Torkei raus aus der NATO (#13)

16. Oktober 2019

Ein Boykott der Torkwirtschaft ist das Gebot der Stunde. Lesen Sie einen Beitrag von Achill Patras von „PI“ (1).

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Erdogans Syrien-Einmarsch nicht teilnahmslos hinnehmen

Türkei-Boykott von unten starten

Die einzige Möglichkeit, die Bedrohung durch Erdogan abzumildern, ist ein Wirtschaftsboykott gegen die Türkei.

Erdogan beweist gerade eindrucksvoll, dass seine rhetorischen Ausfälle und Träumereien von der Wiedergeburt des Osmanischen Reiches keine Sprechblasen sind. Er sieht sich als Khalif des türkischen Teils des Islamischen Staates und stellt damit die größte politisch und militärische Bedrohung für den Europäischen Kontinent dar. Da die EU und Angela Merkel bei der Eindämmung dieser Gefahr mal wieder versagen werden, muss der Widerstand von unten starten. Die einzige Möglichkeit, die Bedrohung durch die Türkei abzumildern, ist ein Wirtschaftsboykott.

Die vier wichtigsten Deviseneinnahmen der Türkei sind dabei Tourismus, der Flugverkehrsknotenpunkt Istanbul (Turkish Airlines), Fahrzeugbau und Bekleidungsexport. Dass Urlauben in der Türkei unmoralisch ist, da damit ein Unrechtsregime unterstützt wird, ist mittlerweile vielen bewusst. Die allerwenigsten PI-NEWS-Leser würden wohl jemals auf die Idee kommen, ihre Euros Erdogan zur Verfügung zu stellen. Dennoch bleibt hier ein großes Boykottpotential. Denn vielleicht sind Freunde von Freunden immer noch bereit, die Billig-Angebote von Tui, Alltours oder IST in der Türkei wahrzunehmen.

Türkeireise als persönliches Sicherheitsrisiko

Dabei stellen Türkeireisen ein zunehmendes Sicherheitsrisiko dar. Es ist damit zu rechnen, dass kurdische Extremisten mit Terroranschlägen auf die türkischen Vertreibungen ihrer Volksgruppe reagieren. Zudem gibt es unter Erdogan keine unabhängige Justiz in der Türkei. Erdogan kann daher jederzeit mit willkürlichen Festnahmen deutscher Urlauber, Druck auf die Bundesregierung ausüben. Wer nicht Spielball in außenpolitischen Auseinandersetzungen werden will, verzichtet auf einen Türkeiurlaub. Übrigens Kroatien, die bulgarische Schwarzmeerküste oder der Balaton in Ungarn bieten auch Badespaß zu günstigen Preisen.

Aber auch wer andere Fernreisen bucht, hat die Verantwortung, nicht über das Drehkreuz Istanbul zu fliegen. Unter Erdogan wurde ein neuer Flughafen in Istanbul gebaut. Turkish Airlines versucht nicht unerfolgreich, ein internationales Drehkreuz aufzubauen. Über die Transit-Passagiere werden so Devisen in die Kassen des Despoten vom Bosporus gespült. Neben Turkish Airlines sollte auch auf die türkische Billiglinie Pegasus Airlines geachtet werden, die u.a. über den Istanbuler Flughafen Sabiha Gokcen fliegt. Pegasus Airlines hatte erst im Januar 2018 einen Zwischenfall, bei dem eine Boeing 737 nach einem Triebwerkschaden von der Landebahn abkam. Wie durch ein Wunder wurde niemand getötet. Die Anhänger von FFF (Fridays for Fernreisen) sollten versuchen, die türkischen Flughäfen, aber auch die Airlines der islamischen Golfstaaten zu umgehen (Qatar Airways, Emirates, Etihad). Europäische Airlines, aber auch Äthiopien Airlines oder die Drehkreuze in Bangkok (Thailand) oder Singapur bilden eine Alternative.

Deutschland wichtigster Abnehmer türkischer Waren

Auch wer das türkische Staatsgebiet meidet, läuft Gefahr, den Angriffskrieg gegen Kurden und assyrische Christen zu unterstützen. Deutschland importiert aus der Türkei nicht nur Imame, sondern im Jahr 2018 auch Waren im Wert von über 16 Milliarden Euro. Deutschland ist damit der wichtigste Abnehmer türkischer Produkte und die wichtigste Stütze der türkischen Wirtschaft. Für über drei Milliarden Euro wurde in 2018 Bekleidung aus türkischen Textilfabriken importiert. Die Türkei ist nach China und Bangladesch zum drittgrößten Bekleidungsexporteur aufgestiegen. Die Listen der Marken, die dort produzieren lassen, ist leider ziemlich lang und umfassen Esprit, H&M, Hugo Boss, S.Oliver, Adidas, Nike sowie Zara. Da alle Marken auch in anderen Ländern produzieren, muss man bei jedem Kleidungsstück auf das Etikett nach dem Produktionsstandort schauen. Wem dies zu aufwendig ist, kann die betreffenden Firmen natürlich auch über ihre Facebookseite nach Informationen zu ihrem Türkei-Engagement befragen.

