Die Nazis seid Ihr!

Antifaschistischer Held und Anti-Mohammedanist:
Gunnar Sønsteby

Vor kurzem hatte ich im Rahmen meiner regelmäßigen „Milieustudien“ den Rapper Azad mit einem seiner recht blutrünstigen Songs vorgestellt (1). Mein Beitrag stößt heute auf Ablehnung des Blogs „Blogicide“ (2), der meint: „So etwas darf es in Deutschland nie wieder geben“. Damit sind aber nicht etwa die Hasszeilen von Azad a la „Axt in deinen Schädel, bis dein Schädel auseinanderfällt“ gemeint, der nach Ansicht von Blogicide ein multikulturelles, interreligiöses Freundschaftprojekt betreibt, sondern meine Assoziation des verschwuchtelten Aso-Haufens mit dem Durcheinanderpurzeln einer Kellerasselgemeinschaft. Sami G. von Blogicide nennt sein wortreiches Gestammel „Analyse“ und will Azad persönlich auf mich hetzen sowie ein paar Anwälte, da mein Beitrag vermutlich §130 StGb der Volksverhetzung erfülle. Ich gehe davon aus, dass Azad dann außer den Anwälten seine ganze Asselbande mitbringen wird und auch die ganzen Schießeisen, Hackebeilchen und Flammenwerfer, ohne die sich Typen wie er nackt vorkommen. Darauf freue ich mich schon. „Das letzte Wort hat Azad“, faselt Sami G. Na, meinetwegen, denn ich werde der sein, der zuletzt lacht!

Meine Assoziation wird aber mit antijüdischer, nationalsozialistischer Propaganda gleichgesetzt. Dies zeigt einerseits, wie wenig der deutsche Nazismus im allgemeinen begriffen wird. Es weist weiterhin auf eine m.E. zentrale Aufgabe des Counterjihad hin. Dieser, der absolut gewaltlos ist, wenn man vom „heißen Counterjihad“ gegen die Taliban etc. absieht, muss m.E. die fatale Ähnlichkeit zwischen gewalttätigem Nazismus und Mohammedanismus als Kernbotschaft herausarbeiten – weil sie den Tatsachen entspricht. Sie sind es, die die Nazis sind, nicht wir vom Counterjihad. Ein großartiger Veteran im Kampf gegen den deutschen Nationalsozialismus hat das mit klarem Blick erkannt. Lesen Sie einen, wie ich meine, poetischen und teilweise etwas wehmütigen Bericht über den Norweger Gunnar Sønsteby von Matthias Hannemann aus der heutigen FAZ.

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Wäre ich jung, würde ich Bin Ladin jagen

Seine letzte Mission: Gunnar Sønsteby war im Zweiten Weltkrieg einer der führenden Köpfe des norwegischen Widerstands gegen die deutschen Besatzer. Jetzt hat er noch einmal die Hauptstadt der früheren Feindmacht besucht.

Ihr Name, bitte? Ach ja. Er legt den Stock ab, lächelt und greift nach dem Stift. Ein Name. Wie oft ist er früher nach seinem Namen gefragt worden, und wie häufig nannte er einen falschen, um sich zu schützen. Sieben Jahrzehnte ist das her. Damals war Gunnar Sønsteby zweiundzwanzig und stand an Karl Johan, Oslos Flaniermeile, als deutsche Soldaten im April 1940 das Land überfielen und ihn zum Widerstandskämpfer werden ließen. Jetzt ist Sønsteby zweiundneunzig. Er gilt als höchstdekorierter Staatsbürger des Königreiches. Selbst die Geburtstagsfeier auf der Festung Akershus liegt hinter ihm, bei der König Harald einem Reporter gestand, er kenne Sønsteby „seit ich ein Kind bin und er uns 1945 zum Schloss zurück eskortierte“.

