Mozart und der Counterjihad

Hundert Jahre nach der zweiten Belagerung Wiens durch die Türken schrieb Wolfgang Amadeus Mozart (1) seine komische Oper „Entführung aus dem Serail“ (2). Die Semperoper Dresden liefert folgende Inhaltsangabe (3):

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Belmonte hofft im Orient, im Palast des Bassa Selim, seine Braut Konstanze wieder zu finden. Diese wurde mit ihrer Zofe Blonde und Belmontes Diener Pedrillo auf offener See von (mohammedanistischen, T.) Seeräubern überfallen und an den Bassa verkauft.

Belmontes Versuch, sich Eintritt in das Serail des Bassa zu verschaffen, scheitert am Widerstand von Osmin, dem Aufseher im Hause des Bassa.
 Auch Pedrillo hat es nicht leicht mit Osmin. Der ist allen und allem Fremden gegenüber äußerst misstrauisch.
Belmonte trifft auf Pedrillo. Von diesem erfährt er, dass der Bassa zwar um Konstanze werbe, diese aber Belmonte noch treu sei. Pedrillo hat ein ähnliches Problem: Osmin will dessen geliebte Blonde, die er als Sklavin geschenkt bekommen hat.

Belmonte wird von Pedrillo als Baumeister am Hof des Bassa eingeführt. Beide beschließen die baldige Flucht mit ihren Frauen. 
Konstanze leidet unter der Trennung von Belmonte, dem sie Treue geschworen hat. Ihre Situation spitzt sich zu: Der Bassa räumt ihr eine Frist von einem Tag ein, in der sie sich freiwillig für ihn entscheiden soll.

Mit List macht Pedrillo Osmin betrunken. Konstanze und Belmonte können sich endlich wiedersehen. Doch ein Schatten liegt über der Begegnung: Belmonte hat plötzlich Zweifel an der Treue der Geliebten. An Konstanzes tief enttäuschter Reaktion bemerkt er, wie Unrecht er mit seiner Verdächtigung hatte.

Die Entführung scheitert. Osmin ist zu früh aufgewacht. Die vier Flüchtigen werden verhaftet. In Belmonte erkennt der Bassa den Sohn seines Erzfeindes, der ihm einst die Geliebte raubte und seine Existenz im Okzident vernichtete. Konstanze und Belmonte wollen gemeinsam sterben. Doch anstatt Rache zu üben, schenkt der Bassa den Gefangenen die Freiheit: „Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den muss man sich vom Leibe schaffen.“

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Der Gnadenakt des Bassa hat natürlich zu politisch-korrekten Interpretationen im Geiste Lessings („Nathan der Weise“) geführt. Sogar Wiki lehnt dies aber ab: „Der türkische Herrscher wird jedoch im Text als Renegat bezeichnet; er wurde erst durch die Intrigen von Belmontes Vater, von denen man im letzten Aufzug erfährt, aus seiner aufgeklärt-westlichen Existenz vertrieben und ins Exil eines fremden Kulturkreises gezwungen.“

Nicht nur Osmin ist (in klassisch mohammedanistischer Grausamkeit) gewalttätig, auch der Bassa bedrängt Konstanze latent, wie bei der Staatsoper Berlin zu lesen ist: „… der latenten (Bassa) oder offenen Gewaltandrohung (Osmin) für die beiden Frauen…“

Statt die Oper wie in Berlin also als Beziehungsdrama zu inszenieren, könnte man sie durchaus auch als Werk des Counterjihad auf die Bühne bringen, zumal die mohammedanistische Piratenpest erst 1805 durch die Amerikaner gebannt wurde (4), und bis dahin allein zwischen 1530 und 1780 sicher 1,25 Millionen Europäer versklavt worden waren (5). Lesen Sie nun drei Stücke aus der Oper bzw. hören Sie sie auf  YouTube. Beachten Sie auch die „koranische“ Diktion:

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Die Entführung aus dem Serail (K. 384) – (6)

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto: Johann Gottlieb Stephanie der Jüngere
Premiere: 16. Juli 1782, Burgtheater Wien

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N.3 Arie

http://www.youtube.com/watch?v=dp15XFciT-c

OSMIN

Solche hergelaufne Laffen,
Die nur nach den Weibern gaffen,
Mag ich vor den Teufel nicht;
Denn ihr ganzes Tun und Lassen
Ist, uns auf den Dienst zu passen;
Doch mich trügt kein solch Gesicht.

