WIR helfen unseren Freunden… NICHT

Blick auf das Kloster
der „heiligen Thekla von Maalula“ in Syrien

In einer Gegenwart, in der 200 – 300 Millionen Christen weltweit wegen ihres Glaubens als Minderheit diskriminiert und häufig blutig verfolgt werden, der weit überwiegende Teil von ihnen in mohammedanistischen Ländern, findet in Deutschland eine Diskussion darüber statt, ob das achte Minarett der 25sten Moschee von Hintertupfingen 30 oder doch 34 Meter hoch gebaut werden darf, wobei nicht nur die Vernichtung der Christen in vielen Orkstaaten ausgeblendet wird, sondern auch die Tatsache, dass die Orks letztendlich ihr Minarett entgegen der Absprachen noch höher zu bauen pflegen (1).

Die katholische Nachrichtenagentur „Zenit“ berichtet aus Algerien (18.2.2010): „Um sich mit gewaltbereiten Muslimen zu versöhnen, schränkte Staatspräsident Abd al-Aziz Bouteflika Anfang 2006 deshalb die Religionsfreiheit von Nicht-Muslimen per Erlass ein. Versammlungen von Christen werden seither so strikt kontrolliert wie das Predigen, Spendenflüsse vom Ausland sind weitgehend eingeschränkt und die Mission unter Muslimen ist strengstens untersagt, wobei der Missionsbegriff weit ausgelegt werden kann.“ (2)

Im Irak (19.2.2010): „Panische Angst macht sich unter den Christen im Nordirak breit. Der Erzbischof von Mossul, Amil Shamaaoun Nona, sagte gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk ‚Kirche in Not‘, wenn es so weitergehe wie in den vergangenen Tagen, würden bald alle Christen Mossul verlassen haben. Allein in dieser Woche seien dort vier Christen von Extremisten ermordet worden. Die Morde seien nach Aussage von Erzbischof Nona politisch motiviert gewesen und hätten die Vertreibung aller Christen aus der Stadt zum Ziel gehabt.“ (3)

Es wird so weitergehen, lieber Herr Erzbischof, bis Ihr alle geflohen oder ermordet seid. Und Eure Mörder werden nicht bestraft. Yahoo-News heute: „In Ägypten sind vier Muslime vom Vorwurf des Mordes an einem koptischen Christen freigesprochen worden. Ihre Schuld habe nicht erwiesen werden können, erklärte das Gericht am Montag. Zeugen hätten vor Gericht ausgesagt, die im Oktober festgenommenen Beschuldigten hätten eigentlich den Sohn des Opfers töten wollen, da dieser eine Beziehung zu einer Muslimin unterhalten habe. Auf Grundlage der Zeugenaussage habe den Angeklagten jedoch nichts nachgewiesen werden können, erklärte das Gericht.“ (4)

Der Iranexperte Wahied Wahdat-Hagh hatte schon im letzten Jahr (30.10.2009) in einem Interview mit „Zenit“ vor der Gefahr für viele Tausend Christen im Iran durch die bevorstehende Apostasiegesetzgebung gewarnt: „Angehörige von religiösen Minderheiten seien in der Theokratie Bürger zweiter Klasse, teilweise aber sogar vogelfrei, erklärte er gegenüber Michaela Koller. Wahdat-Hagh: ‚Wirklich gefährlich leben die Iraner, die in den letzten Jahren zum Christentum übergetreten sind und sich der stetig wachsenden Hauskirchenbewegung angeschlossen haben. Je nach Quelle heißt es, diese Hauskirchen seien inzwischen stärker als die katholische Kirche im Iran.'“ (5)

