Dümmer als Stroh

27. Mai 2015

Khallouk

Eine besonders freche Lüge leistete sich in Aiman Mazyeks „islam.de“ unlängst der Korchide-Gegner Mohammed Khallouk (1). Er behauptete, dass mohammedanistische Gesellschaften keineswegs intolerant gegenüber religiösen Minderheiten seien, sondern dass diese Behauptung vielmehr ein falsches „Vorurteil“ sei.

Seine angesichts der derzeitigen dramatischen blutigen Christen-, Bahai-, Jesiden und Amadijaausrottung durch die Orks völlig unglaubwürdige Behauptung meinte er durch das Beispiel Marokko „beweisen“ zu können, wo er sich ganze sieben (!) Tage aufgehalten hat.

Völlig bescheuert ist folgende Passage:

„Der Besuch des ersten und bislang einzigen jüdischen Museums der Arabischen Welt in Casablanca vermittelte den Besuchern einen Eindruck davon, wie die Juden über Jahrhunderte hinweg in diesem Land mit größter Selbstverständlichkeit und ungehindert durch die vom Islam geprägte Umgebung ihre religiösen Rituale praktiziert haben und sich als Teil der marokkanisch maghrebinischen Gesellschaft verstanden.“

Was als Beweis für die Toleranz des Mohammedanismus insgesamt herhalten soll, entpuppt sich umgehend als Beweis der Gegenthese. Nur ein einziges jüdisches Museum gibt es in den endlosen Weiten der Orksphäre. Und das ruft bei Khallouk nicht einen Funken Schamgefühls hervor? Ungeheuerlich! Hunderttausende Juden sind aus der Orksphäre nach der Gründung Israels vertrieben worden, und in keinem einzigen Land unter der Fuchtel des Klorans gibt es eine nennenswerte jüdische Minderheit mehr, und dieses Lügenork prahlt mit dem einzigen jüdischen Museum…

Khallouk kommt zu einer staatlich gelenkten „christlichen“ Kaderschmiede und schreibt:

„So viel innerchristlicher Pluralismus und ökomenischer Geist stellt selbst im christlich dominierten und vom politischen Pluralismus bestimmten Europa und Amerika eher die Ausnahme dar.“

Klar, ein Staatschristentum unter mohammedanistischer Führung ist für den Ork-Kommissar natürlich kein Problem, da ist die Zusammenfassung verschiedener Agenten unter einem Dach zwecks Kontrolle der Minderheiten „Pluralismus“, wohingegen er der Ausbildung von Imamen an deutschen Universitäten und der Begründung eines „europäischen“ Mohammedanismus wenig abgewinnen kann.

Nach sieben Tagen und mit zwei absurden Beispielen kommt Khallouk zu dem Resümee, dass der Mohammedanismus eine sehr tolerante und religionsfreiheitliche Ideologie ist:

„Wenn Repräsentanten der westlichen Öffentlichkeit über die vermeintliche oder tatsächliche Intoleranz islamischer Gesellschaften gegenüber religiösen Minoritäten sich mokieren, haben sie den Alltag in Marokko offenbar noch nie so hautnah und lebendig erfahren. Der interreligiösen deutschen Dialoggruppe haben die sieben Tage jedenfalls ausgereicht, um ihr bislang vorwiegend medial geprägtes Bild vom ,verschlossenen islamischen Orient’ einstürzen zu lassen und zu erkennen, dass interreligiöser Dialog nicht in erster Linie auf Konferenzen mit ausgewählten Vertretern, sondern im unmittelbaren Gegenübertritt von Menschen verschiedenster Hintergründe und Glaubensvorstellungen besteht. Marokko bot ihnen hierfür ein optimales Anschauungsbeispiel.“

Für wie blöd hält der seine Leserinnen und Leser?

Ich glaube, er ist selbst strohdumm!

Oder eher noch dümmer… :-(

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Intoleranz islamischer Gesellschaften gegenüber
religiösen Minderheiten entpuppt sich als Vorurteil

Interreligiöse Gruppe aus Deutschland, darunter prominente Vertreter des ZMD, lernt marokkanische Weltläufigkeit kennen

Sie sind schon lange im interreligiösen Dialog in Deutschland aktiv. Da galt es zu erfahren, wie das Miteinander verschiedener Religionen und Kulturen anderenorts funktioniert. Eine Reise nach Ägypten hatte man bereits hinter sich. Nun wartete Marokko darauf, als Land in seiner kulturellen und auch religiösen Vielfalt entdeckt zu werden.

Auf Organisation des hessischen ZMD-Vorsitzenden Abdessamad El Yazidi, selbst marokkanischer Abstammung, reiste eine Gruppe aus sechs Muslimen, sechs Christen und drei Juden im April 2015 für sieben Tage in das nordwestafrikanische Königreich. Ihr Ziel bestand darin, marokkanischen Vertretern aller drei Konfessionen, aber auch einfachen Menschen in ihrem Alltag zu begegnen und zu erleben, wie in einer muslimisch dominierten Gesellschaft die beiden anderen abrahamitischen Religionen und nicht zuletzt das jüdisch-christlich geprägte Europa und Deutschland wahrgenommen werden.

Die prominent besetzte Reisegruppe, der u.a. die ZMD-Generalsekretärin Nurhan Soykan, der Vorsitzende des Deutsch-Islamischen Vereinsverbandes Rhein-Main (DIV) Abdelkarim Ahroba und die langjährig im interreligiösen Dialog aktive evangelische Pastorin Ilona Klemens angehörten, besaß in den sieben Tagen die Gelegenheit, in den drei marokkanischen Metropolen Casablanca, Rabat und Fes die bedeutendsten Ausbildungs- und Kultstätten des Judentums, des Christentums und des Islam zu besuchen und zu erleben, welchen Stellenwert die Religion in Marokko besitzt.

Die meisten christlichen und jüdischen Teilnehmer zeigten sich überrascht, mit welcher Offenheit die Einheimischen ihnen gegenübertraten und bereit waren, auf ihre Fragen und Anliegen einzugehen. Beeindruckt war man nicht nur von der Gastfreundschaft und Traditionsverbundenheit, sondern auch von der tiefgründigen Religiosität der Menschen, die in keiner Weise mit Skrupel oder gar Argwohn gegenüber der Moderne und der „anderen“ Kultur und Religion einherging.

Der Besuch des ersten und bislang einzigen jüdischen Museums der Arabischen Welt in Casablanca vermittelte den Besuchern einen Eindruck davon, wie die Juden über Jahrhunderte hinweg in diesem Land mit größter Selbstverständlichkeit und ungehindert durch die vom Islam geprägte Umgebung ihre religiösen Rituale praktiziert haben und sich als Teil der marokkanisch maghrebinischen Gesellschaft verstanden.

Das Museum, aber auch die Besuche der jüdischen Kultstätten in Casablanca und Fes, demonstrierten den deutschen Gästen, dass trotz des Massenexodus in den 1950er Jahren, der quantitativ Muslime in gleichem Maße wie Juden betraf und im Wesentlichen ökonomisch motiviert war, die jüdische Religion immer noch ein fester Bestandteil des Königreichs darstellt. Eine jüdische Teilnehmerin der Reisegruppe drückte ihren größten Respekt für die Emotionalität aus, mit denen die Juden, ebenso wie Muslime und Christen in Marokko ihre religiösen Rituale praktizieren und dabei sogar bei den Besuchern der jeweils anderen Religion ein Gefühl der Besinnlichkeit zu vermitteln in der Lage sind.

