Posts Tagged ‘Ulrich Sahm’

Mohammedanismus => Umweltkatastrophe

18. November 2012

Israel schützt sich: „Iron Dome“ in Aktion

Der Counterjihad verdankt Prof. Dr. Gunnar Heinsohn pointierte Überlegungen zum Zusammenhang zwischen Demografie, Jungmännerüberschuss und Gewalt. Aus aktuellem Anlass legte er im Blog „Achse des Guten“ seine Theorie unlängst an die maßlose Vermehrung der Palaraber an (1). Er verglich die Entwicklung der palarabischen Gruppe, die nur insofern etwas anderes ist als die gesamtarabische Gruppe, weil sie solches zu sein aus ideologischen Gründen behauptet, mit einer ähnlichen aber fiktiven Entwicklung der Deutschen. Ein ähnliches Verfahren schlägt der schweizerische, linksliberale Journalist Frank A. Meyer (2) vor, nämlich einfach mal die Situation Israels an die Schweiz anzulegen (3). Meyer schreibt:

„Die Hamas praktiziert in Gaza einen Islam schlimmster Ausprägung: totalitär, frauenfeindlich, gnadenlos gegen Andersdenkende und Abweichler. Ein Schreckensregime terrorisiert den einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten: Israel.“

Dies allein ist Grund genug, die Hamas vollständig und für alle Zeiten zu vernichten. Denn ebenso wie Demokratien untereinander keine Kriege führen, können Diktaturen niemals Freunde von Demokratien sein.

Im Grunde ist also die relativierende, hamasfreundliche Einstellung vieler deutscher Medienvertreter, ist ihre Einstellung, Israel und Hamas seien zwei Seiten derselben Medaille (s. Flaggen-Arrangement oben), ist ihr untätiges Herumlungern an den israelischen Hotelbars, sind die ekelhaften antijüdischen „Mahnwachen“ mit „Friedensflaggen“ in deutschen Stadtzentren wie auch die eindeutig israelfeindlichen Stellungnahmen deutscher Orks und ihrer Dimmis nichts anderes als Verrat an unserem Gesellschaftssystem – und nicht nur Verrat an der Demokratie Israel sondern auch an unserem demokratischen Vaterland.

Aber etwas anderes gerät trotz aller Sympathie der beiden Autoren für Israel ein wenig in den Hintergrund: Die Palaraber sind nicht die einzigen Mohammedanisten, die sich hemmungslos vermehren. Dies ist vielmehr ein inhärentes Attribut des Mohammedanismus, welches durch die entsprechenden Kloranpassagen als allaisches Gebot festgelegt wurde, und innnerhalb der vergangenen 50 Jahre in Form dramatischer Überbevölkerung zu einem grundsätzlichen Problem für die gesamte Menschheit geworden ist. Ist im Vorwort zur Kloran-Ausgabe des Reclam-Verlages von 1960 noch von 350 Millionen Mohammedanisten weltweit die Rede (s.S. 23), so sollen es unserer Tage 1,5 Milliarden sein. Dies bedeutet, dass sich die Orks in 50 Jahren um den Faktor 4,28 vermehrt haben. Für das Jahr 2060 kann man also – einen ungebrochenen Trend vorausgesetzt – von rd. 6,5 Milliarden Mohammedanisten auf dem Globus ausgehen, und in hundert Jahren im Jahr 2110 wären es dann gefräßige 27,5 Milliarden. Ich sehe also langfristig keine Chance für Leben auf der Erde überhaupt, sofern der mohammedanistische Vermehrungstrend nicht gestoppt werden kann. 