Leichter zuordnen lassen sich die zweit-wichtigsten Exportprodukte. Mit über 2,9 Milliarden Euro sind Kraftfahrzeuge ebenfalls ein bedeutender Devisenbringer. Schwarzes Schaf ist hier mal wieder der Renaultkonzern. Die Franzosen haben nicht nur einen Großteil der Dacia-Produktion von Rumänien nach Marokko verlagert (PI-NEWS berichtete), sondern auch kräftig im Erdogan-Reich investiert. 2018 wurden über 300.000 Renault Clio und Megane in der Türkei zusammengeschraubt und über 600.000 Renault-Motoren produziert. Auch Ford ist eine wichtige Stütze der türkischen Wirtschaft und hat 2018 über 300.000 Kraftfahrzeuge, insbesondere Lieferwagen in der Türkei produziert. Nach eigenen Angaben stammen 83 Prozent aller von Ford verkauften Ford Transit Modell in Europa aus türkischen Fabriken. Erdogan wird es sicher freuen.

Finger weg von Toyota C-HR, Ford Transit und Honda Civic

Erdoganfreundlich scheint auch Toyota gesinnt zu sein, denn 2014 wurde die Toyota-Produktion in der Türkei ausgeweitet. Aktuell stammen unter anderem die C-HR und Corolla-Modelle aus dem Unrechtsstaat. Auch dank dieser Investitionen ist die Türkei zu einem bedeutenden Autoexporteur aufgestiegen und produzierte 2018 über 1,5 Millionen Einheiten. Dies liegt knapp unter der Autoproduktion des Vereinigten Königreichs und über Italien (ca. 1 Million). Dass es auch anders geht zeigt Honda. Aktuell stammt der Honda Civic (Sedan) in Europa aus der Türkei. Allerdings nur noch bis 2021. Dann wird die Fabrik in Gebze geschlossen und die Produktion unter anderem in die USA verlagert. Ab 2022 kann man also wieder ohne schlechtes Gewissen den Honda Civic kaufen.

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Time am 16. Oktober 2019

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1) http://www.pi-news.net/2019/10/tuerkei-boykott-von-unten-starten/

Das satanische Regime Naziran

15. Oktober 2019

Von „mena-watch“ stammt der folgende Artikel (1), den das Magazin aus dem „Wall Street Journal“ hat, verfasst von Jonathan Spyer.

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Der Iran eröffnet eine neue Front gegen Israel

In den letzten Monaten haben mit dem Iran verbündete Milizen begonnen, Stellungen auf der syrischen Seite des Golan auzubauen und Kämpfer anzuheuern.

Vor dem syrischen Bürgerkrieg war die Golan-Grenze mit schläfrigen, schlecht ausgerüsteten und weitgehend inaktiven syrischen Wehrpflichtigen besetzt. Nach dem Juli 2018, als Syrien die Rebellen aus dem Gebiet vertrieb, traf dort eine ganz andere Truppe ein.

Ein israelischer Bewohner des Golan, der sich intensiv mit den Sicherheitsaktivitäten in der Region befasst, gab dem Autor einen Überblick über die neuen Entwicklungen auf der anderen Seite der Grenze. Er beschrieb die Überraschung lokaler israelischer Sicherheitsaktivisten, die gut ausgerüstete und professionell eingesetzte Kämpfer vorfanden, die in Grenznähe patrouillierten. General Shapira und Oberst Neriah glauben, dass es sich bei den Kämpfern um Hisbollah-Mitglieder handelt und stellen fest, dass sie nur 200 Meter von den Positionen der UNO-Truppen entfernt neue Positionen erschließen.

Die neu errichtete Infrastruktur der Alliierten des Iran in der Nähe der israelischen Grenze, geht einher mit einer intensiven Rekrutierungskampagne unter den jungen Männern vor Ort. Im von Armut betroffenen Südwesten Syriens ist der monatliche Lohn von 250 Dollar, der von Hajj Hashem, dem Hisbollah-Kommandeur in der Region, gezahlt wird, eine verlockendes Angebot.

Die ersten Nachrichten über einen iranischen Vormarsch in der Nähe des Golan wurden im November 2018 gemeldet, als auf der Website des oppositionellen Syrian Observer eine große iranische Basis in der Region Lajat abgebildet wurde, die sich gerade im Bau befand. Anscheinend haben die irakisch-schiitischen Milizen Asaib Ahl al-Haq und die libanesische Hisbollah, die im Auftrag des Iran tätig waren, ungefähr 650 Häuser zerstört und eine Reihe von Dörfern in Lajat geräumt, um eine Fläche von 30 Quadratkilometern zu schaffen. In diesen Dörfern bereiteten die vom Iran unterstützten Milizen Ausbildungskasernen und -lager für Waffen und Munition vor, um das Gebiet zu einer Militärbasis für vom Iran unterstützte Milizen im Ausland zu machen.

Der Syrian Observer behauptete, die Kämpfer seien unter dem Schutz der iranischen Revolutionsgarde, den gesamten Weg vom syrisch-irakischen Grenzübergang Abu Kamal nach Lajat gereist. Israel soll den Grenzübergang, Berichten zufolge, Anfang dieses Monats bombardiert haben. Vielleicht wird dieser Angriff den iranischen Vormarsch aufhalten, aber die Hinweise deuten eher darauf hin, dass Teheran im vergangenen Jahr große Fortschritte gemacht hat. Der Iran ist in die zivile und militärische Infrastruktur in Südwest-Syrien eingedrungen und hat dort eine neue Front gegen Israel aufgebaut.