Wenngleich das Christentum, anders als das Judentum, Jahrhunderte lang aus dem öffentlichen Erscheinungsbild Marokkos nahezu verschwunden war, hat die Einwanderung aus Europa, aber auch aus Schwarzafrika in den letzten Jahrzehnten auch den christlichen Glauben wieder zu einem sichtbaren Element der marokkanischen Großstadtkultur werden lassen. Nicht nur nimmt die muslimische Mehrheitsgesellschaft keinen spürbaren Anstoß an den religiösen Minderheiten, sondern deren Anliegen erfahren durch staatliche Verantwortungsträger einer islamischen Monarchie in einem Maße Entgegenkommen, wie es die Muslime in den meisten europäischen Staaten entweder gar nicht oder erst nach einem langwierigem öffentlichen Werbungsprozess zugestanden bekommen.

In der marokkanischen Hauptstadt Rabat konnte die Reisegruppe sogar ein staatlich unterstütztes ökomenisches Theologieinstitut, das al Mouwafaqa, erleben, an dem sowohl katholische als auch evangelische und reformierte Christen der unterschiedlichsten ethnisch-kulturellen Hintergründe zu Priestern und Pastoren ausgebildet werden. So viel innerchristlicher Pluralismus und ökomenischer Geist stellt selbst im christlich dominierten und vom politischen Pluralismus bestimmten Europa und Amerika eher die Ausnahme dar, wo gewöhnlich die jeweiligen Ethnien ihre eigenen Kirchen und Gottesdienste besitzen.

Aber auch die höchste islamische Geistlichkeit des Landes empfing die interreligiöse Reisegruppe in einer unerwarteten Offenheit. Im Mohammed VI. Institut für Imamausbildung in Rabat konnten sie über alle Themen – auch jene speziell religiöser Natur mit den Imamen und Ulemas diskutieren, ohne das Gefühl, missioniert oder vereinnahmt zu werden, vermittelt zu bekommen.

Wenn Repräsentanten der westlichen Öffentlichkeit über die vermeintliche oder tatsächliche Intoleranz islamischer Gesellschaften gegenüber religiösen Minoritäten sich mokieren, haben sie den Alltag in Marokko offenbar noch nie so hautnah und lebendig erfahren. Der interreligiösen deutschen Dialoggruppe haben die sieben Tage jedenfalls ausgereicht, um ihr bislang vorwiegend medial geprägtes Bild vom „verschlossenen islamischen Orient“ einstürzen zu lassen und zu erkennen, dass interreligiöser Dialog nicht in erster Linie auf Konferenzen mit ausgewählten Vertretern, sondern im unmittelbaren Gegenübertritt von Menschen verschiedenster Hintergründe und Glaubensvorstellungen besteht. Marokko bot ihnen hierfür ein optimales Anschauungsbeispiel.

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Time am 27. Mai 2015

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1) http://www.islam.de/26431

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PS: Khallouk ist gebürtiger Marokkaner

Erfolg für Obama

26. Mai 2015

Naziran_____

Time am 26. Mai 2015

No Sympathy for the Devil

26. Mai 2015

DeppJones

Alfred Hackensberger schrieb vorgestern für die „Welt“ über eine Ich-Bombe made in Germany (1).

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Erinnerung an einen Jungen auf dem Weg in den Tod

Der IS meldet das Selbstmordattentat eines Deutschen. Als unser Reporter Alfred Hackensberger dessen Foto sieht, erkennt er den jungen Mann. Er traf ihn vor Monaten am Rand des Irrsinns.

Man hat ihn hergerichtet, mit einer Art Baskenmütze auf dem Kopf, an der Stirnseite das Emblem der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Er trägt eine Brille und selbstverständlich einen Bart, wie ihn Islamisten nach dem Vorbild des Propheten für obligatorisch halten. Im Gesicht trägt er ein breites, glückliches Lachen, den Zeigefinger hält er nach oben gerichtet. Das soll bedeuten: Es gibt nur einen Gott im Himmel.

Mit diesem Foto verkündete der IS am 18. Mai den sogenannten Märtyrertod von Abu Mohammed al-Almani im Kurznachrichtendienst Twitter. Der Deutsche hatte sich in einem Lastwagen, beladen mit 1,5 Tonnen Sprengstoff, westlich der irakischen Stadt Baidschi an einem Kontrollpunkt der Armee in die Luft gejagt. “Das führte zu Dutzenden von Toten und Verwundeten, zwei Geländewagen und ein Bulldozer verbrannten.” So bilanzierten die IS-Extremisten stolz den Erfolg ihres Helden.

Reiseroute für Dschihadisten aus aller Welt: der Weg über Sanliurfa nach Syrien, den auch Sven genommen haben dürfte

Vor nicht einmal einem Jahr trug Abu Mohammed noch keinen Bart und war ein schüchterner, ja verängstigt wirkender junger Mann Anfang 20. Er stellte sich mit einem ganz normalen deutschen Vornamen vor, Sven vielleicht. Von einem Bedürfnis nach Heldentum war ihm nichts anzumerken. Nervös rutschte er auf seinem Stuhl im Foyer eines Hotels in Sanliurfa hin und her.

Die Stadt in der Osttürkei ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für radikale Islamisten. Hier treffen Rekruten aus aller Welt ein und werden dann von Kontaktleuten über die nur 52 Kilometer entfernte Grenze nach Syrien in den Bürgerkrieg geschmuggelt. Die Witwe eines der Paris-Attentäter, Hayat Boumeddienne, verbrachte hier einige Tage, bevor sie beim IS Zuflucht fand.

Die türkischen Behörden tun nichts gegen den Strom ausländischer Kämpfer. In öffentlichen Krankenhäusern werden sogar verwundete Dschihadisten behandelt und können danach unbehelligt zurück nach Syrien. Laut Berichten des deutschen Verfassungsschutzes sollen seit 2011 mindestens 650 radikale Islamisten aus Deutschland nach Syrien gegangen sein. Viele von ihnen dürften von Sanliurfa aus über die Grenze geschmuggelt worden sein, so wie der junge Mann, der als Abu Mohammed der Deutsche bekannt werden sollte.

Damals, im Sommer 2014, sitzt Sven im Hotelfoyer und scheint nicht recht zu wissen, wie er die Wartezeit vor seiner großen, letzten Reise totschlagen soll. Die Eingangshalle ist nicht sehr groß, ein bisschen zu eng für die wuchtigen Sofas und Sessel, die Spiegel an den Wänden. Die Polster sind abgewetzt. Aber der Raum ist sauber. “Ich bin schon so oft in der Innenstadt rumgelaufen, irgendwann ist Schluss”, erzählt er. Er stammt aus einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Er mache hier nur Urlaub, behauptet er dann, ohne gefragt worden zu sein. “Freunde haben mir das Flugticket nach Istanbul zum Geburtstag geschenkt.” Mit dem Bus sei er dann die mehr als 1200 Kilometer nach Sanliurfa in den Osten der Türkei gefahren, obwohl er für seinen angeblichen Urlaub nicht mal eine Woche Zeit hat.

Offenbar merkt er, wie unglaubwürdig seine Geschichte klingt. Er fügt hinzu: “Ich kenne hier auch Freunde, die ich besuche.” Er sei nur im Hotel abgestiegen, weil er bei ihnen nicht übernachten könne. “Im Haus gibt es auch Frauen, und dann kann ein fremder Mann nicht über Nacht bleiben”, sagt er und fügt an: “Das ist Islam. ” Es ist ein ganz bestimmter Islam, aber es ist offenbar die eine, einfache Art von Glauben, die er für sich entdeckt hat.

Nachdem er das gesagt hat, wird Sven noch nervöser. Er hat keine Lust mehr auf die Unterhaltung. Seine Bewegungen werden fahrig. Verkrampft hält er eine fast leere Wasserflasche unterm Arm geklemmt. Aber er will auch kein Aufsehen erregen. Vielleicht fürchtet er, dass er sich mit seiner frommen Bemerkung verdächtig gemacht hat. “Ich weiß, ich sehe schlecht aus”, sagt er dann plötzlich. Tatsächlich ist er mehr als blass. “Ich habe mir etwas eingefangen. Die ganze Nacht habe ich nicht geschlafen, ich war nur auf der Toilette.”

