Mohammedanismus und Sklaverei

Der Mohammedanismus setzt Sklaverei als selbstverständliche Einrichtung voraus. Sein „Prophet“ war ein Sklavenjäger und Sklavenhändler. In „Warum wir uns nicht auf moderate Moslems verlassen können“ schrieb Fjordman über einen Scheich, der uns als „moderater Moslem“ verkauft wird (1): „Dieser führende Geistliche Saudiarabiens, Scheich Saleh Al-Fawzan, war Mitglied des Hohen Rates von Geistlichen, Saudiarabiens oberster religiöser Instanz. Er ist auch Autor religiöser Bücher, anhand derer 5 Millionen saudische Schüler sowohl innerhalb des Landes als auch in saudischen Schulen im Ausland – inklusive der in Washington, D.C. – unterrichtet werden. ‚Sklaverei ist Teil des Islam‘ sagte er auf einem Tonband und fügte hinzu: ‚Sklaverei ist Teil des Jihad und der Jihad wird Bestand haben solange es den Islam gibt.'“

David Horowitz (2): „In fact Africa’s internal slave trade, which did not involve the United States or any European power, not only extended over the entire 500 years mentioned by Robinson, but also preceded it by nearly 1,000 years. In the period between 650 and 1600, before any Western involvement, somewhere between 3 million and 10 million Africans were bought by Muslim slavers for use in Saharan societies and in the trade in the Indian Ocean and Red Sea. By contrast, the enslavement of blacks in the United States lasted 89 years, from 1776 until 1865. The combined slave trade to the British colonies in North America and later to the United States accounted for less than 3 percent of the global trade in African slaves. The total number of slaves imported to North America was 800,000, less than the slave trade to the island of Cuba alone. If the internal African slave trade-which began in the seventh century and persists to this day in the Sudan, Mauritania and other sub-Saharan states-is taken into account, the responsibility of American traders shrinks to a fraction of 1 percent of the slavery problem.”

Den 10 – 14 Millionen Sklaven, die vom Westen nach Amerika gebracht wurden, stehen ca. 17 Millionen, die in mohammedanistischen Ländern landeten, gegenüber (die Quellen differieren stark). Dazu entführten die Orks ca. 1,5 Millionen Europäer und vermutlich 16 Millionen Hindus. Sklavenjäger und -Händler waren ausnahmslos Afrikaner selbst oder aber Mohammedanisten.

Zora Neale Hurston (3): “The white people held my people in slavery here in America. They bought us, it is true, and exploited us. But the inescapable fact that stuck in my craw was [that] my people had sold me. … My own people had exterminated whole nations and tore families apart for profit before the strangers got their chance at a cut.“

Pro Sklave muß von 5 damit verbundenen Toten (Jagd und Flucht, Familie ohne Ernährer usw.) ausgegangen werden. Die Schlachtbilanz der Orks beläuft sich in Bezug auf den afrikanischen Sklavenhandel (4) wohl auf ca. 120 Mill. Tote, auf 80 Mill. tote Hindus, 60 Mill. tote Christen, 10 Mill. tote Buddhisten, mithin auf rund 270 Mill. Tote gesamt. (5)

Im Mittleren Osten werden derzeit 20.000 bis 40.000 Kinder als Sklaven speziell zu dem Zweck gehalten, den extrem gefährlichen „Job“ des Jockeys bei den äußerst beliebten Kamelrennen auszuführen (6). Die Todesrate ist enorm. Flaig:  „Eigentliche Sklaverei existiert in Mauretanien, in Jemen und im Sudan.“ (7)

Diese vielen Tötungen sind für die Orks nicht etwa eine Schande oder ein Fehler, nein, sie sind heilig, das ist ihre Art von „Gottes“-dienst.

