Prinz Eugen, der Türkenjäger

Menschen, die sich in der Vergangenheit große Verdienste in Bezug auf die Bewahrung des europäischen Kontinents vor der mohammedanistischen Unterjochung erworben haben, sind derzeit von den (überwiegend links“intellektuellen“) Medienschaffenden nicht mehr wohl gelitten.

Einen ganz Großen sollte es in der gestrigen FAZ erwischen: Eugen Franz, Prinz von Savoyen-Carignan (fr: François-Eugène de Savoie-Carignan, it: Eugenio di Savoia-Carignano;* 18. Oktober 1663 in Paris; † 21. April 1736 in Wien). Bekannt als Prinz Eugen, war er, so Wiki (1), „einer der berühmtesten Feldherren des Hauses Österreich und wesentliche Stütze der Großmachtstellung Österreichs innerhalb Europas.“

Er führte etliche Kriege gegen die türkischen Mohammedanisten und fügte ihnen regelmäßig verheerende Niederlagen zu. In der „Schlacht am Kalenberg“ (1683) z.B. betrug das Verhältnis der Verluste (2) 5.000 der Unseren gegenüber 15.000 Orks. Dramatisch war der Unterschied 1697 in der „Schlacht bei Zenta“ (3): 429 Unsrige gegenüber 25.000 Orks. Noch härter traf es die Türken 1716 in der „Schlacht bei Peterwardain“ (4): Hier starben 5.000 der Unseren, während 10.000 – 30.000 (Tabelle) bzw. 100.000 Orks (Text) ihr Leben ließen. In der „Schlacht von Belgrad“ im nächsten Jahr erwischte es nochmal 20.000 Mohammedanisten (5).

Bei seinen Soldaten war Prinz Eugen außerordentlich beliebt. Wiki: „Die Popularität des Prinzen war schon zu Lebzeiten ungeheuer, nicht zuletzt bei seinen Soldaten. Diese behandelte er nicht als gesichtslose Masse, sondern er versuchte, sie im Namen höherer Ideale zu mobilisieren. Er führte seine Truppen meist persönlich in die Schlacht und wurde dreizehnmal verwundet.“ Wiki über die Schlacht von Belgrad: „Als die ersten Stunden der Schlacht geschlagen waren und es langsam hell wurde, bemerkte man eine Lücke im Zentrum der Kaiserlichen, die die Osmanen für einen Gegenangriff nutzten. Eugen schickte seine Reserven in die Lücke und begab sich selbst an die Spitze der Kavallerie.“

Die Popularität des Prinzen war nicht nur bei seinen Soldaten groß sondern auch bei seinen Bediensteten. Diesen gegenüber war er sozial, die Gärtner seiner Schlösser etwa wurden auch im Winter weiter beschäftigt. Wiki berichtet weiterhin: „Daneben war er als Bauherr und Kunstsammler einer der bedeutendsten Mäzene seiner Zeit.“

Und weiter: „Eugen war neben alldem auch ein kluger Diplomat und Ratgeber dreier Kaiser (Leopold I., Joseph I. und Karl VI.). Abgesehen von der erwähnten diplomatischen Mission zu Königin Anne führte er 1709 die Verhandlungen zum Haager Friedenspräliminar und 1714 die zum Frieden von Rastatt und Baden. Seine Loyalität zum Haus Österreich ging so weit, dass er 1732 sogar die polnische Krone ablehnte, welche ihm die russische Zarin Anna angeboten hatte. Diese Loyalität, gemeinsam mit seiner militärischen Begabung, machten ihn zum Architekten der Großmachtstellung Österreichs und sicherten ihm Popularität und Nachruhm.“

Dabei hatte er eigentlich Geistlicher werden sollen: „Eugen wuchs am Hof Ludwigs XIV. auf und war für die geistliche Laufbahn bestimmt. Bereits mit fünfzehn Jahren besaß er zwei Abteien, weshalb er bei Hofe ‚der kleine Abbé‘ genannt wurde.“

Was nun weiß Dirk („Partytime“) Schümer (6), der bereits negativ durch seine Verteidigung Tarik Rammeltags aufgefallen ist (7), über diesen europäischen Helden zu berichten? Lesen Sie selbst.

