Hadithe 4: Da wiehert das Ork

Zunächst ein Quiz! Von wem stammen folgende Regeln?

1. Sich der Bohnen zu enthalten.
2. Nicht aufzuheben, was zu Boden gefallen.
3. Keinen weißen Hahn anzurühren.
4. Brot nicht zu brechen.
5. Über kein Querholz zu treten.
6. Das Feuer nicht mit Eisen zu schüren.
7. Nicht von einem ganzen Laib zu essen.
8. Keinen Kranz zu zerreißen.
9. Nicht auf einem Viertelmaße zu sitzen.
10. Nicht das Herz zu essen.
11. Nicht auf Landstraßen zu gehen.
12. Keine Schwalben unter seinem Dache zu dulden.
13. Die Spur des Topfes nicht in der Asche zu lassen, wenn er herausgenommen wird, sondern die Asche durcheinanderzurühren.
14. Sieh nicht neben einem Lichte in einen Spiegel.
15. Wenn du dich aus dem Bettzeug erhebst, rolle dieses zusammen und glätte den Eindruck deines Körpers aus.

Nein, sie sind NICHT von Klo H. Metzel, es sind die Ordensregeln des Pythagoras (gest. 510 v. Chr.), den manche Historiker zu den Pionieren der beginnenden griechischen Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaft zählen. Primitive, archaisch-schamanistische Tabus, aber sie standen am Beginn der grandiosen Wissensgeschichte des Westens, (während wir den Nullen die „Null“ verdanken sollen, die diese aber gar nicht selbst erfunden sondern lediglich – wie alles andere – geklaut haben, und zwar den Indern).

Aber das folgende Rätsel, das stammt von Klo (III/3, S.47): „Es gibt einen Baum, dessen Blätter nicht abfallen und der wie der Muslim ist! Sagt mir: Welcher Baum ist das?“ Keiner seiner Gefährten konnte dieses schwere Rätsel lösen, dabei gibt es in Arabien eigentlich nur einen EINZIGEN Baum. Klo selbst mußte die Lösung sagen: „Es ist die Dattelpalme.“

Ja, der alte Klo, mit dem konnte man Spaß haben, der hatte Humor, sogar ZWEI diesbezügliche Begebenheiten sind überliefert. In XIX/11, S.234 wird berichtet, dass ein Mann während des Ramadan mit seiner Frau Verkehr hatte (das Gebet braucht übrigens nicht wiederholt werden, wenn es in einem spermabefleckten Gewand verrichtet wird, V/25, S.71). Er hatte jedoch keinen Sklaven, den er als Sühne freilassen konnte, noch war er in der Lage, zwei Monate hintereinander zu fasten (mohamm. Fasten = Tagfasten). Deshalb schenkte Klo ihm einen Korb mit Datteln, damit er sie als „Sühne“ an die Armen weiterverschenke. Der Mann: „Bei Gott, in Medina gibt es keine Familie, die ärmer ist als meine!“ Da LACHTE Klo, „dass seine Eckzähne zu sehen waren, und sagte: „Dann gib die Datteln deiner Familie!“

Als Klo erzählte, im Paradies habe ein Araber zum Mißfallen Allas Ackerbau betreiben wollen, und ein Beduine daraufhin meinte, das sei aber bestimmt kein Beduine gewesen, da diese keinen Ackerbau betrieben, „… lachte der Prophet“ (XXI/10, S.259). Aischa berichtet jedoch in XXXVI/24, S. 436: „Niemals sah ich (Klo, T.) so lachen, dass das Gaumenzäpfchen zu sehen war. Er lächelte immer.“

Folgender Scherz aber ging sogar dem humorvollen Sektenchef zu weit (IV/25, S.71):

„Eines Tages verrichtete (Klo, T.) sein Gebet bei der Kaaba. In unmittelbarer Nähe saßen Abu Gahl und seine Kumpane. Einer dieser Leute sagte: „Wer von euch traut es sich zu, die Nachgeburt der Kamelin des Soundso zu holen und auf den Rücken Muhammads zu legen, während er sich im Gebet niederwirft?“ Der Niederträchtigste dieser Leute entfernte sich und brachte wenig später das genannte Organ. Er wartete bis (Klo, T.) sich im Gebet niederwarf und legte es ihm auf den Rücken zwischen die Schulterblätter. Ich war Augenzeuge dieser Missetat, hatte aber nicht die Möglichkeit, einzuschreiten. Wenn doch noch ein paar andere Leute dagewesen wären! Abu Gahl und seine Kumpane brachen in schallendes Gelächter aus und warfen sich dumme Bemerkungen zu. (Klo, T.) verharrte in seiner Lage und erhob sich nicht, bis Fatima kam und die Nachgeburt von seinem Rücken nahm. Darauf hob er seinen Kopf und rief dreimal: „0 Gott, bestrafe diese Quraisch.“ Dadurch, daß er Gott gegen Abu Gahl und seine Kumpane anrief, brachte er sie in eine bedrohliche Lage, denn sie waren davon überzeugt, dass Anrufungen in Mekka von Gott erhört werden (der Erzähler des Hadith, Abdulla Ibn Masud, offenbar nicht, T.). Darauf rief (Klo, T.): „0 Gott, bestrafe Abu Gahl, … (es folgen 5 dieser unmöglichen Namen, T.)“ Er nannte auch den Namen des siebten Mannes, aber ich habe ihn vergessen. Bei dem, in dessen Hand ich mich befinde! Ich habe Leichen der Missetäter, die (Klo, T.) genannt hat, gesehen, niedergestreckt am Brunnen von Badr!“

Time am 20. Mai 2008

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