Ihr Name? Ach ja. Der Mann im Mantel schreibt seinen Namen auf den Zettel, den ihm der Hotelier gereicht hat, und geht zügig ins Restaurant, um ein Bier zu bestellen. Es sei ihm wichtig, hieß es, noch einmal mit den Deutschen zu reden. Max Manus, Sønstebys Freund aus der „Oslogjengen“, die mit Sabotageaktionen die deutschen Besatzer in Atem hielt, machten Filmemacher unlängst zum Mittelpunkt eines Films (in dem auch Sønsteby von einem Schauspieler verkörpert wird). Manus starb 1996, auch andere Weggenossen sind längst verstummt. „Ich will mich da nicht aufdrängen“, sagt Sønsteby, „aber ich rede, wenn ich gefragt werde, und im Rahmen dieses Films ist das Interesse gewaltig.“

In Norwegen sahen 1,2 Millionen Besucher „Max Manus“. Dass mit Sønsteby noch ein Veteran der sogenannten „Oslogang“ lebt, bescherte dem Büro, über das Sønsteby noch immer verfügt, mehr als doppelt so viele Anrufe wie üblich. Aber Deutschland? Ob in Berlin nun auch das Radio kommen würde, das deutsche Fernsehen, wie Sønsteby hoffte? Die Organisatoren seiner Reise mühen sich redlich. Sie hofieren ihn, als sei der König persönlich nach Berlin gereist. Das Interesse ist trotzdem gering.

Wir schlugen Sønsteby vor, am Führerbunker zu ihm zu stoßen, dem ersten Programmpunkt seines Besuchs. Sønsteby kommt, auch der Militärattaché der Botschaft stößt dazu, und eine Gruppe Schüler, die vom Holocaust-Mahnmal zur Gertrud-Kolmar-Straße läuft, fragt neugierig, wer dieser Mann sei. Ein norwegischer Widerstandskämpfer, antworten wir. Aha, sagen sie, mit leerem A. Über ihn und seine Leute gebe es jetzt auch einen Kinofilm, schieben wir hinterher. Da packen sie die Handy-Kameras aus, mit denen sie eben noch den Parkplatz über Führers Bunker fotografiert haben. So ist das.

Sønsteby will weiter. Womöglich hat das damit zu tun, dass sich die versprochene Geschichtsstunde einer Praktikantin auf Datenreihen aus dem Wikipedia-Fundus beschränkt. Na ja, sagt die Frau entschuldigend, so wichtig war dieser Ort dann ja auch nicht für Hitler. Na ja, entgegnet Sønsteby, so wichtig eben ein Ort ist, an dem man sich versteckt, erschießt und verbrannt wird. Der Militärattaché lässt den Wagen anwerfen, um ins Hotel zu fahren.

Gibt es eigentlich Dinge, die unausgesprochen sind? Abends, im Kinosaal der nordischen Botschaften, wird Sønsteby zwischen Historikern und Filmbesuchern sitzen. Sie werden Fragen zum Krieg stellen, wie sie in Norwegen erst seit den neunziger Jahren gestellt werden. Zumindest in der Öffentlichkeit pflegte man dort zuvor das Schwarzweißmuster des Sommers 1945: einen Mythos, über den sich die Nation definierte. Was aber war mit den vielen Norwegern, die passiv blieben oder kollaborierten? Wo überschritt auch der Widerstand, der Menschen tötete, die Grenzen der Moral? Die Wissenschaft ist bei der Arbeit, unterstützt von Zeitzeugen wie Sønsteby, der sich für einen Dokumentarfilm zum Thema zur Verfügung stellte, der für neuen Wirbel sorgen wird. An diesem Abend in Berlin sagt er trotzdem bloß Sätze wie: „Wir hatten unsere Befehle aus London, wo der König und die Alliierten saßen.“ Und Punkt.

Im Hotel kommt das Bier, ohne dass die Bedienung verschwände. Egal. „Irgendwie sind wir“, sagt Sønsteby, als er eines seiner Bücher aus der Tüte zieht, „zu Historikern unserer eigenen Geschichte worden.“ Zu dieser Geschichte zählen nicht nur der Aufbau eines Kontaktnetzes und die Sprengung von Waffenfabriken. Sønsteby erzählt, wie er vor dem Krieg Langhoffs „Moorsoldaten“ und Meldungen über die Novemberpogrome von 1938 las. Wie seine Leute Juden vergeblich zur Flucht zu überreden versuchten. Wie er vor Kriegsende, unter Einsatz seines Lebens, die Archive der Besatzer vor der Vernichtung rettete, um Prozesse zu ermöglichen. Und wie er den Landesverräter Quisling nach der Kapitulation davor zu schützen hatte, noch vor Prozessbeginn erschossen zu werden. „Wir im Widerstand fühlten, dass achtundneunzig Prozent der Bevölkerung hinter uns standen.“ Jeder Satz sitzt. Auch diese letzte Mission ist eben präzise geplant.