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Time am 15. Oktober 2019

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1) https://www.mena-watch.com/der-iran-eroeffnet-eine-neue-front-gegen-israel/

Adoption verboten

14. Oktober 2019

Syrische Kriegswaisen

Das „Institut für Islamfragen“ übersetzte einen Artikel von „alarab.co.uk“, der sich mit dem Verbot der Adoption in der Orksphäre befasst (1).

Dieses auf der Scharia beruhende Verbot ist umso ubverständlicher, als dass Klo H. Metzel selbst einen Adoptivsohn namens Said hatte, dessen Ehefrau Zainab er später ehelichte (2).

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Die Adoption – das Gesetz unterstützt
das religiöse Verbot gegen die Menschlichkeit

Im Vergleich zu anderen arabischen Ländern ist das tunesische Gesetz ein Lichtblick in der arabischen Welt, wo die Adoption mit Verweis auf das Schariagesetz verboten ist. Tunesien ist das erste und einzige arabische Land, das die Adoption seit 1958 gesetzlich erlaubt hat.

Die Ministerin für Familien, Frauen und Kinder, Nasiha al-Ubaidi, teilte nun mit, dass ihr Ministerium anstrebe, Adoptionsverfahren zu beschleunigen. Denn etwa 900 Kinder, die außerhalb einer Ehe geboren wurden, warten in Tunesien darauf, adoptiert zu werden.

Die vorhandenen Statistiken zeigen, dass sich die Anträge auf Adoption eines Kindes beim Nationalen Institut für den Schutz von Kindern, das dem Ministerium für soziale Angelegenheiten angehört, jährlich verdoppeln. Im Jahr 2016 erreichten das Nationale Institut über 800 Anträge auf Adoption.

Einigen der Antragsteller kann eine Adoption [allerdings auch] verweigert werden, wenn sie die Bedingungen nicht erfüllen, die vom Gesetz vorgeschrieben sind.

Der Delegierte für den Schutz von Kindern, Mihiar Hamadi, erklärte, die Adoption erfolge nicht automatisch, nachdem ein Antrag dazu beim Institut eingereicht werde. Vielmehr werde der Antrag von einem Komitee geprüft, das sich auch nach der beantragenden Familie erkundige. Er wies drauf hin, dass das Komitee für Adoption und Bürgschaft im Jahr 2014 über 370 Anträge abgelehnt habe.

Das Adoptivkind soll in eine normale Familie integriert werden. Es erhält einen neuen Vornamen und den Familiennamen der Adoptivfamilie in seinen Personaldokumenten vermerkt. Eine Kopie seiner ursprünglichen Geburtsurkunde wird aufbewahrt, falls es später nach seiner leiblichen Familie auf die Suche gehen möchte.

Ein Adoptivkind leidet heute laut Berichten, die alarab.co.uk vorliegen, meist unter massiver Diskriminierung, wenn die Menschen in seiner Umgebung außerhalb seiner Familie von der Tatsache seiner Adoption erfahren. Das ist bedauerlich. Diese Familien hoffen auf baldige Beseitigung dieser Problematik.

So hat etwa Frau Nadja in einem relativ späten Alter geheiratet. Sie bekam kein Kind, was sie sich ihr ganzes Leben gewünscht hatte. Sie weinte häufig, bis sie sich entschied, eine Tochter zu adoptieren. Dann stellt sie einen Antrag darauf und einige Monate später konnte sie ein einjähriges Kind übernehmen. Dieses Kind bedeutete ihr alles im Leben. Sie sagte, dass es für sie kostbarer sei als ein leibliches Kind, denn es sei ihr Kind.

In den übrigen islamischen Gesellschaften ist das so nicht möglich. Und zwar aufgrund des Argumentes ‚Dies sei islamisch verboten (arab. haram)‘. Andererseits ist dort erlaubt (arab. halal), minderjährige Mädchen gegen ein Brautgeld zu heiraten, das ihren Familien in den Flüchtlingscamps zukommt. Es ist bedauerlich, dass unser Verständnis von erlaubt und verboten so absurd ist. Es beruht auf Ansichten, die nichts mit Moral und menschlichen Werten zu tun haben.

2,5 Millionen Waisenkinder im Irak dürfen nicht adoptiert werden

Vor dem Krieg in Syrien zum Beispiel gab es keine Studien über das Schicksal obdachloser, unehelicher verwaister Kinder oder über die Gefahr, die sie [angeblich] für die Gesellschaft darstellen. Wie wird denn die Lage heute, nach 7 Jahren eines blutigen Krieges, aussehen?

Das syrische Gesetz verbietet die Adoption. Die einzige Ausnahme ist das Personengesetz für Katholiken, das Gesetz Nr. 33 aus dem Jahr 2006. Nach dem Bürgschaftsrecht (arab. kafala), das das Schariarecht erlaubt, behält der ‚Ausgesetzte‘, wie es in diesem Gesetz heißt, seinen Namen. Er darf nicht den Familiennamen seiner Adoptivfamilie annehmen. Die gesellschaftliche Ächtung solcher Kinder ist ein wahres Leid, was den Kindern selbst viel Schaden zufügt.