Mit seinem löchrigen, schmutzigen T-Shirt und seinen Jeans könnte Sven als Rucksacktourist durchgehen, der mit dem Bus die Türkei kennenlernen will. Nur, er hat einen monströs großen, blauen Koffer dabei, der augenscheinlich bis zum Bersten voll gepackt ist. “Viele Geschenke für die Freunde”, sagt er. So wie es aussieht, wiegt das Gepäckstück mindestens 50 Kilo. Zu viel für Geschenke. Gerade richtig für alles, was ein junger Mann für ein neues Leben braucht. “Morgen geht es nach Istanbul zurück”, sagt Sven und fügt entschuldigend hinzu: “Sorry, ich muss wieder auf mein Zimmer. Mir geht es nicht gut.” Der Schmuggler, der ihn am nächsten Tag über die Grenze brachte, wird ihn angesichts des Gewichts verflucht haben.

Der Portier an der Rezeption schaut Sven nach. “Wir haben ständig junge Männer, die so seltsam sind wie dieser Deutsche”, sagte der untersetzte Mittdreißiger. “Sie sagen, sie machen Urlaub, aber hier gibt es nicht viel zu sehen und auch kein Meer.” Gerade heute hätten wieder zwei junge Männer von den Philippinen eingecheckt. “Die beiden sind ähnlich seltsam. Sie wollen nur eine oder höchstens zwei Nächte bleiben.”

Auch Sven checkt bald wieder aus. Um acht Uhr morgens nach seiner zweiten Nacht holt ihn ein Taxi ab. “Ich habe es ihm bestellt”, sagt der Rezeptionist. “Er ist zum Fernbus gefahren.” Aber Sven will wahrscheinlich nicht nach Istanbul. Der Busbahnhof ist ein beliebter Treffpunkt von Schmugglern. Doch erst, als Monate später sein Foto im Internet auftaucht, wird klar, wie es mit ihm weiterging. Am Busbahnhof werden sie ihn abgeholt und nach Syrien gebracht haben. Dort dürfte er einige Wochen Kampftraining und Religionsunterricht erhalten haben.

In dieser Zeit wird vermutlich auch geklärt, ob er für ein Selbstmordattentat geeignet ist. Es sind oft eher die Schwächlichen, die dafür eingesetzt werden. Nicht die starken, agilen, die auf dem Schlachtfeld zu gebrauchen sind. Damals in der Hotel-Lobby ist Sven noch wie ein Hase zusammengezuckt, als mal mit einem Knall der Strom ausfiel. Ob sie ihm seine Schreckhaftigkeit abtrainiert haben, bevor er in den Tod ging? Auf dem Foto scheint es so. Aber das bedeutet nichts.

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Time am 26. Mai 2015

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1) http://www.welt.de/politik/ausland/article141430562/Erinnerung-an-einen-Jungen-auf-dem-Weg-in-den-Tod.html

So wird das nichts

25. Mai 2015

Palmyra

Der Mohammedanismus in seiner reinsten Form. NTV (1): „Die Extremistenmiliz IS hat im syrischen Palmyra offenbar ein Massaker angerichtet. Nach Darstellung des syrischen Staatsfernsehens töteten die Islamisten seit der Eroberung der antiken Stadt vor wenigen Tagen mehr als 400 Menschen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder.“

Auf „FAZ.NET“ wird von dem Unwillen des amerikanischen Verteidigungsministers Ash Carter berichtet, den dieser gegenüber der irakischen Armee hegt (2).

Nun kann er ja gerne ein bisschen sauer sein, aber das wird den Charakter der irakischen Soldaten nicht ändern. Folgende Zeile des Artikels ist m.E. bezeichnend: „… sagte der Sprecher unter Bezug auf die schwarze Fahne des IS mit dem weißen Schriftzug, der das islamische Glaubensbekenntnis ausdrückt.“

Der IS-IS, den unsere MSM gerne als „Miliz“ verniedlichen, kämpft in der Tat unter der Flagge des mohammedanistischen Glaubensbekenntnisses, er ist die Avantgarde und Elite des Mohammedanismus, und sowohl seine Mitglieder als auch seine mohammedanistischen Gegner wissen das genau.

Carters Fehlsicht besteht darin, dass er einen heterogenen Mohammedanismus bzw. viele verschiedene Mohammedanismen wahrnimmt, wo es sich in Wirklichkeit nur um verschiedene Zustände ein und derselben Angelegenheit handelt. Der Mohammedanismus des IS-IS ist der Mohammedanismus in seiner reinsten Form, das ist der Mohammedanismus von Klo H. Metzel, der sich dann manifestiert, wenn er über unbeschränkte Macht verfügt.

So ungern die Hände den Kopf des Körpers abtrennen, zu dem sie gemeinsam gehören, so ungern kämpft das Fußvolk des Nazislahm gegen seine Vorhut.

Wenn der IS-IS vernichtet werden soll, dann müssen wir das schon selbst in die Hand nehmen.

Aber soll er überhaupt vernichtet werden?

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Verteidigungsminister Carter

Pentagon wirft irakischen Soldaten fehlenden Kampfeswillen vor

Angesichts der jüngsten Erfolge des Islamischen Staates zieht Amerikas Verteidigungsminister Carter über die irakischen Streitkräfte her: „Wir können sie ausbilden, wir können ihnen Ausrüstung geben, aber wir können ihnen keinen Willen zum Kampf geben.“

Der amerikanische Verteidigungsminister Ash Carter reagiert mit heftiger öffentlicher Kritik auf die jüngsten Niederlagen der irakischen Armee gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Beim Kampf um die Stadt Ramadi seien die Iraker der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zahlenmäßig weit überlegen gewesen, dennoch hätten sie sich zurückgezogen, sagte er in einem Interview des TV-Senders CNN. „Die irakischen Truppen haben einfach keinen Willen zum Kampf gezeigt“, sagte er. Dies sei ein Problem. „Wir können sie ausbilden, wir können ihnen Ausrüstung geben, aber wir können ihnen keinen Willen zum Kampf geben.“ Dennoch wollten die Vereinigten Staaten weiter versuchen, die irakischen Truppen auszubilden und auszurüsten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, den IS zu bekämpfen.

Der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi entgegnete darauf, dass Carter wohl „mit falschen Informationen gefüttert“ worden sei. Er kündigte die Rückeroberung von Ramadi „innerhalb von Tagen“ an, berichtete der Sender BBC.

Kommentatoren in Washington bezeichnen die Äußerungen Carters als die bisher härteste öffentliche Kritik an den irakischen Truppen. Zwar kritisieren amerikanische Regierungsvertreter immer wieder den Zustand der irakischen Armee, doch meist hinter vorgehaltener Hand.

Zuletzt eroberte die Terrormiliz einen strategisch wichtigen syrisch-irakischen Grenzübergang. Sie kontrolliert nun weite Teile der Route zwischen Bagdad und Damaskus. Die irakischen Sicherheitskräfte zogen sich von dem Posten al-Walid komplett zurück, wie das irakische Militär am Sonntag in Bagdad erklärte.

„Sie haben die irakische Flagge runtergenommen und ihre eigene gehisst“, sagte der Sprecher unter Bezug auf die schwarze Fahne des IS mit dem weißen Schriftzug, der das islamische Glaubensbekenntnis ausdrückt. Den Übergang al-Tanf auf der syrischen Seite der Grenze hatte die Sunnitenmiliz bereits vor drei Tagen erobert, nachdem sie zuvor die antike Wüstenstadt Palmyra und andere Gebiete der Provinz Homs unter ihre Kontrolle gebracht hatte.