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Time am 30. Januar 2008

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(1) Fjordman: http://www.scribd.com/doc/16168695/Fjordman-Warum-wir-uns-nicht-auf-moderate-Moslems-verlassen-konnen
(2+3) http://frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID={C777061C-FCA7-494F-90EE-24FBD34777F1} zit. nach J. Lubinskas
(4) Ergänzung 261209, unbedingt lesenswertes Interview mit Egon Flaig zum Thema Sklaverei unter: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31712/1.html . Flaig sagt u.a., dass die Todesrate Richtung mohammedanistischer Staaten aufgrund der Wüstenquerung nochmal doppelt so hoch war.
(5) http://www.derprophet.info/anhaenge/anhang25.htm
(Dort finden Sie die ausgezeichnete Übersetzung eines Artikels von Jamie Glazow, der Bill Warner für das FrontPageMagazine interviewt.)
(6) http://www.islam-watch.org/SujitDas/WorseThanDeath.htm
(7) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31712/1.html (s.4)

sowie:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei
http://www.scaruffi.com/politics/slavetra.html
http://www.fordham.edu/halsall/med/lewis1.html
http://africanhistory.about.com/library/weekly/aa040201a.htm
http://www.newenglishreview.org/custpage.cfm?frm=5794&sec_id=5794
http://www.pi-news.net/2009/08/ein-sklavistisches-system-die-islamische-welt/

Exzellenter Artikel über den europäischen Sklavenhandel der Mohammedanisten:
http://www.australianislamistmonitor.org/index.php?option=com_content&view=article&id=3235:-islams-european-slave-trade-by-muslim-turks-eg-ottoman-and-tartars-part-g-in-islams-genocidal-slavery&catid=170&Itemid=67

Egon Flaig: Falsche Gedächtnispolitik unterdrückt historische Wahrheit:

https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/04/08/stiff-upper-lip/

Christliche Sklaven

Christliche Sklaven 1 – Schweigen bis heute

Kewil, 3.05.2009

Muslimisches Piratentum wie heute in Somalia ist so neu nicht. Wird von Sklaverei geredet, denkt jeder sofort an die bösen Südstaaten der USA. Dies ist das Ergebnis einer länger dauernden, politkorrekten Gehirnwaschung, denn schließlich wurden die ersten transatlantischen Transporte aus Afrika in die spanischen und portugiesischen Kolonien in Mittel- und Südamerika organisiert. Aber selbst wer das noch weiß, hat keine Ahnung, daß zur selben Zeit massenweise Christen aus Europa von muslimischen Piraten im Mittelmeer und darüber hinaus gefangen und als Sklaven in islamische Länder verschleppt wurden.

Das obige Buch von Robert C. Davis beziffert die Zahl der in die beiden Amerikas verschifften Sklaven auf 10 bis 12 Millionen Menschen, die zwischen 1530 und 1780 von moslemischen Korsaren im Mittelmeer gekidnappten Christen auf über eine Million. Übrigens haben in dieser Zeit auch Christen Muslime versklavt, aber diese Zahlen sind viel geringer. Die Sklaverei in Amerika war definitiv kommerziell, die Versklavung von Christen hatte dagegen auch eine Dschihad-Komponente!

Typischerweise überfielen die muslimischen Piraten Schiffe, aber sie trieben Sklaven auch an Land zusammen und machten jahrhundertelang die Küsten der Mittelmeerländer unsicher. Die Gefangenen wurden in die Berberei, also nach Nordafrika verschleppt, speziell nach Tripolis, Tunis und an der Spitze Algier. Das Los der Sklaven war höchst unterschiedlich. Wo immer es irgendwie ging, zum Beispiel bei gefangenen reichen Kaufleuten, wurde möglichst hohes Lösegeld erpresst, und sie konnten vielleicht schon nach einem Jahr freikommen. Gesuchte Handwerksberufe, wie zum Beispiel ein versklavter Schiffbauer, hatten dagegen fast keine Chance, jemals freizukommen. Arme, für die niemand zahlte, natürlich auch nicht. Frauen landeten üblicherweise im Harem. Mit am schlimmsten traf es die Sklaven, die als Ruderer auf die Galeeren kamen. Sie waren oft jahrelang ununterbrochen mit Ketten an die Ruderbank gefesselt, immer mit nacktem Oberkörper im Freien, sommers und winters im Mittelmeer, und oft täglich ausgepeitscht. Das bereits 2003 erschienene obige Buch beschreibt die Lebensumstände der Sklaven und die Bemühungen zu ihrer Rettung umfänglich, ist aber leider immer noch nicht übersetzt und wird es wahrschinlich nie. Interessiert doch unsere  geschichtsvergessenen Dhimmis nicht!