Eure Tücken, eure Ränke,
Eure Finten, eure Schwänke
sind mir ganz bekannt.
Mich zu hintergehen,
Müsst ihr früh aufstehen,
Ich hab‘ auch Verstand.

Drum, beim Barte des Propheten!
Ich studiere Tag und Nacht,
Dich so mit Manier zu töten,
Nimm dich, wie du willst in acht.

Erst geköpft,
dann gehangen,
dann gespießt
auf heiße Stangen;
dann verbrannt,
dann gebunden,
und getaucht;
zuletzt geschunden.

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N.18 Romanze

http://www.youtube.com/watch?v=9jy8Nz1Er6k&NR=1

PEDRILLO

In Mohrenland gefangen war
Ein Mädel hübsch und fein;
Sah rot und weiss, war schwarz von Haar,
Seufzt Tag und Nacht und weinte gar,
Wollt‘ gern getröstet sein.

Da kam aus fremdem Land daher
Ein junger Rittersmann;
Den jammerte das Mädchen sehr,
Ha, rief er, wag‘ ich Kopf und Ehr‘,
Wenn ich sie retten kann.

Ich komm‘ zu dir in finstrer Nacht,
Lass, Liebchen, husch mich ein!
Ich fürchte weder Schloss nach Wacht,
Holla, horch auf, um Mitternacht
Sollst du erlöset sein.

Gesagt, getan; Glock‘ zwölfe stand
Der tapfre Ritter da;
Sanft reicht sie ihm die weiche Hand,
Früh man die leere Zelle fand;
Fort war sie Hoppsassa!

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N.19 Arie

http://www.youtube.com/watch?v=3f0jv5A_V5A&feature=related

OSMIN

Ha, wie will ich triumphieren,
Wenn sie euch zum Richtplatz führen
Und die Hälse schnüren zu!
Hüpfen will ich, lachen, springen
Und ein Freudenliedchen singen,
Denn nun hab‘ ich vor euch Ruh.
Schleicht nur säuberlich und leise,
Ihr verdammten Haremsmäuse,
Unser Ohr entdeckt euch schon,
Und eh‘ ihr uns könnt entspringen,
Seh ich euch in unsern Schlingen,
Und erhaschet euren Lohn.

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Time am 2. Februar 2010

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Amadeus_Mozart
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Entführung_aus_dem_Serail
3) http://www.semperoper.de/de/oper/repertoire/die_entfuehrung_aus_dem_serail/die_entfuehrung_aus_dem_serail_inhalt.html
4) http://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanisch-Tripolitanischer_Krieg
5) http://de.wikipedia.org/wiki/Barbareskenstaat
6) http://opera.stanford.edu/Mozart/Entfuhrung/libretto.html

sowie: https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/mohammedanismus-und-sklaverei/ mit vielen Links

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Ergänzung 18.02.10: Bei PI gibt es heute einen (gesprochenen) Dialog zwischen Blonde und Osmin, der klar die Differenzen und Inkompatibilitäten zwischen Westen und Mohammedanismus benennt:
http://www.pi-news.net/2010/02/ach-mozart/#more-119536

hier der gesamte Text der Oper:
http://www.klassika.info/Komponisten/Mozart/Oper/KV_384/libretto.pdf
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PS.: Lesen Sie vielleicht auch folgende aktuelle Artikel online. Hier einer aus der „Welt“ über die Schuld der Pallies an den Judenmorden der Nazis unter http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article6035106/Dann-schickte-Allah-Adolf-Hitler.html und hier eine unglaubliche, gradezu obszöne Hommage an den salafistischen Konvertiten Pierre Vogel, dem die heutige FAZ eine dreiviertel Seite zur Verfügung stellt: http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EC23D2E0D874A41D5B3BDA491A9D3DE10~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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