Die vollständige Kontrolle über die irakisch-syrische Grenze an dieser Stelle ist von enormer strategischer Bedeutung. In Friedenszeiten war al-Walid/al-Tanf der Grenzübergang für Reisende auf der direkten Strecke zwischen Bagdad und Damaskus. Nun kann der IS über diese Strecke beliebig Soldaten und Waffen zwischen der westirakischen Provinz Anbar und der syrischen Provinz Homs verschieben.

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Time am 25. Mai 2015

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1) http://www.n-tv.de/politik/IS-Massaker-in-Palmyra-article15164161.html
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/pentagon-kritisiert-kampfeswillen-der-irakischen-soldaten-13610532.html

Im Interview: Tarik Ramadan

24. Mai 2015

Rammeltag

Sieht nicht nur hinterlistig und verschlagen aus
sondern ist es auch: Tarik Rammeltag

Tariq Chaudhry und Adnan Tahir haben das mohammedanistische Mastermind Tarik Rammeltag interviewt (1). Ganz offensichtlich ist sein Thema nicht der Erhalt der offenen Gesellschaft sondern die Verbreitung des Mohammedanismus, und er macht unmissverständlich klar, dass über AllaHundseingesandter nicht gespottet werden darf.

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Prof. Tariq Ramadan:
„Wir dürfen Hohn und Spott nicht verharmlosen“

Das interkonfessionelle Zusammenleben gehört zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Vor allem in der westlichen Welt kommt es scheinbar von Zeit zu Zeit zu einer Kollision unter den verschiedenen Weltanschauungen. Im Zentrum der Debatte steht der Islam. DAS MILIEU sprach mit dem renommierten schweizer Islamwissenschaftler und Publizisten ägyptischer Herkunft über den Ist-Zustand.

DAS MILIEU: Sie sind in der Schweiz geboren. Das Land gilt als äußerst konservativ und islamfeindlich. Wie war ihre Jugend dort?

Prof. Tariq Ramadan: Als erstes möchte ich anmerken, dass man vorsichtig mit Verallgemeinerungen sein sollte. Aussagen wie: „die Schweiz ist konservativ“, „Frankreich ist rassistisch“ oder „Deutschland ist problematisch“ sind nicht zielführend. Unser Bild von anderen Gesellschaften sollte differenzierter sein. Ich bin in Genf geboren und aufgewachsen, einer kosmopolitischen Stadt, in der Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen leben. Ab und an habe ich rassistische Erfahrungen gemacht, aber nicht als Anhänger des Islam, sondern als Araber. Diese Erfahrungen waren nicht gravierender als die, die spanische oder italienische Migranten durchstehen mussten. Ich habe in der Schweiz großartige Menschen kennengelernt, doch es gibt dort auch rechtsextremistische Parteien, die islamophobe Thesen verbreiten und deren Nährboden ständig wächst. In der Schweiz ist die muslimische Community relativ klein. Viele der Muslime, die zu meiner Zeit in die Schweiz einwanderten, stammten aus dem Nahen Osten oder der Türkei. Sie ließen sich vornehmlich im deutschsprachigen Teil des Landes nieder. In meinem Umfeld spielte der Islam damals keine besonders große Rolle. Heute ist er jedoch ein ständiges Gesprächsthema. Das Wissen um ihn ist allerdings so gering wie früher. Da muss viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.

DAS MILIEU: Sie sind Professor an der Oxford University. Sicherlich haben Sie in dieser Funktion häufig mit Islamkritikern zu tun. Wie überzeugen Sie diese von der Friedfertigkeit des Islam? Und wie gehen sie dabei mit der Tatsache um, dass in der islamischen Welt Gewaltakte mit Verweis auf den Islam gerechtfertigt werden?

Prof. Ramadan: Wir müssen als Muslime anerkennen, dass es mehrere Interpretationen der wichtigsten Quellen des Islam gibt. Die Leistung des Mainstream-Islam lag stets darin, dass er zwischen den verschiedenen Deutungen vermittelt hat. In der heutigen Zeit gibt es extreme und gewalttätige Ansichten, die zwar zum Kreis des Islam gehören, die aber Grundprinzipien des Islam widersprechen. Daher müssen wir eine Diskussion in zwei Richtungen führen. Auf der religiösen Ebene muss klargestellt werden, dass es Teil des Konsens des Islam ist, dass man keine unschuldigen Zivilisten töten darf. Dafür gibt es in den Schriften klare Belege. Muslime haben aber nichtdestotrotz das Recht sich gegen gewaltsame Besatzer zu Wehr zu setzen. Das ist ein Recht, das auch von der internationalen Gemeinschaft anerkannt wird. Auf der politischen Ebene muss erklärt werden, dass die Menschen in islamischen Ländern nicht grundsätzlich gewalttätig sind. Es gibt Umstände, die sie zur Gewalt bringen und die dazu beitragen, dass sie ihre Religion instrumentalisieren. Es gäbe wahrscheinlich weniger Gewalt, wenn man mehr Freiheit und Demokratie hätte. Sich einfach die Missstände in der islamischen Welt anzuschauen und zu behaupten, dass der Islam daran schuld sei, geht nicht. Die Missstände können verschiedene Gründe haben: ein begrenztes Verständnis der Urtexte, ein oberflächliches Wissen um den politischen Kontext oder ein ausgeprägtes Frustrationslevel der Bevölkerung ausgehend von staatlich auferlegten Repressionen.

DAS MILIEU: Sind Muslime in Europa angesichts der Auseinandersetzung mit ISIS zu passiv? Sollten sie auf die Straße gehen und gegen den Terror protestieren?

Prof. Ramadan: Das ist etwas, das ich wiederholt zur Sprache gebracht habe. Wir müssen die kritischen Themen diskutieren ohne dabei ständig eine defensive oder apologetische Rolle einzunehmen. Muslime sollten klarstellen was der Islam ist und gleichzeitig Gegenfragen stellen. Es gilt Fehlverhalten zu verurteilen und die Debatte um politische Kontexte zu erweitern. Klar ist, dass wir uns jederzeit zu Wort melden müssen, wenn jemand im Namen des Islam etwas Falsches tut. Eine schweigende Masse ist äußerst problematisch und das reine Abstempeln einer Tat als nicht-islamisch reicht nicht aus. Wir müssen den Problemen begegnen und sie in einen übergeordneten Zusammenhang setzen.

DAS MILIEU: Zahlreiche Studien belegen, dass in Europa und speziell in Deutschland, eine zunehmende Islamophobie festzustellen ist. In der Politik formiert sich Widerstand gegen muslimische Gruppen. Wir erleben islamkritische Strömungen auf der intellektuellen Ebene und aus der Mitte der Gesellschaft. Was bereitet Ihnen mehr Sorgen?