Nun könnte einer sagen, die transatlantische Sklaverei war doch viel umfangreicher, sie ist zu Recht bekannter. Dies stimmt aber insgesamt nicht, denn die über eine Million versklavter Christen im Buch bezieht sich mehr oder minder nur auf zweieinhalb Jahrhunderte rund um das Mittelmeer. In Wirklichkeit wurden die nach Amerika verschifften Sklaven meist ebenfalls von muslimischen Arabern gefangen und verkauft. Ein Teil davon landete gleich in Arabien oder bei den Türken in Konstantinopel. Der Islam ist ohne Zweifel die größte Sklavenhalter-Gesellschaft bis auf den heutigen Tag, wie hier bereits ausgeführt! Auch die Sklaverei im modernen Afrika ist weitgehend islamisch! Typischerweise erscheinen aber die christlichen Sklaven in der rotlackierten Wikipedia gar nicht! Über eine Million versklavte Europäer einfach nicht existent! Auch die Rolle des dominierenden sklaventreibenden Islams wird in Wiki direkt unverschämt minimalisiert, marginalisiert und relativiert. Stattdessen erfahren wir die umwerfende, weltbewegende Information, daß die germanischen Waräger – wer ist das – Sklavenhandel trieben. Dem Islam dagegen werden in diesem Zusammenhang nicht einmal fünf Sätze gewidmet. Ein Skandal ersten Ranges!

Christliche Sklaven 2 – Historiker versagen!

Was die Versklavung der Christen in der Zeit zwischen 1500 und 1800 angeht, versagt die Wissenschaft ziemlich. Davis (Christian Slaves, Muslim Masters) nennt, sehr vornehm und zurückhaltend, Gründe gleich im Vorwort. Ich sage es deutlicher! Es ist die politische Korrektheit der Weißen, die auf Schwäbisch gesagt nur noch zum Kotzen ist! Was die Sklaverei in den Südstaaten der USA angeht, sie kann über mangelnde Aufmerksamkeit und fehlenden Output der Historiker nicht klagen. Immer mehr brutalisierte man von der beschaulichen Hütte Onkel Toms Richtung Ausbeutung, Rassismus, Menschenrechte, Genozid, Kolonialismus und wie die Schlagworte alle heißen. Je schlimmer desto besser! Entschuldigungen wurden gefordert und pflichtschuldigst und im Büßerhemd abgegeben, besonders in britischen Handels- und Hafenstädten wie beispielsweise Liverpool. Wo das hinzielt, ist sonnenklar. Der weiße Mann soll für die Taten seiner Urahnen blechen bis ins 250. Glied! Sonderzahlungen wurden gefordert, die Entwicklungshilfe in die korrupten Regime Schwarzafrikas darf nicht gestoppt und muß erhöht werden! Der am Holocaust abgeguckte Schuldkult wird auch anderweitig erfolgreich am Brutzeln gehalten!

Was nun die von muslimischen Piraten gewerbsmäßig ausgebeuteten christlichen Sklaven im Mittelmeer angeht, ist haarscharf ein Gegenkurs unserer politkorrekten Historiker zu beobachten. Je mehr die Zeit vergeht, in desto milderem Lichte wird diese Sklaverei von der Wissenschaft geschildert. Das geht laut Davis soweit, daß die christlichen Sklaven qua heutiger PC-Historie als Kolonialisten und Imperialisten ihrem gerechten Schicksal zugeführt wurden und es nichts zu beklagen gibt, denn der Aufenthalt im Bagno zu Algier als damaliger Christenhund war so etwas wie ein Urlaub im heutigen Club Med! Das muslimische Seeräubergesindel dagegen bestand natürlich aus Freiheitskämpfern, was sonst, die berechtigterweise ihr El Andalus wiederhaben wollten!

