernländern des Islam miteinander zu verbinden, dann werden die Perser und Schiiten diejenigen sein, die ihn finden.”

Ich stimme Manfred zu: Wenn jemand die Orks aus dem selbstverschuldeten und vorhersehbaren Verderben führen kann, ist es der Iran – dank seiner grandiosen vormohammedanistischen Geschichte!

Ich grüße Sie,

Time

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(1) http://www.korrektheiten.com/2009/06/17/non-sire-cest-une-revolution/
(2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/02/orks-lugen-anders-aber-immer/
(3) http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E5EB2FA1298B546DC8C0B11DD68C97DC5~ATpl~Ecommon~Scontent.html

An-Na’im’s Medicine Show

27. Mai 2009

Gestern hatte ich von einem neuen Star der Momo-Szene berichtet, von Abdullahi An-Na’im, Professor an der Emory Law School (Atlanta), geboren und aufgewachsen im Sudan.

Hier nochmal das (erweiterte) Zitat von Paul Tiedemann (1): “Das schließt für An-Na’im nicht aus, dass auch die PARTIKULAREN Traditionen auf ihren möglichen Beitrag zur Entwicklung eine universalen Menschenrechtsverständnisses hin befragt werden können. Was er dagegen ablehnt, ist der Gedanke an die Möglichkeit MUSLIMISCHER oder eben auch WESTLICHER Menschenrechte. Es komme darauf an, dass die Menschenrechte überall und unabhängig von der jeweiligen Kultur als etwas begriffen werden könnten, dass dem eigenen Denken und Fühlen der betroffenen Menschen entspringt und NICHT NUR fremder Indoktrination”.

Bei Hans Schelkshorn lesen wir (2): “… kommt mit Abdullahi Ahmed An-na’im ein ENTSCHIEDENER Kritiker der Ethik der HUMANITÄREN Intervention zu Wort… Unter dem Eindruck der Kolonialgeschichte und neokolonialer Interventionen sieht An-na’im in der Idee humanitärer Interventionen primär ein Rechtfertigungsinstrument westlicher Mächte für die Ausweitung ihrer Einflusszonen. Darüber hinaus wird nach An-na’im von der afrikanischen Landbevölkerung bereits der STAAT oft als eine fremde soziale Realität empfunden, eine Intervention fremder Staaten vergrößere daher noch die innergesellschaftliche Distanz zu staatlichen Ordnungsstrukturen.”

Ich denke, dass hiermit ein zentrales Motiv der Agenda von Na’im deutlich wird: Sie ist anti-westlich! Er kann sich in Bezug auf ein “universales Menschenrechtsverständniss” zwar durchaus vorstellen, dass es LOKAL inspiriert ist. Was er jedoch ablehnt, ist der Export der ideellen Werte einer Kultur (Westen) in eine andere (Mohammedanismus). Dass humanitäre Interventionen eine neue Idee im Lichte unglaublicher Massenmorde (Khmer etc.) sind und stattfinden, wenn Staatlichkeit nicht gegeben oder aber pervertiert ist, tritt für ihn hinter den Motiven “Antikolonialismus” (Anti-Westler) oder “Selbstbestimmung” zurück. Er lehnt das westliche Engagement in Afghanistan zB. vehement ab. Einen Vergleich und eine anschließende Beurteilung der verschiedenen Vorstellungen nimmt er nicht vor. Alles ist gleich wertvoll, und ich nehme an, dass der von ihm zu findende “kleinste gemeinsame Nenner” problemlos unter einem Teppich durchmarschieren kann, und zwar MIT aufgesetztem Zylinderhut.

Bei Qantara (3) erfährt man: “Menschenrechte und Säkularismus sichern den Raum für Widerspruch, sagt Ahmed An-Na’im. Überraschend: In der Scharia, der muslimischen Rechtslehre, sieht der aus dem Sudan stammende Jurist die dritte VERBÜNDETE für eine humane Zivilgesellschaft.”