_____

Muße ohne Ende – für das Tunnelgraben, für das Bauen und für das Zünden der Raketen

Wenn sich Deutschland von 1950 bis 2012 vermehrt hätte wie Gaza (200.000 auf 1,6 Millionen), hätte es nicht 82, sondern 550 Millionen Einwohner (1950: 68 Millionen). Darunter wären 80 Millionen junge Männer im besten Kampfalter von 19 bis 29 Jahren. Würden die zehnmal mehr Pazifismus in die Welt tragen als die rund acht Millionen, die man wirklich hat? Oder würde Berlin die Linie Palästinas fahren? Das sieht sich gern als schuldloses Opfer deutscher Politik, obwohl sein Führer, Mufti al-Husseini, ab 1941 direkt aus Hitlers Berlin an der Vernichtung der europäischen Juden mitgewirkt hat.

Die progressive deutsche Jugend, so bekäme die Welt zu hören, dürfe doch nicht für die – unstrittig furchtbaren – Verbrechen der Nazis bestraft werden. Weit über den rechtsextremen Rand hinaus klängen die Choräle „Breslau, Danzig und Stettin sind deutsche Städte wie Berlin“.  Nicht nur 12.000 Raketen wie aus dem kleinen Gaza gegen Israel, sondern viele Millionen Projektile würden nach Straßburg und Eger oder nach Bozen und Marburg an der Drau gefeuert. Ganz Westpolen läge unter Beschuss und dazu die Ostseeküste hoch bis nach Königsberg und Memel. Da die Nachbarn sich handfest wehren würden, müssten sie nicht endende Berliner UNO-Demarchen über ihre „Kriegsverbrechen“ und „Menschenrechtsverletzungen“ hinnehmen. Vor allem aber würden sie mit Grauen auf die stetig wachsenden Mega-Armeen deutscher Jünglinge schauen.

Eine fortschrittliche Partei gäbe es auch. Sie würde die Verbrechen der Nazis verurteilen und zur Belohnung die Sozialistische Internationale als Mitglied zieren.  Niemals wieder wolle man bis zum Ural siedeln und dafür die Slawen austilgen oder ins sibirische Eis treiben – obwohl man die Leute dafür eigentlich hätte. Das seien unverzeihliche genozidale Aktionen gewesen, von denen man sich vor jedem denkbaren Gremium vollen Herzens distanziere.

Man wisse, dass die Vernichtungsmelodien aus Gaza jetzt auch hier gesungen würden. Aber, mit Verlaub, der Refrain ginge immer noch auf Wotan und nicht auf Allah. Das sei einem zwar peinlich, aber am Vertreibungsunrecht leidende Landsleute seien auch sie, weshalb man sie von der linken Friedensflottille nicht ausschließen könne. Auch könne man die rassistische Germanophobie nicht billigen, die allenthalben in der Verteuflung dieser Gottheit zum Ausdruck komme. Gleichwohl wolle man lediglich die verlorenen Gebiete zurück, weil es bei einer halben Milliarde Menschen zwischen Rhein und Oder nun einmal unerträglich eng geworden sei. Da gehe es einem in der Tat ähnlich wie in Gaza. Auf ferne Siedlungsräume von Wolgadeutschen oder Donauschwaben werde man hingegen ganz verzichten, obwohl es unter deren zahllosen Nachfahren Heißsporne gebe, die einen dafür liquidieren könnten. Das Recht auf Rückkehr fordere man nur für die zehn Millionen Flüchtlinge – und natürlich für ihre 100 Millionen Nachkommen. Das könne unblutig verlaufen durch die Abreise der jetzt dort Lebenden in ihre alten Heimatgebiete, wo auf Grund des Geburtenrückgangs doch jede Menge Platz sei.

