Mit ‘USA’ getaggte Artikel

Kein Zank, kein Streit…

15. April 2010

Der US-Verteidigungsminister Robert M. Gates
trifft am 18. April 2007 in Tel Aviv ein

Das gespannte Verhältnis zwischen den USA und Israel belastet nicht nur die Juden in aller Welt, sondern auch ihre Freunde, die Freunde Israels und der USA und natürlich den Counterjihad. Mancher mag einen Vorteil darin sehen, z.B. jenen, dass sich die USA der mohammedanistischen Welt gegenüber nun wieder mehr als “ehrlicher Makler” präsentieren können. Das mag dann richtig sein, wenn man, was m.E. nicht völlig unsinnig ist, auf “Zeit spielt”, um den totalen Jihad hinauszuzögern, bis die Orks zu zahlreich und daher zu schwach sein werden, um ihn noch gegen jemanden außer gegen sich selbst zu führen. Dies ist aber m.E. völlig unsinnig, wenn man erwartet, dass die Mohammedanisten den Freiheitsstaaten USA und Israel, die sie den “großen Satan” und den “kleinen Satan” nennen (1), je etwas anderes als tiefsten Hass entgegenbringen würden.

In der heutigen FAZ verleiht der jüdisch-amerikanische Journalist Robert B. Goldmann seiner Hoffnung Ausdruck, dass es recht bald wieder zu einem Zusammenrücken der Regierungen beider Staaten kommen möge.

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Krise unter Freunden

Amerikanische Juden sind besorgt über den Tiefpunkt von Washingtons Beziehungen zu Israel. Sie mögen keine eingeschriebenen Zionisten sein, aber die Mehrheit identifiziert sich mit dem jüdischen Staat, sendet ihre Kinder auf Ferien, oft in einen Kibbuz, und gibt Millionen steuerpflichtiger Dollar aus, um dem seit seinem Entstehen gefährdeten Staat Israel, Hilfe zu bringen.

Diese aus der Erinnerung an den Holocaust genährten Solidaritätsgefühle wurden durch Angriffskriege, Terror und die Feindschaft der Nachbarstaaten Israels gestärkt. Viele Juden finden es unfassbar, dass noch heute, nach jahrtausendelanger Verfolgung, das Existenzrecht eines jüdischen Staates umstritten bleibt, dass es von Amerika und anderen Demokratien des Westens immer wieder bestätigt werden muss.

Seit der Gründung lsraels, für welche die Vereinigten Staaten unter Präsident Harry S. Truman ausschlaggebend waren, ist Amerika der unentbehrliche Verbündete des Landes. Nicht nur alle Präsidenten, die Truman folgten, sondern auch beide große Parteien sind Partner, ohne die der jüdische Staat nicht überlebt hätte. Es gab viele Reibungen in dieser Beziehung, darunter die berüchtigte Bemerkung des ehemaligen republikanischen Außenministers James Baker – um es gesäubert auszudrücken -, die Juden könnten ihm gestohlen bleiben, da sie sowieso nicht republikanisch wählten. Aber die grundsätzliche, selbst auferlegte Verpflichtung, Israels Sicherheit zu gewährleisten, wurde vor wenigen Tagen noch einmal von Außenministerin Hillary Clinton bestätigt.

Für amerikanische Juden klang das allerdings nicht überzeugend, weil Frau Clintons Worte der im März entstandenen Krise in Amerikas Beziehung zu Israel nicht gerecht wurden. Mit ihrer Bekanntgabe neuer Siedlungen in Ost-Jerusalem machte die israelische Regierung zwar einen schwerwiegenden Fehler, den der gerade angereiste Vizepräsident Joseph Biden mit Recht beleidigend fand. Biden wollte mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu über den Friedensprozess sprechen, und das von einem ultrareligiösen Chef geleitete Innenministerium schien ihm zu bedeuten: “Jetzt erst recht nicht.”

Es folgten harte Worte aus Washington. Die Reaktion unter amerikanischen Juden war eine Mischung aus Entsetzen und Zweifel: Entsetzen über einen unglückseligen Schritt der israelischen Regierung und Zweifel an Amerikas Bündnis mit Israel. Manche Juden in Amerika glauben, dass die seit Jahrzehnten im Außenministerium unterdrückten Gefühle über den schwierigen, um nicht zu sagen: lästigen jüdischen Staat jetzt ihren Ausdruck fanden. Werden die Feinde Israels wie Hamas, Hizbullah und vielleicht sogar Syrien diese Krise nicht zu neuen Angriffen nutzen, die dann wieder mit Gegenschlägen aus Israel beantwortet würden?

