Dieses Netz zerreißen

Die Spinnen begreifen nicht die Systematik der Evolution, die eine alte Systematik aber nicht die Systematik der Spinnen ist, wie diese glauben, sondern eine sehr viel ältere, fundamentalere!

Kein revolutionäres Feuer treibt viele von uns Christen an, nur der Küchenzettel der „schwäbischen Hausfrau“: Der wird abgearbeitet! Aufgaben werden nüchtern festgestellt und erledigt!

Arme Mahdisten aber, zu Tausenden wurden sie von unseren Maxim-MGs niedergemäht, wo sie doch einfach nur einen weissen Lappen hätten hissen können um sodann lebenslang Alimente zu beziehen.

Iran spinnt ein Netz, aber die Mahdisten können sich wieder mal nicht zwischen Geheimniskrämerei und Angeberei entscheiden, und sie werden wohl bald ihren Platz einnehmen in der Liste der weniger geheimnisvollen als vielmehr nichtsnutzigen Zivilisationen, einen zweifellos „ehrenvollen“ Platz neben denen der Mayas, Inkas, Azteken, Mohikanern und Brontosauriern.

Nebenbei: Es könnte in Europa ggf. das Bedürfnis bestehen, die alte Rechnung zwischen Europa und Persien (nach 2.500 Jahren wiederholter Aggression von Persien ausgehend) jetzt endgültig zu begleichen. Lesen Sie die Ausführungen von Rainer Hermann:

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Iranisches Großmachtgehabe am Golf

Die arabischen Golfstaaten nehmen die Muskelspiele Teherans mit zunehmender Sorge zur Kenntnis. Die Spannungen in der Region nehmen zu.

In den arabischen Golfstaaten nimmt die Beunruhigung über Iran weiter zu. So hat in Teheran unlängst ein Ajatollah zur Schaffung eines „Groß-Iran“ aufgerufen, und in Kuweit wurde eine Spionagezelle der iranischen Revolutionswächter ausgehoben. Die zahlreichen Manöver der vergangenen Wochen sendeten an die arabischen Nachbarn das Signal, dass Iran über ein breites Einschüchterungspotential verfüge, sagt der bekannte kuweitische Politikwissenschaftler Abdullah Schaidschi.

Misstrauen erzeugt Iran auch mit seinen Verzögerungstaktiken und Verschleierungen im Atomkonflikt. Iran sei an einer Eskalation des Konflikts interessiert, kommentiert Mustafa al Ani vom Gulf Research Center in Dubai. Teheran wolle sein Atomprogramm lieber als Folge einer militärischen Aktion verlieren als durch diplomatischen Druck. Zudem lerne Iran aus dem Verhalten Israels, dass Amerika in der Region seine Interessen nicht durchsetze. Ani schließt nicht aus, dass Iran einen Militärschlag des Westens sogar provozieren will. Dann könne sich Teheran aller Beschränkungen durch die IAEA und den UN-Sicherheitsrat entledigen, und die Islamische Republik könne auch einen Teil der Unterstützung der arabischen Öffentlichkeit zurückgewinnen, die sie seit der Präsidentenwahl im Juni 2009 verloren hatte.

Bei den arabischen Golfanrainern ist jedoch wenig Sympathie für das aggressive Auftreten Irans vorhanden. Mit seinen Muskelspielen stößt Iran die Golfaraber aber immer wieder vor den Kopf. Ungläubig nahmen sie nun zur Kenntnis, dass Ajatollah Mohammad Kharrazi zur Schaffung eines „Groß-Iran“ aufgerufen hat, das sich von Zentralasien bis zum Mittelmeer erstrecken soll. Israel und die andere Feinde in der Region sollten zerstört werden, sagte der Ajatollah, der als Generalsekretär der iranischen Hizbullah vorsteht, in einem Interview mit der Zeitschrift der revolutionären Bewegung. Kharrazi will sich 2013 um die Nachfolge von Staatspräsident Ahmadineschad bewerben. Der Geistliche gehört heute nicht zum inneren Zirkel der Macht in der Islamischen Republik.