Die Parolen “Menschenrechte” (was immer das für ihn sei, jedenfalls nicht die westlichen Vorstellungen davon) und “Säkularismus” dienen hier als trojanisches Pferd für die Scharia, die ihnen gleichgesetzt wird. Die allgemeine Gültigkeit der WESTLICHEN Menschenrechte wurde schon verworfen, nun wird uns die Scharia schmackhaft gemacht. “DIE” (‘Verbündetete/Geliebte’) Scharia ist doch zumindest auch grammatikalisch weiblich…

Patrick Bahners schrieb am 22. Mai in der FAZ (4), An-Na’im habe “sich in der INTERNATIONALEN islamwissenschaftlichen DISKUSSION mit der These exponiert, der Staat sei seinem Wesen nach säkular und ein islamischer Staat daher ein Widerspruch in sich.”

Hier stellt Bahners einerseits unabsichtlich die Adressaten von Na’ims Bemühungen fest: Es sind wir Westler! Na’im predigt nicht den Vögeln und nicht den Orks (Diese haben ihn schon vertrieben)! Wenn er also zB. sagt, “die saudische Interpretation der Scharia ist nicht korrekt”, so ist das nicht zu den Saudis gesprochen mit der Intention, dass diese ihre “Fehler” korrigieren, sondern es ist zu UNS gesprochen mit der Intention zu sagen: “DIE machen das zwar falsch, aber das Ding (SCHARIA) ist im Grunde ok, und ICH bin der, der DAS für euch RICHTIG steuern kann. ICH bin es WERT!”

Bahners bzw. Na’ims überaus interessante Aussage krankt andererseits an der Prämisse, dass der Fieslahm eine Religion sei. Tatsächlich ist er aber ein sehr säkularer, unheiliger Räuberbanden-Codex, dessen Regelwut auch die kleinsten menschlichen Belange nicht verschont hat. Wer in der Bande das große Wort führen will, kann dies nicht in Unkenntnis des Codex tun. Über dem Eierkocher steht der Obereierkocher Klomeini, der den Codex besonders gut beherrscht (und das Handwerk des Gangsterbosses ebenso). Seit 30 Jahren haben die Mullahs Iran in der Mangel, und ich denke, die Staatlichkeit dieses Landes ist nicht schwächer entwickelt als bspw. in Marokko. Es GIBT diesen Staat, und es gibt 56 weitere, die in der “unheiligen Allianz” zusammengeschlossen sind, und in fast allen ist Religionsfreiheit nicht gegeben und Laizismus wenn dann nur zum Schein. Also ist es unsinnig, dort einen Widerspruch zu attestieren. Der Widerspruch besteht mE. allein in der VORSTELLUNG, die NA’im vom Mohammedanismus hat bzw. dem zwanghaften Festhalten daran (als notwendig zur “Verteidigung” seines “Ichs” gegen den bösen US-Imperialismus) im Gegensatz zur REALITÄT der Orkstaaten (wenn es sich denn bei Na’ims Agieren nicht um reine Takija handelt). Dieses lächerliche Muster ist von der europäischen Linken bekannt, von deren absurden Diskussionen um einen “wahren” vs. einen “realen” Sozialismus.

Auch An-Na’im beansprucht für seine Vorstellungen des Verhältnisses zwischen religiösen Normen und staatlichem Recht übrigens globale Gültigkeit, egal ob eine Mehr- oder Minderheit der Bürger mohammedanistisch ist. Wesentlichster Aspekt seines Modells ist die Trennung von Staat und Religion, und zwar deshalb, weil nur diese dem Wesen des Mohammedanismus gerecht werde, denn, so Bahners: “Das Prinzip des Islams ist nach Na’im individualistisch: Nur der einzelne Gläubige kann Gottes Gebote befolgen. Der Staat kann nicht religiös sein; die staatliche Kodifizierung der Scharia verformt das Religionsgesetz, weil staatliche Sanktionen das Wesen des religiösen Gehorsams verfehlen.In den Traditionen DER islamischen Rechtslehre finde die Parole “Einheit von Staat und Religion” keine Stütze, so Na’im, “die Scharia (der Fieslahm? T.) sei ihrem Wesen nach staatsfremdes, im Disput und Konsens gelehrter Fortbildung entstandenes Recht – ein islamisches ‘common law’”.

Rolf Schwarz (5) bescheinigt Na’im “ein ANDERES Verständnis” der Scharia, das diese nur als “normative Richtschnur” ansehe und sich auf das “Idjtihad”-Konzept (auch Idschtihad oder Ijtihad) berufe. Dieses jedoch wurde im 10. Jahrhundert aus der mohammedanistischen Rechtsprechung eliminiert (6).