Die Bundesrepublik ist kein Gaza, sondern lebt auch deshalb in einer nachbarlich entspannenden Vergreisung, weil nach 1945 den Deutschen niemand versprochen hat, dass sie und alle ihre Nachkommen auf unvorhersehbare Zeiten von der Weltgemeinschaft als Flüchtlinge behaust, beschult, ernährt und entlohnt würden. Doch für Gaza wird diese Garantie aus Berlin und Washington oder aus Stockholm und Den Haag regelmäßig erneuert. Das vierte Kind der ersten Frau und auch das dritte der vierten erhält eine menschwürdige Bezahlung aus deutschen und anderen Kassen. Deshalb glänzt seine Jugend unter den Arabern – außer den israelischen – mit der besten Qualifikation. Sie hat Muße ohne Ende – für das Tunnelgraben, für das Bauen und für das Zünden der Raketen. Die Clans habe eigene Abschussrampen. Und ihr westlich gefördertes Familienleben sorgt dafür, dass alle paar Jahre ein mittlerer Krieg ausgehalten und dennoch die Zahl der Rekruten wuchtig erhöht werden kann.

1993 hätten in Oslo zwei Beschlüsse durchgesetzt werden müssen: Israel baut keine Siedlungen mehr und die Palästinenser kommen für ihre Familien ebenso auf wie etwa ihre Nachbarn im Libanon. Dort hat man nicht fünf bis sechs, sondern ein bis zwei Kinder. Die nach 1993 in Gaza geborenen Jungen wären dann die einzigen Söhne ihrer Eltern gewesen und hätten eine Perspektive. Jetzt müssen sie gegen zwei oder drei Brüder konkurrieren und sie würden sich noch heftiger – Fatah gegen Hamas – gegenseitig eliminieren, wenn der Hass nicht nach außen gerichtet werden könnte.  Würde man Gaza den Weg der Selbstversorgung wenigsten ab 2013 eröffnen, könnte es dort bereits 2033 ruhiger zugehen. Beginnt man damit erst 2023, dauert es eben bis 2043.

_____


Stellen wir uns vor, die Schweiz wäre an der Stelle von Israel.

Stellen wir uns vor, seit Wochen beschießen Terroristen die Bundeshauptstadt mit Raketen.

Stellen wir uns vor, auch Zürich wird unter Beschuss genommen.

Stellen wir uns vor, wie die Schweiz in einem solchen Fall reagieren würde.

Stellen wir uns vor, wie die Bürgerinnen und Bürger des Landes reagieren würden.

Bei uns, für uns ist ein solches Geschehen unvorstellbar.

Ganz anders für die Bürgerinnen und Bürger des Staates Israel: Seit elf Jahren beschiessen Terroristen aus dem Gazastreifen Israel mit Raketen. Bisher schlugen insgesamt 13.000 Geschosse in Israel ein. Auch Jerusalem und Tel Aviv gehören zu den Zielen.

Jetzt schlägt Israel zurück. Seine Luftwaffe flog von Mittwoch bis Freitag 800 Angriffe. Die Palästinenser beklagen 40 Tote und über 200 Verletzte.

Zum Angriffskrieg mit Raketen gesellt sich auch ein Krieg der Bilder: Der ägyptische Ministerpräsident Hischam Kandis, der auf Besuch in Gaza weilte, präsentierte sich den Weltmedien mit einem blutenden Kind im Arm. Er verurteilte Israels Verteidigung als „unverhüllten Angriff auf die Menschlichkeit“. Die islamische PR-Maschine funktioniert perfekt.

Und wie funktionieren wir? Die demokratische Welt? Die Schweiz? Wir leisten uns ein neutrales Schulterzucken. Längst gilt als ausgemacht, dass sich zwei gleichermaßen Unverbesserliche bekämpfen: Bösewicht Israel gegen Bösewicht Hamas. Wobei in Kreisen linker und grüner Dritte-Welt-Sympathisanten die palästinensischen Terroristen Wohlwollen geniessen: David Hamas gegen Goliath Israel, Freiheitskämpfer gegen jüdische Unterdrücker, arme Welt gegen reiche Welt, Kapitalismusfeinde gegen Kapitalisten, Amerikahasser gegen Amerikafreunde.

Die Hamas praktiziert in Gaza einen Islam schlimmster Ausprägung: totalitär, frauenfeindlich, gnadenlos gegen Andersdenkende und Abweichler. Ein Schreckensregime terrorisiert den einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten: Israel.

