Im Interview: Sibel Kekilli

Sibel Kekilli (1), 1980 in Heilbronn geboren, stammt aus einer türkischen Familie. Mit „Gegen die Wand“ (2) unter der Regie von Fatih Akin (3), der wegen des Schweizer Minarettneubauverbotes die Teilnahme an der Schweizer Premiere seines aktuellen Filmes „Soul Kitchen“ (4) absagte, wurde sie 2004 über Nacht berühmt. Darin spielt sie eine Türkin, die eine Scheinehe eingeht, um unabhängig von ihrer Familie zu sein. Für ihre Arbeit bekam sie u.a. den Deutschen Filmpreis. Die aktuelle „Brigitte“ (#4) berichtet: „Seit einigen Jahren engagiert sie sich aktiv gegen Gewalt an Frauen: ‚Ich habe selbst erlebt, dass körperliche und seelische Gewalt in einer muslimischen Familie als normal angesehen wird‘, sagte sie einmal.“ Das Interview führte für Martina Wimmer.

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BRIGITTE: Eine junge Frau, die über ihr eigenes Leben auch selbst bestimmen will, eine Familie, die sie deswegen gewaltsam unter Druck setzt – und trotzdem gibt es in Ihrem Film „Die Fremde“ (Kekillis neuer Film, T.) keine Schwarz-Weiß-Klischees. Wie ist das gelungen?

Sibel Kekilli: Schon durch die Regisseurin Feo Aladag, die für diesen Film über vier Jahre recherchiert hat. Sie beleuchtet alle Seiten, auch, unter welchem Druck diese Familie selbst steht. Es gibt nicht nur Gut und Böse, alle sind in einem Zwiespalt. Ich habe das Drehbuch gelesen und hatte sofort das Gefühl: Da stimmt alles!

BRIGITTE: Als wir uns letztes Jahr bei den Dreharbeiten in Istanbul trafen, hatte ich den Eindruck, die Arbeit an diesem Film hat alle Beteiligten verändert. Sie wirkten wie gefangen von der Figur.

Sibel Kekilli: Ein derart ernstes Thema legt sich auch über die Darsteller. Wir hatten oft harte Szenen direkt hintereinander, man kam kaum zum Luftholen. Dann standen meine jüngeren Geschwister in dem Film zum ersten Mal vor der Kamera, das war eine Herausforderung für uns alle. Ich spiele die meiste Zeit mit einem fünfjährigen Jungen, den mussten wir an heftige Szenen besonders vorsichtig heranführen. Das alles braucht viel Energie.

BRIGITTE: Welche Szenen waren für Sie denn besonders schwierig?

Sibel Kekilli: Die stillen Momente. Der Film zeigt sehr deutlich, wie hilflos alle Beteiligten sind, sie sind verlorene Seelen. Das klingt jetzt sehr poetisch, aber es ist wirklich so. Wann immer das Thema „Ehrenmord“ in den Medien behandelt wird, will man meist nur eine Seite verstehen: Es geht immer um das unterdrückte Mädchen, das in Deutschland ein modernes Leben führen will. Aber es gibt so viele Moslems, die friedlich miteinander leben. Und es gibt Söhne, die sich wehren und die Meinung der Eltern nicht teilen, aber dann müssen sie damit klarkommen, dass sie nicht als richtige Männer gelten. Es ist nicht immer so, dass die bösen türkischen Jungs lächelnd aus dem Gerichtssaal kommen.

BRIGITTE: Haben Sie Ähnliches auch in Ihrent Umfeld erfahren?

Sibel Kekilli: Das Problem geht nicht erst bei einem Mord los, sondern viel früher. Ich habe mitbekommen, dass sich manche türkische Mädchen in der Schule umgezogen und geschminkt haben, dass sie lügen mussten, um ihren Freund zu treffen und nicht erwischt zu werden. Es ist ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel, man ist immer auf der Flucht. Und zu Hause trägt man meistens eine Maske, weil keiner wissen darf, wie es einem wirklich geht.