Und nun kamen hier im Blog im Laufe des Tages auch ein paar gutgläubige Dhimmis angeschlichen und wollten mich darauf hinweisen, daß Wiki sehr wohl die christlichen Sklaven und die islamischen Sklaventreiber nicht vergesse! Entschuldigung! Für mich gehören aber über 1 Million Opfer in den Hauptartikel Sklaverei und nicht in die fünfte Unterabteilung! Und was haben die Waräger zum Teufel im Hauptartikel verloren? Die sind doch eine Quantité négligeable! Die kann man doch vergessen, ihr naiven Wiki-Gläubigen! Schaun mer doch mal rein! Was les’ ich da (wohlgemerkt immer im Zentraltext):

Südlich der Alpen – etwa in den italienischen Seerepubliken… … wurden Sklaven jedoch weiterhin in großem Umfang gehandelt.

Das ist geradezu eine unverschämte Umkehrung der Geschehnisse! Die Überfälle der Türken und Berber auf das italienische Festland und die Inseln waren teilweise so verheerend, daß die Küsten gar nicht mehr richtig besiedelt werden konnten und sich die Fischer ins Landesinnere zurückziehen mußten! Italien, das einen Cristoforo Colombo, einen Amerigo Vespucci und andere berühmte Seeleute hervorgebracht hatte, war als Seefahrernation erledigt. Gerade die italienischen Seerepubliken wie Amalfi, aber auch größere wie Venedig, litten unter der mohammedanischen Seeräuberpest mehr als alle anderen Anrainer des Mare nostrum, und dann kommt eine solche Wikipfeife daher und redet von Sklavenmärkten dort, während Tunis, Tripolis, Algier und der Sultan mit keiner Silbe erwähnt werden! Und der größte Sklaventreiber, der Islam, kommt in der Übersicht gar nicht richtig vor! Könnt ihr zwischen den Zeilen lesen? Mit Verstand? Ich zweifle!

Um zu den Historikern zurückzukommen: Während Bücher publiziert werden, ob Adolf eineiig oder dreieiig war, ob Eva Braun an Dachau schuld ist oder Geli Raubal oder Blondi, mir ist kein deutsches Standardwerk zur damaligen Versklavung der Christen bekannt. Davis zitiert kein einziges deutsches Buch, schreibt aber, es gebe auch in deutschen Archiven überreichlich Materialien dazu! Die Muslime wissen haarscharf genau, wann Mehmet Fatih die Hagia Sophia betreten hat und wann der letzte Moro von den Katholischen Königen aus Spanien vertrieben wurde. Wenn es jedoch nach unseren unproduktiven, heimatlosen, neudeutschen und EU-geborenen Geschichtswissenschaftlern mit null Eiern in der Hose geht, dann kommt die Rückgabe der Mezquita von Córdoba an Bin Ladin mit guten Erfolgsaussichten bald vor den Europäischen Gerichtshof!

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170210: Der senegalesische Anthropologe Tidiane N’Diaye beschreibt in „Der verschleierte Völkermord“ die Versklavung der Schwarzafrikaner durch muslimische Eroberer, beginnend im 7. Jahrhundert. Der Autor schätzt die Zahl der Toten des arabischen Sklavenhandels auf mindestens 17 Millionen.
http://www.perlentaucher.de/artikel/6008.html

Sehr lesenswert über die „theologischen“ Grundlagen mohammedanistischer Sklaverei:
http://www.derprophet.info/inhalt/sklaven-im-islam.htm

250210: Die Weltwoche über Flaigs Werk:
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2010-08/artikel-2010-08-weltgeschichte-der-sklaverei.html

Gudrun Eussner: http://www.eussner.net/artikel_2008-03-09_17-59-36.html

061111: http://islam-watch.org/index.php?option=com_content&view=article&id=809:islamic-slavery-part-1&catid=65:khan&Itemid=58

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101010, Kewil

Egon Flaig über die Enstehung des Hautfarbenrassismus aus der arabischen Sklaverei