Der Schlachtruf der Hamas lautet: «Tod Israel!» In den Hassgesang stimmen mit ein – laut oder summend – weite Teile der arabischen, ja der islamischen Welt.

Stellen wir uns vor: Wir Schweizer beschossen wie die Israelis, bedroht seit Jahrzehnten wie die Israelis, gehasst von unseren Nachbarn wie die Israelis – gehasst von der aggressivsten Religions-Kultur der Welt.

Stellen wir uns dies einfach einmal vor. Nur das. Nicht mehr.

_____

Time am 18. November 2012

_____

1) http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/musse_ohne_ende_fuer_das_tunnelgraben_fuer_das_bauen_und_fuer_das_zuenden_d/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_A._Meyer
3) http://www.blick.ch/news/politik/fam/unvorstellbar-id2109519.html

_____

PS: Vorbildlich aber leider eine Ausnahme ist Ulrich Sahm,
wie der „Tagesspiegel“ berichtete:

„Der in Jerusalem lebende Publizist und Journalist Ulrich Sahm setzte sich (auf einer proisraelischen Kundgebung in Berlin, T.) mit seiner Ansicht nach verbreiteten Vorurteilen gegenüber den militärischen Reaktionen Israels auseinander. Beispielsweise sei es ‘reine Gehässigkeit’, dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu damit ‘Wahlkampf’ zu unterstellen. In Wahrheit würden dem Politiker tote Soldaten nur schaden. Vielmehr sei das Handeln der Hamas Absicht gewesen. Ihre Angriffe auf israelische Soldaten und gegen die Zivilbevölkerung hätten die Offensive gezielt provoziert. Gleichfalls unsinnig sei jene in der deutschen Presse immer wieder formulierte ‘Sorge’ um die Stabilität im Nahen Osten, sagte Sahm. ‘Wo bitte herrscht in der Region und in Nordafrika Stabilität?’ fragte er und ging namentlich alle Krisenherde durch, allen voran Syrien. Danach stellte er rhetorisch in den Raum: ‘Aber Stabilität ist wohl nur gegeben, wenn sich Juden ohne Gegenwehr terrorisieren und vielleicht abschlachten lassen.’ Zugleich monierte er, dass der Waffengang der Israelis sofort kritisiert worden sei, nicht aber, ‘wenn Raketen aus den Palästinensergebieten fliegen’.“

http://www.tagesspiegel.de/berlin/gaza-konflikt-berliner-demonstrieren-fuer-und-gegen-israel/7406248.html

Mohammedanismus = Konflikt

3. Juli 2012

Passen Sie bitte auf sich auf, Herr Sahm! Wir brauchen Sie!

In der heutigen FAZ wundert sich Günther Nonnenmacher über den nach Albanien und Bosnien dritten „souveränen“ Orkstaat in Europa, der vielleicht von Europa unabhängig sein möchte, nicht jedoch von Saudi-Arabien.

_____

Seltsamer Staat

Eine seltsame Souveränität ist es, die das Kosovo jetzt erhält: die fehlende Justiz wird bis auf weiteres von einer EU-Rechtsstaatsmission ersetzt, die internationale Schutztruppe Kfor soll weiterhin für Sicherheit sorgen, ein Teil der Einwohner – die Serben im Norden – erkennt den neuen Staat nicht an, die politischen Institutionen sind schwach, die Politiker nicht über alle Zweifel erhaben, was ihre Verstrickung in illegale Geschäfte angeht. Es könnte sein, dass im Kosovo ein weiteres „unlösbares Problem“ entsteht, wie es Europa an anderer Stelle, in Zypern, bereits hat. Die Hoffnung, dass sich auf dem Balkan mit der Zeit die Wunden schließen werden, die nicht erst die jugoslawischen Erbfolgekriege geschlagen haben, sondern die seit Jahrhunderten schwären, hat bisher getrogen. Die Lage ist beruhigt, aber von „selbsttragender Stabilität“ – ein Lieblingswort der internationalen Gemeinschaft – kann nicht die Rede sein. Vor dem Allheilmittel europäischer Integration kann nur gewarnt werden: In ihrem gegenwärtigen Zustand würde die EU nicht Stabilität exportieren, sondern Instabilitäten importieren.