In Ägypten dürfen alle Bürger grundsätzlich nicht adoptieren. Das Allgemeine Personenstandsgesetz für Christen hat das Adoptionsrecht, das im christlichen Personenstandsgesetz erlaubt ist, für verboten erklärt. Dies geschah nach dem Willen des ägyptischen Staates, der die Adoption als islamisch unerlaubt ansieht. Die Entfernung des ‚Adoptionsparagraphen‘ aus dem Personenstandsgesetz für Christen geschah, um der Konfrontation mit dem Staat aus dem Wege zu gehen.

Laut Statistik gibt es im Irak rund 2,5 Millionen Waisenkinder. Jedoch wiesen internationale Statistiken von Ende 2011 darauf hin, dass die Zahl dieser Kinder wohl etwa 5 Millionen beträgt. Das sind etwa 16% der Iraker.

Seit dem Jahr 2003 wird das Problem obdachloser und verwaister Kinder [im Irak] immer größer. Das Ministerium für Menschenrechte veröffentlichte 2011 einen Bericht, nach dem der Irak die meisten Waisenkinder in der arabischen Welt habe. Das irakische Gesetz verbietet [jede Art von] Adoption. Ausnahmen davon gibt es kaum und sie sind sehr komplizierten Verfahren verbunden. …

Die [islamisch erlaubte] Bürgschaft (arab. kafala) bedeutet Vormundschaft für eine bedürftige Person, sei es wegen Armut oder weil die Person Waise ist. Der Bürge (arab. kafil) versorgt denjenigen, für den er bürgt, mit Nahrung, Kleidung und manchmal auch mit Unterkunft. Die Unterkunft ist meistens ein Waisenheim oder spezielle Einrichtungen für Waisenkinder. Die finanzielle Unterstützung kann mit emotionaler Unterstützung verbunden werden. Zum Beispiel wird das Waisenkind auf Ausflügen oder zu Feiern mitgenommen. Meistens allerdings beschränkt sich die Bürgschaft auf eine finanzielle Beziehung zwischen dem Bürger und dem Waisenheim.

Malak betont: „Die Bürgschaft garantiert dem Waisenkind seine materiellen Bedürfnisse. Aber die Adoption gibt ihm eine Familie.“

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Time am 14. Oktober 2019
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1) https://www.islaminstitut.de/2019/arabische-stimmen-gegen-das-islamisch-begruendete-adoptionsverbot/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-2-ahem-sex/

Diese REGIERUNG ist schuld

12. Oktober 2019

Von Chaim Noll brachte die „Achse“ einen sehr lesenswerten Artikel (1).

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Pathologische Toleranz

Am Freitag, dem 4. Oktober versuchte ein Syrer in Berlin, mit gezücktem Messer in eine Synagoge einzudringen. Um keine Zweifel an seiner Absicht zu lassen, rief er sowohl den mittlerweile aus Dutzenden Terror-Attacken bekannten Schlachtruf Allah hu akhbar als auch Fuck Israel – für die deutsche Justiz kein Grund, den Mann in Haft zu nehmen. „Nun ist er auf freiem Fuß, unauffindbar – und gewaltbereit“, schrieb Filipp Piatov in der Bild-Zeitung, der einzigen deutschen Tageszeitung, die noch wagt, den Kern des Problems zu benennen. „Denn was für jeden Bürger mit gesundem Menschenverstand nach einem versuchten antisemitischen Terrorangriff aussieht, ist für Berliner Behörden leider kein Haftgrund.“

Vier Tage später versuchte ein Deutscher, in die glücklicherweise fest verrammelte Synagoge in Halle einzudringen und erschoss, da seine Sprengkörper nicht funktionierten, zwei völlig Unbeteiligte (Deutsche, Time) auf offener Straße. Beide, sowohl der Syrer als auch der Deutsche, hatten sich Tage ausgesucht, an denen in den selten besuchten deutschen Synagogen mit Sicherheit betende Juden, also potentielle Opfer anzutreffen waren: Freitag, 4. Oktober Beginn des Shabat, Mittwoch, 9. Oktober Jom Kipur, der jüdische Versöhnungstag.