“Islamisches Recht, die Scharia, bedeutet in seiner Geschichte nicht die Indienstnahme der weltlichen Gewalt für geistliche Zwecke, IMMER gab es die Trennung von religiöser und politischer Sphäre. Die Scharia war die Sache der Gelehrten, NICHT der Herrscher”, weiß demgegenüber die Süddeutsche zu verkünden (7).

Die mit Berufung auf die Scharia konkret praktizierten Grausamkeiten und die Unterdrückung der Frau nennt Na’im “nur einen legitimierenden Diskurs für die bestehenden Machtverhältnisse.” Er fordert: “… das Recht eines jeden einzelnen Muslims, mit der Scharia im Einverständnis zu leben, muss akzeptiert werden.” Kühn postuliert er: “Eine muslimische Frau darf keinen christlichen Mann heiraten. Warum nicht? Es ist die Pflicht des Moslems zu hinterfragen. Wir akzeptieren nicht die eine religiöse Instanz als Autorität. Denn wir haben keine Kirche.” (3)

Nein, eine Kirche haben sie nicht, aber eben Muschies, in die sie jeden Freitag reingehen, und Madrasen, “Kloranschulen”, in denen am Fließband die Fatwas laubgesägt werden. Und die Wirklichkeit in den meisten mohammedanistischen Staaten bedeutet für eine Orkfrau, die einen Christen heiraten will, eben den Tod beider. Das schreiben unzählige Fatwas ebenso vor wie der Kloran selbst. Nun kann man sagen, der Kloran sei un-mohammedanisch, die Sira und die Hadithe auch und Klo H. Metzel sowieso. Das ALLES sei falscher Mohammedanismus. Aber auch ein FALSCHER Hase stinkt nach ein paar Tagen vom Kopf her. Wird man nicht eher zu der Meinung kommen, dass IRGEND etwas an Na’im falsch ist, dass er evtl. ein hochbezahlter Scharlatan ist, der im Namen des “wahren” Mohammedanismus spricht, aber zu faul ist, auch nur einen Blick in die Orkschriften zu werfen?

Was sagt denn zB. Wiki zum Thema Scharia (8)?
“Die Schari’a unterteilt die Menschen und Völker je nach ihrem Glauben und ihrem Verhältnis zum islamischen Staat in verschiedene rechtliche Kategorien, die den Rechtsstatus einer Person festlegen:
Bürger des islamischen Staates:
Muslime – sie haben alle Rechte und Pflichten.
Dhimmis – Schutzbefohlene (Juden und Christen, T.), die eingeschränkte Rechte haben, Sondersteuern zahlen müssen, aber staatlicherseits geschützt sind und keinen Kriegsdienst leisten müssen.
Bürger fremder, nicht-islamischer Staaten:
Harbis – Nicht-Muslime, die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befinden. Die Scharia GEBIETET es, diese Menschen zu TÖTEN… RECHTE wie das Recht auf Eigentum HABEN Harbis NICHT, so darf beispielsweise ihr Eigentum als Kriegsbeute genommen werden.” Wie Sie sehen, können Nicht-Juden und Nicht-Christen ihrer zwingend vorgeschriebenen Vernichtung durch die Orks nicht entgehen.

Wiki weiter: “Die Schari’a setzt sich aus den oben genannten verschiedenen Quellen zusammen. Dies führt dazu, dass leicht abweichende Schari’a-Versionen, je nach Region bzw. Land, im Gebrauch sind. Die genauen Regeln ergeben sich erst aus der Interpretation dieser Quellen. Lokale Traditionen, die in der Scharia integriert sind, gehen aber meist nicht so weit, dass sie im offenen Widerspruch zu den anerkannten Regeln der Scharia stehen.”

Im Qantara-Interview verkündet Na’im mit in Orkmanier stolzgeschwellter Brust: “Es gibt nichts, was in der 1.500 (! T.) -jährigen Geschichte des Islams nicht schon einmal gedacht, debattiert oder verworfen wurde. Ich stehe mit meinem Denken in einer langen Tradition.” Schön und gut, aber der angebliche Klo starb angeblich am 8. Juni 632, und wir schreiben nicht das Jahr 2132! Tststs, soviel an Präzision muss man von einem Vorzeige-”Wissenschaftler” doch eigentlich erwarten können. Aber meinen liebenswerten, doch leider etwas zu gutgläubigen Mitbürgern fällt sowas leider viel zu selten auf, und wenn doch, dann schweigen die meisten aus Höflichkeit und spendieren dem Quacksalber auch noch einen Drink, anstatt ihn geteert und gefedert aus der Stadt zu jagen.

