80% der Orks wollen: Ruhe vor Allah

Nichts ist den Anhängern totalitärer Ideologien so wichtig wie die Gehirnkontrolle. Erwachsene tun wegen der massiven Gewalt so, als ob sie einverstanden wären, aber Kinder und pubertierende Jugendliche glauben tatsächlich jeden Sche*ß, Hauptsache, sie werden ernst genommen. Fast ebenso wichtig wie die Markierung der Frauen durch die Kleidung als subaltern ist den Orks der Zugriff auf das westliche Bildungssystem bzw. die Verankerung darin – zu ausschließlich eigenen Konditionen, versteht sich. Ihre ausschließliche Methode: Konditionierung. Ihr Ziel: Die Sklaven sollen sich nicht aus Angst sondern freiwillig und freudigen Herzens der Unterdrückerideologie unterwerfen.

Vor kurzem ist mir ein Exemplar der Monatszeitschrift der linken Lehrergewerkschaft GEW „Erziehung und Wissenschaft/5“ in die Hände gefallen, Titelthema: Fieslahm.

Aiman Mayzeck darf darin die institutionelle Verankerung der Jizia („staatliche Anerkennung“) ebenso fordern, wie ein Jürgen Amendt, Redakteur der Tageszeitung „Neues Deutschland“, mutmaßlicher Sozialist und Atheist, wortreich die „Ungleichbehandlung“ des Mohammedanismus gegenüber dem Christentum beklagen darf, weil er es nicht erwarten kann, nach der Folter in den A*sch gef*ckt zu werden, bevor ihn die Orkschergen an einem Baukran aufhängen, so wie sie es im Iran mit seinen Gesinnungsgenossen getan haben.

Zwei Beiträge sind m.E. lesenswert, ein Text von Necla Kelec, den ich morgen scanne werde, und ein einleitender Kommentar des Politologen Hamed Abdel-Samad, den ich nachfolgend bringe:

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Leben im Widerspruch

Die Tatsache, dass nur 15 bis 20 Prozent aller in Deutschland lebenden Muslime in islamischen oder säkularen Vereinen organisiert sind, macht deutlich, dass nicht unbedingt jeder Muslim sein Leben islamisch interpretiert oder das Bedürfnis hat, sich als Muslim zu äußern. Doch es ist offensichtlich, dass es in den vergangenen Jahren, vor allem seit dem 11. September2001, und zwar von beiden Seiten, zu einer lslamisierung der Migrantenproblematik kam. Während die Politik bis in die 1990er-Jahre von „Gastarbeitern“ sprach, wird seit dem Anfang des dritten Millenniums von „Muslimen in Deutschland“ geredet. Heute betonen mehr Muslime in Deutschland ihre muslimische Identität und legen viel Wert darauf, ihre religiösen Symbole in der Öffentlichkeit zu zeigen. Hinter dieser neuen Sichtbarkeit steckt aber nicht, wie häufig angenommen wird, ein Erstarken des Islam, sondern eher eine wachsende Unsicherheit unter muslimischen Einwanderern; ein Phänomen, das für viele religiöse Minderheiten typisch ist.

Das Leben der Muslime in Europa ist von dem Widerspruch geprägt, als Minderheit in nicht-muslimischen, säkularen und sich rasant wandelnden Gesellschaften leben zu müssen. Ein Spagat zwischen den importierten Bräuchen und den europäischen Normen ist oft das Ergebnis. Religion wird zum leitenden ldentitätsmerkmal und die Migration wird als Exil ein pfunden oder als solches mystifiziert. Der Wunsch nach Bewahrung oder Verteidigung der Identität kann in Isolation münden, die ich als wichtigste Voraussetzung für eine (mögliche) Radikalisierung werte.