Egon Flaig: Die ersten Hautfarbe-Rassisten waren Araber

Essays und Bücher von Egon Flaig zu lesen, ist jedes Mal ein Genuß. Bahnbrechend sind zum Beispiel diese zwei Artikel über den Dschihad. Im Augustheft des MERKUR hat er sich nun mit der Frage beschäftigt, wie die Hautfarbe zum Rassismus fand. Überlegungen zur kulturellen Genese eines Untermenschentums. Mit Rassismus beschreibt man klassischerweise eine Ideologie, welche Menschen anderer Rasse, oft solche mit dunkler oder anderer Hautfarbe als minderwertig ansieht. (Verblödete Linke halten inzwischen auch den Islam für eine Rasse. Ein “Islamophober” ist ein “Rassist”!)

Egon Flaig schreibt, daß historisch gesehen erst einmal alle Sklavenhalter-Gesellschaften Rassisten in dem Sinne waren, als Herr und Sklave auf einer total unterschiedlichen Rangstufe standen. Insofern waren die alten Griechen und Römer Rassisten. In beiden Gesellschaften spielte die Hautfarbe aber keine Rolle, Sklaven waren Menschen mit den unterschiedlichsten Hautfarben, sehr oft auch blonde Germanen zum Beispiel. Für die Griechen war das Sklaventum eine Frage des Schicksals, Pech gehabt sozusagen! Auch für die alten Ägypter war die Hautfarbe kein Kriterium! Reden wir als nicht mehr lange um den Brei herum, die ersten, welche andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe verachteten, waren die Araber. Sie sind die Pioniere des “Hautfarbenrassismus”.

… Zunächst bei den arabischen Geographen. Ein Anonymus aus dem Irak (um 902) führt die Entstehung von defizienten »Rassen« auf das Klima zurück; in der kalten Klimazone erleide der Fötus schon im Mutterleib schwere Schäden und werde zu einem defizienten Menschen; in der heißen Klimazone hingegen würden die Kinder im Mutterleib zu lange »gekocht«, »so dass das Kind zwischen schwarz und dunkel gerät, zwischen übelriechend und stinkend, kraushaarig, mit unebenmäßigen Gliedern, mangelhaftem Verstand und verkommenen Leidenschaften, wie etwa die Zanj, die Äthiopier und andere Schwarze, die ihnen ähneln.«

Eine persische Abhandlung (982) behauptet: »Was die Länder des Südens angeht, so sind alle ihre Einwohner schwarz … Es sind Leute, die dem Maßstab des Menschseins nicht genügen.« Desgleichen notiert der Geograph Maqdisi im 10. Jahrhundert über Schwarzafrikaner: »Es gibt bei ihnen keine Ehen; das Kind kennt seinen Vater nicht; und sie essen Menschen … Was die Zanj angeht, so sind es Menschen von schwarzer Farbe, flachen Nasen … und geringem Verstand oder Intelligenz. « Bernard Lewis hat darauf hingewiesen, dass wir es hier zumeist nicht mit einem dichotomischen Rassismus (schwarz-weiß) zu tun haben, sondern mit einem trichotomischen: Zwei minderwertige Rassen (schwarz und weiß), beheimatet in den extremen Klimazonen, stehen einer hochwertigen (rot oder hellbraun) in der mittleren Zone gegenüber. Demgemäß gelten auch Türken, Slawen und Chinesen als weiße und daher minderwertige Rassen.

Die arabische Philosophie übernahm diesen hautfarblichen Rassismus. Der große Avicenna (gestorben 1037), in dessen Namen heute in Deutschland Preise vergeben werden, behauptet umstandslos: Extremes Klima produziert »Sklaven von Natur«, »denn es muss Herren und Sklaven geben«; »Türken und Schwarze« sind »Sklaven von Natur«. Im Liber Canonis, einer Schrift, die für das Studium der Medizin an abendländischen Universitäten wichtig wurde, wiederholt er, die Schwarzafrikaner seien intellektuell minderwertig.