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Der ENTENJÄGER als HAUDEGEN und DAME

Eine Ausstellung im Wiener Belvedere
zeigt den legendären Prinz Eugen

Zu Gast beim Hausherrn selbst – diese Vorstellung beflügelt jeden Besucher bei einer Ausstellung über Prinz Eugen im Wiener Belvedere. Denn niemand anders als der habsburgische Feldherr Eugen von Savoyen war es ja, der diese phantastische Doppelanlage zweier Gartenpalais samt großem Park südlich der Wiener Altstadt Anfang des achtzehnten Jahrhunderts errichten ließ. Doch der Genius Loci scheint die Ausstellungsmacher keineswegs beflügelt zu haben: Ausgerechnet über eine der schillerndsten Gestalten des europäischen Barock erfährt man in ihrem Sommersitz nur das Nötigste. Vielleicht liegt es auch am Hausherrn selbst, dass die Schau angesichts der magnifiken Szenerie eher mager wirkt. Der HALSSTARRIGE greise Eugen hatte es versäumt, vor seinem Ableben im Jahr 1736 ein Testament aufzusetzen, seine Habe zerstob in alle Welt.

Eine FRIVOLE, HÄSSLICHE Nichte erbte – neben einer Menagerie, deren kostbare Wildtiere verkauft und einige sogar zu Tode geschunden wurden – eine der größten Bibliotheken ihrer Zeit, diverse Schlösser, Mobiliar und eine beachtliche Kunstsammlung, nur um sich sogleich mit dem NICHTSNUTZIGEN Belami, dem Fürsten von Sachsen-Hildburghausen zu verheiraten, der alle Herrlichkeiten in Kürze VERSCHLEUDERTE. Doch auch vom wenigen, das durch das Eingreifen des Kaiserhauses in Österreich verblieb, hätte man gern mehr gesehen als endlos viel FLACHWARE: Stiche von Gemälden, Hinweise auf Schlossmobiliar, Perückenporträts von Weggefährten, Verträge und Tagesbefehle oder die Kupferstiche berühmter Zeitgenossen, die heute zum Bestand der Albertina zählen.

Natürlich konnte man nicht die längst verstorbenen Nasenbären und Papageien der Menagerie aus dem Belvedere ins Museum holen. Doch ein anderes ist die überzeitliche Musik: außer einer zeitgenössischen Erzlaute mit Tabulaturen für des Prinzen persönliche Ergötzung (Lauten waren ideale, weil transportable Instrumente auf Feldzügen und der Jagd) hören wir nichts von der namhaften Wiener MUSIKKULTUR jener Jahre, die mit Caldara und Conti großartige Klangpracht hervorbrachte. Stattdessen lädt die Schau in ein Musikkabinett, wo ein Bundeswehrchor mit soldatischer SCHMUCKLOSIGKEIT Loewes MARKIGE Ballade vom edlen Ritter SCHMETTERT. Dem Gehör des FEINSINNIGEN Prinzen hätte das WENIG geschmeichelt.

Doch es ist auch kompliziert, in Vitrinen den IRREN Lebenslauf dieses in Frankreich FAHNENFLÜCHTIGEN GLÜCKSRITTERS zu zeichnen, der als Sohn einer später wegen GIFTMORDES DURCHGEBRANNTEN ABENTEURERIN in Paris eine VERNACHLÄSSIGTE Jugend durchlebte, um dann 1683 als HABENICHTS PÜNKTLICH zur Belagerung Wiens durch die Türken anzukommen und sich SCHRITT UM SCHRITT, vorzugsweise mit Siegen über ebendiese Türken, zum legendärsten Feldherrn Alteuropas hochzuarbeiten. Mit welchen Techniken der persönlich todesmutige Mann siegte? Nach dem Studium allerhand bunter Schlachtenbilder und Landkarten wird das NICHT recht deutlich.