Prof. Ramadan: Ich habe mich bereits vor etwa 20 Jahren warnend in Richtung der gut ausgebildeten Muslime gewandt und auf die Schwierigkeiten bei der Integration in die hiesige Gesellschaft hingewiesen. Zurzeit erleben wir in den westlichen Staaten eine paradoxe Entwicklung, die etwas mit den zunehmenden gesellschaftlichen Erfolgen der Muslime zu tun hat. Um das zu verstehen, muss man sehr früh ansetzen. Als türkische Einwanderer nach Deutschland kamen oder asiatische Einwanderer nach Großbritannien, wurden diese zunächst geografisch von der übrigen Gesellschaft isoliert. Die erste Generation war in ihrem sozialen und intellektuellen Ghetto sich selbst überlassen. Nun haben die nachfolgenden Generationen der Einwanderer in den urbanen Gebieten Nordeuropas Anschluss an die Gesellschaft gefunden. Sie sind in allen erdenklichen Berufen zu finden. Diese integrative Leistung macht die Migranten sichtbar für die restliche Gesellschaft und diese erhöhte Sichtbarkeit wirft Fragen auf, wie: „Wer sind diese Menschen und warum verändern sie ,unsere‘ Gesellschaft?“ Als Antwort darauf folgt meist der Vorwurf, dass „die“ sich nicht integrieren wollen. Tatsache ist jedoch, dass Migranten durch ihre erhöhte Sichtbarkeit im öffentlichen Leben genau das Gegenteil beweisen. Wir sind integriert. Es gibt einen Bevölkerungsteil der deutsch und muslimisch ist. Islamophobie muss als Folge der Integration der Muslime verstanden werden. Viele Menschen in Europa fühlen sich in ihrer eigenen Gesellschaft nicht mehr heimisch. Auch die Muslime fühlen sich in Folge zunehmender Anfeindungen in Europa nicht mehr hundertprozentig heimisch. Dies führt auf beiden Seiten zu einer Identitätskrise. Islamophobie ist mittlerweile eine Realität. Wir Muslime sollten nicht denken, dass diese Form des Rassismus temporär oder irrelevant ist. Wenn ich sehe und höre, was im Westen über den Islam verbreitet wird, macht mir das Angst.

DAS MILIEU: Lassen Sie uns über Satire sprechen: Es gibt viele Situationen, in denen islamische Werte mit europäischen Werten kollidieren. Muslime fühlen sich einer Welle von Provokationen ausgesetzt. Sollten sie etwas gelassener reagieren?

Prof. Ramadan: An diesem Punkt muss ich Ihnen entschieden widersprechen. Anstatt zu sagen, dass es unterschiedliche Werte gibt, würde ich eher sagen, dass wir uns auf einen Standard für die Auseinandersetzung miteinander einigen sollten. Der Islam hat kein Problem mit Meinungsfreiheit und Religionskritik. Es geht im Karikaturenstreit aber nicht um Religionskritik, sondern um den respektlosen Umgang mit Dingen, die heilig sind. Es gibt Akteure, die mit Humor provozieren und anschließend behaupten, dass dies eine Form des kritischen Umgangs mit Religion sei. Diese Praxis war bis vor wenigen Jahren auch in Europa und Amerika nicht geläufig. Wenn Sie etwas genauer in die Gesellschaft horchen, werden sie bemerken, dass nur wenige Menschen die Herabsetzung von Religion durch Hohn und Spott befürwortet. Wir sollten als Muslime in dieser Hinsicht sehr deutlich zum Ausdruck bringen, dass jeder alles sagen darf. Als Teil der Gesellschaft sollten wir uns aber auch Gedanken darüber machen in welcher Form dieses Recht in Anspruch genommen wird. Eine weise Art des Umgangs mit anderen Menschen orientiert sich stets am Anstand. Es braucht keine „Blasphemie-Gesetze“, sondern einen besseren Umgang. Wir Muslime sollten uns an dieser Debatte beteiligen.

DAS MILIEU: Glauben Sie, dass die Gesellschaft in der Kritik gegenüber verschiedenen Religionen Unterschiede macht?

Prof. Ramadan: Lassen Sie mich das so beantworten: Es ist wichtig, dass Muslime, wann immer etwas Heiliges, wie z.B. die Propheten der jeweiligen Religionen, verunglimpft wird darauf hinweisen, dass dies trotz Meinungsfreiheit nicht respektvoll ist. Wir müssen unser Missfallen zum Ausdruck bringen und uns im Namen des Anstands klar gegen jede Form der Verharmlosung von Hohn und Spott einsetzen.

DAS MILIEU: Einige meiner muslimischen Freunde haben behauptet, dass es sich bei dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ um eine große Verschwörung der CIA und der französischen Behörden gehandelt hat. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Prof. Ramadan: Wir müssen uns eingestehen, dass es Muslime gibt, die bereit sind Terrorakte zu unterstützen. Allerdings haben wir auch die moralische Verpflichtung uns unsere Meinung an Hand von Fakten zu bilden. Wenn die offizielle Version des Tathergangs nicht schlüssig erscheint, muss man Fragen stellen und nicht Behauptungen aufstellen. Als es im Jahr 2001 den Anschlag in New York gab, bin ich eine Woche später in die USA geflogen, um als Teil eines unabhängigen Gremiums die Lage zu analysieren. Ich habe bestimmte Aussagen von US-amerikanischen Offiziellen in Frage gestellt. Ebenso habe ich auch bei den Attacken in Paris nachgehakt. Die französischen Behörden versuchten mich als Verschwörungstheoretiker zu brandmarken. Ich habe erwidert, dass man ziemlich „beschränkt“ sein muss, wenn man die Arbeit der französischen Behörden nicht in Frage stellt. Wie kann es sein, dass man die Attentäter überwacht hat, aber nicht ihre Frauen? Wie kann es sein, dass diese Frauen 500 Anrufe tätigten, ohne dass der Geheimdienst davon erfuhr? Und das sind längst nicht die einzigen Ungereimtheiten. Es ist berechtigt Fragen zu stellen. Man muss sich seine Meinung auf Basis von Fakten bilden und nachhaken, wenn keine Fakten verfügbar sind. Paranoiden Verschwörungstheorien nachzugehen und sie als Fakten hinzustellen bringt uns nicht weiter.

DAS MILIEU: Würden Sie dem Vorwurf zustimmen, dass die westliche Welt den Toten ihrer Gemeinschaft eine stärkere Bedeutung beimisst, als den Toten der nicht-westlichen Welt?

Prof. Ramadan: Ich weiß, was Sie damit meinen. Diese Frage ist Teil unserer Debatte um das Prinzip der Gleichheit. Wenn wir davon hören, dass die Toten in Frankreich stärker betrauert werden als 2000 Tote in Nigeria, erhärtet dies den Vorwurf, dass Tote der westlichen Gemeinschaft scheinbar wichtiger sind. Das sind doppelte Standards. Es ist die Verantwortung von Muslimen dieses Problem zu thematisieren.

DAS MILIEU: Sie sprechen wiederholt von der Verantwortung der islamischen Gemeinschaft. Was können Muslime in Anbetracht der Übermacht der Massenmedien tun?

Prof. Ramadan: Uns stehen nicht nur die Massenmedien zur Verfügung. Es gibt eine Fülle von alternativen Möglichkeiten, wie das Schreiben, Sprechen und Diskutieren auf der persönlichen Ebene. Neben der Konsistenz der eigenen Arbeit spielt die Aussöhnung zwischen den Kulturen eine wichtige Rolle. Dieses Ziel habe ich schon vor langer Zeit formuliert. Wissen Sie was das Problem in Europa ist? Es ist mangelnde Beständigkeit der eigenen Werte. Die Worte, die gesprochen werden, sind sehr schön, aber die politische Handlungsweise, die daran anknüpft, ist äußerst schmutzig. Von mir wird erwartet, dass ich mich gegenüber Muslimen kritisch äußere. Ich tue das im Licht der islamischen Lehren. Wenn ein Politiker wie George W. Bush behauptet, dass die Muslime die westliche Zivilisation missachten, entgegnete ich ihm jedoch, dass die Muslime kein Problem mit den Werten des Westens haben, sondern mit dessen politischen Handlungsweisen.

DAS MILIEU: Vielen Dank für das Gespräch, Prof. Ramadan!

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Time am 24. Mai 2015

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1) http://www.dasmili.eu/art/prof-tariq-ramadan-wir-duerfen-hohn-und-spott-nicht-verharmlosen/#.VV7y7EY3TGu

Dry Country

23. Mai 2015

Mars

Staubtrocken: der Mars

„Dry Country“ sangen die „B 52’s“ (1), aber sie hatten damit weder den Mars noch die zentralen Staaten der Orksphäre im Sinn.