Auch im islamischen Spanien grassierte diese Rassentheorie: Sa’id al-Andalusi (gestorben 1070) lehrt eine klimatologisch begründete Minderwertigkeit der Schwarzafrikaner: »Der lange Aufenthalt der Sonne am Zenith macht die Luft heiß und die Atmosphäre dünn. Daher wird ihr Temperament heiß, ihr Gemüt feurig, ihre Farbe schwarz und ihr Haar wollig. Also fehlt ihnen Selbstkontrolle und Beständigkeit des Geistes; darum werden sie von Launigkeit, Dummheit und Ignoranz überwältigt. So sind die Schwarzen, welche an den Grenzen des Landes Äthiopien leben, ferner die Nubier, die Zanj und ähnliche.« …

Und wie wir wissen sind die Araber auch heute noch Rassisten mitten in Kreuzberg und Neukölln.  Bei Flaig folgen dann weitere Quellen! (MERKUR, August 2010, S. 678 f.)

Egon Flaig: Die ersten Hautfarbe-Rassisten waren Araber 2

Wie versprochen hier Teil 2 von Flaigs Ausführungen. Professor Flaig vertritt aufgrund seiner Forschungen die These, nicht der Rassismus führte zur Sklaverei, sondern die Sklaverei zum Rassismus. Und die größten Sklavenhalter waren die Araber, vor Mohammed und nach ihm sowieso:

Warum der Rassismus im größten sklavistischen System der Weltgeschichte Farbe bekam

Es ist lange bekannt und gut erforscht, dass Schwarzafrika in der Antike kein wesentlicher Sklavenlieferant war. Griechen und Römer bezogen ihre Sklaven vornehmlich aus dem Norden und dem Osten. Es ist lange bekannt und gut erforscht, dass die arabischen Eroberungen im 7. und B. Jahrhundert den nordafrikanischen Kontinent geopolitisch völlig umgestalteten, mit einer tiefen religiösen, sprachlichen und kulturellen Kolonisierung. Und dass ab dem 10. Jahrhundert, als die letzten Stämme der Sahara konvertiert waren, die Deportation versklavter Afrikaner über die Sahara kontinuierlich in großem Umfang vor sich gehen konnte. Schwarzafrika wurde zur größten sklavistischen Lieferzone der Welt, etwa sechs Jahrhunderte lang, bevor das erste portugiesische Schiff die ersten Schwarzafrikaner an der Küste Senegambiens verlud.

Der Export von versklavten Schwarzafrikanern in die islamischen Kernländer, also nördlich und östlich der Sahara, war insgesamt viel umfangreicher als der transatlantische Export in die europäischen Kolonien. Der Umfang der Deportationen versklavter Afrikaner aus Schwarzafrika beträgt ungefähr 28 Millionen Menschen in knapp 1300 Jahren. Nach Ralph Austen beziffern sich die Deportationen zwischen 650 und 1920 wie folgt: 4,1 Millionen über das Rote Meer, 3,9 Millionen über den Indischen Ozean, 9 Millionen über die Sahara, also insgesamt 17 Millionen Versklavte in die islamischen Kernländer (nicht eingerechnet die Sultanate und Emirate südlich der Sahara); demgegenüber wurden von 1450 bis 1870 fast 12 Millionen Versklavte über den Atlantik verschleppt.

Dieser enorme Zustrom schwarzer Sklaven in das Reich des Islam erklärt vieles. Der arabische Hautfarbenrassismus war nicht bloß ein philosophischer Diskurs, sondern genau wie Lewis es vermutete: Es war die Sklaverei, welche die arabische Erfindung des Hautfarbenrassismus begründete; ihre entmenschlichenden Prozesse machten das Untermenschentum der Schwarzen plausibel. Kulturell bedeutsam wurde, dass die islamische Welt als einzige sklavistische Gesellschaft Handbücher für Sklavenkauf hervorbrachte. Diese informierten darüber, welche Sklaven für welche Tätigkeiten besonders geeignet waren; sie spezifizierten also die ethnischen Eigenschaften, und sie verschafften der medizinischen und philosophischen Rassenlehre Eingang in den Alltag und eine alltägliche Plausibilität. Da man Sklaven je nach ihren »rassischen« Eigenschaften in sozialen, militärischen und ökonomischen Funktionen verwandte, stabilisierten sich die Vorurteile im Alltag.