BRIGITTE: Also trifft der Film Sie auch, weil Sie das alles aus Ihrem Leben kennen?

Sibel Kekilli: Wenn ich von dem Thema keine Ahnung hätte, hätte ich diesen Film nicht spielen können. Es ist leichter, oberflächlich zu leben und sich keine Fragen zu stellen, als zu sagen: „Das möchte ich, das bin ich!“ Man lügt sich selbst an, wenn man den heiratet, den die Eltern für einen aussuchen. Man wird nicht glücklich – auch wenn es härter ist, zunächst immer wieder hinzufallen und aufzustehen.

BRIGITTE: Hatte es auch etwas Befreiendes, eine Rolle zu spielen, die Ihnen so nah ist?

Sibel Kekilli: Nein, aber nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, wusste ich ja, dass es nicht einfach sein wird. Ich habe die Geschichte so nah an mich herangelassen, ich lebte fünf Monate darin und hätte in der Zeit zum Beispiel auf keine Party gehen können. Ich war wie unter einer Glasglocke.

BRIGITTE: Was glauben Sie: Weshalb fällt es den meisten türkischen Mädchen und jungen Frauen schwer, sich vollkommen von ihrer Familie loszulösen, wenn sie dort bedroht werden?

Sibel Kekilli: Blut ist dicker als Wasser, nur gemeinsam sind wir stark, so wachsen viele türkische Mädchen auf. Es ist schwer zu verstehen, dass man als Tochter am Ende weniger wichtig ist als die Traditionen und die Gesellschaft. In vielen tragischen Fällen haben die Frauen versucht, mit ihrer Familie in Kontakt zu bleiben, und sind letztendlich deshalb gescheitert. Es ist verdammt schwer, sich umzudrehen und zu gehen.

BRIGITTE: „Die Fremde“ dokumentiert das alles. Aber wie könnte Ihrer Meinung nach eine gute Lösung aussehen?

Sibel Kekilli: Der Film zeigt die innere Zerrissenheit der Familien. Vielleicht lernen die Zuschauer so, besser hinzusehen und zu verstehen. Ich wünsche mir, dass Deutsche versuchen zu begreifen, anstatt nur zu verurteilen, und dass Türken versuchen, die Position der Töchter zu verstehen. Alle müssen sich bewegen. Die Türken kapseln sich ab, weil sie denken, die Deutschen wollen ihnen ihr Leben aufzwingen, und die Deutschen sagen, die Türken sind reaktionär. Ab und an wird eine Ehrenmord-Geschichte als Sensation ausgeschlachtet, damit alle empört sagen können: „Dass das immer noch passiert!“ Aber warum passiert es denn? Weil wir jahrelang weggeschaut haben und immer noch wegschauen. Das Bild in der Presse beherrscht die Kopftuchtürkin neben dem Dönerladen.

BRIGITTE: Gab es wegen des Kopftuchs auch Diskussionen bei Ihnen zu Hause?

Sibel Kekilli: Nein. Ich bin hier geboren, mein Deutsch ist besser als mein Türkisch, und trotzdem werde ich zum Beispiel in Interviews gefragt, ob ich auf Deutsch oder Türkisch träume. Sogar mich akzeptiert man nicht immer als Deutsche.

BRIGITTE: Über Ihre eigene Geschichte sprechen Sie so gut wie nie, aber könnten nicht gerade Sie ein Vorbild für andere türkische Frauen sein?

Sibel Kekilli: Ich bin doch Beispiel genug durch das, was ich tue. Wer stark ist und kämpft, kann sein eigenes Leben leben.