_____

Der Hinweis auf das „unlösbare Problem“ Zypern ist gut, aber die Schlussfolgerung fehlt: Ursache der Probleme ist in beiden Fällen der Mohammedanismus. Denn: Der Mohammedanismus ist nicht denkbar ohne Probleme mit ihm – selbst dann nicht, wenn man selbst Mohammedanist ist. Dies zeigt ein weiterer Bericht von Robert von Lucius aus Deutschlands bester Zeitung:

_____

Bis Juni 75 Reporter getötet

Jahr des Schreckens

Sollte sich das Jahr wie bisher entwickeln, wird es das schlimmste bisher für Journalisten. Seit Jahresbeginn sind 75 Journalisten bei ihrer Arbeit getötet worden, davon allein 23 in Syrien, zuletzt drei am vergangenen Mittwoch bei einem Angriff auf einen privaten Fernsehsender. Seit das Internationale Presse-Institut (IPI) in Wien, ein der Pressefreiheit zugewandter Dachverband von Verlegern und Journalisten, vor fünfzehn Jahren mit der Zählung begann, war 2009 das bisher gefährlichste Jahr mit 110 Todesfällen, gefolgt vom Vorjahr mit 102 getöteten Journalisten.

Zum Weltkongress des IPI in Port of Spain sagte die Leiterin des IPI, Alison Bethel McKenzie, die beiden gefährlichsten Weltregionen für Berichterstatter und Fotografen seien der Nahe Osten und Asien. In Syrien seien Auslandskorrespondenten ebenso wie örtliche Journalisten ermordet und gefoltert worden. In Libyen und dem Irak habe sich die Lage verbessert. In Pakistan sind, so das IPI, seit Jahresbeginn schon fünf Journalisten, teils nach Folter, erschossen worden, weil sie mutig berichtet hatten. In Mexiko wurden innerhalb von fünfzig Tagen sechs Berichterstatter ermordet, weil sie Rauschgiftschmuggel aufgedeckt hatten. In Afrika sind Somalia und Nigeria die gefährlichsten Länder für couragierte Journalisten. Sie werden zudem bedrängt durch Einschüchterung und Verleumdungsklagen, vor allem in Äthiopien und Eritrea. Zur Eröffnung des Kongresses sagte der Präsident von Trinidad, George Maxwell Richards, es sei Zeit, Journalisten einen ähnlichen international anerkannten Schutzmantel zuzugestehen wie Mitarbeitern etwa des Roten Kreuzes.

_____

Ja, auch Mexiko wird erwähnt. Aber alle anderen Gebiete sind Orkstaaten, oder sie sind in Konflikte mit Orks verstrickt.

Mohammedanismus ist nicht denkbar ohne Konflikt.

 _____

Time am 3. Juli 2012 

Gewinnchance: 0% – Spielen Sie?

27. Oktober 2009

Manchmal spielt man ein Spiel, obwohl man weiß, dass man es haushoch verlieren wird. Man spielt aus Geselligkeit oder Gefälligkeit, aus Freundschaft. Mit meinen Kindern zB. habe ich immer wieder gerne Memory gespielt, aber so gut wie nie gewonnen. Bei diesem Spiel kann keiner kontrollieren, ob man absichtlich oder aus Versehen daneben greift, und wenn es mal – was sehr selten vorkam – nicht so gut für die Kleinen stand, konnte ich sie dennoch glaubhaft gewinnen lassen. Aber das kam wie gesagt sehr selten vor, denn Kinder sind meist wahre Meister bei diesem Spiel. Besonders beindruckend war es, wenn die Große ein ums andere Mal gleichzeitig ihre beiden Hände ausstreckte und mit traumwandlerischer Gewissheit stets die richtigen Paare angelte. Ich konnte zum Glück die Regel einführen, dass jeder Spieler nur drei Paare hintereinander kassieren durfte, sonst wäre ich gar nicht mehr zum Zug gekommen. Überhaupt hatte Memory mit seinen allseits anerkannten Regeln ja zum Glück jene kuriosen Würfelspiele abgelöst, deren Regeln von den Kindern bei praktisch jedem Wurf geändert wurden, und deren gemeinsamer “Nenner” war, ihnen den Sieg zu garantieren – aber auch diese Spiele hatte ich stoisch absolviert.