Denen wird bald das Trinkwasser ausgehen, und daher ist die Invasion Europas für die Orks eine absolut notwendige Überlebensstrategie (2).

Dies wird immer mehr Mohammedanisten klar, und in diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen eine Predigt des Bruders der stellvertretenden Vorsitzenden der Schariapartei Deutschlands (SPD) und Bundesministerin Aydan Özoguz vorlegen.

Die Rede ist von Dr. „Schreck“ Yavuz Özoguz, und sein schwafelndes Spiralisieren, das wie üblich in christlich-sozialistischem Gewand daherkommt und doch nur der Lobhudelei des perversen Obereierkochers Klomenie und der naziranischen Mulladiktatur dienen soll, verdient keine Beachtung mit Ausnahme eben jeder Passagen, in denen es um Wasser geht (3).

Obacht: Dr. Schreck schreibt „draußen“ korrekt mit „ß“.

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(…)

Obige Sünden betreffen viele von uns, und jeder beginne bei sich selbst. Es ist dabei von großer Bedeutung einen Blick in das Leben von wirklichen Heiligkeiten zu werfen, die in unserer Zeit leben oder gelebt haben, um zu verstehen, wo die Selbsterziehung beginnt! Am Beispiel Imam Chomeinis und seinen Umgang mit Wasser kann die Thematik sehr leicht vertieft werden. Wenn Imam Chomeini – Gott heilige seine Seele – sich ein Glas Wasser eingeschenkt hat, dann hat er es entweder ausgetrunken oder den Rest aufbewahrt. Das bedeutet: Falls er es nicht ausgetrunken hat (weil er nur begrenzt Durst hatte), dann hat er einen Deckel auf das Glas getan und den Rest ein anderes Mal ausgetrunken. Genau so sparsam war er bei seinen rituellen Waschungen. Er brauchte dafür immer nur ein Minimum an Wasser. Nie ging er verschwenderisch damit um.

Das Beispiel erscheint absurd angesichts des Wasserverbrauchs eines Deutschen, der durchschnittlich ca. 120 Liter Wasser am Tag verbraucht. Was machen da schon 0,1 Liter oder noch weniger aus? Aber die Selbsterziehung beginnt bei jedem Cent, bei jedem Liter Trinkwasser, bei jedem Tropfen Dankbarkeit! Spürt der Trinkende die Dankbarkeit bei jedem Schluck? Mag sein, dass auf seiner Toilette jede Spülung 5-10 Liter Wasser verbraucht. Mag auch sein, dass seine Möglichkeiten keine Wassereinsparung in diesem Bereich bei Einhaltung der Hygiene ermöglicht, weil er die finanziellen Mittel nicht hat. Aber die 0,1 Liter Wasser, die er nicht getrunken hat, kann er problemlos einsparen. Das kann jeder! Und es ist nicht eine Frage der Menge, sondern eine Frage der Selbsterziehung! Natürlich sieht er, wie bei einer Tagung, bei einem Treffen usw. Dutzende Liter nicht getrunkener Getränke weggekippt werden müssen; allein schon aus hygienischen Gründen. Aber das alles darf keine Ausrede für ihn sein, seine 0,1 Liter, die er im Glas nicht ausgetrunken hat, wegzukippen. Es geht um die Bewusstseinsbildung, um die Heiligkeit im eigenen Herzen. Auch eine sachliche Überlegung kann helfen, die Selbsterziehung zu verfeinern. Nehmen wir einmal an, dass jeder Erdenmensch pro Tag 0,1 Liter unnötig wegkippen würde (in vielen Regionen der Welt werden die Menschen das bestimmt nicht tun!), dann würden bei 8 Milliarden Menschen pro Tag 800 Millionen Liter Wasser vergeudet werden. Das entspricht fast dem Wasserverbrauch von ganz Deutschland, und Deutschland gehört zu den Ländern, die sehr viel Wasser verbrauchen. Wollten wir eine Gerechtigkeit bezüglich Wasserverbrauchs auf Erden anstreben, dann müssten wir z.B. berücksichtigen, dass der durchschnittliche Inder nur 25 Liter pro Tag zur Verfügung hat. Ein sich wirklich selbst erziehender Mensch geht anders mit Wasser um. Und Wasser steht stellvertretend für so viele Lebensbereiche!

Die Selbsterziehung kann weiter fortgesetzt werden im Bereich der Lebensmittelkonsums. Hier geht es nicht nur darum, dass die Speise halal ist; das wird ohnehin vorausgesetzt. Es geht auch hier um Verschwendung und Maßlosigkeit. Wie kann es sein, dass man ein Essen, nur weil es ein zweites Mal aufgewärmt wird, nicht mehr mag? Soll es weggeschmissen werden? Wie kann es sein, dass man bei Veranstaltungen die angebotene Speise verschmäht und dann „draußen“ Pommes kauft? Was ist das für eine Einstellung? Warum sollte man einen Reis, weil er ein einziges Mal im ganzen Jahr einen Hauch von Angebranntheit erahnen lässt, nicht essen, was durch extremen Stress an jenem Tag der sonst hervorragenden Köchin entstanden ist? Was ist mit uns los, dass wir solche Gedanken überhaupt zulassen?

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Time am 23. Mai 2015

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1) https://www.youtube.com/watch?v=Ql6DrygFg20
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/05/21/die-juden-hatten-die-losung/
3) http://www.muslim-markt-forum.de/t958f2-Weltverbesserung-beginnt-bei-Basics.html#msg2864

Das weiche Wasser bricht den Stein

22. Mai 2015

Tropfbewässerung

Gestern habe ich Ihnen einen Artikel von Dr. Daniel Pipes zum Thema Trinkwassermangel im Nahen Osten vorgelegt (1).

Als rühmliche Ausnahme und Ausweg aus dem Dilemma erschien Israel, das aufgrund verschiedener Erfindungen und Methoden keine Probleme mit dem Wasserhaushalt hat.

Eine der Erfindungen ist die Tropfbewässerung (2), über die David Shamah von der „Israel Times“ berichtete. Ich bringe hier die Übersetzung von der Plattform „Audiatur“ (3).

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Israels Pionier der Tropfbewässerung
ernährt fast 1 Milliarde Menschen

Während sich seine Firma auf die Einführung des weltweit grössten Projekts in Indien vorbereitet, sagte Rafi Muhadar, einer der Fackelzünder des diesjährigen Unabhängigkeitstages, dass der Kampf gegen den Hunger noch lange nicht vorbei ist.

Da die Weltbevölkerung wächst, fragen sich die Regierungen weltweit, wie die zusätzlichen Milliarden Menschen ernährt werden sollen. Nach Meinung des israelischen Entwicklers Rafi Mehudar befindet sich die Antwort direkt unter den Füssen – in der Technologie der Tropfbewässerung, die er für das Unternehmen für Wassertechnologie „Netafim“ perfektionierte.

Die Netafim Bewässerungs- und Befeuchtungstechnologie, die man auf Bauernhöfen in der ganzen Welt findet, hilft bereits bei der Versorgung vieler Hundert Millionen Menschen und, so Mehudar, „es ist die einzige Technologie, die nachweislich zu einer signifikanten Erhöhung des Nahrungsmittelangebots führte. Wir retten bereits große Teile der Menschheit vor dem Verhungern, und das ist erst der Anfang”.

