Schade, schade

Gestern berichtete Hans-Christian Rößler für die FAZ aus Israel:

Raketen in Aqaba eingeschlagen

Ziele in der israelischen Hafenstadt Eilat verfehlt?

In der jordanischen Hafenstadt Aqaba ist es am Donnerstag zu mehreren Explosionen gekommen. Der jordanische Informationsminister Nabil al Scharif sagte, eine Grad-Rakete aus russischer Herstellung sei in ein Kühlhaus eingeschlagen. Die Rakete sei von einem Ort außerhalb Jordaniens abgefeuert worden, habe aber keine größeren Schäden angerichtet. Jordanische Sicherheitskräfte entdeckten zudem Reste einer Katjuscha-Rakete.

Einwohner Aqabas und der benachbarten israelischen Hafenstadt Eilat hatten von Explosionsgeräuschen und Blitzen am frühen Donnerstagmorgen berichtet. Eine Suchaktion in Eilat blieb nach Angaben der Armee allerdings ohne Ergebnis. Die Internetdienste israelischer Zeitungen vermuteten, dass die Geschosse von der ägyptischen Sinai-Halbinsel abgefeuert wurden und eigentlich Eilat treffen sollten. Ein Sprecher der ägyptischen Sicherheitskräfte sagte jedoch, es seien keine Raketen von der Sinai-Halbinsel aus abgeschossen worden.

Erst in der vergangenen Woche hatte die israelische Regierung alle Staatsbürger aufgefordert, wegen hoher Terrorgefahr den Sinai zu verlassen. Dort sind seit Jahren Terrorzellen von Al Qaida und wohl auch der libanesischen Hizbullah-Miliz aktiv. Der beliebte Badeort Eilat war in den vergangenen Jahren im Vergleich zu anderen israelischen Städten von Anschlägen weitgehend verschont geblieben. Im Jahr 2007 kamen dort bei einem Selbstmordanschlag drei Personen um. Im Jahr 2005 wurden Katjuscha-Raketen aus Jordanien auf Eilat abgefeuert. Eine der Raketen explodierte unweit des Flughafens der Stadt, richtete aber nur Sachschaden an. Gleichzeitig wurden auch ein amerikanisches Kriegsschiff im Hafen von Aqaba und ein Militärkrankenhaus angegriffen; ein jordanischer Soldat wurde dabei getötet.

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Verdammte Ork-Terroristen. „Waffenstillstand“ bedeutet für die nur, dass sie ein paar Raketen weniger auf die israelischen Bürger abfeuern. Wolfgang Günther Lerch, der in der letzten Zeit den einen oder anderen überraschend vernünftigen Artikel abgeliefert hatte, äußerte sich auch zum Thema.

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Wie lange noch?

(Ja, wie lange noch wird Israel den Raketenterror hinnehmen? T.) Es ist möglich, dass die Katjuscha-Raketen, die in der jordanischen Hafenstadt Aqaba eingeschlagen sein sollen, in Wirklichkeit der israelischen Nachbarstadt Eilat galten. Von wo sie kamen, ist unklar. Vor einigen Tagen erst hatten Hunderte israelischer Touristen die ägyptischen Ferienorte am Roten Meer verlassen, nachdem sie vor Terroranschlägen gewarnt worden waren. Besteht da ein Zusammenhang? Es ist jedenfalls gut, dass der amerikanische Nahost-Sondergesandte George Mitchell nun doch wieder in die Region reist, um Bewegung in die festgefahrenen Fronten zu bringen. Das wird freilich nicht einfach sein. Der Streit zwischen Israel und Amerika über den Siedlungsstopp in Ostjerusalem ist keineswegs beigelegt, erst recht nicht, nachdem Ministerpräsident Netanjahu bekräftigt hat, es werde weitergebaut. Netanjahu müsse sich entscheiden, ob er sich mit seinen rechten Koalitionspartnern anlegen wolle oder mit Präsident Obama, sagte dieser Tage der frühere amerikanische Botschafter Indyk zur Lage. WIE LANGE wird Washington NOCH Geduld haben mit NETANJAHUS politischer UNBEWEGLICHKEIT?

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Oje, da hatte ich
mich wohl zu früh gefreut.
Schade, schade!
Da kriegt der Wolfgang-„FAZ-
Ali1“-Günther-Lerch
aber wieder den Fes aufgesetzt
und muss sich
in die Ecke stellen (–>).

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Time
am
24. April 2010

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