Andererseits möchte jeder Mensch natürlich auch hin und wieder mal einen Erfolg haben, und die meisten von uns spielen ein Spiel nicht ewig mit, wenn sie dabei stets verlieren. Heute berichtet Hans-Christian Rößler in der FAZ, dass Netanjahu eine weitere “unabhängige” UNTERSUCHUNG zur Gaza-Mission ablehnt:

“Der israelische Ministerpräsident Netanjahu lehnt eine unabhängige israelische Untersuchung der im Goldstone-Bericht zum Gaza-Krieg erhobenen Vorwürfe ab. Stattdessen will er nach Informationen des israelischen Rundfunks eine kleine Gruppe von Vertretern aus dem Justiz- und Außenministerium damit beauftragen, die ERGEBNISSE sämtlicher Ermittlungen der israelischen Armee ZUSAMMENZUSTELLEN und im Ausland als die israelische Untersuchung vorstellen (In der Tat, allmählich ist doch wirklich genug geforscht und befragt worden, T.). Kein Soldat oder Offizier müsse vor einer Untersuchungskommission aussagen, stellten Netanjahu und Verteidigungsminister Barak schon am Wochenende klar. In den Streitkräften war die Debatte über neue Ermittlungen als ein Misstrauensvotum empfunden worden. Barak und Generalstabschef Aschkenasi hatten sich vehement gegen unabhängige Ermittlungen ausgesprochen. Die nun geschaffene Gruppe soll nach Presseberichten vom Montag auch Vorschläge erarbeiten, wie die Regierung juristisch, diplomatisch sowie in der Öffentlichkeitsarbeit auf den Bericht der Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats reagieren kann.

Die Kommission unter dem Vorsitz des südafrikanischen Richters Goldstone wirft Israel Kriegsverbrechen während des Gaza-Kriegs zu Jahresbeginn vor. Der UN-Menschenrechtsrat hatte den Bericht zuletzt zur Debatte an die UN-Vollversammlung überwiesen. China und Russland, die dafür gestimmt hatten, wollen es dabei aber belassen. Regierungsvertreter beider Staaten kündigten mittlerweile an, dass sie gegen eine Debatte im UN-Sicherheitsrat seien, der dann auch den Internationalen Strafgerichtshof einschalten könnte. Die Vereinigten Staaten haben Israel nach dessen Angaben versprochen, notfalls ihr Veto gegen einen solchen Schritt einzulegen. Allerdings hatte Washington Israel auch gemahnt, den Goldstone-Bericht ernst zu nehmen.”

Sogar Russland und China haben jetzt keine Lust mehr zu diesem Spiel, dessen Gewinner sowieso wie immer schon feststehen: Die Palaraber. Eben dieses wird aus einem anderen Bericht deutlich, N-TV heute (1):

“Die Menschenrechtsgruppe Amnesty International wirft Israel vor, den Palästinensern in den besetzten Gebieten den Zugang zu ausreichenden Mengen Trinkwasser zu verwehren. Der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser sei in Israel mit 300 Litern gut viermal so hoch wie im Westjordanland und dem Gazastreifen, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Im Westjordanland seien die Palästinenser von Wasser aus Tanklastwagen abhängig, die wegen israelischer Straßensperren und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit lange Umwege fahren müssten. Dadurch seien die Wasserpreise drastisch gestiegen.