Über 40 Jahre nachdem Netafim die Rechte am Druckregler erwarb, seiner ersten Tropfbewässerungserfindung, wurde Mehudar kürzlich für seine Leistungen mit einer der größten Ehren ausgezeichnet, die vom Staat Israel verliehen werden – dem zeremoniellen Zünden einer der zwölf Fackeln, die am Vorabend des Unabhängigkeitstages diesen einleiten. In der Regel werden die Fackeln von Personen angezündet, die einen wesentlichen Beitrag für Israel leisteten. Dieses Jahr lag der Fokus auf „bahnbrechende Innovationen“ in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Kultur.

Israel ist ein kleines Land, aber das Unternehmen Netafim, mit dem Mehudar seit 1972 zusammenarbeitet, ist auf globaler Ebene tätig. „Netafim hat über 150 Milliarden Tropfbewässerungsgeräte verkauft, die den Wasserverbrauch um bis zu 90% reduzieren, so dass es den Landwirten erlaubt ist, weniger Wasser zu verbrauchen und ihre Ressourcen effizienter zu nutzen“, erzählte Mehudar der „Times of Israel“ in einem Interview.

Die meisten der von Netafim gegenwärtig verkauften Tropfbewässerungssysteme sind in Rohre eingebettet – ein Festkörper-System, das nach Angaben der Firma für die Landwirte einfacher in der Installation und im Umgang ist, und „wenn die Rohre, die wir jährlich verkaufen nacheinander verlegt werden, würden sie die Welt 100 Mal umspannen“, sagte Mehudar. „Wir retten pro Jahr Milliarden Liter Wasser im mehrstelligen Bereich für die Welt. Als ich begann, mit Netafim zu arbeiten, hatte das Unternehmen drei Mitarbeiter; heute sind es mehr als 4.000 in 150 Ländern, und wir tragen dazu bei, fast eine Milliarde Menschen zu ernähren“.

Die meisten Israelis haben von Netafim gehört, aber viele sind sich nicht wirklich bewusst, welchen Einfluss das Unternehmen auf die weltweite Landwirtschaft hat, und viele Landwirte, die die Tropfbewässerung nutzen, wissen nicht viel über das Unternehmen, das sie versorgt. Nach Meinung indischer Akademiker sehen zahlreiche Studien in der Tropfbewässerung ein zentrales Werkzeug, „um einen signifikanten Einfluss auf das Sparen der Ressourcen, den Anbaukosten, den Ernteertrag und die Rentabilität der Farm zu nehmen“ – in Indien und andernorts. Als weltweit größtem Tropfbewässerungstechnik-Hersteller gebührt Netafim der wesentliche Teil des Verdienstes an diesen Ergebnissen.

Neben Tropfbewässerungssystemen bietet Netafim eine Vielzahl landwirtschaftlicher Maschinen und EDV-Sensorik, die Temperatur, Feuchtigkeit, den Nährstoffgehalt im Boden, Wasserbedarf einer Pflanze und andere wichtige Informationen deuten können. Die Systeme werden durch eine Software kontrolliert, die über einen Server läuft und drahtlos mit Sensoren im Gebiet kommuniziert. Die Software gibt die spezifischen Anweisungen an jeden Teil des Systems aus, z.B. wie viel Wasser zu welcher optimalen Zeit verteilt werden soll. Mehudar selbst hat über 50 Produkte für das Unternehmen entwickelt und hält mehr als 400 weltweite Patente für seine Technologie.

Während auf dem globalen Markt die Produkte des Unternehmens verkauft werden, haben diese gerade in den Entwicklungsländern den größten Einfluss. Netafim-Produkte sind in unzähligen Projekten in Afrika und Asien verwendet worden; allein in Indien, so Mehudar, hat das Unternehmen mehr als 250.000 Kunden, hauptsächlich Kleinbauern, die sich mit ihrem Farmland nur mühsam durchschlagen, und es ist gut, dass sie nicht zu viel Geld für teures Wasser ausgeben müssen,

Das Unternehmen hat kürzlich über seine indische Tochtergesellschaft, ein Tropf-Bewässerungsprojekt im Bagalkot-Bezirk im Norden des südindischen Bundesstaates Karnataka, eingeweiht. Nach der Fertigstellung wird das mit eingebundene Ramthal (Marol) Mikro-Bewässerungsprojekt ca. 30.000 Hektar umfassen, 22 Dörfer erreichen und zum Vorteil der rund 6.700 Bauern sein. Damit entsteht das weltweit größte einzelne Tropfbewässerungs-Projekt.

Auch 42 Jahre nachdem er das vom israelischen Wasseringenieur Simcha Blass übernommene Originalsystem als zeitgemäßes Modell weiterentwickelte, befindet sich die Technologie der Tropfbewässerung noch in den Kinderschuhen, sagte Mehudar. „Nur 5% der Bauern in der ganzen Welt nutzen es – die meisten von ihnen verlassen sich bis heute auf traditionelle Flutbewässerung“, bei der Wasser die Felder überschwemmt. Es funktioniert in Gebieten, in denen es eine Menge Wasser oder Regen gibt – aber nicht in den vielen Randgebieten der Dritten Welt und erst recht nicht, wenn Dürrephasen einfallen.

„Letztendlich werden die Bauern auf der ganzen Welt die Vorteile erkennen“, sagte Mehudar. „Auf der Welt wird es bald doppelt so viele Menschen geben, die man ernähren muss, und von all den heiß diskutierten Technologien da draußen – einschließlich der genetischen Veränderung – ist die Tropfbewässerungstechnologie die einzige Technologie, die nachweislich die verfügbare Flächengröße für den Anbau erweitert – einschließlich der halbtrockenen Flächen, die wir für die Nahrungsherstellung brauchen, um diese Menschen zu ernähren. Mag sein, dass Netafim Jahrzehnte alt ist, aber es ist nur der Anfang unserer Technologie.“

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Time am 22. Mai 2015

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/05/21/die-juden-hatten-die-losung/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Tropfbewässerung
3) http://www.audiatur-online.ch/2015/05/12/israels-pionier-der-tropfbewaesserung-ernaehrt-fast-1-milliarde-menschen/

Die Juden hätten die Lösung

21. Mai 2015

Tröpfchen

Tröpfchen-Bewässerungstechnik der israelischen Firma Netafim,
die in mehr als 100 Ländern arbeitet.

In der MoT ist seit vielen Jahren die Rede davon, dass die Orks an Wassermangel zugrunde gehen könnten.

Der counterjihadische Grande Daniel Pipes hat sich nunmehr in lesenswerter Weise dem Thema angenommen (1).

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Dem Nahen Osten geht das Wasser aus

Der ranghohe iranische Politiker Issa Kalantari warnte vor kurzem, dass Fehler der Vergangenheit die Wasservorräte des Irans so unzureichend gemacht hat, dass bis zu 70 Prozent oder 55 Millionen der 78 Millionen Iraner gezwungen sein werden ihre Heimat zu verlassen und in unbekannte Gebiete zu ziehen.

Viele Fakten untermauern Kalantaris apokalyptische Prognose: Seit 1996 hat der einst in der Dichtkunst gepriesene Urmia-See, der größte See des Nahen Ostens, 95 Prozent seines Wassers verloren und sank von 31 Milliarden auf 1,5 Milliarden Kubikmeter ab. Was die Seine für Paris ist, war der Zayandeh Rud für Isfahan – außer das Letzterer 2010 vollkommen austrocknete. Mehr als zwei Drittel der iranischen Städte stehen „am Rande einer Wasser-Krise“, die Knappheit an Trinkwasser zur Folge haben könnte; bereits heute sind Tausende Dörfer von Wasser-Tanklastern abhängig. Nie da gewesene Staubstürme stören die wirtschaftlichen Aktivitäten und schädigen die Gesundheit.