Dabei illustriert dieses Doppelereignis, diese prompte Aufeinanderfolge zweier Attacken gegen Juden in Deutschland auf beispielhafte Weise, wie die pathologische Toleranz von deutschen Politikern, Justiz und Medien gegenüber dem muslimischen Judenhass auch jeden anderen Judenhass in Deutschland ermutigt. Was junge Muslime seit Jahren ungestraft tun dürfen, beanspruchen auch junge Neonazis für sich. Dass es deutschen Judenhass gibt und seit Jahrhunderten gab, bestreitet kein historischer kundiger Mensch. Doch seine Wiederbelebung verdankt sich der deutschen Schwäche gegenüber dem Judenhass der ins Land geholten Muslime. Angela Merkel hat die Kohorten der Judenhasser an einem einzigen Tag um mehrere hunderttausend Menschen verstärkt. Wie rücksichtslos das war, wie gefährlich gerade in Deutschland, hat Karl Lagerfeld kurz vor seinem Tod ausgesprochen: „Wir können nicht, selbst wenn Jahrzehnte zwischen den beiden Ereignissen liegen, Millionen Juden töten und Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land holen.“

„Jude“ ist das verächtlichste Schimpfwort auf Schulhöfen

Heute wachsen deutsche Kinder auf Schulhöfen auf, in denen „Jude“das verächtlichste Schimpfwort ist, mit dem ihre muslimischen Mitschüler operieren. Dagegen geht niemand mehr vor, es wird hingenommen, aus Furcht und Gleichgültigkeit, und alle „Dialogreihen“ und Broschüren gegen Antisemitismus werden dieses Muster in jungen deutschen Köpfen nicht mehr korrigieren: dass Juden verächtliche Wesen sind, zu Recht zum Opfer ausersehen, erst als Mobbing-Opfer in deutschen Schulen, dann auf Straßen, Plätzen und Bahnhöfen, in Synagogen, Restaurants und überall im öffentlichen Raum.

„Die Juden sind schuld“, soll der geistig unterbelichtete Attentäter von Halle in seinem Bekenner-Video ausgerufen haben. Und auch dieses Argument war seit Jahrzehnten – über den Umweg Israel – bei deutschen Politikern und Medien in Gebrauch: Juden und Israel schuld am Scheitern des „Weltfriedens“, an den Raketen aus Gaza, an der katastrophalen Korruption und Misswirtschaft der Palästinenser-Führung, sogar an ihrem durch Verschwendung erzeugten Wassermangel, wie ein gleichfalls unterbelichteter deutscher Politiker, Martin Schulz, in aller Dreistigkeit vor Israels Parlament behaupet hat.

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Halle sagte in einem Interview mit einer israelischen Zeitung, aus Sicht der Opfer wäre es gleichgültig, ob der Attentäter ein Nazi, ein Linksradikaler oder ein Muslim sei, Bedeutung hätte nur, ob man endlich etwas gegen den Judenhass tut. Die regierenden deutschen Politiker trifft die volle Verantwortung für das, was derzeit geschieht: die allmähliche Verwandlung Deutschlands in ein für Juden unbewohnbares Land. Und wir teilen diese Verantwortung, wenn wir sie davon kommen lassen, mit billigen Betroffenheits-Bekundungen wie bisher jedes Mal.

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Time am 12. Oktober 2019

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1) https://www.achgut.com/artikel/pathologische_toleranz

Jerusalem – Hauptstadt Israels

11. Oktober 2019

Die Vertreter der Blockparteien überbieten sich in ihren Forderungen, den deutschen Judenhass von rechts zu bekämpfen (der linke und nazislahmische ist für sie in Ordnung).

ARENT von „PI“ macht den Vorschlag der Stunde (1).

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Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen

Ein Zeichen gegen Antisemitismus

Nach den Anschlägen von Paris, Limburg, Berlin und Halle sollte ein Zeichen gegen Terror und Antisemitismus gesetzt werden. Die AfD sollte vorangehen – und die anderen Parteien ein weiteres Mal dazu auffordern, endlich Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Auf diese Weise würden alle im Bundestag vertretenen Parteien gezwungen werden, antisemitische Strömungen zu isolieren. Keiner könnte sich rausreden, keiner könnte sich drücken.

Die Linken wären gezwungen, sich endlich klar von BDS und Hamas zu distanzieren. Angela Merkel müsste erklären, wieso sie bei Rumänien interveniert hatte, damit diese Jerusalem nicht anerkannten. Und die AfD wäre gezwungen, sich klar auf den pro-israelischen Kurs von Trump festzulegen.

In Wirklichkeit hat genau das die AfD bereits mehrfach in der Vergangenheit gefordert. Genauso wie ein Verbot des BDS und ein Ende der Finanzierung der Hamas über die UNRWA.

Die AfD braucht sich nicht zu verstecken – tatsächlich ist praktisch jede Partei im Bundestag weitaus antisemitischer als die AfD. Und jetzt haben sie die Möglichkeit, einmal Farbe zu bekennen.

Sie können, abseits von Wahlkampf, hohlen Phrasen und Gesten mal ein wirkliches Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Ein Zeichen, das Juden und Israelis tatsächlich hilft.

Wenn Deutschland Jerusalem als Hauptstadt anerkennt, wäre Antisemitismus in allen Parteien Deutschlands trockengelegt. In linken und in konservativen. Es wäre schön, wenn es so kommen würde.

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Time am 11. Oktober 2019

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1) http://www.pi-news.net/2019/10/ein-zeichen-gegen-antisemitismus/

Keine Angst vor den Torks

10. Oktober 2019

Bei der „Achse“ unkt Wolfgang Weimer: „Gestern begann die Offensive des NATO-Mitglieds Türkei auf kurdisch kontrollierte Gebiete Syriens. Trumps wilder Rückzug macht Erdogan den Weg frei für seinen historischen Masterplan: Ein Eroberungsfeldzug zur Wiederherstellung des Osmanischen Reiches. Nicht nur die Kurden sind in Gefahr. Auch Europa droht gewaltiges Ungemach.“ (1)

Davon brauchen sich die Europäer nicht beeindrucken lassen. Die Torks sind bisher jedes Mal mit ihren Ambitionen unter verheerenden Verlusten gescheitert. Zur Not werden uns sicher wieder unsere polnischen Brüder und Schwestern raushauen.