PUTZIG wirken angesichts der Gemetzel zwei Wachsstatuen von bettelnden türkischen Gefangenen in Ketten. Kostbare Flinten jener Tage zeugen davon, dass er EHER die ENTEN- und WILDSAUBESTÄNDE seiner Seen und Waldungen DEZIMIERTE denn die TÜRKISCHEN Ränge. Die Schlachten dieser allzeit auf PFERDEN verewigten MILITÄRS wurden OHNEHIN vom NACHSCHUB und von der ARTILLERIE entschieden, bevor es ins ENTSPANNENDE Winterlager ging. Dass es aber in den VERMEINTLICHEN Kavaliersbataillen versippter europäischer Aristokraten immer auch blutig zugehen konnte, beweisen zierliche Spritzer auf den Handschuhen des französischen Generals Camille de Tallard, der 1704 bei Höchstädt im Spanischen Erbfolgekrieg in Eugens Gefangenschaft geriet; seine notorische KURZSICHTIGKEIT hatte den VERWIRRTEN Franzosen im Pulverdampf die verkehrte RICHTUNG einschlagen lassen.

Solch Schicksal blieb dem SCHARFSICHTIGEM Haudegen Eugen, der das KRIEGSGLÜCK gepachtet hatte, stets erspart. Wir sehen seine VERSCHRECKT und HEXENSCHÜSSIG dreinblickende APOTHEOSE in wuchtigem Marmor durch den Bildhauer Balthasar Permoser – das naturgetreue Werk gefiel dem Auftraggeber nicht sonderlich. Was wir hingegen nicht sehen und leider auch kaum erklärt bekommen, ist die komplizierte ÖKONOMIE des Krieges mit FOURAGEN (Verpflegung, T.), STEUERN, Pionierwerken, Militärgrenzregime und brutalen AUSHEBUNGEN, die aus Eugen langsam einen SUPERREICHEN machte. Der KNAUSRIGE Feldherr verstand das knallharte Kriegsgeschäft seiner Zeit mit GEWINN abzuschließen. Der MENSCH hinter dem Oberbefehlshaber bleibt dennoch ein RÄTSEL. Aber das ist merkwürdigerweise oft so in einer Zeit, deren Protagonisten augenscheinlich an NICHTS so sehr arbeiteten wie an ihrer ERSCHEINUNG. Dass der magere, MÜRBBACKIGE Eugen ABGRUNDTIEF HÄSSLICH war, KONNTEN Zeitgenossen EBENSO überliefern wie seine Abneigung gegenüber Frauenbeziehungen. Liselotte von der Pfalz schrieb, dass der junge Eugen in Paris den gutgewachsenen Monsieurs am liebsten „als DAME“ gedient habe. JEDENFALLS blieb er trotz Versuchen des Kaisers, ihn mitsamt dem riesigen Erbe habsburgnah unter die Haube zu bringen, zeitlebens ein Hagestolz. Persönlich soll er eher scheu und zurückgezogen gewesen sein, ein barocker Stoiker eben, was man angesichts seiner beziehungslos-kühlen Jugendjahre und dem spartanischen Leben im Felde gut verstünde.

Nur eines steht FELSENFEST: Ein EDLER Ritter war der KRIEGSUNTERNEHMER Eugen MITNICHTEN. Und als SÖLDNER seines HERRN sicher auch KEIN „deutscher“ Nationalheld gegen welsche Falschheit, wie das spätere Historiker so gern verzeichnen wollten. NICHT einmal die katholische FRÖMMIGKEIT bietet in diesen wechselvollen Zeiten eine Gewähr, wie christliche Renegatengeneräle bei den Türken zur Genüge beweisen.