Netanjahus Weigerung, zum von Präsident Obama einberufenen Atomgipfel nach Washin ton zu reisen, und den stellvertretenden Ministerpräsidenten Meridor zu senden, ist ein weiterer Schritt, der die amerikanisch-israelische Beziehung belastet. Wohl üben israelische Medien an ihrer Regierung auch scharfe Kritik. Aber amerikanische Juden leben in New York oder Los Amgeles und sehen ihre Verpflichtungen gegenüber dem jüdischen Staat anders als Israelis. Warum, fragen sie, können wir nicht nur Amerikaner, sondern auch Juden sein, die, ohne sich “doppelter Loyalität” schuldig zu machen, alles tun, um zwei Generationen nach Auschwitz nicht wieder historische Fehler begehen?

Präsident Obama hielt in Kairo eine seiner besten Reden, um den Muslimen Amerikas Respekt für ihre Religion zu übermitteln und der Gerechtigkeit und dem Frieden zu dienen. Wäre es nicht an der Zeit, dass er nach Israel reist und politische Differenzen in die Perspektive einer hohen Verpflichtung rückt, indem er als mächtigster Regierungschef der Welt jeglichen Zweifel über die Existenz des jüdischen Staates aus dem Weg räumt? Kann er die Juden in aller Welt davon überzeugen, dass das Bündnis Amerikas mit dem jüdischen Staat tatsächlich unerschütterlich ist?

Es ist die quälende Frage, die Juden mit einer Mischung aus Stolz und Unsicherheit beantworten, wenn sie in Synagogen, bei Hochzeiten und anderen feierlichen Gelegenheiten singen, dass “das jüdische Volk lebt”.

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Time am 15. April 2010

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1) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/01/23/im-interview-schimon-peres/

Die Golfaraber beklagen sich

3. Juni 2009

In der heutigen FAZ beschreibt FAZ-Ali2 Rainer Hermann (1) unter der Überschrift “Die Einsamkeit der Araber” seltsamerweise das Gegenteil, nämlich zwar den Rückzug der Golfaraber von der EU, jedoch auch ihre vertiefte Zusammenarbeit sowie ihre Hinwendung nach Asien. Sechs Staaten hatten sich 1981 zum Golfkooperationsrat (GCC) zusammengeschlossen (2): Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Oman, Jemen möchte beitreten.

2010 will der Rat eine eigene Währung einführen, die zu den drei stärksten der Welt gehören soll. Wiki: “Die Mitglieder sind zu gegenseitigem Beistand im Verteidigungsfall verpflichtet. Der GCC unterhält eine gemeinsame Verteidigungstruppe, die allerdings nur 5.000 Mann umfasst. Der GCC kooperierte eng mit den USA, um gegen den Iran geschützt zu sein. Für die Europäische Union ist die GCC-Region von strategischer Bedeutung. Der GCC ist der wichtigste Handelspartner der Union in der arabischen Welt. Auf ihn entfallen etwa die Hälfte des gesamten Handels mit den arabischen Staaten und etwa vier Prozent der Gesamtausfuhr der Europäischen Union in Drittländer.”

Nunmehr habe der Rat alle Verhandlungen mit der EU suspendiert und sei nur noch zu Konsultationen bereit. Hierfür, so Ali2, gebe es verschiedene Gründe, deren wichtigster offenbar das Bestehen der EU “auf einer Suspendierungsklausel im Falle von Menschenrechtsverletzungen in einem der sechs GCC-Staaten besteht.” Die Araber sind der Meinung, dass Menschenrechtsfragen ja bereits von diversen UNO-Organisationen bearbeitet werden (wie zB. dem berüchtigten UN-Menschenrechtsrat, den die Orkstaaten mit einem Drittel der Mitglieder als größter Block dominieren). Sie diagnostizieren große kulturelle Differenzen und fürchten Hermann zufolge, dass die Suspendierungklausel nur zum Schein und inflationär ausgerufen werden wird, um protektionistische Maßnahmen (gegen die arabische Computerindustrie, wie ich annehme) durchzusetzen. Warum die Orks das nicht erstmal abwarten, ist sonnenklar: Sie sind prinzipiell nicht bereit, die Menschenrechte zu achten, und sie möchten ihren Leuten nicht hin und wieder erklären müssen, dass dies oder jenes Ersatzteil nicht nachgeliefert werden kann, weil mal wieder eine 15jährige gesteinigt worden ist.

Hermann: “Laut (wie immer, T.) tragen Golfaraber die Klage vor, Europa behandle sie zwar als interessanten Markt, nicht aber als einen wirklichen Partner (Moment mal, dass es um mehr als nur ein Handelsabkommen geht, zeigt doch eigentlich das Bestehen auf der Suspendierungsklausel, T.). Von gegenseitigem Respekt für die Kultur des anderen könne nicht die Rede sein, zumal der Islam ein zentraler Bestandteil der KULTUR der Araber sei und (dieser akzeptíert werden muß, obwohl er ein Hindernis bei der Achtung der Menschenrechte ist? T., nein, weil… ) sich in Europa eine Sicht des Islam durchgesetzt habe, welche die Golfaraber als UNGERECHT empfinden (Oh nein, es ist vielmehr so, dass sich die Achtung für die Menschenrechte und die Gleichberechtigung von Mann und Frau noch nicht ansatzweise in den arabischen Ländern durchgesetzt haben. Es ist also vielmehr so, dass die arabischen Staaten vor UNSERER Kultur nicht den geringsten Respekt zeigen, T.).”