Time am 27. Mai 2009

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(1) Paul Tiedemann, “Menschenwürde als Rechtsbegriff”, http://tinyurl.com/r6c968
(2) Hans Schelkshorn, http://www.polylog.net/index.php?id=119
(3) http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-451/i.html
(4) FAZ: http://tinyurl.com/qt3r5a
(5) Rolf Schwarz, “Staat, Macht und Menschenrechte in Algerien”, http://tiny.cc/QCNha
(6) WIKI: http://de.wikipedia.org/wiki/Ijtihad
(7) SZ: http://tiny.cc/SjoS1
(8) http://de.wikipedia.org/wiki/Scharia

außerdem:
http://www.dw-world.com/dw/article/0,,4113295,00.html

http://zettelsraum.blogspot.com/2009/05/zitat-des-tages-gerade-am.html

und: http://de.wikipedia.org/wiki/Medicine_Show

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PS.: Sekundiert wurde Na’Im auf der Veranstaltung, die Anlaß für Bahners Essay war, übrigens teilweise von dem Zivilrechtler und Orientalisten Mathias Rohe, welcher eine durchgehende Schwäche der Staatlichkeit in der gesamten mohammedanistischen Geschichte bis zum Osmanischen Reich ausmacht (4).

Ähnliches hatte auch Rainer Hermann in seinem FAZ-Artikel v. 22. Mai 2009 über das Verschwinden der orientalischen Christen festgestellt ( http://tiny.cc/FXsRi ). Erst mit der Konsolidierung der mohammedanistischen Staaten sei es zum Exodus gekommen: “Vor einem Jahrhundert waren es noch 20 Prozent (Christen zwischen Nil und Euphrat, T.). Dann begann das Jahrhundert der Nationalstaaten. In der Türkei schritten die Jungtürken mit ihrem rassistischen Nationalismus zu den ersten ethnischen Säuberungen des Jahrhunderts. Von den mehr als zwei Millionen Armeniern in Anatolien blieben 80 000, und mit einem von der Türkei angestoßenen Bevölkerungsaustausch schob die junge Republik alle griechisch-orthodoxen Griechen, bis auf jene in Istanbul, nach Griechenland ab. Die Jungtürken formten ihre türkische Nation, indem sie zu Türken erklärten, wer Muslim war.”

Dies könnte man nun gegen Na’im gewendet als Beleg dafür werten, dass der Mohammedanismus dann total wird (und sogar die Dimmis ermordet oder vertreibt), wenn seine Staatlichkeit stark ist, aber das ist wohl ein anderes Thema.

Orkparty im Shishashop

24. Mai 2009

Reden wir aus gegebenem Anlaß mal wieder über Hanky-Tank-Banky (“Schlaf”) Moons Shishashop (UNO).

Wiki über das UNO-Budget (1): “Die größten Finanzierer in den Beitragsjahren 2004–2006 sind die USA mit 22 Prozent, Japan mit 19,5 Prozent, Deutschland mit 8,7 Prozent, Vereinigtes Königreich mit 6,1 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent. Alle anderen Länder (Sie wissen schon, welche (2), T.) tragen weniger als 5 Prozent bei, etwa die Hälfte bezahlt nur den Mindestbeitrag von 0,001 Prozent.”

Dieser von uns finanzierte Debattierclub leistet sich den sogenannten “UN-Menschenrechtsrat”, dessen größter Block der der Orkstaaten mit rund einem Drittel der Mitglieder ist. Es folgt die Mitgliederliste. Region Afrika: Ägypten, Angola, Burkina Faso, Dschibuti, Gabun, Ghana, Kamerun, Madagaskar, Mauritius, Niger, Sambia, Senegal, Südafrika. Region Asien: Bahrain, Bangladesch, China, Indien, Indonesien, Japan, Jordanien, Katar, Malaysia, Pakistan, Philippinen, Saudi-Arabien, Südkorea. Region Osteuropa: Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Russland, Slowakei, Slowenien, Ukraine. Region Karibik und Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Uruguay. Region Westeuropa und restliche Staaten: Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Niederlande, Schweiz, Vereinigtes Königreich.