Für die Schweizer „Weltwoche“ unternahm am 10. Februar Pierre Heumann eine „Rundreise“ (6): „In Indonesien wurden Kirchen und das Haus eines Pfarrers angezündet; in Pakistan starben Christen, nachdem Kirchen und von Christen bewohnte Häuser in Brand gesteckt worden waren. In Malaysia und im Irak kam es zu Angriffen auf Kirchen und eine katholische Schule. Im Jemen ruft al-Qaida offen zum Dschihad ‚gegen die ‚Untreuen‘ und die ‚Kriegsschiffe der Kreuzritter‘ im Golf von Aden auf. Im Iran sind derzeit mindestens vierzehn Christen ohne offizielle Anklage in Gefängnissen festgehalten. Einem Teil wird vorgeworfen, sich zu einer Weihnachtsfeier getroffen zu haben, andere müssen sich wegen Apostasie, Abfall vom Islam, verantworten… Im Iran und in Saudi-Arabien ist der Bau von Kirchen verboten, ebenso der Druck von Bibeln. Auch in Ägypten, wo der Islam und das Christentum während Jahrhunderten weitgehend friedlich nebeneinandergelebt haben, können sich die Christen nicht sicher fühlen. In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar, dem koptischen Weihnachtsfest, eröffneten Scharfschützen unweit von Luxor das Feuer auf drei koptische Kirchgemeinden und töteten sechs Christen… Auch in der Türkei, wo sie lediglich 0,14 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, sind sie in Gefahr. So berichten türkische Christen über Diskriminierungen während des Armeedienstes, aber auch über schwere Körperverletzungen und Vergewaltigungen. Seit dem Völkermord an den Armeniern zu Beginn des 20. Jahrhunderts sei es immer wieder zu staatlich inszenierten Ausschreitungen gegen Nichtmuslime gekommen, sagt die deutsche Soziologin Tessa Hofmann. Das hat mitunter mörderische Konsequenzen: Vor drei Jahren wurden drei Mitarbeiter eines evangelischen Verlags und der armenische Journalist Hrant Dink umgebracht… Bedrohlich ist die Situation im Irak: … Über Weihnachten kam es zum Beispiel in Mosul zu mehreren Bombenattentaten auf Kirchen. Vor zwei Jahren wurde der Erzbischof von Mosul vor seiner Kathedrale entführt; er starb zehn Tage später in Gefangenschaft. Dutzende von Kirchen wurden zerstört, knapp 2000 Christen ermordet. Die Hälfte der irakischen Christen ist bereits geflüchtet…“

Heumanns rabenschwarzes Resümee: „Auf Hilfe der christlichen westlichen Welt können die Verfolgten kaum zählen. Sie will das eh schon angespannte Verhältnis zur muslimischen Welt nicht noch zusätzlich belasten, indem sie sich für die Christen einsetzt. Nicht einmal der Vatikan setzt sich für die Unterdrückten ein. So versuchte Papst Benedikt XVI. im vergangenen Jahr bei seinem Besuch in Bethlehem, die Palästinenser zu gewinnen. Er prangerte deshalb den israelischen Mauerbau an und forderte das Rückkehrrecht der Palästinenser. Zum Los der Christen in Bethlehem schwieg er sich aus.“

Das Verhalten des Papstes ist wirklich sehr betrüblich, dabei hatte er am 12. September 2006 mit seiner Regensburger Rede (7), in der er den byzantinischen Kaiser Manuell II. zitierte, so vielversprechend begonnen. Manuel II. hatte gesagt: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.“ Diese Aussage aber ist für jeden offenbar, der den Kloran liest, sie ist weit gesicherter als die Existenz eines sermonierenden Verbrechers namens Klo H. Metzel, wie die Ohlig-Gruppe feststellte (8). Aber heutzutage sind die Kräfte wieder besonders stark, denen die Wahrheit weit weniger wichtig ist als ein geruhsames Leben, welches sie sich irrigerweise auch im Mohammedanismus vorstellen können, obwohl die Wirklichkeit dort eine völlig andere, eine mörderische ist (9). Und so steht Geert Wilders ja auch nicht vor Gericht, weil er Lügen verbreiten würde, sondern weil die Wahrheit, die er als einer der wenigen auszusprechen bereit ist, naturgemäß den Zorn der Mohammedanisten hervorruft.

Die heutige FAZ bringt einen Artikel von Wolfgang Günther Lerch, der in letzter Zeit auch immer wieder durch islamkritische Töne angenehm auffällt, über eine neue Christenschikane in Syrien, an der wir uns ein Beispiel nehmen sollten. Die Christen stellen 15% der syrischen Bevölkerung (10).

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Die Eingeschlossenen von Maalula

In zwei syrischen Dörfern darf die aramäische Schrift
nicht mehr verwendet werden

Lange galt Syrien als ein nahöstliches Land, in dem gegenüber den religiösen Minderheiten, besonders den Christen, Toleranz gepflegt wurde. Doch in letzter Zeit sind daran Zweifel aufgekommen. Ursachen dafür sind unter anderem Berichte, nach denen die Aramäer im Anti-Libanon Restriktionen ausgesetzt sind. In den beiden Bergdörfern Maalula und Dschubbadin nordwestlich von Damaskus wird von der christlichen Bevölkerung bis heute das Neuwestaramäische gesprochen und geschrieben, eine Spätform des Aramäischen, das vor 2000 Jahren auch Jesus als Muttersprache sprach. Nicht zuletzt deswegen – und wegen der beiden Klöster in Maalula, die der heiligen Thekla und dem heiligen Sergius geweiht sind – wird die Region immer wieder von Touristen und Forschern aufgesucht.