„In Deutschland fragen sich die Zeitzeugen, wie es sein wird, wenn keine Zeitzeugen mehr vom Krieg erzählen können“, sagen wir. Wie soll das schon sein, antwortet Sønsteby. Von Napoleon habe er auch erfahren, ohne mit ihm gesprochen zu haben, und was an Emotionen mit Büchern schwer erklärbar sei, werde durch Filme wie „Max Manus“ transportiert. Das Leben wird weitergehen.

Dann freilich lehnt er sich herüber: „Wir haben für die Demokratie gekämpft“ sagt er, „Ich habe gleich 1945 dafür geworben, nach vorn zu schauen und Deutschland aufzubauen. Ich bin als Geschäftsmann, als Papierhändler, sofort auf die Deutschen zugegangen. Ohne böse Gefühle. Das verstand sich von selbst.“ Einige in Norwegen, scheint er sagen zu wollen, verstehen das bis heute nicht. Dort gibt es eine Stiftung, die das Deutschland-Bild von mehr als hunderttausend Schülern geprägt hat; sie fährt mit „weißen Bussen“ ausschließlich von KZ zu KZ, als sei ein anderes Deutschland immer noch nicht existent. „Es ist wichtig, über die Lager zu reden“, sagt Sønsteby, „aber was kann die junge Generation in Deutschland dafür? Diese Touren sollten mal aufhören.“ Überhaupt, klagt er, diese Unfähigkeit vieler Zeitgenossen, endlich nach vorn zu schauen, auch in Deutschland: „Einmal muss doch Schluss sein. Eines Tages muss dieser Krieg doch mal zu Ende sein. Die Demokratie hat längst andere Feinde.“

Womit wir offenbar beim Thema wären. Vor Jahren erzählte Sønsteby schon dem Autor Ari Behn: „Wenn ich zwanzig wäre, hätte ich Bin Ladin mit einem meiner Männer gefunden.“ Das sagt er diesmal nicht; auch Sønsteby wird älter. Über die Muslime aber, über den fortwährend notwendigen „Einsatz für die Demokratie“, spricht er trotzdem, wenn auch leise. Während die Teller, Gläser und Bestecke im Hotel immer lauter klappern.

Ein merkwürdig zeitverrückter Termin? Nein, nicht so merkwürdig wie das, was der Produzent von „Max Manus“ am Abend erzählen wird: Als das Filmteam in Oslo, nachdem es das Stortinget mit Hakenkreuz-Fahnen geschmückt hatte, auch noch Freiwillige suchte, um einmarschierende Deutsche zu spielen, habe man sich vor Anfragen kaum retten können. Ein großer Spaß? Wohl kaum.

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Time am 27. Februar 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/02/22/milieustudien-5-die-asselbande/
2) http://blogicide.wordpress.com/2010/02/27/so-etwas-darf-es-in-deutschland-nie-wieder-geben/

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2 Antworten to “Die Nazis seid Ihr!”

  1. maggieTh Says:

    Die Kritik an Ihrem Artikel zur Asselbande war natürlich hanebüchen und wollte bloß einschüchtern. Es ist nun mal so, dass auf diesem Kontinent der first ammendment nicht nachvollziehbar ist – daher die vielen Meinungsverbote. Was ich immer beobachtet habe ist, dass das Maß, in dem „Linke“, Sozis oder auch CDU´ler die freie Meinungsäußerung einschränken wollen, dem Maße der von Ihnen gewollten Sozialleistungen entspricht. Von Hayek lässt grüßen.

    Aber ein Punkt Ihrer Eintragung hat mich auch ziemlich befremdet: Ihre Diktion zu Schwulen. Denn das, was Sie bei den abgebildeten Orks sehen, ist natürlich nicht schwul, sondern „in the closet“-Homophilie. Wenn Cocojambo übrigens sagt “weil das aus pedagogischer sicht eine falsche wirkung auf die jugend hat oder so und auch schwul ist”, ist dies natürlich nicht in sexuellem Sinne gemeint, sondern wie Orkisken es auf dem Schulhof als Oberbegriff für alles Negative sagen. Der zivilisierte Mensch sagt in solchen Fällen: unschön, schlecht, laut.

    Sie haben auch in der Vergangenheit gesagt, „Orks sind Schwul“. Sie sind es nicht im Geringsten. Sie sind homophil, eher zwangshomophil. Schwul setzt voraus, dass man seine minoritäre und unbeliebte Libido annimmt und gegen Feindseligkeiten nach außen vertritt.