In Deutschland gibt es drei Formen der Radikalisierung unter muslimischen Einwanderern, die oft mit einander vermischt und allesamt fälschlicherweise als „islamisch“ interpretiert werden. Erstens gibt es den archaischen Konservatismus, eine Tendenz, die häufig in Migrantengruppen vorkommt, welche aus ländlichen, patriarchalisch geprägten Regionen stammen, in denen der Bildungsstand niedrig ist und Stammesgesetze angewendet werden. Diese Form muss nicht notwendigerweise auf religiösen Überzeugungen beruhen. Dennoch wird die Religion häufig für alle möglichen Ansichten und Handlungen instrumentalisiert. Die Gewalt, die in dieser Atmosphäre entsteht, ist für gewöhnlich nicht gegen das Gastland gerichtet. Vielmehr werden die „Abtrünnigen“ der Diaspora-Gemeinschaft Opfer familiärer Gewalt (etwa Ehrenmorde und Zwangsheiraten), da ihnen die Gefährdung der lntegrität und Stabilität dieser Gemeinschaft und ihrer Werte zur Last gelegt wird. Charakteristisch für diese Milieus sind Forderungen noch bedingungsloser Solidarität und sozialer bzw. moralischer Kontrolle.

Zweitens sind junge Menschen, die in schwachen sozialen Strukturen aufwachsen, besonders anfällig für eine Form der Radikalisierung, die ich als Eskapismus bezeichnen möchte. In diesen Fällen ist weder die eigene Familie noch die Gastgesellschaft in der Lage, eine adäquate Lebensführung anzubieten. Frustration und mangelnde berufliche Perspektiven treiben diese jugendlichen an, sogenannte „Türken -Banden “ zu bilden, die zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen neigen. Auch hier ist nicht unbedingt die Religion entscheidend, sondern die soziale Lage.

Drittens gibt es den religiösen Avantgardismus. Die Avantgardisten nehmen generell Abstand von den traditionellen isiamischen Vereinen und sehen sich als Vorhut einer politisch-religiösen Revolution. Gerade diese Form scheint für arabische Studenten und deutsche Konvertiten attraktiv zu sein. Haben sie sich einmal von ihrem familiärem Milieu entfernt (biografische Wende), isolieren sie sich und werden so eine leichte Beute für radikale Gruppen. Dennoch soll zwischen Tendenzen der lslamisierung und islamistischen (= militant extremistischen) Versuchen der Mobilisierung für den internationalen Dschihad klar unterschieden werden. In der Tat folgen viele türkische lslamisten in Deutschland der Illusion einer lslamisierung Europas, doch scheinen sie weder ein Konzept noch die Mittel dafür zu haben.

Der öffentlich sichtbare Islam in Deutschland scheint in diesem Kontext oft nur als eine fromme Fassade, hinter der viele junge Muslime ihre kulturelle Verwahrlosung, moralische Desorientierung und soziale Marginalisierung verstecken können.

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Time am 9. Mai 2010

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Soundtrack:
Alice Cooper’s „Triggerman“

Hier die Performance:
http://www.youtube.com/watch?v=aZmmgkQCd28

Hier der Text:

Trigger man

I ain’t got a name I don’t gotta face
No fingerprints or DNA
I ain’t got no eyes
I don’t got a tongue
But I know what’s going on
I’m deaf and dumb
I’m pure non-entity
Don’t even look for me
I watch you when you sleep

I am the triggerman
I am the underhand
I’ll keep you on your knees
I am the brain police
I am the triggerman
I am the underhand
I’m full of dirty tricks
I’m twice as smart and
Certainly twice as sick

I am always out of sight
A shadow in the mist
I don’t need no alibi, cos
I don’t exist
I’m pure non-entity
Don’t even look for me
I watch you when you sleep

I am the triggerman
I am the underhand
I’ll keep you on your knees
I am the brain police
I am the triggerman
I am the underhand
I’m full of dirty tricks
I’m twice as smart and
Certainly twice as sick

He’s sick, he’s sick, he’s really, really sick
He’s sick, he’s sick, he’s really, really sick

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PS.: Das Berliner Projekt „Heroes“ wird in der Zeitung ausführlich vorgestellt. Ich hatte im Juni letzten Jahres einen Text von Kristina Maroldt aus der FAZ darüber eingestellt unter:
https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/06/16/dran-bleiben-zweites-ziviles-beispiel/

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Eine Antwort to “80% der Orks wollen: Ruhe vor Allah”

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