In Maalula mussten die Mitarbeiter der beiden Abteien Mar Thekla und Mar Sarkis sowie die Kioskbesitzer alle Bücher, Postkarten, Devotionalien und Ähnliches entfernen, die in der aramäischen Schrift abgefasst oder auch nur mit Aufschriften in aramäischer Schrift versehen waren. Die offizielle Begründung der Anordnung lautete, die in Maalula gebräuchliche aramäische Schrift sei der hebräischen, die in Israel Verwendung findet, sehr ähnlich. Offiziell befindet sich Syrien noch immer im Krieg mit Israel. Die Anordnung soll auf den syrischen Geheimdienst zurückgehen. Das ohnehin vom Aussterben bedrohte Neuwestaramäische der Dörfer wäre durch ein Verbot der Schrift noch stärker bedroht als zuvor, da seine Sprecher auf die bloße Mündlichkeit zurückgeworfen wären. Viele Aramäer wollen Maalula verlassen, heißt es.

Seit vielen Jahren schon halten Sprachforscher und Orientalisten die verschiedenen Ausprägungen des Aramäischen und Syrisch-Aramäischen (Syriac) fest. Die christlichen Gemeinden zwischen Syrien, der Südosttürkei und dem Irak, die diese Sprache und ihre Dialekte (im türkischen Tur Abdin zum Beispiel das Turoyo) im Alltag sprechen oder als Liturgiesprache in den Gottesdiensten verwenden, sind durch die politischen und kriegerischen Ereignisse unter Druck geraten. Viele Aramäer und Süryani aus der Türkei haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Heimat in Richtung Europa verlassen, im Irak vor allem nach dem Einmarsch der Amerikaner und Briten.

Das Aramäische gehört, wie das Altsyrische, das Arabische mit seinen zahlreichen nord- und südarabischen Dialekten und das schon in vorchristlicher Zeit ausgestorbene Babylonisch-Akkadische der großen Gruppe der semitischen Sprachen an. In der Antike war Aramäisch eine Weltsprache, zeitweilig so verbreitet wie das Griechische. In Palästina und Syrien zur Zeit Jesu sprachen große Teile der Bevölkerung Aramäisch, die Gebildeten zusätzlich die griechische Umgangssprache (koine). Als sogenanntes Reichsaramäisch fand das Aramäische sogar lange Zeit Verwendung im Weltreich der Perser.

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Es ist doch gar keine Frage, dass die mohammedanistische Welt sich gemäß der Thesen S. P. Huntingtons (11) – der den Zusammenprall nicht herbeireden wollte, sondern ihn erkannte und aussprach – verhält, und in ihrem Machtbereich alle Spuren anderer Kulturen ausrottet. Als ob es nicht schlimm genug wäre, dass sie dies bei sich tun, eröffnen wir ihnen auch noch die Möglichkeit, hier bei uns damit zu beginnen. Und anstatt unsere fliehenden Freunde unter unseren Schutz zu stellen und bei uns aufzunehmen, verschließen wir vor ihnen die Tür, lassen aber Millionen Mohammedanisten herein. Das ist ungeheuerlich – und ungeheuer dumm.

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Time am 23. Februar 2010

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1) http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2218959_0_9223_-moscheebau-in-esslingen-das-minarett-ist-zu-hoch.html
http://www.jungefreiheit.de/Meldungen.144.98.html?&cHash=033ec39549&tx_ttnews%5BbackPid%5D=432&tx_ttnews%5Btt_news%5D=42030
2) http://www.zenit.org/article-19863?l=german&utm_campaign=germanweb&utm_medium=article&utm_source=zenit.org/g-19863
3) http://www.zenit.org/article-19869?l=german&utm_campaign=germanweb&utm_medium=article&utm_source=zenit.org/g-19869
4) http://de.news.yahoo.com/2/20100222/tts-freisprueche-fuer-muslime-in-prozess-c1b2fc3_1.html
5) http://www.zenit.org/article-18956?l=german
6) http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2010-06/artikel-2010-06-religion-der-krieg-gegen-die-unglaeubigen.html
7) http://de.wikipedia.org/wiki/Papstzitat_von_Regensburg
8) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/28/die-ohlig-gruppe/
9) http://www.thereligionofpeace.com/
10) http://de.wikipedia.org/wiki/Syrien
11) http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Phillips_Huntington

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Eine Antwort to “WIR helfen unseren Freunden… NICHT”

  1. Das Leid der Christen Syriens und der Christen durch den Islam « kopten ohne grenzen Says:

    […] madrasaoftime.wordpress.com} Gefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt.   Hinterlasse einen […]

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