    Zärtlichkeit von Männern für Männer empfinde ich als geradezu antijihadistisch, sie ist das DDT der Mohammedaner, solange sie „schwul“ ist und nicht zwangshomophil. Wenn das in Ihrer Diktion Verschwuchtelung ist, dann bleibt unser Antijihadismus „ein tönend Erz“.

  2. Time Says:

    Liebe Maggie,

    vielen Dank dafür, dass Sie dieses Blog ein weiteres Mal durch einen Ihrer Kommentare bereichern.

    Ich gebe Ihnen Recht, meine Wortwahl könnte für Schwule verletzend sein. Das ist nicht meine Intention, ich möchte vielmehr die Mohammedanisten und Freunde dieser gewaltverherrlichenden (Azad-) Truppe verletzen (und glaube, dass es mir gelungen ist). Ich möchte zeigen, dass sie von etwas bewegt werden, was sie vorgeben zu verachten und zu bekämpfen.

    Ich stimme Ihnen aber nicht zu, wenn Sie sagen, diese Leute von Azad bis Mammut Gardinenstange seien nicht schwul. Sie sind es. Vielleicht nicht aus genetisch-biologischer Disposition, wie der überwiegende Teil meiner schwulen Freunde und Bekannten es für sich reklamiert, aber aus ideologisch-kultureller. Sie sind es, weil ihre Ideologie und ihre Kultur ihnen seit 1400 Jahre tiefste Verachtung der Frau gegenüber einhämmert. Weil Frauen zu Dingen gemacht werden, die die Kinder gebären sollen, die aber ansonsten ein sechsjähriger Pascha herumkommandieren darf. Die für zu unwert erklärt werden, als das man sie hingebungs- und verständnisvoll lieben könnte.

    Diese äußerlich bedingte Homosexualität ist gleichwohl eine existente, und sie bringt vielleicht eher Emotionen hervor, die wir verstehen können – also „wahre“ Liebe im westlichen Sinn – als aus den Beziehungen zwischen Ork-Männern und -Frauen erwachsen (1). Ich bin mir z.B. sicher, dass zwischen Chavez und Gardinenstange eine homoerotische Attraktion wirkt (mit klarer Rollenvertreilung), dafür spricht m.E. eine Flut von Fotos, die ihre Distanzlosigkeit zeigt. Dieses Blog enthält eine Fülle von Hinweisen und Links zu diesem Thema (2), und mir scheint das Bild eindeutig: Mohammedanistisch gelebte, männliche Sexualität ist überwiegend homosexuell. Umso schändlicher ist die furchtbare Verfolgung, der Schwule in den mohammedanistischen Ländern ausgesetzt sind. Ein ähnliches Muster kennt man ja aus vielen Berichten aus der Nazizeit. Oder aus Gefängnissen, wie es Tom Wolfe in „A Man in Full“ eindringlich beschrieben hat. Klar ist, dass diese Sexualität einen hohen Gewaltanteil hat und ebenso klar ist, dass sie vor der Hand verleugnet wird.

    Auch diese Bigotterie und Hypokrisie fügen sich nahtlos in das Gewaltsystem Mohammedanismus, wenn sie nicht vielleicht sogar dessen innerster Kern sind. Einerseits kann nach Belieben auf der Frauenkaste herumgetrampelt werden, andererseits ist die Verwirklichung von Sex, Freundschaft, Partnerschaft und Liebe, die bleibt, und die erfüllt werden will, mit einem Bann belegt und wird als todeswürdig erachtet. Das setzt sie alle in die Schuld. Ein perfektes Herrschaftsinstrument, ein Instrument der Willkür, wie es dem im Kloran beschriebenen Alla Hubal entspricht.

    Übrigens sind meine schwulen Freunde (im Gegensatz zu den lesbischen) ausnahmslos kaum als solche zu erkennen – weil sie sich nicht affig gerieren oder affektiert reden. Sie fummeln auch nicht ständig demonstrativ aneinander herum so wie Azads Truppe oder Mammut und Hugo, die ich insofern m.E. zu Recht als „verschwuchtelt“ bezeichne.

    Ich grüße Sie herzlich,

    Time

    _____

    1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/12/31/es-kann-nicht-sein-was-nicht-sein-darf/
    2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/24/die-orks-sind-schwul/

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