Nicht umsonst gibt es die deutsche Redewendung „einen Türken bauen“ für Schrottarbeit und Betrug. Eine Nacht lang haben die Torks 180 militärische Ziele beschossen. Und: Es gibt doch tatsächlich erste Todesopfer. Nach stundenlangem Beschuss mit Artillerie und Luftwaffe ist das aber wirklich keine Erfolgsmeldung.

Wir werden sehen, wie sich die Militärmaschine der Torks als der altbekannte Scheinriese herausstellen wird.

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Time am 10. Oktober 2019

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1) https://www.achgut.com/artikel/erdogan_wird_vor_europa_nicht_halt_machen

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PS: Ich gratuliere Mister Trump für seinen exzellenten Schachzug!

Sieg des Counterjihad: Münster

9. Oktober 2019

Judge Dredd

Das nazislahmische Mille-Görüsch-Magazin „IslamiQ“ berichtet von Gerichtsentscheidungen in Bezug auf die Klagen zweier Hardcore-Orkas (1).

Aus dem Text wird deutlich, dass die Mohammedanistinnen bei ihren Bewerbungen nicht erfolgreich waren. Da sie gleichzeitig darauf bestanden, während der zukünftigen Arbeit die Zeichen ihrer nazislahmischen Ideologie zu präsentieren, schoben sie ihre Abweisung auf DIESEN Umstand. Tatsächlich deutet alles darauf hin, dass DIESER Umstand (nämlich sich als Hardcore-Orka auserwählt und als jemand Besserer zu fühlen als die anderen) dazu geführt hatte, die Ausbildung im reinen Vertrauen auf AllaHundseingesandter zu vernachlässigen und am Ende als wenig attraktiv in der Bewerberschlange zu stehen.

Ihre Rechnung war: Wenn ich behaupte, die Zeichen der nazislahmischen Bewegung zu tragen, kriege ich, was ich will. Pech gehabt, ihr beiden Nazislahmistinnen!

Danke OVG NRW Münster!

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Nordrhein-Westfalen

Urteil: Klage von muslimischen Lehrerinnen abgelehnt

Zwei kopftuchtragende Lehrerinnen, die sich in ihrer beruflichen Karriere benachteiligt sehen, muss das Land Nordrhein-Westfalen keine Entschädigung zahlen. Das hat das Oberverwaltungsgericht NRW in Münster am Montag entschieden und damit die Klage der Frauen aus Köln und dem mittelhessischen Marburg zurückgewiesen.

Die Lehrerinnen hatten argumentiert, dass sie wegen ihrer religiösen Überzeugung bei der Stellenbesetzung in NRW benachteiligt worden seien und klagten auf Entschädigung nach dem seit 2006 geltenden Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Demnach dürfen Arbeitnehmer wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder Weltanschauung nicht benachteiligt werden. Außerdem bezogen sie sich auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgericht aus dem Jahr 2015.

Das BVG hatte das pauschale Kopftuchverbot im NRW-Schulgesetz für verfassungswidrig erklärt. Der Senat ließ keine Revision zu. Dagegen können die Klägerinnen Nichtzulassungsklage am Bundesverwaltungsgericht einlegen.

Die Richter in Münster merkten in ihrer Begründung an, dass nicht anzunehmen sei, dass das Land NRW eine der beiden Klägerinnen nicht wegen des Kopftuches übernommen habe, sondern zum Beispiel wegen der Examensnote. Es sei nicht festzustellen, dass der Dienstherr überhaupt von den religiösen Gründen gewusst habe. In dem anderen Fall ging es um den Zeitpunkt der Verbeamtung der Lehrerin.

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Time am 9. Oktober 2019

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1) http://www.islamiq.de/2019/10/07/urteil-klage-von-muslimischen-lehrerinnen-abgelehnt/

Die Schweinepresse ermittelt

8. Oktober 2019

… in alle Richtungen.
No more GEZ!

Chevrolet von „PI“ schrieb über das Attentat von Limburg (1).

Fred Alan Medforth wusste schon am Montagmittag Bescheid (2), aber unsere MSM interessiert es viel mehr, von wem ein Bäumchen abgeknickt wurde, weil es eine nazislahmisches Bäumchen war (3).