Gegen Bernard Lewis wurde eingewandt, dass die muslimische Welt sich in den ersten Jahrhunderten überwiegend mit weißen Sklaven versorgt habe. Die Muslime versklavten vom 7. bis zum 10. Jahrhundert bei ihren Dschihads mehrere Millionen Griechen, Armenier, Nordafrikaner, Südeuropäer, Kaukasier, Inder; und sie kauften mehrere Millionen Türken, Turkmenen, Tataren und Mongolen und Slawen auf den Märkten. Der Rassismus gegen schwarze Hautfarbe muss verwundern angesichts des enormen Imports an »weißen« Sklaven in die islamische Welt. Also, lautet der Einwand, kann die direkte Beziehung zwischen Sklaverei und Hautfarbenrassismus nicht stimmen.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Man leugnet entweder, dass der Hautfarbenrassismus gegen die Schwarzen aus der arabischen Kultur stammt; und das heißt, man sucht seine Genesis woanders – etwa in der Antike -, gegen den schreienden Protest der Quellen. Oder man erklärt den Hautfarbenrassismus zu einem Phänomen, das mir der Sklaverei gar nichts zu tun habe; dann muss man einen »präexistenten Hautfarbenrassismus« annehmen, der sich bloß ableiten lässt aus der kulturellen Semantik, letztlich aus der kulturspezifischen Farbsymbolik. Mit der zweiten Möglichkeit ist jeglicher Scharlatanerie des »linguistic turn« Tür und Tor geöffnet.

Wie lässt sich diese Frage behandeln? Denn an ihr hängt die Unangefochtenheit eines fundamentalen Ausgangspunktes, den der Jamaikaner Eric Williams schon 1944 in seinem Buch Capitalism and Slavery zugrunde gelegt hat: Nicht der Rassismus führte zur Sklaverei, sondern die Sklaverei führte zum Rassismus. Da sich in die Diskussionen über die kulturelle Konstruktion von rassistischen Klischees keine Wirtschaftshistoriker einmischen und da Sklavereihistoriker sich bei Fragen der kulturellen Semantik zurückhalten, ist ein sehr simpler Umstand übersehen worden: Der arabische Sklavenhandel ist viel älter als die islamische Expansion. Antike Texte wie die Fahrtenbeschreibungen Periplous oder die Naturalis historia des Plinius belegen den arabischen Sklavenhandel, ja sogar die arabische Kolonisation an der Suaheliküste; diese muss bis in die augusteische Zeit zurückreichen. Arabische Seefahrer transportierten schon Jahrhunderte vor der islamischen Expansion schwarze Sklaven entlang der ostafrikanischen Küste, an welcher eine Reihe von Hafenstädten als arabische Kolonien anzusprechen sind. An-fang des 6. Jahrhunderts ließ der persische König Chosroes I. im Irak große Zuckerplantagen anlegen: Das war das früheste Modell für großformatige Plantagensklaverei. Arabische Seefahrer versorgten die persischen Plantagen mit ständigem Nachschub an afrikanischen Sklaven.

Das heißt: Für die Bewohner der arabischen Halbinsel hatte die Sklaverei lange vor den islamischen Eroberungen eine eindeutige Farbe, nämlich schwarz, bevor sie ruckartig, vom Ende des 7. Jahrhunderts bis zum 9. Jahrhundert, bunt wurde. Daher ist der Hautfarbenrassismus in der arabischen Welt wahrscheinlich zweihundert bis dreihundert Jahre älter, als wir dachten. Das Urteil des Historikers Petre-Grenouilleau in seinem Buch Les Traites negrieres (2004) – »Der Sklavenhandel in Richtung der islamischen Welt und der Rassismus gegen die Schwarzen entwickelten sich simultan« – basiert also auf einer richtigen Prämisse. Zu modifizieren ist es insofern, als die arabische Kultur schon längst eine rein schwarzafrikanische Sklaverei pflegte, bevor die islamische Expansion einsetzte und das größte sklavistische System schuf, welches die Weltgeschichte kannte…

MERKUR, August 2010, S. 683 ff.

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