Ganz große Klasse, in der Mehrheit der dem “UN-Menschenrechtsrat” angehörenden Staaten werden die Menschenrechte mit Füßen getreten. Ach so, mit Menschenrechten gemeint sind allein die Rechte, Mohammedanist zu werden sowie nach Herzenslust Israel zu verwünschen.

Wiki (3): “Delegierte jener Staaten, die der Organisation der Islamischen Konferenz angehören… verhindern… regelmäßig (die) Diskussion über Menschenrechtsverletzungen in ihren Staaten. Sie berufen sich dabei darauf, dass das Rechtssystem der Scharia Bestandteil ihrer Religion und somit jeder Kritik enthoben sei. Demgegenüber beschäftigte sich der Rat allein im Jahr 2007 auf Betreiben der islamischen Mitglieder 120 Mal mit dem Nahostkonflikt und verabschiedete zahlreiche israelkritische Resolutionen, während der Antrag westlicher Staaten auf die Einbeziehung und Verurteilung palästinensischer Menschenrechtsverletzungen jeweils abgelehnt wurde. Die USA haben ihren Beobachterstatus im Rat mittlerweile aufgegeben. Die US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte dazu, es bringe wenig, sich an einem Gremium zu beteiligen, welches nur Israel angreife. Unter der Regierung von Präsident Obama ließen sich die USA als Kandidat für die Wahlen am 12. Mai 2009 aufstellen und sind in den Rat gewählt worden.” O-O-O-Obama… wohin wird der B. Hussein die (bisher) freie Welt führen?

Wenden wir uns nun einer der 16 Sonderorganisationen (4) der UNO zu, nämlich der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), der UNO-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (5). Der Posten des Generaldirektors dieser Organisation ist zZ. vakant. Da der Bewerbungsschluß bereits auf den 30. Mai datiert, also Ende nächster Woche, es bisher nur einen Bewerber gibt und sich wohl kein anderer aufgrund der Bewerbung dieses Bewerbers traut, wird es wohl der Ork-Ägypter Faruk Hosni werden. Angesichts der Tatsache, dass die Orks zu den Erziehungswissenschaften bisher nichts beigetragen haben, zu den Wissenschaften kaum mehr als nichts, wenn man von den Leistungen der von ihnen unterdrückten Dimmis absieht, und dass sie unter Kultur vor allem “die Kunst des Ich-Bomben-Attentates” verstehen (6), ist das eine impertinente Frechheit! Das ist mehr als dreist! Die bevorstehende Wahl Faruk Hosnis ist ein ungeheuerlicher Skandal!

Lesen Sie jetzt einen diesbezüglichen Aufruf von von Claude Lanzmann, Bernard-Henri Lévy und Elie Wiesel aus der heutigen FAZ aus dem Französischen übersetzt von Nils Minkmar:

Die Schande der UNESCO

Wer erklärte im April 2001: “Israel hat nie einen Beitrag zur Zivilisation geleistet, zu keiner Epoche; es hat sich immer nur die Güter anderer angeeignet”?

Und wer hat zwei Monate später nachgelegt: “Die israelische Kultur ist eine unmenschliche Kultur, eine aggressive, rassistische, überhebliche Kultur, die auf einem ganz einfachen Prinzip beruht: Zu stehlen, was ihr nicht gehört, um es anschließend als etwas Eigenes auszugeben”?

Wer hat bereits 1997 dargelegt und später überall wiederholt, er sei der “erbitterte Feind” aller Versuche seines Landes, mit Israel normale Beziehungen zu pflegen?

Wer hat erst im vergangenen Jahr einem Abgeordneten des ägyptischen Parlaments, der sich sorgte, es könnten auch israelische Bücher in die Bibliothek von Alexandria aufgenommen werden, geantwortet: “Bring mir diese Bücher, und wenn es sie gibt, werde ich sie vor deinen Augen verbrennen”?

Wer hat 2001 in der Zeitung “Ruz al-Yusuf” behauptet, dass Israel in seinem dunklen Streben von den internationalen Medien unterstützt werde, die von “Juden infiltriert” seien, die dort “Lügen verbreiten”?

Wem also verdanken wir diese unsinnigen Aussagen, diese Blütenlese des Hasses, der Dummheit und der stumpfsinnigsten Verschwörungstheorien?