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Es war kurz nach 9 Uhr am Dienstag, als die Bild-Zeitung und das staatliche Fernsehen ZDF unisono melden, dass die Behörden den vermeintlichen LKW-Unfall von Limburg an der Lahn als Terroranschlag einstuften. Schnell machte die Nachricht die Runde im Blätterwald und den elektronischen Medien. Und als dann auch noch herauskam, dass es sich bei dem Fahrer des LKW um einen jungen Syrer handele, dessen Asylantrag nach vier Jahren in Deutschland rechtskräftig abgelehnt wurde und der eigentlich in Deutschland nichts mehr zu suchen hatte, dürften sich wohl die meisten denkenden Bürger gesagt haben: Alles klar, passt zusammen, also war es wieder eins von Merkels Schätzchen. Und die Gutmenschen beteten vermutlich noch verzweifelt „Herr, lass es einen Deutschen gewesen sein.“

Ja und im Ergebnis war es dann doch ein Terrorist (PI-NEWS berichtete), auch wenn die staatlichen Behörden sich plötzlich nur noch schwammig äußern: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Und bei den „Öffentlich-Rechtlichen“, also faktisch staatlich kontrollierten Sendern ARD und ZDF, ruderte man vorsorglich schon einmal zurück. Offen wird nicht mehr von Terror gesprochen, sondern nur noch von Vorfällen oder einer Ramm-Attacke.

Bei den mittäglichen Nachrichten am Dienstag setzte dann die Tagesschau gleich noch eins drauf. An Dreistigkeit kaum zu überbieten ist die Top-Meldung der Informationssendung, wenn wie so oft von den „Flüchtlingen“ über das Mittelmeer gesprochen wird, die natürlich alle „gerettet“ werden sollten. Und dass Horst Seehofer, der wetterwendische Innenminister, immer genau ein Viertel von ihnen aufnehmen will. Dazu gab es im Hintergrund die obligatorische Frau mit Kind im Wasser zu sehen.

Zehn Minuten lang wird das Thema durchgekaut und selbst Millionärstöchterchen Carola Rackete einmal mehr hochgejubelt. Erst danach kommt ein winziger Beitrag über Limburg und die Terroropfer. Na ja, vermutlich war es in den Augen der Verantwortlichen ein Verkehrsunfall oder vielleicht ein LKW-Fahrer, der mit seinem modernen Lastwagen nicht umgehen konnte…

Zwei Stunden später in der ARD das gleiche Bild. Limburg ist ein Rand-Ereignis. Stattdessen kommen Brexit, die „Seenotrettung“ und der Physik-Nobelpreis zuerst vor. Danach dann kurz und knapp der Anschlag von Limburg.

Und das ZDF setzte gleich noch eins drauf: um 16 Uhr geht es um alles Mögliche, nur bis zum Ende der Sendung findet nicht statt, was nicht stattfinden darf in der Bunten Republik.

Und schon diese Stichproben zur Mittagszeit offenbaren einmal mehr die Defizite der staatlichen Sender, die durch Zwangsgebühren der Bürger finanziert werden. Sie sind ein reines Machtinstrument der Regierung, um unbequeme Wahrheiten zu unterdrücken.

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Time am 8. Oktober 2019

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1) http://www.pi-news.net/2019/10/schon-wieder-ard-und-zdf-versagen-klaeglich/
2) https://fredalanmedforth.blogspot.com/2019/10/auto-jihad-in-limburg-tater-soll.html
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2019/10/06/der-staatsschutz-ss-ermittelt/

Der Staatsschutz (SS) ermittelt

6. Oktober 2019

Ein nazislahmisches Zeichen (ein Bäumchen) wurde beschädigt (vielleicht im Suff?) – die höchsten Politiker kriechen zum Halbmond, helfen mit, daraus eine Staatsaffaire zu machen (Wir lesen es in den MSM).

Unsere Elite lehnt christliche Flüchtlinge aus der nazislahmischen Sphäre ab (1).

Sie bezahlen den Fuhrergan, damit er uns mit noch mehr Jihadisten überschwemmt (2).

Diese Leute wollen uns BÖSES!

Sie sind Verräter und Widerchristen!!!

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Time am 6. Oktober 2019

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2019/09/28/moerder-willkommen/
2) https://www.freiewelt.net/nachricht/seehofer-verschenkt-wieder-deutsches-steuergeld-an-erdogan-10079153

Kein Vertrauen zu den MSM

5. Oktober 2019

Die deutschen MSM sind pro-nazislahmisch und klimahysterisch.

Lesen Sie einen Aufsatz von Wolfgang Bok aus der „NZZ“ (1).

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Grün ist die Redaktion – die deutschen Mainstream-Medien
haben aus der Flüchtlingskrise nichts gelernt

Vom öffentlichen Fernsehen über investigative Nachrichtenmagazine bis zu grossen Tageszeitungen gibt es in deutschen Medien einen neuen Mainstream: grün. Bei der Debatte um Klimawandel und Energiewende spielen abweichende Meinungen eine untergeordnete Rolle, wieder einmal obsiegt der Kampf um die richtige Moral.

Wenn «Der Spiegel» je das «Sturmgeschütz der Demokratie» war, wie Rudolf Augstein über das von ihm gegründete Nachrichtenmagazin behauptete, dann ist der Kolumnist Jan Fleischhauer der Kanonier, der die rechte Flanke abdeckt. Viel gelesen und beachtet, aber eben nur konservativer Solitär in einer Redaktion, die seiner Beobachtung nach «Grün-Rot eine stabile Mehrheit [sichert]». Nun hat Fleischhauer kapituliert und ist zu «Focus» gewechselt. Ein Aufstieg ist das nicht. Das Münchner Magazin kämpft vor allem mit Fitnessthemen gegen den Auflagenschwund.

