Ich weiß, ich weiß…

… wenn ich jetzt dazu auffordere „Macht keine Geschäfte mit Mohammedanisten“, dann hört sich das so ähnlich wie die Nazi-Parole „Kauft nicht beim Juden“. Gut, soll doch jeder seine eigenen Erfahrungen machen, meine jedenfalls sind – von ganz wenigen Ausnahmen mit zudem mutmaßlichen Apostaten abgesehen – mehr als schlecht.

Da war das Fernsehgerät, welches ich bis zu einem Preis von 100 DM bereit war reparieren zu lassen, und das mir eine Rechnung von (Sie raten es) exakt 99,99 DM bescherte. Da war der obligatorische eine faule von vier Pfirsichen (samt meinem obligatorischen, gutmenschlichen „Och, das hat er BESTIMMT nicht gemerkt, kann ja jedem MAL passieren“), da war das günstige Fahrradschloß, zu dem man die dazugehörigen Schlüssel extra zu einem horrenden Preis erstehen sollte, da waren defekte Geräte aller Art und die gewundenen Versuche der Verkäufer, eine Rückgabe zu umgehen, da waren das gewohnheitsmäßige und selbstverständliche Lügen, die Betrügereien und Unkorrektheiten vermeintlicher Freunde, die Sitte, geliehenes Geld auf keinen Fall unter Anwendung jedes nur denkbaren Tricks zurückzuzahlen: Einer sagte mir mal, ich habe ihm einen größeren Betrag ja nur geliehen, damit ich mich über ihn aufspielen könne, um Macht über ihn zu haben…

Nun ja, ich bin – so hoffe ich wenigstens – auf meine alten Tage schlau geworden, anders als die Russen, über die die heutige FAZ folgende Skurilität zu berichten weiß:

Libyen KAUFT russische Waffen

Libyen will laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax für bis zu 1,4 Milliarden Euro Rüstungstechnik in Russland kaufen. Das Waffengeschäft umfasse zunächst einen Vertrag über die Lieferung von 20 Kampfflugzeugen, der noch in diesem Jahr unterzeichnet werden könnte, berichtet die Agentur unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen. Außerdem sei das Land an Flugabwehrsystemen und Panzern interessiert. Der Handel war bei einem Moskau-Besuch des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi vor einem Jahr vereinbart worden. Russland hatte Gaddafi alte Schulden in Höhe von 3,3 Milliarden Euro unter der Bedingung erlassen, dass Libyen in großem Umfang Waffen kauft. Libyen, das seine Streitkräfte modernisieren will, war einer der größten Kunden der sowjetischen Rüstungsindustrie.

Mit anderen Worten SCHENKT Russland Aff-Affie 1,9 Mrd. Euro unter der BEDINGUNG, dass er sich AUCH noch 20 funkelnagelneue Kampfjets, Flugabwehrsysteme sowie Panzer DAZU SCHENKEN lässt.

Fürwahr, der Iwan mag eine Menge Tugenden haben, Geschäftstüchtigkeit jedoch scheint nicht dazu zu gehören. Vielmehr hat er offenbar die Bedeutung des Wortes „Geschäft“ nach 70 Jahren Bolschewismus vergessen, oder ist das Potlach (1)?

Aber vielleicht werden die Russen ja eines Tages doch auch noch schlau…

Time am 20. Oktober

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Potlach

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