Das Wesentliche dieser MÄRCHENHAFTEN Militärbiographie aber, den TRAUMWANDLERISCHEN Aufstieg dieses zähen MÄNNLEINS auf der HÖFISCHEN INTRIGENTREPPE, den IRRWITZ der HOFHALTUNG, die HABITUELLE (gewohnheitsmäßige, charaktereigene, T.) VERSCHWENDUNG, die spätere MYSTISIERUNG – das alles müsste man sich, gäbe es denn nur eine ausführliche Biographie, woanders gründlicher erschließen.

Möglichkeiten, Eugen zu begegnen, gibt es dennoch genug: Gleich draußen vor der Ausstellung sprühen noch gar nicht so lange wieder die spektakulären Brunnenbecken im Belvederegarten ihre Kaskaden. Das atemberaubende Schloss Hof an der March, der GAR NICHT bescheidene Jagdsitz des Prinzen, ist seit ein paar Jahren perfekt restauriert und original möbliert zugänglich. Und im ungarischen Ráckeve, wo sich der Türkensieger im eroberten Feindesland SOGLEICH ein stilvolles, an ein Heerlager erinnerndes Zeltschlösschen errichten ließ, kann man sogar als Hotelgast wohnen. Als CHAOTISCHER Erbonkel dürfte Prinz Eugen TRAGISCH VERSAGT haben, doch GLORIOS überlebt hat der Feldherr als BAUHERR. Bis 6. Juni, der Katalog kostet 38 Euro.

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Bürgerlichkeit bedeutet für mich als Bürger nicht ein neidvoller Rundumschlag gegen großartige Persönlichkeiten einer vergangenen Epoche, in denen noch nicht die Bürger die maßgeblich handelnde Klasse waren (sondern der Adel).

Wenn man aber dem fest im Fleische stehenden Schümer folgt, stammt Prinz Eugen aus familiär und finanziell völlig zerrütteten Verhältnissen, desertierte in Frankreich, schloss sich den Kriegen gegen die Türken, die ohnehin schon gewonnen und überwiegend eine eher entspannende Angelegenheit waren, aus Gewinnsucht an und fing einmal zufällig einen französischen General. Er war laut Dirk „Partytime“ Schümer todesmutig und feige, unglaublich hässlich, knauserig, intrigant, ein Scharlatan, Verschwender und chaotischer Versager. Zudem war er schwul. Wiki: „Über Prinz Eugen waren bereits zu seinen Lebzeiten Gedichte im Umlauf (Mars ohne Venus), die ihm Homosexualität unterstellten. Bis heute wird er regelmäßig in Listen berühmter Homosexueller geführt, wenngleich darüber keine Klarheit herrscht und diese Annahme nur auf Gerüchten beruht.“ Aber für den ja wirklich wahnsinnig gut aussehenden Dirk steht diese Behauptung, die er despektierlich einsetzt, felsenfest, ebenso wie die Schlussfolgerung, dass Eugen alles andere als ein „edler Ritter“ sondern vielmehr ein schnöder Kriegsgewinnler war.

Da geriert sich der speckbackige Windbeutel Schümer („Kinn hoch – alle beide!“) so, als habe er im Geist des investigativen Journalismus nun endlich mit einem weitverbreiteten Irrtum aufgeräumt, aber er bietet doch nur wenig mehr als Lügen, Halblügen, Vermutungen und Herabsetzungen. Tatsächlich ist sein Motiv offenkundig.

Warum der Neid und Hass? Weil uns Prinz Eugen einst von der mohammedanistischen Plage befreit hat, und das ist in einem Europa, das heutzutage vor der erneuten Übernahme durch die Orks steht – was ihre Agenten und die masochistischen Dimmis kaum erwarten können – natürlich NICHT korrekt.

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Time am 4. Mai 2010

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auch:
Das Gemälde ist von Jakob van Schuppen:

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