Fleischhauer ist das wohl prominenteste Beispiel, wie es deutschen Journalisten ergeht, die sich wacker dem Mainstream entgegenstellen. Dass mit der AfD eine starke nationalkonservative Partei herangewachsen ist, hat die meisten deutschen Medien nicht bewogen, diesem Stimmungswandel in Deutschland auf den Grund zu gehen. Sondern hat, ganz im Gegenteil, zu einer Wagenburg-Mentalität geführt: «Spätestens seit der Flüchtlingswelle ab 2015 ist es für viele Journalisten wichtiger, die richtige Haltung zu zeigen, anstatt neutral zu informieren», sagt der Berliner Medienwissenschafter Norbert Bolz. ZDF und ARD werben sogar mit dieser Abkehr vom Grundsatz, den der erste Tagesthemen-Moderator Hajo Friedrichs zum journalistischen Credo erhoben hat: «Mache dich mit keiner Sache gemein – auch nicht mit der guten.»

Heute nehmen Friedrichs’ Nachfolger einen Spitzenplatz ein, wenn es um negative Trump-Berichterstattung geht (98 Prozent), wie eine internationale Vergleichsstudie der Universität Harvard von 2017 ergab. Der US-Präsident steht für das Böse schlechthin – in einer Reihe mit «Klimaleugnern» und «Rassisten», die sich der Merkelschen Willkommenskultur widersetzen. So hat die Hamburg Media School nachgewiesen, dass «2015 insgesamt 82 Prozent aller Beiträge zur Flüchtlingsthematik positiv konnotiert waren und zwei Drittel die Probleme der Zuwanderung nicht benannt oder bewusst ignoriert haben». In der Bevölkerung war es genau umgekehrt, was den Vertrauensverlust in deutsche Medien erklärt, wie die Meinungsforscher von Allensbach bereits 2016 ermittelt haben.

Während Interviews mit konservativen Politikern Verhören gleichen, muss das grüne Spitzenpersonal kaum fürchten, dass sein moralischer Rigorismus blossgestellt wird.

In einer kürzlich vorgelegten Studie kommt Journalistikprofessor Michael Haller zur Erkenntnis, dass die Medien aus der Flüchtlingskrise nichts gelernt hätten: Am Beispiel des Uno-Migrationspaktes verdeutlicht die von der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung initiierte Analyse, dass auch bei diesem Konfliktthema den Gegenargumenten kaum Raum gegeben und stattdessen die Position von SPD und Grünen übernommen wurde. Bei der Debatte um Klimawandel und Energiewende spielen abweichende Meinungen ebenfalls eine untergeordnete Rolle. Entsprechend breit ist der Raum, den deutsche Medien grünen Themen geben. Es gibt derzeit kaum eine Talkshow ohne Robert Habeck, Annalena Baerbock und Co.

Während Interviews mit liberalen oder konservativen Politikern inquisitorischen Verhören gleichen, muss das grüne Spitzenpersonal kaum fürchten, dass sein moralischer Rigorismus mit praktischen Einwänden blossgestellt wird. Schliesslich entstammt man oft genug demselben postmaterialistischen, städtischen Milieu und teilt die grünen Ängste. Sorgen der Rechten, etwa wegen «ungesteuerter Zuwanderung» oder «Ausländerkriminalität», werden hingegen als böse Phobien abgetan. Eine Redaktorin des ZDF-Hauptstadtstudios erklärt via Twitter kurzerhand alle zu Nazis, die «nicht Grün wählen».* Selbst in Springers «Welt», die gemeinhin als konservativ gilt, habe eine anonyme Befragung unter den Mitarbeitern eine klare rot-grüne Mehrheit ergeben, verdeutlicht deren heutiger Vorstandschef Mathias Döpfner den wachsenden Hang zum links-grün geneigten Aktivismus. Das war allerdings weit vor dem gegenwärtigen grünen Hype.

Der frühere Chefredaktor Döpfner, der inzwischen auch den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) präsidiert, zitiert den Medienwissenschafter Hans Martin Kepplinger von der Universität Mainz, wonach 36 Prozent der deutschen Journalisten zu den Grünen, 25 Prozent zur SPD, aber nur 11 Prozent zur Union und lediglich 6 Prozent zur FDP tendieren. So gesehen, gilt das zunehmend repressive Klima, das der deutschen Hochschul- und Kulturszene attestiert wird, in gewisser Weise auch für grosse Teile der Medien. Dass die Grünen zur stärksten politischen Kraft aufgestiegen sind, ist auch ihr Verdienst.

Der Preis dafür ist hoch: Die Bereitschaft zur inneren Pluralität geht verloren, die Glaubwürdigkeit sinkt. Die aber ist das Kapital von Zeitungen und Fernsehsendern, die mehr sein wollen als Werbeplattformen. Fast flehentlich klingt daher Jan Fleischhauers Abschiedsappell: «Lassen wir die Feinde der Meinungsfreiheit nicht durchkommen.»

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Time am 5. Oktober 2019

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1) https://www.nzz.ch/meinung/es-gruent-in-den-redaktionen-der-deutschen-mainstream-medien-ld.1488781