Der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Abdullah Bin Zayed Al Nahyan, äußerte sich vor kurzem in ungewwöhnlich scharfem Ton zur Besetzung von drei Inseln der Förderation durch Iran. Der Schah hatte die Inseln 1971 besetzen lassen, die Islamische Republik hatte die militärische Präsenz auf den Inseln konsequent ausgebaut. Iran verschließt sich jeglichen Gesprächen über den Status der Inseln, die die beiden Seewege am Eingang des Golfs kontrollieren. Abdullah verglich die Besetzung der Inseln mit der Besetzung Palästinas durch Israel. Iran spielte den Konflikt als einen „Streit zwischen Freunden“ herunter, der sich bilateral lösen ließe.

Die Bereitschaft Irans zu einem Kompromiss oder gar einem Einlenken gilt als gering, insbesondere seit der iranische Verkehrsminister Hamid Behbehani am 22. Februar den Ton zwischen den Anrainern verschärft hat. Er hatte gedroht, alle Flugzeuge beschlagnahmen zu lassen, auf deren Bord-Monitoren das Gewässer zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel nicht als „Persischer Golf“ eingetragen sei. Die arabischen Fluggesellschaften aus Dubai und anderen Standorten verwenden jedoch die Bezeichnung „Arabischer Golf“. Sogar beim arabischen „Golfkooperationsrat“ spricht Iran vom „Persischen Golfkooperationsrat“.

Noch mehr alarmiert die Golfaraber, dass Kuweit zu Beginn dieses Monats eine iranische Spionagezelle ausgehoben hat. Die Zelle hatte sieben Mitglieder: Kuweiter, Iraner, Libanesen und einen staatenlosen Araber. Verhaftet wurden auch vier Soldaten, die mutmaßlich für die Zelle Ziele in der kuweitischen und der amerikanischen Armee ausgekundschaftet haben. Sie wurden angeklagt, für einen fremden Staat geheimdienstlich tätig zu sein. Als ihr Verbindungsoffizier wurde ein iranischer Revolutionswächter identifiziert.

Die Mitglieder der Zelle hatten unter dem Vorwand einer medizinischen Behandlung oder touristischer Reisen Iran besucht. In Mashad wurden sie jedoch von Revolutionsw√§chtern in den Gebrauch moderner Telekommunikation eingewiesen. Nach Angaben der kuweitischen Medien sollen bei den Mitgliedern der Zelle 250 000 Dollar und detaillierte Pläne von militärischen Einrichtungen in Kuweit gefunden worden sein. Offenbar wirkten schiitische Libanesen als Mittelsmänner. In Teheran spielte die Führung der Revolutionswächter die Enthüllungen als einen „Versuch der zionistischen Medien und ihrer Stellvertreter“ herunter, die „Speerspitze der Verteidiger der nationalen iranischen Interessen“ zu diskreditieren.

Vor zwei Jahren hatten Aussagen eines früheren iranischen Botschafters in Abu Dhabi, der in Europa politisches Asyl erhielt, hohe Wellen geschlagen. Adel Assadi hatte mitgeteilt, Iran unterhalte in den arabischen Golfstaaten ein weitverbreitetes Netz von Kollaborateuren und schlafenden Zellen. Es sei bereit und in der Lage, die Region zu destabilisieren. In den Vereinigten Arabischen Emiraten intensivierten darauf die Sicherheitsorgane die Erfassung der Iraner, die in der Förderation leben.

In jüngster Zeit ist es für Iraner schwieriger geworden, ihre Aufenthaltsgenehmigungen zu verlängern. Die Behörden setzen auch eine größere Transparenz der vor allem in Dubai operierenden iranischen Unternehmen durch. Die meisten in Dubai lebenden Iraner sind indes weder politisiert noch politisch aktiv. Ein unmissverständliches Signal der Behörden, das auch an Iran gerichtet war, waren Ausweisungen Hunderter schiitischer Libanesen im vergangenen Jahr aus Dubai, nachdem eine Spionagezelle der libanesischen Hizbullah in Ägypten aufgedeckt worden war. Sie sollen Gelder an die Hizbullah in Beirut überwiesen haben.

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Time am 20. Mai 2010

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