Für viele Palästinenser sei Wasser ein kaum bezahlbarer Luxus geworden, selbst die nötigsten Mengen von Wasser minderer Qualität zu bekommen. In abgelegenen palästinensischen Gebieten hätten die Menschen täglich sogar nur 20 Liter zur Verfügung. Bis zu 200.000 Palästinenser würden in ihren Häusern nicht über fließend Wasser verfügen. Dagegen seien die Farmen der israelischen Siedler und ihre Gärten aufwendig bewässert. Außerdem gebe es DORT Swimmingpools.”

Palliepool
Uuups, dieses Foto von Ulrich Sahm zeigt einen Swimmingpool… unter PALARABISCHER Verwaltung – Es entstand während des Empfangs der deutschen Repräsentanz am 3. Oktober in RAMALLAH.

Der israelische Infrastruktur-Minister Uzi Landau sagte, es handele sich um einen “oberflächlichen und lügnerischen Bericht”, der die Realität verzerrt darstelle. N-TV:

“Israel halte sich an alle Vereinbarungen mit den Palästinensern und liefere ihnen sogar mehr Wasser, als in den bisherigen Verträgen vereinbart worden sei. Die Palästinenser WEIGERTEN sich hingegen bisher, KLÄRANLAGEN zu bauen, obwohl sie dafür GELD von internationalen Geberländern ERHALTEN hätten. Landau warf den Palästinensern zudem vor, mit Millionen von Kubikmetern ABWASSER das gemeinsame GRUNDWASSER zu verschmutzen. Die israelische Wasserbehörde erklärte, Amnesty habe sich gar nicht an die zuständigen israelischen Stellen gewandt, um alternative Informationen zu erhalten. Nach Angaben der Wasserbehörde haben Israelis täglich etwa 400 Liter, die Palästinenser etwa 200 Liter zur Verfügung. Es bestehe damit zwar ein deutlicher Unterschied, der jedoch nicht so drastisch sei wie von Amnesty dargestellt. Israel kontrolliert große Teile der Wasservorräte des Westjordanlands und verkauft den Palästinensern Teile davon. Menschenrechtler kritisieren, die dafür in den Oslo-Abkommen festgelegten Mengen seien NICHT ENTSPRECHEND DEM BEVÖLKERUNGSWACHSTUM ANGEPASST WORDEN (2).”

Dass der eine Spieler permanent die Regeln verletzt oder neu definiert, ist für die selbsternannten Schiedsrichter kein Kriterium, denn sie sind zwar Erwachsene, aber orkische Hilfstruppen und zutiefst parteiisch. Für mich war dies übrigens schon vor einiger Zeit der Grund, nach Jahrzehnten der Mitgliedschaft Amnesty International den Rücken zu kehren. Und was Herrn Netanjahu betrifft, so hat er mE. nach mehr als 800 Verurteilungen Israels durch die UNO zweifellos Recht damit, dieses Spielchen zu beenden. Oder sind SIE grade bei Ihrem 801. Match und in der Hoffnung, nach 800 Niederlagen doch noch mal zu gewinnen?

Time am 27. Oktober 2009

_____

(1) http://www.n-tv.de/politik/Amnesty-Israel-okkupiert-Wasser-article564321.html
(2) siehe auch: http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/21/dreist-dreister-saudisch/

_____

Ergänzung 28.10.09_1: Laut heutiger FAZ, die sich auf israelische Angaben beruft, handelt es sich bei dem von den Geberländern den Palarabern zur Verfügung gestellten Betrag um rund 10 Milliarden Dollar.

Ergänzung 28.10.09_2: Heplev zum Thema mit Mail von Ulrich Sahm und vielen Fotos unter: http://heplev.wordpress.com/2009/10/28/amnesty-international-propaganda-vs-wirklichkeit/


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 25 Followern an