Die Iraner sind auch nicht die einzigen, die in Gefahr sind; viele weitere im ausgedörrten Nahen Osten könnten ebenfalls in ungewolltes, karges, verzweifeltes Exil gezwungen werden. Mit einer einzigartigen, großartigen Ausnahme geht einem Großteil des Nahen Ostens das Wasser aus; Grund sind Krankheiten wie Bevölkerungswachstum, kurzsichtige Diktatoren, verzerrte wirtschaftliche Anreize und Infrastruktur zerstörende Kriege. Ein paar Einzelheiten:

Ägypten: Ein steigender Meeresspiegel droht nicht nur die Küstenstädte des Landes (einschließlich Alexandrias mit einer Bevölkerung von 4 Millionen) zu überschwemmen, sondern auch die Grundwasserschicht des Nildeltas zu kontaminieren, der eines der größten Grundwasserreservoire der Welt ist. Die äthiopische Regierung wachte endlich dem Wasser-Problem des Blauen Nil gegenüber auf, der in ihrem Land entspringt; sie baut massive Dämme, die den Fluss seines Ägypten (und den Sudan) erreichenden Wassers erheblich reduzieren dürften.

Gasa: Es wird ein „hydrologischer Albtraum“ genannt, dass eindringendes Seewasser und die Leckage von Abwasser 95 Prozent des Küsten-Grundwasserträgers für menschlichen Konsum unbrauchbar gemacht hat.

Jemen: Öl-Gelder erlauben es den Jemeniten mehr als je zuvor im Kauen von Qat zu schwelgen, einem Blatt, dessen Büsche weit mehr Wasser aufsaugen als die von ihnen abgelösten Speisepflanzen. In vielen Berggebieten gibt es „weniger als einen Liter Trinkwasser pro Tag“ berichtet Wasserspezialist Gerhard Lichtenthaeler. Experte Ilan Wulfsohn schreibt, dass Sana’a „die erste Hauptstadt der Welt werden könnte, der das Wasser ausgeht“.

Syrien: Die syrische Regierung verschwendete von 1988 bis 2000 $15 Milliarden auf fehlgeschlagene Bewässerungsprojekte. Zwischen 2002 und 2008 trockneten fast alle der 420.000 illegalen Brunnen aus, die Gesamt-Wasserressourcen fielen um die Hälfte, ebenso die Getreideproduktion, was 250.000 Bauern veranlasste ihr Land aufzugeben. Bis 2009 hatten die Wasser-Probleme mehr als 800.000 Arbeitsplätze gekostet. Die New York Times berichtete, dass bis 2010 im Hinterland von Raqqa, heute die Hauptstadt des Islamischen Staats, „antike Bewässerungssysteme zusammengebrochen sind, Grundwasserquellen ausgetrocknet sind und Hunderte Dörfer aufgegeben wurden, weil Agrarland sich in rissige Wüste verwandelte und grasende Tiere wegsterben“.

Irak: Experten sagen voraus, dass die Wasser des Euphrat sich bald halbieren werden (zu den Folgen, kann man Offenbarung 16,12 lesen). Bereits 2011 wurde der Mossul-Damm, der größte Stausee des Irak, wegen unzureichenden Wasserflusses stillgelegt. Seewasser aus dem Persischen Golf hat den Schatt al-Arab steigen lassen; das sich daraus ergebende salzige Wasser hat Fischzuchten, Viehbestand und Ernten vernichtet. Im Nordirak hat Wasserknappheit zur Aufgabe von Dörfern geführt, von denen inzwischen einige unter Sand begraben sind, zudem zu einer 95-prozentigen Abnahme des Anbaus von Gerste und Weizen. Von 33 Millionen Dattelpalmen sind noch 9 Millionen vorhanden. Saddam Hussein trocknete die Sümpfe des südlichen Irak aus, womit er auf einen Schlag eine ganze Wildtier-Ökologie zerstörte und die Sumpf-Araber ihres Lebensunterhalts beraubte.

Der Persische Golf: Riesige Entsalzungs-Anstrengungen haben ironischerweise den Salzgehalt des Meerwassers des Golfs von 32.000 auf 47.000 Teilchen pro Million steigen lassen, was Meeresflora- und Fauna gefährdet.

Das nicht weit entfernte Pakistan könnte bis 2022 ein „Land ohne Wasser“ sein.

ISRAEL bietet in dieser regionalen Leidensgeschichte die einzige Ausnahme. Auch der jüdische Staat litt noch in den 1990-er Jahren unter Wasserknappheit; doch heute schwimmt das Land dank einer Kombination aus Einsparung, Recycling, innovativen Landwirtschaftstechniken und High-Tech-Entsalzung in H2O (Israels Wasserbehörde: „Wir haben alles Wasser, das wir brauchen“). Ich finde es besonders bemerkenswert, dass Israel etwa 17 Liter Wasser für einen US-Cent entsalzen kann; und dass es etwa fünfmal so viel Wasser recycelt wie das auf dem zweiten Platz liegende Spanien.

Mit anderen Worten: Die von Trockenheit angetriebenen, drohenden Bevölkerungsumbrüche – das vielleicht allerschlimmste der vielen tiefgreifenden Probleme der Region – kann mit Gehirnschmalz und politischer Reife gelöst werden. Verzweifelte Nachbarn sollten darüber nachdenken ihren sinnlosen Kriegszustand mit der wassertechnischen Supermacht der Welt zu beenden und stattdessen von ihr zu lernen.

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Time am 21. Mai 2015

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1) http://de.danielpipes.org/15836/naher-osten-wasser

Toller Tausch

20. Mai 2015

Emigration

Heim in’s gelobte Land.

Eigentlich selbstverständlich…

Für die betroffenen Länder jedoch wird sich der jüdische Brain-Drain als ein schwerer Verlust erweisen, so wie seinerzeit für Deutschland – durch die Verbrechen der Nazis.

Die Klugen und Konstruktiven werden verdrängt, ihre Plätze nehmen die Degenerierten, Egoisten und Destruktiven ein.

It’s just jihad!

It’ just islam!

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Time am 20. Mai 2015

Wir sind GERNE respektlos!

19. Mai 2015

Sklavenjäger

Der „beste Mensch aller Zeiten“ bei
seiner Lieblingsbeschäftigung

Ein deutscher Polizist soll beim Umgang mit Ork-Pennern vergessen haben, seine Samthandschuhe anzulegen. Darauf steht nach Scharia die Elimination. „islam.de“ (1): „… forderte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek den Präsidenten der Bundespolizei, Dieter Romann, auf, hart durchzugreifen. (… ) Wir erleben in letzter Zeit eine erschreckende Zunahme von Angriffen auf Muslime, die von Verachtung und tiefer Respektlosigkeit wegen ihres Glaubens gekennzeichnet ist.“

Ja, ja, JAAAAAAA!

Wir sind zutiefst respektlos gegenüber einer Religion, die die Vergewaltigung von Mädchen rechtfertigt, für die Sklaverei eine normale Gesellschaftsform ist, die Frauen grundsätzlich deklassiert und erniedrigt, die darauf besteht, dass tierische Nahrung unter entsetzlichen Qualen der Opfer gewonnen werden muss, dass kleine Jungen und Mädchen verstümmelt werden müssen, dass die Gesellschaft vom Kreißsaal bis zum Friedhof segregiert werden soll.

Wir sind respektlos gegenüber einer Religion, die ein Kastensystem und die Herrschaft eines Führers (Kalifen) fordert.

Wir sind respektlos gegenüber einer Religion, die einen sexgeilen, habgierigen, kleinkarierten Sklavenjäger und Brutalo als „besten Menschen aller Zeiten“ hinstellt.

Wir sind keine Mörder und Diebe und Räuber und Zuhälter, und daher sind wir respektlos gegenüber einer mörderischen Zuhälterreligion!

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Time am 19. Mai 2015

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1) http://www.islam.de/26423


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