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Einmal mehr merkt man hier m.E., wie schwer es für Mohammedanisten ist, den untoten Zombie Klo H. Metzel als Ursache des Desasters zu sehen, ja überhaupt zu denken. „Es ist nicht immer so, dass die bösen türkischen Jungs lächelnd aus dem Gerichtssaal kommen,“ sagt Frau Kikelli, aber es ist Klos Schuld, dass sie überhaupt hineingekommen sind. Vor Klos Zeit waren Frauen frei, wie Ali Sina herausstellt (5):

„Wasn’t Khadijah a successful merchant and the wealthiest woman of Mecca prior to marrying Muhammad? As a single woman she ran a business and hired men to work for her.  Muslims are so immersed in lies that they can’t see the obvious. Arab women lost their human rights after Islam.  At the time of Muhammad there was a woman prophetess called Sijjah. She had many followers. This is inconceivable for Muslims whose prophet told them women are deficient in intelligence and because of menstruation they are filthy. Salma was a young woman who lead an army against Khalid ibn Walid and was defeated thanks to the coward unchivalry of that villain general of Islam. Aisha also led an army against Ali. Early believers followed a woman to war. Today Muslim women in Saudi Arabia don’t have the right to drive a car.“

Mag sein, dass es auch bei Jeziden oder anderen orientalischen Splittergruppen zu Schandmorden kommt, aber sie stehen dem Mohammedanismus näher als sonst einer Ideologie. Niemand behauptet, jeder Schwesternmörder lächle über seine Tat, aber es sind doch einige, und dass es den Konflikt überhaupt gibt, ist eine Schande, eine archaische Rückständigkeit, fast ausschließlich ein mohammedanistisches Phänomen und daher direkt der kranken Psyche des Unheilsstifters Klo geschuldet. „Ich wünsche mir, dass Deutsche versuchen zu begreifen, anstatt nur zu verurteilen“, sagt Frau Kekilli, aber ich dagegen finde es schändlich, wie selten und wie milde die Täter verurteilt werden. Für mich sind das keine „Ehrenmorde“ sondern feige und ekelhafte Ritualmorde, das habe ich längst begriffen. Ich verstehe es auch nicht, dass Frau Kekilli sich offenbar überwiegend als Türkin versteht und kaum als Deutsche.

„Alle müssen sich bewegen. Die Türken kapseln sich ab, weil sie denken, die Deutschen wollen ihnen ihr Leben aufzwingen, und die Deutschen sagen, die Türken sind reaktionär,“ sagt sie, aber das ist Unsinn. Uns ist es egal, wer wie lebt, solange er sich an die Gesetze hält. Bei uns sind Männer und Frauen gleichberechtigt, und Schandmorde sind ein Verbrechen. Diese Errungenschaften sind natürlich gänzlich unverhandelbar, da wird es keine Bewegung geben.

Gegen Ende wird es dann wirklich unerträglich, Frau Kekilli verfällt in den üblichen mohammedanistischen Jammer-Reflex und wendet die „Haltet-den-Dieb-Methode“ an. Schuld an den Schandmorden sind nicht die Mörder, und mit Klo H. Metzel hat das auch nicht das Geringste zu tun, Schuld sind… WIR!

Frau Kekilli: „Ab und an wird eine Ehrenmord-Geschichte als Sensation ausgeschlachtet, DAMIT alle empört sagen können: ‚Dass das immer noch passiert!‘ Aber warum passiert es denn? Weil WIR jahrelang weggeschaut haben und IMMER noch wegschauen.“

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Infam? Dumm? Beides? Mohammedanistisch! Eigentlich schade, sie könnte ebensogut zu uns gehören. Aber es besteht zweifellos noch Hoffnung dafür und übrigens: Sie ist ja wirklich ziemlich hübsch… in einer wundervoll kühnen Art…

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Time am 25. Januar 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Sibel_Kekilli

2) http://de.wikipedia.org/wiki/Gegen_die_Wand

3) http://de.wikipedia.org/wiki/Fatih_Akın

4) http://de.wikipedia.org/wiki/Soul_Kitchen

5) http://www.faithfreedom.org/islam/formal-complaint-against-ffi-part-ii

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