Faruk Hosni, seit mehr als fünfzehn Jahren ägyptischer Kulturminister und mit Sicherheit der nächste Generaldirektor der UNESCO – jedenfalls wenn vor dem Bewerbungsschluss am 30. Mai nichts unternommen wird, seinen bislang unaufhaltsamen Weg zu einem der für die globale Kultur wichtigsten Ämter zu stoppen.

Schlimmer noch: Die von uns zitierten Sätze geben nur einen kleinen Eindruck davon wieder, was Herr Hosni seit fünfzehn Jahren äußert. Es sind nicht einmal die widerwärtigsten seiner Aussagen. Sie holen ihn nun ein, da er sich auf einen entscheidenden Posten in der internationalen Kultur bewirbt.

Es ist offensichtlich: Herr Faruk Hosni ist nicht würdig, dieses Amt zu bekleiden. Herr Faruk Hosni steht nicht für Frieden, Dialog und Kultur, sondern für das Gegenteil dessen. Herr Faruk Hosni ist ein gefährlicher Mann, ein Brandstifter der Herzen. Es bleibt aber nur noch sehr wenig Zeit, um die Berufung von Herrn Faruk Hosni in dieses exponierte Amt zu verhindern.

Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, diese Wahl, die vom Kandidaten als so gut wie gelaufen dargestellt wird, zu verhindern. Alle Länder, die die Freiheit und die Kultur lieben, sind aufgerufen, diese Bedrohung abzuwenden und die notwendigen Schritte einzuleiten, um der Unesco diese Schande zu ersparen.

Wir laden auch den ägyptischen Präsidenten ein, sich in Gedenken an Nagib Machfus, den Literaturnobelpreisträger seines Landes, der sich im Grabe umdrehen dürfte, von Faruk Hosni zu distanzieren und diese Kandidatur zurückzuziehen.

Die UNESCO hat in der Vergangenheit manchen Fehler begangen, aber dieser wäre so enorm, ekelhaft und unverständlich, wäre eine so manifeste Provokation und den Idealen der Organisation so zuwider, dass sie sich davon nicht erholen dürfte. Wir haben keine Minute zu verlieren. Jeder ist aufgerufen zu verhindern, dass die UNESCO in die Hände eines Mannes gerät, der, wenn er das Wort Kultur hört, mit Bücherverbrennung antwortet.

Time am 24. Mai 2009

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinte_Nationen#Budget_und_Finanzierung
(2) http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/05/06/eine-unheilige-allianz/
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Menschenrechtsrat
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Spezialorganisation
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Educational,_Scientific_and_Cultural_Organization

(6) http://www.welt.de/print-welt/article176827/Kunst_des_Maertyrertums.html

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Aktualisierung vom 25. Mai 2009:
Heute nimmt sich LIZASWELT des Skandalons an.
Unter
http://www.lizaswelt.net/2009/05/eine-schande-namens-uno.html
werde ich insofern korrigiert, als dass klar wird, das Hosni durchaus Gegenkandidaten hat. Es sind diese: “… eine Litauerin, eine Bulgarin und ein Kulturfunktionär aus Oman.” Great! Really great! DIG IT!

Aktualisierung vom 26. Mai 2009:
Wie HC. Rößler heute in der FAZ berichtet, hat Israel seinen Widerstand gegen die Personalie Hosni eingestellt:

“Israel gibt offenbar seinen Widerstand gegen die Kandidatur des ägyptischen Kulturministers Faruk Hosni für das Amt des Unesco-Generalsekretärs auf. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll nach Presseberichten dem ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak schon während ihres Treffens am 11. Mai in Scharm al Scheich zugesagt haben, die seit mehreren Monaten andauernde Kampagne gegen den Kandidaten aus Kairo zu beenden. Die israelische Zeitung ‘Haaretz’ berichtete am Montag über ein ‘Geheimabkommen’ zwischen beiden Politikern, von dem noch nicht klar sei, was Israel dafür im Gegenzug erhalten werde. Die Regierung in Jerusalem sei nicht mehr gegen eine Kandidatur Hosnis, sagte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums am Montag dieser Zeitung. Hosni hatte sich selbst in der Vergangenheit mehrmals als ‘erbitterter Feind’ aller Bemühungen bezeichnet, normale Beziehungen mit Israel zu unterhalten.”


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