Weiterhin beklagten arabische Intellektuelle, “dass die EU keine eigene Nahost-Politik entwickelt habe”. Eigene Nahost-Politik? Das kann nur eines bedeuten, nämlich, dass die EU “nicht zu einem vertrauenswürdigen Vermittler geworden sei, sondern stets im Kielwasser Washingtons segele.” Gefordert wird also ein weiteres Mal der (gääähn) “EHRLICHE Makler”, aber “ANSTATT Israel als BESATZER von arabischem Land zu behandeln und die Palästinenser als OPFER zu sehen, pflege die EU BESTE Beziehungen zu Israel und gebe den Palästinensern die SCHULD für den Konflikt im Nahen Osten, so der EINDRUCK unter den Arabern”, wie auch der Rainer Hermanns, wie deutlich zu spüren ist, und er klagt mit den Arabern: “Sicherheit in der Region könne es nur bei der Schaffung einer atomwaffenfreien Zone geben (Deren Vorreiter Iran ist? T.). Das sei aber nicht zu erreichen, solange Europa und Amerika ihre Augen vor der israelischen Atombombe verschlössen, beklagen Golfaraber.”

Nun, für den Westen ist die Bombe der Demokratie Israel eben keine Gefahr, wohl aber sind es die pakistanische und die iranische. Eine Demokratie kann niemals “Freund” einer Diktatur sein, aber die Orks können leider NUR Diktatur (mit der zweifelhaften Nicht-Ganz-So-Schlimm-Ausnahme Türkei, oder würden Sie die Chaos-Staaten Irak und Afghanistan auch noch zu den Ausnahmen dazuzählen?). Und deshalb, leiderleider, können sie auch nie wirklich unsere FREUNDE sein. Dass das nicht in die dressierten Orkschädel reingeht, ist ja selbstverständlich. Eine Schande hingegen ist, wie der westliche Journalist Rainer Hermann die Positionen der Araber, die wohl auch seine eigenen sind, völlig unkritisch referiert.

Gegen Ende unterliegen Ali2 zwei eklatante Fehler, denn wir erfahren erstens, dass das ganze Gejammer der sog. arabischen Intellektuellen eigentlich jeder Grundlage entbehrt: “Die Golfaraber klagen über die Entfremdung Europas und fürchten, bei einem politischen ‘großen Handel’ zwischen Washington und Teheran das Nachsehen zu haben. Trotz aller Klagen räumen sie freilich auch ein, dass es ihnen heute besser als vor einem Jahr geht, dass sie insgesamt entspannter sind und in einem stabileren Umfeld leben, selbst wenn sich Iran noch nicht von einer destabilisierenden zu einer stabilisierenden Kraft gewandelt hat.” Also ist die Tendenz positiv! Aber immer erst mal die Klappe aufreißen und lautstark Forderungen stellen, so sind sie, die Mohammedanisten.

“Gewichen ist die Gefahr eines amerikanischen Militärschlags gegen Iran. Und sie knüpfen den neuen Optimismus an das Charisma und die Politik des amerikanischen Präsidenten, die inklusiv sei und multilateral, an Ergebnissen interessiert und nicht nur an Prozessen, die Dialog nicht mit Appeasement verwechsle. Der Anteil Europas an dieser atmosphärischen Verbesserung geht nach ihrer Meinung gegen null. Die HOFFNUNG besteht aber in der arabischen Welt und auch am Golf, dass Europa AUCH DIESMAL WIEDER auf den AMERIKANISCHEN Kurs einschwenkt”, behauptet Hermann zweitens. Hier setzt man auf einmal auf die Treue Europas zu den USA, nachdem man vorher beklagt hatte, dass die EU “stets im Kielwasser Washingtons segele”?

Mir kommt der Bericht Rainer Hermanns abschließend doch eher wie die typische MSM-Gemengelage aus Textbausteinen, Dimmitum und Antijudaismus vor. Es bleibt, so, wie er es darstellt, mE. der vertraute Eindruck, die Golfaraber wollten Handelsverträge als Druckmittel nutzen, um den Fieslahm in Europa und gegen Israel in Stellung bringen zu können. Aber den typisch orientalischen Wechsel zwischen Pöbel- und Jammerton, den hat FAZ-Ali2 gut getroffen. Und wenn ich höre, dass Mohammedanisten klagen, ist das für mich natürlich ein Grund zum Jubeln, und ich freue mich über jede Nachricht, die da lautet: “Es trennt sich, was NICHT zusammengehört!”

Time am 3. Juni 2009

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(1) FAZ.net: http://tinyurl.com/r6kj5v
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Golfkooperationsrat


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